Staatsanwalt will weitere 3 Monate gegen Vincenz

Ermittler beantragen U-Haft-Verlängerung gegen Ex-Raiffeisen-Chef – Richter vor Entscheid – Polizei untersucht Vincenz-Spesen.

Die Zürcher Ermittler weiten den grössten Wirtschafts-Kriminalfall der Neuzeit aus. Sie haben weitere 3 Monate Untersuchungshaft gegen Ex-Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz beantragt.

Vincenz‘ Anwalt Lorenz Erni fordert umgekehrt in einem eigenen Vorstoss die sofortige Entlassung seines bekannten Klienten aus dem Gefängnis.

Ein Entscheid steht unmittelbar bevor. Der zuständige Richter befindet in diesen Tagen über den Antrag der Strafverfolger und jenen des Verteidigers, wie aus Gesprächen hervorgeht.

Offiziell will sich die Zürcher Justiz nicht äussern. Auf Seiten von Vincenz sagte gestern ein Sprecher, er sei nicht im Bild.

Anwalt Erni hüllt sich bisher in Schweigen. Hinter den Kulissen ist er aber aktiv. Er hatte bereits vor ein paar Wochen einen ersten Antrag auf sofortige U-Haft-Entlassung von Vincenz eingereicht.

Damals kam Erni nicht durch. Der Haftrichter lehnte eine Freilassung ab. Ebensowenig war der Richter bereit, den Strafbehörden voreilig weitere Monate U-Haft zu gewähren.

Die Wirtschafts-Staatsanwaltschaft wollte nämlich ihrerseits bereits beim ersten Antrag von Lorenz Erni eine deutliche Verlängerung der Haft gegen Vincenz.

Der Richter gewährte damals nur eine kurze Verlängerung. Er begründete dies mit dem bevorstehenden Ende der von ihm Anfang März zugestandenen Untersuchungshaft.

Die damals gewährten 3 Monate stünden bald vor dem Ablauf, sagte der Richter. Damit sei es an der Staatsanwaltschaft, einen nächsten ordentlichen Antrag für weitere U-Haft einzureichen.

Das Ringen zwischen Verteidiger Erni und Zürcher Staatsanwaltschaft um eine anhaltende Inhaftierung von Vincenz zeigt, mit welchem Einsatz im Banken-Krimi gekämpft wird.

Und wie gravierend die Vorwürfe der Ermittler gegen Vincenz und seine ebenfalls beschuldigten Partner sein könnten.

Für die Strafbehörden besteht offenbar weiterhin Kollusionsgefahr. Vincenz und Mitbeschuldigte könnten Beweise zum Verschwinden bringen oder sich absprechen. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Die Verteidigung versucht derweil, den Richter davon zu überzeugen, dass Vincenz & Co. nach drei Monaten im Gefängnis nichts mehr verstecken und absprechen könnten.

Sie erhält Schützenhilfe in den Medien. Die „Bilanz“ forderte letzte Woche erneut die sofortige Freilassung von Vincenz und dem ebenfalls inhaftierten Ex-Geschäftspartner Beat Stocker.

Der „Blick“ brachte derweil eine Herzschmerz-Story über Vincenz, der seinen 62. Geburtstag hinter Gittern feiern musste – und höchstens eine Torte als kleine Erleichterung zugestanden erhielt.

Die Wirtschaftsermittler an der einst lärmigen, heute verkehrsberuhigten Weststrasse im Zürcher Kreis 3 kümmern sich um Anderes.

Sie haben begonnen, die hohen Spesen von Vincenz unter die Lupe zu nehmen. Dies wird aus der Raiffeisen heraus bestätigt.

„Die Behörden untersuchen Vincenz‘ persönliche Ausgaben zulasten der Bank“, sagt eine Quelle.

Laut mehreren Gesprächspartnern soll Vincenz seine Raiffeisen-Kreditkarte extensiv für Ausgaben genutzt haben, die nicht in direktem Zusammenhang mit seiner Aufgabe gestanden seien.

In den Fokus geraten Ausgaben im Zürcher Nobelhotel Hyatt. Dort hielten Vincenz und seine damaligen Kollegen in der Raiffeisen-Spitze oft Sitzungen ab.

Die Bank soll im Hyatt eine Suite gemietet haben. In Raiffeisen-Kreisen heisst es dazu, dass das alte Management im Hotel Hyatt verschiedentlich getagt habe.

Von einer eigens gemieteten Suite sei hingegen nichts bekannt.

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195 Kommentare zu “Staatsanwalt will weitere 3 Monate gegen Vincenz

  1. Bei den Grossbanken wird z. T. noch viel unverfrorener geschäftet. Z. B. „Boni“ in zweistelliger Millionenhöhe während die Firma rote Zahlen schreibt. Warum passiert dort nichts? Das ist doch ungetreue Geschäftsführung. Herr Branson schläft und der Justiz scheint es egal zu sein, aber die Kleinen wie PV hängt man.

  2. Ein warnzeichen für grossbanken chefs…risiko zu hoch um eine bank in ch zu führen! M.e. gutes politisches zeichen!!

  3. Oh je, da scheint ja mehr als 1 Leiche im Keller der Eheleute Vinzenz zu liegen. Die Gattin war ja pikanterweise für die sog. Compliance bei Raiffeisen zuständig, also für das legale und saubere Geschäften dort. So eine Personalkonstellation kann sich in gewissen Situationen als äusserst vorteilhaft erweisen, was der schlaue Gatte wohl bemerkt hat. Der VR aber nicht. Dieser ist zur Verantwortung zu ziehen.

  4. Spesenabrechnungen???
    Wow, da kann man nur hoffen, dass unsere prosecutors mindestens gleich (er)finderisch sind wie das FBI bei Al Capone, der schließlich auch nur WG Steuervergehen verurteilt wurde.

  5. Sollte der SA nach weiteren 3 Monaten tatsächlich keine wasserdichte Anklage zustande bringen, sind wir hoch offiziell zur Bananenrepublik mutiert.
    Was aufgrund von Fällen wie Postauto, Bundes-Software Insieme etc schon länger wahrscheinlich ist…

    • Seien Sie fair. In 3 Monaten das Geflecht und zusätzliche Verschachtelungen von x Personen und Konten bei Drittbanken entflechten ist nicht möglich. Lassen Sie die STA Zürich ihre Arbeit tun und warten Sie die Klageschrift ab.

  6. Der Fall Vinzenz wird medial so hochstilisiert, damit sich die CH-Justiz des Images entledigen kann, sie werde zu wenig aktiv bei Wirtschaftsdelikten. Hier soll jetzt mal ein Exempel statuiert werden.

    Tatsache ist, dass gerade die „grossen Brocken“ teilweise straffrei ausgingen. Z.B. all die Insidergeschäfte, wo mangels Beweisen die Verfahren eingestellt wurden. Diese Herren laufen nach wie vor frei herum und haben sich den eigenen Sack auf Kosten von Anlegern und Pensionskassen prall gefüllt. Einige haben heute sogar politische Mandate inne, da das Volch solche Machenschaften nicht direkt durchschaut und diesen noch zur Wahl verhilft.
    Oder die Verursacher der Finanzkrise, die mittels faulen Papieren Tausende von Anlegern und Pensionskassen über den Tisch gezogen haben. Auch diese laufen straffrei herum.

    Warum also dieser Hype bei Raiffeisen/Vinzenz?

    Da gibt es wohl noch alte offene Rechnungen wie etwa dass Herr Vinzenz im Gegensatz zu einer gewissen Bank-nahen Versteck-Lobby stets erwähnte, nicht auf das Bankgeheimnis angewiesen zu sein.
    Dann wurde ihm auch eine gewisse Nähe zur ehemaligen Bündner Bundesrätin nachgesagt und dort gibt es immer noch eine Truppe, die sich auf die Fahne geschrieben hat, die Abwahl von Blocher zu rächen. Nachzuhören in verschiedenen Video-Statements von Herrn Geiger hier auf IP.

    Und nun freuen sich eben diese Kreise, dass von Ihren Machenschaften abgelenkt wird und verfolgen und begleiten den Fall Vinzenz mit Häme.

    Es wirkt in diesem Fall nicht nur kleinlich, sondern geradezu Seldwyla-haft, wenn nach 10 wöchiger U-Haft auf Spesenbelege zurückgegriffen werden muss. Dies deutet doch wohl an, dass man bislang wenig strafrechtlich Relevantes gefunden hat und hofft durch eine Flucht nach vorne doch noch etwas hinzukonstruieren.

    • Sie wissen schon, dass Herr Vincenz vor seinem Fall der vermutlich einflussreichste Manager der Schweiz war? Mit einem enormen Netzwerk in Wirtschaft, Medien und Politik?
      Ihn als „Bauernopfer“ zu verkaufen ist geradezu dreist!
      Seine Macht zeigte sich zB, wie lange es zwischen den Enthüllungen von LH und den Untersuchungshandlungen gegangen ist!

    • @ Papa Moll
      Sie machen Ihrem Namen alle Ehre:
      Sie wissen auch, dass eine Person nicht aufgrund ihres Netzwerkes in U-Haft gehalten werden kann.
      Dies anzunehmen ist geradezu dreist.
      Warten Sie zuerst einmal die Anklage der Staatsanwaltschaft ab und dann können Sie argumentieren. Sonst lieber schweigen.

  7. Die Kommentare, die sich hier über Spesen-Fragen auslassen, haben offenbar nicht verstanden, dass es nicht um das „wieviel“, sondern um das „wofür“ (die Spesen ausgegeben wurden) geht. Während das bei einem Selbständigen allenfalls ein Problem (ungerechtfertigter Aufwand) mit den Steuerbehörden geben kann, ist bei einem Angestellten eben auch relevant, zu welchem Zweck er auf Arbeitgeberkosten Menschen auf ein Getränk eingeladen hat.

  8. a) … und trotzdem gilt immer noch die Unschuldsvermutung
    b) … obschon, bei dann 6 Monaten U-Haft ich dann wirklich hoffe, dass da die Staatsanwaltschaft mit mehr kommt als allenfalls ein Spesen Issue…
    c) Ich hoffe, das wird kein neuer Fall Hollenweger, sonst gute Nacht Schweizer Justiz
    d) VR Raiffeisen ist still, obschon, da das gross ja eh bald zuruecktritt, warum soll man sich da noch exponieren (denke da waere allenfalls eine a.o. Versammlung noetig mit vorgezogenen Wahlen, in einer solchen Zeit soviele „Lame Ducks“ … warum pusht hier eigentlich die FINMA nicht
    e) LH – am Ball bleiben, wir brauchen Journalisten wie Sie auch wenn ich nicht alle Bashing Stories auf IP sehr gelungen finde, es ist ein gratis Blog und wenn 2 von 5 Stories spannend sind ist das mehr als ok und dann jedes Jahr noch einen Vinzenz, Vasella Fall…

  9. Und der Raiffeisen- Krimi läuft weiter.
    Wer sind die wirklichen Täter in diesem Fall? Wo und von wem wurde das Drehbuch hierfür verfasst? Wer profitiert letztendlich am meisten von der Verlängerung der U-Haft von PV? Wer untersucht die Untersuchungs-behörde und nimmt diese mal unter die Lupe?
    Wünschenswert wenn Licht ins Dunkel gebracht wird, nicht erst in 3 Monaten sondern sofort.

