Die Systemkrise erfordert radikales Umdenken 

Als Unternehmerin und Beraterin bin ich sicher, dass viele Exponenten in Wirtschaft, Politik in der EU und vor allem in der Schweiz erkennen, dass es an der Zeit ist, die eigene Haltung gegenüber einer überholten Vorstellung einer modernen Wirtschaftspolitik radikal zu überdenken.

Man hat entdeckt, dass anstelle hoher, risikobehafteter Gewinne und Renditen auch geringere Ergebnisse durchaus Sinn machen; langsamere, dafür effizientere Gangarten gesünder sind für Mensch und Tier, Umwelt und Kapital. Die Erhaltung einer „gesunden“ Wirtschaft durch radikale Erneuerung gesellschaftlicher Systeme ist von entscheidender Bedeutung; es ist der Mut für ein radikales Umdenken angesagt.

Den EU Funktionären dürfte es langsam bewusst werden, weshalb sich die kleine, aber feine Schweiz diesem gefrässigen, Unsummen an Geld verschlingendem Moloch verweigern muss. 

Seit Anfang der 1990er Jahre gab es einige einsame und unbequeme Rufer in der Wüste. Ich hoffe, dass Wirtschaft und Politik langsam den Mut finden, Krisen wahrzunehmen und als solche anzuerkennen; und dass sie auch den Mut finden, sich von den richtigen „Experten“ beraten zu lassen, um grundlegend neue Wege einzuschlagen.

Qualitativ neue Unternehmenskulturen in neuen Dimension sind gefragt. Dies bedarf Innovations- und Kreativitätsprozesse (im Umgang mit Chaos und Komplexität), Moderation von Wertschöpfung, Zusammengehen und rasches Lernen voneinander, aber auch Kritik- und Konsensfähigkeit für den nachhaltigen Erfolg in Wirtschaft und Gesellschaft. Der Begriff „Nachhaltigkeit“ wurde leider durch Spott und Hochmut fehlgesteuerter Abgänger von Eliteschulen zu einem Unwort.

Es werden sehr hohe Spitzengehälter von geldgetriebenen Managern geduldet; dies von Inzuchtgesellschaften kleiner Kreise von Wirtschafts- und Politikeliten, abgesegnet von gelegentlich unerfahrenen Verwaltungs- oder Aufsichtsräten inklusive den unzähligen Beiräten, die ihre Energien vor allem dazu verwenden, unermüdlich und in allen Medien ein kompetentes Verhalten vorzutäuschen.

Dies hat wenig bis nichts mit Leistung zu tun, sondern eher mit Gier nach Geld, Macht und krankhafter Geltungssucht. Es sind knallharte und erbarmungslos getroffene Entscheide zum Schaden des ganzen Human Capitals aus den unteren und mittleren Ebenen und der ganzen Volkswirtschaft. 

Wobei der Berechnung der Folgekosten abrupte Entlassungen, Gesundheitsschäden bis hin zum Selbstmord keine Beachtung geschenkt wird.

Der Mensch und die Lohnkosten sind zur äusserst beliebten Manöveriermasse geworden – obschon es effiziente Alternativen gibt. Mit diesen Abgängen wurde in der Vergangenheit viel zu lasch umgegangen. 

Überzählig gewordene Mitarbeitende müssen wir in zukunftsorientierten Projekten und Pools erhalten (finanzierbar aus ALV, IV, Sozialdienste, Suva) und für neue Aufgaben vorbereiten und aufbauen, unter anderem auch kombiniert mit bezahlter Arbeit im Dienste der Gesellschaft. Damit wird der 2. Arbeitsmarkt (Sozialindustrie) obsolet. Das Thema „Fachkräftemangel“ ist auch vom Tisch.

Arbeitslosigkeit in dem Sinne gibt es nicht mehr. Das Lösungsmodell ist einfach: Die Menschen durchlaufen unterschiedliche Phasen des Lebens, des Lernens und des Arbeitens und bleiben den Unternehmen auf dem höchsten Wissenstand und als Experten flexibel erhalten – und vor allem gesund. Die Gesellschaft entwickelt sich gemeinsam weiter ohne sinnlos gesellschaftliche Randgruppen zu bilden und intellektuell zu kollabieren. Die Menschen besinnen sich wieder auf ihre Integrität und Verantwortung.

