Eiskalter Collardi stürzt Bär-VR in tiefste Krise

Secondo verdankt Bank Karriere – Nun bricht er alle Brücken ab, flüchtet mit 60 Mio – Bär-Präsident Sauter ist Biggest Loser.

Boris Collardi und sein Präsident bei Julius Bär, Daniel Sauter, hatten sich an Personalanlässen der Privatbank innig umarmt.

Seit Freitag hassen sie sich. Da sagte Collardi Sauter, dass er dann mal weg sei; zu Konkurrentin Pictet.

Gestern Abend lag sein Eckbüro im 1. Stock des Bär-Hauptsitzes über der Bahnhofstrasse im Dunkeln.

Als Sauter Collardis Nachricht erhielt, stand er da, mit offenem Mund, grossen Augen, abgesägten Hosen – und einer gigantischen Zwei auf dem Rücken.

Mister President, gross geworden beim Rohstoffriesen Glencore als Finanzchef und im Sika-Milliardenfight der Einpeitscher gegen die Erben, nota bene Bär-Kunden: Er hatte versagt.

Auf der ganzen Linie. Sauter Home Alone, hiess es nun. Der Bär-Kapitän hätte nur eines immer auf ganz sicher haben müssen. Dass er jederzeit einen valablen CEO-Kandidaten bereithält.

Das hatte Sauter nicht. Gar nicht, weit davon entfernt. Collardi war der einzige operative Mann, der einzige, der befahl, der einzige, der das Sagen hatte.

Sauter, der bei Bär selbst eine Million im Jahr kassiert und mit Insider-Deals absahnt, sah sich ausgespielt.

Von seinem eigenen CEO, dem eine Generation jüngeren Collardi.

Einem Secondo, aus einfachsten Verhältnissen, dessen Vater aus Italiens Süden eingewandert war, ein Angestellter bei einer Kopierfirma.

Was für eine Niederlage, was für eine Blamage für den Schweizer Sauter, der die gesamte Elite des Landes kennt und sich zu den einflussreichen Strippenziehern zählt.

Ein Mann des Schweizer Filzes, honoriges Mitglied im Club der helvetischen Strippenziehern. Markenzeichen: Brusttuch.

Am Freitag und Samstag war Sauter ein Häufchen Elend. In seiner Not griff er zum Telefon und bat den Vizepräsidenten des Bär-Verwaltungsrats, rasch nach Zürich zu kommen.

Der Mann heisst Charles Stonehill und lebt in den USA. In Übersee gilt Stonehill als grosses Kaliber in der Finanzwelt.

Damit ist Stonehill in einer anderen Gewichtsklasse als Sauter. Eine, zwei oder vielleicht auch drei höher.

Doch auch Stonehill stand da wie vom Blitz getroffen. Als Chef des Nominationskomitees im VR der Julius Bär war er es, der für den Fall eines abrupten Ausfalls des operativen Spitzenmanns vorsorgen musste.

Mister Stonehill hatte ebenfalls alles verschlafen. Nun war es zu spät.

Hektik brach aus. Stonehill buchte um, er hatte einen Flug für diese Woche geplant. Stattdessen landete er schon am Sonntag in Zürich und fand sich am Nachmittag in der Bär-Zentrale ein.

Dort erwartete ihn ein zerknirschter Daniel Sauter. Was machen wir nur?, wollte Sauter wissen. Stonehill und Sauter berieten sich am Telefon mit den zugeschalteten übrigen VR-Mitgliedern.

Niemand in Collardis Geschäftsleitung drängte sich als dessen Nachfolger auf, keiner hatte das Zeug, vom langjährigen Chef das CEO-Steuer zu übernehmen.

Wohin die hoch bezahlten und honorigen Verwaltungsräte der Bär auch blickten: Einöde pur.

Man muss sich das vorstellen. Hier debattierten gestandene Herren und zwei Frauen, die alle zur Elite der Finanzwelt und der Schweiz zählen, und wissen nicht mehr weiter.

Weil sie das einzige, was sie wirklich auf jeden Fall hätten sicherstellen müssen, schlicht und einfach verschlafen hatten.

Die Damen und Herren Verwaltungsräte redeten an diesem Sonntag Nachmittag hin und her, die Stimmung sank immer tiefer in den Keller. Allmählich wurde die Lage brenzlig, die Optionen gingen aus.

