SNB-Jordan verkündet Kommunistisches – und lädt zum Gratis-Buffet

Es geht um die Sache und Institution – nicht um eine Person. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) und ihr Chef Thomas Jordan sind aber mittlerweile dermassen eng miteinander verflochten, dass eine getrennte Beurteilung gar nicht mehr möglich ist.

Thomas Jordan ist zum Gesicht der SNB und diese eine „One-Man-Show“ geworden. Man kann Thomas Jordan sogar zum Gesicht der Schweiz erküren. Er bestimmt. Er tut es nett – aber unglaubwürdig.

„Seine“ SNB hat in 10 Jahren über 700 Milliarden Schulden angehäuft. Das sind über dreimal mehr Schulden als Bund, Kantone und Gemeinden zusammen haben – trotz vom Volk beschlossener Schuldenbremse. Ein Ende ist nicht in Sicht.

Bei Bund, Kantonen und Gemeinden feilschen Politiker und Volk um jeden Franken. Anders die SNB. Sie rührt mit der ganz grossen Kelle an. Und niemand weiss, wie die Entscheide innerhalb der SNB zustande kommen.

Die SNB ist ein „Black Box“. Gott behüte, dass Herrn Jordan etwas zustösst – wir wären verloren. Wer verstünde: Was? Wieviel? Warum? Wann? Keiner könnte einspringen.

Die Schulden der SNB sind zu den Gesamtschulden der Schweiz zu addieren. Wir haben somit fast eine Billion Schulden und sind damit eines der höchstverschuldeten Länder der Welt.

Natürlich wird das von Bern nicht so kommuniziert – aber es ist Tatsache. Tatsache ist auch, dass die SNB ihr ganzes Vermögen von über 800 Milliarden im Ausland investiert und die dortigen Volkswirtschaften ankurbelt zulasten der Schweiz.

Mit einem Eigenkapital von weniger als 20 Prozent, mit einem Hebel von über fünf Mal gehört die SNB trotz enormer Grösse zu den schwachen Investoren, um nicht zu sagen Spekulanten. Sie läuft Gefahr, vom Markt verdrängt zu werden.

Einen Familienvater, der Schulden von über einem Jahressalär macht und damit spekuliert, würde man für unseriös erklären. Nicht so Thomas Jordan und seine SNB, welche auf das Risiko einer ganzen Nation spekulieren.

Vor diesem Hintergrund erstaunt es, dass Jordan so gut wie nicht unter Druck gerät. Von nirgendwoher. Was er sagt, gilt sogar beim Bundesrat als „sakrosankt“ und wird nicht hinterfragt – darf nicht hinterfragt werden. Denn wehe, man öffnet die Büchse der Pandora.

Wie ist es möglich, dass eine Nation blind ihrem Zentralbankenchef folgt? Eine Analyse der Kommunikationspolitik der SNB fördert eindeutiges zutage.

Die SNB hat immer dieselbe Strategie: Zuckerbrot und Peitsche. So war es auch an der letzten Generalversammlung der SNB. Dort wirkten der „liebe Polizist“ Jordan und der „böse Polizist“ Jean Studer, Präsident des Bankrates der SNB.

Der liebe Polizist Jordan verbreitete geldtheoretisches Chaos und der böse Polizist Studer schaute, dass ja niemand seinen „lieben Kollegen“ zu hinterfragen wagte.

Als beispielsweise ein älterer Herr sagte, die SNB hätte schon hunderte Milliarden Schulden, wies Studer diesen schroff zurecht, er habe jetzt noch genau fünf Sekunden zum Reden.

Die Redezeit war auf 90 Sekunden begrenzt, und es war ein reiches Buffet versprochen, gespendet von der Schweizerischen Nationalbank. Das war eine klare Ansage: Haltet Euch kurz, kritisiert nicht, dann gibt es eine Belohnung.

Neulich hielt SNB-Chef Jordan erneut eine Rede. „Herzlich“ eingeladen hatte die Zürcher Volkswirtschaftliche Gesellschaft Zürich. Das Thema war: „Wie Geld durch die Zentralbank und das Bankensystem geschaffen wird.“

Der Saal war zum Bersten voll. Vor einigen Monaten hatte ich ja hier einen Beitrag geschrieben unter dem Titel „Wie entsteht Geld? Nicht so, wie Thomas Jordan uns weismachen will“.

Jordan hatte nun also Gelegenheit, das Gegenteil zu beweisen. Das tat er vor Heimpublikum. Jordan ist im Vorstand der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft Zürich. Mit kritischen Fragen dürfte er hier kaum konfrontiert werden. Das Zeitregime seines Vortrags liess das auch gar nicht zu.

Der gesamte Anlass sollte maximal 60 Minuten dauern. Davon redete Jordan praktisch 50 Minuten. Nach einem kurzen Interview blieben noch wenige Minuten für kurze Fragen an Herrn Jordan. Versprochen war gleich danach ein feines Buffet, gespendet natürlich von der SNB.

Zu Beginn erklärte Jordan, bei jeder neuen Kreditvergabe durch das Bankensystem entstehe Geld. Die Bank gewähre einen Kredit und schreibe dem Kunden das Geld auf dessen Konto bei der Bank gut. Das war korrekt erklärt.

Nur: Jahrzehntelang behaupteten die Zentralbanken, Geld entstünde, indem die Zentralbank einer Bank einen Kredit gewähre („lender of last resort“). Davon müsse die Bank einen gewissen Mindestreservesatz bei der SNB hinterlassen, und den Rest könne die Bank dann weiter ausleihen. So entstünde ein „Geldmultiplikator“.

Oder es wurde behauptet, eine Bank sammle das Geld der Sparer und leihe dieses weiter an die Kreditnehmer aus. Im September 2013 bewies ich hier mit Buchungssätzen („Die SNB und das Märchen von der Geldschöpfung“), dass das nicht stimmt.

Umgekehrt: Die Banken gewähren der SNB einen Kredit, und bei jeder neuen Kreditvergabe durch das Bankensystem entsteht neues Geld.

Die Bank of England schrieb wenige Monate später die Geldschöpfung durch das Bankensystem auch neu. Die Deutsche Bundesbank folgte, während die SNB bis vor kurzem noch die falsche Geldtheorie auf ihrer Homepage hatte, welche sie dann klammheimlich entfernte.

Befremdlich war nun, dass Jordan zum ersten Mal die neue Geldtheorie verkündete und so tat, als hätte es nie etwas anderes gegeben. Ich machte Jordan darauf aufmerksam, dass die SNB meine Theorie jahrelang bekämpft hatte und er nun genau diese selber vortrug.

Jordan konnte es sich aber leisten, auf meinen Einwand gar nicht einzugehen. Er wusste, dass in wenigen Augenblicken die Diskussion zu Ende war.

Der Vortrag Jordans lautete wie gesagt „Wie Geld durch die Zentralbank und das Bankensystem geschaffen wird“. Bezüglich der Geldschöpfung der Banken wiederholte Jordan also lediglich das, was hier schon im September 2013 zu lesen war.

Bezüglich der Gelschöpfung durch die Zentralbanken, dem Hauptthema, konnte es sich Jordan leisten, nur wenige Sekunden zu sprechen.

„Auf die Zentralbanken trifft das Bild des ‚Geld aus dem Nichts‘ besser zu. Seit dem Zusammenbruch des Goldstandards kann Zentralbankgeld bei der Zentralbank nicht mehr in Gold eingetauscht werden.

„Dies bedeutet, dass die Zentralbanken tatsächlich in der Lage sind, einfach ‚Geld zu drucken‘, wie es im volkstümlichen Sprachgebrauch heisst. Sie können ihren Verpflichtungen in eigener Währung damit immer und überall nachkommen.“

Zuvor hatte er bezüglich der Banken noch gesagt, diese könnten kein „Geld aus dem Nichts“ schaffen und sich so am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen. Das sei natürlich Unsinn.

Folglich: Die SNB kann sich – im Gegensatz zu den Banken – am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen, weil sie „Geld aus dem Nichts“ schöpfen könne.

Wirklich? Geld aus dem Nichts? Wie wird das verbucht? Seit wann hat die Doppelte Buchhaltung nur noch eine Seite? Jordan scheint die Buchhaltung neu zu erfinden.

Nach diesem Satz ging Jordan sofort auf ein anderes Thema über. Jordan redete zum Hauptthema also rund 30 Sekunden – bei einer Sprechzeit von fast 50 Minuten.

Bei der anschliessenden „Diskussion“ wiederholte Jordan seine Behauptung, nachdem ich nachgehakt hatte. Auch hier wusste er: Es war nur eine einzige Frage erlaubt. Und bei dieser kurzen Diskussionsrunde von wenigen Minuten würde er sich über die Zeit retten.

Der „böse Polizist Studer“ war zwar nicht auf der Bühne. Dafür „tigerte“ der Chef der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft Zürich, Martin Scholl, auf der Bühne herum. Scholl ist ja zugleich Chef der Zürcher Kantonalbank, welche den Anlass organisierte.

Hand aufs Herz: Meint Jordan im Ernst, dass irgendein Angestellter der ZKB sich getrauen würde, ihm eine kritische Frage zu stellen, wenn da auch noch dessen Chef anwesend ist? Förderlich wäre das seiner Karriere bestimmt nicht.

Und übrigens: Es war nur eine Frage erlaubt. Die SNB weiss alles und hat immer Recht. Gottähnlich eben, wie sie sich selber einstuft mit Ausdrücken wie: „Unbeschränkt“, „aus dem Nichts“, „auf ewig“.

Im Vorstand der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft sind auch noch die Präsidenten der CS, der UBS Schweiz und weitere honorige Persönlichkeiten. Und dann war da auch noch der „Doyen der Schweizer Wirtschaft“, Rainer Gut, wie ehrfurchtsvoll am Mikrophon gesagt wurde.

Wer sollte es also wagen, Jordan zu hinterfragen.

Wir stellen fest: Jordan verschanzt sich mit seiner Chaostheorie und spricht nur, wenn er durch ein dominantes Umfeld geschützt wird. Da wird seine Irrlehre mit Sicherheit nicht hinterfragt. Die „Diskussionen“ sind dann zeitlich so stark beschnitten, dass solche gar nicht stattfinden können.

Im unmittelbaren Anschluss wird ein „feines Buffet“ versprochen. Damit wird geholfen, kritischen Fragen das Wasser abzugraben. So funktioniert der faule Trick der SNB.

Wo kann denn eine Diskussion über die SNB stattfinden? In den Medien? Fehlanzeige. Die NZZ beispielsweise wurde schon als „externe PR-Abteilung der SNB“ bezeichnet. So sehe ich das auch.

Bezeichnenderweise war es denn auch der Chefredaktor Wirtschaft der NZZ, Peter Fischer, der durch die „Diskussion“ von wenigen Minuten führte.

Und das Schweizer Fernsehen? Es vertritt ausschliesslich die Meinung der SNB. Die SNB hatte auf ihrer Homepage jahrelang den irreführenden Film vom Schweizer Fernsehen mit dem angeblichen „Geldschöpfungsmultiplikator aus dem Nichts“.

Bezeichnend ist auch, dass die Diskussion bezüglich der SNB ausschliesslich in kleineren Medien geführt wird, überwiegend anonym, teils beleidigend. Insbesondere die Fürsprecher der SNB agieren im Schutz der Anonymität. Warum? Offenbar will die SNB die Diskussion auch hier verhindern.

Kann es die Kommunikationspolitik unserer Nationalbank sein, dass sich der SNB-Chef öffentlich um die Diskussion drückt, stattdessen aber hier anonym vertreten wird? Was meinen der SNB-Bankrat und dessen Chef, Jean Studer, dazu?

Das Verhalten der SNB fördert das. Ist das im Sinne der Schweiz? Weshalb hat man Angst vor der SNB? Ich weiss es. Aber ist das unserer Demokratie würdig?

Es ist Zeit, dass sich die SNB einer offenen Diskussion stellt. Das Versteckspiel von und mit Herr Jordan hat aufzuhören. Die Büchse der Pandora ist längstens geöffnet.

Viele Fragen und Ungereimtheiten sind ihr bereits entwichen.

Kann sich die SNB am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen, wie Jordan behauptet? Oder müssen die Steuerzahler dereinst einspringen? Besteht bei diesen dreistelligen Milliardenbeträgen nicht die Gefahr, dass die Schweiz den Euro einführen oder der EU muss beitreten muss?

Diese Frage hat mittlerweile staatspolitische Bedeutung angesichts der gegen eine Billion ansteigenden SNB-Schulden.

Weitere Frage: Verringern oder vergrössern sich die Schulden der SNB, wenn die SNB den Banken auf deren Girokonten bei der SNB einen Betrag gutschreibt? Jordan meint, dass sich die Schulden der SNB verringern, dass die SNB so ihre Verbindlichkeiten „tilgt“.

Das ist aber falsch. Wenn die SNB eine Gutschrift gutschreibt, so fallen dadurch die Schulden der SNB nicht, sondern sie steigen. Die Giroguthaben der Banken bei der SNB steigen und damit auch die Schulden der SNB. Wäre das nicht so, so hätte die SNB ja gar keine Schulden zu tilgen.

Der Unsinn, den Jordan bezüglich der Geldschöpfung der Banken neuerdings anprangert, begeht er nun selber. Die SNB kann sich genauso wenig am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen wie die Banken. Mit Kundenguthaben können die Banken nicht ihre eigenen Schulden bezahlen – die SNB aber genauso wenig.

Wer weiss, vielleicht sieht das die Bank of England auch einmal ein, und die SNB kann es dann getrost übernehmen und so tun, als hätte sie das immer gewusst und nie etwas anderes behauptet.

Weitere Frage: Stimmt es, dass die SNB per Gesetz mit Giroguthaben ihre Schulden bezahlen kann, wie SNB-Chef Jordan behauptet? Ja, das stimmt.

Das Problem ist nur: Die SNB besitzt gar keine Giroguthaben. Sie besitzt Giroverbindlichkeiten. Diese sind aber per Gesetz keine Zahlungsmittel und können es per Definition auch gar nicht sein.

Stimmt es, dass die SNB ihre Schulden mit Banknoten begleichen kann, wie der SNB-Chef behauptet? Nein. Das Bundesgesetz über die Währung und Zahlungsmittel, Artikel 7 Abs. 2, besagt: „Sie (die SNB) nimmt die nicht benötigten Noten unbeschränkt gegen Vergütung des Nennwerts zurück.“

Zudem stelle man sich vor: Die SNB liefere beispielsweise 70 Milliarden Zehnernoten aus. Braucht jeder Schweizer zehntausend Zehnernoten – und das bei immer mehr bargeldlosen Zahlungen? Abgesehen davon: Es wäre dies gar keine Tilgung der SNB-Verbindlichkeiten, sondern lediglich ein Passivtausch.

Und weshalb soll die Aufhebung des Goldstandards dazu führen, dass die SNB ihre Schulden nicht zurückzahlen müsste, so dass aus dem Fremdkapital der SNB Eigenkapital der SNB entstünde. Das wäre eine Enteignung der Banken durch die SNB.

Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Jordan verkündet Kommunistisches.

Last but not least: Weshalb hat Jordan den Mindestkurs aufgegeben, wenn er doch so sicher ist, dass die SNB mit Geld drucken sämtliche Schulden tilgen kann? Seine Taten widersprechen seinen Beteuerungen. „Und an den Taten sollt ihr sie erkennen.“

Jordan trägt seine irrige Theorie nett vor – er bleibt aber unglaubwürdig. Was ist wichtiger?

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555 Kommentare zu “SNB-Jordan verkündet Kommunistisches – und lädt zum Gratis-Buffet

  1. Offener Brief an Herrn Prof. Dr. Thomas Jordan, Präsident der Generaldirektion der SNB

    Re: Wo ist der Gesetzesartikel der die Banken bei der SNB „einschliesst“.

    Sehr geehrter Herr Professor Jordan

    An Ihrem Vortrag vor der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft Zürich sagten Sie mit Bezug auf die Geldschöpfung der Schweizerischen Nationalbank (SNB):

    „Auf die Zentralbanken trifft das Bild des ‚Geld aus dem Nichts‘ besser zu. Seit dem Zusammenbruch des Goldstandards kann Zentralbankgeld bei der Zentralbank nicht mehr in Gold eingetauscht werden. Dies bedeutet, dass die Zentralbanken tatsächlich in der Lage sind, einfach ‚Geld zu drucken‘, wie es im volkstümlichen Sprachgebrauch heisst. Sie können ihren Verpflichtungen in eigener Währung damit immer und überall nachkommen.“

    Es ist mir bewusst, dass eine Privatperson bei der SNB keine Banknote mehr in Gold umtauschen kann, wie das früher der Fall war. Die Gründe dafür sind erstens, wie Sie sagten, die Aufhebung des Goldstandards (Geldemission ausschliesslich gegen Gold). Zudem tätigt die Zentralbank keine Geschäfte, u.a. Goldverkäufe mit Privaten.

    Wie Sie daraus aber zum Schluss kommen, die SNB könne „einfach Geld drucken“ und damit ihren Verpflichtungen in eigener Währung immer und überall nachkommen, ist mir rätselhaft.

    In ihrem Grundsatzreferat „Braucht die Schweizerische Nationalbank Eigenkapital?“ vor der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft Basel, erklärten Sie noch etwas genauer:

    „Die Zentralbank kann sämtlichen Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen, weil sie die benötigte Liquidität selber schaffen kann.“…„Da es sich zudem bei den Noten und den Giroguthaben um gesetzliche Zahlungsmittel handelt, sind diese Verbindlichkeiten auch nicht im eigentlichen Sinne einforderbar, sondern können einzig – als gleichwertige gesetzliche Zahlungsmittel – gegeneinander getauscht werden.“

    Artikel 18, Absatz 2 des Bundesgesetzes über die Nationalbank besagt: „Der Mindestreservesatz darf 4 Prozent der kurzfristigen, auf Schweizerfranken lautenden Verbindlichkeiten der Banken nicht überschreiten.“

    Ihre Aussagen widersprechen m.E. diesem Gesetzesartikel.

    Die Banken halten ihre Mindestreserven bei der SNB in Form von Notenbankgeld, insbesondere Giroguthaben. Der Mindestsatz von 4 Prozent wird momentan von den Banken deutlich überschritten. Um die Banken zu veranlassen, ihre Guthaben bei der SNB zu reduzieren hat die SNB ja sogar den Minuszins eingeführt.

    In Ihren Vorträgen sagen Sie aber immer wieder, eine Bank erhalte für Notenbankgeld nur Notenbankgeld. Das hiesse, dass eine Geschäftsbank sowie die Geschäftsbanken zusammen ihre Giroguthaben bei der SNB gar nicht reduzieren können, weil sie von der SNB angeblich nichts anderes als Notenbankgeld erhalten. Die Banken wären somit bei der SNB mit ihren Giroguthaben „eingeschlossen“.

    Was nützt aber der Minuszins auf Giroguthaben, wenn die Banken ihre Guthaben bei der SNB gemäss Ihren Ausführungen gar nicht reduzieren können?

    Ich möchte Sie deshalb an dieser Stelle höflich fragen, ob Sie mir hier oder der Öffentlichkeit zeigen könnten, wo der Gesetzesartikel steht, gemäss dem bei der SNB angelegte Giroguthaben der Banken von den Banken nicht mehr reduziert werden können.

    Eine solche bedeutsame Bestimmung müsste im Gesetz verankert sein.

    Falls es diesen Gesetzesartikel nicht gibt, ist m.E. auch Ihre Argumentation nicht zutreffend, wonach die SNB einfach Geld drucken und damit sämtlichen Zahlungsverpflichtungen nachkommen könne.

    Das gilt auch für Ihre Argumentation, wonach eine Bank ihr Notenbankgeld nur gegen Notenbankgeld eintauschen könne.

    Zudem stellt Notenbankgeld keine „Liquidität“ bzw. liquides Vermögen der SNB dar, und kann somit auch kein Zahlungsmittel, für die SNB sein.

    Nur Giroguthaben können Zahlungsmittel sein – nicht Giroverbindlichkeiten, welche die SNB besitzt.

    Ich bitte Sie also, den Gesetzesartikel bekanntzugeben, wonach es der SNB erlaubt sein soll, Giroguthaben der Banken, die 4 Prozent derer Mindestreserven übersteigen, bei der SNB zurückzubehalten bzw. „einzuschliessen“.

    Besten Dank und freundliche Grüsse

    Marc Meyer

  2. Nachtrag XV

    Wann muss die SNB ihre Bilanz deponieren?

    Diese Woche findet die GV der SNB in Bern statt. Die Notenbank weist für das Jahr 2017 einen Mega-Gewinn von 53 Milliarden Franken aus, was fast 10 Prozent des BIP ausmacht.

    Vor diesem Hintergrund interessiert es niemanden, ob die SNB im Falle von negativem Eigenkapital ihre Bilanz deponieren muss oder nicht. Trotzdem möchte ich auf diesen Punkt einmal mehr zu sprechen kommen, weil der SNB-Chef behauptet hat, die SNB müsse ihre Bilanz nie deponieren.

    Sitzt man in einer Runde und fragt, wo der Euro wahrscheinlich notieren würde ohne Stützungskäufe durch die SNB, so erhält man als Antwort in der Regel immer wieder: 10 – 15 Prozent tiefer.

    Der Gewinn der SNB resultiert also zu einem grossen Teil auf einer manipulierten Bewertung ihres Vermögens. Geht man von einem Mittelwert aus, d.h. von einer Überbewertung des Frankens aufgrund der SNB-Manipulationen von 15 Prozent, so folgt, dass das Portefeuille der SNB um fast 120 Milliarden Franken zu hoch bewertet wird. Das heisst auch, dass das tatsächliche Eigenkapital der SNB bei korrekter Bewertung schon jetzt annähernd Null ist.

    Die SNB sollte also nicht einen Gewinn von etwas über 50 Milliarden ausweisen, sondern im Gegenteil einen Verlust von gegen 70 Milliarden.

    Jedermann weiss, wie schnell die Märkte drehen können. Würden Euro und Dollar ihre Tiefst gegen Franken wieder testen, die 20 – 30 Prozent unter den heutigen Kursen liegen, so entstünde ein zusätzlicher Verlust von rund 200 Milliarden.

    Müsste dann die SNB ihre Devisenbestände abstossen, weil die kreditgebenden Banken klagen, so ist mit einem Überschiessen nach unten zu rechnen.

    Bis dahin haben wir erst von den möglichen Devisenverlusten gesprochen. Zusätzliche Verluste könnten entstehen aufgrund von Korrekturen an den Aktienmärkten von sagen wir 20 – 30 Prozent. Zudem ist früher oder später auch mit steigenden Zinsen zu rechnen. Das führte zu einem Einbruch an den Obligationenmärkten. Wir müssen vorsichtigerweise also auch bei den Wertschriften mit Korrekturen von gegen 20 Prozent rechnen und diese einkalkulieren.

    Zudem sind weitere staatliche Verschuldungskrisen in Europa nicht auszuschliessend und die SNB besitzt massenweise europäische Staatspapiere.

    Zu den oben berechneten 200 Milliarden Minus-Eigenkapital der SNB könnten noch weitere Verluste von gegen 200 Milliarden kommen. Gut – das wäre bestimmt ein ganz gefährliches Szenario, das wir aber nicht ausschliessen können, da alles in solchen Ausmassen schon einmal da war.

    In einem ganz schlimmen Fall ist also mit einem Minus-Eigenkapital der SNB von locker 200 Milliarden oder noch tiefer zu rechnen. Der Mega-Gewinn der SNB für 2017 ist also nichts anderes als ein Mega-Bluff.

    Die Frage, ob die SNB bei Minuskapital ihre Bilanz deponieren muss, wurde in unserem Lande noch nie ernsthaft diskutiert.

    Es gibt wohl ein Grundlagenreferat von SNB-Präsident Thomas Jordan zum Thema, welches aber viele Ungereimtheiten und Irrtümer enthält. Jordan kommt zu Schluss, dass die SNB ihre Bilanz bei Erreichen von Null Eigenkapital keineswegs deponieren muss.

    Wie begründet das Jordan?

    „Kann die Nationalbank durch negatives Eigenkapital ihre Handlungsfähigkeit verlieren? Müsste die SNB im Fall von negativem Eigenkapital rekapitalisiert werden oder gar ihre Bilanz deponieren? Dies sind alles sehr legitime Fragen. … Lassen Sie mich aber gleich zu Beginn sagen, dass die kurze Antwort auf alle diese Fragen nein lautet…. Zum einen können Zentralbanken nämlich nicht illiquid werden.“

    Die Hauptbegründung von Jordan, weshalb die SNB im Falle von negativem Eigenkapital ihre Bilanz nicht deponieren muss, ist, eine Zentralbank könne „nicht illiquide werden“. Sogar der Schweizer Bundesrat behauptet in der Antwort auf eine Motion des Parlamentes, die SNB könne nicht illiquide werden.

    Wirklich?

    Kann die SNB nicht illiquide werden? Was bedeutet der Ausdruck „liquide“ bzw. „illiquide“? Liquidität ist immer Vermögen. Die Liquidität zeigt, wie schnell ein Unternehmen seine Schulden abbauen kann. Dass Nationalbank und Bundesrat von der „Liquidität“ der SNB sprechen, geht auch ganz klar daraus hervor, dass beide behaupten, die SNB könne nicht „illiquide“ werden.

    Warum kann die SNB „nicht illiquide“ werden? Die Begründung von SNB-Jordan ist:

    „Die Zentralbank kann sämtlichen Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen, weil sie die benötigte Liquidität selber schaffen kann.“

    Jordan behauptet also, die SNB könne die von ihr benötigte Liquidität selber schaffen. Wie soll das gehen?

    Jordan sagt:

    „Zweitens hat die SNB zudem von Gesetzes wegen das Recht, ausstehende Forderungen mit der Schöpfung von Franken sozusagen „aus dem Nichts“ zu begleichen. Man spricht in diesem Zusammenhang auch davon, dass eine Zentralbank „Geld drucken“ kann. Dank dieser autonomen Geldschöpfungsmöglichkeit, dem Notenmonopol, gerät die SNB nie in Liquiditätsengpässe.“

    Wir fassen zusammen: Jordan behauptet, die SNB können ihre eigene „Liquidität“ schaffen, indem sie „Geld druckt“. Für Jordan stellt Geld d.h. „gedrucktes Geld“ (Banknoten und Giroguthaben der Banken bei der SNB) liquides Vermögen der SNB dar, womit diese ihre Schulden abbauen kann.

    Das ist ein schwerwiegendes Missverständnis. Notenbankgeld ist ein Passivum der SNB und deshalb nicht „Liquidität“ der SNB, wie Bundesrat und Nationalbank behaupten. Vor diesem Hintergrund muss die Diskussion um die Frage, ob die SNB ihre Bilanz bei Erreichen von negativem Eigenkapital deponieren muss vollkommen neu aufgerollt werden.

    Die Erkenntnis, dass die SNB ihr Eigenkapital nicht aufstocken kann durch „selbst“ und „aus dem Nichts geschaffenes“ Vermögen, lässt die Frage aufkommen, was denn geschieht, sollte das Eigenkapital der SNB tatsächlich einmal in den negativen Bereich fallen:

    Das kleine Einmaleins der Buchhaltung besagt, dass auf der rechten Seite der Bilanz, also bei den Passiven, aufgezeigt wird, wem das Vermögen auf der linken Seite der Bilanz (aktiven) gehört. Es versteht sich von selbst, dass auf der rechten Seite der Bilanz nicht mehr Vermögen verteilt werden kann als auf der linken Seite vorhanden ist.

    Daraus ergibt sich die logische Schlussfolgerung: Die kreditgebenden Banken müssen ihr Vermögen bei der SNB im Falle von negativem Eigenkapital wertberichtigen. Bei einem negativen Eigenkapital der SNB von 200 Milliarden müssten die Schweizerbanken also riesige Beträge wertberichtigen und könnten selber Konkurs gehen wegen der SNB.

    Natürlich würden die SNB-Aktionäre mit ihrem Eigenkapital als erste bluten. Die SNB-Aktien würden „Bitcoin-mässig“ abstürzen. Aber sie könnten nur einen geringen Teil des Mega-Verlustes auffangen.

    Wer trägt die restlichen Verluste?

    Es ist mit Klagen der Banken gegen die SNB zu rechnen, weil diese jahrzehntelang behauptet hat, die SNB könne nicht Konkurs gehen und sämtlichen ausstehenden Verbindlichkeiten mit selbst gedrucktem Geld nachkommen.

    Das ist Irreführung der Investoren. Die SNB macht sich mit ihrer Behauptung, SNB-Investoren seien bei negativem Eigenkapital der SNB nicht schlechter gestellt als bei positivem Eigenkapital, sogar haftbar.

    Die Schweizer Steuerzahlerinnen und Steuerzahler werden dann für die Verluste der SNB aufkommen müssen, genauso wie sie von den Gewinnen der SNB auch dieses Jahr profitieren – nur die Beträge werden ungleich höher sein und ein Minuszeichen aufweisen.

    Am nächsten Freitag, an der GV der SNB mit ihrem Gewinn von 53 Milliarden wird niemand über das Szenario von negativem Eigenkapital der SNB reden mögen. Das könnte sich aber einmal schlagartig ändern. Deshalb rate ich: Lieber jetzt darüber diskutieren als wenn es zu spät ist.

    Marc Meyer

  3. @Arbeitgeber AHV-Rentner

    Danke

    Jemandem zu unterstellen, er würde falsches Zeugnis ablegen empfinde ich als persönliche Beleidigung.

    Natürlich hat SNB-Jordan gesagt, die SNB könne ihre Verpflichtungen nachkommen mit aus dem Nichts gedrucktem Geld. Das bedeutete, dass das Eigenkapital der SNb durch Geld drucken zunimmt.

    Durch seinen gesamten Vortgrag hindurch zieht es sich wie ein roter Faden, dass er zwei Möglichkeiten aufzeigt, wie negativen Eigenkapital der SNB beseitigt werden kann: Erstens durch Geld drucken und zweitens durch Gewinne erzielen.

    „Da ein Liquiditätsengpass in eigener Währung unmöglich ist, stellt sogar eine Situation, in der eine Zentralbank negatives Eigenkapital ausweist, für ihre Geschäftspartner kein Problem dar. Denn im Unterschied zu anderen Unternehmen und Banken könnte sie auch in diesem Fall den künftigen Forderungen in eigener Währung immer nachkommen.“

    Jordan sagt also:

    „Im Unterschied zu anderen Unternehmen“

    „den künftigen Forderungen nachkommen“

    Jordan verwechselt hier sogar Verbindlichkeiten mit Forderungen

    Sehen Sie doch endlich einmal der Wahrheit ins Gesicht

    Zudem schliesst er:

    „Eine Zentralbank bleibt trotz vorübergehend negativen Eigenkapitals uneingeschränkt handlungsfähig, weil sie nicht illiquid werden kann. “

    und

    „Denn mit „Geld drucken“ kann Eigenkapital, wie gesagt, nicht nachhaltig aufgestockt werden. Die Geldschöpfung erlaubt lediglich, den Zahlungsverpflichtungen vollständig nachzukommen. “

    Wenn die SNB den Zahlungsverplichtungen jederzeit nachkommen könnte, wie Jordan behauptet, so könnte es gar kein negativen Eigenkapital geben.

    Zudem behauptet er sogar wörtlich, „negatives Eigenkaptatl kann aufgestockt werden durch Geld drucken, auch wenn nicht nachhaltig.

    Also kann es.

    Jordan soll einfach einmal zu dem stehen, was er gesagt hat.

    Ganz zu schweigen davon, dass die Banken bei negativem Eigenkapital der SNB Konkurs gehen können.

    Danke

    Marc Meyer

  4. Hallo Herr Dr. Marc Meyer,

    für Ihre Zeiteinteilung habe ich natürlich Verständnis. Die Lösung in dieser Diskussion steckt in den richtigen Kenntnissen der Buchführung. Die Frage ist, wer diese hier hat. Das sind entweder Sie oder die SNB.

    Die Behauptung, ich würde nicht fair argumentieren, weise ich zurück! Bei einem solchen Artikel wie den Ihren müssen Sie auf harte Kritik vorbereitet sein. Habe ich Sie nun beleidigt, diffamiert oder bin ich verantwortlich und schuldig i.S. der Anklage für Verwirrung und Zwietracht? Ihre Leserinnen und Leser – lesen mit…

    Sie interpretieren etwas in Jordan’s Rede hinein, was dort so nicht steht. Jordan verwechselt nirgendwo Fremdkapital mit Eigenkapital. Stattdessen sagt Jordan, dass die SNB mit aus dem Nichts geschöpften (und de facto kostenlosem) Geld zinstragende Aktiva aufbauen kann und dass auf diese Weise in Zukunft Ertrag, Profit und Eigenkapital für die SNB geschaffen werden – nicht auf der Stelle; nur im Ablauf der Zeit. Irrwitzig ist Ihre Behauptung, dass Prof. Th. Jordan gesagt habe, dass man mit Gelddrucken Eigenkapital nahezu auf der Stelle schaffen kann. Das hat er natürlich nicht gesagt.

    Ja, die SNB kann CHF aus dem Nichts schaffen; die doppelte Buchhaltung belegt es. Der Gegenposten auf der Aktivseite heisst nicht „Geld aus dem Nichts“, sondern es sind erhöhte financial assets (Wertpapiere, Kredite an Banken, Devisenreserven, etc.).

    Ich fürchte, Sie können sich einfach nicht von Ihrer (falschen) Überzeugung lösen, dass eine Notenbank genauso funktioniert/bilanziert wie eine normale Bank.

    Eine Erhöhung der Bilanzsumme bedeutet per definitionem eine Erhöhung der Aktiva + der Passiva. Auch das ist doppelte Buchhaltung. Sie verwenden den Ausdruck „Schulden“; Sie sollten jedoch erkennen, dass Notenbankschulden Liquidität/Vermögenswerte im Markt sind. Grösstenteils macht eine Notenbank die Bilanzsummenerhöhung mit gedrucktem Geld. Sie kann jedoch auch ihr Eigenkapital erhöhen und das beschreibt Prof. Th. Jordan Zitat:

    „Zum Wiederaufbau von Eigenkapital braucht es – nicht anders als bei privaten Unternehmen – Gewinne. Denn mit Gelddrucken kann Eigenkapital, wie gesagt, nicht nachhaltig aufgestockt werden. Die Geldschöpfung erlaubt lediglich, den Zahlungsverpflichtungen vollständig nachzukommen“.
    Zitat Ende.

    Haben Sie diesen Satz übersehen? Es ist ein Schlüsselsatz!

    Ich behaupte, dass eine Notenbank IN IHRER LANDESWÄHRUNG nicht illiquide werden kann, weil sie eben die Landeswährung emittieren kann (Erhöhung Bilanzsumme). Ich habe absichtlich die Fremdwährungen abseits gelassen, weil in Fremdwährung eine Notenbank sehr wohl illiquide werden kann (weil sie eben diese Fremdwährung nicht drucken kann). Trotzdem gilt meine Argumentation auch für die Devisenpositionen der SNB: die SNB kauft(e) die Devisen mit gedruckten CHF, erhöhte dadurch Aktiva/Passiva (Bilanzsumme), allerdings mit Devisen auf der Aktivseite und CHF auf der Passivseite. Anders ausgedrückt: die SNB baute eine furchterregende long position Fremdwährung/CHF auf. Jede long/short position ist einem Bewertungs- und/oder Verlustrisiko ausgesetzt.

    Prof. Th. Jordan SAGT NICHT, dass die SNB mit Geldschöpfung CHF-Zahlungsverpflichtungen „ABBAUEN“ kann. Stattdessen sagt er, dass die SNB dadurch „ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann“. Den Unterschied zwischen diesen beiden Aussagen brauche ich wohl nicht zu erklären. Wollte oder müsste die SNB ihre Schulden/Verbindlichkeiten abbauen, dann müsste sie die Bilanzsumme reduzieren, d. h. Aktiva verwerten. Dann würde sie dem Markt CHF-Liquidität entziehen.

    Wenn ein Anleger über Nacht 10 Mrd.CHF von einer kleineren Kantonalbank abzieht und zur UBS überweist, könnte die Kantonalbank illiquide werden. Wenn ein SNB-Anleger auf der Stelle 100 Mrd.CHF von der SNB abzieht, was macht er dann mit diesen CHF? CHF können letztendlich nur auf einem Schweizer Bankkonto liegen. Die SNB belastet das Konto von Bank A und erkennt das Konto von Bank B. Wir wären wieder bei der doppelten Buchhaltung.

    Wie ich schon oft erwähnt habe, ist das bei der SNB etwas anders, weil die SNB nicht wie eine normale Notenbank à la Fed oder EZB strukturiert ist. Prof. Th. Jordan umschifft diesen Punkt geschickt in seiner Rede (durchaus kritikwürdig). Sie gehen nicht einmal darauf ein.

    Stattdessen bezichtigen Sie die Schweizerische Nationalbank der Scharlatanerie – Zitat:

    „Jordan bezeichnet Notenbankgeld als liquides Vermögen der SNB. Sie könne dieses selber aus dem Nichts herstellen.Hätte Jordan Recht, so entstünde bei eIner Geldemission Eigenkapital der SNB. Das ist Scharlatanerie unserer Nationalbank.“
    Zitat Ende
    Quelle:https://insideparadeplatz.ch/2018/02/14/snb-jordan-verkuendet-kommunistisches-und-laedt-zum-gratis-buffet/#comment-205194

    Und stellen in den Raum ich solle Anzeige gegen Sie erstatten. Und ich soll derjenige sein der unter Realitätsverlust leiden soll?Darf ich Sie daran erinnern, dass Gegenstand eines Strafverfahrens wegen übler Nachrede Tatsachenbehauptungen sind, nicht ein Gesamtbild, welches durch mehrere Tatsachenbehauptungen gezeichnet wird. Ein solches Gesamtbild kann aber für die Auslegung der einzelnen eingeklagten Äusserungen im Gesamtzusammenhang von Bedeutung sein:

    (BGE 124 IV 162 E. 3b zu Art. 23 i.V.m. Art. 3 lit. a UWG betreffend unrichtige, irreführende und unnötig verletzende Äusserungen; Urteil 6B_333/2008 vom 9. März 2009 E. 1.2, in sic! 6/2009 S. 442).

    Sie grüssend

    • @Arbeitgeber AHV Rentner

      Ihre Texte weisen zuviele copy paste auf. Wortwörtliche Wiederholungen. Unglaubwürdig.

      Was ich von den anonymen SNB Fürsprechern hier persönlich schon beleidigt wurde, übersehen Sie.

      MfG

  5. @Arbeitgeber AHV Rentner

    Sie verwenden hier ein Pseudonym in enger Anlehnung an ein anderes Pseudonym (Arbeitgeber KMU AHV Rentner).

    Warum tun Sie das? Sie wollen Verwirrung und Zwietracht säen.

    Sie als Anonymer werfen mir unrechtmässiges Verhalten vor. Es steht Ihnem frei, Anzeige gegen mich zu erstatten. Dann würde aber Ihr Name bekannt. Zu Ihrem Namen stehen Sie ja aber nicht.

    Ein Kommentator mit Pseudonym Arbeitgeber (Sie?) hat selber darauf hingewiesen, dass der höchst polemische und beleidigende Kommentator :“ Urs Abderhalden““ aus der SNB selber stammt.

    Zum fachlichen:
    Sie machen es sich einfach. Sie nennen mich “ schachmatt“.

    Sie leiden offensichtlich an Realitätsverlust.

    Nochmals:

    Jordan bezeichnet Notenbankgeld als liquides Vermögen der SNB. Sie könne dieses selber aus dem Nichts herstellen.

    Hätte Jordan Recht, so entstünde bei eIner Geldemission Eigenkapital der SNB.

    Das ist Scharlatanerie unserer Nationalbank.

    Das kleine Einmaleins der Buchhaltung beweist das. Aber nicht einmal dieses beherrscht die SNB.

    Gehen Sie auf meine fachliche Argumentation ein oder lassen Sie es bleiben.

    Stehlen Sie mir nicht meine Zeit mit Ihrem Wirrwarr.

    Übrigens amüsant: Sie schreiben mich explizit nicht an, obwohl ich den Standpunkt geschrieben habe und dann sprechen Sie mich doch direkt an.

    Was wollen Sie eigentlich?

    Sie und Jordans SNB werden immer mehr zur Lachnummer.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

  6. Nicht Herr Dr. Marc Meyer,

    Wenn Sie eine Diskussion verlieren während sich Ihre Argumente in Luft auflösen, verdrehen Sie die Worte und unterstellen Dinge die ich nicht gesagt habe. Dass Sie nach einem Schachmatt einfach weiterspielen, vermag Ihre Argumente auch nicht glaubwürdig zu machen, sondern beweist einmal mehr, dass Sie die Spielregeln in keiner Art und Weise einzuhalten zu gedenken.

    Sie klammern sich an irgendetwas und suchen verzweifelt nach Gegenargumenten. So wie hier:

    Sie schreiben Zitat:
    „Wenn Sie mir schon zusammen mit Menendez unterstellen, ich würde falsches Zeugnis gegen SNB Jordan ablegen, so stehen Sie doch zu Ihrem Namen.“
    Zitat Ende

    Alleine dieses Zitat beweist, dass Sie nur das Lesen und verwerten was Ihrer ganz persönlichen Thesen dienlich ist. Darf ich Sie darauf hinweisen, dass dieses ZITAT aus dem Beitrag von Herr Dr. Renée Menéndez vom 5. März 2018 stammt. Bitte lesen Sie tatsächlich was steht und ziehen Sie daraus die korrekte Interpretation. Dasselbe gilt insbesondere für die Vorträge von Prof. Th. Jordan.

    Leider wiederholen Sie immer wieder diese wahnwitzige Behauptung, Banken müssten im Falle eines Falles ihre Giroguthaben bei der SNB wertberichtigen. Ich wundere mich, dass man Sie solche irrige Sachen ohne Widerruf veröffentlichen lässt. Ich verweise auf die zahlreichen Beiträge von gestern wo ich Punkt für Punkt und Zitat für Zitat auf Ihre Beiträge eingegangen bin, und die Sie, ignoriert haben. Man kann auch so der Diskussion ausweichen.

    Internet ist kein rechtsfreier Raum. Das gilt auch für Sie Herr Dr. Marc Meyer. Bitte belegen Sie meine Beleidigungen an Ihrer Person. Bitte belegen Sie das die Schweizerische Nationalbank – eine – der integreste Institutionen unter den Zentralbanken, hier auf Insideparadeplatz sogenannte „Trolle“ gegen Ihre Person einsetzt. Bitte belegen Sie meine vermeintliche Kontakte zur SNB. Den Beweis muss der liefern, der behauptet, nicht der, der bestreitet. Das gilt übrigens auch für Ihre ganze Argumentationskette i.S. Geldtheorie.

    Hallo Herr Rico Meier,

    Vielleicht kommen wir mit der Beantwortung folgender Frage dem Kern der Sache näher: wer bestimmt die Höhe der SNB-Bilanzsumme, die SNB oder deren „Kunden“? Ich behaupte, dass nur die SNB im Rahmen ihrer Geld- und Devisenpolitik die Höhe ihrer Bilanzsumme bestimmt. Wenn sie ihre Bilanzsumme nicht reduzieren will, dann wird sie nicht reduziert werden können, d. h. die Banken bekommen ihre Giroguthaben nicht zurück, egal was passiert.

    Wenn jetzt also die Banken bzw. deren Kunden CHF abziehen und Devisen kaufen wollen und wenn die SNB ihrer Devisen nicht verkaufen will, dann werden die Banken diese Devisen bei jemand anderem (d. h. im Markt) suchen müssen. Irgendjemand wird Devisen gegen CHF verkaufen, wenn der Kurs passt. Sollte der Kurs auch für die SNB passen, dann könnte auch die SNB motiviert sein, ihre Devisen zu verkaufen, aber nur sie entscheidet das. Sollte jetzt eine Bank darauf bestehen, Devisen von der SNB und nur von der SNB zu kaufen (weiss nicht, wie eine Bank das tun könnte), dann hätte die SNB immer noch die Möglichkeit, den Auftrag im Markt durchzuhandeln. Auch hier wird es wieder der Markt sein, der den Kurs bestimmt. Und solange die Devisen vom Markt und nicht von der SNB verkauft werden, bleibt die CHF-Notenbankgeldmenge unverändert, d. h. Bank B hat dann jene Giroguthaben, die Bank A loswerden wollte.

    Sie müssten mich also überzeugen, dass es nicht die SNB ist, die einzig und alleine die Höhe ihrer Bilanzsumme bestimmt.

    Betreffend die Konkurspflicht bei negativem Eigenkapital. Im SNB Gesetz steht, dass Zitat:

    „Die Jahresrechnung der Nationalbank, bestehend aus der Erfolgsrechnung, der Bilanz und dem Anhang, wird nach den Vorschriften des Aktienrechts sowie nach allgemein anerkannten Grundsätzen der Rechnungslegung erstellt“.
    Zitat Ende.

    Das würde unmissverständlich bedeuten, dass die SNB bei negativem Eigenkapital ihre Bilanz – wie jede andere AG – deponieren müsste.

    Nach dem Lesen der Basler Rede von Prof. Jordan hatte ich einen Sinnungswandel. Er sagte dort Zitat:

    „Zum anderen besteht bei negativem Eigenkapital kein rechtlicher Zwang zur Sanierung, geschweige denn zur Liquidation, wie ihn in der Schweiz das Obligationenrecht in Verbindung mit den Schuldbetreibungs- und Konkursrecht (SchKG) für solche Situationen bei privatrechtlich organisierten Gesellschaften gewöhnlich vorschreibt. Die SNB nimmt eine öffentlich-rechtliche Aufgabe wahr, die ihr von der Bundesverfassung übertragen wurde. Die Auflösung der SNB als Funktionseinheit mit Verfassungsauftrag verbunden mit der Ablösung des Schweizer Frankens müsste zwingend über eine Verfassungsrevision erfolgen. Die Liquidation der SNB hätte zudem mittels Bundesgesetz zu geschehen. Die Anwendung der Konkursbestimmungen des SchKG ist daher im Fall der SNB ausgeschlossen, sie stünde in direktem Widerspruch zur Bundesverfassung. Konsequenterweise ergeben sich daher rechtlich weder aus dem Nationalbankgesetz noch aus dem Obligationenrecht oder dem SchKG Hindernisse, die einer Fortführung der Geschäftstätigkeit der SNB bei negativem Eigenkapital entgegenstehen könnten. Weder der Bankrat noch ein anderes Organ der SNB müsste im Falle von negativem Eigenkapital rechtliche Schritte einleiten. Überdies besteht weder für die Aktionäre (Private und Kantone) noch für den Bund eine Verpflichtung, negatives Eigenkapital durch eine Nachschusspflicht oder ähnliche Massnahmen auszugleichen.“
    Zitat Ende.

    Ich gebe zu, dass man jetzt sagen könnte, Prof. Th. Jordan irrt. Ich kann mir jedoch nicht vorstellen, dass eine solche Grundsatzrede eines Präsidenten der SNB nicht vorher von allen möglichen Instanzen auf Korrektheit der Aussagen geprüft wurde. Selbst wenn dies nicht geschehen wäre, müssten diese Instanzen nach der Rede darauf hinweisen, dass sie Fahlschaussagen beinhaltete. Alles andere ist für mich nicht möglich.

    Deswegen akzeptiere ich die Aussagen von Prof. Jordan, gebe aber zu, dass man hier anderer Meinung sein könnte. Im Zweifel müsste jemand klagen, ich frage mich nur, wer klagen sollte, wenn kein Gläubiger und/oder Eigentümer geschädigt wird. Im Gegenteil, die Eigentümer profitieren, weil sie kein Kapital nachschiessen müssen. Seine Aussagen sind demnach klar und faktenbezogen. Die Kritik müsste auch klar und faktenbezogen sein.

    Sie beide grüssend

  7. @Leserinnen und Leser

    Sämtliche Geldmengenaggregate sind Zahlungsmittel für die Inhaber des Geldes.

    Die unterschiedlichen Definitionen (Mo M1, M2, M3) definieren nur unterschiedliche Fristigkeiten innerhalb deren Geld als Zahlungsmittel Verwendung findet.

    Die Inhaber können vom Geldemittenten je nach Fristigkeit eine Rückforderung verlangen. Gilt auch für Zentralbankgeld

    Geld gehört zum liquiden Vermögen des Inhabers. Geld ist per Definition Vermögen. Nur in Form von Vermögen (Aktivum) kann Geld Zahlungsmittel sein.

    Ein Passivum kann per Definition nicht Liquidität, Vermögen bzw. Geld sein. Geld kann somit für den Geldemittenten kein Zahlungsmittel sein.

    Die Behauptung, Geld sei Zahlungsmittel für den Geldemittenten bzw. Geld sei Liquidität des Geldemittenten bzw. eine Geldemission sei schuldtilgend für die Geldemittentin ist alles Scharlatanerie.

    Könnte eine Zentralbank Liquidität bzw. Vermögen aus dem Nichts herstellen, wie SNB Jordan behauptet, so entstünde bei einer Geldemission Eigenkapital der Zentralbank. Das ist falsch. Es entsteht Fremdkapital.

    Oder könnte die Zentralbank schuldtilgendes Geld herstellen, wie BUBA Chef Jens Weidmann behauptet, so entstünde genauso Eigenkapital der BUBA. Auch das ist falsch.

    Die Zeit ist überfällig, dass man die Irrlehren der Zentralbankchefs und Wirtschaftsprofessoren weltweit als solche entlarvt.

    Marc Meyer

  8. Notenbankgeld gehört zur Geldmenge M1

    So langsam zweifle ich an meinen Literaturquellen und besonders auch am Gebrauch der Logik und der deutschen Sprache.

    Situation im Eurosystem:
    Nur das bei den Nichtbanken befindliche Notenbankgeld in Form von „Bargeld“ zählt zur Geldmenge M1. Details können unter Geldmengen nachgelesen werden.

    Schweiz:
    Laut Mitteilung Geldmengendefinitionen der SNB von 2016 gilt wörtlich:
    ~~~~~~~~~~~
    Die Giroguthaben inländischer Banken bei der SNB sind nicht Teilmenge der Geldmengenaggregate M1, M2 und M3.
    ~~~~~~~~~~~
    Aber offensichtlich verbreitet die SNB auch hier wieder Irrtümer, obwohl sie es besser wissen müsste?

    Aus beiden Quellen kann ich nur entnehmen, dass definitiv die Sichtguthaben der Banken bei der SNB nicht zur Geldmenge M1 gehören. Somit ist die anfangs genannte Behauptung:

    Notenbankgeld gehört zur Geldmenge M1

    bewusst irreführend, da nur eine Teilmenge des Notenbankgeldes bei den Nichtbanken zur Geldmenge M1 zählt.

    Die Zuordnung der schweizer Besonderheit „Transaktionskonti“ und „Deponenten bei der SNB“ ist mir jedoch nicht bekannt. Kann mir da jemand nähere Auskünfte zu geben?

    LG
    Rudolf Müller

  9. @AHV- Rentner KMU

    Legen Sie einmal hier Ihre Verbindungen offen.

    Wenn Sie mir schon zusammen mit Menendez unterstellen, ich würde falsches Zeugnis gegen SNB Jordan ablegen, so stehen Sie doch zu Ihrem Namen.

    Alles andere ist feige.

    Aber damit passen Sie ja bestens zur SNB.

    Nochmals: Jordan behauptet, die SNB könne Liquidität aus dem Nchts schöpfen und werde deshalb nicht illiquide.

    Er interpretiert Notenbankgeld ganz eindeutig als Vermögen der SNB anstatt als Schuld.

    Hätte Jordan Recht, so würde bei einer Geldemission Eigenkapital der SNB entstehen.

    Jordan soll seinen Grundlagenirrtum endlich zugeben.

    Und verdrehen Sie die Aussagen von Wendehals Jordan nicht ständig.

    Jordan befindet sich ja in bester Gesellschaft mit BuBa Präsident Jens Weidmann und UBS Präsident Axel Weber, die denselben Unsinn verbreiten.

    MfG

    Marc Meyer

  10. @Dr. Rene Menendez

    Danke für Ihre kuriose Einlage. Zumindest als Pausen Clown haben Sie erfüllt.

    Über Ihre Vergleiche von „Speisekarte“ bis hin zu :Schuheinlagen“ kommen Sie zum selben Schluss wie SNB Chef Jordan und sein deutscher Freund BUBA Chef Weidmann:

    Notenbankgeld sei schuldtilgend für die Zentralbank.

    Nein. Ist es nicht.

    Eine Gutschrift bedeutet die Entstehung einer Schuld – nicht den Abbau einer Schuld, wie Jordan und Weidmann behaupten.

    Das ist das kleine Einmaleins der Buchhaltung.

    Auch Sie waren im Fach Sprache besser als im Fach Buchhaltung.

    Und seit Sie mir unterstellen, ich würde falsches Zeugnis gegen SNB Chef Jordan ablegen und eine alberne Kommödie spielen jann ich Sie eh nicht mehr Ernst nehmen.

    Schönen Abend

    Marc Meyer

  11. Für diejenigen, die hier noch mitlesen: was Meyer mit dem Begriff „Notenbankgeld“ anstellt ist begrifflicher Schindluder der kuriosesten Sorte. Meyer macht sich dabei zunutze, daß wohl die meisten glauben, daß „Notenbankgeld“ ein wohldefinierter Begriff wäre, dem ein eindeutig zuordenbarer Sachverhalt entsprechen würde. Dieses – leicht entstehbare – Mißverständnis hat sich Meyer vorgenommen auszunutzen, indem er für seine Pseudo-Argumentationen diesen Ausdruck dazu nutzt, zwei verschiedene Dinge zu bezeichnen und diese in seinen leierkastenmäßig vorgetragenen Verlautbarungen (Argumente kann man dazu nicht mehr sagen) regelmäßig zu vermischen.

    Nehmen wir mal das neueste Machwerk. In:
    https://insideparadeplatz.ch/2018/02/14/snb-jordan-verkuendet-kommunistisches-und-laedt-zum-gratis-buffet/#comment-204912
    schreibt Meyer:

    „Notenbankgeld gehört zur Geldmenge M1. D.h. das Geld ist sofort verrügbar d.h. die Banken können damit jederzeit Zahlungen tätigen.“

    In diesem Fall ist das „Notenbankgeld“ ein Teil der Geldmenge M1. Das ist soweit richtig, nicht richtig ist schon wieder, daß die „Geldmenge M1“ etwas mit Geld im Sinne eines Zahlungsmittels zu tun hätte. Denn damit mit einer Sache Zahlungen getätigt werden könnnen, muß man über diese Sache verfügen können und Verfügungen können schlechterdings nur über Dinge getätigt werden, die auf der Aktivseite stehen. Dem mag man entgegenhalten, daß ja die Gegenposition der Bankverbindlichkeiten auf der Aktivseite der Bankkunden stehe und dahier die Kunden darüber verfügen können. Das übersieht wiederum, daß ein „Guthaben“ ja gerade ausdrückt, daß man über das, worüber verfügt werden kann, gerade nicht verfügt, weil man das Verfügungsrecht (über das Zahlungsmittel sowie das Eigentum daran) ja ausgerechnet der Bank übertragen hat. Daß man ein „Guthaben“ zu Zahlungszwecken nutzen kann liegt daran, daß ein „Guthaben“ in Wahrheit ein Verfügungs- und Dispositionsrecht darstellt, mit der man seinen Zahlungsdienstleister (also die Bank) dazu anweisen kann (Weisung: einseitige empfangsbedürftige Willenserklärung) zu seinen Gunsten eine Zahlung vorzunehmen, wobei das von der Bank geschuldete Ergebnis darin besteht, daß der Begünstigte einen Zuwachs an Verfügungs- und Dispositionsrechten für sich verbuchen kann. Der Begriff „Notenbankgeld“ bezeichnet also in diesem Fall ein Verpflichtungsverhältnis zwischen Zentralbank und Kunden, welches durch die sog. Zahlungsdienstleistungsvereinbarungen als sog. „Dauerschuldverhältnis“ kodifiziert ist.

    Demgegenüber kommt als Abschlußsatz eines Absatzes, der mit einem Vergleich mit den Verhältnissen im „normalen“ Bankwesen beginnt (wobei man sich fragen muß, warum ein Argument, welches für eine Geschäftsbank eventuell gültig ist auch für eine Zentralbank Gültigkeit haben soll) die Behauptung, daß mit „Notenbankgeld“ die Schulden einer Zentralbank nicht getilgt werden können. Das liest sich dann so:

    „Die UBS kann mit Ihrem Geld, Herr Brinkmann, nicht die eigenen Schulden bezahlen. Genauso kann eine Zentralbank mit Notenbankgeld nicht die eigenen Schulden bezahlen, wie das Jens Weidmann und Thomas Jordan behaupten.“

    Nun wissen wir ja schon, daß das Guthaben von Herrn Brinkmann kein Geld ist, sondern ein Weisungsrecht von Herrn Brinkmann, mit dessen Hilfe er die UBS veranlassen kann seine Zahlungsverpflichtungen zu begleichen. Dazu nimmt die UBS nicht das Geld von Herrn Brinkmann, denn über das in seinem Eigentum befindliche Geld darf die UBS überhaupt nicht verfügen, sondern diejenigen Zahlungsmittel, die der UBS tatsächlich zur Verfügung stehen – welche sich wundersamerweise – Trommelwirbel, Tusch – auf der Aktivseite befinden. Die UBS bezahlt ihre Schulden also mit den ihr zur Verfügung stehenden – aktiven – Zahlungsmitteln, wie es sich gehört. Nun soll das, was für die UBS und Hernn Brinkmann gilt, auch für die Zentralbank gelten, denn der Folgesatz beginnt mit – „Genauso“! Nach diesem „Genauso“ behauptet Meyer, daß Schulden der Zentralbank nicht mit „Notenbankgeld“ (da ist es wieder) bezahlt werden können. Nun, wenn das „Notenbankgeld“, welches ja bereits eine Verpflichtung der Zentralbank darstellt dazu Verwendung finden sollte, eine Verpflichtung der Zentralbank zu begleichen, würde das tatsächlich auf einen Widerspruch hinauslaufen. Denn wenn die Zentralbank ihre schwebende Verpflichtung, die Banken mit Bargeld zu versorgen erfüllen will, kann sie den Banken nicht mit einer Gutschrift kommen, denn der Inhalt ihres Begehrens ist ja die Lieferung von Bargeld zum Zweck der Erfüllung ihrer eigenen Bargeldauszahlungsverpflichtungen. Und auf einmal bekommt „Notenbankgeld“ noch eine zweite Bedeutung – Bargeld – welches im Unterschied zu „Notenbankgeld Marke M1“ nun nicht mehr ein Passivum der Zentralbank ist, sondern – wie jede Sache, die ein Zahlungsmittel sein will – ein Aktivum. Das heißt, wir haben einmal „Notenbankgeld“ als Passivum, welches kein Zahlungsmittel ist, während wir auf der anderen Seite das „Notenbankgeld“ als Bargeld und Aktivum haben, womit tatsächlich die Zentralbank ihre Verbindlichkeiten begleichen kann und auch daraufhin nicht mehr verpflichtet ist, denn Zentralbankgeldnoten sind für die Zentralbank keine Schuld! (Na ja – für Meyer schon!) Hier kommt nun zum Tragen, daß qua NBG die SNB dazu berechtigt ist Bargeld in Verkehr zu bringen, indem sie die Banken, die damit ihre Forderungen, besser: Weisungsrechte geltend machen, damit beliefert und das Volumen der Weisungsrechte der Banken entsprechend reduziert. Und da die Banken Bargeld als ein Aktivum brauchen, muß die Zentralbank ihnen auch ein Aktivum liefern – womit die Zentralbank genauso wie die UBS ihre Schulden mit der Verfügung über Aktiva bezahlt – alles andere würde aus logischen Gründen auch nicht funktionieren. (Natürlich: nach Meyer-Logik wird aus einem Zentralbank-Passivum ein Geschäftsbank-Aktivum – allerdings weiß der aufgeklärte Bürger, daß Zaubertricks auf Illusionen beruhen. Nur beim Bargeld soll es anders sein – aber natüüüürlich…)

    Vielleicht noch ein Wort zu dem Verwirrspiel mit der Schuldtilgungsfähigkeit von Gutschriften. Der schweizer Gesetzgeber hat es aus unerfindlichen Gründen für richtungsweisend gehalten in Bezug auf die SNB deren Zahlungsversprechen – so kann/ muß man eine Gutschrift sehen – als einen für das Grundgeschäft schuldbefreienden Vorgang zu deklarieren. Aus diesem Grund ist eine Gutschrift der SNB gegenüber einer Bank, die z.B. der SNB Gold verkauft, schuldbefreiend hinsichtlich des Grundgeschäfts, welches nunmehr nicht mehr wegen Zahlungsverzuges angefochten werden kann. Nun ist aber auch bei einer Zentralbank ein Zahlungsversprechen noch keine Zahlung und insofern steht die Lieferung der Gegenleistung noch aus, wenngleich auch das Grundgeschäft rechtlich abschließend finalisiert ist. An dieser Stelle erweist sich, daß die Interpretation eines „Guthabens“ als Verfügungs- und Weisungsrecht große Vorteile aufweist, denn man muß einem Anspruchsberechtigten aus einem Kaufvertrag keine Zahlungsmittel übergeben, wenn dieser erwartet, daß er einen Zuwachs seiner Verfügungs- und Weisungsrechte erfährt, wodurch sich der ganze juristische Kladderadatsch von der „Leistung an Erfüllung statt“ in einem logischen Rauchwölckchen verflüchtigt. Denn wenn der Empfangsberechtigte keine Zahlungsmittel haben will, sondern einen Zuwachs seiner Verfügungs- und Weisungsrechte erwartet, wird auf einmal klar, weswegen der Zahlungsverkehr so reibungslos läuft: der Grund ist, daß Banken (überwiegend) nicht mit Zahlungsmitteln operieren, sondern mit Referenzen (Verweisen) auf Zahlungsmittel und deswegen das Kontokorrentprinzip so erfolgreich ist, wie man es derzeit beobachten kann.

    Man mag sich fragen, warum alle diese Mißverständnisse entstehen konnten, wo doch in der Informatik jeder drittklassige Programmierer einem den Unterschied zwischen einer Variablen und der Referenz auf diese Variable erklären könnte. Im Restaurant gehört es ja auch nicht zur guten Umgangsform, wenn man den Verweis auf das, was als wohlschmeckende Speise aus der Küche kommen sollte, – gemeint ist natürlich die Speisenkarte – auf einmal anfängt mit Messer und Gabel zu zerteilen und zu verspeisen, um sich hinterher beim Kellner über den schlechten Geschmack der Speisenkarte zu beschweren. Was im Restaurant jedoch dazu Anlaß gegen könnte, die Weißkittel mit den warmen Jacken zu rufen gehört bei den Ökonomen – bzw. die sich dafür halten – aber irgendwie immer noch zum guten Ton, wo sogar Zentralbanken zitiert werden, um zu belegen, daß doch die „Einlagen“, die andere Leute in ihren Schuhen haben, bei jeder Kreditvergabe entstehen. Man kann ja Zahlungsversprechen als „Einlagen“ bezeichnen, sobald dann aber das Gegenstück, sprich: die andere Seite der Medaillen, also die „Guthaben“ postwendend zu „Zahlungsmitteln“ werden, hört der Spaß auf. Womit auch gleich noch die Passage:

    „Notenbankgeld Ist nicht Geld für die SNB, sondern Geld für die Banken. Vergleich: Ein Giroguthaben, das Sie bei ser UBS haben, ist nicht Geld für die UBS, sondern Geld für Sie.“

    die Antwort liefert, daß ein Giroguthaben überhaupt kein Geld darstellt, sondern eine Verpflichtungsbeziehung zwischen Bank und Kunde. Sobald man aber eine Verpflichtungsbeziehung mit dem Erfüllungsgegenstand identifiziert, hat man die schönste Blaupause, um endlos Chaos und Mißverständnisse erzeugen zu können – ist in etwa so wie in der Mathematik das Teilen durch Null. Zum Glück: hat man diese Differenz nur einmal geblickt, kann man hinterher überhaupt nicht mehr verstehen, wie man jemals auf diese krasse Spiegelfechterei hereinfallen konnte…

    • Hallo Herr Dr. Renée Menéndez,

      ich frage mich langsam, warum es mir nicht gelingt, von Herr Dr. Marc Meyer konkrete Aussagen zu der von Prof. Jordan in seiner Basler Rede geschilderten Vorgänge zu bekommen.

      Hallo Herr Dr. Marc Meyer,

      es wird Ihnen mit Unterstellungen (bezahlter Anwalt) und Diskreditierung (Ihre Kommentare haben keinen fachlichen Gehalt) nicht gelingen, das was Prof. Th. Jordan gesagt hat umzudeuten, die Beweisrichtung zu pervertieren, um dann unter Verwendung genau dieser Pervertierung Ihre Fehlschlüsse glaubhaft zu machen; dabei die Öffentlichkeit zu suggerieren, SNB-Bankrat und SNB-Direktion haben keine Ahnung von Buchhaltung. Die Tatsache, dass diese Banknoten für die SNB die Anforderungen an eine echte Verbindlichkeit im kaufmännischen Sinne gar nicht erfüllen, ignorieren Sie aktiv weiter. Sie ignorieren aktiv was Prof. Th. Jordan dazu schreibt – blenden aus das man auf der einen Seite zwischen der juristischen und der ökonomischen und auf der anderen Seite zwischen der einzelwirtschaftlichen und der gesamtwirtschaftlichen Perspektive unterscheiden muss!.

      Bitte weisen Sie auf die Passagen hin, wo ich Sie angegriffen oder beleidigt haben soll. Auf einen Verhaltensmuster hinzuweisen, dass Sie soeben wieder unter Beweis gestellt haben, ist weder ein Angriff, noch eine Beleidigung. Bitte belegen Sie, ob hier auf Insideparadeplatz sogenannte „Trolle“ der SNB gezielt gegen Ihre Person/Thesen eingesetzt werden. Sollten Sie diese Beweise nicht liefern können, muss man sich langsam die Frage stellen, was Sie damit eigentlich bezwecken.

      Sie grüssend

  12. @Arbeitgeber KMU AHV Rentner

    Noch etwas:

    Sie komnen mir vor wie ein bezahlter Anwalt, der für seinen Klienten (hier SNB Jordan, Bankrat) alles leugnet und abstreitet, nur damit dieser Recht bekommt.

    Ihre Kommentare haben keinen fachlichen Gehalt, sondern Sie wiederholen und wiederholen,bin Endlosschleifen, Jordan habe es nicht gesagt.

    Natürlich hat er es gesagt.

    Und er zieht auch nicht die richtigen Schlussfolgerungen. Sie auch nicht.

    MfG

  13. Hallo Herr Burkhardt Brinkmann,

    Sie schreiben an Herr Dr. Marc Meyer Zitat:
    „Wie schaffen Sie es eigentlich, ständig falsche bzw. nicht einschlägige Vergleiche zu konstruieren?“
    Zitat Ende.

    Ich vermute Herr Dr. Meyer versucht mit buchhalterischen Gegenargumenten zu erklären wie der Devisenmarkt funktioniert. Seine Zeit wäre besser verwendet, wenn er sie nutzen würde, ein Gespräch mit einem Devisenhändler zu führen, der ihm erklärt, wie der Devisenmarkt tatsächlich funktioniert und welche Auswirkungen das auf die Giroguthaben bei der SNB hat.

    Hallo Herr Dr. Marc Meyer — schon wieder wollen Sie Angriffe gegen Ihre Person gesehen haben? Ich habe Sie weder als Person, noch als Wissenschaftler angegriffen, sondern einen Verhaltensmuster hervorgehoben, dass Sie in Ihrem letzten Beitrag zum wiederholten Male unter Beweis stellen. Ich halte mich auf das was Prof. Th. Jordan erklärt hat, und das tut er m.E. hieb,- und stichfest.

    Die SNB hat interveniert, um die AUFWERTUNG des CHF zu verhindern. Dazu nahm sie, buchhalterisch, Kredite in CHF auf und kaufte Devisen, um den CHF künstlich niedriger zu halten. Diese CHF kann die SNB selbst schöpfen, sodass sie nicht zahlungsunfähig werden kann. Sollte diese Interventionspolitik schiefgehen, dann hat die SNB Buchverluste und ein negatives buchmäßiges Eigenkapital. Sie bleibt jedoch voll handlungsfähig.

    Das größte Risiko für die SNB ist, dass die Investoren nie aus dem CHF aussteigen wollen. Dass sie nie ihre Giroguthaben reduzieren und gegen EUR eintauschen wollen. Dann würde die SNB auf ihren Buchverlusten und auf ihrem negativen buchhalterischen Eigenkapital sitzen bleiben (und die Investoren blieben auf ihren CHF Giroguthaben sitzen). Der diesbezügliche Test wird kommen, wenn es – irgendwann einmal – wieder zu einem Zinsdifferential zwischen dem CHF und dem EUR kommt; d. h. wenn CHF Zinsen beispielsweise bei null bleiben, EUR Zinsen jedoch auf 2-3% steigen. Wenn dann Investoren trotz eines jährlichen Zinsverlustes von 2-3% im CHF bleiben, dann wird die SNB einsehen müssen, dass ihre Interventionspolitik nichts gebracht hat und dass sie auf lange Zeit auf ihren Buchverlusten sitzen bleiben wird.

    Ich hoffe, dass ich überzeugend darstellen konnte, dass der SNB und der Schweiz nichts Besseres passieren könnte als dass der Markt seine CHF Giroguhaben reduziert und in EUR zurückwechselt. Der Wert des CHF würde wieder auf ein realistischeres Niveau sinken und auch die Bilanzsumme der SNB würde von einem Wahnsinnsniveau wieder auf ein vernünftiges Niveau sinken.

    Nochmals zum Vortrag von Prof. Th. Jordan:

    Die SNB kann auch ihr Eigenkapital erhöhen und das beschreibt Prof. Th. Jordan wie folgt:

    Zitat:
    „Zum Wiederaufbau von Eigenkapital braucht es – nicht anders als bei privaten Unternehmen – Gewinne. Denn mit Gelddrucken kann Eigenkapital, wie gesagt, nicht nachhaltig aufgestockt werden. Die Geldschöpfung erlaubt lediglich, den Zahlungsverpflichtungen vollständig nachzukommen“.
    Zitat Ende

    Das Wort „tilgen“ kommt in Jordans Vortrag nicht vor. Er spricht nur davon, dass die SNB mit Zentralbankgeld ihren Verpflichtungen in eigener Währung jederzeit nachkommen kann. Verbindlichkeiten nachkommen heisst, die Verbindlichken auflösen.

    Sie grüssend

    • @AHV Rentner

      Ah

      Jetzt kommen Sie wieder mit Ihrer alten Masche und versuchen, Allianzen zu schmieden, um sich dann gegenseitig auf die Schultern zu klopfen.

      Ich habe Ihnen schon eimal gesagt, dass es Ihnen und Ihrer Altersriege nichts nützt, wenn Sie sich mit ihren Irrlehren gegenseirig hochschaukeln und im Kreis drehen.

      Sie spielen sich hier auf als verstünden Sie was von Geldtheorie.

      Dabei wissen Sie nicht einmal, was Liquidität ist.

      Wenn Jordan behauptet, die SNB könne Liquidität aus dem Nichts erschaffen, so dass die SNB nie illiquide werde, so betrachtet er Notenbankgeld als Vermögen der SNB.

      Es entstünde bei einer Geldemission Eigenkapital der SNB. Das ist der Grundlagdirrtum von Jordan.

      Stehen Sie und Jordan endlich dazu.

      Viel Erfolg beim Schmieden von Allianzen.

      MfG

  14. @Arbeitgeber KMU AHV Rentner

    Sie greifen mich immer wieder als Person an.

    Als Anonymer ist das ein „No go“.

    Zudem habe ich Herrn Jordan nie als Person beleidigt, sondern seine fachlichen Irrlehren hier offengelegt.

    Ich hingegen wurde hier persönlich von anonymen SNB Fürsprechern persönlich vielmals unter der Gürtellinie attackiert.

    Sie wissen das ganz genau. Sie haben ja die Pseudonyme Urs Abderhalden usw. noch unterstützt und durchblicken lassen, dass diese von der SNB stammen.

    Sie wlssen also mehr. Nicht von ungefähr verheimlichen Sie hier Ihren Namen.

    Was verstecken Sie?

    Es ist ein Armutszeugnis sondergleichen, dass SNB Chef Jordan seine Irrlehre hier anonym vertreten lässt.

    Und nun zum fachlichen:

    Hat Jordan gesagt, die SNB könne Geld drucken aus dem Nichts und damit ihre Schulden bezahlen oder hat er es nicht gesagt?

    .Sie und Jordan sollten endlich einmal dazu stehen.

    Die Behauptung von Jordan bedeutete, dass durch Geldschöpfung das Eigenkapital steigen der SNB steigen würde.

    Dss ist das kleine Einmaleins der Buchhaltung.

    Jordan soll endlich einmal in einen Buchhaltungskurs und Sie gleich mit.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

  15. Hallo Herr Dr. Marc Meyer,

    ich habe die „Basler Rede“ mehrmals konzentriert gelesen, ich habe den Ausführungen bei der GV gelauscht, ich habe andere Veröffentlichungen von der SNB gelesen. Nirgendwo konnte ich erkennen, dass irgendjemand irgendjemanden irreführt oder EK mit FK verwechselt.

    Sie schreiben Zitat:

    „Jordan trägt seine irrige Theorie nett vor – er bleibt aber unglaubwürdig. Was ist wichtiger?“

    Zitat Ende.

    Was soll man dazu noch sagen? Da mag man schon innehalten und überlegen, wie denn das gehen soll: Der Leser soll Ihrem Beitrag etwas entnehmen, was die Rede von Prof. Th. Jordan gar nicht in sich birgt? Soll er etwas hinzutun, sich an das freie Interpretieren machen oder den Beitrag idealistisch her so deuten, dass der zu Ihrer ganz persönlichen „Darstellung der Basler Rede von Prof. Th. Jordan“ passt, also ihm das entnehmen, was dem vorausgesetzten Standpunkt Ihres Beitrages entgegenkommt?

