Der Schönste im Land? Ich, Tidjane

CS-Chef ruft Preise von Fachmagazin laut in die Welt hinaus – Aktie sinkt und sinkt – Trophäe stemmen, dann hopp und weg?

Credit-Suisse-Chef Tidjane Thiam lobt sich über den grünen Klee. Grund sind die Auszeichnungen eines englischen Fachblatts namens Euromoney. Dieses zeichnete Thiam und die CS soeben für 2018 aus.

Für Thiam die Chance, sich ins rechte Licht zu rücken. In ganzseitigen Inseraten stellt er sich und seine Bank zur Show. Schaut her, hier komme ich, The Banker of The Year.

Er bedanke sich bei „unseren Kunden und Partnern“, schreibt Thiam in einer grossflächigen Anzeige in der NZZ. Kunden und Partner hätten ihm und der CS „ihr Vertrauen und ihre Unterstützung“ geschenkt.

Mit Partnern kaum gemeint haben kann Thiam die Investoren. Deren „Unterstützung“ ist bekanntlich nicht sehr stark.

Seit Thiam vor 3 Jahren das Ruder bei der Nummer 2 des Finanzplatzes übernommen hat, ist die CS-Aktie deutlich gesunken. Sie hat 44 Prozent ihres Werts verloren. Der SMI blieb in dieser Zeitspanne praktisch gleich.

Trotzdem haut Thiam nun laut auf die Werbetrommel. Er tut dies vor dem Hintergrund, dass sich die CS in der Schweiz aufgefangen hat.

Deshalb darf heute Schweiz-Chef Thomas Gottstein die Preise von Euromoney für sich und seine Leistung ebenfalls nutzen. Gottstein sagt in einem eigenen grossen Inserat in der NZZ Dankeschön den Mitarbeitern und Kunden.

Solches Eigenlob nach Auszeichnungen ist weit verbreitet bei den Banken. Die UBS hielt sich vor einiger Zeit und nach vielen Euromoney-Auszeichnungen ebenfalls nicht zurück.

Trotzdem kommt es bei der Paradeplatz-Grossbank zu früh. Die CS hat unter Thiam Milliardenverluste geschrieben. Im laufenden Jahr dürfte zwar ein Gewinn resultieren, doch immer wieder erfolgen Rückschläge.

Derzeit drohen beispielsweise erneut Ablasse in den USA aus der Zeit der Finanzkrise. Diese bewegen sich nicht mehr in Höhe von Milliarden, aber sie summieren sich auf mehrere Hundert Millionen Dollar.

Die CS entlässt zudem ständig Leute und verschiebt Jobs in Billigländer. Sie tut dies, um ihr grosses Ziel unter Thiam zu erreichen: die Kosten bis Ende dieses Jahres auf unter 17 Milliarden zu drücken.

Ansonsten fehlen grosse Initiativen, wie die Bank wieder wachsen könnte. Sie verwaltet ihr Erbe, reduziert die Belegschaft, drückt die IT-Kosten.

Dafür sich derart laut loben?

Vielleicht geht es um anderes: um Thiam und dessen private Pläne. In der CS wird gemunkelt, dass der CEO die Bank bald verlassen könnte.

Drei Jahre lang Milliarden abschreiben, den Aktienkurs im Keller haben, den eigenen Bonus hoch behalten, sich mit Lorbeerkranz schmücken – und dann auf und weg.

Das wäre ein Coup der Extrasorte; selbst für die Spezies der globalen Spitzenbanker.

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53 Kommentare zu “Der Schönste im Land? Ich, Tidjane

  1. Die CS ist eine Katastrophe für sich. Nirgends gibt es so viele unfähige Manager und Chefs. Thiam hat bis auf Job-Abbau und Outsourcing fast nichts zustande gebracht. Man wundert sich, dass die Bank, abgesehen von Federer, bei dem miserablen Service und Bonviva-Zirkus überhaupt noch Kunden hat. Diese Bank ist ein rotes Tuch. Die Zahlen sprechen für sich. Unsympathisch von der Geschäftsleitung bis zur Beratung.

