Trara, das tönt wie Jagdgesang

In Italien blasen sie zur Jagd auf Schweizer Banken und deren Kanonenfutter, die Mitarbeiter. La France und UBS lassen grüssen.

Sie sitzen im architektonisch schlimmsten Gebäude im Zentrum von Mailand. Der damalige Bauherr, Benito Mussolini, liess es nicht an Granit fehlen in seinem faschistischen Grössenwahn.

Doch im Innern des miefen Palazzo di Giustizia, dem Sitz der stark aufgeblähten Mailänder Staatsanwaltschaft, sitzen nicht etwa Staatsanwälte mit politischen Ideen des rechten Spektrums, sondern die berüchtigten „Toghe Rosse“ (Rote Roben).

Der Mailänder Volksmund nennt sie so aufgrund der tonangebenden kommunistischen Ideologie, die dort vorherrscht. Jahrzehntelang hat die Staatsanwaltschaft Mailand den hintersten und letzten Unternehmer aus der Lombardei bis hinunter nach Rom verfolgt, mit Hausdurchsuchungen, Kontosperrungen und ohne Weiteres auch Untersuchungshaft belegt.

Zuerst schiessen, dann untersuchen, so das Motto der dortigen Staatsanwälte und Untersuchungsrichter. Nach langwierigen, millionenteuren Verfahren resultierte dann meistens nichts.

Non fa niente, Hauptsache, den Unternehmern steckt die Angst in den Knochen. Exempel müssen her. Ein fiskalisches Repressionsmodell sondergleichen.

Den grössten Unternehmer der Region überhaupt, Cavaliere del Lavoro Silvio Berlusconi, haben sie ein Leben lang geplagt. Ohne nennenswerte Erfolge.

Italienische Wirtschaftsexperten meinen, dass die ehemals pulsierende lombardische Wirtschaft nicht aufgrund der Euroeinführung eingebrochen sei, sondern wegen der überbordenden Verfolgung durch den Staatsapparat auf der Suche nach Schwarzgeld, Steuerhinterziehern und Mafia.

Jahrelang wurde das Land nicht etwa von Rom aus regiert, sondern von den sogenannten GIP (Giudici di istruzzione preliminare), also den scharfen Untersuchungsrichtern aus Mailand, welche ganze Kommunen, Unternehmungen und Banken unter Zwangsverwaltung steckten – ohne Rücksicht auf Verluste.

Der italienische Etatismus basiert auf der drittgrössten Staatsschuld der Welt, nach den USA und Japan. Die Verschuldungsquote Italiens beträgt sage und schreibe 131,45%, wobei auch noch Italiens Banken ziemlich marode dastehen und nur dank den stetigen Liquiditätsspritzen (TLTRO) der EZB des ehemaligen Italo Zentralbankpräsidenten Mario Draghi den Tag überleben.

Von Zeit zu Zeit, wenn der Staat Italien nah am finanziellen Kollaps stand, wurde per Dekret eine Steuer- und Fluchtgeldamnestie, der sogenannte „Scudo Fiscale“, gewährt. Daraufhin wurden Unmengen an Schwarzgeld nach Italien rücktransferiert und legalisiert oder dem Fiskus das bisher geheime Konto im Ausland gemeldet.

Dumm, wer glaubte, dass die Schergen im Justizpalast eine echte Immunität gewähren würden. Nix da. Die Daten der reuigen Steuersünder wurden benutzt, um weitere Untersuchungen anzustellen und das übliche Repressionsprogramm durchzuführen.

Die Guardia di Finanza, die spezialisierte Finanzpolizei in ihren hässlichen grauen Uniformen aus Kunstgarn, hatten danach garantierte Vollbeschäftigung.

So auch im Fall der Schweizer Bank PKB aus Lugano, mit einer Tochterbank in Mailand, der Cassa Lombarda. Die Staatsanwaltschaft Mailand beschuldigte im letzten November 18 Schweizer Relationship Manager der Bank der Beihilfe zur Steuerhinterziehung, Geldwäsche und Bildung einer kriminellen Organisation. (In Italien wird immer die Karte „kriminelle Organisation“ gezogen).

Deliktsumme 400 Millionen Euro. Angedrohtes Strafmass 25 Jahre Gefängnis in einer der vollkommen heruntergekommenen italienischen Haftanstalten. (Raoul Weil beschreibt das Innenleben und die Haftbedingungen in italienischen Gefängnissen sehr präzis in seinem Buch.)