    Wer ist hier glaubwürdiger? Sie oder Prof. Th. Jordan?

    Es fällt auf Herr Dr. Marc Meyer das immer wenn Sie fachlich nicht mehr weiter wissen, unterstellen Sie Mit-Kommentatoren, diese würden ausfällig oder Reden an der Sache vorbei. Das ist ein immer wiederkehrendes Verhaltensmuster.

    Damit leisten Sie weder der Sache, noch sich selbst einen Dienst.

    Sie grüssend

    • @Arbeitgeber KMU AHV Rentner

      Sie wollen Sie die Rede von Herrn Jordan verstehen, wenn dieser selber nicht versteht, wovon er spricht?

      Jordan verwechselt Vermögen und Schulden der SNB, Aktiven und Passiven der SNB, Forderungen und Verbindlichkeiten der SNB und ind und.

      Dass Sie Möchtegern Oekonom das nicht verstehen, liegt auf der Hand.

      Und legen Sie doch mal Ihre Verbindung offen.

      MfG

  16. @Burkhardt Brinkmann

    Addendum

    Ihr Zitat betrifft die Verwechslung von Forderungen und Verbindlichkeiten der SNB durch SNB Jordan.

    Einmal behauptet Jordan, die SNB könne einfach Geld drucken und ihre Forderungen damit bezahlen und dann behauptet er wieder, die SNB könne Geld drucken und damit ihre Verbindlichkeiten bezahlen.

    Und bevor Die mir vorwerfen, ich würde nicht danken, lesen Sie lieber einmal genau, was ich geschrieben habe und denken selber etwas nach.

    Freudliche Grüsse

    Marc Meyer

  17. Hallo Herr Dr. Marc Meyer,

    Danke für Ihre Antwort.

    Die Rede von Prof. th. Jordan ist stichfest. Das, was Sie an Prof. Th. Jordan kritisieren, ist nicht, was er gesagt hat, sondern was sie in seine Aussagen – weise – und/oder was Sie – fälschlicherweise – behaupten, dass er gesagt habe.

    Wenn ein Anleger über Nacht 10 Mrd.CHF von einer kleineren Kantonalbank abzieht und zur UBS überweist, könnte die Kantonalbank illiquide werden. Wenn ein SNB-Anleger auf der Stelle 100 Mrd.CHF von der SNB abzieht, was macht er dann mit diesen CHF? CHF können letztendlich nur auf einem Schweizer Bankkonto liegen. Die SNB belastet das Konto von Bank A und erkennt das Konto von Bank B. Wir wären wieder bei der doppelten Buchhaltung.

    Ich hatte irgendwie damit gerechnet, dass Sie bei Prof. Th.Jordan Aussage „mit Gelddrucken kann man Eigenkapital nicht nachhaltig aufstocken“ den Spiess umdrehen würde und im Umkehrschluss behaupten würden, dass Prof. Th. Jordan damit eingesteht, dass man Eigenkapital mit Gelddrucken aufstocken kann, wenn gleich nicht nachhaltig. Das Wort „tilgen“ kommt in Jordans Vortrag nicht vor. Er spricht nur davon, dass die SNB mit Zentralbankgeld ihren Verpflichtungen in eigener Währung jederzeit nachkommen kann. Verbindlichkeiten nachkommen heisst, die Verbindlichken auflösen.

    Sie behaupten durch ständiges wiederholen, dass Prof. Th. Jordan in seiner Rede gesagt hätte, dass die SNB via Gelddrucken Eigenkapital aufstocken kann. Was Prof. Jordan gesagt hat – und ich zitiere nochmals – ist:

    „Zum Wiederaufbau von Eigenkapital braucht es – nicht anders als bei privaten Unternehmen – Gewinne. Denn mit Gelddrucken kann Eigenkapital, wie gesagt, nicht nachhaltig aufgestockt werden. Die Geldschöpfung erlaubt lediglich, den Zahlungsverpflichtungen vollständig nachzukommen“.

    Dass Gläubiger der SNB im Falle eines negativen Eigenkapitals ihre Kredite an die SNB abschreiben müssten, ist vollkommen abseits der Realität und widerspricht historischen Erfahrungswerten. Wie Prof. Th. Jordan vollkommen zu Recht ausführt, hatte die SNB in den 1970er Jahren mehrmals ein negatives Eigenkapital und keine Bank musste ihre SNB-Kredite abschreiben.

    Für Ihre Leserinnen und Leser hänge ich den Link zu Prof. Jordan’s Rede an. Sie ist eine der besten Darstellungen, wie eine Notenbank funktioniert, die ich gelesen habe. Absolut nachvollziehbar- und stichfest!

    Sie grüssend

    https://www.snb.ch/de/mmr/speeches/id/ref_20110928_tjn/source/ref_20110928_tjn.de.pdf

    • @Arbeitgeber KMU , AHV Rentner

      Danke

      Nochmals:

      Jordan und Weidmann (SNB und BUBA Chefs) behaupten, durch die Emission von Notenbankgeld könnten die Zentralbanken ihre Schulden abbauen. (aus dem Nichts)

      Wäre das korrekt, so würde eine Emission von Notenbankgeld Eigenkapital der Zentralbank generieren.

      Das ist ein Grundlagenirrtum.

      Durch Emission von Notenbankgeld werden die Schulden der Zentralbank nicht abgebaut, sondern aufgebaut.

      Bitte beachten Sie auch die Daumen hoch für Thoms Ernst, wo 160 Leser den Irrtum von Weidmann und Jordan ebenfalls begehen.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Hallo Herr Dr. Marc Meyer,

      Besten Dank.

      Nein Herr Dr. Meyer die Rede von Prof. Th. Jordan ist hieb, – und stichfest. Sie reissen Fragmente aus ihren Zusammenhängen heraus, um damit ein vermeintlich valides Argument zusammenzubasteln der aus der Rede von Prof. Th. Jordan etwas umdeutet was so nicht gesagt wurde.

      Sie schreiben Zitat:

      „Bitte beachten Sie auch die Daumen hoch für Thoms Ernst, wo 160 Leser den Irrtum von Weidmann und Jordan ebenfalls begehen.“

      Zitat Ende.

      Das ist kein Kriterium, um an wissenschaftlicher Erkenntnisfortschritt zu gelangen, letztlich zur Wahrheitsfindung beizutragen. Ich habe absichtlich die Rede von Prof. Th. Jordan hineinkopiert, damit sich Ihre Leserinnen und Leser selbst einen Bild machen können.

      Sie grüssend

    • @Arbeitgeber KMU AHV Rentner

      Herr Jordan soll doch endlich zu seinem Grundlagenirrtum stehen:

      Er behauptet, die Zentralbank könne Geld drucken und so ihre Schulden aus dem Nichts begleichen. Das würde bedeuten, dass bei einer Geldemission durch die SNB Eigenkapital der SNB entstünde.

      Thomas Ernst behauptet auch, die SNB könne durch Beschluss ihr Eigenkapital aufstocken.

      160 Leserinnen und Leser geben ihm Recht. Auch sie meinen, die SNB könne Eigenkapital aus dem Nichts schaffen.

      Haben diese alle Jordan falsch verstanden?

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Hallo Herr Dr. Marc Meyer,

      Sie schreiben Zitat:
      „Herr Jordan soll doch endlich zu seinem Grundlagenirrtum stehen:
      Er behauptet, die Zentralbank könne Geld drucken und so ihre Schulden aus dem Nichts begleichen. Das würde bedeuten, dass bei einer Geldemission durch die SNB Eigenkapital der SNB entstünde.“
      Zitat Ende.

      Nein Herr Dr. Marc Meyer es trifft nicht zu, was Sie glauben Herr Prof. Th. Jordan habe behauptet, dass man mit Gelddrucken Eigenkapital nahezu auf der Stelle schaffen kann. Das hat er natürlich nicht gesagt. Ja, die SNB kann CHF aus dem Nichts schaffen; die doppelte Buchhaltung belegt es. Der Gegenposten auf der Aktivseite heisst nicht „Geld aus dem Nichts“, sondern es sind erhöhte financial assets (Wertpapiere, Kredite an Banken, Devisenreserven, etc.).

      Die SNB schafft Liquidität nicht für sich selbst; sie schafft sie für die Banken. Und sie macht das via Erhöhung/Reduzierung ihrer Bilanzsumme. Eine Erhöhung der Bilanzsumme bedeutet per definitionem eine Erhöhung der Aktiva + der Passiva. Auch das ist doppelte Buchhaltung. Sie verwenden den Ausdruck „Schulden“; und wollen ultimativ nicht erkennen, dass Notenbankschulden Liquidität/Vermögenswerte im Markt sind.

      Die SNB kann auch ihr Eigenkapital erhöhen und das beschreibt Prof. Th. Jordan wie folgt:

      Zitat:
      „Zum Wiederaufbau von Eigenkapital braucht es – nicht anders als bei privaten Unternehmen – Gewinne. Denn mit Gelddrucken kann Eigenkapital, wie gesagt, nicht nachhaltig aufgestockt werden. Die Geldschöpfung erlaubt lediglich, den Zahlungsverpflichtungen vollständig nachzukommen“.
      Zitat Ende

      Das Wort „tilgen“ kommt in Jordans Vortrag nicht vor. Er spricht nur davon, dass die SNB mit Zentralbankgeld ihren Verpflichtungen in eigener Währung jederzeit nachkommen kann. Verbindlichkeiten nachkommen heisst, die Verbindlichken auflösen.

      Sie grüssend

    • @AHV Rentner

      Hören Sie doch auf:

      Liquidität ist Vermögen. Und wenn Jordan behauptet, die SNB könne Liquidität aus dem Nichts schaffen und könne deshalb nie illiquide werden, so bezieht sich das auf die Liquidität der SNB.

      Und könnte die SNB Vermögen aus dem Nichts schaffen, so bedeutete dies, die SNB könnte Eigenkapital aus dem Nichts schaffen.

      Hören Sie endlich auf damit, die Irrlehren von Jordan hier zu verdrehen.

      Jordan soll endlich dazu stehen.

      MfG

    • @Arbeitgeber KMU, AHV Rentner

      In bezug auf negatives EK in den 70ern steht auf Seite 9, Fussnote 10:
      „In beiden Fällen verfügte die SNB damals über negatives Eigenkapital, das jedoch nicht ausgewiesen wurde; 1971 aufgrund einer Garantie des Bundes – die als Schuldverpflichtung des Bundes in der Bilanz der SNB aktiviert wurde, aber nie in Anspruch genommen werden musste – und 1978 aufgrund der Aktivierung von stillen Reserven. Im Unterschied zu den 1970er Jahren würde die SNB heutzutage negatives Eigenkapital offen und transparent ausweisen.“

      So ganz ohne Konsequenzen war negatives EK der SNB m.E. dann doch nicht (Bundesgarantie, Aktivierung stille Reserven).

      Freundliche Grüsse Rico Meier

    • @Rico Meier

      Sehr geehrter Herr Meier

      Einmal mehr möchte ich Ihnen sehr für Ihre wohlüberlegten und menschlich korrekten Antworten danken.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  18. @Burkhardt Brinkmann

    Danke für Ihren Beitrag

    Wenn die SNB einer Bank einen Betrag gutschreibt, so entsteht dadurch eine Schuld der SNB gegenüber der Bank.

    Eine Gutschrift der Zentralbank gegenüber einer Bank ist nicht schuldtilgend, wie BUBA-Chef Jens Weidmann und SNB Chef Thomas Jordan behaupten.

    Notenbankgeld gehört zur Geldmenge M1. D.h. das Geld ist sofort verrügbar d.h. die Banken können damit jederzeit Zahlungen tätigen.

    Notenbankgeld Ist nicht Geld für die SNB, sondern Geld für die Banken. Vergleich: Ein Giroguthaben, das Sie bei ser UBS haben, ist nicht Geld für die UBS, sondern Geld für Sie.

    Die UBS kann mit Ihrem Geld, Herr Brinkmann, nicht die eigenen Schulden bezahlen. Genauso kann eine Zentralbank mit Notenbankgeld nicht die eigenen Schulden bezahlen, wie das Jens Weidmann und Thomas Jordan behaupten.

    Solche Ammenmärchen glauben nur Volkswirtschaftliche Gesellschaften (im Fall Jordan / Schweiz) und kleine Schulmädchen im Fall Weidmann / Deutschland).

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

    • „Notenbankgeld Ist nicht Geld für die SNB, sondern Geld für die Banken. Vergleich: Ein Giroguthaben, das Sie bei der UBS haben, ist nicht Geld für die UBS, sondern Geld für Sie.“
      Also dann, Hr. Dr. Meyer, erklären sie uns doch einfach mal, womit die SNB Ihrer Meinung nach bezahlt, wenn Sie bei der UBS 1 Mrd. Euronen einkauft.

      „Vergleich: Ein Giroguthaben, das Sie bei der UBS haben, ist nicht Geld für die UBS, sondern Geld für Sie.“
      Wie schaffen Sie es eigentlich, ständig falsche bzw. nicht einschlägige Vergleiche zu konstruieren?
      Sie gehen erneut von einem Ergebnis aus, obwohl die entscheiden Fragestellung ist, wie es zu diesem Ergebnis kam. Hier ist die relevante Fragestellung, woher das Guthaben auf meinem UBS-Konto stammt.
      Das könnte z. B. daher rühren, dass ich Angestellter der UBS bin, oder der UBS Dienste geleistet habe (Werbeagentur, freier Computer-Fachmann …..) oder, als Bauunternehmer, einen neuen Firmensitz gebaut.
      Dann bekomme ich eine Gutschrift auf dem Konto.
      Das DANN natürlich mein Geld ist – und nicht mehr das Geld der UBS.
      Dieses Geld ist Bankengeld; erst wenn ich es bar abhebe, muss mir die UBS Bargeld liefern.
      Überweise ich es an eine andere Bank, muss die UBS VIELLEICHT Bargeld liefern: Das hängt davon ab, ob es gegenläufige Transaktionen gibt, die saldiert werden können, oder ob die andere Bank der UBS einen Kredit einräumt.

      Und genauso verhält es sich mit der SNB. Nur dass die kein Problem hat, sich Basisgeld zu beschaffen.
      Die kann sich das einfach selber „drucken“.

    • @Burkhardt Brinkmann

      Danke

      Mich erstaunt, dass Sie es immer wieder schaffen, mit Ihrem Kopf gegen die Wand zu stossen:

      Die SNB kann mit der Emission von Notenbank gar keine eigenen Schulden bezahlen.

      Nochmals: Eine Schuld kann nur vermindert werden, wenn der Schuldner dafür ein Aktivum hergibt – nicht ein Passivum, wie Sie immer wieder versuchen zu konstruiereään.

      Nehmen Sie einmal Papier und Bleistift und stellen Sie eine Bilanz auf.

      Dann werden Sie mir Recht geben müssen.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Lieber Herr Dr. Meyer,
      anstatt über „Bündnisse“ zu phantasieren (Arbeitgeber/AHV-Rentner) sollten Sie lieber meine Fragestellung beantworten:

      „„Notenbankgeld Ist nicht Geld für die SNB, sondern Geld für die Banken. Vergleich: Ein Giroguthaben, das Sie bei der UBS haben, ist nicht Geld für die UBS, sondern Geld für Sie.“
      Also dann, Hr. Dr. Meyer, erklären sie uns doch einfach mal, womit die SNB Ihrer Meinung nach bezahlt, wenn Sie bei der UBS 1 Mrd. Euronen einkauft.“

      Nach Ihrer Logik könnte die SNB überhaupt nicht einkaufen bzw. ihre Schulden bezahlen. Und schon gar nicht Geld an den Staat überweisen.

      Außerdem sollten Sie sich endlich sachkundig machen, woher eine Geschäftsbank die Devisen bekommt, wenn sie Auslandszahlungen tätigen will. D. h. wie der technische Ablauf, den Sie hier stets nur nach Ihren Vorstellungen darstellen, in der REALITÄT funktioniert.

  19. Zum Kommentar Dr. Meyer vom 19.04.2018 (https://insideparadeplatz.ch/2018/02/14/snb-jordan-verkuendet-kommunistisches-und-laedt-zum-gratis-buffet/#comment-204497)

    „SNB Chef Jordan behauptet aber, die SNB könne mit Notenbankgeld die Schulden der SNB bezahlen, d. h. die SNB könne mit den Guthaben der Banken bei der SNB die SNB Schulden bezahlen.“

    Lieber Herr Dr. Meyer,
    wohlwollend gesagt, denken sie statisch statt dynamisch (in zeitlichen Abläufen).
    Weniger wohl wollend gesagt, denken Sie gar nicht.

    In der o. a. Schein-Kausalität setzen Sie fälschlich jegliches Notenbankgeld gleich mit dem von der ZB IN DER VERGANGENHEIT emittierten Geld.
    Die ZB emittiert aber jetzt und zukünftig weiteres Geld. (Manchmal schrumpft sie auch die Geldmenge, aber das muss hier nicht interessieren.)
    Wenn die SNB mit Geld einkaufen geht, dann ist das logischer Weise NICHT dasselbe Geld wie das, was bis jetzt auf den Konten der Geschäftsbanken lag.
    Sondern NEUES Geld, das erst durch den Kauf auf die Konten der Geschäftsbanken kommt.

    Wenn also die SNB der UBS z. B. 1 Mrd. Euronen abkauft, dann schreibt sie (wenn wir zur Vereinfachung mal den Kurs 1 : 1 fingieren) auf dem UBS-Konto 1 Mrd. sfrs gut.

    Und wenn die SNB sich einen neuen Hauptsitz baut, dann schreibt sie den Banken, bei denen die Bauunternehmen ihr Konto haben, NEUE sfrs auf deren Konten gut.
    Da ist als nix mit Bezahlen aus Guthaben der Geschäftsbanken.

    ANSCHLIESSEND haben die Geschäftsbanken rein bilanziell gesehen eine Forderung gegen die Zentralbank, bzw. die Zentralbank hat, ebenfalls nur bilanziell betrachtet, entsprechende Schulden gegenüber den Geschäftsbanken.
    Weil aber die ZB nicht verpflichtet ist, den Geschäftsbanken irgendetwas anderes zu liefern als ggf. Bargeld (das sie selber drucken kann), ist das Jacke wie Hose. REALE WIRKUNGEN hat die „Verschuldung“ der ZB bei den Banken nicht.
    (Insbesondere ist, um darauf noch einmal zurück zu kommen, die ZB nicht verpflichtet, den Banken z. B. Devisen zu verkaufen.)

    Und zu ihrem Folgekommentar
    „In Ihrem Beispiel würde die SNB im Soll Konto ‚Lohnaufwand‘ verbuchen.
    Das geht nur bei geringen Beträgen
    Geldemission mit einer Gegenbuchung als Aufwand wäre inflationstreibend, da das Geld nicht gedeckt wäre ausser bei entsprechenden Gewinnen.“

    Sie lenken ab; das war nicht der Punkt. Vielmehr ging es darum, ob Notenbankgeld ein Zahlungsmittel der SNB sein kann oder nicht.
    Insoweit hatte ich gezeigt, dass die SNB ihre Lohnschuld bei ihren Angestellten selbstverständlich mit ihrem eigenen Geld begleichen kann.

    Wenn man allerdings Ihr Argument isoliert betrachtet, haben Sie vom Grundsatz her Recht: Die Aufwendungen einer Zentralbank sollten aus Gewinnen finanziert werden. In aller Regel dürfte das auch der Fall sein.
    Werden sie unter Inkaufnahme von Verlusten finanziert, entsteht „Willkürgeld“. Aber davon muss (natürlich von der Größe der jeweiligen Volkswirtschaft abhängig) schon sehr viel in den Markt gepumpt werden, bis das zu Inflation führt.
    Auch die Münzen, die der Staat prägt, sind Willkürgeld: Die werden nicht im Kreditwege in Umlauf gebracht, sondern der Staat geht einfach Einkaufen mit den Erträgen.
    Aber das wirkt nicht inflationär, weil die Menge im Verhältnis zur gesamten Geldmenge recht klein ist.

  20. Nachtrag XIV

    Sprachliche Missverständnisse:

    „Gutschreiben“ versus „belasten“:

    Da das Thema wichtig ist für die Volkswirtschaftslehre möchte ich hier noch auf zwei sprachliche Irrtümer der Zentralnankpräsidenten aufmerksam machen:

    Es geht um die Bedeutung der Ausdrücke „gutschreiben“ und „belasten“.

    Wenn Sie an den Bankschalter gehen und dort eine Goldmünze verkaufen, so werden Ihnen sagen wir 200 CHF gutgeschrieben auf ihrem Konto.

    Mit dieser Gutschrift entsteht eine Schuld der Bank Ihnen gegenüber.

    Sie haben jetzt ein Guthaben bei der Bank und die Bank eine Schuld bei Ihnen.

    Diese Schuld bzw. Guthaben sind in Franken.

    Wollen Sie nun eine Rechnung z.B
    eines Hotels im Ausland in Euro bezahlen, so können Sie die Bank anweisen, diese Zahlung zu tätigen.

    Die Bank belastet jetzt ihr Frankenguthaben entsprechend dem Wechselkurs. Dadurch wird die Schuld der Bank Ihnen gegenüber abgebaut und Ihr Guthaben in Franken wird reduziert.

    Genauso bei der Notenbank.

    Kauft die SNB Devisen von den Banken und schreibt den Banken den Betrag auf dem Girokonto gut, so entsteht dadurch eine Schuld der SNB gegenüber den Banken.

    Die Schuld der SNB gegenüber den Banken ist erst getilgt, wenn die SNB das Girokonto der Bank belastet, weil sie im Auftrag der Banken beispielsweise Euros an einen Empfänger gemäss Anweisung der Bank überwiesen hat.

    Die Behauptung der Zentralbankpräsidenten, wonach die Gutschrift schuldtilgend sei bzw. wonach Notenbankgeld Zahlungsmittel für die Zentralbank sei, ist damit ein unf für allemal widerlegt.

    Ebenso widerlegt ist deren Behauptung, Notenbankgeld sei nur gegen Notenbankgeld eintauschbar.

    Marc Meyer

  21. @Leserinnen und Leser

    Der Kommentaror „Thomas Ernst“ hat von den Leserinnen und Lesern am meisten „thumbs up“ erhalten.

    Thomas Ernst behauptet wie Thomas Jordan im Ernst, die SNB könne per Beschluss Eigenkapital bilden, da sie echte Schweizerfranken herstellen könne.

    So ein unglaublicher Unfug!

    Schuld an diesen Irrlehren sind die Zentralbanker wie Thomas Jordan, welche links und rechts der Zentralbankbilanz verwechseln.

    Einfach nur lächerlich, was diese Zentralbanker für Unsinn verbreiten – und das Volk glaubt’s.

    Marc Meyer

  22. Nachtrag XIII

    Sprachunterricht für SNB-Chef Jordan

    Diverse Male behauptete SNB-Chef Jordan, die SNB könne „Geld drucken“ und damit „Liquidität schöpfen“, womit die SNB ihre Schulden abbauen kann.

    In drei verschiedenen Vorträgen formulierte er diesen Sachverhalt jedes Mal anders, meinte aber immer dasselbe:

    Beispiel eins:

    In seinem Vortrag vor der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft Basel behauptete Jordan wörtlich:

    „Zweitens hat die SNB zudem von Gesetzes wegen das Recht, ausstehende Forderungen mit der Schöpfung von Franken sozusagen „aus dem Nichts“ zu begleichen. Man spricht in diesem Zusammenhang auch davon, dass eine Zentralbank „Geld drucken“ kann. Dank dieser autonomen Geldschöpfungsmöglichkeit, dem Notenmonopol, gerät die SNB nie in Liquiditätsengpässe.“ S.6

    Gemäss „Woxikon“, Thesaurus, Duden bedeutet das Wort „begleichen“ = „tilgen“, „bezahlen“.

    Eine Forderung bedeutet eine Zahlung, die an mich fällig ist.

    Jordan verwechselt also sogar auch noch die Begriffe „Verbindlichkeit“ und „Forderung“ miteinander. Jordan behauptet doch tatsächlich, die SNB können mit „Geld drucken“ die Forderungen bzw. die Guthaben der SNB bezahlen. Er meint also, dass die SNB den Kunden der SNB das Geld bezahlt, das diese der SNB schulden. Da kann man nur noch den Kopf schütteln.

    Und die ganze Wirtschaftselite der Schweiz hört und liest diesen Vortrag und nickt artig mit dem Kopf.

    Beispiel zwei:

    In seinem Vortrag vor der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft Bern behauptete Jordan wörtlich:

    „Der Franken ist gesetzliches Zahlungsmittel. Weil die SNB dank des Notenmonopols unbeschränkt Franken schaffen kann, vermag sie ihre Verbindlichkeiten jederzeit vollumfänglich zu bedienen.“ (S.8)

    „Verbindlichkeiten bedienen“ bedeutet gemäss open Thesaurus: „Schulden abbauen“, „Schulden zurückzahlen“, „Schulden tilgen“

    Jordan behauptet also auf gut Deutsch, dass die SNB ihre Schulden abbauen bzw., tilgen kann mit selbst geschöpftem, bzw. selber gedrucktem Geld.

    Beispiel drei:

    In seinem Vortrag vor der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft Zürich behauptete Jordan wörtlich:

    „Dies bedeutet, dass die Zentralbanken tatsächlich in der Lage sind, einfach ‚Geld zu drucken‘, wie es im volkstümlichen Sprachgebrauch heisst. Sie können ihren Verpflichtungen in eigener Währung damit immer und überall nachkommen.“

    „den Verpflichtungen nachkommen“ bedeutet: Synonym für „Verpflichtung“ = „Schuld“. Synonym für „nachkommen“ = „bezahlen“

    Man kann es also drehen und wenden wie man will: Jordan behauptet immer wieder, die SNB könne ausstehende Schulden abbauen bzw. tilgen, indem sie „Geld aus dem Nichts druckt“ bzw. indem sie „Liquidität schöpft“ und damit ihre eigenen Schulden bezahlt.

    Er betrachtet somit Notenbankgeld als „Liquidität“ der SNB bzw. als Vermögen der SNB, das diese „aus dem Nichts“ erschafft.

    Sein erster Kapitalfehler liegt also darin, dass er Notenbankgeld fälschlicherweise als Vermögen bzw. als Aktivum der SNB bezeichnet, anstatt als Schuld bzw. Passivum der SNB. Hätte er Recht, so würde bei der „Geldschöpfung“ Eigenkapital der SNB entstehen. ES entsteht im Gegenteil aber Fremdkapital der SNB.

    Unser Notenbankchef verwechselt also Fremd und Eigenkapital der SNB miteinander.

    Sein zweiter Kapitalfehler liegt darin, dass er meint, die SNB könne mit selbst gedrucktem Geld „aus dem Nichts“ die Schulden der SNB abbauen bzw. bezahlen oder tilgen.

    Auch das ist falsch: Könnte die SNB tatsächlich ihre Schulden „aus dem Nichts tilgen“, so bedeutete dies eine Verminderung des Fremdkapitals der SNB zugunsten des Eigenkapitals der SNB.

    Man kann es drehen und wenden wie man will: SNB-Chef Jordan verwechselt Fremdkapital und Eigenkapital der SNB bzw. er verwechselt Vermögen und Schulden der SNB bzw. er verwechselt links und rechts der Bilanz der SNB.

    SNB-Chef Jordan soll doch endlich zu seinem Kapitalfehler stehen. Die Konklusion daraus ist, dass die SNB bei negativem Eigenkapital der SNB, dieses nicht aufstocken kann durch Geld drucken, wie Jordan meint.

    Im Falle von negativem Eigenkapital der SNB muss diese ihre Bilanz deponieren, ansonsten die kreditgebenden Banken anastelle der SNB Konkurs gehen.

    Marc Meyer

  23. @Arbeitgeber KMU, AHV-Rentner

    Danke für Ihren Beitrag

    Hier nochmals, was SNB-Jordan gesagt hat:

    „Müsste die SNB im Fall von negativem Eigenkapital rekapitalisiert werden oder gar ihre Bilanz deponieren? … die kurze Antwort auf alle diese Fragen nein lautet, … Zum einen können Zentralbanken nämlich nicht illiquid werden.“ (S. 1)

    „Die Zentralbank kann sämtlichen Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen, weil sie die benötigte Liquidität selber schaffen kann.“ S.5

    „Zweitens hat die SNB zudem von Gesetzes wegen das Recht, ausstehende Forderungen mit der Schöpfung von Franken sozusagen „aus dem Nichts“ zu begleichen. Man spricht in diesem Zusammenhang auch davon, dass eine Zentralbank „Geld drucken“ kann. Dank dieser autonomen Geldschöpfungsmöglichkeit, dem Notenmonopol, gerät die SNB nie in Liquiditätsengpässe.“ S.6

    Jordan behauptet also, die SNB könne Geld drucken und damit die Schulden der SNB bezahlen.

    Jordan verwechselt damit ganz klar Aktiven und Passiven der SNB bzw. Vermögen und Schulden der SNB.

    SNB-Chef Jordan soll doch endlich einmal zu seinem Kapitalfehler stehen. Es ist ja nicht so schlimm, wenn ein Notenbankpräsident rechts und links seiner Bilanz verwechselt.

    Das passiert den anderen Notenbankpräsidenten auch (u.a. Axel Weber, heute Chef UBS oder Jens Weidmann, Chef Deutsche Bundesbank und wahrscheinlich zukünftiger Chef EZB ).

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

    • Hallo Herr Dr. Marc Meyer,

      Prof. Th. Jordan SAGT NICHT, dass die SNB mit Geldschöpfung CHF-Zahlungsverpflichtungen „abbauen“ kann. Stattdessen sagt er, dass die SNB dadurch ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann. Den Unterschied zwischen diesen beiden Aussagen brauche ich wohl nicht zu erklären.

      Wollte oder müsste die SNB ihre Schulden/Verbindlichkeiten abbauen, dann müsste sie die Bilanzsumme reduzieren, d. h. Aktiva verwerten. Dann würde sie dem Markt CHF-Liquidität entziehen.

      Herr Dr. Meyer was sind Schulden der SNB? Sie sind nichts Anderes als Aktiva jener Banken, die die Forderungen an die SNB haben. Sie haben einmal behauptet, dass die Schweizer Wirtschaft die Devisenkäufe der SNB finanziert. Wenn die SNB Devisen kauft, dann bezahlt sie dafür mit gedruckten CHF; d. h. sie bringt CHF-Liquidität in den Markt (sie erhöht ihre Bilanzsumme). SIE ZIEHT KEINE LIQUIDITÄT AUS DEM MARKT AB! (Letzteres passiert dann, wenn die SNB ihre Bilanzsumme reduziert.)

      Sie grüssend

    • @Arbeitgeber KMU

      Danke

      Jorden sagt:

      Die SNB könne ihren Verpflichtungen jederzeit immer und überall nachkommen.“

      und

      „Die SNB kann ihren Verpflichtungen jeserzeit nachkommen“

      und

      „ausstehende Forderungen aus dem Nichts begleichen.“

      Alle diese Aussagen bedeuten, dass die SNB ihre Passivseite durch Geld drucken reduzieren könne.

      Hat Jordan gesagt.

      Sorry

      Stehen Sie dazu.

      Fteundliche Grüsse

      Marc Meyer

      Die SNB

  24. Hallo Herr Dr. Marc Meyer,

    Danke für Ihre Antwort.

    Sie schreiben:

    „Anstatt mir hier zu unterstellen, „falsches Zeugnis“ gegenüber Herrn Jordan abzulegen und mir eine „alberne Kommödie“ vorzuwerfen, bitte ich Sie, einfach einmal die Tatsachen zur Kenntnis zu nehmen.“

    Darf ich Sie darauf hinweisen, dass dieses ZITAT aus dem Beitrag von Herr Dr. Renée Menéndez vom 5. März 2018 stammt. Bitte lesen Sie tatsächlich was steht ziehen Sie daraus die korrekte Interpretation.

    Es ist Ihnen überlassen, all das zu glauben, was Sie meinen, dass Prof. Th. Jordan gesagt habe (aber nicht gesagt hat). Dann haben Sie erfolgreich ein Feindbild aufgebaut und gegen dieses Feindbild können Sie kämpfen. Mit Ihrer letzten Antwort haben Sie das bestens bewiesen, weil Sie zum x’ten Mal erklären, was an den Aussagen von Prof. Jordan falsch ist, obwohl er solches Falsche nie gesagt hat. Hauptsache, Sie sind mit diesem Kampf mit sich selbst zufrieden! Faktum ist, dass ich bisher von Ihnen noch keinen Nachweis gesehen habe, dass Sie Jordan’s Rede verstanden haben.

    Schauen Sie sich doch einfach die Erhöhung der Devisenanlagen der SNB seit 2010 an. Vergleichen Sie das mit Girokonten inländischer Banken. Und schon haben Sie die Erklärung, was die SNB gekauft hat und womit sie bezahlt hat. Die SNB macht nicht einfach so der UBS oder CS eine Gutschrift auf deren Girokonto. Sie kauft der UBS/CS…. financial assets oder Devisen ab und bezahlt diese mit der Gutschrift. Bei der UBS geht beispielsweise der Bestand an Wertpapieren runter und die Cash Position rauf. Haben Sie sich denn noch nie mit QE der Fed beschäftigt; wie die Fed da massenhaft USD produziert? Wenn die SNB Devisen kauft, bringt sie neue CHF unter die Leute und nicht umgekehrt…..

    Ihr Wunsch nach besseren Gepflogenheit in diesem Forum in allen Ehren, aber ich habe noch keinen Kommentar zu Ihren Artikeln und zu Ihnen gelesen, der so diskreditierend und abfällig war wie Ihre Kommentare über Prof. Th. Jordan und SNB Bankrat. Da sollte man schon mit gutem Beispiel vorangehen.

    Sie grüssend

  25. @Arbeitgeber KMU, AHV-Rentner

    Danke für Ihren Beitrag

    In seinem Vortrag vor der Statistisch Volkswirtschaftlichen Gesellschaft, Basel, „Braucht die Schweizerische Nationalbank Eigenkapital“, sagte Jordan wörtlich:

    „Müsste die SNB im Fall von negativem Eigenkapital rekapitalisiert werden oder gar ihre Bilanz deponieren? … die kurze Antwort auf alle diese Fragen nein lautet, … Zum einen können Zentralbanken nämlich nicht illiquid werden.“ (S. 1)

    „Die Zentralbank kann sämtlichen Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen, weil sie die benötigte Liquidität selber schaffen kann.“ S.5

    „Zweitens hat die SNB zudem von Gesetzes wegen das Recht, ausstehende Forderungen mit der Schöpfung von Franken sozusagen „aus dem Nichts“ zu begleichen. Man spricht in diesem Zusammenhang auch davon, dass eine Zentralbank „Geld drucken“ kann. Dank dieser autonomen Geldschöpfungsmöglichkeit, dem Notenmonopol, gerät die SNB nie in Liquiditätsengpässe.“ S.6

    Wir halten fest:

    A) Jordan bezeichnet von der SNB „geschöpftes“ Geld als „Liquidität“ der SNB. D.h. er bezeichnet Notenbankgeld als kurzfristig verfügbares Vermögen bzw. als Aktivum der SNB.

    B) Jordan behauptet, die SNB könne mit dem von der SNB geschöpften Geld „ausstehende Forderungen“ „aus dem Nichts“ begleichen bzw. die SNB könne mit der „selbst geschaffenen Liquidität“ den Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen.

    SNB – Chef Jordan soll doch endlich einmal zu dem stehen, was er gesagt hat: Er bezeichnet „Notenbankgeld“ als „Liquidität“ bzw. als Vermögen der SNB, das diese aus dem Nichts „schöpfen könne“. Er verwechselt also Aktiven und Passiven der SNB miteinander.

    Könnte die SNB Vermögen „aus dem Nichts“ links in der Bilanz schaffen, so würde rechts in der Bilanz Eigenkapital entstehen. Das ist das kleine „Einmaleins“ der Buchhaltung.

    Aus seinem Kapitalirrtum schliesst Jordan, die SNB können nicht Konkurs gehen und müsse ihre Bilanz bei negativem Eigenkapital nicht deponieren.

    Doch – die SNB kann Konkurs gehen und muss bei negativem Eigenkapital ihre Bilanz deponieren. Tut sie das nicht, können die kreditgebenden Banken anstelle der SNB Konkurs gehen. Das interessiert momentan niemanden – aber die Märkte können schnell drehen. Dann wird es zu spät sein, die Irrlehren von Jordan als solche zu erkennen.

    Anstatt mir hier zu unterstellen, „falsches Zeugnis“ gegenüber Herrn Jordan abzulegen und mir eine „alberne Kommödie“ vorzuwerfen, bitte ich Sie, einfach einmal die Tatsachen zur Kenntnis zu nehmen.

    Jordan soll es doch seinen kapitalen Irrtum endlich zugeben. Es ist ja nicht so schlimm wenn ein Zentralbankpräsident links und rechts der Zentralbankbilanz verwechselt. Anderen Zentralbankern passiert das ja auch.

    Es wäre schlimmer, wenn er im Strassenverkehr links und rechts ständig verwechselte; dann würde er sein Billet verlieren – dort geht ja schliesslich um Menschenleben.

    Bei den Zentralbanken ist das nicht so schlimm. Da geht es lediglich um einige hundert Milliarden Volksvermögen. Solche Fehler winkt die FINMA allemal noch durch – das kennen wir mittlerweile ja zur Genüge. Jordan kann alles miteinander verwechseln – das ist doch Bern völlig egal. Die verstehen ja selber nicht, was der SNB-Chef ihnen vorgaukelt.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

  26. Hallo Herr Dr. Marc Meyer,

    Sie schreiben:

    „SNB Chef Jordan behauptet aber, die SNB könne mit Notenbankgeld die Schulden der SNB bezahlen, d.h.die SNB könne mit den Guthaben der Banken bei der SNB die SNB Schulden bezahlen.“

    Nein das ist nicht RICHTIG. Sie unterstellen Prof. Th. Jordan Dinge die er so nicht gesagt hat.

    ZITAT ANFANG:
    „Renée Menéndez
    5. März 2018 / 11:58
    Meyer behauptet:
    „Und Herr Jordan hat in seinem Referat in Basel wörtlich behauptet, negatives Ek der SNB liesse sich durch drucken von Geld aufstocken auch wenn nicht nachhaltig“ (S.13)
    https://insideparadeplatz.ch/2018/02/14/snb-jordan-verkuendet-kommunistisches-und-laedt-zum-gratis-buffet/#comment-197588

    und

    „SNB-Chef Jordan behauptet, die SNB könne in diesem Fall einfach Geld drucken und so das negative Eigenkapital der SNB wieder aufstocken.“
    https://insideparadeplatz.ch/2018/02/14/snb-jordan-verkuendet-kommunistisches-und-laedt-zum-gratis-buffet/#comment-197535

    Erstaunlicherweise zitiert Meyer für seine Anwürfe dann eine Passage aus dem Fazit eines Vortrages von Herrn Jordan:

    „Zum Wiederaufbau von Eigenkapital braucht es – nicht anders als bei privaten Unternehmen – Gewinne. Denn mit „Geld drucken“ kann Eigenkapital, wie gesagt, nicht nachhaltig aufgestockt werden. Die Geldschöpfung erlaubt lediglich, den Zahlungsverpflichtungen vollständig nachzukommen.“
    https://www.snb.ch/de/mmr/speeches/id/ref_20110928_tjn/source/ref_20110928_tjn.de.pdf

    Irgendwie hat das, was völlig korrekt von Herrn Jordan als Fazit gezogen wird, mit dem, was Meyer immer glaubt, Herrn Jordan als in seiner Sicht Falschaussage unterstellen zu müssen, nichts zu tun. Man könnte fast sagen, daß Meyer falsches Zeugnis ablegt, was die tatsächlichen Aussagen von Herrn Jordan angeht. Der einzige Schwachpunkt bei der Aussage von Herrn Jordan ist das Wort „nachhaltig“ zu benutzen. Denn das suggeriert, man könne durch Geldschöpfung – nicht nachhaltig – Eigenkapital erzeugen – was natürlich genauso wenig geht wie eine „nachhaltige“ Erzeugung von Eigenkapital. Daß das aber so nicht gemeint war, geht eindeutig aus dem folgenden Satz hervor, denn Geldschöpfung kann „lediglich“ dazu genutzt werden die laufenden Zahlungsverpflichtungen zu bedienen. Dieses „lediglich“ besagt eindeutig, daß es die Zahlungsverpflichtungen sind, die stets bedient werden können und DESHALB es völlig nebensächlich ist, ob der EK-Saldo gerade mal links oder rechts in der Bilanz steht. Und daß die Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen etwas anderes ist, als der Wiederaufbau von Eigenkapital wird durch den Eingangssatz in aller Klarheit dargestellt. Denn die Aussage, daß auch eine Zentralbank für den Aufbau von Eigenkapital Gewinne braucht, kann man nicht mißverstehen – es sei denn, man kann (oder will) nicht lesen.

    Hier haben wir also das Zentralargument von Meyer: das nicht korrekte Füllwort „nachhaltig“ wird als Begründung für eine Falschaussage genommen, obwohl sowohl vorher als auch hinterher eindeutig klar gelegt wird, daß dieses Wort „nachhaltig“ an sich nicht das aussagen kann, was Meyer meint darin sehen zu können. Unter aktiver Ignorierung des völlig korrekten Eingangssatzes und des erläuternden Folgesatzes verdreht Meyer die Aussage in die ihm genehme Interpretationsrichtung und meint tatsächlich, mit einem aus dem Zusammenhang gerissenen Halbsatz, Herrn Jordan eine Falschaussage unterstellen zu können.

    Sehr geehrte Damen und Herren, wenn Sie mich fragen weiß Meyer ganz genau, daß diese Behauptung, die als Letztbegründung ein unrichtiges Füllwort kritisiert, nie und nimmer als Argument taugt. Man muß sich daher eher fragen, was Meyer mit dieser albernen Komödie bezwecken möchte. Ich gehe mal davon aus, daß Meyer nicht beabsichtigt, zu einer kurzweiligen Unterhaltung beizutragen, obwohl der Unterhaltungswert seiner „Klageschriften“ für Ökonomen äußerst beträchtlich ist. Man kann auch nicht davon ausgehen, daß Meyer wirklich meint, daß vorsätzliches Mißverstehen überzeugend für ein fachkundiges Publikum ist. Daß Meyer weiß, daß er auf verlorenem Posten steht – was u.a. daran erkennbar ist, daß er noch nicht mal mehr argumentiert, sondern nur leierkastenmäßig die „copy and paste“ Wiederholungstaste drückt – ist ja nicht zu übersehen.

    Vielleicht sollten sich die drei „sorcerers“ – oder zumindest die beiden anderen – überlegen, ob diese Art von Polemik tatsächlich zielführend ist, um die Politik der SNB nachhaltig – ich betone „nachhaltig“ – kritisieren zu können. Wie schon angedeutet wurde gibt es tatsächlich kritikwürdige Aspekte des gegenwärtigen Finanzsystems – das Herumreiten auf der wohl versehentlichen Verwendung eines einzelnen Wortes im Rahmen eines 13-seitigen Vortrages gehört sicherlich nicht dazu.“
    Zitat Ende.

    Quelle:https://insideparadeplatz.ch/2018/02/14/snb-jordan-verkuendet-kommunistisches-und-laedt-zum-gratis-buffet/

    Sie interpretieren etwas in Jordan’s Reden (Vorträge) hinein, was dort so nicht steht. Prof. Jordan verwechselt nirgendwo Fremdkapital mit Eigenkapital. Stattdessen sagt Jordan, dass die SNB mit aus dem Nichts geschöpften (und de facto kostenlosem) Geld zinstragende Aktiva aufbauen kann und dass auf diese Weise in Zukunft Ertrag, Profit und Eigenkapital für die SNB geschaffen werden – nicht auf der Stelle; nur im Ablauf der Zeit.

    Nicht korrekt ist überdies Ihre Behauptung, dass Jordan gesagt habe, dass man mit Gelddrucken Eigenkapital nahezu auf der Stelle schaffen kann. Das hat er natürlich nicht gesagt. Ja, die SNB kann CHF aus dem Nichts schaffen; die doppelte Buchhaltung belegt es. Der Gegenposten auf der Aktivseite heisst nicht „Geld aus dem Nichts“, sondern es sind erhöhte financial assets (Wertpapiere, Kredite an Banken, Devisenreserven, etc.).

    Die SNB schafft Liquidität nicht für sich selbst; sie schafft sie für die Banken. Und sie macht das via Erhöhung/Reduzierung ihrer Bilanzsumme. Dass die Bilanzsumme der SNB gigantisch ist, gibt natürlich Anlass zum Nachdenken.

    Eine Erhöhung der Bilanzsumme bedeutet per definitionem eine Erhöhung der Aktiva + der Passiva. Auch das ist doppelte Buchhaltung. Sie verwenden den Ausdruck „Schulden“; und wollen ultimativ nicht erkennen, dass Notenbankschulden Liquidität/Vermögenswerte im Markt sind.

    Die SNB kann auch ihr Eigenkapital erhöhen und das beschreibt Prof. Th. Jordan wie folgt:

    Zitat:
    „Zum Wiederaufbau von Eigenkapital braucht es – nicht anders als bei privaten Unternehmen – Gewinne. Denn mit Gelddrucken kann Eigenkapital, wie gesagt, nicht nachhaltig aufgestockt werden. Die Geldschöpfung erlaubt lediglich, den Zahlungsverpflichtungen vollständig nachzukommen“.
    Zitat Ende

    Das Wort „tilgen“ kommt in Jordans Vortrag nicht vor. Er spricht nur davon, dass die SNB mit Zentralbankgeld ihren Verpflichtungen in eigener Währung jederzeit nachkommen kann. Verbindlichkeiten nachkommen heisst, die Verbindlichken auflösen.

    Aufgrund dieses Missverständnisses sind Ihre Darstellung und weiteren Ausführungen nicht richtig.

    Sie grüssend

  27. @Burkhardt Brinkmann

    Sehr geehrter Herr Brinkmann

    Besten Dank für Ihren Kommentar, für den ich sehr froh bin.

    Die zentralen Fragen lauten:

    Erstens:
    Ist Notenbankgeld Zahlungsmittel für die Zentralbank bzw. kann die ZB ihre Schulden mit Zentralbankgeld begleichen.

    Zweitens:
    Ist Notenbankgeld nicht vielmehr Zahlungsmittel für die Banken. Und wie wird eine Zahlung mit Zentralbankgeld abgewickelt?

    Drittens:
    Oder kann Notenbankgeld gar Zahlungsmittel sowohl für die Banken als auch die Zentralbank sein, wie Sie schreiben?

    Meine Antworten auf diese Fragen lauten wie folgt:

    Auf der Aktivseite einer Bilanz (auch der Zentralbankbilanz) wird das Vermögen aufgelistet; auf der Passivseite wird aufgezeigt, wem das Vermögen auf der Aktivseite gehört. Stammt dieses aus Eigenkapital oder aus Fremdkapital? Es gibt nur diese beiden Möglichkeiten (auch bei der ZB).

    Um das Fremdkapital auf der Passivseite zu reduzieren, gibt es keine andere Möglichkeit, als auch die Aktivseite entsprechend zu reduzieren. D.h. es müssen Aktiven verkauft werden, um die Passiven entsprechend abzubauen. Es gibt keine andere Möglichkeit. Ausgeschlossen. Damit ist eigentlich schon alles gesagt: Ein Unternehmen muss Vermögen auf der Aktivseite verkaufen, um die Schulden auf der Passivseite abzubauen. Das gilt auch für die Zentralbank.

    Man muss sich vergegenwärtigen, dass eine Bank immer die Gegenpositionen ihrer Kunden innehat. Wenn Sie ein Guthaben bei der UBS haben, so hat die UBS eine Schuld Ihnen gegenüber. Die Guthaben der Banken bei der SNB stellen aus Sicht der Banken ein Guthaben dar und aus Sicht der SNB eine Schuld gegenüber den Banken.

    Die Giroguthaben der Banken bei der SNB sind also die Schulden der SNB. Daraus folgt, dass diese Schulden nicht abgebaut werden können mit zusätzlichen Giroguthaben.

    Anders gefragt: Wenn Sie, Herr Brinkmann, ein Guthaben auf der UBS besitzen: Kann dann die UBS mit diesem Guthaben die UBS-Schulden begleichen? Nein. Kann sie nicht. Nur sie, Herr Brinkmann, können das. Ihr Guthaben bei der UBS ist ja umgekehrt die Schuld der UBS. Also muss die UBS Ihnen einen Vermögenswert aus den UBS-Aktiven liefern oder an einen Dritten überweisen, um die UBS-Schuld Ihnen, Herr Brinkmann, gegenüber zu begleichen. Die UBS-Bilanz verkürzt sich dadurch.

    Diese Überlegungen auf die Zentralbank angewandt bedeuten: Die Banken können mit ihren Guthaben bei der SNB etwas von der SNB direkt kaufen oder viel wahrscheinlicher: Sie können ihr Guthaben von der SNB an einen Dritten überweisen lassen, von dem sie etwas gekauft haben und dem sie Geld schuldig sind.

    Ich komme zum Schluss: Giroguthaben sind Zahlungsmittel für die Kunden der Banken und nicht für die Banken selber. Bei der SNB sind die Guthaben der Banken Zahlungsmittel für die Banken und nicht für die SNB. Die SNB kann mit den Guthaben der Banken genau so wenig die SNB-Schulden begleichen, wie die UBS mit den Kundenguthaben die UBS-Schulden bezahlen kann.

    Geld kann nicht Zahlungsmittel für den Gläubiger und den Schuldner zugleich sein. Geld ist nur für den Gläubiger Zahlungsmittel, d.h. nur ein Aktivum kann Geld sein. Damit wären wir wieder am Anfang.

    Und nun zu Ihrer Frage, ob die Schuld der SNB gegenüber einem Angestellten beglichen sei, wenn sie diesem den Lohn ausgezahlt hat und dieser mit dem Lohn etwas gekauft hat.

    Diese Frage ist interessant und ich bedanke mich dafür; dennoch ist sie relativ einfach zu beantworten:

    Hier nochmals ein vergleichendes Beispiel für den Einstieg: Angenommen, die UBS bezahlt ihren Angestellten den Lohn durch Gutschrift auf einem UBS-Konto. Das ist der genau gleiche Vorgang, wie wenn die SNB ihren Angestellten den Lohn auf deren Konto bei der SNB gutschreibt.

    Wäre die Schuld der UBS gegenüber ihren Angestellten dadurch getilgt, so hätte die UBS gegenüber ihren Angestellten keine Verpflichtungen mehr. Wirklich? Hat sie keine Verpflichtungen mehr?

    Doch. Die Verpflichtungen der UBS sind durch die Lohnzahlung eigentlich nur schriftlich festgehalten: Mit der Lohnzahlung ist die UBS die Verpflichtung erst eingegangen. Der Angestellte kann jederzeit die UBS beauftragen, eine Rechnung zu bezahlen. Die UBS muss dann eine Zahlung veranlassen, die zu einem Kapitalabfluss führen kann, sofern der Empfänger des Geldes kein Konto bei der UBS hat. Erst jetzt ist die Schuld der UBS, welche sie mit der Lohnzahlung eingegangen ist, abgebaut.

    Genauso bei der SNB: Wenn ein Angestellter der SNB einen Rechnung zu bezahlen hat, so kann er die SNB anweisen, diese Zahlung auszuführen. Dies kann dann zu einer Bilanzverkürzung bei der SNB führen.

    Die Schuld der SNB gegenüber ihren Angestellten ist nicht beglichen mit der Auszahlung des Lohnes, sondern erst mit der Ausführung eines Zahlungsauftrages, der zu einer Reduktion des Guthabens des Angestellten auf seinem SNB-Konto führt.

    Die Lohngutschrift ist nicht der Abbau der Schuld, sondern im Gegenteil das Eingehen einer Schuld.

    Dasselbe gilt für die Banken, die ein Guthaben bei der SNB haben: Mit der Gutschrift selber wird die Schuld erst anerkannt – keineswegs abgebaut. Beglichen ist die Schuld der SNB gegenüber den Banken erst, wenn diese damit eine Zahlung in Auftrag gegeben haben.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

    • „Bei der SNB sind die Guthaben der Banken Zahlungsmittel für die Banken und nicht für die SNB. Die SNB kann mit den Guthaben der Banken genau so wenig die SNB-Schulden begleichen, wie die UBS mit den Kundenguthaben die UBS-Schulden bezahlen kann.!
      Logo kann die SNB nicht MIT DEN GUTHABEN DER BANKEN bezahlen, Herr Dr. Meyer.

      Aber sie kann einer Bank etwas abkaufen (z. B. Staatsanleihen), indem sie dem Konto der Bank den Gegenwert in sfrs gutschreibt.
      Dann hat sie in den Passiva: Forderung der UBS gegen SNB.
      Und in den Aktiva die Staatsanleihen.
      Und die sfrs, die die SNB der UBS gutschreibt, schöpft die SNB mit einem Federstrich, oder mit der PC-Tastatur, verlängert also ihre Bilanz.
      So einfach ist das.

      Möglich, dass die SNB-Angestellten ein Konto dort führen dürfen (bei der Bundesbank, wo ich vor Jahrzehnten mal als Aushilfe gearbeitet habe, war das tatsächlich der Fall).
      Aber nehmen wir an, der SNB-Angestellte hätte sein Konto woanders. (Das ist nicht anders, als ob er ein Konto bei der SNB hätte, aber mit dem ganzen Geld „einkaufen gegangen“ wäre.)

      Also: SNB überweist Lohn auf Konto des Angestellten bei UBS. Dann schreibt sie dem UBS-Konto bei sich den entsprechenden Betrag gut, hat also höhere Passiva gegenüber der UBS.
      Den Gegenwert wird sie wahrscheinlich aus ihrem eigenen Gewinn- oder Rücklagenkonto ausbuchen. Das sind ebenfalls Passiva, weil sie das Geld ihrem Eigentümer – Staat – schuldet. Also ein Passivtausch. (Tatsächlich gibt es vermutlich Zwischenkonten, aber das ändert nichts.)

      Jedenfalls: Der Arbeitnehmer kann sich nunmehr seinen Lohn voll z. B. in bar von der UBS auszahlen lassen und damit einkaufen gehen. Die SNB schuldet ihm gar nichts mehr. Das Geld, was sie ihm (mittelbar) gegeben hat, ist eine Anweisung an den Markt, ihm Güter auszuzahlen.
      Diese Anweisung könnte die SNB einfach „drucken“. Das wird sie aber nicht tun; sie wird das Geld aus ihren Erträgen nehmen.

    • @Burkhardt Brinkmen

      Guten Morgen Herr Brinkmann

      Danke

      SNB Chef Jordan behauptet aber, die SNB könne mit Notenbankgeld die Schulden der SNB bezahlen, d.h.die SNB könne mit den Guthaben der Banken bei der SNB die SNB Schulden bezahlen.

      Das ist genau so absurd wie die Behauptung, die UBS könne mit den Kundenguthaben die eigenen Schulden bezahlen.

      Die Angestellten der SNB haben ein Konto bei der SNB. Die Schuld der SNB gegenüber ihren Angestellten ist erst beglichen, wenn diese Kontenbestände abgebaut sind.

      Giroguthaben sind eine Schuldanwrkennung – nicht eine Schuldtilgung. Erst der Abbau der Giroguthaben ist eine Schuldtilgung.

      Eine Banknote ist ein Guthaben bei der SNB in Inhaberform – ein Inhaberpapier. Dieses Schuldpapier ist so sicher, dass es als Geld verrwendet werden kann.

      Eine Banknote kann per Gesett jederzeit in en Guthaben beI der SNB ungewandelt werden. Und dieses Guthaben können die Banken jederzeit für eine Zahlung verwenden, da es sich um ein gesetzliches Zahlungsmittel handelt.

      Eine Bank kann mit ihrem Geld bei der SNB auch Devisen kaufen, genau so wie Sie Herr Brinkmann mit einem Frankenguthaben bei der UBS Euros kaufen können.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Burkhardt Brinkmann

      Sorry, noch etwas

      In Ihrem Beispiel würde die SNB im Soll Konto „Lohnaufwand“ verbuchen.

      Das geht nur bei geringen Beträgen
      Geldemission mit einer Gegenbuchung als Aufwand wäre inflationstreibend, da das Geld nicht gedeckt wäre ausser bei entsprechenden Gewinnen.

      MfG

  28. Zum Kommentar von Rudolf Müller vom 18.04.2018 (https://insideparadeplatz.ch/2018/02/14/snb-jordan-verkuendet-kommunistisches-und-laedt-zum-gratis-buffet/#comment-204284):

    „Die Verbindlichkeit der UBS gegenüber dem beauftragenden Kunden nimmt in ihrem Beispiel um 1000 Franken ab und anstelle dessen geht die UBS eine neue Verbindlichkeit über 1000 Franken gegenüber der CS ein.“

    Was Sie mit diesem Beispiel modellieren, ist ein EINLEGERWECHSEL.
    Das heißt; WENN die empfangende Bank das Geld bei der abgebenden Bank stehen lässt (= ihr das Geld als Einlage/Kredit gewährt), DANN bleibt die Bilanz der abgebenden Bank selbstverständlich unverändert.

    Aber das ist wohl kaum der Regelfall.
    Normaler Weise will die empfangende Bank wahrscheinlich „Kohle sehen“; schließlich muss sie ihrerseits damit rechnen, dass ihr eigener Kunde das Geld nunmehr bar abhebt.

  29. 1) @ Rudolf Müller:
    Da hat Dr. Meyer schon Recht, dass eine Kundenüberweisung an eine andere Bank die Bilanz der überweisenden Bank verkürzt.
    Nehmen wir an, die überweisende Bank wickelt die Transaktion über die ZB (SNB) ab; dann bucht sie wie folgt:
    a) Belastung auf Kundenkonto mindert Passiva (Schulden der Bank).
    b) Überweisung an empfangende Bank mindert Aktiva (Forderung gegen die ZB auf Zentralbankkonto).
    Auf beiden Seiten ist also die Bilanz um 1.000,- verkürzt.

    Entsprechend bei Abhebungen:
    a) wie oben
    b) Ausbuchung vom Kassenkonto mindert Aktiva.

    Das ist nur logisch; sonst bräuchten die Banken keine Einleger, wenn ihre Bilanz beim Abzug von Einlagen (bar oder als Überweisung) unverändert bliebe.

    2) @ Dr. Meyer
    Sie lesen wirklich nicht das, was geschrieben wird, sondern etwas völlig anderes, was Sie sich selber ausdenken.

    „Wenn Sie Leute aus dem Bankenbereich kennen, dann fragen Sie die doch einfach, wie das abläuft. Wahrscheinlich steht das auch in Lehrbüchern über Bankwirtschaft drin; einfach mal nachschauen.“
    DAS hatte ich geschrieben; von SNB war da keine Rede. Die Frage der „Autoritätsgläubigkeit“ stellt sich folglich nicht; fragen Sie einfach kompetente Leute aus Geschäftsbanken, wie Überweisungen in Fremdwährungen laufen.

    Sie schreiben:
    „Sie behaupten, die SNB könne den Angestellten den Lohn bezahlen, indem sie ihnen den Lohn auf einem Konto bei der SNB gutschreibt. Hat die SNB damit ihre Schuld bezahlt oder nicht?“ Nein. Die SNB hat ihre Schuld nicht bezahlt, sondern sie ist im Gegenteil eine Schuld eingegangen.“
    Meine Gegenfrage: Können die Angestellten mit diesem Geld einkaufen gehen oder nicht?
    Also!

  30. @Burkhardt Brinkmann

    Sie behaupten, Notenbankgeld sei Zahlungsmittel sowohl für die Geschäftsbanken als auch für die Zentralbank.

    Wie können Sie nur diesen Kapitalfehler von Herrn Jordan hier übernehmen.

    Ich bitte Herrn Studer, Präsident des SNB Bankrates eindringlich, dafür besorgt zu sein, dass SNB Chef Jordan solche Irrtümer nicht mehr verbreiten darf.

    Marc Meyer

  31. zum Kommentar vom 17. April 2018 / 21:23

    Sehr geehrter Herr Dr. Marc Meyer,

    ob Sie meine Texte nicht verstehen können oder wollen oder vielleicht erst gar nicht lesen, weiß ich nicht. Herr Brinkmann hat es schön auf den Punkt gebracht:
    ~~~~~~~~~
    Sehr geehrter Herr Dr. Meyer,
    wie schaffen Sie das eigentlich intellektuell, sich ständig um die Kernfrage herumzudrücken?
    ~~~~~~~~
    Ich möchte das Wort „Kernfrage“ jedoch in der Mehrzahl verwenden. Sie suchen sich nur die Textstellen heraus von denen Sie glauben, genau das Gegenteil von dem beweisen zu können, was der Verfasser mitteilen wollte.

    Beispiel:
    Wenn ich sage, dass bei einer Überweisung bei der überweisenden Bank lediglich ein Passivtausch stattfindet, behaupten Sie, es finde eine Bilanzverkürzung statt. In den von mir mit Abbildungen hinterlegten Artikel Bilanzen der Geschäftspartner wird detailliert die Überweisung von einem Bankkunden zu einem Bankkunden einer anderen Bank aufgezeigt. Bei der überweisenden Bank handelt es sich eindeutig nur um einen Passivtausch.

    zu Ihrem Beispiel:
    Die Verbindlichkeit der UBS gegenüber dem beauftragenden Kunden nimmt in ihrem Beispiel um 1000 Franken ab und anstelle dessen geht die UBS eine neue Verbindlichkeit über 1000 Franken gegenüber der CS ein. Bitte die „ceteris paribus“-Annahme beachten die besagt, dass sämtliche anderen Parameter gleich bleiben müssen, d.h. in diesem Fall darf ein eventuell bestehendes Guthaben der UBS bei der CS nicht berührt werden. Einfacher gestaltet es sich wenn man davon ausgeht, dass keinerlei Forderungen/Verbindlichkeiten zwischen UBS und CS vor der Überweisung bestehen. Damit wird die „ceteris paribus“-Annahme automatisch erfüllt.

    Die Diskussion um Ihre doch recht einsamen Hypothesen und deren vielfachen Wiederholungen möchte ich damit meinerseits beenden.

    LG
    Rudolf Müller

    • @Rudolf Müller

      Danke für Ihren Beitrag.

      Nachmals:

      Wenn ein Kunde 1000 Franken von der UBS auf die CS überweist, so verkürzt sich die UBS-Bilanz um 1000 und die CS Bilanz verlängert sich um 1000 Franken.

      So einfach und logisch ist Buchhaltung.

      Freundliche Grüsse und Danke für’s mitmachen.

      Marc Meyer

    • @Rudolf Müller

      Noch etwas:

      Ihre Argumentationen laufen darauf hinaus, dass sowohl bei den Zentralbanken als auch Geschäftsbanken Buchungen von Aktiven im Haben gar nicht mehr möglich wären.

      Bei Ihnen gibt es offenbar nur noch Passivtausch.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  32. @ Dr. Marc Meyer

    Aus einer vorherigen Mail von Ihnen:
    ~~~~~~~~
    Sehr geehrter Herr Müller
    Jawohl – Ihre Texte sind dermassen tendenziös und sowas von langweilig, dass ich einschlafe beim Lesen.
    ~~~~~~~~
    Deshalb halte ich es für zwecklos, sie mit meinen Kommentaren persönlich anzusprechen. Da i. d. R. auch keine Antworten von Ihnen erfolgen und ich Sie nur langweile, kann ich uns beiden diese zwecklosen Übungen ersparen.

    Kurz noch eine Information zu dem von Ihnen vermeintlich entdeckten Beweis der Übertragung von Zentralbankgeld zwischen Zentralbanken einzelner Länder.
    Dass die EURO-Länder eine gemeinsame Währung besitzen, ist Ihnen sicher bekannt. Wenn Carl-Ludwig Thiele, Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank davon spricht, dass künftig bei Wertpapiergeschäften Ländergrenzen überschreitend mit Zentralbankgeld gearbeitet wird, müssen Sie sich schon näher mit dem bestehenden Eurosystem sowie auch mit dem Interbanken-Zahlungsverkehr außerhalb des Eurogebietes beschäftigen. Beim Eurosystem handelt es sich um ein Zusammenwirken von europäischen Zentralbanken, welches sonst nirgendwo auf der Welt so anzutreffen ist.
    Nach außen hin fungieren die am Eurosystem angeschlossenen Zentralbanken bezüglich des Zahlungsverkehrs wie eine einzige Zentralbank. Nur intern zwischen den Zentralbanken werden beim Zahlungsverkehr keine Werte übermittelt sondern lediglich der jeweilige Saldo aus eingehenden und ausgehenden Zahlungen notiert. Dies führt zu den bekannten „Targetsalden“.

    Wie jedoch funktioniert der Zahlungsverkehr für Wertpapiergeschäfte mit dem Geld der Geschäftsbanken? Es wird dabei kein Geld der Geschäftsbanken zu einer anderen Geschäftsbank transferiert, da dies schlicht nicht möglich ist. Die auf der Seite Korrespondenzbanken enthaltene Abbildung „Zahlungsausgleich mittels Korrespondenzbankbeziehungen“ zeigt die bei einer „Interbanken-Zahlung“ erfolgten Schritte im Detail. Bank A muss zuerst bei Bank B einen Kredit aufnehmen und besitzt danach Buchgeld der Bank B. Gleiches gilt für die Bank C welche ein Guthaben bei der Bank B besitzt. Die Schritte 1 bis 4 einschl. A5 bis A8 beschreiben einen Zahlungsverkehr zwischen Bank A und Bank C ganz ohne ein Zahlungsverkehrssystem, nur mit Veränderungen der Verbindlichkeiten und Forderungen zwischen den Geschäftsbanken.
    Die Alternative B5 bis B8 zeigt den Zahlungsverkehr mit Einschaltung eines Zahlungsverkehrssystems. Ist dem Betreiber des Zahlungsverkehrssystems ein Kredit der Banken B und C zu unsicher, besteht er auf Zentralbankgeld. Dazu muss Bank B und Bank C ein Konto bei der gleichen Zentralbank besitzen. Der Zahlungsausgleich zwischen Bank B und C erfolgt sodann über deren Zentralbankkonten. Das Zentralbankgeld verlässt dabei den Bereich der gewählten Zentralbank nicht, sondern die jeweilige Forderung wird lediglich zediert.

    Der Text von Herrn Carl-Ludwig Thiele, beschreibt lediglich den Wechsel von einer Zahlung mittels „Geschäftsbankengeld“ zu einer Zahlung mittels Zentralbankgeld innerhalb der Eurostaaten oder aber auch ausgedehnt auf die Staaten, welche ein EURO-Konto bei einer Zentralbank der Eurostaaten unterhalten. Den Bereich dieser Euro-Zentralbanken kann das Euro-Buchgeld nicht verlassen.

    Herr Dr. Marc Meyer, Sie müssen schon versuchen den kompletten Inhalt der Seite „Korrespondenzbanken“ zu erfassen. Einzelne Aussagen, welche einen ganz anderen Hintergrund haben für Ihre Zwecke zu benutzen, bringt uns keinen Schritt weiter. Wenn Sie Fragen zum Inhalt haben bin ich gerne bereit, diese zu beantworten.

    UBS-Buchgeld kann nicht zur CS verschoben werden. Ausführlich nachlesbar unter Wicksellsche Idealbank sowie den folgenden Seiten. Wenn Sie sich vergegenwärtigen, dass die Zahlungsmittel in unserer Wirtschaft nur aus Forderungen bestehen wird Ihnen schnell klar, dass keine Bank bereit sein wird, die Forderungen an eine andere Bank zu übernehmen, ohne dass hierbei ein Ausgleich geschaffen wird. Die Vermutung auf der „Ding-Geld-Ebene“, dass einfach Buchgeld zwischen Banken verschoben wird, resultiert aus einer mangelhaften Kenntnis der tatsächlichen Abläufe in einer Bank.

    Carl-Ludwig Thiele sagt auch nur, dass mit Geschäftsbankengeld GEARBEITET wird, NICHT, dass dieses verschoben würde.
    Bei einer Überweisung von der UBS an die CS geschieht bei der UBS lediglich ein Passivtausch und keine Bilanzverkürzung. Lediglich eine Auszahlung mit Bargeld führt zu einer Bilanzverkürzung. Dies kann in der Tat vom Kunden der UBS veranlasst werden.
    Dies trifft jedoch nicht für die SNB zu, wie Ihnen schon vielfach von Herrn Brinkman, anderen Kommentatoren und auch von mir ausführlich erläutert wurde.

    Bei einer Überweisung über die SNB werden dem SNB-Kontoempfänger nur CHF gutgeschrieben und sonst NICHTS.

    Da Ihre Begründungen bereits gefühlte 100-mal hier und auf anderen Stellen wiederholt wurden und Sie sich bisher als absolut resistent gegenüber anderen Erklärungen erwiesen haben, macht es auch keinen Sinn, wenn Sie jetzt nochmals Ihre bekannten Statements hier wiederholen. Ich werde deshalb künftig grundsätzlich nur noch auf Verständnisfragen zu meinen Texten antworten.

    LG
    Rudolf Müller

    • @Rudolf Müller

      Sehr geehrter Herr Müller

      Besten Dank für Ihren Kommentar.

      Erstens:

      Sie unterstellen mir mangelhafte Kenntnisse der tatsächlichen Abläufe innerhalb einer Bank. Bitte bleiben Sie korrekt.

      Sie wissen so gut wie ich, dass die Banken und Zentralbanken bis im September 2013 die Geldschöpfung falsch lehrten (Bank sammelt Geld von Sparern, die sie weiter ausleiht). Ich habe dann dies in meinem Beitrag „Die SNB und das Märchen von der Geldschöpfung korrigiert „ und die Zentralbanken haben meine Argumentation übernommen.

      Zweitens:

      Sie schreiben, dass Sie inskünftig nur noch Fragen beantworten. Sie haben sich offenbar die Unfehlbarkeit der Zentralbanken angeeignet. Diese verstecken sich auch hinter dieser Floskel. SNB-Chef Jordan sagte an seinem letzten Vortrag auch, er würde nur eine Frage beantworten. Das ist nichts anderes als ein Ausweichmanöver.

      Drittens:

      Sie schreiben: „Bei einer Überweisung von der UBS an die CS geschieht bei der UBS lediglich ein Passivtausch und keine Bilanzverkürzung.“

      Sie irren abermals: Bei einer Überweisung von der UBS zur CS verkürzt sich die UBS Bilanz und die CS Bilanz verlängert sich.

      Ich versuche, es Ihnen zu erklären: Wenn Sie der UBS einen Zahlungsauftrag erteilen, Ihre 1000 Franken vom Konto der UBS auf Ihr neu eröffnetes Konto bei der CS zu überweisen und das UBS Konto schliessen, so wird die UBS-Bilanz um 1000 Franken kürzer und die CS-Bilanz um 1000 Franken länger.

      Viertens:

      Es gibt –zig Gründe, weshalb es einer Geschäftsbank, mit einem Guthaben bei der SNB, möglich ist, ihre SNB-Position zu reduzieren:

      a) Bei Notenbankgeld handelt es sich um Geld, das sofort verfügbar ist und nicht zuerst die Einwilligung der Bank (Zentralbank) vorliegen muss, ob eine Zahlung damit getätigt werden darf oder nicht.

      b) Es ist unrealistisch, davon auszugehen, dass die Geschäftsbanken ihre Franken bei der SNB nur benutzen dürfen für Zahlungen an Kunden, die ebenfalls ein Konto bei der SNB besitzen. Der Franken gilt eben nicht in der ganzen Welt als Zahlungsmittel.

      c) Sowohl die CS als auch die UBS besitzen je rund 100 Milliarden Franken Guthaben bei der SNB. Sie wollen doch nicht im Ernst behaupten, dass diese Banken ihre liquiden Mittel bei der SNB nicht mehr anderweitig verwenden dürfen?

      Die Banken müssten ihre Liquiditätsziffern ganz neu berechnen, weil ihre liquiden Mittel bei der SNB gar nicht liquide wären.

      d) Wäre Ihre Behauptung korrekt, wonach Banken ihre Guthaben bei der SNB nicht abbauen dürfen, so dürften ausländische Investoren, die Kapital in der Schweiz angelegt haben, dieses nie mehr aus der Schweiz abziehen. Das ist unrealistisch Herr Müller. Das sollten Sie doch einsehen?

      Die SNB dürfte dann ja ihre Euros auch nie mehr verkaufen gegen Franken.

      e) Die SNB hat lediglich das Recht, von den Banken eine Mindestreserve von etwas mehr als 2 Prozent ihrer kurzfristigen Verbindlichkeiten einzufordern. Heute besitzen sie ein Vielfaches davon. Es gibt keinen Passus im Gesetz, der besagt, dass einmal bei der SNB angelegtes Geld von den Banken nie mehr reduziert werden darf.

      f) Die SNB hat einen Minuszinssatz eingeführt, damit die Banken ihre Guthaben bei der SNB reduzieren. Jetzt können Sie und Herr Jordan nicht behaupten, die Banken dürfen ihre Guthaben bei der SNB gar nicht reduzieren. Was nützt dann der Minuszins?

      Sie sehen Herr Müller: Weder Ihre noch die Argumentation von SNB-Chef Jordan macht Sinn.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  33. Zum Kommentar Dr. Meyer 17.04.2018 https://insideparadeplatz.ch/2018/02/14/snb-jordan-verkuendet-kommunistisches-und-laedt-zum-gratis-buffet/#comment-204203

    Sehr geehrter Herr Dr. Meyer,

    „Notenbankgeld ….. ist auch verfügbar für den Kauf von Devisen und es braucht auch nicht zuerst die Zustimmung der Bank.“
    Selbstverständlich – wenn eine Bank die Devisen BEI DRITTEN kaufen will. (Wie es die UBS in Ihrem Beispiel in der Tat tun muss.)
    Will sie die Fremdwährung aber bei der SNB kaufen, dann kann sie das nicht erzwingen; die SNB ist nicht verpflichtet, den Geschäftsbanken Fremdwährungen zu verkaufen, und wird das nur dann (und vermutlich auch nicht direkt, sondern über eine Devisenbörse) tun, wenn sie das geldpolitisch für sinnvoll hält.

