Nicht wir sind krank, unser System ist krank

Porsche Cayenne für Ärzte, aber 2 Mio. Bürger brauchen Hilfe für Krankenprämien – Und Bern? Lässt sich von Lobby schmieren.

Kranke sollen stärker zur Kasse gebeten werden. Die ständerätliche Gesundheitskommission entscheidet, die Krankenkassenfranchise (Selbstbehalt) soll um 50 Franken erhöht werden, und gibt die Empfehlung an den Bundesrat weiter.

Das Kostenbewusstsein der Patienten soll gestärkt werden, so das erzieherisch-rechthaberische Getue der Kommission. Voll auf der Linie der Gesundheitslobby, was für eine Überraschung.

Eine Studie der Grossbank CS stellte fest, dass während den letzten zehn Jahren die Krankenkassenprämien in der Schweiz um gut ein Drittel gestiegen sind (fixieren wir hier doch die Zahl gleich optisch: 33,33%).

Der Kostenschub soll jedoch noch lange nicht vorbei sein: Die Prämien werden sich bis zum Jahr 2040 verdoppeln gemäss dem CS-Studienleiter Andreas Christen.

Im letzten Sommer beglückte uns der Vorschlag der Geschäftsführerin der Christlich Sozialen Krankenkasse (CSS), Philomena Colatrella, immer mit strenger Miene unterwegs, dass die jährliche Mindestfranchise 10’000 Franken sein sollte, damit könne man dann die monatliche Prämie um (läppische) 170 Franken senken.

Kein Problem für die aus einfachen Verhältnissen stammende Seconda, denn die saugt sich jährlich ein Gehalt von 750’000 Franken aus den Prämienzahlungen ihrer Versicherten.

Das Gehalt der Süditalo-Schweizerin und die von ihr vorgeschlagene Mindestfranchise, na ja, weder christlich noch sozial – doch die ganze Gesundheitsbranche der Schweiz scheint ein Selbstbedienungsladen sondergleichen zu sein, also bitte keine Bescheidenheit, schliesslich ist man ja politisch abgefedert.

Mittlerweile gleichen vor jedem Spital die „Reserviert für Ärzte-Parkplätze“ den Parkplätzen der Generaldirektion schweizerischer Grossbanken: lauter Porsche Carreras, Aston Martins und deutsche Nobelkarrossen mit dem Zusatz AMG und M-Sport.

Auf dem Land ist es nicht gerade minder. Ein 08/15 Dorf-Kinderarzt (Alter 68) an der „Fast-Goldküste“ nennt in einer edlen Privatstrasse mit bester Seesicht gleich 4 Villen eigen. Jede Hütte so um die 4 Millionen Franken wert.

Eine Immobilien-Maklerin, die gerne mit ihren fetten Kunden prahlt, erzählte mir kürzlich, dass im ganz gehobenen Immosegment sich sozusagen nur noch Ärzte und ihre „sehr anspruchsvollen“ Gattinen (viele ehemalige Arztgehilfinnen und Pflegefachfrauen) herumtoben. Wer bezahlt den ganzen Spass?

Wir, die Versicherten – mit unseren nie billiger werdenden Krankenkassenprämien und den explodierenden Jahresfranchisen. Das Ganze wird langsam zum Problem. In der Schweiz haben 2,2 Millionen Menschen im Jahr 2017 staatliche Hilfen bezogen, um ihre Krankenkassenprämien bezahlen zu können, rund ein Viertel der Bevölkerung. Bund und Kantone haben dafür 4,5 Milliarden Steuer-Franken ausgegeben.

Die finanzielle Belastung der Haushaltbudgets durch die Prämien, insbesondere von Familien mit Kindern, wird immer grösser. Im gesamtkantonalen Schnitt gehen 14% des verfügbaren Einkommens aller Haushalte drauf. Bei einkommensschwachen Familien sind es sogar 30%.

Bei AHV-Rentnern frage ich mich, wie sie die Prämien, die Jahresfranchisen und die Wohnungsmiete überhaupt stemmen können?

Was tun unsere Volksvertreter, um die sich ständig verschlimmernde Situation zu entschärfen? Sie organisieren sich. Jedoch nicht im Sinne derjenigen die sie wählen. Wir, das Volch. Nein, genau das Gegenteil: Interessenskonflikte noch und noch.

Die 38 National- und Ständeräte beider Gesundheitskommissionen haben nicht weniger als 90 „gesundheitspolitische Mandate“ gesammelt.

Übersetzt: Sie vertreten die Interessen der Krankenkassen, der Spitäler, der Ärzte, der Pharmaindustrie, der Pflegeindustrie, der Gesundheitsvorsorge und der Medizinforschung – ein riesiger Gesundheitsfilz, hoch dotiert, von 20’000 bis 140’000 Franken pro Mandat im Jahr.

Ausnahmen? Wenige.

Eine prominente: die heutige Bundesrätin Karin Keller-Sutter (FDP). Stets hat sie auch hoch dotierte Mandate der Gesundheitsindustrie abgelehnt. „Man hätte mir meine Unabhängigkeit nicht mehr abgenommen.“ Chapeau, Madame!

Nicht so genau mit seiner Unabhängigkeit muss es wohl der ehemalige Nationalrat, Dottore med. Ignazio Cassis (unser Kranken-Cassis) genommen haben. Für 180’000 Franken jährlich präsidierte er den Verband der grössten Krankenkassen der Schweiz (Curafutura) sowie gleich noch den Schweizerischen Verband der Pflegeheim-Betreiber (Curaviva, nochmals Chloipi obendrauf).

Cassis verdoppelte also sein Nationalratsgehalt von 140’000 Franken plus Spesen locker. Interessant: Dott. med. Cassis präsidierte vor seiner Wahl zum Bundesrat die Gesundheitskommission des Nationalrates.

Wie können Leute, welche im Solde deren stehen, die sie beaufsichtigen und im Interesse der Schweizer Bevölkerung korrigieren sollten, sich selber beaufsichtigen?

Parteimässig brillieren CVP, SVP, FDP, BDP mit zig Mehrfachmandaten der Gesundheitsmafia, pardon, Gesundheitsindustrie Schweiz.

Die SP ist eher am Rande involviert – insbesondere im Bereich nichtprofitorientierter Stiftungen des Gesundheitswesens, welche jedoch oft am Subventionstropfen des Staates hängen.

Aufgepasst: Hinter unscheinbaren Stiftungsnamen im Gesundheitsbereich stehen meistens knallharte Industrieverbände. (Ein Beispiel von vielen: Hinter der IG Biomedizinische Forschung und Innovation steht und bezahlt der Verband der Generikahersteller namens Interpharma.)

Man vertuscht also oberflächlich mit nichtssagenden Stiftungsnamen und bittet nicht unbedingt immer in den Stiftungs- oder Verwaltungsrat, sondern kreiert eigens dafür geschaffene diskrete Beiratsposten für die Damen und Herren Volksvertreter. Natürlich immer gut dotiert und mit grosszügigen Spesenentschädigungen ausgestattet.

Fragen wir uns also, warum wir in der Schweiz das zweitteuerste private Gesundheitssystem der Welt betreiben (nach den USA)? Warum wir die teuersten Medikamentenpreise in ganz Europa bezahlen? Warum ein Pflegeheim für eine betagte Person bis 20’000 Franken im Monat kostet (tschüss Erbe)?

Oder: Warum ein Spezialarzt-Gehalt in einem Schweizer Spital ohne viel Brimborium eine Million Franken erreicht? Warum ein Wald- und Wiesen-Hausarzt in der Agglo zwischen Romanshorn und Genf ein Durschnittsgehalt von 250’000 Franken bezieht (zwei Tabletten pro Tag nach dem Essen, und kommen Sie es in einer Woche wieder zeigen)?

Die Antwort liegt, wie so oft, in Bern.

Kommentare

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  1. Ausgezeichnet notiert, meine Hochachtung!

    Es sind nicht die ganz normalen Aerzte in ihren Praxen, die die Kosten sprengen- Danke gibt es diese Aerzte!

    Es sind die sagenhaften Margen auf Medikamente, Geräte, Reinräume, Operationsbesteck und Nebenutensilien wie Kompressen, Verbände, Spritzen etc. etc.

    Was jedoch die Prämien durch die Decke gehen lässt sind die wahnsinnigen Bezüge der Krankenkassen Managerli! Null Risiko, null Arbeit, null Mehrwert- sie wursteln einfach was den ganzen Tag rumm! Nur schon für die Abzocke von Philomena Colatrella gehen mehr als 200 Jahresprämien drauf!

    Vielen Dank für Ihr, Zitat:
    ganz gehobenen Immosegment sich sozusagen nur noch Ärzte und ihre „sehr anspruchsvollen“ Gattinen (viele ehemalige Arztgehilfinnen und Pflegefachfrauen) herumtoben.

    Solche Frauen haben einen ganz bestimmten Namen, und sie sind glücklicherweise immer dort anzutreffen wo Geld ist! Ihr könnt diese alle behalten, denn diese taugen zu überhaupt nichts!

  2. Guten Tag Herr Peter Meier,

    Ihre Eingabe vom 25. Januar 2019 / 17:11 ist ein Beweis für das faktenfreie Gerede der „Clique“. Die bürgerlichen Politiker möchten gerade diese Kostenexplosion dazu nutzen, um den in der Schweiz gemäss (KVG) geltenden Vertragszwang abzuschaffen. Und zwar, indem sie dies als Sparinstrument verkaufen. Das Verhalten der Krankenkassenlobby ist nicht nur ein Paradebeispiel für bürgerliche Klientelpolitik. Angesichts der Tatsache, dass sich das Stimmvolk im Sommer 2012 mit der Ablehnung der Managed-Care-Vorlage klar gegen die Aufhebung der freien Arztwahl ausgesprochen hat, ist es auch in demokratischer Hinsicht höchst fragwürdig. Hier zeigt sich, wie viel der sonst so heilige Volkswille den rechtsbürgerlichen Parteien wert ist, wenn es um die Interessen ihrer Geldgebern geht. Ein Bundesgerichtsurteil kam 2014 zum Schluss, dass die – „Krankenversicherer im Rahmen der obligatorischen Krankenpflegeversicherung staatliche Aufgaben wahrnehmen – und demzufolge als Organe der mittelbaren staatlichen Verwaltung, also als Behörden, handeln“.

    Ergo: Politiker mit Interessenbindungen dürften gar nicht im Parlament sitzen. Die Tätigkeit des Kassenfilzes steht im Widerspruch zur Unvereinbarkeitsregelung des Parlamentsgesetzes. Doch während man als Vertreter der SBB oder SRG aufgrund dieser Unvereinbarkeit nicht im Bundesparlament Platz nehmen darf, gilt dies bis heute nicht für Parlamentarier, die auf den Gehaltslisten von Krankenversicherern stehen. Vor Einführung des Versicherungsobligatoriums hatten wir eine ganz andere Wirtschaftsstruktur – und auch da – wer hat die Daten erfasst? Das KVG wurde von dieser „Clique“ ausgehebelt. Analogien zur AHV. In den 90er Jahren wollte SVP Blocher die AHV zerschlagen und zusammen mit seinem Freund Martin Ebner auf sogenanntes privates Aktiensparen setzen. Ebner wollte den Leuten (arbeitenden Bevölkerung) seine (Visionen) andrehen. Den Rest ist in den Geschichtsbüchern festgehalten.

    „Sie wollen Sackgeld statt Renten.“ Zitat: Prof. em. Hans Ulrich Jost.

    Das war und ist die AHV-Strategie der Rechten und Konzernen.

    Sie schreiben Zitat:
    „3) Damas ist die Ärzteschaft auch in der Tarifhandhabung frei gewesenen und konnte dabei in Härtefällen tiefere Honorare (oder auch gar keine!) verlangen.
    4) Auch gab es vor Einführung des KVG gemeinnützige Organisationen, welche in Härtefällen für Behandlungskosten aufgekommen sind. All diese echte Solidarität und Hilfsbereitschaft bezeugenden Organisationen und Personen sind mit dem KVG „ausgeladen“ und überflüssig geworden. Übrigens auch die zu „Gotteslohn“ arbeitenden Schwestern in Pflegeeinrichtungen wollte man nicht mehr.
    5) Gelegentlich mussten Gemeinden für Behandlungskosten einspringen, was aber immer noch billiger war, als die heutige intransparente Subventionierung des Gesundheitswesens durch Gemeinden, Kantone und Bund.“
    Ende Zitat.

    Das ist die Strategie der rechtsnationale Gruppierungen für das KVG. Diese unverantwortliche und kurzsichtige Politik setzt den sozialen Frieden (Asset Nr. 1 für die Schweiz) aufs Spiel. Noch wissen viele Menschen in unserem Land – nicht – was wirklich los ist. Das ändert sich aber exponentiell und 2019 sind Wahlen!

    • Werter Platon, besten Dank für das „faktenfreie Gerede der Clique“. Ich bin ein unabhängiger und parteiloser Schweizer und esse nur mein eigenes Brot – dies zur Info. Dazu bin ich – mit jahrzehntelanger praktischer und weitreichender Erfahrung im Gesundheitswesen – sehr besorgt über dessen lamentable Entwicklung. Wie konnten sich die Stimmbürger seinerzeit nur zu einem Obligatorium überreden lassen, nachdem sie doch zu 98% bereits selber über eine Krankenversicherung verfügten? Und wie konnten sie sich damals zu einer unausgegorenen Gesetzesvorlage überreden lassen, in der damals in gut der Hälfte der Artikel die Redewendung „….die weiteren Bestimmungen/Einzelheiten erlässt der BR“ enthalten war? Und wenn ich heute sehe, wie über 2 Millionen Versicherte Almosen vom Staat erhalten, um die Prämien zu entrichten, denke ich, braucht es kein Hochschulstudium um zu sehen, dass etwas falsch läuft „im Staate Dänemark.“ Und zudem bestätigt der heutige Zustand unseres Gesundheitswesen meinen Standpunkt, wie ich ihn bei Veranstaltungen zum KVG seinerzeit skizziert habe. Ihre Gesinnung ist mir aus ihren Voten noch zu wenig auszumachen, soviel aber ist mir klar: es gibt immer Menschen – wie ich es in den verschiedensten Vorträgen erlebte – die davon leben, die grosse Schafherde in Abhängigkeiten zu treiben, anstatt zur Selbständigkeit und Kritikfähigkeit anzuhalten/anzuleiten und auch zu einer möglichst selbständigen Lebensgestaltung, frei von allen möglichen „Beratern in allen Lebenslagen“. Dies ist übrigens auch eine wichtige Voraussetzung für eine „gesunde Grundsubstanz“ einer direkten Demokratie, wie wir sie in der CH pflegen.

    • Guten Morgen Herr Peter Meier,

      Ihren Ausführungen in Ehren aber meine Beiträge sollen zu selbstständig-kritisches Denken und Hinterfragen ermutigen. Statt sich in Spekulationen zu verlieren, sollten Sie auf das Gesagte Stellung nehmen, stattdessen weichen Sie Fragen/Antworten aus, bezichtigen mich der Manipulation und wiederholen; wie es vor (KVG-Obligatorium) war – projiziert auf den Ist-Zustand. Unbestritten sind Sie ein Fachmann. Das in dem Artikel angesprochene Problem ist auch das zentrale Problem des Landes. Die Ärzteschaft ist nach meinen derzeitigen Erkenntnisstand nicht das Problem, sondern die Lösung des Problems. Mit Interesse würde ich Ihre geschätzte Meinung erfahren, welche Rahmenbedingungen es zwingend braucht, damit die Krankenversicherung sozial gerechter und volkswirtschaftlich plausibler gestaltet werden kann? Ein weiter so (auch BVG) kann sich die Schweiz nicht mehr erlauben.

  3. Ein leider sehr polemischer Artikel, der die typische Neiddebatte auf Ärzte bedient.

    Als Arzt mit jahrzehntelanger Berufserfahrung in D und CH kann ich Ihnen versichern, dass Ihre Beobachtungen nicht repräsentativ sind.

    Gerade in CH sind die Umsätze durch die allgemeine Krankenversicherung zeitgebunden, d.h. wenn Sie täglich mehr als 9 Stunden Arbeitszeit „abrechnen“ fällt das auf und man wird nachfragen.

    Der Jahresgewinn auf dieser Basis ist auf etwas über 200.000CHF kalkuliert, das nenne ich nicht üppig.

    Wer so viel verdient wie von Ihnen angegeben hat andere Quellen, z.B. private Patienten, wodurch die Solidargemeinschaft nicht geschädigt wird.

    Und dies ist ja wohl ein Finanzblog, wo ganz andere Gehälter diskutiert werden, umd das für gesellschaftlich deutlich weniger nützliche Tätigkeiten.

  4. Miserabler Artikel,respektlose Charakterisierungen, Verallgemeinerungen von Einzelfällen statistisch gesehen, kaum Faktenwissen. Keine Belege.
    Schade, denn das Thema brennt.
    Die Politiker sind ebenso unwissend und unfähig zu Problemlösungen.
    Enttäuschend auch das Niveau der
    Leserbriefschreiber. Schon grammatikalisch, hauptsächlich Emotionen von Einzelschicksalen, kaum fundiertes Wissen dieser wohl weitgehend wirtschaftlich interessierten Leserschaftp

  5. Ich empfehle, die Prioritäten wiedermal ein bisschen zu ordnen.

    Rechnet mal aus, was Ihr allein für Handy und Auto ausgebt und stellt den Betrag Euren Arztkosten und KK-Prämien gegenüber. Und bitte richtig rechnen, gell!

    Die Schweiz hat das beste Gesundheitssystem bare none. Da bekomme ich Leistung für mein Geld. Anders bei der zweite Säule. Der drücke ich auch immer mehr ab, bekomme aber immer weniger.

    Ich gebe mein Geld lieber einem Arzt, der mir das Leben rettet, als einem Banker, der damit sein Leben rettet.

    • Man kann den obigen 2 Kommentaren nur zustimmen. Die Ärzte und deren Gattinnen werden in einem Licht dargestellt, das einem erschaudern lässt: Protzende Autofahrer und sozusagen „käufliche“ Frauen. Nur eine Frau darf das schreiben, einem Mann würde sofort Sexismus, wenn nicht mehr unterstellt. Das schlimmste an diesem Blog und den Zustimmern ist der uferlose Hass gegen eine Berufskategorie, die sich in der überwiegenden Mehrzahl ernsthaft um das Wohl der Patienten kümmert und Gott sei Dank Ehepartner zu Seite haben, welche oft genug hintanstehen müssen (Dienste, Wohnortswechsel und Präsenzzeiten) und Unterstützung bieten. Ein Hoch auf alle Partner von Ärztinnen und Ärzten.
      Res sacra miser – steht über dem Eingang zum Universitätsspital Zürich. Das ist und bleibt der Leitsatz für viele, sehr viele Kollegen.

