EY: Next Partner weg, Crazy Lapdance-Szene

Bei der Beraterin häufen sich die Abgänge von Spitzenleuten – Flucht zu Bain und Deloitte – Sexy-Rollenspiel an Christmas-Party.

Bei Ernst&Young, einer führenden Revisions- und Beratungsfirma, stehen entscheidende Wochen bevor. Die Kanzlei Lenz&Staehelin untersucht einen Harassmentfall von 2016. „The external law firm is now well advanced in the review“, bestätigt der zuständige EY-Mann.

Die Untersuchung wird für die EY-Schweiz-Führung zum Stresstest. Sie fällt in eine Zeit, in der immer mehr Spitzenleute von EY das Weite suchen. Diese Woche kündigte ein hoher Partner im Bankenteam. Er wechselt zur Konkurrenz von Bain&Company.

Die Harassment-Ermittlungen bleiben offenbar auf den Einzelfall vor zweieinhalb Jahren beschränkt. Dabei gäbe es Hinweise auf weitere Vorwürfe. Denen will die EY nicht nachgehen. Zumindest geht das aus ihren bisherigen Äusserungen hervor.

Die Angst ist vermutlich zu gross, dass eine Kultur zum Vorschein kommen könnte, bei der von zuoberst Umstrittenes in die Kategorie lustig fiel. Dazu würde ein Vorfall von Weihnachten 2015 fallen, der in diesen Tagen bei vielen EY-Leuten erneut zu reden gibt.

Im Dezember vor 3 Jahren schmiss die EY Schweiz eine ihrer legendären Partys für die Mitarbeiter in einem Lokal in Zürich-Nord. Anwesend waren rund 150 bis 200 EY-Angestellte. Es gab einen offiziellen Teil mit Reden und Auftritten der Chefs, bevor man dann zum Trinken und Tanzen überging.

Noch im offiziellen Teil fand eine Szene statt, die schon damals vielen schräg bis völlig daneben vorkam. Heute finden sie dafür fast nur noch ein Wort: geschmacklos.

Einer der bekanntesten Partner von EY sass als Samichlaus verkleidet auf der Bühne auf einem Stuhl. Dann setzte sich seine Sekretärin auf dessen Schoss, und die beiden führten ein Rollenspiel mit imitierten Stimmen auf, das nicht nur skurril wirkte.

Sondern an einen Lapdance erinnerte, also ein erotisches Verführungsspiel einer jungen Frau vor einem Mann. Die Führung von EY fand nichts dabei, die Assistentin ebensowenig. Sonst wären nicht nach dem Spektakel Fotos von der Szene wochenlang im EY-Gebäude beim Prime Tower im Kreis 5 aufgehängt worden.

Angesprochen auf den Vorfall wollte sich die EY-Führung in New York und in Europa nicht äussern. Man betonte lediglich das, was man schon immer gesagt hatte. „EY is committed to a workplace free of discrimination and harassment of any kind.“

Indem sie die Untersuchungen auf einen Einzelfall begrenzt, versucht die EY-Weltführung, ja nicht das Bild bei ihrer Schweizer Ländergesellschaft aufkommen zu lassen, dass dort eine Kultur herrschte, die ziemlich genau das Gegenteil des wohl klingenden Code of Conducts verkörperte.

Ziel ist es, weiteren Schaden abzuwenden. Dieser wird immer grösser. Gute oder zumindest bekannte Leute verlassen das EY-Schiff. Vor ein paar Wochen wurde der Abgang von Heinrich Christen bekannt, der einen seit Jahren renommierten EY-Unternehmerpreis organisierte.

Nun springt mit Peppi Schnieper ein Partner von Bord, der im Bankenteam unter einem in der Szene bekannten Mann namens Olaf Toepfer aktiv war. Andere Teams verzeichneten jüngst Abgänge von Partnern, die erst vor kurzem in den „Olymp“ aufgestiegen waren.

„Das gab es früher nie“, meinte diese Woche ein EY-Insider im Gespräch. Bei EY Schweiz sind rund 120 Partner, die ganze Belegschaft beläuft sich auf rund 2’500 Mitarbeiter.

Das Problem nimmt dramatische Ausmasse an. Viele der bekanntesten und in der Branche respektierten EY-Kräfte landeten bei Deloitte, so Alessandro Miolo, Peter Brülisauer, Reto Savoia und Flurin Poltera.

