Klima- oder Bildungsnotstand?

„Vorzeige-Schweiz“: Rechnen verlernt – Volksschule: Kids-Hütedienst für Karriere-Eltern – Hält uns Elite extra dumm?

Ein Land ohne Rohstoffe sollte bei der Bildung nicht sparen. Dies tun wir auch nicht. Unsere Lehrpersonen sind wohl die bestbezahlten des ganzen europäischen Kontinents.

Und doch ist unser Schulsystem, gelinde gesagt, marode. Seit Jahren geht es mit der Schweizer Schulbildung den Berg runter.

Das neuste und viel zitierte Beispiel in Sachen Mathematik: Nur 62 Prozent der Schweizer Schüler erreichen am Ende der obligatorischen Schulzeit die mathematischen Grundlernziele.

Im Zeitalter, in dem STEM Kenntnisse (Science, Technology, Engineering, Mathematics) in der breiten Bevölkerung von strategischer Bedeutung für ein Land sind, erlauben wir uns, funktionelle Halbanalphabeten en masse zu produzieren.

Warum?

Die Lehrpersonen beklagen sich über Bürokratie, überborderndes Qualitätsmanagement, Sitzungsflut und ständige Lehrplaninnovationen.

Ausserdem: Vor 30 Jahren ging ein Erstklässler in der Stadt Zürich 18 Lektionen pro Woche zur Schule, heutzutage sind es 26 Lektionen; eigentlich ein „Kinder-Hütedienst“ für die arbeitenden Eltern.

In der Tat, ich habe oft festgestellt, dass die Kinder völlig erschöpft von den vielen Unterrichtsstunden nach Hause kommen – gelernt haben sie jedoch wenig (bis gar nichts).

Eine hohe Präsenzzeit ist kein Garant für effizientes Lernen, eher das Gegenteil. Sowohl Schüler wie Lehrpersonen werden durch die langen Präsenzzeiten abgeschliffen und ausgebrannt.

Weniger, konzentrierter und motivierter wäre mehr.

Der Lehrberuf ist heutzutage für viele auch zu einem Einkommen zwischen Weltreisen geworden. Beruf ohne Berufung? Quereinsteiger oder Queraussteiger? Die Qualität leidet darunter.

Das Schweizer Schulsystem zeichnet sich auch durch ein anderes Verfahren aus: diese Selbstkasteiung namens Selektion nach der Primarschule.

Da werden Kinder mit zarten 12 Jahren für ihr ganzes Leben geprägt – aufgrund eines Zutritts in die Sekundarschule oder ins Gymnasium.

Das vielgepriesene, permeable Schweizer Schulsystem ist, wie so manches hier, eine Finte; denn je länger ein Kind in der Sekundarschule verbringt, desto tiefer sind die Chancen auf einen gymnasialen Übertritt (Kurzzeitgymnasium).

Kein Problem, zig private Institute möbeln die Kenntnisse der Schüler auf, für viel Geld der Eltern. Wo bleibt die Chancengleichheit? Auf der Strecke.

Doch warum müssen Eltern zu privaten Instituten greifen, damit ihre Kinder den Übertritt in eine gymnasiale Ausbildung schaffen? Ganz einfach, weil die Lehrer der Volksschule sich kein Bein ausreissen, damit die Schüler es schaffen.

Die gaussche Kurve erledigt ihren Job von selbst. Die 10 bis 15 %Prozent herausragender Schüler, die es in jeder Klasse gibt, werden es sowieso schaffen, der Rest soll in die Sekundarschule – zu viele Gymnasiasten wären zu teuer für den Staat und zu anstrengend für die ehrwürdigen Gymnasiallehrer.

Einmal am Gymnasium angelangt, werden die Kinder einer Probezeit ausgesetzt und nochmals ausgesiebt.

Um auf das Fach Mathematik zurückzukommen: Was soll also das Interesse der Lehrkräfte sein, möglichst allen Schülern hervorragende Mathematik-Kenntnissn zu vermitteln?