  6. Liebe Isabel Villalon, mit Allem in diesem Artikel bin ich einverstanden, ausser mit dem Schlusssatz. – Vom Selbstbedienungsladen habe ich mehrmals bereits geschrieben in Artikeln, welche in der Fitness Tribune erschienen sind. Und ich hab‘ auch eine Strafanzeige wegen organisiertem Verbrechen im Gesundheitswesen Schweiz bei der Bundesanwaltschaft (BA) in Bern eingereicht: Nach 2 1/2 Jahren abgeschmettert von einer Deutschen (!) Staatsanwältin bei der BA, mit Androhung von Strafmassnahmen gegen mich, sollte ich in dieser Sache nochmals eine Anzeige einreichen! Und überhaupt sei ich gar nicht klageberechtigt (obwohl in meinem Familien-, Verwandtschafts- und Bekannten-Kreis Menschen deswegen umgekommen sind)! Und für Offizialdelikte – und nur solche waren dort drin aufgeführt – braucht’s keine „Klageberechtigung“! Aber dieses Nicht-Verfolgen von ‚Verbrechen‘, worin Politiker involviert sind oder sein könnten, ist nicht neu. Auch ein 32 Mrd.-Betrug der AHV wurde unter den Tisch gewischt bei der BA, genauso wie Landes- und Hochverrat durch VBS und Armeespitze, Milliardenbetrug wegen der CO2- und Klimalüge, als auch der Milliarden- bis Billiarden-Betrug durch die Schweizer Banken wegen Hypotheken, welche aus Luft geschaffen sind (Fiat Money), dafür aber in harten Rubels verzinst und am Ende oder bei Finanzschwierigkeiten des Immobilienbesitzers cash zurückbezahlt werden müssen in Schweizerfranken oder Verrechnungseinheiten (‚verwirrenderweise‘ ebenfalls CHF oder Schweizerfranken genannt)! Die BA liess die Strafanzeige (gegen die Bank) neun Monate liegen, bis wir die Aufsichtsstelle der BA (das BStGer in Bellinzona) darauf ansetzten. Dann wiesen sie die Anzeige als nicht in ihren Bereich fallend an den Kanton, dessen Kantonalbank strafangezeigt war, u.a. wegen „arglistigem organisiertem Betrug“ gemäss Art. 146 Abs. 1 und 2 StGB, sowie Wucherzinsen von 300, 8’000 und mehr Prozent (Art. 157 Abs. 1 und 2 StGB)! Auch eine im Anschluss an die 2012 erfolgte EpG (Epidemiegesetz)-Abstimmung von einer Gruppe eingereichte Strafanzeige bei der BA wegen Wahlmanipulation wurde zurückgewiesen, obwohl handfeste Beweise vorlagen! – Liebe Leute, lasst Euch sagen, alle Wahlen und Abstimmungen in der Schweiz werden manipuliert! Kleiner Trost: im Ausland ebenso! – Die Schulmedizin ist eine Unterdrückungsmedizin, sprich Symptom-Bekämpfung! Doch mit Symptom-Bekämpfung wurde noch nie ein Problem nachhaltig gelöst! Im Gegenteil, mit jedem Unterdrücken eines Signals, werden die Krankheiten verstärkt! Damit sichert sich das Gesundheitswesen seinen Markt und die Preise – festgelegt vom Bundesrat (BR) (siehe Roland Berger Bericht, worüber ich ebenfalls publizierte) – dürfen bis 2030 um rund 4.5 bis 6 % pro Jahr steigen! Welchem anderen Wirtschaftszweig hat der BR einen sicheren jährlichen Marktzuwachs bis 2030 versprochen? Keinem! – Darum, nun komme ich zum Schlusssatz, liegt die Antwort nicht in Bern! Seit Mitte der 90er Jahre forsche ich an Erkennungsmedizin. Das beinhaltet das Verstehen der Körpersignale, also was uns der Körper mit den Krankheiten und Ähnlichem sagen will. Dies ist kinderleicht zu verstehen. Trotzdem will der BR dies nicht im Ärztestudium einbauen und die Gesundheitsdirektoren der Kantone SZ und ZH haben deren Einführung in der Schule 2009, zusammen mit Eigenverantwortung, abgelehnt. Seit 2000 bezahle ich kein Kranke(n) Kasse mehr! Natürlich wurde ich jahrelang betrieben und gepfändet und bis zum BGer lehnten die Richter alle meine Rekurse ab! Irgendwann habe ich mich vom Sklavensystem abgemeldet und bezahle seither weder direkte Steuern, noch Krankenprämien. – Wozu Steuern zahlen, wenn der Staat das Geld selber druckt? Wozu zum Arzt gehen, wenn er meinen Körper weniger gut versteht, als ich selber? Wozu bitte?! – Und in D kann man sich bei guter Kenntnis der Rechtslage selber oder via RA von der Steuerpflicht befreien. Der Staat und das System ist ein riesiger ‚Betrugs-Apparatschik‘, die „weltweit grösste ‚kriminelle‘ Organisation“. Zugegeben, das ist ’schlimm‘. ‚Schlimm‘ aber auch, dass dies ein Spiegel des Volkes ist. Eigenverantwortung würde die Gesellschaft, als auch das System in positiver Weise verändern. Der tertiäre Sektor, welcher nichts beiträgt zum Wohlstand des Volkes, würde zusammenbrechen, die Gesellschaft würde umgänglicher, die Menschen gesünder und stärker, kreativer, leistungsfähiger etc. Dann würden wir das erreichen, was in der Präambel der WHO-Verfassung steht. – Zum Abschluss noch dies: Alle Staaten, alle Geheimdienste, alle Gerichte, die UNO, die EU etc. auch die Gemeinde, sie alle sind Privatfirmen. Sie haben nicht mehr Rechte, wie jeder von Euch! Aber viele, die allermeisten Leute geben diesen Privatfirmen ihre Macht beinahe vollständig ab, genauso wie dem Arzt die Macht über den eigenen Körper, was ihm einen weiteren Porsche Cayenne nach ein paar OPs ermöglich! Kaspar Zimmermann, zim.aeo@bluewin.ch

  7. Erschreckend
    Ungeachtet des Wahrheitsgehalts des Beitrags erschrecken der ungezügelte Hass und die Lawine von Ressentiments gegen die Ärzte und andere Protagonisten des Gesundheitswesens. Man muss sich in dunkle Zeiten der Vergangenheit zurückversetzt fühlen. Dies mit Phantasmen und Vor/Aburteilungen welche möglicherweise nicht zutreffen.
    Als langjähriger und inzwischen länger pensionierter ehemaliger Chefarzt habe ich folgendes beobachtet:
    Mit dem Allgemeintarif alleine kommen viele Ärzte kaum auf ein ausreichendes Einkommen, nimmt man Steuerbelastung, Rück Finanzierung der Ausbildungszeit und Alter vorsorge zusammen.
    Höhere Einkommen werden meistens durch die Privatversicherten Patienten erzielt. Voraussetzung ist meistens eine rigorose Selektion der Anwärter für eine weitergehende Spezialisierung über die Grundversorger Ausbildung, die jeder Spezialist durchläuft, hinaus, aber nur wenige genügen den hohen damit verbunden Ansprüchen . Ohne sich vollkommen dem Beruf zu verschreiben kommt man kaum auf das geforderte Niveau und Expertise. So schaffen das die wenigsten.
    Kaderärzte bilden Generationen von Ärzten (vom Kaderarzt bis Grundversorger) aus. Sie sind die Garanten für Fortbestehen und Weiterentwicklung der Medizin. Sie sind in der Regel immer für schwierige Fälle jahrein jahraus erreich- und abrufbar. Bilden andere und sich selbst permanent weiter. Diese Dienstbereitschaft wird nota bene nicht vergolten (auch keine Spesen entrichtet!).
    Der allergrösste Profit liegt aber darin, dass erfahrene und bestens ausgebildete ÄrztInnen den schwierigsten Situationen gewachsen sind, auch die seltensten Diagnosen häufig auf Anhieb stellen und Myriaden von unnötigen Untersuchungen so einsparen. Sie sind die Vorbilder für ganze Generationen.
    Auch ist meine Jahrzehnte lange Beobachtung Ihrem Beitrag auf einer anderen Ebene diametral entgegengesetzt. Die Dankbarkeit, das bedingungslose Vertrauen und die uns von den Patienten praktisch permanent entgegengebracht wird lässt sich in Worten kaum beschreiben. Wir versuchen dem gerecht zu werden, können es aber beim besten Willen nicht immer schaffen.
    Naturgemäss habe ich mit vielen schwerstkranken und sterbenden zu tun. Nie habe ich ein Wort betreffend Kosten gehört. Nie. Sondern nur Danke, auch wenn wir unsere von uns gesteckten Ziele nicht immer erreichen konnten.
    Das Schweizer Gesundheitswesen ermöglicht die beste Gesundheitsversorgung der Welt für die Bevölkerung. Man frage nur mal Patienten die einen Notfall oder Spital im Ausland aufsuchen mussten. Natürlich ist auch bei uns nicht alles perfekt, aber der Unterschied zu den anderen ist immens.
    Natürlich verdienen die Spitzenärzte gut. Aber in all den grossen Kliniken in denen ich tätig sein durfte hat keiner nur annähernd die Gehaltsstufe erreicht, die im Bericht kolportiert wurde. Andererseits sind die Ersparnisse, welche durch die Eingriffe der Ärzte erzielt werden kaum zu beziffern. Beispiel gefällig? : Früher Herzinfarkt: monatelanges liegen, drohender Abbruch der Berufstätigkeit, wenn alles überlebt wurde. Heute: fast ambulante Behandlung. Magen Darm Blutungen von der häufig tödlichen Operation dank den Gastroenterologien häufig ambulanter kurzer Eingriff. Verhinderung eins Darmtumors durch Polypen Entfernung: Einsparung von über 300 000 Franken Therapiekosten für ein paar hundert Franken. HIV, Hepatitis B, Hepatitis C, schwere Rheumaerkrankungen, viele Krebsleiden – z.T. Schnee von gestern. Die Fortschritte sind unglaublich und das zu einem vertretbaren Preis.
    Aber: Das Sparpotential ist immens. Man könnte augenblicklich Milliarden im Gesundheitswesen einsparen ohne nur einen Hauch von Qualität einzubüssen. Aber dieses Potential ist nicht bei den Ärzten oder Medikamente zu suchen, sondern bei gesamten Drum rum.
    Bald wird händeringend nach kompetenten, leistungsbereiten KollegInnen gesucht, respektive es ist jetzt schon so weit. Altersgrenze? Für die meisten von uns ein Fremdwort. Zum Glück freue ich mich auch jetzt noch auf den nächsten Tag im Spital um mich um Patienten zu kümmern und den Nachwuchs auszubilden. Politik und Mainstream sind daran die beste, über Jahrhunderte gewachsene Gesundheit Versorgung auf unverantwortliche Weise zu zerstören. Die zukünftigen Patienten werde es den Verantwortlichen danken.

    • Nun, sehr geehrter Herr Jost, erklären Sie uns doch einfach warum die Halbgötter in Weiss und die mächtige FMH Ihr Einkommen seit Jahren nach oben drücken, während die Einkommen ihrer Patienten seit Jahren nach unten sinken?

      Billiges Geschwafel, Ihrerseits, natürlich medizinisch aufgepeppt, damit die ehrfürchtigen Patienten zusammenzucken.

      Nein, Herr Jost, Dr. Albert Schweitzer und sein Lambarene Buschspital sind längstens verschwunden und was heute vorherrscht ist knallhartes Durchdrücken ökonomischer Interessen seitens eines hoch überbewerteten Standes, und zwar wie die Autorin des Beitrags bestens schildert, mittels Schmieren der Volksvertreter in Bern. Was sowieso eine Schande darstellt.

      Welcher Parlamentarier vertritt die Interessen der FMH im Parlament gegen hartes Geld? Wollen Sie dies uns hier nicht offenbaren? Warum nicht?

      Sagt Ihnen der Namen Marco Chiesa von der SVP etwa nix?

      Verkaufen Sie Ihre Geschichten woanders.

    • Selten so einen Schwachsinn gelesen…gemäss Dr. Jost kommen also Ärzte mit dem Allgemeintarif «auf kaum ein ausreichendes Einkommen»…

      Sind Sie Proktologe oder wollen Sie uns aus Spass ver….schen.

  8. Einer der Hauptgründe ist wohl, dass die Schulmedizin zu einem Geschäft verkommen ist wo nicht mehr die Heilung, sondern der Profit und die Rentabilität im Vordergrund steht. Auch die Medizin blieb nicht von der überall um sich greifenden radikalen Ökonomisierung der Gesellschaft verschont. Wo es von Geburt an bis ins Alters- und Pflegheim und ans Sterbebett nur noch um Zahlen, statt um Menschen geht. Und wozu braucht es immer wieder neue, nicht Langzeit erprobte Medikamente für immer die gleichen Krankheiten? Letztlich auch um Arbeitsplätze und Gewinne der Hersteller zu sichern.

    Dann darf man nicht vergessen, was alles unsichtbar an Kosten im Konsum von medizinischen Leistungen enthalten ist. Fängt an bei der Entwicklung von Medikamenten und Medizingeräten, der Zulassung und Herstellung, dem Marketing, Verkaufsprovisionen und Personal bis zu den Immobilien und der Rendite sowie Schuldzinsen und endet womöglich bei den Gewinnen an der Börse.

    Ich meine alleine den Ärzten dafür die Schuld in die Schuhe zu schieben greift zu kurz. Es gibt auch viele Ärzte welche den gegenwärtigen Zustand kritisieren. Chirurgen wehrten sich schon gegen Operationen aus wirtschaftlichen Gründen. Ärzte und Pflegepersonal beklagen sich um die viele Zeit, welche sie an die Administration verschwenden müssen. Letztendlich hat die Kostenexplosion auch mit dem neuen KVG begonnen, wo wir obligatorisch zwangsversichert sind und uns damit nicht mehr entziehen können.

    Auch die Medien üben eine gewisse Massensuggestion auf uns aus, damit wir noch mehr Untersuche und Behandlungen an uns ausführen lassen. Es werden Ängste geschürt vor Krebs, Herzinfarkt, Nahrung, Elektrosmog und alles Mögliche. So sinkt die Bereitschaft vieler, ihre Gesundheit einmal selbst in die Hand zu nehmen.

    Zitat:
    „Es gibt wirklich keine Verrückheiten, zu dem ein Mensch nicht fähig wäre, wenn ihn Krankheit plagt. Nur das einzig Vernünftige was es gibt, nämlich zum Begegnen und Beseitigen seiner Krankheiten damit anzufangen gesund zu leben, das kommt und will ihm nicht in den Sinn.“

    Franz Konz, Autor von Gesundheitsschriften

    • Der Präsident des einflussreichen Krankenkassendachverbands Santésuisse, SVP-Nationalrat Heinz Brand, will die Krankenkassen in reine Grossrisikoversicherungen umwandeln:

      Zitat:
      „Dabei wären etwa nur noch schwerwiegende und teure Herz-, Kreislauf- sowie Krebserkrankungen versichert. Für die normalen Arztbesuche und herkömmlichen Medikamente würden die Leute selbst aufkommen. Die Behandlung eines Armbruchs oder des grauen Stars kann nahezu jeder bezahlen, das kostet einige Tausend Franken. Ganz zu schweigen von den üblichen, gewöhnlichen Arztbesuchen.“

      Die SVP ist eine … Partei so Jacques Neirynck der älteste Nationalrat der letzten Legislatur und der einzige Bundeshaus-Parlamentarier, der den Zweiten Weltkrieg bewusst miterlebt hat.

      https://www.parlament.ch/de/biografie/jacques-neirynck/498

      Am 20. Oktober 2019 finden die eidgenössischen Wahlen 2019 in der Schweiz statt.

  9. Für ein nachhaltiges, gesundes Bestehen ist die Menschheit systeminhärent falsch motiviert: Gesundheitssystem, Finanzsystem, Umwelt, Militär, Hot-Spots der Geburtenraten, Politik, name-it… Ohne Paradigmawechsel sind wir früher und schmerzhafter als nötig dem Untergang geweiht. Nur wer soll mit welcher Motivation neue Wege gehen, solange die „Mächtigen des Untergangs“ Status mit Villen, Sportwagen und Luxus definieren.
    (Positiv: Alternativen wie Osteopathie, medizinisches Hanf(extrakt), Teufelskralle, etc.)

    • Die Sache die Sie beschreiben, Gary, tönt etwas einfacher formuliert doch so: Die Politik ist nicht die Lösung, sondern das Problem! Das scheinen die Franzosen ansatzweise und intuitiv bislang zu spüren.

  10. Der Kapitalismus ist eine Umverteilungsmaschine. Das wussten schon die Erfinder von Monopoly. Das Umverteilen hört erst auf wenn wenige alles haben. Hast du wenig hast du bald noch weniger, so ist das eben. Ich mache mir da keine grosse Hoffnung, dass wir den Filz in Bern aufhalten können. Wenn uns das Geld nicht über die KK entzogen wird dann eben durch Mieten und co.

    • …. und schöne Dividenden für die Reichen und Nullzinsen bei 2% Inflation für die Fleissigen…. Tja, da kann man nichts machen, sagt Herr Draghi. What ever it takes.

    • Werter Hans H., immer wieder muss der „Kapitalismus“, die freie Marktwirtschaft, für alle Fehlentwicklungen herhalten. Was die Umverteilung betrifft, haben Sie recht und diese erschreckende Umverteilung birgt auch erheblichen sozialen Zündstoff. Wir diskutieren hier v.a. über unser Gesundheitswesen und gerade dieser wichtige Zweig unseres Staates hat mit einer freien Marktwirtschaft wirklich gar nichts zu tun. Hier handelt es sich um einen soziaistisch-planwirtschaftlich organisierten Wirtschaftszweig, in dem kein einziger Preis nach marktwirtschaftlichen Kriterien gebildet wird, sondern von einem Gremium festgelegt wird.

  11. Dieser Artikel ist mit einer der peinlichsten und am schlechtesten recherchierten seit langem. Pädiater mit mehreren Villen im Wert von 4 Mio. Rechnen Sie mir bitte einmal vor wie ohne Erbe ein solches Vermögen als Arzt zustande kommen sollte – zumal Kinderärzte am unteren Ende der Gehaltsskala anzusiedeln sind. Ich wünsche mir von Ihnen, dass Sie sich bei der Ärzteschaft, die das Rückgrat der Schweizer Gesundheitsversorung darstellt, und einen hohen Grad an Altruismus aufweist für solch einen dreisten Kommentar entschuldigen und jegliche Falschinformationen korrigieren – dies gilt auch für die Redaktion.

    • Hallo Herr Maurer
      Ich glaube das schon was die Redaktion schreibt, denn wenn ein 38 jähriger Arzt in Zürich eine Wohnung für 2 Millionen kaufen kann, kann ein 68 jähriger das Geld für die Villen schon abgezockt haben.

