Zwei UBS-Cracks versenken Bauriesen Implenia

Hans-Ueli Meister und Anton Affentranger waren Top-Banker, jetzt versagen sie im Bau – UBS orchestrierte 800 Mio-Kreditlinie.

Die Implenia ist im freien Fall. Gestern raste die Aktie des grössten Schweizer Baukonzerns um 27 Prozent in die Tiefe.

Schuld sind ehemalige Spitzenmanager der Grossbank UBS. Anton Affentranger und Hans-Ueli Meister, zwei Freunde und Weggefährten, fuhren die Implenia an die Wand.

Es ist ein exemplarisches Beispiel hochgelobter und hochbezahlter Cracks des Finanzplatzes, wo das persönliche Einkommen an der Spitze keine Grenzen kennt, die nach einem Wechsel in die harte Industrie eine Pleite sondergleichen hinlegen.

Affentranger als Hauptverantwortlicher, Meister als Blinder, der zwei Jahre lang nichts vom Unheil kommen sah.

Bau-Kapitän mit Einsteck-Tüchli: HU Meister (Bild: Implenia)

Hinzu gesellt sich die Nummer eins des Bankenplatzes, die UBS. Sie ist aufs Engste mit den beiden Aufgeflogenen verbandelt – und zwar nicht nur wegen derer Herkunft.

Vielmehr hat die UBS vor 5 Monaten eine Krediterhöhung für die Implenia orchestriert. Man habe die bestehende Kreditlinie „unter Führung der UBS um CHF 150 Mio. auf CHF 800 Mio. erhöht“, meldete die Implenia.

Es vergingen 48 Stunden, dann meldete die Baufirma den Wechsel an der Spitze. Der langjährige Affentranger ging als CEO von Bord, es übernahm mit André Wyss ein Novartis-Topmann.

Nun wird klar, wie das alles zusammenhängt. Affentranger hatte die Implenia viel zu gross und viel zu ärmlich gemacht. Nach langer Zeit merkte dies auch Hans-Ulrich Meister, der im 2016 Präsident der Implenia geworden war – von Affentrangers Gnaden.

Nun kriegte Meister kalte Füsse, zog die Reissleine bei Affentranger und setzte an dessen Stelle seinen Freund und Bekannten Wyss ein, der mit Bauen soviel am Hut hat wie ein Bäcker mit Gärtnern.

Immerhin machte Wyss, was längst angezeigt gewesen wäre. Er gab zu, dass die Implenia sich im Ausland verrannt hat. Der operative Gewinn würde zusammensacken. Darauf crashte die Aktie.

Gewinnwarnung zur Adventszeit (Implenia-Meldung)

Der rasende Zerfall einer Firma, die sich noch im August in ihrem Halbjahresbericht auf die Schultern klopfte und über den grünen Klee lobte, kommt nur für Blauäugige überraschend.

Seit Jahren tritt ein kritischer Aktionär an jeder Generalversammlung der Implenia auf und weist auf die wunden Punkte hin.

Die Firma sei viel zu rasch gewachsen, habe für die noch offenen Projekte viel zu wenig eigenes Geld, und sie verdiene mit dem grossen Rad, das sie drehe, viel zu wenig – so dessen Kernpunkte.

Am 27. März diesen Frühling ging dieser Aktionär erneut ans Rednerpult und warnte die Besitzer der Implenia vor einem bevorstehenden Absturz. Die Zahlen der Führung seien geschönt.

