Fraktale – Darf der Staat Minderheitsaktionäre reinlegen?

Im Jahr 1975 führte der polnisch-französische Mathematiker Benoît B. Mandelbrot (1924-2010) den Begriff „Fraktale“ ein. Fraktale sind Objekte, die komplexer und irregulärer sind als die Standardobjekte der Schulgeometrie.

In mathematischen Kreisen sah man in diesen Gebilden die Abweichung von der Norm und stempelte sie zu Kuriositäten ab, gar zu mathematischen Monstern – bar jeglichen Realitätsbezuges.

Mandelbrots Verdienst war es zu erkennen, dass diese „Monster“ in einem gewissen Sinne die Regel bilden und nicht die Ausnahme. Er schuf die Kriterien, um die Gebilde streng zu definieren.

Eines der Hauptkriterien: „Ein Fraktal ist ein Objekt, das auf jeder Grössenskala aus mehreren gleich grossen Teilen besteht, die exakte Kopien des Ganzen sind.“

Aktuelle Ereignisse und vergangene Erlebnisse haben in mir einen Mandelbrot-Effekt produziert. Plötzlich fielen mir die sprichwörtlichen Schuppen von den Augen: Guy Lachappelle und Heinz Karrer, Fraktale?

Die Fraktale, Lachappelle und Karrer, haben staatseigene Firmen geleitet – eine Kantonalbank und ein staatseigener, den Kantonen gehörender Elektrizitätskonzern. Beide operierten sie windgeschützt mit Staatsgarantie, beide hätten also eine besondere Sorgfaltspflicht erfüllen sollen, den Mitbürgern gegenüber.

Dürfen wir als Bürger eine erhöhte Ethik von solchen Führungskräften erwarten? Ich denke ja, unbedingt. Dürfen solche staatseigenen Unternehmungen private Investoren an die Wand drücken mit eventuell unlauteren Methoden? Auf keinen Fall.

Doch Sie haben es getan – zumindest für mein Dafürhalten, mein indirektes Empfinden und mein sehr direktes persönliches Erlebnis.

Sowohl die Basler Kantonalbank wie die Axpo AG waren Kontrollaktionäre von anderen börsengelisteten Unternehmen: Bank Cler (Ex Coop Bank) und Energie Laufenburg AG. Sowohl die Basler Kantonalbank wie die Axpo AG haben die Minderheitsaktionäre dieser Unternehmen ganz bös unter ihrem Wert aufgekauft – alles mit dem Segen der ebenfalls staatlichen Übernahmekommission.

Staat kontrolliert Staat. Kann eine solche Kontrolle überhaupt funktionieren?

Im Fall der Bank Cler bewertete die Basler Kantonalbank die Beteiligung zu 72 Franken pro Aktie in ihrer Bilanz. Anlässlich der Übernahme, plötzlich, mittels Angabe einer „sehr schlechten Zukunft für die Bank Cler“ durch die Führung der Bank selbst, wurden die Aktien der Minderheitsaktionäre dann für 52 Franken pro Aktie aufgekauft. Proteste und Klagen von Aktionärsgruppen folgten. Nutzlos.

Im Fall der Energie Laufenburg AG wurde der vom VR (von der Axpo AG kontrolliert und ferngesteuert) eingesetzte neue CEO vermutlich mit der Losung ins Feld geschickt, möglichst viele zukunftsgerichtete Projekte zu verlangsamen, keine grösseren erfolgsversprechenden Akquisitionen zu tätigen, überhaupt die ganze Geschäftstätigkeit der EGL AG zu drosseln, um den Aktienkurs dementsprechend zu bodigen.

Was dann auch tatsächlich geschah. Die operativen Zustände damals, habe ich als sehr schlimm empfunden als dort angestellte Ingenieurin – von heute auf morgen, von einem Stern des europäischen Stromhandels zu einer lahmen Ente, von Neapel bis Warschau belächelt und bemitleidet.

Auch hier die Standardangabe der Firmenleitung zuhanden der Gutachter: „Sehr schlechte Zukunftsaussichten für die Unternehmung.“ Das Resultat: Übernahme der Aktien der Kleinaktionären zu einem Bruchteil von vormaligen Kursen, trotz Übernahmeprämie.

Fraktale, fein ziselierte Objekte, die sich wiederholen, exakte Kopien des Ganzen bildend. Bei einem Fraktal kann man bestimmte Stücke abbrechen, in denen die komplette Information über die Gesamtfigur enthalten ist. Man könnte ohne Probleme aus diesen Teilstücken Lachappelle und Karrer die Gesamtfigur wieder rekonstruieren.

Die Gesamtfigur? Der Staat, der wegschaut, wenn staatseigene Unternehmen die privaten Kleininvestoren reinlegen: Verwaltungsräte, welche die staatseigenen Betriebe kontrollieren sollten, entsandt von Kantonen, politischen Parteien, anderen Staatsbetrieben. In seiner Gesamtheit: der föderale Staat Schweiz selbst, der seine Bürger reinlegt (ach ja, Kleinaktionäre sind auch Bürger). Hat die Schweiz dies denn wirklich nötig?

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43 Kommentare zu “Fraktale – Darf der Staat Minderheitsaktionäre reinlegen?

  1. Wenn der Staat kleine Bürger bescheisst muss er sich um den Vertrauensverlust Gedanken machen. Einen Vertrauensverluste wieder auszubügeln ist mit grossem Effort verbunden. Leistet man diesen Effort nicht bleibt es beim Vertrauensverlust. Frau Vilalon, einsehr guter Artikel. Danke.

  2. Diesem Artikel kann ich nur zustimmen. Nach meiner 30-jährigen Erfahrung im Schweizeraktienmarkt habe ich mehrmals solche Machenschaften kennen gelernt.
    Der Fall EGL war einer von vielen. Es gab noch schlimmere.
    Gut geschrieben.

