UBS baut Edel-Office für Frühstücks-Direktoren

Grossbank unterhält Vice Chairman Büro – Geleitet von Direktorin, mit Staff und Toplage – „Wertvolle Knochenarbeit“.

Die Vice Chairmen haben bei der UBS Hochkonjunktur. Von diesen Frühstücks-Direktoren, wie die ehemaligen Spitzenmanager genannt werden, die sich nur noch um Kunden kümmern, hat die Bank immer mehr.

Inzwischen gegen ein Dutzend, wie kürzlich bekannt wurde. Nun zeigt sich, dass diese nicht nur viel verdienen. Sondern sie kommen auch in den Genuss einer umfangreichen Infrastruktur.

Die Rede ist vom sogenannten VC Office. VC steht für Vice Chairman. Das „Office“ wird geleitet von einer hoch bezahlten Kaderfrau im Managing Director-Rang. Es ist Teil des UBS-Hauptsitzes in Zürich, untergebracht im Bärengasse-Gebäude beim Paradeplatz.

Neben der Direktorin beschäftigt das VC Office der UBS drei weitere Kaderleute. Diese stehen der wachsenden Zahl von Vice Chairman exklusiv rund um die Uhr zur Verfügung.

Schliesslich beschäftigt das VC Büro auch noch einige Assistenten und Supportleute. Kurz: Es handelt sich um einen voll ausgebauten Apparat, einzig und allein im Dienste der Vice Chairmen.

Was aber machen diese VCs? Und wer gehört dazu?

Mit von der Partie sind ein paar alt bekannte Schweizer UBS-Spitzenkräfte mit gutem Ruf. Stephan Zimmermann ist so einer, ein „Schlachtross“ des Finanzmultis, der seit Jahrzehnten unterschiedlichste Aufgaben erfüllte.

Einkommen gesichert: Zimmermann, Partnerin Ruth Metzler

Oder Alain Robert, der vor dem grossen Subprime-Fall steile Karriere gemacht hatte und für kurze Zeit einen grossen Teil des Private Bankings der UBS leitete.

Sowohl Zimmermann als auch Robert geniessen einen guten Ruf innerhalb der Bank. Dass sie an Bord bleiben, obwohl sie nicht mehr in die Hierarchie eingebunden sind und keine grosse Abteilung mehr leiten, finden Beobachter richtig.

Anders sieht das aus bei Ex-Spitzenleuten wie Luzius Cameron. Cameron war im Verwaltungsrat die Spinne im Netzwerk. Als VR-Sekretär kannte jedes Detail und alle Stärken und Schwächen der ultimativen Verantwortungsträger der Bank.

Selbst genoss er seine Stellung. So liess es sich Cameron gut gehen – mit Erstklass-Flügen, Einladungen an Anlässe, Limousinen-Services, Extra-Spitzenhotels, die nicht seinem Rang entsprachen.

Im Schatten der Grossen: Cameron

Cameron schied nach der Publikation über seine Extravaganzen als Intimus des Verwaltungsrats aus. Doch die Bank verlassen musste er deswegen noch lange nicht.

Vielmehr erhielt der gebürtige Australier den begehrten Status eines Vice Chairman. Seither kassiert Cameron ein vermutetes Millionensalär und kommt in den Genuss der umfassenden Services des VC Office.

Gleich wie Gabriel Castello, ein ehemals hochrangiger Kadermann im globalen Private Banking. Zwischenzeitlich war Castello zuständig für Frankreich, wo die UBS in einen Steuer-Prozess verwickelt ist, den die Bank eine Milliarde kosten könnte.

Gabriel hatte also nicht den besten Leistungsausweis. Trotzdem tauchte er nach einer „Abkühlungsphase“ plötzlich wieder an exponierter Stelle auf. Nur um bald wieder abzutauchen und neu als Vice Chairman ohne grosse Verantwortung das UBS-Leben zu geniessen.

Das Bild eines Happy-Life ohne Druck und Sorgen stimme nicht, heisst es bei der Bank. Die Vice Chairmen hätten klare Zielvorgaben, die bei Verfehlung zu Bonuskürzungen führen würden.