  10. Die „Bilanz“ fordert die sofortige Freilassung von Vincenz. Ein klares Indiz, dass gewisse Personen, die „Dreck am Stecken haben“, langsam aber sicher sich nicht mehr wohl fühlen. Gut Ding will Weile haben.

  11. Sieht schlecht aus für die Schweiz. Es ist somit folgendes klar: aufgrund der Indizien, welche IP publizierte, wurde die Stasi wach und sah sich in der Enge “etwas zu machen”. Man roch dort den Braten gross rauszukommen. Nur hatte die Stasi nichts in der Hand (wohl zu faul). Wie kommt man also an die Unterlagen ran ohne selber etwas dafür zu tun: ein Haftbefehl musste her. Ganz nach dem Motto der Vorverurteilung, dass sich bei diesem Vincenz dann schon etwas finden lässt. Das ist nicht Justiz! Dieses Vorgehen ist eine absolute Sauerei. Der Vincenz wird jetzt gefilzt, man sei bereits bei Spesenbelegen. Give me a f.. break. Die Stasi konstruiert etwas, die hatten Vincenz einfach mal verhaften lassen. Einfach so! Das ist höchst bedenklich für unser Rechtssystem. Da kann also einer blöd daherschreiben und schwups riskiert man U-Haft hier. Der Vincenz hat die Raiffeisen ganz gross rausgebracht, da kann der Chef auch etwas Spesen machen. Der Laden brummt. Und Vincenz hat alle Investitionen wertvermehrend für die Raiffeisen getätigt. So sagen es die Gewinnausweise. Und die sind stark. Wo es nicht klappte war mit dem Asset Management und Wittmann. Das war schlecht. Wo die Stasi sicher nichts findet ist bei der CS oder UBS. Dort werfen die CEOs seit Jahren die Leute raus, investieren nichts, fahren das Geschäft an die Wand und kassieren zig Millionen. Getreue Geschäftsführung. Again: give me f.. break.

  12. Die U-Haft Gefängnisse in ZH sind die härtesten der Schweiz:
    23 h die Decke anschauen – nur 1 Stunde an die frische Luft – nichts zu tun- 8m2 Brätschen, kein Kontakt mit irgendwelchen Menschen – 5 haben sich letztes Jahr in ZH umgebracht.

    Die Zellen in der U-Haft sind menschenunwürdig. Egal ob er schuldig ist oder nicht. – aber muss man so mit einem Menschen umgehen? Ich will seine Taten niemals beschönigen und er soll auch hart bestraft werden – nur diese Folter Taktik ist brutaler als alles andere. Breivick der 60 Menschen tötete darf Playstation spielen. Wer ein wenig über die Bedingungen in den ZH U-Haft recherchiert, weiss von was ich spreche.

    • @Mirco Keller

      menschenunwürdig?

      Ich nehme an oder hoffe, dass Sie sehr jung sind und tatsächlich nicht die Gelegenheit hatten, sich in der realen und ganzen Welt um zu sehen.

      Zudem denke ich, dass die meisten Menschen bereit wären für ein Millionensalär ein halbes Jahr in so einem Zimmer zu sitzen.

      PS: kleiner Tipp: Vincenz leidet vermutlich aufgrund seiner Persönlichkeit am meisten am Verlust seines persönlichen Ansehens. (Neben Geld ist dies der wichtigste extrinsische Anreiz)

  13. Gratulation zum Artikel! Ein Volltreffer. Nochmals 2 Anzeigen mehr und weitere 3 Monate Untersuchugshaft. Jetzt wird es ganz schwierig für Patrik Gisel – ich nehme an, nächste Woche hat man da einen Rücktritt.
    Auch sehr peinlich ist der Fall für Dirk Schütz von der Bilanz.

    • Dirk Schütz war schon immer peinlich. Ein Schönwetter-Journalist wie er im Buche steht. Kein Rückgrat. Kein Mut. Ein Cüplitrinker halt.

  14. War gerade in zwei ehemaligen Vincenz-Stammlokalen in St.Gallen unterwegs: Der Grundtenor ist, dass man immer mehr darauf wartet, dass die höchst dubiosen Hintergründe der verdächtig raschen Übernahme der von den Amis platt gemachten Wegelin-Bank auffliegen. Die gut informierten Kreise in der Stadt St.Gallen sind sich unisono einig, dass Konrad Hummler plötzlich hässlich kleinlaut geworden ist. Offenbar zittert dieser einst so wortgewaltige, wichtigtuerische Glatzkopf wie das Kaninchen vor der Schlange…

  15. Heute wurde die U-Haft um weitere 3 Monate verlängert. Das dauert eben, bis dieser extrem verfilzte Filz durchgefilzt ist. Ein äusserst wichtiger Gesprächspartner für die Staatsanwaltschaft ist ganz sicher die ehemalige rechte Hand von Vincenz: der ex-Raiffeisen Finänzler Barend Fruithof. Der weiss unheimlich viel. Hat den Aufstieg des Bündners eng begleitet. Und hat dessen Alleinherrscher-Allüren dann in der CS eins zu eins kopiert. Lebte dort in Saus und Braus mit seiner Clique und kannte das Hyatt ebenfalls bestens.
    Gelernt ist gelernt.

    • Auto Friedhof

      Was hat es mit deinem Namen auf sich? Erzähl mal was du von der Früchtegericht zu wissen glaubst..

    • Ja, ja, die Fruchthöfe, Bruder und Schwester, mit dem unglaublichen Drang zur (fremden) Kohle.

  16. Wieder mal war Lukas Hässig schneller und besser informiert als die ganze Konkurrenz. Während Ringier (Bilanz) irgendwelche „Free Pierin“ Kampagnen fährt lagen Sie wieder mal goldrichtig!
    Gratulation zu diesem weiteren tollen Primeur!
    Frage ist: wer sind die neuen Beschuldigten? Umfeld Eurokaution? Oder eher Wegelin?
    Wie ich InsideParadeplatz kenne werden wir es spätestens nächste Woche wissen!
    Und der Rest der Journaille: Ein bisschen Kampfgeist wäre schön. Für was hat denn der Tagi ein Recherchedesk? Raus aus dem warmen und trockenen Büro! Schwärmt aus in die St.Galler Kneipen! Mit etwas Fleiss lässt sich da doch locker etwas ausgraben!

  17. Denke, dass der ganze Prozess gegen Vincenz von viel weiter oben als Abrechnung für nicht eingehaltene Loyalitäten kommt.Der Husarenstreich mit der Raiffeisenbank in den Topf für nicht schuldig im Streit mit den USA steht hier wohl auf dem Trapez.Das bisschen Restjustiz hier in der Schweiz, wo sich die paar Staatsanwälte noch daran halten, machen brav wie von oberster Stelle befohlen und suchen nun nach irgendwelchen Alibidelikten, nur um Vincenz für seinen Mut und das aus der „Reihe tanzen“ zu rächen.

  18. Man kann den Mann nun rauslassen. Bestraft wurde er bereits genügend: Ehre verloren, knack in der Psyche und ob die wohlbetuchten Freunde noch zu ihm halten? Wohl kaum. Ob seine Taten so schlimm waren? Ich weiss nicht. Und ich hoffe sehr, dass es kein Spesenabrechnungs-Betrug war. Weil das würde diese lange Haft nicht rechtfertigen.

  19. Wenn der Pierin raus kommt, muss er sich wohl erst mal die Hornhaut am zarten Banker-Hintern entfernen lassen.

  20. Na ja, wenn die Staatsanwaltschaft nun schon nach „hohen Spesen“ sucht, dann geht denen die Munition langsam aus – ich spreche aus Erfahrung. Wenn dies ein Massstab wäre, müsste man alle Führungsriegen an der Bahnhofstrasse inhaftieren. Zentral ist doch eigentlich nur, ob die – offensichtlich belegten – Zugewinne von Vincenz schlussendlich der Raiffeisenbank geschadet haben (wie war das nochmal beim Nationalbankpräsidenten Hildebrand?!?) Wenn ja, wird Vincenz wegen ungetreuer Geschäftsführung verurteilt. Wenn nein, wird er zwar freigesprochen, ist jedoch medial komplett zerstört worden. Erinnert mich an den Grüsel-Geri welcher gestern mit LH im TV sass. Strafrechtlich blieb überhaupt nichts hängen, medial wird er immer der Grüsel-Geri bleiben. Andererseits werden darum die CEO’s so exorbitant entlöhnt, denn die müssen sich einen Teflon-Panzer zulegen und damit rechnen, dass sie nach nur einem Job komplett erledigt sind. Darum müssen 4 Jahre Arbeit danach für das ganze Leben reichen. Ich würde so einen Job auf dem heissen Stuhl auch nicht unter CHF 10 Mio. antreten – plus fetten Boni. Jeder in so einer Position muss immer damit rechnen, dass er über eine Affäre, eine metoo-Anschuldigung oder einen (vermeintlichen) Vorwurf wegen ungetreuer Geschäftsführung stolpert. All die Law-and-Order-Schreiberlinge sollten sich mal hinterfragen und abchecken, ob sie selber auf dem heissen Stuhl Platz nehmen würden.

    • kann nicht begreifen, warum das SRF den Grüsel-Geri in Sendung eingeladen hat. Der ist doch nicht glaubhaft!

    • Heiss ist ein Stuhl nur wenn man unfähig ist oder unseriös geschäftet. Wenn einer Regeln, Gesetze und Compliance einhält, noch was vom Job versteht und vielleicht noch Anstand mitbringt und keine Selfies seines besten Stücks per Whatsapp unaufgeforder verschickt bleibt dieser länger als 4 Jahre.

      Schreiben Sie solchen Schmarrn auch wenn einer ihrer Tochter oder Frau unaufgefordert solche Selfies zusendet?