  3. Oh, da hat jemand im Grossraumbüro dafür gesorgt, dass sich möglichst viele Stimmen gegen die Autorin und ihren Artikel häufen. Alles ausserdem in wenigen Stunden und geballt.
    Gratuliere, Frau Villalon, Sie haben ins Schwarze getroffen. Das Fraktal Imperium (Lachappelle, Karrer und ihre PR Sklaven) schlägt zurück.
    Tut denen halt weh, dass jemand intelligent, gekonnt und ohne Umschweife das Kind beim Namen nennt. Weiter so !!

    • In meinem persönlichen Fall war’s so:
      Gestern hat mich jemand untertags angestupst und gesagt: „Schau Dir mal diesen Zirkus an. Die machen sich öffentlich die Hölle heiss und missbrauchen den Artikel einer Dritten für Ihre Selbstdarstellung. Den Artikel kannste beiseite lassen; um den geht’s schon lange nicht mehr.“

      Also hab ich die Posts gelesen und komm zu folgendem Schluss: Insbesondere die Person „Platon“ scheint dieses Forum für Selbstdarstellerzwecke zu missbrauchen (im Grunde genommen aber auch die Person „Fraktale vs. Fragmente“). Es scheint vollständig am Respekt für die Autorin zu fehlen, die sich hier eine grosse Mühe gemacht hat. Man muss nicht mal mit ihr und dem Geschriebenen einverstanden sein (was ich nicht bin), um da einen gewissen Mitleid mit ihr zu empfinden.

      Geliked wurden offenbar die vernunftsbasierten Beiträge; zumindest von mir. Auf Ablehnung dagegen scheint offenbar zusehends der Charakter „Platon“ mit seinen ellenlangen Belehrungen und der Tendenz zum letzten Wort zu stossen (am anfang hatte er ja noch Zustimmung). Vermutlich wollte er ihrer gemeinsamen Sache wirklich dienen. Aber eigentlich scheint er ihr am Ende nur noch geschadet zu haben…

      Ich würde daher nicht von einer „the empire strikes back“ These ausgehen. Die Autorin, ihr Artikel und die darin festgehaltenen Problemstellungen wurden längst zweckentfremdet…

    • @Karl Otte-Janssen

      Bingo! Das ist das eigentlich Bedenkliche. Die Menschen sind nicht einmal mehr in der Lage, diese primitive lancierte Kampagne zu entschlüsseln. Die Umerziehung ganze Arbeit geleistet.

    • Guten Tag @Empathiker alias@Fraktale vs. Fragmente @alias alias…

      Sie Begründungsexperte höherer Art vergessen Sie nicht Ihre Absicht, der Artikel behandelt gerade diese Sachverhalte, lesen Sie ihn nochmals in Ruhe. Fairplay! Sie sind hier aufgetreten mit einer Arroganz gegenüber der Autorin die kaum zu überbieten ist. Deswegen weisen Sie meine Argumente zu Ihrem Verhalten gegenüber Frau Isabel Villalon auch nicht wirksam zurück. Nur sollten Sie echtes Denken erst beherzigen, um es dann mit wem auch immer, konstruktiv zu teilen.

      Schlechte und Scheinpolitik identifizieren, analysieren und durch gute Politik ersetzen, darum geht es, nicht sich selber in Vereinfachungen noch zu feiern als Reduktionsheld des Augenblicks und des kurzen Kommentars.

  4. „Nimm vom Staat das Recht weg, was bleibt dann als eine grosse Räuberbande?“

    Hl. Augustinus von Hippo, Kirchenlehrer

  5. Brava. genialer Artikel – bitte viele weitere so!

    Endlich nimmt mal jemand das Wort „Ethik“ in die Feder – und hinterfragt resp zeigt auf, wie sich der Staat mit seinen Firmen indirekt auch noch mal am steuerzahlenden Bürger bereichert. Stossend.

    Aber sehr guter Artikel. Sauber herausgearbeitet, merci.

  6. Guten Tag @Fraktale vs. Fragmente

    und nun spielen Sie den „Saubermann“ und loben die „Versachlichung“. Interessant Ihr Versuch aber ich befasse mich nicht mit Theorien sondern mit Fakten.

    Sie schreiben Zitat:

    „Es stellt sich allerdings die Frage (auch mit Hinblick auf den ursprünglichen Artikel von Frau Villalon), inwiefern man den Staat generell als korruptes und übergeordnetes System darstellen will, dem man wahllos ausgesetzt ist.“

    Ende Zitat.

    Falsch. Der Staat ist nicht korrupt, sondern vielmehr – und m.E. viel schlimmer – unterwandert! Das ist so bei Departamenten (z.B. BFS) oder in den Steuergesetzen. Die Steuergesetze sorgen dafür, dass Unternehmen und Kapitaleinkommen sich immer weniger an der Finanzierung der Solidargemeinschaft der Bürger beteiligen müssen. In dieser selbstverschuldeten Situation verbleibt dem STAAT nichts anderes, als Leistungen für seine Bürger zu kürzen (z.B. USII) und die Aufsicht zu lockern.

    Diese Kürzungen werden mit Blick auf die steigende Staatsverschuldung (Bund, Kantonen, Gemeinden) als unumgänglich dargestellt. Als Begründung wird gerne die Verantwortung gegenüber kommenden Generationen angeführt. Diese dürfen nicht mit zu hohen Schulden belastet werden. Denn eine anwachsende Staatsverschuldung vertiefe die Gerechtigkeitslücke zwischen den Generationen, weil die Jungen die anwachsenden Schulden der Alten zu bezahlen hätten.