    • Guten Tag Herr Maurer
      Eigentlich müssten Sie sich bei mir entschuldigen. Der besagte Kinderarzt ist keine Erfindung. Die Villen sind direkt in meiner Nachbarschaft. Ich laufe täglich an ihnen vorbei. Er hat Haus um Haus im Laufe seines Arbeitslebens aufgekauft. Die Häuser waren nie günstig, im Vergleich zum gängigen Einkommen.
      Freundliche Grüsse
      Isabel Villalon

    • Hören Sie doch auf, mit ihren derart subjektiven und unwissenschaftlichen Erhebungsverfahren die Gesellschaft zu verunsichern. Von Einzelfällen, die vermutlich durch Glück, Erbe, raffiniertem Unternehmer- und Erfindergeist oder enormer Leistung zu Vermögen gekommen sind, auf eine Grundgesamtheit motivierter Ärzte zu schliessen, zeugt von einer unfundierten Dialektik und ist schlichtweg dreist und peinlich.

    • Entschuldigen muss sich Frau Villalon, weil sie nicht repräsentative Ausnahmen verallgemeinert. Und dadurch über das ganze System bewusst Fehlinformationen streut. Eine billige Taktik für naive Empfänger.

    • Ich sehe das genauso wie Herr Maurer.

      Hier werden wahllos dreiste Behauptungen in den Raum geworfen. Dieser gewisse Kinderarzt, von dem sie in ihrem Artikel berichten, besitzt vier Villen. Dies streitet ja auch niemand ab. Dass aber ein Kinderarzt allein mit seinem Gehalt vier Villen gekauft haben soll, das ist utopisch und dafür muss man auch nicht unbedingt einen IQ von 120 haben, um das verstehen zu können.
      Leider leben wir aber nun mal in einer Neidgesellschaft…

    • Die Artikel von Frau Villalon strotzen von Argwohn, Zynismus und Neid. Dies gegenüber Berufsgruppen und gegenüber politisch anders Gesinnten.

      70% der zustimmenden Kommentare hier stehen selbsterklärend für Menschen, die weder informiert sind, noch sich die Mühe zur sachlichen Kritik nehmen; Bashing und Niederriss ist dort die Devise, vergleichbar mit dem Niveau von Chaoten in Fussballstadien.

      Politische Satire ist es auch nicht, denn dazu braucht es vor allem Kenntnisse des Systems und die Fähigkeit, dies entsprechend mit den Fakten zu spiegeln.

  12. Die WHO, die World Health Organization (von der Gates-Stiftung finanziert),definiert Gesundheit so: „Die Gesundheit ist ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehen und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen.“ Mit dieser Definition von Gesundheit führt uns die Gesundheitsmafia wie einen Muni mit Nasenring auf immer höhere Kostengipfel – vollständige Gesundheit ist im realen Leben, wo es eben auch Leiden und Leid, Unglück und Trauer gibt, nie erreichbar. Ein absolut geiles Geschäftsmodell – die Ansprüche der Menschen sind infinit und die Gesundheitslobby nützt dies weidlich aus! Ein perpetuum mobile… Dies zumindest solange wir nicht gewillt sind, Leiden als Teil unseres Lebens zu akzeptieren und solange wir unsere Gesundheit als ein blosses Konsumgut verstehen, das man im Notfall kaufen kann, und nicht als Kapital, das wir – selbstverantwortlich – dauernd pflegen müssen: Prävention ist die kostengünstigste Version von Gesundheit überhaupt! Ein Schulfach „Gesundheit“ und eine gesellschaftliche und medizinische Kultur der Gesundheit, welche den Menschen nicht der Gesundheitsmafia unterbuttert, wäre ein good beginning…

  13. Ein guter und leider wahrer Bericht von Frau Villalon. Fazit: Unser Gesundheitswesen ist ein einziger Selbstbedienungsladen. Die Selbstbedienung ist im System angelegt. Ob ein Arzt sich mehr oder weniger bedient (im Tarmed-Schlaraffenland) hängt nur von seinem Charakter ab. Die Kassen (mit z.B. einer Frau Colatrella bei der CSS, die als Chefin doppelt so viel verdient wie ein Zürcher Regierungsrat) haben nur beschränkte Kontrollmöglichkeiten und sind in der Kostendämpfung auf politischer Ebene unwirksam. Die Politik, also das Berner BAG, die Eidg. Arzneimittelkommission und über allem BR A. Berset, unternehmen gelegentlich etwas gegen die Gesundheitskosten, verfallen dan aber sofort wieder in die übliche Routine. Seit längstem fällig wäre ein deutliche Senkung der Kosten von Nachahmermedikamenten, die hier viel teurer sind als in D, F, Oe I usw.. Nichts passiert. Im Parlament herrscht Passivität, denn niemand kommt draus und niemand will sich die Finger verbrennen. Die Ärzte sind heilig und die FMH mächtig. Viel zu wenig Druck gibt es auch „von unten“, vom Volk. Dort hat man Angst, die Qualität der Behandlungen vermindere sich wenn man die Aerztebezüge (ambulant, via Tarmedrevision) limitiert. Und so ist alles, was Leuten wie Frau Ph. Colatrella in den Sinn kommt, eine weitere Umwälzung der Kosten auf die Zwangsversicherten. Dafür verdient man wahrlich zu Recht 750’000.-/a.

    • Werter Herr Stamm, ja, Sie haben recht unser krankes Gesundheitswesen hat sich zu einem Selbstbedienungsladen, zu einem Einkaufszentrum, gewandelt, bzw. die fallenden Hemmungen der „Kunden“ zu dessen Benutzung und die ausufernde linke Sozialpolitik, haben es soweit kommen lassen. Bedenken Sie, dass das KVG seinerzeit mit Versprechungen vom Departement Dreifuss an das Volk herangetragen wurde, die sich nicht erfüllt haben – das wusste man aber schon damals. Ich bin damals davon ausgegangen, dass hier eine schlaue Taktik mitspielte, denn durch die zu erwartende massive Kostensteigerung, erhofften sich gewisse Schlaumeier dann später durch die Hintertüre die ersehnte Einheitskasse einführen zu können. Betreffend Ihrer Bemerkung zum mangelnden Druck aus der Ärzteschaft, muss ich Ihnen sagen, dass – v.a. auch Allgemeinärzte – es leid sind die steten Anschuldigungen betr. der Kostenspirale anhören zu müssen. Gerade in der neusten Ausgabe der Ärztezeitung (Nr. 4 vom 23.1.2019) wird von einem Allgemeinpraktiker wieder der Vorschlag zu einer Volksinitiative betr. Umbau des KVG gemacht. Und weshalb sträubt sich der BR gegen eine Aufhebung des Vertragszwanges? Da könnten die Kassen die unliebsamen „schwarzen Schafe“ endlich ausschliessen.
      In einem haben sie recht: das stete kleinliche Verändern von Stellgrössen im Dschungel der Gesundheits-Administration bringt keine Besserung, im Gegenteil. Aber zu einem wirklichen grosszügigen Eingeständnis, dass unser krankes Gesundheitswesen einen Neustart benötigt, sind unsere Politiker a l l e r Parteien nicht bereit. Was wäre zu tun:
      1) Aufhebung des Versicherungsobligatoriums
      2) Aufhebung des Vertragszwanges
      3) Angebot verschiedenster Versicherungsmodelle durch die nun wieder freien Krankenkassen, dabei bedenke man, dass vor Einführung des KVG 98% der Bevölkerung auch ohne staatlichen Zwang versichert gewesen sind.

    • Guten Morgen Herr Peter Meier,

      was machen Sie mit Menschen die ohne „Versicherungsdeckung“ vor der Notfallstation liegen? Wer übernimmt die Kosten? Sterben lassen? Wir haben schon heute die Situation das viele ältere Menschen, um Angst vor einer teuren Rechnung, viel zu spät zum Arzt oder ins Krankenhaus gehen, somit höhere Kosten entstehen. Wir leben in einem Land das zusehends kaputt geht auf Grund einer kleinen interessen, – und parteiübergreifenden kleine „Clique“. Obschon der Bund seit 1996 per Gesetz verpflichtet ist, die Qualität der medizinischen Versorgung zu überprüfen und die nötigen Daten dazu einzufordern, tut er das nicht. Hätte er es getan, wüssten wir heute, welche Behandlungen unzweckmässig sind und mehr Schaden als Nutzen bringen. Wahrscheinlich haben die Behörden Angst, dass die medizinische Qualität in der Schweiz doch nicht so hoch ist, und dass viele Behandlungen falsch oder überflüssig sind. Das „neue“ KVG (Dreyfuss) wurde sabotiert – vor unseren Augen -!

      Alt Bundesrat Couchepin Zitat: „Das Gesundheitssystem in der Schweiz ist ein Myhtos“.

      Wir brauchen eine unabhängige Qualitätskontrolle der H und Spezialisten. Und wer sind die Gegner von Transparenz und Effizienz? Es sind die „Gruppen“ (Sprachrohr NZZ) die einer Einheitskasse keine Vertragsfreiheit gewähren wollen, wie sie zum Beispiel in Holland mit Erfolg praktiziert wird!. Das ganze erinnert sehr an die „Fehlkonstruktion“ 2. Säule. Wir sind ein kleines multiethnisches, multireligiöses und multikulturelles Land und die Wahrscheinlichkeit das es auseinander driftet wird immer grösser.

    • Lieber Peter Meier: Sie haben etwas wichtiges angesprochen, das ich nicht erwähnt habe und das kostenrelevant ist: Der Vertragszwang, auch Kontraktionszwang genannt. Damit hat jeder Praxisarzt eine Einkommensgarantie auf Lebenszeit, zusammen mit dem seit 17 Jahren nur 1mal teilrevidierten Tarmed-Tarifsystem. Was braucht es nicht alles bis eine KK einem Arzt die Kostengutsprache verweigern kann ! Man möchte sagen, es braucht Tote. Haben Sie je einen Arzt gesehen, der eine Offerte machen muss oder der auf eigene Kosten einen Fehler beheben muss ? Konkurrenz ? Weitestgehend Fehlanzeige. Die Rechnungen sind so komplex, dass die Meisten sie nicht verstehen und nicht kontrollieren. Alles einmalig in einer sog. liberalen Wirtschaft. Das ist eher eine geschützte Werkstatt. Dies alles ist die Konsequenz des KVG, das Kind von R. Dreifuss. Persönlich möchte ich sagen, dass mich das Versicherungsobligatorium eine gute Sache dünkt. Es trägt den Solidaritätsgedanken in sich so wie auch die AHV. Es sind andere Punkte davon, die eine Kostenspirale geradezu implizieren. Und die existieren fröhlich weiter.

    • @ Herr Platon, Sie operieren hier mit den üblichen angstmachenden Szenarien, wie man es üblicherweise bei Volksabstimmungen gewohnt ist.
      Zu Ihrem Fallbeispiel folgendes:
      1) Es ist auch vor Einführung des Obligatoriums nie jemand – nur weil er keine Versicherung hatte nicht behandelt worden.
      2) Vor Einführung des Versicherungsobligatoriums sind 98% der Bevölkerung selbständig bei einer KK versichert gewesen!
      3) Damas ist die Ärzteschaft auch in der Tarifhandhabung frei gewesenen und konnte dabei in Härtefällen tiefere Honorare (oder auch gar keine!) verlangen.
      4) Auch gab es vor Einführung des KVG gemeinnützige Organisationen, welche in Härtefällen für Behandlungskosten aufgekommen sind. All diese echte Solidarität und Hilfsbereitschaft bezeugenden Organisationen und Personen sind mit dem KVG „ausgeladen“ und überflüssig geworden. Übrigens auch die zu „Gotteslohn“ arbeitenden Schwestern in Pflegeeinrichtungen wollte man nicht mehr.
      5) Gelegentlich mussten Gemeinden für Behandlungskosten einspringen, was aber immer noch billiger war, als die heutige intransparente Subventionierung des Gesundheitswesens durch Gemeinden, Kantone und Bund.

  14. @Anonym,

    Sie schreiben Zitat:
    „Bitte zitieren Sie mich korrekt, der Absatz war dort noch nicht zu Ende. Der grösste Teil der Kosten fällt in den letzten Lebensmonaten an, dass die Leute wegen Bagatellen auf die Notfallstation rennen ist exemplarisch für die veränderten Patientenansprüche, welche sich in allen Bereichen des Gesundheitswesen zeigen und so wesentlich zu höheren Kosten beitragen. Die steigenden Kosten im Gesundheitswesen sind ein deutlich vielschichtigeres Problem als dass es die Autorin mit dem populistischen,schlecht recherchierten Artikel darzustellen versucht.“
    Ende Zitat.

    Nochmals: Sie wollen Arzt sein?

    Sie bestätigen, dass ich Sie (nicht vollständig) aber korrekt zitiert habe. Unsere Gesundheitsversorgung ist die teuerste Europas (doppelt so teuer als in den Niederlanden zum Beispiel) bei nur durchschnittlicher Behandlungsqualität. Unnötige, ja schädliche Überbehandlungen werden, auch wegen falscher finanzieller Anreize, immer häufiger, die in den Patienten niemals ihre Ursauche haben können. Die Kosten für Medikamente und medizinisches Material sind nicht gesunken, sondern stark überproportional gestiegen. Sie haben zusammen mit ambulanten Behandlungen. ebensosehr stark gestiegen, zu deutlich höheren Kosten geführt! Die Zahl der jährlichen Konsultationen eines Arztes der Grundversorgung hat in keiner Altersklasse zugenommen (2010 – 2017). Nur zu Spezialisten gingen Siebzig- bis Achtzigjährige im Jahr 2017 im Schnitt viermal pro Jahr statt 3,2 mal 10 Jahre vorher. Entscheidend für den Kostenschub ist jedoch, dass jeder einzelne der Besuche in dieser Altersklasse heute zu über achtzig Prozent höheren Kosten führt – wiederum real, also um die Inflation bereinigt.

    Bevor Sie der Autorin „Populismus“ vorwerfen; sollten Sie als „angeblicher Arzt“ über den Hippokratischen Eid nachdenken und gegen die Ökonomisierung der Medizin (ein Skandal) zum Wohle Ihrer Patienten – gemeinsam mit den Patienten – kämpfen.

    • Stark !!

      Den Hippokratischen Eid haben viele, sozusagen alle, zugunsten des Zasters vergessen.

  15. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass wenn wir blind und ausschliesslich unserem Gesundheitssystem folgen, die Ärzte weiterhin als die Allheilenden verehren, wir uns auf dem Holzweg befinden. Auf jeden Fall werden wir mit Einnahme von Medikamenten nicht gesund, wir unterdrücken lediglich die Symptome. Aber wer will das schon hören?
    Diejenigen – die einen etwas erweiterten Horizont als 20Min. haben – sehen, dass nicht nur das sg. Gesundheitssystem als auch das Schulsystem komplett am Tropf hängen. Somit ist es eine Frage der Zeit, dass Gemeinschaften, die sich charismatisch gebärden, ihrer Eigenmächtigkeit entkleidet werden. PV war erst der Anfang.

  16. Ach ja, die Ärzte…….

    Die fertigen uns Patienten heute schon ab wie Massenware.

    Wenns mehr wie 10 Minuten dauert wird der Termin schon mal abgebrochen, weil viele andere warten.
    Meinen Hausarzt habe ich aufgegeben, ich gehe nun ins Gesundheitszentrum.
    Dieser Arzt mit seinem sehr schönen Haus und allem Drumherum, wurde einmal hässig weil ich ein Medikament nicht bei ihm bezog, der Apotheker wo ich es kaufte, der rief Arzt an ….ob ich ein Rezept dafür hätte.
    So gehe das nicht…. meinte der Hausarzt mir daraufhin.

    Tja, eine echte Beratung findet kaum noch statt, dafür wird viel verschrieben und einfach immer was neues ausprobiert.
    Kosten mal 3… aber Hauptsache es können 30-40-50 Patienten pro Tag verarbeitet werden.

    • W. R.: Stimmt genau, mit der Beratung hapert es inzwischen gewaltig. Das betrifft vor allem Fachärzte. Die machen kaum mehr den Mund auf, Fragen werden knappstens und nichtssagend beantwortet. Das ist leider die Erfahrung meiner Frau und von mir. Als ganz grosse Ausnahme erwähne ich das Zürcher UNI-Augenspital. ich wurde von 2014-17 5mal dort operiert und hervorragend orientiert, man ging auf jede Frage ein. Es ginge also auch anders !

  17. So sehe ich es leider auch.

    Anzumerken wären noch, wir sind nur das drittteuerste Land, Thailand kommt nach den USA, erst dann die Schweiz.
    Das gilt jedoch nicht für Thais selber, nur für uns Ausländer muss bei einem Thailandaufenthalt ein Auslandszusatz bei den Kassen abgeschlossen werden, denn sonst reicht die Deckung der Schweiz in Thailand nicht aus…… in eben den Spitälern in die sie uns Farangs einliefern.
    Die Thai selber haben nur eine Grundversicherung, die nannte man früher 30-Baht Versicherung ( 30 Baht war der Selbstbehalt = 1 Franken ) und wurde vom ehemaligen Thailändischen Präsidenten Thaksin Shinawatra eingeführt.

    Nun ja, Verwaltungsratsmandate bedeuten auch ….den Finger am Puls der Wirtschaft zu haben, das ist an sich gut.

    Allerdings könnte man diese Mandate auch mal beschränken, die Politiker dazu verpflichten bei Interessenkollision in den Ausstand zu treten so wie das Richter auch kennen.

    Und, ich frage mich schon oft, wie kann man Politiker für Mandate aussuchen die ein Gebiet betreffen von dem jene mitunter 0-Ahnung haben ?
    Aber eben, es geht ja um Lobbyarbeit, nicht um Fachwissen. Diese Mandate sind politischer Natur, da muss man Beziehungen pflegen nicht Fachwissen über Medizin mitbringen, und man hat einen eigenen Spion in der Politik und somit viel Vorwarnzeit.

    Ich habe mir persönlich vor Jahren schon eine Grenze gesetzt.
    Wenn für mich und meine Frau zusammen, irgendwann die Grenze von 1000 Franken Prämie pro Monat überschritten wird, stelle ich deren Bezahlung ein und trage die Risiken, auch wenn ich dann schon pensioniert sein sollte.
    An meinem Betonkopf ………….

  18. Ich habe tiefen Einblick in den Pflegebereich einer Privatklinik in Zürich und kann jeden Satz im Artikel voll unterschreiben. Auf den Ärzte-PP hat es nur Luxuskarossen. Medikamente welche die Patienten von ihrem Arzt verschrieben bekamen und die sie mitnehmen, dürfen nicht gebraucht werden. das volle Sortiment an Medi wird vom Spital wieder verschrieben. Patienten werden wenn immer möglich stationär behandelt, auch bei Lappalien die man ambulant erledigen kann. Ärzte, die trotz Alter und Überforderung weiter operieren, mit den daraus folgenden Komplikationen. Pflegepersonal-Mangel auf diversen Stationen; die Patienten haben keine Ahnung, sonst würde sie andere Kliniken wählen. Mobbing von Vorgesetzten. Kaderfrauen die sich die Treppe hinauf geschlafen haben. Ein Tollhaus.

    • @Niceman, bekommen in (D)einer Privatklinik nur die Ärzte horrende Saläre, oder auch das Pflegepersonal? Was unterscheidet denn beide Job-Gruppen und warum hat es zu wenig Pflegepersonal, wenn’s doch so attraktiv wäre? Und werden die Ärzte dort umsatzbezogen entlöhnt? Erzähl doch mal!