Das System ist anders konzipiert, die Lehrermotivation wird automatisch eliminiert. Denn: Zu viele gute Schüler (angehende Gymnasiasten) sind ganz offensichtlich in der Schweiz nicht erwünscht.

Ich kenne die Ansichten vieler Leute: kein Problem, die Sekundarschüler können ja eine tolle Lehre absolvieren und dann später vielleicht an einer Fachhochschule studieren.

Wirklich? Leider scheinen viele internationale Firmen in der Schweiz heutzutage kein Verständnis für eidg. dipl. Lehrabgänger zu haben.

Dafür importiert man dann reichlich Hochschulabgänger (sprich Fachkräfte) aus dem Ausland. Diese übernehmen auch sehr gerne HR Funktionen. Den Rest der Geschichte kennen Sie bereits.

Somit kann es in der selben Schweizer Familie vorkommen, dass der Sohn von einem deutschen Gymilehrer vom Gymnasium geschasst wird, während der Vater von einer deutschen HR-Verantwortlichen zum RAV geschickt wird.

Zerstört das Schweizer Bildungssystem das Leben der Schweizer? Es produziert auf jeden Fall Verlierer am laufenden Band.

Warum?

Ich hege die leise Befürchtung, dass die Schweizer Eliten ein Interesse daran haben könnten, dass das Volk nicht unbedingt in der breiten Masse eine Hochschulbildung geniessen soll.

Einerseits erreicht man dadurch den Schutz der eigenen Position und die der Nachkommen vor ungeliebter Neukonkurrenz aus nicht akademischen Schichten.

Andererseits könnte es politische Absicht sein, sogar eine Art Bildungs-Apartheid?

Je verblödeter das Volk ist, desto einfacher, komplexe Sachverhalte nach Gutdünken zurechtzubiegen und anlässlich der direktdemokratischen Wahlverfahren mit Pomade durchzubringen.

Ängste schüren, Kuhhandel-Verkauf, schönfärberischer Fassadenbau mit gefakten Statistiken – wenn mal doch etwas gegen den Willen der Elite entschieden werden sollte, Nichtausführung des Volksentscheids und Kosmetikschicht drauf.

Was durften wir in letzten Zeit an solchen Übungen in der Schweiz nicht alles miterleben. Wie hat das Volk darauf reagiert?

Alles geschluckt. Warum wohl?

Langfristig gesehen betreibt die Schweiz mit dieser Art Bildungssystem Raubbau am eigenen Körper. Mit der Zeit fehlt es dann wirklich an einer gut ausgebildeten Masse, um in Schlüsseltechnologien wie künstlicher Intelligenz, Biotechnologie, Medizinaltechnik, Nachrichtensysteme, Fintech international führend zu sein.

Der Import von Fachkräften wird dann ein Imperativ sein.

Das Schweizer Volk wird zukünftig zu einer subalternen Schaubudenfigur in einem Heimatfilm degradiert werden, während die Wirtschaft von ausländischen Führungskräften gelenkt wird, welche die einheimischen Politiker kaufen (Mandate) und an der Leine halten. Moment mal, könnte es sein, dass diese Situation heute schon besteht?

Kommentare

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  1. @Susi Müller Hausfrau

    Wie sollen Lehrkräfte vermitteln, was sie selbst nicht können? Aber diese Lehrkräfte entscheiden über die Verteilung von Lebenschancen. Beweis:

    Die eigentümliche helvetozentrische Lesart der schweizerischen Gesellschaft entfaltet immer wie mehr eine besonders unheilvolle Wirkung. Wir sind und bleiben ein Land mit Bergen, Kühen, Bauern und Hirten. Nach wirtschaftlicher Kollaboration mit Nazi-Deutschland während der Kriegszeit mussten wir die Neutralität in den 50er- und frühen 60er-Jahren gegen Vorwürfe der Heuchelei aus den USA und europäischen Partnerländern verteidigen. Wirtschaftlich galt es, die kleine offene Volkswirtschaft auf der marktwirtschaftlich-westlichen Seite des Kalten Kriegs zu positionieren. Mit Mythen und Falschdarstellungen konnte über Jahrzehnten hinweg die eigene arbeitende Bevölkerung bei der Stange gehalten werden. Heute haben wir einen Ausmass an pluralistische Ignoranz die epidemische Züge angenommen hat. Anstelle die Probleme zu reflektieren und ihnen entgegenwirken – treten Schutzmechanismen ein die für einen Zirkus geeignet sind. Eine solche Scheinheiligkeit wird vor den Menschen wie ein Kartenhaus zusammenfallen und viele Mitmenschen spüren das – und wie!

    In den wenigsten Fällen können Lehrer ein lupenreines Deutsch sprechen, bzw. gebrauchssicher weitergeben. Demzufolge ist Hochdeutsch für die allermeisten Deutschschweizer „Lehrer“ die erste Fremdsprache; dieser Faktor ist für den Erwerb des Standarddeutschen in der Schule ungeeignet. Diese seit 30 Jahren empirisch belegbare Feststellung wird einfach beiseite geschoben und weiterhin mit Mythen und Falschdarstellungen „operiert“. Dichotomie steht im Verdacht sich für die Aufnahme von mathematischen Kompetenzen kontraproduktiv auszuwirken. Die Neurowissenschaften forschen intensiv in dieser Richtung.

  2. Je verblödeter das Volk ist, desto einfacher, komplexe Sachverhalte nach Gutdünken zurechtzubiegen und anlässlich der direktdemokratischen Wahlverfahren mit Pomade durchzubringen.

    Bester Satz des Jahres !

  3. Revolutionärer Beitrag. Wirklich revolutionär, mal die Wahrheit der heutigen Schulbildung den Leuten ins Gesicht zu sagen. Wir produzieren die zukünftigen „Loser“ einer knallhart globalisierten Welt. Nur will dies die staatliche Schweizer Bildungsindustrie nicht wahrhaben, um ihre windgeschützten Jöbli nicht zu verlieren. Wenn jemand aufmotzt schicken sie die Schweizer Stasi vorbei, ich meine die KESB oder drohen damit. Das sitzt dann tief.

  4. Es hat zuviele Menschen auf der Welt [punkt]. Leider kann diese Problemidentifikation auch mit mehr Akademikern und STEM Kenntnissen (Science, Technology, Engineering, Mathematics)NICHT gelöst werden. Es hilft nur eines: „Soylent Grün“ Mit 65 ist Schluss, ausser man hat einen ETH Abschluss. Jetzt setze ich mein RBF „Resting Bitch Face“ auf und log mich aus. Adios!

  5. Ein nachdenklich stimmender Beitrag, wobei ich vorsichtig dazu tendiere, jenen beizupflichten, die daran erinnern, dass die hohen Maturandenquoten in Frankreich und Deutschland auch nicht unbedingt das Ei des Kolumbus sind. Eine Lösung für die Probleme habe auch ich nicht.

    Selbst ein Blindgänger in Mathematik und sämtlichen naturwissenschaftlichen Fächern, brachte ich vielleicht die positive Eigenschaft mit, vieles kritisch zu hinterfragen. Diese bezog sich seit jeher insbesondere auf gesellschaftliche Entwicklungen und soziale Phänomene. Das Thema Geld hatte mich bis vor dem Eintritt in die Arbeitswelt (mit einem Lic. phil. wenig und mit Ende 20) persönlich nicht interessiert, wenngleich mich immer auch Fragen nach der Stabilität unseres Geld- und Wirtschaftsystems vage beschäftigten. Nach Praktikums-Ochsentour, mehreren unfreiwilligen Job-Wechseln, zig erfolglosen Bewerbungen über die Jahre sowie tausenden von Pendelfahrten per Zug durch die Schweiz sowie auch mehrfachem RAV-Dienst reifte in mir die Erkenntnis, dass ich so nicht 40 Jahre weitermachen wollte bzw. konnte.