Der zuständige Untersuchungsrichter im Fall PKB, ein Herr namens Francesco Greco, zieht nun ein weiteres Register aus seiner roten Robe. Aufgrund der Auswertung von 1,6 Millionen Telefongesprächen (sic!) zwischen Schweizer Bankern und reuigen Steuersündern dehnt er seine Untersuchungen auf andere Schweizer und internationale Bankinstitute aus.

Wie gestern berichtet wurde, verschickte die Staatsanwaltschaft Mailand gleich an 160 Banken in mehreren Ländern, jedoch insbesondere an Schweizer Banken, die ultimative Aufforderung, die Namen der Relationship Manager zu übermitteln, welche italienische Kunden in den Jahren 2012 bis 2017 betreut haben.

Die betroffenen Banken haben um Fristerstreckung gebeten. Der Bankenpersonalverband ahnt Böses.

Das Strickmuster der Anfrage ist klar, so wie der ehemalige Tessiner Staatsanwalt Paolo Bernasconi treffend bemerkt: „Eine koordinierte Aktion“.

Der Fall PKB wird als Vorwand genommen, um die Aktivitäten von Schweizer Banken auf italienischem Boden zu untersuchen und eine „dauerhafte kriminelle Aktivität in Italien zu beweisen“.

Der Fall UBS und die vom französischen Gericht auferlegte Busse wirken wie ein Magnet für die Mailänder Untersuchungsrichter – und wohl auch für das nach Luft schnappende italienische Finanzministerium.

Viel Beweise wird es dann wohl nicht brauchen, wie man in Frankreich feststellen konnte, und das italienische Justizsystem ist ebenfalls vollkommen unpolitisch, deshalb die nette Bezeichnung „Toghe Rosse“.

Wie schreibt man Montesquieu schon wieder auf italienisch?

Kommentare

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  1. Ungeheuer viel Geschwätz. Nicht ein einziges Beispiel, viel Behauptungen, keine Fakten.

    So einen Bullshit findet man hier eigentlich nur bei dieser Autorin. Diejenigen Staatsanwälte, die den Dreck zwischen Wirtschaft, Politik und Mafia wirklich angegangen sind, nennt sie „kommunistisch“. Die Frau braucht einen Geschichtslehrgang und einen Schreibworkshop. Totale Kacke.

    • Da Sie ja auf einen Geschichts-lehrgang insistieren, empfehle ich Ihnen, sich intensiv mit den streng linksorientierten Richter- und Staatsanwaltsvereinigungen : Movimiento per la Giustizia und Magistratura democrática auseinanderzusetzen (neu in der Vereinigung AREA zusammengeschlossen) sowie mit der Staatsanwältin Ilda Boccassini (genannt Ilda la Rossa) und dem Richterpool gegen die „Verbrechen gegen den Staat“.
      Alle in Mailand angesiedelt.

      Beispiele in 30 Jahren? Unmengen davon. Neuerdings gegen den Innenminister Salvini.
      Googeln Sie einfach den Begriff „Toghe Rosse“, Sie werden Fälle und Material zum Lesen haben für die nächsten Wochen (sofern Sie italienisch lesen können, was ich stark bezweifle).

      Doch Ihnen geht es nicht um Geschichte und um Beispiele, denn dies ist zu offensichtlich und in Massen vorhanden. Ihnen geht es um billige, persönliche Diskreditierung.

      Le auguro una buona giornata.

      Isabel Villalon

  2. Ich finde der französische Staat hat in Sachen UBS alles Richtig gemacht. Aber ich finde auch man sollte den Sumpf Delaware, Cayman oder Madeira trockenlegen. Oder dass viele Isländer gerne die Zeit zurückdrehen würden …

  3. Guten Tag Frau Villalon,

    Das Problem sind inzwischen die Träumer in politischen Ämtern nördlich der Alpen, die sogar an die Mär glauben, das ihre Länder von der Geldwäsche profitieren. Wie Sie vielleicht wissen, hat die Ndrangheta ihr jährliches Gipfeltreffen nach Frauenfeld in die Schweiz verlagert, weil ihr der Boden in Italien offensichtlich zu heiss geworden ist. Jagdgesang auf wem? Die Staaten sind korrupt und die „Schweizer“ Banken sind die Saubermänner? Hätten wir in der Schweiz eine wirklich unabhängige Justiz – und nicht – weisungsgebunden, dann hätten wir unsere „Tangentopoli“ auch schon hinter uns.

    P.S. Haben Sie im Fall: Finanzstaatsanwaltschaft Frankreich vs. UBS France Akteneinsicht?

    • Nein also wirklich…………

      das mit Frauenfeld hat sich ja nun deutlich als Fake erweisen.

      Da haben sich ein paar Mafiosi getroffen, aber es waren kleine Fiche.
      3wer die Sache wirklich mitverfolgt hat, weiss das seit langem.