    „Insbesondere ist es Zahlungsmittel für den Kontoinhaber und nicht für die Geldemittentin, wie Jordan behauptet.“
    Das Basisgeld ist Zahlungsmittel sowohl für die Zentralbank wie für die Geschäftsbanken.
    Für die Zentralbank immer: Die kann sich davon (im Prinzip) so viel „drucken“, wie sie lustig ist. Und kaufen, was sie mag.
    Die Geschäftsbanken müssen erst einmal an sfrs kommen: Durch Kundeneinlagen, Kredite von anderen Banken oder, insbesondere, von der SNB. (Und natürlich auch durch Asset-Verkäufe, soweit die Geschäftsbank welche hat.)

    Wie sonst könnte die Zentralbank überhaupt etwas kaufen – Währungen, Anleihen, Immobilien – bzw. überhaupt ihre Angestellten bezahlen, wenn der sfrs kein Zahlungsmittel für sie wäre?

    „Wäre es korrekt, dass Geldbestände der Banken bei einer Zentralbank nur gebraucht werden können, um Zahlungen innerhalb des eigenen Währungsbereichs zu tätigen, so wäre das eine Blockade des internationalen Kapitalverkehrs.“
    Das ist aber nicht korrekt, und das habe ich nie behauptet. Die UBS kann sich an der Devisenbörse (oder wohl auch im direkten Interbanken-Handel) Euro beschaffen und dafür mit ihren sfrs bezahlen.
    Wo ist das Problem? So läuft der gesamte Außenhandel ab! Und die Zentralbank interveniert mit Devisenkäufen oder ~verkäufen, wenn sie Lust hat, d. h. wenn sie es etwa zur Wechselkurssteuerung für geboten hält.

    Wenn Sie Leute aus dem Bankenbereich kennen, dann fragen Sie die doch einfach, wie das abläuft. Wahrscheinlich steht das auch in Lehrbüchern über Bankwirtschaft drin; einfach mal nachschauen.

    Oder, wie gesagt, die Notenbank fragen.

    • @Burckhardt Brinkmann

      Sehr geehrter Herr Brinkmann

      Vielen Dank für Ihre Antwort.

      Sie raten mir, die SNB zu fragen, wie eine Geldtransaktion abläuft. Wie gesagt, Autoritätsgläubigkeit gegenüber der SNB liegt mir nicht.

      Bitte lesen Sie meinen Artikel „Die SNB und das Märchen von der Geldschöpfung“ September 2013) . In den Nachträgen III – VI habe ich dort gezeigt, dass eine Geldemission nicht so abläuft, wie das auf der Home Page der SNB damals dargestellt wurde (Kunde A bringt Geld auf die Bank, das die Bank an Kunde B ausleiht usw.), sondern dass bei jedem Kredit neues Geld entsteht.

      Die Bank of England hat es dann 5 Monate später übernommen und die SNB 5 Jahre später (ist alles belegbar). Sie verstehen, dass ich die SNB also etwas kritischer betrachte als Sie.

      Nun möchten Sie mich davon überzeugen, dass Basisgeld Zahlungsmittel für die SNB sei. Dabei begehen Sie einen fundamentalen Überlegungsfehler:

      Nochmals: Nur ein Aktivum kann ein Zahlungsmittel sein. Warum? Weil die Passivseite der SNB nur verkürzt werden kann, wenn die SNB einen entsprechenden Teil ihrer Aktivseite veräussert.

      Sie behaupten, die SNB könne den Angestellten den Lohn bezahlen, indem sie ihnen den Lohn auf einem Konto bei der SNB gutschreibt. Hat die SNB damit ihre Schuld bezahlt oder nicht?

      Nein. Die SNB hat ihre Schuld nicht bezahlt, sondern sie ist im Gegenteil eine Schuld eingegangen.

      Zum besseren Verständnis will ich Ihnen einen Vergleich liefern:

      Manor beispielsweise könnte ihren Angestellten den Lohn auch bezahlen mit Gutscheinen, mit welchen diese bei Monor einkaufen könnten. Ist nun die Schuld von Manor bezahlt mit dem Ausstellen von Gutscheinen?

      Nein.

      Die Schuld von Manor ist erst getilgt, wenn mit den Gutscheinen bei Manor eingekauft wird. Die Angestellten können mit den Manor-Gutscheinen vielleicht sogar etwas kaufen auf einem Markt, wo Manor-Gutscheine angenommen werden. Aber Manor hat die Schuld erst bezahlt, wenn Manor Güter geliefert hat (Aktiven geliefert hat).

      Genauso hat die SNB mit einer Lohngutschrift für ihre Angestellten die eigene Schuld noch nicht bezahlt. Die SNB hat die Schuld erst bezahlt, wenn das Notenbankgeld zurückkommt und die SNB im Gegenzug einen Vermögenswert von ihrer Aktivseite liefert.

      Eine Schuld auf der Passivseite kann nur verringert werden, wenn die Aktivseite entsprechend verringert wird. Deshalb kann Notenbankgeld kein Zahlungsmittel für die SNB sein.

      Und deshalb ist die SNB Konkurs, wenn sie negatives Eigenkapital ausweist, weil sie dann ihre Schulden nicht mehr vollumfänglich zurückzahlen kann.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

      P.S. Der Editor möchte, dass die Texte hier nicht zu lang werden, wofür ich Verständnis habe. Deshalb breche ich hier diese Antwort ab.

  34. @Burkhardt Brinkmann

    Noch etwas Herr Brinkmann:

    Ich bin sehr froh, dass Sie den Text von der SNB-Homepage hier hereinkopiert haben.

    Denn es wird der Zeitpunkt kommen, wo dieser Text sang- und klanglos von der SNB Homepage verschwinden wird und die SNB behauptet, sie habe das nie gesagt – wie bei der Geldschöpfungstheorie auch.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

  35. @Burkhardt Brinkmann

    Guten Morgen und Danke für Ihren Beitrag.

    Ihre Argumentation basiert ausschliesslich auf den Behauptungen der SNB. Ich möchte fast sagen: Sie verstecken sich hinter der SNB.

    Ihre Autoritätsgläubigkeit liegt mir nicht.

    Jahrzehntelang haben die Zentralbanken eine falsche Geldtheorie behauptet (Geldmengenmultiplikator).

    Ich musste gegen ärgsten Widerstand dagegen ankämpfen. (Die SNB und das Märchen von der Geldschöpfung).

    Jetzt haben alle Zentralbanken meine Argumentation übernommen – auch die SNB – und die streitet es jetzt ab.

    Wären die Zitate der SNB, die Sie hier beibringen, korrekt, so könnte es gar keinen internationalen Zahlungsverkehr geben.

    Zahlungen wären immer nur innerhalb der Bilanz eines einzelnen Geldemittenten möglich.

    Zahlungen zwischen verschiedenen Geldemittenten wären nicht möglich, da diese zu Bilanzverkürzungen führten.

    Das ist doch nicht realistisch Herr Brinkmann. Müssen Sie doch selber zugeben.

    Die Behauptungen von SNB Chef Jordan und der SNB sind einmal mehr schlichtweg falsch.

    Freundliche Grpsse

    Marc Meyer

    • Lieber Herr Dr. Meyer,

      zunächst ein FAZ-Artikel über eine Zentralbank mit negativem EK: http://blogs.faz.net/fazit/2015/04/05/zwoelf-jahre-lang-insolvent-und-trotzdem-quietschfidel-was-bedeuten-verluste-fuer-zentralbanken-1-5501/

      Mit Ihren Sätzen
      „Wären die Zitate der SNB, die Sie hier beibringen, korrekt, so könnte es gar keinen internationalen Zahlungsverkehr geben.
      Zahlungen wären immer nur innerhalb der Bilanz eines einzelnen Geldemittenten möglich.
      Zahlungen zwischen verschiedenen Geldemittenten wären nicht möglich, da diese zu Bilanzverkürzungen führten“
      mixen Sie wieder zwei ganz verschiedene Sachverhalte munter durcheinander:
      – den internationalen Zahlungsverkehr und
      – Zahlungen zwischen Zentralbanken.
      Das liegt wahrscheinlich daran, dass Sie sich den internationalen Zahlungsverkehr nur in der Form vorstellen können, dass die Zentralbank – wie eine Geschäftsbank – auf Kundenwunsch ausländisches Geld transferiert.

      Genau das tut sie NICHT.
      Die Euronen für den Aktienkauf bei der Dt. Bank muss sich die UNB anderswo besorgen. D. h. sie muss
      – ERST am Devisenmarkt Euronen kaufen (und dafür ihr sfrs-Guthaben bei der SNB an den Käufer abtreten)
      und kann erst
      – DANACH von der Dt. Bank Aktien kaufen und mit Euro bezahlen.

    • @Burkhardt Brinkmann

      Guten Morgen und Danke

      Erstens
      Dass das Beispiel der tschechischen Narionalbank nicht auf die SNB anwendbar ist, habe ich schon öfters gezeigt. Da ich zurzeit mit Handy Ihnen antworte, kann ich den Text hier nicht nochmals kopieren. Ich werde das später tun oder nochmals neu schreiben.

      Zweitens
      Der Schweizerfranken ist offizielles Zahlungsmittel in der Schweiz und die SNB ist Emittentin des gesetzlichen Zahlungsmittels Schweizeefranken. In den USA sind es Dollar und FED. In Japan BOJ und YEN im Euroraum die EZB usw.

      Man kann also durchaus argumentieren, dass Zahlungen zwischen den Zentralbanken internationale Zahlungsströme sind.

      Drittens
      Wäre es korrekt, dass Geldbestände der Banken bei einer Zentralbank nur gebraucht werden können, um Zahlungen innerhalb des eigenen Währungsbereichs zu tätigen, so wäre das eine Blockade des internationalen Kapitalverkehrs.

      Fürsprecher der SNB haben hier auch behauptet, ein Kunde einer Geschäftsbank könne von seiner Bank auch nicht verlangen, dass sie ihm etwas verkaufe für sein Guthaben.

      Wären all diese Behauptungen korrekt, so könnte es gar keine Devisenhandel zwischen den Banken geben.

      Bei der Geldmenge M1, und Notenbankgeld gehört dazu, handelt es sich um Geld, das sofort verfügbar ist.

      Es ist auch verfügbar für den Kauf von Devisen und es braucht auch nicht zuerst die Zustimmung der Bank.

      Insbesondere ist es Zahlungsmittel für den Kontoinhaber und nicht für die Geldemittentin, wie Jordan behauptet.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  36. Zum Kommentar von Dr. Meyer vom 14.04.2018 (https://insideparadeplatz.ch/2018/02/14/snb-jordan-verkuendet-kommunistisches-und-laedt-zum-gratis-buffet/#comment-203929)

    Sehr geehrter Herr Dr. Meyer,

    wie schaffen Sie das eigentlich intellektuell, sich ständig um die Kernfrage herumzudrücken?
    Es interessiert vorliegend nicht, in welcher Währung sich die Deutsche Bank den Aktienverkauf ausbezahlen lassen möchte.
    Die einzige relevante Frage an dieser Stelle ist, ob die SNB verpflichtet ist, auf sfrs-Guthaben Euros auszuzahlen (d. h. hier: an Dritte zu überweisen).
    Das ist sie nicht.
    Wenn sie anderer Meinung sind, fragen Sie einfach bei der Pressestelle der SNB nach.

    Was es mit den Guthaben der Geschäftsbanken bei der SNB auf sich hat, können Sie auf der SNB-Webseite nachlesen (https://www.snb.ch/de/ifor/public/qas/id/qas_bilanz#t16):

    „Bilden Sichtguthaben Fremdkapital und damit Schulden der Nationalbank?“
    „Sichtguthaben bei der Nationalbank – wie auch die von ihr in Verkehr gesetzten Banknoten – können ökonomisch nicht dem Fremdkapital von normalen Unternehmen oder Geschäftsbanken gleichgesetzt werden. Denn Sichtguthaben und Banknoten können nur in andere gesetzliche Zahlungsmittel getauscht werden, also wiederum in Sichtguthaben oder in Banknoten. Zudem gibt es auch kein Verfall- oder Rückzahlungsdatum, und die Höhe kann grundsätzlich von der Nationalbank bestimmt werden.“

    Sie sehen: Die Guthaben können NICHT in Euro umgetauscht werden, sondern nur in andere (ergänze: Schweizer!) GESETZLICHE ZAHLUNGSMITTEL.

    (Dass mit den „gesetzlichen Zahlungsmitteln“ ausschließlich die Zahlungsmittel der SCHWEIZER Volkswirtschaft gemeint sind, ergibt sich aus der Erläuterung „also wiederum in Sichtguthaben oder in Banknoten“.)

    • Hallo Herr Brinkmann,

      Herrn Dr. Marc Meyer davon zu überzeugen, dass das Buchgeld der SNB den Bereich der SNB nicht verlassen kann, ist nicht so einfach. Genau so wie die UBS nur UBS-Buchgeld herstellen kann, verhält es sich auch bei der SNB. Diese stellt SNB-Buchgeld her. Die SNB stellt jedoch auch Bargeld her, welches tatsächlich den Bereich der SNB verlassen kann. Beim Buchgeld ist dies jedoch schlicht und einfach nicht möglich. Es kann nur von einem Kundenkonto bei der SNB zu einem anderen Kundenkonto bei der SNB transferiert werden. Herr Meyer lebt noch in der „Ding-Geld-Welt“ und glaubt, man könnte auch Buchgeld zu einer anderen Bank bringen. Es werden jedoch nur Forderungen an die SNB von einem Kundenkonto innerhalb der SNB auf ein anders Kundenkonto innerhalb der SNB übertragen.

      Dass der Interbanken-Zahlungsverkehr weitgehend fast ganz ohne Zentralbanken und Zentralbankgeld vonstatten geht, ist Herrn Meyer offensichtlich fremd. Bei Bedarf kann man sich auf der Seite Korrespondenzbanken Details zum Interbanken-Zahlungsverkehr ansehen.

      Ihnen weiterhin noch viel Spaß beim Versuch, Herrn Meyer von der realen Bankenwelt zu überzeugen.

      LG
      Rudolf Müller

    • @Rudolf Müller

      Danke für Ihren Beitrag.

      Wenn Sie hier einen Link posten, so sollten Sie diesen vorher genau durchlesen. In dem Text, den Sie hier posten steht. Ihr Text beweist, dass Sie irren.

      Zitat:

      „Anlässlich der Vorstellung von TARGET2-Securities (T2S)[7], einer Abwicklungsplattform für Wertpapiergeschäfte auf Zentralbankebene, erklärt Carl-Ludwig Thiele, Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank:

      „Die Abwicklung wird zukünftig deutlich sicherer. Ländergrenzen überschreitend wird mit Zentralbankgeld gearbeitet und das ist viel sicherer, als wenn das nur mit dem Geld der Geschäftsbanken erfolgt.“

      Zitat Ende

      Ihr Text unterstützt also die Argumentation, dass Ländergrenzen überschreitend mit Zentralbankgeld gearbeitet wird. D.h. es wird Zentralbankgeld verschoben. Zentralbankgeld wird von einer Zentralbank zur anderen verschoben.

      Das führt zu einer Bilanzverlängerung der einen Zentralbank und zu einer Bilanzverkürzung der anderen.

      SNB-Jordans Behauptung, wonach die SNB-Bilanz nicht verkürzt werden kann wird dadurch abermals widerlegt.

      Zudem ist Ihre Argumentation bezüglich UBS-Buchgeld irreführend.

      Es ist korrekt, dass nur die UBS UBS-Buchgeld emittieren kann. Dieses kann aber zur CS verschoben werden und wird dann zu CS-Buchgeld.

      Ein Kunde der UBS mit einem Guthaben auf seinem Konto bei der UBS kann die UBS anweisen, eine Zahlung zu tätigen, die auch zu einer Bilanzverkürzung der UBS führt.

      Genauso kann eine Bank mit einem Guthaben bei der SNB diese anweisen, eine Zahlung auszuführen, die eine Bilanzverkürzung bei der SNB zur Folge hat.

      Übrigens kann zudem genau Bargeld den Bereich der SNB nicht verlassen. Eine Bank, welche eine Banknoten an die SNB zurückgibt erhält SNB-Buchgeld.

      Eine Bank, die SNB Buchgeld dazu benützt, eine internationale Zahlung zu tätigen, veranlasst, dass der Geldempfänger von der SNB Euro oder Dollar gutgeschrieben erhält.

      Nur SNB-Buchgeld kann die SNB verlassen – SNB-Bargeld nicht.

      Ihre beigebrachte Seite belegt das auch.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

      Noch etwas zur Form hier: Wenn Sie meinen Namen schon benützen und über mich schreiben bei einem Dritten Kommentator, sollten Sie auch mich anschreiben oder mitanschreiben. Das ist ein Mindestmass an Höflichkeit.

  37. Nachtrag XII

    Weshalb auch eine SNB ihre Schulden zurückzahlen muss

    In seinem Vortrag vor der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft Zürich plus Doyen behauptete SNB-Chef Jordan ja:

    „Auf die Zentralbanken trifft das Bild des ‚Geld aus dem Nichts‘ besser zu. Seit dem Zusammenbruch des Goldstandards kann Zentralbankgeld bei der Zentralbank nicht mehr in Gold eingetauscht werden.“

    „Dies bedeutet, dass die Zentralbanken tatsächlich in der Lage sind, einfach ‚Geld zu drucken‘, wie es im volkstümlichen Sprachgebrauch heisst. Sie können ihren Verpflichtungen in eigener Währung damit immer und überall nachkommen.“

    Jordans Aussagen bedeuten also folgendes:

    Erstens:
    Weil die SNB kein Gold gegen Geld mehr ausliefern müsse, folge, dass die SNB ihre Schulden nicht mehr zurückzahlen müsse.

    Zweitens:
    Die SNB könne ihre Schulden immer und überall bezahlen mit Geld, das sie selber druckt.

    Jordans Irrtümer:

    Erstens:
    Eigentlich sind bereits diese beiden Aussagen ein Widerspruch in sich selbst: Müsste die SNB ihre Schulden nicht zurückzahlen, so muss sie das auch nicht tun mit Geld, das sie selber druckt.

    Zweitens:
    Die Aufhebung des Goldstandards bedeutet, dass Notenbankgeld nicht mehr nur gegen Gold gedeckt werden muss, sondern auch gegen andere Vermögenswerte gedeckt werden kann. Es kann davon nicht abgeleitet werden, dass die SNB ihre Schulden nicht mehr zurückzahlen muss.

    Drittens:
    Wenn ein Privater kein Konto bei der SNB unterhalten kann, so folgt daraus ebenfalls nicht, dass die SNB ihre Schulden gegenüber den Banken nicht mehr zurückzahlen muss.

    Viertens:
    Könnte die SNB „Geld drucken“ und damit ihren Verbindlichkeiten immer und überall nachkommen, so müsste es sich beim gedruckten Geld, womit die SNB ihre Verbindlichkeiten nachkommt, um „Liquidität“ bzw. Vermögen der SNB handeln. Wenn die SNB aber „Geld druckt“, so handelt es sich bei diesem Geld nicht um Vermögen bzw. um ein Aktivum der SNB, sondern im Gegenteil um ein Passivum. Jordan verwechselt also links und rechts der SNB-Bilanz.

    Fünftens:
    Könnte die SNB tatsächlich Geld drucken und damit ihre Vermögensseite „aus dem Nichts“ verlängern, so entstünde beim „Geld drucken“ auf der Passivseite Eigenkapital der SNB. Jordan verwechselt also auch Eigen- und Fremdkapital der SNB, wie er das schon in seinem Vortrag vor der Volkswirtschaftlich Statistischen Gesellschaft Basel schon –zig mal verwechselt hat.

    Sechstens:
    Gemäss Definition gehört die Notenbankgeldmenge zur Geldmenge M1. Steht in jedem Lehrbuch so. M1 wird definiert als Geld, das sofort – auf Sicht – für Zahlungen benützt werden kann.

    Siebtens:
    Wer kann das Geld benützen? Bei den Banken sind es die Privatkunden, welche das Geld auf ihren Bankkonten benützen können. Wer also beispielsweise CHF 10‘000 auf einem UBS-Konto besitzt, der darf damit jederzeit etwas bezahlen. Die UBS muss dann eine Überweisung tätigen im Auftrag des Kunden. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese zu einer Bilanzverkürzung der UBS führt oder nicht. Die UBS muss liefern, auch wenn die Zahlung an eine andere Bank erfolgt als die UBS.

    Achtens:
    Die SNB ist die „Bank der Banken“. Die Banken besitzen ihr Geld bei der SNB. Eine Bank darf somit jederzeit der SNB einen Zahlungsauftrag erteilen, gemäss dem die SNB eine Zahlung auszuführen hat. Diese Zahlung muss die SNB im Auftrag der Geschäftsbank ausführen, auch wenn die Zahlung zu einer Bilanz-Verkürzung der SNB führt.

    Neuntens:
    Die SNB darf eine solche Zahlung nicht verweigern mit der Begründung, sie führe nur Zahlungen an Kunden aus, welche bei der SNB über ein Konto verfügen. Würde die SNB das tun, so müsste der Schweizerfranken auf der ganzen Welt als Zahlungsmittel akzeptiert werden. Das wird er aber nicht. Genauso wenig, wie ein Leser mit einer Franken Banknote auf der ganzen Welt bezahlen kann, genauso wenig kann er mit einem Girokonto bei der SNB auf der ganzen Welt bezahlen.

    Zehntens:
    Die Behauptung von SNB-Chef Jordan, wonach die SNB keine Vermögenwerte ausliefern müsse bzw. ihre Schulden nicht begleichen müssen, weil die SNB gegen Geld kein Gold herausgeben müsse, ist somit eindeutig widerlegt.

    Konklusion:

    Die Erkenntnis, dass die SNB ihre Schulden begleichen muss, bedeutet, dass die SNB Konkurs gehen kann und ihre Bilanz deponieren muss bei negativem Eigenkapital oder drohendem negativen Eigenkapital – dies entgegen der Behauptung von SNB-Chef Jordan.

    Ich bitte Herrn Jean Studer, Präsident des Bankrates der SNB, einmal mehr, dass er sich darum bemüht, dass die SNB und insbesondere SNB-Chef Prof. Dr. Thomas Jordan, nicht dermassen gravierende Irrlehren verbreiten.

    Ich hatte Herrn Studer ja schon im September 2013 in den Nachträgen zu meinem Artikel „Die SNB und das Märchen von der Geldschöpfung“ aufgefordert, dafür besorgt zu sein, dass die SNB die irrige Theorie des Geldschöpfungsmultiplikators von ihrer Home Page nehme. Die Bank of England ist 5 Monate später gefolgt; dann die BuBa usw.

    Das ist jetzt auch geschehen bei der SNB und SNB-Chef Jordan hat meine Argumentation in seinem Vortrag vor der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft Zürich mit Doyen exakt übernommen, ohne mich korrekterweise zu zitieren.

    Ich bitte die SNB also einmal mehr, ihre Irrlehre von der Geldschöpfung der Zentralbanken ebenfalls zu korrigieren. Es würde dann auch der Gepflogenheit in der Wissenschaft entsprechen, wenn die SNB freundlicherweise einen Literaturhinweis auf meine Arbeiten hier anbrächte.

    Danke und freundliche Grüsse

    Marc Meyer

  38. Bezugnahme auf den Kommentar von Herrn Rico Meier an Burkhardt Brinkmann vom 10. April 18 Uhr 52

    Sehr geehrter Herr Meier

    Zuerst einmal möchte ich mich auch bei Ihnen recht herzlich bedanken. Ihre Zeilen sind immer konstruktiv und Sie erkennen das Problem.

    Ihrer Schlussfolgerung möchte ich aber folgendes entgegenhalten:

    Sie schreiben:
    „Würde die SNB den Banken (bzw. deren Kapitalgebern) einen deutlichen Mittelabfluss innert relativ kurzer Zeit tatsächlich verweigern (können) unter Berufung auf ihr „schuldbefreiendes“ Notenbankgeldmonopol, z.B. weil sie negatives EK befürchtet. Einigkeit wird es in dieser Frage kaum je geben. Dazu sind die Gelddefinitionen: „schuldbefreies Notenbankgeld“ versus „Notenbankgeld = Obligation der SNB“ zu polarisierend. Jeder muss da wohl seine eigenen Schlüsse ziehen und verantworten.

    Erstens:
    Auch wenn negatives Eigenkapital der SNB droht oder schon eintritt, so kann die SNB dieses nicht abwenden, indem sie behauptet, sie müsse ihre Schulden nie zurückzahlen bzw. sie könne mit „schuldbefreiendem Notenbankgeld“ sämtliche Schulden bezahlen. Das negative Eigenkaptal wäre trotzdem in der SNB-Bilanz.

    Zweitens:
    Notenbankgeld gehört zur Geldmenge M1. Das ist Geld, über welches dessen Inhaber sofort verfügen kann (auf Sicht). M2 und M3 wären erst nach einer gewissen Frist als Geld verfügbar. Notenbankgeld ist sofort verfügbar. So wird M1 definiert.

    Genauso wie eine Privatperson Geld auf dem Bankkonto besitzt, womit Zahlungen sofort getätigt werden können, genauso besitzen die Geschäftsbanken Notenbankgeld auf ihren Konten bei der Zentralbank, über das sie sofort verfügen können. Die SNB kann ihnen das nicht verweigern.

    Die Geschäftsbanken können mit diesem Geld Zahlungen sofort tätigen.

    Wenn also beispielsweise die UBS Euros bei der Deutschen Bank kauft, so kann sie diese bezahlen mit ihren Franken bei der SNB. Zu diesem Zweck muss die UBS der SNB den Auftrag geben, eine gewisse Menge an Franken von ihrem Konto in Euros zu wechseln und auf das Konto der Deutschen Bank zu überweisen.

    Will die UBS Aktien im Wert von 1 Milliarde Euros bezahlen, so gibt sie der SNB den Auftrag, ihr Konto bei der SNB mit 1.2 Milliarden Franken zu belasten (Bilanzverkürzung, Wechselkurs 1 zu 1.2) und den Betrag der Deutschen Bank gutschreiben zu lassen.

    Die SNB belastet also das Konto der UBS mit 1.2 Milliarden Franken und gibt der EZB den Auftrag, 1 Milliarde Euro von ihrem Konto bei der EZB auf das Konto der Deutschen Bank bei der EZB zu überweisen.

    Resultat: Die UBS besitzt jetzt anstatt Frankenguthaben bei der SNB Euro-Aktien in Frankfurt. Niemand kann ihr das verweigern. Auch die SNB nicht.

    Die UBS kauft nicht Euro-Aktien von der SNB, sondern von einer Drittbank. Sie genutzt ihr Guthaben bei der SNB aber als Geld zur Bezahlung.

    Geld ist dazu da, damit man damit etwas bezahlen kann. Könnte die UBS mit ihrem Geld bei der SNB nichts bezahlen oder nur von Verkäufern etwas kaufen, die bereit sind, ein Konto bei der SNB zu eröffnen, so wäre SNB-Notenbankgeld kein echtes gesetzliches Zahlungsmittel.

    Drittens: Zum Term Notenbankgeld sei „schuldbefreiendes Zahlungsmittel“:

    Dieser Ausdruck stammt, soviel ich weiss, vom Präsidenten der Deutschen Bundesbank, Jens Weidmann (in seinem Interview vor Schulmädchen). Ein Kommentator, Michael Stöcker, wendet diesen Ausdruck auch andauern an.

    Dazu möchte ich folgendes sagen:
    Nur ein Aktivum kann schuldbefreiend sein. Schuldbefreiend heisst, dass damit eine Schuld abgebaut wird. Eine Schuld kann nur abgebaut bzw. die Passivseite der Bilanz kann nur verkürzt werden, wenn ein entsprechendes Aktivum im Gegenzug dem Gläubiger übergeben wird.

    Notenbankgeld kann für die SNB nicht schuldbefreiend sein, weil Notenbankgeld kein Aktivum, sondern im Gegenteil ein Passivum der SNB – also die Schuld selber – ist.

    Dass die Emission von Geld nicht schuldbefreiend ist zeigt folgender Vergleich:

    Angenommen ein Leser kaufe einen Geschenkgutschein bei Manor für 100 Franken. Ist dieser Geschenkgutschein nun für Manor „schuldbefreiend“?

    Nein.

    Der Geschenkgutschein ist „schuldbildend“. Erst wenn der Beschenkte mit dem Gutschein etwas bei Manor kauft, tilgt Manor die Schuld mit der Herausgabe eines Artikels (Manor-Aktivum).

    Genauso ist Notenbankgeld für die emittierende Notenbank nicht schuldbefreiend, sondern schuldbildend.

    SNB-Chef Jordan liegt also ganz falsch, wenn er behauptet, die SNB könne mit Notenbankgeld ihre Schulden tilgen.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

    • Sehr geehrter Herr Meyer
      Besten Dank für Ihre Erklärungen. Ich kann diese nachvollziehen.
      „Geld ist dazu da, damit man damit etwas bezahlen kann. Könnte die UBS mit ihrem Geld bei der SNB nichts bezahlen oder nur von Verkäufern etwas kaufen, die bereit sind, ein Konto bei der SNB zu eröffnen, so wäre SNB-Notenbankgeld kein echtes gesetzliches Zahlungsmittel“.
      Vermutlich liegt hier ein grosses Missverständnis, dass man glaubt die SNB würde einfach der DB den CHF Gegenwert auf dem DB SNB Konto gutschreiben und/oder, dass die SNB entscheide, ob sie verkaufe oder nicht.
      Freundliche Grüsse Rico Meier

    • „Wenn also beispielsweise die UBS Euros bei der Deutschen Bank kauft, so kann sie diese bezahlen mit ihren Franken bei der SNB.“
      Richtig.

      „Zu diesem Zweck muss die UBS der SNB den Auftrag geben, eine gewisse Menge an Franken von ihrem Konto in Euros zu wechseln und auf das Konto der Deutschen Bank zu überweisen.“
      Falsch.
      Wenn die UBS von der Deutschen Bank Euronen kauft, dann bezahlt sie mit sfrs. Und zwar logischer Weise an die Deutsche Bank als Verkäuferin der Euronen.
      Die UBS überträgt also den Gegenwert aus ihrem sfrs-Guthaben an die Deutsche Bank. Oder anders: Sie weist die SNB an, die sfrs vom UBS-Konto auf dasjenige der Deutschen Bank umzubuchen.

      Für die SNB ist das ein neutraler Vorgang; die sfrs bleiben für sie „draußen“.

    • @Rico Meier

      Sehr geehrter Herr Meier

      Ja genau. Das denke ich auch. Hier liegt ein grosses Missverständnis. Wäre die SNB die einzige Zentralbank auf der Welt und müssten alle Marktteilnehmer ein Konto bei der SNB unterhalten, so würde jeder Geldtransfer zu einer Bilanzverkürzung bei einer gleichzeitigen Bilanzverlängerung führen.

      Der Schweizerfranken ist aber nicht auf der ganzen Welt das alleinige Zahlungsmittel – weder Franken-Banknoten noch Franken-Giroguthaben. Aus diesem Grund führt ein Zahlungsauftrag einer Bank, die Geld ins Ausland transferieren möchte zu einer Bilanzverkürzung bei der SNB. Das Guthaben der Bank bei der SNB in Franken reduziert sich dadurch und ebenso das Euro-Guthaben der SNB bei der betreffenden ausländischen Zentralbank.

      Da Notenbankgeld gesetzliches Zahlungsmittel ist und es internationale Kapitalverkehrsabkommen gibt, darf die SNB eine Zahlung ins Ausland nicht verhindern. Mit anderen Worten: Wenn ein ausländischer Kunde einer Schweizer Bank seine Franken-Positionen reduzieren will und damit eine Position in Euro oder Dollar aufbauen will, so darf er das.

      Entgegen der Behauptung von SNB-Chef Jordan.

      Fällt der Wert der SNB-Aktiven unter den Wert der ausstehenden Geldmenge, so kann die SNB nicht mehr alle Zahlungsaufträge ausführen und ist demzufolge Konkurs. Si emuss ihre Bilanz deponieren.

      Entgegen der Behauptung von SNB-Chef Jordan.

      Die Behauptung von SNB-Chef Jordan (und auch UBS-Chef Axel Weber in seiner Zeit als BuBa-Präsident), wonach eine Zentralbank ihre Schulden nicht zurückzahlen müsse, ist damit widerlegt.

      Die Konklusion ist, dass die SNB ihre Bilanz deponieren muss, sobald negatives Eigenkapital. droht.

      Die Medien verdrängen dies. Und wir diskutieren das hier auf einem Blog – weit weg verbannt und versteckt von den Medien. Etwas anderes ist in unserem Lande leider nicht möglich.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Burkhardt Brinkmann

      @Burckhardt Brinkmann

      Sehr geehrter Herr Brinkmann

      Danke für Ihre Replik.

      Die UBS kauft von der Deutschen Bank Aktien in Euro. Der Preis ist in Euro.

      Die UBS muss also die SNB beauftragen, z.B. 1 Milliarden Euro an die Deutsche Bank zu bezahlen. Bei einem Kurs von 1 zu 1.2 muss die SNB demzufolge das Guthaben der UBS bei der SNB um 1.2 Milliarden Franken reduzieren und der EZB den Auftrag geben, 1 Milliarde Euro vom Konto der SNB auf das Konto der Deutschen Bank zu überweisen.

      Der Verkäufer der europäischen Aktien will ja Euro – nicht Franken. Die Aktien wurden in Euro emittiert und werden an der Frankfurter Börse in Euro gehandelt. Also will die Deutsch Bank Euro – nicht Franken.

      Fällt der Eurokurs übermässig, so kann es sein, dass die SNB nicht mehr über genügend Euro verfügt, um die geforderten Zahlungen der Banken vornehmen zu können. Die SNB ist dann Konkurs.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  39. Zum Kommentar von Burkhardt Brinkmann vom 10. April 15 Uhr 18

    Sehr geehrter Herr Brinkmann

    Zuerst einmal möchte ich mich bei Ihnen für Ihren Beitrag bedanken. Bitte lassen Sie mich dazu wie folgt Stellung nehmen:

    Erstens:
    Sie schreiben, „unstreitig kann die SNB für Käufe auf ihr Guthaben bei der SNB zurückgreifen“.

    Richtig.

    Anschliessend schreiben Sie dann: „Tatsächlich SIND die sfrs-Guthaben der Geschäftsbanken bei der SNB „eingeschlossen“ – bis zur Kreditfälligkeit, oder zum freiwilligen Rückkauf durch die SNB.“

    Ihre beiden Aussagen widersprechen sich somit. Wenn die UBS ihr Geld, das auf ihrem Konto bei der SNB liegt, gebrauchen kann, um irgendwelche Käufe damit zu bezahlen, so braucht sie dazu nicht zuerst die Zustimmung der SNB. Bei der Geldmenge M1 (und dazu gehört auch Notenbankgeld) handelt es sich um Geld, das sofort verfügbar ist.

    Zweitens:

    Sie schreiben:

    „Die Banken sind an die sfrs-Guthaben gekommen, indem sie entweder
    a) Kredite aufgenommen haben bei der SNB. Diese haben eine Fristigkeit (teilweise sind das sogar nur Über-Nacht-Kredite). Wenn die Frist auf, sagen wir, 3 Tage lautet, dann darf die Kreditnehmerin (Geschäftsbank) den Kredit wahrscheinlich NICHT vorfristig tilgen – außer die SNB stimmt zu.“

    Hätten die Banken bei der SNB Kredite aufgenommen, wie Sie schreiben, so wären diese auf der Aktivseite der SNB-Bilanz ersichtlich. Die SNB gewährt aber keine Kredite an Schweizer Banken. Das zeigt die SNB-Bilanz. Zudem sprechen Sie hier von der Fristigkeit der Aktiven der SNB, während es sich beim Notenbankgeld um die Passiven der SNB handelt.

    Drittens:

    Sie schreiben:
    „c) Eine dritte Möglichkeit sind Devisen: Ausländische Anleger haben z. B. Euro in die Schweiz transferiert; die hat die UBS an die SNB verkauft (die Fremdwährungen kaufen DARF, aber nicht muss). Das ist ebenfalls ein irreversibles Geschäft es sei denn, die SNB wolle die von ihr gebunkerten Devisen freiwillig wieder verkaufen. Was sie i. d. R. nur dann tun wird, wenn es aus Gründen des Außenwechselkurses opportun erscheint.“

    Diese Argumentation ist sehr tückisch: Es gilt, folgende zwei Möglichkeiten zu unterscheiden.
    A) Bei einem Kauf von Devisen, finanziert mit Eigenkapital, ist das Geschäft endgültig abgeschlossen. Die SNB besässe auf ihrer Aktivseite Devisen und auf ihrer Passivseite entsprechendes Eigenkapital. Da Eigenkapital nie fällig wird, wäre ein Kauf von Devisen mit Eigenkapital für immer abgeschlossen. Allerdings wäre in diesem Fall kein Notenbankgeld entstanden.

    B) Damit Notenbankgeld entsteht, muss die SNB ihr Vermögen mit Fremdkapital finanzieren. D.h. die SNB kauft Devisen von den Banken und finanziert diese mit Fremdkapital in Form von Notenbankgeld bzw. in Form von Giroguthaben der Banken bei der SNB. Diese Giroguthaben stellen nun Geld dar, womit die Geschäftsbanken jederzeit (auf Sicht) Zahlungen tätigen können. Dazu benötigen sie nicht das Einverständnis der SNB, denn diese ist ja Schuldnerin auf Sicht.

    Viertens:
    Sie schreiben:
    „Auf einem der o. a. -3- Wege ist also die UBS an CH-Zentralbankgeld gekommen.
    Das kann sie
    – bei Fälligkeit wieder an die SNB zurückzahlen, soweit es sich um Kredite von SNB an UBS handelt (auch Repo-„Käufe“, die ebenfalls Kredite sind.)“

    Hier liegt ein Widerspruch. Beim Zentralbankgeld, an das die UBS durch Verkauf von Devisen an die SNB gekommen ist, handelt es sich um einen Kredit der UBS an die SNB (Passivum der SNB) und nicht um einen Kredit der SNB an die UBS, wie Sie schreiben.

    Fünftens:

    Sie schreiben: „Die über „finale“ Käufe erworbenen sfrs kann die UBS der SNB ausschließlich dann zurückzahlen, wenn die SNB FREIWILLIG bereit ist, der UBS etwas zu verkaufen: Devisen, Wertpapiere, Gold – was auch immer.“

    A) Die Devisenkäufe der SNB waren nicht „final“, weil die SNB diese nicht mit Eigenkapital finanziert hat, sondern mit Fremdkapital in Form von Sichtverbindlichkeiten der SNB. Diese Sichtverbindlichkeiten der SNB gegenüber den Banken sind umgekehrt Sichtguthaben der Banken bei der SNB – eben Notenbankgeld (M1). Auf Sicht fällig.

    Mit diesem Geld können die Banken Käufe von Devisen bei Dritten bezahlen. Notenbankgeld gehört zur Geldmenge M1 und ist jederzeit verfügbar. D.h. die Banken können mit diesem Geld jederzeit etwas bezahlen – z.B. Euro, die sie bei der Deutschen Bank gekauft haben. Die SNB muss in diesem Fall der EZB den Auftrag erteilen, einen gewissen Eurobetrag von ihrem SNB-Konto bei der EZB auf das Konto der Deutschen Bank bei der EZB umzubuchen.

    Das ist vergleichbar, wie wenn Sie der UBS den Auftrag erteilen, ihr Frankenkonto zu belasten und damit eine Rechnung in Euro zu bezahlen.

    Es geht hier also nicht darum, dass die UBS von der SNB Euros kauft, sondern von einem anderen Marktteilnehmer. Die UBS kann mit ihrem Geld, das auf ihrem Konto bei der SNB liegt, aber jederzeit Zahlungen tätigen. Diese haben dann zur Folge, dass die Bilanz der SNB verkürzt wird.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

    P.S. Die Konklusion daraus ist natürlich, dass die SNB Konkurs ist, wenn sie die an sie gerichteten Zahlungsaufträge nicht mehr erfüllen kann mangels Überschuldung.

    • Sie verheddern sich bei Ihren Beispielen.

      „Mit diesem Geld können die Banken Käufe von Devisen bei Dritten bezahlen.“
      Richtig: Käufe BEI DRITTEN!

      „Notenbankgeld gehört zur Geldmenge M1 und ist jederzeit verfügbar. D.h. die Banken können mit diesem Geld jederzeit etwas bezahlen – z.B. Euro, die sie bei der Deutschen Bank gekauft haben.“
      Sie reiten ständig auf einem Sachverhalt herum, den niemand bestreitet: Selbstverständlich kann die UBS aus ihrem SNB-Guthaben sfrs an die Deutsche Bank überweisen (die vielleicht auch ein Konto bei der SNB hat, aber das ist nicht entscheidend).

      „Die SNB muss in diesem Fall der EZB den Auftrag erteilen, einen gewissen Eurobetrag von ihrem SNB-Konto bei der EZB auf das Konto der Deutschen Bank bei der EZB umzubuchen.“
      Das ist Unsinn: Wenn die UBS die Euronen bei der Deutschen Bank gekauft hat, dann überweist (unterstellt, die UBS hätte auch ein Konto bei der EZB) die Deutsche Bank der UBS die Euros auf deren EZB-Konten. Und im Gegenzug überweist die UBS der Deutschen Bank die sfrs auf deren SNB-Konto.

      „Das ist vergleichbar, wie wenn Sie der UBS den Auftrag erteilen, ihr Frankenkonto zu belasten und damit eine Rechnung in Euro zu bezahlen.“
      Nein. Eine Zentralbank agiert insoweit NICHT wie eine Geschäftsbank. Eine Geschäftsbank kann einer Zentralbank nicht einfach den Auftrag erteilen, Fremdwährung zu überweisen.
      Diese Devisen muss sich die Geschäftsbank SELBER beschaffen, am Devisenmarkt.
      Bezahlen kann sie den Verkäufer der Devisen selbstverständlich aus ihrem SNB-Konto. Aber in sfrs, die folglich erhalten bleiben.

      Dass die Guthaben der Geschäftsbanken bei der SNB aus deren Sicht logischer Weise deren Schulden sind bedeutet nicht, dass die Geschäftsbanken die SNB zwingen könnten, ihnen irgend etwas anderes als sfrs herauszugeben. Sie können verlangen, dass die Guthaben in Bargeld umgetauscht werden – aber das ist auch alles.
      Und das führt selbstverständlich NICHT zu einer Bilanzverkürzung bei der SNB.

      Daher ist es auch herzlich gleichgültig, ob die SNB die Devisen aus EK angekauft hat, oder einfach mit „Gelddrucken“: Ob bzw. wie lange diese sfrs in der Welt bleiben, entscheidet ausschließlich die SNB. Die Geschäftsbanken haben insoweit keine Handhabe, die SNB-Bilanz zu verkürzen, weil sie die SNB nicht zwingen können, ihnen Devisen zu verkaufen. Die müssen sie sich, noch einmal, am Devisenmarkt beschaffen.

      In Ihrem vom Ausgangspunkt her richtigen Beispiel hat die UBS die Euronen gerade NICHT von der SNB Euros gekauft, sondern von einem anderen Marktteilnehmer. Diesen kann die UBS selbstverständlich aus ihrem SNB-Guthaben bezahlen: in sfrs. Die Bilanz der SNB bleibt dabei unverändert; die ursprünglich durch Devisenkauf der SNB in die Welt gesetzten SNB bleiben „draußen“.

      Und weil niemand die SNB zwingen kann, etwas anderes als sfrs auszuliefern, kann die SNB auch niemals pleite gehen.
      (Ausnahme wäre, wenn die SNB sich Euronen z. B. bei der EZB geliehen und die „verjuxt“ hätte. Dann hätte sie ein Problem, weil sie die bei Fälligkeit nicht zurückgeben könnte. Aber hier geht es ja um ANKÄUFE von Devisen. Und da kann keine Geschäftsbank die SNB zwingen, ihre Devisen an sie zu verkaufen bzw. DEVISEN zu Gunsten der Geschäftsbank an Dritte zu überweisen.)

    • @Burckhardt Brinkmann

      Danke

      Sie unterstellen zwei Prämissen, die nicht zutreffen und gelangen demzufolge zu einer Schlussfolgerung, die nicht haltbar ist.

      Erstens:

      Sie schreiben: „Eine Zentralbank agiert insoweit NICHT wie eine Geschäftsbank“.

      Notenbankgeld gehört genauso zur Geldmenge M1 und ist jederzeit verfügbar für den Inhaber. Die Geschäftsbanken können über ihr Geld bei der SNB genauso verfügen, wie ein Privater über sein Geld bei einer Geschäftsbank. Die Zentralbank ist ja die „Bank der Banken“. Dazu gehören auch Geldtransfers, welche zu einer Reduzierung der Bilanz der betreffenden Bank führen.

      Zweitens:

      Sie unterstellen, dass jede Gegenpartei einer Geschäftsbank, die ein Konto bei der SNB unterhält, ebenfalls ein Konto bei der SNB unterhält. Jede Transaktion führt somit – gemäss Ihrer Argumentation – lediglich zu einem Passivtausch in der Bilanz der SNB.

      Das ist nicht realistisch. Es gibt auch Transaktionen zwischen internationalen Geschäftspartnern, die zu einem Zufluss von Kapital in Franken und umgekehrt führen.

      Sie gelangen zum Schluss, dass die SNB niemals pleite gehen könne, weil niemand sie zwingen könne, etwas anderes als Franken auszuliefern.

      Doch.

      Da es sich bei Notenbankgeld um einen Bestandteil der Geldmenge M1 handelt, können deren Inhaber , die Geschäftsbanken, jederzeit die SNB auffordern, damit irgendetwas zu bezahlen. Die SNB muss dann einen Transfer von Vermögen vornehmen.

      Kann sie das nicht, weil ihr Vermögen zu klein ist, so ist die SNB pleite.

      Andernfalls könnte die SNB ja einseitig nur Gewinne ausschütten, müsste aber nie Verluste erleiden. Unrealistisch.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  40. @Herren Brinkmann, Meier

    Vielen Dank für Ihre Beiträge.

    Gerne möchte ich detailliert auf Ihre Kommentare eingehen. Heute komme ich aus Zeitgründen aber leider nicht dazu.

    Können Sie warten bis morgen?

    Vielen Dank

    Marc Meyer

    • Klar Herr Dr. Meyer, kein Problem!

      (Mein letzter Kommentar bezog sich natürlich auf einen Kommentar von RICO MEIER, NICHT von Ihnen. Hatte ich zunächst übersehen.)

  41. Zum Kommentar von Dr. Marc Meyer vom 06.04.2018 https://insideparadeplatz.ch/2018/02/14/snb-jordan-verkuendet-kommunistisches-und-laedt-zum-gratis-buffet/#comment-202925

    Unstreitig kann die USB für Käufe (von was auch immer) auf ihr Guthaben bei der SNB zurückgreifen.
    Falsch ist dagegen Ihre Schlussfolgerung
    „Damit ist klar, dass die SNB ihre Bilanz verkürzen muss. Andernfalls wären die Banken bei der SNB in Franken eingeschlossen.“
    Tatsächlich SIND die sfrs-Guthaben der Geschäftsbanken bei der SNB „eingeschlossen“ – bis zur Kreditfälligkeit, oder zum freiwilligen Rückkauf durch die SNB.

    Die Banken sind an die sfrs-Guthaben gekommen, indem sie entweder
    a) Kredite aufgenommen haben bei der SNB. Diese haben eine Fristigkeit (teilweise sind das sogar nur Über-Nacht-Kredite). Wenn die Frist auf, sagen wir, 3 Tage lautet, dann darf die Kreditnehmerin (Geschäftsbank) den Kredit wahrscheinlich NICHT vorfristig tilgen – außer die SNB stimmt zu.
    b) Wertpapiere an die SNB verkauft haben. Das kann als endgültige Transaktion geschehen. Ein Rückkauf wäre dann nur im beiderseitigen Einverständnis möglich.
    Oder als „Repo-Geschäft“, also mit einem von vornherein vereinbarten Rückkauf durch die Bank. Dann gilt wiederum die entsprechende Frist.
    c) Eine dritte Möglichkeit sind Devisen: Ausländische Anleger haben z. B. Euro in die Schweiz transferiert; die hat die UBS an die SNB verkauft (die Fremdwährungen kaufen DARF, aber nicht muss). Das ist ebenfalls ein irreversibles Geschäft es sei denn, die SNB wolle die von ihr gebunkerten Devisen freiwillig wieder verkaufen. Was sie i. d. R. nur dann tun wird, wenn es aus Gründen des Außenwechselkurses opportun erscheint.

    Auf einem der o. a. -3- Wege ist also die UBS an CH-Zentralbankgeld gekommen.
    Das kann sie
    – bei Fälligkeit wieder an die SNB zurückzahlen, soweit es sich um Kredite von SNB an UBS handelt (auch Repo-„Käufe“, die ebenfalls Kredite sind.)
    Die über „finale“ Käufe erworbenen sfrs kann die UBS der SNB ausschließlich dann zurückzahlen, wenn die SNB FREIWILLIG bereit ist, der UBS etwas zu verkaufen: Devisen, Wertpapiere, Gold – was auch immer.

    So einfach ist das.
    Und wenn die UBS Rechnungen in Euro, Yen, Renminbi oder Paʻanga (Währung der Tonga-Inseln) zu begleichen hat, dann muss sie auf dem freien Markt jemanden finden, der ihr diese Devisen verkauft. Das KANN auch die SNB sein, muss aber nicht.
    Natürlich verwendet die UBS ihr SNB-Guthaben für den Kauf: Das dann an die Commerzbank, die Deutsche Bank oder wen auch immer übertragen wird, der ihr auf dem freien Markt Euro, Paʻanga usw. verkauft hat.

    Das bedeutet, dass diese sfrs „weiterleben“ – mit einem anderen Eigentümer. Will die SNB sie dem Markt wieder entziehen, muss sie etwas verkaufen.
    Hatte die UBS die sfrs nur kreditweise von der SNB aufgenommen, muss sie sich dort neue Kredite beschaffen oder aber ihren Kredit aus anderweitig verfügbaren bzw. zwischenzeitlich eingegangenen Mitteln tilgen.

    Die einzelne Geschäftsbank kann ihre sfrs problemlos „loswerden“, indem sie sie an einen anderen Eigentümer überträgt (bei dem sie Schulden hatte, oder von dem sie etwas kauft).
    Das Geschäftsbankensystem in toto kann diejenigen sfrs, die von der SNB über endgültige Transaktionen (Ankäufe von Devisen, Wertpapieren usw.) in die Wirtschaft injiziert wurden, NICHT wieder loswerden; die bleiben so lange in Umlauf, bis die SNB von sich aus entscheidet, sie wieder „einzukassieren“. (Wozu sie natürlich durch bestimmte wirtschaftliche Umstände mehr oder weniger „gezwungen“ sein kann. Aber rechtlich ist das ihre freie Entscheidung.)

    „Das Missverständnis rührt daher, dass die Aufhebung des Goldstandards nicht bedeutet, dass die Banken mit ihrem Geld bei der SNB nichts bezahlen dürfen.“
    Selbstverständlich dürfen die Banken mit ihren SNB-Guthaben bezahlen. Aber wenn sie Rechnungen in Fremdwährung begleichen wollen, müssen sie erst einmal jemanden finden, der ihnen diese entweder leiht oder – gegen eben dieses Guthaben – verkauft.
    Das KANN auch die SNB sein. Nur ist sie dazu nicht verpflichtet.
    Wie ja auch logisch, denn selbst die SNB wird kaum größere Mengen an Paʻanga verfügbar haben. 🙂
    Euronen hat sie wahrscheinlich in rauen Mengen; aber die hat sie ja überhaupt nur (freiwillig) angekauft, um den sfrs-Kurs zu senken. Würde sie die Euronen wieder abstoßen (gegen sfrs), dann würde der Franken-Kurs (tendenziell) wieder steigen. Sie müsste also u. U. gegen ihre eigene Wechselkurspolitik handeln, wenn sie tatsächlich verpflichtet wäre, bei ihr vorhandene Fremdwährungen wieder gegen sfrs einzutauschen.

    • Sehr geehrter Herr Brinkmann
      Meiner Ansicht nach kann man das „Dilemma“ besser fassen, wenn man nicht von einer Einzeltransaktion ausgeht. Die Frage stellt sich m.E. eher was geschehen würden, wenn die Banken insgesamt (bzw. die dahinter stehenden Investoren = Passivseite der Bankbilanz) binnen kurzer Frist einen beträchtlichen Teil ihrer CHF-Positionen umtauschen wollten, um die Gegenwerte z.B. in ausländische Wertpapiere zu investieren. Dies in einem Ausmass, dass per Saldo die Giroguthaben der Banken bei der SNB deutlich abnehmen würden (also kein reiner Passivtausch in der SNB Bilanz; Bank A übernimmt von Bank B ihr Giroguthaben bei der SNB weil Bank A der Bank B Devisen verkauft). Was würde die SNB in einem solchen Fall tun, nebst vermutlich die Negativzinsen zu reduzieren? Würde die SNB den Banken (bzw. deren Kapitalgebern) einen deutlichen Mittelabfluss innert relativ kurzer Zeit tatsächlich verweigern (können) unter Berufung auf ihr „schuldbefreiendes“ Notenbankgeldmonopol, z.B. weil sie negatives EK befürchtet. Einigkeit wird es in dieser Frage kaum je geben. Dazu sind die Gelddefinitionen: „schuldbefreies Notenbankgeld“ versus „Notenbankgeld = Obligation der SNB“ zu polarisierend. Jeder muss da wohl seine eigenen Schlüsse ziehen und verantworten.
      Freundliche Grüsse Rico Meier

  42. Zum Kommentar von Dr. Marc Meyer vom 05.04.2018, https://insideparadeplatz.ch/2018/02/14/snb-jordan-verkuendet-kommunistisches-und-laedt-zum-gratis-buffet/#comment-202623

    Wie solche Transaktionen vom Grundsatz her verlaufen können, ist mir schon klar. Es mag auch sein, dass die bei kleineren Beträgen – also bis irgendwo im Millionenbereich – tatsächlich so verlaufen.

    Nur glaube ich nicht, dass die SNB VERPFLICHTET ist, der USB, auf welche Weise auch immer, Euro zur Verfügung zu stellen.
    Und allemal vermute ich bei Geschäften im Milliardenbereich, dass sich die USB selber, auf dem freien Markt, um die Beschaffung von Euro kümmern muss. Die sie dann natürlich mit sfrs von ihrem SNB-Konto bezahlen kann. Oder sich ggf. auch vom Verkäufer leihen.

    Natürlich KANN sie die Euronen auch von der SNB kaufen – wenn die zu einem Verkauf bereit ist.
    Nur glaube ich nicht, dass die SNB diese verkaufen (und an wen auch immer überweisen) MUSS.

    • @Burkhardt Brinkmann

      Danke.

      Wir kommen der Sache näher:

      Die UBS entschliesst sich, Aktien in Euro zu kaufen auf dem freien Markt bei der Deutschen Bank.

      Um diese zu bezahlen, benötigt sie liquide Mittel. Diese besitzt sie in Form von Notenbankgeld d.h. Giroguthaben bei der SNB.

      Mit diesem Geld bezahlt die UBS ihren Kauf.

      Es ist genau so, wie wenn Sie ein Guthaben auf einer Bank besitzen in Franken und damit eine Rechnung in Euro bezahlen.

      Die SNB darf nicht verweigern, dass mit dem Notenbankgeld etwas bezahlt wird. Denn das ist der Sinn von Geld, damit dessen Inhaber etwas damit bezahlen kann.

      Damit ist klar, dass die SNB ihre Bilanz verkürzen muss. Andernfalls wären die Banken bei der SNB in Franken eingeschlossen.

      Das Missverständnis rührt daher, dass die Aufhebung des Goldstandards nicht bedeutet, dass die Banken mit ihrem Geld bei der SNB nichts bezahlen dürfen.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

      Fteundliche Grüsse

      Marc Meye5

  43. Hallo Herr Brinkmann,

    danke für Ihre ausführliche und sachlich fundierte Antwort vom 28. März 2018 / 18:44 . Am Ende schreiben Sie:
    ~~~~~~~~~~~~
    Letztlich weiß ich nicht, worauf Sie hinaus wollen.
    ~~~~~~~~~~~~
    Deshalb möchte ich zuerst auch hierauf näher eingehen, bevor ich mich anderen Punkten zuwende.
    Sie betonen in Ihren Beiträgen, dass es sich beim „Geschäftsbanken-Sichtguthaben“ im Prinzip um einen BASISGELDANSPRUCH handelt. Dieser Aussage möchte ich widersprechen. Was nutzt mich ein Prinzip, wenn mich die Realität eines anderen belehrt? Um dies zu belegen muss ich etwas weiter ausholen.

    Unser Geldsystem kann man sich von verschiedenen Standpunkten aus ansehen. Es gibt da die Sichtweise der Nichtbank, des Volkswirtschaftlers, des Bankbetriebswirtes oder die des Juristen, mit jeweils unterschiedlichen und mehr oder weniger umfassenden Modellvorstellungen.

    Sowohl die Nichtbank wie auch mehrheitlich die Volkswirte betrachten „Geld“ als eine Sache. Sie bewegen sich auf der „Ding-Geld-Ebene“ . Hierzu passt dann auch die juristische Sichtweise auf Bargeld, unser „gesetzliches Zahlungsmittel“. Bargeld ist eine Sache gemäß BGB § 90. In die Kreislaufdiagramme der Volkswirte lässt sich dieses „Geld“ als Wertsache auch schön einfügen. Zweifellos ist diese Sichtweise auch für viele Untersuchungen unseres Geldsystems ausreichend.

    Problematisch wird es aber bereits beim „Geschäftsbanken-Sichtguthaben“. Es ist eindeutig „Geld“ und gleichzeitig auch ein Anspruch auf „Bargeld“. Verwirrend? Hier hilft die Sichtweise der Bank weiter, welche ich als „Schuld-Geld-Ebene“ bezeichnen möchte. Wie „Geschäftsbanken-Sichtguthaben“ entsteht ist wohl allgemein bekannt? Eine Nichtbank nimmt einen Kredit auf, verschuldet sich gegenüber der Bank und erhält im Gegenzug „Geschäftsbanken-Sichtguthaben“, eine Schuldanerkennung der Bank. Hierbei handelt es sich um eine Geldschuld. Laut BGB stellt die Bank dem Kreditnehmer einen „Geldbetrag“ zur Verfügung.

    Was macht der Kreditnehmer mit dieser Geldschuld der Bank? Er bezahlt seine Rechnungen indem er seine „Forderung an die Bank“ auf den Rechnungssteller überträgt. Falls der Rechnungsempfänger selbst einen Kredit bei seiner Bank laufen hat, kann er mit der eingegangenen „Forderung an die Bank“ die Forderung der Bank an ihn verrechnen, er tilgt seinen Kredit. So entsteht mit zeitlicher Verzögerung ein Kreislauf zwischen Kreditauszahlungen und Kreditrückzahlungen. Eine dritte Möglichkeit zur Verwendung der „Forderung an die Bank“ ist die Auszahlung mit „Bargeld“, einer „Inhaberschuldverschreibung der Zentralbank“. Die Bank muss sich hierzu Bargeld bei der Zentralbank besorgen und sich gegenüber der Zentralbank verschulden. Bei der Auszahlung von Bargeld findet bankintern ein Passivtausch statt. Die Verbindlichkeit gegenüber dem Kunden sinkt während die Verbindlichkeit gegenüber der Zentralbank um den gleichen Betrag steigt. Der Kontobesitzer bei einer Geschäftsbank hat somit Anspruch auf unterschiedliche Nutzungsarten seiner „Forderung an die Bank“. Er kann damit

    • Überweisungen tätigen,
    • Kreditschulden tilgen und
    • Bargeld abheben,

    wobei letzteres den geringsten Anteil am Zahlungsverkehr ausmacht, zwischen drei und fünf Prozent. Somit kann ich Ihrer Aussage:
    ~~~~~~~~~~~~
    Anders gesagt: Solange er den Anspruch gegen die Bank auf dem eigenen Konto hat, ist es (im Prinzip) ein Basisgeldanspruch gegen die Bank.
    Logischer Weise ist es also ein BASISGELDanspruch, den der Kreditschuldner zwecks Tilgung an seine Bank überträgt.
    ~~~~~~~~~~~~~
    keinesfalls zustimmen. Sie erweist sich als Fiktion mit sehr geringem Realitätsbezug.

    Ein Beispiel mag dies zusätzlich verdeutlichen. Was geschieht wenn alle Bargeldbesitzer ihr Bargeld zu den Banken bringen? Bricht dann unser Geldsystem zusammen, da kein „gesetzliches Zahlungsmittel“ mehr vorhanden ist?

    Ich glaube nicht, da ich mit dem „Geschäftsbanken-Sichtguthaben“ auch weiterhin die oben genannten Transaktionen abwickeln kann. Somit erweist sich nicht das „Bargeld“ sondern das „Geschäftsbanken-Sichtguthaben“ als Dreh- und Angelpunkt des Zahlungsverkehrs.

    Zur allgemein suggerierten Allmacht der Zentralbank und des Basisgeldes noch einige Informationen.

    Im Artikel “Das Geldrätsel: Zentralbanksystem“ habe ich unterschiedliche Sichtweisen auf die Zentralbank näher beschrieben.
    Fazit: Eine einfache und eindeutige Modellvorstellung gibt es nicht. Je nach Untersuchungsgegenstand bieten sich unterschiedliche Sichtweisen an, welche alle ihre Berechtigung haben. Die Beschränkung auf nur ein Modell führt unweigerlich zu Missverständnissen und falschen Folgerungen.

    Wie am Beispiel des Zahlungssystems ohne Bargeld aufgeführt, sind auch Zahlungen zwischen Banken ganz ohne Zentralbankgeld technisch möglich.

    Damit behaupte ich jedoch keineswegs, dass die Zentralbank in unserem heutigen Geldsystem überflüssig sei.

    LG
    Rudolf Müller

    • „Was geschieht wenn alle Bargeldbesitzer ihr Bargeld zu den Banken bringen? Bricht dann unser Geldsystem zusammen, da kein „gesetzliches Zahlungsmittel“ mehr vorhanden ist? Ich glaube nicht, da ich mit dem „Geschäftsbanken-Sichtguthaben“ auch weiterhin die oben genannten Transaktionen abwickeln kann. Somit erweist sich nicht das „Bargeld“ sondern das „Geschäftsbanken-Sichtguthaben“ als Dreh- und Angelpunkt des Zahlungsverkehrs.“

      Rechte sind in Gesetzen usw. festgelegt; sie sind zunächst einmal immer nur eine „Fiktion“. Ob sie auch durchgesetzt werden, ist eine völlig andere Frage.

      Im Internet gibt es täglich wahrscheinlich Millionen (kleinerer) Urheberrechtsverstöße, gegen die niemand vorgeht – weil sie unbemerkt bleiben, oder weil der Aufwand zu groß wäre. Das heißt aber nicht, dass diese Rechte nicht bestehen – und ggf. auch durchgesetzt werden könnten. Und tatsächlich auch manchmal durchgesetzt werden.

      Allgemein gesprochen lässt sich das Bestehen einer Rechtspflicht nicht dadurch widerlegen, dass sie in der Praxis nicht durchgesetzt wird oder nicht praxisrelevant ist.

      Ich gehe davon aus, dass die Geldeinleger bei den Banken einen Rechtsanspruch auf Auszahlung von Bargeld haben – auch wenn ich nicht weiß, in welchem Gesetz das geregelt ist.

      Und diese Rechtspflicht KANN, wie es gelegentlich ja auch real passiert ist (z. B. in Großbritannien, oder – um 1930 – massiv in den USA und vielleicht auch in D.) als „bank run“ ein massives Problem für das Geldsystem werden.
      Nicht umsonst haben sich ja Merkel und Steinbrück (glaube, 2008) vor die Fernsehkameras gestellt und dem Volk gesagt, dass der Staat für die Bankeinlagen garantiert.

      Dass das normaler Weise NICHT relevant wird ist ja völlig unstreitig. Das liegt daran, dass der Bürger gar kein Interesse daran hat, ggf. gigantische (Bar-)Geldsummen bei sich daheim im Keller zu lagern: Risiko, Zinsverluste.
      Allerdings überlegen momentan einige Großanleger (z. B. die Allianz-Versicherung) ob sie sich nicht tatsächlich günstiger stehen, wenn sie die Scheine ganz real bunkern, anstatt sie auf der Bank zu lassen.
      Weil die nämlich Negativzinsen bezahlen müssen. Da ist es eine Frage der Lager-, Transport- und Versicherungskosten, bei welcher Variante der Geldeinleger sich besser bzw. schlechter steht.

      Ihr Beispiel ist praktischer Natur und sagt gar nichts darüber aus, ob Banken zur Auszahlung von Bargeld verpflichtet sind – wenn es die Kunden verlangen.
      Und selbstverständlich bricht das Zahlungssystem nicht zusammen, wenn die Kunden ihr Bargeld auf die Bank bringen: Dann haben die Banken ja umso weniger Probleme, Ansprüche untereinander ggf. mir Bargeld, also Basisgeld, auszugleichen.
      Wie sie es ebenfalls tun müssen – sofern es die Partnerbank verlangt.

      Aber nach wie vor verstehe ich nicht warum Sie sich so darin verbeißen, einen gänzlich unstreitigen Sachverhalt (dass normaler Weise das Basisgeld eine untergeordnete Rolle in der Wirtschaft spielt) irgendwie zu überhöhen.

  44. @Interessierter

    Danke für Ihre Fragen. Ja, es ist so, dass von den Zentralbanken emittiertes Geld eher mit Gold hinterlegt ist, als von Geschäftsbanken emittiertes Geld.

    Die Aussage von SNB-Chef Jordan, dass aufgrund der Abschaffung des Goldstandards die Zentralbank nicht mehr verpflichtet ist, ihre Schulden zurückzuzahlen ist jedoch äusserst trügerisch. Warum?

    Notenbankgeld besteht zu rund 10 Prozent aus Banknoten und zu 90 Prozent aus den Guthaben der Banken bei der SNB. Diese Guthaben sind vergleichbar mit Guthaben, die Sie, die Leser und ich beispielsweise bei der UBS halten.

    Wenn Sie ein Guthaben bei der UBS haben, so können sie beispielsweise damit ihre Ferien im Ausland bezahlen. Sie geben der UBS den Auftrag, einen gewissen Betrag von Ihrem Konto auf das Konto beispielsweise des Hotels im Ausland zu überweisen. Dazu müssen Ihre Franken auf dem UBS-Konto in beispielsweise Euros gewechselt werden.

    Die UBS muss dann beispielsweise der Deutschen Bank den Auftrag geben, einen Teil von ihrem Euro-Guthaben bei der Deutschen Bank (UBS-Guthaben bei der DB) auf das Konto des Hotels bei der Deutschen Bank gutzuschreiben. Die Deutsche Bank schreibt diesen Betrag dann dem Hotel gut und Ihre Rechnung beim Hotel in Deutschland ist bezahlt.

    Diese Transaktion führt zu einer Bilanzverkürzung der UBS. Die UBS ist gezwungen, diese Transaktion durchzuführen, sofern Ihr Guthaben bei der UBS über einen genügend hohen Bestand verfügt. Ihr Kontostand bei der UBS wird entsprechend kleiner.

    Genau so ist die SNB verpflichtet, eine Zahlung im Auftrag einer Bank auszuführen, welche über ein Guthaben bei der SNB verfügt.

    Die UBS besitzt beispielsweise rund 120 Milliarden Franken Guthaben bei der SNB. Will die UBS nun für 1.2 Milliarde Franken Aktien an der Deutschen Börse kaufen, und mit ihrem Geld bei der SNB bezahlen, so kann sie das tun. Sie gibt dann der SNB den Auftrag, den Betrag von 1.2 Milliarde Franken in Euro umzurechnen. Das sind 1 Milliarde Euro beim Kurs von 1.2 zu 1.

    Die SNB muss dann der EZB den Auftrag geben, 1 Milliarde Euro von ihrem Konto bei der EZB auf das Konto beispielsweise der Deutschen Bank bei der EZB zu überweisen. Damit hat die UBS ihre Aktienkäufe in Euro bezahlt mit ihrem Guthaben bei der SNB in Franken.

    Die SNB darf diesen Auftrag nie und nimmer verweigern. Die SNB muss den Auftrag der UBS ausführen, da die UBS über ein Guthaben – über Geld – gesetzliches Zahlungsmittel – bei der SNB verfügt, womit die UBS jederzeit bezahlen kann. Die Bilanz der SNB wird dadurch um 1 Mrd. Franken verkürzt.

    Fällt der Euro auf eins zu eins, so hat die UBS das Recht, dass die SNB ihre 1.2 Mrd. Franken in 1.2 Mrd. Euros wechselt. Fällt das Eigenkapital der SNB in den negativen Bereich, so kann die SNB ihre Aufträge nicht mehr vollumfänglich ausführen und ist Konkurs.

    Die Behauptung von SNB-Chef Jordan, womit die SNB keine Schuld gegenüber den Banken habe, ist somit widerlegt. Das gilt genauso für die Behauptung von UBS-Chef Axel Weber in seiner Zeit, als Präsident der Deutschen Bundesbank, als er sagte, die Schuld der Zentralbank sei nicht einforderbar – doch ist sie.

    Die Zentralbankpräsidenten irren also, wenn sie behaupten, die Zentralbanken müssten ihre Schulden seit der Aufhebung des Goldstandards nicht mehr zurückzahlen.

    Doch sie müssen diese zurückzahlen und können sie das nicht, so sind die Zentralbanken Konkurs.

    Es ist bedenklich, dass der Euro die EU zusammenhalten soll, und die Geldpolitik der EZB und auch der SNB auf dermassen falschen Prämissen und Falschaussagen beruht.

    Ich möchte die Behauptungen der Zentralbanken als „die Zentralbanklüge“ bezeichnen.

    Damit verabschiede ich mich aus diesem Forum. Ich denke, nach 60 Beiträgen ist genug. Ich habe auch noch anderes zu tun, als hier an der Diskussion teilzunehmen, die immer wirrer wird – absichtlich wirr gemacht wird von den „anonymen Fürsprechern der SNB“.

    Wer weiterhin an das Märchen von der Geldschöpfung aus dem Nichts glauben will, und dass die Zentralbanken ihre Schulden nie zurückzahlen müssen, der soll das tun. Interessiert mich nicht mehr.

    Sollen sie meine Texte „zumüllen“, soviel sie wollen.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

    P.S: Mit Sicherheit wird der Tag kommen, wo die Zentralbankpräsidenten behaupten, sie hätten das schon immer gewusst, was ich hier geschrieben habe. Das haben Sie bei der Geldschöpfung der Banken ja auch getan, nachdem die Bank of England meine Argumentation von „Die SNB und das Märchen von der Geldschöpfung“ haargenau übernommen hatte.

    Soviel noch zur Fairness in der Wirtschaftswissenschaft, insbesondere der Fairness der SNB und persönlich der Fairness von SNB-Chef Jordan. Dieser wird dann einmal in einem Vortrag genau das sagen, was ich hier geschrieben habe – hat er bezüglich der Geldschöpfung der Banken ja auch getan. Herr Jordan ist gut im Plagiieren. Wir werden ja noch sehen, wohin seine „Zentralbanklüge“ führt.

    • „Fällt der Euro auf eins zu eins, so hat die UBS das Recht, dass die SNB ihre 1.2 Mrd. Franken in 1.2 Mrd. Euros wechselt.“

      Die UBS dürfte gegen die SNB den Anspruch haben, ihr dortiges Guthaben in bar ausgezahlt zu bekommen.
      Sie hat mit Sicherheit KEINEN Anspruch an die SNB, ihr
      Guthaben in FREMDWÄHRUNG ausgezahlt zu bekommen.
      Die hat die SNB ja nicht unbedingt, die schuldet sie auch niemandem (solange sie sich die nicht geliehen hat, wie das z. B. in Swap-Abkommen zwischen Zentralbanken gelegentlich geschieht) und sie ist auch nicht verpflichtet, sich z. B. Renminbi – oder Yen, oder Dollar, oder Euros oder Pfund oder Rubel ….. – zu beschaffen, nur weil die UBS diese gerne hätte. Das ist die freie Entscheidung der SNB, ob sie diese Währungen (wenn sie sie denn besitzt) verkaufen möchte oder nicht.
      Ggf. muss sich die SNB einen anderen Partner suchen, der ihr die Fremdwährung verkauft. Und dem sie – ggf. von ihrem SNB-Konto – sfrs dafür bezahlt.

      Ich weiß es schlicht nicht (weder für die Schweiz, noch für Deutschland) ob eine Notenbank rechtlich verpflichtet ist, auf eine Anweisung in der eigenen Währung eine Auszahlung in Fremdwährung vorzunehmen.
      Ich glaube das allerdings nicht. Weil sie dem Kontoinhaber keine Fremdwährung schuldet, sondern lediglich die eigene.

      Vermutlich wird sie das in der Praxis bei kleineren Beträgen meist tun; bei größeren wohl nicht unbedingt.

      Aber bevor man da groß spekuliert: Das sollte sich doch feststellen lassen? Z. B. durch eine Anfrage an die Pressestelle der SNB?

      Allerdings kann die SNB, wenn sie Fremdwährungen massenhaft angesammelt hat, Kursverluste machen. Und dadurch kann rein buchhalterisch auch ein negatives EK entstehen.
      Nehmen wir an, sie hat am Markt 100 Mrd. € gegen 100 Mrd. sfrs angekauft.
      Dann fällt der Euro, so dass der Bestand im SNB-Tresor (oder auf dem SNB-Konto bei der EZB) nur noch 50 Mrd. sfrs wert ist.
      Buchverlust der SNB: 50 Mrd. sfrs. Hatte sie vorher 10 Mrd. EK, hätte sie jetzt (alle anderen Geschäfte ausgeklammert) 40 Mrd. negatives EK.