Ex-EY-Führungsleute sehen das Problem bei Marcel Stalder, dem Chef von EY Schweiz. Diesem attestieren sie viel Dynamik: Er sei ein Typ wie aus der Bronx, ein Streetfighter, der sich mit viel Einsatz nach oben gebracht habe.

Doch nun zeige sich, dass Stalder das Rüstzeug für den Job fehle. Er sei intellektuell nicht auf der Höhe der Aufgabe, umgebe sich mit Ja-Sagern und würde bei Harassement-Vorfällen nicht durchgreifen.

Stalder ist vermutlich auf der Kippe. Hauptgrund sind wohl nicht die Harassment-Vorwürfe, sondern die schlechten Zahlen. Statt dass EY die führende PwC überholt, droht Deloitte dieses Jahr, EY als Nummer 2 der Schweiz abzulösen. Es wäre für die Branche ein Erdbeben der Stärke 7.

Kommentare

Kommentieren

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Benötigte Felder sind markiert. *

  1. Herr Hässig, Stand Gestern war der fehlbare Lapdance-Partner immer noch nicht beurlaubt. Eine Untersuchung ist nicht in Sicht.
    DIE NEHMEN SIE EINFACH NICHT ERNST!

  2. Immerhin hat er nun seine „15 Minutes of Fame“ in den USA erhalten. 😁
    https://goingconcern.com/here-is-more-proof-that-ey-switzerland-is-a-total-frat-house/
    Zitate (das wird ja wohl noch erlaubt sein): „This stupid fuck seemed to get away with his stupidity…“
    „Stupidest thing to do except hitting Weinberger in his face with a baseball bat“
    „Kind of makes you wonder about the ecosystem Mr Stalder…“
    Dagegen ist ja LH noch ausgesucht höflich, zurückhaltend und lieb. 😂
    Have a nice evening! 😘

  3. Lächerlich das ganze…

    Sie sass auf dem Schoss, nicht mehr und nicht weniger! Nichts von Lapdance (ich habe schon viele Lapdance erlebt [nicht bei EY] und weiss von was ich rede). Die Dame kann nichts dafür, dass sie dazu noch eine erotische Stimme hat. Die Aktion hätte nicht unbedingt sein sollen, wird hier aber total in eine falsche Richtung weiterentwickelt.

    Der benannte Partner, war bei EY jedoch nicht wirklich ein High-performer. Sein Team war nur Teils ausgelastet, aber nicht wirklich auf Strategieprojekten – eher Operationsprojekte (niedrige Rate). Umsatz hat er nicht gross gebracht – liegt wohl etwas an ihm aber auch an unserer Orga. Er ist jedoch ein fairer, netter und guter Typ, die meisten mochten ihn ganz gut.

    Professionelles Versagen sehe ich hier eher beim FSO Advisory Führungsteam. Die Strategie Truppe ist höchst unprofitabel, hohe Löhne, tiefe Rates, kein pull-through Effekt, wenig echte Strategieprojekte und dazu noch ziemlich arrogant. Vor ca. 4 Jahre hiess es „Strategy is an Investment case“ – wie lange soll hier noch investiert werden? ROI erwartet nach 10 Jahre? 3mio Return on 15mio Investment? Da merkt doch selbst der Buchhalter von einem Kleinstunternehmen dass hier was nicht läuft.

    • Fast einverstanden: ich habe den „Lapdance“ schon als erotisch aufgeladen erlebt. Ganz für einen Stripclub hätte es nicht gereicht.
      Es ist damals nicht gut angekommen intern.

    • Sie sind sicher ein Mann. Wir Frauen haben die Szene damals ganz anders beurteilt. Das war nicht lustig, es war ein Symbol: Die Frau ist ein Sexualobjekt und darf den Mann verführen und auf seinen Schoss sitzen.