    Mit einem gewissen Erstaunen musste ich feststellen, dass meine ebenfalls universitär ausgebildeten Freunde (mit Jahrgang 1980 und teilweise einige Jahre älter) zwar durchaus meine Beobachtungen teilten zu den Stichworten „Hamsterrad Arbeitsmarkt“ und „gesellschaftliche Auflösungserscheinungen“, aber sich vehement dagegen sträuben, sich selbst aus dem zerstörerischen Bannkreis dieser Trends zu befreien, obwohl sich seit einigen Jahren für einigermassen klar und nüchtern Sehende eine Chance dazu anerbietet.

    Konkret meine ich damit den Umstand, dass sich weder in meinem kleinen Freundeskreis noch bei der Generation „unserer“ Eltern irgendjemand für die Realität Bitcoin interessiert und für sich selbst Konsequenzen zieht. Eine Wertzunahme um das 8000-fache trotz mehrerer Crashs um 80 Prozent in zehn Jahren? Beständigkeit und Widerstandsähigkeit, im schnellebigen „digitalen“ Zeitalter und aller Unkenrufe von Zentralbankern und Mainstream-Journalisten zum Trotz? Ein System, das postmoderne Märtyrer um Assange und Snowden erfolgreich nutzten, um die Blockade sämtlicher etablierter Transaktionssysteme zu umgehen, und das offenbar selbst NSA, CIA und der chinesische Staat derzeit nicht in die Knie zwingen können? Die Umstände bei uns könnten sich dereinst massiv verschlechtern, vielleicht wäre es besser, jetzt einzusteigen?

    „Aha, ja, interessant, Danke“. So lautete ungefähr die Antwort, die ich beim Versuch, das Interesse auf das Thema zu lenken, erhielt. Es geht mir an dieser Stelle keinesfalls um Selbstbeweihräucherung – ich bin selbst relativ spät, d.h. vor wenigen Jahren, dank ein paar Zufällen auf den Zug aufgesprungen und hantiere als an Mathematik, Informatik und Finanzrechnerei desinteressierter Mensch eher grobmotorisch und ohne die Ambition, das Maximum dessen rauszuholen, was für versiertere Akteure, ganz zu schweigen für Profis, möglich erschiene. Auch will ich mich als Laie keinesfalls zur Behauptung versteigen, dass das System Bitcoin keine Mängel hat bwz. ewig Bestand haben wird.

    Um den Bogen zu Kernaussagen des Artikels zu schlagen: Ich vermute, dass unser Bildungssystem und die inneren Leitsätze, die vielen während der Sozialisation zum Erwachsenenleben mit auf den Weg gegeben wurden, eine mögliche Erklärung liefern für das in meinem Umfeld beobachtete Verhalten. Wir werden zu unfreiem Denken, konformistischem Handeln und zu Duckmäusertum erzogen. Angst vor Strafe, Angst vor dem Anders-Sein und Angst vor dem Versagen und dem sozialen Abstieg sind leider die stärksten Antriebe im Alltag vieler, womit ich mich selbst ausdrücklich einschliesse. Der tiefgreifende Wandel der westlichen Gesellschaften nach 1945 und insbesondere seit 1968 in Richtung mehr Liberalität udn Pluralismus hat daran offenbar leider wenig verändert, im Gegenteil. Durch die Kapitalkonzentration und die zunehmend globale Konkurrenz um höher und hochqualifizierte Arbeit hat sich der Druck wohl eher noch verstärkt.