      Und mache doch auch mal den Vergleich zur sonstigen freien/privaten Wirtschaft: Wer bestimmt denn in der Sanitärfirma die Saläre der „Chefs“ und welche Autos die fahren dürfen, oder bei den Coiffeuren, oder auch Apotheken?

  19. Das Problem sind die grossen Unterschiede bei den einzelnen Ärzten. Während Dr. med. als Psychiater (welche zuvor das gleiche Medizinstudium wie Hausärzte und alle anderen auch gemacht haben) ganz unten an der Skala liegen und dabei täglich vielleicht Leute und Familien in den Tod begleiten wegen schwerer Krankheiten gibt es z.B. Hautärzte oder Röntenfachärzte. Die stehen ganz oben und verdienen dann das x-fache derer die ganz unten stehen. So schnell verdient der eine Arzt (mein Nachbar zur linken in der Strasse) 700.000 CHF und mehr pro Jahr, während die andere Ärztin 2 Häuser weiter gerade mal auf 140.000 CHF kommt – wohl gemerkt Umsatz – davon kommen dann die Mietkosten für die Praxis, Abrechnungsfirmen usw. weg. Irgendetwas ist doch da am System komplett falsch … und die Versicherungsleute zahlen sich dann noch mehr Geld als Gehalt als die eigentlichen Ärzte verdienen – schon lustig diese Selbstbedienungsläden in der Schweiz.

    • es ist schon erstaunlich, wie Dinge wild vermischt werden. Erst sagst Du, der eine verdient 700.000 CHF, dann ist es auf einmal nur der Umsatz. Zum einen wäre es mal äusserst interessant zu wissen, woher Du die Zahlen hast. Und wenn Du sie aus einer sicheren Quelle bekommst, dann doch sicherlich auch die Kosten, und zwar nicht nur zur Praxismiete & vielleicht Nebenkosten Wasser/Strom/Heizung. Sondern vor allem auch die anfallenden Personalkosten (Salär und Arbeitgeber-Abgaben), Versicherungen, Equipment & Verbrauchsmittel etc. Und auch, wieviel Salär sich der Arzt dann selbst auszahlt (ebenfalls mit obligatorischen und freiwilligen Abgaben).

    • @an Details interessiert

      Du glaubst doch nicht wirklich, dass die genannten Zahlen gesichert und realistisch sind? Eine Ärztin die 140.000 CHF Umsatz pro Jahr macht? Also nicht Gewinn, oder dass sie sich 140k als Salär auszahlt, sondern Umsatz in der privaten Praxis, also ausgestellte Rechnungen.

      Nein, für mich klingt das eindeutig nach schlechtem Stammtisch Gerede.

  20. Vielen Dank für diesen Artikel! Sie zeigen mustergültig auf, wie es mit der Korruption in der Schweiz bestellt ist. Korruption ist nicht ein Privileg von Ländern, auf die wir gerne herabsehen, sondern auch in der Schweiz allgegenwärtig. Korruption bleibt auch dann Korruption, auch wenn sie transparent und legal ist. Das im Artikel erwähnte Gesundheitswesen ist nur ein Beispiel, wo sich eine mächtige Wirtschaftslobby Politiker dafür kauft, dass sie in ihrem Sinn entscheidet. Ein weiteres Beispiel dafür wären die Pensionskassen, wo sich eine Clique von Versicherungen an unseren Zwangsbeiträgen gesundstösst. Das Deprimierende an dem ist, dass genau diese korrupten Typen im Herbst mit Label ‚bisher‘ wohl wiedergewählt werden…

  21. Frau Villalon täte gut daran, die Interessenbindungen im Parlament zu thematisieren und hieraus den Zusammenhang zwischen medizinischer Grundversorgung und Prämiensystemen zu studieren.

    Dies bedingt aber Recherche, was natürlich anstrengender ist als primitives Ärzte-Bashing ohne Inhalt, hochgepeppt mit Reizwörtern, damit der Mob dies versteht.

  22. Die Aufgabe des Bürgers/Konsumenten ist es, die Profitmaschinerie der Elite am laufen zu halten. Im Grunde ist das seine einzige Aufgabe. Damit er nicht zum Revoluzzer wird, schreibt man Verfassungen, die vorgaukeln er hätte Rechte. Er muss es nur glauben und weiterkonsumieren/arbeiten, dann ist alles gut.

  23. LIEBE FRAU VILLA ALONE

    HERZLICHEN DANK WIE SIE NOCH RÜSTIG OHNE RÜCKSICHT AUF VERLUSTE AN IHREM GRABSTEIN MEISSELN.
    SOLCH UNERSCHROCKENE CH-PASS-HALTERINNEN WERDEN WOHL BALD IN UNBEDENKLICHE MAGREBSTAATEN AUSGEBÜRGET WEGEN VOLKSVERHETZUNG UND DEM WIEDERSTAND GEGEN EINE KRIMINELLE VEREINIGUNG.

    K = KRIMINELLE
    V = VEREIN
    G = IGUNG

    UND SOLCHE WERDEN NIE RUHIG IN EINHEIMISCHEN UNHEIMLICHEN KRANKEN HÄUSERN SCHLAFEN UND NIE MEHR AUFWACHEN WOLLEN.

    LH, DASS SIE IP AUCH DEN 2.2 MIO UNDERDOGS STAATLICHES SPONSORING GENIESSEND
    DIE BESTE IP PLATTFORM ZU VERFÜGUNG STELLEN WIRD IHNEN DIE KVG-MAVIA NIE VERGESSEN.
    NIE VERGESSEN WERDEN AUCH DIE 2.2 MIO UNTERHUNDE/ANHANG NIE DASS SIE ZURZEIT BLOSS ZWEI LÄCHERLICHE MONATSGEHÄLTER AN DIE KVG-MAVIA ABDRÜCKEN.SOLLEN DOCH MAL DIE ARMEN DEN REICHEN DIE KV FINANZIEREN.
    DIESE NEIDER.SIND DIE BLOSS NEIDISCH ODER SEHEN SIE SOGAR EINE FRÜHE ÄH DIS(KREMATION)IERUNG? DER FREIWILLIG VERSKLAVTEN.
    DANK HARTER ARBEIT WEDEN DIESE DANN AUCH VORZEITIG IHREN WOHNRAUM ZU VERFÜGUNG STELLEN UND NICHT NOCH LANGE UNNÖTIG DER SOZIALHILFE/ALTENPFLEGE ZUR LAST FALLEN.
    WANN FORDEN UMWELTSCHÜTZER+KVG-MAVIA STATT DER BESTEUERUNG VON ALKOHOL/TABAK DEREN SUBVENTIONIERUNG.DEREN WERBUNG SCHON IM KINDERGARTEN.

    DANK IP LH KANN UNDERDOG SOWAS AUF DEM GELIEBT-GEHASSTEN MEIST-(GERICHTLICH) VERFOLGTEN BLOG DER NEUTRALEN FUBU-SCHWEIZ OHNE VERFOLGUNG, KVG-ZWANGSBETÄUBUNG SAGEN WAS DIE GETROFFENEN GAR NIE HÖREN WOLLEN.
    UNBLINDE MENSCHEN SEHEN GANZ EINDEUTIG DEM REICHSTEN, LEICHT DEGENERIERTEN LAND DER WELT EINE WOHLTUENDE SCHMERZHAFTE REGENERATION VORAUS.
    NATURGESETZ ODER KANNIBALISMUS ?

    KGV-MAVIA FRISST ?

    IHRE EIGENEN KINDER

    DANK DEM NATIONALHELDEN
    WILL(MAKE)HELL
    LH

  24. Was das Aufkaufen von Häuser um den Zürisee anbelangt. Ja, es sind momentan insbesondere Ärzte, welche Häuser ab 4 Mio. kaufen.
    Jedes in diesem Segment tätige Maklerunternehmen kann dies bestätigen.

  25. Leider ist Ihr Artikel wenig differenziert und kaum höher gelegen als die üblichen Bashing-Artikel zu den Ärzteeinkommen. Haben Sie den Sinn für die Realität verloren? Bitte recherchieren Sie sorgfältiger. Ich, Arzt in freier Praxis, fahre einen 10 Jahre alten VW-Polo. Die genannten 250 Tausend Einkommen sind bei mir Umsatz.

    • @ Marcel I Raas

      Was ist los mit dir, Bürschchen? Die Frau Autorin hat klare und korrekte Worte für unser korruptes System!

    • Werter Herr Kollege, natürlich haben Sie z.T. recht und der Beitrag von Frau Villalon ist gelegentlich etwas polemisierend und an den „schwarzen Schafen“ in der Ärzteschaft orientiert. Darum wäre es sinnvoll, wenn der Vertragszwang fallen würde, damit die Kassen Leistungserbringer die immer wieder mit überrissenen Rechnungen und „seltsamen“ Leistungen auffallen, aus der Liste der Leistungserbringer streichen könnten. Aber dagegen wehr sich ja unser BR. Abgesehen von diesen Rundumschlägen gegen die Ärzteschaft, bleibt jedoch eine Grundwahrheit im Artikel von Frau Villalon bestehen: unser krankes Gesundheitswesen hat sich von den einst vollmundigen Versprechungen der Politik, meilenweit entfernt und leidet heute an einer unangemessenen Kostensteigerung. Man muss es sich immer wieder vor Augen führen, dass in der reichen Schweiz heute über 2 Millionen Versicherte Almosen vom Staat erhalten, damit sie ihre Prämien bezahlen können. Das ist m.E. ein unhaltbarer und menschenunwürdiger Zustand. Und auch die parlamentarische Verfilzung mit den Krankenkassen entspricht natürlich der Wahrheit. Und noch etwas: ob der sinnlosen, oberflächlichen medial inszenierten Informationsflut, sind die Menschen auch bei uns, gar nicht mehr in der Lage, sich ein wahrhaftes Bild der – wie von Frau Villalon geschilderten – lamentablen Zustände zu machen oder akzeptieren sie resigniert. Und ein Kommentator aus der Ärzteschaft sieht z.T. die Patienten selbst in der Schuld an den ausufernden Kosten, weil sie es ja sind, die wegen jeder Kleinigkeit den Spital aufsuchen. Kann man das ihnen wirklich verübeln? Kann man das, wenn man jahrzehntelang mit medialem Kitsch, mit Oberflächlichkeiten und völlig unnützen „Tagesaktualitäten“ und fadenscheinigen Konsumwerbungen, das selbständige und kritische Denken zukleistert? Oder ist es gerade das, was ja gewollt ist?

    • Sehe ich auch so. Die mir persönlich bekannten frei praktizierenden Allgemein-Mediziner mit eigener Praxis verdienen im Schnitt etwa so viel wie ein Sekundarlehrer. Umsatz ist nicht gleich Einkommen. Diejenigen die abkassieren sind Spezialisten und solche die als Belegärzte neben der Praxis noch in einem Spital tätig sind.

  26. Ganz so einfach ist leider nicht. Meine Frau verdient bei 48 h pro Woche als Assistenzärztin nach rund zehn Jahren Studium CHF 90’000 pro Jahr. Die Bundesbeamten verdienen im Durchschnitt CHF 120’000.
    Die Wahrheit ist komplex. Niemand weiss, was wirklich funktionieren würde, weil es im Gesundheits- und Sozialsystem keinen Raum für Experimente gibt und alles reglementiert ist. Es gibt hoffnungslose, selbstverschuldete Fälle die während Jahrzehnten durch uns alle in irgendeiner Form finanziert werden. Doch niemand fühlt sich dafür wirklich verantwortlich. Ohne Anreize und etwas weniger Perfektionismus wird es auch in Zukunft nicht möglich sein, die Kosten zu senken. Es wird nicht möglich sein, die Kosten zurück zu fahren ohne jemandem weh zu tun.

    • @ Stefan WIESER

      Wenn deine Frau zehn Jahre studiert hat, dann ist sie wohl ein paar mal sitzen geblieben. Kein Wunder, wenn sie dann als Assistenzärztin „nur“ 90’000 verdient!

      Ach weisst du was, verdreh doch nicht die Wahrheit so! Oder hast du auch noch die Kanti miteinbezogen in diesen zehn Jahren!?

    • @ Nationalökonom Fuchs: Ihre Bemerkung „…ist sie wohl ein paar mal sitzen geblieben“, widerspiegelt ihre Unkenntnis der Ärzteausbildung. Das Studium dauert 6 Jahre und die Weiterbildung zum FMH-Spezialarzt (auch für Allgemeine Medizin) nochmals mindestes 5 Jahre. Meist dauert es jedoch länger, da auch eine „Doktorarbeit“ zu Erlangung des Titels „Dr. med.“ noch dazu kommt. Dies zu Ihrer Orientierung.

  27. Wahltag ist Zahltag !
    Hilfreich im Hinblick auf die eidgenössischen Parlamentswahlen im Herbst : Ein Blick in die Website von Lobbywatch (https://lobbywatch.ch/de) lohnt sich allemal ! Die Parlamentarier von National- und Ständerat samt deren Interessebindungen, die Bundeshaus-Zutrittsberechtigten (die Einflüsterer) und die im Bundeshaus agierenden Lobbygruppen; alles fein säuberlich aufgelistet ! – Äusserst nützlich beim Ausfüllen der Wahlzettel ! Das Streichkonzert kann also losgehen, das Zerreissen der Kandidatenlisten unwählbarer Parteien ebenfalls !

  28. Vielen Dank Herr Hässig für solche Artikel. Es tut gut wenn man auch solche Sachen liest, hat ja auch sehr mit Finanzen zu tun. Meine Krankenkasse für mich und meine Frau beträgt momentan 24000.- jährlich. Tut schon etwas weh.

    • Werter Herr Weber, mit Fr. 12’000.- Prämien pro Jahr und pro Person sind Sie aber „privat“ versichert. Jedenfalls sind das keine normalen Prämien der Grundversicherung. Und wenn Sie das bezahlen wollen, kann ich Ihnen auch nicht helfen.

    • Hallo Herr Weber,

      sorry, aber wohl selber schuld! Wer sich eine Privatversicherung mit kleinster Franchise leistet, dem kann wohl nicht mehr geholfen werden, wenn er sich darüber auch noch beschwert. Und wer es sich leistet, leistet es sich, weil er es kann. Und beschwert sich nicht! Alles klar!

      Übrigens, ich bezahle CHF 3’200 im Jahr mit der höchsten Franchise. Das wären dann CHF 6’400 für beide.

      Und ja, ich könnte mir auch eine Privatversicherung leisten. Will ich aber nicht. Für was? Das mir das Essen mit dem Silberlöffel gereicht wird, ich auf „meinem eigenen“ Klo kacken kann und der Chefarzt mir täglich die Hand schüttelt?! Nein, sicher nicht!

      Und wieso sollte ich einen mir unbekannten Chefarzt bei Operationen wollen, der bald altersschwach von jungen Assistenz- und Oberärzten – welche übrigens vielfach viel näher an Neuerungen und Ausbildungen stehen – auf die richtige „Fährte“ geführt wird…

      Und aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass bei schwereren Krankheitsbildern immer mindestens noch ein Oberarzt dabei ist. So auch in Diagnosestellungen und Besprechungen. Assistenzärzte machen nur den ersten Part.

      Für die Differenz von rund CHF 9’000 im Jahr mache ich lieber Urlaub oder gehe fein essen. Gault-Millau versteht sich…..

    • Tja Herr Weber, das tut wirklich weh… aber selber schuld. Ich habe meine Privatversicherung schon längst gekündigt und habe dadurch x-tausend Franken gspart.

    • Ich bezahle bei der assura 7604.40 pro Jahr für zwei Erwachsene und drei Kinder 4, 6 und 8. Die Erwachsenen haben max. Franchise von 2500. Das ist allgemein, nur Grundversicherung, ohne Zusatzversicherung. Das war das günstigste Angebot. Das sind 633.70 pro Monat! Das günstigste und ohne Schnickschnack. Ich zahle mehr KK als Steuern. Bei einer ‚üblichen‘ Steigerung von 3% jährlich werde ich in 10 Jahren bereits über 10219 Franken bezahlen, noch viel mehr weil die älteren Kinder dann auch mehr kosten ohne Steigerung. Das ist krank und ich weiss nicht wie lange ich das noch zahlen kann.

  29. Liebe Frau Villalon – und wieder ein Volltreffer. Danke für diese Offenlegung des uns aufoyktrierten „kranken“ Gesundheitssystems – der einzelne Versicherte kann, selbst wenn er wollte, kaum etwas zur Verbilligung beitragen. Ich wünschte mir eine detaillierte Statistik, in welche Sparten des Gesundheitswesens die Prämiengelder tatsächlich abfliessen.

  30. Sorry, deary, wie immer flüssig geschrieben, sodass es Spass macht zu lesen, doch:
    Wir beziehen auch Leistungen aus dem „G-Wesen“. Deren Wachstumsraten, qualitativ natürlich? Was? Wissen Sie nicht? Schade.
    Ich meine, es gibt nicht so viele Einkommensmillionäre unter den Aerzten wie Sie suggerieren. Und es ist zu einfach, die Misere mit der Gegenüberstellung KK-Prämien und Aerzte-Einkommen (das sind nicht nur Honorare;-) zu erklären. Das Problem sind wir alle. Keine Interessengruppe (Patienten, Versicherer, Spitäler, Berufsgruppen) hat einen Anreiz für Selbstbeschränkung. Das Gegenteil. Sie können den Ansturm auf die Leistungen auch nicht mit einer Nachfrageabhängigen Preispolitik steuern. Fazit: kein Markt!
    Eine krasse Lösung wäre: Abschaffung der obligatorischen Krankenversicherung. Behandelt wird, wer sich das leisten kann. Da die Schweiz es nicht hinkriegt, die Spitaldichte zu reduzieren, wird sich ein Kampf um Patienten entwickeln. Das wird die Spitalbehandlungs-Preise reduzieren. Weniger Wohlhabende werden mehr Generika akzeptieren. Die Pflege wird weniger jammern und freiwillig mehr arbeiten (sie arbeiten heute schon am Limit…). Es wäre ein Schritt gegen die grassierende Anspruchshaltung.
    Bitte schreiben Sie mehr zum Thema, aber breiter abgestützt.
    Und, by the way, es gäbe einen Markt für ein „Inside Gesundheitswesen“ …

  31. Für mich heisst es deshalb ab sofort: IP war bis jetzt Inside Paradeplatz aber neu IP gleich Investigative Publishers ! Danke für die wertvollen Einsichten und Analysen von Frau Isabel Villalon. Les Gillette’s Jaunes sont en marche!

  32. Super Artikel, erzählt aber leider nichts wirklich Neues
    Ich hab da mal ein paar Fragen:
    Wir haben doch direkte Demokratie, oder?
    Wir können doch eine Initiave starten, oder? (kommt sie aber von Links, ists ganz übel, oder?)
    Wir könnten die richtigen Leute ins Parlement wählen (2019 Superwahljahr).
    Und kann mir einer hier sagen, wieso Kranken-Cassis Bundesrat wurde?