    • @Walter Roth,

      es gibt 150 ’ndrine und die „Ndrangheta“ ist horizontal strukturiert und nicht vertikal. Von da auch der Ausdruck: Thurgauer ‚Ndrangheta-Zelle. Ihr Kommentar ist substanzlos.

  4. Wissen Sie noch, Frau Villalon, wer den Bunga-Bunga Präsidenten Berlusconi zu Fall brachte? Die Mailänder Staatsanwaltschaft. Und er klebte ihnen dafür das Etikett an, Kommunisten zu sein. Schön, dass Sie das übernehmen.

    Alles mixen, manches weglassen, und schon haben wir unsere eigene kleine Welt.

    Manches, was Sie schreiben, z.B. „Der italienische Etatismus basiert auf der drittgrössten Staatsschuld der Welt, nach den USA und Japan.“ ist dermassen falsch, dass sogar das Gegenteil verkehrt ist.

    Der Etatismus basiert auf der Staatsschuld? Hä? Und in den USA ist der Etstismus noch schlimmer? Oder besser? Was für ein Geschwurbel!

    • Ohne enorme Staatsschuld kein Etatismus und ohne Etatismus keine enorme Staatsschuld. Mein siebenjähriger Enkel weiss es sogar.

      Oder wer hat in Italien die enormen Staatsschulden angehäuft? Der riesige Apparat saufauler Staatsbeamten.

      Sind Sie etwa auch ein Beamter?

    • Nun ja, Berlusconi war ein Italiener, nicht schlechter und nicht besser wie die anderen auch.
      Und die Mailänder Richter haben es in 20 Jahren nicht fertiggebracht ihn wegen etwas Substanziellem zu verurteilen.

      wenn das an den Mängeln der Justiz in Italien liegt, müssen sie sich bemühen das zu ändern, was ist eine politische Frage ist.
      Wenn es daran liegt das Berlusconi viel Geld hatte um sich zu verteidigen, naja das ist dann dessen gutes Recht.

      Das sie es aber in 20 Jahren nicht schafften, in wirklich für etwas gravierendes zu verurteilen, deutet auch darauf hin das da eben nicht genug Fleisch am Knochen war.

      Das es Kommunisten ( Rote Roben ) sind, ist zwar eine überspitzt formulierte Aussage, aber es gibt in Italien eben eine massiv Linkstickende Richterschaft, was man an vielen Urteilen sehr wohl erkennen kann.
      Da hat Berlusconi sicher nicht unrecht.

      Diese Mailänder Staatanwälte und Richter suchen sich auffällig oft „reiche Kunden“ aus.

      Und warum sind es dabei eigentlich nahezu immer diese Mailänder….?

    • Den Finanzplatz Lugano brauchte es nicht, aber er war legal….. wurde erst nach und nach zu etwas illegalem gemacht.
      Und es gibt viele Italiener die ihrem Staat nicht trauen, sie sind froh wenn sie das was sie haben irgendwo in Sicherheit wissen.
      das war die schweiz…. und klar versuchte der Staat Italien das zu kriminalisieren.

      Für mich aber ist das Geld des Bürgers immer und zuallererst noch sein Eigentum und nicht bloss etwas was dazu da ist, das der Staat es konfisziert.

  5. Zitat :
    Die Guardia di Finanza, die spezialisierte Finanzpolizei in ihren hässlichen grauen Uniformen aus Kunstgarn, hatten danach garantierte Vollbeschäftigung.
    ———————-

    Also die Uniformen in Italien finde ich immer sehr schön….. teils etwas altertümlich mit dem schwarzen Tuch, den weissen Brustriemen und der Giberne dran…. und dem auffälligen schön gestalteten Emblem auf ihrer Mütze.
    Also die der Carabinieri jedenfalls.

    Nun ja, die „Guardia di Finanza“ ist schon auch fruchteinflössend, aber sie ist wohl die einzige Institution in Italien die unbestechlich ist.

    Ich hatte einen Kollegen der in Chiasso beim Zoll arbeitete.
    Also wenns etwas wichtiges gab, wurde von den Italienern die „Finanza“ gerufen.

    Also, die Guardia die Finanza ist in Italien an sich etwas sehr positives, ein Fels in der Brandung, in einem Mafiastaat sehr wichtig.