Der grosse Aderlass an Wissen und mühsam erworbenen Fertigkeiten begann mit dem Fall der Mauer und dem Zusammenbruch der Sowjetunion. Das war der Auftakt zu einer beispiellosen Goldgräberstimmung, die alle Warnungen in den Wind schlug. Bald folgten tiefste Rezession und Finanzkrisen bis hin zur ultimativen, aktuell erfolgten Schwemme zur Rettung des Euro mit noch nie da gewesenen Summen in Billiardenhöhe.

Weitreichende Image- und Reputationsverluste blieben nicht aus. Für die Schweizer Wirtschaft waren das Swissair-Grounding, der UBS-Crash, der Untergang des Bankgeheimnisses und die Schädigung des Bankenplatzes Schweiz die bekannte traurige Spitze des Eisberges. Weitere „Schwarze Schwäne“ zeichnen sich ab, deren Folgen immer unbestimmt sind.

„Change“-Projekte werden durch einschlägige Unternehmensberater oberflächlich mittels „Powerpoint Präsentationen“ angestossen, die keine Erfahrung in der Komplexität der Unternehmensführung und -Entwicklung haben, um Tiefgang zu erreichen; insbesondere nicht über das zwingend notwendige Verantwortungsbewusstsein, persönliche Reflexions- und Kritikfähigkeit verfügen.

Zuviele dieser Berater haben Mühe, komplexe Prozesse zu moderieren und adäquat umzusetzen, was sich in der ganzen Branche als „rufschädigend“ erweist. Die Mitarbeitenden begegnen derartigen „Ansagen“ mit Zynismus, was einen enormen Vertrauensverlust und Aderlass in der Unternehmenskultur bedeutet.

Es wird vor allem auf die Präsentation des jährlichen Gewinnes von börsenkotierten Unternehmungen aller Branchen hingearbeitet, um diesen den interessierten Stake- und Shareholders möglichst PR-mässig optimal aufzubereiten und darzustellen – eine adäquate Reflexion der wesentlichen Prozesse wird hingegen sträflich vernachlässigt. Es zählt nur die optimale Kommunikation gegen aussen. 

Marketingabteilungen, PR und Dienstleistungsbereiche und alles, was dem Verkauf dient, werden ins Unermessliche aufgeblasen, und der Unternehmenskultur wird kaum mehr Beachtung geschenkt, als „nice to have“ abgetan.

Sehr gut qualifizierte Menschen, Experten- und Insiderwissen machten sich schon lange davon, wenn dies aus persönlicher und pekuniärer Sicht möglich ist. Sie steigen aus und in ein neues Leben ein. Dies erweist sich in der Wirtschaft als Faktor immenser Wissens- und Kulturverlust, was nie mehr wettgemacht werden kann. Es ist ein offensichtlich schleichender Prozess, der in der Top-Etage in fataler Weise unterschätzt wird.

Der Reputationsverlust und Imageschaden vor allem in der Finanz- und Versicherungsindustrie greift weltweit um sich, doch scheint es kaum ein Thema zu sein, wenn es um den „Erfolg“ eines Unternehmens geht. Top-Manager sind knallhart und gehen über Leichen, Leute werden schnell abserviert und ersetzt.

Unternehmensstrategien werden nicht kohärent und stringent entwickelt und umgesetzt, das Kerngeschäft und wichtige Schlüssel-Produkte nicht sorgfältig wahrgenommen, gepflegt und weiterentwickelt. In zu vielen Top-Managements fehlt das methodische und philosophische Wissen. Das Denken ist vor allem auf kurzfristige Entscheide und falsche Anreize ausgerichtet. Der Aktionär wird eingenebelt und eingelullt mit einer guten Show.

Resultat sind eine Unternehmenskultur der Angst und Missgunst – was ein nährender Boden für all die neuen „Berufskrankheiten“ bietet wie „Burnout“, „Mobbing“, „Boreout“,“Erschöpfung“,“Depression“. In den Personalabteilungen wurden Stellen geschaffen, um den Absentismus zu verwalten.