    Nun, statt sich hier zu echauffieren, wäre es vielleicht an der Zeit, etwas anzupacken, oder?

  33. Auch dieses Desaster haben wir den Linken und Netten zu verdanken. Die sockenstrickende Ruthli Dreifuss hat uns mit dem Obligatorium hier einen schönen, dicken Strick gedreht. Das System ist ein Selbstbedienungsladen, für alle Teilnehmer: von den Spitälern, über die Ärzte, zu der Pharmaindustrie und den NatursektheiltkundefritzInnen, bis hin zum Patienten der wöchentlich seine Seelsorge in der Praxis bezieht.

    Wenn unten zu viel Geld abfliesst, wird oben der Prämienhahn weiter aufgeschraubt. Um die Nebenwirkungen zu lindern, schaufelt der Staat noch kräftig Kohle vom Steuerfranken Berg in das System hinein. Ärztestopp? Dieser Schwachsinn zeigt wunderbar, wie krank das System ist. Oder deckeln wir etwa die Anzahl Pizzeria, damit eine Prosciutto Funghi nicht CHF 57.80 kostet? Eben.

    Es gibt nur eine Lösung: Obligatorium abschaffen und 5 grosse Zentren schaffen, welche «kostenlos» das absolute Minimum abdecken. Ich spreche hier vom Überleben sicherstellen, in 20 Bett Zimmern und Ärzten aus Bangladesch mit einem Fixeinkommen von CHF 80’000. Wer mehr will, soll sich privat versichern. Somit erhält auch das Wort «Versicherung» wieder seine ursprüngliche Bedeutung.

    • Selten so einen Blödsinn gelesen, das Desaster haben wir den Lobbysten im Bundeshaus, wie BR Krankencassis, zu verdanken. Abschottung der Schweiz, dafür zahlen wir die weltweit höchsten Medikamentenpreise, damit die Pharma Milliardengewinne machen kann. Am liebsten wäre es Leuten wie ihnen, dass arbeiten soll, bis man tot umfällt und dann ab in die Kiste. Dann braucht es auch keine teuren Altersheime, keine AHV keine KK. Die eingesparten Milliarden können dann den Militärlis zufliessen, um die verbliebenen Geldsäcke in der Schweiz zu schützen oder neue Spielzeuge (Flügerlis) zu kaufen.

    • Sehr guter Kommentar. Das Obligatorium abschaffen ist das einzig Richtige. Dazu eine Staatliche Krankenversicherung, die zu einer monatlichen Fixprämie (von sagen wir mal 200 Franken) eine rudimentäre Grundversicherung mit begrenztem Leistungsumfang anbietet, der alle beitreten können, die das wünschen. Alle weitergehenden Leistungen müssten über eine Zusatzversicherung abgedeckt werden. So würde der Markt wieder echt spielen und die Abzocke würde beendet.

    • Richtig………. die Hypochonder unter uns Schweizern, und deren sind viele, die tragen auch dazu bei das der Umfang der Prämien immer grösser wird.

      Das Obligatorium ist viel zu vollgepackt mit Leistungen.
      Alternative Medizin, und viele andere Sachen dürften rausgenommen werden.

      Es sollte sich um eine Grundversicherung handeln.
      So war es nämlich auch früher, aber trotz dem Gejammere über die ständig teurer werdenden Prämien, wird immer wieder eine Leistung neu aufgenommen.

      Nein, wir müssen uns auch selber im Zaum halten.
      Wir sind verwöhnt, glauben bei allem man müsse das volle Programm fahren….. mitunter für kleinste Wehwehchen….

      Mich persönlich ärgert das immer öfters, denn ich selber habe in Jahrzehnten kaum Leistungen in Anspruch genommen.
      Aber ich bekomme dafür keinen Rabatt auf meine Prämien.

      Es wäre wirklich angebracht das Obligatorium aufzuheben und viele Leistungen freiwillig zu stellen.

      Alternativ wäre es natürlich möglich, daraus eine Einkommensabhängige Versicherung zu machen.
      Nur, alles Sozialistische lehne ich ab, denn das würde die Dinge nicht verbessern, sondern dazu verleiten die „Reichen“ einfach immer mehr zur Kasse zu bitten, das aber ist kein Weg der funktioniert.

      Wir müssen uns daran gewöhnen das es nicht alles für alle gibt. So wie beim Sport nicht jeder Gewinnen kann, kann es im Gesundheistwesen keine Gleichheit geben.

  34. Die Spitäler kämpfen um jeden Franken! Ha und ein USZ gibt 3Mio. aus für ein neues Logo aus! Mensch leck mich. Ist etwa so wie wenn das ERZ ( Abfuhrwesen ZH ) eine Werbung machen würde in etwa „he Zürcher kauft unsere Gebührensäcke“ wie wenn wir Zürcher einen Kehrichtsack von hinterpfupfinge nehmen könnten. Und fragt sich jemals jemanden warum brauchen wir Spitäler ? Unser System ist echt ne geile Geld-Abzocke-Maschinerie. Ich als Bäcker wünste mir auch eine obligatorische Brotkaufversicherung ! Echt der Hammer für was die Politik so einsteht.

  35. Das ist eben die Korruption in unserem Land. Da lassen sich Leute vom Volch in den NR und SR wählen um sich dann umgehend an den Honigtöpfen der KK füttern zu lassen. Diese Leute sind die Totengräber des demokratischen Staates, sie schaden dem Staat mehr als jeder Terrorist!

  36. Der Anstieg der Krankenkassenprämien zeigt auf eine exponentielle Kurve hin. Dies kann darauf hinweisen, dass das ganze Krankensystem auf sehr vielen und hohen Schulden aufgebaut ist. Das bedeutet, dass die eigentlichen Nutznießer die Banken sind, die von den Zins und Zinseszinsen fett profitieren.
    Eines ist für mich klar, dieses System wird nicht mehr lange funktionieren.

    Dass es fast keine Medikamente mehr gibt, die wirklich heilen, sondern man heute nur noch Symptome bekämpft, kommt noch dazu. Das ganze Gesundheitssystem ist krank.

    Ich möchte das alte chinesisches Modell, wo der gesunde Mensch zum Arzt geht, um Gesund zu bleiben. Denn der kranke Mensch ist teurer zu behandeln, als ein Gesunder, damit er gesund bleibt. Medikamente, die nichts bewirken, müssen nicht bezahlt werden.

  37. Würden Sie bitte Ihr gute Zusammenfassung such jedem Parlamentarier, dem Lobby geschmierten Ständedrat und dem schlafenden Bundesrat einzeln zustellen? Ich komme dafür auch für das Porto auf.

  38. Etwas mehr Eigenverantwortung für das eigene Leben und die eigene seelische und körperliche Gesundheit übernehmen. Nicht gleich jeden Tablettenmüll unbesehen schlucken, der einem aufgeschwatzt wird. Das wäre mein Vorschlag. An gesunden, mündigen Menschen lässt sich weniger verdienen. Das haben nicht nur Krankheitsindustrie und Pharmalobby längst erkannt. Doch wir brauchen gar nicht auf gewisse „Medizyniker“ zu projizieren. Kaum juckt’s irgendwo, will es jeder schnell weg haben und wir rennen von einem „….logen“ zum anderen.

    • Guten Tag Rico Meier,

      Jeder sucht sich das aus, was er in anderen Menschen sehen oder nicht sehen will. Ihre Zeilen manifestieren eine grundlegende Ignoranz. Einig sind sich die Lobbys nur bei Massnahmen, welche noch mehr Geld ins Gesundheitssystem schleusen, oder bei einer Umschichtung von Kosten der Kassen oder der Steuerzahlenden auf die Bevölkerung; soviel zu der Eigenverantwortung. Menschen gehen heute kaum häufiger zum Arzt als früher. Die Zahl der jährlichen Konsultationen eines Arztes der Grundversorgung hat in keiner Altersklasse zugenommen. Nur zu Spezialisten gingen Siebzig- bis Achtzigjährige im Jahr 2017 im Schnitt viermal pro Jahr statt 3,2 mal 10 Jahre vorher. Entscheidend für den Kostenschub ist jedoch, dass jeder einzelne der Besuche in dieser Altersklasse heute zu über achtzig Prozent höheren Kosten führt – wiederum real, also um die Inflation bereinigt.

      Hatten Sie in Ihrem Leben jemals mit kranken Menschen etwas zu tun? Und sind Sie in der Lage aus medizinischer Sicht zu diagnostizieren, ob es sich um einen „juckt’s“ oder etwas ernsthaftes handelt? Mein Rat an Sie: räumen Sie mit vorschnellen Urteilen und anderen Meinungen i.S. bei sich selbst auf.

    • Guten Tag Platon

      Da haben Sie mich wohl grundlegend falsch verstanden. Es liegt mir fern persönliche Krankheitsschicksale zu bagatellisieren, im Gegenteil. Ich plädiere lediglich für mehr Eigenverantwortung.

      Freundliche Grüsse Rico Meier

  39. Der Artikel ist für Personen, welche sich mit diesem komplexen System „Gesundheitswesen“ etwas auskennen, ein Ärgernis. Zahlen weit vom Mittelwert, Extremfälle als Normalfall suggeriert, rundum-Bashing, keine Lösungs-Ansätze… Boulevard-Niveau.

    Einige Kommentare bringen es auf den Punkt.

    Es reicht nicht einfach Ingenieurin zu sein, um hier kompetent mitreden zu können. Sorry, besser den Mund halten.

    • Das ist ja die Masche von Frau Villalon:

      Negative Einzelfälle hochspielen und verallgemeinern. Angereichert mit populistischen Reizwörtern. Und schon hat meine seine Follower aus dem Lager der Frustrierten (weil Materie zu komplex) …
      Populismus pur, ohne faktenbezogene Argumentation.

  40. Was genau hat die Bemerkung in einem Interview „Denkt mal darüber nach, was eine Mindestfranchise von 5000 oder (!) 10’000 Franken bringen könnte (!) … “ mit Automarken auf „Reserviert für Ärzte-Parkplätze“ zu tun? Spätestens, wenn man Personen auf „Süditalo-Schweizerischen Seconda“ oder „08/15 Dorf-Kinderarzt (Alter 68)“ reduziert, so hat das nichts mehr mit serösen Wirtschaftsjournalismus zu tun.

  41. Schuld an den explodierenden Kosten im Gesundheitswesen sind vor allem die Patienten, die sich nicht ausreichend über evidenzbasierte Medizin informieren, sondern sich irgendwas von zumeist narzisstischen Blendern in Weiss erzählen lassen, ohne die Information in der Fachliteratur zu verifizieren. Besonders stossend ist das Verhalten von Chefärzten in Krankenhäusern, die öffentlich finanzierte Infrastruktur als Privatpraxis und -klinik missbrauchen, um dort unzählige unnütze Behandlungen und Ops an Privatpatienten durchzuführen. Hier sollte der Gesetzgeber einschreiten. Insofern haben Ärzte auch viel mit Bankern gemeinsam. In Italien und Spanien ist die Lebenserwartung übrigens höher als in der Schweiz bei nur 30-50% der Gesundheitskosten.

  42. Ich weiß, daß meine Abneigung gegen Ärzte krankhaft ist. Wenn sie mich aber am Leben erhält?
    Michel de Montaigne (1533 – 1592), eigentlich Michel Eyquem, Seigneur de Montaigne, französischer Philosoph und Essayist

  43. Von einem Arzt kann man nicht erwarten, daß er Gesunde sympathisch findet.
    Michel de Montaigne (1533 – 1592), eigentlich Michel Eyquem, Seigneur de Montaigne, französischer Philosoph und Essayist

  44. Karin Keller-Sutter benötigt kein Geld von den Krankenkassen, da diese ja mit 20´000 bis 140´000 CHF pro Jahr nicht sonderlich viel bezahlen können. Die Baloise bezahlte Frau Keller-Sutter 175´000 pro Jahr für ein Verwaltungsratsmandat, plus 5’966 für Vorsorgebeiträge. Siehe u.a.: https://www.derbund.ch/schweiz/standard/nein-das-sage-ich-ihnen-nicht/story/17148765?track. Insgesamt hält oder hielt Frau Keller-Sutter 9 Mandate: http://www.monetas.ch/htm/705/de/Politiker-Suchresultate.htm?pc3Scroll=0x260.79998779296875.
    Es gibt nur einen britischen Schlapphut für die Recherche, Frau Villalon!

  45. War kürzlich in der Notfallstation (nicht wegen einer Bagatelle) und wenn man da sieht, mit welchen Bobos die Leute mitten in der Nacht die Notfallstation füllen, wundert man sich nicht mehr über die Kostensteigerungen. Zumal jedes geössere Dorf ein eigenes Spital mit Vollversorgung will. Allein der Kanton St.Gallen leistet sich 9 Spitäler! (ohne die Privaten, wohlverstanden) jedes im Umkreis vom 20 Minuten erreichbar. Will man mal ein Spital schliessen oder zusammenlegen, laufen die Leute Sturm dagegen. Wählt einfach weiterhin SVP und FDP, dann bekommt ihr was ihr verdient. Jeder Politiker will ein ein gut bezahltes Verwaltungsratsmandat in einer KK oder bei der Pharma. Medikamente sind in der Schweiz bis 4x so teuer wi im Ausland, dank den Lobbysten in Bern.
    Wir leisten uns 1000 verschiedene Kassen und Kässeli, jedes mit einem teuren Verwaltungsrat und noch teureren Ceo’s. Obwohl die Grundversicherung bei allen fast dasselbe kostet. Aber ihr wolltet ja keine Einheitskasse für die Grundversicherung. Nicht jammern, ihr habt die Lobbysten gewählt.

    • Werter Herr Duck, z.Zt. sind m.W. 47 Krankenkassen für die Grundversicherung zugelassen. Und in der Grundversicherung haben alle Kassen den gleichen Leistungskatalog, d.h. sie unterscheiden sich praktisch nur in der Prämienhöhe. Und verfallen Sie nicht dem Irrtum, eine staatliche Einheitskasse (mit mindestens 26 kantonalen Zentren) sei billiger.

  46. Bravo! Bin mit Ihrem Kommentar einverstanden. Nur: Welches kranke System meinen Sie ?

    – Dass unsere Politiker „nebenbei“ noch Geschäftsmänner sind statt Vollzeit Politiker ? oder
    – Dass Ärzte das KK-System „aus“-nutzen ?

    oder gar beides ?

  47. Der Artikel zielt am Thema vorbei. Symptombekämpfung bringt das Gesundheitswesen nicht weiter, trotzdem wird genau das gemacht. Alle Bereiche, welche die Politik steuert (Landwirtschaft, Verkehr, Energie, Gesundheit ….) dürfen keinen Anspruch auf gute Strukturen und Effektivität haben weil Politik opportunistisch ist. Im Gesundheitswesen ist seit langem klar, welche Strukturen zu besserer Versorgung der Patienten und zu deutlich niedrigeren Kosten führen. Bloss: diese scheitern an den Kantonsgrenzen und an der Politik. Also liebe Steuerzahler: ziehen wir uns weiter warm an, denn die Zeche bezahlen wir sowieso.

  48. Sehr geehrte Frau Villalon,

    Gute Arbeit, weiter so. Kosten treibend sind Medikamente und Spezialärzte. Das System ist ernsthaft krank und macht krank. Seit 2010 werden sehr viele Krankenhaus-Patienten, die vorher dort übernachten mussten, ambulant behandelt. Die Kosten der ambulanten Spitalversorgungen haben sich auf über 2,6 Milliarden Franken verdoppelt ohne das die stationären Kosten gesunken sind. Lösungskonzept: Einheitskasse für Grundversorgung (System Suva), Leistungskatalog der Grundversicherung auf dem Prüfstand stellen. Die pharmafreundliche Zulassungspraxis der Swissmedic unter der Lupe nehmen. Pharma strebt nach Gewinn, nicht nach Gesundheit! Krankenkassen-Prämien offiziell als ausgewiesenen Kosten in die Teuerung einfliessen lassen.

    @Anonym,

    Sie schreiben Zitat:
    „Die wahren Kostentreiber sind die Patienten, welche wegen jeder Bagatelle auf den Notfall rennen.“
    Ende Zitat.

    Und Sie sollen Arzt sein?

    • Bitte zitieren Sie mich korrekt, der Absatz war dort noch nicht zu Ende. Der grösste Teil der Kosten fällt in den letzten Lebensmonaten an, dass die Leute wegen Bagatellen auf die Notfallstation rennen ist exemplarisch für die veränderten Patientenansprüche, welche sich in allen Bereichen des Gesundheitswesen zeigen und so wesentlich zu höheren Kosten beitragen.

      Die steigenden Kosten im Gesundheitswesen sind ein deutlich vielschichtigeres Problem als dass es die Autorin mit dem populistischen,schlecht recherchierten Artikel darzustellen versucht.

  49. Ooops, nun ist IP ganz tief in der linksfaschistisch-planwirtschaftlichen Ecke angekommen.

    Die aufgezeigte Misere ist natürlich real aber hat nichts mit den Einkommen der Ärzte zu tun sondern mit dem planwirtschaftlichen System an und für sich dass wir überwiegend Rot-Grün zu verdanken haben.

    Zuerst lässt man sich vom Steuerzahler die ganze Ausbildung finanzieren um danach in der geschützten Werkstätte sich garantiert die Taschen füllen zu können – wenn das kein Kommunismus ist.

    Dasselbe gilt ja auch für einen grossen Teil der Juristen und Geistes“wissenschaftler“, die als Abzockerbeamte bei irgend einer staatlich geschützten Werkstätte unterkommen weil die Privatwirtschaft für solche schwachsinnigen Ausbildungen kein Bedarf hat.

    …wieso die wohl alle Rot-Grün wählen?

  50. Letzthin hatte ich mir eine Mittelohrentzündung eingefangen.
    Da mein letzter Arztbesuch über 25 Jahre zurückliegt war mein Hausarzt zwischenzeitlich nicht nur pensioniert sondern auch bereits verschieden. Ich kontaktierte sämtliche Ärzte, alle weigerten sich. Nicht etwa weil sie überarbeitet waren, sondern weil ich als gesunder Gelegenheitspatient uninteressant bin – den schnellen und grossen Mammon verdienen Ärzte mit chronisch kranken Weicheiern, die wöchentlich vorbeikommen und sich vom Arzt jede Krankheit aufschwatzen lassen. Eine Praxis wo ich gleich persönlich vorbeiging war fast leer. Auf die Frage warum er mich nicht nehme und was aus meinem Ohr wird bekam ich die schnodrige Antwort, sei ihm doch egal.
    Am liebsten hätte ich das Medikament direkt selber gekauft, aber dank der fleissigen Ärztelobby läuft ohne Verschreibung gar nix.
    Am Schluss musste ich in’s Kantonsspital in den Notfall. Die Wucher Rechnung für einmal kurz ins Ohr kucken und das Rezept verschreiben – 500 Franken! Musste ich alles selber berappen.