Derweil packte Boris Collardi vergnügt seine Sachen. Er, der seinen Aufstieg zu einem der wichtigsten Bankern des Landes der Bank Bär zu verdanken hat und seit 2009 rund 60 Millionen kassierte, fühlte null Loyalität.

Nicht zur Bank, nicht zur Mannschaft, nicht zum VR, nicht zum Präsidenten.

Zu dem zuallerletzt.

Schliesslich blieb Präsident Sauter, seinem Vize Stonehill und den restlichen VR-Mitgliedern nichts anderes übrig, als den formellen Stellvertreter von Collardi zum neuen Chef zu küren.

Einen Mann, den niemand kennt. Und erst noch einer, der im September auf dem Abstellgleis landete, als Collardis Deputy CEO ohne operative Aufgabe.

Bernhard Hodler, vom Risk-Chef zum CEO-Stv. wegbefördert, muss Bär Halt geben.

Ein Armutszeugnis für Sauter & Co. Der Bär-Verwaltungsrat hat sich als kolossale Verlierertruppe entpuppt.

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76 Kommentare zu “Eiskalter Collardi stürzt Bär-VR in tiefste Krise

  1. Es gibt eine amerikanische action Serie zu sehen, mit Kiefer Sutherland als designated survivor. Vielleicht ist Berhard Hodler auch so einer.

  2. Boris Collardi war schon zu seinen CS-Zeiten ein sehr schwieriger Zeitgenosse. Arroganz und Vetternwirtschaft bestimmten schon damals sein Handeln.

    • @Rumpelstilzchen
      Wenn Arroganz zu Collardis Charakteristiken gehört, so passt er hervorragend zur neuen Adresse.
      Wenn dies was bringt, versteckt man dort kurzfristig die nicht unbedingt angenehme Eigenschaft und hält sie zeitbeschränkt unter Kontrolle. Man lässt das elitäre Getue erst wieder raus, wenn dies nicht mehr zum Nachteil der ach so „feinen“ Herrschaften sein kann, besonders bei Leuten, die sich von dem „soft spoken“ Gehabe beeindrucken lassen. Solche gibt es en masse, besonders bei Neureichen. Man ist schon im Elternhaus durch eine gute Schule gegangen und beherrsch die Business Spiele, welche schließlich Zaster in die Kassen spülen.
      In Genf sagt man, die Pictets seien Schlitzohren im Nadelstreifenanzug. Auch hätten sie riesigen Respekt vor sich selbst. Wesentlich mehr als vor der gerupften Kundschaft.

  3. Die Pictets sind Marketing-Genies; sie verstanden das „branding“, schon lange bevor man hierzulande dieses Wort kannte.

    Geschickt sprang man auf den Zug der Pariser HSP (Haute Société Protestante) Banquiers auf, der Schlumbergers, Hottinguers, Venets etc, denen ein besonders geschickter Umgang mit Geld nachgesagt wird.

    Zusätzlich profitierten die Pictets vom Ruf der politischen Sicherheit und Seriosität der Schweiz. Das Bankgeheimnis tat das Übrige. Die Show von höchster Diskretion und Professionalität verbunden mit calvinistischem „understatement“ funktionierte. Unzufriedene Kunden wurden über die cleversten Spitzenanwälte zum Schweigen gebracht.
    Pictet war die richtige Adresse für vermögende Familien, die auf diskretes Prestige setzten und schon stolz darauf waren, dass sie überhaupt Pictet Kunden sein durften. Performance gab’s automatisch durch den steigenden Schweizerfranken!
    Zu dieser Inszenierung passt Collardi prima vista wie die Faust aufs Auge.

    Vielleicht haben die immer schlauen Pictets aber gemerkt, dass sich die Welt ändert und ein schlauer, etwas flamboyanter Prolo für die neu-reiche Klientel der Zukunft der richtige Mann sein könnte.

  4. Grüezi!
    Ja, aus diesem Fall können wir 3 Sachen lernen:
    1. Wie können wir irgendeiner Bank unsere Finanzanlagen noch anvertrauen, wenn die Zuverlässigkeit und Kontinuität innert einer Woche nicht mehr gegeben ist.
    2. Als Alternative bieten sich Immobilien-Anlagen.
    3. Das Bankgeschäft basiert ja auf die Mitarbeit in und mit einem vertrauenswürdigen Team, Und wenn der Chef nun weggeht, heisst das nicht, dass die Beziehung zwischen dem Bankkunden und seinem Beratungsteam darunter leidet.

