Tidjane Thiam hat die CS ins Elend geführt

Unter Franzosen-Ivoirer ist Nr. 2 zum Übernahmeziel geworden – Statt Plan Allüren und McKinsey – Versagt auf weiter Linie.

Tidjane Thiam schrieb im Juli der Belegschaft ein Mail. Halbzeit im 3-Jahres-Plan, wir sind auf Kurs, lautete der Tenor des CS-Chefs.

Lange Worte, wenig Inhalt. Zur Zukunft sagte Thiam so gut wie nichts. Kein Plan, keine Vision.

Heute nun kriegt Thiam die Rechnung vorgesetzt. Die CS ist zum Übernahmeziel von Firmenjägern geworden. Höchststrafe für den hochbezahlten Finanzmanager.

Die Angreifer haben reelle Chancen, weil die CS-Aktie unter CEO Thiam kollabiert ist. Thiam hat nicht geliefert, die Aktionäre wollen endlich Action.

Thiam könnte damit als Verschrotter in die CS-Annalen eingehen. Er wäre jener Chef, der die einst stolze Schweizerische Kreditanstalt in den Untergang geführt hat.

Dahinter steckt eine beeindruckend schwache Leistung. Thiam kam mit grossen Worten, geliefert hat er in seinen zwei Jahren fast nichts.

Die CS-Aktie ist zusammengekracht, die Bank machte Milliardenverluste. Einzig die Boni für die Spitze sprudelten weiter, als ob nichts wäre.

Warum ist Thiam gescheitert? Und was bedeutet sein Scheitern für die CS?

Der Mann aus der Elfenbeinküste mit Zweitheimat Frankreich ist vor allem eines: ein Verkäufer in eigener Sache.

Auf jeder grossen Bühne ist er zuhause, sei es in Davos am Wirtschaftsforum, sei es auf Bank-Konferenzen von Bloomberg.

Er liebt es, wenn alle Blicke auf ihn gerichtet sind. Schon bei seiner Antritts-Pressekonferenz als neuer CS-Chef im März 2015 liess er sich vom Hof-Fotografen vor allen Augen ablicken.

Oder wenn Roger Federer in Wimbledon Geschichte schreibt wie diesen Sommer. Auch dann ist Thiam nicht weit und zeigt sich beim Händeschütteln mit dem Tennisstar, der für die CS Werbung macht.

Eine einzigartige Eitelkeit. Ein ausgeprägter Hang zu Allüren. Wenn dies parallel zum Erfolg verläuft, sagt niemand etwas.

Doch Erfolg, davon kann Thiam kein Lied singen. Seit er bei der CS im Sommer vor 2 Jahren das Steuer übernommen hat, geht es abwärts mit der Bank.

Thiams ganzer Plan, der aus der Feder von McKinsey stammt – dort startete Thiam einst seine eigene Karriere –, ist nicht aufgegangen.

Thiam wollte die CS durch eine Regionalisierung dynamisieren. Statt den beiden Super-Divisionen Private Banking und Investment Banking sah er die 3 Regionen Schweiz, Asien und Restwelt vor.

Was auf dem Papier gut daherkam, entpuppte sich in der Praxis als Monster. Überall entstanden neue Stabsstellen, und die Bürokratie wucherte, statt dass die Bank agil geworden wäre.

Thiam reagierte, wie ein Herrscher in Krisen reagiert. Er sah die Schuld bei allen anderen: den Märkten, den Investment Bankern, seinen Vorgängern, seinen Vorgesetzten im Verwaltungsrat.

Dabei war das Meiste sein Werk. Thiam hatte freie Hand, er konnte alles anpacken, selbst vermeintliche Tabus.

Ein solches war die Credit Suisse Schweiz. Diese wollte Thiam verselbstständigen und an die Börse bringen.

Sein grösstes Vorhaben. Dann vollzog Thiam einen U-Turn. April, April, verkündete der CS-Chef im April. Die CS Schweiz blieb vollständig in der CS-Gruppe.

Nicht zuletzt dieses Wendemanöver werfen die nun angreifenden Hedgefund-Manager dem Oberboss des Schweizer Finanzmultis vor.

Sie sehen mehr Werte in einer CS Schweiz mit weltweitem Private Banking sowie abgespaltenen Assetmanagement und Investmentbank, als wenn die CS als Ganzes weitermacht.

Die CS und ihr CEO Thiam meinten gegenüber der Financial Times, welche den Angriff heute publik gemacht hat, dass sie am eingeschlagenen Kurs festhalten würden. Dieser verspreche Erfolg für die Aktionäre.

Statt zu schweigen, wie sie es für Artikel auf dieser Seite normalerweise vorzieht, drängt die Bank heute früh darauf, ein Statement abzugeben.