  4. Frage an die Insider: Wurde dieser Idiot mit dem Lapdance heute schon am Arbeitsplatz abgeholt?
    Ich schlage eine Sammlung vor: Der soll sich wenigstens einen Strip-Club leisten können. Oder er könnte Werbung für das Globe machen. Werbespruch: „Geh lieber direkt ins Puff als am Arbeitsplatz. Kommt dich im Endeffekt günstiger!“

  5. Kann mir ein EY Mitarbeiter kurz erklären, wie ein Lapdance auf der Bühne mit diesem Geschreibsel hier zusammen passt? 😁
    https://www.ey.com/de/de/about-us/our-people-and-culture/diversity-and-inclusiveness
    Vermutlich wird man wieder gleich vorgehen wie beim „Zeig mir deine Assets“-Fall: Erst mal alles abstreiten. Dann klagen. Dann (aufgrund erdrückender Beweislast) Ermittlung starten und beurlauben.
    Blöd halt, dass es in dem Fall 150-200 Zeugen gibt, da fällt das abstreiten schwer. 😂

  6. Herr Hässig, ihr Artikel zeigt mal wieder auf wie schlecht sie recherchieren – falls sie das überhaupt tun und nicht nur das Schreiben, was ihnen andere diktieren.
    Denn wenn Sie auch nur einen Funken Hintergrundrecherche getätigt hätten, wüssten Sie, dass eben genau hier der Herr ist, der auf der Bühne sass an dieser Weihnachtsfeier….
    mal wieder… man kann nur mit dem Kopf schütteln… nicht mal die Basics von Journalismus werden hier angewendet.

    • 100 Pro, dass Hässig das, was Sie beschreiben, wusste. Und wenn nicht hab ich ihm das gefühlte 10 Sec, nachdem der Artikel live gegangen ist, gemeldet (und er passt ja Artikel an).
      Ich vermute Rechtsrisiken.

  7. Lieber Herr Hässig,
    Bitte seien Sie präzise, mich stören einige Aussagen hier.
    Zu Deloitte sind in der Tat gute Leute gegangen.
    Christen war einfach sehr lange dabei. Er hat gut verwaltet, hatte seine Kontakte und Region im Griff. Ist er ein Verlust? Ja, aber ich glaube, er war schon nach dem Peak.
    Die Beschreibung von Stalder ist völlig korrekt. Er ist überfordert von dem Amt. Er vertraut den falschen Leuten und vor allem ist er ein Narzist, der erst handelt und dann nachdenkt. In dieser Branche ist die fatal.
    Womit ich aber überhaupt nicht einverstanden bin ist die Beschreibung von Schnieper. Das ist kein „Spitzenmann“. Er ist ein Junior-Partner, der es knapp als Teil eines „Paketdeals“ mit Toepfer (beide kamen von Roland Berger) zum Partner gebracht hat. Ihm ist es dann gelungen, einige gute Mitarbeiter zu gewinnen, deren Erfolge er als die Eigenen verkauft hat. Das hat dann auch immer wieder Probleme gegeben. Selber ist er unter den übrigen Partnern nicht hoch angesehen und wird auch nicht wirklich Ernst genommen. Er ist ein Politiker, aber begeht massive taktische Fehler (ein Fehler ist hier beschrieben).
    Ich glaube nicht, dass er in der freien Natur, also ohne die Protektion von Toepfer und Stalder, bestehen kann.
    Der Abgang von Stalder ist beschlossene Sache. Das ist offensichtlich und natürlich notwendig. Da geht es doch nur noch um die Modalitäten.

  8. EY wie alle anderen Big Accounting Firms sind am Sterben. Die ML und AI algorithm kommen und können das innert Sekunden was heute Wochen dauert. Also, Schaufel und Pickel Training jetzt und SBB Schienen Revision anstatt Grossfirmen Revision. Good luck.

  9. Da war doch gestern noch ein Stöhlker-Artikel, den ich heute hätte lesen wollen. – Verschwundibus?

    • Der erfahrene IP-Leser weiss: Kritische Artikel immer sofort lesen und bei Bedarf ausdrucken.

  10. Man glaubt es nicht! Es geht einfach weiter so!
    Die wollen einfach ihre hundslausige Macho-Kultur weiter führen. Fehlt nur noch eine Stripstange im Büro!
    Das Ganze erinnert an einen morschen Baum. Egal, wo man dagegen klopft: Nur noch Sägespäne!
    Jetzt muss gehandelt werden! Ich fordere:
    1) Sofortiger Start einer unabhängigen Untersuchung zu diesem neuen Fall!
    2) Sofortige Freistellung des Empfängers des Lapdances sowie insbesondere von MARCEL STALDER! Die dürfen nicht die Untersuchung behindern!
    3) Durchführung einer generellen Untersuchung, mit dem Ziel, sämtliche Fälle der letzten 5 Jahre zu aufzuarbeiten (da gibt es sicher noch mehr) und eine neue Kultur zu entwickeln!
    Wenn jetzt nicht endlich etwas unternommen wird, dann werde ich diesen neuen Skandal international positionieren.