„Was mich erstaunt ist, dass wir den seit Jahren angekündigten EBIT (Vorsteuergewinn, die Redaktion) von 140 bis 150 Millionen trotz den enormen Umsatzsteigerungen nicht erreicht haben. Trotz dem Rekordumsatzzuwachs von plus 18 Prozent, ist der EBIT gegenüber dem Vorjahr auf 103 von 114 Millionen rückläufig. Eigentlich müsste der angekündigte EBIT von 140 Millionen um 20 Prozent erhöht anfallen.“

Und weiter: „Was mich ebenfalls nicht glücklich stimmt, ist der hohe Auftragsbestand von 6 Milliarden Franken, das ist nochmals eine Steigerung um fast 1 Milliarde. Letztes Jahr wurde bereits gesagt, dass der Arbeitsvorrat qualitativ gut sei. Ich denke, das ist eine sportliche Aussage, denn ob ein Arbeitsvorrat qualitativ gut ist, weiss man erst, wenn die Projekte abgerechnet sind.“

Der neue CEO der Implenia, der ehemalige Novartis-Mann Wyss, hat nun genau das zugeben müssen: Es braucht Abschreibungen bei Projekten, und das schlägt auf den Gewinn durch.

Der Crash mit einem Minus um 27 Prozent gestern an der Börse ist der helle Wahnsinn. Da verliert eine stolze Schweizer Industriefirma, die sich als Primus ihrer Branche sieht, an einem Tag einen Viertel ihres Werts.

Es zeigt sich, dass die beiden UBS-Banker ganz oben bei der Implenia weder das Geschäft beherrschten noch die Zahlen im Griff hatten.

Ersteres überrascht nicht vollends, letzteres hingegen muss allen zu denken geben. Wenn Banker, die Jahr für Jahr Millionen an Boni einkassierten, eines drauf haben sollten, dann sind es Berechnungen und Kalkulationen.

Bei der Implenia ging es hingegen offenbar vor allem darum, Umsatz zu bolzen. Jeder Auftrag an Land ziehen, so der Befehl von der Kommandobrücke – egal, wie dünn die Eigenkapitaldecke wird. Absoluter Gewinn? Rentabilität bezogen auf die Grösse? Who cares, einzig Return on Equity zählt.

Lange Monarch: Affentranger, Ex-CEO (Bild: Implenia)

So ticken sie halt, die Spitzenbanker: Eigenkapital runter führt bei gleich bleibendem Gewinn zu mehr Shareholder Value. Und langfristig oft in den Eisberg: Marcel Ospel lässt grüssen.

Ex-CEO Affentranger steht als Hauptverantwortlicher da, er beherrschte die Implenia während Jahren und schlug mit Hilfe eines Privatmanns als Grossaktionär einen Aufstand im Verwaltungsrat nieder.

Präsident Hans-Ulrich Meister, der nach dieser Meuterei ganz oben das Amt des Ober-Aufsehers geschenkt erhalten hatte, schaute mehr als zwei Jahre zu und reagierte dann erst, als es nicht mehr anders ging.

Eine weitere Swiss Tragödie der Extraklasse, von zwei hochgejubelten und vergoldeten UBS-Bankern verursacht. Die Zeche zahlen die Aktionäre – und je nach weiterem Verlauf des Dramas die Mitarbeiter.

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66 Kommentare zu “Zwei UBS-Cracks versenken Bauriesen Implenia

  1. Kompliment an André Wyss.

    • Direkt die Unsicherheiten voll und konservativ abschreiben und die Wahrheit auf den Tisch.
    • Verwaltungsrat verstärkt mit Kompetenz im Controlling.
    • Budget 2019 – erstmal einen EBIT von 200 Mio. festmachen. Das ist das primäre Ziel
    • Bereinigte und realistische Umsatzplanung – evtl. Aufträge nachbessern oder ganz verzichten
    • Zwischen EBIT und Umsatz saubere enge Kostenplanung
    • Die Kostenverantwortlichen werden gemessen an der Einhaltung des Prozentsatzes der Kosten wie im Budget festgelegt und nicht an dem Betrag. Das trennt die Spreu vom Weizen.
    • Langfristiger gesunder Erhalt des Unternehmens ist wichtiger als „Umsatzorientierung“

    Um die Branche muss sich niemand Sorgen machen. Produzierende Unternehmen haben Zukunft – denn sie schaffen langfristige Werte.