    Die nächste „Weiterbildung“, welche ich in den kommenden Monaten anpacken möchte: Die Infos von Christoph Heuermann und anderer globaler Nomaden und Freigeister. Vieles lässt sich nicht auf das Leben des Durchschnittsbürgers übertragen, trotzdem halte ich viele Erkenntnisse und Überlegungen für sehr wertvoll in der heutigen Zeit.

    • @ Valentin Bauer

      Geht es auch kürzer??

      Interessante Gedanken, die Sie durchaus straffen könnten, damit Ihre zentrale Botschaft auch gelesen wird. Danke.

    • @Valentin Bauer

      Ihr Kommentar ist richtig…mir fällt dazu ein, alles hat seine Zeit.

  6. Im 17. Jh. wurden die Banker aufgrund der Finanzierung der Nationalstaaten wohlhabend. Weil die Staaten Schulden machten, konnten die Banken daran verdienen. Also lief das nach dem Motto „Sie bekommen das Geld nur, wenn …“. Ein Banker machte einem König Vorschriften (The Rothschild family), das war etwas völlig Neues. Die Banken waren an der Macht. Kapital wurde der limitierende Produktionsfaktor und die Zeit des „Kapitalismus“ hatte angefangen.

    Aber heute ist Wissen der limitierende Faktor. Der Unternehmensberater Peter F. Drucker rief 1994 den „Post-Kapitalismus“ aus. Der Kapitalismus war vorbei. Als Zeitpunkt für den Anfang nennt Drucker die „G.I. Bills of Rights“ von 1944 aus den USA, die den aus dem zweiten Weltkrieg zurückkehrenden Soldaten die Möglichkeit zu einem Studium gab. Dreißig Jahre vorher nach dem ersten Weltkrieg wäre dieses noch undenkbar gewesen, weil es gar nicht genügend Arbeitsplätze für Menschen mit Studium gab.

    Ein weiterer Meilenstein passierte 1975 als IBM für eine große Transaktion einfach die Bank wechselte. Das war damals eine Sensation. Heute vergleichen Firmen die Angebote der Banken und wählen pro Transaktion die preiswerteste. Unternehmen haben inzwischen eine höhere Stellung als die Banken. Beim Konkurrenzkampf der Interessengruppen hatten die Unternehmen also gegenüber den Banken aufgeholt. Wissen hatte Kapital als limitierenden Faktor abgelöst.

    Wir leben nicht nur in „Wissens- und Informationsgesellschaft“, sondern auch in einer „Wissens- und Informationswirtschaft“. Natürlich gibt es noch „kapitalintensive“ Industrien, bei denen Kapital wichtiger ist als Wissen. Es wird ja auch noch Land für die Landwirtschaft benötigt. Wissen wurde aber der limitierende Faktor. Die Digitalisierung und das Internet haben die Wichtigkeit von Wissen noch verstärkt. Facebook z.B. ist jetzt mehrere Milliarden Dollar wert, hat aber nur mit 500.000.- Fremdkapital angefangen. Das ist weniger als der Preis einer Eigentumswohnung. Man kann also mit wenig Kapital und dem richtigen Wissen sehr viel Geld verdienen.

    Erfolgreiche und Hochwertige Privat Schulen vermitteln dies und sind deshalb so erfolgreich, weil diese „Leute“ über bestimmte Methoden- und Schlüsselwissen verfügen, Wissen über bestimmte unabänderliche Gesetzmäßigkeiten, Zusammenhänge, Denkhaltungen, Werte und Strategien. Davon lernt der „Normalsterbliche“ im Elternhaus, in staatlichen Schulen nur wenig. Im Gegenteil. Das Bildungssystem der Schweiz (Europa) basiert immer noch auf dem Banken Prinzip.