„Wir begrüssen die Sichtweise von jedem unserer Aktionäre, konzentrieren uns aber auf die Umsetzung unseres auf drei Jahre angelegten Strategieplans“, schreibt ein CS-Sprecher per Email und Bitte um Publikation.

Und weiter: „Wir sind mit unserem Plan auf Kurs und erwarten, dass er bedeutenden Wert für unsere Kunden und Aktionäre schaffen wird.“

Das offensive Vorgehen der CS deutet auf grosse Nervosität hin. Gespannt wird auf die Börseneröffnung gewartet. Steigt die CS-Aktie, so wie gestern, da als Ausnahme in einem schwachen Schweizer Markt?

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79 Kommentare zu “Tidjane Thiam hat die CS ins Elend geführt

  1. Sehr geehrter Herr Hässig
    War die Credit Suisse nicht bereits vor dem Eintritt von Tidjane Thiam in einer sehr schwierigen Lage? Scheint nicht bereits die Anstellung von Thiam darauf hin zu deuten?
    Möglicherwiese hat Thiam „une mission impossible“ übernommen.
    Und – grosse und komplexe Gebilde wie die Credit Suisse bringt man nicht über Nacht auf Vordermann.
    Freundliche Grüsse
    Fokus

    • Das sehe ich genau wie Sie.

      Thiam muss vor allem die Probleme mit afrikanischen Politikern (bzw. verdeckten Kunden) und Entwicklungsorganisationen lösen, und da ist der Fall „Mosambik“ vielleicht das grösste/heikelste, aber sicher nicht das einzige Problem der CS.

      Thiams CV: – teilweise sehr prominente Vorfahren
      – Vater (investigativer?) Journalist
      – Thiam war ivorianischer Minister für Planung und Entw.
      Er ist somit gut mit IWF und Weltbank u.a. vernetzt.

  2. Ohne Bankgeheimnis sind CH Banken tot. Gegenüber 1990-2005 ist Private Banking Rentabilität um 50.% geschrumpft. RM wandern jeden Tag auf den kahlen Berg der Produktion, dazu sind interne Regeln eine ständige Tortur. Die besten sind bereits weg, es bleiben nur junge und unerfahrene Figuren, die Strategien mit PC und Android umsetzen müssen.

  3. Eigentlich wussten wir alle, dass Thiam, als Nichtbanker ein Flopp ist. Der wurde vermutlich nur angestellt, um die Bank ordentlich zu zerlegen.

  4. Thiam voll von Allüren und Selbstgefälligkeit, Eitelkeit, wie es leider vielen Personen eigen ist, sobald diese meinen, etwas international zu sagen zu haben. Dahinter ist leider oft nicht viel mehr als Umluft.

  5. Die CS war und ist schon immer auf Kurs. Die grosse Frage ist bloss wohin der Kurs führt. Dies weiss offensichtlich niemand so richtig. Somit wird bis auf weiteres gerudert – mal hier hin, mal da hin. Schiff ahoi

  6. Der Titel der Story müsste eigentlich heissen: Irgend ein „Elend“ (VR & Headhunter) hat TT in die CS geführt.

  7. Krank ist nicht nur die CS, sondern ein Grossteil der ganzen Banken- und Finanzszene. Da werden auf den oberen Führungsetagen mittelprächtige Persönlichkeiten vergoldet, welche es in anderen Branchen nicht wesentlich weiter als zum Türsteher gebracht hätten.
    Man repräsentiert zwar nicht schlecht, trägt einen Nadelstreifen- Anzug und die richtige Brille, und lässt sich die Reden von PR Professionals schreiben; man hört auch gut zu, was McKinsey meint und beherrscht das Spiel der Intrige und des „Divide et Impera“.
    Nach gutem Zuhören wird entschieden ohne dabei den eigenen Vorteil je aus dem Auge zu verlieren.

    Dumm sind nicht diese Leute selbst, sondern die Bankkunden und Partner in unterschiedlichen Bereichen, die mit Gebühren und Honoraren den ganzen Humbug finanzieren.

    Kommen diese Halbgötter dann endlich zu Fall, sagen sie „Bingo“ und lachen sich ins Fäustchen, denn ihre eigenen Kassen und die der Erben sind gefüllt.