Da Führungskräfte selten über die notwendige Reflexions- und Kritikfähigkeit, Empathie und Persönlichkeitsentwicklung verfügen, sind sie überfordert, kritische und chaotische Situationen zu meistern. Was wiederum viele Unternehmen antreibt, eine sinnlose Regulierungsflut zu unterhalten.

Unternehmen, oft im Finanzbereich, bewegen sich in verfälschten, verzerrten und verlogenen Märkten, die schon lange keine mehr sind, sondern durch Kartelle beherrscht werden, statt durch Innovation. Dieser Spiegel bildet sich auf alle Beteiligte ab. Sie werden Teil des Systems.

Jeder Mensch tut gut daran, die Verantwortung für eine persönliche Strategie in Bezug auf seine Integrität zu entwickeln und diese zu schützen. Eine hohe Verantwortung trägt die Top-Ebene und der Verwaltungsrat, der einerseits in intensivsten Prozessen die Kultur unter geeigneter Moderation und Anleitung entwickeln und im Unternehmen integer vorleben muss.

Die Lösung liegt im neuen Bewusstsein für eine verantwortungsbewusste Unternehmensführung und -kultur, was nicht unterschätzt werden darf und sich erheblich auf den Unternehmenserfolg in allen Dimensionen auswirkt.

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8 Kommentare zu “Die Systemkrise erfordert radikales Umdenken 

  1. Über Folgendes sollte man isch im Klaren sein.

    Die Welt wird von Psychopathen regiert. Diese sitzen an den Schalthebeln des Geldes. An deren Fäden zappeln die noch kränkeren Politdarsteller. Solange wir uns davon nicht befreien, wird sich daran nichts ändern. Auch wenn Jean Ziegler das in seinenm neuen Buch „Ändere die Welt“ so treffend beschreibt.

    Mit demokratischen Mitteln werden wir Nichts erreichen.

  2. Bewusstseinswandel ist zwar wichtig und notwendig, aber nicht hinreichend. Wer sich dem Abwärtstrend der Währungen verweigert, dem geht es wie einem gesunden Apfel in einer Harasse mit faulen Früchten, wie Geni Hackmann unter dem unten angegebenen Link schreibt. Dann ist guter Rat teuer.
    Über kurz oder lang müssen wir es machen wie die Chinesen: Kapitalverkehrskontrollen einführen. Aber zu diesem Mittel werden wir wohl erst greifen, wenn es zu spät ist.
    Eine solche Krise wird dann vermutlich den Bewusstseinswandel hervorbringen, den es zu ihrer Verhinderung gebraucht hätte. Das Kollektiv wird wohl erst durch kollektiven Schaden klug.
    Herzlich, Christoph Pfluger
    http://www.zeitpunkt.ch/news/artikel-einzelansicht/artikel/nach-dem-schock-ist-vor-dem-schock.html

  3. Geiz ist Geil ! – oder etwa doch nicht ?

    Sehr geehrte Frau Thür
    Sie haben mit klaren Worten die wesentlichen (negativen) Aspekte im schweizerischen Wirtschafts- und Sozialsystem beschrieben. Ich beobachte auch seit längerer Zeit den unmenschlichen und unzumutbaren Umgang mit Menschen im Berufsleben (auch genannt: Human Capital). So gibt es meist Beschäftigungsverhältnisse bei denen man entweder 150% leisten soll oder gar nichts (0%). Dabei werden oftmals sehr hohe Anforderungen und langjährige Berufserfahrung verlangt und gesucht wird dann ein ‚billiger‘ Anfänger und dies auch noch in strategischen Arbeitsbereichen (Beispiel aus der CS: Man möchte das strategische Pricing optimieren und sucht dafür einen Junior Project Manager. Wie soll das funktionieren ?)
    Daneben gäbe es im sozialen Bereich insbesondere bei Jugendlichen und Alten sehr viele Themen, wo professionelle und nachhaltige Unterstützung erforderlich wäre. Hier ist aber meist wenig Geld vorhanden und die erforderlichen Themen können nicht angepackt werden. Man könnte sich hier gut einen sinnvollen Mix aus Erwerbs- und Sozialtätigkeit vorstellen (etwa 60:40). Das würde massiv Arbeitsplätze schaffen, die Unternehmen entlasten und den verwaisten Sozialbereich stärken.