Ebenfalls sei der Job als Vice Chairman mitnichten ein Luxus für die Bank. Im Gegenteil: Dank seinem breiten Beziehungsnetz und dem grossen Erfahrungsschatz würde jeder Vice Chairman der Bank spürbaren Zusatznutzen bringen.

Die Vice Chairmen sind im weltweiten Private Banking der UBS angesiedelt. Sie sind nicht Teil der Hierarchie, sondern rapportieren an eine Stelle unterhalb der Konzernleitung – ohne dass diese ihnen Befehle erteilen könnte.

Vor wenigen Jahren zählte die Bank erst eine Handvoll solcher Vice Chairmen. Heute sind es gegen drei Mal so viele.

Der Titel ist zum beliebten Ersatz geworden, wenn es darum geht, einen Spitzenmann, der nicht mehr gebraucht wird, bei Laune zu behalten.

Paul Raphael, der grosse Europa- und Lateinamerika-Chef der UBS, wurde kürzlich von den neuen Machthabern Martin Blessing und Tom Naratil abgesetzt. Statt so wie die einfachen Mitarbeiter und mittleren Kader auf der Strasse landete Raphael in der Kartei des VC Office.

Damit behält Raphael seinen Verdienst, trägt den Titel mit dem Eindruck machenden Wort eines „Chairman“ der UBS und freut sich des Lebens.

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73 Kommentare zu “UBS baut Edel-Office für Frühstücks-Direktoren

  1. Daran, dass sich die UBS hochbezahlte Manager leistet, welche sich um die wichtigsten Kunden kümmern, kann ich nichts Schlechtes erkennen.

  2. Saublöd sind ja eigentlich nur die Kunden der UBS, welche dieses Seniorenstübli und andere unanständig sauhohe Managerlöhne bezahlen. Die Margen bei den Grossbanken und einfach zu fett und deren Kunden sind zu madig um sich dessen bewusst zu sein. Also….weg von der UBS und hin zu einer fairen Bank!

  3. Sorry, purer Neid und Bünzlitum hier, tschuldigung.

    Alle diese VC`s hatten vorher Spitzenstellungen inne, kennen die Kunden (Ihre Vorzüge und Nachteile) bestens und haben diese Kundenbeziehungen jahrelang aufgebaut.

    Nach Auscheiden aus Spitzenposition, aus welchen Gründen auch immer, gilt es das grosse Wissen intern bei der Bank zu behalten. Völlig falsch wäre/ist es diese einfach billig zu entlassen und fertig damit; sehr viel zu kurz gedacht!

    Mit Weiteranstellung für Topkunden, dementsprechenden Bezügen (die viel tiefer als vorher sind!) und Annehmlichkeiten sichert sich die UBS grosses Wissen und Vorteile. Auch kennen diese viele Internas, die nicht unbedingt öffentlich breitgewalzt gehören.

    Es sind dies beste Kundenkenner und -betreuer. Dass sich diese VC`s nur in der Sonne räkeln, Millionen kassieren und gut essen ist eine totale Mär.

    Die UBS macht das völlig richtig.

    • Und viele von den top Leuten sind 2006 Vollgas Richtung Bankrott gefahren, mit all ihren Qualitäten und Erfahrung, dass es nur noch mit Steuergelder weiterging. Den Deal hätte Swissair oder jede andere Firma auch gerne angenommen um zu Überleben. Super Dein Kommentar.

    • Danke für diesen Beitrag. Ups, ich glaube, Ihr Handy hat gerade geklingelt. Hopp hopp! Ein VC möchte noch einen Kaffee, jetzt aber zackig!

    • Eger, das ist deine Meinung. Die Mehrheit sieht das offenbar anders. Und gleich mit der Neid-Keule zu kommen ist ja ganz armselig. Offenbar fehlen dir die Argumente!

    • @Ghost Du weisst shon was damals passiert ist?
      Ich sehe hier keine grossen Berürhrungspunkte zu den bemängelten Erfahrung und Qualität. Was damals passierte war globales Versagen der Banken welche blind handelten.

      By the way: Um so besser wenn sie trotz dieser Krise ihre Kunden bei der Bank behalten konnten, dies würde ihre Qualität und Erfahrung wieder unterstreichen.