    • Krank ist die Zusichtsbehoerden die erlauben das Boni gegeben werden in einer Zeit wo Mitarbeitern gekuendigt werden um geld zu sparen. Da solten CXO’s fuer ein Gesamtgehalt von CHF 1.- [genau 1 Franken] im Jahr arbeiten. Damit zeigt mann dann als Geschaeftsleitung dass mann die Firma voranbringen moechte, statt nach 2, 3 oder 4 Jahre mit Boni wieder weg zu gehen…

      Es ist ganz einfach die Zahlen zum Erreichen vom Boni schoen aussehen zu lassen durch Kuendigungen …

      Ein einfaches Gesetz wuerde da helfen…

  8. Überlegt mal: Da macht einer nur betriebswirtschaftlichen Unfug mit einer Horde vom McK Beratern und nach zwei Jahren kommen die Heuschrecken und zerlegen den Laden! Also: freuet Euch – bald ist Weihnachten … und bald ist die Weihnachtsgans schön knusprig gebraten und zerlegt!

    • …. so schade, dass die Zensurbehörde von LH und IP einen wesentlichen Teil weggeschnitten hat:
      Im juristisch rechtlichen Sinne formuliert: .. Es wäre zu prüfen, ob Pläne, Absichten und Interessenskonflikte bei beteiligten Personen vorliegen …. und diese sich dadurch einen Vorteil verschaffen … oder planen, finanziellen Schaden herbeizuführen …..

  9. Entscheidend für die CS sind nicht solche Phantasien, sondern dass man „Oers“ ENDLICH loswerden kann.

    Der Fisch stinkt vom Kopf her !

  10. Einmal mehr unverstaendlich – wie lange die Damen und Herren
    in der CS .angefangen bei Herrn Rohrer – tatenlos zusehen, wie
    die CS an Glauben, Image, Vertrauen, Position – verliert.
    ein Trauerspiel, auch wenn – noch – nichts verloren ist.
    Die Vorgaenger – na ja – waren vielfach nicht besser, und
    snoch etwas weiter weg vom Trauma einer Uebernahme.

  11. Was der CS-CEO oben an seine Belegschaft per Mail geschrieben hat, sind in der Tat Plattitüden. Das kann ich auch, die CS wende sich an mich, ich mache das zu einem Zehntel des Lohns von Herrn Thiam. Und wenn man schlechtes Bankmanagement macht, hilft auch ein Filzbölleli-Ass nicht mehr weiter. Dessen Werbeengagement für die CS bringt viel ein (deshalb wird es auch gemacht), hinterlässt aber inzwischen einen schalen Nachgeschmack.

  12. …that‘s it boys! Tolle Performance! Some will never learn. Aber ich kann mich da an etwas erinnern „eifach lässig blibe!“.

    Aber für all die, welche immer gegen Banker poltern und diese als unfähig betiteln: die Bank wird seit Jahren ausschliesslich von Consultants, Seilschaften und Unerfahrenen welche noch nie einen Kunden gesehen haben, oder dann eine andere Sprache sprechen, geführt äh sorry an die Wand gefahren!

    Weiter so! Oder „lässig abkassiere ond de go“!

    • Es braucht keine Blender mehr (auch keine Sakko-Blender wie bei der Notenstein, oder heissen die jetzt Sakko-Wirbler). Es ist auch unwichtig ob Akademiker oder nicht, es braucht Leute die die Unternehmenung (Aktionäre, Kunden, Lieferenten und Mitarbeiter) weiter bringen wollen. Dazu muss man hart arbeiten und im Kundeninteresse handeln und nicht sich einfach intern verkaufen. Leider zählt das interne Verkaufen mehr als das Voranbringen der Unternehmung (Bank). T. Thiam, der Sako-Blender von Notenstein, Ch. Weber (Vize der ZKB), das Golfer-Clübli von JB, usw. Die Liste ist sehr lang….aber angeblich zahlt es sich aus und der Blender-Verein wäre ja blöd er würde es nicht machen, denn wo kriegt man mehr Geld für eine wenig Schönreden und Sakkos tragen. Ein Affront gegen alle Banker die mit Leidenschaft täglich hat arbeiten.

    • @Meier Wer ist eigentlich der sagenumwobene Sakko-Blender? Von Notenstein? Ist der noch dort?

  13. Dazu passt die Story von heute im Tagesanzeiger „Die Credit Suisse und der Deal mit den Polizeibooten in Maputo, oder wie die CS die Kontrolle über Milliarden verlor…“ Ist aber auch sowas von egal, die Boni sprudeln ja weiterhin bis zum bitteren Ende.

  14. Welches Asset Management der CS meinen diese Investoren? Das wurde verkauft resp. intergriert. Es gibt diese Sum of Parts für die CS so gar nicht. Thiam hat das IB bereits stark runtergefahren. Was soll das Wert haben? Ein paar hundert Millionen als Management Buy-Out vielleicht. Es gibt nur noch eines: Wealth Management und Commercial Banking. Das könnte getrennt verkauft werden. Um Wert für diese Transaktion zu generieren müssten dazu leider rund 50% aller Mitarbeiter inkl. Externer entlassen werden, sprich ein paar zehntausend Personen. Der Name CS wird als Global Player verschwinden.