  4. Sehr geehrte Frau Thür,
    ich bin sehr dankbar für Ihre Standpunkte, v.a. dass diese kritischen, nicht trivialen Töne von einer Beraterkollegin kommen. Ich möchte gern eine Beobachtung hinzufügen, anknüpfend an Ihre Bemerkung zu den gut ausgebildeten Aussteigern.
    Vor einigen Jahren fiel mir ein sehr dickes Buch in die Hände, das von alternativen Lebens- und Arbeitsprojekten handelte. Ich war erstaunt über die Fülle an Projekten und die Kreativität und Ernsthaftigkeit, mit der nicht nur junge Leute ihre Projekte mit Leben erfüllten. Das Phänomen beeindruckt mich immer noch und mittlerweile denke ich, dass wir es mit einer Aussteiger-Bewegung zu tun haben, zu der all die gehören, die sich nicht mit Haut und Haar einer herkömmlichen Karriere verschreiben, Männer und Frauen, die klug und eigensinnig ihren Weg innerhalb der bestehenden Systeme gehen bis zu denen, die die alten Systeme verlassen und neue schaffen. Sie tun dies beiläufig, ohne grosse Protestnoten, ohne mit der alten Welt radikal brechen zu wollen. Das wäre Old-School und ohnehin nicht möglich. Andere senden andere Signale; sie werden krank und ziehen sich zurück. Beide Phänomene, Ausstieg und Krankheit, hängen zusammen, müssen aber seriös unabhängig voneinander betrachtet werden.
    Ich bin weit davon entfernt, eine Diagnose zu wagen. Dies hiesse ja, das Phänomen des Ausstiegs zu verstehen. Ich glaube auch nicht, dass es einfache Antworten geben kann. Eine zu einfache Antwort wäre z.B. die Wachstumskritik, wie sie in verschiedenen Facetten diskutiert wird. In vielen der alternativen Lebens- und Arbeitsprojekten findet ja tatsächlich Wachstum statt, auch ökonomisches, aber eben nicht nur und nicht isoliert, sondern eingebettet in Konzepte, die offenbar ein hohes Mass an Kongruenz ausstrahlen und zu Selbstkongruenz einladen. Ich glaube, dass es sich auch in herkömmlichen Organisationen und Unternehmen aussteigen lässt aus den Fixierungen der vergangenen Jahre. Da braucht es allerdings anderes als eine neue Managementmode. Einige Unternehmen gehen bereits andere Wege. Sie tun dies, indem sie auch auf inneres Wachstum setzen, auf soziale Innovation, indem sie die Entwicklung ihrer Organisation als komplexes und Zeit forderndes Unterfangen begreifen, das weder durch rezepthafte Verschreibungen noch durch Quick Fixes oder Best Practice beschleunigt werden kann. Statt dessen: Kontinuierliche, kleinteilige Arbeit. Vielleicht kriegen die Aussteiger ja dann Lust zum Einsteigen.

    • Ich habe den Entscheid getroffen. Frau Thür wird mich durch die Start-Up Phase
      meiner Unternehmung begleiten. Ich bin sicher, dass sich das in mehrfacher Hinsicht lohnen wird. Endlich Jemand der ausgetretene Pfade verlassen hat, und bereit ist, sich mit Ihrem ganzen Wissen und Können für dieses Investment einzubringen.

  5. Sehr verrherte Frau Thür,

    hervorragend! Egal, wie unsinnig oder gar schädlich die jeweilige Arbeit auch sein mag – jeder beschwert sich, wenn man ihm seine Arbeit abnehmen will. Hinterfragt man diesen Umstand aber genauer, dann geht es den Menschen jedoch nicht um Arbeit sondern um Einkommen.

    Neben den notwendigen Dingen, die den Menschen dienen, wird das BIP also auch dadurch erhöht, dass z.B. Waffen und Munition verbraucht werden, immer mehr kranke Menschen Medizin verbrauchen, sich immer mehr Menschen gegenseitig betrügen und dann verklagen, gigantische Propaganda- und Verwaltungsapparate die Menschen drangsalieren, immer mehr Ressourcen zu Müll verarbeitet werden und bei alldem immer mehr Energie verbraucht wird. All das schafft zwar jede Menge Arbeit, aber ist das etwa sozial?