      Pleite geht sie trotzdem nicht: Sie hat die Euronen für 100 Mrd. sfrs gekauft und ist nicht verpflichtet, sie nunmehr für 50 Mrd. sfrs wieder zu verkaufen.
      Aber selbst wenn sie das tut, ist das für sie rein betriebswirtschaftlich auch kein Problem: Dann schwirren halt die vorher „zuviel bezahlten“ 50 Mrd. sfrs in der Wirtschaft herum.
      Das dürfte inflationäre Tendenzen zur Folge haben; aber die SNB geht davon nicht pleite. Weil sie sich den ursprünglichen Kaufpreis von 100 Mrd. sfrs von niemandem geliehen, sondern einfach selber „gedruckt“ hatte.

    • @Burkhardt Brinkmann

      Danke

      Kurze Antwort vom Handy

      Die UBS besitzt ein Guthaben auf ihrem Konto bei der SNB. ( vergleichbar mit einem Guthaben, das Sie bei der Deutschen Bank haben).

      Die UBS darf mit diesem Geld irgendwo irgendetwas bezahlen wie Sie mit Ihrem Geld bei der DB auch).

      Wie geht diese Bezahlung vor sich?

      Die UBS kauft z. B. Aktien von deutschen Automobilherstellern in Frankfurt über die Deutsche Bank.

      Die UBS schuldet der DB also Euros. Sie, die UBS beauftragt demzufolge die SNB, auf das Konto der Deutschen Bank einen Eurobetrag zu überweisen.

      Wie geht das?

      Die Deutsche Bank hat ein Eurokonto bei der EZB. Die SNB auch. Die EZB ist Clearingstelle.

      Die SNB beauftragt die EZB einen entsprechenden Eurobetrag von Ihrem Konto auf das Konto der DB umzubuchen.

      Dadurch vermindert sich das Franken Guthaben der UBS bei der SNB um einen bestimmten Betrag.

      Um wieviel?

      Das hängt vom Wechselkurs ab.

      Die UBS kauft die Fahrzeugaktien also nicht von der SNB, sondern von der DB. Aber die UBS zahlt mit dem Geld, das sie suf ihrem Konto bei der SNB besitzt.

      Die Deutsche Bank besitzt nun die geforderten Euros.

      Das ist vergleichbar wie wenn Sie mit Ihrem Franken Guthaben auf der UBS eine Hotelrechnung in Frankfurt bezahlen in Euro und das Hotel hat die Deutsche Bank als Bankverbindung.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  45. Zum Kommentar 26.03.18 von Rudolf Müller ()

    „Ihrer Fixierung auf das „Basisgeld“ ….. die allgemein suggerierte Allmacht des „Basisgeldes“ der Zentralbank [ist] eine Fiktion“
    Mit dem Basisgeld kann ich IMMER einkaufen gehen. Theoretisch könnte auch die Zentralbank dieses Geld in unbeschränkter Menge „drucken“ und damit einkaufen bzw. den Staat einkaufen lassen.
    Die Bank kann das mit ihrem Giralgeld nicht, weil, wie Sie zutreffend sagen:
    „Das Sichtguthaben der Geschäftsbank ….. nur Gültigkeit unter den Kunden dieser Bank [hat]. Die Handelsbank kann nur Handelsbank-€ herstellen und in Umlauf bringen, wie auch die Kreditbank nur Kreditbank-€ herstellen und in Umlauf bringen kann. Das Sichtguthaben einer Geschäftsbank kann den Bereich dieser Bank nicht verlassen.“
    Richtig; darin liegt eine Beschränkung der Geschäftsbanken bzw. des von diesen geschöpften Giralgeldes gegenüber der Notenbank bzw. deren Basisgeld.
    (Ob Sie das Giralgeld als Einheit sehen oder als Pluralität – jede Bank schöpft ihr eigenes Giralgeld – ist für den Interbanken-Transfer bedeutungslos.)

    „Was geschieht zum Beispiel, wenn ein Kunde der Handelsbank eine Überweisung an einen Kunden der Kreditbank vornehmen will?
    • die Handelsbank nimmt einen Kredit bei der Kreditbank auf ….. “
    [richtig: Interbanken-Kredite sind EINE Möglichkeit, ohne Basisgeld auszukommen.]

    • „Handelsbank und Kreditbank einigen sich auf ein von beiden Seiten akzeptiertes Zahlungsmittel, z.B. Goldmünzen.“
    [Wäre möglich; dürfte aber für die Praxis irrelevant sein. Vor allem aber müsste es eine Geldform sein, die nicht nur die beiden Banken akzeptieren, sondern ALLE Wirtschaftsteilnehmer. Denn wenn der Kreditbank-Kunde als Begünstigter eine Auszahlung verlangt, dann will er natürlich so etwas haben. Und diese Voraussetzung, erfüllt eben nur das Bargeld. Das ist schließlich gesetzliches Zahlungsmittel. Und außerdem – anders als Goldmünzen – auch frei von Kursschwankungen.]

    • „Beide Banken einigen sich auf eine von allen Beteiligten anerkannte vertrauenswürdige Bank, die Zentralbank. Die Handelsbank nimmt nun einen Kredit bei der Zentralbank auf. ….. Die Zentralbank fungiert lediglich als Zahlungsdienstleister zwischen den beiden Banken.“
    Da argumentieren Sie widersprüchlich:
    – einerseits nimmt die Handelsbank bei der ZB einen Kredit auf (richtig!)
    – andererseits soll die ZB „lediglich als Zahlungsdienstleister“ fungieren. Das ist falsch. Solche Dienstleister gibt es natürlich: Das Interbanken-Clearingsystem. Das eine weitere, bei Ihnen nicht aufgeführte Möglich der „Überweisung“ von Handelsbank (HB) an Kreditbank (KB) bietet: Die simple Verrechnung gegenläufiger Zahlungsströme. So dass im Ergebnis (für die aufrechenbaren Beträge) real überhaupt kein Geldtransfer erforderlich ist.
    Und natürlich müssen sich die Geschäftsbanken nicht auf die Währung der ZB „einigen“: Die IST das allgemein gültige Zahlungsmittel innerhalb einer Volkswirtschaft, deren schuldbefreiende Annahme der Staat vorschreibt.

    „Wichtig zu erkennen ist weiterhin, dass am Anfang der Geldschaffung durch das Bankensystem die Kreditaufnahme einer Nichtbank bei einer Geschäftsbank steht.“
    Für die (Giral-)Geldschöpfung der Geschäftsbanken richtig. Theoretisch (heute nicht praxisrelevant) könnte allerdings auch die Zentralbank direkt (Basisgeld-)Kredite an Nichtbanken vergeben, oder an den Staat.

    „Erst wenn die Nichtbank im Besitz von Geschäftsbanken-Sichtguthaben ist, kann sie sich, falls gewünscht, ihr Sichtguthaben in Bargeld wechseln lassen.“
    Das ist richtig, aber tautologisch.
    Wenn Sie damit sagen wollten, dass JEDE Nichtbank in JEDEM Falle erst ein Sichtguthaben benötigt, um an Bargeld zu kommen, dann ist es sogar falsch: Mein Arbeitgeber, Kunde oder anderweitig Zahlungsverpflichteter kann mir auch gleich Bargeld auszahlen.
    Wollten Sie zum Ausdruck bringen, dass eine Nichtbank kein Basisgeld direkt von der ZB bekommen kann (das außerdem für sie nur in Form von Basisgeld verfügbar ist), sondern eine Geschäftsbank zwischenschalten muss, dann ist das selbstverständlich richtig.

    „Das Zahlungsmittel der Zentralbank als „Basisgeld“ zu bezeichnen, beinhaltet m. E. eine grundlegende Irreführung. Dieser liegt immer noch die Fiktion der „Multiplen Geldschöpfung“ zu Grunde. Eine geringe Menge „Basisgeld“ reicht aus, um eine bedeutend größere Menge Giralgeld zu erzeugen.“
    Der Geldmultiplikator war in den VWL-Lehrbüchern ja als feste Größe gedacht; das ist er natürlich nicht.
    Trotzdem kann das Bankensystem nicht funktionieren ohne ein Zahlungsmittel, das die Banken untereinander akzeptieren. Und das ist einzig und allein (und immer!) das Basisgeld.

    „Das „Basisgeld“ ist jedoch nicht die Grundlage unseres Geldsystems. Die Grundlage unseres heutigen Geldsystems bildet das „Geschäftsbanken-Sichtguthaben“.“
    Was ist eine „Grundlage“? Die Masse des Geldes ist heute natürlich das Giralgeld. Aber ohne ein von allen Banken akzeptiertes (bzw. zu akzeptierendes) Medium funktioniert das unser gegenwärtiges zweistufiges Bankensystem nun einmal nicht.

    „Das Zahlungsmittel der Nichtbanken basiert immer auf der Schaffung von Geschäftsbanken-Sichtguthaben, entweder direkt oder aber durch Barauszahlung von Sichtguthaben.“
    Unstreitig: Nichtbanken können Basisgeld (Bargeld) nur durch Vermittlung der Geschäftsbanken bekommen.
    (Außer sie arbeiten selber bei der ZB. Wie ich mal einen Winter lang bei der BuBa. Die unterhält für ihre Angestellten eigene Konten. 🙂 )

    „Die Zentralbank benötigt in Zeiten großen Vertrauens unter den Geschäftsbanken Zwangsmaßnahmen, um auf die Geschäfte der Geschäftsbanken Einfluss zu nehmen.“
    Sicher; wenn die Banken untereinander unbegrenzt Kredit vergeben, dann kann die Giralgeldmenge ohne Inanspruchnahme der ZB stärker ausgeweitet werden, als wenn sie das (in Krisenzeiten) nicht tun.

    „Wie da sind die Mindestreservevorschrift, Liquiditätsvorschriften, Bargeldversorgung der Nichtbanken u. ä. Wären diese Zwangspunkte nicht vorhanden, könnte das gesamte Geldsystem und die Zahlungsabwicklung auch ohne Zentralbank funktionieren.“
    Die Bargeldversorgung der Nichtbanken wird nicht von der ZB erzwungen; die wird von der Nachfrage bestimmt. Auch das Erfordernis der Liquiditätshaltung ist zunächst einmal ein betriebswirtschaftliches; wenn der Staat insoweit Vorschriften macht, dann nicht, um die Notenbank „im Geschäft“ zu halten, sondern um Bankinsolvenzen zu vermeiden.

    Die Wirtschaft könnte tatsächlich ohne ZB funktionieren (und hat funktioniert: In den USA wurde die ZB bekanntlich erst 1913 gegründet, wegen einer Bankenkrise 1907), wenn die Banken immer ein unbegrenztes Vertrauen zueinander haben.
    „Unbegrenzt“ dürfte dieses Vertrauen aber nicht einmal in ruhigen Zeiten sein; irgendwo wird der Partnerbank mulmig und sie sagt Stopp, wenn eine fremde Bank immer höhere Kredite bei ihr aufnimmt.

    Und natürlich hat, das ist ja speziell für Ihre Schweiz relevant, die Notenbank eine wichtige Funktion bei der Wechselkursgestaltung zu anderen Währungen.

    Letztlich weiß ich nicht, worauf Sie hinaus wollen.
    Überflüssig (falls Sie das meinen) sind die Notenbanken jedenfalls nicht. Und das nicht nur in Krisen-, sondern auch in normalen Zeiten.
    Nur bekommen ihre Aktivitäten in Krisenzeiten eine gesteigerte Bedeutung sowohl für die Finanzwirtschaft als auch für die Wirtschaft insgesamt.

    Und Recht haben sie mit der Aussage (in Ihrem Wiki)
    „Die „Staatsgeldtheorie“ erweist sich als eine Fiktion ohne Realitätsbezug.“ (Heute wird diese Theorie von der – hauptsächlich oder vielleicht sogar nur – in den USA verbreiteten Modern Monetary Theory – MMT – vertreten.
    Dass die Mumpitz ist, habe ich in zwei Blotts gezeigt:
    „MMT: Modern Monetary Theory – or Monstrous Mental Twisting?“ (https://beltwild.blogspot.de/2014/04/mmt-modern-monetary-theory-or-monstrous_12.html)
    und
    „Mostly Model Tailoring against the Miraculous Money Treat of Modern Monetary Theory (MMT)“ (https://beltwild.blogspot.de/2014/04/mostly-model-tailoring-against.html).

  46. Zum Kommentar https://insideparadeplatz.ch/2018/02/14/snb-jordan-verkuendet-kommunistisches-und-laedt-zum-gratis-buffet/#comment-200781 von Rudolf Müller, 22.03.2018

    „Wenn ich bei der Bank einen Kredit bekommen habe und diesen abstottere, so geschieht dies, indem ich von meinem Girokonto einen Tilgungsbetrag zugunsten meines Kreditkontos überweise. Dass mein Arbeitgeber meinen Lohn direkt auf mein Kreditkonto überweist, dürfte wohl die Ausnahme sein. Auch mein Kunde wird seine Rechnung nicht auf mein Kreditkonto überweisen.
    Somit werden die Schulden nur in Ausnahmefällen mit Basisgeld getilgt. I. d. R. geschieht dies mit Geschäftsbanken-Buchgeld.“
    Das ist keineswegs ungewöhnlich, sondern ganz normal, dass das Konto einer Privatperson bei einer Bank sowohl ein Guthaben- wie ggf. auch ein Kreditkonto ist.
    Besonders deutlich wird das beim Überziehungskredit. Aber auch einen Ratenkredit (falls nicht direkt an den Verkäufer ausgezahlt) wird mir die Bank auf mein laufendes Konto überweisen und die Raten davon abbuchen. (Desgleichen, wenn der Gesamtkredit, hypothetisch, erst bei Endfälligkeit zu tilgen wäre.)

    Also sind schon Ihre UNMITTELBAREN Annahmen unzutreffend.

    Aber selbst dann, wenn die Bank zwei verschiedene Konten für mich führen würde – ein Kontokorrent-Konto und ein Kreditkonto -, müsste ich die Forderung selbstverständlich mit Basisgeld tilgen.

    Ich selbst werde, da sind wir uns einig, mein für die Tilgung benötigtes Geld i. d. R. von Dritten bekommen, z. B. von meinem Arbeitgeber.
    Der (bzw. dessen Bank) muss, da sind wir uns wohl auch noch einig, im Prinzip (aber eben meist nicht in der Realität!) Basisgeld an meine Bank überweisen.
    Dieses Basisgeld wird, im Prinzip, bei der Bank in die Kasse gelegt bzw. vom ZB-Konto der anderen Bank auf das Konto der Bank des Tilgungsverpflichteten transferiert.

    Auf dem Kreditschuldner-Konto ist damit ein Basisgeldanspruch gegen dessen Bank verbucht. Müsste er diesen zwecks Kredittilgung von seinem laufenden auf sein (hypothetisches) „Kredittilgungskonto“ bei der Bank überweisen, dann würde er einen BASISGELDANSPRUCH transferieren.

    Anders gesagt: Solange er den Anspruch gegen die Bank auf dem eigenen Konto hat, ist es (im Prinzip) ein Basisgeldanspruch gegen die Bank.
    Logischer Weise ist es also ein BASISGELDanspruch, den der Kreditschuldner zwecks Tilgung an seine Bank überträgt.

    Aus deren Sicht: Ihre eigene „Schuld“ von Basisgeld (= Guthaben auf Kreditnehmerkonto) erlischt, wenn der Schuldner den Betrag auf ein hypothetisches Kreditkonto transferiert.
    (Und sowieso, wenn er auf dem laufenden Konto einfach mit den Kreditschulden saldiert wird.)

    Ich weiß aber wirklich nicht, warum Sie so auf diesem Punkt herumreiten. Denn, wie gesagt, das ist ohnehin nur eine theoretische Ebene. (Freilich für die Bank durchaus wichtig, weil sie durch den Eingang dieses Betrages mehr Basisgeld hat, das sie ja bis zu einem gewissen Prozentsatz benötigt, um – neue – Kredite vergeben zu können.)
    In der Praxis wird es z. B. wegen Interbanken-Saldierung sehr häufig NICHT zu einem realen Basisgeld-Transfer kommen.
    Aber auch dann hat die „Kreditbank“ im Ergebnis Basisgeld erhalten.
    Denn sie hätte den saldierten Betrag (eine Überweisung eines ihrer Kunden) sonst an die andere Bank bezahlen müssen – mit Basisgeld. Dies bleibt ihr durch die Verrechnung erspart.
    In der Summe ändert sich für sie nichts; bezogen auf die Kredittilgung hat sie aber tatsächlich einen Basisgeld-Eingang erhalten.

    [Zitat von mir:] „Das „eigentliche“ ist die rechtliche Seite, bezogen auf jeden einzelnen Fall. Die Praxis, bei der viele Fälle zusammenkommen und Zahlungsströme sich z. T. gegenseitig aufheben, ist die andere Seite.“
    Wenn Sie die Ausnahmesituation eines Bank Run als das „Eigentliche“ bezeichnen, sind wir an dieser Stelle halt unterschiedlicher Auffassung. Das „Eigentliche“ sehe ich in der täglichen Praxis des Bankgeschehens.

    Von Bank Run ist dort nicht die Rede. Sondern von einzelfallbezogener Betrachtung. Die ist sowohl Ursprung als auch Urgrund des Geschäfts; der historische und rechtliche Kern, aus dem sich alles entwickelt hat. (Ursprünglich mit deponiertem Gold, dessen Deponierung die Londoner Goldschmiede im 17. Jh. mit Zertifikaten bestätigten. Diese Zertifikate verselbständigten sich dann, weil die Wirtschaftsteilnehmer – insbesondere auch die anderen Goldschmiede-„Banken“ – sie akzeptierten, als ob sie selber das Gold wären.

    Dass dann im tatsächlichen Geschäft in der aggregierten Menge großenteils KEIN Basisgeld mehr erforderlich ist, ändert nichts am grundlegenden Funktionsprinzip.
    Das ja auch dafür sorgt, dass die Zentralbanken eine gewisse Kontrolle über die Giralgeldmenge behalten.
    Das Basisgeld ist für die Geschäftsbanken sozusagen der „Flaschenhals“. (Während die ZB keinen solchen Beschränkungen unterliegt.

    • Hallo Herr Brinkmann,

      vielen Dank für Ihre Antwort auf meine Mail vom 23. März 2018 / 20:39 .

      Es bleiben wohl doch noch ernsthafte Meinungsunterschiede.

      Ein Hindernis zum Erkennen und Einordnen der tatsächlichen Abläufe in einer Bank sehe ich in Ihrer Fixierung auf das „Basisgeld“. Damit stehen Sie aber nicht alleine da. Diese Fixierung ist zum überwiegenden Teil bei den am Geldsystem Interessierten und auch in der Literatur noch so anzutreffen. Ich stehe da wohl auf einem einsamen Posten mit der Überzeugung, dass die allgemein suggerierte Allmacht des „Basisgeldes“ der Zentralbank eine Fiktion ist.

      Im Artikel Es werde Geld stellte ich meine Sichtweise dar und fand in Georg Friedrich Knapp einen ernstzunehmenden Vordenker.

      Auf unsere heutige Zeit übertragen geht Knapp wie auch ich davon aus, dass jede Geschäftsbank mit ihren Kunden eine Zahlgemeinschaft bildet. Das Sichtguthaben der Geschäftsbank hat nur Gültigkeit unter den Kunden dieser Bank. Die Handelsbank kann nur Handelsbank-€ herstellen und in Umlauf bringen, wie auch die Kreditbank nur Kreditbank-€ herstellen und in Umlauf bringen kann. Das Sichtguthaben einer Geschäftsbank kann den Bereich dieser Bank nicht verlassen. Wenn Sie diesem Gedankenmodell folgen wollen müssen Sie sich von einigen eingebrannten Weisheiten freimachen.

      Was geschieht zum Beispiel, wenn ein Kunde der Handelsbank eine Überweisung an einen Kunden der Kreditbank vornehmen will?
      Hier gibt es mehrere Möglichkeiten.

      • die Handelbank nimmt einen Kredit bei der Kreditbank auf und veranlasst diese dann, von ihrem neu eingerichteten Kreditbankguthaben eine Überweisung zu Gunsten des Empfängers bei der Kreditbank vorzunehmen. Siehe auch Bilanzen der Geschäftspartner
      • Handelsbank und Kreditbank einigen sich auf ein von beiden Seiten akzeptiertes Zahlungsmittel, z.B. Goldmünzen. Mit dem Überweisungsauftrag wird auch gleichzeitig die entsprechende Anzahl Goldmünzen an die Kreditbank transferiert. Siehe auch Bargeldlose Zahlungen
      • Beide Banken einigen sich auf eine von allen Beteiligten anerkannte vertrauenswürdige Bank, die Zentralbank. Die Handelsbank nimmt nun einen Kredit bei der Zentralbank auf. Durch die Überweisung wird das bei diesem Kredit geschaffene ZB-Guthaben an die Kreditbank überwiesen. Da diese nun eine Forderung an die ZB hat ist sie auch bereit, dem Empfänger den Überweisungsbetrag gutzuschreiben. Die Zentralbank fungiert lediglich als Zahlungsdienstleister zwischen den beiden Banken. Details sind im Link zum ersten Punkt bereits ausgeführt.

      Wichtig zu erkennen ist weiterhin, dass am Anfang der Geldschaffung durch das Bankensystem die Kreditaufnahme einer Nichtbank bei einer Geschäftsbank steht. Erst wenn die Nichtbank im Besitz von Geschäftsbanken-Sichtguthaben ist, kann sie sich, falls gewünscht, ihr Sichtguthaben in Bargeld wechseln lassen.

      Das Zahlungsmittel der Zentralbank als „Basisgeld“ zu bezeichnen, beinhaltet m. E. eine grundlegende Irreführung. Dieser liegt immer noch die Fiktion der „Multiplen Geldschöpfung“ zu Grunde. Eine geringe Menge „Basisgeld“ reicht aus, um eine bedeutend größere Menge Giralgeld zu erzeugen. Das „Basisgeld“ ist jedoch nicht die Grundlage unseres Geldsystems. Die Grundlage unseres heutigen Geldsystems bildet das „Geschäftsbanken-Sichtguthaben“.

      Das Zahlungsmittel der Nichtbanken basiert immer auf der Schaffung von Geschäftsbanken-Sichtguthaben, entweder direkt oder aber durch Barauszahlung von Sichtguthaben. Die Zentralbank benötigt in Zeiten großen Vertrauens unter den Geschäftsbanken Zwangsmaßnahmen, um auf die Geschäfte der Geschäftsbanken Einfluss zu nehmen. Wie da sind die Mindestreservevorschrift, Liquiditätsvorschriften, Bargeldversorgung der Nichtbanken u.ä. Wären diese Zwangspunkte nicht vorhanden, könnte das gesamte Geldsystem und die Zahlungsabwicklung auch ohne Zentralbank funktionieren.

      Zu anderen Punkten Ihrer Mail erfolgt eine getrennte Antwort, da diese Mail ansonsten zu unübersichtlich wird.

      LG
      Rudolf Müller

  47. Hallo Herr Brinkmann,

    offensichtlich haben Sie Herrn Dr. Marc Meyer vollkommen überzeugt, da er sich nach Ihrer sachlichen Auseinandersetzung mit seinen Thesen nicht mehr meldet.

    Dass hat mich jetzt schon überrascht.

    Eine Frage bleibt mir noch offen zu Ihrem Beitrag vom 13. März 2018 / 23:01. Sie schreiben:
    ~~~~~~~~~
    Die Banken verleihen keine KONKRETEN Kundeneinlagen. Gleichwohl brauchen sie Kundeneinlagen, um Kredite vergeben zu können.
    Denn im Gegensatz zur Zentralbank verpflichten sich die Banken (im Prinzip) durch die Vergabe eines Kredites, eine Geldform zu liefern, die sie nicht selber erstellen können: Das Basisgeld (ZB-Geld).
    ~~~~~~~~~~
    An dieser Stelle verstehen Sie unter Basisgeld nur Bargeld? Die Banken können ja kein Zentralbank-Buchgeld liefern. Weiter:
    ~~~~~~~~~~
    Aber auch hier führt eine rein juristische Betrachtung in die Irre. Denn z. B. durch das Überkreuzen von Geldeingängen und Geldausgängen bei den Geschäftsbanken, die dann in einem Clearingvorgang saldiert werden, brauchen die Banken in der Realität nur einen Teil der von ihnen vergebenen Kredite als Basisgeld. Und wenn das Clearing nicht ausreicht, können sie sich (natürlich nicht unbegrenzt) ihrerseits Kredite bei anderen Geschäftsbanken holen.
    ~~~~~~~~~
    Dass auch für die Rückzahlung von Krediten der Bank Geschäftsbanken-Buchgeld benötigt wird, sollte m. E. nicht unerwähnt bleiben.
    Wenn ich nun auf Ihre vorherige Aussage erwidere, dass die Verpflichtung der Banken Bargeld zu liefern mit der Realität wenig zu tun habe und der Bargeldanteil am Zahlungsvolumen nur 3 % beträgt, antworten Sie:
    ~~~~~~~~~~~
    Was die Beziehung der Banken zu ihren Einlegern angeht, kommt es nicht darauf an, welchen Anteil das Bargeld heute tatsächlich hat. Rechtlich sind sie verpflichtet, im Zweifel Bargeld zu liefern. Und das ist finanzwirtschaftlich insbesondere bei Störungen im System wichtig, speziell bei einem „bank run“.
    ~~~~~~~~~~~
    Die rein juristische Betrachtung führt in die Irre und gleichzeitig heben Sie Funktion der rechtlichen Verpflichtung hervor? Dass verstehe ich nicht.

    LG
    Rudolf Müller

    • Hallo Herr Müller,

      genau: Die Banken müssen Basisgeld liefern. Und weil private Kunden i. d. R. kein Konto bei der ZB haben (Ausnahme: Angestellte. Jedenfalls vor Jahrzehnten, als ich selber mal bei der BuBa „überwintert“ habe 🙂 ), kann es sich dabei nur um Bargeld handeln. Das sie aber nicht in vollem Umfang vorrätig halten müssen, weil sie sich zu Lasten ihrer Einlagen bei der ZB vermutlich rasch Bargeld liefern lassen können.

      „Dass auch für die Rückzahlung von Krediten der Bank Geschäftsbanken-Buchgeld benötigt wird, sollte m. E. nicht unerwähnt bleiben“
      und
      „Die rein juristische Betrachtung führt in die Irre und gleichzeitig heben Sie Funktion der rechtlichen Verpflichtung hervor? Dass verstehe ich nicht.“

      Im Prinzip können Kreditnehmer ihre Schulden bei der Bank immer nur mit Basisgeld tilgen:
      – Durch Einzahlung von Bargeld
      – Durch eigene Überweisung von Konto bei anderer Bank sowie
      – Durch Zahlungen Dritter (i. d. R. Überweisungen oder Schecks) von anderen Banken; ggf. auch innerhalb der jeweiligen Bank.
      Bei Überweisungen innerhalb einer Bank braucht es natürlich kein Basisgeld.
      Bei Überweisungen von Konten bei anderen Banken EIGENTLICH schon. Aber, wie gesagt: Durch tägliche Saldierung einerseits und Interbanken-Kredite andererseits wird ein ECHTER Ausgleich nur in seltenen Fällen erforderlich. Der müsste dann durch Überweisung von Basisgeld (ZB-Geld) vom Konto der einen auf das Konto der anderen Bank, jeweils bei der ZB, erfolgen.

      Das „eigentliche“ ist die rechtliche Seite, bezogen auf jeden einzelnen Fall. Die Praxis, bei der viele Fälle zusammenkommen und Zahlungsströme sich z. T. gegenseitig aufheben, ist die andere Seite.

      Wenn im Krisenfalle der Interbanken-Kreditmarkt austrocknet, wird die rechtliche oder einzelfallbezogene Seite wichtiger. Dann müssen u. U. Forderungen, die die verpflichtete Bank vorher mit Interbanken-Kredit (von der anspruchsberechtigten oder einer dritten Bank) bezahlt hatte, tatsächlich real von deren EZB-Konto an die andere Bank überwiesen werden. Weshalb die Banken dann einen größeren ZB-Geld-Vorrat auf diesen Konten halten müssen.

    • Hallo Herr Brinkmann,

      grundsätzlich kann ich Ihren Ausführungen zustimmen, jedoch mit einer Ausnahme. Sie sagen:
      ~~~~~~~~~~
      Im Prinzip können Kreditnehmer ihre Schulden bei der Bank immer nur mit Basisgeld tilgen
      ~~~~~~~~~~
      Hier bin ich entschieden anderer Meinung. Wie entstand denn in der Regel ursprünglich Geschäftsbanken-Buchgeld? Das dies nicht durch Einzahlung von Bargeld geschah, ist wohl unbestritten, da das Bargeld erst am Ende von mehreren Transaktionen ins Spiel kommt. Bleiben nur die Wege über die Kreditaufnahme einer Nichtbank oder aber den Erwerb eines Aktivums durch die Bank. Da wir von Tilgung sprechen braucht nur der erstere Fall untersucht zu werden.

      Den Kreditaufnahmen stehen Geschäftsbanken-Sichtguhaben gegenüber, welche bei der Kredittilgung zurückgezahlt werden müssen.
      Wenn ich bei der Bank einen Kredit bekommen habe und diesen abstottere, so geschieht dies, indem ich von meinem Girokonto einen Tilgungsbetrag zugunsten meines Kreditkontos überweise. Dass mein Arbeitgeber meinen Lohn direkt auf mein Kreditkonto überweist, dürfte wohl die Ausnahme sein. Auch mein Kunde wird seine Rechnung nicht auf mein Kreditkonto überweisen.
      Somit werden die Schulden nur in Ausnahmefällen mit Basisgeld getilgt. I. d. R. geschieht dies mit Geschäftsbanken-Buchgeld.

      Sie sagen jetzt:
      ~~~~~~~~~~
      Das „eigentliche“ ist die rechtliche Seite, bezogen auf jeden einzelnen Fall. Die Praxis, bei der viele Fälle zusammenkommen und Zahlungsströme sich z. T. gegenseitig aufheben, ist die andere Seite.
      ~~~~~~~~~~
      Wenn Sie die Ausnahmesituation eines Bank Run als das „Eigentliche“ bezeichnen, sind wir an dieser Stelle halt unterschiedlicher Auffassung. Das „Eigentliche“ sehe ich in der täglichen Praxis des Bankgeschehens.
      So darf ich hier Herrn Stöcker zitieren: „We agree to disagree“

      Ist aber nicht weiter schlimm.

      LG
      Rudolf Müller

  48. Guten Tag Herr Dr. Meyer,

    Mich würde Ihre Meinung interessieren zu folgenden Aussagen bzw. Hypothesen:
    1. Geld ist entweder ein Schuldschein auf Gold (bei Zentralbanken), oder auf Kredite (z.B. Hypotheken/Lombardkredite bei Geschäftsbanken, Staatsanleihen bei Zentralbanken).
    2. Ausschliesslich im Kreditgeschäft tätige Geschäftsbanken und Zentralbanken unterscheiden sich in ihrer Bilanz hauptsächlich dadurch, dass Zentralbanken neben Krediten auch Gold halten auf der Aktivseite.
    3. Käufe von Staatsanleihen durch Zentralbanken wirken beim privaten Gläubiger wie eine vorzeitige Rückzahlung der Anleihe, die Zentralbank wird dadurch zum Kreditgeber an den entsprechenden Staat (äquivalent einer Geschäftsbank, welche eine Hypothek vergibt).

  49. „Last but not least: Weshalb hat Jordan den Mindestkurs aufgegeben, wenn er doch so sicher ist, dass die SNB mit Geld drucken sämtliche Schulden tilgen kann? Seine Taten widersprechen seinen Beteuerungen. „Und an den Taten sollt ihr sie erkennen.“

    Jordan hat die Stützungskäufe ausländischer Devisen aufgegeben, weil er dafür zu viel Fremdgeld in sfrs „umrubeln“ müsste.
    Rein technisch hätte der das ad infinitum fortsetzen können. Jedoch wäre dann in der Schweiz zu viel eigenes Basisgeld im Umlauf gesetzt worden, und das hätte tendenziell inflationäre Wirkungen. (Zunächst am „Asset“-Markt, später dann irgendwann auch bei den Lebenshaltungskosten.)
    Also eigentlich ganz einfach, wenn man nicht irgendwelchen wilden Verschwörungstheorien (o. ä.) anhängt.
    Ich vermute mal, dass das in der (Schweizer) (Wirtschafts-)Presse auch genau so berichtet wurde.

    Grundsätzlich geht es in der Geldpolitik nicht anders zu als im richtigen Leben: Das eine Ziel gerät früher oder später immer mit einem anderen Ziel in Konflikt. Da muss man halt entscheiden, was einem wichtiger ist, bzw. wo man „Stopp“ sagen will.

  50. Die Nachträge hier nochmals zusammengefasst:

    Nachtrag XI

    Was ist kommunistisch?

    Es stellt sich die Frage, was denn an der Argumentation von SNB-Chef Jordan „kommunistisch“ sei.

    Die SNB behauptet, sie können festlegen, wieviel Geld sie emittiere und sie müsse die Geldmenge nicht abbauen – sie könne dazu nicht gezwungen werden, weil Geld nicht gegen Gold eingetauscht werden könne.

    Dies würde also heissen, dass die SNB eine Bank zwingen könnte, einen Teil ihres Vermögens bei der SNB in Guthaben anzulegen. Und die Bank habe dann nie mehr das Recht, dieses Guthaben zurück in einen anderen Vermögenswert zu wechseln.

    Beispiel: die SNB könne die Geschäftsbanken zwingen, ihr Euros zu verkaufen gegen Franken. Nach diesem Verkauf dürften die Banken aber ihre Franken bei der Euros nie mehr verkaufen gegen Euros.

    Das wäre vergleichbar, als könnte die SNB die Privaten Haushalte zwingen, einen bestimmten Betrag ihres Vermögens in Banknoten halten zu müssen. Die Schulden der SNB betragen rund CHF 10‘000 pro Einwohner der Schweiz.

    Zum Vergleich könnte die SNB also einen Familienvater von einer Familie mit 3 Kindern zwingen, dass er Vermögenswerte von 50‘000 Franken verkauft und den Erlös in Banknoten halten muss. Diese Banknoten könnte er dann nie mehr in etwas anderes umtauschen als in Banknoten.

    Wenn die SNB das it jedem Schweizer machen würde, so hätten Banknoten bald keine Kaufkraft mehr. Das käme einer Enteignung gleich und wäre kommunistisch.

    Marc Meyer

    Nachtrag X:

    Der Irrtum von Bundesbankpräsident Jens Weidmann

    Es wurden hier youtube Sequenzen gepostet, worin der Präsident der Deutschen Bundesbank, Jens Weidmann, sich von jungen Mädchen interviewen lässt bezüglich der zentralsten Fragen der Geldpolitik.¨

    Das ist nicht fair.

    Weidmann kann davon ausgehen, dass die Mädchen ihn kaum zu hinterfragen wagen und dass seine Antworten unbestritten bleiben. Deshalb möchte ich hier die Irrtümer von Weidmann aufzeigen:

    Auf die Frage einer Schülerin, ob die EZB Konkurs gehen könne, antwortet Weidmann. Grundsätzlich Nein. Die Zentralbank sei das einzige Institut, welches „schuldbefreiendes Geld“ herstellen könne.

    Wie bitte? Schuldbefreiendes Geld? Was bedeutet schuldbefreiend?

    Es bedeutet, dass die Schuld abgebaut, vermindert, reduziert wird durch Geldemission. Buchhalterisch ausgedrückt würde es bedeuten, dass bei Emission von „schuldbefreiendem Geld“ die Schulden auf der Passivseite abgebaut würden. Die Zentralbank-Bilanz würde verkürzt.

    Nun müssen wir uns aber fragen: Woraus bestehen die Schulden der Zentralbank? Antwort: Aus dem emittierten Zentralbankgeld.

    Daraus folgt: Die Schulden der Deutschen Bundesbank wie auch der SNB sind entstanden durch die Geldemission dieser Zentralbanken.

    Wäre die Emission von Notgenbankgeld schuldbefreiend, so gäbe es gar keine Schulden bei den Zentralbanken. Der Widerspruch ist also klar ersichtlich.

    Und nun kommen die Zentralbankchefs daher und behaupten, sie würden die Schulden der Zentralbank reduzieren, indem sie Geld emittieren.

    Daraus würde folgen, dass eine Emission von Notenbankgeld die Schulden der Zentralbank vergrössert und verkleinert. Das geht nicht. Unmöglich.

    Jedes Schulmädchen begreift das – diese haben aber nicht den Mut, den Präsidenten der Bundesbank mit dessen Irrtum zu konfrontieren. Deshalb will Weidmann Schulmädchen als Interviewpartnerinnen.

    Weist eine Zentralbank negatives Eigenkapital aus, so müssen die kreditgebenden Banken ihre Guthaben bei der Zentralbank wertberichtigen und können anstelle der Deutschen Bundesbank oder der Schweizerischen Nationalbank Konkurs gehen.
    Das übersieht Weidmann genauso wie Jordan.
    Marc Meyer

    Nachtrag IX:

    Offenmarktpolitik

    Es gibt nur eine einzige Möglichkeit, wie die SNB ihre ausstehende Notenbankgeldmenge vergrössern und wieder verkleinern kann: Sogenannte Offenmarktpolitik.

    Diese funktioniert wie folgt:

    Will die SNB Geld emittieren, so kauft sie Devisen und bezahlt diese mit Notenbankgeld bzw. mit Guthaben, welche sie den Banken gutschreibt.

    Umgekehrt: Will die SNB die Geldmenge verkleinern, so verkauft sie Devisen an die Banken und diese bezahlen mit ihren Guthaben bei der SNB, welche gesetzliches Zahlungsmittel sind.

    Die Giroguthaben gehen also bei der Expansion der Geldmenge von der ZB an die GB und bei Kontraktion der Geldmenge umgekehrt von den GB an die ZB.

    Bei der Kontraktion der Geldmenge muss die SNB – ich wiederhole – muss die SNB – ich wiederhole – muss die SNB – Devisen liefern. Anders kann sie die Geldmenge gar nicht verkleinern.

    Wäre die Behauptung von SNB-Jordan oder Bundesbank Weidmann oder UBS Weber korrekt, dass die Zentralbank keine Vermögenswerte liefern muss, so könnten die Zentralbank ihre ausstehende Geldmenge gar nie mehr verringern.

    Ergo: die Zentralbanken müssen Vermögenswerte an die Banken liefern, wenn sie die Geldmenge reduzieren wollen.

    Dabei ist es unbedeutend, ob die Initiative zur Reduzierung von der GB ausgeht oder von der ZB. Es ist zudem unvorstellbar, dass die ZB die Geldmenge nur verringert, indem sie einzelne Banken berücksichtigt. Sie muss alle gleich behandeln.

    Vom Dezember 2017 zum Januar 2018 fielen die Giroguthaben der Banken bei der SNB von 470 Milliarden auf 464 Milliarden Franken. Wäre die Behauptung von SNB-Chef Jordan korrekt, wonach die SNB Notenbankgeld nur gegen Notenbankgeld eintausche, so wäre dieser Rückgang der Notenbankgeldmenge gar nicht möglich gewesen.

    Damit ist die Behauptung von SNB-Jordan widerlegt.

    Marc Meyer

    Nachtrag VIII:

    Eine Zentralbank bezahlt eine Dienstleistung mit Notenbankgeld – Ein gängiger Irrtum

    Als ich von Herrn Professor Jordan einmal eingeladen wurde zu einem Glas Wasser in seinem Büro am Bürkliplatz erklärte er die Geldemission aus dem Nichts wie folgt:

    Die SNB könne einem Maler den Auftrag geben, das Gebäude am Bürkliplatz neu zu streichen. Die SNB würde dann den Maler bezahlen, indem sie diesem auf sein Bankkonto den Lohn gutschreiben lasse.

    Damit sei bewiesen, dass die SNB Geld aus dem Nichts drucken könne.

    Diese Argumentation tauchte auch in der Diskussion hier vereinzelt auf: Die ZB könne z.B. ein Auto kaufen oder die Löhne der Angestellten mit Notenbankgeld bezahlen usw. Daraus folge, dass die SNB „Geld aus dem Nichts“ schaffen oder schöpfen könne.

    Wo liegt der Irrtum?

    Bei dieser Art der Geldemission erfolgt diese über eine Verbuchung im Erfolgskonto.

    Lohnaufwand an Notenumlauf

    Solche Geschäfte der SNB sind aber marginal. Angenommen das Streichen der Hausfassade koste 80‘000 Franken, so stellt das lediglich ein Zehnmillionstel der SNB-Bilanzsumme dar. Dieser Betrag kann über die Erträge der SNB aufgefangen werden.

    Wenn also die SNB aufgrund der Minuszinsen einen positiven Ertrag erwirtschaftet, der den Aufwand der SNB übersteigt, so fällt die Geldemission über das Aufwandkonto nicht ins Gewicht.

    Würde aber die SNB ihr Haus streichen lassen für 800 Milliarden, dann wären diese 800 Milliarden wertloses Geld, weil die SNB keinen Gegenwert dafür besitzt und das Geld nicht eingelöst werden könnte, weil die SNB nicht über genügend Vermögen verfügt.

    Geld hat nur einen Wert, solange es auf der Aktivseite einen entsprechenden Gegenwert besitzt.

    Marc Meyer
    Nachtrag VII: Migros-Gutscheine

    Nehmen wir an, die Migros würde ihre Angestellten und all ihre Rechnungen bezahlen mit Migros-Gutscheinen. Diese berechtigen zum Bezug einer bestimmten Menge an Migros-Gütern.

    Wenn nun am Ende eines Monats ein Angestellter 1‘000 Migros-Gutscheine erhält: Hat dann die Migros geleistet? Hat sie gegenüber dem Lohnempfänger keine Schulden mehr?

    Doch. Sie hat ihre Schuld immer noch offen, obwohl der Lohempfänger mit seinem Migros-Gutschein bei seinem Nachbar etwas anderes kaufen kann, das in der Migros nicht erhältlich ist. Die Migros-Schuld ist offen, bis der Schein von jemandem eingelöst ist.

    Buchhalterisch ausgedrückt: Bei Emission der Gutscheine verlängert sich die Bilanz der Migros um den Betrag der Gutscheine. Erst wenn diese eingelöst sind, ist die Schuld der Migros beglichen, auch wenn mit diesen Gutscheinen die Menschen untereinander auch handeln können.

    Genauso bei Banknoten und Giroguthaben der SNB: Die Emission von Notenbankgeld der Zentralbank ist nicht „schuldbefreiend“, wie das neudeutsche Wort hier hiesst. Die Schuld der ZB entsteht erst bei Emission. Die Bilanz der ZB wird verlängert und die Schuld der ZB ist erst beglichen, wenn das Notenbankgeld bei der Zentralbank eingelöst wurde. Dies führt dann zu einer Bilanzverkürzung und erst damit ist die Schuld der Zentralbank beglichen.

    Verfügt die ZB bei Einlösung nicht mehr über genügend Vermögen, um das Einlösungsrecht zu erfüllen, so ist die ZB Konkurs und das Notenbankgeld verliert entprechend an Wert.

    Die Aufhebung des Goldstandards bedeutete lediglich, dass das emittierte Geld nicht mehr durch Gold gedeckt sein muss, und dass ein Privater keine Geschäfte mit der Zentralbank abwickeln kann. Sie bedeutet aber nicht, dass die Geschäftsbanken ihre Guthaben bei der ZB nicht jederzeit abbauen dürfen. In diesem Fall muss die Zentralbank der Geschäftsbank einen Vermögenswert übertragen, genauso wie die Migros bei Einlösung eines Gutscheines etwas aus ihrem Warenlager liefern muss, das dem Wert des Gutscheins entspricht.

    Marc Meyer

    Nachtrag VI

    Die Aufhebung des Goldsrandards: Was dies bedeutet und was nicht

    SNB Chef Jordans Kernbotschaft an seinem Vortrag vor der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft Zürich war ja, dass seit dem „Zusammenbruch des Goldstandars“ die Zentralbanken nicht mehr verpflichtet seien, Gold gegen Zentralbankgeld einzutauschen.

    Als Folge davon könne die SNB unbeschränkt Geld drucken und damit jede Verbindlichkeit in eigener Währung jederzeit tilgen.

    Wie bitte?

    Und mit dieser Argumentation rechtfertigt der SNB Chef fast 800 Milliarden Volksschulden?

    Betrachten wir seine Argumentation etwas genauer:

    Was bedeutete der Goldstandard?

    Er bedeutete, dass die Zentralbanken Geld nur gegen Gold emittierten. D.h. jede emittierte Banknote war mit Gold gegengebucht bzw. „gedeckt“.

    Giesst man die gesamte Goldmenge, die je gefördert wurde in einen Würfel, so ist dessen Kantenlänge, so glaube ich, ca. 18 Meter.

    Die förderbare Goldmenge ist also stark begrenzt.

    Demgegenüber haben wir ein viel stärkeres Wachstum der Weltwirtschaft insgesamt.

    Es leuchtet nun ein, dass es nicht genügend Gold gibt, um mit dem Wachstum der Welwirtschaft mitzuhalten. Also mussten neue Vermögenswerte beigezogen werden, um die weltweit erforderliche Zentralbankgeldmenge gegenzubuchen.

    Es boten sich Devisen und qualitativ hochwertige Wertschriften an.

    Es versteht sich nun wiederum von selbst, dass nicht sämtliche Banknoten gegen Gold eingetauscht werden konnten, weil die Banknoten ja nur noch teilweise mit Gold gedeckt waren.

    Also hob man die Pflicht der Zentralbanken auf, dass diese Gold gegen eine Banknote liefern müsse.

    Daraus kann nun aber nie und nimmer abgeleitet werden, eine Zentralbank könne ihr Fremdkapital mit selbst gedruckten Banknoten tilgen.

    Weshalb sollte das die Folge sein. Das Eine hat mit dem andern nichts zu tun.

    Vergleich:

    Wer eine Nestle Aktie besitzt, hat nicht das Recht, soundsoviel Schockolade bei Nestle zu beziehen.

    Oder wer eine Nestle Obligation besitzt, der kann das auch nicht.

    Daraus kann man nun nicht ableiten, Nestle müsse ihre Schulden nicht begleichen.

    Die von Nestle emittierten Wertschriften hängen vom Vermögen von Nestle ab.

    Fällt das Vermögen von Nestle unter Wert der ausstehenden Obligationen, so wird deren Preis fallen. Nestle kann dann nicht kommen und sagen, sie emittieren noch mehr Obligationen und damit seien die Schulden von Nestle getilgt.

    Genauso bei der SNB: Fällt des Vermögen der SNB unter Wert der ausstehenden Notenbankgeldmenge ( SNB-Obligationen), so fällt der Wert des Notenbankgeldes. Die Folge sind Inflation für die Banknoten und Wertberichtigungen für die Giroguthaben der Banken bei der SNB.

    Die Behauptung von SNB Chef Jordan, wonach die Aufhebung des Gokdstandards zur Folge habe, dass die SNB bei negativem Eigenkapital der SNB einfach Banknoten drucken und damit sämtliche Verbindlichkeiiten tilgen könne, entbehrt jeder Grundlage.

    Marc Meyer

    Nachtrag V

    Die Schuld einer Geschäftsbank und die Schuld einer Notenbank

    Es wird von Seiten der SNB behauptet, wenn ein Privatkunde ein Guthaben bei einer Geschäftsbank unterhalte und darauf ein Guthaben von CHF 1000 besitze, so habe er nur Anrecht darauf, CHF 1000 in Banknoten von der Geschäftsbank zu erhalten.

    Damit soll die Behauptung von SNB Chef Jordan untermauert werden, eine Geschäftsbank habe nur Anrecht auf Banknoten von der SNB.

    Auch diese Argumentation ist falsch.

    Warum?

    Eine Schuld kann nur durch Aushändigung oder Überweisung von Vermögen beglichen werden.

    Wenn eine Geschäftsbank einem Kunden CHF 1000 in Banknoten aushändigt, so ist ihre Schuld gegenüber dem Kunden tatsächlich getilgt.

    Aber aufgepasst: Die Banknoten stellen Vermögen der Geschäftsbank dar. Es handelt sich um Schuldpapiere eines dritten Unternehmens, der SNB.

    Die UBS beispielsweise könnte ihre Schuld gegenüber dem Kunden nicht abbauen, indem sie mit UBS Schulden bezahlt.

    Dasselbe gilt für die SNB: Die SNB kann ihre Schulden nur abbauen, indem sie dem Gläubiger einen Vermögenswert überträgt. Das kann irgendetwas sein – nur nicht eine Schuld der SNB selber.

    Zusammengefasst:

    Eine Geschäftsbank kann eine Schuld mit Banknoten bezahlen, weil diese Vermögen der Geschäftsbank darstellen. Es sind Schuldpapiere eines dritten Schuldners – der SNB.

    Die SNB hingegen kann eigene Schulden nicht mit Banknoten begleichen, weil diese selber Schulden der SNB sind und nicht Schuldpapiere eines dritten Schuldners.

    Marc Meyer

    Nachtrag IV

    Unterscheidung definitive Käufe – nicht definitive Käufe

    Von Seiten der SNB Befürworter wird immer wieder argumentiert, wenn die SNB von den Banken Euros gekauft habe, so sei das ein definitiver Kauf und die SNB könne nicht gezwungen werden, den Banken anschliessend irgendetwas zu verkaufen.

    Aus diesem Grund müsse die SNB ihre Schulden nie mehr zurückzahlen und könne so viel Schulden machen, wie sie wolle.

    Was ist von dieser Argumentation zu halten.

    Erstens

    Es gibt drei verschiedene Möglichkeiten, wie ein Kauf zustande kommt:

    A) Kauf durch Aktivtausch. Bilanz des Käfers bleibt unverändert lang.

    B) Kauf durch Kreditfinanzierung. Bilanz verlängert sich.

    C) Kauf durch Finanzierung mit neuem Eigenkapital. Bilanz verlängert sich.

    Zweitens

    Bei A) und C) ist das Geschäft abgeschlossen und es besteht keine weitere Forderung.

    Bei C) ist eine Forderung offen bis diese bezahlt ist. Erst dann ist das Geschäft abgeschlossen.

    Drittens

    Beispiele

    Gehen Sie auf Ihre Bank und zahlen dort Euro 1000 ein, so stehen Ihnen viele Möglichkeiten offen: Sie können das Geld wechseln in Franken und sich beim Kurs von 1.20 CHF 1200 auszahlen lassen.

    Für die Bank ist das ein Aktivtausch und es bestehen keine weiteren Forderungen gegenüber der Bank.

    Sis können mit dem Geld auch Gold oder Wertschriften kaufen und in Ihr Depot legen lassen usw. Es handelt sich in all diesen Fällen um ein Aktivtausch in der Bilanz der Bank. Die Bankbilanz bleibt unverändert lang.

    Ganz anders sieht der Fall aber aus, wenn Sie sich die Einzahlung von 1000 Euro auf Ihr Franken Guthaben gutschreiben lassen. In diesem Fall schreibt die Bank Ihnen auf Ihrem Konto gut und ist Ihnen schuldig.

    Die Bankbilanz verlängert sich.

    Sie haben nun Wahlfreiheit: Sie können am folgenden Tag das Gold kaufen, das Sie bei Einzahlung nicht gekauft haben. Oder Sie können Wertschriften kaufen am folgenden Tag oder auch ein Jahr später usw. Oder Dollars oder wieder Euros usw.

    Mit der Einzahlung auf Ihr Franken Konto haben Sie den Kauf einfach aufgeschoben. Die Bank hat also Ihnen gegenüber eine Schuld, bis die Bank Ihnen aus ihrem Vermögen etwas für die 1000 Euro verkauft hat.

    Genau dieselben Überlegingen gelten für die Guthaben der Banken bei der SNB. Die Banken haben Wahlfreiheit und dürfen mit Ihren Guthaben bei der SNB von dieser etwas kaufen, bis die Schuld der SNB gstilgt ist.

    Die Behauptung, die SNB müsse nichts liefern ist damit widerlegt.

    Marc Meyer

    Nachtrag lll
    Giroguthaben der Banken wertberichtigen

    Angenommen, das Eigenkapital der SNB falle in den Negativbereich und die SNB deponiere ihre Bilanz nicht. In diesem Fall müssen die Banken ihre Guthaben bei der SNB wertberichtigen,

    Warum?

    Erstens

    Die Passiven zeigen, von wem das Kapital stammt, mit dem das Vermögen auf der Aktivseite finanziert wurde. Oder anders formuliert: Es zeigt, wem bei einer Liquidation des Unternehmens welcher Kapitalanteil zusteht.

    Es gibt nur Fremdkapital und Eigenkapital. Zuerst haben die Fremdkapitalgeber Anrecht auf den Liquidationserlös und erst dann die Eigenkapitalgeber.

    Es versteht sich von selbst, dass nicht mehr Kapital an die Kapitalgeber auf der Passivseite ausbezahlt werden kann, als Vermögen auf der Aktivseite vorhanden ist.

    Wenn das Vermögen 1 Billion beträgt, und die Girogutgaben betragen 1.2 Billionen, so sind diese zu wertberichtigen, weil klar ist, dass nur 1 Billion zurückbezahlt werden kann.

    Zweitens

    Notenbankgeld hat eine Kaufkraft. Bei Banknoten wird deren Wert in der Kaufkraft bemessen und zwar, wieviel Güter der Inhaber der Banknote kaufen kann. Eine fallende Kaufkraft bedeutet somit steigende Inflation.

    Notenbankgeld, d.h. von der SNB emittiertes Geld, besteht aus Banknoten und Giroguthaben der Banken. Rund 90 Prozent entfallen auf die Giroguthaben.

    Welchen Einfluss hat nun ein Wertrückgang von Notenbankgeld?

    Bei Banknoten ist klar: Kaukraftverlust d.h. Inflation.

    In der Bilanz der Zentralbank muss ein bestimmtes Vermögen auf der Aktivseite auf immer mehr Banknoten auf der Passivseite verteillt werden. Deren Wert fällt und damit auch deren Kaufkraft.

    Oder ein fallendes Vermögen muss auf immer dieselbe Menge Banknoten verteilt werden, was denselben Effekt hat.

    Wie macht sich ein Kaufkraftverlust bei den Giroguthaben bemerkbar?

    Analog: Die Kaufkraft der Giroguthaben fällt. Will eine Bank mit Giroguthaben von CHF 100’000 beispielsweise Nestleobligationen im Wert von 100’000 kaufen, so wird das nicht möglich sein.

    Die Kaufkraft der Giroguthaben ist gefallen.

    Drittens:

    Eine Obligation mit Laufzeit hat einen Wert in Prozent. Ein Giroguthaben in der Regel nicht.

    Geht eine Geschäftsbank jedoch konkurs, so fällt der Wert der Giroguthaben dennoch in Prozent, weil die Giroguthaben nicht mehr vollständig ausbezahlt werden können. Es muss eine Wertberichtigung vorgenommen werden.

    DasseLbe gilt für die Giroguthaben bei der SNB.

    Viertens:

    Es kann nicht sein, dass Gewinne der SNB ausgeschüttet werden können, Verluste aber nirgendwo anfallen.

    Es ist logisch, dass Verluste und negatives Eigenkapital der SNB die Schweiz real schädigen – wie auch immer.

    Fünftens

    Die Behauptung von SNB Chef Jordan, wonach die SNB in diesem Fall einfach Geld drucken könne ist und bleibt ein Märchen.

    Einfach unglaublich, so etwas zu behaupten.

    Marc Meyer

    • „….. die SNB eine Bank zwingen könnte, einen Teil ihres Vermögens bei der SNB in Guthaben anzulegen. Und die Bank habe dann nie mehr das Recht, dieses Guthaben zurück in einen anderen Vermögenswert zu wechseln.“

      Was heißt „zwingen“?
      Wenn Sie ein (neues) Auto haben möchten, sind Sie „gezwungen“, das beim Hersteller (dort meist via Zwischenhändler) zu kaufen – oder zu mieten („Leasing“) .
      Und wenn die Bank frisches Basisgeld braucht, muss sie das ebenso bei der ZB beziehen (die freilich, anders als der Autohersteller, für ihr Gebiet eine Monopolstellung hat).
      Und genau wie ein Auto kann man auch Basisgeld
      – kaufen (z. B. sfrs mit € bezahlen) oder
      – „mieten“ (nämlich als Kredit aufnehmen).

      Beim Kauf kann man vom Verkäufer selbstverständlich NICHT irgendwann später verlangen, das Geschäft wieder rückgängig zu machen.
      Der Autohersteller wird das (von Garantie hier mal abgesehen) auch faktisch nicht tun.
      Anders die SNB: Die wird, wenn sie es geldpolitisch für zweckmäßig hält, die € wieder an die Banken zurückverkaufen – freiwillig.
      Und ihre Zentralbankkredite muss die Geschäftsbank natürlich ohnehin bei Fällig tilgen. Also muss sie der SNB die sfrs zurückgeben. (So jedenfalls im Prinzip; real wird sie vermutlich die alte Schuld mit neuer Kreditaufnahme bezahlen.)

      Das ist weder Hexerei, noch kriminell, noch sonst irgendwie erstaunlich oder gar problematisch.

    • Zu Nachtrag X:

      Selbstverständlich kann eine ZB „schuldbefreiendes“ Geld emitieren – und das FAKTISCH schuldenfrei.

      „Schuldbefreiend“ deshalb, weil es Basisgeld ist: Wer damit bezahlt, schuldet dem Empfänger wirklich nichts mehr. Während die Bank, die ihr eigenes „Giralgeld“ auf dem Kundenkonto bucht, dieses NICHT auszahlen kann – sondern dem Kunden Basisgeld der ZB schuldet.
      (Das jedoch ebenfalls nur im Prinzip; durch Interbanken-Verrechnung und ~kredite braucht das System nur einen Bruchteil des „Giralgeldes“ TATSÄCHLICH in Form von Basisgeld.)

      Die Zentralbank kann ihr Basisgeld theoretisch auf dreierlei Weise in Umlauf bringen:
      – Durch Verkauf (insbesondere gegen Fremdwährungen)
      – Durch Verleih („Kredite“) oder
      – Durch „Verschenken“. Das wäre dann allerdings „Willkürgeld“, weil es (anders als kreditär geschöpftes Geld) keine Güterdeckung hätte: https://beltwild.blogspot.de/2017/01/geldschopfung-der-schweizer-vollgeld.html

    • Nachtrag IX:

      „Es gibt nur eine einzige Möglichkeit, wie die SNB ihre ausstehende Notenbankgeldmenge vergrössern und wieder verkleinern kann: Sogenannte Offenmarktpolitik.“

      Das ist kompletter Schwachfug. Wie ich oben gezeigt habe, hat die ZB DREI Möglichkeiten der Geldschöpfung (von denen die eine allerdings rein theoretisch ist und in der Praxis verheerend wäre).
      Die im Regelfall verbreitetste Form der Schöpfung von Basisgeld (und von Giralgeld sowieso) dürfte die Kreditvergabe (bei Basisgeld von der ZB an die Geschäftsbanken) sein.

    • Zu Nachtrag VIII:

      Hier sind sie auf der richtigen Spur; allerdings haben Sie das Wild noch nicht wirklich gestellt. 😉

      Vom Grundsatz her nähern Sie sich der Unterscheidung zwischen Kreditgeld und Willkürgeld an.
      Aber die entscheidende Frage, ob und in welchem Umfang eine ZB Güter usw. für sich selber mit selbst „gedrucktem“ Geld einkaufen kann, bzw. ob solche Einkäufe eine inflationäre Wirkung haben müssen, hängt nicht davon ab, ob diese Geschäfte groß oder klein sind.
      Sondern ob sie AUS DEM GEWINN einer ZB bezahlt werden – oder unter Inkaufnahme buchhalterischer Verluste.

      Den Gewinn macht eine ZB i. d. R. im Wesentlichen aus Zinsen, die ihr die Kreditnehmer (Geschäftsbanken) bezahlen müssen. (Aktuell müssen die Geschäftsbanken sogar als Einleger Zinsen bezahlen: „Minuszinsen“; aber das klammern wir hier aus; würde auch nichts ändern.)
      Diese Zinsen sind jedoch KAUFKRAFT; sie sind in der Realwirtschaft mit bereits produzierten Gütern hinterlegt.
      Wenn also die ZB eigene Güterkäufe (Unternehmenssitz usw.) aus Gewinnen bezahlt, dann transferiert sie lediglich KAUFKRAFT, die andere Wirtschaftssubjekte (via Geschäftsbanken) ihrerseits an sie „abgedrückt“ haben.
      (Genauso ist es, wenn bzw. insoweit wie eine ZB ihre Gewinne an den Staat weiterleitet!)

      Wie das buchhalterisch abläuft, weiß ich momentan nicht. (Vielleicht gibt es hier Praktiker, die das erklären können.)
      Aber realwirtschaftlich ist es tatsächlich so, dass solche Käufe nur dann inflationär sind, wenn sie nicht mit ZB-Gewinnen gegengerechnet werden.

    • Nachtrag VII

      Die „Schulden“ der ZB bei den Geschäftsbanken sind rein buchhalterischer Natur ohne Lieferverpflichtung von irgend welchen Vermögenswerten.

      Kredite können die Banken natürlich an die ZB zurückzahlen: Indem sie der ZB dasjenige Basisgeld wieder zurückgeben, was sie vorher erhalten hatten. Der „Vermögenswert“ der ZB ist das Basisgeld selber.
      Das wird ja bei kreditärer Emission als (Kredit-)forderung an eine konkrete Bank in den Aktiva verbucht. Und in den Passiva als Forderung unbestimmter Gläubiger (nämlich des jeweiligen Geldhalters) gegen die ZB. Nur dass die real nicht verpflichtet ist, irgendwas dafür zu liefern.

      Geldemission durch Ankauf von Devisen: Hier kann es zwar sein, dass die ZB einen Verlust macht. Weil sie aber (von Repo-Geschäften abgesehen) nicht VERPFLICHTET ist, den Banken die Devisen zurück zu verkaufen, kann sie insoweit niemals in die Klemme kommen.

      Es gibt allerdings (das habe ich gerade aktuell in einem wissenschaftlichen Papier gelesen; war mir vorher auch nicht bewusst) EINE Ausnahme: Wenn eine ZB sich Fremdwährung bei einer anderen ZB leiht, um diese ihrerseits an die „eigenen“ Geschäftsbanken weiterzuverleihen. Sollte sie diese nicht vollständig zurückbekommen, wäre sie gegenüber der ausländischen ZB tatsächlich „pleite“. Aber auch das ist nur Theorie, denn sie kann die fehlende Fremdwährung ja auch mit eigenem Geld am Markt nachkaufen.

  51. Hallo Herr Brinkmann,

    vielen Dank für Ihre ausführlichen Antworten. Zuerst zu Ihrem Kommentar vom 13 . März.

    Sie betonen, dass in aller Regel übersehen werde, dass schon zu Goldwährungszeiten Buchgeld NICHT mit Goldvorräten hinterlegt war.

    Bereits die ersten, von der Bank of England (BoE) herausgegebenen Banknoten waren nur teilweise mit Goldvorräten gedeckt. Sicherlich hat die BoE aber die nicht durch Goldhinterlegung ausgegebenen Banknoten nicht an Bedürftige verteilt, sondern hat sich ein Rückzahlungsversprechen geben lassen, ggfls. auch zusätzlich ein Pfand gefordert. Ähnlich sehe ich es beim Buchgeld. Auch dieses wird nicht ohne Rückzahlungsversprechen „ausgegeben“. Ein geringerer Anteil des Buchgeldes wird aber auch zur Bezahlung für den Erwerb eines Vermögenswertes oder einer Dienstleistung geschaffen.
    Deshalb wehre ich mich auch gegen die Formulierung der „Geldschöpfung aus dem Nichts“. Dem geschöpften Buchgeld steht ein Kreditvertrag, ein Vermögenswert oder eine erbrachte Dienstleistung gegenüber.
    Verlängert man die Linie Buchgeld – Kreditvertrag mit Rückzahlungsversprechen bis in die Realwirtschaft, so steht hinter dem Rückzahlungsversprechen die von Ihnen erwähnte realwirtschaftliche Leistung. Derjenige, der einen Kredit genommen hat, kann mit dem neu erzeugten Buchgeld einkaufen, muss aber zum Zeitpunkt der Rückzahlung selbst etwas verkaufen können, um wieder in den Besitz von Buchgeld zu gelangen. Nur bei Willkürgeld kann man von einer Schöpfung aus dem Nichts sprechen. Soweit also kein Dissens.

    Zur Zentralbankebene schreiben Sie:

    “Aber sie geht mit dem emittierten Geld ja nicht einkaufen, sondern verleiht es. (Auch wenn sie z. B. Staatsanleihen „kauft“ ist das „nur“ eine Kreditvergabe. Denn irgendwann muss der Staat den Schuldtitel ja wieder einlösen.)“

    Schaut man sich die Ergebnisse der SNB im Beitrag von Astor Pantaleón Piazzolla vom
    5. März 2018 / 09:25
    an, habe ich da schon erhebliche Zweifel.
    Woher kommen 3,2 Milliarden Franken Gewinn aus Dividendenerträgen und 21,5 Milliarden Gewinn aus Beteiligungspapieren und -instrumenten, die gemäss Mitteilung vom günstigen Börsenumfeld profitierten?
    Hier sehe ich neben den Aufgaben der Zentralbank, die Banken mit dem erforderlichen ZB-Geld zu versorgen und für einen stabilen Franken zu sorgen doch eine erhebliche Zweckentfremdung der Zentralbankmittel. Ist dies auf die SNB beschränkt und ansonsten bei Zentralbanken nicht anzutreffen?

    Zur Ausgabe von Notenbankgeld führen Sie aus, dass die Notenbank zwar keine Schulden mache wenn sie Geld emittiert, bilanziell aber so tut als ob. Hier vertrete ich die Sichtweise, dass die Notenbank zwar bei der Ausgabe von Zentralbankgeld Schulden mache, diese aber keinen Rückzahlungstermin enthalten, nicht zinstragend und auch nicht eintreibbar sind. Die Auswirkungen beider Auffassungen bleiben gleich, so dass es sich nicht lohnt, wegen unterschiedlicher Wortwahl weitere Tinte zu verschwenden.

    Zu den Geschäftsbanken bemerken Sie:
    “Die Banken verleihen keine KONKRETEN Kundeneinlagen. Gleichwohl brauchen sie Kundeneinlagen, um Kredite vergeben zu können.
    Denn im Gegensatz zur Zentralbank verpflichten sich die Banken (im Prinzip) durch die Vergabe eines Kredites, eine Geldform zu liefern, die sie nicht selber erstellen können: Das Basisgeld (ZB-Geld).“

    Die Banken verpflichten sich vertraglich Bargeld zu liefern. Diese Verpflichtung hat aber mit der Realität wenig zu tun. Viel wichtiger ist die Funktion des Geschäftsbanken–Buchgeldes als „Zahlungsmittel für Überweisungen“ und als „Schuldentilgungsmittel“ für Schulden bei der Bank. Die 3 %, welche noch mit Bargeld abgewickelt werden, lassen doch das Bargeld als Kern unseres Geldsystems als Fiktion erscheinen. Georg Friedrich Knapp hat die Situation recht gut beleuchtet indem er in einem Beispiel davon ausging, dass zu Goldwährungszeiten vom Staat die Einlösepflicht der Banknoten in Gold ausgesetzt wurde.
    „Wenn mir die Bank hundert Mark schuldig ist, weil ich Inhaber einer ihrer Noten bin, so kann ich diese Urkunde zweifellos benützen: erstens, um mir die einhundert Mark auszahlen zu lassen; zweitens aber auch, um hundert Mark an die Bank zu zahlen, im Falle, daß ich ihr soviel schuldig wäre.“
    Aus diesem Grunde habe ich auch bewusst die Formulierung gewählt:
    „Das Giralgeld stellt gleichzeitig auch eine Geldschuld der Bank, gegenüber dem Kontoinhaber, dar.“
    Rechtlich gesehen wäre der Ausdruck „Bargeldschuld“ anstelle „Geldschuld“ zwar angebracht, in der Praxis ist das Bargeld jedoch nur noch zu einem sehr geringen Teil am Zahlungsverkehr beteiligt.
    Die Deckung von Geschäftsbanken-Buchgeld sehe ich überwiegend in den Kreditverträgen von Kunden mit ihren Rückzahlungsversprechen realisiert, wie weiter oben bereits beschrieben. Weshalb muss ich da ganz umdenken, ganz anders an die Sache rangehen?

    Die Banken können m. E. selbstverständlich „KEIN Geld aus dem Nichts schöpfen“. Dieses Geld ist überwiegend mit einer Kreditschuld fest verbunden oder aber eine Schuldanerkennung für eine Dienstleistung oder den Erwerb eines Vermögenswertes.
    Die „Geldschöpfung aus dem Nichts“ kann ich nachvollziehen wenn Sie es auf die einfache Formel bringen: „Es ist Geld entstanden was vorher nicht da war und auch niemand musste hierzu bei der Bank zuvor Geld deponieren.“ Diese Formulierung würde aber wenig Verständnis für die tatsächlichen Vorgänge in einer Bank und der Wirtschaft zeigen.

    LG
    Rudolf Müller

    • 1) „woher kommen 3,2 Milliarden Franken Gewinn aus Dividendenerträgen und 21,5 Milliarden Gewinn aus Beteiligungspapieren und -instrumenten“
      Die von Ihnen angeführte informiert, dass die SNB (in gerundeten Zahlen) 54 Mrd. sfrs Gewinn gemacht hat, von denen 50 Mrd. aus Fremdwährungspositionen herrührten. Davon waren 9 Mrd. Zinserträge (also meinetwegen z. B. aus US-Staatsanleihen) und eben die 3,2 Mrd. Dividendenerträge. Ebenfalls Teil der Fremdwährungserträge waren die Beteiligungserträge mit 21,5 Mrd.

      Die Fremdwährungen hat die SNB denjenigen abgekauft, die ihr (ausländisches) Geld in der Schweiz anlegen wollten. Das musste sie tun, um eine noch extremere Aufwertung des ohnehin schon teuren Franken zu verhindern. Dann kämen nämlich gar keine Touristen mehr in die Schweiz, und exportieren könnte das Land auch nicht. Inzwischen hat sie die regelmäßigen Devisenkäufe wohl eingestellt; ich vermute aber, dass sie immer wieder mal „dazwischengeht“, wenn der Franken zu teuer wird.

      Was soll sie mit den Devisen machen? Zinslos bei ausländischen Zentralbanken herumliegen lassen? Natürlich nicht: Sie investiert dieses Geld in ausländische Titel: Staatsanleihen – und offenbar auch Aktien. (Und vielleicht andere Werte, keine Ahnung.)
      Wenn sie Staatsanleihen billig einkauft und die später im Kurs steigen, oder wenn der Außenwert des Franken zwischendurch mal fällt, dann macht sie entsprechende Bewertungsgewinne (sofern sie zu jeweiligen Marktkursen bucht). Und daher rühren wohl die 22 Mrd.
      Wobei ich mal vermute, dass die SNB nur einen kleinen Teil davon an den Schweizer Staat ausschüttet, und einen großen Teil als Risikovorsorge verbucht, denn die Kursbewegungen können sich ja rasch umkehren.

      „Geldschöpfung aus dem Nichts“: Hinter dieser Aussage steckt meist eine gewisse moralische Empörung sowie ein Vergleich mit der Vergangenheit. Zu Zeiten des Goldstandards brauchten die Notenbanken Gold, wenn sie Banknoten ausgeben wollten. In der Realität war die Deckung nur teilweise; die meisten Laien, die darüber reden, leben aber vermutlich sogar mit der Vorstellung, dass damals das ganze emittierte Geld goldgedeckt gewesen sei.
      Und dass die Zentralbanken heutzutage Geld einfach so „drucken“ (bzw. noch kostengünstiger: mit der PC-Tastatur erzeugen) können, das schockiert viele.
      Ich jedenfalls kann mit dem Ausdruck „Geldschöpfung aus dem Nichts“ leben.

      Was die Beziehung der Banken zu ihren Einlegern angeht, kommt es nicht darauf an, welchen Anteil das Bargeld heute tatsächlich hat. Rechtlich sind sie verpflichtet, im Zweifel Bargeld zu liefern. Und das ist finanzwirtschaftlich insbesondere bei Störungen im System wichtig, speziell bei einem „bank run“. Die dabei auftretenden Probleme versteht man nicht, wenn man nicht weiß, dass die Geschäftsbanken theoretisch (und manchmal eben auch praktisch) Bargeld auszahlen müssen – das sie selber nicht schaffen können.
      Bei einem Bank Run hilft es den Banken auch nichts, wenn die Kreditschuldner solvent sind. Die Banken sind dann zwar nicht wg. Überschuldung insolvent (wie bei massiven Kreditausfällen), sondern wegen (temporärer) Zahlungsunfähigkeit. Sie haben zwar eigentlich genügend „Assets“ – aber eben für den Moment zu wenig Bargeld. Game over. (Aber natürlich helfen die ZBn in solchen Fällen aus. Denn eigentlich ist die Bank ja solide.)

  52. SNB warnt vor Preiskorrektur bei Wohnimmobilien.

    Zitat Anfang:

    Zürich, 15. Mrz (Reuters) – Die Schweizerische Nationalbank (SNB) warnt vor einer Preiskorrektur am Wohnimmobilienmarkt. Die Preise für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen in der Schweiz seien wieder rascher angestiegen, erklärten die Währungshüter am Donnerstag. Auch bei Wohnungen, die für Anlagezwecke erworben werden (Wohnrenditeliegenschaften), hätten die Preise angezogen – wenn auch etwas langsamer. „Aufgrund der starken Zunahme in den vergangenen Jahren besteht besonders in diesem Segment mittelfristig die Gefahr einer Preiskorrektur“, warnte die SNB. Sie beobachte die Entwicklungen am Hypothekar- und Immobilienmarkt daher weiterhin aufmerksam. Credit-Suisse-Analyst Maxime Botteron wies darauf hin, dass die SNB die mögliche Preiskorrektur zuvor nicht erwähnt habe.