  15. Nun, es trifft nicht zu dass Thiam die CS zur Bankrottbank machte, die Vergangenheit lässt sich schwerlich ihm anlasten. Der grösste Versager in der CS war ist und bleibt Urs Rohner! Er war es nämlich, der die Leitplanken setzte zum Niedergang und wenn dieser Bänkler nur einen Funken von Anstand hätte, wäre er schon vor vielen Jahren ohne Abgangsentschädigung von Bord gegangen. Es gibt genügen leistungsstärkere, jüngere Leader die aus der CS „noch“ etwas machen könnten! Abgesehen von seiner merkwürdigen Einflussnahme auf Sponsorengelder an eine Szenen Frau und überquellender eigenen Taschen, hält sich aller andere Leistungsnachweis dieses Gescheiterten massiv in Grenzen.

    Es wird wohl schon so gewesen sein, das Thiam nicht einmal annähernd über das Desaster innerhalb der CS einen Überblick hatte bei seinem Antritt denn, anders lässt sich seine Vergütung nicht rechtfertigen. Die Vorwärtsstrategie ausgerechnet mit den Lausbuben McKinsey wurde ihm übrigens angedient.

    • Jesus! – Frankelstein knows the German language, right?

      Wenn man da die späteren IPs zu Bohli & Boissard mit den Frankelsteinischen Posts auf „Inglisch“ liest, muss man Schlimmstes befürchten …..

      Wenigstens kann der „T. Kirk“ in den TA-Kommentaren Deutsch, wenn er mal nicht grad mit seinem Raumschiff zu fernen Finanz-Planeten unterwegs ist ….

  16. TT hat bei seinem Eintritt in die CS im Juli 2015 ein „Begrüssungsgeld“ von CHF 14 Mio erhalten, welches offiziell als Entschädigung für entgangene Boni bei seinem früheren Arbeitgeber Prudential deklariert wurde. Schon dieser „Vorschuss“ liess für die kommenden Gagen einiges erwarten. Für die restlichen 5 Monate im 2015 gab’s noch CHF 5 Mio dazu; für 2016 waren’s total CHF 12 Mio. UR sitzt seit 2009 im VR der CS und kassiert ebenfalls grosszügige Millionen-Entschädigungen, natürlich auch bei Milliarden-Verlusten und Kursstürzen der CS-Aktie. Es kann einem schwindlig werden ob all diesen Beträgen, die ganz offensichtlich durch keine entsprechende Leistung abgegolten werden. Diese Sauerei stinkt zum Himmel.

  17. Akzeptieren die wichtigsten Aktionäre eine Übernahmeofferte von 21 Franken, wahrscheinlich hat dieses eher niedrige Übernahme-Angebot mehr Reiz als jemals.
    Die Credit Suisse ist nach wie vor als Player in den USA nicht diese Transfer-Maschine von der Zürich nach New York wie die UBS. Die CS hat dort eine Marktstellung, die für einen Übernehmer interessant ist, aber nur bei Verschlankung des Apparats. Auch das lokale Ostasien-Geschäft, von New York aus geleitet, frisst zuviele Eigenmittel und bringt nichts ein. Keiner will für diesen orientalischen Defizitladen etwas bezahlen und kauft ihn nur sehr abgespeckt und rationalisiert.
    Das beste Geschäft von Gut war ja die Übernahme der Volksbank, was die CS damals erst zu einem eigentlichen Gegenspieler der Bankgesellschaft auf dem Schweizer Markt machte. Es scheint, dass die CS mit ihrer gegenwärtigen Politik diesen gewinnträchtigen Marktanteil schädigt und im Schweizer Bankenmarkt sind die Konzentrations-Bewegungen nicht abgeschlossen. Die Schweiz ist nicht so „overbanked“ wie Deutschland, aber die Entwicklung ist immer noch da, verstärkt noch durch die Digitalsierung.
    Bleibt es bei den vier grossen Markt-Teilnehmer,
    Kantonalbanken, Raiffeisen, UBS und zuletzt CS? Wir können da nur vermuten, wird die die CS sein?
    Wird einer der anderen Mitspieler am Schweizer Markt die CS übernehmen? Als Girozentrale für die Kantonalbanken?
    Als Verstärkung der Markstellung der UBS, damit sie noch mehr Investitionen in den USA tätigen kann, die nichts bringen?
    Als Gesamtpaket ist diese Bank nur für eine einzige Grossbank auf der Welt in allen Belangen von Interesse. Es ist die Deutsche Bank, aber hat sie den Mut mit ihren Problemen diese Bank, die durchaus noch Perlen hat, zu übernehmen? Niemand auf dem internationalen Finanzmarkt, wird für die CS 35 bis 40 Franken offerieren. Soviel Geld kommt für die Aktionäre auch nicht herein, wenn sie stückweise verscherbelt wird. Wagt es ein Interessent, wie die Deutsche Bank, die die CS als Abrundung ihrer Geschäft gut gebrauchen kann, für den gesamten Laden 21 bis 25 Franken zu bezahlen?