    Nur wird sie natürlich auch von den „Roten Roben“ Mailands beauftragt und die sind berüchtigt in ganz Italien.
    Leider haben die Mailänder Staatswanwälte sich vom System losgelöst, kaum jemand wagt es noch sich gegen sie zu stellen.
    Nur Berlusconi hat sich mit den „Herrgöttern“ angelegt, er musste sich mit denen anlegen und er hatte das Geld sich mit denen anzulegen.
    Wer nicht über Millionen verfügt, geht unter. Bei dem urteilen diese Richter in der Tat sehr oft Ideologisch motiviert. Die Italiener wissen darum sehr gut.

    Leider sind auch Schweizer Richter zunehmend von der selben Krankheit befallen.
    Carla del Ponte war so ein Beispiel.
    Sie hat das Jugoslawien Tribunal geführt und dort ganz genau in der Art der Mailänder Staatsanwälte agiert.
    Nun ja, Del Ponte hat auch hier in der Schweiz etliche solcher Fehlschüsse produziert. Eigentlich taugte sie nicht viel…… darum wurde ihr wohl auch das Jugoslawien Tribunal anvertraut, sie wurde wegbefördert.

    Wer wissen will wie Gerichte funktionieren wenn sie Ideologisch motiviert arbeiten…..?
    Das zum Thema Jugoslawien Tribunal empfehle ich jedem gerne.
    Auch im Jugoslawienkrieg wurden wir von allen Seiten unglaublich belogen.
    Der Blog Fassadenkratzer hat es nun einfach schön zusammengefasst, dass alles was ich in den letzten 20 Jahren selber nach und nach erkannte.
    https://fassadenkratzer.wordpress.com/2018/04/05/das-jugoslawien-tribunal/

    So funktionieren Gerichte wenn Linksideologen sie dominieren.
    Derartige Richter gibt es noch in Italien, es gab sie zu Hunderten in der ehemaligen Sowjetunion, es gibt sie noch in Venezuela, in Kuba, in China, in Vietnam, im Iran, in Katar, in Kuweit, in Indonesien, in Malaysia, in Thailand, und ja, ….. es gibt sie auch in England wo Kritiker am Islam mittlerweile kaum noch auf Gerechtigkeit hoffen dürfen.
    Solche Gerichte sind leider überall, zu finden…..
    Nur wer über viel Geld verfügt kann dort so etwas wie Gerechtigkeit erlangen.

    Die Schweiz sollte sich wehren. Die Grenzgänger die ins Tessin zum Arbeiten kommen wären ein Hebel dazu.
    Aber unsere Bücklinge in Bern werden auch dieses mal politisch korrekt versagen.
    ———————————
    Erinnert sich noch jemand an Schmidheinis Asbestfall ?
    Er schloss seine Eternit-Werke etliche Jahre bevor die Italiener die ihrigen dichtmachten.
    Aber Schmidheini wurde in ein jahrzehntelanges Verfahren verwickelt. Bei ihm gabs was zu holen, bei den Italienischen Firmen nicht. Die verseuchten ihre Arbeiter noch Jahre später mit Asbest und sie sind bis Heute auch kein Thema geworden….. das wurde nur die Schweiz, denn man weiss aus Erfahrung das wir ein gutes Opfer sind.

  6. Sie, ja es ist möglich dass „sie in Italien zur Jagd auf Schweizer Banken einen blasen.“ Aber warum müssen Sie das hier kommentieren ? Der Handelnde ist in diesem Fall eine italienische Behörde, die Ihren Kommentar kaum zur Kenntnis nimmt. Und wie meinen Sie „La France und UBS lassen grüssen“ ? Sind Sie vom französischen Staat und von UBS beauftragt, Grüsse zu übermitteln ? Falls ja, an wen genau ? Falls nein, was bedeutet „lassen grüssen“ ?

    • @ Burkhardt………

      ….wir Schweizer sollten es eben zur Kenntnis nehmen und im Wahljahr entsprechend wählen gehen.
      Wer Sozis jedweder Couleur wählt, unterstützt diese Erpressung unseres Lands aktiv.
      Die Italiener führen sich von Urteil in Frankreich ermuntert und die Sozilisten der Mailänder Richterschaft gehen so gestärkt in den Kampf gegen die schweiz.
      Das taten und tun die seit Jahrzehnten immer wieder.

      Wenn Herr und Frau Schweizer das nicht zur Kenntnis nehmen, werden unsere Politiker den Erpressung bestimmt nachgeben.