    • @cocoloco. Weil genau einige der Leute, welche im VCO sind, vor Jahren meiner Meinung schon fast fahrlässig bankeigene Produkte via Drohungen (underperformer coaching etc.) durch die KUBE “verkauft” hatten und die suitability erst später ganz gross geschrieben wurde. Nachdem dann die Absolute Return Bond Funds, AR Mandate und Global Property Note nicht mehr gepriced werden konnten, haben dieselben Manager auf Suitability gemacht. Die Krise wurde durch die US property Krise ausgelöst und wer genau hatte die grössten Bestände ausserhalb der USA. Marcel lässt Grüssen! Da schon waren dies Manager wie die Fahne im Wind. Was der Kunde will hat dort schon niemand mehr interessiert. Nur noch Verkaufen und double the business in three years….. etc. keiner der Manager hat NEIN gesagt, die Hinterfrager sind schon lange weg! Ich muss keine Namen nennen hier, da die Betroffenen es auch heute noch nicht einsehen wollen. Wieso die Kunden noch dort sind ist klar. Zuviele Menschen verstehen nur was in der unmittelbaren Umgebung geschieht und lassen sich von “Profis” beschwatzen. Hast Du eine Mandatslösung der UBS, dann schau Dir mal die langfristige Nettoperformance vs Fees an und sag mir dann wieso die Kunden noch da sind. Antwort: Viele andere sind genauso schlecht. Und das ist dann Erfahrung. Eigentlich gehört alles in die Öffentlichkeit wenn man nichts zu verstecken hat. Die Zeiten des Hiding sind schon lange vorbeit. Dann wäre die Aktie auch bei CHF 45 und man könnte langsam wieder über Vertrauen nachdenken. Aber sicher nicht bei der heutigen Managementzusammensetzung. Ich bin schon sehr lange dabei und habe bei UBS schon viele schlechte Manager erlebt!

  4. … hoffentlich nicht zu sehr… Oeffnet den link und schaut Raphael an. Dann fragt Euch, ob Ihr so jemandem Eure vielleicht hart erwirtschafteten Gelder anvertrauen würdet. Ich bin definitiv der Meinung, dass das Aeussere auch etwas aussagt. Die Hintergründe der heutigen beiden IP-stories belegen das!

  5. Was ist denn hier falsch?
    Soll die UBS dieses Know How einfach auf die Strasse werfen oder der Konkurrenz überlassen? Sollen die oft exzentrischen Grosskunden einem 30 jähren überforderten Uniabgänger zur Betreuung übertragen werden?
    Hier macht die UBS einmal etwas richtiges!
    PS: Auch beim Fussball ist die Qualität der „Bank“ mitentscheidend…..

  6. @ Ospelito
    Kantonalbanken und andere Schweizer Banken haben nie gewerbsmässig aktive Beihilfe zu Steuerdelikten geleistet, wie es der UBS (France) vorgeworfen wird.
    Google: „UBS establishing a wide-range of tax fraud schemes worth billions of Euros“

    • You are a dreamer!
      Andere Banken waren einfach cleverer und sind nicht ertappt worden.

    • Ich lach mich kaputt. Also gab es dir keine Nummernkonten? Und man hat regelmäßig nachgeprüft, ob die Gelder versteuert wurden??
      Ignoranz!

    • @Ospelito: Und was ist mit der ZKB, welche die US-Kunden von der UBS übernommen hat, als diese die UBS verlassen mussten? Ein weiterer Verdienst von Christoph Weber!

  7. Hören sie dich auf solchen Mist zu schreiben!
    Es geht nur um das Thema warum jetzt plötzlich die Schweizer Banken so miserabel
    performen gegenüber den Auslandbanken namentlich den amerikanischen!!??
    Der Grund ist simpel – es ist das von der Politik
    Schlumpf/Levrat SP vernichtete Bankgeheimnis für ausländische Bankkunden!!
    Würde dies wie es der weitsichtige Banker und Politiker Thomss Matter seit längerem fordert wieder
    hergestellt so würden alle Schweizerbanken sofort wieder aufblühen und die Gewinne unserer Grossbanken würden sich überschlagen!! Aber die Linke und das milliardenteure Beamtenheer der Schweiz verhindern das erfolgreich!! Bis jetzt jedenfalls!!
    Solange dies so ist, werden unsere Banken vor sich her siechen und basieren nur noch auf Vetterliwirtschaft und Rabattmärkeli
    Geschäften! Die Frage ist warum unterstützt
    niemand Herrn Matter in seinen Bemühungen?? Braucht es erst einen Donald Trump der diese traurige Geschichte ändert!!