    Dieses Argument hat trotz seiner populistischen Einfachheit keine sachliche Grundlage – so wie übrigens auch Ihre nahezu ganze Argumentationskette wenn Sie z.B.: schreiben Zitat:

    „Falsche Annahmen und Erwartungshaltung schaffen zwangsläufigerweise früher oder später Enttäuschung. Die Enttäuschung ist aber im / in der Enttäuschten selbst begründet. Er / Sie trägt dafür die primäre Verantwortung.“

    Ende Zitat.

    Diese Sichtweise hat ihren Ursprung im „Pietismus“ und wurde während der sogenannten „Finanz,- und Bankenkrise“ merkwürdigerweise ausser Kraft gesetzt. Dieses Feld überlasse ich aber einen Historiker – obschon die zuständige Figur m.E. der Staatsanwalt, Börsenaufsicht und Steuerfahndung gewesen wäre.

    Sehen Sie um auf das Thema zurückkehren – werden Lasten und Nutzen aus der Staatsverschuldung immer von der jeweils lebenden Generation getragen. Staatsverschuldung stellt keinen Generationskonflikt dar. Die heutige Generation der Steuerzahler zahlt die Zinsen auf die Staatsschulden an die heutige Generation der vermögenden Kreditgeber. Die Zahlenden werden ihre Verpflichtungen an ihre Kinder weitergeben, genauso wie die Zahlungsempfänger ihre dadurch steigenden Guthaben an ihre Kinder vererben werden. Die durch die Staatsverschuldung verursachte Umverteilung von unten nach oben findet hier und heute, innerhalb der jetzigen Generation statt.

    Diese Umverteilung über Staatsschulden die dann zu Geldakkumulation und Machtkonzentration (lockere Aufsicht usw.) führen wird in der politischen Diskussion kaum thematisiert. Kriminell ist wenn etwas geahndet wird – worüber Frau Isabel Vilallon geschrieben hat – ist System!

    • Ich glaub wir lassen Ihre letzten Aussagen so stehen, richtig oder falsch, und halten uns dabei an die Aussage von Frau Villalon: „… man sieht nur das, was man sehen möchte“. Oder vielleicht kann.

      Ich hoffe, Sie können bei aller (teilweise sicherlich auch nachvollziehbaren) Systemkritik noch einigermassen gelassen durch den Alltag wandeln. Bei Ihrer Angriffslust mach ich mir da aber schon ein Bisschen Sorgen…

      Ich wünsch Ihnen auf alle Fälle alles Gute.

    • Guten Tag Fraktale vs. Fragmente

      Und schon wiederholen Sie sich. Sie waren angriffslustig und haben Frau Vilallon Dinge unterstellt die offensichtlich falsch sind.

      Warum ist es wichtig, hin und wieder gegen den Strich zu denken (Autorin) und unsere Erwartung von hintenrum aufzuzäumen? Weil wir nur das sehen, was wir erwarten, und wenn wir nie unsere Erwartung ändern, sehen wir auch nie was Neues. In eben diesem Sinne gibt es vermutlich eine Menge Fakten, die wir geflissentlich ignorieren, übersehen, zur Seite legen, weil wir, in unserem Modell gefangen sind – und ich nehme mich natürlich mit.

      Sie rennen mit Ihrer Antwort bei mir offene Türen ein. Der parasitäre Finanzsektor hat unter dem Deckmäntelchen der illusionistischen Markteffizienz unser Kreditgeldsystem missbraucht und tut dies immer noch! Dieser Missbrauch muss eingedämmt werden das macht mich aber nicht zum „Systemkritiker oder Gutmenschen wenn dieser Ausdruck negativ belegt ist“ sondern es ist die Pflicht eines mündigen Bürger diese Verwerfungen zu erkennen.

      Ich Danke für Ihre fürsorglichen Gedanken aber um mich brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen. Ich wünschen Ihnen ebenso Gesundheit und alles Gute.

  7. Sehr geehrte Frau Villalon

    Ich freue mich, dass Sie einen Blick auf diese Geschäfter geworfen haben, wobei sich mir noch nicht erschliesst, wo der Zusammenhang mit Fraktalen liegen soll. Eine Selbstähnlichkeit sehe ich nicht.

    Mir scheinen gewisse Ihrer Einschätzungen sehr pauschal und wenig (faktenbasiert) begründet zu sein. Analog zum Artikel über das Potemkinsche Dorf, wo beiläufig den Steuerbehörden letztlich Willkür vorgeworfen wird. Ich frage mich, wie breit Ihre Erfahrung im Bereich der Grundstückgewinnsteuer ist.

    Mit obigem Artikel werfen Sie den „Staat“ in einen Topf, obwohl es die Gewaltenteilung und erst noch einen Föderalismus gibt (Staat = Kanton). Wenn Sie dem System so misstrauen, warum engagieren Sie sich nicht konkret in einer Amtsstube, einem Parlament oder dem Gericht? Vielleicht sucht die KESB noch Mitarbeiter.

    Oder: Warum zeigen Sie nicht anhand von Bewertungsmodellen, weshalb der Preis bei Bank Cler so falsch war? Offenbar findet eine unabhängige Überprüfung statt.

    So verkommt Ihr Artikel zur Meinungsmache. Er findet Bestätigung bei jenen, die das gleiche glauben (bubble), und stösst bei den anderen auf Ablehnung.

    • Lesen Sie den Kommentar des ehemaligen Aktionärs der Bank Cler hier genau durch…
      Es wird auch Ihnen nicht schwerfallen zu begreifen, dass Aktionäre massiv geprellt wurden.