    • Grüsel Gery versuchte gestern beim SF 1 sein Image aufzupolieren. Seine sexuelle Abnormität konnte jedoch keine Geiss wegschlecken. Warum werden solchen ex-Politikern eine solche Plattform gegeben auf einem Sender, die der Steuerzahler finanziert?

  21. Herr Hässig bitte wahren Sie die Proportionen:
    der grösste Wirtschaftskriminalfall der Neuzeit wurde mit Vorsatz durch 2008 das internationale Syndikat der Grossbanken verursacht und als Finanzkrise bezeichnet.
    Dabei wurden vorsätzlich Tausende von Sparern mit faulen Hypo-Papieren und Fonds vorsätzlich beschissen;
    und die damaligen Verursacher laufen nach wie vor frei herum. Insbesondere die Schweizer Justiz hat sich damals vorbehaltslos hinter die Bankenlobby gestellt.
    Sämtliche Klagen von beschissenen Rentnern und Pensionskassen wurden abgeschnettert. Dies ist der grösste Wirtschaftsjustizsksndal der Neuzeit.

  22. Das Zwangsmassnahmengericht hat die Haft verlängert.
    Da wird durchgegriffen- sie wollen es wissen! Der muss ja richtig Dreck am Stecken haben das der Staatsanwalt 3 weitere Monate U-Haft durchbringt!

    So werden es 6 Monate Bunker! Was für ein Niedergang….

  23. du jetzt händs de pierin id verlängerig gschickt. de schnufet die nögschte drü mönet nomal gsebeti luft. jetzt mönds de aber guet asägä die grosse obrigkeitsfäns. und de präsi von de zentralschwiz seit hüt i de ziitig, was sie alles wällig, hättit und tägit. raiffise schweiz heigi zwenig glost. hinderwäldler. wem ghört de die buude. jede zu laschte vom andere; lustig gäll :):):):):) aber eso wie emmer. no froge bäschti

  24. Ist absolut richtig und notwendig die Spesen und Kreditkarten mit jenen von Gisel, Zoller und Konsorten abzugleichen und dieselbe gleich noch mit den GPS-Daten von Handy’s und Navi’s. Dann dies mit den bereits gemachten Aussagen vergleichen und weiter geht’s . . . Personen die solche Konstrukte aufziehen und ein solches Geschäftsmodell bewirtschaften kommunizieren auch nicht über die ordentlichen Kommunikationskanäle. Diese e-mails werden über einen eigens dafür ausgewählten Provider ausgetauscht. Wünsche der Staatsanwaltschaft viel Erfolg und gratuliere, dass sie medial keine Stellung nimmt !

    • …Freundin bei RB zugunsten Karriere geopfert… Machtmensch ohne Ende. Wann endlich merkt er, dass er beim ganzen ‚Spiel‘ wohl nicht mehr lange Musik macht. Bye…

  25. Also, wenn es wahr ist, dass die jetzt bei den Spesen sind, dann gibt es nur zwei Möglichkeiten:1.Die Spesen sind wirklich phänomenal (Der „pleasure Dampfer“ „Raiffeisen“ im Güttinger Hafen gehört zu den Spesen?), oder 2. die brauchen die Verlängerung weil sie noch nichts Substanzielles gefunden haben.Wir werden ja sehen.

  26. Am Nachbartisch beim Zvieri konnte man soeben aufschnappen, dass man bei Raiffeisen wohl sehr verärgert darüber sei, dass die teure PR-Arbeit nicht zu den gewünschten Ergebnissen führt. Keine der Massnahmen würde fruchten. Man nutze doch intensiv die Netzwerke der externen Medienberater zu den grossen Verlagen und ergänze diese um die Beihilfe gutbezahlter Juristen. Auch fingierte Kommentare in der Onlinewelt zeigten anscheinend keine Wirkung, so die adrette junge Dame am Nachbartisch. Nichts hälfe dabei das Ruder endlich wieder herum zu reissen. Einzig froh wäre man wohl darüber, dass jede Schlagzeile über PV von den anderen Problemen in St. Gallen ablenke. Bin gespannt, wer heute Abend in der Beiz sein Herz ausschüttet.

    • Haha, so guet! 🙂 Das bestätigt meinen Eindruck: RCH will verwedeln und beschönigen statt ihren Saustall aufzuräumen. Darum kauft man eh schon unglaubwürdige Medien wie die Bilanz, die dann laut „Free Pierin“ schreien, aber natürlich ohne jedes Argument. So werden nochmals ein paar Millionen für abgehalfterte Journalisten („Krisenkommunikation“, „Beratung“ und so) verbraten, und ein paar Dutzend Millionen für nutzlose Paragraphenverdreher.

  27. Die Forderungen der Staatsanwaltschaft sind meiner Meinung nach völlig berechtigt. Es gab ja einen völlig vergleichbaren Fall in Deutschland mit dem ehemaligen Spitzenmanager Thomas Middelhoff wegen Spesenbetrugs und Untreue: Middelhoff bekam 5 Monate U-Haft und 3 Jahre Gefängnisstrafe. Und dabei waren die Delikte von Herrn Middelhoff längst (!) nicht so schlimm: bei Middelhoff ging es nur um Spesenbetrug, bei Vinzenz steht ja zusätzlich noch schweres Insider-Trading/ Frontrunning über „Geheimvehikel“ etc. in Raum. Im übrigen habe ich den Eindruck, dass die Herren von der Bilanz massiv ihre Reputation gefährden, sollte Vinzenz am Schluss das gleiche Schicksal wie Middelhoff erleiden.
    Siehe hier: http://www.handelsblatt.com/unternehmen/management/thomas-middelhoff-ex-topmanager-tritt-seine-haft-an/13595180.html

    • Bilanz ist doch das Hochjubel- und Speichellecker-Magazin, das noch jedem Furz an einer Firmenspitze Puderzucker in den Allerwertesten bläst. – Und der brave und oft fleissige und loyale Normalo denkt sich dabei: „Was bin ich doch für ein kleines Arschloch im Vergleich zu diesen Koryphäen, seufz.“

    • Vielen Dank für den Link.

      Bis dato kann gesagt werden, dass wir eine unabhängige Justiz haben und nicht in einer Bananenrepublik leben.

    • Verlängerung der U-Haft für Vinzenz & Co. ist durch, meine Güte, das wird jetzt aber die Bilanz-Redakteure brutal ärgern! Gott sei Dank hat sich die Staatsanwaltschaft und Gerichte nicht von der Bilanz etc.-Presse in die Knie zwingen lassen. Ein Armutszeugnis, dass sich die Bilanz überhaupt zu dem Versuch der öffentlichen Freipressung von Vinzenz hat hinreissen lassen. Der Schuss ist mal voll nach hinten losgegangen.

  28. Hochinteressant, dass die Medien wie Bilanz die sofortige Freilassung anstatt intensiver weiterer Untersuchung und Anschlusshaft für Vinzenz und Mittäter fordern. Das heisst im Umkehrschluss ja, dass es auch persönliche Verstrickungen zwischen Bilanz Chef/redaktion und dem möglichen mehrfachen Straftäter Vinzenz geben könnte. Ein unfassbarer Filz, eigentlich gehören alle Beteiligten hinterfragt, egal ob Aktive oder Mitwisser, Mittäter, Beihilfe-leister und scheinheilige Medienleute die Vinenz-raus fordern, obwohl sie genau wissen sollten, dass Vinzenz und Stocker etc. eine ganze Reihe von schweren Delikten vorgeworfen werden könnte.

    • Das ist Lobbying und das ist Medienarbeit unter Kollegen. Schauen Sie nur die Medienstellen des Bundes an, welche mit ehemaligen Journalisten durchtränkt sind welche in einer geschützten Werkstatt sitzen. Deshalb ist heute auch zu lesen : Laut interner Quelle und nicht BR xy teilt mit . . . Kommt alles aus dem Boulevard oder nehmen wir den Fall von Botschafter Borer. Hinterfotziger geht’s nicht mehr. Irgendwann möchte es jeder Journi ruhiger nehmen und wünscht sich einen gesicherten Job und das entsprechende gute Gehalt und eine gute Pensionskasse. Da will man sich’s mit bestimmten Kollegen auch nicht vergeigen. Wenn ein Journi heute nicht spurt wird er gnadenlos ausgetauscht. Am besten von solchen von ennet des Rheins welche uns dann unsere Politik erklären wollen und was wir abstimmen sollen.

      PS: Wenn schon denn schon hätte die Bilanz PV einen Geburtstagskuchen vorbeibringen können. Aber dies ist offensichtlich beim Schreiben untergegangen.

    • Sponsoren – Spuren und Verstrickungen: ________________________________ du hier gucken………………………………………….. EFFICIENCY CLUB ZURICH :_______________________________. Bilanz / Raiffeisen / Leonteq / Avaloq ***** ________________________________Wo bleibt der Bock? 🙂

    • Für mich ist das Betrug!
      Das gehört ausgerechnet und zurückbezahlt u/o verrechnet!

  29. Warum gilt das Leistungsprinzip nicht auch bei Staatsanwälten, Haftrichtern und der Polizei nicht? Wer nicht performt muss seinen Arbeitsplatz sofort räumen ohne wenn und aber. Gleiches Recht für alle!

    • Super Idee mit dem Benchmarking. Nach 3 hintereinander verlorenen Fällen, Form- oder Verfahrensfehler oder bei Rügen vom Ober- oder Bundesgericht zurück auf die Bank für Nachschulung. Bei nochmaligen Versagen austauschen. In der Politik auch notwendig. Ist in der Wirtschaft schon lange so. Aber dann müssten mehr Gefängnisplätze gebaut werden.

  30. Und weiter möchte ich meine Oma grüssen – dir habe ich auch sehr viel zu verdanken. Danke!

    • Lieber Raph. A. aus B. in A. wir danken auch Ihnen für Ihre philosophischen Beiträge.

  31. @Steppenwolf

    Ja habe dafür absolutes Verständnis und das ist ein NO GO, dass man Hässig Mundtot machen wollte. Aber genau darum fehlt Hässig vielleicht die notwendige Distanz.

  32. @ Affairen und Affairs.

    Ich habe genau zitiert ( Copy / Paste) siehe meinen Kommentar weiter unten! Uhrzeit 09.18
    Aber ich gebe Ihnen recht wenn Täter (mit mutmasslich) gestanden hätte wäre es ein Unterschied gewesen. Nur es stand wortwörtlich Verbrecher!