  5. Das zeigt doch wieder auf, wie diese Damen und Herren von der Teppiche-Etage für das Unternehmen fühlen und sich verantwortlich zeigen. Die ganze Kompensation dieser Damen und Herren ist völlig ungerechtfertigt und bedarf einer Gesamtrevision durch die Atkionäre. Das ganze Verhalten von Herrn Collardi ist absolut stossend.

  6. Jetzt muss muss sich Daniel Sauter seine Millionen Gage bei JB erstmals verdienen statt diese einfach ab/auszusitzen.
    Bislang konnte er in Collardis Erfolgswelle bequem mitschwimmen.

  7. Kommt Zeit kommt Rat oder Gewissheit. Ich aus meiner Erfahrung kann nur sagen dass ganz speziell die Amis sehr gute Schauspieler sind wenn es darum geht den Ueberraschten zu spielen, wer weis denn schon genau wer mit wem gesprochen hat und was vielleicht auch schon abgemacht wurde. Manchmal werden Fusionen oder Uebernahmen ganz woanders orchestriert. Also lassen wir uns doch überraschen.

  8. Loyalität ist in diesen Kreisen nicht existent, auch wenn man seinem Arbeitgeber ein Millionenvermögen verdankt. Früher, als bei der alten guten SBG noch eine Militärkarriere für solche Posten unabdingbar war, wäre so etwas nicht vorstellbar gewesen.

  9. Diese Kündigung von Collardi ohne vorher im eigenen Betrieb jemand nachzuziehen ist schlicht eine Schweinerei. Collardi ist ein Egozentriker. Ich bin gespannt ob er in Genf kurzfristig das SAGEN hat. Auch der VR-Rat hat geschlafen.

  10. Ich schlage vor das unser „berühmter“ MDP alias Marcel du Pont per sofort den CEO Posten bei JB übernimmt. Dann kann er mal zeigen was er drauf hat. Vermutlich hätte er in den ersten 2 Stunden nach Antritt 5 Klagen wegen sexueller Belästigung am AP, weil ihm die Assistentin den Champagner und die Zigarre verweigert und nicht gewillt ist auf seinem H&M Anzug Platz zu nehmen:-)

    • Problem: diese Non-Compete-Klausel müsste von JB abgegolten werden. Bei 20 Mio Jahreseinkommen bei Pictet wäre das sehr teuer geworden. – Verkehrte Welt. Einige kriegen alles in den Arsch geschoben.

  11. Wenn man als Kunde mit dem Bär die letzten Jahre über Mühe hatte, dann wegen 1. schlechter Performance, 2. hohen Spesen, und 3. einem BC, der teils schon als Prolo rüberkam. Gestern ist schon mal ein Malus entfallen…langfristig – wenn der Augias-Stall denn mal ausgefegt ist – dürfte das dem Haus zum Positiven gereichen.

  12. Sauter hätte von der ex von BC etwas lernen können. Die hat seinen Abgang vorbereiten können und wurde nicht überrascht…

  13. Wäre es nach IP gegangen, hätte die Bank Bär Collardi schon lange entlassen sollen. LH’s Artikel machten das sehr klar. Ob das „gerecht“ gewesen wäre, interessierte LH überhaupt nicht. Jetzt ist der Mann von selbst gegangen, er war schliesslich nicht ein Sklave des VRs. Big deal.

  14. Wenn eine Bank wie Pictet einen Collardi als Partner aufnimmt, dann gibt das einem schon zu denken! Das Reputations-Risiko scheint von der Gier verdrängt worden zu sein. Der Genfer Bankenplatz tut sich damit keinen Gefallen.

  15. Was soll eigentlich diese Anspielung auf „Secondo“? Ist ja wohl sein legitimer Entscheid wie er seine weitere berufliche Karriere gestalten möchte. Und ich denke das „Schweizer“ Banker sich nicht wirklich besser verhalten hätten, somit sollte man solche Anspielungen besser unterlassen. Des weiteren kann ja jeder mit seiner beruflichen Karriere machen was er will. Wenn der VR sich zu sehr auf eine Person fixiert hat dann ist es deren Versagen und Verschulden.