  2. Diese unselige CS hat ja zuerst die Bank Leu und danach die Clariden Leu komplett flach gemacht. Wohlverstanden die Leu eine der ältesten und renomiertesten Banken der Schweiz die sicher das schönste Gebäude an der in dieser Hinsicht armseligen Bahnhofstrasse. Dieses Gebäude hat sich diese Bank selber erarbeitet. An al diesen Machenschaften war der Wertvernichter Meister meisterlich beteiligt.

  3. Heute verliert die Implenia-Anleihe in Stuttgart 8,26% und rentiert jetzt mit 2,6%, sie kommt von 102 und steht jetzt jetzt bei knapp über 90.
    Quizfrage:
    Liegt es an
    a) Auftragsbestand (6 Mrd.) hält einer Prüfung nicht stand.
    b) Rücklagen für Baumängel zu niedrig angesetzt
    c) Auslandsgeschäft hoch defizitär
    oder
    d) bevorstehender Immocrash ausgehend von den USA
    (inverse Renditekurve der Staatsanleihen) ?

  4. Kann es sein, dass dieses Desaster daher kommt, dass Affentranger beim
    Jobantritt die von seinem Vorgänger Bubb angehäuften Stillen Reserven aufgelöst und im Auslandsgeschäft risikoreich ‚verbetoniert‘ hat?
    Immer mit dem Segen seines arroganten branchenfremden undurchsichtigen Meister(s)?
    Integere clevere erfahrene Spezialisten aus der baubranche wären wieder gefragt…..

  5. Das nächste Drama spielt sich gerade in der Lokstadt Winterthur ab. Arrogante Amateure ziehen dort die Wohnungskäufer über den Tisch. Ueberhöhte Preise lassen Bakschisch Zahlungen vermuten. Die Kaufverträge signalisieren bereits Liquiditätsschwierigkeiten der Implenia. Wenn im Kaufvertrag steht, dass die Baufortschrittszahlungen nicht zweckgebunden für den Wohnungsbau, sondern für die Aufrechterhaltung des Betriebs der Implenia verwendet werden … würde keine Bank die Finanzierung der Käufer gutheissen, hätten sie nicht gerade den Konsortialkredit aufgestockt und bräuchten ihren eigenes Geld wieder.

    LH fragen Sie mal gezielt nach Feedback von Lokstadt Käufern.

  6. Seien wir doch alle froh, geht der Hans-Ueli nicht in die Autoindustrie, da HUM dort sicher seine brillante Fusionsstrategie auf VW, Audi, Skoda, Seat und Bentley anwenden würde und wir bald nur noch VW A6, VW Leon, VW Octavia oder VW Continental GT kaufen könnten!

  7. Profi Bänkler. Loool! Herr Lukas, you made my day.

    Um Klartext zu sprechen. Diese Geschichte zeigt uns was so ein „Profi Bänkler“ kann. Nichts, rein gar nichts. Wenn diese Typen nicht mehr in ihrer geschützten Werkstatt sind, dann geht alles bachab, was sie anfassen.

  8. Hans-Ueli hat die Clariden Leu (mit)versenkt, die CS Schweiz an den Abgrund geführt und ist bei Implenia auf dem besten Weg, wiederum das Gleiche zu tun.

    Ohne Worte!

  9. Im Artiel wird insinuiert, dass Hans Ulrich Meister bei der UBS angestellt gewesen wäre und danach zum Implenia VRP gewählt wurde.

    Richtig ist, dass Ulrich Meister, ehemaliger CEO Schweiz und Leiter der weltweiten Vermögensverwaltung der Credit Suisse (CS) war und im Oktober 2017 bei Implenia Einsitz nahm.