  2. Wie alle wissen, wie die Euromoney Awards ausgegeben sind – es ist „Peer Nomination“, das heisst, alle Banken kriegen eine Quote von Stimmen und nominieren die „richtigen“ Mitarbeiter, die richtige Antworten geben. Als ich als CS-Mitarbeitern damals ehrlich UBS zu führenden Bank in meinem Markt bezeichnete (wo CS fast nicht präsen war), wurden Marketing Leute von CS sehr nervös und ich wurde höflich gebeten, mein Antwort entsrechend zu ändern… es ist ein Witz, diese Euromoney Etiketten!

  3. Das Duo Infernale (Thiam und vor allem der aktions- und leistungsfreie Rohner) wird eines Tages abtreten oder zumindest einer davon, Rohner von mir aus am Liebsten gleich übermorgen Montag. Der Kurs der CS-Aktie wird an jenem Tag ganz bestimmt steigen. Aber selbst wenn er gar explodieren würde, bleibt mein Einstandspreis von rund CHF 70 (Kauf vor rund 15 Jahren) im Bereich der unerreichbaren Phantasie. Milliardenschwere Bussen und Bonus-Zahlungen haben schlicht zu viel Substanz gefressen und werden es weiterhin tun. Unglaublich dumme Aktionäre (meine Nein-Stimmen zu Vergütung und Entlastung sind an jeder GV so sicher wie das Amen in der Kirche) und ein unglaublich trauriger Laden, diese Credit Suisse!

    • @ Berger:
      Tragisch, dass Sie auf CS-Aktien sitzen mit einem Einstandpreis von Fr. 70.00. Müssten Sie sich aber nicht selbst den Vorwurf gefallen lassen nicht nach 20 oder 30 % Verlust die Reissleine gezogen zu haben?

  4. Überall dasselbe Drama. Der Blessing jubelt über den Euromoney Award und hat zero beigetragen. Der Stadler sammelt alle Ultra Kunden bei UBS zusammen. Einmal mehr das gleiche in Grün, damit Manager mit Wahrnehmungsstörungen weiter schaumschlagen können. Ich erinnere mich gut an die Konferenz in den USA, wo Stadler auf der Bühne einen Witz “cracken” wollte und niemand gemerkt hatte, dass er lustig sein wollte. Musste dann die Leute informieren, dass er jetz lustig war. Und immer noch keine Reaktion…. Fazit: entweder sind die UBS top producer zu doof oder Stadler dringt nicht zu seinen Leuten durch….. bei den Kunden klappt es wohl besser. Denkste😫😫😫

  5. Wir leben in ein Paradoxon Zeit: fast alles war wir machen ist eigentlich weder Zielführend zum Leben, noch wird uns besser stellen. Kapitalmarkt oder Aktienmärkte sind schon lange, sehr lange, obwohl immer wieder von „Rational Investors“ und „Experte Wissen“ gesprochen ist, in diesem Zustand. In Tat und Wahrheit heute wie früher, die Aktienmärkte oder Finanzmärkte im allgemeinen preisen in die „Träume der Gesellschaft“ und überbewertet die „Scheinkostellation“ als die „wahren Werten“. So in diesem Kontext es ist nicht zu diskutieren, dass langfristig Value Investors à la Warren Buffett dominant über „easy“ Strategie von Growth ist, da diese früh oder später ihre eigene „innere Werte“ zeigen muss. Was hat alles zu tun mit TT jetzt? Es ist klar TT hat ein einfache Job gemacht, aber niemanden in der Schweiz war so mutig und Ehrgeizig zu machen. Und wo der Paradox? Tja, die Aktien von CS hat vor „Era TT“ ein Krebsgeschwür innerhalb gehabt und niemanden kümmert sich: weder die Buchhaltung, noch die Revisoren, geschweige denn FINMA und „professional Investoren“, eben die Profis, die Analysten weltweit.
    Jetzt ist diese Firma von diesen Krebs befreit worden und aufgrund dessen ist die Aktie billiger. Wie ist das möglich? Ist ein gesunder Mensch nicht wertvoller als ein kranke? Tja, hier der Paradox: die Aktienmärkte anscheinend bewerten mehr eine Aktie mit Krebs als ohne, und sie kümmern sie nicht ob Gesund oder nicht ist. Eigentlich bewerten Sie „Volumen“ anstatt „Qualität“ und so war auch in 2007 mit CDOs und MAs….und… Wie weiter mit diesen Paradox wissen wir nicht aber wenn jemanden sehr gut umgehen kann mit diesen „Schein“ er / sie wird der Gewinner sein, mindestens kurzfristig, auch wenn langfristig wir alle tot sind …. Und nur Buffett und anderen überleben können, da die früh angefangen haben, sind dann sehr Reich, Weise und Glücklicher auch geworden. Irgendwie dann wird diese Paradox doch noch bestrafft….die zentrale Frage hier ist wann???
    Somit ist für dem „Hobby Investor“ wie ich z.B. sehr einfach: die CS muss ein neue „Traum“ erschaffen, damit Sie wieder attraktiver wird die UBS auch übrigens, aber anstatt diese zu kreieren, sie fokussieren zu Kosten sparen …aber wer will schon in „Kosten Sparprogramme“ investieren?