    • Die komplexe Perspektive: Einführung in die digitale Wirtschaft
      Taschenbuch – 6. April 2016
      von Jörn Dinkla

    • Information/Wissen war schon immer ein wichtiges Gut, ist nun aber schlicht und einfach durch das „Internet“ für ein viel breiteres Publikum zugänglich. Es darf aber nicht vergessen werden, dass der Grat zwischen Information und Desinformation bisweilen ziemlich schmal ist und was einmal im ach so allmächtige Web eingegraben ist, kann nur noch schwerlich begradigt werden. Das schlagende Beispiel ist für mich der Goldschmid Fabian, der die mannahafte Geldvermehrung der Banken (die ja in den letzten Jahren ach so rentabel sind) ziemlich überzeugend in die Köpfe der selbsternannten „Neuexperten“ eingebrannt hat.

  7. Die öffentliche Schule hat genau einen einzigen Zweck: Menschen für den Arbeitsmarkt fit zu machen. Diese Aufgabe erledigt die Schule zufriedenstellend.
    Ich finde das so auch in Ordnung. Wer mehr will für sein Kind – z.B. kritisches Denken beibringen – muss das eben selber tun.

    • Nein eben das tut sie nicht…..

      Ich habe seit bald 30 Jahren keinen echt guten Lehrling mehr zu sehen bekommen.
      Die sind einfach träge im Kopf, verwohnt, glauben das Arbeit eine Art Therapie sein sollte.
      Ich habe darum keinen mehr ausgebildet.
      Wer bei mir lernen will, muss schon gezeigt haben das er will und gut ist.

      Und es gehen viele von der Schule ab, die glauben es warte nun ein guter Job auf sie, man werde schon was für sie finden, die anderen….. man wartet ja heute immer auf den Helfer.

      Die wenigen wirklich cleveren finden sehr schnell, einen guten Ausbildungsplatz.
      Sie werden dann aber meist keine Handwerker, denn Handwerk hat wenig Prestige.
      Das hat nichts mit Sek, Matura oder Abschlussklasse zu tun.
      Diese cleveren findet man überall, aber sie werden schnell immer weniger.

      Unsere Schule sollte dahin zurückkehren nur Schulstoff zu vermitteln. Die Erziehung der Kinder muss Sache der Eltern bleiben.
      Wer das nicht kann…. Pech gehabt.

  8. Das ist an elitärer Weltfremdheit kaum zu überbieten.

    Wir leiden an einer Überakademisierung. Der Tag ist nicht mehr fern, an dem es für Hilfsjobs einen Studienabschluss braucht. Ohne das entsprechende Gehalt freilich.

    Das hat aber mit Bildung nichts zu tun, sondern mit Markt.

    Der „Fachkräftemangel“ ist ein Märchen. Es mangelt an BILLIGEN Fachkräften. Das tut es aber immer, in allen Branchen. Und wenn eine Nageldesignerin noch einen Uni-Abschluss mitbringt: umso besser!

    Es können und sollen nicht alle Nanotechnologen sein. Der Bedarf an Pflegepersonal, Polizisten oder Elektrikern ist wesentlich grösser und dessen Deckung für unsere Gesellschaft meines Erachtens wesentlich existenzieller.

    Aber die Bildungs-Bubble muss noch richtig aufgepumpt werden. Und zwar bis ALLE einen Uni-Abschluss haben müssen.

    Und dann wird eine weltfremde Autorin auf IP ihrer Wut darüber freien Lauf lassen, dass alle studieren und keiner mehr arbeitet und der Staat alles bezahlen muss und alles ganz schlimm ist und überhaupt und sowieso.

    Und natürlich wird sie Recht haben.

    • Ich wette, Sie sind kein Akademiker, wären jedoch gerne damals bei der Gymiprüfung nicht durchgefallen. Sie haben dann bei Schneegestöber und Hudelwetter Gerüste geputzt und für den Polier Fleischkäse und Bier für den Znüni im Landi gekauft. Frust sammelte sich jahrelang an. Heute nennen Sie Leute wie die intelligente Autorin elitär weltfremd und derlei Ergüsse und schimpfen, dass es zu viele Akademiker in der Schweiz gibt.
      Das Leben ging so schnell, dass Sie nicht bemerkten, dass es rundherum nur noch Schaubudenfiguren gibt in einem Schweizer Heimatfilm.