  10. ziemlich grosse Worte von IP und man könnte fast meinen, dass da ne Werbetrommel gerührt wird.
    „mit André Wyss ein Novartis-Topmann“ – Hr. Wyss war bei Novartis und musste auch da den Sessel räumen… und soll jetzt in der Lage sein, mit Seinem Wissenstand von der Baubranche, innerhalb von nicht mal 2 Monaten das angebliche Geflecht offenzulegen? nicht Ihr Ernst oder? mit McKenzie-Leuten im Hintergrund und Hr. Meister zusammen wird hier etwas ganz dickes zusammengekocht und dafür soll nun Hr. A. Affentranger als Bösewicht herhalten…
    also von IP hätte ich schon ein bisschen mehr Schreiberling-Qualitäten und Hintergrundinformationen erwartet.

  11. Meister-Spruch vor Jahren bei UBS: „Sparkling in your eyes!“
    Vor lauter „sparkling“-Blendung sah er wohl den Abgrund nicht mehr…
    Tragische Figur.

    • Bei der CS galt das Motto „the sky has no limit“. Der Typ war völlig grössenwahnsinnig. Und gierig!

  12. Bravo langsam erhalten diese Hobby Manager das was Sie
    Verdienen. Schade für die guten Mitarbeiter.
    Ja diese Herren haben früher die KMU gepiesackt!

  13. Meister = Beihelfer bei Clariden…

    Man darf als hinterfragen, welche ‚Deals‘ Meister mit Implenia so geschlossen hat…

    und wem der Hinweis noch nicht genügt, der müsste sich möglicherweise einmal mit der ‚Bau- und Servicequalität‘ auseinandersetzen… da ist einmal das Niveau erreicht, wo sich Auftraggeber mehrfach die Überlegung machen, ob Implenia als Auftragnehmer noch in Frage kommt (oder wenn ja, welche ‚Kickbacks‘ es im Raum stehen).

    Es wird interessant sein zu sehen, ob und in welche Form Implenia die nächsten 3 bis 5 Jahre ‚überleben‘ wird.

  14. 2008 haben die Immobilien die Banken gecrasht. Jetzt 10 Jahre später gibts die Retourkutsche. Banker crashen die Bau- und Immobilienbranche.
    Spitzenleute aus der Finanzwelt sind vielleicht wirklich nicht ganz geeignet eine Bauunternehmung zu führen. Anderst gesagt, Schuster bleib bei deinen Leisten.

  15. Das war doch erst die Ouverture!
    —————————————————————————————————————–

    Zuerst zerzaust es die hochgejubelte Bau_Industrie wo Ex-Banker die Karre an die Wand fahren. Bald darauf folgen mit Sicherheit die wackelnden Immo-Firmen, welche immer noch viel zu viel Goodwill in ihren Büchern hüten und pflegen. IP sei einmal mehr gedankt, hier den Pfeffer gerochen zu haben.

    2019 wird eine Negativ-Meldung der anderen folgen.

  16. War von anfang klar dass Mr.M. keine guten und professionellen Rucksack mitbringt. Hätte man niemals
    einstellen dürfen. Siehe CS
    Bis Mr.M. kam hat Herr Affentranger viel gut gemacht.
    Er liess sich täuschen.

  17. Die Firma bemüht sich erfolgreich um die Einhaltung ihres Verhaltenskodex’, um soziale Arbeitsbedingungen, um Umwelt schonendes Bauen, kurz um alle Elemente der Nachhaltigkeit. Ein Beispiel: Mit der Auslagerung des Einkaufs von Büromaterial an die ChainIQ erzielt Implenia nachhaltige Kosteneinsparungen. Man hat nicht alles falsch gemacht.

    • Büromaterial, nachhaltig

      Erst als ich den aktuellen Aktienkurs gesehen habe, habe ich aufgehört zu lachen.

      Wie sieht es mit den Kaffeebestellung aus?

    • die ChainIQ welche in diesem Blog regelmässig erwähnt wird im Zusammenhang mit Vetternwirtschaft?…

    • Tja, auch ChainIQ hat den Einkauf nach Osteuropa ausgelagert. Ich bezweifle sehr, dass das eine nachhaltige Kosteneinsparung ist. Vor allem für die betroffenen Mitarbeiter.