    Zitat Ende

    Grüezi@Michael Stöcker,

    Vielen Dank für Ihre wertvolle Erklärung.

    Sie grüssend

  53. Im Zentrum meines langen Kommentars von gestern (https://insideparadeplatz.ch/2018/02/14/snb-jordan-verkuendet-kommunistisches-und-laedt-zum-gratis-buffet/#comment-199263) steht ein ad hoc entwickeltes Denkmodell unserer (Kredit-)geldbasierten Wirtschaftsweise, das ich hier noch einmal ausführlicher und systematischer präsentieren möchte.

    Die Einsicht in die Funktionsweise des Kreditgeldsystems ist mir selber stufenweise erwachsen. In der Hoffnung, dass deren Kenntnis das Modell verständlicher macht, möchte ich „meine“ Vorstufen hier einbeziehen.

    1. Vorstufe:

    Ausgangspunkt war ein Gleichnis von einem Kartoffelbauern und einem Apfelbauern (nicht von mir selber erdacht, sondern irgendwo gefunden). Das veranschaulicht, warum unsere Wirtschaft keine (unmittelbare) Tauschwirtschaft ist und auch nicht sein kann, sondern notwendig kreditärer Natur sein muss.

    a) Ausgangslage und Problem:
    Kartoffelbauer erntet im Juli. Apfelbauer braucht was zu beißen und will die Kartoffeln haben. (Unmittelbarer) Tausch ist nicht möglich, weil die Äpfel erst im September reif sind.

    b) Lösung: Kreditverkauf
    Kartoffelbauer übergibt dem Apfelbauern eine bestimmte Kartoffelmenge und lässt sich von diesem schriftlich bestätigen, dass er ihm im September eine vereinbarte Apfelmenge liefern wird. (Das jeweils vereinbarte Mengenverhältnis ist der „Preis“.)

    c) Modellstand im Verhältnis zur geldbasierten Güterwirtschaft:
    Wir haben bereits die Elemente eines zeitverzögerten „Tausches“ und einen Kreditvertrag. Dieser ist aber noch kein Geld, weil er noch nicht „fungibel“, also selber handelbar, ist.

    2. Vorstufe:

    Aus dem Kreditvertrag können wir eine spezifische, allerdings noch eingeschränkte Geldform machen indem wir annehmen, dass er von Hand zu Hand wandern kann und das auch tut. (Der Kartoffelbauer „tauscht“ ihn beim Metzger gegen Fleisch ein, dieser beim Schuhmacher gegen Schuhe usw.). Unser „Geld“ ist eine Art von Wechsel, den der Apfelbauer „gezogen“ hat, und den er am Ende einlösen muss.

    Modellstand im Verhältnis zur geldbasierten Güterwirtschaft:
    Unser „Wechsel-Geld“ (Geldwechsel) „lebt“ nur für eine bestimmte Zeit: Genau wie „richtiges“ Kreditgeld. Er hat allerdings den Mangel, dass er nur auf ein bestimmtes Gut (Äpfel) ausgestellt ist. Zwischendurch kann zwar jeder jedes beliebige Gut damit kaufen; aber „den Letzten beißen die Hunde“: Der muss in den (potentiell) sauren Apfel beißen. 

    3. „Reifes“ Funktionsmodell einer geldbasierten Wirtschaftsweise

    Nennen wir es scherzhaft das BaGeMaGü-Modell, denn es integriert Banken, Geld, Markt und Güter. Zur Veranschaulich und Vereinfachung ist es extrem reduziert auf
    • EINE Bank
    • Keine Zinsen (können für den vorliegenden Darstellungszweck ausgeklammert werden)
    • EINEN Geldschein (beliebigen Wertes)
    • Einen Markt
    • ZWEI Akteure
    • ZWEI MAL EIN GUT (d. h. an zwei unterschiedlichen Zeitpunkten je EIN Warenstück).

    Warum nimmt man Kredit? Um einzukaufen natürlich!
    Folglich schlüpft der „Kreditnehmer“ (als solcher zugleich „Erstgeldempfänger“) in die ökonomische Rolle des „Käufers“: Er geht auf den Markt und kauft dem (gedacht: einzigen) Verkäufer sein (gedacht: einziges) Stück Ware ab.
    Ergebnis für die Akteure: Käufer hat Ware, Verkäufer hat „wertloses“ Stück Papier.
    Das Resultat für „den Markt“ ist ein „Ungleichgewicht“: Dem irgendwann zu erwartenden Kaufwunsch („Nachfrage“) des ursprünglichen „Verkäufers“, der jetzt in die volkswirtschaftliche Rolle des „Geldbesitzers“ geschlüpft ist (und zwar – ein unvertrauter, aber gleichwohl äußerst wichtiger Begriff – als „Zweitgeldempfänger“) steht am Markt keinerlei Güterangebot gegenüber.
    Lösung: Der einstige Käufer muss nun seinerseits zum Verkäufer werden. Und entweder das erworbene Gut zurückverkaufen (real unwahrscheinlich) oder das, was er mittlerweile selber produziert hat, anbieten: Dann steht dem Geldschein (in der Hand des damaligen Verkäufers und jetzigen Käufers) wiederum ein Warenangebot (des einstigen Käufers und nunmehrigen Verkäufers) gegenüber.

    Und genau diese Lösung bewirkt die kreditäre Geldschöpfung: Weil der Kreditnehmer das Geld zurückzahlen, also sich „den Geldschein zurückholen“ muss, ist er gezwungen, spätestens kurz vor Kreditfälligkeit selber etwas zu verkaufen. Oder anders gesagt: In dem gemeinsamen „Gütertopf“ („Markt“) dasjenige (bzw. ein Äquivalent desjenigen) zurückzulegen, was er ihm „vorschussweise“ entnehmen durfte.

    Dieses Denkmodell erklärt also, auf welche Weise Geldschöpfung und Realwirtschaft verknüpft sind bzw. auf welche Weise die (mikroökonomischen) Mechanismen der Geldschöpfung aus sich heraus (im Prinzip; das System kann auch „entgleisen“!) dafür sorgen, dass dem Geld (als Güternachfrage) auf der volkswirtschaftlichen Makro-Ebene auch tatsächlich ein Güterangebot am Markt entspricht.
    Abstrakter formuliert zeigt das Modell den realwirtschaftlichen Sinn dessen, was bei einer rein finanzwirtschaftlichen Betrachtung als Magie erscheinen kann. Denn hier sieht es ja so aus, als ob ein dazu Berechtigter nur mal eben eine Zahl auf ein Papierchen schreiben müsste, und schon könnte alle Welt alles Mögliche einkaufen.

    Natürlich muss das Geldschöpfungssystem so organisiert sein, dass es dem „Schreiben von Zahlen auf Papierchen“ Grenzen auferlegt. Genau ausrechnen kann man das „richtige“ Verhältnis nicht, das kann nur „der Markt“ „finden“. Aber ganz allgemein kann man auch hier zwei limitierende Mechanismen identifizieren, die auf der betriebswirtschaftlichen Ebene bei der einzelnen Geschäftsbank wirksam werden. Will die (Geschäfts-)bank nicht pleite gehen, muss sie darauf bedacht sein
    • dass sie ihre Kredite zurückbekommt (Bonität der Schuldner und ggf. ausreichende Besicherung der Kredite)
    • dass sie genügend Basisgeld hat (bzw. im Interbankenmarkt selber hinreichend kreditwürdig ist) um die entsprechenden Geldabzüge der Kunden zu kompensieren.

    Reduzieren wir die geldbasierte Wirtschaft auf ihre immanente Tauschlogik, dann können wir im Modell und ökonomisch gedacht (also nicht rechtlich) behaupten: Indem der Käufer dem Verkäufer den Geldschein übergibt, „verspricht“ er ihm, zu einem späteren Zeitpunkt seinerseits eine Ware zu liefern.
    [Zum „Tauschverständnis“ von Volkswirtschaft vgl. meinen Blott „Die Geldwirtschaft folgt einer Tauschlogik, ist aber kein Tauschsystem“ – https://beltwild.blogspot.de/search/label/Geld%28sch%C3%B6pfung%29.%5D

    Von daher macht es Sinn, wenn wir sagen:
    Ein Kreditnehmer verschuldet (bzw.: „verschuldet“) sich in ZWEI Dimensionen:
    – In der Gelddimension bei der Bank (Verschuldung)
    – In der realwirtschaftlichen Dimension beim Verkäufer (im einfachen Denkmodell; faktisch „gegenüber dem Markt“ insgesamt). („Verschuldung“ in Anführungszeichen, weil keine juristische!)

    Wenn man das erst einmal begriffen hat, dann hat man unser gesamtes Geldsystem in seinem tiefsten Kern verstanden. Und wird die allermeisten Debatten über das Geldwesen und den vermeintlichen „Betrug“ durch „Geldschöpfung aus dem Nichts“ als sinnleere Streitereien von Unwissenden belächeln, die sich die Köpfe um nichts und wieder nichts einschlagen.

    Freilich: Ein Funktionssystem verstanden zu haben bedeutet noch lange nicht, dass man auch über alle Einzelheiten Bescheid wüsste. Mit der Entdeckung des Gravitationsprinzips hat man ja auch nicht schon die ganzen Naturgesetze verstanden.
    Aber in der Naturwissenschaft weiß man dann, dass eine Erklärung von Wirkmechanismen, die gegen das Gravitationsgesetz verstößt, falsch sein muss, also null Erklärungswert hat.
    Dasselbe gilt, mutatis mutandis, für „Erklärungen“ (bzw. Handlungsweisen), welche gegen die o. a. grundlegenden Funktionszusammenhänge zwischen Geldwesen und Realwirtschaft verstoßen.

    Jedoch haben soziale Systeme eine große Elastizität. Deshalb unterliegen Denker bzw. Akteure zeitweise der Illusion, sie könnten diese grundlegenden Zusammenhänge straflos missachten oder kurzerhand aushebeln. Beispiel ist die deutsche Hyperinflation 1923 mit ihrer „Bezahlung“ der Ruhr-Streikenden durch Gelddrucken, die ihrerseits lediglich der (schreckliche) Höhepunkt der bereits inflationstreibenden „Druckfinanzierung“ des Ersten Weltkriegs war.

  54. Hallo Herr Müller,

    zu Ihrem Kommentar vom 11.03.18 (https://insideparadeplatz.ch/2018/02/14/snb-jordan-verkuendet-kommunistisches-und-laedt-zum-gratis-buffet/#comment-199038) folgende Anmerkungen:

    1) Zu Ihrem Text „Zahlungsmittel sind Schulden?“

    Diese ganze Debatte ist stark juristisch, teilweise auch bilanztechnisch, ausgerichtet. Und in vielen Fällen vom einstigen Goldstandard, d. h. der (teilweisen) Deckung der Banknotenausgabe durch Goldvorräte bestimmt. (Wobei in aller Regel übersehen wird, dass natürlich das Buchgeld schon damals NICHT mit Goldvorräten hinterlegt war!)

    Fakt ist

    – Auf Zentralbankebene:
    Die ZB schuldet niemandem etwas, wenn sie Geld emittiert. Trotzdem BUCHT sie die Geldemission aber als Verbindlichkeit gegen sich. Historisch dürfte sich das aus der Golddeckung ergeben haben. Dennoch ist es auch heute keineswegs obsolet. Denn diese Buchungsweise erinnert daran, dass (bei der kreditären Geldschöpfung) die ZB keineswegs einen Gewinn („Seigniorage“) macht. Zwar hat sie, anders als einstmals die Münzprägestätten, nur minimale Kosten. Aber sie geht mit dem emittierten Geld ja nicht einkaufen, sondern verleiht es. (Auch wenn sie z. B. Staatsanleihen „kauft“ ist das „nur“ eine Kreditvergabe. Denn irgendwann muss der Staat den Schuldtitel ja wieder einlösen.)
    Ihre Gewinne macht die ZB mit den Zinsen aus den von Selbst wenn die ZB die Geldschöpfung in der Weise betreiben würde, dass sie das Geld „druckt“ (hier gedanklich auch für Buchgeld) und dem Staat schenkt, würde sie keine Gewinne machen. In diesem Falle allerdings der Staat; jedoch zu Lasten seiner Bürger. Hier wäre nämlich „Willkürgeld“ entstanden, und das wirkt inflationär. Deswegen darf die Geldschöpfung überhaupt nur im Kreditwege erfolgen. (Mit Ausnahme der Münzen; aber deren relative Menge ist so gering, dass dieses „Willkürgeld“ keine wirtschaftlichen Verwerfungen erzeugt.)
    Fazit also: Die Notenbank macht zwar keine Schulden, wenn sie Geld emittiert. Aber sie tut (bilanziell) so als ob. Und das macht Sinn und ist notwendig!

    – Auf der Geschäftsbankenebene:
    (Dazu habe ich unter „Banks do not lend reserves (or deposits). But banks need reserves (and deposits) to lend. Remarks on the BoE-paper „Money creation in the modern economy“ gebloggt: https://beltwild.blogspot.de/2014/04/banks-do-not-lend-reserves-or-deposits.html)
    Die Banken verleihen keine KONKRETEN Kundeneinlagen. Gleichwohl brauchen sie Kundeneinlagen, um Kredite vergeben zu können.
    Denn im Gegensatz zur Zentralbank verpflichten sich die Banken (im Prinzip) durch die Vergabe eines Kredites, eine Geldform zu liefern, die sie nicht selber erstellen können: Das Basisgeld (ZB-Geld).
    Aber auch hier führt eine rein juristische Betrachtung in die Irre. Denn z. B. durch das Überkreuzen von Geldeingängen und Geldausgängen bei den Geschäftsbanken, die dann in einem Clearingvorgang saldiert werden, brauchen die Banken in der Realität nur einen Teil der von ihnen vergebenen Kredite als Basisgeld. Und wenn das Clearing nicht ausreicht, können sie sich (natürlich nicht unbegrenzt) ihrerseits Kredite bei anderen Geschäftsbanken holen.
    Wenn alle Stricke reißen, können sie Kredit bei der Zentralbank aufnehmen.
    Die Pflicht zur Lieferung von Basisgeld ist also in der Praxis weniger bedeutsam, als sie auf dem Papier zunächst aussieht.
    Allerdings ist sie irgendwo dann doch ein limitierender Faktor bei der Kreditvergabe durch die Geschäftsbanken. Und sie erlaubt der Zentralbank ein gewisses Maß an Kontrolle über die Giralgeldschöpfung.
    Terminologische Anmerkung: Sie schreiben „Das Giralgeld stellt gleichzeitig auch eine Geldschuld der Bank, gegenüber dem Kontoinhaber, dar.“ Statt „Geldschuld“ würde ich hier zur Vermeidung von Missverständnissen den Ausdruck „Basisgeld“ (oder Zentralbankgeld) verwenden!

    Von diesem ganzen (immer gleichen) Foren-Hickhack um die „Schulden“ der Banken (beider Ebenen) halte ich denkbar wenig. Er ist erkenntnishemmend, weil er den Blick darauf verstellt, welche ÖKONOMISCHE Funktion das Kreditgeldsystem hat, d. h. auf welche Weise FINANZWIRTSCHAFT UND REALWIRTSCHAFT VERZAHNT SIND.

    Um das zu verstehen, muss man ganz anders an die Sache herangehen.
    Wofür nehme ich einen Kredit auf? Weil ich einkaufen möchte!
    Und was passiert, wenn ich „am Markt“ einkaufen gehe? Ich gebe einen Fetzen Papier hin – und nehme gute Ware mit heim.
    Wenn das jeder machen wollte: Das kann doch gar nicht funktionieren???
    Aber wir sehen (von gelegentlichen, heute mehr als früher seltenen Krisen abgesehen), DASS es funktioniert!
    Also müssen wir erklären, WARUM dieses „komische“ System überhaupt funktionieren kann.

    Und das können wir nur erklären, wenn wir uns von der altüberkommenen Vorstellung lösen, dass da irgendwo in irgendwelchen Bankgewölben etwas herumliegen müsse, was den Wert des Geldes (egal, welcher Ebene: Zentralbank- oder Geschäftsbankengeld) irgendwie sichert, also „deckt“.
    Die einzige (letztendliche) Deckung von Geld ist jedoch die Güterdeckung. Sogar Gold ist komplett wertlos, wenn ich (z. B. in einer belagerten Stadt, oder wie im „Grafen von Montechristo“) Hunger habe, aber keine Lebensmittel kaufen kann.

    Wir waren oben bei der Situation stehen geblieben, wo „der Markt“ einen Geldschein mehr und eine Ware weniger hatte.
    Reduzieren wir gedanklich den gesamten Markt auf einen Käufer, einen Verkäufer, eine Waren und einen Geldschein, dann kann sich der Verkäufer als nunmehriger Geldscheinbesitzer selber NICHTS kaufen: Es ist keine Ware mehr am Markt.
    Aber der Käufer SCHULDET IHM EINE WARE. ÖKONOMISCH hat er nämlich mit der Hingabe des Geldscheins bei dem Verkäufer einen Kredit aufgenommen!
    Diese Aussagen wird den allermeisten gegen den Strich gehen. Denn auch hier sind wir es gewohnt, nur die rechtliche Dimension zu sehen, die ja unstreitig
    mit der Zahlung erledigt ist.
    Nur, wie oben im Denkmodell gezeigt: REALWIRTSCHAFTLICH wäre „game over“, wenn wir es bei der juristischen Betrachtung belassen würden, dass die Schuld mit der Hingabe des Geldscheins erledigt ist.

    Tatsächlich ist es aber so, dass der Kreditnehmer das Geld ja an die Bank zurückzahlen muss: Er muss sich also seinen Schein vom Verkäufer zurückholen.
    Und der Verkäufer will (irgendwann) mal Ware sehen.
    Darum wird (muss) der (einstige) Käufer dem damaligen Verkäufer jetzt seinerseits etwas verkaufen. Dafür bekommt er den Geldschein zurück – und kann ihn wieder an die Bank geben, wo er (soweit Buchgeld) zu existieren aufhört. („Vernichtet wird“, wie man, etwas dramatisch, zu sagen pflegt.)

    Die o. a. Sachverhalte habe ich zu der Aussage verdichtet, dass ein Kreditnehmer sich DOPPELT verschuldet:
    – in der FINANZIELLEN Dimension, also bei der Bank, in Geld;
    – in der REALWIRTSCHAFTLICHEN Dimension, also gegenüber (nicht konkret einem individuellen Verkäufer, sondern „dem Markt“) in Ware.
    Der Mechanismus des Kreditgeldsystems ist so angelegt, dass die Pflicht zur Kredittilgung den Kreditnehmer („Erstgeldempfänger“) zwingt, irgendwann später auch seinerseits ein Gut am Markt zu verkaufen. Damit stellt er das Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage wieder her, dass er anfänglich „gestört“ hatte: Weil er aus dem gemeinsamen Gütertopf etwas rausgenommen und nichts reingelegt hatte.

    Das muss für den Moment mal reichen.

    Außer vielleicht der Anmerkung, dass das Bankensystem (heute) selbstverständlich „Geld aus dem Nichts“ schöpft. Das ist aber kein Skandal, sondern ganz normal – wenn man die o. a. Systemlogik kennt.

    Es ist nun einmal so, dass man eine Weile braucht, um etwas zu produzieren. Und man braucht Lebensmittel usw., bevor man sein Produkt verkaufen kann. (Das war schon bei den Goldarbeitern so; von daher könnte man sagen, dass auch das Goldgeld in gewisser Hinsicht ein „Kreditgeld“ war.)

    Jedenfalls: Dass die Geschäftsbanken einen gewissen Prozentsatz Basisgeld brauchen, um (sehr viel mehr) Giralgeld zu schöpfen, würde ich nicht als Widerlegung der Aussage bezeichnen, dass das Bankensystem auf beiden Ebenen „Geld aus dem Nichts“ schöpft.

  55. Schon etwas älter ist mein Post
    „Einen Kredit gibt es nicht. 100 Jahre „Kredittheorie des Geldes“ (Credit Theory of Money) von Alfred Mitchell Innes“
    (https://beltwild.blogspot.de/2013/03/einen-kredit-gibt-es-nicht-zur.html)

    Er ist noch nicht so ganz perfekt; damals war mir noch nicht alles klar.
    In jedem Falle interessieren aber vielleicht die Links zu Beiträgen betr. „Kredittheorie des Geldes“ – also zu der Frage, warum Zahlungsmittel Schulden sind.
    (Heute würde ich eher sagen: Inwieweit Zahlungsmittel Schulden sind. Denn das sind sie nur für die „Erstgeldempfänger“, nicht für die „Zweitgeldempfänger“.)

  56. Bei der Nachverfolgung meiner Blogstatistik stelle ich fest, dass Rudolf Müller in seinem Kommentar https://insideparadeplatz.ch/2018/02/14/snb-jordan-verkuendet-kommunistisches-und-laedt-zum-gratis-buffet/#comment-198641 zu meinem Blott „Hat Autor nicht auch Grips beineben, kann Leser nicht recht glücklich sein. Eine Polemik gegen Monetär-Obskurantisten, die das Volk im Kerker der Geldirrtümer verschmachten lassen. Und welche „Gouverneure“ vom Monetär-Fetischismus der Austrians profitieren.“ (https://beltwild.blogspot.de/2014/12/hat-autor-nicht-auch-grips-beineben.html) verlinkt hat. Und zwar geht es dort um die Unterscheidung von „Erstgeldbesitzer“ (ich spreche meist von „Erstgeldempfänger“) und „[allen]Nachfolgebesitzer[n]“ (bei mir: „Zweitgeldempfänger“).

    Zunächst einmal danke für die Verlinkung! Indes vermute ich, dass sich meine Überlegungen zu diesem Thema leichter in meinen Blott „Warum Fiatgeld notwendig „Schuldgeld“ sein muss: Ein Kredit kommt niemals allein – sondern immer im Doppelpack!“ erschließen (https://beltwild.blogspot.de/2016/12/warum-fiatgeld-notwendig-schuldgeld.html).

    Die vorliegende Debatte habe ich mir nicht durchgelesen; das ist für einen „Späteinsteiger“ zu viel. Indes könnte ich mir vorstellen, dass im vorliegenden Leserkreis auch Interesse besteht an meinem Blott „Geldschöpfung der Schweizer Vollgeld-Initiative wäre Kreditschwindel“ (https://beltwild.blogspot.de/2017/01/geldschopfung-der-schweizer-vollgeld.html).
    Sowie an „Monetäre Meister-Strategen: Die Vollgeld-Feldmarschälle verschieben Makro-Divisionsfähnchen ohne Mikro-Soldaten“ (https://beltwild.blogspot.de/2016/04/monetare-meister-strategen-die-vollgeld.html; auch dort markant die Unterscheidung von Erst- und Zweitgeldempfänger).

    Wegen weiterer Beiträge vgl. meinen Täg zu Geld(schöpfung) – https://beltwild.blogspot.de/search/label/Geld%28sch%C3%B6pfung%29.

    • Hallo Herr Brinkmann,

      dass Ihnen das Durchlesen der Kommentare hier als „Späteinsteiger“ zu mühsam ist, kann ich gut nachvollziehen. Um einige Aspekte aus den umfangreichen Kommentaren darzustellen, habe ich auf der Seite
      Zahlungsmittel sind Schulden?
      eine Zusammenfassung von einigen wesentlichen Punkten verfasst.

      Auch zur Frage, sind Banken Vermittler von Krediten/Geld oder schöpfen sie Geld aus dem Nichts, habe ich eine kurze Zusammenfassung unter
      Vermittler oder Schöpfer
      verfasst.

      Fazit:
      Die „Geldschöpfung aus dem Nichts“ erweist sich als schwerwiegender Fehlschluss, weil aus einem einfachen Buchungssatz auf die Funktion des gesamten Bankgeschäfts geschlossen wird.

      Jedoch ist auch die Aussage, dass Banken das Geld von Sparern verleihen, ein Fehlschluss. Eine Aussage aus Zeiten der Goldwährung wurde in unser heutiges Schuld-Geld-System übernommen, ohne anzumerken, dass eine Refinanzierung nur für einen Teil der erteilten Kredite erforderlich ist und diese Refinanzierung erst zu einem späteren Zeitpunkt erfolgt.

      Die Vermittlerfunktion darf man deshalb nicht wörtlich in Buchungssätzen suchen sondern kann diese erst im gesamten Bankengeschäft erkennen. Einen guten Überblick bietet dazu die konsolidierte Bankenbilanz. Die Banken vergeben Kredite und benötigen aber auch Kredite von ihren Kunden. Nur ein Teil von etwa 20 % der Bilanzsumme kann als Geldschöpfung der Banken ohne zeitlich nachgeordnete Sparaktionen angesehen werden.
      Bisher habe ich außer Ihnen noch keine Mitstreiter gefunden, die eine ähnliche Meinung vertreten.

      LG
      Rudolf Müller

  57. @ Marc Meyer, Dr.

    Zu Ihrer Frage im Kommentar vom 6. März 2018 / 22:22 :
    Zitat aus meiner Zusammenfassung

    “Zahlungsmittel sind Schulden?“

    „Diese Sichtweise ist nicht nur bei Herrn Meyer, sondern auch in anderen Diskussionen im Netz anzutreffen.“

    Ihre konkrete Frage:
    „Können Sie mir bitte sagen, wo diese anderen Diskussionen im Netz anzutreffen sind?“

    Diese Sichtweise wird u. a. von einem Mitglied der Mailingliste der Piraten vertreten. Da die Listeneinträge aber nicht öffentlich einsehbar sind, kann ich Ihnen auch nicht den Namen des Autors benennen. Auch ist es mir zu mühselig, die genaue Textstelle zu suchen.

    Eine ähnliche Auffassung vertreten diejenigen, die bei der Geldschöpfung nach „Erstbesitzer“ und „Nachfolgebesitzer“ unterscheiden. Der Erstbesitzer bleibt etwas schuldig, während Buchgeld für die Nachfolgebesitzer einen Vermögenswert darstellt. Diese Meinung habe ich auf der Mailingliste von Attac sowie in einem der Beiträge auf beltwild.blogspot angetroffen. Die Textsuche ist mir auch hier zu mühsam, besonders angesichts Ihrer doch recht freundlichen Äußerungen über mich und meine Kommentare hier.

    Gruß
    Rudolf Müller

    • Grüezi@Herr Rudolf Müller,

      Vielen herzlichen Dank für Ihre hervorragenden Beiträge. Ein Thema das nicht behandelt wurde ist: Einführung und Aufgabe des Mindestkurs durch die SNB. Stichwort: Rütli-Abkommen.

      https://www.nzz.ch/das_franken-ruetli-1.11899420

      In der Diskussion – auch ausserhalb Insideparadeplatz – wird oftmals als Begründung für die Frankenstärke die aussergewöhnliche Qualität des Made in Switzerland vorgebracht, bzw. hervorgehoben. Das Ausland begehrt unsere Produkte und das ist der Grund der Währungsstärke. So das Leitmotiv.

      Nach Lektüre der Beiträge von Herr Michael Stöcker habe ich den Verdacht das dies nur die halbe Wahrheit ist.

      Nach 2007/08 trauten viele grossen Schweizer Unternehmen nicht mehr, ihre Gewinne im Ausland zu investieren. Das Risiko war ihnen zu gross. Stattdessen tauschte man die Devisenreserven gegen sichere Franken und trieb damit dessen Kurs in die Höhe. Die Hauptrolle spielte die CH-Wirtschaft selbst, ihre Überschüsse waren für rund zwei Drittel des Anstiegs der Devisenreserven verantwortlich. Für Herr Dr. Marc Meyer sind das Schulden der SNB.

      Die 700 Mrd. die die SNB hält bestehen nahezu zu 3/4 als Netto-Auslandvermögens der Schweiz. Damit werden aber auch die Abwertungsverluste überwiegend sozialisiert. Das stimmt auch mit der Argumentation von Michael Stöcker überein, wenn er die Geldakkumulation als das „Problem“ erwähnt. Kann man die Geschichte rundum die Einführung des Mindestkurses als eine „Export Zusatzversicherung“ zu Gunsten der Exportindustrie und zu Lasten der arbeitenden Bevölkerung zusammenfassen?

      Schönes Wochenende und Sie grüssend

    • Grüezi Arbeitgeber (AHV-Rentner)

      Historisch betrachtet war der CHF schon immer leicht überbewertet. Seit der Finanzkrise hat diese Überbewertung aber sehr stark zugenommen. Es ist das „Schicksal“ eines kleinen Landes mit einer verantwortungsvollen Notenbank und einer starken Wirtschaft bei freiem Kapitalverkehr.

      Maßgeblich für den Wechselkurs ist langfristig die Kaufkraftparität. Kurz und mittelfristig spielen selbstverständlich auch die Zinsparität, Spekulation und der Herdentrieb eine Rolle. Hier gibt es mehr zur KKP: https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/preise/kaufkraftparitaeten.html.

      Sollte sich der CHF mittelfristig wieder der KKP annähern, so wird die SNB riesige Buchgewinne einfahren. Auf Basis der Zahlen für 2016 läge der KKP-Kurs zum Euro bei 1,67 CHF. Das entspricht einem Aufwertungspotenzial von ca. 40 %. Tatsächlich werden es vermutlich nur 20 % sein, da der CHF wie bereits erwähnt schon immer etwas überbewertet war (15 – 20 %). Bei 700 Mrd. Devisenreserven ist somit mittelfristig mit einem Aufwertungsgewinn von 140 Mrd. zu rechnen (21 Mrd. wechselkurbedingte Gewinne gab es schon alleine 2017, nach 1,7 Mrd. Verlust 2016). Dazu kommen Zinserträge aus Wertpapieren und auch aus den Negativzinsen. Keine schlechte Rendite in Zeiten von Null- und Negativzinsen. Und wer es nicht weit zur Euroland-Grenze hat, der kann auch noch günstig einkaufen und sonstige Dienstleistungen in Anspruch nehmen.

      Sie sehen, weder die SNB noch Herr Jordan haben unverantwortlich gehandelt; das haben ganz andere in der Schweiz (und an vielen anderen Bankplätzen in der Welt) getan. Auch aus diesen Gründen ist der Meyersche Alarmismus völlig daneben.

      Auch Ihnen und allen anderen ein schönes Wochenende.

      LG Michael Stöcker

  58. Auf Meyer regiert jeder, wo bleiben die sachlichen Kommentare zu meinem leicht abgeänderten Post?
    Ich wiederhole mich auch:
    Ich kann ihnen ALLEN nur zu folgender Lektüre auf Seite 121 und 124 raten.
    https://www.credit-suisse.com/media/assets/corporate/docs/about-us/investor-relations/financial-disclosures/financial-reports/csg-ar-2016-de.pdf
    Seite 121
    Die CS hatte per 31.12.2016 Flüssige Mittel bei Zentralbanken in CHF in der Höhe von 61‘720mio. Nun können wir stark davon ausgehen das diese als Flüssige Mittel bezeichnete Aktiven bei der SNB waren und nicht bei einer anderen Zentralbank.
    Auf Seite124
    Dort sehen sie 50‘325mio an „Forderungen aus übertragenen Zentralbankeinlagen, Revers-Repo-Geschäft und Wertschriftenleihen“ auf Sicht. Weiter Forderungen in der Höhe von 53‘295mio. innerhalb von weniger als 1 Monat fällig.
    Fazit daraus, die CS hat definit Forderungen auf Sicht die sie auch einfordern kann, bei welcher Zentralbank ist für mich eigentlich nicht so relevant. Die SNB wird zu 100% darunter sein.
    Nochmal:
    Total Flüssige Mittel bei Zentralbanken rund 98,3 Milliarden (vgl. S.121)
    Total Forderungen bei Zentralbanken rund 134.8 Milliarden (vgl. S.124)
    Wenn nach ihrer Logik eine GB nur Forderungen einfordern kann, dann kann die CS aber enorm viel von den Zentralbanken-Aktiven fordern.
    Soviel zum Thema Flüssige Mittel (FINMA-RS 15/1) vs. Forderungen.

    Quelle: https://insideparadeplatz.ch/2018/02/14/snb-jordan-verkuendet-kommunistisches-und-laedt-zum-gratis-buffet/#comment-197378

    • @Hügli
      Da die Schweizer Nationalbank per Ende Dezember keine offenen Repos zeigt, wird sie zu 100% NICHT darunter sein.
      Die Informationen auf Seite 124 oder 126 geben Ihnen keinen detailierten Einblick auf die Gegenparteien (nicht ausschliesslich Zentralbanken) und lassen keine weiteren Schlüsse zu.
      Herr Meyer behauptet unaufhörlich, dass die Position „Girokonten inländischer Banken“ jederzeit aus den Aktiven der Nationalbank bedient werden müssen. Das ist schlicht unsinnig.

    • Grüezi@Jonas Hügli,

      und welche Schlüsse ziehen Sie daraus?

      Da wird ganz klar unterschieden zwischen Flüssige Mittel und Forderungen. Und das ist wichtig.

      Denn das ganze zieht sich hindurch einschliesslich Mittelflussrechnung bis hin zu den Eigenmittelanforderungen. Flüssige Mittel werden anders behandelt als Forderungen gegenüber Banken. Das sollten Sie wissen, wenn Sie – wie Herr Dr. Marc Meyer – mit Abschreibungen und Wertberichtigungen auf den Sichtguthaben bei der SNB im Falle eines negativen EK argumentieren. Ich bin irritiert, dass Sie als Buchhaltungssexperte – das sind Sie ohne Zweifel – so lapidar mit Bilanzpositionen und Rechnungslegungsvorschriften umgehen. Die Details sind nicht unwesentlich.

      Herr Jonas Hügli Sie müssen sich das so vorstellen:

      Für die SNB ist und bleibt es eine Schuld. Die Bank als Gläubiger kann aber gegenüber der SNB keine Forderung geltend machen, weil die Giroguthaben bereits gesetzliche Zahlungsmittel sind. Per Gesetz gibt es keine Pflicht, eine Schuld anders als mit gesetzlichem Zahlungsmittel zu begleichen. Die Girogelder sind daher das Ende des Gesetzes. Anders wäre es, wenn eine Schuld in CHF oder EUR beglichen werden müsste – dann könnten die Banken EUR verlangen. Aber jetzt können die Banken für die Giroguthaben bei der SNB nur Girogeld verlangen und das haben Sie ja schon.

      Verstehen Sie? Ihre Überlegungen sind korrekt, bis auf das kleine Detail, dass man mit Sichtguthaben bei der SNB nichts weiter einfordern kann. Das Gesetz sieht nichts anderes vor. Sie können nicht vor ein Gericht gehen und USD für die Giroguthaben verlangen. Dazu fehlt die gesetzliche Grundlage. Sie können für ihr Guthaben nur gesetzliche Zahlungsmittel verlangen und die haben sie ja bereits.

      Mit dem Verkauf von Devisen an die SNB erhalten die Banken nicht das Recht, diese Devisen wieder zurückkaufen zu können. Dieses Recht gibt es nur bei den Repos. Der Verkauf von Devisen an die SNB ist eine Sackgasse. Wenn die SNB nicht will, und keine andere Bank Ihnen etwas für Sichtguthaben verkauft, bleiben die Banken ewig darauf sitzen.

      Bestimmt werden Herr Dr. Reéne Ménendez oder Herr Roman Günter und Michael Stöcker Ihnen noch präziser und ausführlicher Auskunft geben können.

      Sie grüssend

  59. Thumbs up for Marc Meyer!

    Marc Meyer verabschiedet sich aus der Diskussion. Dafür (aber nicht für seine Begründung) gibt es ein Thumb up!

    Sie grüssend

  60. Verehrte Leserinnen und Leser

    Da sich die Diskussion hier nun im Kreis dreht und vom zentralen Thema bewusst ablenkt, verzichte ich auf weitere Kommentare meinerseits.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

    • Nicht im Kreis: in der Sackgasse

      Um Legendenbildung vorzubeugen: nein, Herr Meyer, die Diskussion dreht sich nicht im Kreis, sondern Sie sind schon lange am Ende Ihrer Sackgasse. Das einzige, was sich noch dreht, werde ich nicht benennen, so viel Höflichkeit muss sein.

      Sie grüssend

    • Grüezi Herr Dr. Marc Meyer,

      Die Verantwortung des Abbruches wird nicht übernommen, sondern die Schuld für den Abbruch der Gegenseite in die Schuhe geschoben, ist nicht elegant aber Ihr gutes Recht. Insbesondere Kommentatoren wie: Herr Michael Stöcker, Herr Dr. Reéne Ménendez, Herr Rudolf Müller und Herr Roman Günter kann nicht vorgeworfen werden Sie würden vom zentralen Thema bewusst ablenken. Ganz im Gegenteil.

      Die Wahrheitsfindung sollte unser aller Ziel sein!

      Ich möchte mich sowohl für Ihre wissenschaftliche Redlichkeit als auch für Ihren Mut bei Ihnen herzlich bedanken.

      Alles Gute und Sie grüssend

    • Die „Diskussion“ dreht sich schon lange nur noch unsachlich im Kreis – einen treffenderen Abschluss als denjenigen von Herrn Stöcker https://insideparadeplatz.ch/2018/02/14/snb-jordan-verkuendet-kommunistisches-und-laedt-zum-gratis-buffet/#comment-198175
      könnte es nicht geben:
      „Kein Bluff, Herr Dr. Meyer, alles bereits offenbart. Sie irren allerdings ganz offenbar orientierungslos durch die Kommentare und zelebrieren Ihren Untergang in masochistischer Selbstzerstörung. Dabei kreieren Sie hier nolens volens eine ganz neue Dramen-Gattung: Die Kogödie (Neologismus aus Komödie und Tragödie); ein Lustspiel ohne Happy End als absurdes Illusionstheater.“

  61. Marc Meyer Dr 6. März 2018 / 11:34

    Von Ihnen erwarte ich immer noch das Zitat, das es offenbar nicht gibt.

    Alles nur bluff.

    Kein Bluff, Herr Dr. Meyer, alles bereits offenbart. Sie irren allerdings ganz offenbar orientierungslos durch die Kommentare und zelebrieren Ihren Untergang in masochistischer Selbstzerstörung. Dabei kreieren Sie hier nolens volens eine ganz neue Dramen-Gattung: Die Kogödie (Neologismus aus Komödie und Tragödie); ein Lustspiel ohne Happy End als absurdes Illusionstheater.

    Ich hatte Ihnen bereits vor vier Tagen ausführlich geantwortet:

    Michael Stöcker 3. März 2018 / 07:47

    „ Zweitens:
    Sie zitieren hier einen Text von Ihnen, der das übernimmt, was ich vier Jahre vorher hier schon geschrieben habe. Korrekterweise hätten Sie mich zitieren müssen.“

    Auch in diesem Punkt unterliegen Sie mal wieder einem Irrtum, Herr Dr. Meyer (Stichwort: Verständiges Lesen). Das Zitat ist dem Schülerheft der Deutschen Bundesbank entnommen. Es handelt sich um die Ausgabe des Jahres 2010. Einfach mal auf den Link klicken und lesen. Und wenn Sie sich die Ausgabe aus dem Jahr 2009 anschauen (hatte ich ebenfalls verlinkt), dann gibt es dort sehr wohl den Geldschöpfungsmultiplikator. In allen folgenden Ausgaben taucht er nicht mehr auf und wurde auch aus dem Glossar der Bundesbank ersatzlos gestrichen.

    Insofern hat die Bundesbank spätestens seit 2008 kontinuierlich ihre alten Fehler in der Darstellung der Geldschöpfung korrigiert. Daran waren viele Personen beteiligt. Ob auch Sie hierauf indirekt Einfluss genommen haben, das entzieht sich meiner Kenntnis. Die SNB hatte erst im Jahre 2016 nachgezogen. Aber besser spät als nie. Insofern habe ich auch bei Ihnen die Hoffnung noch nicht aufgegeben.

    Michael Stöcker 3. März 2018 / 13:26

    Hier noch ein paar weitere Links, die den Multiplikator-Mythos thematisieren. Ich bin mir sehr sicher, dass jemand, der an andere hohe wissenschaftliche Ansprüche stellt, diese Quellen in seiner Kritik und Dissertation ebenfalls aufgeführt hat; insbesondere Basil Moore (1988) und Charles Goodhart (1984 und 2008).

    Bill Mitchell (2009): http://bilbo.economicoutlook.net/blog/?p=1623
    Cullen Roche (2010): https://seekingalpha.com/article/227530-the-myth-of-the-money-multiplier-a-follow-up
    Ulrich Bindseil (2013) über Basil Moore (1988) und Charles Goodhart (1984): https://www.elgaronline.com/view/journals/roke/1-4/roke.2013.04.01.xml#ref-014
    Charles Goodhart (2008): https://www.boeckler.de/pdf/v_2008_10_31_goodhart.pdf

    LG Michael Stöcker

  62. @Leserinnen und Leser

    Gerne möchte ich mich auf das Fachliche konzentrieren.

    Durch Geld drucken kann die SNB ihre Schulden nicht tilgen, wie SNB-Chef Jordan behauptet.

    Die SNB kann auch nicht ihr Eigenkapital aufstocken durch Geld drucken, wie der SNB-Chef behauptet.

    Daraus folgt: Die Steuerzahler werden die SNB rekapitalisieren müssen bei negativem Eigenkapital.

    SNB-Chef Jordan soll endlich dazu stehen.

    Marc Meyer

    • Gerne möchte ich mich auf das Fachliche konzentrieren.

      Ihr Wort in Gottes Ohr.

      Durch Geld drucken kann die SNB ihre Schulden nicht tilgen, wie SNB-Chef Jordan behauptet.

      Sofern es sich um eine Geldschuld handelt, kann sie das. Womit sollte denn eine Geldschuld sonst getilgt werden, wenn nicht durch das gesetzliche Zahlungsmittel? Hatten wir aber alles schon 100-mal durchgekaut. Jetzt müssen Sie es nur noch verständig lesen und verstehen. Herr Menéndez hatte sich doch so viel Mühe gegeben: https://insideparadeplatz.ch/2018/02/14/snb-jordan-verkuendet-kommunistisches-und-laedt-zum-gratis-buffet/#comment-196744.

      Die SNB kann auch nicht ihr Eigenkapital aufstocken durch Geld drucken, wie der SNB-Chef behauptet.

      Der erste Teil dieser Aussage ist korrekt, der zweite eine kognitiv-dissonante Unterstellung, wie Herr Menéndez weiter unten klar und deutlich ausgeführt hatte. Einfach noch einmal in verständiger Ruhe durchlesen: https://insideparadeplatz.ch/2018/02/14/snb-jordan-verkuendet-kommunistisches-und-laedt-zum-gratis-buffet/#comment-196584.

      Daraus folgt: Die Steuerzahler werden die SNB rekapitalisieren müssen bei negativem Eigenkapital.

      Auch das hatten wir schon mehrfach. Sie müsste es nur dann, wenn eine Hyperinflation drohen sollte. Davon ist insbesondere die SNB Lichtjahre entfernt. Einfach noch mal den Schulmädchenreport anhören. Herr Weidmann war hier klar und deutlich.

      LG Michael Stöcker

    • Lesen und verstehen

      @Meyer

      Denken Sie ernsthaft, dass es noch irgendeinen Leser (oder eine Leserin) geben könnte, die Ihre Wortverdrehungen Ernst nimmt? Jordan behauptet schlicht und einfach nicht das, was Sie ihm unterstellen. Vielleicht lesen Sie hier noch einmal die Details nach. Ihre Leser haben das bereits längst getan. Und verstanden.

      Michael Jordan

    • Grüezi@Michael Jordan,

      ein weiteres beachtenswertes Dokument von Herr Dr. Renée Menéndez ist:

      Zitat Anfang:

      „Renée Menéndez
      28. Februar 2018 / 10:35
      @ Marc Meyer

      Auch wenn Sie es weder hören bzw. lesen wollen und gebetsmühlenartig das Gegenteil behaupten:

      Die SNB kann selbstverständlich mit Banknoten ihre Sichtverbindlichkeiten bedienen, so daß die SNB nach einer Bargeldauslieferung weniger Sichtverbindlichkeiten hat als vorher.

      Der Unterschied zwischen Ihrer und meiner Darstellung ist der, daß Sie offensichtlich meinen, daß eine Banknote bei ihrer Auslieferung von der Passivseite der SNB, wo sie einen „Fußabdruck“ in Form des Banknotenumlaufs hinterläßt (und die Bilanz verlängert) eine Metamorphose durchläuft und als ein Aktivum bei der Geschäftsbank ankommt. Die Banknote zieht sich gewissermaßen im Geldtransporter um, legt ihre verstaubte und schäbige Kleidung als Passivum der SNB ab und kommt nach kurzer Zeit als Aktivum prächtig herausgeputzt wieder zum Vorschein, so daß sie dann als gesetzliches Zahlungsmittel bei Ankunft bei der Geschäftsbank mit rotem Teppich und Blasorchester begrüßt wird.

      Meine Darstellung orientiert sich ganz schnöde an Art. 4 NBG, welches der SNB das Recht verleiht Banknoten auszugeben. Nun, was man ausgeben möchte muß man erst mal haben und außerdem muß man darüber verfügen können. Verfügungen kann man aber nur über Aktiva machen, die dann durch Einigung und Übergabe den Eigentümer wechseln. Und da die SNB nicht als Verein bekannt ist, der freizügig Wohltaten verteilt, wird jede einzelne ausgelieferte aktive Banknote dem Girokonto der empfangenden Bank belastet – wie es sich gehört.

      Sie werden auch durch noch so viele Wiederholungen es nicht schaffen die Grundsätze des Geschäftsverkehrs zu ändern. Wenn Sie irgendwo noch eine kleine Verbindlichkeit haben, versuchen Sie doch mal darüber zu verfügen und warten ab, was der betroffene Gläubiger dazu sagt – aber Vorsicht, diese Erfahrung könnte lehrreich sein. Wo Sie übrigens einen persönlichen Angriff geortet haben erschließt sich mir nicht. Falls Sie meinen, daß das „denkfaul“ auf Sie gemünzt war, muß ich Sie enttäuschen, diese „Ehre“ war Ihnen nicht zugedacht. Aber Sie kennen ja auch das Sprichwort: Wem die Jacke paßt, der zieht Sie sich auch an… :-)))

      Zitat Ende

  63. Grüezi@Herr Dr. Marc Meyer,

    Ihre Mühen gegen Prof. Jordan &. Co in aller Ehren, aber es wird wenig Sinn haben. Dieser Beitrag stammt tatsächlich von mir.

    Seien Sie anderer Meinung! Die Vielfalt von Thesen, Ansichten und Wissenschaft macht die Debatte erst spannend und attraktiv. Aber bitte unterstellen Sie nicht der Schweizerischen Nationalbank – ohne stichhaltige nachweisbare Beweise zu liefern – sie würde „Trolle“ hier auf „Inside“ losschicken. Ich bitte Sie. Das kann doch nicht Ihr Ernst sein meine Herren. Ihr werdet doch wohl nicht glauben, dass so etwas für eine der noch immer renommiertesten Zentralbanken der Welt überhaupt in Frage käme! Jemanden oder eine Institution ohne Beweise zu verdächtigen, vermindert m.E. die Glaubwürdigkeit des Anklägers.

    Für Beleidigungen und Diffamierung gibt es das StgB und die Staatsanwaltschaft.

    Herr Michael Stöcker, Herr Dr. Reéne Ménendez, Herr Rudolf Müller, Herr Roman Günter schreiben hier alle mit ihren bürgerlichen Namen und können nicht der SNB zugeordnet werden. Von Beleidigungen und Diffamierungen kann m.E. nicht die Rede sein. Alle diese Kommentatoren haben fundierte und sachliche, zum Teil sehr überzeugende Einwände, gegen Ihre wissenschaftlichen Thesen vorgebracht.

    Wenn Sie gegen jede abweichende Replik, Duplik, Stellungnahme und Antwort – „Trolle“ – der SNB „VERMUTEN“; ist Wahrheitsfindung unmöglich! Folgendes wird nämlich passieren: Sie – Herr Dr. Marc Meyer – schreiben so lange bis Sie glauben, die „Anderen“ geben Ihnen Recht. Sie laufen somit Gefahr als einer zu sein, zumindest so wahrgenommen zu werden, der wenn ihm keiner mehr Antwortet „Selbstgespräche“ führt. Tun Sie das nicht. Die Zeit wird beweisen, ob Sie mit Ihrer wissenschaftlichen Arbeit Recht bekommen werden.

    Hervorragend ist Ihre Entscheidung – zusammen mit Lukas Hässig – Ihren nächsten Beitrag nicht mehr zu Kommentieren.

    Sie grüssend

    • @Arbeitgeber (AHV-Rentner)

      Guten Abend
      Ich komme aus zeitlichen Gründen leider erst jetzt dazu, Ihnen zu antworten.

      Gerne nehme ich zu Ihrem Kommentar wie folgt Stellung:

      Erstens:
      Als Anonymer geben Sie mir hier persönliche Ratschläge. Ich denke, wenn Sie sich berufen fühlen, mir persönliche Ratschläge geben zu müssen, so sollten Sie auch zu ihrem persönlichen Namen stehen. Alles andere ist nicht glaubwürdig.

      Zweitens:
      Dem Kommentator, der unter dem Pseudonym „Urs Abderhalden“ schrieb und auch die Pseudonyme „Nick Norman“ „The Real MM (!!), „Arsene Leupin“ und andere Pseudonyme benutzte, schrieben Sie damals: „Grüsse an den Bundesplatz in Bern“.
      Sie selber gingen davon aus, dass dieser Kommentator verdeckt aus der Nationalbank heraus hier schrieb. Auch hier erscheinen Sie nicht glaubwürdig.
      Einmal gehen Sie davon aus, dass ein Mitarbeiter der SNB hier unter einem Falschnamen schreibt und jetzt schreiben Sie umgekehrt, unsere SNB würde das nie tun.
      Sie sind nicht glaubwürdig .

      Drittens:
      Ihr Pseudonym wurde hier schon diverse Male in abgeänderter Form benützt, anstatt Arbeitgeber AHV.. Arbeitgeber KMU oder immer wieder leicht verdreht.
      Es gibt also offenbar zumindest einen Kommentator, der Ihr Pseudonym benutzt, um zu verwirren. Solches tun Trolle. Wer das tut, ist nicht an einer ehrlichen offenen Diskussion interessiert, wie Sie das hier propagieren. Das scheint für Sie normal.

      Viertens:
      Wer garantiert, dass sie jetzt das richtige oder falsche Pseudonym sind?

      Fünftens:
      Sie zählen einige Kommentatoren auf: Herr Michael Stöcker, Herr Dr. Reéne Ménendez, Herr Rudolf Müller, Herr Roman Günter.
      Sie schreiben: „Von Beleidigungen und Diffamierungen kann m.E. nicht die Rede sein.“
      Dass beispielsweise „Roman Günter“ mich als „Hassprediger“ bezeichnet hat ist also keine Beleidigung und Diffamierung.

      Noch etwas zu Definitionen:

      Ein Troll ist ein anonymer Diskussionsteilnehmer, der sein Pseudonym ständig wechselt und die Diskussion torpediert mit beleidigenden Angriffen auf die Person. Ich denke, das ist hier offensichtlich geschehen – und zwar ausnahmsweise durch Befürworter von SNB-Chef Jordan.

      @Arbeitgeber – Ihre Glaubwürdigkeit ist weg.

      Schönen Abend

      Marc Meyer

      P.S.
      Das Problem bleibt: SNB-Chef Jordan behauptet, bei negativem Eigenkapital der SNB könne die SNB einfach Banknotne drucken und so das Eigenkapital der SNB wieder raufbauen.

      Das ist ein Irrtum: Die Steuerzahler werden die SNB rekapitalisieren müssen

    • @Arbeitgeber ??

      Weiter unten schrieben Sie an den Kommentator „Deutsch und Deutlich“

      Zitat

      „Könnte es sein, dass Sie unter Verfolgungswahn leiden?“

      Zitat Ende

      Das haben Sie geschrieben. Und jetzt geben SIe hier den Saubermann, der sich für die Trolle oder denselben Troll einsetzt?

      Ihre Glaubwürdigkeit ist definitiv weg.

    • Guten Abend Herr Dr. Marc Meyer,

      Jemand, der anonym kommentiert, schreibt nicht automatisch minderwertigere und unglaubwürdige Kommentare. Ich halte es zudem schlicht für ein grundlegendes Recht, seine Meinung auch anonym äussern zu dürfen. Solange die Kommentarregeln nicht verletzt werden, denn da liegt das eigentliche Problem.

      Mein Tipp an Sie kann daher nicht als unglaubwürdig apostrophiert werden.

      Bitte erwähnen Sie auch für die Leserinnen und Leser die Replik und Duplik des Herrn Roman Günter.

      Sie schreiben ich habe den Verdacht geschöpft, dass hinter die Pseudonyme „Urs Abderhalten &. Co.“ möglicherweise sich die SNB verbirgt.

      Es gibt weder Anhaltspunkte noch Verdachtsmomente. In einem solchen Fall bietet sich ein so genanntes Sprachprofiling an. Hierbei wird versucht, anhand des schriftlichen Sprachgebrauchs ein Profil des Verfassers zu erstellen, daraus kann aber niemals auf die Herkunft des oder der Verfasses (r) geschlossen werden. Ebenso wenig, kann auf einen möglichen Drahtzieher oder Auftragsgeber geschlossen werden. Die Aussage: „Grüsse an den Bundesplatz in Bern“ ist als Ironie zu werten.

      Herr Dr. Marc Meyer haben Sie belegbare Beweise das hinter Pseudonyme wie „„Urs Abderhalden“ „Nick Norman“ „The Real MM (!!), „Arsene Leupin“ die Schweizerische Nationalbank steckt?

      Bitte beantworten Sie die Frage mit einem Ja oder Nein.

      Sie grüssend

    • Guten Abend, Herr Meyer

      Offensichtlich beschäftigt Sie meine etwas drastische Beschreibung, ich hatte Sie aber nicht als Hassprediger betitelt.

      Ich stellte einfach fest, dass sich Ihre Kommentare zuweilen weit von der fachlichen Ebene entfernten und antwortete Ihnen deshalb;
      „Es ist durchaus wichtig, dass bestehende Meinungen und Prozesse immer wieder in Frage gestellt werden. Das sollte aber sachlich einwandfrei und wohlüberlegt geschehen. Ihre Ausfälle sind es nicht (oder vielleicht nicht mehr) und gleichen eher den Hasspredigten religiöser Eiferer.“

      Wer die Ratio einer eigenwilligen Doktrin opfert, muss damit rechnen, dass ihm eine etwas steifere Brise entgegen weht. Speziell wenn öffentliche Institutionen und deren Vertreter mit manipulierten Aussagen unsachlich diffamiert und einem möglicherweise etwas weniger informierten Publikum unqualifiziert (nicht fachlich einwandfrei unterlegt) übergrosse Risiken und Verluste vermittelt werden.

      Über die Höhe, möglichen systemimmanenten Risiken und Auswirkungen der Aktiven der Nationalbank kann man durchaus fachlich fundiert und nachvollziehbar diskutieren. Die Reduzierung der Risiken auf mögliche Verluste der Girokonti, sogar mit einem entsprechenden Wertberichtigungsbedarf, ist jedoch wirklich lächerlich und das wissen Sie eigentlich so gut wie ich.

      Beste Grüsse

    • Guten Morgen Herr Dr. Marc Meyer,

      Besten Dank.

      Sie schreiben Zitat:

      „Und jetzt geben SIe hier den Saubermann, der sich für die Trolle oder denselben Troll einsetzt? Ihre Glaubwürdigkeit ist definitiv weg.“

      Zitat Ende.

      Seltsam. Ihre Interpretation meiner Worte ist, nicht das, was ich selbst geschrieben habe. Dazu muss ich den letzten Beitrag von Herr Dr. Renée Menéndez heranziehen. Dieser gibt Auskunft darüber, wo das Problem liegen könnte.

      Zitat Anfang:

      „Renée Menéndez
      5. März 2018 / 11:58
      Meyer behauptet:
      „Und Herr Jordan hat in seinem Referat in Basel wörtlich behauptet, negatives Ek der SNB liesse sich durch drucken von Geld aufstocken auch wenn nicht nachhaltig“ (S.13)
      https://insideparadeplatz.ch/2018/02/14/snb-jordan-verkuendet-kommunistisches-und-laedt-zum-gratis-buffet/#comment-197588

      und

      „SNB-Chef Jordan behauptet, die SNB könne in diesem Fall einfach Geld drucken und so das negative Eigenkapital der SNB wieder aufstocken.“
      https://insideparadeplatz.ch/2018/02/14/snb-jordan-verkuendet-kommunistisches-und-laedt-zum-gratis-buffet/#comment-197535

      Erstaunlicherweise zitiert Meyer für seine Anwürfe dann eine Passage aus dem Fazit eines Vortrages von Herrn Jordan:

      „Zum Wiederaufbau von Eigenkapital braucht es – nicht anders als bei privaten Unternehmen – Gewinne. Denn mit „Geld drucken“ kann Eigenkapital, wie gesagt, nicht nachhaltig aufgestockt werden. Die Geldschöpfung erlaubt lediglich, den Zahlungsverpflichtungen vollständig nachzukommen.“
      https://www.snb.ch/de/mmr/speeches/id/ref_20110928_tjn/source/ref_20110928_tjn.de.pdf

      Irgendwie hat das, was völlig korrekt von Herrn Jordan als Fazit gezogen wird, mit dem, was Meyer immer glaubt, Herrn Jordan als in seiner Sicht Falschaussage unterstellen zu müssen, nichts zu tun. Man könnte fast sagen, daß Meyer falsches Zeugnis ablegt, was die tatsächlichen Aussagen von Herrn Jordan angeht. Der einzige Schwachpunkt bei der Aussage von Herrn Jordan ist das Wort „nachhaltig“ zu benutzen. Denn das suggeriert, man könne durch Geldschöpfung – nicht nachhaltig – Eigenkapital erzeugen – was natürlich genauso wenig geht wie eine „nachhaltige“ Erzeugung von Eigenkapital. Daß das aber so nicht gemeint war, geht eindeutig aus dem folgenden Satz hervor, denn Geldschöpfung kann „lediglich“ dazu genutzt werden die laufenden Zahlungsverpflichtungen zu bedienen. Dieses „lediglich“ besagt eindeutig, daß es die Zahlungsverpflichtungen sind, die stets bedient werden können und DESHALB es völlig nebensächlich ist, ob der EK-Saldo gerade mal links oder rechts in der Bilanz steht. Und daß die Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen etwas anderes ist, als der Wiederaufbau von Eigenkapital wird durch den Eingangssatz in aller Klarheit dargestellt. Denn die Aussage, daß auch eine Zentralbank für den Aufbau von Eigenkapital Gewinne braucht, kann man nicht mißverstehen – es sei denn, man kann (oder will) nicht lesen.

      Hier haben wir also das Zentralargument von Meyer: das nicht korrekte Füllwort „nachhaltig“ wird als Begründung für eine Falschaussage genommen, obwohl sowohl vorher als auch hinterher eindeutig klar gelegt wird, daß dieses Wort „nachhaltig“ an sich nicht das aussagen kann, was Meyer meint darin sehen zu können. Unter aktiver Ignorierung des völlig korrekten Eingangssatzes und des erläuternden Folgesatzes verdreht Meyer die Aussage in die ihm genehme Interpretationsrichtung und meint tatsächlich, mit einem aus dem Zusammenhang gerissenen Halbsatz, Herrn Jordan eine Falschaussage unterstellen zu können.

      Sehr geehrte Damen und Herren, wenn Sie mich fragen weiß Meyer ganz genau, daß diese Behauptung, die als Letztbegründung ein unrichtiges Füllwort kritisiert, nie und nimmer als Argument taugt. Man muß sich daher eher fragen, was Meyer mit dieser albernen Komödie bezwecken möchte. Ich gehe mal davon aus, daß Meyer nicht beabsichtigt, zu einer kurzweiligen Unterhaltung beizutragen, obwohl der Unterhaltungswert seiner „Klageschriften“ für Ökonomen äußerst beträchtlich ist. Man kann auch nicht davon ausgehen, daß Meyer wirklich meint, daß vorsätzliches Mißverstehen überzeugend für ein fachkundiges Publikum ist. Daß Meyer weiß, daß er auf verlorenem Posten steht – was u.a. daran erkennbar ist, daß er noch nicht mal mehr argumentiert, sondern nur leierkastenmäßig die „copy and paste“ Wiederholungstaste drückt – ist ja nicht zu übersehen.

      Vielleicht sollten sich die drei „sorcerers“ – oder zumindest die beiden anderen – überlegen, ob diese Art von Polemik tatsächlich zielführend ist, um die Politik der SNB nachhaltig – ich betone „nachhaltig“ – kritisieren zu können. Wie schon angedeutet wurde gibt es tatsächlich kritikwürdige Aspekte des gegenwärtigen Finanzsystems – das Herumreiten auf der wohl versehentlichen Verwendung eines einzelnen Wortes im Rahmen eines 13-seitigen Vortrages gehört sicherlich nicht dazu.“

      Zitat Ende.

      Von Ihnen erwarte ich gerne belegbare Beweise das die SNB oder Bankrat der SNB hier auf Insideparadeplatz „Trolle“ losschickt, um Sie persönlich und wissenschaftlich zu beleidigen und zu diskreditieren. Sollten Sie diesen Beweis nicht abschliessend und definitiv liefern können, wären Ihre Unterstellungen und Vermutungen unstatthaft.

      Sie grüssend

  64. @Leserinnen und Leser

    Man wirft mir SNB- und BuBa-Bashing vor. Das stimmt gar nicht. Das tue ich nicht.

    Ich sage ja nur, SNB Chef Thomas Jordan und BuBa-Chef Jens Weidmamn verstehen nicht, wovon sie sprechen.

    Notenbankgeld ist für die Notenbank nicht schuldtilgend, sondern im Gegenteil schuldbildend.

    Wo ist das Prrobkem?

    Bei fast 1 Billion Schulden wird man dies wohl noch fragen dürfen,

    Weidmann und Jordan konnten bisher ja auch lefiglich die kleinen Schulmädchen und die Volkswirtschaftliche Gesellschaft Zürich plus Doyen natürlich mit ihrem Lullabie überzeugen.

    Mich nicht.

    Ich begreife deshslb nicht, weshalb sich alle hier so aufregen?

    Marc Meyet

  65. Zweitbester Kommentar

    Eine repräsentative Umfrage unter allen Arbeitgeber-Kommentatoren hat folgenden Kommentar mit dem 2. Preis ausgezeichnet:


    Jonas chli Berg
    26. Februar 2018 / 18:31

    Kleine Korrektur:

    Andere Meinung als Meyer = Ein Troll der SNB
    Selbe Meinung wie Meyer = eine real existierende Person

    Sorry

    !!!

    • @SNB-Tröllchen

      Jöö

      Fachlich ist bei der SNB die Luft offenbar nun ganz draussen.

      Dabei geht es um 100000 Franken Schulden, welche die SNB für jeden Einwphner gemacht hat.

      MfG

  66. Liebe Leserinnen und Leser

    im Artikel Zahlungsmittel sind Schulden? wurden aus dem Beitrag „Thomas Jordan: Der nette Freund der privaten Geldschöpfung“ wichtig erscheinende Kommentare aufbereitet und zusammengefasst. Damit soll Interessierten Wesentliches aus den Diskussionen zugänglich gemacht werden. Bei 400 Kommentaren ist, wie auch hier, ein Durchlesen äußerst mühsam.

    Die zugrunde liegenden Kommentare sind auszugsweise in Anhang zu Zahlungsmittel sind Schulden? aufgeführt,

    Da im hier vorliegenden Beitrag einschl. der Kommentare keine wesentlichen neuen Argumente vorgebracht, sondern lediglich die überwiegend schon bekannten nochmals wiederholt wurden, ist die o.g. Zusammenfassung vielleicht hilfreich beim Erfassen der grundlegenden Thematik.

    LG
    Rudolf Müller

    • @Rudolf Müller

      Guten Morgen

      Bitte missbrauchen Sie die Diskussiin zu meinem Beitrag nicht, um für Ihre Seiten hier Reklame zu machen.

      Danke

    • Sehr geehrter Herr Dr. Marc Meyer,

      wenn sie dem Link
      Zahlungsmittel sind Schulden?
      folgen werden Sie feststellen, dass es dort ausschließlich um eine sachliche Aufarbeitung der hier vorgetragenen Sichtweisen geht. Ihre eigenen Auffassungen nehmen dort einen breiten Raum ein. Dass meine Bewertungen nicht immer mit den Ihrigen übereinstimmen, liegt in der Natur der Sache.

      Sollte ich jedoch Ihre eigene Sichtweise nicht richtig wiedergegeben haben, bitte ich um Nachricht.

      Ich kann jedoch jetzt nicht erkennen, an welcher Stelle ich für meine weiteren Seiten Reklame gemacht haben sollte.

      LG
      Rudolf Müller

    • @Rudolf Müller
      Vielen Dank für Ihre wertvollen Diskussionsbeiträge und die sachliche Zusammenfassung, welche mehr zur Meinungsbildung beiträgt als einseitige Pamphlete.
      @Marc Meyer
      Nach all Ihrem repetitiven missionarischen Geschreibe, z.B. bei „Thomas Jordan: Der nette Freund der privaten Geldschöpfung“ oder auch hier vorliegend, ist Ihre Reaktion einmal mehr nicht angebracht. Was ist Ihr Problem? Sie werfen dauernd andern vor etwas zu tun, was Sie selbst tun. Bleiben Sie doch einmal sachlich, ist immer noch ein freies Land.

    • @Michael Stöcker

      Grüezi

      Von Ihnen erwarte ich immer noch das Zitat, das es offenbar nicht gibt.

      Alles nur bluff.

      Und auch bei Ihnen: Bitte machen Sie hier nicht Reklame für Ihre Seiten.

      Von Ihnen erwarte ich auch mal einen fachlichen Beitrag – nicht Wortgirlanden

      Thema:

      Notenbankgeld ist für die Zentralbank nicht schuldtilgend, sonder schuldbildend.

      Oder sind Sie von Ihrem Bundesbankprösident Jens Weidmann so verzückt, wie die Schulmädchen, so dass sie ihm einfach jeden Unsinn glauben?

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @EA

      Danke

      Man wirft mir „SNB Bashing“ vor.

      Nein. Das mache ich nicht.

      Ich sage nur, dass die SNB ihre Schulden nicht mit selbst gedrucktem Geld bezahlen kann, wie SNB Chef Jordan immer wieder behauptet.

      Bei mittlerweile 700 Milliarden Volksschulden der SNB wird man doch die Frage stellen dürfen, ob die SNB diese mit Geld drucken tilgen kann oder ob die Steuerzahler das bezahlen müssen oder ob wir den Euro einführen müssen.

      Die Reaktion der SNB hier zeigt doch deutlich, wie die SNB das Thema unterdrücken will.

      Sie weiss warum.

      MfG

      Marc Meyer

    • @EA

      Noch etwas:

      Man wirft mir auch „BuBa-Bashing“ vor.

      Nein. Das tue ich auch niicht.

      Ich sage nur. BuBa- Präsedent Jens Weidmann versteht nicht, wovon er spricht.

      Notenbankgeld ist für die BuBa nicht schuldtilgend, wie er die kleinen Schulmädchen überzeugt, sondern im Gegenteil schuldbildend.

      Ich weiss nicht, warum sich alle so aufregen.

      MfG

      Marc Meyer

    • Nicht das einzige

      Meyer schreibt: Ich weiss nicht, warum sich alle so aufregen.

      Das ist offensichtlich nicht das einzige, was Sie nicht wissen, Herr Meyer. Vielleicht nehmen Sie sich aber diesen Kommentar hier zu Herzen:

      Arbeitgeber (AHV-Rentner)
      6. März 2018 / 12:23

      Grüezi@Herr Dr. Marc Meyer,

      Ihre Mühen gegen Prof. Jordan &. Co in aller Ehren, aber es wird wenig Sinn haben. Dieser Beitrag stammt tatsächlich von mir.

      Seien Sie anderer Meinung! Die Vielfalt von Thesen, Ansichten und Wissenschaft macht die Debatte erst spannend und attraktiv. Aber bitte unterstellen Sie nicht der Schweizerischen Nationalbank – ohne stichhaltige nachweisbare Beweise zu liefern – sie würde „Trolle“ hier auf „Inside“ losschicken. Ich bitte Sie. Das kann doch nicht Ihr Ernst sein meine Herren. Ihr werdet doch wohl nicht glauben, dass so etwas für eine der noch immer renommiertesten Zentralbanken der Welt überhaupt in Frage käme! Jemanden oder eine Institution ohne Beweise zu verdächtigen, vermindert m.E. die Glaubwürdigkeit des Anklägers.

      Für Beleidigungen und Diffamierung gibt es das StgB und die Staatsanwaltschaft.

      Herr Michael Stöcker, Herr Dr. Reéne Ménendez, Herr Rudolf Müller, Herr Roman Günter schreiben hier alle mit ihren bürgerlichen Namen und können nicht der SNB zugeordnet werden. Von Beleidigungen und Diffamierungen kann m.E. nicht die Rede sein. Alle diese Kommentatoren haben fundierte und sachliche, zum Teil sehr überzeugende Einwände, gegen Ihre wissenschaftlichen Thesen vorgebracht.

      Wenn Sie gegen jede abweichende Replik, Duplik, Stellungnahme und Antwort – „Trolle“ – der SNB „VERMUTEN“; ist Wahrheitsfindung unmöglich! Folgendes wird nämlich passieren: Sie – Herr Dr. Marc Meyer – schreiben so lange bis Sie glauben, die „Anderen“ geben Ihnen Recht. Sie laufen somit Gefahr als einer zu sein, zumindest so wahrgenommen zu werden, der wenn ihm keiner mehr Antwortet „Selbstgespräche“ führt. Tun Sie das nicht. Die Zeit wird beweisen, ob Sie mit Ihrer wissenschaftlichen Arbeit Recht bekommen werden.

      Hervorragend ist Ihre Entscheidung – zusammen mit Lukas Hässig – Ihren nächsten Beitrag nicht mehr zu Kommentieren.

      Sie grüssend

      Es würde Ihnen gut tun!

      Sie grüssend

    • @EA
      Kommentar vom 6. März 2018 / 10:39

      Danke Ihnen für die Anerkennung meiner Kommentare und die Wertung meiner Zusammenfassung.

      LG
      Rudolf Müller

    • @Rudolf Müller

      Sie schreiben auf der von Ihnen verlinkten Seite:

      Zitat:

      „Diese Sichtweise ist nicht nur bei Herrn Meyer, sondern auch in anderen Diskussionen im Netz anzutreffen.“

      Können Sie mir bitte sagen, wo diese anderen Diskussionen im Netz anzutreffen sind?

      Besten Dank

      Marc Meyer

  67. Offiziell: Bester Kommentar gewählt!

    Eine repräsentative Umfrage unter allen Arbeitgeber-Kommentatoren hat den besten Kommentar zu Marc Meyers Kommunismusstory ermittelt:


    Arbeitgeber (AHV-Rentner)
    1. März 2018 / 12:28
    Grüezi@Herr Dr. Marc Meyer und @Herr Rico Meier,

    Seien Sie anderer Meinung! Die Vielfalt von Thesen, Ansichten und Wissenschaft macht die Debatte erst spannend und attraktiv. Aber bitte unterstellen Sie nicht der Schweizerischen Nationalbank – ohne stichhaltige nachweisbare Beweise zu liefern – sie würde „Trolle“ hier auf „Inside“ losschicken. Ich bitte Sie. Das kann doch nicht Ihr Ernst sein meine Herren. Ihr werdet doch wohl nicht glauben, dass so etwas für eine der noch immer renommiertesten Zentralbanken der Welt überhaupt in Frage käme! Jemanden oder eine Institution ohne Beweise zu verdächtigen, vermindert m.E. die Glaubwürdigkeit des Anklägers.

    Für Beleidigungen und Diffamierung gibt es das StgB und die Staatsanwaltschaft.

    Beste Grüsse

    • @ Meyer, Dr., weil Sie so gerne den AHV Rentner zitieren – DAS könnten Sie sich einmal zu Herzen nehmen, oder lassen Sie’s sein und drehen weiter, wie auch immer…

      Zitat:
      Arbeitgeber (AHV-Rentner)
      1. März 2018 / 12:28
      Grüezi@Herr Dr. Marc Meyer und @Herr Rico Meier,

      Seien Sie anderer Meinung! Die Vielfalt von Thesen, Ansichten und Wissenschaft macht die Debatte erst spannend und attraktiv. Aber bitte unterstellen Sie nicht der Schweizerischen Nationalbank – ohne stichhaltige nachweisbare Beweise zu liefern – sie würde „Trolle“ hier auf „Inside“ losschicken. Ich bitte Sie. Das kann doch nicht Ihr Ernst sein meine Herren. Ihr werdet doch wohl nicht glauben, dass so etwas für eine der noch immer renommiertesten Zentralbanken der Welt überhaupt in Frage käme! Jemanden oder eine Institution ohne Beweise zu verdächtigen, vermindert m.E. die Glaubwürdigkeit des Anklägers.

      Für Beleidigungen und Diffamierung gibt es das StgB und die Staatsanwaltschaft.

      Beste Grüsse

    • Der AHV Rentner geht davon aus, dass der SNB Troll ein SNB Mitarbeiter ist.

  68. „“SNB schreibt 55 Milliarden Franken Gewinn – Wiedmer tritt zurück

    Die Schweizerische Nationalbank (SNB) schreibt dank milliardenschwerer Bewertungsgewinne auf ihr umfangreiches Devisenportfolio einen Milliardengewinn.