      @Bank Cler Aktionär

      Oder vergleichen Sie den Übernahmepreis durch die Basler Kantonalbank (Fr. 54.–) mit der internen Bewertung in den Büchern der Basler Kantonalbank (Fr. 72.–). Können Sie auch einfach ausklammern, nicht ?

      Was die Grundstückgewinnsteuer anbelangt, sprechen Sie doch mal ein Wörtchen mit einem der führenden Experten auf diesem Gebiet in der Schweiz, der grosse Fälle vor Gericht vertritt, Herr Jörg Zellweger, aus Frauenfeld.
      Der wird Ihnen sicherlich auch ein Liedchen singen können über die Maschen der Steuerämter in Sachen Grundstückgewinnsteuer.

      Aber eben, man sieht nur das, was man sehen möchte – und Sie sind wohl eher auf der Seite von denen, die nichts sehen will.

      Weiter so, Glück auf !

    • Sehr geehrte Frau Villalon

      Besten Dank, dass Sie sich Zeit genommen haben, zu antworten.

      Ich kenne Jörg Zellweger aus Frauenfeld nicht. Google kennt nur einen aus Winterthur, der ein Notarpatent, Immobilienbewerter eidg. FA, Immobilienvermarkter eidg. FA als Ausbildung angibt.
      Das ist es, was ich mit faktenbasiert meine: Warum zerpflücken Sie keine Entscheide zur Grundstückgewinnsteuer und leiten dann eine These daraus ab? Eigene zitierfähige Erfahrung und öffentlich zugängliches Wissen als Basis, statt Anrufung einer geheimen Eminenz?

      Ich sehe gerne alles, und habe keine Meinung zum „richtigen“ Wert der Aktien der Bank Cler. Deshalb hätte ich mich gefreut, wenn Sie diese Bewertungen analysiert hätten.
      Vielleicht wäre ein Minderheitsabschlag zu berücksichtigen? Ein solcher wird in der freien Wildbahn beobachtet.

    • @Walter Meier
      Ich, Herr Meier war persönlich von der Willkür der Steuerbehörden bezüglich Grundstückgewinnsteuer betroffen. Die Grenze zwischen werterhaltenden und wertvermehrenden Investitionen werden von den Steuerbehörden – trotz Merkblättern – situativ anders ausgelegt. Die Behörden nehmen sich auch alle Zeit bei einer Bestreitung der Einschätzung. Das Gerichtsverfahren dauerte 5 Jahre. Aber es hat sich für mich gelohnt!

  8. Guten Morgen @Fraktale vs. Fragmente

    Sie wollen mir etwas über Herrn Samuel Angehrn, den Präsidenten des AktionärsVereins erzählen?. Und Sie weisen auf relevanten Rechtstexte im Netze hin?.

    Ich sage Ihnen: Schuster bleib bei deinen Leisten

    Sie schreiben Zitat:
    “ Insofern, was genau ist nun Ihr Problem?“

    Sie haben meine Frage nicht beantwortet! Sie haben in einem herablassenden Ton mit Frau Villalon polemisiert – Zitat:

    „Dass Sie dabei Kapitalmarktrecht nicht so ganz beherrschen, ist ja dann zweitrangig. Dann muss halt ne Verschwörungstheorie hinhalten…“

    Ende Zitat.

    An @Superhirn haben Sie geantwortet – Zitat:

    „@Supermario: Danke. Wenigsten einer, der noch selbständig und differenziert zu denken scheint.“

    Ende

    Wenn Sie in Ihren Überlegungen – gerade eben das Kapitalmarktrecht ausblenden – haben Sie Ihre Hausaufgaben nicht gemacht. Bei den G-7-Staaten liegt der Aktienanteil in den drei Staaten (Frankreich, USA und Kanada) bei mindestens 50 Prozent liegt und in Deutschland, Japan und Italien liegt dieser Wert bei etwa 40 Prozent . Die Unternehmen finanzieren sich heute also zu einem grossen Teil durch die Ausgabe von Aktien. Die Finanzierung durch Aufnahme von Krediten hat an Bedeutung verloren.

    Durch Ausgabe von Aktien (Gesellschafteranteile bei GmbH) gehen die Unternehmen keine Gläubiger-Schuldner-Beziehung ein. Im Gegensatz zu Krediten muss das durch Verkauf von Aktien eingenommene Geld nicht zurückgezahlt werden. Es steht dem Unternehmen unbegrenzt als Eigenkapital zur Verfügung.

    Wie bei Wetten gibt es auch im Kapitalmarkt nur einen sicheren Gewinner, den Buchmacher und wer ist der Buchmacher Sie selbsternannter Klugscheisser?

    Sie wissen’s nicht? Ich helfe Ihnen auf die Sprünge.

    Sichere Gewinner sind nur die Organisatoren – Börsenbetreiber, Banken, Fondsmanager und Finanzdienstleister. Während Buchmacher eher ein Schattendasein in der Gesellschaft führen und viele illegale Glückspiele in Hinterzimmer von anrüchigen Kneipen verbannt sind, erfreut sich die Finanzindustrie als Veranstalter von Geldwetten hoher gesellschaftlicher Wertschätzung.

    Neben den Banken betreiben auch viele institutionelle „Investoren“ das Geschäft des Hortens von Geld. Hierbei handelt es sich u. a. um grosse Versicherungen, Investment- und PK, Private Equity Firmen, Hedgefonds und weitere Formen von Kapitalsammelstellen.

    Wie verlogen muss man sein, um den Anschein erwecken zu wollen die hinters Licht geführte „Kleinaktionären“ seien Opfer ihrer eigenen Unwissenheit und Trägheit. Dass Sie sich nicht schämen!