  18. Hey, I knew this….. Knew this since Affentranger took over. Just study the man’s face……………
    And his actions at Implenia, like buying all these companies – like the fucks did years ago at SWISSAIR (This guy’s name was Bruggisser) – see the resemblance of these 2 characters anybody????

  19. wann glaubt ihr, ist das tiefste Tief der Aktie erreicht? heute, diese Woche oder doch erst im neuen Jahr falls das Ausmass noch grösser wird? und kann Implenia realistisch überhaupt konkurs gehen?

  20. Ich bin wirklich der Letzte, der HUM oder Affentranger verteidigen will, aber als gebranntes Kind, das vor 5 Jahren eine von Implenia gebaute Immobilie gekauft hat, kann ich mit absoluter Sicherheit sagen: die beiden haben bereits einen Sch..laden übernommen.
    Ich habe es noch nie auch nur annähernd erlebt wie bei Implenia, wie sich eine Firma mit billigsten Ausreden und miesestem Service um die Verantwortung drückt, für die happigen Baufehler und die schlechte Qualität verschiedenster Ausführungen gerade zu stehen!
    Kauft nie bei Implenia – die sollte eigentlich Complainia heissen!!!

  21. Wer sein Geld in eine Baufirma investiert, welche von Bankern und Pharma-Fuzzies geleitet wird, ist selbst schuld.
    Die Manager aus Bank und Pharma sind bekannt dafür, dass sie vor allem eines können: sicherstellen, dass es dem eigenen Bankkonto gut geht.

  22. …schon interessant, dass die grössten Schweizer Firmenverluste im Ausland geschrieben wurden.

    Auch interessant, dass im «Ausland» auch die grössten Kickback und Bakschisch Zahlungen für Schweizer Topmanager zu holen sind.

    Merksch öppis?

    • Exakt! Deshalb war ja auch das entsprechende Vorwissen des heutigen CEOs gefragt (Novartis Griechenland usw.).

  23. Implenia? Chronik eines angekündigten Todes.

    Wieder ein Schweizer Vorzeigebetrieb der in ausländische Hände fallen wird – im besten Fall. Worst case? 800 Mio. ans Bein streichen.

    • Vorzeigebetrieb? You dreamer, du!
      – Termine nicht im Griff
      – Kosten nicht im Griff
      – Qualität nicht im Griff
      – Zu viele Subunternehmer
      – Unfähiges Management
      – Eine Klappe so gross wie ein Betonsilo, aber nix dahinter (cf. Prozess in Sachen Baumängel Letzigrund)

  24. Was trieb eigentlich alt-BR Moritz Leuenberger, der Dichter mit dem Schutzhelm, in seinen zwei Jahren 2011 – 2013 bei Implenia? Wahrscheinlich am Logo-Blümchen gerochen. War ja nur eine Episode. Auf jeden Fall produziert die Baubranche immer wieder einen Skandal an den andern: vor kurzem noch das Drama um das Vergabekartell im Engadin, etwas länger her sah man sich vor Gericht in Sachen Kostenüberschreitung plus Baumängel in Sachen Letzigrundstadion, vom Ausland mit Flughafen Berlin etc. wollen wir gar nicht anfangen…. wahrscheinlich gab es schon gewaltigen Ärger im alten Ägypten wegen der zwei zu klein geratenen Pyramiden von Kairo. Wir Leser freuen uns schon auf die Kapriolen ums neue Hardturmstadion „Ensemble“ – der Name lässt hoffen – „Gemeinsam sind wir unausstehlich!“

    • Hallo Sozialdetektiv

      Gut, das Jemand das VR-Mandat eines Magistraten zur Sprache bringt. Man schaue sich an, welches Departement Herr Leuenberger inne hatte .. und den Rest kann man erraten.