    • Wegen Herz-Rhythmus-Störungen suchte ich 2016 eine kleine Privatklinik in Kreuzlingen (TG) auf und wurde nach einiger Wartezeit sehr kurz über meine Beschwerden, dann jedoch länger über Details meiner Lebensumstände, und dann (eingehend) über meine Vermögensverhältnisse befragt. Der „Chefarzt“ und sein Assistent zogen sich danach kurz zurück und beauftragten eine Hilfskraft, bei mir den Blutdruck zu messen. Das Ergebnis 220:144. Das wunderte mich, hatte ich doch erst zuvor zu Hause den zweifellos zu hohen Blutdruck 168:118 gemessen. Ich kam dann an ein Analysegerät zur Herzfrequenz, wo mir nach eingehender Untersuchung mitgeteilt wurde, daß man eine Unregelmässigkeit festgestellt hatte. Schnell waren wir am Oszilloskop, wo mir als Naturwissenschaftler beigebracht wurde, daß wohl einzelne Nervenstränge unterschiedliche Impulse an die Herzkammern weitergaben. Mir wurde zu verstehen gegeben, daß ein entsprechender mittelfristig zu behandelnder chirurgischer Eingriff bevorstand. Während dieser Prozeduren, die insgesamt 4,5 Stunden dauerten, sank meine Stimmungslage auf Null und der Blutdruck auf nahezu sagenhafte Werte, jedenfalls gefühlt war mir so, ich war mehr tot als lebendig.
      Ich schloß buchstäblich mit dem Leben ab und wunderte mich, daß ich nach der Prozedur noch allein nach Hause fahren sollte.
      Aber das erschien den Herren unbedenklich.
      Am nächsten Tage recherchierte ich im Internet über die behandelnden Personen und stellte fest, daß der „Chefarzt“ bei einer anderen Herzklinik in Kreuzlingen hochkant rausgeflogen war, weil er eine in Deutschland vorgeschaltete „Versorgungsfirma“, die billige tschechische Herzkatheder an seinen vorherigen Arbeitgeber zu überhöhten Preisen weitergab, nicht mehr decken wollte. Im Verlauf stellte sich heraus, daß die Versorgungsfirma den Inhabern der Kreuzlinger Großklinik gehörte. Nachgewiesen wurde, daß Patienten teure Spitzenprodukte berechnet wurden und billige Einheiten eingesetzt worden sind.
      Die Versorgungsfirma war offenbar nur zu dem Zweck gegründet worden, Gewinne der Schweizer Herzklinik vorab abzuschöpfen und die Herstellungsqualität und die Herkunft der verwendeten Materialien zu verschleiern. Die Rechnungen an die Patienten wiesen deshalb immer 1a-Produkte aus, mit Kathederpreisen von SFr. 9.000.- aufwärts, während die eingesetzten Katheder aus dem Ostblock für SFr. 2.400.- zu haben waren.
      Ich entschied mich, die Behandlung nicht weiterzuführen und stornierte den nahen nächsten „Behandlungstermin“ unter dem Vorwand, einen Trauerfall in der Familie zu haben. Wenig später flatterten mir Rechnungen in fast fünfstelliger Höhe in Haus, es wurden seitenlange Positionen meiner Behandlung aufgelistet, allein die erste Abrechnung umfasste 127 Einzelpositionen auf elf DIN A 4 Seiten, die ich als Nichtmediziner nicht identifizieren konnte und deshalb anstandslos bezahlte.
      Eine Behandlung bei einem mir persönlichen bekannten Stuttgarter Kardiologen erbrachte kurze Zeit später das erstaunliche Resultat, das das Herz absolut in Ordnung sei und ein geringfügig erhöhter Blutdruck unbedenklich wäre. Allerdings wurden nur noch 138:88 festgestellt und der in Kreuzlingen gemessene Wert von über 200 als „wenig wahrscheinlich“ abgeurteilt, zumal ein 7-Tage-EGK am Körper nie auch nur in die Nähe dieses Wertes kam.
      Später fiel mir dieser Bericht in die Hände:
      https://www.kreuzlinger-zeitung.ch/2013/11/08/herzklinik-skandal-weitet-sich-aus/
      Wenn ich an die wenigen „Patienten“ denke, die teilweise alt und gebrechlich und somit physisch und psychisch schwer angeschlagen, diesen Laden in der Stadtmitte von Kreuzlingen aufsuchen, so bezichtige ich mich fast schon selbst, dagegen nicht mehr unternommen zu haben. Mir ist noch ein älterer Mann in Erinnerung, den ich damals in einer Behandlungspause im Wartezimmer kennengelernt habe und dem es wirklich nicht gut ging. Vertrauensvoll sprach er von „herausragender“ Leistungen des Ärzteteams, obwohl es ihm augenscheinlich schon seit Monaten immer schlechter ging. Er teilte mir mit, daß er jeden Tag zur Kontrolle in die „Klinik“ ging, später holte ihn ein schwarzer Mercedes mit Chauffeur ab. Ich hätte den Mann ausfindig machen müssen und ihm meine Beobachtungen mitteilen müssen.
      So überliess ich ihn den gierigen Klauen dieser eiskalten Hyänen, denen der hippokratische Eid wahrscheinlich nicht mehr bedeutet als eine unbequeme aber notwendige Formalität.
      Das kann ein Einzelfall sein.
      Nur wenige Kilometer weiter steht die Münsterlinger Klinik, die mir und meiner Familie in mehreren Fällen zur Seite stand und regelmässig einwandfreie Leistungen erbrachte, sowohl in medizinischer als auch menschlicher Hinsicht.
      Die Abrechnungen waren allerdings genauso undurchsichtig, einmal 120 Positionen für eine Knieoperation von 28 Minuten, mit 5,5 tausend Stutz insgesamt.
      Unser Gärtner erhält SFr.35.- für jede halbe Stunde, und der bringt seine Instrumente auch jedesmal selber mit.

  51. Frau Villalon gibt zwar gemäss Überschrift dem System schuld, greift dann aber auf populistische Weise einen Berufsstand an, dem sie unterstellt, mit ihren Porsche Cayennes die Parkplätze vor Spitälern zu benutzen.

    Solche populistischen und bewusst manipulativen Statements sind einer sachlichen Auseinandersetzung nicht förderlich. Sie zeugen von Neid und Missgunst.

    Bevor Sie Ärzte angreift, soll sich die Autorin zuerst selbst über die Arbeitszeiten, Arbeitsbedingungen und Verhältnisse in öffentlichen Spitälern vor Ort orientieren.

    Im übrigen soll sie Ihr Anliegen bei jenen deponieren, die für die Rahmenbedingungen in diesem Land zuständig sind, nämlich bei unseren gut bezahlten Politikern, die diesbezüglich seit Jahren nichts mehr tun.

  52. „Mittlerweile gleichen vor jedem Spital die „Reserviert für Ärzte-Parkplätze“ den Parkplätzen der Generaldirektion schweizerischer Grossbanken: lauter Porsche Carreras, Aston Martins und deutsche Nobelkarrossen mit dem Zusatz AMG und M-Sport.“

    Nota bene wird das dazu notwendige Medizinstudium fasst vollständig von der Öffentlichkeit finanziert. Heute zu Tage machen Frauen ca. 60% der Medizinstudierenden aus. Dies ist grundsätzlich kein Problem, falls sie später in der Tat auch 100% Stellen antreten. Fakt ist, dass ein grosser Teil der Ärztinnen Teilzeit arbeitet. Dies bedeutet, dass wir drei Frauen ausbilden müssen um 2 Vollzeitstellen zu besetzen. In den USA, arbeiten Ärztinnen in der Regel auf 100% Stellen. Sie müssen dies auch, da sie die Kosten in der Höhe von USD 100’000 plus für Ihr Medizinstudium abbezahlen müssen….. Vielleicht müssten wir uns über einen Systemwechsel Gedanken machen.

    • Das ist ja überall so, in der Betriebswirtschaft, Jus, im Banking… So what. Dort treten auch viele keine Vollzeitstellen an. In der Medizin noch weniger, weil das dort oft nicht geht und 80-Stunden-Pensen üblich sind. Wollen Sie den Frauen das Studieren verbieten? Btw, solche Karrossen habe ich vor Spitälern jedenfalls noch nie gesehen. Was ist dieser Artikel für ein „Journalismus“, eher eine seichte Neid-Hetze gegen andere und mit abgedroschenen Klischees und Binsenwahrheiten gespickt. Soll doch jeder mit seinem Geld machen was er will, wenn jemand einen meist noch geleasten Porsche fährt ist es dem seine Sache. LH sollte solche Elaborate nicht mehr veröffentlichen, das sollte ein Finanz-Blog bleiben und nicht ein Wischiwaschi-Forum werden, wo alle frustierten Wutbürger(innen) sich ihren Frust von der Seele schreiben dürfen.

  53. Sehr guter Artikel! Nur noch ein Zusatz: die „Antwort“ liegt nicht nur in Bern, sondern auch beim sehr devoten Schweizervolk, das sich immer allea gefallen lässt. Die Frauen in den Banken nehmen devot ihre billige Degradierung zu team-„Assistentin“ hin mit schlechter Bezahlung (nix Lohngleichstellung) und das Volk nimmt demnächst devot 10‘000 Chr Krankenkasseprämie und 20‘000 CHF Pflegekosten für die dementen Eltern pro monat hin. Lachhaft, schlechter Witz. Die Franzosen wären schon längst auf die Barrikaden mit gelben westen und würden das Berner Bundeshaus stürmen. Das Schweizervolk lässt alles mit sich machen,auch wenn die Krankenkasseprämie sich verdreifachen würde morgen würden alle brav zahlen mit Faust im Sack statt Gelbweste. Die Berner Politiker wissen das und nutzen es schamlos aus mit diesen Filz/ bestechungsmandaten der Gesundheitsbranche. Krankes System!

  54. Ja warum ist es so?

    Weil die Menschen krank gehalten und gemacht werden sollen.

    Die hohen Gehälter sind quasi Schmerzensgeld für die Ärzte die wissen, dass sie keine Krankheitsursachen heilen sondern nur Symptome unterdrücken und so langfristig für noch mehr Krankheiten sorgen.

    Dazu gibt es unzählige Kurse und Vorträge von der Industrie die ihnen klarmacht, dass nur Pharmaerzeugnisse (also extrahierte und chemisch behandelte Einzelteile meist natürlicher Pflanzen) und nicht Pflanzen heilen sollen.

  55. „Wie können Leute, welche im Solde deren stehen, die sie beaufsichtigen und im Interesse der Schweizer Bevölkerung korrigieren sollten, sich selber beaufsichtigen?“
    In der direkten Demokratie Schweiz wird wie auch in diesem Text berichtet, der Lobbyist Bundesrat, und noch nicht mal vom Volk gewählt.

  56. Hier eine kurze Auslegeordnung von Vorschlägen wie einige unserer Parteien eine Lösung vorschlagen:

    Krankenkassenprämien
    SVP:
    voller Steuer-Abzug der Prämien. Bringt pro mittelständische Familie einige hundert Franken weniger Steuern, löst aber das Problem nicht. Aktueller Stand der Debatte: Schweigen.

    FDP:
    setzt auf vermehrte Eigenverantwortung und sieht die Lösung im Abbau obligatorischer Versicherungsleistungen. Will heissen, dass der Patient für bestimmte Leistungen (inkl. stationär) zum Selbstzahler wird. Mit entsprechendem Abzug bei den Steuern.Ein System für die Reichen. Aktueller Stand der Debatte: Schweigen.

    CVP:
    Prämien sollen nicht stärker steigen als Löhne. Ob Real- oder Nominallöhne gemeint sind ist offen. Ob, wie und wann die Initiative kommt ist ebenfalls offen. Aktueller Stand der Debatte: Schweigen.

    SP:
    Mit einer Initiative wollen die Sozialdemokraten eine Obergrenze von zehn Prozent des verfügbaren Einkommens setzen. Aktueller Stand der Debatte: Schweigen

    SCHWEIGEN heisst hier: Heisse Luft und nichts mehr als WAHLKAMPFSTRATEGIE.

    Und dann von Neuem:
    Aussitzen und Vortragen auf neue Legislatur.
    Das ist offenbar das CH-System für heikle Problemlösungen.

    Falls die Parteien meinen, ihre Sicht sei hier nicht richtig wiedergegeben, sollen sie sich doch hier auf IP erklären.

    • Genau so sieht es aus.

      Um den Filz zu stoppen schlage ich folgendes vor:

      National und Ständeräte dürfen max. 8 Jahre amtieren. Danach müssen diese mind. 4 Jahre pausieren und können dann wieder antretten.

      Unser System ist „krank“!!!

  57. Super Artikel! Diese KK gehen mir schon seit langer Zeit auf den Zeiger.

    Diese Abzocke sollte endlich mal gestoppt werden.

    Tja, das Problem ist und bleibt die äusserst starke Macht der KK im Bundeshaus. Alle Politiker, die finanziell davon profitieren, sollten sich was schämen!!!

    Schlussendlich ist es wieder einmal die Gier…

    PRO EINHEITSKASSE! ✌️

  58. Gut gebrüllt, Löwe!
    Doch leider lesen die vielen dummen Krankenkassenprämienzahler lieber 20minuten und anderen Schund als Ihren Beitrag hier in IN$IDE PARADEPLATZ.

  59. Lieber Herr Hässig,
    Bitte halten Sie sich doch an Fakten, die Sie verstehen. Wenn Sie kolportieren, dass jeder Hausarzt ein Durchschnittsgehalt von Fr. 250’000 p.a. beziehen soll, bitte ich darum, auch einmal einen Blick auf deren Präsenzzeit zu werfen. Ich weiss hier aus meinem Freundeskreis doch Bescheid. Die Pensen liegen deutlich über dem Niveau der Finanzindustrie. Mit Ihrem Artikel wird nur Neid geschürt.

    • Gehe mit Ihnen einig. Die Löhne in der Finanz- (und der Pharmaindustrie) sind noch um einen Faktor x abstruser.

    • Ach was: Seit mir ein guter Freund (Arzt) erzählt hat, dass er sogar Schlafenszeit im Spital als Arbeitszeit abrechnen kann, glaube ich von den Ärzten gar nichts mehr.
      Fakt ist: Tarife müssen sofort per Notrecht 20% gesenkt werden.
      Für den Porsche reicht es dann auch noch.

    • Lesen ist richtig schwierig…überlegen Sie sich mal, was Sie gerade geschrieben haben…Augen auf und schon (würde) es klappen..

    • Ex/Krankenschwester mit Porsche Cayenne. Diese Damen verstehen ausnahmslos wie gestresste Aerzte dazu benützt (ausgenutzt) werden sich in eine Wohlfühl-Oase zu hieven. Dass es dannn oft nicht dabei bleibt ist nur eine Frage des Fortkommens. Solche Weiber kommen oft nicht nur zum ersehnten Schweizer Pass, sondern belasten einige Zeit später unser einmaliges Sozial-System. Falls erforderlich einklagbar mit einem Winkel-Anwalt. Gruss in die Ukraine und Ost-Europa. Frau Villalon übernehmen Sie.

  60. Kürzlich wurde mir von der KK mitgeteilt, dass im Ausland gekaufte rezeptpflichtige Generika nicht mehr rückvergütet werden können, obwohl sie dort bis 75% billiger sind. Offenbar hat sich die von Ihnen beschriebene Pharma-Lobby in Bern zulasten der Patienten und KK durchgesetzt. Aus der Win-Win-Situation wird ein zusätzlicher Druck auf die KK-Prämien mit Richtung nach oben resultieren.

    • Kleines Beispiel aus der Praxis:
      Mein Vater benötigt Blutverdünner (Thrombozytenaggregationshemmer) und bekommt dafür ASS (eigentlich nur Aspirin).
      Kosten in der CH: eine Packung ab CHF 8.90 (bis 14.50)
      Kosten in D: € 3.38 (können auch 4.17 sein)

      Unterschied: Packungsinhalt in CH 10 Stk, in D 100 Stk!!!!

      Man rechne! Die teure deutsche Pille kostet genau 5.39% der günstigsten CH-Pille oder ein Achtzehntel! Danke Ruth Dreifuss!

  61. Trifft genau den Punkt. Bin selber aus einer Ärztefamilie und kann das geschilderte nur bestätigen. Schauen sie sich in Zermatt, Davos, im Engadin und anderen exklusiven Skigebieten um wie viele der Liegenschaften Ärzten gehören und trotz angeblicher 80 Stunden Wochen oft während drei bis vier Tagen pro Woche (vom Arzt) bewohnt werden.

    Helfen würden Vertragsfreiheit für die KK, mehr Eigenverantwortung der Patienten mittels langfristigen Anreizen (Bonus/Malus). Beides nicht im Interesse der Gesundheitsindustrie (eigentlich Mafia) und darum im Parlament chancenlos.

    • und gleichzeitig das Versicherungsobligatorium abschaffen, da es sowieso nie sanktioniert wird. Franchise mindestens 5000 Franken. Nur die grossen Risiken sind versichert. Kinder sind aber gratis dabei, denn sonst wird auf deren Rücken gespart.

    • Wir reden hier nicht von Luxusmedizin, die ohnehin nicht nötig ist. Dort haben wir es mit Privatversicherern zu tun.

      In diesem Beitrag hier wird über die Kosten der med. Grundversorgung mehr oder weniger sachlich argumentiert. Wobei – wenn man die Kommentare hier liest – die wenigsten den Zusammenhang zwischen Prämien und Grundversorgung verstanden haben.
      Daher: Reines Stammtischgeplänkel mit hochstilisierten Einzelbeispielen, die nichts mit dem Grundproblem zu tun haben.

  62. Bin froh wenn das krumme lobbysystem thematisiert wird. Ich denke es ist bezeichnend, dass der konsumentenverband über die jahre so stark an macht und einfluss verloren hat aber dafür die interessenverbände der industrie die wahren puppenspieler sind.

  63. Dieser Artikel strotz vor Populismus und schlechter Recherche. Billige Stimmungsmache.

    – Kinderärzte sind mitunter die schlechtest bezahlten Ärzte in der Schweiz.
    – Medizin ist deutlich komplexer als 2 Pillen und Kontrolle in einer Woche.
    – Finden Sie 250’000/ im Jahr für 6 Jahre Studium und mind. 6 Jahre Sklavenarbeit (um mich Ihrem Schreibstil anzupassen) zu viel?
    – Liefern Sie Beweise, vor welchem Spital findet sich so ein Fuhrpark?
    – Die wenigsten Ärzte verdienen die von Ihnen erwähnte Million, mit etwas Recherche wäre dies zu eruieren kein Problem gewesen (ca. 140).

    Als Assistenzarzt habe ich Mühe für 6500 Chf/ Monat (brutto) mind. 60h pro Woche, 7 Nächte und 3 Wochenende pro Monat zu arbeiten und dann eine durch solche Artikel unterstützte Geringschätzung zu erfahren.

    Die wahren Kostentreiber sind die Patienten, welche wegen jeder Bagatelle auf den Notfall rennen, sofort teure Bildgebung bzw. umfassende Untersuchungen fordern und mit 87 noch Kosten von eingen Hunderttausend generieren um 2-3 Monate länger leben / leiden zu können. Dazu die Übernahme von Leistungen durch die KK deren Wirksamkeit nicht bewiesen ist, demokratisch gebilligt.
    Wenn das die Medizin ist die ihr wollt zahlt gefälligst auch dafür.