    • @Heinz Doria

      Der Begriff Fachkräftemangel ist medial weit verbreitet. Doch was genau verbirgt sich dahinter? Wenn es einen flächendeckenden Fachkräftemangel geben würde, dann würde man auch sehen, dass sich die Löhne sehr viel schneller entwickeln, gerade bei Fachkräften. Das war aber in den letzten Jahren nicht der Fall. Im Gegenteil. Die Reallöhne sind gesunken!

      https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/arbeit-erwerb/loehne-erwerbseinkommen-arbeitskosten/lohnentwicklung.html

      Hier ist die Bildungspolitik, aber vor allem sind die Arbeitgeber selbst gefragt, was Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten anbelangt und nicht zuletzt die Entlohnung.

    • @Heinz Doria

      Das Leben geht leider nicht schnell genug, um die Schaubudenfiguren nicht zu bemerken.

      🙂

  9. Linksorientiertes Grünvolk landet oft mit Birkenstöcken und selbstgelismeten Pullundern im pädagogischen Umfeld und indoktriniert dann halt unsere Kinder. Diese Leute hätten im Geschäftsleben keine Überlebenschancen und brauchen eine geschützte Werkstatt.
    Ich schätze, dass von 10 Lehrpersonen etwa 8 im linksgrünen Spektrum angesiedelt sind. Game over. Die politische Verbrämung des Bildungssystems hat Frau Villalon leider nicht in ihrem Beitrag tangiert, schade.

  10. Guten Tag Herr Marc Stöckli,
    Vielen Dank für Ihre konstruktive Kritik. Sie schreiben Zitat:

    „Das Niveau ist meist dies wie in diesem Bericht. Schuld sind Zugewanderte die schlecht deutsch reden und Gutmenschen Lehrer. So etwas liest und hört man doch sicher einmal Wöchentlich. Dass das ein Tabuthema sein soll mag ich jetzt nicht so recht glauben.“

    Frau Villaon schreibt Zitat:
    „Das System ist anders konzipiert, die Lehrermotivation wird automatisch eliminiert. Denn: Zu viele gute Schüler (angehende Gymnasiasten) sind ganz offensichtlich in der Schweiz nicht erwünscht. Ich kenne die Ansichten vieler Leute: kein Problem, die Sekundarschüler können ja eine tolle Lehre absolvieren und dann später vielleicht an einer Fachhochschule studieren. Andererseits könnte es politische Absicht sein, sogar eine Art Bildungs-Apartheid?“

    Herr Stöckli da bin ich sowohl bei Ihnen als auch bei der Autorin. Warum Tabuthema? Ein wichtiger Grund für die Brisanz dieser Frage liegt in der Rolle des öff. Schulsystems bei der Verteilung von Lebenschancen. Das „Machtsystem“ (öff. Schule) ist in der Schweiz bis in das Rückenmark faul. Schulische Leistungsbeurteilung ist in viele und zum Teil widersprüchliche Zwecke eingespannt.

    Die bildungssoziologische Forschung zeigt jedoch wiederholt auf, dass in der Praxis Kriterien wie soziale Herkunft, ethnische Zugehörigkeit und Vermögen nach wie vor entscheidend für die „Vor-Selektion mit 12 Jahren!“ den Bildungserfolg und damit für die Zuweisung von Lebenschancen sind! Die Bestimmung und der Vergleich der Fähigkeiten und Leistungen von Schülerinnen und Schülern werden so zur Schlüsseloperation in der Zuweisung von Lebenschancen.