  16. Möglicherweise steckt hinter dem Schachzug mehr, als wir alle träumen. Ob dann die Julius Baer Clientèle bei der Stange bleiben wird, ist eine andere Frage.
    Die eiskalte, sich aristokratisch gebende, Freundlichkeit der Herren an der Rhone, die mehr vorgibt, als dann dahinter steckt, ist nicht Jedermanns Sache. Man darf gespannt sein, welche Wendungen dieser Krimi noch nehmen wird!
    Auf jeden Fall passen Collardis visueller Auftritt und Lebensstil nicht so ganz zur Genfer Banker und Pastoren Dynastie, die, wie man vor Ort sagt, noch immer der Prädestinationslehre verpflichtet ist. Was immer passiert, ist vorbestimmt. Auch wenn der Dumme sein Geld verliert oder ein Schläuling sein Geld vermehrt. Alles ist vorausbestimmt !

  17. Warum erwähnen sie so eindringlich, dass Collardi ein Secondo ist? Ich höre da eine latente Fremdenfeindlichkeit heraus.
    Somit kann ich Sie nicht mehr ernst nehmen.

    • Warum ist es feindlich, wenn jemand erwähnt, dass jemand Secondo ist? Ich bin in 4. Generation Schweizer. Trotzdem erwähne ich ab und zu meine Wurzeln, da gewisse Charakterzüge zu diesen gehören. Das ist keine Feindlichkeit sonder eine Definition.

    • Ich habe diesen „Secondo“ als Respekt heischend empfunden, wenn jemand von ganz unten nach oben kraxelt, dann hat er was drauf.

    • Sind Ihnen Secondos fremd?
      Darf man keine Unterschiede ziehen ohne die zu bewerten?
      Bewerten Sie Unterschiede?

      Da ging mal wieder eine Rassistenkeule kräftig daneben, womöglich auf den eigenen Kopf.

  18. Wenn du merkst, dass es zu Ende geht, weil du zuviel Dreck am Stecken hast, suchst du dir in aller Stille einen neuen Arbeitgeber, und wenn alles geritzt ist, springst du ab. Per sofort, bevor alle Schweinereien ans Licht kommen. Collardi kommt damit einem vorprogrammierten Rausschmiss zuvor, denn wenn alle FIFA-, 1MDB- und Petrobras-Fakten auf dem (Finma-)Tisch liegen, werden Köpfe rollen. Auch der von Hodler.

    Hodler kam von der CS zu Bär und übernahm die CRO Funktion inkl. Kreditgeschäft. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Bär ihre Risiken im Griff. Keine Kommerzkredite, keine Adoboli-Trader, kein unnötiges Exposure.

    Dann kam der Grossbänkler-CRO und managte fortan die Risiken so, wie er es bei der Grossbank gelernt hatte. Wohin dies führt, zeigen die Megabussen, die von den Grossbanken inzwischen abgeführt werden mussten. Und dabei sind nicht nur die aus Steuergründen gemeint!

    FIFA, 1MDB und Petrobras fallen in die Ära von Hodler als CRO. Die „Wegbeförderung“ zum non-exec Deputy von Collardi war die logische Folge. Ob er noch kurz als Lückenbüsser-CEO amtiert, ist unerheblich. Seine Tage sind angezählt. Der einzige Unterschied zu Collardi ist, dass Hodler als „non-valeur“, den niemand kennt, nicht einfach einen neuen Arbeitgeber suchen und über Nacht verschwinden kann.

    • Der Hodler. Ja, der Hodler. War kürzlich an einem Auftritt an einem Bärchen Anlass. Gab aber eine unrühmliche Figur ab.

  19. Wenn es stimmt ist Pictet auch nicht mehr was es mal war. Dort war früher schon ein Porsche verdächtig und das war auch gut so

  20. Uiiiiii … ein Secondo veräppelt ein paar schläfrige Aborigines und zottelt mit Millionen zu neuen Ufern, ein anderer Secondo schenkt der EU Milliarden.