    • Wahrscheinlich ja, es braucht einen Trump. Aber da kann man in der Schweiz lange suchen. Und wenn einer gefunden wird, wird er ebenso fertig gemacht von den Linken und den die Linken unterstützenden Medien (gefühlte 90% der Tagesmedien der CH) wie Trump.

    • Es ist wohl als Armutszeugnis zu deuten, wenn Schweizer Banken nur gute Resultate liefern können, wenn sie sich hinter dem Bankgeheimnis verstecken können. Ganz offensichtlich sind die Banken im Ausland einfach besser, denn sie bringen gute Resultate ohne diese Gesetzesunterstützung. Wie wäre es, wenn die Schweizer Banken endlich einmal innovativ, seriös und bescheiden einen guten Job machen würden? Ich bin überzeugt, dann kommt der Erfolg von selber.

    • Auch wenn sie es immer wiederholen, die pöse SP ist nicht schuld am Niedergang der Banken. Die Banken selber sind dafür verantwortlich. Das die Amis, die Steuerhinterziehungs-Betrügereien der Banken nicht dulden, weiss man schon lange. Die Finma hätte längst einschreiten müssen, hat sie aber nicht.

    • Der Punkt ist doch, dass ausländische Banken auch ohne Bankgeheimnis profitabel sind. Die UBS ist einfach gesagt eine mies geführte Organisation, von Filz und Feudalismus durchtrieben und fast nur im Interesse des überbezahlten Top-Kaders geführt. Diese Geschichte ist Beweis genug. Wer hier einfach der Politik und der Linken die Schuld gibt macht es sich auch einfach, die Kaderherren sind nämlich politisch sicherlich eher in der mittleren / rechten Ecke zu finden.

    • Für viele Länder ist Anstiftung und Beihilfe zu Steuerbetrug aus dem Ausland, dank Bankkundengeheimnis, ein Strafdelikt. Die Schweiz hat das jahrzehntelang „erfolgreich“ praktizierte. Aber Herr Matter hat ja noch das Inland, wo er diese Praxis weiterführen kann.

    • Die Amis holen einmal tief Luft, und sie können ihr Bankgeheimnis subito vergessen. Der Stärkere bestimmt die Regeln, nicht Schweizer Provinzpolitiker.

    • Was die sog. Linke mit dem rollenden Bonus zu tun hat ist mir ein Rätsel. Wenn ich dann auch noch lese, gefühlte 90% der Medien seien links, kann ich nur den Kopf schütteln. Wohl zu viel Sonne erwischt in den letzten Tagen. Um was es meiner Meinung geht? Um es mit den Worten von IP vom 24.07.2018 zu sagen: «UBS stagniert und vergoldet ihre alten Säcke». Der Rubel muss rollen, für die alten Säcke.

    • Sie haben noch einen 3ten vergessen, der Pierin Vincenz empfahl das Bankgeheimnis aufzuheben auch. Nur für ihn selber nicht. Sehe ihn jetzt noch wie er im SF in Nachrichten gesprochen hat.

    • Lieber Hans, die Banken haben sich mit ihren Geschäften in den USA selber abgeschossen! Oder war das etwa eine verordnete Strategie von EWS oder Levrat!

    • Herr von Allmen, Sie zäumen das Ross von hinten auf. Nur dank dem Bankgeheimnis, dass ja nüchtern betrachtet nichts anderes als ein Beute- und Hehlerschutzgesetz ist und war, haben unsere Banken so gut performt. Indirekt hat ja die Realoschweiz die 80% der Schweiz ausmacht den Preis dafür bezahlt mit einem viel zu starken Franken. Den das ist die zweite Säule des Bankenerfolges, das sich ein ausländischer Bankkunde jahrzehnte darauf verlassen konnte, dass der Wert seines Schweizerfrankenkontos in seiner einheimischen Währung steigt. Wenn die OECD zukünftig auch noch die Schlupflöcher erkennt und schliesst, mit dem viele ausländische Kontoinhaber dem AIA entgehen können, wird es den Banken noch viel schlechter gehen.