    • Mit der Rechtschreibung haben Sie es nicht so? Oder sollte ich für Sie schreiben: Mit der „Recht Schreibung“?

    • @Remo

      Wie viele Sprachen sprechen und schreiben Sie?

      Zudem kann ich Ihre inhaltlichen Gegenargumente oder Ergänzungen nicht nachvollziehen obwohl diese in einwandfreiem Deutsch verfasst wurden.

  6. Schaut man sich die Preisträger in der Vergangenheit an, dann wird man an den alten „Mann des Monats“ der Bilanz erinnert und kann sich freuen! Es dauert nicht mehr lange….! Der Titel der Auszeichnung wurde im übrigen immer wieder geändert, hätte man dieses Jahr die Bezeichnung „Award of Excellence“ verwendet, wären ja die Tauben auf der Bahnhofstrasse tot von den Bäumen gefallen. Übrigens der einzige Preisträger der letzten 10 Jahren, welcher den Preis verdient hat, war Ken Moelis (Moelis & Co.). Moelis hat als Unternehmer (und nicht als Unterlasser) zuerst das US-Investmentbanking und jetzt das Geschäft in Europa aufgemischt, dass die gestandenen Herren vor lauter Tränen in den Augen, die Sicht auf ihr Geschäftsmodell verloren haben.

  7. Diese Veröffentlichung (gestern und heute in der NZZ gesehen – ganzseitig) hat mich peinlich berührt.

  8. Weltklasse war die CS schon immer im schönreden und angeben! Man musste nur jeweils ins Intranet einsteigen, jede noch so himmeltraurige Mitteilung wurde als „Erfolgsstory“ kommuniziert. Da hiess es zum Beispiel „…wir sind hervorragend unterwegs!“ (allerdings mussten vorher noch ein paar tausend Stellen abgebaut werden) oder Milliardenbussen waren angekündigt, da hiess es dann „wir kooperieren vollumfänglich mit den Behörden.“ Der ganze Laden gespickt mit Lackaffen und Schaumschlägern. Hab’s schon mal auf IP geschrieben, ein Director als Pöstler ohne ersichtliche Aufgaben, der nur als Spinne in der Ecke die Mitarbeiter beobachtete, über Mittag zwei Stunden joggen ging und noch die Frechheit (oder den Mut?) besass, anschliessend vor dem arbeitenden Volk einen Salat am Pult aufzufressen. Gegenseitig haben sie sich und ihre Unfähigkeit gedeckt. Und eben auch Schönredner und Wichtigtuer vom Feinsten. Selbst Jahre nach meinem „freiwilligen“ Abgang könnte ich noch ….! Oder wie seht ihr das, ihr verbliebenen Ex-Kollegen? Gruss Euer Ehemaliger!

  9. Was für ein jämmerlcher Selbstbeweihreucherungs-Manager. In seiner Heimat wäre er als Stammesoberhaupt mit Schimpf und Schande in die Savanne gejagt worden oder hätte es wahrscheinlich gar nie zum Häuptling gebracht. Dort gibt es eben auch keinen TV-Juristen als Oberhaupt.

  10. Diese Selbsverhärlichung. Mitarbeiter +50 massenweise entlassen und schikanieren. Für die selbe Arbeit jüngere einstellen zu niedrigen Löhnen die von den +50 noch eingearbeitet werden müssen. Führung erzählt, dies müsse man so hinnehmen. Tägliche Mehrarbeit und Samstageinsetze werden zur Tagesordnung. Gewerkschaften und die Politik schauen weg und tun nichts gegen diesen Grossschwätzer. Alle lassen Ihn gewähren. Merkt den keiner, wie unsere Schweiz in den letzten Jahren durch all diese Fremdmanager in den Dreck gezogen wird. Bundesbern wacht auf.