    • Wir MitarbeiterInnen sehen das genau gleich. Viele haben Mark Weinberger auch eine Mail geschrieben mit ähnlichen Forderungen. So geht das nicht mehr weiter!

  11. Ich bin nun schon ein Jahr nicht mehr dabei.
    Aber ich kann den Sachverhalt nur bestätigen, obwohl ich nicht an dieser Feier dabei war. Die Fotos hingen wirklich an der Wand!
    Für meine ehemaligen Kolleginnen und Kollegen wäre es wichtig, wenn nun endlich wieder Ruhe einkehrt.
    Und es ist offensichtlich, dass dafür Stalder gehen muss. Am besten gleich sofort. Blumer könnte das doch übernehmen, der ist fachlich und menschlich kompetent.

  12. Lap-dance auf der Bühne. So etwas gabs zuletzt glaube ich bei irgendeiner Studentenverbindung in St.Gallen vor 15 Jahren.
    Irgendwie muss die gesellschaftliche Entwicklung der letzten Jahrzehnte an EY vorbei gegangen sein.

  13. Da schüttelt man nur noch den Kopf. Humor und Spass sollen ihren Platz in der Business Welt haben, jedoch nicht in dieser Form und schon gar nicht bei einer Beratungsunternehmung. Diese Szene würde man bei einem 10 Mann Handwerks-Unternehmen noch knapp durchgehen lassen können. Für eine Big4 Company ist das jedoch in der heutigen Zeit ein absolutes „No-Go“. Reputation und Ansehen ist eines der wichtigsten Assets einer solchen Unternehmung. Auch wenn Menschen nun mal durch Triebe gesteuert sind, sind solche Szenen in einer professionellen Umgebung fehl am Platz.

    • Mit Foto vom Lapdance wären 20min oder Blick.ch sicher interessiert… Die würden sicher sogar ein paar Hunderter für das Foto zahlen.

  14. Der Vollidiot mit dem Lap Dance wird sich sicher bald und für längere Zeit auf dem RAV wieder finden. Die Frage ist, wie viele Einstelltage er wegen der selbstverursachten Kündigung erhält. Tippe auf 60 (Maximum).

  15. Schnieper wurde durch O.T. zu EY geholt und nur Partner als Deal von O.T.’s EY Antrittsbedingungen – zuvor hat es anscheinend bei Roland Berger mehrmals nicht geklappt. Selbst hat er weder Know-How noch Leadership Capabilities bewiesen. Stattdessen war er sich nicht zu schade eigenen loyalen Mitarbeitern in den Rücken zu fallen oder Kunden das Grüne vom Ei zu versprechen was andere dann ausbaden mussten.
    Immerhin muss P. nun aber mal aus dem geschützten Schatten raus und sich am Markt selbst beweisen – Pech für Bain dieses Experiment mitmachen zu müssen.

    • Völlig richtig. Selber hat er in den 4 Jahren gar nichts gerissen. Erst einmal hat er kaum Umsatz gemacht. Dann haben Andere, die von Beratung deutlich mehr verstehen, für ihn verkauft und von OT aus dem CS Account ist immer mal wieder etwas runter gefallen. Er ist sehr gut darin, die Leistungen von anderen Leuten als die Eigene auszugeben. Das hat nur funktioniert, weil er Marcel eingeseift hat.
      Ich kann mir nicht vorstellen, wie er bei Bain bestehen will und ich denke, dies weiss er selber auch. Vermutlich hat er keinen Job in der Industrie gefunden und hofft nun, so schnell wie möglich doch noch raus zu kommen.

    • Schnieper hat genau 3 Assets gehabt, worauf er seine Karriere aufgebaut hat:
      1) Seine Freundschaft zu Stalder
      2) Seine Dienerschaft zu OT
      3) Seine Connections zu Raiffeisen, aber nur zur Vincenz-Gang
      1) und 2) hat er nun verloren. 3) ist nichts mehr wert. Wird schwierig.