    • Warum sind den beispielsweise die französischen und US Grossbanken so viel erfolgreicher auch ohne Bankkundengeheimnis? Weil die Schweizer Bankenbranche eine völlig verwöhnte, feudalisierte, überbezahlte und vom Gesetzgeber geschützte Beamtenwerkstatt ist, die sich im freien Wettbewerb nur mit Mühe behaupten kann.

  8. Die UBS ist Geschichte. Eine Frage der Zeit, bis die Firma entweder sich selber auflöst resp. Teile davon übernommen werden.

  9. Der Head VCO kümmert sich auch höchst persönlich um die gedopten Tennis Queen – UBS Wealth hires Maria Sharapova for female advisory board – damit sie dort weiter auftreten kann. Peinlich ist ebenfalls, dass MS während der Sperre beim female advisory board garnicht mittun durfte. Es wäre interessant zu wissen, ob sie die 2 Mio. Auch während der Sperre ausbezahlt bekam. Die Bank hat wieder zum Höhenflug der Arroganz angesetzt, wie vor der Krise. Der Aktienkurs ist weiterhin im Keller. Trend: negative.

  10. Lieber Herr Hässig,
    das Sommerloch zu füllen ist natürlich schwer, deshalb vermutlich bereits der zweite Blog von Ihnen zum Thema UBS Vice-Chairmen.
    Ich bleibe dabei: Viele VC arbeiten hinter den Kulissen und bringen sich mit ihrer Erfahrung bei Kunden und Projekten ein, damit die nächste Management-Generation die operativen Einheiten leiten kann.
    Da Sie jetzt ja auch auf einzelne Personen eingehen, möchte ich Ihnen in der Personalie Castello sehr deutlich wiedersprechen. Er hat nach der Finanzkrise den Bereich Lateinamerika hervorragend durch die notwendigen regulatorischen und strukturellen Anpassungen geführt. Das Ganze mit einer guten Balance aus Umsicht, Fairness, Kundenorientierung und Sachverstand. Ein hervorragender Chef, frei von hinterlistigen politischen Spielchen. Fragen Sie doch gerne mal die Belegschaft, was diese über den von Herrn Raphael ausgewählten Nachfolger van Tienhoven denkt, der nach nur zwei Jahren buchstäblich vom Hof gejagt wurde. Schlimmer ging es nicht!
    Noch ein Wort zu Frankreich: Sie vergessen oder verdrängen (wie viele Eidgenossen), dass das Geschäftsmodell der Schweizer Banken fast einhundert Jahre lang genau darin Bestand, wofür viele Schweizer Institute in den letzten Jahren gebüsst wurden. Das hat sich weder Herr Castello in Frankreich ausgedacht, noch eigensinnig gefördert.
    Im Gegenteil. Sehr oft müssen Manager in solchen Positionen die ScheiXxe wegkehren, die andere, im Ruhestand befindlichen oder großzügig abgebundene Vorgänger angerichtet haben…
    Zeigen Sie also bitte mit dem Finger auf die Leute, die den Spott und die Hähme wirklich verdienen. Castello gehört nicht dazu.

    • Yööh, anscheinend sitzen Sie Ponyhofreiter noch genügend fest im Sattel um so ein beschönigendes Anti Pamphlet zu verfassen.

    • @ospelito:
      – widersprechen (nix e)
      – bestand (Verb -> klein)
      – befindliche (Fallfehler)
      – Häme (nix h)
      Ich hoffe, Sie sind in anderen Bereichen kompetenter.

    • Darf Ospelito für jemanden einstehen, den er offenbar persönlich kennt, ohne gleich persönlich und unter der Gürtellinie angegriffen zu werden? Sein Kommentar scheint mir sachlich und fundiert. Ich habe seinerzeit über Castello auch eine Menge Gutes gehört. Man muss ja nicht immer alle in den gleichen Topf werfen.