    • Populismus und schlechte Recherche! Ein Übel kommt selten allein

      «Will mich jetzt meine Versicherung entsichern?»
      Peter Rothenbühler schreibt jede Woche Persönlichkeiten, die aufgefallen sind. Dieses Mal CSS-Chefin Philomena Colatrella.
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      © Peter Mosimann/Sonntagsblick
      Radikalkur für kranke Krankenkassen? CSS-CEO Philomena Colatrella hat eine Idee: die 10 000-Franken-Franchise!
      Liebe Philomena Colatrella

      Sie haben recht. Es braucht völlig neue Ideen zur Senkung der Gesundheitskosten und vor allem der Krankenkassenprämien. Ich frage mich aber, wie christlich und sozial der Vorschlag ist, den Sie in die Luft geworfen haben, die Mindestfranchise der Versicherten von heute 300 auf 5’000 oder gar 10’000 Franken anzuheben.

      Ist das Ihr Ernst oder nur eine Petarde, um Aufmerksamkeit zu erregen? Letzteres ist Ihnen gelungen.
      Alle wissen jetzt, dass die CEO der christlich-sozialen Krankenkasse CSS fast so heisst wie die Kollateralschäden, die sie mit ihrem Hammerschlag (im «SonntagsBlick»-Interview) ausgelöst hat: Den Leuten wird angst und bange. Die fragen sich: «Will mich jetzt meine Versicherung entsichern?» Die meisten würden doch bei einem solchen Selbstbehalt einfach nicht mehr zum Arzt gehen, was ja – wie Sie wissen – die Kosten im Gesundheitswesen eher erhöhen würde: Wer zu spät zum Arzt geht, wird teuer.
      Die Realität Ihrer Kunden
      In den schönen Werbekampagnen Ihrer CSS werden «Geschichten erzählt von Menschen, die sich die Mühe nehmen, sich in andere einzufühlen, und dadurch ihre Wertschätzung zum Ausdruck bringen», die «für Geborgenheit sorgen», «Verständnis zeigen», «mit Rat zur Seite stehen».
      Was mich betrifft, bin ich zurzeit eher ratlos und kann für Ihre

      Vision kein Verständnis zeigen. Bundesrat und Parlament haben schon grosse Mühe, den tiefsten Selbstbehalt von 300 Franken auch ganz wenig zu erhöhen, weil das für viele Menschen eine finanzielle Zumutung wäre.
      Vielleicht sollten Sie sich doch einfach mal die Mühe nehmen, sich in die Realität Ihrer Kunden einzufühlen.
      Mit freundlichen Grüssen
      Peter Rothenbühler

    • 250`000 ist mehr als 99% der Leute in diesem Land verdienen.
      Und auch in anderen Branchen wird viel gearbeitet. Jammern sie mal einem Koch das vor, der für 5`000 Franken in der Küche steht, und über Zwangsabgaben dem Arzt seinen Porsche zahlt.
      Also: Ja, ist viel zu viel. Per Notrecht die Tarife 20% runter.

    • à propos schlechter Recherche…
      Die Lohntabelle des VSAO ZÜRICH:
      https://www.vsao-zh.ch/wp-content/uploads/2016/02/vsao_besoldung_download.pdf

      „Als Assistenzarzt habe ich Mühe für 6500 Chf/ Monat (brutto) ..“ = 0-12 mt nach StaatsEx. GAV-Spitäler Klasse 19, Lohnstufe 1 94’109 brutto. Nach 5 Jahren 111’925 = 18% Lohnsteigerung.

      Nacht-/Wochenendarbeit haben auch andere Berufsgruppen und die verdienen dann massiv weniger.

      Also, lassen wir die Kirche im Dorf. Ärzte leisten Ihren Beitrag und es sind auch nicht die Assistenz/Oberärzte im Spital, welche das beschriebene Bild prägen.
      Dass etwas falsch läuft, ist doch wohl allen klar.

    • Sie schreiben klar, präzis und vielleicht haben Sie sogar recht…
      Ihre Schlussfolgerung gefällt mir und ich habe mich gerade gefragt, wieso soviele Menschen genau für eine Standard Grippe, jedes Jahr das gleiche, noch zum Arzt gehen? Und sind viele…
      Aber eben, ich zahle jedes Jahr diese horrende Prämien, gehe ich nie zum Artz aber sie wissen selber, wenn der Preis zu hoch steigt, dann wollen die Kunden auch leistungen…und das ist der Teufelkreis…Gesundheit sollte nicht teuer sein…und gerade Mönche, alte Leute können das beweisen: das genug Gesund zu leben! Klar, dann gibt vielkeicht diese 30 % von schwere Krankheiten, von seltene Krankheiten, die wirklich brauchen und kosten auch. Für das wäre eben die KK gebaut und als Risikopool gestattet. Somit die heutige KK- System ist selber Krank, wie Frau Villaron trotz übertriebene Annahmen sehr gut darstellt…

    • Die 250’000 pro Jahr für 6 Jahre Studium und mindestens 6 Jahre Sklavenarbeit sind deutlich zuviel. Sie können auch ihre 5-6 Jahre BWL oder JUS studieren. Die Sklavenarbeit ist im Anschluss dieselbe. Hallo Big4 und Grosskanzleien. Nur hört diese nicht nach 6 Jahren auf, Sie geht permanent weiter und die 60 Stunden Wochen sind dort ebenfalls Alltag bis zum Direktor/Partner. Nur verdient man dort bei weitem keine 250k bis zur Stufe Direktor/Partner.

      Der Fuhrpark lässt sich übrigens problemlos beim Unispital Zürich oder auch beim kleinen Spital in Männedorf begutachten.

      Die Kosten sind sicherlich teils den Bagatellen zuzuschreiben. Ein weiterer grosser Teil der Kostentreiber liegt in den exorbitanten Medikamentenpreisen, ständig wiederholte Untersuchungen um teure Geräte abzuschreiben und den immer mehr werdenden Zwischenhändlern.
      Warum ein MRI aus Basel nicht gut genug ist für Zürich oder umgekehrt wissen nur die Ärzte. Wieso eine Kantonsapotheke ausgelagert wird und die Kosten für verschwendete Medikamente sich verdreifachen, dass wissen nur die Beteiligten.

      Nein ich habe grossen Respekt vor dem Beruf eines Arztes. Doch ist es mittlerweile nichts anderes als ein Selbstbedienungsladen geworden und hat nichts mehr mit dem Interesse an der Gesundheit des Menschen zu tun.

      Es grüsst freundlich ein Wirtschaftsprüfer der mit einer Ärztin verheiratet ist.

    • Endlich mal ein Fachmann der Klartext spricht. Meine Erfahrung im Bekanntenkreis ist auch, Zehntausende rennen zum Arzt weil sie mindestens so viel rausholen wollen aus der Krankenkasse wie sie einbezahlt haben. Und Zehntausende stopfen die Wartzimmer voll, die noch nie einen Franken einbezahlt haben. Von da her ist die Erhöhung der Francise wohl richtig.

    • Im Spital Wetzikon findet man einen solchen Fuhrpark – z.B.
      Der Herr Oberarzt kam jeden Tag mit einem anderen (nicht unter 200TCHF-Wagen) zur Arbeit. Mein ehemaliger Frauenarzt fuhr einen Porsche (wenn er alleine unterwegs war) und einen Maserati (für die Familie). Ich missgönne ihm das nicht – aber man muss nicht abstreiten, dass es so ist. Und auf der anderen Seite können Familien sich die Prämien kaum noch leisten!
      Ich wiederum musste für meinen Arzt 4500 CHF selber zahlen, damit er meinen Rücken operiert (und dies nach 6 jahren ununterbrochenen Schmerzmittelgebrauch, weil ich immer gearbeitet habe und den Tag sonst gar nicht hätte bewältigen können)! Noch Fragen?

    • Assistenzaerzte machen einen Superjob – keine Frage.
      Trotzdem rechtfertigt dies die Loehne in der spaeteren Phase kaum. Und wer hat die Ausbildung bezahlt? Wir die Steuerzahler

    • Anonym hat teils recht. Aber wollen wir auch darüber reden weshalb wir uns ständig über Fachkräftemängel beschweren. Die gibt es gar nicht. Alles nur erfunden eine riesen Lüge. Hier wirkt die Politik respektive unser Lobbysystem um deren Löhne zu schützen….

  64. wow, das sind mal klare worte! warum hört man die in der öffentlichen diskussion nie, sondern immer nur, dass von den patienten halt immer nur die beste leistung verlangt werde? dranbleiben frau villalon!

  65. traurig…aber wahr….

    alle wissen es… und trotzdem passiert nix…

    es geht uns immer noch viel zu gut. aber vielleicht gibt es bald mal die rothemden mit weissem kreuz…

  66. Allein schon das Lesen des Textes lassen bei mir wahre Lustgefühle entspringen. Und zum Inhalt: Je mehr Aerzte, desto krankkaputter die Gesellschaft…trifft übrigens auch auf Rechtsanwälte zu.

  67. Unter anderen auch aus diesem Grund verzichte ich im Herbst einen Wahlzettel in die Urne zu werfen. Die nennen sich Volksvertreter, in Tat und Wahrheit sind sie Wirtschaftsvertreter. Im Jahre 2040 bin ich im Rentenalter, wie soll ich diese Prämien dann bezahlen wenn die Renten bis dann nach unten sprich Umwandlungssatz, angepasst worden sind ?

    • Nun, wenn Sie die wählen haben Sie denen den Auftrag gegeben Sie zu vertreten.

      Also sind es die Volksvertreter der Wähler.

      Nicht nur das, sondern mit Gesetzen und Regelungen über Ihr Leben zu bestimmen.

      Und mit der Wahl stimmen Sie gleichzeitig auch dem ganzen Polit-System zu.

    • @ Felix Heinzer – Boykott der eidgenössischen Wahlen ist so ziemlich die abwegigste Reaktion, um der immer schlimmer werdenden Gesundheitskostenmisere in unserem Land entgegenzuhalten. Mit Ihrer Stimmabstinenz tragen Sie bloss dazu bei, dass sich in unserem kranken Gesundheitswesen auf absehbare Zeit nichts ändern wird. Informieren Sie sich vor dem Wahltermin besser eingehend über die Interessenbindungen eines jeden für Sie zur Wahl in Frage kommenden Kandidaten und wählen Sie dementsprechend. Eine vorgängige Kandidaten-Triage wäre hilfreich, z.B. im Sinne des konsequenten Aussortierens aller Kandidaten jener Parteien (naturgemäss vorab der bürgerlichen – FDP. SVP & CVP), welche sich seit Jahr und Tag zum Schaden der durch die unablässig steigenden Prämien gebeutelten Krankenkassenprämienzahler einseitig für die Interessen der Versicherungslobby, der Ärztelobby und der Pharmaindustrie stark machen.

    • Das ist für Sie Journalismus? Guet nacht am föifi!

      Journalismus heisst, Fakten aufzeigen, mit Quellen belegen, objektiv Argumente abwägen, beide Seiten beleuchten.

      Dieser Artikel ist ein Blogeintrag, aber sicher kein Journalismus.

  68. Sehr geehrte Frau Villalon
    Ich finde Ihre direkte Sprache gerade in Sachen Krankenkassen sehr gut.Es ist kaum zu glauben wie viele Politiker sich bezahlen lassen um das Volck hinters Licht zu führen! Bitte schreiben Sie eine Liste mit jedem/r Politikerperson die sich von KKs bezahlen lässt und wieviel. Das sind doch maffiöse Zustände und da könnte Italen noch lernen!Auch sind die Löhne der Direktionen von den KKs viel zu hoch, denn sie tragen ja keine Verantwortung für ihre KK.Also Herr BR Berset setzten Sie den Hebel an und unterbinden Sie diese Räubereien auf das Volck.Danke.

  69. Tja Links und Grün wollen immer mehr für Ihre Wählerschaft.
    CO2 neutral sein, da müssen halt ältere Häuser wo billige Mieten
    haben durch Neubauten ersetzt werden, leider fast unbezahlbar. In der KK wird noch dies und das aufgenommen und alle dürfen sofort und für jedes zum Arzt, auch ne mini Franchise wo teure Monatsprämien haben, bestärken die Leute “ schliesslich bezahle ich so viel da will ich auch was davon haben, und gehe eben sofort zum Arzt“. Wo früher mal ein Tee getrunken wurde oder mal die Zähne zusammengebissen, ist es Heute ein Arztbesuch.
    Und das ganze wird noch Staatlich zementiert. Alle „Aufgenommenen“ haben eine KK und die lernen “ brauchst du was so bekommst du es“ genauso ihre Kinder, die wachsen mit einer Selbstverständlichkeit auf das ist unglaublich. Aber solange nicht der „Konsument“ dafür bezahlt ist es doch gleich. Wieso soll ich sparen? die Prämien steigen ja je! Und nebenbei auch Ärzte machen viele Kontrolluntersuchungen da fragt niemand was ist die Konsequenz. Ein Bekannter hat mir erzählt, das seine Frau eine beginnende Demenz hat, und Ihr Arzt dies abklären will, ihr Mann sagte nein, was ist die Konsequenz wenn sie eine hat? machen kann man da je nichts. Ja der wird durch unser Gesundheitssystem nicht belohnt ! ist schliesslich einer der dem Staat nie auf der Tasche lag. Und was niemand aufregt ist der „Gesundheists-vörderbeitrag“ wo monatlich automatisch mit auf der Prämie ist.
    Klar es wird vermutlich argumentiert sind ja nur 6.- Fränkli sind aber mal 12 mal 8 Mio. Einwohner! Das die das wollen verstehe ich aus deren Sicht schon. Viele gutbezahlte Jobs wo sich Selbst beschäftigen und schöne Papiere kreieren. Wie die Pyramide oben Süsses und Fleisch unten Gemüse und Früchte, nun an und für sich nichts schlechtes und sie haben recht. Wenn ich meine Kinder frage was sie da bekommen haben und wie es die Kinder aufgenommen haben; da sagte mir mein Sohn weisst du Papa die schlauen wissen das es so ist und die anderen interessiert es nicht, oder wollen sich lieber Schokolade statt einen Apfel sich genehmigen.
    Und dann noch zu den Leistungen von den Ärzten gleiche Leistung eines mini „Eingriff einmal 470.- das andermal 1788.- ! He ich staunte als ich dem nachging wieso erfuhr ich das dies noch Homopathisch sei da gäbe es ganz andere Sachen wo noch krasser ins Kraut schiessen. Als ich dann mit einem Pensioniertem Dokti das sagte, und fragte wieso lassen das die KK durch? staunte ich einmal mehr es kommt darauf an wie abgerechnet wird! Mir wurde da sogar gesagt das Spitäler oft Stationär machen, nicht weil es so sein muss! nur das die Betten ausgelastet sein müssen! Solange wir noch mehr so Zeugs abstimmen und annehmen wachsen die Kosten für die Gesundheit und auch für unser CO2 „Fimmel“. Das WEF jammert uns die Huke voll wegen den Treibhausgasen, und selber fliegen die wia Privatjet ein. Alle sehr Glaubhaft !

  70. Welche Partei oder Interessenvertretung wie Patientenschutz hat den Mut, eine Grundrevision des KVG in Angriff zu nehmen? Dazu gehörte in meinen Augen beispielsweise ein modulares System, bei dem sich die Versicherten entscheiden könnten, welche Leistungen sie versichert haben möchten. Des weiteren eine Stärkung der Hausärzte: Wer sich im Hausarzt-Modell versichert, zahlt massiv weniger Prämien. Und dann natürlich ein absolutes Werbe- und Sponsoringverbot für Leistungserbringer, die vom KVG abgedeckt werden. Es ist doch ein Hohn, dass zum Beispiel ein kantonales Spital Werbung auf Kosten der Versicherten und der Steuerzahler macht (das Spital Uster such zur Zeit eine/n Leiter/in Kommunikation & Marketing). Dass eine Krankenkassen (und Unfallversicherungen) Spitzensportler finanziert.

    • Guten Tag

      Ich hätte einen Tipp für Sie. Informieren Sie sich über die Geschäftswerdung der Welt. Dann wundert Sie nichts mehr.
      Merken Sie, dass Sie in einer Kolonie leben?

      Viele Grüsse
      Der Feind

    • Nun der Hausarzt muss nicht in jedem Fall günstiger sein. Wenn ich z.B weiss dass ich etwas an Hals, Nase Ohren haben kommt es doch günstiger, wenn ich gerade direkt zu einem HNO gehe statt über den Hausarzt zum HNO. Dann müssen 2 Ärzte und Behandlungen bezahlt werden, bei direktem HNO nur 1 Arzt. Natürlich geht das nur, wenn man genau weiss, wo es fehlt.

  71. Ganz einfach: Versicherungen sind ein Spiel, Mix von Angst (uiuiui es könnte ja) und Pflicht (Solidarität). Das trifft auf den genetisch programmierten bünzligen Feigling ( den Schweizer, welcher dies jedoch unter Vernunft und Intelligenz verbucht).

    Das wirklich Schlimme jedoch an unserem System ist die Tatsache , dass mit all der involvierten Kohle , wir eben nicht die besten Ärzte und nicht die besten Spitäler haben. Wir haben offensichtlich nicht einmal genügend Ärzte (wenn man zu einem Spezialisten muss, wartet man ebenso 2 Monate wie in einem Land mit verstaatlichtem Gesundheitswesen).

    Dem CH Gesundheitswesen wird eines Tages genauso erbarmungslos die Maske runtergerissen, wie dem CH Bankwesen.

  72. Eine sehr tendenziöse und zeitweise stark politisch gefärbte Beschreibung. Solange die Mehrheit unserer Bevölkerung die jährliche Mindestfranchise von CHF 300 wählt und solange die durchschnittlichen (nicht immer notwendigen) Gesundheitsausgaben pro Bürger ein Mehrfaches davon ausmachen geht die Rechnung nicht auf.

    Die Gesundheitsproblematik ist bei weitem nicht nur ein angebotsinduziertes, sondern mindestens zur Hälfte auch ein nachfrageinduziertes Problem.

    Was die Ärzte mit Ihrem Geld machen hat uns nicht zu interessieren. Schliesslich interessiert sich der Leser hier auch nicht für Ihre private Immobiliengesellschaft.

    • Guten Tag
      Solange ich bei einer von mir selbst festgestellten Krankheit zu diesem Experten gehen muss, der mir meistens nur erklärt, was ich selbst schon weiss und mir vorher keine Medikamente, die ich besser kenne als der vorgesetzte Experte, holen darf, geht es mich sehr wohl was an.
      Meistens MUSS ich zu diesen Menschen gehen, die dafür Geld verlangen dürfen.
      Darum geht mich das sehr wohl was an.

    • Tendenziös sind bloss die Lobbykraten im Parlament. Kranken-Cassis als prägendes Paradebeispiel für diese stossende Entwicklung

      Das nachfrageinduzierte Problem ergibts sich auch dadurch, dass man bloss für einen einfachen Husensirup ein Arztrezept braucht. Es ist doch stossend und ärgerlich, dass immer mehr Medikamente rezeptpflichtig geworden sind. Kostenstruktur also folgendermassen: Hustensaft kostet CHF 15.- Dazu Arztbesuch CHF 200.-

      Folgedessen kostet eine einfache Hustenextrakt mindestens CHF 215.-!!!