  7. Nach populistischem Gepolter gegen Flüchtlingen aus dem mittleren Osten rundet Frau Villalon ihr Profil als stramme SVP Klon-Soldatin ab. In der Tat, Italien hat ein Problem beim Eintreiben von Steuern. Nicht nur darum – aber eben auch darum – bleibt das Land in Korruption, ineffektivem Rechtsystem und Verschuldung stecken. Opportunistisch wie wir Eidgenossen sind, haben wir Jahrzehnte-lang von diesen Schwarzgeldern profitiert. Jetzt versucht die italienische (europäische) Justiz, das Problem zu lösen. Ja, Frau Villalon, was würden denn Sie machen? Ist es denn nicht sinnvoll zur Jagd zu blasen auf alle, welche bescheissen und damit die ganze Gesellschaft schädigen? Und warum soll Italien Mitleid haben mit Eidgenössischen Bankbeamten, die ihr ganzes Leben mit diesem Steuerbetrug reich wurden – ohne nennenswerte Fachkompetenz im Finanzbereich? Ja, dann schreiben Sie doch Ihr polemisches Geschwätz für diese 50+ am Nebentisch im Albisgüetli. Aber fragen Sie sich doch mal, ob es nicht genau diese habgierigen Schwätzer waren, welch den Bankenplatz Schweiz ins Abseits manövriert haben? Ich jedenfalls wünsche der italienischen Richtern viel Erfolg.

    • Robin Wood ist immer mein Held gewesen…
      …zusammen mit D’Ardagnan und mickey mouse ( noch vor Apple mouse…) natürlich.
      Wieso, kann man die eigene Fehlern nicht akzeptieren, ist mir ein Rätzel, aber der Mensch hat ein breites Gehirn: wieso benützt er diese Möglichkeit nicht?
      Zwischen Cognitive Dissonanzen und behavioural bias, erkennen wir hier auch gewisse Selbstbefriedigung und Naivität…
      Die Schweizer waren doch bis 1930 auch Pioniere, Mutig…und jetzt? Nur schlecht über Europa zu sprechen und für ein altes System, der wenig gebracht hat zu verteidigen, ist nur ein level playing field auf tiefere Stufe…wollen die Schweizer das ?

    • Ihr Kommentar ist grundsätzlich gut jedoch entgleisen Sie leider etwas im letzten Absatz.

      Eine pauschale Verunglimpfung und Schuldzuweisung an 50+ ist ebenso unsäglich wie der Artikel von dieser artikelschreibenden Person.
      Ein Blick in frühere Geschäftsberichte eröffnet, dass auch vor 2007 wesentlich mehr Mitarbeiter unter 50 beschäftigt waren. Und auch die Kundenzonen repräsentieren im Wesentlichen einen Querschnitt der Betriebsbeschäftigung.

      Das ganze unsägliche Drama ist leider eine logische Folge falscher Anreizsysteme – seitens des Schweizer Staates aber und vor allem auch seitens der Führung der Finanzindustrie (man muss nicht immer machen was man kann, hat irgendwie mit Ethik und Nachhaltigkeit zu tun…)

      So wie Sie argumentieren und so wie Ihr Blick auf den Dingen liegt haben Sie derartiges nicht nötig.

    • @ Robin Dooof…..

      Aha, also wenn Italien im eigenen Land seit Jahrzehnten keine Ordnung schaffen kann, ist es eine Gute Idee die Schweiz zu erpressen ?

      Ihr Kommentar strotz vor Vorurteilen.

    • Sehr gutes Statement. Ich hoffe sehr, dass Italien ihre Kohlen zurückholt die ihr die schweizer Bankheinis gestohlen haben.

    • Ok Robin, wohl zu lange im Wald gelebt? Verpilzte Hirnwindungen?
      Warum wohl wird so etwas wohlfeiles, wie einen Prozessfall generieren und dann exorbitante Bussen aussprechen gemacht?
      Fragen Sie doch lieber (oder besser, beantworten Sie die Frage), was Italien selber hätte tun, veranlassen, kontrollieren, durchsetzen können, um die Wirtschaft zu beleben und das Land erfolgreicher zu machen. Nichts hat der selbstverliebte Sauhaufen von Politikern zuwege gebracht!
      Aber was will man, wenn die regierenden Ober-Pfeifen selber Studienabbrecher, zwischendurch nur Pseudo-Journis waren, bis sie mit ihren Lügenversprechungen und Manipulationen „Minister“ wurden. Diese beiden sind schlimmer als Trump, und eine Warnung für die Welt: was in Italien möglich war kommt auch in anderen Ländern.

    • Sie wünschen den italienischen Richtern viel Erfolg?

      Es gibt in diesem Land mehr Sitzp…er als Bierdosen in
      Denner Filialen.

  8. Die Justiz ist die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln. Das Recht, geschweige die Wahrheit, bleibt auf der Strecke!