    Das ist eben wirklich ein Unterschied

  33. Solch einschneidende Verlängerungen der U-Haft werden beantragt, wenn noch kein strafechtlich relevantes Untersuchungsergebnis vorliegt, bzw. die zivilrechtliche Beweislage noch ungenügend ist und ein begründeter Verdacht auf Spurenbeseitigung besteht.
    Zudem muss die Verlängerung der U-Haft hinreichend begründet sein und dem Verhältnismässigkeitsprinzip genügen. Sonst wird‘s teuer für den Steuerzahler und endet mit einer Total-Schlappe für die Staatsanwaltschaft.
    In der Regel werden Schwerverbrecher so behandelt, wo es darum geht die Gesellschaft zu schützen.

    • In der Regel werden Schwerverbrecher so behandelt…

      Das gilt aber nicht für die Zürcher Staatsanwaltschaft, die setzt die Messlatte da etwas tiefer an. Hinreichend begründet und Verhältnismässigkeit darf angezweifelt werden.

  34. Dummheit im Sammelkorb von „BILANZ“, die sofortige Freilassung eines möglichen Straftäters zu fordern!

    BILANZ- ist so oder so nur etwas für Kleinwüschsige und Selbstdarsteller!

    • Ich stehe solide auf meinen Podest, oben…bis 4000m und schaue unten…. und ich sehe, sehe…aber kummere ich mich nicht!
      So what: es gibt saubere Bündner, wie saubere Zürcher, Basler Aargauer und St. Galler, auch Walliser und Berner, oder Tessiner… aber von diesen hört man nicht!

      “ Intelligenz schafft Ordnung, nicht Disziplin.“
      Jiddu Krishnamurti

  35. Vincenz vergoldete Freund und Nachbar Hummler.
    Hummler‘s Bank Wegelin) bester Freund und Nachbar (Vincenz) vergoldete im Expressverfahren auf Kosten von Raiffeisen Hummler‘ Abgang. Warum musste der Deal so schnell und zu einem völlig hirnwitzigen Höchstpreis und ohne Vorinformation der Raiffeisen Führung stattfinden? Die beiden Freunde und Nachbarn Hummler und Vincenz haben da in irgendeiner Form gemeinsame Sache gemacht. Bin ja mal gespannt, ob da die Staatsanwaltschaft was herausfindet. Denn in diesem Deal wurde mehr Geld verbraten als in allen anderen Deals zusammen. Davon profitiert haben ausser der Raiffeisen alle anderen…! Allerdings dürften die brisantesten Unterlagen dazu infolge ewiger Untätigkeit seitens der Behörden schon längst entsorgt worden sein.

    Diesen Vincenz -Hummler Deal zu klären wäre wesentlich interessanter als die Spesenrechnungen von PV zu kontrollieren!

  36. innocent until proven guilty. hoffentlich zeichnet sich bald etwas ab, sonst kommt einmal mehr der steuerzahler dran……..

  37. In den letzten Tagen wurden die Medien damit gefüttert, dass PV im Falle eines Freispruchs eine riesige Entschädigung erhalten werde. Heute wird berichtet, dass der Staatsanwalt Haftverlängerung beantragt habe.

    So wird via Medien Druck auf den Richter aufgebaut, eine Haftentlassung anzuordnen. Dieser Druck ist nicht zu verachten, denn es ist der Kantonsrat, der entscheidet, ob ein Bezirksrichter (Haftrichter) jemals Oberrichter werden kann. Im Falle einer Haftentlassung wird kein Politiker danach krähen, bei einer Fortdauer der Haft aber benützt die Verteidigung die Medien weiter und erhöht den Druck. Steht alles im Handbuch für Verteidigung in Wirtschaftstrafsachen. Dort steht auch, dass die Verteidigung keine eigenen Medienmitteilungen machen, sondern Medienfachleute benützen soll, weil ihre Propaganda sonst zu leicht als solche durchschaut werde und das dem Klienten schaden könnten.

    Erinnern Sie sich, wie es bei der letzten Haftverlängerung ähnliche Druckversuche via Medien gab?

    Die angeblich zu befürchtenden Monsterentschädigungen sind ein reiner Popanz. Jeder vernünftige Staatsanwalt schaut nicht nur, ob es objektive Gründe für einen Verdacht gibt. Bevor er gravierende Massnahmen ergreift, prüft er sehr genau, wer an diesem Verdacht schuld ist. Wenn der Verdacht nur auf Behauptungen Dritter passiert, wird der Staatsanwalt sehr vorsichtig sein. Wenn aber feststeht, dass der Beschuldigte die Verdachtsgründe verursachte und dabei auf eine zivilrechtlich (im weitesten Sinne) schuldhafte Weise handelte, so ist der Beschuldigte am Verdacht selbst schuld. Dann wird er auch die Kosten des Verfahrens zu tragen haben. Steht so im Gesetz. Nach allem, was wir über die Geschichte wissen, ist dieser Fall gegeben.

    So. Nachdem klar ist, dass das z.B. im Blick befürchtete Entschädigungsmonstrum nur ein von der Verteidigung aufgeblasener Ballon ist, kann man den Staatsanwalt ungestört weiterarbeiten lassen.

    • @Verteidigung via Medien
      Wow, super Beitrag. Sie haben’s drauf. Kompliment !

  38. @Lukas Hässig: Schwach, dass Sie diesen Kommentar zensieren. Sind Tatsachen.

  39. Das Raiffeisen – Einmal Eins:
    Rechne schlau, behalte Eins.
    Ist es erstmals mal gelungen:
    Wird ein Zweites umschlungen!

    Es wächst der Appetit auf Mehr,
    dank Position gar nicht schwer!
    Zunächst ein paar 100Tausend,
    in ein Offshorekonto sausend?

    Der „Braten“ wird immer geiler,
    am Markt wird manches feiler!
    Zuletzt zählt man 100 Firmen :
    Viele Aepfel, auch faule Birnen!

    Die Revisoren schauen weg(g),
    obwohl Dreck hängt am Steck.
    Keine Fragen intern und extern,
    Institut verfügt über Gütestern?

    Staatsanwalt muss weiter Bohren,
    noch die Schlacht nicht verloren!
    Angekommen bei hohen Spesen:
    Sollte man eher Bilanzen lesen?

    Das Einmal Eins und neun m2;
    warum, hier so viel Gezeter ?
    Für tiefe Einkehr wie geschaffen,
    Nachdenken über grosses Raffen.

    ORF

  40. Vermutungen und Einschätzungen zur Schadenshöhe (Geschädigte sind Aduno, Raiffeisen als jeweilige Kläger etc.):
    50 Mio CHF ?
    500 Mio CHF ?
    1 Mrd. CHF ?
    Egal – Der Schaden ist immens und rechtfertigt alle bisherigen Massnahmen.
    Wahrscheinlich wurden 2 Mio Genossenschafter geschädigt.
    Mutwillig? – Willkürlich? – Vorsätzlich?

  41. Der HZ/Ringier-Verlag versucht mit allen Mitteln sein Raiffeisen-Inserate-Volumen zu schützen. Dabei sind sich weder die Chefredaktoren noch die Redaktoren zu schade, sich vor den Karren spannen zu lassen. Ein journalistisches Trauerspiel sondergleichen.

    • Es sind alle drei grossen (Tamedia, Axel Springer Ringier, NZZ) auf Schmusekurs mit dem smarten Vincenz, so etwas hat die Schweiz medial noch nie erlebt und grenzt an eine Verschwörung.

  42. Vor einigen Jahren noch zelebrierte die Wegelin-Nachfolgerin Notenstein das CSIO St.Gallen (Pferdesporttage) als DEN VIP-Cüpli-Anlass der Ostschweiz. Seither ist die trudelnde Notenstein immer mehr ins Dritte Glied zurückgetreten, potente Sponsoren fehlen und das CSIO St.Gallen gilt immer mehr als serbelnder, sterbender Anlass – ohne jegliche Anziehungskraft!

    • Solange da bei Notenstein in Zürich Leute wie der sogenannte Sakko-Blender am Werk sind, wird sich das auch nicht ändern!

  43. Der Hummler in St.Gallen (ex Chef der von den Amis platt gemachten Bank Wegelin) ist schon seit Monaten verdächtig wortkarg geworden. Es muss ihm wegen der Causa Vincenz erschreckend mulmig geworden sein! In und um St.Gallen erinnert man sich noch gut an die Zeiten, in den Hummler zum Allem und Jedem seinen Senf dazu gegeben hat…

    • Sehr ruhig geworden ist auch die Ex-Bündner-Bundesrätin Evelin Widmer-Schlumpf, welche eine sehr enge Vertraute von PV war. Welche Rolle spielte sie als Regierungsrätin beim früheren Bündner Bauskandal, welche in der Causa PV?

    • Hallo Herr Guggisberg; fragen Sie sie doch gleich selber, dann haben Sie Information aus erster Hand !!

    • …nicht nur die Rolle der ex-Justizministerin EWS bei Bündner-Baukartell sollte beleuchtet werden! Auch die Rolle der andern ex-Justizministerin Metzler in der Angola-Affäre sollte mal genauer untersucht werden. Eigenartig, wie schnell die Dame damals „sorry“ gesagt hat und dann abgetaucht ist! Auch die SBB-VRP Ribar war da ja invoviert – immerhin ist sie hingestanden und ist nicht abgetaucht!

    • Abgetaucht??
      Alt Bundesrätin Ruth Metzler unterstützt die Schweizergarde

      14.5.18 (kath.ch) Die ehemalige CVP-Bundesrätin Ruth Metzler übernimmt den Vorsitz der Stiftung der Päpstlichen Schweizergarde im Vatikan. Sie ersetzt alt Bundesrat Pascal Couchepin ab 1. Juli 2018. Die Stiftung wurde im Jahr 2000 zur Unterstützung der Schweizergarde gegründet.

      Ist jemand in dieser Stiftung Mitglied?

      „Kreative“ Spesenbezüge sind ja eine „Spezialität“ ……..

  44. Es gibt zweiMöglichkeiten, die Staatsanwaltschaft hat etwas gefunden und gräbt noch tiefer oder sie sucht immer noch verzweifel nach irgendeinem Strohhalm.

    • Maybe this way, maybe that way.
      Maybe today, maybe tomorrow.

      Lieber Herr Rausch, Ihr Kommentar ist so überflüssig wie meine Replik.

  45. Ein Skandal wäre, wenn Vincenz nicht zur Kasse kommen würde. Dann würde ich also auch anfangen, mit kleinen Tricks den Staat und die Steuerbehörden auszutricksen. Wenn sich Ehrlichkeit nicht mehr lohnt, wechsle ich auf die andere Seite.

    • Endlich ein sehr intelligente und treffende Kommentar….
      um das geht es hier eigentlich …. um Integrität in der Schweiz…. oder wollen wir nur Pollo – Diebe in Knast sehen?