    Die Notenbank schreibt für 2017 einen Gewinn von 54,37 Milliarden Franken. Dazu haben auch die Negativzinsen von minus 0,75 Prozent beigetragen, welche die SNB ab einem gewissen Freibetrag von den Banken erhebt. Sie spülten der Zentralbank nach Angaben von Montag 2 Milliarden Franken in die Kasse nach 1,52 Milliarden im Jahr 2016. Mit den Strafzinsen will die SNB den Franken möglichst unattraktiv für Anleger machen und so einen wirtschaftsschädlichen Höhenflug der Währung verhindern.

    Der Gewinn auf den Fremdwährungspositionen betrug 49,7 Milliarden Franken und auf dem Goldbestand resultierte ein Bewertungsgewinn von 3,1 Milliarden Franken. Bei den Fremdwährungsgewinnen entfielen 9,3 Milliarden Franken auf Zinserträge und 3,2 Milliarden Franken auf Dividendenerträge. Die Kursgewinne auf den Zinspapieren und -instrumenten betrugen derweil 5,5 Milliarden Franken. Die Beteiligungspapiere und -instrumente, die gemäss Mitteilung vom günstigen Börsenumfeld profitierten, trugen 21,5 Milliarden Franken zum Erfolg bei.

    Der Bewertungsgewinn beim Gold basiert auf einem unveränderten Goldbestand von 1’040 Tonnen bzw. einem um 8 Prozent höheren Goldpreis.

    Dividende von 15 Franken

    Der Abschluss entspricht den vorläufigen Zahlen, die die SNB Anfang Januar vorgelegt hatte. Die Aktionäre sollen wie angekündigt eine unveränderte Dividende von 15 Franken je Aktie erhalten. Bund und Kantone bekommen neben einer Gewinnausschüttung von einer Milliarde Franken eine Zusatzausschüttung von ebenfalls einer Milliarde Franken. Bereits 2016 hatte die Notenbank einen Gewinn von 24,48 Milliarden Franken eingefahren.““

    • @Piazzolla

      Sehr geehrter Herr Piazzolla

      Besten Dank für Ihre Informationen.

      Weiss man schon, wieviel die SNB von ihrem Gewinn seit anfangs Jahr schon wieder eingebüsst hat? Euro und Dollar sind ja gefallen aber noch nicht stark. Trotzdem: Der Verlust im ersten Quartal dürfte doch schon beachtlich sein.

      Bitte im Auge behalten.

      Danke

      Marc Meyer

  69. Gratuliere Dr. Meyer: Sie werden eine rekordverdächtige Anzahl von 400 Kommentaren auf diesem Blog übertreffen – das zeigt doch klar auf, wie Ihr Artikel mit Ihren bahnbrechenden Erkenntnissen die ganze Schweiz bewegt, ja wahrscheinlich sogar international und weit über die „Szene“ hinaus für Aufsehen sorgt. Darauf können Sie stolz sein.

    • Herzlichen Glückwunsch, Herr Meyer!

      Und noch ein Grund zum Feiern: von den mindestens 400 Kommentaren stammen nicht weniger als mindestens 170 von Herrn Meyer höchstpersönlich. So knacken Sie sicher auch noch die 500er Marke! Auch darauf dürfen Sie mit Recht stolz sein, Herr Meyer!

      Herzlichen Glückwunsch, Herr Meyer!

      Sie grüssend

    • @verdeckter SNB-Vertreter

      Danke

      Und die meisten Leserkommentare stammen von einem SNB- Troll, der hier herumlümmelt bzw. von einem SNB Lümmel, der hier herumtrollt.

      Und zudem, dieser bringt es fertig, in keinem einzigen Kommentar ein fachliches Argument vorzutragen.

      Er wechselt ständig sein Pseudonym. Das sind doch Sie. Nicht wahr?

      Der SNB sind offenbar die Argumente ausgegangen Es wird wahrscheinlich nicht mehr solange dauern, da wird Herr Jordan auch meine Argumentation in seine Reden einbinden und so tun als habe er das immer so gesagt.

      Bisher behauptet er ja aber imner noch, die SNB könne sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen, weil er Fremdkapital der SNB mit Eigenkapital der SNB verwechselt.

      Und bitte bringen Sie doch einmal ein fachliches Argument als sich und die SNB hier immer wieder als Finanz-Clown zu präsentieren.

      MfG

      P.S. übrigens auch Grüsse an Ihren Herrn Jordan. Er soll doch jetzt bitte mal in einen Buchhaltungskurs.

  70. Copyrights: Marc Meyer

    Mit grossem Einsatz kämpft Marc Meyer um Anerkennung dafür, dass er als erster herausgefunden haben will, dass es den Geldmultiplikator gar nicht gibt.

    Wie wir alle wissen, kommt er mit seiner Erkenntnis etwa 80-100 Jahre zu spät. Doch das ist kein Grund zum Verzweifeln denn in einer anderen Sache ist er wirklich allen anderen auf diesem Planeten voraus:

    Meyer ist der erste und der einzige, der behauptet, die SNB wolle mit dem Drucken von Geld ihr Eigenkapital aufbauen.

    Herzlichen Glückwunsch zu diesem tollen Erfolg!

    Sie grüssend

    • @verdeckter SNB-Vertreter

      Guten Morgen

      Danke für Ihren Kommentar an die Leserinnen und Leser

      Erstens:

      Die Geldmultiplikatortheorie von Keynes wurde 1936 publiziert, also vor 80 Jahren. Widerlegt wurde diese gemäss dem anonymen SNB-Vertreter bereits vor deren Publikation. vor 80 – 100 Jahren. Interessant: Widerlegt bevor erschienen.

      Zweitens:
      Zitat Jordan: „Zum Wiederaufbau von Eigenkapital braucht es – nicht anders als bei privaten Unternehmen – Gewinne. Denn mit Geld drucken kann Eigenkapital, wie gesagt, nicht nachhaltig aufgestockt werden. Die Geldschöpfung erlaubt lediglich, den Zahlungsverpflichtungen vollständig nachzukommen.“ (Braucht die SNB Eigenkapital“ Vortrag Jordan, S.13)

      Gemäss Jordan kann also die SNB Geld drucken und Gewinne erzielen und so das Eigenkapital der SNB aufbauen.

      Gewinne erzielen und Geld drucken sind für Jordan also ein und dasselbe. Durch Geld drucken erzielt die SNB gemäss Jordan also Gewinne.

      Zudem könne die SNB ihre Schulden vollständig tilgen durch drucken von Geld aus dem Nichts. Da es nur Eigen- oder Fremdkapital gibt, bedeutet eine Tilgung des Fremdkapitals aus dem Nichts, dass das Eigenkapital umgekehrt steigt.

      Es ist somit klar bewiesen, dass der SNB-Chef Eigen- und Fremdkapital der SNB verwechselt und behauptet, durch Geld drucken aus dem Nichts könne die SNB Eigenkapital aufbauen.

      Dass er von der NSB emittiertes Geld als Eigenkapital der SNB betrachtet geht auch daraus hervor, dass er behauptet, er müsse Notenbankgeld nie mehr zurückgeben.

      Man kann es drehen und wenden wie man will ;Die SNB verwechselt Fremdkapital mit Eigenkapital – und das bei Fremdkapital von über 700 Milliarden(!).

      Nein – die Steuerzahler müssen die SNB im Falle von negativem Eigenkapital rekapitalisieren. Die SNB kann dann nicht einfach Geld drucken, wie Jordan behauptet. die SNB soll der Wahrheit endlich einmal in die Augen sehen.

      Marc Meyer

    • Meyer behauptet:
      „Und Herr Jordan hat in seinem Referat in Basel wörtlich behauptet, negatives Ek der SNB liesse sich durch drucken von Geld aufstocken auch wenn nicht nachhaltig“ (S.13)
      https://insideparadeplatz.ch/2018/02/14/snb-jordan-verkuendet-kommunistisches-und-laedt-zum-gratis-buffet/#comment-197588

      und

      „SNB-Chef Jordan behauptet, die SNB könne in diesem Fall einfach Geld drucken und so das negative Eigenkapital der SNB wieder aufstocken.“
      https://insideparadeplatz.ch/2018/02/14/snb-jordan-verkuendet-kommunistisches-und-laedt-zum-gratis-buffet/#comment-197535

      Erstaunlicherweise zitiert Meyer für seine Anwürfe dann eine Passage aus dem Fazit eines Vortrages von Herrn Jordan:

      „Zum Wiederaufbau von Eigenkapital braucht es – nicht anders als bei privaten Unternehmen – Gewinne. Denn mit „Geld drucken“ kann Eigenkapital, wie gesagt, nicht nachhaltig aufgestockt werden. Die Geldschöpfung erlaubt lediglich, den Zahlungsverpflichtungen vollständig nachzukommen.“
      https://www.snb.ch/de/mmr/speeches/id/ref_20110928_tjn/source/ref_20110928_tjn.de.pdf

      Irgendwie hat das, was völlig korrekt von Herrn Jordan als Fazit gezogen wird, mit dem, was Meyer immer glaubt, Herrn Jordan als in seiner Sicht Falschaussage unterstellen zu müssen, nichts zu tun. Man könnte fast sagen, daß Meyer falsches Zeugnis ablegt, was die tatsächlichen Aussagen von Herrn Jordan angeht. Der einzige Schwachpunkt bei der Aussage von Herrn Jordan ist das Wort „nachhaltig“ zu benutzen. Denn das suggeriert, man könne durch Geldschöpfung – nicht nachhaltig – Eigenkapital erzeugen – was natürlich genauso wenig geht wie eine „nachhaltige“ Erzeugung von Eigenkapital. Daß das aber so nicht gemeint war, geht eindeutig aus dem folgenden Satz hervor, denn Geldschöpfung kann „lediglich“ dazu genutzt werden die laufenden Zahlungsverpflichtungen zu bedienen. Dieses „lediglich“ besagt eindeutig, daß es die Zahlungsverpflichtungen sind, die stets bedient werden können und DESHALB es völlig nebensächlich ist, ob der EK-Saldo gerade mal links oder rechts in der Bilanz steht. Und daß die Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen etwas anderes ist, als der Wiederaufbau von Eigenkapital wird durch den Eingangssatz in aller Klarheit dargestellt. Denn die Aussage, daß auch eine Zentralbank für den Aufbau von Eigenkapital Gewinne braucht, kann man nicht mißverstehen – es sei denn, man kann (oder will) nicht lesen.

      Hier haben wir also das Zentralargument von Meyer: das nicht korrekte Füllwort „nachhaltig“ wird als Begründung für eine Falschaussage genommen, obwohl sowohl vorher als auch hinterher eindeutig klar gelegt wird, daß dieses Wort „nachhaltig“ an sich nicht das aussagen kann, was Meyer meint darin sehen zu können. Unter aktiver Ignorierung des völlig korrekten Eingangssatzes und des erläuternden Folgesatzes verdreht Meyer die Aussage in die ihm genehme Interpretationsrichtung und meint tatsächlich, mit einem aus dem Zusammenhang gerissenen Halbsatz, Herrn Jordan eine Falschaussage unterstellen zu können.

      Sehr geehrte Damen und Herren, wenn Sie mich fragen weiß Meyer ganz genau, daß diese Behauptung, die als Letztbegründung ein unrichtiges Füllwort kritisiert, nie und nimmer als Argument taugt. Man muß sich daher eher fragen, was Meyer mit dieser albernen Komödie bezwecken möchte. Ich gehe mal davon aus, daß Meyer nicht beabsichtigt, zu einer kurzweiligen Unterhaltung beizutragen, obwohl der Unterhaltungswert seiner „Klageschriften“ für Ökonomen äußerst beträchtlich ist. Man kann auch nicht davon ausgehen, daß Meyer wirklich meint, daß vorsätzliches Mißverstehen überzeugend für ein fachkundiges Publikum ist. Daß Meyer weiß, daß er auf verlorenem Posten steht – was u.a. daran erkennbar ist, daß er noch nicht mal mehr argumentiert, sondern nur leierkastenmäßig die „copy and paste“ Wiederholungstaste drückt – ist ja nicht zu übersehen.

      Vielleicht sollten sich die drei „sorcerers“ – oder zumindest die beiden anderen – überlegen, ob diese Art von Polemik tatsächlich zielführend ist, um die Politik der SNB nachhaltig – ich betone „nachhaltig“ – kritisieren zu können. Wie schon angedeutet wurde gibt es tatsächlich kritikwürdige Aspekte des gegenwärtigen Finanzsystems – das Herumreiten auf der wohl versehentlichen Verwendung eines einzelnen Wortes im Rahmen eines 13-seitigen Vortrages gehört sicherlich nicht dazu.

    • @Renee Menendez

      Danke für Ihren Beitrag

      Ersten
      Bitte unterstellen Sie mir nicht unlauteres Verhalten. Danke

      Zweitens
      Negativem Eigenkapital stehen ausstehende Forderungen gegenüber.

      Wenn SNB Chef Jordan behauptet, die SNB könne durch drucken von Geld ihren ausstehenden Forderungen jederzeit und überall vollständig nachkommen, so folgt daraus dass die SNB negatives Eigenkapital aufstocken kann durch drucken von Geld.

      Fremdkapital und Eigenkapital ergeben zusammen das Gesamtkapital.

      Bitte einmal im stillen Kämmerlein Buchhaltung nachholen anstatt mir persönliche Unterstellungen zu machen.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @R.M.

      „Den Zahlungsverpflichtungen nachkommen“ und den „ausstehenden Forderungen nachkommen“ ist dasselbe.

      MfG

    • Grüezi@Herr Dr. Reéne Ménendez,

      alle Probleme liessen sich ausschliesslich durch präzisere sprachliche Formulierungen, bzw. Interpretation lösen?

      Sie grüssend

    • @Renee Menendez

      Noch etwas:

      Sie mogeln.

      SNB Jordan hat nichts gesagt von „lediglich die laufenden Verpflichtungen, Zahlungsverpflichtungen nachkommen.“

      Das Wort „laufend“ haben Sie hereingemogelt.

      Er sagte im Gegenteil: „Vollständig“ und in Zurich sagte er „in eigener Währung und immer und überall“

      Sie möchten gerne einrn Case machen zwischen kurz- und langfristig.

      Die SNB kann durch Geld drucken aber weder kurz- noch langfristig Schuld tilgen, wie er behauptet.

      MfG

      In Zürich sagte er u:

    • @R.M.

      Sorry und noch etwas (da ich am Handy schreibe)

      In Basel hiess das Thema

      Braucht die SNB Eogenkapital?

      Jordan argumentierte, die SNB müsse bei negativem EK die Bilanz nicht deponieren, eben weil sie Geld drucken könne.

      Es geht also im die Reduzierung der Giroguthaben der Banken von hunderten Milliarden und nicht um die Bezahlung des Fassadrnalers.

      Aber selbst bei diesem entsteht eine Schuld.

      Lesen Sie Nachtrag Migros.

  71. @Rudolf Müller

    Sehr geehrter Herr Müller

    Jawohl – Ihre Texte sind dermassen tendenziös und sowas von langweilig, dass ich einschlafe beim Lesen.

    Es bleibt dabei: Die SNB kann durch Geld drucken ihre Schulden nicht abbauen, wie SNB-Jordan und BuBa-Weidmann behaupten.

    Solche Irrlehrer sind die grösste Gefahr für die heutigen Industrienationen.

    Schönen Abend

    Marc Meyer

  72. @Arbeitgber ??? – verdeckter SNB-Vertreter

    Guten Abend

    Sie finden Ihre eigenen Texte so gut, dass Sie meinen, diese kopieren zu müssen und oben repetitiv hinzuposten.

    Auch das bringt ihnen nichts – genauso wenig, wie wenn Sie ausschliesslich auf meine Person spielen. Zu etwas anderem sind Sie offenbar nicht fähig.

    Sie und Herr Jordan haben sich verrent – Sie meinen, die SNB könne durch Geld drucken ihre eigene Schulden abbauen.

    Nein – kann sie nicht. Durch Schulden machen werden die Schulden nicht kleiner, sondern grösser.

    Quel Nonsens Sie und Herr Jordan verbreiten.

    Ich denke, ich bin im falschen Film. Der Notenbankpräsident behauptet, er könne die Schulden der SNB abbauen durch noch mehr Schulden und seine autoriätsgläubigen Adlaten meinen, diesen Unsinn weiter verbreiten zu müssen.

    Geh doch Du jetzt in Deine Pensionierung, und geniesse Deinen Ruhestand, anstatt hier Nonsense zu verbreiten.

    Die Zukunft gehört nicht Dir. Du bist und repräsentierst Vergangenheit.

    Schönen Abend

    Marc

    • Sie sind sogar dermassen im falschen Film, dass Sie nicht einmal merken, wessen durchaus sehr sinnvoller Kommentar gepostet wurde – aber wenn sich einer mittlerweile so weit von jeglicher Sachlichkeit entfernt hat, ist nicht mehr nur das eine Auge blind. Übrigens monieren Sie im Weiteren einmal mehr genau das, was Sie selbst so gerne tun, repetieren, repetieren, zuoberst posten, andere Meinungen verunglimpfen, repetieren, jammern…Türe nicht mehr finden.

    • @1.Mose 19:11

      Ihren Bibeltext finde ich gut – nur interpretiere ich diesen anders.

      Übrigens: Die Befürworter von SNB-Jordans Argumentation schreiben hier mit wenigen Ausnahmen anonym. Sie auch. Und diese Anonymen spielen ausschliesslich auf meine Person. Sie auch.

      Wie ist das zu interpretieren?

      mfG

    • @Mose 19:11

      Oder anders formuliert:

      In Ihrem Vergleich bin ich also der Mob und die Anonymen hier, welche ständig ihr Pseudonym wechseln, stellen Lot dar.

      Ist es nicht vielleicht umgekehrt? Und die SNB findet die Türe nicht?

      Übrigens gibt die Diskussion hier einen interessanten Einblick in das Innenleben der Schweizerischen Nationalbank.

      Man sieht, wie die SNB jemanden behandelt, der es jemand wagen sollte, den SNB-Chef zu hinterfragen…

      Marc Meyer

  73. Liebe Leserinnen und Leser,

    in seinem Beitrag vom 3. März 2018 / 19:27 vermutet Herr Dr. Marc Meyer, dass ich Allianzen gegen ihn schmieden will, wenn ich versuche, einige noch offene Fragen, auch gegebenenfalls ohne ihn zu diskutieren. Jeder mag daraus seine eigenen Schlüsse ziehen. Antworten werde ich auf solche polemischen Ausfälle von Herrn Meyer nicht.

    Bei der Durchsicht meiner Kommentare musste ich feststellen, dass zu vielen Stellen von Herrn Dr. Marc Meyer eine Antwort noch aussteht. Nachfolgend eine Auflistung der unbeantworteten Kommentare:

    Zusammenfassung,
    SNB und Banknoten drucken,
    Wertberichtigung I,
    Wertberichtigung II.

    Ich war bemüht, auf seine Ausführungen detailliert einzugehen und auch seiner Sichtweise entsprechende Beachtung zu schenken, jedoch ohne Resonanz. Wenn ich sehe, wieviel Zeit er für Vermutungen über scheinbare SNB-Tolle aufbringt, ist die Nichtbeachtung von Sachkommentaren und Sachfragen zu seinen Thesen schon bemerkenswert.
    In der Tat müssen ihm jedoch meine Beiträge langweilig vorkommen, da sie nicht in sein Schema des Jordan-, SNB-, BuBa-, . . . Bashing passen und andere Kommentatoren bereits vor mir die wesentlichen Argumente ebenfalls ausgeführt haben. Offensichtlich erscheinen ihm SNB-Verschwörungstheorien zielführender als die Auseinandersetzung mit Sachthemen?
    Bedauernswürdig!

    Mittlerweile verzichte ich aber auch gerne auf eine Beantwortung meiner Kommentare durch Herrn Dr. Marc Meyer, da sowieso nur die bekannten Antworten Nr. 1, 4, 5, 8 und 9 aus seiner Schublade gezogen werden. Eine thematische Auseinandersetzung mit Grundlagen des Bankgeschäfts ist ihm zu langweilig.

    LG
    Rudolf Müller

  74. Weil es so schön war

    Zitat:
    Arbeitgeber (AHV-Rentner)
    1. März 2018 / 12:28
    Grüezi@Herr Dr. Marc Meyer und @Herr Rico Meier,

    Seien Sie anderer Meinung! Die Vielfalt von Thesen, Ansichten und Wissenschaft macht die Debatte erst spannend und attraktiv. Aber bitte unterstellen Sie nicht der Schweizerischen Nationalbank – ohne stichhaltige nachweisbare Beweise zu liefern – sie würde „Trolle“ hier auf „Inside“ losschicken. Ich bitte Sie. Das kann doch nicht Ihr Ernst sein meine Herren. Ihr werdet doch wohl nicht glauben, dass so etwas für eine der noch immer renommiertesten Zentralbanken der Welt überhaupt in Frage käme! Jemanden oder eine Institution ohne Beweise zu verdächtigen, vermindert m.E. die Glaubwürdigkeit des Anklägers.

    Für Beleidigungen und Diffamierung gibt es das StgB und die Staatsanwaltschaft.

    Beste Grüsse

    • Am 27. Februar schrieb „Arbeitgeber (AHV-Rentner):

      Zitat:

      Arbeitgeber (AHV-Rentner)
      27. Februar 2018 / 12:57
      @Deutsch und Deutlich,

      Könnte es sein, dass Sie unter Verfolgungswahn leiden?

      Zitat Ende

      Das haben Sie schon vergessen.

      @Deutsch und Deutlich – das waren doch Sie – nicht wahr?

  75. @anonymer SNB Vertreter

    Gestern Nacht um 23 Uhr haben Sie hier erklärt, Sie würden nun die Diskussion verlassen und eine neue Seite in Ihrem Leben aufschlagen.

    Offenbar rauben meine Argumente Ihnen den Schlaf.

    17 Stunden später sind Sie schon wieder hier und versuchen verzweifelt, Jordans Illusionen hier glaubhaft zu machen durch Spiel auf meine Person.

    Aber es gelingt Ihnen nicht. Sie haben sich – zusamnen mit Jordan – in eine Irrlehre verstiegen und haben sich hiffnunglos verrant.

    Geben Sie’s endlich auf. Stellen Sie sich der Realität. Machen Sie sich und die SNB hier nicht weiter lächerlich.

    Und richten Sie Ihrem Herr Jordan und der SNB aus, es sei schwach, der Diskussion auszuweichen und stattessen hier im Schutze der Anonymität auf meine Person zu spielen.

    Das Verhalten der SNB ist feige und eineer Demokratie unwürdig.

    Und jetzt noch für jene Leser, die fachlich interessiert sind:

    Auch die SNB muss ihre Schuulden zurückzahlen- ansonsten wäre das eine Enteignung der Banken durch die SNB und kommunistisch.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

    • @Meyer

      „Auch die SNB muss ihre Schuulden zurückzahlen- ansonsten wäre das eine Enteignung der Banken durch die SNB und kommunistisch.“

      Kennen Sie eine Bank, die sich mit Flüssigen Mitteln von mehreren Millionen enteignet fühlt? Die gar in ihrem Risikomodell Wertberichtigungen auf Flüssigen Mitteln in Betracht zieht?

    • @Roman Günter

      Bei Geldentwertung werden jene enteignet, welche Geld besitzen.

  76. Ausstieg verpasst

    Leider hat Herr Meyer (wieder mal) die Gelegenheit für einen halbwegs eleganten Abgang verpasst. Stattdessen fährt er noch mehr Unfug auf, um seine Irrtümer zu „begründen“:

    Angeblich behauptet die SNB, die SNB könne die Geschäftsbanken zwingen, ihr Euros zu verkaufen gegen Franken.

    Der routinierte Leser weiss natürlich, dass Herr Meyer nie in der Lage sein wird, seine Darstellung zu belegen.

    Darum kann der geneigte Leser weiterhin beruhigt sein:  Kommunismus gibt’s nur bei Meyer, aber nicht in der Schweiz.

    Sie grüssend

  77. Nachtrag XI

    Was ist kommunistisch?

    Es stellt sich die Frage, was denn an der Argumentation von SNB-Chef Jordan „kommunistisch“ sei.

    Die SNB behauptet, sie können festlegen, wieviel Geld sie emittiere und sie müsse die Geldmenge nicht abbauen – sie könne dazu nicht gezwungen werden, weil Geld nicht gegen Gold eingetauscht werden könne.

    Dies würde also heissen, dass die SNB eine Bank zwingen könnte, einen Teil ihres Vermögens bei der SNB in Guthaben anzulegen. Und die Bank habe dann nie mehr das Recht, dieses Guthaben zurück in einen anderen Vermögenswert zu wechseln.

    Beispiel: die SNB könne die Geschäftsbanken zwingen, ihr Euros zu verkaufen gegen Franken. Nach diesem Verkauf dürften die Banken aber ihre Franken bei der Euros nie mehr verkaufen gegen Euros.

    Das wäre vergleichbar, als könnte die SNB die Privaten Haushalte zwingen, einen bestimmten Betrag ihres Vermögens in Banknoten halten zu müssen. Die Schulden der SNB betragen rund CHF 10‘000 pro Einwohner der Schweiz.

    Zum Vergleich könnte die SNB also einen Familienvater von einer Familie mit 3 Kindern zwingen, dass er Vermögenswerte von 50‘000 Franken verkauft und den Erlös in Banknoten halten muss. Diese Banknoten könnte er dann nie mehr in etwas anderes umtauschen als in Banknoten.

    Wenn die SNB das it jedem Schweizer machen würde, so hätten Banknoten bald keine Kaufkraft mehr. Das käme einer Enteignung gleich und wäre kommunistisch.

    Marc Meyer

  78. Lieber Jonas Hügli,

    vielen Dank für Ihre sachlichen Kommentare. Ich antworte Ihnen ganz oben, da Sie einige wichtige Fragen aufgeworfen haben, auf die ich im Folgenden etwas näher eingehen möchte. Auf diese Weise können wir uns ja vielleicht den wirklichen „Problemen“ der SNB und der Bundesbank nähern. Sie schreiben:

    „Die damalige Reichsbank hat einfach schon mal auf Vorrat Geld gedruckt und die Aktiven hätten dann, so der Plan, bei gewonnenem Krieg von den Kriegsverlierern eingezahlt werden müssen. Diese Rechnung ging nicht auf und die folge war die Hyperinflation.“

    Wie Herr Dr. Menéndez schon weiter unten ausgeführt hatte, muss man aufpassen, was man unter Gelddrucken wirklich versteht. Wenn Sie schreiben, dass „auf Vorrat Geld gedruckt“ wird, dann ist dieses Geld noch gar kein Geld, da es sich noch nicht in Umlauf befindet. Solange es also die Zentralbank nicht verlassen hat, handelt es sich um bedruckte Baumwollzettel, deren Herstellung ein wenig Geld gekostet hat. Die Rechnungen von Orell Füssli für die reinen Druckkosten hatte die SNB bis 2012 aktiviert und erst bei Inverkehrbringung der Banknoten als Aufwand erfolgswirksam ausgebucht. Damit ist zugleich seit 2013 der letzte formelle bilanzielle Hinweis entfallen, dass es sich bei einer Banknote IMMER um ein Aktivum handelt und nicht um eine Schuld.

    Worauf Sie anspielen, das ist die grundsätzliche Problematik der monetären Staatsfinanzierung. Und ich denke, in diesem Punkt sind wir uns hier alle einig: Sofern diese Form der Staatsfinanzierung ausschließlich für konsumtive Zwecke eingesetzt wird, hat sie grundsätzlich inflationären Charakter. Kleine Dosis, kleine Wirkung (Zielinflation von 2 %), große Dosis, große Wirkung (Italien vor dem Euro mit 6 bis 10 % und mehr). Da es die Italiener nicht so mit der Steuerehrlichkeit haben, hat der Staat sich einfach auf die alternative Besteuerung (aka Inflationssteuer) konzentriert. Und wenn die Dosis sehr groß ist, dann wird aus einer galoppierenden Inflation sehr schnell eine Hyperinflation (Weimar, Simbabwe…).

    Letztlich ist es aber egal, ob die Finanzierung direkt über die Zentralbank erfolgt oder aber indirekt über den Bankensektor, da Staatsanleihen immer zur Refinanzierung bei der Zentralbank eingesetzt werden können. Der Unterschied besteht allerdings darin, wer die Zinsen erhält; der private Bankensektor oder aber die staatliche Zentralbank.

    Fließen diese Mittel hingegen in benötigte Infrastruktur, Bildung etc., so kann dies anfänglich bei voller Auslastung der Kapazitäten zwar tendenziell auch zu leicht erhöhter Inflation führen, mittelfristig wird die Inflation aber aufgrund sich daraus ergebenden höheren Produktivität wieder sinken, bei dann realem höheren Wohlstand.

    Anders sieht es aus, wenn sich das Ausland verschuldet; wenn es also mehr importiert als exportiert. Und damit komme ich zum Kern des Problems vieler Zentralbanken: Und das sind persistente Leistungsbilanzungleichgewichte. Diese Ungleichgewichte spiegeln sich letztlich in deren Bilanzen wider; insbesondere dann, wenn die Finanzmärkte zunehmend das Vertrauen in die Zahlungsfähigkeit ausländischer Banken verlieren. Was für die SNB das Euro-/Devisenproblem, das ist für die Bundesbank die TARGET-Problematik. Und ja, hier bin ich ganz bei der Einschätzung von Marc Meyer: Hier gibt es ein echtes Risiko.

    Von daher wäre es besser, wenn nicht nur die Schweizer, sondern auch die Deutschen mehr importieren würden. Dies entspräche dann auch Ihrem Migros-Beispiel, das zwar nicht auf eine Zentralbank angewendet werden kann, sehr wohl aber gegenüber dem Ausland. Und warum geschieht dies nicht?

    Einer der wesentlichen Gründe dich ich sehe, ist die ungleiche Verteilung von Einkommen und Vermögen. Und siehe da, selbst der Teufel scheint so langsam aber sicher hierin ein Problem zu erkennen: https://www.bloomberg.com/view/articles/2018-02-22/big-companies-gaining-monopoly-power-pose-risk-to-u-s-economy. Auch in der Schweiz und in Deutschland hinkt die Lohnentwicklung schon seit vielen Jahren der Produktivitätsentwicklung hinterher. Insbesondere der Niedriglohnsektor verhindert höhere Importe. Goldman Sachs ist wohl gerade auf dem Weg der tieferen Erkenntnis, dass eine einseitige Fokussierung auf Rendite durch Monopolisierung und Finanzialisierung letztlich zum Systemuntergang führt.

    Merke: Gesellschaftliche Ungleichgewichte dürfen nicht zu hoch werden. Das gilt innerhalb einer Gesellschaft, das gilt aber genau so zwischen den Gesellschaften. Zu hohe Leistungsbilanzüberschüsse führen letztlich bei allen zu Verlusten. Auf diese alte biblische Erkenntnis hatte Moritz Schularick (bekannt durch exzellente Studien zur Finanzkrise) in diesem Interview hingewiesen: https://youtu.be/9SiVO-krlSQ?t=348.

    Insofern ist ein einseitiges Zentralbankbashing unangebracht, da die Problematik der Werthaltigkeit der Devisenreserven nur dann in den Griff zu bekommen ist, wenn sich die Leistungsbilanzen wieder normalisieren. Und das geht nur, wenn wir die Migros-Gutscheine auch bei Migros präsentieren. Und Euro-Gutscheine muss man nun mal in Euroland zur Einlösung präsentieren und nicht bei der heimischen Zentralbank. Das sollte so schwer nicht zu verstehen sein. Dazu müssten diese Gutscheine aber viel gleichmäßiger verteilt sein. Und ja, jetzt wird es grundsätzlich politisch.

    LG Michael Stöcker

    • @Michael Stöcker

      Sehr geehrter Herr Stöcker

      Sie lenken vom Thema ab.

      Das Problem ist, dass die SNB rund 700 Milliarden Schulden hat und damit Devisen im Ausland finanziert hat.

      Fällt der Wert der Devisen unter Wert der ausstehenden Schulden der SNB, so ist die SNB Konkurs. In diesem Fall müssen die Banken ihre Guthaben bei der SNB wertberichtigen und können wegen der SNB selber Konkurs gehen.

      Die Steuerzahler müssen dann die SNB rekapitalisieren. Das bestreitet der SNB-Chef. Er wird es früher oder später zugeben müssen.

      SNB-Chef Jordan behauptet, die SNB könne in diesem Fall einfach Geld drucken und so das negative Eigenkapital der SNB wieder aufstocken.

      Das ist falsch.

      Auch der Präsident Ihrer Deutschen Bundesbank, Jens Weidmann, behauptet denselben Irrtum. Er behauptet, die EZB könne nicht Konkurs gehen, weil die EZB als einziges Institut „schuldbefreiendes Geld“ herstellen und damit bezahlen könne,.

      Falsch.

      Notenbankgeld ist kein Zahlungsmittel für die Zentralbanken. Lesen Sie dazu bitte meinen Nachtrag X. Da habe ich den Irrtum Eures Zentralbankchefs Weidmann glasklar aufgezeigt.

      Gehen Sie lieber auf meine fachliche Argumentation ein, anstatt davon abzulenken.

      Störend ist auch, dass sowohl Jordan als auch Weidmann dem Thema ausweichen:

      Jordan tut es, indem er seine Reden sehr lange hält, so dass keine Zeit mehr übrig bleibt für eine Diskussion und anschliessend ein kostbares Buffet serviert wird.

      Weidmann weicht dem heiklen Thema aus, indem er sich von Schuldmädchen interviewen lässt, die ihn kaum hinterfragen werden.

      Stattdessen treiben sich hier anonyme Trolle auf diesem Forum herum, welche nur auf meine Person spielen und so die Diskussion verhindern möchten.

      Das ist unlauteres Verhalten der Zentralbanken.

      Es fällt auf, dass Sie sich immer wieder aus der Diskussion verabschieden, wenn Sie nicht mehr weiter wissen. Und dann schleichen Sie sich wieder ein und platzieren Ihre Texte zur Ablenkung der Diskussion ausschliesslich ganz oben.

      Sie verhalten sich dann aufdringlich – wohl wissend, dass niemand ihre Texte interessieren und diese gar nicht gelesen würden, wenn diese nicht zuoberst stehen.

      Wie heisst es: Die Ersten werden die Letzten sein. Gilt auch für Sie, Herr Stöcker.

      Und noch etwas: Wenn Sie wichtigere Probleme sehen als die 100’000 Franken Schulden der SNB pro Einwohner, so schreiben Sie hier doch einen eigenen Beitrag.

      Und noch etwas: Bitte missbrauchen Sie meinen Beitrag nicht, um für Ihre eigen Seite und diverse andere Seiten hier auf meine Kosten Reklame zu machen.

      Und noch etwas: Ich warte immer noch auf Ihr Zitat, wo Sie mir zeigen, dass andere weit vor mir gezeigt hätten, dass es keinen Geldmultiplikator gibt, da Geld eine Schuld der Zentralbank ist und dies mit Buchungssätzen belegt haben.

      Und noch etwas: Wenn Sie mir schon abschreiben, so zitieren Sie mich bitte

      Danke

      Marc Meyer

    • Fällt der Wert der Devisen unter Wert der ausstehenden Schulden der SNB, so ist die SNB Konkurs. In diesem Fall müssen die Banken ihre Guthaben bei der SNB wertberichtigen und können wegen der SNB selber Konkurs gehen.

      We agree to disagree.

      SNB-Chef Jordan behauptet, die SNB könne in diesem Fall einfach Geld drucken und so das negative Eigenkapital der SNB wieder aufstocken.

      Das kann ich mir nun wirklich nicht vorstellen, dass Herr Jordan dies behauptet hat. Bitte das Zitat dazu. Denn das funktioniert nun wirklich nicht. Eine indirekte Möglichkeit wäre allerdings theoretisch denkbar, wenn die SNB eine Kapitalerhöhung durchführen würde und zu diesem Zweck z. B. allen Altaktionären eine bestimmte Menge an Gold oder sonstigen Assets abkaufen würde und anschließend diese Geldbeträge wieder via Kapitalerhöhung an die SNB zurück fließen. Ist aber doch sehr theoretisch, da eine gut geführte Zentralbank eigentlich keine Kapitalerhöhung durchführen muss.

      Auch der Präsident Ihrer Deutschen Bundesbank, Jens Weidmann, behauptet denselben Irrtum. Er behauptet, die EZB könne nicht Konkurs gehen, weil die EZB als einziges Institut „schuldbefreiendes Geld“ herstellen und damit bezahlen könne,.

      Hier bringen Sie zwei unterschiedliche Sachverhalte durcheinander. Ein Zahlungsvorgang ist etwas völlig anderes als eine Kapitalerhöhung. Bei einem Zahlungsvorgang wird eine Zahlungsschuld erfüllt. Und das kann eine Zentralbank sogar bei negativem Eigenkapital. Wenn sie bei negativem EK eine Rechnung bezahlt, die zugleich Aufwand ist, dann führt ein solcher Vorgang eben zu einer weiteren Erhöhung des negativen EK. Das ist aber bei einer ordentlich geführten Zentralbank mit einer starken Realwirtschaft wie der Schweiz oder Deutschland grundsätzlich kein Problem.

      Wenn Sie sorgsam den Antworten von Herrn Weidmann zugehört hätten und nicht nur in einem kognitiv-dissonanten Separationsreflex das herausfiltern, was nicht zu Ihren steilen Thesen passt, dann hätten Sie heraushören können, dass sich Herr Weidmann auf die Frage zum negativen EK klar und deutlich positioniert hat und dass ein solcher Vorgang keine Dauerzustand sein darf und auch keine größeren Ausmaße annehmen darf (wo auch immer die Grenze sein mag, kann wohl nicht objektiv beantwortet werden). Er spricht sogar vom schlimmsten Fall der Rekapitalisierung durch den Staat/Steuerzahler. Hören Sie also bitte endlich auf, eine Unwahrheit nach der anderen rauszuhauen. Sie machen sich sonst vollends unglaubwürdig und disqualifizieren sich als ernst zu nehmender Diskussionspartner.

      Notenbankgeld ist kein Zahlungsmittel für die Zentralbanken. Lesen Sie dazu bitte meinen Nachtrag X. Da habe ich den Irrtum Eures Zentralbankchefs Weidmann glasklar aufgezeigt.

      We agree to disagree. Einfach noch mal hierüber sinnieren: https://insideparadeplatz.ch/2018/02/14/snb-jordan-verkuendet-kommunistisches-und-laedt-zum-gratis-buffet/#comment-196744.

      Gehen Sie lieber auf meine fachliche Argumentation ein, anstatt davon abzulenken.

      Diesen Wunsch gebe ich gerne an Sie zurück.

      Auf Ihre weiteren persönlichen Befindlichkeiten möchte ich nicht weiter eingehen. Ich hatte Ihnen hierzu bereits weiter unten ausführlich geantwortet.

      Entspannen Sie sich dieses Wochenende doch einfach mal mit einer kleinen Cash Pause: https://youtu.be/VzNuGOZ_Eeg?t=23

      LG Michael Stöcker

    • @Michael Stöcker

      Guten Abend

      Wie bereits gesagt sind Sie im Fach Sprache wesentlich besser als in der Buchhaltung und im Fach Sprache sind Sie besser im Schreiben als im Lesen.

      Sie sind offenbar unfähig, meine Texte zu lesen, geschweige denn zu verstehen.

      Nochmals: Ihr Bundesbankpräsident Weidmann hat die kleinen Schulmädchen und Sie davon überzeugen können, dass Geld schuldbefreiend sei für die EZB.

      Nein. Ist es nicht.Notenbankgeld selbst ist die Schuld der EZB.

      Aber was schreibe ich das hier? Sie sind ja unfähig zu lesen und nur gut im Schreiben von Wortgirlanden.

      Und Herr Jordan hat in seinem Referat in Basel wörtlich behauptet, negatives Ek der SNB liesse sich durch drucken von Geld aufstocken auch wenn nicht nachhaltig (S.13)

      Zudem hat er x-mal behauptet, die SNB könne Geld aus dem Nichts drucken und ihre Schulden so abbauen

      Der Abbau von Schulden aus dem Nichts – also ohne Verkauf von Vermögen – bedeutet, dass das EK steigt ( FK und EK ergeben zusamnen die Bilanzsumne)

      Können Sie das verstehen mit Ihren mangelhaften Buchhaltungskenntnissen?

      Wahrscheinlich nicht.

      Also lassrn Sie es bleiben

      Sie müssen mir gar nicht mehr schreiben, wenn Sie das nicht verstehen.

      Sie verschwenden nur meine Zeit und Ihre auch.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Michael Stöcker

      Und noch etwas – einfach um klar zu sein:

      Wäre eine Geldemission schuldbefreiend, wie Ihr Deutscher Bundedbankpräsident die Schulmädchen überzeugt, so könnte es ja gar nie zu negativem Eigenkapital bei einer ZB kommen.

      Das Interview von Herrn Weidmann mit den Schulmädchen ist ein einziger Widerspruch in sich selbst.

      Weidmann versteht offenbar selber nicht, wovon er spricht – ganz wie unser SNB Chef Jordsn such nicht.

      Und Weidmann will EZB Chef werden?

      Die Zentralbanker sind die grösste Gefahr in den Industrienationen.

      Marc Meyer

    • @Stöcker

      Es geht hier grundsätzlich um ein falsches Verständnis und die falsche Lehre von Wert und Geld durch die Zentralbanken, Universitäten und Schulen. Und nicht um politische Ansichten, daher werde ich ihre Ausführungen diesbezüglich nicht kommentieren.

      Wer ernsthaft die Geschichte und die Zusammenhänge studiert erkennt die Irrlehre die allgemein rund um Wert und Geld verbreitet und propagiert wird. Bevor jemand verstehen kann was Geld ist, muss er verstehen was ein Wert ist.
      Ich bin mir ziemlich sicher, dass die betreffenden Personen ihre Irrlehren selber nicht glauben, aber aus politischen oder machtpolitischen Überlegungen diese weiter führen. Im Sinne von: „Nach mir die Sintflut.“ und dafür erhalte ich ja dann einen netten Job bei Blackrock.

      Sie sprechen eine allgemeine politische Frage an und da darf jeder seine Meinung haben die er will. Insofern teile ich ihnen gerne meine politische Haltung bezüglich Zentralbanken mit.
      Von mir aus gesehen sollte eine Zentralbank nur eine einzige Aufgabe erfüllen und zwar die Versorgung der Wirtschaft mit Geld, und nichts weiteres.
      Zum Beispiel ist 2% Inflation für mich ein politisches Ziel. Ich bin der Meinung, dass eine Zentralbank überhaupt keine Währungspolitische noch andere Politische Ziele haben sollte.

  79. Zum Schluss alles wie gehabt

    Herr Meyer ist wieder an dem Punkt angekommen, wo er nicht mehr über die Sache, sondern nur noch über sich und die Ungerechtigkeit dieser Welt schreiben mag, die ihn unablässig verfolgt.

    Zeit, eine neue Seite aufzuschlagen und die Diskussion an dieser Stelle zu beenden.

    Sie grüssend

    • Gut so

      Gehen Sie

      Sie haben Ihr Pseudonym ständig gewechselt, Sie haben hier nur polemisiert und Sie haben nichts zur Diskussion beigetragen.

      Unter welchem Pseudonym werden Sie sich wieder einschleichen?

      Die SNB gewinnt gar nichts, wenn sie sich nur wagt, hier verdeckt die Diskussion zu torpedieren.

      Und Tschüss

    • @ Arbeitgeber (AHV) und KMU Rentner

      Re: Zum Schluss alles wie gehabt

      Ihrem ersten Satz kann ich ohne „wenn“ und „aber“ zustimmen.

      Die Diskussion zu beenden, nur weil Herr Dr. Marc Meyer nichts wesentlich Neues mehr beitragen kann und er offensichtlich nicht in der Lage ist, auf an ihn gerichtete Kommentare adäquat zu antworten, muss m. E. nicht sein. Noch offene Punkte können wir ja auch gerne ohne ihn ausdiskutieren. Ohne Jordan-,SNB-, BuBa-. . . . . Bashing kommen wir wahrscheinlich viel schneller zu einem Ergebnis.

      Zu Ihrer Frage nach den „flüssigen Mitteln“ hatte ich Ihnen unter Geldmengengeantwortet. Hatten Sie das übersehen oder ist die Erklärung für Sie ausreichend gewesesn?

      In meinem dortigen Link zur Barreservehatte ich ein Anführungszeichen vergessen, so dass der Link nicht funktionieren konnte. Der vorgenannte müsste jetzt klappen.

      Tipp: Um Links mit Namen zu versehen im Netz suchen unter Html Link . Es werden bei Verwendung jedoch auch kleinste Fehler nicht toleriert!

      LG
      Rudolf Müller

    • @Rudolf Müller

      Sie möchten gerne Allianzen schmieden aber es will nicht wiklich gelingen.

      Ist Ihnen langweilig?

      Sie haben in Ihrem Argumentarium keinen roten Faden. Nichts.
      Ihre Voten sind langweilig. So langweilig wie Sie selber.

      Was wolken Sie eigentlich?

      Sie wissen es wohl selber nicht – ausser Ihre Zeit vertrödeln.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  80. Je mehr die (anonymen) Fürsprecher der SNB und der Deutschen Bundesbank hier meinen Beitrag abwerten und für belanglos erklären, abwerten und lächerlich machen und je mehr sie das immer wiederholen, desto mehr beweisen sie damit, dass ich die SNB und die Wirtschaftstheorie einmal mehr zentral getroffen habe.

    Es tut ihnen offenbar sehr weh.

    Höchste Zeit, mit den Irrtümern in der Geldtheorie aufzuräumen.

    Marc Meyer

  81. Jordan-Kommunismus versus Meyer-Kommunismus

    Marc Meyer behauptet, Jordan verkünde kommunistisches. Was auch immer Meyer damit meint, Meyer sticht Jordan natürlich auch in Sachen Kommunismus aus:
    Bei der Kontraktion der Geldmenge muss die SNB – ich wiederhole – muss die SNB – ich wiederhole – muss die SNB – Devisen liefern. Anders kann sie die Geldmenge gar nicht verkleinern.

    Dabei ist es unbedeutend, ob die Initiative zur Reduzierung von der GB ausgeht oder von der ZB.

    Zur Beruhingung aller Leser: Es ist natürlich nicht egal, von wem die Initiative ausgeht. Dass der Staat oder irgendjemand sonst Sie (oder die SNB) zu einem Verkauf Ihrer (ihrer) Devisen zwingen könnte – so etwas gibt es wirklich nur im Kommunismus. Die SNB kann ihre Devisen behalten, wenn sie es denn möchte. Da ist sie in keiner besseren oder schlechteren Position als Sie, geneigter Leser.

    In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein sorgenfreies Wochenende: Kommunismus gibt es nur für Herrn Meyer.

    Sie grüssend

    • @Arbeitgeber (fake)

      Würde die SNB gegen Notenbankgeld nur Notenbankgeld hergeben, so könnte die Notenbankgeldmenge nie mehr abnehmen.

      Diese Behauptung ist widerlegt. Vom Dezember 2017 – Januar 2018 ist die Notenbankgeldmenge gefallen. Das ist nur möglich, indem die SNB Vermögen veräussert hat.

      Zudem scheinen Sie immer noch nicht zu begreifen, dass die SNB ihre Devisen mit Fremdkapital finanziert hat und dieses zurückzahlen muss auf Sicht.

      mfG

    • @ Rentner KMU
      Wau! Schöner Vortrag. Ihnen ist offensichtlich jede Argumentation recht, um in Sachen SNB das Märchen der “ Unbefleckten Empfängnis“ am Leben zu erhalten. Warum um Himmels Willen, versucht eure Kaste, Jahrhunderte nach Einsetzen der Aufklärung, die Leute immer noch mit Wunschvorstellungen über den Tisch zu ziehen? Wollen sie uns damit suggerieren, dass Bildung kein Garant sei, Zusammenhänge zu verstehen? Fakt ist : Die SNB-Bilanz ist aufgebläht und birgt ein unkalkulierba-
      res Devisenrisiko. Das macht uns Sorgen. Es ist schlicht nicht mehr die Zeit, hier etwas schön reden zu wollen.

      Sie grüssend

    • Andere Diskussion

      @Laage
      Die Grösse der SNB-Bilanz birgt tatsächlich grosse Risiken (und Chancen), über die man reden sollte. Doch das ist gar nicht das Thema hier – leider.

      Sie grüssend

    • @Laager
      Wie sieht ein solches unkalkulierbares Devisenrisiko aus? Man kann die Diskussion der Risiken nicht ausschliesslich auf die Bilanzpositionen reduzieren, wie es Herr Meyer predigt.
      Wie sehen also Sie das? Sollte die Nationalbank die Steuerung der Preisstabilität aufgeben? Braucht es ein neues Nationalbankgesetz? Soll der Schweizer Franken dem Markt überlassen werden oder die Schweiz einfach den Euro einführen? Was ist Ihr Patentrezept?

    • @Roman Günter

      Ich bin Volkswirtschafter.

      Und doch: Geldtheorie ist Bilanzanalyse.

      Die SNB hat die Wirtschaft mit einem allseits anerkanntem und sicheren Geld zu versorgen. Will sie die eigene Wirtschaft ankurbeln, so muss sie das durch die Geldemission aufgenommene Kapital im Inland investieren – nicht im Ausland.

      In diesem Beitrag geht es aber um die zentrale Frage, ob eine Zentralbank Konkurs gehen kann.

      SNB-Jordan und BuBa-Weidmann sagen nein – die ZB könnten Geld selber drucken und sich so am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen.

      Das ist falsch. Eine Zentralbank kann genauso Konkurs gehen, wie jeder Staat und jedes anderen Unternehmen auch.

      Darum geht es hier.

  82. Sehr geehrter Herr Dr. Meyer,

    ja, meine Beiträge sind ärgerlich; und dass zugleich aus zwei Gründen. Erstens ärgerlich für Sie, weil sie nicht in Ihr monetäres Glaubensbekenntnis passen, das eine immer kleiner werdende Gemeinschaft Ihrer Glaubensbrüder und -schwestern hier in diesem Forum teilt, und zweitens ärgerlich für mich, weil meine Beiträge von Ihnen nicht verständig gelesen und reflektiert werden.

    Ich melde mich auch nicht aus der Diskussion ab, wenn es eng wird, sondern dann, wenn alle Argumente ausgetauscht worden sind und nichts Neues mehr zu sagen ist. Den passivistischen Rosenkranz mag beten wer will; ich bevorzuge da doch ein friedliches we agree to disagree.

    Ich schleiche mich auch nicht durch die Hintertür ein, sondern komme immer durch den Haupteingang und platziere meine Kommentare dann auch schon mal frontal ganz oben; und zwar immer dann, wenn NEUE Aussagen entweder falsch sind oder aber im Kontext zu falschen Schlüssen führen können. So z. B. Ihre fehlerhafte Geldmengendefinition M1/M2/M3.

    „Ich habe Sie aufgefordert, mir ein konkretes Zitat zu liefern, wo drin steht, dass es keinen Geldmultiplikator geben kann, weil Notenbankgeld gar kein Aktivkredit der Zentralbank an die Banken darstelle, wie in den Lehrbüchern gelehrt, sondern umgekehrt eine Schuld der Zentralbank, die nicht weiter ausgeliehen werden kann und dass die Banken nicht das Geld ihrer Kunden weiter ausleihen, sondern dass bei jeder neuen Kreditvergabe durch eine Bank neues Geld entsteht.“

    Ich habe Ihnen in der Vergangenheit zahlreiche Autoren genannt und auch mehrere Links, aus denen Sie dies hätten herauslesen können. Da es sich hierbei allerdings überwiegend um englischsprachige Literatur gehandelt hat, muss ich zu meiner Schande gestehen, dass ich Ihrer „Aufforderung“ tatsächlich nicht Folge geleistet habe, da keiner der Autoren von einem Aktivkredit spricht und auch nicht von einem Geldmultiplikator. Die Story mit der Banknote als Schuld kann und will ich Ihnen wiederum nicht bieten, da ich hier nur Richtiges verlinken möchte und keine Irrtümer anderer Autoren, durch die Sie sich fälschlicherweise bestätigt fühlen könnten.

    Weil Sie mich aber so inständig auffordern und ich nicht eine Unhöflichkeit mit einer anderen kontern möchte, gebe ich Ihnen doch noch einen weiteren ganz konkreten Hinweis auf Richard Werner, der am 20.10.2012 folgendes schrieb:

    „This makes banks special: They create the money supply
    – Their role as the economy’s accountants AND their ability to individually create credit makes banks special (MacLeod 1855; Schumpeter 1912)
    – The textbook representation is incorrect: banks are not merely financial intermediaries. They are special, because they create new money ‘out of nothing’ = credit creation
    – This is how 95-98% of our ‘money’ is created – by commercial enterprises.
    – The creation of the money supply has been in private, commercial hands for a long time.”
    https://www.postkeynesian.net/downloads/Werner/RW301012PPT.pdf (Seite 14, auf Seite 13 finden Sie auch die Verbuchung).

    Sie sehen, Herr Dr. Meyer, es gab auch schon mit Ihnen und auch lange, lange vor Ihnen weitere kluge Leute, die das gängige Lehrbuchmärchen widerlegt hatten. Ich bin auf diesen Widerspruch erst im Jahre 2009 aufmerksam geworden; nämlich zu dem Zeitpunkt, als die Bundesbank ihre Darstellung der Geldschöpfung geändert hatte. Da hatte sie allerdings noch den Multiplikator in ihrem Schülerheft und auch sonst waren noch manche Sachverhalte recht mythisch: https://zinsfehler.files.wordpress.com/2017/07/geld-und-geldpolitik-2009.pdf (Seite 93). In der Ausgabe 2010 war auch dieser Irrtum ausgemerzt und die Darstellung erfolgt nun völlig korrekt mit den Konten der Buchführung. So schreibt die Bundesbank im Jahre 2010:

    „Wird dem Kunden ein Kredit über 1.000 Euro gewährt (z. B. Laufzeit 5 Jahre, 5 %), erhöht sich die Sichteinlage des Kunden auf seinem Girokonto um 1.000 Euro. Es ist Giralgeld entstanden bzw. wurden 1.000 Euro Giralgeld geschöpft (siehe Grafik 1. Vorgang). Die Giralgeldschöpfung ist also ein Buchungsvorgang. Alternativ kann die Geschäftsbank dem Kunden einen Vermögenswert abkaufen und den Zahlbetrag gutschreiben. Der Kunde kann den gutgeschriebenen Betrag dann für Überweisungen nutzen oder auch in bar abheben.“ https://zinsfehler.files.wordpress.com/2017/07/geld-und-geldpolitik-2010.pdf (Seite 639/70). Das alles hätten Sie schon lange zuvor lesen können, wenn Sie meinen Links gefolgt wären.

    Zu Ihren weiteren Ausführungen zu Herrn Weidmann verweise ich auf meinen 2. Absatz.

    LG Michael Stöcker

    • @Michael Stöcker

      Erstens:
      Erneut können Sie wieder nicht das beibringen, was sie behaupten. Ich möchte ein Zitat sehen, worin geschrieben steht, dass es keinen Geldmultiplikator geben kann, weil Geld nicht ein Aktivdarlehen der Zentralbank an eine Geschäftsbank ist, sondern eine Schuld, die nicht weiter ausgeliehen werden kann. Der Ausdruck „Geldmultiplikator“ habe ich ihrem Literaturhinweis nirgends gefunden.

      Zweitens:
      Sie zitieren hier einen Text von Ihnen, der das übernimmt, was ich vier Jahre vorher hier schon geschrieben habe. Korrekterweise hätten Sie mich zitieren müssen.

      Drittens
      Jens Weidmanns Behauptungen, Notenbank sei „schuldbefreiend“ für die EZB verdeutlicht auch sein Missverständnis bezüglich Geldschöpfung der Notenbank.

      mfG

    • @Michael Stöcker

      Sie klammern sich an die vorgetäuschte Überzahl von SNB-Befürwortern.

      Welch armseliges Verständnis von Wissenschaft Sie haben.

      Wer mehr „thumbs up“ hat, der hat Recht.

      „You dreamer you“

      mfG

      (wissen Sie übrigens, von wem der Satz stammt?

      Geldpolitik basierend auf thumbs up – so weit sind SNB und Deutsche Bundesbank schon gefallen.

      Und der Euro soll Europa zusammenhalten – mit solchen Illusionen bei der Deutschen Bundesbank?

    • Zweitens:
      Sie zitieren hier einen Text von Ihnen, der das übernimmt, was ich vier Jahre vorher hier schon geschrieben habe. Korrekterweise hätten Sie mich zitieren müssen.“

      Auch in diesem Punkt unterliegen Sie mal wieder einem Irrtum, Herr Dr. Meyer (Stichwort: Verständiges Lesen). Das Zitat ist dem Schülerheft der Deutschen Bundesbank entnommen. Es handelt sich um die Ausgabe des Jahres 2010. Einfach mal auf den Link klicken und lesen. Und wenn Sie sich die Ausgabe aus dem Jahr 2009 anschauen (hatte ich ebenfalls verlinkt), dann gibt es dort sehr wohl den Geldschöpfungsmultiplikator. In allen folgenden Ausgaben taucht er nicht mehr auf und wurde auch aus dem Glossar der Bundesbank ersatzlos gestrichen.

      Insofern hat die Bundesbank seit 2008 kontinuierlich ihre alten Fehler in der Darstellung der Geldschöpfung korrigiert. Daran waren viele Personen beteiligt. Ob auch Sie hierauf indirekt Einfluss genommen haben, das entzieht sich meiner Kenntnis. Die SNB hatte erst im Jahre 2016 nachgezogen. Aber besser spät als nie. Insofern habe ich auch bei Ihnen die Hoffnung noch nicht aufgegeben.

      LG Michael Stöcker

    • Hier noch ein paar weitere Links, die den Multiplikator-Mythos thematisieren. Ich bin mir sehr sicher, dass jemand, der an andere hohe wissenschaftliche Ansprüche stellt, diese Quellen in seiner Kritik und Dissertation ebenfalls aufgeführt hat; insbesondere Basil Moore (1988) und Charles Goodhart (1984 und 2008).

      Bill Mitchell (2009): http://bilbo.economicoutlook.net/blog/?p=1623
      Cullen Roche (2010): https://seekingalpha.com/article/227530-the-myth-of-the-money-multiplier-a-follow-up
      Ulrich Bindseil (2013) über Basil Moore (1988) und Charles Goodhart (1984): https://www.elgaronline.com/view/journals/roke/1-4/roke.2013.04.01.xml#ref-014
      Charles Goodhart (2008): https://www.boeckler.de/pdf/v_2008_10_31_goodhart.pdf

      LG Michael Stöcker

  83. Nachtrag X:

    Der Irrtum von Bundesbankpräsident Jens Weidmann

    Es wurden hier youtube Sequenzen gepostet, worin der Präsident der Deutschen Bundesbank, Jens Weidmann, sich von jungen Mädchen interviewen lässt bezüglich der zentralsten Fragen der Geldpolitik.¨

    Das ist nicht fair.

    Weidmann kann davon ausgehen, dass die Mädchen ihn kaum zu hinterfragen wagen und dass seine Antworten unbestritten bleiben. Deshalb möchte ich hier die Irrtümer von Weidmann aufzeigen:

    Auf die Frage einer Schülerin, ob die EZB Konkurs gehen könne, antwortet Weidmann. Grundsätzlich Nein. Die Zentralbank sei das einzige Institut, welches „schuldbefreiendes Geld“ herstellen könne.

    Wie bitte? Schuldbefreiendes Geld? Was bedeutet schuldbefreiend?

    Es bedeutet, dass die Schuld abgebaut, vermindert, reduziert wird durch Geldemission. Buchhalterisch ausgedrückt würde es bedeuten, dass bei Emission von „schuldbefreiendem Geld“ die Schulden auf der Passivseite abgebaut würden. Die Zentralbank-Bilanz würde verkürzt.

    Nun müssen wir uns aber fragen: Woraus bestehen die Schulden der Zentralbank? Antwort: Aus dem emittierten Zentrlabankgeld.

    Daraus folgt: Die Schulden der Deutschen Bundesbank wie auch der SNB sind entstanden durch die Geldemission dieser Zentralbanken.

    Wäre die Emission von Notgenbankgeld schuldbefreiend, so gäbe es gar keine Schulden bei den Zentralbanken. Der Widerspruch ist also klar ersichtlich.

    Und nun kommen die Zentralbankchefs daher und behaupten, sie würden die Schulden der Zentralbank reduzieren, indem sie Geld emittieren.

    Daraus würde folgen, dass eine Emission von Notenbankgeld die Schulden der Zentralbank vergrössert und verkleinert. Das geht nicht. Unmöglich.

    Jedes Schulmädchen begreift das – diese haben aber nicht den Mut, den Präsidenten der Bundesbank mit dessen Irrtum zu konfrontieren. Deshalb will Weidmann Schulmädchen als Interviewpartnerinnen.

    Weist eine Zentralbank negatives Eigenkapital aus, so müssen die kreditgebenden Banken ihre Guthaben bei der Zentralbank wertberichtigen und können anstelle der Deutschen Bundesbank oder der Schweizerischen Nationalbank Konkurs gehen.

    Das übersieht Weidmann genauso wie Jordan.

    Marc Meyer

  84. Nachtrag IX:
    Offenmarktpolitik

    Es gibt nur eine einzige Möglichkeit, wie die SNB ihre ausstehende Notenbankgeldmenge vergrössern und wieder verkleinern kann: Sogenannte Offenmarktpolitik.

    Diese funktioniert wie folgt:

    Will die SNB Geld emittieren, so kauft sie Devisen und bezahlt diese mit Notenbankgeld bzw. mit Guthaben, welche sie den Banken gutschreibt.

    Umgekehrt: Will die SNB die Geldmenge verkleinern, so verkauft sie Devisen an die Banken und diese bezahlen mit ihren Guthaben bei der SNB, welche gesetzliches Zahlungsmittel sind.

    Die Giroguthaben gehen also bei der Expansion der Geldmenge von der ZB an die GB und bei Kontraktion der Geldmenge umgekehrt von den GB an die ZB.

    Bei der Kontraktion der Geldmenge muss die SNB – ich wiederhole – muss die SNB – ich wiederhole – muss die SNB – Devisen liefern. Anders kann sie die Geldmenge gar nicht verkleinern.

    Wäre die Behauptung von SNB-Jordan oder Bundesbank Weidmann oder UBS Weber korrekt, dass die Zentralbank keine Vermögenswerte liefern muss, so könnten die Zentralbank ihre ausstehende Geldmenge gar nie mehr verringern.

    Ergo: die Zentralbanken müssen Vermögenswerte an die Banken liefern, wenn sie die Geldmenge reduzieren wollen.

    Dabei ist es unbedeutend, ob die Initiative zur Reduzierung von der GB ausgeht oder von der ZB. Es ist zudem unvorstellbar, dass die ZB die Geldmenge nur verringert, indem sie einzelne Banken berücksichtigt. Sie muss alle gleich behandeln.

    Vom Dezember 2017 zum Januar 2018 fielen die Giroguthaben der Banken bei der SNB von 470 Milliarden auf 464 Milliarden Franken. Wäre die Behauptung von SNB-Chef Jordan korrekt, wonach die SNB Notenbankgeld nur gegen Notenbankgeld eintausche, so wäre dieser Rückgang der Notenbankgeldmenge gar nicht möglich gewesen.

    Damit ist die Behauptung von SNB-Jordan widerlegt.

    Marc Meyer

  85. Nachtrag VIII:

    Eine Zentralbank bezahlt eine Dienstleistung mit Notenbankgeld – Ein gängiger Irrtum

    Als ich von Herrn Professor Jordan einmal eingeladen wurde zu einem Glas Wasser in seinem Büro am Bürkliplatz erklärte er die Geldemission aus dem Nichts wie folgt:

    Die SNB könne einem Maler den Auftrag geben, das Gebäude am Bürkliplatz neu zu streichen. Die SNB würde dann den Maler bezahlen, indem sie diesem auf sein Bankkonto den Lohn gutschreiben lasse.

    Damit sei bewiesen, dass die SNB Geld aus dem Nichts drucken könne.

    Diese Argumentation tauchte auch in der Diskussion hier vereinzelt auf: Die ZB könne z.B. ein Auto kaufen oder die Löhne der Angestellten mit Notenbankgeld bezahlen usw. Daraus folge, dass die SNB „Geld aus dem Nichts“ schaffen oder schöpfen könne.

    Wo liegt der Irrtum?

    Bei dieser Art der Geldemission erfolgt diese über eine Verbuchung im Erfolgskonto.

    Lohnaufwand an Notenumlauf

    Solche Geschäfte der SNB sind aber marginal. Angenommen das Streichen der Hausfassade koste 80‘000 Franken, so stellt das lediglich ein Zehnmillionstel der SNB-Bilanzsumme dar. Dieser Betrag kann über die Erträge der SNB aufgefangen werden.

    Wenn also die SNB aufgrund der Minuszinsen einen positiven Ertrag erwirtschaftet, der den Aufwand der SNB übersteigt, so fällt die Geldemission über das Aufwandkonto nicht ins Gewicht.

    Würde aber die SNB ihr Haus streichen lassen für 800 Milliarden, dann wären diese 800 Milliarden wertloses Geld, weil die SNB keinen Gegenwert dafür besitzt und das Geld nicht eingelöst werden könnte, weil die SNB nicht über genügend Vermögen verfügt.

    Geld hat nur einen Wert, solange es auf der Aktivseite einen entsprechenden Gegenwert besitzt.

    Marc Meyer

    • „Würde aber die SNB ihr Haus streichen lassen für 800 Milliarden, dann wären diese 800 Milliarden wertloses Geld, weil die SNB keinen Gegenwert dafür besitzt und das Geld nicht eingelöst werden könnte, weil die SNB nicht über genügend Vermögen verfügt.“

      Rein hypothetisch natürlich, aber, in diesem Fall zeigte die SNB einen Verlust von 800 Milliarden. Das Geld würde auf das Girokonto fliessen und stünde dort als gültiges Zahlungsmittel zur Verfügung (wirkte natürlich hyperinflationär und wäre ein krasser Verstoss gegen den gesetzlichen Auftrag der Nationalbank), rein technisch wäre dies aber möglich.

  86. Nachtrag VII: Migros-Gutscheine

    Nehmen wir an, die Migros würde ihre Angestellten und all ihre Rechnungen bezahlen mit Migros-Gutscheinen. Diese berechtigen zum Bezug einer bestimmten Menge an Migros-Gütern.

    Wenn nun am Ende eines Monats ein Angestellter 1‘000 Migros-Gutscheine erhält: Hat dann die Migros geleistet? Hat sie gegenüber dem Lohnempfänger keine Schulden mehr?

    Doch. Sie hat ihre Schuld immer noch offen, obwohl der Lohempfänger mit seinem Migros-Gutschein bei seinem Nachbar etwas anderes kaufen kann, das in der Migros nicht erhältlich ist. Die Migros-Schuld ist offen, bis der Schein von jemandem eingelöst ist.

    Buchhalterisch ausgedrückt: Bei Emission der Gutscheine verlängert sich die Bilanz der Migros um den Betrag der Gutscheine. Erst wenn diese eingelöst sind, ist die Schuld der Migros beglichen, auch wenn mit diesen Gutscheinen die Menschen untereinander auch handeln können.

    Genauso bei Banknoten und Giroguthaben der SNB: Die Emission von Notenbankgeld der Zentralbank ist nicht „schuldbefreiend“, wie das neudeutsche Wort hier hiesst. Die Schuld der ZB entsteht erst bei Emission. Die Bilanz der ZB wird verlängert und die Schuld der ZB ist erst beglichen, wenn das Notenbankgeld bei der Zentralbank eingelöst wurde. Dies führt dann zu einer Bilanzverkürzung und erst damit ist die Schuld der Zentralbank beglichen.

    Verfügt die ZB bei Einlösung nicht mehr über genügend Vermögen, um das Einlösungsrecht zu erfüllen, so ist die ZB Konkurs und das Notenbankgeld verliert entprechend an Wert.

    Die Aufhebung des Goldstandards bedeutete lediglich, dass das emittierte Geld nicht mehr durch Gold gedeckt sein muss, und dass ein Privater keine Geschäfte mit der Zentralbank abwickeln kann. Sie bedeutet aber nicht, dass die Geschäftsbanken ihre Guthaben bei der ZB nicht jederzeit abbauen dürfen. In diesem Fall muss die Zentralbank der Geschäftsbank einen Vermögenswert übertragen, genauso wie die Migros bei Einlösung eines Gutscheines etwas aus ihrem Warenlager liefern muss, das dem Wert des Gutscheins entspricht.

    Marc Meyer

    • In diesem Fall könnte die Migros aber ihren Verpflichtungen ohne einen Rappen in der Kasse nachkommen, sie wäre immer noch liquide, weil sie ihre eigene Währung schöpft. Um das geht es doch.

    • @Roman Günter

      Danke

      Eben genau. Die Liquiden Mittel der Migros bestehen in Gemüsen, Bürstchen usw.

      Sie kann ihre Schulden nur begleichen mit Gemüse usw. D.h. mit ihrem Vermögen.

      Die Migros kann ihre Schulden nicht abbauen durch Migros-Gutscheine. Sie muss ihre Bilanz verkürzen. Nur so kann sie ihre Schulden abbauen. Gilt auch für SNB.

      Schulden werden nur durch Verkürzung der Bilanz abgebaut – nicht durch Verlängerung der Bilanz.

      Was ist wohl Ihr nächster Einwand?

      Bestimmt finden Sie etwas – nur langsam wird es mir zu dumm – und selbst wenn Sie 100 thumbs-up erhalten sollten.

      mfG

    • Lieber Herr Stöcker,

      danke für den Link. Die Zentralbankproblematik hat Herr Weidmann sehr einfach und doch treffend dargestellt.

      LG
      Rudolf Müller

    • Sehr geehrter Herr Stöcker

      Ihre Beiträge sind ärgerlich.

      Erstens

      Immer wenn es für Sie eng wird, melden Sie sich aus der Diskussion ab, um dann durch die Hintertüre sich wieder einzuschleichen. Das ist nun schon diverse male so geschehen.

      Sie haben behauptet, es sei schon lange bekannt, dass es keinen Geldschöpfungsmultiplikator gebe, weil die Banken nicht Geld von der Zentralbank weiterausleihen und weil die Banken nicht die Ersparnisse anderer Kunden weiter ausleihen.

      Ich habe Sie aufgefordert, mir ein konkretes Zitat zu liefern, wo drin steht, dass es keinen Geldmultiplikator geben kann, weil Notenbankgeld gar kein Aktivkredit der Zentralbank an die Banken darstelle, wie in den Lehrbüchern gelehrt, sondern umgekehrt eine Schuld der Zentralbank, die nicht weiter ausgeliehen werden kann und dass die Banken nicht das Geld ihrer Kunden weiter ausleihen, sondern dass bei jeder neuen Kreditvergabe durch eine Bank neues Geld entsteht.

      Ich möchte auch sehen, wer das mit Buchungssätzen bewiesen hat vor mir. Und wohlverstanden: Bringen Sie mir ein Zitat vor dem September 2013. Damals habe ich das explizit so auf IP geschrieben.

      Ich habe schon im Jahre 1993 geschrieben, dass Geld nicht ein Aktivdarlehen der Zentralbank an die Banken sei, sondern umgekehrt eine Obligation der Zentralbank (siehe meine u.a. dazu auch meinen Dissertation an der Universität Bremen 1997).

      Ich will von Ihnen also konkrete Zitate. Andernfalls komme ich nach wie vor zum Schluss, dass die Bank of England, die Deutsche Bundesbank und die Schweizerische Nationalbank (Thomas Jordan) Plagiat begangen haben und behalte mir rechtliche Schritte vor.

      Zweitens;

      Sie haben nun schon zwei Youtube-Interviews von Bundesbankpräsident Jens Weidmann hier gepostet, die belegen sollen, dass die Zentralbank ihren Verbindlichkeiten mit Notenbankgeld nachkommen könne. Es ist dies derselbe Irrtum, den auch SNB-Chef Jordan begeht.

      Zu diesen Interviews von Bundesbankpräsident Jens Weidmann möchte ich wie folgt Stellung nehmen:

      Es fällt auf, dass in beiden Interviews die Fragen von jungen Mädchen gestellt werden. Offensichtlich will Weidmann „sympathisch“ rüberkommen und keine hartnäckigen Anschlussfragen. Es kann davon ausgegangen werden, dass ein Mädchen kaum den Bundebankpräsidenten hinterfragen wird.

      Jens Weidmann weicht also wie Thomas Jordan aus – will nicht hinterfragt werden. Die Interviewpartnerinnen von Weidmann kommen „süss“ rüber – aber Weidmann vertuscht und kolportiert auf diese Weise brandgefährliche Irrtümer.

      Zu den Ausführungen von Weidmann selber:

      Auf die Frage an Weidmann, ob die EZB Konkurs gehen könne, gibt Weidmann zuerst ein klare Antwort: „Nein im Grunde nicht, weil die EZB die einzige Institution ist, welche das schuldbefreiende Zahlungsmittel selbst herstellt.“

      Nachher relativiert Weidmann seine Antwort und spricht von „Rekapitalisierung durch den Steuerzahler“.

      Es sind dies zwei diametral entgegengesetzte Antworten; „Jein“. Auf diese Frage gibt es korrekterweise aber nur eine klare Antwort: „Ja“ oder „Nein“.

      Die Behauptung von Weidmann, die EZB sei die einzige Institution, welche das Schuldbefreiende Zahlungsmittel selbst herstelle ist entschieden falsch.

      Ich begründe das wie folgt: Zuerst soll die Frage beantwortet werden: Was heisst „schuldbefreiend“?

      „Schuldbefreiend“ heisst „Schuld abbauend“, „Schuld vermindernd“, „Schuld tilgend“ usw. Jordan nennt es „den Forderungen nachkommen“ usw.