      Leider nicht nur in Corporate-Zwitserland so, dass Politiker am Ende Ihrer politischen Laufbahn mit gewissen Ämtchen in der Privatwirtschaft belohnt werden, hat leider Tradition.

      Man kann auch weitere Ex-BR heranziehen, pay me now or pay me later .. oder warum Politiker am Ende doch nur durchschaubare Lobbysten sind ..

      Die Bau/ Immobilienblase wird als erstes platzen, den Rest erledigt Herr Jordan für uns. Letzterer wird in die Geschichte eingehen als Mann, der die Staatsgarantie für Sparer (bis 100 TCHF.-) zunichte machte.

      MfG Industrial

  25. Cracks? Eher Luftheuler! Nicht überraschend bei Hans-Ulrich Meister, welcher schon die ClaridenLeu an die Wand gefahren hat!

    • Bänkler sind doch meist Blender. Ich meine diese in „Top-Positionen“

  26. Meister war immer schon ein Meister-Schwätze. Masslos überschätzte Person, arrogant und wie man erneut sieht, wenig erfolgreich.

  27. Man muss sich nur mal die Werthaltigkeit des Goodwills anschauen: Total 312 Mio. (davon International 207 Mio.??)

    Des weiteren ist das Projekt- und Costcontrolling weder national noch international standardisiert und die Digitalisierung bleibt ein Traum.

    Triple A meinte ja am 22. August in der Aargauer Zeitung:“Heute erwirtschaften wir rund 3,9 Milliarden Umsatz, unser Ziel ist es, mittelfristig 5 Milliarden zu erreichen. Aber die kritische Grösse liegt noch deutlich höher“

  28. Sie können von Glück reden, wenn ein Banker eine Bilanz lesen kann oder etwas von Buchhaltung versteht oder gar eine Kapitalflussrechnung aufstellen könnte. Sie hätten die Nadel im Heuhaufen gefunden. Gerade im Private Banking bzw. in der Vermögensverwaltung IST es doch so, dass man auf bestehenden Vermögensbeständen aufwands-, risiko- und mühelos jährlich Gebühren generieren kann (am Einfachsten bei den Mandaten). Das kann jedes Dubbeli. Geht dann mal ein eigenes Geschäft böse in die Hosen, dann bucht man die Schadensposition zu überhöhten Preisen in die Portefeuilles der Kunden… und reist dann ein paar Tage später mit Plastiksäcken gefüllt mit vielen Tausendernoten ins Bahnhofbuffet Olten, um dort das Schweigen der Gehilfen für solche Dienste zu kaufen bzw. entgelten. – Herr Ospel mag sich erinnern?

    • Du bist aber jetzt schon DER „Superexperte“? Gerade die Ergebnisse im Vermögensverwaltungsgeschäft zeigen es in den letzten Jahren eindrücklich auf, wie „aufwands-, risik- und mühelos“ satte Gewinne realisiert werden konnten??? Ich denke jedenfalls, ohne etwas fachliche Kenntnisse gibt es weder ein stehendes Gebäude noch halbwegs nachhaltige Vermögensverwaltung!

  29. Eine Bauunternehmung und GU ist KEINE Industrie, dazu kommt, dass in der Industrie Produkte entwickelt und patentiert werden können, d.h. Hochbau kann fast jeder und im Tiefbau ist der mögliche Kapitaleinsatz relevant (für das aufwendige Inventar), ansonsten kann es auch jeder. Und jeder welcher dies nicht glaubt, lernt es spätestens wenn die Bauten abgerechnet werden … Und die GU’s/TU’s der Bauunternehmer sind nichts anderes als der ewige hilflose Versuch, die eigenen Margen, zu Lasten Dritter zu erhöhen… Und so nebenbei wäre auch noch ein wenig bauliches Fachwissen dienlich …

  30. Bei Versager Meister kommt das nich überraschend! Schwingt eine grosse Röhre und hat null Finanzkompetenz. Schon bei der CS hat er alles Gute an die Wand gefahren und seine Unfähigkeit wurde auch da zu spät entdeckt!
    Hauptsache sein Bonus stimmt…..