  9. Unsere linken Genfer Staatsanwälte sind keinen Deut besser. Nur konzentrieren sie sich auf Exponenten rechter Gesinnung aus Lateinamerika. Für die Genfer Staatskasse bzw. den Genfer Steuerzahler gibt’s natürlich nur Kosten, aber Hauptsache lateinamerikanische Exponenten mit linker Gesinnung können profitieren.

    • Es dürfte Sie interessieren, dass sich Staatsanwälte an geltendes Recht zu halten haben. Dieses darf man kritisieren, Staatsanwälte, welche sich daran halten, als links zu bezeichnen, ist allerdings nichts anderes als polemischer Populismus.

    • Ex-Banker…….
      @ Ex Banker….
      An sich richtig.

      Aaaaaber….. diese Staatsanwälte können eben sehr gut nur in eine Richtung ermitteln, sich auf die Fakten konzentrieren die sie bevorzugen.
      Damit aber werden sie in einem Verfahren zur „Partei“.

      Und genau das beherrschen die Mailänder Staatsanwälte und ihre Richterschaft sehr gut.

      Und leider kann sich dagegen nur wehren wer viel Geld hat.
      Das ist der ganz grosse Mangel an der Sache.

      Namenlose kleine Bürger müssen sich damit abfinden unter zu gehen. Aber auch für die sind ideologisierte oder sagen wir, „parteiische“ Richter oft extrem schmerzhaft.

  10. Tja, ich bin der Aufassung, das wenn jemanden nicht weiss, sollte auch nicht sprechen…
    Leider ha die Frau Villalonga ( auf italienisch…) ihre Bonus verpüfft und in der Liga von Bild und andere Boulevard Zeitungen engenistet…aber keine Blamage, ich schätze Sie sonst….aber bleiben sie bitte bei Energieberatung…von Italien haben sie keine Ahnung, oder mindestens, was sie hier zeigen…geschweige denn von Korruption und “ mani pulite“, was in Italien bereits vor 30 passiert ist und jetzt in der Schweiz….
    Italien hat hohe Staatsverschuldung, aber das Volk ist reich…und Barilla ist gut, Leonardo auch Pininfarina lässt grüssen!
    Meine Freude aus Physik sagen immer wieder: “ Licht ist schneller als Geräusch, da die Leute zuerst Scheinen und wenn man hört was sie sagen, dann verschwienden…“
    P.S: Gaetano Filangieri 1753 – 1788, war der Montesquieu italiano…🤣😉

  11. Schade, Inside Paradeplatz verkommt zunehmend zur neuen Heimat alter Geldwäscherseilschaften. Ich würde mir wünschen, dass IP vermehrt Missstände bei Aufsicht (v.a. Finma), Strafverfolgung, Justiz und Konsumentenschutz schreibt: da liegt in der Schweiz sehr vieles im Argen! Und natürlich weiter über die Selbstbedienungsmentalität gewisser Manager der Privatwirschaft berichtet.

    • Dass hier jemand Artikel schreibt, die von der Materie nicht die geringste Ahnung hat, ist in der Tat bedauerlich. Es hat wohl seine Gründe, weshalb dieser Wirtschaftsflüchtling, der 2011 in Horgen dank Heirat eingebürgert wurde, aus Spanien flüchten musste.

      https://www.horgen.ch/archiv/145637

    • Ex Banker………

      Sie sind ein Dummkopf.

      Wer keine Argumente hat, versuchts eben damit.
      Nun ja, darum wird die Schweiz im Nirgendwo enden, denn sie hat solche Eingebohrenen wie Sie.

    • @ex Banker

      Als ehemaliger direct report von Frau Villalon wurde ich im Krisenjahr 2001 von der von ihr gegründeten Schweizer Niederlassung des spanischen Energiemultis Iberdrola eingestellt.
      Ich war damals arbeitslos. Die spanischen Arbeitgeber sind mir auch fast zwanzig Jahre danach in bester Erinnerung geblieben. Höchst professionelle Energietrader. Frau Villalon wurde in der Firma ganz einfach „the brain“ genannt.
      Wirtschaftsflüchtlinge sehen anders aus.

      Hauptsache, irgendwelchen Stuss erzählen.
      Gewisse Kommentare hier finde ich höchst problematisch.

    • @ExBanker: um Schweizer zu werden, musst du dich assimilieren. Würde die SVP sich dafür einsetzen, den Ausländern das Stimm- und Wahlrecht zu gewähren, hätte sie die absolute Mehrheit.

    • @Mario Knee

      Stimmt. Das Wählerpotential zugunsten SVP unter Eingebürgerten Schweizern und hartarbeitenden Mittelmeer- und Balkansecondos ist enorm.