    • Schade, dass Sie sich zu Ausfälligkeiten hinreissen lassen. Bis dato hab ich Ihre Kommentare eigentlich ganz ok gefunden, auch wenn ich nicht mit allem einverstanden bin. Auf die persönlichen Angriffe mag ich nicht eingehen; es ist der Sache nicht dienlich.

      Für meine Aussage, Menschen tendierten zu einer asymmetrischen Wahrnehmung hinsichtlich Chancen und Risiken (und auch Ursachen und Wirkung), schäme ich mich nicht. Kahneman und Tversky haben dies mit Ihrer Prospect Theory augezeigt und dafür den Nobelpreis bekommen. Item.

      Bezüglich Supermario: Die Aussage von gestern um 13:49 fand ich auch schwach.

      Zu Ihren Aussagen:
      Sie machen hier grundsätzlich einige gute Punkte; aber leider ein Bisschen in der Form eines Rundumschlags. Man kommt eigentlich kaum zu einer sinnvollen Antwort, ohne extrem lange Abhandlungen schreiben zu müssen. Dafür fehlt mir ein wenig die Zeit. Und ich bin auch nicht der Gratisberater von Jedermann (Thema: Kapitalmarktrecht). Sie mögen es mir verzeihen…

      Nur so viel:
      Wenn Sie die Finanzindustrie nicht mögen, ist es Ihr gutes Recht. Persönlich hab ich Sie vor Jahren verlassen und bin Unternehmer geworden. Ich hab ja auch den Begriff „Haie“ verwendet. Ich geh mit Ihnen auch einig, dass unser Geldsystem in vielerlei Hinsicht problematisch konstruiert ist. Sie führen die 2. Säule als Beispiel an. In der Tatsache, dass dieses Konstrukt zur fortschreitenden Vermögensverschiebungen / Enteignung der breiten Masse beiträgt, stimmen wir beide vermutlich gleichermassen überein. Vielleicht sehen wir aber andere Ursachen. Als anderes Beispiel haben Sie die SNB und ihre ihre Monetärpolitik genannt. Und auch da sind wir uns tendenziell einig (wenn ich Ihre Kommentar so lese), dass hier gerade Einiges ziemlich falsch läuft und unsere Volkswirtschaft massiven Risiken ausgesetzt worden ist.

      Es stellt sich allerdings die Frage (auch mit Hinblick auf den ursprünglichen Artikel von Frau Villalon), inwiefern man den Staat generell als korruptes und übergeordnetes System darstellen will, dem man wahllos ausgesetzt ist. Ich scheine hier schon sehr viel mehr Mitgestaltungsrecht/-möglichkeiten zu sehen, und auch für mich persönlich einzufordern. Natürlich ist aber jeder frei, das für sich selbst zu beurteilen. Und ich hab das ja auch klar in meinem ursprünglichen Post so gesagt.

      Die gesamtgesellschaftlich zunehmende Tendenz zu simplistischem Verwurstelungsdenken und radikalen Ausdrucksweisen macht mir im Sinne des inneren Zusammenhalts aber trotzdem ein wenig Angst… Und diesbezüglich seh ich beispielsweise ein Fraktal im menschlichen Sein; schauen Sie doch nur in die Geschichtsbücher…

      Ich gönn mir jetzt nen Baldrian-Tee.

    • Für den wahren Platon war es eine Kernfrage, wie unzweifelhaft gesichertes Wissen erreichbar ist und wie man es von blossen Meinungen unterscheiden kann. Sie aber lassen Andersdenkenden keinen Raum in der Wahrheitsfindung. Nur diejenige Meinung kann wahr sein, die Ihrer Eigenen entspricht. Alles andere muss scheinbar verunglimpft und bekämpft werden.

      Sie sind kein Philosoph, Platon, sondern ein Feind der pluralistischen Meinungsbildung, und damit des Bestrebens nach Wahrheit. Sie sind ganz und gar undemokratisch in Ihrem Gesinnen und treten damit den Wert mit Füssen, den Sie sich hier so laut auf Ihre eigenen Fahnen schreiben. Und vielleicht gerade das macht Sie doch zu Platon. Waren es nicht seine schlechten Erfahrungen mit der attischen Demokratie, die wohl die Grundlage für seine später ausformulierte Demokratie-Kritik bildeten?

    • Guten Tag @Aristoteles

      Ich bin dankbar, wenn ich auf Fehler (Fehlverhalten) hingewiesen werde. Will man ein System verändern, ist es nötig, das bestehende System erst einmal gründlich zu analysieren und zu verstehen. Mir fällt einfach auf, dass die Leute heutzutage lieber viel reden, als einmal etwas zu lesen oder zuzuhören.

      Obwohl ich mir einbilde, mich ziemlich gut informiert zu haben über das Thema (Kapitalmarktrecht/Finanzwirtschaft/Rechtsprechung) muss ich einfach nur den Kopf schütteln wenn ich solche Einwürfe des „Fraktalen vs. Fragmente“ lese, da diese „Gesinnung“ das Resultat des weitverbreiteten Unwissens, dem Irrglauben und den luftigen akademischen Theoriegebäuden ist. Wenn Sie daraus den Schluss ziehen „Platon“ glaubt das „Wahrheitsmonopol“ inne zu haben – muss ich Sie enttäuschen. Was wir alle gemeinsam tun sollten ist Sachverhalte kritisch beleuchten, denn viele Leute gehen der zu simplizistischen Kritik vieler Quellen auf den Leim. Frau Isabel Villalon hinterfragt kritisch und konstruktiv viele Verwerfungen in unserem Land die von Medien totgeschwiegen oder noch schlimmer – falsch dargestellt werden.