      Die Schulden der EZB sind auf der Passivseite der EZB-Bilanz verbucht. Schuldbefreiend würde also heissen, dass bei jeder Geldemission die Schulden der EZB abnehmen. Die EZB könnte somit aus der Geldemission gar keine Schulden haben. Es könnte gar nicht zu negativem Eigenkapital der EZB kommen, Das dann durch die Steuerzahler rekapitalisiert werden muss.

      Die Schulden der EZB und der SNB sind aber exakt die ausstehende Geldmenge. Hier liegt also ein ganz schwerwiegendes Missverständnis.

      Anders formuliert:

      Die Schulden der EZB und der SNB sind auf der Passivseite verbucht. Bei jeder Emission von Notenbankgeld verlängert sich die Passivseite der ZB-Bilanz. Wäre nun Notenbankgeld „schuldbefreiend“, wie Weidmann sagt, so würde die EZB-Bilanz durch Geldemission verkürzt.

      Auch das ist ein Widerspruch in sich selbst.

      Dann weiter zur Argumentation von Weidmann, eine Zentralbank könne mit negativem Eigenkapital weiter operieren:

      Was Weidmann übersieht ist folgendes:
      A) Auf der Passivseite der ZB-Bilanz kann kein grösserer Betrag verbucht werden, als auf der Aktivseite vorhanden ist.
      B) Die Kapitalgeber der EZB und SNB können ihre Investitionen in die Zentralbanken nicht höher bewerten, als diese real sind.

      Mit anderen Worten: Die Banken müssen ihre Guthaben bei der EZB oder bei der SNB wertberichtigen im Falle von negativem Eigenkapital, der Zentralbanken und können an Stelle der EZB oder SNB Konkurs gehen.

      Um dies zu verhindern. Müssen vorher die Steuerzahler die EZB oder SNB rekapitalisieren. Es gibt keine Möglichkeit, dass die SNB ihre Schulden oder Verbindlichkeiten durch „schuldbefreiendes Notenbankgeld begleicht“.

      Marc Meyer

    • @Stöcker

      Gerade sie als Deutscher müssten ja wissen, dass in der Geschichte Deutschlands nur einmal wirklich im wahrsten Sinne vom Wort Geld gedruckt wurde ohne Hinterlegung von Aktiven.

      Die damalige Reichsbank hat einfach schon mal auf Vorrat Geld gedruckt und die Aktiven hätten dann, so der Plan, bei gewonnenem Krieg von den Kriegsverlierern eingezahlt werden müssen. Diese Rechnung ging nicht auf und die folge war die Hyperinflation.

      „Schuldbefreiendes Zahlungsmittel selber herstellen“
      Dieser Satz von Weidmann ist schlicht eine Lüge. Wäre seine Aussage richtig hätte sich auch die Reichsbank und jede andere Nation mit eigener Währung immer von seinen Schulden befreien können.

    • @Marc Meyer

      „A) Auf der Passivseite der ZB-Bilanz kann kein grösserer Betrag verbucht werden, als auf der Aktivseite vorhanden ist.
      B) Die Kapitalgeber der EZB und SNB können ihre Investitionen in die Zentralbanken nicht höher bewerten, als diese real sind.“

      Dafür gibt’s zum Ausgleich z.B. die Positionen „Verlust“ oder „Verlustvortrag“ negativ auf der Passivseite der Bilanz.

    • @Jonas Hügli

      Danke, dass Sie den Mut haben, die Wahrheit zu sagen.

      Übrigens höchst interessant. Das wusste ich selber nicht mit dem Vorrat an Banknoten für den Krieg. War das tatsächlich so? Unglaublich!

      Schönen Abend

      Marc Meyer

    • @Roman Günter

      Genau

      „Verlust“

      Und den werden die Schweizer Steuerzahler berappen müssen. Das verschweigt Jordan und gaukelt das Märchen vom Geld aus dem Nichts vor, mit dem angeblich „schuldbefreienden Geld“.

    • Präzisierung:
      „auf Vorrat Geld gedruckt“ ist für mich eine Banknote ohne Deckung, also auch gleich zu setzen mit Noten von einem Geldfälscher oder auch der Idee von Helikoptergeld

      Bezüglich Reichsbank, nachlesbar im Buch:

      Die Deutsche Bank 1870-1995, von Lothar Gall, Gerald D. Feldman, Harold James
      Seite 144f.
      „Im Frühjahr 1916 bleib der Zeichnungsumfang der Kriegsanleihen unter der zur Deckung der Schatzwechselemissionen erforderlichen Höhe, und im September desselben Jahres klage Havenstein, die Grossbanken blieben in der Mittelbeschaffung hinter den Erwartungen zurück. Helfferich hatte sich dadurch hervorgetan, dass er gegen eine Besteuerung oder Kontrolle von Kriegsgewinnen aufgetreten was – mit dem Argument, die Kosten des Krieges würden letzten Endes die Feinde Deutschlands tragen, in Form umfangreicher Kriegsentschädigungen.“

    • @Rudolf Müller

      Ja treffend hat der Deutsche Bundesbankpräsident Jens Weidmann die Schulmädchen hinters Licht geführt.

      Dass Sie das bewundern erstaunt mich nicht.

      mfG

  87. Modellvorstellungen

    Sehr geehrter Herr Dr. Marc Meyer,

    es ehrt Sie sicherlich, dass Sie seit über 20 Jahren vehement die gleiche Sichtweise über die vermeintlichen Fehler der SNB vertreten. Die fehlerhaften Argumentationen der SNB können Sie mit Ihrem volkswirtschaftlichen Wissen belegen. Bestehende Gesetze über „gesetzliche Zahlungsmittel“ und über den „Zahlungsverkehr“ im und mit dem Bankensektor können Sie hingegen ignorieren. Diese vernebeln lediglich die klare Sicht auf das Bankgeschehen aus Ihrem volkswirtschaftlichen Modell heraus. Mit dem von Ihnen erstmalig „angeblichen erbrachten Nachweis“ der „Geldschöpfung aus dem Nichts anhand von Buchungssätzen“ glauben Sie, das Bankensystem angemessen erfasst zu haben.

    In Ihrem Modell häufen sowohl die Geschäftsbanken wie auch die Zentralbank durch die Ausgabe von Sichtguthaben, bei der Zentralbank auch durch die Ausgabe von Bargeld, Schulden an. Soweit kann ich noch mit Ihnen gehen. Dieser Auffassung treten aber Menéndez, Stöcker, Günter u. a. entgegen wenn sie behaupten, das gesetzliche Zahlungsmittel sei der Erfüllungsgegenstand und somit schuldbefreiend durch „Übergabe“. Diese Sichtweise kann man ja nun nicht so einfach als unsinnig abtun, da sie eindeutig auf bestehenden Gesetzen basiert.

    Um beide Vorstellungen unter einen Hut zu bringen bevorzuge ich das Schuldgeldmodel, in welchem jede Erhöhung der Geldmenge eine Erhöhung der Schulden bedeutet, also auch die Inumlaufbringung von Bargeld. Da aber nachweislich, ich von der Geschäftsbank und diese von der Zentralbank außer Sichtguthaben bzw. Bargeld nichts abverlangen kann, entsteht hier eine Erklärungslücke. Am Beispiel, der einfacher zu erfassenden Geschäftsbank, möchte ich Ihnen dies nochmals erklären.

    Als Autohändler verkaufen Sie der Geschäftsbank ein Auto für 50.000 CHF, stellen eine Rechnung mit Angabe Ihrer Kontoverbindung, und erhalten eine Erhöhung Ihres Sichtguthabens um 50.000 CHF. Der Autokauf ist rechtlich abgeschlossen. Die Geschäftsbank hat geleistet. Dem widersprechen Sie, da die Geschäftsbank Ihnen lediglich eine Schuldanerkennung in Form des Sichtguthabens eingeräumt hat. Können Sie jetzt vor Gericht ziehen und die Geschäftsbank verklagen, dass diese noch nicht geleistet habe?
    NEIN.
    Rechtlich gesehen ist die Kauftransaktion endgültig abgeschlossen. Diese Aussage stellt Sie aber nachvollziehbar nicht zufrieden. Sie haben ja nur ein Schuldanerkenntnis der Bank bekommen. Mit dieser können sie aber jetzt ein anders Auto für 50.000 CHF kaufen und hoffentlich mit Gewinn wieder verkaufen. Sie haben also keinerlei Forderungen an die Bank mehr. Die Doppelfunktion des Sichtguthabens, gleichzeitig eine Schuld der Bank zu sein, aber durch die Übertragbarkeit dieser Schuld auch ein Zahlungsmittel zu sein, mag zwar verwirren, ist aber Fakt.

    Aus Sicht der Bank, unter Berücksichtigung sämtlicher Sichtguthaben, sieht es etwas anders aus. Etwa 20 % ihrer Passiva bestehen aus Sichteinlagen von Kunden. Dieser Block ist relativ konstant. Die Banken rechnen mit einer Inanspruchnahme zwischen 5 und 10 %, d.h. mind. 90 % dieser Summe kann als Dauereinlage von Kunden gesehen werden. Damit hat die Bank von ihren Kunden einen, heute zinslosen Dauerkredit über 18 % ihrer Passiva erhalten. Theoretisch handelt es sich zwar um „täglich fällige Sichtguthaben“, praktisch stellt es jedoch eine dauerhafte, zinslose Anleihe der gesamten Kundschaft dar. Solange die Bank existiert und ihr Volumen an Sichtguthaben nicht sinkt, bleibt diese Anleihe erhalten. Zahltag ist erst bei Abwicklung der Bank. Bei der Zentralbank verhält es sich ähnlich. Jedoch ist diese noch in einer komfortableren Situation, da ihr Schuldanerkenntnis gleichzeitig auch „gesetzliches Zahlungsmittel“ ist und damit rechtlich schuldbefreiend. Sie kann somit in der Landeswährung nie „zahlungsunfähig“ werden.

    Sie können jetzt natürlich die oben genannten Zusammenhänge weiterhin ignorieren und behaupten, dass
    ~~~~~~~~~~~~
    „Die zur Verfügungstellung eines Geldbetrages in Form eines Sichtguthabens nicht als „Auflösung einer Verbindlichkeit“ angesehen werden kann.“
    ~~~~~~~~~~~~

    Einzelwirtschaftlich ist dies nicht zutreffend, da das Sichtguthaben für Sie als Bankkunden ein Aktivum darstellt. Für die Bank, auf ihre gesamte Kundschaft bezogen, ist es eine Erhöhung der Bankschuld, jedoch ohne Rückzahlungsdatum und ohne Zinslast, eine dauerhafte zinslose Anleihe von ihren Kunden.

    Es wäre nett, wenn Sie in einer Erwiderung detailliert auf den o. g. Text eingehen könnten und nicht mit einigen, Ihrer hinreichend bekannten 1-Satz-Aussagen, antworten.

    siehe auch Beitrag zu: Synonyme und Bilanzverkürzung

    LG
    Rudolf Müller

    • Ich verweise Sie auf meinen Kommentar zum Youtube Film von Bundesbank Chef Jens Weidmann.

      mfG

  88. Guten Morgen Herr Dr. Marc Meyer,

    Erlauben Sie mir, meinen letzten Fragekatalog ganz oben zu posten.

    UND JETZT AUFRUF AN ALLE, DIE WEITERHELFEN KÖNNEN!

    Arbeitgeber (AHV-Rentner)
    28. Februar 2018 / 17:41
    Grüezi@Herr Dr. Marc Meyer,

    Besten Dank.

    Eine Bank kann zur SNB gehen und eine Banknote in Giroguthaben umtauschen (Bundesgesetz über die Währungen und Zahlungsmittel. Art. 7 Abs. 2).

    Sie argumentieren: Um die Sichtguthaben abzubauen muss die SNB Vermögenswerte verkaufen.

    Sichtguthaben sind gesetzlich dem Bargeld gleichgestellt, oder sind Sie mit dieser Aussage nicht einverstanden?

    Sie argumentieren: Die Bewertung der Giroguthaben richtet sich nach der Bewertung des Vermögens der SNB.

    Herr Roman Gunter schreibt Zitat:

    „Bei der Geschäftsbank beinhalten die Flüssigen Mittel keine Sichtguthaben als Forderungen ggü. Banken. (FINMA Zirk. 2015/1 Rz A2-3…) Flüssige Mittel müssen zum Nominalwert erfasst werden (Rz 354). Wertberichtgungen sind auf dieser Position nicht erlaubt.“

    Zitat Ende.

    Ich füge noch hinzu:

    Rundschreiben vom 2008/2 der FINMA
    Rechnungslegung Banken
    Richtlinien zu den Rechnungslegungsvorschriften
    der Art. 23 – 27 BankV

    Darin wird ganz klar unterschieden zwischen „Flüssige Mittel“ und „Forderungen“. „Flüssige Mittel“ werden anders behandelt als „Forderungen gegenüber Banken“. Daraus meine Frage an @Der Buchhalter die Sie beantwortet haben und ich als Nicht-Buchhalter – im Lichte was bei der FINMA steht nicht nachvollziehen kann.

    Verstehen Sie worin ich ein Problem habe?

    Weshalb bilanzieren die Banken die Guthaben der SNB nicht unter Forderungen gegenüber Banken auf Sicht, sondern unter den Flüssigen Mitteln – wie neben bei bemerkt, das Bargeld auch. Beide täglich verfügbar.

    Sie schreiben Zitat:

    „Forderungen gegenüber Zentralbanken“

    Zitat Ende.

    Gibt es ein Recht auf freie Wahl der Banken, was die SNB den verkaufen muss? Reicht die Gutschrift durch die SNB auf das SNB-Konto der Bank nicht?

    Sie schreiben Zitat:

    „SNB besitzt keine Sichtguthaben, sondern Sichtverbindlichkeiten. Diese sind keine Zahlungsmittel.“

    Zitat Ende

    Als Nicht-Buchhalter bleibt mir ausschliesslich die Legaldefinition, um für mich (als Bürger und Steuerzahler) diese wichtige Frage zu beantworten.

    Besten Dank für Ihre Zeit und Ihre Redlichkeit.

    Sie grüssend

    • Lieber Arbeitgeber (AHV-Rentner),

      schauen Sie sich doch bitte noch einmal die Geldmengendefinition an: https://insideparadeplatz.ch/2018/02/14/snb-jordan-verkuendet-kommunistisches-und-laedt-zum-gratis-buffet/#comment-196769. Die Sondergeldmenge M0 ist das gesetzliche Zahlungsmittel. Es setzt sich zusammen aus dem Bargeld sowie den Sichtguthaben der Geschäftsbanken bei der Zentralbank. Damit können Sie sich Ihre Frage nun eigentlich selber beantworten; denn für eine Geschäftsbank ist Zentralbankgeldguthaben de jure das gleiche wie Bargeld.

      LG Michael Stöcker

    • @AHV…

      „Weshalb bilanzieren die Banken die Guthaben der SNB nicht unter Forderungen gegenüber Banken auf Sicht, sondern unter den Flüssigen Mitteln – wie neben bei bemerkt, das Bargeld auch. Beide täglich verfügbar.“

      Ich würde mal ganz stark vermuten – allerdings ohne mich in der Materie für die Schweiz jetzt schlau gemacht zu haben – daß diese Differenzierung daran hängt, ob es sich bei dem betreffenden Bankinstitut um einen Zahlungsdienstleister handelt oder nicht. Denn die SNB ist für die an sie angeschlossenen Banken das, was Geschäftsbanken für ihre Privat- und Geschäftskunden sind, nämlich Dienstleister, welche diejenigen Zahlungen durchführen, die der Kunde nicht selbst durchführen will oder kann. Die SNB wickelt als „Bank der Banken“ den größten Teil des Interbanken-Zahlungsverkehrs darurch ab, daß sie im täglichen clearing und settlement die gegenseitigen Forderungen oder Verbindlichkeiten der Banken ausgleicht. Zu diesem Zweck bedient sie sich der SIC/SIX Interbank-Clearing Agentur.

      Im Gegensatz dazu sind die Geschäftsbanken im gegenseitigen Verhältnis keine Zahlungsdienstleister, auch wenn dort im Interbankenverkehr Kredit gegeben oder genommen wird. Im Gegensatz zu Kontokorrentguthaben weisen diese „overnight“ oder ähnliche Kredite üblicherweise vergleichsweise kurze Laufzeiten auf, entscheidend dürft jedoch sein, daß diese Kredite zeitlich terminiert sind und nicht wie Kontokorrent-Guthaben eine unbestimmte Fristigkeit aufweisen.

      Und im übrigen weisen Forderungen gegen die SNB (natürlich sind auch Kontokorrentguthaben geben die SNB – auch – Forderungen) kein Ausfallrisiko auf – ein Vorzug, dem man selbst den größten Geschäftsbanken nicht attestieren kann. In diesem Zusammenhang kann man ja auch mal daran erinnern, daß Kontokorrentguthaben im wesentlichen weniger einen Forderungscharakter aufweisen, sondern eher als ein Volumen von Verfügungsrechten zu interpretieren sind, die zu einem geeigneten Zeitpunkt aktiviert werden können und das zu unterschiedlichen Zwecken. Im Unterschied zu Forderungen, die einen terminlich bestimmten Zahlungs(eingangs)zeitpunkt vorsehen, können diese Verfügungsrechte zu einer Auszahlung führen, sie können zu Weisungen an die SNB benutzt werden, um einen Zentralbankgeldtransfer an einen vorbestimmten Empfänger in Gang zu setzen oder sie können – wenn ein entsprechendes Angebot der SNB vorliegt – für Käufe bei der SNB genutzt werden.

      Diese Optionen, die sich im Rahmen von Zahlungsverkehrdienstleistungsverträgen (aka Giro-Vertrag) eröffnen, stehen auch „normalen“ Privatkunden zur Verfügung, auch wenn sich deren Kenntnis darüber meist auf die Formel „Ich habe noch Geld auf dem Konto“ bringen läßt. Aber man kann ja noch immer dazulernen: https://soffisticated.wordpress.com/2018/01/06/und-was-ist-nun-auf-dem-konto/

    • Lieber Herr Michael Stöcker und Herr Dr. Renée Menéndez,

      Vielen Dank für Ihre Zeit und Bereitschaft zur Beantwortung der Fragen.

      Die Aussage von Prof. Jordan:
      „Muss die SNB z.B. einer Geschäftsbank einen auslaufenden SNB-Bill,
      d.h. eine eigene Schuldverschreibung, zurückzahlen, erfolgt dies einfach mit einer Gutschrift auf dem Girokonto der entsprechenden Bank.“

      Herr Rudolf Müller antwortet Zitat:

      „Die Doppelfunktion des Zentralbank-Buchgeldes ist das Problem. Es ist laut Gesetz ein endgültiges „gesetzliches Zahlungsmittel“ und damit schuldbefreiend und andererseits eine Schuld der SNB, die aber nicht eingefordert werden kann.“

      Zitat Ende

      Quelle:https://insideparadeplatz.ch/2018/01/18/thomas-jordan-der-nette-freund-der-privaten-geldschoepfung/

      M.E. trifft diese Aussage von Herrn Rudolf Müller den Kern der Sache.

      Sie grüssend

    • Geldmengen

      Lieber Arbeitgeber (AHV-Rentner),

      neben den Angaben von Herrn Stöcker finden Sie eine kurze Erklärung zu den Geldmengen mit einer entsprechenden Grafik unter
      Geldmengen.

      Der Aufbau einer Bankbilanz und damit die Stellen wo was einzutragen ist, ist gesetzlich vorgegeben. Im Beitrag Barreserve sind die Quellen sowohl für Deutschland wie auch für die Schweiz angegeben.

      Schweiz
      Die Position „1.1 Flüssige Mittel“ in Anhang 2 zum FINMA-RS 15/1 beinhaltet

      • kurante schweizerische Münzen und Banknoten, ohne Numismatik; A2-4

      • fremde Geldsorten, soweit sie frei in Schweizer Franken konvertierbar sind; A2-5

      • Guthaben bei Postämtern im Ausland, sofern die Guthaben eine unbeschränkte Garantie des entsprechenden Staates aufweisen und frei transferierbar sind; A2-6

      • Giroguthaben bei der Schweizerischen Nationalbank; A2-7

      • Giroguthaben bei von der FINMA anerkannten Girozentralen; A2-8

      • Sichtguthaben bei einer ausländischen Notenbank; A2-9

      • Clearing-Guthaben ausländischer Filialen bei einer anerkannten Clearing-Bank des betreffenden Landes. A2-10

      Hiervon betreffen nur die Positionen A2-4 und A2-7 die Schweizer Nationalbank. Die anderen Positionen enthalten vergleichbar flüssige Mittel anderer Institutionen. In der Basisgeldmenge, auch Geldmenge M0 genannt, sind aber wiederum nur die Positionen A2-4 und A2-7 enthalten.

      Bei der Position 1.1 (A2-3), Flüssige Mittel, handelt es sich insgesamt um täglich fällige Verbindlichkeiten anderer Institute. Hierbei zähle ich das Bargeld und auch die SNB-Sichtguthaben zu den täglich fälligen Verbindlichkeiten.

      Längerfristige Verbindlichkeiten der SNB wie auch anderer Geschäftsbanken werden neben den täglich fällige Verbindlichkeiten anderer schweizer Geschäftsbanken unter Pos. 1.2 Forderungen gegenüber Banken (A2-11) aufgeführt.
      Die Aktiva in der Bankbilanz werden allgemein mit absteigender zeitlicher Verfügbarkeit sortiert. Die FINMA misst offensichtlich den täglich fälligen Forderungen an andere Banken einen geringeren Liquiditätsgrad zu wie den unter 1.1 aufgeführten Aktiven.

      Dieser Anhang 2 zum FINMA-RS 15/1 ist m. E. jedoch nicht geeignet, der Frage nachzugehen, ob die täglichen Verbindlichkeiten und das Bargeld der SNB Schulden sind oder aber Erfüllungsgegenstand und somit schuldbefreiend durch „Übergabe“. Näheres dazu habe ich unter Modellvorstellungen
      beschrieben.

      Wenn Herr Meyer argumentiert:
      ~~~~~~~~~~~~
      Die Bewertung der Giroguthaben richtet sich nach der Bewertung des Vermögens der SNB.
      ~~~~~~~~~~~~
      so ist dies einfach nicht zutreffend. Es existiert nur 1 Schweizer Franken.
      Herr Günter hat dies bereits mehrfach ausgeführt und auch aus meinem Beitrag EINE Landeswährung sowie Anhang
      sollte dies deutlich hervorgehen.
      Auf den Anhang an Herrn Dr. Marc Meyer hat dieser bis heute nicht geantwortet, so dass ich davon ausgehe, er ist mit den Ausführungen dort jetzt einverstanden.

      Es ist halt eine recht komplexe Materie, die sich nicht mit zwei Sätzen abschließend erklären lässt. Ich hoffe, dass der o. g. Text Ihnen weiterhilft; ansonsten bitte noch einmal nachfragen.

      LG
      Rudolf Müller

    • @AHV…

      Man muß bei Geschäften zwei Dinge auseinanderhalten, nämlich die Erfüllung des (Kauf-)vertrages einerseits und die Frage, ob der Verkäufer über den Zuwachs an Dispositionsrechten (fälschlicherweise „Geldeingang auf dem Konto“ genannt) verfügt oder nicht. Diesen Unterschied habe ich gerade in einer Antwort an Meyer auseinandergepflückt, vielleicht ist Ihnen das entgangen:

      https://insideparadeplatz.ch/2018/02/14/snb-jordan-verkuendet-kommunistisches-und-laedt-zum-gratis-buffet/#comment-196852

      Sobald man das geblickt hat stellt man fest, daß die „Doppelfunktion“ des SNB-Buchgeldes kein bug, sondern das feature des Zahlungsverkehrssystems ist, welches weitgehend auf die Verwendung des Papiergeldes verzichten möchte. Das geht alles solange gut, wie man „im Prinzip“ das Ganze auch im Bargeldverkehr abwickeln könnte – und deswegen nicht muß…

    • @Arbeitgeber

      Ob gesetzliches Zahlungsmittel oder nicht, dies besagt nur ob es in dem betreffenden Land eine Annahmepflicht gibt oder nicht.

      Emittiertes Geld ist für den Emittenten nie schuldbefreiend. Nebenbei auch eine Aktien sind für den Emittenten (das Unternehmen) nicht schuldbefreiend.

      Wenn die Migros einen Gutschein ausgibt. Hat sie dann mehr oder weniger Schulden? Erst wenn die Migros Waren (Aktiven) gegen Gutscheine liefert befreit sie sich von der Schuld. Dies ist einfachste Buchhaltung.

      Nun könnte man auch sagen, wenn ein Bauer Kartoffeln an die Migros liefert, gibt diese dem Bauern anstatt CHF eben Migrosgutscheine. Dieses Geschäft ist für sich abgeschlossen, der Bauer liefert Ware und bekommt Geld in Form von Gutscheinen (Zug um Zug). Die Migros hat dennoch insgesamt mehr Schulden.

    • @Arbeitgeber (AHV)

      Die CS und die UBS bilanzieren ihre Guthaben bei der SNB unter

      „Forderungen aus übertragenen Zentralbankeinlagen“

      respektive

      „Zahlungsmittel und Guthaben bei Zentralbanken“

      Diese stellen gesetzliches Zahlungsmittel für die Banken dar. D.h. die Banken dürfen mit diesem Geld bezahlen.

      Würde die SNB das verweigern, so würde sie den Banken das Recht aberkennen, mit deren gesetzlichen Zahlungsmitteln etwas zu kaufen.

      Darf ich des weiteren auf die bilanztheoretischen Überlegungen verweisen auf meinen Kommentar oben zum Youtube Film von Bundesbankpräsident Jens Weidmann.

      Danke und freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Jonas Hügli

      Guten ABend

      Danke

      Sie argumentieren vollkommen zu Recht, dass Geld für den Emittenten „nie schuldbefreiend ist“

      Der Bundesbankpräsident Jens Weidmann täuscht sich da gewaltig.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Jonas Hügli,

      „Wenn die Migros einen Gutschein ausgibt. Hat sie dann mehr oder weniger Schulden? Erst wenn die Migros Waren (Aktiven) gegen Gutscheine liefert befreit sie sich von der Schuld. Dies ist einfachste Buchhaltung.“

      Die Buchhaltung hilft da nicht mehr weiter. Die Rede ist hier nicht, ob ich Kartoffeln bei der Migros einkaufe, sondern die Legaldefinition rundum das gesetzliche Zahlungsmittels aus Sicht der SNB.

      Für die SNB ist und bleibt es eine Schuld. Offenbar haben Sie jedoch noch nicht gemerkt, dass es bei den Schulden der SNB einen juristischen Regelwerk gibt. Die Geschäftsbank als Gläubiger kann gegenüber der SNB keine Forderung geltend machen, weil die Giroguthaben bereits gesetzliche Zahlungsmittel sind. Per Gesetz gibt es keine Pflicht, eine Schuld anders als mit gesetzlichem Zahlungsmittel zu begleichen. Die Girogelder sind daher das Ende des Gesetzes.

      Die Geschäftsbanken haben nicht das Recht, dass die SNB einen Vermögenswert (z.B. Euros verkauft) und den Erlös in Franken auf ihr Konto überweist. Die SNB hat die Franken ja bereits auf dem Konto der Geschäftsbank gutgeschrieben.

      Wir müssen uns an die Legaldefinition halten, ob es uns gefällt oder nicht:

      Die Buchhaltung gibt m.E. die rechtliche Situation nicht korrekt wieder. Wenn Sie anderer Meinung sind, dann sagen Sie doch, weshalb die GB die Guthaben der SNB nicht unter Forderungen vs. Banken auf Sicht bilanzieren, sondern unter den Flüssigen Mitteln – genau wie das Bargeld auch -? Oder machen die Banken das alle falsch? Die Liquidität ist identisch: Beide täglich verfügbar.

      Sehen Sie: Wenn es so ein Recht gäbe, dann wäre klar definiert, was man genau fordern kann. z.B.: Gold. Ein Recht auf freie Wahl der GB, was die SNB den verkaufen muss (Obligationen, Aktien, Gold, Devisen und welche Währung) gibt es nicht.

      Stichwort: Eigenkapital.

      Bei einer ersatzlosen Auflösung oder negativen Eigenkapital der SNB müsste ein Gesetzt beschlossen werden, was man tun will. Niemand kann heute also sagen, was passieren würde.

      Sie grüssend

    • @Arbeitgeber

      Ich kann ihnen nur zu folgender Lektüre auf Seite 121 und 124 raten.
      https://www.credit-suisse.com/media/assets/corporate/docs/about-us/investor-relations/financial-disclosures/financial-reports/csg-ar-2016-de.pdf

      Seite 121
      Die CS hatte per 31.12.2016 Flüssige Mittel bei Zentralbanken in CH in der Höhe von 61‘720mio. Nun können wir stark davon ausgehen das diese als Flüssige Mittel bezeichnete Aktiven bei der SNB waren und nicht bei einer anderen Zentralbank.

      Auf Seite124
      Dort sehen sie 50‘325mio an „Forderungen aus übertragenen Zentralbankeinlagen, Revers-Repo-Geschäft und Wertschriftenleihen“ auf Sicht. Weiter Forderungen in der Höhe von 53‘295mio. innerhalb von weniger als 1 Monat fällig.

      Fazit daraus, die CS hat definit Forderungen auf Sicht die sie auch einfordern kann, bei welcher Zentralbank ist für mich eigentlich nicht so relevant. Die SNB wird zu 100% darunter sein.

      Nochmal:
      Total Flüssige Mittel bei Zentralbanken rund 98,3 Milliarden (vgl. S.121)
      Total Forderungen bei Zentralbanken rund 134.8 Milliarden (vgl. S.124)

      Wenn nach ihrer Logik eine GB nur Forderungen einfordern kann, dann kann die CS aber enorm viel von den Zentralbanken-Aktiven fordern.

      Eventuell haben sie auch meinen folgenden Eintrag übersehen:
      https://insideparadeplatz.ch/2018/02/14/snb-jordan-verkuendet-kommunistisches-und-laedt-zum-gratis-buffet/#comment-197318
      Dort sehen sie, dass es für mich noch ein paar Detail-Fragen offen sind.

      Übrigens, das Gesetz für die Abwicklung einer Aktiengesellschaft gibt es bereits. Eigentlich müsste bei einer ersatzlosen Auflösung der SNB überhaupt kein Gesetz erstellt werden. Aber ich bin mir sicher, dass dem nicht so sein würde, und stattdessen per Notrecht durch den Bundesrat, und unter Umgehung jeder Regel, Machtpolitische Interessen durchgesetzt werden. Leidtragendes sind in allen möglichen Szenarien die schweizer Bürger

  89. @Rolf Laager

    Guten Abend Herr Laager

    Wie wohltuend Ihre Zeilen sind.

    Jordans Lullabies nach aussen haben eine Naivität sondergleichen.

    Wie diese durchgesetzt werden eine Perfidität und Hinterlistigkeit und Unmenschlichkeit sondergleichen.

    Es muss schrecklich dunkel sein hinter den Mauern der SNB.

    Wie muss es jemandem bei der SNB ergehen, der es wagt, Jordan zu hinterfragen.

    So wie sich die SNB Chaoten hier um ihren Chef gruppiert haben graut mir vor der Vorstellung, was in diesem autoritäten und totalitären Staatsbetrieb abgeht.

    Man kann es nur erahnen.

    Fachlich ist es ein Hohn, was uns
    der SNB-Chef vorgaukelt: Wasser ins Gefäss schütten, damit weniger Wssser im Gefäss ist.

    Jetzt werden die SNB Chaoten antworten: Das hat Jordan nie gesagt.

    Nein Hat er nicht gesagt. Aber er sagt: Die SNB kann ihre Sichtverbindlichkeiten abbauen durch noch mehr Sichtverbindlichkeiten

    Bzw die SNB kann ihren Forderungen nachkommen durch Geld drucken.

    Das ist alles ein und derselbe Irrtum.

    Dabei geht es mittlerweile um über 700 Milliarden Schulden – 100000 pro Einwohner.

    Die SNB steht sich mit ihrer Arroganz selber im Weg – bis es einmal krachen wird.

    Es freut mich,dass Sie sich noch an meinen damaligen Text in der FUW erinnern. (1996)

    Ein Personalchef der SBG soll damals den ganzseitigen Artikel in einem Seminar dem Publikum gezeigt und gesagt haben: das ist mutig.

    Ich war damals ein Rufer in der Wüste aber der Artikel löste viel aus, was heute selbstverständlich ist

    Als ich im September 2013 hier auf
    IP die Geldschöpfung der Banken neu formulierte und mit Buchungssätzen belegte, wurde ich von den SNB Chaoten ( es ist im Wesentlichen nur einer) heftigst angegriffen
    .
    Nun sagt genau dieser, er hätte es schon immer gewusst.

    Und so wird einmal die Zeit kommen, wo es klar ist, dass die Zentralbank ihre Schulden nicht mit eigenem Geld bezahlen kann.

    Aber die SNB Führung hat nur ein Ziel: Ihr Gesicht nicht zu verlieren

    Die Verluste zulasten der Schweiz sind da weniger wichtig.

    Man kann nur hoffen, dass die SNB nich einsichtig wird, wobei es wahrscheinlich chon zu spät ist.

    Und so wie sich die SNB Chaoten hier wieder aufgeführt haben, bleibt wenig Hoffnung.

    Vielen Dank Herr Laager

    Marc Meyer

  90. Und hier die zentrale Aussage der Bundesbank, wie der Bargeldumlauf verbucht wird: https://youtu.be/BFtQ73mu-PA?t=271. Eine Bilanzverlängerung lässt sich hieraus wohl nicht ableiten. Aber vermutlich ist auch der neueste Film der Bundesbank nur ein riesengroßer Irrtum einer Zentralbank, da er mit dem monetären Weltbild von Marc Meyer inkompatibel ist.

    LG Michael Stöcker

    • Herr Stöcker

      Sie wissen so gut wie ich, dass dieser Film so gut wie nichts mit der Diskussion hier zu tun hat.

      Der einzig buchhalterisch relevante Satz ist, dass bei Emission der Banknote das Guthaben der Bank belastet wird.

      Das ist korrekt. Kann aber nur geschehen, weil es vorher gutgeschrieben wurde, die Deutsche Bundesbank also sich verschuldet hat. Und auch sie muss ihre Schulden zurückzahlen.

      Oder will die Deutsche Bundesbank die Banken enteignen?

      Kommunismus in Deitschland?

      Marc Meyer

  91. Sehr geehrter Herr Meyer
    Ich erinnere mich, damals in den 90-igern, Ihren Artlikel in der NZZ, oder möglicherweise der FUW ( weiss ich nicht mehr so genau ) gelesen zu haben. Ich habe mich darüber gewundert, dass es in dieser sakrosankten SNB-Thematik überhaupt einen Interpretationsspielraum geben könnte.
    Nun, ich hatte unterdessen genug Zeit, mich in die Thematik zu vertiefen und muss mich deshalb über die Argumente Ihrer Kontrahenten nur wundern. Im Vergleich zu Ihren glasklaren Ausführungen, muten jene Argumente für mich so an, wie wenn sich die jeweiligen Protagonisten genau so darüber unterhalten könnten, welche Farbe nun der Schlüpfer von Kim Kardashian hat.

    Im Ernst: Würde ich als Unternehmer mit den gleichen fadenscheinigen, leicht zu durchscheinenden Argumenten vor meine Kundschaft treten, wie dieser
    Jordan in Sachen SNB vor die Presse, so käme ich ungefähr so rüber, wie der kleine Junge, welcher mit zuckerverschmierten Mund vor seinem Mami steht und vorgibt, überhaupt nichts von einem “ Berliner “ zu wissen.

    Kann sich einer Ihrer Kontrahenten überhaupt vorstellen, dass es da draussen Leute gibt, welche sich ernsthaft Sorgen machen, über die Art uns Weise, wie die SNB kommuniziert uns was schwerwiegender ist : wie sie funktioniert? Leute : Wacht auf ! Wenn Argumente so rüber kommen, wie wenn dahinter der Wunsch als Vater des Gedankens steht, werdet ihr niemals glaubwürdig rüberkommen. Bei mir und meinem Umfeld jedenfalls nie und nimmer.

    Sie grüssend

    • @Laager: Sie sind eine der etwa 10 Personen (Meyer und ca. 9 Nachplapperi), die glauben, mit Giroguthaben und Bargeld bestehe ein Recht auf die Herausgabe von Aktiven aus der SNB-Bilanz. Die übrigen ca. 7’499’999’990 Personen dieses Planeten, inkl. Gesetzgeber und alle Personen, die sich ernsthaft mit der Materie befasst haben, sind jedoch anderer Meinung. Giroguthaben und Bargeld sind gesetzliches Zahlungsmittel, man kann damit kaufen was man will, jedoch nichts fordern von der SNB, ausser dass man Bargeld in Giroguthaben umtauschen kann und vice versa. In diesem Sinne: Dream on….

    • @Rolf Laager

      Guten Abend Herr Laager

      Wie wohltuend Ihre Zeilen sind.

      Jordans Lullabies nach aussen haben eine Naivität sondergleichen.

      Wie diese durchgesetzt werden eine Perfidität und Hinterlistigkeit und Unmenschlichkeit sondergleichen.

      Es muss schrecklich dunkel sein hinter den Mauern der SNB.

      Wie muss es jemandem bei der SNB ergehen, der es wagt, Jordan zu hinterfragen.

      So wie sich die SNB Chaoten hier um ihren Chef gruppiert haben graut mir vor der Vorstellung, was in diesem autoritäten und totalitären Staatsbetrieb abgeht.

      Man kann es nur erahnen.

      Fachlich ist es ein Hohn, was uns
      der SNB-Chef vorgaukelt: Wasser ins Gefäss schütten, damit weniger Wssser im Gefäss ist.

      Jetzt werden die SNB Chaoten antworten: Das hat Jordan nie gesagt.

      Nein Hat er nicht gesagt. Aber er sagt: Die SNB kann ihre Sichtverbindlichkeiten abbauen durch noch mehr Sichtverbindlichkeiten

      Bzw die SNB kann ihren Forderungen nachkommen durch Geld drucken.

      Das ist alles ein und derselbe Irrtum.

      Dabei geht es mittlerweile um über 700 Milliarden Schulden – 100000 pro Einwohner.

      Die SNB steht sich mit ihrer Arroganz selber im Weg – bis es einmal krachen wird.

      Es freut mich,dass Sie sich noch an meinen damaligen Text in der FUW erinnern. (1996)

      Ein Personalchef der SBG soll damals den ganzseitigen Artikel in einem Seminar dem Publikum gezeigt und gesagt haben: das ist mutig.

      Ich war damals ein Rufer in der Wüste aber der Artikel löste viel aus, was heute selbstverständlich ist

      Als ich im September 2013 hier auf
      IP die Geldschöpfung der Banken neu formulierte und mit Buchungssätzen belegte, wurde ich von den SNB Chaoten ( es ist im Wesentlichen nur einer) heftigst angegriffen
      .
      Nun sagt genau dieser, er hätte es schon immer gewusst.

      Und so wird einmal die Zeit kommen, wo es klar ist, dass die Zentralbank ihre Schulden nicht mit eigenem Geld bezahlen kann.

      Aber die SNB Führung hat nur ein Ziel: Ihr Gesicht nicht zu verlieren

      Die Verluste zulasten der Schweiz sind da weniger wichtig.

      Man kann nur hoffen, dass die SNB nich einsichtig wird, wobei es wahrscheinlich chon zu spät ist.

      Und so wie sich die SNB Chaoten hier wieder aufgeführt haben, bleibt wenig Hoffnung.

      Vielen Dank Herr Laager

      Marc Meyer

    • @pessimistisch

      Wenn Sie Ihrer Sache so sicher sind, weshalb verstecken Sie sich dann immer hinter einem anderen Pseudonym?

    • @pessimistisch

      Wenn jemand ein Nachplapperi ist, so sind Sie es und die Chaoten im Umfeld Jordan.

      Legen Sie mal Ihre Verbindung zum SNB Bankrat / Bankrätin offen.

      Dazu sind Sie aber zu feige.

    • @pessimistisch
      Angesichts dieser „Marginale“ frage ich mich allerdings weshalb sie mit solchem Eifer versuchen ein paar verirrte Schäfchen zurück zur Herde zu führen?
      Freundliche Grüsse Rico Meier

    • Grüezi@Herr Dr. Marc Meyer und @Herr Rico Meier,

      Seien Sie anderer Meinung! Die Vielfalt von Thesen, Ansichten und Wissenschaft macht die Debatte erst spannend und attraktiv. Aber bitte unterstellen Sie nicht der Schweizerischen Nationalbank – ohne stichhaltige nachweisbare Beweise zu liefern – sie würde „Trolle“ hier auf „Inside“ losschicken. Ich bitte Sie. Das kann doch nicht Ihr Ernst sein meine Herren. Ihr werdet doch wohl nicht glauben, dass so etwas für eine der noch immer renommiertesten Zentralbanken der Welt überhaupt in Frage käme! Jemanden oder eine Institution ohne Beweise zu verdächtigen, vermindert m.E. die Glaubwürdigkeit des Anklägers.

      Für Beleidigungen und Diffamierung gibt es das StgB und die Staatsanwaltschaft.

      Beste Grüsse

    • @ Rico Meier:
      Sie haben Recht. Abgesehen vom Unterhaltungswert, ist es eigentlich reine Zeitverschwendung.
      MfG P.

    • @Rico Meier

      Guten Abend Herr Meier

      Sie treffen den Nagel erneut auf den Kopf.

      Es ist wirklich erstaunlich, wie sehr sich die verdeckten SNB-Kommentatoren (ich denke, es ist nur einer) hier Mühe geben, jene, welche den klaren Durchblick haben in Sachen Zentralbank-Bilanz als „Marginale“ darzustellen.

      Bezeichnend ist auch, dass alle, welche den Durchblick haben, mit ihren korrekten bürgerlichen Namen dazu stehen, während das Gros der „SNB-Freunde“ nur verdeckt und teilweise mit wechselnden Pseudonymen versuchen hier eine Überzahl vorzutäuschen.

      Schönen Abend

      Marc Meyer

    • @“pessimistisch alias alias alias

      Also warum verschwenden Sie Ihre Zeit hier?

      Warum wechseln Sie ständig Ihr Pseudonym?

      Wovor haben Sie Angst?

      Marc Meyer

  92. Zusammenfassungzusammenfassung

    Es gibt abschliessend zwei Zusammenfassungen zu bilanzieren:

    1. „Durch Gutschrift von Sichtguthaben vergrösseet die SNB ihre Schulden. Sie vermindert sie nicht.“

    2. „Den Verpflichtungen nachkommen heisst nichts anderes, als fällige Forderungen jederzeit bedienen zu können. Wer das nicht kann, ist insolvent und muss Aktiven flüssig machen, soweit möglich.
    Da die Nationalbank uneingeschränkt Banknoten ausgeben oder Gutschriften auf Girokonti leisten kann, kann diese naturgemäss nie insolvent sein.
    Banknoten und Girokonti haben keine Fälligkeit, darum erscheinen diese auch in der Bilanz der Geschäftsbank unter Flüssigen Mitteln und nicht als Forderung gegenüber Banken.
    Die Nationalbank spricht nie über einen möglichen Schuldenabbau.“

    Jeder Leser und jede Leserin kann sich selbst eine Meinung bilden, welcher der beiden Zusammenfassung er / sie zuneigt.

    Sie grüssend

    • Eine Gutschrift gutschreiben heisst nicht eine Schuld abbauen, sondern eine Schuld aufnehmen.

      Ich schreibe das jetzt zum 100sten Mal.

      Aber um das zu verstehen braucht es einen gewissen Intelligenzquotient. Aber diesen erreicht offenbar niemand im SNB Direktorium.

      Und sollte ein SNB Mitarbeiter über genügend Intelligenz verfügen, um das zu verstehen, so wird er sich in diesem autoritären Laden hüten, etwas zu sagen.

      Arme SNB.

      Und der SNB Lümmel, der hier herumtrollt und Jordan verteidigt, hat nicht einmal den Mut, zu seinem Pseudonym zu stehen.

      So tief ist unsere Nationalbank gefallen.

      Marc Meyer

    • Zusammenfassung
      Lieber Arbeitgeber (AHV-Rentner),

      ausnahmsweise mal ein Kommentar nur zur Sache.

      Den beiden Punkten 1 und 2 kann ich zustimmen ohne einen wirklichen Konflikt zu sehen. Lediglich Ihre Unterscheidung
      ~~~~~~~~~~~~~
      Banknoten und Girokonti haben keine Fälligkeit, darum erscheinen diese auch in der Bilanz der Geschäftsbank unter Flüssigen Mitteln und nicht als Forderung gegenüber Banken.
      ~~~~~~~~~~~~~
      sehe ich nicht so. Zum Beispiel haben auch Kredite unter Banken zum Teil keine Fälligkeit und werden trotzdem unter „Forderungen an Banken“ aufgeführt. Mehr dazu unter Geldmengen

      LG
      Rudolf Müller

    • Grüezi@Herr Dr. Marc Meyer,

      Besten Dank.

      Eine Bank kann zur SNB gehen und eine Banknote in Giroguthaben umtauschen (Bundesgesetz über die Währungen und Zahlungsmittel. Art. 7 Abs. 2).

      Sie argumentieren: Um die Sichtguthaben abzubauen muss die SNB Vermögenswerte verkaufen.

      Sichtguthaben sind gesetzlich dem Bargeld gleichgestellt, oder sind Sie mit dieser Aussage nicht einverstanden?

      Sie argumentieren: Die Bewertung der Giroguthaben richtet sich nach der Bewertung des Vermögens der SNB.

      Herr Roman Gunter schreibt Zitat:

      „Bei der Geschäftsbank beinhalten die Flüssigen Mittel keine Sichtguthaben als Forderungen ggü. Banken. (FINMA Zirk. 2015/1 Rz A2-3…) Flüssige Mittel müssen zum Nominalwert erfasst werden (Rz 354). Wertberichtgungen sind auf dieser Position nicht erlaubt.“

      Zitat Ende.

      Ich füge noch hinzu:

      Rundschreiben vom 2008/2 der FINMA
      Rechnungslegung Banken
      Richtlinien zu den Rechnungslegungsvorschriften
      der Art. 23 – 27 BankV

      Darin wird ganz klar unterschieden zwischen „Flüssige Mittel“ und „Forderungen“. „Flüssige Mittel“ werden anders behandelt als „Forderungen gegenüber Banken“. Daraus meine Frage an @Der Buchhalter die Sie beantwortet haben und ich als Nicht-Buchhalter – im Lichte was bei der FINMA steht nicht nachvollziehen kann.

      Verstehen Sie worin ich ein Problem habe?

      Weshalb bilanzieren die Banken die Guthaben der SNB nicht unter Forderungen gegenüber Banken auf Sicht, sondern unter den Flüssigen Mitteln – wie neben bei bemerkt, das Bargeld auch. Beide täglich verfügbar.

      Sie schreiben Zitat:

      „Forderungen gegenüber Zentralbanken“

      Zitat Ende.

      Gibt es ein Recht auf freie Wahl der Banken, was die SNB den verkaufen muss? Reicht die Gutschrift durch die SNB auf das SNB-Konto der Bank nicht?

      Sie schreiben Zitat:

      „SNB besitzt keine Sichtguthaben, sondern Sichtverbindlichkeiten. Diese sind keine Zahlungsmittel.“

      Zitat Ende

      Als Nicht-Buchhalter bleibt mir ausschliesslich die Legaldefinition, um für mich (als Bürger und Steuerzahler) diese wichtige Frage zu beantworten.

      Besten Dank für Ihre Zeit und Ihre Redlichkeit.

      Sie grüssend

  93. Addendum

    Zum Abschluss dieser Diskussionsrunde hier gehen mir noch folgende Überlegungen durch den Kopf:

    Was tue ich?

    Ich möchte lediglich zeigen, dass bei einer Emission von Notenbankgeld die Schulden der SNB nicht fallen, wie SNB Chef Jordan behauptet, sondern steigen.

    Was löse ich damit seitens der SNB aus?

    Eine Flut von persönlichen Beleidigungen gegen mich wie Hassprediger, einer Anstalt entlaufen, paranoid usw.

    Nur gezielte Attacken auf meine Person unter die Gürtellinie.

    Diese Diskussion hier vermittelte einmal mehr einen Eindruck vom Innenleben der Schweizerischen Nationalbank.

    Wie ergeht es wohl jemandem innerhalb der SNB, der es wagt, SNB Chef Jordan zu hinterfragen?

    Diese Diskussion hier lässt nur erahnen.

    Ich denke, es wird höchste Zeit für die SNB, einmal in sich zu gehen

    Marc Meyer

    • Interessante Frage!

      Das ist für einmal wirklich eine interessante Frage:

      Wie ergeht es wohl jemandem innerhalb der SNB, der es wagt, SNB Chef Jordan zu hinterfragen?

      Wenn es Herrn Hässig gelänge, dazu einmal fundiert zu recherchieren, würde es sicherlich eine spannende Lektüre ergeben.

      Sie grüssend

    • Legen Sie doch bitte einmal Ihre Verbindung zur SNB hier offen.

      Stehen Sie dazu, wer Sie sind.

    • @Michael Stöcker

      Da haben Sie tatsächlich vollkommen Recht.

      Danke

      Marc Meyer

  94. Zusammenfassung

    Durch Gutschrift von Sichtguthaben vergrösseet die SNB ihre Schulden. Sie vermindert sie nicht, wie SNB-Jordan und vereinzelte Kommentatoren hier behaupten.

    Die ganze Diskussion hier kann auf diesen Irrtum der SNB reduziert werden

    Bedenklich ist, wie aggressiv man von anonymen Kommentatoren seitens der SNB angegangen wird, wenn man es wagt, dem SNB Präsidenten zu widersprechen.

    Einer Demokratie unwürdig.

    Marc Meyer

  95. Offenbar hängt viel an der Interpretation.

    Den Verpflichtungen nachkommen heisst nichts anderes, als fällige Forderungen jederzeit bedienen zu können. Wer das nicht kann, ist insolvent und muss Aktiven flüssig machen, soweit möglich.
    Da die Nationalbank uneingeschränkt Banknoten ausgeben oder Gutschriften auf Girokonti leisten kann, kann diese naturgemäss nie insolvent sein.

    Banknoten und Girokonti haben keine Fälligkeit, darum erscheinen diese auch in der Bilanz der Geschäftsbank unter Flüssigen Mitteln und nicht als Forderung gegenüber Banken.

    Die Nationalbank spricht nie über einen möglichen Schuldenabbau.

    • Keineswegs, Herr Meyer, Sie irren sich. Es besteht nur eine Forderung auf ein gesetzliches Zahlungsmittel, also eine Gutschrift auf das Girokonto (muss von jedem Girokontoinhaber unbeschränkt an Zahlung genommen werden).

      Die Konti werden wohl von der Nationalbank als „Sichtguthaben bei der Nationalbank“ bezeichnet und das bedeutet lediglich, dass diese für die Kontoinhaber auf Sicht verfügbar sind.

      Bei der Geschäftsbank beinhalten die Flüssigen Mittel keine Sichtguthaben als Forderungen ggü. Banken. (FINMA Zirk. 2015/1 Rz A2-3…)
      Flüssige Mittel müssen zum Nominalwert erfasst werden (Rz 354). Wertberichtgungen sind auf dieser Position nicht erlaubt.

    • @Roman Günter

      Sichguthaben sind gesetzliches Zahlungsmittel.

      SNB besitzt keine Sichtguthaben, sondern Sichtverbindlichkeiten. Diese sind keine Zahlungsmittel.

  96. „Die Geldmenge besteht bekanntlich aus den Geldaggregaten M1 (inklusive Notenbankgeld M0), M2 und M3. Die Notenbankgeldmenge M0 ist also nur ein Bestandteil der gesamten Geldmenge.“

    Diese Aussage ist so nicht korrekt, Herr Dr. Meyer. Die Notenbankgeldmenge M0 setzt sich aus dem Bargeld sowie den Sichteinlagen zusammen, die Dritte bei der Zentralbank unterhalten (nicht nur, aber überwiegend Geschäftsbanken). In den Aggregaten M1/M2/M3 ist ausschließlich der Bargeldanteil enthalten, nicht aber die Sichteinlagen, die über 85 % von M0 ausmachen. Zudem sollte beachtet werden, dass sich ein großer Teil des Bargeldes im Ausland befindet, da der CHF die Wertaufbewahrungsfunktion besser erfüllt als viele andere Währungen (gilt ebenso für Dollar und Euro).

    Bargeld kommt gewöhnlicher weise nur dann in Umlauf, wenn wir als Bürger dies so wünschen. Bei diesem Vorgang kommt es in der Tat nur in einer buchungstechnischen Sekunde zu einer Bilanzverlängerung (siehe hierzu die Erläuterungen von Herrn Menéndez). Damit klar wird, dass Banknoten ein Aktivum sind (nur eine Sache kann übergeben werden), hier noch einmal die Buchungsschritte:

    Kasse an Notenumlauf
    Sichteinlagen an Kasse

    Da die Kasse sowohl im Soll als auch im Haben bebucht wird, ist der Saldo jenseits der buchungstechnischen Sekunde stets null. Übrig bleibt somit letztlich ein Passivtausch (Sichteinlagen an Notenumlauf). An der Geldmenge M0/M1/M2/M3 ändert sich somit ebenfalls nichts; auch dann nicht, wenn der Kunde das Geld am Automaten abhebt. Dieser Vorgang ist geldmengenneutral und ändert somit auch nicht die Bilanzsummer der Zentralbank.

    Anders bei der Geschäftsbank: Dort führt eine Barabhebung zu einer Bilanzverkürzung.

    Wenn wir als Kunden weniger Bargeld halten wollen, dann kehrt sich dieser Vorgang wieder um, mit der Folge, dass bei der SNB der Notenumlauf sinkt und die Sichteinlagen zunehmen (also wieder letztlich nur ein Passivtausch) und bei der Geschäftsbank kommt es zuvor zu einer Bilanzverlängerung.

    Weitere aktuelle Infos hierzu von Fritz Zurbrügg: https://youtu.be/HDg-TFhSzoI.

    LG Michael Stöcker

    • @Michael Stöcker

      Ihre Buchungssätze sind falsch

      Devisenanlagen an Giroguthaben ist korrekt

      MfG

    • Die Fragestellung war nicht, wie die SNB den Ankauf von Devisen verbucht, sondern wie das Bargeld in Umlauf kommt. Insofern ist Ihre Kritik mal wieder völlig daneben.

      LG Michael Stöcker

    • @Michael Stöcker

      Sie schrieben doch, Sie ziehen sich aus der Diskussion zurück. Zum x-ten Mal.

      Ich habe hier einen Beitrag geschrieben. Nicht Sie.

      Dabei zeige ich, dass die Emission von Geld eine Schuldaufnahme der SNB bedeutet und zu einer Bilanzverlängeeung führt.

      Durch Geldemissiin kann die SNB ihre Schulden nicht abbauen.

      Das ist das Thema.

      Marc Meyer

  97. @Rudolf Müller

    Besten Dank für die Blumen! Und Dank auch für das Nachhaken bei Herrn Meyer. Sie konnten schön zeigen, wie isoliert Herr Meyer mit seinem Verständnis der deutschen Sprache dasteht.

    @Marc Meyer

    Sie halten an Ihrer Auslegung der Jordanworte fest. Kein Problem. Es galt lediglich festzustellen, dass Ihre Interpretation nicht den Standards der Profession entspricht, sondern ihre ganz private ist. Vielleicht finden Sie noch Volkswirte, die Ihre Sicht teilen. Bislang ist Ihnen das ausweislich der Kommentare hier und Ihrer Erlebnisberichte offensichtlich nicht gelungen.

    • Nein lieber Buchhalter

      Es ist nicht so, wie Sie das darstellen möchten

      Durch Geld drucken verlängert die SNB ihre Bilanz und vergrössert damit ihre Schulden.

      Sie baut diese nicht ab oder tilgt diese oder kommt diesen nach undsoweiter undsofort.

    • @Meyer

      Sie verwechseln hier etwas: ich möchte nichts darstellen. Ich habe Sie lediglich darauf hingewiesen, dass Ihre Darstellung Ihre ganz persönliche Sichtweise ist, für die Sie nicht Buchhaltungsexperten haftbar machen können. Darum verzichten Sie bitte in Zukunft auf vereinnahmende Formulierungen wie „aus buchhalterischer Sicht“ u.ä. Richtig wäre hingegen „aus Marc Meyers Sicht“ u.ä. Ihre privaten Ansichten können Sie gerne weiter verbreiten, dagegen habe ich absolut nichts.

    • Grüezi@Der Buchhalter,

      Gestatten Sie mir, als Nicht-Buchhalter, Ihnen als Fachmann eine Frage zu unterbreiten die m.E. für die Beantwortung vieler offenen Fragen entscheidend ist.

      Wie bilanzieren die Banken ihre Guthaben bei der SNB als – Clearing-Guthaben – oder als – Forderung gegenüber Banken -?

      Sie grüssend

    • Hören Sie auf, einen Vorwurf an mich konszruieten zu wollen.

      Nochmals

      Durch Emission von Notenbankgeld fallen die Schulden der SNB nicht wie Jordan behauptet, sondern sie steigen.

      Punkt

    • @Marc Meyer

      „Durch Geld drucken verlängert die SNB ihre Bilanz und vergrössert damit ihre Schulden.“
      und
      „Durch Emission von Notenbankgeld fallen die Schulden der SNB nicht wie Jordan behauptet, sondern sie steigen.“

      Ich erlaube mir mal diese umgangssprachlichen Formulierungen in eine sachgerechte Form zu übersetzen.

      Im Zusammenhang der Geldentstehung gibt es mehrere Phasen, deren Verquickung zu gräßlichen Mißverständnissen führt. Die ganze Geschichte beginnt mit

      1. der Geldschöpfung i.e.S., die daraus besteht, daß die SNB aus irgendeinem beliebigen Rechtsgrund eine Gutschrift vornimmt, die für den Begünstigten einen Zuwachs an Verfügungsrechten über Zentralbankgeld darstellt. Dieser Vorgang ist mit einer Bilanzverlängerung verbunden und erhöht bei der SNB das Volumen der Zahlungsversprechen. Wenn man möchte, kann man dies auch durch „Vergrößerung ihrer Schulden“ bezeichnen, was man nicht kann ist diesen Vorgang als „Geld drucken“ zu bezeichnen, denn eine Gutschrift hat mit einem Druckvorgang nichts zu tun.

      2. Der Druckvorgang des Bargeldes selbst bzw. dessen Anlieferung an die SNB hat allenfalls etwas mit einer Aufwandsverbuchung zu tun und ist damit – fast – bilanzneutral, hat auf jeden Fall mit der Frage der Geldentstehung deswegen nichts zu tun, weil eine gedruckte Banknote im Keller der SNB ökonomisch keine Rolle spielt. Im Keller der SNB lagert potentiell in Umlauf kommendes Bargeld, mehr aber auch nicht.

      3. Die Aktivierung und Ausgabe von Banknoten hat im Endeffekt weder eine Bilanzverkürzung noch eine Bilanzverlängerung bei der SNB zur Folge, weil der Bilanzverlängerung aufgrund der Aktivierung der Banknoten (mit der Gegenbuchung „Banknotenumlauf“) sofort eine Bilanzverkürzung folgt, weil der Abgang der Banknoten von einem Abgang der Giroverbindlichkeiten begleitet ist. Dieser Vorgang ist also bilanz(längen)neutral. Je nachdem, ob man den Posten „Banknotenumlauf“ für eine Verbindlichkeit hält oder nicht bleibt das Verbindlichkeitsvolumen entweder gleich (für diejenigen, die den Banknotenumlauf für eine Verbindlichkeit der SNB halten) oder sinkt für diejenigen, die in der Position Banknotenumlauf lediglich einen Informationsposten sehen, welcher das Volumen und die Zusammensetzung der ausgegebenen Banknoten dokumentiert.

      Fazit: Als „Geld drucken“ wird letzten Endes stets die Geldschöpfung aus Punkt 1 bezeichnet, obwohl dieser Vorgang mit dem Drucken von Geld nichts zu tun hat und in fachlichen Diskussionen im Grunde genommen nichts verloren hat. In gleicher Weise ist eine Formulierung wie „Emission von Notenbankgeld“ in höchstem Grade mißverständlich, weil nicht deutlich wird, was nun genau gemeint ist. Man kann damit die Geldschöpfung aus Punkt 1 meinen, aber auch die Emission von Bargeld aus Punkt 3, in jedem Fall kann man sich immer hinterher rausreden, man hätte ja doch ganz was anderes gemeint. Darüber hinaus ist „Notenbankgeld“ wahlweise entweder Bargeld oder die Sichtforderungen von Geschäftsbanken gegen die SNB.

      Auf diese Art läßt sich eine Lösung der anstehenden Sachfragen bis auf den Sankt Nimmerleinstag verschieben. Dabei sind die zugrunde liegenden Sachverhalte nicht so schwer zu kapieren – die dazu nötigen Sachbegriffe stehen selbstverständlich jedem – ja wirklich jedem – zur Verfügung.

    • @Renee Menendez

      Es ist Jordan, der von Geld drucken spricht.

      Eine Geldemission führt zu einer Bilanzverlängerung.

      Die SNB kauft Devisen, finanziert mit FK.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  98. SNB-Zitate

    Sehr geehrter Herr Dr. Marc Meyer

    danke für die Info vom 27. Februar 2018 / 10:53 .
    Den Kommentar stelle ich hier ein, da weiter unten inzwischen keine Zugehörigkeit mehr erkennbar wird.

    Wie in Ihrem Beitrag zitiert hat Herr Jordan in seinem Vortrag
    „Wie Geld durch die Zentralbank und das Bankensystem geschaffen wird“ laut https://www.snb.ch/de/mmr/speeches/id/ref_20180116_tjn/source/ref_20180116_tjn.de.pdf
    auf Seite 7 gesagt:
    ~~~~~~~~~~~~~~~
    Dies bedeutet, dass die Zentralbanken tatsächlich in der Lage sind, ein-
    fach «Geld zu drucken», wie es im volkstümlichen Sprachgebrauch heisst. Sie können ihren Verpflichtungen in eigener Währung damit immer und überall nachkommen.
    ~~~~~~~~~~~~~~~
    Aus dieser Aussage interpretieren Sie:
    ~~~~~~~~~~~~~~~
    SNB-Chef Jordan behauptet, die SNB könne sämtliche ihre Verbindlichkeiten jederzeit tilgen durch drucken von Banknoten.
    ~~~~~~~~~~~~~~~
    Dies sind m. E. zwei unterschiedliche Äußerungen. Deshalb konnte ich Ihr „SNB-Zitat“ auch nicht in Ihrem Beitrag finden. Das Wort „tilgen“ kommt in Jordans Vortrag nicht vor. Er spricht nur davon, dass die SNB mit Zentralbankgeld ihren Verpflichtungen in eigener Währung jederzeit nachkommen kann.

    Dass mit Zentralbankgeld Verbindlichkeiten „getilgt“ werden, ist Ihre eigene Sichtweise, die nicht durch Jordans Zitat gedeckt ist.

    Nehmen Sie doch dass Beispiel von Geschäftsbanken, welche ebenfalls ihre Verpflichtungen aus dem Kauf von endgültigen Vermögenswerten von Nichtbanken mit Sichtguthaben begleichen können.
    Jetzt sagen sie, dass die Geschäftsbank erst geleistet hat, wenn sie Bargeld auszahlt. Okay.

    Dann stelle ich die Frage, ob die Geschäftsbank auch geleistet hat, wenn sie Ihr Sichtguthaben auf ein anderes Konto überweist? Dies kann die Folge einer bei Ihnen noch offenen Rechnung sein. Hat die Geschäftsbank bereits geleistet wenn sie auf ein Konto in ihrer eigenen Bank überweist oder erst, wenn sie an eine andere Bank überweist? Mit der Übertragung von Sichtguthaben haben Sie schließlich Ihre eigene Rechnungsschuld beglichen, ihre Schuld getilgt.

    LG
    Rudolf Müller

    • @Rudolf Müller

      Danke

      Erstens

      Die „Verbindlichkeiten tilgen“ und „den Verbindlichkeiten nachkommen“ sind zwei Synonyme.

      Beide bedeuten – buchhalterisch ausgedrückt – das Fremdkapital reduieren bzw. Bilanz verkürzen.

      Zweitens

      Eine Schuld ist erst getilgt durch Bilanzverkürzung – nicht durch Passivtausch.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Dr. Marc Meyer

      Nein, Herr Kollege, das bedeutet auch buchhalterisch nicht dasselbe:

      „Die „Verbindlichkeiten tilgen“ und „den Verbindlichkeiten nachkommen“ sind zwei Synonyme.

      Beide bedeuten – buchhalterisch ausgedrückt – das Fremdkapital reduieren bzw. Bilanz verkürzen.“

      Es ist nicht richtig, dass Sie hier versuchen, unsere Zunft für Ihre privaten Zwecke einzuspannen. Die obige Interpretation ist Ihre ganz persönliche und hat nichts mit Buchhaltungsstandards zu tun.

    • @Dr. Marc Meyer

      Danke.

      „den Verbindlichkeiten nachkommen“ heisst, die Verbindlichken auflösen.

      „das Fremdkapital reduieren“ heisst „das Fremdkapital reduzieren“

      „Bilanz verkürzen“ heisst „Bilanz verkürzen“.

    • Synonyme und Bilanzverkürzung

      Sehr geehrter Herr Dr. Marc Meyer,

      wenn Sie daran glauben, dass „eine Verbindlichkeiten tilgen“ und „den Verbindlichkeiten nachkommen“ dieselbe Bedeutung haben, kann ich Sie nicht daran hindern.

      Das, was Herr Jordan jedoch ausdrückt, erfassen Sie damit nicht. Zur Verdeutlichung ein Beispiel, was ich nun bereits wiederholt vortrage:

      Die SNB kauft von der UBS 1 Million Euros. Bei einem Kurs von 1,15 ist sie der UBS 1,15 Millionen CHF schuldig. Diese Schuld oder Verbindlichkeit kann sie begleichen, indem sie der UBS einen Geldbetrag in dieser Höhe zur Verfügung stellt. Sie erhöht das Zentralbank-Sichtguthaben der UBS um 1,15 Millionen CHF. Damit ist die Kauftransaktion abgeschlossen. Die UBS ist im Besitz von 1,15 Millionen CHF und kann, da der CHF frei konvertierbar ist, damit auf den Märkten kaufen was sie will. Die SNB selbst kann theoretisch kaufen was sie will und mit CHF bezahlen, sofern der Verkäufer mit dieser Währung einverstanden ist.

      Gleiches geschieht wenn eine Nichtbank der UBS 1 Million Euros verkauft. Die Nichtbank erhält einen Geldbetrag in Höhe von 1,15 Millionen CHF. Dieser Geldbetrag wird ihr in Form von UBS-Sichtguthaben zur Verfügung gestellt. Rechtlich sind diese Geschäfte endgültig abgeschlossen.

      Sie sollten sich vergegenwärtigen, dass eine Forderung der Nichtbank immer eine Verbindlichkeit der UBS darstellt und eine Forderung der UBS an die SNB eine Verbindlichkeit der SNB. Was auf der einen Ebene als Geld angesehen wird ist auf der höheren Ebene eine Schuld. Diese Gesetzmäßigkeit können sie nicht außer Kraft setzen durch Ihre Hypothese, dass nur durch Aktiven eine Schuld beglichen werden könne.

      Sie betrachten die Bankenwelt von einem volkswirtschaftlichen Standpunkt ohne wahrzunehmen, dass Banken und besonders die Zentralbank ganz anders ticken. Es existiert noch eine betriebswirtschaftliche wie auch eine juristische Sichtweise. Details zu Banken habe ich versucht, Ihnen in verschiedenen Kommentaren näherzubringen, offensichtlich aber ohne Erfolg. Entweder können oder wollen Sie es nicht verstehen, oder aber meine Erklärungen sind ungeeignet, Ihnen die Grundlagen aus Sicht der Banken näher zu bringen. Ich gehe mal von Letzterem aus.

      LG
      Rudolf Müller

    • @Buchhalter

      Danke

      In seinem Vortrag in Basel nannte es Jordan

      Forderungen begleichen durch Geld drucken.

      Weder Forderungen nachkommen oder begleichen noch Verbindlichkeiten tilgen oder Bilanz verkürzen – nichts von dem kann die SNB durch drucken von Geld.

      Es bleibt also dabei. Jordan kann die Schulden der SNB nicht abbauen oder tilgen usw. durch Geld drucken.

      Die Steuerzahler werdrn die SNB rekapitalisieren müssen bei neg. EK.

      Übrigens bin ich nicht Buchhalter, sondern Volkswirtschafter.

      MfG

    • @Rudolf Müller

      Erstens
      Bitte beachten Sie meine Antwort an den Buchhalter.

      Zweitens

      Sie übersehen, dass die SNB ihre Devisenkäufe mit FK finanziert hat. Diese Transaktion ist erst abgeschlossen, wenn FK zurückbezahlt ist.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

      P.S.

      Ihre Beurteilung meiner Lernfähigkeit gehört nicht hierher. Danke.

    • keine Synonyme

      @ Der Buchhalter

      Vielen Dank für Ihre Klarstellung. Besonders die Aussage:

      „den Verbindlichkeiten nachkommen“ heisst, die Verbindlichken auflösen

      finde ich sehr trefflich formuliert. Leider haben sich unsere Kommentare zeitlich überschnitten, da ich ansonsten diese Formulierung gerne in meinen Kommentar übernommen hätte.

      Es bleibt jedoch das Problem, das Herr Dr. Marc Meyer die zur Verfügungstellung eines Geldbetrages in Form eines Sichtguthabens nicht als „Auflösung einer Verbindlichkeit“ ansieht.

      LG
      Rudolf Müller

    • @Rudolf Müller

      Danke

      Sie haben den Kern des Problems in einem Satz formuliert.

      Es ist tatsächlich so, dass ich die Gutschrift von Sichtguthaben nicht als Abbau einer Schuld betrachte, sondern als Aufnahme einer Schuld.

      Die ganze Diskussion hier kann auf diesen Satz reduziert werden.

      Mit freundlichen Grüssen

      Marc Meyer

    • @ Marc Meyer

      „Es ist tatsächlich so, dass ich die Gutschrift von Sichtguthaben nicht als Abbau einer Schuld betrachte, sondern als Aufnahme einer Schuld.“

      Wenn man den etwas allegorischen Satzteil „Aufnahme einer Schuld“ durch „…zu erfüllendes Zahlungsversprechen“ ersetzt, kann man der Geschichte sogar etwas abgewinnen. Denn tatsächlich ist es ja nach aktueller schweizer Gesetzeslage so, daß ein Kaufvertrag der SNB über 1000 Unzen Gold dann erfüllt ist, wenn die SNB das Gold erhalten hat und im Gegenzug eine Gutschrift über die Kaufpreissumme auf das Konto des Verkäufers erteilt hat. Mit Übergabe des Goldes und Gutschrift ist das Rechtsgeschäft „Goldverkauf an die SNB“ finalisiert, d.h. aus dem Rechtsgeschäft können keine weiteren Einwendungen erhoben werden – insbesondere keine Einwendung auf Aushändigung der Geldsumme. Daß man sich dennoch die Kaufsumme aushändigen lassen kann liegt daran, daß die Gutschrift auf dem Konto im Rahmen eines Zahlungsdienstleistungsvertrages vorgenommen wurde, wo durchaus das Recht verankert ist, über die Kaufsumme verfügen zu können.

      Von daher muß man bei dieser Geschichte zwei Dinge unterscheiden:
      1. Die Verpflichtung zur Erfüllung des Kaufvertrages. Der Kaufvertrag wird erfüllt durch a) die Übergabe des Goldes einerseits und b) durch die Gutschrift der SNB auf dem Konto des Verkäufers. D.h. die Verpflichtung der SNB AUS DEM KAUFVERTRAG ist mit der Gutschrift erfüllt und insofern ist die SNB aus dem Kaufvertrag nicht mehr verpflichtet, denn der Verkäufer muß diese Gutschrift an Zahlung annehmen. (Art. 3 WZG)

      2. Die Verpflichtung zur Zahlung des Kaufpreises. Diese ergibt sich aus der Gutschrift der SNB auf das Konto des Verkäufers und stellt gewissermaßen eine Absichtserklärung dar, auf Anforderung des Begünstigten einen Zahlungsvorgang durchzuführen. Dieser kann aus einer Auszahlung bestehen oder aus einer Überweisung an einen vom Begünstigten bezeichneten Zahlungsempfänger. Entscheidend dabei ist der Umstand, daß die Berechtigung über das Guthaben zu verfügen NICHT mehr mit dem ursprünglichen Kaufvertrag begründet werden kann, sondern aus den Bedingungen des Zahlungsdienstleistungsvertrages resultiert, wo eine Gutschrift für den Begünstigten ein Weisungsrecht bedeutet, die SNB zur Vornahme eines Zahlungsvorganges zu veranlassen. Solange der Begünstigte nicht darüber verfügt, bleibt die SNB aus dieser Gutschrift weiterhin verpflichtet.

      Auf diese Weise aufgedröselt ist nach Punkt 1 eine Gutschrift tatsächlich eine Erfüllung einer Schuld, nämlich die aus dem Kaufvertrag resultierende Verpflichtung, dem Käufer die Verfügungsmöglichkeit über den Kaufpreis zu gewähren. (Sowas passiert täglich millionenfach als ganz normale Überweisung!) Daß damit die Kaufvertragsschuld erfüllt wird hat der schweizerische Gesetzgeber ausdrücklich im Art. 3 WZG festgeklopft (was letztlich nur bedeutet, daß man bei der SNB nicht auf Barzahlung bestehen kann). Daß auf der anderen Seite durch die Erfüllung des Kaufvertrages bei der SNB eine Bilanzverlängerung eingetreten ist (Zugang Gold/ Zugang Verbindlichkeiten) bedeutet tatsächlich, daß hierbei ein neues Zahlungsversprechen entstanden ist, welches nun seiner Erfüllung harrt. Dieses neue Zahlungsversprechen der SNB bezeichnet man üblicherweise mit dem Begriff „Geldschöpfung“.