  18. Genau, endlich ist es soweit, dass TT gehen muss. Eben McKinsey !!! Und wo ist der Rest der weissen Westen??
    Schön still bis der Bonus kommt.

  19. Das erfreulichste an den bisherigen Kommentaren ist zweifellos, dass mein Name nie aufgetaucht ist. Immerhin war ich 1999 – 2014 im VR der CS, 2003 – 2009 sogar VR Präsident …

    • Wädi, du wirst vielen als einer der Totengräber des CH Finanzplatzes in schlechter Erinnerung bleiben.

    • Endlich wird meine Leistung gewürdigt – übrigens schreibt siöch mein Name „Keil-Holz“, zu grösseren Leistungen war ich nicht prädestiniert. Ausser eben: ich habe aus einem Hürdenläufer und Sesselkleber einen Banker gemacht, der den Aktienkurs immerhin von 60 auf 15 herunterbrachte!

    • Würde auch meinen das der Anfang vom Ende McKinsey Mann Lukas Mühlemann, McKinsey und Kielholz heissen. Plus die nicht unabhängig Schrottzeitung NZZ. Deren Anteil ist riesig. Die McKinsey und Kielholz Jünger versenken im Moment nebst der CS auch gleich die Zurich Insurance. Thiam scheint nur ein austauschbarer McKinsey Mann zu sein, wie Greco. Nach dem alles kahl gefressen ist, gumpen alle Heuschrecken eine Unternehmung weiter. Die Schrottzeitung NZZ wird sie weiter wie gehabt sehr wohlwollend und nach Vorgaben extrem einseitig und parteiisch begleiten.

  20. CS ist schwach, Thiam hat Charisma, aber kein Sanierer, sondern Wachstums-Manager.

    Merge CS und DB, Thiam und Cryan, einer mit Visionen, der andere weiss, wie es geht zu sanieren.
    Eine Investmentbank, zwei Kernmärkte für Private Banking in CH und D, Asset Management mit kritischer Größe für Selbstständigkeit.

    • Tja, das ist die Vision, die einige von uns „Realisten“ in Herbst 2008 schon ausgedacht haben… Danke für wieder entdecken 10 Jahre später… damals hatten wir alle nein für verschiedene Gründe gesagt, oder nur als ganz „Worst case scenario“ betrachtet. Heute die lage und Aussichten für die Branche sind anders als damals und man kann nicht ausschliessen. Das Problem liegt nicht in TT oder andere Persönlichkeiten der Bankenszene, aber bei der fehlende Dynamik und weiter denken an PB 1.0, wenn wir mindestens schon in Wealth Management 2.0 leben… bei der IB hätten sie komparative vorteilen mindestens in Europa, aber schaffen nicht die nötige Kraft zu finden.. so, es ist alles Möglich und wir hoffen, dass die Pläne wirklich greifen und Wirkungen zeigen… l’enfer son les autres…

    • Asset Management mit kritischer Grösse für Selbständigkeit ? Könnte allenfalls mit dem AM der UBS zusammen die kritische Grösse erreichen.

      Das Investment Banking und das Asset Management auf einen Schlag loszuwerden wäre ein interessantes Szenario für die PB/SUB-Aktionäre und -Mitarbeiter. Durch die IPO-Vorbereitungen weiss man ja bereits wie es geht.

  21. Warum braucht es heute 2 Artikel zu dem gleichen Thema, die auch inhaltlich stark überschneiden. Da hätte ein Artikel gelangt, so wichtig ist das ganze dann doch nicht…

    • Luki braucht Kommentare und Klicks…die Felle schwimmen ihm davon.

      Zum Thema: IP schreibt neuerdings von 20min ab und schafft es gar, das dortige Niveau noch zu unterbieten. Monstelang jammerten alle betreffend Personalsbbau, nun der Vorwurf, dass TT die MA Zahlen nicht runter bringt. Der Aktienkurs war schon massiv tiefer..Könnt ihr euch selber noch ernst nehmen?

      Die CS wurde nun x-fach Tot geschrieben, versucht es ruhig weiter.

    • @Hau den Lukas:

      Lukas Hässig bringt hier täglich Berichte. Sicherlich haben nicht immer alle viel Fleisch am Knochen, aber immerhin kommt täglich was und es ist immer Fleisch am Knochen.