    • Lesen Sie doch die Kommentare von Fraktale vs. Fragmente zeitversetzt noch einmal in aller Ruhe durch. Ich persönlich bin nicht ganz uneinig mit dieser Person. Vielleicht haben Sie Recht und es ist ein akademischer Ignorant. Vielleicht ist diese Person Bestandteil des Systems. Und vielleicht tut diese Person aber auch nur genau das, was Sie auch tun: Sachverhalte kritisch beleuchten. Vielleicht zieht diese Person den Bogen der Verantwortlichkeit einfach noch sehr viel weiter. Uneinig scheint Ihr Euch ja nicht in der Auswirkungen; aber aus irgendeinem Grund in deren Ursprüngen…

    • Ich glaube, hier geht es schon lange nicht mehr um den Artikel von Frau Villalon, und die darin beschriebenen Sachverhalte. Sie kann einem an dieser Stelle eigentlich nur Leid tun.

  9. Vielen Dank für den interessanten Artikel, Frau Villalon. Als die Bank Coop den eigenen Aktienkurs ohne Bereicherungsabsicht und ohne Anlegerschädigung manipuliert hat, griff die Finma knallhart durch und verhängte 2014 gegen Andreas Waespi ein dreijähriges Berufsverbot. Die BKB sieht sich zusammen mit der Bank Cler als Konzern. Auch dieser Konzern hat 2018 den Börsenkurs manipuliert, diesmal jedoch nicht direkt an der Börse. Im Geschäftsbericht 2017 wurde die Ertragslage viel schlechter dargestellt, als es der Realität entspricht. Dadurch wurde der Börsenkurs gedrückt. Dann wurde eine Fairness Opinion in Auftrag gegeben, welche auf der Annahme basiert, dass die Ertragslage immer so schlecht bleibt. Dadurch wurden den Kleinaktionären die Aktien 80 Mio Fr. unter dem bilanzierten Wert abgenommen. Beim ASE-Betrugsskandal haben die BKB-Kunden 170 Mio Fr. verloren. Wenn eine Regel verletzt wird, jedoch kein Schaden entsteht, gibt es drei Jahre Berufvsverbot. Wenn Anleger um dreistellige Mio-Beträge gebracht werden, hat das für die verantwortliche Geschäftsleitung keine Konsequenzen. Es bestehen auch keine Zweifel, dass diese Personen dazu geeignet sind die Leitung einer systemrelevanten Bankengruppe zu übernehmen?

  10. Ich kann nur jedem Anleger, jeder Anlegerin dringend empfehlen: NIEMALS in einer Firma investieren, wo der Staat Mehrheitsaktionär ist. Nirgends wird man so leicht, so systematisch und so skrupellos beschissen.

    P.S.: Die Hypo bei Raiffeisen werde ich garantiert nicht verlängern. Ich habe keinen Bock auf „Teflon Guy“ und seinen rechtlichen Züge.

  11. Jene, die die freie Marktwirtschaft propagieren, greifen gerne herzhaft (!) zu, wenn’s läuft. Geht’s dagegen in die Hose, nehmen sie auch gerne die Haftung der Steuerzahler in Anspruch. Und jene, die bluten (und aufräumen) müssen, sind nicht jene, die vorher zugegriffen haben.
    Man kann sagen, das ist der Gang der Welt, so quasi eine naturgesetzmässige TINA. Man kann aber auch versuchen, etwas zu ändern.

  12. @Supermario,

    kennen wir uns? Ich kenne Sie nicht. Wir sind nicht per Du. Sie tun nicht nur primitiv, arrogant und ignorant, sondern sind es auch.

    Beweis: Zitat: „hier geht es einzig und allein um (mögliche) Benachteiligungen von Minderheitsaktionären!!!“

    Herr @Supermario, wer hat Ihnen eigentlich in das Gehirn g……….?

    Ich entschuldige mich bei den Damen für diesen kraftvollen Ausdruck aber das ist hier auf Grund der Faktenlage mehr als angebracht.

    Die Abermilliarden aus der 2. Säule haben mit andere Investitionen in der Schweiz konkurrenziert und tun es noch immer. Doch weil es bei weitem nicht genügend physischen Investitionsbedarf gab, hat man sich halt gegenseitig die bereits vorhandenen Aktien und Immobilien abgekauft und die Preise hochgetrieben. Massive Umverteilung von unten nach oben die dann die beschriebenen Verwerfungen auslösen.

    Was bleibt unter dem Strich? Es bleibt der gut begründete Verdacht, dass die 2. Säule erstens eine Umverteilung in zweistelliger Milliardenhöhe von den Mietern zu den Rentnern und Immobilienbesitzer bewirkt. Und zweitens, dass sie eine teure Kaste von Finanzverwaltern herangezüchtet hat die das was im Artikel beschrieben wurde mit verursacht haben.

    Das Obligatorium der 2. Säule hat wesentlich dazu beigetragen, dass unsere Wirtschaft heute von überdimensionierten, überdotierten, aber ökonomisch unterbelichteten Finanzmärkten gesteuert wird. Eine ganze Generation hat gelernt, dass man mit einer Finanzblase viel mehr Geld abschöpfen kann, als mit echter Wertschöpfung. Die Folgen davon müssen wir alle ausbaden.