    • Castello kann jetzt mit viel Erfahrung die US Einheit – UBS SFA in Zürich leiten und sich weiterhin die Träume des Head JW anhören. “Viele Bewerber” – der letzte Anstellung, ein MD kam aus dem Abbauprogramm. Hat “Asia Pacific in Zurich” geleitet, war gerademal Business Manager und dann noch die 12 Mia. welche UBS SFA verwaltet, da lacht der Markt. In den letzten Jahren sind die Flows negative. Kleine Korrektur zu seinem Interview von letzter Woche in Finews. Die US Einheit von Pictet ist NUMBER ONE.

  11. Vielleicht sollte man sich mal fragen, ob diese Vice Chairman u.U. über heikle interne Informationen verfügen, deren Leakage die Bank mittels grosszügiger Arrangements zu verhindern weiss. In diesem Sinne würde die erwähnte Personengruppe der UBS in der Tat einen grossen „Mehrwert“ bringen….

  12. Zeit für die Umsetzung einer Trx Bank, damit kein Zwang besteht ein Konto bei einer Institution zu unterhalten, welche die Kunden über den Tisch zieht, zwecks Feudalstrukturerhalt. SIX war vor Jahren mit dem Projekt gescheitert. Kein Wunder bei dessen Aktionärsstruktur. Let’s cross fingers.

    • SIX ist bereits zwei Mal daran gescheitert, CS ist dazwischen ebenfalls gescheitert. Swisscom und Avaloq machen das mehr oder weniger erfolgreich und trotzdem haben deren Kunden immer noch ein Konto und Depot bei einer Teilnehmerbank.
      SIX scheiterte nicht zuletzt an ihrem eigenen damaligen Management. Der verantwortliche Jaguar-Fahrer durfte noch lange bleiben und erhielt danach ein Jöbli bei einer ausgelagerten Einheit.

  13. Was soll der Aufschrei? Da zeigt sich die UBS als überaus sozial eingestelltes Unternehmen, greift ü50/60 kräftig unter die Arme, belastet damit das Sozialsystem nicht und das ist wieder nicht recht. Wieviel Elend und psychologischen Stress sie diesen 15 (überaus) verdienten Personen erspart haben lässt sich wohl nur mit der Kompensation der wenigen zehntausenden gefeuerten, weniger Privilegierten ü50 erklären. Weiter so das nennt man weitsichtiges, absolutes nachhaltiges Management. Und vergessen sie nicht wer Negatives schreibt wird gehä..t äh gehätschelt (so ist es richtig geschrieben) verstanden?

    • UBS MD: genau wegen Leuten wir Dir, sind wir keine MA und/oder Kunden mehr. Du warst wahrscheinlich auch einer der in der Krise niemandem erzählt hat, wo Du arbeitest, weil Du Dich geschämt hast und heute gleich kritikfähig antworten. Und wenn Du noch nicht so lange dabei bist, gibt einfach Ruhe und warte bis sie Dich raushauen. Ab ins Coach Programm.

  14. Etwas wenig Kommentare zu einem brisanten Thema. Es scheint, dass die UBS-Mitarbeiter noch bis zur Mittagspause warten müssen um sich zu äussern (auf dem Smartphone).
    Mein Kommentar: Kommt mir vor wie die alten Pferde im Jura auf dem Gnadenhof, die kriegen auch Futter und Unterkunft.

  15. Bin sicher, dass IP seit der Sperrung der Plattform bei der UBS noch viel mehr Leser aus der Bank hat. Jetzt erst recht und Ermotti meinte, dass er IP so los wird. Schon WIEDER falsch gedacht. Ermotti ist ein hübscher aber auch wirklich fähig?

    • @ E.K. über sein Äusseres läst sich streiten, über
      seine Fähigkeiten und inneren Werte aber nicht, dort gibt es nur Leere

  16. Ich nehme mal an, die Herren wissen zu viel. Evtl. sachlich oder über vergangene Schweinereien, die passiert sind. Im Fall einer Publikation würde es UBS wohl viel mehr kosten (Strafen, Rufschädigung, Rücktritte etc) als das aktuelle Schweigegeld.
    Ansonsten können gute Netzwerker immer noch Gold wert sein, wenn diese gute Verbindungen zu Geschäftspartnern, Politik, Regulatoren, Kunden haben.