    • Die obersten Chefs von UBS und CS haben alle eine grosse Röhre und nehmen Millionenboni. Die Kundenberater tun mir leid. Der mit der grössten Röhre sitzt ja nun bei Pictet für eine kurze Zeit.

    • Hans Ueli Meister hat den Zenith seiner Karriere schon längst überschritten. Seit Jahren gilt bei ihm das Peter Prinzip, d.h. er ist weit über seine fachlichen Fähigkeiten hinweg befördert worden.

  31. Und haben nicht einige Foristen, als Hässig vor ein paar Monaten die Implenia kritisiert hat, auf ihn eingeprügelt? „Keine Ahnung vom Baugeschäft usw.“ Und jetzt bricht der Kurs ein – unser Lukas, wie immer der Zeit voraus! Gratulation!

    • Bob: so viele links für so viel Schrottergebnisse! Diese Branche sollte sich einfach hinter die Ohren schreiben „all business is local“

    • @ Industrie Heini:

      Die „Schrottergebnisse“ waren von 2012 bis ca. 2016 durchwegs glücklich mit besseren Wertsteigerungen (üblicherweise x 3, x 4, x 5) als der jeweilige nationale Hauptindex.

      Das ist die normale Branchenkonjunktur, vergleichbar wie Pharmaunternehmen seit 2015 fast durchwegs eine negative Wertentwicklung haben.

      Diese Rückgänge sind jedoch nur so etwas wie ein „Anlauf nehmen“ zu zukünftigen Überrenditen irgendwann in vielleicht zwei bis drei Jahren wieder.

      Insofern stets am Ball bleiben und beobachten, wann sich in der Branche international bei deren wichtigsten Unternehmen erneut ein Boden und daraus ein stabiler Aufwärtstend (GD 200) ausbildet.

      So schwierig ist das nicht, eher regelmäßige Arbeit.

      Wenn Sie nun Mietswohnungen besitzen, so müssen Sie auch monatlich kontrollieren, ob Ihre Mieter die Miete gezahlt haben.

    • To turn $100 into $110 is work.

      To turn $100 million into $110 million is inevitable.

      Edgar Bronfman
      * 20. Juni 1929 † 21. Dezember 2013

  32. Wirklich eine erbärmlich schwache Management-Leistung ehemaliger Banker.
    Offenbar hat das Mgmt weder Ahnung noch Übersicht von Projekten resp. deren Risiken.
    Schade für das geballte Know-how in der Implenia-Mannschaft. Die müssen den Schaden jetzt ausbaden.

    • Haben Sie schon einmal einen Banker mit Management-Kompetenz getroffen ? Nichts als aufgeblasene Zerstörer !

  33. Schon unfassbar wie 2 Banker in wenigen Jahren eine so grosse Firma „grounden“ können, die über viele Jahrzehnte durch harte Arbeit der Beteiligten gewachsen ist.

    Gemäss Vortrag der Profilerin Suzanne Grieger-Langer
    sitzen in Führungspositionen rund 40% Psychopathen.
    Wir müssen uns daher nicht wundern wenn diese Leute unsere letzten Unternehmen zerstören.

    Wir haben uns lange blenden lassen von diesen „erfolgreichen“ Typen und diese Psychopathen in unserer Gier nach mehr Rendite akzeptiert. Jetzt kommt die Quittung.

    https://www.youtube.com/watch?v=tpUB3LvM4Jo

    Das Platzen der Immoblase wird der Implenia den Todesstoss geben.

  34. Was für eine Ueberraschung – viele Industrien haben bitter gelernt dass Umsatzbolzen nicht viel bringt ausser die Incentives fürs Management sind entsprechend aufgesetzt……..