      „Leaders should strive for authenticity over perfection.“
      Sheryl Sandberrg

    • Nur weil Sie es so wollen, die Schuld muss noch nachgewiesen werden, das übersehen Sie. Nur weil vieles alle Blätter vermelden was schief gegangen ist und vermeintlich strafbar gewesen ist, muss es auch noch bewiesen werden. Aus Behauptungen leiteten sich noch keine Fakten oder Wahrheiten ab! Das war so und wird auch immer so sein. Die Staatsanwaltschaft muss nun die Hausaugaben machen um die entsprechenden Fakten zu liefern! Alles ist Geschwätz und Mutmassungen!

    • Völlig Falsch – ein Skandal wäre, wenn er zur Kasse kommt obwohl er nichts Strafrechtlich relevenates gemacht hat sondern weil es politisch oportun ist und weil eine geiffende Mob dies so wünscht. Theoretisch haben wir die Zeiten der Lynch-Justitz überwunden und die Tatsache, dass trotz intensiver Untersuchung nach 3 Monaten es immer noch nicht zu einer formllen Anklage gekommen ist lässt stark vermuten, dass PV nichts gemacht hat, was strafrechtlich relevant ist.

    • Die Frommen leben zwar gesünder, doch mehr vom Leben hat der Sünder!

    • @Star Philosoph — Mitte Dreissig —

      Schon wieder Sie?
      Mit einem Zitat der CFO-Frau des Konzerns mit dem Skandal-Datenverkauf für politische Zwecke?

      „You got to be kidding“
      L. Conti (mein Zitat)

    • @Beobachter
      Gute und berechtigte Frage. Moral, Ethik und Anstand war wichtig, ist weiterhin wichtig und sollte auch in Zukunft wichtig bleiben, nur hier handelt es sich bei diesen 3 Begriffen nicht um strafrechtlich relevante Kriterien. Es wird mit aller Wahrscheinlichkeit die Gesellschaft sein, die ihn ächten wird, auch wenn er formal juristisch unschuldig ist und wie Ethisch, Moralisch und Anständing dies ist, ist eine weitere gute Frage.

    • Sie schreiben nur Vermutungen. Keiner von uns allen weiss, was die Staatsanwalt hat oder nicht. Nicht einmal die Raiffeisen selber hat den Ueberblick. Lassen Sie die Staatsanwalt ihre Arbeit durchführen. Was Sie vergessen ist, das verschiedene Anwälte damit beschäftigt sind den ganzen case zu cleanen und dies machts auch nicht einfacher für die Staatsanwaltschaft.

      PS: Nur der naivste Gutmensch, welcher zudem einen ordentlichen Zug aus der Bong genommen, glaubt dass nichts vorhanden ist. So oder so.

  46. Bekanntlich sind die Hürden für die Verurteilung eines Wirtschaftsdelinquenten in der Schweiz hoch, und das ist gut so. Man erinnere sich in diesem Zusammenhang z. B. nur an den Fall „Swissair“. Anderseits bedingt diese Tatsache eine einwandfreie, wasserdichte Anklage; Staatsanwälte sind deshalb gefordert, „ganze Arbeit“ zu leisten, auch das ist gut so. Es ist einach zu hoffen, dass das „Recht“ gewinnt, damit das Vertrauen in den Rechtsstaat gewahrt bleibt. Jedenfalls ist es das Verdienst von LH mit seinem investigativen Journalismus wesentlichen Anstoss zur Untersuchung der Causa Vinzenz gegeben zu haben. Im Übrigen können exorbitante Spesenbezüge durchaus ein Indiz für zumindest grenzwertiges Verhalten sein. Es würde mich nicht wundern, wenn die Staatsanwaltschaft versucht, ein ganzheitliches Bild des Menschen PV zu zeichnen, damit eine eventuelle Anklage besser bestehen kann. Auch das ist gut so und dient der Sache.

  47. Der Wettkampf in der Kurzfassung: Knochenarbeit der Untersuchungsbehörden gegen die Spurenverwischer, Vernebler und dem gekauften Medienkonglomerat.

    Wenn der Gefälligkeits-Verwaltungsrat seine Aufsichtspflicht ECHT wahrgenommen hätte, wäre alles viel früher aufgeflogen. Eine weitere Untersuchung gegen diese Schönwetter-Aufsicht müsste ohnehin parallel laufen. Subito!

    Verwaltungsräte die nach dem „3 Affen – Prinzip“ funktionieren: Sieht nix, hört nix, sagt nix muss endlich der Tarif durchgegeben werden. Verantwortung ist bestens bezahlt und so sollen diese auch liefern. Adieu mit Versteckis spielen, werte Herren.

    Zweifel sind angezeigt, ob bei den Untersuchungsbehörden die wahren und unerschrockenen Wirtschafts-Cracks arbeiten, die bei bei diesem komplizierten Pierinschen-Labyrinth überhaupt noch durchblicken……

  48. Ist doch auch egal wo Pierin zur Zeit sitzt. Sein Betonbunker (Haus) ist ja auch nur grau. Den Steuerzahler wird es nicht so viel kosten wie viele Leute meinen, ist er doch von der Finma vorab von der Arbeit dispensiert worden! Um den Arbeiter/Bürger hat er sich auch keine Gedanken gemacht wenn es um seine Interessen geht. Was soll das Geheule der Presse?

    • Genau. Gestern im Medienclub im SRF ging es zu nachtschlafender Zeit um die angeblich inflationär zunehmende „Vorverurteilung durch die Medien“. Anwesend war auch LH, während andere Protagonisten sich zu schade waren, ihr Gesicht zu zeigen. Dafür waren zwei blasse Medienwissenschaftler da – und Mr. Dick-Pic-Panne Geri Müller. LH sah sich gezwungen, seinen Investigativ-Journalismus verteidigen zu müssen! Immerhin konnte der noch nicht eingeschlafene Zuschauer festhalten, dass sich die CH-Presselandschaft praktisch komplett von Vinzenz um den Finger hatte wickeln lassen, und erst als es alle Tauben von den Dächern pfiffen, sprang man auf den Auflagenfördernden Hau-den-PV-Zug auf. Gaaanz schwache Vorstellung der von Inseraten abhängigen Medien.

  49. Ja aber wie geht es ihm im Knast ? Kann IP kein Human Interest Item machen, wo man PV dann sieht beim Jassen, beim Jeu-de-boules, Tischtennis und beim Gewichtheben ? Emo-Fernsehen ?

    • Mir hat mal jemand erzählt, dass es für ihn wie ein Wechsel von Hölle zu Himmel war, als endlich bin der U-Haft ins Bezirksgefängnis wechseln könnte. Meines Erachtens ist PV schlecht beraten, nicht mit den Behörden zusammenzuarbeiten. Sein Ego ist wahrscheinlich zu gross und sein Schuldbewusstsein zu klein.

  50. Ach, der Blick. Es gehört ALLES aufgeklärt. Alles andere wäre wieder ein Beweis für die Unfähigkeit der Justiz, ein Kniefall vor der Finanzindustrie. Ich habe gelinde gesagt absolut kein Mitleid. Eigentlich müssten auch die VR aussagen. Den mehr als Sitzungsgelder abgarniert haben diese Pausenclowns ja nicht. Wären diese Schönwetter Wirtschaftsführer gemäss Gesetz (OR) nicht in der Pflicht gewesen, die GL Entscheidungen vor dem Abnicken zu Prüfen? Aber das wäre ja für ex Regierungsrätin Rita Furrer wohl zu viel verlangt. Sie hat ja wie die anderen ja keine Ahnung vom Bankgeschäft. Und eben, das Abnicken wird mit tollen Sitzungsgeldern erkauft. Und was ist mit all diesen Hobbyprofessoren aus der HSG? Der Revisionsstelle bzw deren Verantwortlichen? Und warum sitzt eigentlich Gisel noch oben? Als Mitwisser hatte der nun genügend Zeit, Spuren zu verwischen. Und das hat der sicher gemacht. Erni hat ihm dabei garantiert geholfen. Diesem winidigen 0815 Anwalt ist vieles zuzutrauen. Bleibt nur die Justiz. Hoffentlich bleibt die hart. Und das Geburtstagstörtchen muss Vincenz hoffentlich selber bezahlen. Wäre ja noch, wenn der Steuerzahler jedem Knastbruder noch ein Törtli zahlen müsste.

  51. «Laut mehreren Gesprächspartnern soll Vincenz seine Raiffeisen-Kreditkarte extensiv für Ausgaben genutzt haben, die nicht in direktem Zusammenhang mit seiner Aufgabe gestanden seien.» so LH.

    Wer die Sendung Doppelpunkt mit Roger Schawinski und LH auf Radio 1 gehört hat, weiss was damit gemeint ist.

  52. Herr Hässig. Grundsätzlich finde ich als Medienschaffender Ihren investigativen Journalismus sehr gut und grundsätzlich auch nützlich. Sie kommen auch persönlich gestern im Club sehr sympathisch rüber. Nur ! Vor Ihnen ist dennoch Vorsicht geboten. Sie sind einer dieser Menschen die es schaffen so zu reden und anders zu schreiben. Eine legitime Arbeitsweise wenn auch zu verachten. Ihre Vorverurteilung Vinzenz` falls einen U-Haftverlängerung bewilligt werden sollte ist eines Journalisten Ihres Format nicht würdig.(Zitat: …dass der Bündner und seine Kompagnons hartgesottene Verbrecher sind.) Ich persönlich spüre auch aus diesem Artikel Ihre fehlende Distanz in dieser Causa.

    • @Ric Bellini

      Bitte nicht vergessen, dass man Lukas Hässig mundtot machen wollte in dieser Causa. Das Kartenhaus ist schliesslich doch noch zusammengestürzt und dies ist die Retourkutsche, nachdem alle geschlafen haben inklusive Verwaltungsrat, Finma und die Medien.

      Man soll doch jetzt nicht jedes Wort sezieren in diesem Blog. Dies ist übrigens der Lackmustest für unsere Untersuchungsbehörden, die in den Wirtschaftskriminalfällen meisten versagt haben……….

    • …@ Ric Bellini: bitte genau zitieren. Im Text von LH wird nicht von „Verbrecher“ geschrieben : „…gute Gründe zur Annahme haben, dass der Bündner und seine Kompagnons hartgesottene Täter sind. …“
      Doch noch ein Unterschied !?

    • @Ric Bellini

      Nach der Entlassung von Vincenz, insbesondere bei einem späteren Freispruch mangels Beweisen, muss LH mit weiteren Gerichtsverfahren durch die Anwälte von Vincenz rechnen. Diese können LH ruinieren.