      Machen Sie es doch besser.

      Weiter so LH!

  22. Thiam wurde nur aus einem Grund angestellt: Damit die Weisse Weste von Urs Rohner an der GV weisser erscheint. Der Leistungsausweis von Thiam und Rohner besteht aus der eigenen Bonusmaximierung. Unternehmerisch hangeln sie sich von Regorg zu Reorg. Der Aktienkurs stagiert hingegen. Das einzige was in diesem Konzern wächst, ist der Frust der Mitarbeiter.

    • Ja, die weisse Weste hat doch das alles zu verantworten – und wir wollen doch den Walter Keil-Holz nicht vergessen.
      Es scheint wirklich, dass man den TT geholt hat, um das tragische Versagen des Hürdenläufers zu tarnen. Man kann den TT ja chassen – Rohner bleibt und fährt die Bank definitv an die Wand – auch so kann man Wirtschaftsgeschichte schreiben…

    • Nicht zu vergessen ist der Walter Keil-Holz – er verschuldet doch die weisse Weste. Und dieser Hürdenläufer und Sesselkleber wird nicht aufgeben, bis der die Bank an die Wand gefahren hat. Nun, es braucht einen besonderen Charakter, so in die Wirtschaftsgeschichte eingehen zu wollen…

  23. Einverstanden mit Ihrem Kommentar / Bericht Herr Hässig. Nur, hätte man nicht deutlicher und fairerweise herausstellen sollen, dass der Niedergang der CS bereits in der Ära Rainer E. Gut und speziell Mühlemann und wie sie alle heissen, begonnen hat ? Wenn ich nur schon an das Swissair-Debakel und all die McKinsey-„Knorriphäen“ denke überkommt mich die Wut !

  24. Sagten wir doch schon bei der Jobübernahme damals go home!!!! Ein weiterer in der Reihe, Hauptsache der Boni stimmt. Eine Frechheit sondergleichen….

  25. Und alles nur weil die Pfeife Bohli wieder mal 0,2% oder ähnlich der Titel gekauft hat? Keep on dreaming…
    Und nur weil TT auch mal bei McK war stammen alle Pläne von denen? Belege?
    Negativ sind nur Eitelkeit, Persönlichkeitsstruktur (? … ich kenne ihn zwar nicht…), Lohnniveau…

  26. Thiam wurde nur aus einem Grund angestellt: Damit die Weisse Weste von Urs Rohner an der GV weiss bleibt. Der Leistungsausweis von Thiam und Rohner besteht aus der eigenen Bonusmaximierung. Der Aktienkurs stagiert. Das einzige was in diesem Konzern wächst, ist der Frust der Mitarbeiter.

    • Weiss bleibt oder so das man die grossen schwarzen Flecken nicht mehr sieht? Thiam hat rote Zahlen und vor Wut rote Köpfe der Mitarbeiter gebracht. Aber eins sollte man nicht vergessen, unter Thiam steht sein Heimatland nicht mehr auf der internen Liste der sensitiven Länder. Ein wirklich grosser Verdienst für den Finanzplatz Schweiz.

  27. Diese McKinsey Jünger (…wie übrigens auch diejenigen der FINMA) sind wie Eunuchen. Theoretisch wissen sie, wie es geht – aber in der Praxis können sie’s halt leider nicht.

  28. Man kann mäkeln wie man will, Humor hat die Bank immer noch:
    „Wir sind mit unserem Plan auf Kurs und erwarten, dass er bedeutenden Wert für unsere Kunden und Aktionäre schaffen wird.“

  29. Tja, Präsidenten-Söhnlein, nimmt die Elite von überall gerne auf. Dr.-Titel kann man kaufen (auch in Harvard) und der Kahn schwimmt meist sogar auch ohne Chef (noch besser).

  30. „Wir begrüssen die Sichtweise von jedem unserer Aktionäre, konzentrieren uns aber auf die Umsetzung unseres auf drei Jahre angelegten Strategieplans“,
    Das setzt voraus, einen Plan zu haben, Herr TT. Davon ist in der CS weit und breit nichts zu sehen. Durch die ständige Wiederholung, man hätte einen Plan, entsteht noch keiner.

    • Nach dem Motto „if you can’t convince them, confuse them…!“ (glaube dies ist von Harry Truman).