    • Sowie PR auf dem Rückflug aus Middle East wo er dem KUBE erklärt, dass er gewisse Aussagen des Kunden nicht in den Trip Report schreiben darf…..

  17. In diesem Sammelbecken der Vice Chairmen tummeln sich enorm unterschiedliche Charaktere. Einerseits integre und fleissige Leute wie zum Beispiel Alain Robert, anderseits wichtigtuerische Lebemänner wie beispielsweise Luzius Cameron, der als ehemaliger Sekretär des Verwaltungsrates viel zu hoch angesiedelt ist. Allen Vice Chairmen gemeinsam ist, dass sie auch auf dem «Abstellgleis» noch ein viel zu hohes Salär einkassieren, was ärgert und von der Konzernleitung dringend hinterfragt und unterbunden werden müsste.

    • Alain Robert: fleissig und integer? Vielleicht eher: kein Rückrat, keine Meinung, keine Leistung – Mister „Darf ich zusammenfassen, dass wir hier unterschiedliche Meinungen haben?“

      Grosser Lacher.

  18. Es gibt auch „Znüni“ Direktoren und „Plauderis“ in den Rängen von Direktoren und aufwärts. Einzige Aufgabe ist es den normalen Mitarbeitern, die notabene Arbeiten, das Leben unnötig zu erschweren…

    • Erinnert an eine uralte UBS-Binsenwahrheit:
      • Wer arbeitet, macht Fehler
      • Wer nicht arbeitet mach keine Fehler
      • Wer keine Fehler macht, wird UBS-Direktor

    • Ganz einfach: weil er sich a) mit allerlei giftigem Ungeziefer auskennt und b) gleichzeitig sich mit Management by Crocodile und Management by Kangaroo auskennt.
      (Bis zum Hals im Sumpf stecken und immer noch ne ganz grosse Klappe haben und trotz leerem Beutel noch grosse Sprünge machen…)

    • Jeder König braucht seine Untertanen, damit er regieren kann (und nicht selber machen muss).

  19. Schweizer Finanzbranche- der Krug geht zum Brunnen bis er bricht! Aber mit den gewollten alten zahnlosen Pudel (genannt FINMA) wird der Krug noch lange halten (solange er nicht vom Ausland aus geschupst oder fallen gelassen wird! Also bitte weiter Geld scheffeln so lange es (noch) geht!!!

    • Hör doch endlich mal mit der immer gleichen Leier auf.
      Die Finma ist einzig und allein dafür zuständig, dass die Regulatorien eingehalten werden. Wenn ein Unternehmen so blöd ist, gratis Geld zu verteilen, geht das in ganz andere Zuständigkeiten!

    • @ Supermarkt: wie ist den die FINMA als Arbeitgeber? Du machst bestimmt auch jeden Freitag homeoffice – gell?!

  20. Wenn ich das lese und gleichzeitig an den Aktienkurs denke, dann kommt mir die Galle hoch! Frühstücksdirektoren ohne irgendeine Aufgabe!
    Abschaffen, aber sofort! Herr Ermotti, Herr Weber: Was geht hier eigentlich ab?!

    • @aktionär: Frühstücksdirektoren ist das kleinste Problem. Wichtiger wäre, dass die oberste Leitung inkl. VR erneuert würden. Seit vielen Jahren ist die Performance der UBS schlecht, was sich im Aktienkurs widerspiegelt. Der Markt hat halt immer recht!

    • ospel, wuffli, rohner, ermotti, weber wann kommt mal einer der für die bank schaut?

  21. In solch einem Fall hilft es wenn die Mitarbeiter anfangen zu fragen wie denn dieses Vorhaben mit der Strategie, dem Kostensparen und den Weisungen vereinbar ist. Je mehr umso besser, denn das zeigt wie loyal und bemüht die Mitarbeiter sind.

  22. Füge dich der Zeit,
    erfülle deinen Platz
    und räum ihn auch getrost:
    Es fehlt nicht an Ersatz!

    Friedrich Rückert
    * 16. Mai 1788 † 31. Januar 1866