    Wie sang schon 1987 Michael Stipe mit R.E.M.?
    It’s the end of the world as we know it
    It’s the end of the world as we know it
    It’s the end of the world as we know it
    And I feel fine

    • Tja, auch dem Kaderidi Hoch 3 Ochsen werden keine Fehler verziehen, kann er doch nicht einmal kürzeste Zitate fehlerfrei abschreiben…

  21. Haltet alle mal die Luft an. Boris hat sich beruflich verändert – so what? Leider hat es der VR verpennt, eine valable Nummer 2 aufzubauen. Das kann man dem scheidenden CEO aber nicht wirklich ankreiden. Der Abgang kommt überraschend und wohl auch zur Unzeit, das mag sein. Aber auch das gehört zum Spiel. Und wer von dieser (Salär-)Stufe Loyalität erwartet, ist sowieso im falschen Film. Also locker bleiben. Wir wünschen Boris alles Gute in der Westschweiz. JB wird derweil unter neuer Führung weiter existieren und in ein paar Monaten ist Der umtriebige Secondo vergessen.

    • Was denkt Ihr Euch, für lappische 50 Mio erwartet Ihr noch Loyalität??? You dreamer you…muahahaha….

  22. Dem Bär-Verwaltungsrat kann man vorwerfen, dass sie in zwei Bereichen massiv gegen ihre VR Pflichten verstossen haben.
    A) beim Strategic HR – Jeder VR muss für Schlüsselfunktionen permanent valable Nachfolger in der Hinterhand haben
    B) Risiko-Management – Da haben sie sich von Boris blenden lassen, nun sitzen Sie auf den Risks und der Sonnenkönig ist in die Calvin-Stadt weitergezogen.

  23. ja wie naiv ist denn der Schreiberling dieses Artikels. Ich habe gemeint, dass er das Bankenwesen als Insider kennt.
    Wer selbst mal auf einer Bak gearbeitet hat – und ich habe es – weiss, dass ab einer gewissen Managementstufe soziale Emotionen und Rücksicht auf Arbeitgeber und/oder Arbeitskollegen das Letzte ist, was zählt. Nur sein eigener Profit auf Kosten anderer könne man dast sagen

  24. Mehr Geld lockt jeden Geldmanager. Meine Freunde in den Banken funktionieren haargenau gleich. Loyalität ist bei fast allen ein Fremdwort, obwohl man Boris zugestehen muss, dass er länger an den Bären festgehalten hat.

    • Kennen Sie eine Bank, die loyal zu Ihren Mitarbeiter ist? Wen wunderst wenn die Angestellten es ebenfalls nicht sind

    • @ Alice im Wunderland

      Wie kann denn eine Bank loyal sein? Du meinst wohl die Führer einer Bank. Ja, diese sind nicht loyal. Erwarten aber Loyalität von den Knechten!

  25. Luki, Du bist ja wieder mal so etwas von überlegen. Jawohl, wir kennen alle die Formulierung wie XY who? und solchen Scheiss. Was beisst Dich der Hodler? Bist Du frustriert, dass Du noch nichts „weisst“ über ihn?
    Deine Aeusserungen über ihn finde ich nur armselig!
    Schauen wir doch mal, wie es ihm resp. Bär laufen wird.

  26. Immerhin kann ja TT von CS dem verunsicherten Verwaltungsrat der Bär jetzt eine Fusion der beiden Institute vorschlagen. Die CS hat eine Marktkapitalisierung von 42 Mrd., diejenigen von Bär war 13,5 Mrd. vor Bekanntgabe des Abgangs von Collardi. Da der Bär Kurs zurückgeht, muss er keinen hohen Aufpreis für die Bär Aktie zahlen.
    Eine andere Möglichkeit ist, dass sich die UBS diesen verunsicherten Hirsch als Jagdtrophäe holen will.
    Vielleicht erleben wir noch diese Variante, dass Collardi seine Kollegen im Club der Mächtigen bei Pictet überzeugt . Wir bringen diesen kapitalen Bock Bär zur Strecke und sind nachher bei der Vermögensverwaltung auf gleicher Höhe wie die UBS.