    • Mein erster Gedanke war: Wenn ein Speichellecker von Marcel und Kriecher ohne Rückgrat sogar geht, dann ist Marcel endgültig am Ende. Oder er musste wirklich wegen dem Lap Dance gehen, wie ich von einer gut informierten Person gehört habe – man habe ihm im Oktober gesagt, er sei aus Risikoüberlegungen nicht mehr tragbar und müsse sich eine neue Stelle suchen. Bisschen spät. Würde aber bedeuten, dass EMEIA mit dem Aufräumen angefangen hat, was ein gutes Zeichen wäre. Vielleicht wolle man den S. Case gleich lösen, ist aber von den Ereignissen überrollt worden.
      Man kann es drehen wie man will: Good News!

    • Die Verantwortung trägt immer der Einstellende. OT war schon bei AA und Roland Berger kein Leader, hat sich immer gut durchgemogelt. Da wundert man sich nicht.

  16. > Es wäre für die Branche ein Erdbeben der Stärke 7.

    In meiner Lachmuskulatur vollzog sich soeben ein Erdbeben der Stärke 7.

  17. „Lustig“ war das damals überhaupt nicht. Das war ein klares Zeichen: „Ich bin ein Protegé von Stalder, ich kann machen, was ich will“. Weil es war jedem klar, dass das im Widerspruch zu jeder Richtlinie war, die es bei EY gab.
    Viele haben aus Protest den Saal verlassen oder sind sehr schnell nach Hause gegangen.
    Ob das dann andernorts ok ist?

  18. Herr Hässig, in den Artikel haben sich ein paar Fehler eingeschlichen:
    A) P.S. ist ein „Second Tier“ Partner. Der hat von seinen guten Beziehungen zu M.Stalder und OT gelebt, selber hat er wenig gerissen. Verstehe nicht, was Bain in ihm sieht
    B) Der „Lapdance“ fand damals ausser ein paar notgeilen alten Männern niemand lustig. Der Konsens: Primitiv, frauenverachtend, peinlich, jämmerlich.
    C) Warum schützen Sie den Schuldigen?
    D) „Streetfighter Stalder“: Stalder interessiert nur sein persönliches Ego und schaut nur für seine „Friends“, wozu auch der Herr aus A) gehört.
    Nur zur Klarstellung.

  19. Ce n’est pas la fin du monde. Il faut se calmer. J’imagine bientôt les journaux titrer: „Kiki et ses copines marchent à la Paradeplatz en Perfecto, gants noirs et patalons cargos; elles provoquent les banquiers. Il y a déjà eu des crises cardiaques.Des vraies Streetfighters.“
    Kiki

    • Also das war sogar mehr als ein Lapdance. In den USA (berühren verboten!) wäre der dafür aus dem Strip-Club geflogen!

  20. Zwei erwachsene Personen in Kleidern machen etwas, was beide OK finden.
    Und hier alle so: ui sooo schlimm. Weltuntergang.
    Ist nicht gescheit, aber freier Wille und Selbstverantwortung, kensch?

    • Warst Du an dem Abend dabei? Vermutlich nicht. Das war eine Sauerei und wurde auch so empfunden.
      Die Krönung war, dass die Fotos nachher noch aufgehängt wurden.

    • Zum Thema Fotos aufhängen: Das steht so schon bei Machiavelli: Wenn man von etwas ablenken möchte, sollte man es extra publik machen und Öffentlichkeit herstellen. Ist riskant, klappt manchmal, aber wie man sieht, nicht immer. Fair enough.

  21. Hormone überdecken Rationalität. Man fragt sich, wie z.B. jemand, der auf der Bühne mit seiner Sekretärin – gemäss diesem Bericht – rummacht, Firmen beraten kann.

  22. Zu Stalder kann ich mich nocht äussern, der kam nach meiner Zeit. Aber die beschriebenen Abgänge von Peter Brülisauer, Reto Savoia und Flurin Poltera haben sicher nichts damit zu tun, da sie weit vor Stalder’s Zeit geschehen sind. Savoia zb ist wohl 10 Jahre her, da vor Stalder wohl noch einfacher Manager bei EY. Auch Poltere und Brülisauer sind schon einige Jahre bei Deloitte. Und fyi, über Brülisauer’s Abgänge waren wohl die meisten bei EY nicht besonders traurig. Schreibt viele Aritkel und referiert an Seminaren aber bringt relativ wenig Umsatz…

  23. Fun Fact: Die Fotos von ihrem Lapdance hat sogar besagte Sekretärin auf der 4. aufgehängt. Erst nach Beschwerden hat man das abgehängt.