  13. Sehr verheerte Frau Isabel Villalon

    es ist noch viel schlimmer:

    Geldverwalter diktieren der Gesellschaft und der Politik ihre eigenen Regeln. Beispiel: 3. Säule Doktrin und vieles mehr. Das solidarische Fundament des Gemeinwesens wird gesprengt. Doch die Politik stellt sich in den Dienst der Finanzmanager. Immer mehr Lebensbereiche werden im Sinne der Finanzwirtschaft umgestaltet. Wir beginnen langsam zu erkennen, wo die dramatischen Konsequenzen der Verlagerung des Gewinnstrebens von der Realwirtschaft in die Finanzwirtschaft führen. Sie führt zur schleichenden Erosion der Gesellschaft. Eine Armutswelle rollt auf die Schweiz zu von Menschen die ihr ganzes leben lang gearbeitet haben (40 + Beitragsjahre). Steuererhöhungen werden aus ideologischen Gründen sowohl von Neoliberalen als auch von progressiven Neokeynsianern abgelehnt. Frontenübergreifend gilt das Dogma: Steuererhöhungen reduzieren das Wachstum des BIP. 1% der reichsten Schweizer hält 45% des Vermögens.

    https://www.blick.ch/news/wirtschaft/fast-doppelt-so-hoch-3-8-prozent-statt-1-6-die-leerwohnungsziffer-in-der-schweiz-ist-noch-viel-hoeher-id15014557.html

    Die 700 Mrd. Schulden der SNB. Die Fehlkonstruktiion 2. Säule (von Betrug zu Reden ist ein Euphemismus).

    Die Finanzwirtschaft muss trockengelegt werden, in dem für „Produkte“ genau so wie für Medikamente eine Zulassung zugesprochen werden muss. Grossbanken zersplittern und das EK der Nachfolger massiv erhöhen. Abschaffung der 2. Säule. Ammortisierung von Hypotheken steuerlich begünstigen. Und dann vor allem mit Mythen und Falschdarstellungen reinen Tisch machen.

    Beispiel Rente:

    Mit demografischen Kenngrössen ist die Wirklichkeit des Renten- und Sozialsystems nicht zu erfassen. Einzig entscheidend ist, wie viele Menschen an der wirtschaftlichen Wertschöpfung beteiligt werden und wie die Wertschöpfung auf die Beteiligten verteilt wird. Bei der Rentendebatte geht es im Kern um Verteilungsgerechtigkeit, nicht um demografische Probleme. Welche Personengruppen sollen an der wirtschaftlichen Wertschöpfung und der Verteilung des Wohlstandes wie beteiligt werden? Doch statt sich dieser Frage zu stellen, schüren die etablierten Parteien mit breiter Unterstützung der Medien einen unverantwortlichen Generationenkonflikt.

    • Hör doch mit Deinen kommunistischen Rundumschlägen auf; hier geht es einzig und allein um (mögliche) Benachteiligungen von Minderheitsaktionären!!! Von Versicherungsmathematik hast Du in etwa die gleiche Ahnung wie eine Kuh vom Autofahren.

    • @Supermario,

      Immerhin fühlst Du Dich angesprochen, den Rest musst Du eigenständig lösen.

      Grüsse

  14. Sie sagen es eigentlich ja schon selbst: „Ingenieurin mit Spezialgebiet Energie, die das Zeitgeschehen observiert.“ Sie sind dabei aber wenigstens ehrlich und deklarieren Ihren Text als „… mein Dafürhalten, mein indirektes Empfinden und mein sehr direktes persönliches Erlebnis“, und damit als Meinung. Dass Sie dabei Kapitalmarktrecht nicht so ganz beherrschen, ist ja dann zweitrangig. Dann muss halt ne Verschwörungstheorie hinhalten…

    Anstatt auf den Text einzugehen, erlaub ich mir stattdessenen einen Vorschlag: Ändern Sie doch vielleicht den Titel oder Ihren Blickwinkel, mit dem Sie das Thema zu beleuchten versuchen.

    Ein besserer Titel wäre beispielsweise:
    „Fragmente – Eine Geschichte über die ungenügende Fundierung von Anlageentscheidungen? Ein subjektiver Zeitzeugenbericht über das Schwimmen mit Haien.“

    Alternativ könnten Sie die Geschichte auch mit einem anderen akademischen Konzept beleucht, so z.B.:
    „Prospect Theory – Über die kognitive Verzerrung bei der Beurteilung von Chancen und Risiken. Eine ex-post Betrachtung gemachter Fehler, und was man daraus für die Zukunft lernen kann.“

    Ansonsten würd ich generell Folgendes vorschlagen: Über Risiken und Nebenwirkungen erkundigt man sich IM VORFELD besser bei einem wirklichen Finanzfachmann (für Anleger) oder einen Career Coach (für Arbeitnehmer). Eine Zweit- und Drittmeinung kann nie schaden…

    Natürlich kann man sich aber auch der Bequemlichkeit hingeben, im Nachgang alle Anderen für das eigene Versagen verantwortlich zu machen. Ist natürlich einfach und bequem. Denn dann muss man keine Verantwortung für das eigene Handeln übernehmen. Nur schläuer wird man dabei ganz bestimmt nicht.

    Ist halt ’ne Frage der Weltanschauung. Ich teile die Ihre nicht. Vielleicht auch deshalb bin ich davor gefeit, solche Anlagen zu halten, was mir mir glücklicherweise den Ärger im Nachgang erspart…

    • Ich bevorzuge lieber eine ehrliche Meinung, die den Zeitgeit erklärt bzw. sich diesem annähert . Ich habe dagegen etwas gegen Blutsauger. Das heisst für mich, lieber Fraktale statt Fragmente. Ich mag keine toten Untoten.

    • Ja, ja, viel Kapitalmarktrecht und so weiter.
      Erzählen Sie dies den Kleinaktionären, die sich 40 % bis 60 % ans Bein streichen können.

      Hören Sie doch auf. Es ist mittlerweile bekannt, was für ethische Grundsätze in unseren Staatsbetrieben vorherrschen.

    • @Fraktale vs. Fragmente

      Sie schreiben an Frau Villalon Zitat:

      „Dass Sie dabei Kapitalmarktrecht nicht so ganz beherrschen, ist ja dann zweitrangig. Dann muss halt ne Verschwörungstheorie hinhalten…“

      Bitte klären Sie uns auf….