  27. So macht man es. Kassieren kassieren und danach gehen.
    LH schreibt so im Detail über die Wurzeln von Boris Collardi. Ja er ist ein Secondo und er hat bewiesen wie angeblich ein Schweizer honoriges Mitglied im Club der helvetischen Strippenziehern alleine kein Ahnung hat was er machen sollte und wie er reagieren soll. Kein Plan B
    Boris hat seinen eigenen Interessen geschaut, macht ja jeder in seiner Position. Finde den Boris langsam sympathisch 😉

  28. In der Antike wurde Cäsar von Rom nach Spanien als Statthalter gesandt. Als er mit seinem Freund auf der Hinreise durch ein elendes spanisches Dorf durchkam, fragte ihn dieser „Glaubst du auch, dass hier so Partei- und Rivalen-Kämpfe stattfinden wie in Rom?“ Cäsar antwortete:
    „Ich für meinen Teil, bin in diesem Dorf lieber der Erste, als in Rom der Zweite“
    Immerhin war C. bei Bär Alleinherrscher. Bei Pictet ist er einer von 7 Mächtigen. Ob er sich an diesen Zustand gewöhnen kann? Mit diesem Ego, wird man trotz paar Millionen mehr, nicht unbedingt zufrieden.

    • Er geht, weil er gehen musste. Der Zeitpunkt ist goldrichtig. Bei Bär hat er alles erreicht. Er hat sich nach oben geschlafen und abgesahnt wie kein anderer. Aber auch Mist gebaut wie kein anderer. Und das weiss er ganz genau. Über Bär schweben so einige dunkle Wolken. Fifa, USA, … das alles ist noch nicht ausgestanden. Und er geht, bevor das Gewitter losbricht. Dass der VR dabei die ganze Zeit geschlafen hat, ist sein Glück. Denn wäre er rechtzeitig aufgewacht und hätte BC von sich aus gefeuert, was längst überfällig war, würde er besser dastehen als jetzt. Aber so ist das eben. BC war schon immer nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht. Das hat der VR jetzt hoffentlich auch gerafft.

    • Das war wohl Gallien(Frankreich), wo Cäsar sein Spielfeld zugewiesen bekam.
      Ja, und aus dem Bankrotteur wurde ein ganz Großer.

    • Herr Springer, vor Gallien war Cäsar Statthalter in Spanien. Nach seiner Rückkehr nach Rom hat er sich Pompeius und Crassus, damals die beiden mächtigsten Männer Roms als unentbehrlich verkauft und sie für seine Stellung als Erster
      ohne Dankbarkeit ausgenützt.

  29. Jeder der obersten 10 % nicht nur bei Baer sondern bei allen Banken decken sich gegenseitig, denn jeder dieser Schaumschläger weiss dass er massiv überbezahlt ist, ausgetauscht werden diese Sacko Blender auch wieder von neuen Blendern die auch noch nie einen Kunden holen und auf viele Jahre betreuen müssten.

    • Völlig korrekt.

      Und anders betrachtet:
      Der Collardi hat alle Stakeholder in die Irre geführt und mit 200km/h gegen die Wand fahren lassen – Volltreffer.

      Und das Schöne an der Geschichte:
      Es ist nix passiert, die AuM bleiben (erstmal) liegen….
      Es ist nix passiert, kein Sachschaden, keine Verletzte, einfach nix.
      Schön!

  30. Das geht sicher als die unrühmlichste Kündigung in die Geschichte für dieses Jahrzehnt ein.

    Selbst wenn er Olivenbauer in Süditalien hätte werden wollen, so hätte er dies geregelter machen sollen.

    Irgendetwas stimmt grob mit dieser Geschichte nicht!

    • In 1 oder 2 Jahren wissen wir mehr. Auch hier wird die Wahrheit ans Tageslicht kommen

    • dieser Geschichte nicht!“

      Ob allenfalls die diskrete Finma des Rätsels Lösung kennt?

    • Vielleicht kam Boris Collardi nur seiner absehbaren Entlassung zuvor und kündigte, um seinen Wert auf dem Personalmarkt für Spitzenführungskräfte zu erhalten?