    • Du kannst jung sein ohne Geld,
      aber du kannst ohne Geld nicht alt sein.

      Tennessee Williams
      * 26. März 1911 † 25. Februar 1983

  24. Ich und viele andere Weggefährten aus der Zeit, als Stalder frisch gekürter Partner war und unbedingt „nach oben“ wollte, sind der Überzeugung, dass ihn ausser seiner persönlichen Karriere nichts anderes interessiert hat. Weder die fachlichen Fragestellungen noch die Klienten, welche die üppigen Honorare bezahlen. Die früheren EY-CEO’s, waren z.T. als Professoren und Autoren von Standardwerken anerkannte Kapazitäten und wiesen beachtliche Akquisitionserfolge auf. Die Fehlbesetzung Stalder spiegelt sich nun in den Zahlen wieder.

    • Es wäre nun wirklich dringend an der Zeit, auf der Ebene des Länderchefs eine Veränderung vorzunehmen.

    • Wer damals in Serfaus bei den Anfängerseminaren dabei war, weiss weshalb… Und die Belegschaft kann wohl nicht zu einem aufsehen, der morgens daheim bei seiner Frau schlafend von seinem Chauffeur aus im Bett geweckt werden muss, damit er rechtzeitig zum Termin kommt, weil er zuvor seinen Führerschein verloren hatte.

  25. Marcel als „Streetfighter“ – da fehlt aber einiges : Instinkt, Nehmerqualitäten, Situationsanalyse (wenn suche ich mir als Gegner aus).
    Egal ob CEO oder Streetfighter – einfach nur eine traurige Figur. Er schadet EY auch inhaltlich mit seinem lächerlichen Bitcoin-Automaten.

  26. Kennt jemand den Namen des Partners, der vor 150-200 Zeugen mit seiner Assistentin einen Lapdance aufführt?
    Dem gehört einen Orden verliehen mit dem Titel „Der grösste Idiot des Fianplatzes“.

    • Bei besagtem Herren handelt es sich um einen Schlüsselpartner im Strategy Consulting. Kam seinerzeit 2014 zu uns. Meines Wissens verlässt diese Person jedoch EY bereits wieder. Unklar ist – ob aus eigenen Stücken oder eben wegen dem Lapdance Szenario. Ich höre beide Varianten.

      Als langjährige Mitarbeiterin im Consulting kann ich aber bestätigen, dass sich das sexuell anzügliche Szenario tatsächlich vor unseren aufmerksamen Augen auf der BÜHNE zugetragen hat. Man traute seinen Augen kaum. Nicht dass ich prüde wäre – aber bei EY hat derlei Bühnengetue sicherlich nichts zu suchen. Was soll das?!

      Zeitweilig wähnte man sich im Rotlichtmillieu. Schämt euch – Herren der Schöpfung!!!

    • Der Herr hat es sogar zum „Dr.“ gebracht… Ganz spannend, wer da Doktorvater war.

    • Mit deiner Jobbezeichnung nimst Du es wohl so genau wie Marcel.
      Nur blöd, dass es keine Frau im FS Strategy Team (mehr) gibt…

    • @@Demaskiererin
      Und warum gibt es da keine Frau mehr, obwohl es welche gab? Könnte das mit dem „Lap Dancer“ zu tun haben?
      Ihr Argument wäre wohl auch: „Ich weiss nicht, was sie wegen der Nashorn-Wilderei haben – es gibt in der Gegend doch gar keine Nashörner (mehr).“

    • Nur weil eine einzige Frau innerhalb von 2 Jahren das Team gewechselt hat, besteht noch lange keinen Zusammenhang mit einer anscheinend schlechten Kultur.

      Das wäre etwa das gleiche, wie wenn ein Nashorn in Afrika sich beim trinken verschluckt und der Jäger im Wallis dafür verantwortlich ist.