      Geldschöpfung ist aber keine „Schuldaufnahme“ im Sinne einer Aufnahme von Geld (Kreditaufnahme), sondern ein Neuentstehen von Geld, aus dem die SNB zur Zahlung (auf Anforderung) verpflichtet ist. Üblicherweise werden diese Guthaben lediglich zwischen den Geschäftsbanken im Zuge des täglichen „settlement“ hin- und hergeschoben. Und manchmal werden Guthaben auch gebraucht um Bargeld anzufordern, dann erhöht sich der Banknotenumlauf und die Guthaben reduzieren sich…

    • @Menéndez
      Ich hoffe doch, dass sie auch sehen, dass wenn die SNB, von sich aus, die Giroguthaben insgesamt reduzieren will, dann muss sie Aktiven verkaufen.

      Die Frage, welche für mich immer noch ungeklärt ist, ist ob eine Geschäftsbank die SNB zum Verkauf von Aktiven zwingen kann oder nicht.
      Zur beantwortung dieser Frage fehlen uns schlicht, wie von mir hier auf Inside Paradapleatz schon mehrmals erwähnt, die einzelnen Vertragsbestimmungen zwischen GB und SNB.

    • @Jonas Hügli

      Das sehe ich nicht ganz so.

      Erstens kann die SNB die Ausstehende Geldmenge gar nicht mehr vollumfänglich zurückkaufen – auch wenn sie wollte, wenn ihre Aktiven zu tief sind.

      Zweitens:
      Die SNB ist eine Schuld eingegangen auf Sicht. D..h. sie muss auf Sicht liefern.

      Schönen Abend

      Marc Meyer

    • @Meyer

      Ich versteh ihre Argumentation und grundsätzlich gehe ich mit ihnen Einig, dass die Forderungen an die SNB hauptsächlich auf Sicht sind.
      Hierzu haben wir ja schon bereits einmal den Geschäftsbericht der CS auf Seite 124 diskutiert.
      https://www.credit-suisse.com/media/assets/corporate/docs/about-us/investor-relations/financial-disclosures/financial-reports/csg-ar-2016-de.pdf

      Meine Argumentation läuft dahin, dass wir nicht wissen ob es zusätzliche Vertragsbedingungen zwischen SNB und GB gibt, die wir nicht kennen und die eventuell das Recht auf Sichtguthaben der GB einschränken könnten.

      Dies ist jedoch hier in dieser Diskussion nebensächlich.
      Wie dem auch sei, ohne besseres Wissen müssen wir davon ausgehen, dass die Forderungen der GB auf Sicht sind. Und es ist ja auch klar, dass die SNB diese nicht mit CHF bezahlen kann.

    • @Jonas Hügli

      Lieber Herr Hügli

      Guten Abend.

      Unter uns gesagt: Es ist doch unglaublich, welche anonymen Vollidioten sich hier auf diesem Forum tummeln. Einfach unglaublich! Die meinen, wie gescheit sie sind, dabei sind sie dumm und blöd und feige dazu.

      Welch Blamage für die Notenbanken, dass sie solche Trottel hier als Sparring Partner uns geben. Und immer wenn diese sich eine blutige Nase geholt haben, wechseln diese schnell das Pseudonym.

      Einfach unter allem, was die Zentralbanken hier abliefern.

      Sorry, das musste einfach mal raus.

      Schönen Abend

      Marc Meyer

  99. Liebe Leserinnen und Leser,

    Noch ist Insideparadeplatz ein offenes Forum für alle, die ihre Meinung sagen wollen. Doch diese Freiheit wird durch das unwürdige Verhalten von einer handvoll Kommentatoren gefährdet. Das Diskursniveau ist oftmals unterirdisch und geprägt von gegenseitigen Beileidigungen, Unterstellungen und Diffamierungen. Was sich bei Beiträgen von Herr Dr. Marc Meyer im Forum abspielt, ist teilweise beschämend und würdigt seine Arbeit und der von anderen Autoren und Herr Lukas Hässig herab. Das sollten alle wissbegierige Kommentatoren nicht länger dulden. Wenn man von einer Moderation absieht, könnte man das Forum umstellen und nur noch angemeldeten Kommentatoren zulassen.

    • @Arbeitgeber AHV Rentner

      Vielen Dank für Ihren konstruktiven Beitrag.

      Ja es ist unglaublich, was sich hier abspielt.

      Unabhängig von Ihrem Beitrag sind Herr Hässig und ich heute über Mittag übereingekommen, dass ich in meinem nächsten Beitrag die Kommentare nicht mehr beantworten werde.

      Wir wollen schauen, wie sich die Diskussion so entwickelt.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Eine schlechte Nachricht. Herr Meyer droht implizit mit weiteren Ergüssen.

      Eine gute Nachricht. Wunderbarer Entscheid. Und sehr selbstlos von Herrn Hässig. Wenn Her Meyer nicht mehr seine eigenen Beitrgäge kommentiert und seine Widersacher nicht mehr beleidigt, dann wird es hier sehr langweilig, d.h. weniger Besucher und Herrn Hässigs Werbeeinnahmen werden zurückgehen.

      Sie grüssend

    • Meyer-Kommentare

      Lieber Herr Arbeitgeber (AHV) und Rentner (KMU),

      Auf dieser Kommentarliste habe ich mir angewöhnt, soweit irgend möglich auf persönliche Angriffe zu verzichten, auch wenn es mir manchmal in den Fingern juckt. Auf persönliche Angriffe gegen mich reagiere ich grundsätzlich nicht. Damit bin ich bisher ganz gut gefahren. Ich vermute, dies war auch die Empfehlung von Herrn Hässig an Herrn Meyer, um damit die Anzahl der unsachlichen Kommentare drastisch zu reduzieren. Herr Meyer möge mich berichtigen, falls meine Annahme nicht zutrifft.

      Unsachliche Kommentare auszufiltern ist eine Aufgabe, die kein Moderator leisten kann. Es bleibt also nur, diese Art von Kommentare zu ignorieren, will man nicht die Kommentarseite zu einer Trollwiese verkommen lassen, auf der man selbst auch nur noch als weiterer Troll wahrgenommen wird.

      LG
      Rudolf Müller

    • @Arbeitgeber (fake)

      Von Vertretern / Befürwortern von SNB u. SNB Chef Jordan wurde ich hier schon beschimpft mit Ausdrücken von „Hassprediger“ bis “ Anstalt entlaufen“, „paranoid“ usw.

      Und Sie haben den Nerv, mir vorzuwerfen, ich würde „meine Widerdacher zu beschimpfen“?

      Sie stehen nicht einmal zu Ihrem Pseudonym.

      Was tue ich hier?

      Ich argumentiere lediglich, dass die SNB ihre Schulden nicht abbauen kann durch Geld drucken, wie SNB Cef Jordan behauptet.

      Ale Beleidigungen fallen lerztlich auf fie SNB zurück, welche nur eine anonyme Diskussion zulässt.

    • Herr Meyer

      Ja, Sie beleidigen Ihre Widersacher (bitte beachten Sie das „d“ , danke). Mir käme so etwas natürlich nicht in den Sinn, jedenfalls nicht bei seriösen Diskutanten, die nicht immer nur ihren eigenen Blödsinn rezyklieren.

      Wollen Sie seriös werden?

      Sie grüssend

  100. Sehr geehrter Herr Dr. Marc Meyer,

    könnten Sie bitte dem hier mehrfach geäußerten Anliegen nachkommen und Ihre Aussage:
    ~~~~~~~~~~~~~~~~
    SNB-Chef Jordan behauptet, die SNB könne sämtliche ihre Verbindlichkeiten jederzeit tilgen durch drucken von Banknoten.
    ~~~~~~~~~~~~~~~~
    mit einer belastbaren Quellenangabe belegen?

    LG
    Rudolf Müller

    • @Herr Müller

      Einfache Vorhersage: das wird Herr Meyer nicht tun. Diese Frage wurde ihm schon dutzende Male gestellt, zuletzt von Herrn Günter etwas weiter unten. Dort finden Sie auch Meyers übliche Ausweichmannöver.

      Wenn Sie hier weiter auf Ratio pochen, sind Sie auch bald ein „Troll“ (nach Meinung Meyers).

      Sie grüssend

    • @Rudolf Müller

      Guten Morgen

      Es scheint, dass Sie meinen Beitrag gar nicht gelesen haben.

      Ich habe das Zitat Jordans wörtlich zitiert. Da ich am Handy bin kann ich es nicht abschreiben.

      Und bitte Herr Müller: Nun bitte nicht das Thema wechseln. Haben Sie das Zitat gefunden und was halten Sie davon?

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Leserinnen und Leser

      Bitte nicht auf das Verwirrspiel der SNB hereinfallen. Nicht verwechseln:

      Arbeitgeber (AHV)….

      Arbeigeber ( KMU)…

      Es ist ein Armutszeugnis sondergleichen, dass unsere Nationalbank auf solche Machenschaften angewiesen ist, um die Irrlehre von SNB Chef Jordan über Wasser zu halten.

      Marc Meyer

    • Sehr geehrter Herr Dr. Marc Meyer,

      ich wiederhole nochmals gerne mein Anliegen damit Sie nicht suchen müssen:
      ***************
      könnten Sie bitte dem hier mehrfach geäußerten Anliegen nachkommen und Ihre Aussage:
      ~~~~~~~~~~~~~~~~
      SNB-Chef Jordan behauptet, die SNB könne sämtliche ihre Verbindlichkeiten jederzeit tilgen durch drucken von Banknoten.
      ~~~~~~~~~~~~~~~~
      mit einer belastbaren Quellenangabe belegen?
      *******************
      Unter belastbarer Quellenangabe verstehe ich nicht Ihre persönliche Interpretation von Jordans Aussagen sondern konkret z. B.:
      “ Herr Jordan hat in seinem Vortrag am Tage xx die Aussage getroffen „wörtliche Wiedergabe seine Aussage, ohne jegliche Korrekturen“, nachzulesen im Wochenblatt vom Tage xx, Seite yy.“

      LG
      Rudolf Müller

    • @Rudolf Müller

      Sehr geehrter Herr Müller

      Jetzt habe ich es Ihnen doch deutlich gesagt, wo der Abschnitt steht:

      Oben in meinem Text habe ich das Zitat von Jordan an seinem jüngsten Vortrag zitiert.

      Die Anfangs- und Schlussworte des Abschnitts sind:

      „Dies bedeutet…….nachkommen.“

      Sie werden den Abschnitt doch wohl finden.

      Wie gesagt bin ich mit Handy unterwegs und kann nicht abschreiben.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Das ist nicht so schwer zu finden:

      „Zweitens hat die SNB zudem von Gesetzes wegen das Recht, ausstehende Forderungen mit der Schöpfung von Franken sozusagen „aus dem Nichts“ zu begleichen. Man spricht in diesem Zusammenhang auch davon, dass eine Zentralbank „Geld drucken“ kann. Dank dieser autonomen Geldschöpfungsmöglichkeit, dem Notenmonopol, gerät die SNB nie in Liquiditätsengpässe. Muss die SNB z.B. einer Geschäftsbank einen auslaufenden SNB-Bill, d.h. eine eigene Schuldverschreibung, zurückzahlen, erfolgt dies einfach mit einer Gutschrift auf dem Girokonto der entsprechenden Bank. Die SNB kann auch umgekehrt – um die Liquidität im System zu vermindern – Wertpapiere wie SNB-Bills jederzeit neu ausgeben.“

      aus: „Braucht die Schweizerische Nationalbank Eigenkapital?“ vom 28. September 2011 S. 6
      https://www.snb.ch/de/mmr/speeches/id/ref_20110928_tjn/source/ref_20110928_tjn.de.pdf

      Das ist insoweit völlig richtig, als das Währungsgesetz der SNB erlaubt CHF-Papiergeld zu erzeugen und dieses als geschuldeter Gegenstand gegen die Tilgung einer Forderung gegen die SNB auszuliefern. Das ist wie beim Geldabheben am Geldautomat: Bargeld weg, Schulden weg! für die Bank, Bargeld plus, Kontoguthaben minus beim Bankkunden. Soweit ist alles im grünen Bereich.

      Jordan leistet sich allerdings das leicht übersehbare Mißverständnis, daß es sich bei der Einstellung von CHF-Bargeld in die Ausgangskasse um eine „autonome Geldschöpfung“ handelt, denn solange das Bargeld dort verbleibt ist der volkswirtschaftliche Effekt nicht existent. Das liegt daran, daß die SNB ihren Kassenbestand ZWISCHEN DEN BILANZIERUNGSPUNKTEN beliebig ausdehnen oder reduzieren kann, weil es sich dabei um eine erfolgsneutrale sowie bilanzneutrale Buchungsposition handelt. Es wird hier zwar autonom Bargeld eingebucht, ohne daß dabei eine geschäftliche Transaktion zugrunde liegt. Der Sinn dieser Übung liegt darin, daß dieses Bargeld dazu verwendet werden kann ausstehende Forderungen gegen die SNB zu tilgen und so die SNB ihre Sichtverbindlichkeiten, die essentiell Verbindlichkeiten auf Herausgabe von Bargeld darstellen, entsprechend reduziert – also tilgt.

      Im Gesamtzusammenhang führt also eine Bargeldanforderung einer Bank zunächst zu einer Bilanzverlängerung (eigentlich ist es nur die unterjährige Bilanzbuchhaltung, denn ein etwaiger Bestand wird vor der Bilanzerstellung spurlos wieder ausgebucht) bei der SNB durch die Buchung Kasse an Banknotenumlauf, sowie zu einer exakt entgegengerichteten Bilanzverkürzung durch die Buchung Bankverbindlichkeiten an Kasse, so daß sich durch eine Auszahlungsoperation die Bilanzlänge der SNB nicht verändert – womit es auch zu keiner „autonomen Geldschöpfung“ kommt, weil die Notenbankgeldmenge dadurch überhaupt nicht verändert wird. Wenn man die Tatsache ignoriert, daß auch die SNB nur dann mit Bargeld zahlen kann, wenn Bargeld in der Kasse ist, kann man diesen einfachen Vorgang auch auf höchst mißverständliche Weise als „Passivtausch“ darstellen – erkenntnisfördernd ist was anderes.

      Was Jordan da tatsächlich durcheinanderbringt ist der Umstand, daß Geldschöpfung grundsätzlich dann erfolgt, wenn die SNB – aus welchem Rechtsgrund auch immer – eine Gutschrift erteilt, die sich auf ein ANDERES Wirtschaftssubjekt bezieht. DAS ist Geldschöpfung und nicht die „Eigengutschrift“ Kasse an Notenumlauf, die als interne Buchungsoperation deswegen nicht dazu gehört, weil der Bezug zu einem Wirtschaftssubjekt außerhalb der SNB fehlt.

      Diese Ungenauigkeit ist jedoch – fast – folgenlos, während die Theorie, der Banknotenumlauf sei eine Verbindlichkeit der SNB ja manche Kommentatoren dazu verführt zu behaupten, daß die SNB für Bargeldbesitzer (und auch Guthabenbesitzer) zu einem gigantischen Kaufmannsladen mutiert, bei der man sich aus dem „Angebot“ auf der Aktivseite etwas aussuchen könne. Es soll Leute geben, die auf die „Migrostheorie der SNB“ abfahren wie Schmidt´s Katze auf Lasagne…

    • Addendum

      Lesen Sie auch Vortrag Jordan

      Benötigt SNB EK? S.6

      Dasselbe in Synonymen ausgedrückt.

      MfG

    • Verstehen Sie doch Herr Müller, da glaubt einer gehört zu haben dass…. interpretiert daraus dass…. und weiss daher als einziger natürlich ganz genau dass…. und hat das egozentrierte in seiner Eitelkeit verletzte unstillbare Verlangen der ganzen dummen Welt endlich begreiflich zu machen dass….
      Ist denn das so schwierig zu verstehen?

    • Grüezi@Herr Dr. Renée Ménendez,

      Dass die SNB der ordentlichen Buchführung nach OR unterstellt ist, mit der Tatsache, dass Sichtguthaben bei ihr juristisch bezahlte Schulden darstellen (nach WZG), trägt leider nicht gerade dem Verständnis bei.

      Nebenbei können Sie bestätigen, dass Banken bilanzieren die Guthaben bei der SNB als – Clearingguthaben – und nicht als –
      Forderung aka Banken -? Dieser Punkt ist trotz FINMA mir nicht glasklar.

      Besten Dank und Sie grüssend

      P.S.
      Arbeitgeber (AHV) und KMU Rentner
      27. Februar 2018 / 06:46

      Fake.

    • @Rudolf Müller

      Sehr geehrter Herr Müller

      Nun komme kurz dazu, Ihnen die Zitate von SNB-Chef Jordan mit dessen Irrlehre zu kopieren:

      Erstens:

      Vortrag von Thomas Jordan vor der Volkswirtschaftlicher Gesellschaft Zürich
      «Wie Geld durch die Zentralbank und das Bankensystem geschaffen wird» S.7

      «Auf die Zentralbanken trifft das Bild des «Geld aus dem Nichts» besser zu. Seit dem Zusammenbruch des Goldstandards kann Zentralbankgeld bei der Zentralbank nicht mehr in Gold eingetauscht werden. Dies bedeutet, dass die Zentralbanken tatsächlich in der Lage sind, einfach «Geld zu drucken», wie es im volkstümlichen Sprachgebrauch heisst. Sie können ihren Verpflichtungen in eigener Währung damit immer und überall nachkommen.»

      Zweitens:

      Vortrag Thomas Jordan vor der Statistisch Volkswirtschaftlichen Gesellschaft Basel, S.6

      «Zweitens hat die SNB zudem von Gesetzes wegen das Recht, ausstehende Forderungen mit der Schöpfung von Franken sozusagen „aus dem Nichts“ zu begleichen. Man spricht in diesem Zusammenhang auch davon, dass eine Zentralbank „Geld drucken“ kann. Dank dieser autonomen Geldschöpfungsmöglichkeit, dem Notenmonopol, gerät die SNB nie in Liquiditätsengpässe.»

      Diese beiden Zitate in zwei verschiedenen Vorträgen belegen den fundamentalen Irrtum von SNB-Chef Jordan.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Deutsch und Deutlich

      Mangels fachlicher Argumente kann die SNB hier nur noch den Pausenclown spielen.

      Welch armselige Vorstellung unserer Schweizerischen Nationalbank.

      Kein Stolz nichts – einfach nur noch Lachnummer.

      Marc Meyer

    • @Reneé Menendez

      Danke

      Nein das ist nicht wie beim Geld abheben am Bancomat: „Geld weg Schulden weg“

      Beim Geld abheben am Bancomat verkürzt sich die Bilanz der Geschäftsbank.

      Gibt die SNB eine Banknote aus, so verlängert sich die Bilanz der SNB.

      D.h. eine Geschäftsbank kann ihre Schulden mit Banknoten tilgen – die SNB nicht.

      Aber das übersteigt die Anforderung an die Intelligenz unserer Nationalbank.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Arbeitgeber AHV Rentner

      guten Tag

      Es ist m.E: entscheidend, festzuhalten, dass die SNB nicht Giroguthaben oder Sichtguthaben besitzt, sondern Sichtverbindlichkeiten.

      Sichtverbindlichkeiten sind kein gesetzliches Zahlungsmittel.

      Da verwechselt SNB-Chef Jordan Guthaben und Verbindlichkeiten.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Deutsch und Deutlich,

      Könnte es sein, dass Sie unter Verfolgungswahn leiden?

    • @Renée Menéndez
      Sorry, aber welchen argumentativen Wirrungen unterliegen Sie denn?
      Erstens kann eine Zentralbank nur Geld „drucken“ IM AUSTAUSCH, gegen ein anderes Investitionsgut. Und keinesfalls als Ersatz!
      Zweitens hat die SNB KEINEN KASSABESTAND; der ist in der Bilanz nirgends zu finden und Ihr Buchungssatz „bei der SNB durch die Buchung Kasse an Banknotenumlauf“ ist in etwa genau so sinnvoll, wie wenn ich eine Zehnernote zum Portemonnaie rausnehme und im selben Portemonnaie wieder ins Münzfach stecke.
      Drittens führt eine Bargeldanforderung noch lange zu keiner Bilanzverlängerung, sondern schlicht zu einem Passivtausch (Giroguthaben an Notenumlauf)!
      Viertens (und lange nicht abschliessend) ist es natürlich so, dass ich als Privatperson KEINE Assets von der SNB „abkaufen“, dies aber über meine GB sehr wohl wahlweise (welche Instrumente auch immer) machen kann. Diese wiederum wird eine solche Transaktion schlussendlich via Girokonto (eben bei der so allmächtigen SNB) und ebenfalls wahlweise abwickeln, und damit die SNB-Bilanz möglicherweise – ohne dass die SNB etwas dazu tun könnte – wieder verkürzen!

    • @Arbeitgeber AHV Rentner

      Ja der besagte Mann hat allein in den Kommentaren zu diesem Text sein Pseudonym 5 mal oder noch mehr gewechselt.

      Er will, dass auf keinen Fall auffliegt, wer er ist. Er ist m E. öffentlich bekannt.

      Sein Verhalten ähnelt tatsächlich einer Art Verfolgungswahn.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @ Marc Meyer

      „Gibt die SNB eine Banknote aus, so verlängert sich die Bilanz der SNB.
      D.h. eine Geschäftsbank kann ihre Schulden mit Banknoten tilgen – die SNB nicht.“

      Sie bringen da etwas durcheinander: die Auslieferung einer Banknote erfolgt gegen die Belastung eines Giroguthabens und entspricht genau dem Vorgang am Bancomat. Auch bei der SNB bekommen sie ohne Kompensation keinen einzigen Geldschein. Und eigentlich wissen Sie das auch.

      Dem vorausgegangen ist aber die Aktivierung von Bargeld gemäß Art. 4 NBG, welches die SNB berechtigt Bargeld in Umlauf zu setzen. Diese Aktivierung würde zu einer Bilanzverlängerung führen, wenn dieses Konto der Bilanzbuchhaltung am Jahresende einen positiven Saldo aufweisen würde. Wenn jedoch die Aktivierung des Bargeldes aufgrund einer Anforderung einer Bank erfolgt, saldiert sich diese Position postwendend bei Auslieferung wieder zu Null, so daß im Effekt bei Berücksichtigung beider relevanter Vorgänge das Bilanzvolumen der SNB bei einer Bargeldanforderung mit anschließender Bargeldlieferung sich überhaupt nicht ändert. Deswegen kann man bei denkfaulen Leuten die Schlußfolgerung lesen, daß es sich bei der Bargeldausgabe um einen Passivtausch handelt – man kappt zwar alles weg, was irgendwo noch interessant wäre, kommt aber dabei immerhin zu der korrekten Folgerung, daß sich dadurch das Bilanzvolumen einer Zentralbank nicht ändert.

      Aber das alles wissen Sie ja schließlich spätestens seit dem 20. Oktober 2016, wo Sie Ihre „Visitenkarte“ mit einem luziden Kommentar hinterlassen haben…
      https://soffisticated.wordpress.com/2016/10/19/felix-qui-potuit-rerum-cognoscere-causas/#comment-2633
      Ich erzähle Ihnen also nichts, was Sie nicht schon längst wissen würden. Es geht ja auch nicht darum, daß Sie nicht genau wissen würden, daß Sie Fehldarstellungen der Vorgänge bei der SNB publizieren – das ist ohnehin evident. Bleibt eigentlich nur die Frage, warum Sie der Auffassung sind, mit derartigen Verlautbarungen irgendwen von Bedeutung überzeugen zu können…

    • @Renee Menendez

      Nochmals:

      Eine Geschäftsbank kann mit einer Banknote eine Schuld tilgen. Die SNB nicht.

      Ihre persönlichen Beleidigungen gegen mich unterlassen Sie bitte.

      Marc Meyer

    • @ Marc Meyer

      Auch wenn Sie es weder hören bzw. lesen wollen und gebetsmühlenartig das Gegenteil behaupten:

      Die SNB kann selbstverständlich mit Banknoten ihre Sichtverbindlichkeiten bedienen, so daß die SNB nach einer Bargeldauslieferung weniger Sichtverbindlichkeiten hat als vorher.

      Der Unterschied zwischen Ihrer und meiner Darstellung ist der, daß Sie offensichtlich meinen, daß eine Banknote bei ihrer Auslieferung von der Passivseite der SNB, wo sie einen „Fußabdruck“ in Form des Banknotenumlaufs hinterläßt (und die Bilanz verlängert) eine Metamorphose durchläuft und als ein Aktivum bei der Geschäftsbank ankommt. Die Banknote zieht sich gewissermaßen im Geldtransporter um, legt ihre verstaubte und schäbige Kleidung als Passivum der SNB ab und kommt nach kurzer Zeit als Aktivum prächtig herausgeputzt wieder zum Vorschein, so daß sie dann als gesetzliches Zahlungsmittel bei Ankunft bei der Geschäftsbank mit rotem Teppich und Blasorchester begrüßt wird.

      Meine Darstellung orientiert sich ganz schnöde an Art. 4 NBG, welches der SNB das Recht verleiht Banknoten auszugeben. Nun, was man ausgeben möchte muß man erst mal haben und außerdem muß man darüber verfügen können. Verfügungen kann man aber nur über Aktiva machen, die dann durch Einigung und Übergabe den Eigentümer wechseln. Und da die SNB nicht als Verein bekannt ist, der freizügig Wohltaten verteilt, wird jede einzelne ausgelieferte aktive Banknote dem Girokonto der empfangenden Bank belastet – wie es sich gehört.

      Sie werden auch durch noch so viele Wiederholungen es nicht schaffen die Grundsätze des Geschäftsverkehrs zu ändern. Wenn Sie irgendwo noch eine kleine Verbindlichkeit haben, versuchen Sie doch mal darüber zu verfügen und warten ab, was der betroffene Gläubiger dazu sagt – aber Vorsicht, diese Erfahrung könnte lehrreich sein. Wo Sie übrigens einen persönlichen Angriff geortet haben erschließt sich mir nicht. Falls Sie meinen, daß das „denkfaul“ auf Sie gemünzt war, muß ich Sie enttäuschen, diese „Ehre“ war Ihnen nicht zugedacht. Aber Sie kennen ja auch das Sprichwort: Wem die Jacke paßt, der zieht Sie sich auch an… :-)))

  101. Kleine Korrektur:

    Andere Meinung als Meyer = Ein Troll der SNB
    Selbe Meinung wie Meyer = eine real existierende Person

    Sorry

    !!!

    • @Anonymer SNB Vertreter

      Da kommt ein anonymer SNB Lümmel daher und will zwei Männern, die mit eigenem Namen zu dem stehen, was sie sagen, weismachen, sie seien Trolle.

      Da lachen ja die Hüner die SNB und deren Chef Jordan aus, auf den das gabze Kommunikationsdebakel der SNB letztlich zurückfällt.

      Marc Meyer

    • @Jonas Hügli

      Danke

      Das sehe ich auch so.

      Walter Roth ist ein ehrlich debattierender Kommentator mit einer klaren Meinung.

      Walt Rother ist ein verschlagener und hinterlistiger SNB Troll, der m.E. identisch ist mit Urs Abderhalden, Nick Norman, The real MM ( Dr.), pessimistisch.

      Er stamnt m.E. aus dem direkten Umfeld der SNB des SNB Bankrates / Bankrätin.

      Es ist m.E. höchst bedenklich, dass SNB Chef Jordan sich vor einer öffentlichen Diskussion drückt und hier verteten wird durch anonyme Trolle oder einen anonymen Troll.

      Die SNB überzeugt mit solch verdeckten Aktionen nicht.

      Das Verhalten der SNB ist höchst bedenklich.

      Die SNB Trolle kommen übrigens immer ganz am Schluss in die Diskussion, wenn die breite Masse der Leserschaft bereits weg ist.

      Interessant ist, dass ihre thumbs up um 90 Prozent eingebrochen sind. M.E. ein klares Indiz dafür, dass offenbar die Technik verbessert worden ist, um Missbräuche einzuschrönken.

      Andere Möglichkeit: Die SNB Angestellten habe thumbs up gegeben, um Jordan zu srützen und das wirde nun vom SNB Bankrat unterbunden

      Schwer zu sagen.. Aber irgendetwas ist passiert.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  102. @Urs Abderhalden, Nick Norman, The real (MM!)

    Wo sind Sie? Hat es Ihnen die Sprache verschlagen?

    Ach ja – Sie heissen jetzt ja „Walt Roth“, „pessimistisch“.

    Dummheit ist eben einfach durchschaubar.

    mfG

  103. Originalzitate – Fakten – Meyer?
    @Roman Günter
    Sie schreiben an unseren lieben und tapferen Herrn Meyer (Dr.!):
    Vielleicht können Sie aber auch einmal ein Originalzitat aus dem Umkreis der Nationalbank in die Runde stellen, damit es nicht nur eine Behauptung bleibt.

    Hahaha, der war gut!! Sie glauben doch nicht ernsthaft, unser lieber Herr Meyer (Dr.!) liesse sich durch Fakten aus der Ruhe bringen?!? Oder zur Vernunft???

    Na, sehen Sie selbst ….

    Sie grüssend

    Walt Rother

  104. Herr Meyer

    Immer wieder stellen Sie Ihre Behauptung in den Blog.
    „Und zudem: Der Hauptpunkt dieses Artikel ist, SNB-Chef Jordan zu widerlegen, die SNB könne ihre Schulden mit noch mehr Schulden abbauen. “
    Jederzeit seinen Verpflichtungen nachkommen können, ist etwas anderes, als Sie glauben verstanden zu haben. Soweit ich beurteilen kann, sind Sie der einzige, der solches behauptet. Vielleicht können Sie aber auch einmal ein Originalzitat aus dem Umkreis der Nationalbank in die Runde stellen, damit es nicht nur eine Behauptung bleibt.

    • @Roman Günter

      Danke

      SNB-Chef Jordan behauptet, die SNB könne sämtliche ihre Verbindlichkeiten jederzeit tilgen durch drucken von Banknoten.

      Verbindlichkeiten tilgen heisst: „Schulden abbauen“.

      Geld drucken heisst. „Schulden vergrössern“

      Das ist der Widerspruch des Herrn Jordan. Er meint, die SNB könne die Schulden abbauen (tilgen) durch Geld drucken (Schulden vergrössern).

      mfG

  105. Beitritt der Schwriz zur EU

    Marc Meyer (Dr.!) ist der wahre Kenner der Gefahr: Beitritt der Schwriz zur EU?! Wohl kaum!! Dank Marc Meyers (Dr.!) unablässiger IP-Ergüsse wird die Schwriz niemals, mit Betonung auf N I E der EU beitreten. Danke, danke, vielen Dank dafür an unseren tapferen Marc Meyer (Dr.!).

    @Leserinnen und Leser
    Bitte, bitte ignorieren Sie den «unglaublichen» Unsinn, den «die Chefs von SNB und UBS» (Zitat Marc Meyer (Dr.!)) hier behaupten. Herzlichen Dank!

    Sie grüssend

    Walt Rother

    • @“Walt Rother“

      Nochmals: Die SNB kann negatives Eigenkapital nicht aufstocken durch drucken von Banknoten, wie SNB-Chef Jordan behauptet. Da können Sie hier soviel herumtrollen wie Sie wollen. Das macht den Irrtum von Herrn Jordan nicht richtig.

      Nein. Bei negativem Eigenkapital der SNB müssen die Steuerzahler die Zeche für die SNB-Spekulationen bezahlen.. Können sie das nicht mehr, weil der Schaden zu gross ist, droht die Einführung des Euro und letztlich sogar der Beitritt der Schweiz zur EU.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  106. @Leserinnen und Leser

    Mit allen Mitteln versuchen die SNB Phantome, die Diskussion hier zu torpedieren und von den Irrtümern der SNB abzulenken.

    Sie können einige Müsterchen gleich weiter unten sehen.

    Trotzdem – es bleibt dabei: wenn die SNB negatives Eigenkapital ausweist, so kann die SNB dieses negative Eigenkapital nicht wieder aufstocken, indem sie Geld druckt, wie SNB Jordan aber auch der UBS Chef Axel Weber behaupten.

    Es ist einfach unglaublich, welchen Unsinn die Chefs von SNB und UBS behaupten.

    Die Steuerzahler werden für die SNB bluten oder es droht gar der Beitritt der Schwriz zur EU.

    Marc Meyer

  107. Aufklärung tut (weiterhin) Not – leider

    Angesichts der anhaltenden destruktiven «Beiträge» verwirrter SNB-Trolle ist es wieder einmal an der Zeit, auf das Wesentliche zu fokussieren. Herr Marc Meyer (Dr.!) hat das in verdankenswerter Weise getan, weshalb ich mir gestatte, sein Kauderwelsch noch einmal zusammenzufassen und ganz oben zu posten:


    Nachtrag VI

    Die Aufhebung des Goldsrandards: Was dies bedeutet und was nicht

    SNB Chef Jordans Kernbotschaft an seinem Vortrag vor der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft Zürich war ja, dass seit dem „Zusammenbruch des Goldstandars“ die Zentralbanken nicht mehr verpflichtet seien, Gold gegen Zentralbankgeld einzutauschen.

    Als Folge davon könne die SNB unbeschränkt Geld drucken und damit jede Verbindlichkeit in eigener Währung jederzeit tilgen.

    Wie bitte?

    Und mit dieser Argumentation rechtfertigt der SNB Chef fast 800 Milliarden Volksschulden?

    Betrachten wir seine Argumentation etwas genauer:

    Was bedeutete der Goldstandard?

    Er bedeutete, dass die Zentralbanken Geld nur gegen Gold emittierten. D.h. jede emittierte Banknote war mit Gold gegengebucht bzw. „gedeckt“.

    Giesst man die gesamte Goldmenge, die je gefördert wurde in einen Würfel, so ist dessen Kantenlänge, so glaube ich, ca. 18 Meter.

    Die förderbare Goldmenge ist also stark begrenzt.

    Demgegenüber haben wir ein viel stärkeres Wachstum der Welwirtschaft insgesamt.

    Es leuchtet nun ein, dass es nicht genügend Gold gibt, um mit dem Wachstum der Welwirtschaft mitzuhalten. Also mussten neue Vermögenswerte beigezogen werden, um die weltweit erforderliche Zentralbankgeldmenge gegenzubuchen.

    Es boten sich Devisen und qualitativ hochwertige Wertschriften an.

    Es versteht sich nun wiederum von selbst, dass nicht sämtliche Banknoten gegen Gold eingetauscht werden konnten, weil die Banknoten ja nur noch teilweise mit Gold gedeckt waren.

    Also hob man die Pflicht der Zentralbanken auf, dass diese Gold gegen eine Banknote liefern müsse.

    Daraus kann nun aber nie und nimmer abgeleitet werden, eine Zentralbank könne ihr Fremdkapital mit selbst gedruckten Banknoten tilgen.

    Weshalb sollte das die Folge sein. Das Eine hat mit dem andern nichts zu tun.

    Vergleich:
    Wer eine Nestle Aktie besitzt, hat nicht das Recht, soundsoviel Schockolade bei Nestle zu beziehen.

    Oder wer eine Nestle Obligation besitzt, der kann das auch nicht.

    Daraus kann man nun nicht ableiten, Nestle müsse ihre Schulden nicht begleichen.

    Die von Nestle emittierten Wertschriften hängen vom Vermögen von Nestle ab.

    Fällt das Vermögen von Nestle unter Wert der ausstehenden Obligationen, so wird deren Preis fallen. Nestle kann dann nicht kommen und sagen, sie emittieren noch mehr Obligationen und damit seien die Schulden von Nestle getilgt.

    Genauso bei der SNB: Fällt des Vermögen der SNB unter Wert der ausstehenden Notenbankgeldmenge ( SNB-Obligationen), so fällt der Wert des Notenbankgeldes. Die Folge sind Inflation für die Banknoten und Wertberichtigungen für die Giroguthaben der Banken bei der SNB.

    Die Behauptung von SNB Chef Jordan, wonach die Aufhebung des Gokdstandards zur Folge habe, dass die SNB bei negativem Eigenkapital der SNB einfach Banknoten drucken und damit sämtliche Verbindlichkeiiten tilgen könne, entbehrt jeder Grundlage.

    Nachtrag V

    Die Schuld einer Geschäftsbank und die Schuld einer Notenbank

    Es wird von Seiten der SNB behauptet, wenn ein Privatkunde ein Guthaben bei einer Geschäftsbank unterhalte und darauf ein Guthaben von CHF 1000 besitze, so habe er nur Anrecht darauf, CHF 1000 in Banknoten von der Geschäftsbank zu erhalten.

    Damit soll die Behauptung von SNB Chef Jordan untermauert werden, eine Geschäftsbank habe nur Anrecht auf Banknoten von der SNB.

    Auch diese Argumentation ist falsch.

    Warum?

    Eine Schuld kann nur durch Aushändigung oder Überweisung von Vermögen beglichen werden.

    Wenn eine Geschäftsbank einem Kunden CHF 1000 in Banknoten aushändigt, so ist ihre Schuld gegenüber dem Kunden tatsächlich getilgt.

    Aber aufgepasst: Die Banknoten stellen Vermögen der Geschäftsbank dar. Es handelt sich um Schuldpapiere eines dritten Unternehmens, der SNB.

    Die UBS beispielsweise könnte ihre Schuld gegenüber dem Kunden nicht abbauen, indem sie mit UBS Schulden bezahlt.

    Dasselbe gilt für die SNB: Die SNB kann ihre Schulden nur abbauen, indem sie dem Gläubiger einen Vermögenswert überträgt. Das kann irgendetwas sein – nur nicht eine Schuld der SNB selber.

    Zusammengefasst:

    Eine Geschäftsbank kann eine Schuld mit Banknoten bezahlen, weil diese Vermögen der Geschäftsbank darstellen. Es sind Schuldpapiere eines dritten Schuldners – der SNB.

    Die SNB hingegen kann eigene Schulden nicht mit Banknoten begleichen, weil diese selber Schulden der SNB sind und nicht Schuldpapiere eines dritten Schuldners.

    Nachtrag IV

    Unterscheidung definitive Käufe – nicht definitive Käufe

    Von Seiten der SNB Befürworter wird immer wieder argumentiert, wenn die SNB von den Banken Euros gekauft habe, so sei das ein definitiver Kauf und die SNB könne nicht gezwungen werden, den Banken anschliessend irgendetwas zu verkaufen.

    Aus diesem Grund müsse die SNB ihre Schulden nie mehr zurückzahlen und könne soviel Schulden machen, wue sie wolle.

    Was ist von dieser Argumentation zu halten.

    Erstens
    Es gibt drei verschiedene Möglichkeiten, wie ein Kauf zustande kommt:

    A) Kauf durch Aktivtausch. Bilanz des Käfers bleibt unverändert lang.

    B) Kauf durch Kreditfinanzierung. Bilanz verlängert sich.

    C) Kauf durch Finanzierung mit neuem Eigenkapital. Bilanz verlängert sich.

    Zweitens
    Bei A) und C) ist das Geschäft abgeschlossen und es besteht keine weitere Forderung.

    Bei C) ist eine Forderung offen bis diese bezahlt ist. Erst dann ist das Geschäft abgescjlissen.

    Drittens

    Beispiele

    Gehen Sie auf Ihre Bank und zahlen dort Euro 1000 ein, so stehen Ihnen viele Möglichkeiten offen: Sie können das Geld wechseln in Franken und sich beim Kurs von 1.20 CHF 1200 auszahlen lassen.

    Für die Bank ist das ein Aktivtausch und es bestehen keine weiteren Forderungen gegenüber der Bank.

    Sis können mit dem Geld auch Gold oder Wertschriften kaufen und in Ihr Depot legen lassen usw. Es handelt sich in all diesen Fällen um ein Aktivtausch in der Bilanz der Bank. Die Bankbilanz bleibt unverändert lang.

    Ganz anders sieht der Fall aber aus, wenn Sie sich die Einzahlung von 1000 Euro auf Ihr Franken Guthaben gutschreiben lassen. In diesem Fall schreibt die Bank Ihnen auf Ihrem Konto gut und ist Ihnen schuldig.

    Die Bankbilanz verlängert sich.

    Sie haben nun Wahlfreiheit: Sie können am folgenden Tag das Gold kaufen, das Sie bei Einzahlung nicht gekauft haben. Oder Sie können Wertschriften kaufen am folgenden Tag oder auch ein Jahr später usw. Oder Dollars oder wieder Euros usw.

    Mit der Einzahlung auf Ihr Franken Konto haben Sie den Kauf einfach aufgeschoben. Die Bank hat also Ihnen gegenüber eine Schuld, bis die Bank Ihnen aus ihrem Vermögen etwas für die 1000 Euro verkauft hat.

    Genau dieselben Überlegingen gelten für die Guthaben der Banken bei der SNB. Die Banken haben Wahlfreiheit und dürfen mit Ihren Guthaben bei der SNB von dieser etwas kaufen, bis die Schuld der SNB gstilgt ist.

    Die Behauptung, die SNB müsse nichts liefern ist damit widerlegt.

    Nachtrag lll

    Giroguthaben der Banken wertberichtigen

    Angenommen, das Eigenkapital der SNB falle in den Negativbereich und die SNB deponiere ihre Bilanz nicht. In diesem Fall müssen die Banken ihre Guthaben bei der SNB wertberichtigen,

    Warum?

    Erstens
    Die Passiven zeigen, von wem das Kapital stammt, mit dem das Vermögen auf der Aktivseite finanziert wurde. Oder anders formuliert: Es zeigt, wem bei einer Liquidation des Unternehmens welcher Kapitalanteil zusteht.

    Es gibt nur Fremdkapital und Eigenkapital. Zuerst haben die Fremdkapitalgeber Anrecht auf den Liquidationserlös und erst dann die Eigenkapitalgeber.

    Es versteht sich von selbst, dass nicht mehr Kapital an die Kapitalgeber auf der Passivseite ausbezahlt werden kann, als Vermögen auf der Aktivseite vorhanden ist.

    Wenn das Vermögen 1 Billion beträgt, und die Girogutgaben betragen 1.2 Billionen, so sind diese zu wertberichtigen, weil klar ist, dass nur 1 Billion zurückbezahlt werden kann.

    Zweitens
    Notenbankgeld hat eine Kaufkraft. Bei Banknoten wird deren Wert in der Kaufkraft bemessen und zwar, wieviel Güter der Inhaber der Banknote kaufen kann. Eine fallende Kaufkraft bedeutet somit steigende Inflation.

    Notenbankgeld, d.h. von der SNB emittiertes Geld, besteht aus Banknoten und Giroguthaben der Banken. Rund 90 Prozent entfallen auf die Giroguthaben.

    Welchen Einfluss hat nun ein Wertrückgang von Notenbankgeld?

    Bei Banknoten ist klar: Kaukraftverlust d.h. Inflation.

    In der Bilanz der Zentralbank muss ein bestimmtes Vermögen auf der Aktivseite auf immer mehr Banknoten auf der Passivseite verteillt werden. Deren Wert fällt und damit auch deren Kaufkraft.

    Oder ein fallendes Vermögen muss auf immer dieselbe Menge Banknoten verteilt werden, was denselben Effekt hat.

    Wie macht sich ein Kaufkraftverlust bei den Giroguthaben bemerkbar?

    Analog: Die Kaufkraft der Giroguthaben fällt. Will eine Bank mit Giroguthaben von CHF 100’000 beispielsweise Nestleobligationen im Wert von 100’000 kaufen, so wird das nicht möglich sein.

    Die Kaufkraft der Giroguthaben ist gefallen.

    Drittens:
    Eine Obligation mit Laufzeit hat einen Wert in Prozent. Ein Giroguthaben in der Regel nicht.

    Geht eine Geschäftsbank jedoch konkurs, so fällt der Wert der Giroguthaben dennoch in Prozent, weil die Giroguthaben nicht mehr vollständig ausbezahlt werden können. Es muss eine Wertberichtigung vorgenommen werden.

    DasseLbe gilt für die Giroguthaben bei der SNB.

    Viertens:
    Es kann nicht sein, dass Gewinne der SNB ausgeschüttet werden können, Verluste aber nirgendwo anfallen.

    Es ist logisch, dass Verluste und negatives Eigenkapital der SNB die Schweiz real schädigen – wie auch immer.

    Fünftens
    Die Behauptung von SNB Chef Jordan, wonach die SNB in diesem Fall einfach Geld drucken könne ist und bleibt ein Märchen.

    Einfach unglaublich, so etwas zu behaupten.

    Addendum zu Nachtrag Ii Vollgeld- Initiative
    Text von Christoph Pfluger nebenan

    Der Titel lautet: Hochkarätige Runde zu Vollgeld zeigt – Yes we can

    Korrekt sollte der Titel lauten: Hochkarätige Runde zu Vollgeld zeigt – Yes YOU can

    Bezeichnend ist, dass diese hochkarätigen Leute ausnahmslos aus dem Ausland kommen.

    Natürlich: Ihnen wird dieses Experiment nicht weh tun. Im Gegenteil: Das wird ein interessanter Feldversuch.

    Und die Schweiz wird dann zum Gespött – sie werden lachen.

    Eine Annahme dieser Initiative würde die Schweizer Demokratie ins Chaos stürzen, denn die Initiative ist nicht umsetzbar.

    Die Initianten wissen heute noch nicht, wie Vollgeld verbucht werden soll.

    Würde das Buchgeld der Kunden auf den Banken auf die SNB übertragen, so wäre das eine Übertragung von Bankpassiven auf die SNB.

    Vollgeld wäre somit ein Passivum der SNB.

    Will die Initiative aber auch, dass Vollgeld schuldfrei an die Bevölkerung gelangt, so wäre Vollgeld ein Aktivum der SNB.

    Wir sehen: Die Vollgeld Initiative lässt sich nicht umsetzen. Die Initianten wissen heute noch nicht, ob Vollgeld nun ein Aktivum oder Passivum ist.

    Es wäre, als ob das Schweizervolk beschliessen würde, dass der Rhein aufwärts zu fliessen habe.

    Die Initiative dürfte eigentlich gar nicht vors Volk kommen. Sie widerspricht auch der Einheit der Materie.

    Die Initiative müsste durch eine Gegeninitiative sofort verhindert werden. Sie wäre so oder so nicht umsetzbar. Es gäbe ein heilloses Chaos.

    Marc Meyer

    Bleibt zu hoffen, dass das Parlament diese Initiative vorher noch zu Fall bringt. Die Gafahr, dass Stimmbürgerinnen und Stimmbürger wegen den masslosen Bankenboni die Faust im Sack machen und deswegen diese Vollgeld-Initiative unterstützen, ist gross.

    Einem Übel würde dann noch ein viel schlimmeres Übel folgen.

    Nachtrag Ii

    Vollgeld kann nicht verbucht werden

    Nebenan rührt Christooh Pfluger wieder die Werbetrommel für die Vollgeld-Initiative.

    Erstens
    Pfluger hat meine Frage immer noch nicht beantwortet:
    Wie wird Vollgeld verbucht? Als Aktivum (Vermögen) oder Passivum (Schuld)?

    Zweitens:
    Würde Geld schuldfrei in Umlauf kommen, so würde das bedeuten, dass man dafür nichts mehr leisten muss.
    Das wäre kommunistisch.

    Nachtrag I

    Einfachste Kinderlogik – dabei geht es um die staatspolitisch mittlerweile wichtigste Frage der Schweiz

    SNB Chef Jordan hat vor der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft Zürich behauptet, die SNB könne sämtliche ihrer Verbindlichkeiten immer und überall mit selbst gedrucktem Geld bezahlen.

    Diese Behauptung machen ja auch Jens Weidmann, Chef der Deutschen Bundesbank, Axel Weber, ehemaliger Chef der Deutschen Bundesbank und heutiger Präsident der UBS und alle übrigen Zentralbankchefs der Welt.

    Niemand im Saal bemerkte, welche Irrlehre SNB Chef Jordan einmal mehr vortrug. Die Volkswirtschaftliche Gesellschaft Zürich war wie von Blindheit geschlagen.

    De Irrtum Jordans kann man mit einfachster Kinderlogik richtigstellen:

    Angenommen, ein Kind habe ein Gefäss mit Wasser drin. Das Wasser ist drin, weil das Kind dieses hineingeschüttet hat.

    Nun möchte das Kind wieder Wasser herausnehmen. Dazu schüttet es noch mehr Wasser ins Gefäss.

    Was denken wir? Wir machen uns Sorgen um das Kind. Ist es geistig zurückgeblieben?

    Szenenwechsel: Schweizerische Nationalbank (SNB)

    Die SNB besitzt in ihrer Bilanz (Gefäss) viele hundert Milliarden Franken Giroguthaben der Banken.

    Diese sind dort hineingelangt, weil die SNB den Banken diese Milliardenbeträge gutgeschrieben hat.

    Die SNB möchte diese Giroguthaben jetzt reduzieren (Verbindlichkeiten tilgen). Um die Giroguthaben der Banken zu reduzieren, schreibt die SNB den Banken noch mehr Giroguthaben gut.

    Das behauptet SNB Chef Jordan.

    Jordans Behauptung ist somit identisch mit dem Kind, das Wasser aus dem Gefäss nehmen will und dazu Wasser ins Gefäss schüttet.

    Wir müssen uns also ernsthafte Sorgen machen um die SNB.

    Dabei geht es mittlerweile um die staatspolitisch wichtigste Frage: Kann die SNB sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen?

    SNB Jordan behauptet aufgrund seines Irrtums: Ja – kann sie.

    Nein – kann sie nicht!

    Konklusion?

    Die SNB besitzt in ihrer Bilanz gewaltige Risiken: Devisenrisiko, Schuldnerrisiko, Zinsrisiko, Aktienrisiko, Hebelwirkung.

    Bei negativem Eigenkapital der SNB müssen wir Steuerzahler bluten. Sind die Fehlbeträge zu gross, so droht der Beitritt der Schweiz zum Euro oder gar zur EU.

    Es wird höchste Zeit, bei der SNB das Steuer herumzureissen.

    Besten Dank für die Kenntnisnahme.

    Sie grüssend

    Walt Rother

    • Sachliche Argumente bitte!

      Herr Marc Meyer (Dr.!) bittet um sachliche Argumente.

      Ich bitte um Kenntnisnahme und strikte Befolgung. Danke.

      Sie grüssend

      Walt Rother

    • @Walt Rother

      Sie anonymer SNB-Troll lümmeln weiter auf diesen Forum herum. Damit erweisen Sie Herrn Jordan m.E. aber keine Dienst – im Gegenteil. Herr Jordan wird nur noch unglaublicher durch Vertreter wie Sie.

      Es ist beschämend für einen Zentralbankchef, dass er nur noch durch anonyme Lümmel hier vertreten wird.

      Und bitte stehlen Sie mir meine kostbare Zeit nicht. Ihre Zeit ist Ihnen offenbar nicht kostbar, sonst würden Sie diese hier nicht so unnötig verschwenden.

      Schade

      Marc Meyer

  108. Liebe Leserinnen und Leser,

    im Kommentar https://insideparadeplatz.ch/2018/01/18/thomas-jordan-der-nette-freund-der-privaten-geldschoepfung/#comment-193028
    hatte ich versprochen, eine Zusammenfassung wesentlicher Inhalte der dortigen fast 400 Kommentare in einer Zusammenfassung auf der Seite
    http://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Zahlungsmittel_sind_Schulden%3F
    darzustellen. Da diese Themen auch vielfach wieder hier aufgegriffen werden, erlaube ich mir, diesen Hinweis auf die Seite:
    https://insideparadeplatz.ch/2018/01/18/thomas-jordan-der-nette-freund-der-privaten-geldschoepfung/#comment-196326

    @ Herrn Dr. Marc Meyer
    Zu Aussagen von Ihnen habe ich noch Verständnisfragen, welche in vorgenanntem Kommentar enthalten sind. Es wäre nett, wenn Sie mir diese noch beantworten könnten, damit ich Sie in der Zusammenfassung Ihre Zitate auch sinngemäß richtig interpretieren kann.

    Auch die Bitte an andere Kommentatoren sich die Zusammenfassung einmal anzusehen. Da diese sich noch im Entwurfsstadium befindet sind jederzeit noch Änderungen und auch Ergänzungen möglich.

    LG
    Rudolf Müller

  109. Buchungssätze sind Naturgesetze!
    Es ist ein epischer Zweikampf mit ungleich langen Spiessen! Auf der einen Seite der distinguierte Marc Meyer (Dr.!), der mit Engelsgeduld die Prüfungen erträgt, die ihm sein Peiniger und Räuber des Schlafes, SNB-Jordan, auferlegt und auf der anderen Seite, die des absolut Bösen, Jordans Jünger und Sendboten, die ihn, unseren distinguierten Marc Meyer (Dr.!) in einer «herablassenden Art» , die auch schon mal «persönlich beleidigend» ist, Meyers eigenen Blödsinn um die Ohren hauen. Doch Meyer bleibt Meyer, distinguiert und voll guter Manieren. Nie käme es ihm in den Sinn, mit gleicher Münze heimzuzahlen! Und wenn er doch einmal schreibt, andere Meinungen (als seine) seien die eines frustrierten Oekonomie-Professors, dann ist das keine Beleidigung sondern die reine Wahrheit, die man ja wohl auch noch mal schreiben darf!

    Darum in aller Klarheit an alle, die Meyer immer noch nicht und auch in Zukunft niemals verstehen werden: Meyer muss zitiert werden!

    Sie grüssend

    Walt Rother

  110. Die NMVWL ist geboren! Das ist die „Neue Meyersche Volkswirtschaftslehre“. Herr Meyer hat herausgefunden, dass ein starker Franken zu negativem Eigenkapital der SNB und gleichzeitig zu hoher Inflation führen würde. In seinen Worten, was mit Bargeldscheinen passieren würde: „Ganz konkret: Deren Preis in Gütern bewertet, würde stark fallen. D.h hohe Inflation.“ (S. weiter unten in diesem Blog.)

    Das ist nun eine ganz neue Erkenntnis! Starker Wechselkurs UND hohe Inflation! Das hat noch niemand behauptet. Meyer ist der erste, weltweit. Und es wäre auch eine internationale Premiere, so etwas ist noch nie vorgekommen.

    Diese Erkenntnis ist Nobelpreis-würdig. Mindestens. Wir warten gespannt darauf, dass ihm nun alle anderen, alle Zentralbanken und Professoren, abschreiben werden, ohne ihn zu zitieren.

    Das ist so wichtig, dass ich es hier oben hinschreibe. Sorry.

    • @“pessimistisch“

      Danke

      Ja der „Urs Abderhalden“, alias „Nick Norman“, alias *The Real MM (!!)“, alias alias alias, das SNB-Phantom, meldet sich hier wieder in seiner gewohnt herablassenden Art. Allerdings getraut er sich nicht mehr, so persönlich beleidigend zu werden, wie er das bisher meistens getan hat.

      Der SNB-Bankrat / Bankrätin hat wohl Einfluss genommen.

      Es handelt sich um einen frustrierten Oekonomie-Professor. Aber wie es doch heisst: Wer nichts hat, dem wird auch noch genommen, was er zu haben meint.

      Betonung auf „meint“.

      „pessimistisch“ (nomen est omen ;zutreffend für die SNB) meint nun, ein Haar in der Suppe gefunden zu haben. Aber nein – wieder nichts. Er meint eben nur.

      Er hat nämlich meinen Text nicht richtig gelesen. Ich habe schon mehrmals erläutert, dass der Wert des SNB-Notenbankgelds nicht identisch ist mit dem Aussenwert des Frankens.

      Das SNB-Phantom übersieht einfach, was es nicht versteht – wie die SNB selber ja auch.

      Die Geldmenge besteht bekanntlich aus den Geldaggregaten M1 (inklusive Notenbankgeld M0), M2 und M3. Die Notenbankgeldmenge M0 ist also nur ein Bestandteil der gesamten Geldmenge.

      Der Wechselkurs ist aber nicht nur von der gesamten Geldmenge abhängig, sondern zudem von der gesamten Volkswirtschaft.

      Notenbankgeld stellt aber nur einen rel. geringen Anteil am Vermögen und an den Schulden der gesamten Volkswirtschaft dar. Deshalb ist der Wert von Notenbankgeld nicht identisch mit dem Aussenwert des Frankens.

      Ein Vergleich: Die Geldmenge M1 wird ja zu einem Hauptteil von den Geschäftsbanken *“geschöpft“. Angenommen, die CS, welche zu diesen Banken gehört, würde Konkurs gehen. Das Resultat wäre, dass die Giroguthaben von Kunden bei der CS an Wert verlieren würden, also wertberichtigt werden müssten. Die CS verfügt gar nicht mehr über genügend Vermögen, um alle Kundenguthaben auszuzahlen.

      Es käme möglicherweise zu einem Bail-in bei der CS.

      Was würde nun geschehen mit dem Wert der Kundenguthaben bei der UBS oder bei Kantonalbanken? Würden diese gleichermassen an Wert verlieren? Nein – es betrifft ja nur die CS.

      Der Franken würde im Devisenhandel möglicherweise etwas nachgeben – aber nie im Ausmass wie die Wertverluste von CS-M1.

      Anlog verhält es sich mit der von der SNB geschöpften Notenbankgeldmenge. Bei negativem Eigenkapital der SNB würde das Notenbankgeld an Wert verlieren – Banknoten und Giroguthaben der SNB gleichermassen.

      Die Folge davon wäre ein Kaufkraftverlust von Notenbankgeld. Die Preise für Güter, die bar zu bezahlen sind, würden steigen, da der Verkäufer entwertete Banknoten erhält.

      Die Giroguthaben der Banken bei der SNB müssten von den Banken wertberichtigt werden – genauso wie CS-Giroguthaben zu wertberichtigen sind bei einem Konkurs der CS.

      Wenn also die SNB hohe Verluste erleidet und negatives Eigenkapital ausweist, so werden die Banken möglicherweise anstelle der SNB Konkurs gehen, je nachdem, wieviel Kapital sie der SNB geliehen haben und je nachdem wie stark Euro und Dollar fallen.

      Das SNB-Phantom unterliegt einer ganz gefährlichen Illusion, wie SNB-Chef Jordan auch. Sie meinen, dass bei einem schwachen Euro der Franken so stark steigt, dass es zu negativem Eigenkapital käme. Die Folge davon wäre, dass der Franken als Folge davon stark einbrechen würde, so dass bei der SNB automatisch wieder Gewinne anfallen.

      Quasi ein Perpetuum mobile des Finanzmarktes – die SNB könne gar nicht Konkurs gehen. Eine weitere Illusion der SNB – aber wir sind es uns ja mittlerweile gewohnt, dass die SNB von Illusionen lebt: (Geld aus dem Nichts, auf ewig, unbeschränkt, und jetzt neu auch noch „für immer wertbeständig“.)

      Übrigens amüsant, dass das SNB-Phantom mit dem Nobelpreis kommt – notabene einem gefälschten Nobelpreis der Oekonomie-Professorenschaft.

      Das SNB-Phantom wünscht sich diesen offenbar sehr und ist masslos frustriert.

      Und zudem: Der Hauptpunkt dieses Artikel ist, SNB-Chef Jordan zu widerlegen, die SNB könne ihre Schulden mit noch mehr Schulden abbauen.

      So ein Unfug des SNB-Chefs. einfach unglaublich.

      Das SNB-Phantom möchte nur von den Irrlehren des SNB-Chefs ablenken.

      Nein. Die Tatsache ist und bleibt: Die Steuerzahler werden die SNB im Falle von negativem Eigenkapital refinanzieren müssen.

      Das bestreitet der SNB-Chef – vergeblich, denn seine Irrlehre ist längstens als solche entlarvt.

      Das SNB-Phantom dient nur noch als Pausenclown der SNB.

      Marc Meyer

    • Sehr geehrter Herr Dr. Meyer,

      unsere Kommentare zu dem Thema „Abwertung“ haben sich offensichtlich überschnitten. In https://insideparadeplatz.ch/2018/02/14/snb-jordan-verkuendet-kommunistisches-und-laedt-zum-gratis-buffet/#comment-196338
      habe ich recht ausführlich einen Erklärungsversuch für Ihre Auffassung unternommen.

      Der Knackpunkt dabei ist, dass in der Schweiz, wie auch in anderen Ländern, es jeweils nur noch EINE Landeswährung gibt. Ein Wettbewerb unter den Banken, wer denn nun das beste Zahlungsmittel besitzt und zu welchem Kurs dieses gehandelt wird, ist Geschichte aus dem 19. Jahrhundert. In meinem Beispiel mit drei Banken weiter unten habe ich ausgeführt:
      ~~~~~~~~~~~~
      Einigen sich die drei Banken nun darauf, dass künftig nur noch eine einheitliche Währung, der „Schweizer Franken“ gelten soll, ist ein Regulativ weggefallen.
      ~~~~~~~~~~~~
      Entfallen ist das Regulativ des freien Wettbewerbs unter den Banken eines Landes. Nur bei freiem Wettbewerb unter CS-Franken, UBS-Franken und SNB-Franken wäre ihr Szenario einer Abwertung des SNB-Franken noch denkbar. Die Voraussetzungen existieren seit etwa 100 Jahren nicht mehr und werden auch künftig nicht existieren, sofern sich nicht die Österreichische Schule mit Ihrem freien Wettbewerb von Zahlungsmitteln durchsetzt.

      Hat sich heute eine Geschäftsbank verspekuliert und wird zahlungsunfähig, wird sie aus dem Kreis der Banken ausgeschlossen, sie darf nicht mehr mitspielen. Überweisungen dieser Bank werden nicht mehr ausgeführt, da diese sich kein Zentralbankgeld mehr beschaffen kann und auch keine direkt veräußerbaren Vermögenswerte mehr besitzt. Sie muss Konkurs anmelden.

      Die Stellung der Zentralbank, als übergeordnete Institution der Banken und als einziger Emittent des gesetzlichen Zahlungsmittels ist jedoch keineswegs mit einer Geschäftsbank vergleichbar.

      LG
      Rudolf Müller

    • @wer

      schon wieder neues Pseudo des SNB-Phantoms.

      Ja wer ist letztlich der Clown der Schweizer Wirtschaft?

      Ich denke, es fällt letztlich alles auf SNB-Chef Jordan zurück, der allen Ernstes behauptet, die SNB könne Geld drucken und damit all ihre Schulden bezahlen.

      Nur die Hofnarren glauben ihm.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Rudolf Müller

      Danke

      Es handelt dich nicht um CS Franken, sondern um Verbindlichkeiten der CS in Franken bewertet.

      MfG

    • Sehr geehrter Herr Dr. Marc Meyer
      am 26. Februar 2018 / 13:45 schreiben Sie auf meinen 1-seitigen Kommentar zu Grundsätzlichkeiten einer einheitlichen Landeswährung:
      ~~~~~~~~~~~~~~~
      Es handelt dich nicht um CS Franken, sondern um Verbindlichkeiten der CS in Franken bewertet.
      ~~~~~~~~~~~~~~~
      Es handelt sich um von der CS Bank emittiertes „Buchgeld“. Dieses Buchgeld kann auch die CS-Bank nie verlassen. Es kann von der CS nur vermehrt oder vermindert werden. Wenn ich diese Verbindlichkeiten der CS-Bank nun CS-Franken nenne, sollte man diesem Vereinfachungsschritt schon folgen können. Beim Konkurs der CS-Bank, aber auch nur dann, stellt sich der wahre Kurs der CS-Franken heraus. Ist er nur noch mit Vermögenswerten in Höhe von 0,5 CHF gedeckt, besteht ein Kurs von 1 CHF = 2 CS-Franken, d.h. meine Forderung an die CS in Höhe von vordem 2 Millionen CHF ist nur noch 1 Million CHF wert.
      Folge kann ein Domino-Effekt bei Banken sein, da diese zu sehr interconnected sind. Problemstellung „too connected to fail“ (TCTF)

      LG
      Rudolf Müller

  111. Trotz aller Diskussionen ist es immer noch gleich:

    Geht man als Privatperson mit einer Hunderternote zur SNB bekommt man dafür keine Aktiven der SNB.

    • @Peter Keller

      Danke für Ihren Beitrag. Sie möchten die Diskussion erneut lancieren. Gut.

      Richtig. Eine Privatperson kein kein Konto bei der SNB unterhalten und kann auch keine Geschäfte mit der SNB abwickeln. Daraus aber zu schliessen, die SNB könne ihre Schulden mit zusätzlichen Schulden abbauen ist eine falsche Schlussfolgerung und zudem Humbug. Das eine hat mit dem anderen Nichts zu tun.

      Wenn jedoch eine Geschäftsbank eine Banknote hat und diese nicht mehr gebraucht, so kann sie diese jederzeit der SNB zurückgeben, so will es das Gesetz (Bundesgesetz über die Währung und Zahlungsmittel Artikel 3 Absatz 2: 2 „Sie nimmt die nicht benötigten Noten unbeschränkt gegen Vergütung des Nennwerts zurück“)

      Daraus folgt zwingend, dass die SNB ihre Schulden nicht tilgen kann durch Bezahlung mit Banknoten, obwohl Banknoten gesetzliches Zahlungsmittel sind. Das geht also eindeutig aus dem Gesetz hervor und es geht auch aus der buchhalterischen Tatsache hervor, dass eine Schuld nur abgebaut werden kann, wenn der Schuldner Vermögen veräussert.

      Mit anderen Worten: Eine Schuld kann nur getilgt werden, bzw. die Passivseite der Bilanz kann nur verkürzt werden, wenn die Aktivseite ebenfalls verkürzt wird, d.h. also wenn ein Vermögenswert verkauft wird.

      Eine Banknote ist eben nur gesetzliches Zahlungsmittel für alle anderen Wirtschaftssubjekte mit Ausnahme der SNB selber. Aus der Sicht der Bank ist alles umgekehrt. Das gilt auch für die SNB.

      Von der Tatsache her, dass eine Privatperson am Schalter der SNB kein Gold kaufen und mit einer Banknote bezahlen kann, folgt auch keineswegs, dass die SNB ihre Schulden mit Giroguthaben tilgen kann, wie SNB-Jordan behauptet.

      Es sind die gleichen Gründe wie bei Banknoten auch: Von Gesetzes wegen nicht, buchhalterisch nicht und auch von der Logik her nicht.

      Erstens:
      Von Gesetzes wegen nicht. Warum? Weil im Gesetz steht, dass „Giroguthaben“ gesetzliches Zahlungsmittel sind. Das Bundesgesetz über die Währung und Zahlungsmittel besagt in Artikel 3
      Absatz 3: „Auf Franken lautende Sichtguthaben bei der Schweizerischen Nationalbank müssen von jeder Person, die dort über ein Konto verfügt, unbeschränkt an Zahlung genommen werden.“

      Wir halten fest: Sichtguthaben sind Zahlungsmittel. Die SNB besitzt aber gar keine Sichtguthaben in Franken, sondern Sichtverbindlichkeiten in Franken. Sichtverbindlichkeiten sind von Gesetzes wegen keine Zahlungsmittel für die SNB.

      Die Sichtverbindlichkeiten der SNB sind umgekehrt Sichtguthaben der Banken. Diese Sichtguthaben sind also Zahlungsmittel für die Banken. D.h. die Banken dürfen damit der SNB bezahlen. Die SNB muss – muss – diese annehmen.

      Zweitens:
      Was unter erstens gesagt, macht auch buchhalterisch Sinn: Die SNB kann ihre Schulden nicht mit Giroverbindlichkeiten tilgen. Denn die Schulden der SNB bestehen aus Sichtverbindlichkeiten. Würde die SNB ihre Sichtverbindlichkeiten tilgen wollen, indem sie noch mehr Sichtverbindlichkeiten eingeht, so würden die Sichtverbindlichkeiten der SNB noch mehr zunehmen – nicht abnehmen, wie SNB-Chef Jordan behauptet.

      Marc Meyer

  112. @Leserinnen und Leser

    Da in der Zwischenzeit keine neuen Argumente aufgetaucht sind und die SNB immer noch meint, sie könne ihre Schulden abbauen, indem sie Banknoten druckt, können wir die Diskussion hier m.E. abschliessen.

    Es bleibt also dabei:

    Die Argumentation von SNB-Chef Jordan, wonach die SNB ihre Schulden tilgen bzw. Ihre Bilanz verkürzen kann, indem sie Geld druckt bzw. ihre Bilanz verlängert ist und bleibt ein Irrtum.

    Es bleibt dabei: Die SNB kann ihre Schulden nur tilgen, wenn sie Vermögen verkauft.

    Die SNB kann die Passivseite ihrer Bilanz nur verkürzen, wenn sie auch doe Aktivseite verkürzt.

    Wann merken das die SNB und ihr Chef Jordan endlich?

    Marc Meyer

    • @Leserinnen und Leser
      @Marc Meyer Dr
      Sehr geehrter Herr Dr. Marc Meyer,
      im Kommentar vom 23. Februar 2018 / 19:19 stellen Sie fest:
      ~~~~~~~~~~~~~~~
      Da in der Zwischenzeit keine neuen Argumente aufgetaucht sind und die SNB immer noch meint, sie könne ihre Schulden abbauen, indem sie Banknoten druckt, können wir die Diskussion hier m.E. abschliessen.
      ~~~~~~~~~~~~~~~
      Dass ist jetzt Ihre beharrlich vorgetragene Meinung, von der Sie sich auch durch fundierte Kommentare, welche eine andere Meinung präsentieren, nicht abbringen lassen.

      Roman Günter geht in seinem Kommentar vom 16. Februar 2018 / 14:29
      https://insideparadeplatz.ch/2018/02/14/snb-jordan-verkuendet-kommunistisches-und-laedt-zum-gratis-buffet/#comment-195334
      sehr ausführlich auf die tatsächliche Risikosituation bei der SNB und deren Geldpolitik ein. Ihre Antwort beschränkt sich dann auf die zwei Sätze:
      ~~~~~~~~~~~~~~~
      Auf der Passivseite kann kein höherer Betrag verbucht sein, als auf der Aktivseite vorhanden.

      Ergo müssen die Banken auf ihren Guthaben Werberichtgungen vornehmen, wenn der Wert der SNB Aktiven fällt.
      ~~~~~~~~~~~~~~~
      Dass Aktivseite und Passivseite bei einer Bank den gleichen Betrag ausweisen müssen bestreitet doch wohl niemand hier.

      Da die SNB mit „gesetzlichem Zahlungsmittel“ ihre Einkäufe „bezahlt“, hat sie laut Gesetz „geleistet“.
      Da ich sowohl das „Zentralbank-Buchgeld“ als auch das „Bargeld“ als eine Schuldanerkennung der SNB ansehe, „bezahlt“ die SNB, wie auch übrigens jede Geschäftsbank, mit der Erhöhung ihrer Schulden. Soweit sind wir uns wohl noch einig.

      Fraglich bleibt jetzt nur, kann ich als Nichtbank die Geschäftsbank oder aber als Geschäftsbank die SNB zwingen, ihre Schulden zu begleichen. Da sowohl die Geschäftsbank wie auch die Zentralbank Zahlungsmittel herstellt, mit denen auf den Devisen,- Immobilien,- Gold,- Aktien,- und anderen Märkten eingekauft werden kann, erweist sich die Behauptung vom „Eingesperrtsein der Investoren“ als Illusion. Zwingen zur Herausgabe von endgültig erworbenen Vermögenswerten kann ich keine der Institutionen. An die endgültig erworbenen Vermögenswerte einer Geschäftsbank komme ich indes nur, wenn diese abgewickelt wird. Bei der SNB funktioniert auch dies nicht, da die SNB das „Gesetzliche Zahlungsmittel“ herstellt und damit ihre Einkäufe begleicht.

      Ich bevorzuge deshalb ein Schuldgeldmodell, in welchem auch das gesetzliche Zahlungsmittel eine Schuld darstellt. Allerdings stellt diese Schuld, wie auch bei den Geschäftsbanken, eine dauerhafte Anleihe, ohne Zinszahlung und auch ohne Rückzahlungstermin dar. Eine Schenkung ist es jedoch nicht.

      Nicht zustimmen kann ich Ihnen bei dem Satz:
      ~~~~~~~~~~~~~~
      Ergo müssen die Banken auf ihren Guthaben Werberichtgungen vornehmen, wenn der Wert der SNB Aktiven fällt.
      ~~~~~~~~~~~~~~
      Hier vielleicht auch ein Vergleich mit zwei Geschäftsbanken. Die UBS besitzt Bankschuldverschreibungen der Bank X in Höhe von 10 Millionen CHF. Die Bank X sei nun durch irgendwelche Spekulationen zahlungsunfähig geworden. Der Konkurs wird eröffnet und es stellt sich heraus, dass die Bankschuldverschreibungen der Bank X nur noch zu 50 % bedient werden können. Die Bankschuldverschreibungen, welche bei der UBS auf der Aktivseite stehen, sind nur noch 5 Millionen CHF wert. Folglich ist eine entsprechende Wertberichtigung erforderlich. Bis hierhin stimmen Sie mir doch noch zu?

      Nun übertragen Sie dieses Beispiel auch auf das Verhältnis zwischen Geschäftsbank und SNB. Kann ich nachvollziehen und würde Ihnen auch zustimmen, wenn nicht das Zahlungsmittel der SNB auch gleichzeitig das „gesetzliche Zahlungsmittel“ wäre. Die SNB ist als Zentralbank anders zu betrachten als eine normale Geschäftsbank. Während die Geschäftsbank in CHF zahlungsunfähig werden kann, ist dies bei der SNB ausgeschlossen. Hier gilt der Grundsatz:
      „Eine Bank kann nur in Zahlungsschwierigkeiten geraten, wenn sie in einem Zahlungsmittel leisten muss, welches sie selbst nicht herstellen kann.“
      Muss die Geschäftsbank in Zentralbankgeld leisten, kann sie in Zahlungsschwierigkeiten kommen. Bei einer Zentralbank, welche jederzeit in Zentralbankgeld leisten kann, ist ein Zahlungsproblem ausgeschlossen. Die Aussage von Herrn Jordan erscheint mir deshalb zutreffend wenn