      Wir müssen darum davon ausgehen, dass LH darum sehr vorsichtig argumentiert, sogar wenn er offenbar übertrieben formuliert (Neuzeit usw).

    • @Mutti

      Wer Anschuldigungen macht die strafrechtlich relevant sind und Konsequenzen für den Beschuldigten haben, wird sich hoffentlich rechtlich vorher beraten lassen und seine Story erst danach veröffentlichen.

      Wenn LH den Anspruch des Investigativjournalismus hat, dann wird er danach vorgegangen sein. Man sollte jetzt einfach auch mal die Behörden Ihre Arbeit machen lassen.

    • @Ric Bellini: „Vor Ihnen ist dennoch Vorsicht geboten …,“ „schaffen so zu reden und anders zu schreiben. .“ etc. Wäre der richtige Adressat ihres Schreibens nicht die Medienstelle der Raiffeisen? Möchten Sie nicht ein diesbezügliches Reply von Hr. Schaub und Frau Krisch oder der mandatierten Anwaltskanzlei?

      Sehen Sie, Hr. Hässig steht selber hin (hat keine eigene Medienstellen, Komm-Fuzzies, Training für’s Worthülsen und Nebelpetarden werfen, muss auch keinen Ex-Lehrer oder sonstiges Gspusi holen welcher ihm aus der Patsche hilft oder den Steigbügel hält, arbeitet nicht mit dem Entzug von Anzeigenvolumen, ist in keiner Nepotismus Vereinigung wo gegenseitig Geld und Gefälligkeiten ausgetauscht werden und er baut mit Anwaltskanzleien keine Drohkulissenkonstrukte auf).

      Hr. Hässig schreibt das was in der Realität abläuft. Er ist drangeblieben, im Gegensatz zu Ihnen und ihren Kollegen, und es ist nicht das erste und letzte Mal dass Herr Hässig recht behalten hat und wird. Haben Sie oder einer ihrer Kollegen je geschrieben, dass ein Internetangriff aus der Notenstein auf den IP-Blog stattgefunden hat (siehe Talk mit Schawi) ? Hätte Hr. Hässig zu solchen widerlichen und ungesetzlichen Mitteln gegriffen wie wäre wohl die Headline gewesen?

      Hr. Hässig ist zudem Wirschaftsjournalist des Jahres, was auch nicht jeder Journi einfach so wird UND er wurde von seinen Kollegen gewählt!!! Die muss erst mal erarbeitet werden ! ! !

      Lesen Sie in Ruhe das Votum von Herr Ringier wo Hr. Hässig u.a. mit CC von Sion und die Leser und wir Blogschreiber u.a. als Verschwörungstheoretiker betitelt werden.

      Wie interpretieren Sie als Medienschaffender diese Aussage von Hr. Ringier: „Vermutung als journalistisches Werkzeug mit Auszeichnung! Da kann ich bloss vermuten, dass die Schweizer Journalisten es absolut verstehen, dass man als Verleger dann doch lieber in Anzeigenportale investiert», so Ringier.“

      Was ist der abschliessende Gedanke eines Journalisten wenn er die Worte von Herrn Ringier liest?

      Frage am Schluss: Welcher Journalismus ist glaubhafter und wird mehr respektiert? Ringier Presse mit UBS Leuten im Vorstand und teilweisem copy & paste von IP oder direkt vom jenem Journalisten welche dies ALLEINE (ohne Newsroom und Digital bla bla) in Knochenarbeit und Entbehrungen erarbeitet hat und am Ende eigentlich alles so eintrifft wie er geschrieben hat?

      http://www.persoenlich.com/medien/michael-ringier-kritisiert-die-wahl-von-lukas-hassig

  53. news von ex chefjuristin nadja ceregato?
    auch wieder 3 monate aufenthalt in der usa verlängert?
    auch von nichts gewusst?

  54. Und der Post-Skandal? Ich will diese Post-Verantwortlichen, von oben bis unten, entfernt und bestraft!

    Danke für’s Ins-Licht-Rücken, wieder einmal, auch hier, LH!

    • @Öksi

      Tatsächlich hört man vom Postskandal wenig bis gar nichts. Soll die zuständige Bunderätin – Mitglied des CVP-Filzes – geschont werden?

    • @Ōski: Bei der Post liegt keine persönliche Bereicherung vor. Sie haben Null Ahnung.

  55. Wo Rauch ist, gibt’s auch Feuer. Ohne erheblichen Verdacht auf strafbare Handlungen gäbe es diesen Antrag auf U-Haft Verlängerung kaum. Dran bleiben, Herr Hässig!

  56. Ganz klare Vorverurteilung wenn man das liest:

    Wenn die Strafbehörden mit ihrem Antrag auf nochmals 3 Monate Untersuchungshaft gegen Pierin Vincenz durchkommen, dann würde das zeigen, dass ihr Verdacht gegen den Wirtschaftskapitän gravierend ist.

    Insbesondere, dass sie aufgrund des beschlagnahmten Materials und der geführten Einvernahmen gute Gründe zur Annahme haben, dass der Bündner und seine Kompagnons hartgesottene Verbrecher sind.

    So lange kein Urteil von einem Richter gesprochen ist, steht es niemandem zu einen Menschen hartgesottenen Verbrecher zu nennen. Wenn die U-haft auch 5x verlängert werden sollte. Wenn Vinzenz letztlich verurteilt und die Strafe rechtskräftig ist, kann der will ihn so nennen. Wenn er aber die Strafe verbüsst haben sollte, falls es zu einer kommt, hat er gesühnt und ist wieder Teil unserer Gesellschaft. So spricht das Recht!

    • Danke für diesen Kommentar. Leider fehlt den meisten Kommentatoren bei IP die nötige Sachlichkeit.

    • der autor beschreibt einen verdacht und eine annahme, und macht transparent, wie er darauf gekommen ist. das ist ok und nachvollziehbar und bestreitbar. man kann ihm höchstens vorwerfen, dass er kommentar und faktenpräsentation nicht sauber trennt. aber herjemine, das tut heute kein schreiber mehr. dieses verständnis von journalismus haben wir im vergangenen jahrhundert liegen gelassen.

  57. Ein Riesenbrimborium um Nichts. Am Ende kassiert PV max eine Geldstrafe. Die Staatsanwaltschaft kann man gemeinsam mit der FINMA über einen Kamm scheren. Absolut unfähig

  58. Wir alle, die da waren, wissen wie es läuft und wie es der lustige PV so gehandhabt hat. Pech für ihn, dass nun alles unter die Lupe genommen wird und jede kleineste Kleinigkeit ans Licht kommt. Wenn er minimal smart war, sollte er aber einen grossen Teil in Sicherheit gebracht haben. Wenn nicht, dann Gute Nacht 🙂

  59. Das ist doch alles ein grosses Missverständnis. Pierin Vincenz ist ein über jeden Zweifel erhabener, aufrechter Visionär, der seine eigenen Interessen immer und überall hinter die übergeordneten Ziele von Raiffeisen gestellt hat. Ich vermute eine von Gisel und Gantenbein inszenierte Kampagne, um die grossen Verdienste des Bündners Schlachtrosses zu minimieren und damit sein Vermächtnis zu schmälern. Die Zürcher Strafverfoger agieren dabei als willfähige Genossen, die insgeheim von Rita Fuhrer, die im Nebenamt als Leiterin der P27 (Nachfolgeorganisation der P26) angeleitet werden. Eine Riesensauerei, das Ganze. Ich bin entsetzt.

    • Wusste gar nicht, dass die Pius-Bruderschaft sich mit Politik und Wirtschaft befasst. Die waren doch immer mit innerkirchlichen Gefechten beschäftigt….

  60. Unfassbar! Jetzt kommt der Trick der Staatsanwaltschaft wegen Spesenbetrug. Der wird immer angewendet, wenn sonst nichts zu finden ist. Wenn PV dafür nie abgemahnt wurde, hat die Staatsanwaltschaft auch hier keine Asse im Ärmel. Zahnloser Tiger auf Kosten der Steuerzahler.

    • Oder es kann bedeuten, dass das ganze Ausmass noch nicht bekannt ist. Zudem hat eventuell die Raiffeisen selber die Spesenabrechnungen zur Anzeige gebracht.

  61. Es gibt kein unfehlbareres Zeichen eines ganz schlechten Herzens und tiefer moralischer Nichtswürdigkeit, als ein Zug reiner, herzlicher Schadenfreude. Man soll den, an welchem man ihn wahrgenommen, auf immer meiden.

    Arthur Schopenhauer (1788 – 1860), deutscher Philosoph

    • Zampano bessert mal wieder seine Raiffeisen-Rente mit Tiegründigen Pro-Pierin-Voten auf. Herzig. Jetzt warten wir noch auf Vreni aus St.Gallen…

    • Mein Freund an einem Sonntagmorgen
      Tät sich ein hübsches Rößlein borgen.
      Mit frischem Hemd und frischem Mute,
      In blanken Stiefeln, blankem Hute,
      Die Haltung stramm und stramm die Hose,
      Am Busen eine junge Rose,
      So reitet er durch die Alleen,
      Wie ein Adonis anzusehn.
      Die Reiter machen viel Vergnügen,
      Wenn sie ihr stolzes Roß bestiegen.

      Nun kommt da unter sanftem Knarren
      Ein milchbeladner Eselskarren.
      Das Rößlein, welches sehr erschrocken,
      Fängt an zu trappeln und zu bocken,
      Und, hopp, das war ein Satz, ein weiter!
      Dort rennt das Roß, hier liegt der Reiter,
      Entfernt von seinem hohen Sitze,
      Platt auf dem Bauche in der Pfütze.

      Die Reiter machen viel Vergnügen,
      Besonders, wenn sie drunten liegen.

      Wilhelm Busch
      * 15. April 1832 † 9. Januar 1908

    • 1) Warum gehen Sie davon aus, dass es sich bei den Lesern von IP um Schadenfreudige handelt? In Frage kämen auch andere Gefühle wie: VERACHTUNG, Ekel, Empörung, Drang nach Richtigstellung / Aufklärung / Transparenz, ein echtes Engagement für die Raiffeisenidee, usw.

      2) Seit wann beschränkt sich Moral und Moralität auf allfällige Schadenfreude?