      Warum wohl? Weil wir unsere kaputten Ex-Heimatländer kennen und auf keinen Fall wollen, dass die Schweiz genau gleich endet.

      Ein schönes Wochenende wünsche ich Ihnen.

      Isabel Villalon

  12. Ja klar, wie sonst wohl soll das soeben in Kraft getretene garantierte Grundeinkommen für „Bedürftige“ (reddito di cittadinanza) in Höhe von € 780/Monat für singles und € 1300/Monat für Familien sowie die bereits im kommenden April in Kraft tretende Vorruhestandsregelung finanziert werden. Der italienische Staat ist seit Jahren faktisch Pleite und um diese abzuwenden hat Signore Draghi bis dato mit seinen Tricksereien und der legendären Feststellung vom 26. Juli 2012 in London seine EZB tue alles was nötig sei „…whatever it takes“ um den € zu bewahren und wohl auch um Italien vor der Pleite zu bewahren!
    Noch Fragen?

    • Italien als Staat ist Bankrott, die Bürger nicht (siehe Wohneigentum, Privatverschuldung). Die Schweiz als Staat ist „reich“, der Schweizer Bürger überschuldet und ohne (Wohn-)Eigentum. In der Schweiz: ca. 650 Mia Bip vs. 1’000 Mia. Privatverschuldung… Auch natürlich sehr vereinfacht und polemisch. Was ich sagen möchte: Vorsichtig sein mit einfachen, billigen Statements. Noch Fragen?

  13. Kurz gesagt, Forderung Frankreich jetzt noch Italien ist irgendwie logisch das andere mitziehen wollen. Käme noch eine harte Korrektur am völlig überhitzten Immobilienmarkt dazu dann wäre diese UBS womöglich platt.

    Ob dann der Staat bzw. der Steuerzahler wieder einspringen würde? Kaum. Diese Bank hat für einen Bankkunden und sein Vermögen doch langsam ein hohes Mass an Toxizität erreicht.
    Rette sich wer kann?

  14. Die PKB ist kein Unschuldslamm.
    Bereits im Februar 1918 wurde die Bank von der FINMA
    wegen Geldwäscherei gebüsst.
    Ermittlungen gegen PKB wurden lange vor dem Pariser Urteil aufgenommen.

  15. Liebe Frau Villalon

    Wieder super geschrieben! Woher wissen Sie das alles? Gut recherchiert und humoristisch formuliert.

    Danke

    Marc Meyer

    • Ja du hoi Marc ! Finde auch, es ist sehr humoristisch formuliert. Wenn alle so Humor hätten, wäre das Leben angenehmer !! Märssi denn, gell, und denn na en schöne, und en Gruess dehei !!

  16. All das, weil die UBS in Frankreich recht haben wollte. Jetzt ist die ganze Branche exponiert. Italien wäre dumm, würden sie die sturmreif geschossene Burg nicht attakieren.

    Rücklagen statt Bonus wären gut gewesen. Genau wie ein nachhaltiges Geschäftsmodell.

    • Nun ja, warum sollte die UBS auch anders handeln?

      Europa und zuvorderst Mutti und der Oberfroschschenkelfresser Sarkozy haben ja schliesslich die deutschen und französischen Banken bei den Griechen auch ge-bail-outet – ob das den EU-Regeln widersprach oder nicht, ist jetzt wirklich eine Randnotiz des frühen 21. Jhts.

      So kann der Bundesrat das sicher auch für die UBS einfordern, egal ob in Paris (sofern man durch die Banlieus kommt) oder Berlin (lieber mit der Bahn hin, denn man weiss es ja: Berlin ist, wo die Airline pleite geht, bevor der Flughafen offen ist).

  17. Machen Banken eigentlich keine anständige Sondierung (bzw. eine Art „due diligence“) bevor sie in anderen Ländern tätig werden?

    Gerade die Guardia die Financia ist ja berüchtigt…

    Ich persönlich würde nicht mal ein Ferienhaus in Italien kaufen.

  18. Ist ja in Ordnung wenn die Justiz Jagd macht auf die Schweizer Finanzdrehscheibe der italienischen Halbseidenen.
    Wenn die Banken ja „sauber“ sind haben sie auch nichts zu befürchten. Wir Bürger werden ja auch permanent überwacht im Privatleben und im Geschäft, warum soll das bei den Banken anders sein? Glaubwürdig sind die Schweizer Bank eh nicht mehr und haben ihr Vertrauen verspielt.

  19. PKB ist eine Italobank mit Schweizer Mäntelchen. Dahinter steckt eine schwerreiche italienische Familie aus der Textilindustrie, die sich am Genfersee eingenistet hat.
    Die Bank hat bereits in der Causa Petrobras/Odebrecht keine bella figura gemacht. Es wundert daher niemanden, dass sie auch jetzt wieder aufpoppt. Eine Schande für unseren Finanzplatz!

