Superkid Dave Blumer bei Blackrock ausgebremst

Ex-CS und -Swiss-Re-Mann ist nicht mehr 1. Wahl für CEO-Nachfolge bei weltgrösstem Assetmanager – Wie gut wirklich?

Dave Blumer hat eine unglaubliche Karriere hinter sich. Am Rockzipfel des grossen Oswald Grübel und des vernetzten Walter Kielholz erreichte der Schweizer in jungen Jahren den Olymp des hiesigen Finanzhimmels.

Um dann vor ein paar Jahren überraschend nach London in eine Spitzenposition beim Welt-Leader im Assetmanagement zu springen. Der heisst Blackrock, und Blumer wurde für den Riesen Europachef.

Das war erst der erste Schritt. In einer nächsten Beförderungsrunde übernahm Blumer die Leitung einer weltweiten Front-Division.

Damit erhielt der Mann, der bei CS im 2008 wohl gehen musste, bei der Swiss Re einen unglaublich hohen, nämlich zweistelligen Millionen-Antritts-Bonus erhalten hatte und beim Rückversicherer offenbar einen guten Job gemacht hatte, die Chance, es bei Blackrock noch ganz nach oben zu schaffen.

Blumer war einer der möglichen Nachfolger von Larry Fink, dem legendären Pionier von Blackrock, der aus der US-Finanzfirma die führende Unternehmung für börsengehandelte Indexfonds gezimmert hat.

Blumer, nächster CEO von Blackrock? Die Möglichkeit bestand. Bis heute. Nun meldet die Financial Times, dass wohl ein anderer interner Blackrock-Manager Larry Fink beerben würde.

Er heisst Mark Wiedman, kümmerte sich bisher um die Index-Produkte und rapportiert neu direkt an Blackrock-Übervater Fink. Laut FT ist Wiedman damit „a likely heir-apparent to run the world’s biggest asset manager“.

Aus Schweizer Sicht fragt sich, was nun aus Dave Blumer, dem Shooting-Kid des Finanzplatzes, wird. Die FT tönt nämlich mit Bezug auf das Memorandum von Blackrock, das den Aufstieg des Index-Chefs mitteilte, an, dass es weitere Personaländerungen geben würde.

Warum? Hintergrund könnte der schwere Absturz von Blackrock sein. Deren Aktie hat letztes Jahr unglaublich viel an Wert verloren. Zeitweise zeigte der Kurs fast senkrecht nach unten.

Die Crew um den bisher als ewiger Sieger geltenden Larry Fink war plötzlich herausgefordert. Fink könnte nun versuchen, mit internen Chef-Mutationen den Kurs zu beflügeln.

Ob er dabei für Dave Blumer noch eine wichtige Rolle sieht, bleibt abzuwarten. Falls nicht, wäre es wohl das Ende einer steilen Karriere eines Schweizers in Global-Banking, der immer wieder zu reden gab. Wie konnte es Kid Blumer überhaupt so weit nach oben schaffen, fragten sich viele.

Kommentare

Kommentieren

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Benötigte Felder sind markiert. *

  1. Auf welcher Grossbank wurde Dave Blumer sozialisiert?
    Wieso zeigt die Google-Suche folgendes an: „Einige Ergebnisse wurden möglicherweise aufgrund der Bestimmungen des europäischen Datenschutzrechts entfernt.“?
    FDP und Credit Suisse und anderer Zürcher Filz?
    Was wenn der Papi nicht Divisionär gewesen wäre, sondern Gipser aus Pristina?

    • Well said. Papa war Divisionär und der Bruder, Oberst Daniel Blumer, ist Kommandant der Stadtpolizei Zürich. Sollte ‚Dave‘ dann mal über die Stränge schlagen, würde der Zürcher Filz sicher für Datenschutz sorgen. Expliziter kann man hier nicht werden, sonst würden Sie, werter Herr Hässig, zuviel redigieren (zensieren).

    • Was hat es mit der Polizei zu tun? Ist das nur ein Gerücht was sich hartnäckig hält?!

    • zu Kai von der Sihl: Herr Hässig hat den Post massiv zensiert. Sonst hätte er die CS Anwälte wieder am Hals gehabt. Übel wie dieser Zürcher Filz funktioniert im Jahr 1919.
      zu Oskar: Kein Gerücht. Es geht auch um eine CS Limousine sowie Lustgewinn. Der Fall ist der CS bis heute sehr….unangenehm. Der Zürcher Filz half der CS, die Öffentlichkeit auszuschliessen. Wenn die Oeffentlichkeit wüsste was sich da alles so tummelt in der CS als „Managing“ Directors. Feine Gesellschaft ist das.
      Die CS droht Hässig am Laufmeter. Sie weiss weshalb.

    • [An LH: Bitte ändern Sie am Text nichts. Wenn Sie der Meinung sind, irgendetwas sei zu heiss, so bitte ich um Nichtveröffentlichung dieses Beitrags.]

      Ja, Oskar, da war mal was. Unklar ist, wen es betraf. (Anfangs 2013 waren diesbezüglich auf dem Internet mal die Namen zweier Personen zu finden.) Jedenfalls gab es deswegen einen Prozess. Nur würde dann eine „gag order“ (Maulkorbsperre) für alle am Prozess Anwesenden verfügt, unter Strafandrohung …

      Deshalb nochmals: Es ist unklar, wer damals angeklagt (und schuldig gesprochen) wurde.

  2. Wow, der Blumi schaut aber als aus! Der ist wohl voll unter Stress. Wow, wow, wow, wie kann man nur so schnell so alt aussehen?