      3) Forstmoser hat in seinem Gutachten auf die moralische Verwerflichkeit der Handlungen von Vincenz hingewiesen – Vincenz nahm das Fazit des Gutachtens aber als „Freischein“ um weitere ähnliche Geschäfte zu tätigen

  62. Hoffentlich schafft es die Zürcher Staatsanwaltschaft Licht in den Raiffeisen Sumpf zu bringen bevor die Vinzenz Unterstützer (via Bilanz) die Oberhand gewinnen. Bleiben Sie am Ball, Herr Hässig!

  63. im prinzip darf die u-haft einfach nicht länger als die zu erwartende strafe dauern, egal ob diese erwarteterweise bedingt oder unbedingt ausgesprochen wird. bei einem grossbetrug im millionenbereich können auch bei einem ersttäter durchaus mehrere jahre freiheitsstrafe anstehen. solange die untersuchung dauert, besteht kollusionsgefahr, ausser der beschuldigte gestehe. es wäre somit nicht aussergewöhnlich, wenn die u-haft vorliegend noch monatelang weiterdauerte.

  64. Der Antrag der Staatsanwaltschaft auf eine weitere Verlängerung der Untersuchungshaft ist einfach nur lächerlich.
    Zuerst ist man Jahre lang untätig und nachher macht man auf dicke Hose.
    Und dies ist auch der entscheidende Punkt: Die Sachverhalte liegen bereits Jahre zurück und innerhalb von drei Monaten sollte man dann schon langsam aber sicher zu einem Resultat kommen… aber man weiss ja, was die Zürcher Staatsanwaltschaft in der Vergangenheit auf die Reihe bekommen hat und was eben nicht!

    • Die SA kann ja nicht einfach aufgrund von IP Blogs eine Strafuntersuchung einleiten. Nachdem Anzeige erstattet wurde hat sie die Arbeit aufgenommen.

      Wenn schon Jahre der Vorwurf von jahrelanger Untätigkeit zulässig wäre, dann ggü Finma, PwC, VR und Delegiertenversammlung.

  65. ..und von der Bar im Hyatt ging’s dann weiter.
    Schon ein Wahnsinn, dass weder bei Raiffeisen noch bei Aduno je jemand die hohen Spesenvergütungen/Angaben in Frage gestellt hat?

    • Nun, ich kann eine einfache Antwort liefern. Sobald man unangenehme Fragen stellt, ist man seinen Job los. Dies ist leider in der Bankbranche so.

    • Nachteule, Du hast offenbar Insider-Kenntnisse. Ich habs auch geschrieben aber einwenig zu direkt offenbar, sodass mein Kommentar nicht freigeschaltet wurde. Aber wir wissen alle, wovon wir hier sprechen.

    • Ich hatte das Hyatt in der Vergangenheit immer als Raiffeisenfiliale mit angehängtem Hotelbetrieb betrachtet; hatte zig Treffen mit Raiffeisenvertretern dort. Gehört das Hyatt doch nicht der Raiffeisen?

    • Wo war denn bei der Kontrolle der Spesem die interne und externe Kontrolle? In St. Gallen pfeifen es die Spatzen vom Dach, dass PV auf sehr grossem Fuss gelebt hat mit der Vermutung, dass dies wohl zu Lasten der Raiffeisen ging. Und alles bei der feinen Raiffeisenbank. Wo war die übrige GL, die diese Machenschaften sicher auch bemerken mussten. Es bleibt nur eines: Ausräumen gründlich und sofort.

    • Die Konsumationen von „Frauen“ auf offiziellen Geschäfts-Spesenabrechnungen sind heute sehr selten zu finden und eher ein Klischee (Ausnahme Fussballvereine). Begründung u.a. werden solche Ausgaben steuerrechtlich als „Geschenke“ interpretiert.

      Jeder intelligente und finanziell potente Mann bezahlt solche Rechnungen bar.

    • Ausgerechnet das Hyatt in Zürich: Das Hyatt ist doch stadtbekannt für aufgemotzte Damen, die sich in der Hotellobby tummeln und dort auf eine Art… Geschäft aus sind (Bisiness you know). Jedenfalls die sehr teure Version mit Prolex, Hermes etc. Also für die Herren der Finanzwelt, denen das Portemonnaie etwas zu locker sitzt.
      Ausgerechnet das Hyatt taucht jetzt auf!!

  66. Die lange Untersuchungshaft kann eigentlich nur bedeuten, dass die StA die notwendigen Beweise (noch) nicht beisammen hat und der Fall (noch) nicht wasserdicht ist. Wäre das anders, dann bestünde ja keine Verdunklungsgefahr mehr. Na, wenn die das mal nicht noch vergeigen…

    • Die Reputation ist sowiso hin. Wenn die Staatsanwaltschaft nichts findet, wird es einfach teuer!

    • Nun ja, in der Bar im Hyatt gibt es gute Drinks, animierte Gespräche und auch etwas fürs Auge…

  67. Manchmal ist man mit einem „Staranwalt“ (der auf Konfrontation geht) schlechter bedient als mit einem „Feld-Wald-und-Wiesen“ Anwalt (der kooperativ mit den Strafbehörden ist). Am Ende wird man vielleicht zu zwei Monaten bedingt weniger verurteilt. Aber dafür ist man 3 Monate länger in U-Haft gesessen.
    Das Vincenz zu einer unbedingten Gefängnisstrafe verurteilt wird glaubt doch kein Mensch. Aber in U-Haft (die schlimmer ist als „Normalhaft“) war er trotzdem!
    Von den Kosten des „Staranwalts“ ganz zu schweigen…

    • Die U-Haft wird beim Absitzen angerechnet. Insofern lohnt sich ein Staranwalt auf jeden Fall, es sei denn, man setzt in der PV-Betrachtung einen hohen Diskontfaktor an (d.hn betrachtet einen Tag in der Freiheit heute als wesentlich wertvoller als einen Tag in der Freiheit im Alter 70).

    • Max, Du machst ein paar Denkfehler:
      1) U-Haft ist VIEL schlimmer als ordentlicher Strafvollzug
      2) Was wäre Dir lieber? 18 Monate bedingt ohne U-Haft (also keinen einzigen Tag im Bau, kannst also den Frühling gemütlich mit einem Glas Wein auf dem Boot verbringen) oder 16 Monate, wovon 6 Monate in U-Haft (also Frühling und Sommer in einer 9 qm Zelle)?
      3) Während der U-Haft fallen Unsummen an für Anwälte und PR
      4) Für den Ruf ist U-Haft viel schlimmer (Medienberichten)
      Und zuletzt: der „Staranwalt“ macht mit Konfrontation natürlich ein gutes Geschäft. Aber er hockt ja auch nicht auf 9 qm, 23 Stunden am Tag!

  68. Schon erstaunlich wie sich die Presse für V.P. einsetzt. Habe dies noch in keinem anderen Fall erlebt wo jemand in der U-Haft grilliert wurde, obwohl wie in solchen Fällen üblich – bei Jedem die Unschuldsvermutung gilt, bis das Gegenteil bewiesen. Die Presse erweckt den Eindruck , dass es einfach nicht sein darf, dass man von Seiten der Justiz ohne Rücksicht auf Status durchgreift. Wäre es anderes, dann hätten wir ein Zweiklassen-System und dies kann es mit Sicherheit nicht sein. Wie kann dann die gleiche Presse ihre Journalisten feiern und auszeichnen lassen, welche sich in den Panama-Papers hervorgetan haben? Hier wurde auch das System durchgerüttelt und mancher wurde an den Pranger gestellt, obwohl off-shore per se nicht immer einen fahlen Beigeschmack haben muss. Aber who cares, wenn es der Auflage dient. Also, was ist es, was die Ringier-Presse zu befürchten hat wenn V.P. länger in U-Haft bleiben muss?

    • @leirum – grundsätzlich gilt auch für Pierin Vinzens die Unschuldsvermutung!

    • Nun ich habe Eingangs Text geschrieben: “ bei Jedem die Unschuldsvermutung gilt, bis das Gegenteil bewiesen.“ Was diesen Fall hochkomplex macht ist die Tatsache, dass die Staatsanwaltschaft sogenannte Ringbefragungen macht. Je grösser der Kreis der zu Befragenden umso länger die Dauer. Das Argument, Verdunklungsgefahr können sie perpetum gelten lassen solange Antworten von Befragten nicht übereinstimmen mit Aussagen des Inhaftierten. Eine Auskunfsperson kann so sehr schnell in den Teufelskreis kommen und spätestens dann überlegen sich viele ob Loyalität angebracht ist oder nicht. Die heutigen Staatsanwälte – ob man sie nun mag oder nicht – gehen nach dem Text vor: Alle Lügen; der Inhaftierte, die Auskunftsperson, die Zeugen und die Verteidiger. Basierend auf dieser Erkenntnis läuft deren Programm ab und die sind nicht schlecht geschult – suggestive Befragung hin oder her. Und der Verteidigung nützt es nichts, wenn sie dem Mandaten rät überhaupt nichts mehr zu sagen, verzögert einfach den Aufenthalt.

    • @leirum
      Treffend geschrieben.
      Bei Ringier sitzen UBS-Leute im VR. Dies hat seinen Grund. Sobald der erste der „ihren“ rechtskräftig verurteilt UND in die Kiste muss sind bestimmte Banker, Versicherungsmanager, Politiker und Anwälte, welche hier mitspielen und von diesen Geschäftsmodellen richtig Geld zugeschanzt erhalten, nicht mehr untouchable. Das wissen diese und sie haben Angst. Darum wird mit allem entgegengehalten was man hat. Ist wie beim Domino. Sobald der erste Stein fällt . . .

  69. Diese Blick Story musste ich mir noch kurz geben. Zynischer unqualifizierter Kommentar meinerseits, wenn ich durch die Bildli klicke:
    Vincenz Villa im Appenzell mit den grauen, nackten Betonwänden und Flachdach war ja schon mal eine erste Vorbereitung für das, was kommen mag. 🙂

  70. Man könnte das Ansinnen der Strafverfolger auch dahin gehend deuten, dass es bis dato nicht gelungen ist, den Fall Vincenz wasserdicht und damit justiziabel zu machen – was ich nicht hoffe. Sollte PV tatsächlich ungeschoren aus der Sache herauskommen, dürfte die Staatsanwaltschaft schlecht aussehen. Wollen wir hoffen, dass Erni & Co. ihren Mandanten nicht frei bekommen bzw. dieser den Ermittlern nicht aufgrund juristischer Schlupflöcher (Verjährung etc.) ein lange Nase zeigen kann.