    Was mir behagt, ist nur die muntre Jagd.
    BWV 208

  20. …man holt das Geld wo es liegt. Auf jeden Fall war es ein grosser Fehler das Bankgeheimnis in der Schweiz aufzugeben. Und wem haben wir das zu verdanken? Ex Bundesrätin Evelyn, im Volksmunde auch Mumie genannt.

    • Der Hans -Dampf -in ALLEN Banken ; der SUPER-MARIO DRAGHI hat soeben verkündet, dass die EZB die NULLZINSPOLITIK sicher bis ende 2019 weiter führen wird! Ja der Mario richtet es wieder für seine Freunde.

    • Eidgenoss: Geschichtsklitterer! Nicht EWS, sondern die Weissen Westen haben Kunden und Mitarbeiter verraten, um die eigene Haut zu retten. Auf Antrag der UBS hat der Bundesrat damals entschieden, ja, der Verrat könne passieren, aber die UBS trage die vollen Konsequenzen. Lesen Sie die Protokolle! Aber vielleicht ist der Eidgenoss nicht so ganz des Lesens und Schreibens mächtig? Oder der IQ befindet sich in der Unterhose? Persönliche Angriffe sind nicht mein Stil, aber solchen Lügnern muss widersprochen werden.

    • @rückbauer:
      Sie liegen sicherlich richtig: die Vorsteherin des EFD ist natürlich an der Sache genauso unschuldig wie Pontius vom Luzerner Hausberg, der ja am Tod eines unsere Zeitrechnung zu verantwortenden jungen Mannes auch unschuldig war!

      Während sich ersterer metaphorisch seine Hände wusch, wissen wir zumindest bei der glubschäugigen Bündnerin unbestritten, auf welch ehrenhafte Art diese in das ihr so behagende Amt kam… Nachfolgende Handlungen haben diesen Wesenszug mehrfach unterstrichen, aber das sehen Sie sicher auch anders.

  21. Salvini diese Richter rausschmeissen lassen.
    Nicht nur in Italien gibt es eine rotgrüne Crew die am Staatstropf hängt und abstruse Urteile fällt die an der Verfassung der Richter zweifeln lässt. Menschenleben werden in der Schweiz sehr wenig geschützt, siehe z.B. Urteil der serbischen Mutter die Ihre Kinder tötete und mit 2 Jahren glaub ich davon gekommen ist. Da kommt man als Raser mehr an die Kasse. Hüben wie drüben, wir
    sind eine Opera buffa geworden , Rechtsstaat weder hier noch dort, ein klares NEIN !

    • Hallo Brechbühl. Ich glaube, Sie haben Mühe, sich in die Rolle vom Hr Salvini zum versetzen, oder ? Angenommen Sie selber sind SVP-orientiert & pro-Banken (Schweizer Banken) & pro-Bankgeheimnis, dann bedeutet das nicht, dass Hr Salvini auch Positionen der Schweizer Banken und das Bankgeheimnis verteidigt, oder ? Bezüglich Migration mag er zwar mit Ihnen eine gemeinsame europäisch-restriktive Position einnehmen, aber bei der Frage im Ausland aufbewahrter nicht-deklarierter Vermögenswerte italienischer Steuerpflichtiger hört die Gemeinsamkeit auf, oder ? Und nein, um serbische Mütter und Raser geht es hier nicht. Und am Staatstropf hängen in Italien v.a. Rechte (analysieren Sie doch einmal das CV vom Salvini & Di Maio). Und versuchen Sie, nicht alles durenand zu machen, sonst könnte man meinen, Sie verstehen nichts von nichts und springen aus diesem Grund immer gleich zum nächsten Thema.

    • So viel ich gerade im KOpf habe, gibt’s in der schweiz keine illegalen oder nicht deklarierten Vermögenswerte mehr.

      Solche Vermögenswerte werden besteuert und der Ertrag daraus an die jeweiligen Staaten abgeführt.
      Die Schweiz treibt für andere Länder die Steuern ein und überweist sie denen.

      Diese Länder wissen dann zwar noch nicht wer der Besitzer des Geldes ist, aber es entgeht ihnen keine Stuersubstrat.

      Es wäre schon sehr schön wenn man die selben unwahren Geschichten nicht noch Jahrelang wiederholen würde.

  22. Arm ist nicht,
    wer wenig hat,
    sondern wer viel braucht.

    Peter Rosegger
    * 31. Juli 1843 † 26. Juni 1918