  31. Das ganze klingt nach großer Schrumpfung und Abbau von tausenden Arbeitsplätzen zum Wohle der Investoren, wahrscheinlich auch der letzte Weg um die CS als Schweizer-Universalbank zu erhalten. Man mußte kein Hellseher sein, dieser für viele Mitarbeiter grausame Weg, hat sich schon vor Jahren abgezeichnet. Viele Anleger haben schon längst die Konsequenzen gezogen und haben einen dramatischen Exodus hin zu anderen Schweizer Banken vollzogen. Die „neue“ Schweizer-Universalbank hätte aber dann eigentlich als oberste Aufgabe zum Ziel, gerade wichtige Kunden mit entsprechenden Anreizen wieder zurückzugewinnen – das gelingt aber nur, wenn mit dem narzistischen „Angeber-Gesocks“ in den Beratungsetagen endlich aufgeräumt wird. Wenn ältere Auslands-Anleger und mehrfach Millionäre, von weltfremden Jüngelchen im Maßanzug, überheblich diffamiert und ängstlich beraten werden, dann haben die Schweizer-Banken nicht begriffen um was es geht.

    • Es war aber einer der Pläne (ob von TT oder Örs „White Vest“ bleibe dahingestellt), durch Ersetzen der teureren, älteren Berater durch junge Uniabgänger und Theorie-Highflyer die Kosten zu reduzieren. Dass sich Entrepreneurs nach dem Verkauf ihres Lebenswerks nicht von einem „Jüngelchen“ sagen lassen möchten, was sie denn jetzt mit ihren Geld zu tun hätten, leuchtet jedem ein, der für sein Geld arbeiten musste.
      Da gehören weder Örs noch Tidjane dazu.

  32. Da wird Herr Thiam aber in die Pfanne gehauen. Er ist erst seit 2 Jahren CEO. Strategische und strukturelle Fehler aus der Vergangenheit ausbessern, braucht viel länger (zeitlich) als 2 Jahre. Wenn eine Bank über Jahre hinweg jährlich wiederkehrend Bussen von Hunderten an Millionen bezahlen muss, fehlen ihr am Schluss eben diese Millionen. Über Herrn Thiam gibt es auch noch den VR, welcher die strategischen Zeile/Neuausrichtung genehmigt. Langsam dürfte es bei der CS schwierig werden, das Richtige zu tun, was richtig erfolgversprechend ist. Dass die neu eingeführte Regionalisierung noch nicht richtig greift, ist zu bedauern. Ob das damit zu tun hat, weil das ausführende Personal einmal mehr nicht miteinbezogen worden ist, ist eine Frage. Der CS ist zu wünschen, dass sie Tritt fasst und wieder richtig erfolgreich wird.

    • Leider fehlen auch die wiederkehrenden Boni von Hunderten Millionen an das Selbstbedienungs-Management……..

    • Bin Weiss Gott weder CS noch TT Fan. Man sollte aber fair genug sein und akzeptieren dass der Müll, aus dem diese Bussen resultieren vor der TT Ära verursacht wurde.

      Sein bisheriger Leistungsausweis ist jedoch ohne Frage eher mager. Der ist ja mittlerwile genug lange am wüten…

  33. Seine Vorgänger Lukas Mühlemann und Dougan führten die CS ins Elend. TT schafft es nicht, sie wieder herauszuführen.

  34. Rohner am Filmfestival, oder war es die Kopie entlaufen aus Madame Tussaud’s Figuren-Kabinett? 😳Thiam und Mozambique , Angola u.A. 💥 Fazit: dieses Duo von Noboddys gehört vom Verwaltungsrat in die Wüste geschickt! Falls nicht , ist dieser am Untergang der CS 💥💥mitverantwortlich. Statt McKinsky zu engagieren, besser sofort die Notbremse ziehen. 🤚🤚🤚

    • Früher oder später wird Thiam wohl auf einem trockengelegten Thunfisch-(Kanonen)Boot in Maputo anheuern.

      Was ist jetzt eigentlich mit den den angeblichen CS-Krediten über USD 1’500 Mio, bei denen die (gültigen) Staatsgarantien „vergessen“ gingen? Beim IMF ist Mme Lagarde ja überhaupt nicht „amused“.
      Hat Libor-Branson noch immer keine Meinung?

    • „Thiam und Mozambique, Angola u.A.“

      Thiam wurde wohl u.a. engagiert, um die „afrikanischen Probleme“ der CS zu lösen; die Mentalität der lokalen Kleptokraten müsste er ja bestens kennen.
      Mozambique ist kaum das einzige afrikanische (Image-)Problem der CS. Aber zum Glück hat man ja den Roger Federer mit seinen CS-Stiftungen, die Afrika retten.

  35. CS ist ein Beispiel, wie eine früher stolze Bank mit grossem Ansehen Richtung Abgrund getrieben wurde. Dies mit falschem Management, Arroganz, Überheblichkeit und Dummheit. Der grosse Unterschied zu Roger Federer ist, der liefert ab, von einem Erfolg zum anderen, gehört seit Jahren zu den besten der Welt, ist nicht arrogant. Ein Publikumsliebling, könnte ich meine CS-Aktien in Federer-Stocks umtauschen, würde ich dies sofort tun. CS ist definitiv ein Looser.