  11. Wen um Himmels Willen interessiert dieser gekaufte „Award“ einer Zeitung? Die Performance ist gelinde ausgedrückt unterirdisch. Grübel sollte kommen und endlich den Laden aufräumen.

  12. Tja, was soll man da sagen?
    Hätte ein RM vor 10 Jahren Tidjane als Kunde zu akquirieren versucht, hätte er wegen Nichtberücksichtigung des PEP-Status des DIP („Deals in Pipeline“) bestenfalls eine Verwarnung erhalten. Schlimmstenfalls die Kündigung.

    Aber als CEO darf er amten…!

    Quo vadis, CS (credibility scrapped)?

  13. Gibs eigentlich auch einen Pokal für die unterirdisch schlechte Stimmung im UH? Wie hier jetzt paar mal erwähnt, dieser Euromoney Hokuspokus Titel ist die Tinte nicht wert. Die Bank wird von TT und paar MDs ausgehöhlt. Schlimm nur das Rohner diesem Raubrittertum kommentarlos zuschaut. Geht tagtäglich ein Stück weiter gegen Süden mit diesem Laden.

    • Daher gut, daß über die „Relevanz“ des Preises hier mal aufgeklärt wird.

      Und über das „Fachblatt“ Euromoney.

  14. Thiam war schon von Anfang an ein ziemlicher Versager, der mit seinen London Jungs ein bisschen Wirbel gemacht hat, seine jämmerlichen McKinsey Eunuchen einfliegen liess und praktisch nichts geleistet hat, ausser Bücklinge gegenüber den USA. What a loser. Es ist nach diesen zwei Abschiffern (auch der Cowboy Dougan gehört dazu) wieder mal an der Zeit, dass ein Schweizer Banker alter Schule Nachhaltigkeit aufbaut. Der Aktienkurs würde es danken.

    • Das ist eine bekannte Konstante, Mühlemann, Grübel, Dougan und jetzt Thiam. Alle kaschierten ihre eigene Unfähigkeit mit McKinsey-Leuten. Was die CEOs nicht konnten, konnten die McKinseys auch nicht. Die CS ist seit Mühlemann ein mieser Laden mit einer grottenschlechten Performance, mit einem oberen Kader das nur durch den Selbsterhaltungstrieb gesteuert wird, erinnert mich an Hyänen, die treffen sich auch am Aas!

    • Sind dann die Schweizer Superbankler so viel besser? Wuffli, (UBS-)Rohner, Ospel, Muehlemann, Ackermann, (CS-)Rohner, Kielholz, Vincenz, Gisel und wie sie alle heissen (hiessen)…. TT ist zwar ein Schaumschlaeger aber alle anderen auch.

  15. Wenn genügend Geld in die Zeitung gesteckt wird (via Inserat), dann erhält die Bank AUTOMATISCH den Award. Selbst erlebt in der Crédit Suisse.

  16. Thiam, der Bankier des Jahres, der besten Bank der Schweiz wird trotz Massenentlassungen und Auslagerungen von der Börse abgestraft. Sein Nachfolger nimmt es gelassen zur Kenntnis, die Hürden sind so tief wie der Kurs der CS-Aktie. Viel schlechter kann er es auch nicht machen.

  17. Ich der letzte Absatz geht runter wie Butter. Das muss man erst mal können!
    So schlecht kann Thiam gar nicht sein, irgendwie hat er ja auch was zustande gebracht.
    Ich meine die Bankaktien liegen ja alle unterirdisch auf Kellerniveau, so gesehen schlägt sich die CS nicht schlecht

  18. Es ist so, wie wir es (hoffentlich) in der Kinderstube gelernt haben:

    Die, die wirklich etwas können, müssen es nicht in die Welt hinausposaunen. Ihre Leistungen sprechen für sich selbst.

    • Eigenruhm stinkt hat uns schon unser Vater gelernt. Und der war Banquier und nicht Banker, hat Kunden UND Mitarbeiter geachtet und ihnen Sorge getragen. Wenig Worte, aber viel getan.
      Tempi passati. Schade.