    • Kapitalmarktrecht ??

      Bringen Sie mich nicht zum Lachen.

      Erzählen Sie dies den Kleinaktionären, die sich zwischen 40 % und 60 % ans Bein streichen konnten, dank den Tricks der hier genannten Staatsbetrieben.

    • Dieser Kommentar gefällt mir; werden im Artikel sämtlich „Fraktale“ im Dutzendpack, welche für die geduldigen Anleger erkleckliche Renditen ergaben, einfach mal ausgeblendet! Daumen rauf!

    • @ Fraktale vs. Fragmente:
      Meiner Meinung nach leiden Sie an akademischer Verdummung, und offensichtlich weist Ihr Leiden bei versuchter Behandlung hartnäckige Resistenzen auf…!

    • @ Gerhard: Sie dürfen das gerne anders sehen. Steht ja auch so in meinem Text.

      @ Karl Otte-Janssen: Ignorantia legis non excusat; gilt auch für „Kleinaktionäre“. Fall Cler: Modellrealität vs. Börsenkurs, der glaub ich seit April 2013 nicht mal mehr ansatzweise auf dem Angebotsniveau war; seit also rund 5 Jahren. A propos Kleinaktionäre: Waren das nicht diejenigen, die grössenteils ihre Aktien freiwillig der BKB direkt angedient oder diese indirekt über die Börse zugänglich gemacht haben? Condiciones sine quibus non… Insofern?

      @ Platon: Ich schlage vor, Sie kontaktieren Herrn Samuel Angehrn, den Präsidenten des AktionärsVereins. Er wird Sie sicherlich gerne, kompetent und kostenlos aufklären. Ansonsten finden Sie die relevanten Rechtstexte im Netze. Ich erinnere einfach an Herrn Angehrn’s Interview vom 16.8., in dem er eine klare Empfehlung ausgesprochen hat. Den überwiegenden Anteil der Aktionäre scheint dies nicht weiter interessiert zu haben. Siehe auch meine Antwort an Karl Otte-Janssen. Insofern, was genau ist nun Ihr Problem?

      @ Supermario: Danke. Wenigsten einer, der noch selbständig und differenziert zu denken scheint.

      @ Visionär: Ihre Meinung steht Ihnen zu. Welchen Behandlungsansatz aber an mir wann versucht wurde, und wie ich diesen scheitern liess, erschliesst sich mir nicht so ganz. Für einen „Visionär“ scheinen Sie mir überhaupt auf beiden Augen etwas blind, und auch insgesamt etwas gar einfach gestrickt. Wenn es Ihnen aber hilft, bitte ich Sie höflichst um Entschuldigung für die Tatsache, dass ich nach dem Kindergarten weitergemacht hab. Mehr hab ich einem selbsterklärten Visionär eigentlich nicht mitzuteilen…

    • Nachtrag: Die ganzen Reaktionen sind schon bemerkenswert. Im Kern mach ich drei Aussagen:

      1) Das (meines Erachtens) inkorrekte Zusammenknüpfen von Indizen schafft keine kohärente Faktenlage, auf deren Basis überhaupt eine sinnvolle Diskussion möglich wäre; d.h. das VERMEINTLICH fehlbare Verhalten einzelner Entscheider, hier beispielsweise im politischen oder einem Staats-/staatsnahen Betrieb, macht nicht den Staat per se fehlbar. Dies trotzdem so zu sehen ist Polemik.

      2) Eine sinnvolle Diskussion bedingt eine vollständige Kausalordnung. Bedingungen auszublenden führt zu falschen und nicht rekonzilierbaren Schlüssen im Bezug auf die eigentlichen Ursachen. Konkret heisst das hier zwei Dinge:

      a) Das eigene Handeln entlang des gesamten Zeitablaufs schafft die Bedingungen, ohne welche die Wirkung gar nicht erst eingetroffen wäre. Spätere Zusatzbedingungen (hier das VERMEINTLICH fehlbare Verhalten einzelner Entscheider im politischen oder einem Staats-/staatsnahen Betrieb) lassen die Abdelegation der Verantwortung für das eigene Handeln nicht zu; diese Abdelegation ist weder moralisch richtig, noch faktisch (höchstwahrscheinlich) überhaupt möglich.

      b) Falsche Annahmen und Erwartungshaltung schaffen zwangsläufigerweise früher oder später Enttäuschung. Die Enttäuschung ist aber im / in der Enttäuschten selbst begründet. Er / Sie trägt dafür die primäre Verantwortung.

      3) Man kann sich im Anschluss also beklagen und nichts tun; oder man kann aus Fehlern lernen und es das nächste Mal besser machen. Persönlich versuche ich, aus meinen eigenen Fehlern stetig zu lernen und besser zu werden. Und ich wünschte mir diese Eigenschaft auch in meinen Mitmenschen.

      Vielleicht ist es aber exakt MEIN Fehler, davon auszugehen, dass die Mitmenschen IM DURCHSCHNITT zu einer objektiven Ursachenforschung überhaupt bereit und in der Lage sind, anstatt sich der Einfachheit des Denkens hinzugeben. Enttäuscht bin ich darüber nicht; es ist allzu verständlich. Aber vor dem Hintergrund des Wiederaufkeimens radikaler Denkrichtungen rund um den Globus empfinde ich eine gewisse Angst um den inneren Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Es braucht keinen Visionär, um zu sehen, wo das hinführen kann. Dafür reicht ein einfaches Geschichtsbuch…

  15. Da sass doch eine Frau Doris, lächel, lächel, Energielobby Leuthard im Verwaltungsrat der Energie Laufenburg AG…. interessant.

    In der Tat, Fraktale, überall das selbe.