    • Robin, Auch ich hoffe, dass mit dem Fall noch viiiel mehr ans Tageslicht kommt und PV ein gerechtes Urteil erhält – ob hinter oder vor den Gittern. Auch hoffe ich mit Ihnen dass die Zürcher Ermittler einen guten Job machen und sich von niemanden einschüchtern lassen!
      Aber, selbst wenn PV in dem Verfahren noch relativ glimpflich davon kommen sollte,…in der Schweiz wird man sich auch auf den Teppich-Etagen noch lange daran erinnern. Und das ist gut so. Und so wird man künftig wieder etwas genauer darauf achten, Privates von Geschäftlichem zu trennen…und die künftigen Raiffeisen Banker werden auf Jahre hinaus wieder in „normaleren“ Congress-Hotels ihre internen Meetings abhalten. Ganz sicher.

  71. Hoffentlich schauen Sie sich auch gleich die Spesenbelege der restlichen GL an. Gewisse Leute haben wohl seit ihrer Berufung kein einziges Mittag- oder Abendessen mehr selber bezahlt.
    Und diese hemmungslose Kultur des Abkassierens setzt sich ja fort. Man schaue sich nur mal die Luxuskarren der jetzigen FS0 an!

  72. Bei den Spesen kriegst Du sie immer! (Könnte auch bedeuten, dass andernorts noch zuwenig Fleisch am Knochen ist.)

    Witzig war auch GE-CEO John (Jack) Welch vor Jahren in einer Luxusboutique in Paris, wo er seine jüngere, blonde Geliebte neu voll-ausstattete (und dazu sicher seine Corporate Card brauchte)… und dann zusammenzuckte, als er mich dort sah. 😉

    • … und als Jack Welch in Rente ging, verlangte er zusätzlich zur Kohle noch ein Apartment in Downtown mit WC mit vorgewärmtem Sitz plus Schrank mit vorgewärmten Handtüchern.

  73. Mutmassung: „Und wie gravierend die Vorwürfe der Ermittler gegen Vincenz und seine ebenfalls beschuldigten Partner sein müssen.“

    –> wenn das so wäre, könnte man doch schon lange das Verfahren starten und Vincenz aus der U-Haft entlassen oder? Ich glaube eher, dass die Justiz noch verzweifelt Beweise sucht, um Vincenz Dingfest zu machen. Alles Andere macht ja kaum Sinn…

    • Gleiches gilt für Ihre sinnfreien Kommentare, die Sie hier immer wieder zum Besten geben, liebe St. Gallerin.

    • Nee, noch mehr Dräck gefunden. Plus 2 neue Zellengenossen.
      Sie sind sicher auch Werner K Rey Fan.
      Muahaha….

  74. über ein Steuerproblem, ein Bündner jetzt halt wohl über eine Hotel-Bar bzw. -Suite.

    Und nochmals andere werden auf Thunfischen ausrutschen oder an Swaps hängenbleiben.

  75. Man soll den Mann sofort freilassen. Wenn der Staatsanwalt nicht in der Lage ist, innerhalb von 3 Monaten genügend Beweise gegen PV zu finden, dann sollte man diesen auswechseln. Für ein Finanzdelikt derart lange in U-Haft zu sitzen, ist eigentlich ein Skandal. Jeder Drogenhändler, Schläger oder Vergewaltiger kommt meistens innerhalb einer Wochenfrist frei und wartet in Freiheit auf seine Verhandlung. Es handelt sich am Ende des Tages immer noch nur um ein Finanzdelikt und nicht um einen Mord.

    • Sie sehen schon, dass die Ermittlungen im Falle eines Finanzdelikts etwas komplizierter sind als z.B. bei einer Prügelei?
      Und wie ich „Staranwälte“ kenne, werden diese sicher zur Aussage-Verweigerung raten. Was im Endefekt nur dazu führt, dass man noch ein paar Monate länger in U-Haft sitzt – aber dafür vielleicht zu 2 Wochen weniger Haft verurteilt wird.

    • Wenn ich einem eins aufs Maul haue, dann ist der Fall klar. Wenn ich geschickt betrüge und viele involviert sind, dann wird’s halt etwas schwieriger. Darum sind Gewaltverbrecher immer schneller verurteilt als durchtriebene Finanzbetrüger… logisch, oder? 3 Monate Zeit um einen Sumpf trocken zu legen ist nun wahrlich schier unmöglich. Indizien reichen halt nicht, um treffsicher anzuklagen.

    • Lieber Churchill

      Sie würden natürlich wieder so dreinhauen wie bei den Dardanellen. Aber es gilt halt doch: immer wenn alles ganz einfach und klar ist, müsste man wissen, dass man komplett daneben liegt.

      Überlegen Sie einmal, wie viele Sachkomplexe muss man bei einer Vergewaltigung abklären und wie viele bei einer ganzen Reihe von Unternehmens- und Beteiligungsübernahmen?

      Aber Sie müssen sich nicht schämen. Vor einigen Jahren nölte der Justizdirektor in den Medien über die angeblich überlange Dauer einer riesigen Strafuntersuchung – und das ausgerechnet am Tage der Hauptverhandlung vor Gericht! Dabei könnte jeder Simpel einfach die Bundesgerichtsentscheide zu Wirtschaftsdelikten anschauen und dort die Zusammenfassung der Verfahrensgeschichte lesen. Dann wüsste er, wie lange es in Gottes Namen geht. Immer. Ausnahmslos.

    • Die Justiz funktioniert nicht wie Churchill denkt: Es besteht ein Verdacht und es kommt zu einer Anzeige. Es wird ermittelt, der Angeklagte ist nicht geständig, es kommen immer mehr Delikte zum Vorschein, es besteht Verdunkelungs- und Kollusionsgefahr. UH wird angeordnet. Die Untersuchungen gehen weiter und es kommen noch mehr Delikte ans Tageslicht. Die UH wird so lange fortgesetzt bis die Untersuchungen abgeschlossen und die Verdunkelungs- und Kollusionsgefahr ausgeschlossen sind. Die Mühlen der Justiz mahlen üblicherweise langsam, aber gründlich. Und in der Schweiz wird sehr gründlich gemahlt.

  76. Hatte es in der Torte keine Säge? Hansdampf Pierin hätte ich es durchaus zugetraut, dass der Tortenbäcker seiner Wahl nicht nur ein kreativer Patissier ist.

  77. Ich frag mich schon, was diese lange Haftstrafe für Vincenz soll!? Wer hat eigentlich (sollte dann dem auch so sein) einen Schaden erlitten ausser der Raiffeisen!? Ich bin kein Freund von Vincenz und bin überzeugt, dass er „Dreck am Stecken“ hat. Im Verhältnis zu Rasern mit Todesfolge, Vergewaltiger usw. wird er aber jetzt zu hart angepackt.

    • @Bärner: Sie haben vergessen, noch die gewalttätigen Chaoten von der Berner Reithalle aufzuzählen…

  78. Wenn ein L. Hässig hier vom „grössten Wirtschafts-Kriminalfall der Neuzeit“ schreibt, kann er sich hoffentlich auf echte Fakten stützen. So hoffe ich zumindest. Alles andere müsste dann doch als Vorverurteilung betrachtet werden…

    Offenbar war nach seiner Ansicht auch der Fall Behring (oder gar ein Madoff?) ein kleiner „Fisch“ dagegen. Hand aufs Herz, Herr Hässig, sieht so ein wirklich seriöser Journalismus aus?

    Aber der Erfolg gibt Ihnen natürlich „recht“: Die Unterstützung vieler Kommentarschreiber wird Ihnen auch heute wieder sicher sein…

    • Madoff ein kleiner Fall? Der sitzt lebenslänglich. Hier die Fakten: Madoff wurde am 29. Juni 2009 zu 150 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt und direkt nach der Urteilsverkündung Gefangener des Metropolitan Correctional Center (MCC) in New York City (Reg.-Nr. 61727-054). Am 14. Juli 2009 wurde er in den Federal Correctional Complex Medium, einen Sicherheitstrakt im US-Bundesgefängnis in Butner, North Carolina, verlegt. Seine Entlassung ist für das Jahr 2139 vorgesehen. Quelle Wikipedia.

    • Die Zeile, dass der Fall PV „der grösste Wirtschafts-Kriminalfall der Neuzeit“ sein soll, stammt ja von Herr Hässig. Es gab im Zusammenhang mit der Finanzkrise noch viele weitere kriminelle Wirtschaftsfälle von unbeschreiblich grösserer Tragweite, deren Folgen noch unsere Kinder noch zu tragen haben. Hier solche Superlative zu verwenden, erscheint halt einfach nur als billiger „Boulevard-Journalismus“…

  79. Die üble Abzockerei der Herren Ospel & Co. zulasten der UBS hätte man damals auch untersuchen müssen.

  80. vincenz hat keinen zugang zu etwelchen bankdaten mehr. also sind nach drei monaten u-haft vertuschungen kaum noch möglich. im weiteren sind überzogene spesen nicht themen der richter sondern der internen und externen revision, ausser die alten kumpanen haben pierin diesbezüglich angezeigt. ich glaube man ist für eine verurteilung nicht fündig genug. hier will man nun eher ein wichtigtuerisches exempel statuieren. freilassen mit der auflage das land nicht verlassen zu dürfen; einfach oder:)

    • @Wrigeli & bäschteli

      Es ist auch sehr wahrscheinlich, dass einige Auskunftspersonen und Unternehmen „auf Zeit“ spielen und nur minimale Angaben machen im letzten Moment, zudem sind auch Konten im Ausland z.B. Lichtenstein involviert.

      Ich würde gerne wissen, welche Fälle überhaupt Gegenstand der Untersuchung sind und welche nicht. Ermittelt die Staatsanwaltschaft überhaupt generell i.S. ungetreuer Geschäftsführung?

  81. Ui, ui, ui , Sitzungen, Zürich, Nobelhotel?

    Na und, was Präsidenten das Oval Office war, dass kann man doch wackeren Schweizer Führungskräften nicht verwehren.

    • sie sagen es, in St.Gallen gibt es keine ebenbürtigen Hotels – die Raiffeisen hat selber wohl keine geeigneten Sitzungszimmer – die Exponenten wohnen und arbeiten ja alle nicht in SG. Da ist es evident wichtig, solche Sitzungen in Zürich, in einer bei Geschäftsmännern weltweit bekannten Hotelgruppe abzuhalten.

      Vielleicht liegt es aber auch an der super Lage des Hyatt. Es ist ja so günstig gelegen, alles in Gehdistanz. Schliesslich möchte man mit den grossen Bankern der CS und UBS gleichauf sein😉

  82. Wehe, wenn die dubiosen Hintergründe der höchst verdächtigen, nervösen Übernahme der von den Amis platt gemachten Bank Wegelin auffliegen: Der Fall Pierin Vincenz wird immer brisanter!