      Es macht den Anstand, dass wir alles zu bevormundete Analphabeten geworden sind, die keinen Beipackzettel lesen und interpretieren können.

  73. Das Thema dürfte bei vielen auf offene Ohren stossen sehr geehrter Herr Hässig! Leider liest dieser Bürger Ihren Blog nicht! Ich kann Ihnen raten aus diesem Thema ein neues Geschäftsfeld zu entwickeln ,dass wirklich dem kleinen Mann hilft. Sie haben recht es muss an die ÖFFENTLICHKEIT !!

  74. In Deutschland ist der numerus clausus mit 1,1 oder alternativ die Wartezeit mit 7 Jahren für das Medizinstudium sehr hoch:

    https://www.praktischarzt.de/blog/nc-medizin-numerus-clausus-medizinstudium/

    Eine Ausweitung des Angebots an Medizinstudiumsplätzen ist nicht vorgesehen, da der Staat angeblich kein Geld hat.

    Infolge des Gesundheitssozialismus in Deutschland mit Armutseinkommen für Kassenärzte (es wird ausbezahlt, was an Geld über die Krankenversicherungsbeiträge hereinkommt, trotz steigender Patientenzahlen wegen der alternden Gesellschaft, so daß der Arzt an einer Behandlung verglichen mit früher weniger verdient) wandern diese in Länder mit besserer Bezahlung wie der Schweiz ab.

    Dafür „importiert“ Deutschland nun Ärzte und Pflegekräfte aus Ländern mit niederem Lohnniveau und überschaubaren Qualifikationen bei der Ausbildung.

    • Die Französischen und Deutschen Ärzte verdienen einen Bruchteil des Schweizer Arztlohnes.
      Obwohl alle über die Kostenexplosion jammern, stellt die Schweiz ausländische Ärzte zu einem staatlich festgesetzten (Höchst-)Lohn an. Wieso gibt es nicht die Möglichkeit ausländische (und schweizerische) Ärzte zu einem tieferen Lohn anzustellen (Freie Markt) und damit Kosten zu senken?

      Der Arzt aus Frankreich / Deutschland / Italien verdient einen Bruchteil des Schweizer Lohnes (1/4 und nicht nur 20 % weniger). Also wird er auch für 100‘000 Stutz in der Schweiz arbeiten (und nicht für durchschnittliche 300‘000)!

    • @überleg noch ein zweites mal: dann würde sich die einbürgerung endlich wieder lohnen, das wollen sie doch, nicht wahr? in meinem bekanntenkreis lassen sich gerade die nicht einbürgern, von denen die volkswirtschaft profitieren würde. und welches klima sie damit begründen würden: viel glück bei der nächsten op.

    • Deutschland verschwendet regelrecht das Steuergeld bei Muttis Alleingängen wie AKW – Abschaltung, Eurorettung Flüchtlingspolitik und weiteres.

      Die Normalbürger werden mit Fahrverboten, Inklusion und ähnlichem Unsinn drangsaliert.

    • Kann nicht für französische Ärzte sprechen aber glaube nicht das viele deutsche Ärzte wegen dem Geld kommen. Ist wohl mehr die Wertschätzung des Jobs. Komme aus einer Ärztefamilie und ein Facharzt in de ist auch 6 stellig. Der Assistenzarzt noch nicht, aber das ist ja auch noch Ausbildung.
      Oberärzte kommen dann in den Bereich 250k € und Chefärzte haben zumindest in der Vergangenheit eine Umsatzbeteiligung bekommen. Macht dann ein 7 stelliges Gehalt aus.
      Und 150000 Euro in De sollten ähnlich viel Kaufkraft und Lebensqualität ermöglichen.
      Ich will nicht urteilen ob das zuviel oder zuwenig ist…

    • Stimmt so nicht ganz. Deutsche Ärzte verdienen nicht viel weniger als bei uns der Fall wäre.

      Wo ein Unterschied besteht ist bei den Pflegefachkräften die verdienen bei uns um einiges mehr.

  75. Wenn die steigende Lebenserwartung der einzige Grund für den Kostenanstieg im Gesundheitswesen wäre, weshalb beträgt die Lebenserwartung nicht 170 Jahre (2×85) ?

    Auf der Strasse traf ich auch keine 200-jährigen, auch nicht im Rollstuhl.

    Ich rede hier von Homo sapiens, und nicht von Grönlandwalen oder irgendwelchen Schildkröten.

  76. Agreed, mit einer Ausnahme:

    Die selbständigen Feld/Wald/Wiesen-Hausärzte sind die stillen Helden des Systems. Enorme Verantwortung, heftiger Workload, unternehmerisches Risiko, RELATIV kleiner Lohn (250k sind meines Erachtens absolut angemessen!)

    Viele Hausärzte haben denn auch massive Probleme, einen Nachfolger zu finden. Ausser ein paar bulgarischen Fachimporten will sich das niemand antun.

    • 250k sind ein absurd überhöhter Lohn. Das ist mehr als 99% der Bevölkerung verdient!!!

    • Aber, aber Toni!
      Du darfst doch auch Schreiben und Deine Kommentare nun wirklich rein gar nix!

    • Kann man diesen Troll nicht ruhig stellen? Das ist schon mindestens das zweite Mal. Wir sind hier nicht bei Ihnen zuhause – hier unterhalten sich die Erwachsenen. Dass Sie nicht verstehen, was Frau Villalon schreibt, ist mir klar. Hier gibt es aber ganz Viele, die genügend Grundverständnis mitnehmen. Also, um mich Ihrem Schreibstil anzugleichen : Schnauze, Fury.

  77. Ist leider so, geschützte Abzockwerkstatt Gesundheitswesen. (Allerdings nicht alle profitieren, z.B. Pflegepersonal)
    Und immer mehr ausländische Ärzte werden angezogen und die Gesundheitskosten für den Bürger sinken trotzdem nicht, weil der Markt nicht spielt, sondern gehen zusätzlich hoch. Leider haben die Stimmschafe auch noch die Einheitskasse verworfen, so dass nun immer noch 60 Krankenkassen in einem Pool (Markt kann man dies nicht nennen) mit Zwangskundschaft wursteln und 60 Geschäftsleitungen, 60 Marketing- und Verkaufsabteilungen usw. und „CEOs“ (das sind eher Verwaltungsleiter im Markt Schweiz) wie Colatrella, Schmutz usw. mit Einkommem zwischen 750k bis 1m (und einer selbstverständlichen Anspruchshaltung wie auf Ärzteseite) im Jahr unterhalten.

  78. Uebrigens Frau Villalon Autos kann man heute auch leasen was die Mehrheit der Konsumenten auch tut und daher nichts aussagt über die wirkliche Finanzkraft eines Einzelnen. Aber klar mit AMG, M Power einen auf dicke Hose zu machen ist heute sowieso State of the Art nicht nur bei unseren Kollegen aus dem Balkan.

    Sonst muss ich Ihnen in ihren Ausführungen sicher Recht geben

  79. Ich erinnere mich an Frau Bundesrätin Dreifuss, die uns schamlos angelogen hat die Krankenkassen Pämien stiegen nicht mehr oder dann nur sehr moderat wenn wir das KVG annehmen. 33 Prozent in den letzten 10 Jahren ja Bravo.

    Die Wandelhalle in Bern sind voller Lobbyisten die unseren teils naiven Volksvertretern ihre Wünsche ins Ohr flüstern. Siehe BVG Verzinsung runter, Umwandlungssatz runter aber Löhne,
    Sitzungsgelder natürlich rauf.

    Oder die Pharmaindustrie die droht wegzuziehen wenn die Medi Preise runter müssten. Es gäbe Beispiel an Beispiel wie uns Bürgern via Bern das Geld aus der Tasche gezogen und wie ein grosser Teil der Bevölkerung bald in Richtung Armut marschiert. Komisch Geld für Entwicklungs- und Flüchtlingshilfe hat es immer. Noch nie habe ich einen Ton gehört hier sparen zu müssen. Ja das System ist wirklich krank

    • Bitte beklagen Sie sich nicht.
      Ohne mein Gesetz hätten sich die Prämien glatt verdoppelt … folglich sind 33% Steigerung ein Erfolg … dies nenne Man(n)/Frau sozialistische Logik!
      „Ironie off“

    • Der dritte Fuss der Figur wurde in das Hinterteil der Prämienzahler gerammt.

      Und die lachen noch darüber!

    • Sie haben es voll gerafft. Das nennt man eben Volks(ver)treter.

  80. solgane ärzte medis verkaufen können und retro kassieren bei operationen
    und vorallem ältere damen sich regelmässig mit der sanität rumfahren lassen und ständig in der rehab ferien machen, wird das system immer teurer.
    es braucht eine grundversicherung für das wichtigste, via staat, das direkt vom gehalt abgezogen wird und der rest ist privat.
    leider haben wir einen nationalrat das nicht fürs volk da ist, sondern für die
    wirtschaft. alles lobbiesten.

  81. Werte Frau Villalon, diesmal treffen Sie den Nagel auf den Kopf. Als Leistungserbringer im kranken Gesundheitswesen folgendes:
    1) Mit dem seinerzeitigen Obligatorium – das ich vehement bekämpfte – ist ein Instrumente geschaffen worden mit welchem man die die gesamte Bevölkerung nun im Griff hat. Dabei sind 1994 – beim Abstimmungskampf – 98% der Bevölkerung bereits f r e i w i l l i g bei einer Kasse versichert gewesen!
    2) Das kranke Gesundheitswesen ist heute der best regulierte „Markt“ in dem jeder Preis durch irgend ein Gremium festgelegt wird. Einen Marktpreis gibt es nirgends. Und was die Fallpauschalen in den Spitälern anbetrifft, versichere ich Ihnen, dass z.B. in der Transplantationsmedizin vor einigen Jahren, durch die Übernahme der Tarife aus Deutschland, die Kosten – bei gleicher Fallzahl – um das doppelte gestiegen sind.
    3) Das einstige Gesundheitswesen – wie alle sozialen Werke – ist ausgelegt gewesen auf „Selbstverantwortung“: eine sorgsamer Umgang ist selbstverständlich gewesen. Seit der sich verändernden Bevölkerungsstruktur ist auch ein Mentalitätswandel eingetreten i.d.S. dass Menschen, die sich nicht an ein Hausarztsystem gewohnt waren – bei Unpässlichkeiten sofort und zu jeder Tages- u. Nachtzeit die Notfallstation eines Spitals aufsuchten. Das führte dazu, dass heute viele Spitäler über zwei „Notfallaufnahmen“ verfügen: eine für tatsächliche med. Notfälle und eine andere für Bagatellfälle, sie kann z.B. durch Hausärzte die sich für diesen Spitaldienst zur Verfügung stellen geführt werden. Wer dies als Polemik abtun möchte, dem empfehle ich, wenn möglich, einmal einen Tag auf einer Notfallaufnahme zu verbringen.
    4) Das ganze Gesundheitswesen ist heute derart „veradministriert“, dass kürzlich in der Ärztezeitung scherzhaft ein Facharzttitel (FMH) für „Bürokratie“ diskutiert wurde. Diese Veradministrierung gilt übrigens nicht nur für Ärzte, sonder auch für das Pflegepersonal in Spitälern, Pflege- und Altersheimen.
    5) Dann gibt es Kreise, die sich einen Sport daraus machen, die Bevölkerung krank zu reden und mit Ratschlägen, Gesundheitsnachrichten und neuen Therapiemöglichkeiten förmlich in die Arztpraxen zu treiben.
    6) Unser krankes Gesundheitswesen ist so konzipiert, dass jeglicher Anreiz zum verantwortungsvollen und sparsamen Umgang fehlt, im Gegenteil, ist die eigene Franchise aufgebracht, ist der Konsum zu Leistungen freigegeben.
    7)Die Verantwortungsträger für unser krankes Gesundheitssystem – ein Musterbeispiel unserer Gefälligkeitsdemokratie – sind absolut n i c h t in der Lage/nicht willens, das System so zu reformieren, dass daraus wieder Prämienbelastungen entstehen, die für jedermann ohne staatliche Beihilfe, zu bezahlen sind.

  82. Ziemlich auf den Punkt gebracht.
    Fazit: Gelbwesten anziehe und auf die Strasse.
    Der Augiasstall ist riesig und stinkt nicht minder.
    … aber es ist doch sooooo warm am Sofa hinterm Ofen! Noch!

  83. Lieber Herr Hässig, Wenn sachfremde Themen (generell, nicht nur Rundumschläge wie dieser) in diesem Blog um sich greifen, verlieren Sie Ihr Stammpublikum, nämlich die am Finanzplatz interessierten Leser – und damit Ihre gewonnene Schlagkraft in diesem Sektor (s. u.a. Ihr Erfolg Raiffeisen). Auf diesem Blog sollten nur mit dem Finanzplatz in Verbindung stehende Themen publiziert werden.

    Wenn Sie den ausufernden Themen der Artikel nicht Einhalt gebieten, dürfte bald auch ein Artikel zur Fussball Championsleague hier erscheinen. Denn was für die Politik gilt, gilt auch für den Fussball: Fussball interessiert ja auch viele und hat ebenfalls eine wirtschaftliche Bedeutung… Um klar zu sein: es geht mir nicht darum, jemandem den Mund zu verbieten, sondern nur darum, dass sich Autoren in diesem Blog nur zu Finanzthemen i.w.S. äussern.

    Nichts für Ungut!

    • Mein sehr geehrter JJ.

      Bedenken Sie bitte das Eine. Das Banken-Revier ist von Monat zu Monat kleiner und kleiner. Einen 2. Fall Vincenz wird kaum mehr daherkommen. Personelle Verfehlungen: Harassements und Aehnliches verstaubt auch zusehends.
      Und nur am Kurszerfall der Grossbanken sich zu ergötzen bringt auch keine Kuh mehr auf das Eis :-).

      Da kommen die Beiträge und Recherchen von Frau Isabel Villalon genau im richtigen Zeitpunkt. Die Themen sind mehr als nur nebensächlich. Das Gesundheits-Wesen Schweiz ist dermassen verludert und eine Schweinerei, dass es höchste Zeit ist, dass sich jemand dafür annimmt. Eine Tag-, Abend- und Nacht füllende Angelegenheit, das versichere ich Ihnen.
      Eine bessere Plattform kann niemand Frau Villalon bieten.

      Sonst müssten Sie sich endgültig bei Finews andocken.

    • Das sind finanzielle Probleme, welche einen Grossteil der Bevölkerung betreffen und auch Einfluss auf die Kaufkraft haben. Ihnen scheint die Kostensteigerung nicht weh zu tun.

    • IP hat eben verstanden, dass die in den ‚gespronserten‘ Zeitungen nicht angesprochenen Themen genau so wichtig sind. Ich lese IP seit vielen Jahren und ehrlich gesagt, finde ich IP immer interessanter.

    • @JJ: Ihr Sichtfeld scheint mir etwas gar eingeschränkt. Championsleague, FIFA, UEFA usw. haben mehr Berührungspunkte mit unserem Finanzplatz als den meisten von uns lieb sein dürfte. Und zum heutigen Beitrag von Isabel Viallon dies: Für die Überwachung der Zusatzversicherungen der Krankenkassen (nach VVG) ist die FINMA zuständig. Also auch hier zumindest ein direkter Bezug. Ich finde es eine grosse Bereicherung, dass Inside Paradeplatz den Begriff „Finanzplatz“ umfassend auslegt und die Themen breit angeht.

    • Das Problem bei den Artikeln von Frau Villalon ist – wie übrigens auch bei anderen Artikelschreibern auf diesem Portal – dass sie ausser Polemik nichts zu bieten hat.

      Sie liefert keine sachlichen Argumente, sondern suhlt sich in ihrer – zugegebenermassen süffigen – Schreibe. That’s all. Nichts Ernstzunehmendes. Eher nur tragisch Erheiterndes.

    • @Stefan

      Das Problem ist gewaltig. Die Reaktionen der Leser symphonisch. Bereichern Sie doch diesen Blog mit Lösungsanzätzen.

  84. Es krankt schon bei den Abrechnungen. Ein 10 Minutenbesuch, wird irgendwie auf gefühlte 2h aufgeblasen. Erste fünf Minuten, weitere fünf Minuten, letzte fünf Minuten, Aktenstudium ohne Patient, erstellen Bericht, Instruktion Patient, dieses Material, jenes Medikament, usw. Kann ich das als normaler Patienten überprüfen? Kaum! Die 10 Minuten kosten dann locker 150 und weit mehr.

    • Dafür nimmt aber ein Anwalt mit viel tieferen Infrastrukturkosten und viel kürzerer Ausbildung nicht mal den Bleistift in die Hand. Die Ärzte müssen den Tarif aufblasen, weil dieser viel zu schlecht ist. 200.- Umsatz pro Stunde, damit wird er kaum die Fixkosten zahlen können.

  85. Die preiswertesten, fahrbereiten Porsche Cayenne gibt es bereits um CHF 7’000:

    https://tinyurl.com/yc44xwrz

    Pflegeheime kosten in Deutschland bei vollständiger Selbstzahlung ca. EUR 3.000,00 bis EUR 4.500,00 / Monat:

    https://tinyurl.com/ybk7petn

    Ähnlich in Österreich:

    https://www.seniorennetz.at/tarife-pflegeheim/

    Wegen der höheren Vergütung praktizieren viele deutsche Ärzte in der Schweiz:

    https://tinyurl.com/y7euotru

    https://tinyurl.com/ycaalua4

    Ansonsten sind die Gehälter von angestellten Ärzten in Deutschland über Portale wie glassdoor u. ä. zu ersehen:

    https://www.gehalt.de/einkommen/suche/oberarzt-radiologie-und-neuroradiologie

    https://www.youngtimervision.ch/

  86. Danke Frau Villalon! Mit Ihren Recherchen gewinnt Inside Paradeplatz gleich weitere „Oscars“. Es ist nicht nur absolut unglaublich sondern nur noch grotesk wie die sog. Gesundheits-Industrie ihre Klientel und Patienten über den Tisch zieht. Ich erlebe diese Abzockerei beinahe wöchentlich durch zweifelhafte Figuren im Medizin-Bereich. Selbst alte med. Professoren stellen falsche Rechnungen aus u.A. Für nie geleistete Dienste, eine 10Minuten-Konsultation wird mit einer vollen Stunde abgerechnet. Meine Dies bezueglichen Meldungen an die Krankenkassen werden dahingehend beantwortet: ‚der Arzt ist bei uns schon längere Zeit auf dem Radar‘ oder ‚passen Sie auf , dass Sie keine Ehrverletzungsklage an den Hals kriegen“! Ich behaupte: das CH-Gesundheits – Business ist total korrupt, von Gier und Macht durchtränkt und bar jeglicher Kontrolle . Ihr Mut in dieses Wespennest zu stechen verdient höchste Anerkennung.