  3. „Wie konnte es Kid Blumer überhaupt so weit nach oben schaffen, fragten sich viele.“
    Das frage ich mich auch. Vielleicht trifft man ihn jetzt vermehrt im Fitnessenter an.

  4. Blumer’s Papa war Divisionär, dann kann der Sohn schon etwas, bitte schön! Das Einzige was mich an Blumer wirklich stört ist, dass er Wettschulden nicht einlöst. Auf der Reeperbahn hat er mit mir im Jahr 2006 nach dem Viertelfinalspiel Italien v Ukraine (wenn es nur die Penalty-Deppen der Schweiz nie gegeben hätte…) um einen Kasten Bier gewettet. Und auf den warte ich bis heute.

    • @Bela:
      Was machst du eigentlich abends nachdem du uns mit deinen tollen Anektoden und logischen Folgerungen (PapaSohn) belehrt hast, zurück in Zürich?

    • @Bela Summermatte
      Sie schreiben:
      „Blumer’s Papa war Divisionär, dann kann der Sohn schon etwas.“

      Ironie? Oder meinen Sie mit „etwas“ „sinnlos herumbrüllen“?

      Falls nein: Könnten Sie die Logik Ihrer Aussage bitte erläutern? Oder die Basisdaten Ihres statistischen Modells offen legen?

      Mein Bauchgefühl sagt mir nämlich eher: „Wenn der Papa Divisionär war, dann darf man sich nicht wundern, wenn der Sohn nichts kann.“

      PS: Divisionär Hans-Rudolf Blumer war übrigens meines Wissens Vorgesetzter von Hauptmann Walter B. Kielholz …

  5. Ein Schweizer schafft es an die Spitze eines globalen Multis? Das kann nicht sein! Schliesslich sind wir Schweizer genetisch mittelmässig. Da ist jeder der an die Spitz kommt verdächtig.

  6. Mein lieber Schwan: Bloomie war absolute Spitze in seinem Kerngeschäft!!

    Alleiz, die Frage bleibt: Was war denn sein
    Die Frage wäre nur, was denn sein Kerngeschäft? Und um das zu wissen muss man z.B. Swiss Re Mitarbeiter auf der Teppichetage sein bzw. gewesen sein.

  7. Da hat Blackrock wohl gerade noch ein GAM Desaster abgewendet. Man muss relative wenig Knowhow mitbringen, wie wir auf dem Bankenplatz Schweiz täglich miterleben. Nur eines zählt, den Götti täglich loben.

    Wer in der Finanzindustrie wirklich was kann, arbeitet nicht im Zahltag! Das gilt hoch bis zu Ermotti und Konsorte. Leider wird ihrer schlechte Leistung zu gut bezahlt.

  8. Keine Überraschung. Bei CS wussten viele, dass wenig bis keine Substanz bei Blumer zu finden ist. Dafür trug er offensichtlich das richtige Perfume für Grübel und Kielholz. Die Blender konnten sich in den letzten 25 Jahren immer wieder durchsetzten. Wenn wundert es, dass die Finanzbranche so schlecht aussieht?

    • Vor allem wusste er, was Grübel so für (Privat)Transaktionen machte ….

    • @Bruno Ledermann: dafür durfte Grübel an die Hochzeitsfeier von Blumer. Grübel hat Blumer gefördert.

    • Also die Nähe von Herren Grübel und Kielholz zu suchen braucht schon gewisse Überwindung wenn nicht Masochismus.
      Gelohnt es sich offenbar. Ich war mal in meinen jüngeren Jahren zu Besuch in Herrn Grübels Büro. Es erinnert mich eher an Geisterbahn hoch Fünf.

    • Ja, @Trudi, und ausser Osi soll auch noch der Walti dort gewesen sein. Genützt hat es trotzdem nichts.

  9. Nur weil Blumer möglicherweise nicht der Nachfolger von Larry Fink wird, gleich mal auf die Loser-Taste zu drücken ist schon grenzwertig, auch für IP Verhältnisse. Er kann scheinbar was und ist gut vernetzt. So macht man(n)‘s.

    • Bravo bringen es auf den Punkt. Sie können was. Genau sich gut „vernetzen“ sprich sich in die notwendige Seilschaft einklinken. Das war’s aber auch schon. Vernetzen ist heute das noblere Modewort als in den Allerwertesten zu kriechen

    • Mastdarmakrobat heisst demnach ins Englische übersetzt
      „Networking oder networker“ und Herr Blumer heisst doch eigentlich David. „Dave“ ist das sein Künstlername? Die Wortspiele heute sind echt unterhaltend.

    • @ Urschweizer

      Von Dave zu Dove ist es dann nur noch ein Katzensprung. Der noble Herr scheint ja mit jeder Seife gewaschen zu sein. Loool!

  10. Ja das leidige Kastenwesen nicht nur in Indien.

    Karrieren vieler im Banking sind und waren immer äusserst fragwürdig. Im operativen Geschäft selbst eigentlich völlig untauglich aber mit deren smarten Art und der Drang dem Richtigen hinten rein zu kriechen liess die Karriere Leiter vieler regelrecht explodieren. Selbst im grössten Flop schaffen sie es wieder irgendwo unterzukommen bis dann der
    grosser Karriere Stopper kommt. Herr Dougan, Herr Mühlemann,Herr Ospel, Frau Pauli und wie sie alle heissen.

  11. … wie wohl!? – Wir kennen doch alle die Antwort aus täglichem Anschauungsunterricht in jedem grösseren Unternehmen und – mit Blick in die Geschichte des umliegenden Auslands – von den Königshöfen der Monarchien.

    • Und der Mediziner rät: Immer tief inhalieren und überschwänglich applaudieren!