    Arbeitslosigkeit ist ein bomben Erfolg! 2% der Weltbevölkerung arbeitet in der Landwirtschaft und versogt uns im Überfluss mit Lebensmittel. Vor 100 Jahren waren es 94%!

    Wirtschaftswachstum = Schulden,- und Arbeitslosigkeitsabbau? Das hören wir doch immer aus den Medien und Ökonomen verleihen diesem Unsinn argumentative pseudo-wissenschaftliche Begründung:

    Für diejenigen, die nicht täglich mit Mathematik zu tun haben, sei dieser Zusammenhang der ad absurdum führt, noch einmal kurz erläutert:

    Ein Wirtschaftswachstum von beispielsweise 2,8% pro Jahr führt zu einer Verdoppelung der Wirtschaftsleistung alle rund 25 Jahre. Dabei muss sich der Energieverbrauch in diesem Zeitraum ebenfalls nahezu verdoppeln (Steigerungen der Energieeffizienz sind zwar möglich, jedoch bei weitem nicht in der Größenordnung der dann erforderlichen Halbierung). 25 Jahre später muss die Wirtschaftsleistung dann bereits das Vierfache der heutigen betragen, nach weiteren 25 Jahren das Achtfache und so weiter.

    Sollte man diesen unsinnigen Versuch fortsetzen, die Wirtschaft exponentiell wachsen zu lassen, damit sie für das exponentiell wachsende Schuldgeldsystem die geforderten dinglichen Sicherheiten produziert (und angenommen, dies wäre möglich), dann würde sich die Wirtschaftsleistung binnen 150 Jahren 6 mal verdoppeln: 2, 4, 8, 16, 32, 64… Dann bräuchten unsere Nachkommen in 150 Jahren 64 mal so viele Kernkraftwerke, Erdöl, Windmühlen, Solarkraftwerke usw. Es liegt auf der Hand, dass dies nicht möglich ist und der Planet ist nahezu schon jetzt bereits ausgeplündert.

    Es gibt mit konsequenter, mathematisch korrekter Logik nur eine Lösung: Die Exponentialfunktion muss aus dem Wirtschaftssystem entfernt werden. Und dies gelingt nur, indem die Triebkraft, die uns alle zu immer mehr Wachstum zwingt, entschärft wird: die Zinseszinsfunktion unseres Geldsystems.

    Die Lösung dieser Problematik lässt sich daher wirklich sehr kurz zusammenfassen: Der Zins, der nicht umsonst durch alle(!) Weltreligionen verboten ist, muss aus dem System eliminiert werden. Allein dieser Eingriff würde es ermöglichen, Wohlstand auch ohne Wachstum zu schaffen.

    Der besorgte Rentner mag sich nun vielleicht fragen, ob seine Rente noch sicher ist, wenn seine Einzahlungen nicht mehr verzinst werden. Die Antwort ist, dass die Rente gerade nur dann sicher sein kann, wenn der Zins abgeschafft wird.

    • Guten Tag die Argonautiker,
      Schon seit Jahrzehnten streben meine Überlegungen in eine ähnliche Richtung, ohne bisher einen praktikablen Lösungsansatz gefunden zu haben. Inzwischen lebe ich fast ohne Zins auf meinem Kapital, vielleicht schon bald mit Negatizins um die Und was machen die Banken ? Sie horten das Geld, in der Hoffnung auf bessere Zeiten.

      Deshalb möchte ich noch etwas weiter gehen:
      Was sind die konkreten Folgen wenn der Zins wegfallen würde?

      Wohlstand ohne Wachstum sind möglicherweise ein Aspekt, sicherere Renten vielleicht ein Weiterer.

      Ein adäquater Ersatz müsste nach meiner Einschätzung neu geschaffen werden. Habt Ihr schon Welchen ?

      Ihre mathematischen Fähigkeiten, denen ich durchaus folgen kann, in Ehren,. Was aber haben Sie an Psychologie so drauf ?

      Freundliche Grüsse Heinz V. greiub