    • @Norman8
      Das stimmt einfach nicht, was sie sagen…
      Tja, der Boris hat sehr gut gemacht: als sehr jung, ohne Filz, ohne gross Geld hat doch in Zwingli Stadt gezeigt, was er kann: er hat eine Bank gerettet, sich dynamisch gezeigt und ohne grosse Unterstützung etwas bewegt, sich gegen amerikaner behauptet und jetzt hat er verdient bei der Perle der Schweiz, Pictet, sich wieder zu behaupten. Jetzt ist er out und out ist out, aber er ist nicht der verlierer, sondern die Bank und schlussendlich der zürcher Bankenplatz! Das ist die Wahrheit, war auch unnötigerweise lange kritisiert worden von diejenige, die unter doppel- moral, immer wider Sache offenbart haben, was einfach “ normal“ in solche Kreise sind…
      So what? JBB wird ohne Problemen wieder ein guten CEO finden…dauert vielleicht ein paar Monaten, aber per Februar könnte so weit sein…viel Glück wünsche ich an ein Traditionsreiche Bank!

  31. Herr Sauter ich stelle mich zur Verfügung! Ich machs für die Hälfte des Salärs des Boris… bin auch Secondo! Sehen Sie: Win:Win für alle!

  32. Was ist den nun mit den 60 Mio mit denen Boris geflüchtet ist? Die werden in der Einleitung gross erwähnt, aber im Artikel gar nicht mehr….. Ist das sein Vermögen, Abgangsentschädigung, ausstehende Boni, Bankraub?

    • Um einer Bank Millionen abzunehmen wird man CEO, und dringt nicht mit der Waffe rein!

  33. WOW, das sind mal Insiderinformationen! Man könnte meinen der Hässig wäre an diesem Sonntag da in diesem Saal gewesen, wo ABSOLUT nichts passierte. Und ratet mal, was er jetzt draus macht: Einen gähnend langweiligen Artikel. Aber hey, was willst Du schon schreiben, wenn da nichts passiert ist? Dass Glencore im Kongo Zebras als Minenarbeiter verwendet? Nö, das wäre dann schon „äs bitzeli“ zu investigativ. Ihr denkt jetzt sicher: „Zebras werden doch nicht als Minenarbeiter eingesetzt“ Aber da liegt ihr GAAAAAANZ falsch, denn mit den weissen Streifen sieht man diese Tiere besser in der Dunkelheit und so kann Glencore Petroleumlampen sparen. Bei den Reichen lernt man eben die Welt auszubeuten!
    Da schaut ihr, was? Wenn ihr das nicht glaubt googelt es doch. Auf jeden Fall interessiert mich diese Eisbär-Kopiersecondo Geschichte jetzt natürlich noch mehr und ich bin auch very bereit, denselben Artikel von gestern noch in englisch zu lesen. Hoffentlich ist noch ein toller Pocahontas-Witz eingebaut, dann hat auch die ganze englischsprachige Familie was zu lachen. So ist die Welt heute: Auf Kosten von indigenen Völkern und Zebras wird Profit gemacht und mir wird diese Möglichkeit genommen – so eine Frechheit!
    Darum: SVP wählen, Ueli stärken!

    • nicht schon wieder so ein pseudo origineller 5. Liga Schreiberling… was treibt so einen bloss an? Poor guy…

    • Wow, was rauchen Sie denn schon am frühen Morgen?
      Zu fest aufgeregt wegen der von unserer Gender-Gilde festgestellten sexuellen Belästigung von Dornröschen?

  34. Musste mit einem solchen Coup gerechnet werden? Etwas Gutes hat die Sache an sich. Der neue Arbeitgeber ist bereits jetzt gewarnt.

    • Englisch lernen. Sonst wird’s peinlich.
      „Private Banking at its best“ – Neutrum, nicht maskulin.

    • @franzl:
      danke für die billante demonstration wo es heute fehlt – anstatt sich inhaltlich zum thema zu äussern, wird korinthenkackerei betrieben und man kann seine bünzlige ader ausleben. added value = 0!

  35. Es zeigt einfach die Stillosigkeit und Kaltschnäuzigkeit dieser Leute.

    Tragisch ist, dass ein solches Gebaren dann wieder zu einem Top-Job bei Pictet führt. Gut er wird dann gewisse Kunden dorthin rüber ziehen können. Kunden sind immer der Schlüssel einer solchen Rotation.

    Aber das ist die heutige Bankenwelt. Kalt, gierig, skrupellos, egoistisch. Nur die Kunden sind so blöd und merken immer noch nicht wie man mit ihnen bzw. mit ihrem Vermögen solche Spielchen spielt.