  19. Seit Jahrzehnten wird die SKA heutige CS immer wieder irgendwo auf der Welt gebüsst. Wer bezahlts? Nein nicht die CEO’s. DIE KUNDEN, und die haben die Schnauze voll von dieser Art Geschäftsgebahren.
    Hat mal einer zusammengezählt wie viele hundert Millionen das in den letzten 40 Jahren waren? Reichen hunderte Millionen überhaupt?

    Aber es kommen immer neuen Windheuler, die kassieren und dann schnell wie Windhunde abdampfen.

    Es wäre echt an der Zeit, mal richtige Wirtschaftskapitäne zu berufen, die die arbeiten können, die die Ihren Leuten zuhören und mal in die Niederungen der Arbeitenden an die Front gehen und den Puls der Kundschaft hören. Vielleicht wird’s dann mal was.

    • Nach wie vor ist es mir nicht zu Ohren gekommen, dass auch nur ein einziger Mensch mit vorgehaltener Pistole dazu gezwungen worden wäre, bei dieser als kriminell verurteilten Institution Kunde zu werden.

      Ergo: die Anzahl ökonomisch masochistischer Leute auf diesem Planeten stellt diejenige der wirtschaftlich intelligenten offenbar massivst in den Schatten!

      So, smile, folks! There are so many dumb people on this planet, your chances of making it into the smarter half have just gone up by about 3’000%!

  20. Thiam seit 3 Jahren am Ruder. CS-Aktie hat 44 Prozent ihres Werts verloren und kriegt einen Award.

    Gemäss diesem Kloblatt-Ranking müssen ja alle anderen Banken und CEO’s, rund um den Erdball, ja richtige Pfeifen sein.

  21. einfach nur peinlich und ein mal mehr die frage:
    ist es den aktionären eigentlich wurst??
    oder werden die grossaktionäre geschmiert?

  22. Wenn man anschaut für was alles die den Euromoney Award für Excellence erhalten haben, dann müsste, bei richtiger Betrachtung, dieser eigentlich an Branson und die FINMA gehen.

    Dies wäre authentischer.

  23. „Die CS entlässt zudem ständig Leute und verschiebt Jobs in Billigländer.“…bin bald 56 und meine Rolle wird nach Polen verschoben. Danke CS!

    • Ich habe Breslau aus diesen Grund schon besichtigt. Schön Stadt, gute Stimmung dort. Ich fände es nicht schlimm dorthin umzuziehen. Die Zahnärzte sind auch billiger dort.

  24. Dieser Euromoney- Award hat keine Relevanz. Er ist soviel Wert wie etwa den Wakkerpreis für „beispielhaften Ortsbildschutz“ in der Schweiz.

    Selbst Orte mit einem veschandelten Ortsbild voller Flickenteppiche, wird diese Auszeichnung zugestanden.

    Arme, eitle CS-Welt. Rudern an Ort.

    • Preise (oder wie sie neudeutsch heißen „Äwärds“) sind eh mit Vorsicht zu genießen.

      Daß der Wakkerpreis so schlecht ist, wußte ich gar nicht.

      Aber zum Beispiel das Etikett Energiestadt ist lächerlich.
      Thusis stellt auf fossile Energie um, auf Gas, und behält diese Auszeichnung.

      Oder man nehme nur die Weinpreise. Letzthin schrieb der K-Tipp, man könne darauf nix geben, es gibt sie wie Sand am mehr.

      Wenn also ein Wein diesen oder jenen Weinpreis gewonnen hat, heißt das noch lange nicht, daß er auch gut ist.

    • Der Kunde zum Weinhändler: „Der Wein den Sie mir vorgestern vekauft haben ist grottenschlecht!“
      Der Weinhändler zum Kunden: „Dieser Wein hat eben im renommierten Weinmagazin xyz durch den bekannten Sommelier zyx einen Preis gewonnen und 4 Sterne erhalten!“
      Der Kunde zum Weinhändler: „O.K. dann geben Sie mir bitte 4 Kartons davon“

      Si non é vero…..

  25. Die CS könnte Heute den offenen Brief ( SwissRE) auf Englisch übersetzten und ihn am TT unter die Nase halten.
    Vielleicht sieht er da ja parallelen, und holt ihn auf den Boden zurück.