    • Warum ist die CS looser? Der Begriff „looser“ hat zahlreiche Bedeutungen. Aber inwiefern das mit der CS zu tun hat frage ich mich.

      Oder wollten Sie sagen, dass Sie die CS für einen „Loser“ halten?

    • Ja, Loser, nicht Looser. Aber spielt dies hier wirklich eine so groose Rolle? Macht es ja eh nicht mehr rückgängig, dass die CS nun auf dem absteigenden Ast sitzt.

  36. Was ist denn aus der Feder von Mc Kinsey jemals geglückt? Nichts. Einzig die SR Group haben sie vom Himmel geholt eine Firma die zu besten Zeiten eine Lufthansa hätte aus der Kasse kaufen können. Ich frage mich warum man diesen Mc Kinsey Jüngern immer und immer wieder dennoch vertraut? Ich weiss das ist eben Networking

    • McKinsey ist eine bekannte Wertevernichtungsmaschine und immer noch wirbelt sie in der CS und anderen Firmen herum. Wenn ein VR, eine GL und das Kader nicht in der Lage sind ein Unternehmen zu reorganisieren, zu führen dann gehören diese gefeuert, weil es ihre Aufgabe ist und nicht MK. Aber Banker der oberen Kaderstufe haben ihren Fokus das ganze Jahr nur auf ihren Boni und das richtet ein Unternehmen zugrunde! Profiteure: die Power-Point-Jungs von MK, die noch nie wirklich gearbeitet haben, mit ihrem überschätzten HSG-Studium prahlen und eben Werte vernichten!
      Strategie von MK: eigene Leute in Unternehmen positionieren und dann gezielt aushöhlen! Wegbereiter: Mühlemann, Wellauer, Dougan, Thiam, Brunner uva., ehemalige MK-Leute!

    • Ganz einfach weil sie eine Vereinigung sind und bestimmt keine Appenzeller, wenn Du verstehst was ich meine..

    • @Urschweizer: Einfache Antwort: Einfach gar nichts! McKinsey ist eine Truppe die von kaum fähigen Mangements gebraucht wird, ihre Fehlentscheide zu rechtfertigen. Das ist es, ganz einfach. Jeder weiss dies, aber jeder glaubt einem Dokument (oder besser gesagt einem PowerPoint) wo der McKinsey Stempel drauf ist. Somit kann das Management später sagen, McKinsey hat das ja bestätigt.

  37. Und die Marionette Rohner unterstützt das alles, solange seine Boni fliessen. Unglaublich eigentlich aber der eigene Gewinn ist jedem Finanzmanager wichtiger als die Entwicklung der Bank. Das wird noch viele Stellen in der Schweiz kosten. Und thiam ist überhaupt kein guter Verkäufer seiner selbst. Er schweigt, versteckt sich und ist hier, um abzusahnen. Geht das nicht mehr, wandert der Mann weiter. Eine andere Firma wird ihn gerne aufnehmen. Gibt es in der Schweiz wirklich keine fähigen Bankmanager mehr? Das müsste man mal ermitteln in einer grossen Umfrage.

    • @UBS
      Die Schweizer schlafen noch ganz tief. Wir alle haben es immer noch sehr schön hier. Wir sind bereit zu Null Zinsen unser Geld diesen Bankern zu überlassen und zahlen dafür noch Gebühren.
      Wir sind einfach lethargisch geworden. Wenn wieder mal was geschieht schauen alle raus und meckern herum. Sobald die Ruhe heimkehrt schlafen wieder alle weiter.

      Im Boxen nennt man dies „Hunger haben“.
      Für was kämpfen? Mehr Verantwortung übernehmen, das heisst auffallen. Dies liegt nicht in unserer Natur. Wir schlafen lieber ruhig weiter und fallen lieber nicht auf. Das ist unsere Kultur.
      Darum brauchen wir Leute die für uns Entscheidungen treffen.
      Leider

    • Da kann ich Ihnen nur zustimmen, Fridolin. Aber mal ehrlich, die Banker, egal welche, haben doch keine Strategien mehr. Ich behaupte, die Zeit des Überlebens hat begonnen und das Motto lautet: My myself and I – first. Rette sich wer kann und nimm soviel Geld mit, wie du lösen kannst. Nichts anderes macht Thiam. Der Mann ist kein Wunder, sondern eher ein Albtraum aber die kleinen Schwizer Angestellen halten schön die Klappe, sonst werden Sie vom Ivorer entlassen. Alleine der Gedanke bringt mich zum Schmunzeln.