  27. Wie bitte? Lapdance auf der Bühne von einem der Chefs mit seiner Sekretärin? Ja nicht wahr, oder? Hat es denen denn ins Hirn gesch…en? Das wäre sogar bei einer Baufirma heute nicht mehr akzeptabel.
    Aber der Richter Zürcher hat doch gemeint, da gebe es keine Beweise für ein sexistisches Umfeld?

    • Gleiches Bild gestern in der Talacker Bar, sehr junge (vermutlich) Assistentin machte öffentlich (!!!) Lapdance auf Krawattenträger in voll besetzter Bar. Ist aber keine Ausnahme, man lässt es immer noch gern krachen, wenn auch öffentlich vergleichsweise zurückhaltend, da geht’s um die Ecke in der Stockerstrasse hinter den schweren Holztüren schon anders ab 🙂

    • Zwischen einem Lap Dance in einer anonymen Bar (könnte auch seine Freundin gewesen sein, oder?) und einem offiziellen Mitarbeiterevent besteht ein unterschied wie zwischen dem Üetliberg und dem Mount Everest.

    • A) Die Familie vom Lapdance-Santa war tatsächlich in der Baubranche.
      B) Ja, sowohl im Bauhaupt- und Baunebengewerbe ist das heute ein No-No. Im Gegensatz zu EY.

  28. also die Deloitte bei welcher der Chef von Assurance zurückgetreten ist wegen qualitativer Mängel? immerhin hatte er Grösse… oder konnte damit schlimmeres von der RAB abwenden…

    und sorry… das sind klassische Bilder von Weihnachtsfeiern wie es diese schon immer gab. Entscheidendes hat LH festgehalten: die Assistentin hatte kein Problem damit. Punkt…

    Partnerweggänge zeigen ein effektives Problem an…

    • „Wie es sie schon immer gab“? Nur so zur Info: Wir sind hier nicht in der Serie Mad Men, sondern im Jahre 2019 und in der Revisionsbranche. Und das ist eine amerikanische Firma.
      Ein Lapdance auf der Bühne? Das reicht in einer Ami-Bude (zurecht) für einen Fristlosen. Zurecht.

    • Schon mal überlegt, was das intern für ein Zeichen setzt? Dass es gut ist, dass man als Assistentin denn Chef auf den Schoss hüpft? Gibt dann sicher einen fetten Bonus, ja alles freiwillig. Man kann auch eine Stripperin auftreten lassen, die macht das auch freiwillig und gerne.
      Und weil es immer Deppen gibt, die das nicht checken, schreibt man ja auch Code of Conducts. Der offenbar bei EY irgendwo als Witzlektüre auf der Toilette aufgehängt ist!

    • es soll Leute geben die Dinge aus Spass machen ohne finanzielle Interessen….und nicht alles was im alk-umnebelten Zustand geschieht ist immer sofort metoo…. aber am nächsten Tag sicherlich peinlich (oder man hängt es auf)..

      meine Erfahrung mit Firmenevents zeigt, dass mit zunehmender Dauer in Kombination mit Alkohol der Code of Conduct in den Hintergrund gerät… wirkliche metoo Fälle gibt es dabei ständig, da hilft auch kein Papier sondern nur physische Sofortmassnahmen. Damals war bei uns der grösste Grabscher übrigens Ami… der hätte vermutlich ganze Textpassagen rezitieren können. Nur Schein… wie so viele der heutigen Moralapostel…

    • @wrap up
      Nur war diese Lapdance-Einlage Teil des OFFIZIELLEN PROGRAMMS. DIE BETEILIGTEN WAREN NÜCHTERN.

  29. Jetzt muss man wissen, dass genau der Partner, der nun zu Bain geht umstritten ist.
    Und der hat noch so ein paar Leichen im Keller, die es in den letzten Monaten and Land geschwemmt hat. Ob er je bei Bain ankommen wird?
    Es wirkt eher wie eine Flucht.

    • Bain ist doch die HF-Firma vom Romney-Mormonen-F…er, welcher ein Grossteil des Prime Towers in ZH gehört?
      Ausverkauf CH, da hilft man gern der globalen Elite mit, als wellpaid Handlanger. Komisch, wenn man.dann noch in den Spiegel schauen kann. Oh, hab vergessen, ohne gewissen, lässt sich überall b’schiss’n!