  26. Der Kopf des CS Fisches, mit der Qualifikation eines privaten TV-Senders, gestützt auf seine Jus Ausbildung und Hobby Filmfestveranstalter, (wie üblich finanziert zu Lasten seiner Kunden resp. zugunsten seiner Gattin, ein Schelm wer dies mit Vincenz vergleicht) hat ja den Herrn vorgeschlagen und wohl auch dessen Anstellungsvertrag, mit Kollektivunterschrift zu zweien, visiert …………. so, dass der Herr Tidjane kurz nach Arbeitsbeginn, d.h. nun gut abgesichert, sich mit dem „Wesentlichen“ beschäftigen konnte, der angestrebten Scheidung von seiner juristisch bestens ausgebildeten Gattin, also die wesentlichen Probleme der CS ….; das Gute an der Sache ist, dass nun immerhin die Märkte die neue Liebe, Ausrichtung des Hrn. Tidjane mess- und vergleichbar bewerten können.

    Da lob ich mir den heute leider etwas altväterischen CEO der ZKB, mit seiner Ansicht, dass die wesentliche Qualifikation von Bankern, ihre persönliche und familiäre Stabilität sein sollte, müsste ……………, um für ihr Geschäft langfristig, zuverlässig und integer arbeiten zu können.

  27. Das Stimmvolk ist selbst Schuld. Es hat die Vollgeldinitiative an der Urne abgeschmettert und daher nichts anderes als solche Bänker verdient! Im Gegensatz zu dem was die Raiffeisen an Risiken in ihrer Bilanz anhäuft, ist das Gebaren von Thiam allerdings harmlos.

    • Sie haben recht.
      Die Schweiz hat die Politiker und Banker die es verdient.
      Nur die Annahme der 1:12 Initiative hätte diesem Excess ein wenig bremsen können. Die versprochene „Selbstregulierung“ ist ja immer eine Farce.

      Den Schweizer und den Europäischen Bürger wurde halt über Jahrzehnten weissgemacht, dass viele reiche Personen und Firmen den Wohlstand für alle sichern.
      Das Gegenteil ist bekanntlich der Fall wie die „Panama Papers“ gezeigt haben.

      Der Schweizer Mittelstand möchte halt auch zu den Reichen gehören und solidarisiert sich „noch“ lieber mit diesen als mit der Unterschicht.

      Wenn wir deutsche Verhältnisse erreicht haben, wird der Mittelständler den Blick und die 20Minuten beiseite legen und sich halt selber informieren müssen.

      Dann wird er merken, dass Banken mittels kreativer Buchhaltung mehr Geld erschaffen als ein Kaninchenstall Nachwuchs kriegt.
      Die dummen Bürger bekommen dafür die Inflation!

  28. Wenn man sonst nichts wirklich nachhaltiges in den drei Amtsjahren vorzuzeigen hat sind es halt diese Euromoney-Pseudo-Awards. An allen positiven Resultaten ist immer das Management Schuld. An allem Negativen dann die Berater und unteren Chargen. Tragisch.

  29. Plan geht auf:
    3 Jahre abkassieren und nichts erreicht.
    Das ist eine negative Sonderleistung.
    Ich denke so was würde ich auch hinkriegen. Ich würde es sogar für weniger Geld machen. 😀

  30. Scheint mir ja auch ein Klasse CEO zu sein mit einem Plan. Vision. Mission. Für sich und seine Karriere natürlich, nicht für die Firma.

  31. bevor der Barofsky-Bericht doch noch durchsickert? Oder gelingt es Mark „Mosambik“ Branson & friends, Barofskys Erkenntnisse unter Verschluss zu halten?
    Wird Thiam die Nachfolge von Mme Christine Lagarde übernehmen, der Mosambik- bzw. OC Marseille- bzw. Bernard Tapie-Spezialistin des IWF?

  32. Thiam hat für sich selbst einen wirklich guten Job gemacht. Das Wohlergehen der Bank ist da nebensächlich.

    • Kurz und bündig auf den Punkt gebracht. Ich verstehe nicht wie so jemand diesen Job bekommen konnte. Ich war in der Elfenbeinküste und habe viele Minister persönlich gekannt. Schaut das Land an wie es unter den Franzosen war und jetzt. Die Menschheit tut mir leid. Aber dass wir das jetzt auch noch importieren mussten tut richtig aber ganz heftig weh. Und hier hat niemand eine Ahnung….. nur naiv und gutgläubig. SS mit ihrem satz: diejenigen die unsere Hilfe benötigen…….