    Die öff. Schulen in der Schweiz sind ein segregativer Teufelskreis, weil sie nicht für die Kinder/Jugendlichen gedacht, sondern für Lehrer und wirtschafts-politischen Strukturen modelliert sind. Wer das Gymnasium absolviert und die Matur besteht, hält sich zum vornherein alle Optionen offen. Kommt dazu, dass man als Akademiker mit abgeschlossenem Studium durchaus intakte Chancen auf eine gut bezahlte Arbeit hat und sich überdies in unserer bürgerlichen Gesellschaft auch noch eines beträchtlichen Gewinns an Sozialprestige erfreuen kann. Die Berufslehre ist eben, allen anderslautenden Beteuerungen zum Trotz, keineswegs der Königsweg zum Wohlstand. Es wird von den oben erwähnten „Strukturen“ so den verkauft. In nicht wenigen Branchen sind die Löhne, auch für qualifizierte Berufsleute mit ordentlichem Lehrabschluss, bescheiden und verharren auch bei langjähriger Beschäftigung auf unterdurchschnittlichem Niveau. Mangelnde Perspektiven für die berufliche Weiterentwicklung und die Aussicht mit miesem Lohn in einer Tieflohnbranche (Gastgewerbe, Reinigung, Bau, Detailhandel, Gartenbau, Landwirtschaft, Hauswirtschaft, Coiffeure usw.) ein Leben als „working poor“ zu fristen, wirken abschreckend. Der Spruch „Handwerk hat goldenen Boden“ klingt in Zeiten der Globalisierung, des rasanten technischen Fortschritts, der Digitalisierung und der Automatisierung nur noch antiquiert und hohl.

  11. Frau Villalon legt uns mit grosser Zielgenauigkeit in Ihren Beiträgen regelmässig den Finger in die Wunde.
    Das tut Sie mit mehr oder weniger sprachlicher Intensität. In den letzten zwei Beiträgen hat Sie sich, so glaube ich, bewusst zurückgehalten, weil der Aufschrei hier manchmal unerträglich war.
    Eine junge, mutige Frau, die auf jeden Fall meine Anerkennung hat.
    Lukas Hässig sollte sie nach Bern senden als Korrespondentin, da würde so richtig die Post abgehen.

  12. Echt jetzt? Sie suggerieren in Ihrem Beitrag, dass Menschen die einen nicht akademischen Weg, sprich Berufslehre absolviert haben, dumm sind? Aus meiner Erfahrung in der Berufswelt sehe ich eher das Gegenteil. Die ewigen Studenten die nach Ihrem Master-Abschluss mit knapp 30 extrem Mühe haben, ihr Larifari Studentenleben an Strukturen anzupassen und nicht damit klar kommen, dass das Wochenende erst am Freitag beginnt und nicht bereits schon am Donnerstag. Unglaublich ist teilweise auch die Haltung hinsichtlich Lohnforderungen von manchen Uni-Abgängern. Ich bin eher der Meinung, wir züchten zuviele unbrauchbare Akademiker, die in der Theorie alles beherschen, aber mit Druck und Forderungen in der Praxis nicht umgehen können. Es braucht beide Ansätze in unserem Land, wir sollten lediglich das Gleichgewicht wieder herstellen. Viele Gymnasiasten wären mit einer Berufslehre besser bedient, als dann mit 30 festzustellen, dass die Welt nicht auf sie gewartet hat.

    • Denken Sie etwa, dass die Welt auf Lehrabgänger wartet? Da täuschen Sie sich aber gewaltig.

  13. Es gibt noch einen wichtigen Punkt: viele Sekundarschulabgänger heutzutage finden gar keine Lehrstelle und müssen ein bis zwei Jahre miserabel bezahlt als „Praktikanten“ schuften.

    Viele, welche eine Lehrstelle finden, machen irgendeine Lehre, jedoch nicht eine, die ihnen wirklich gefällt. Die Anzahl Lehrabbrecher ist demzufolge auch hoch. Die Motivation von Lehrlingen generell ist momentan sehr tief. Stelle ich jeden Tag in meinem Betrieb (Elektroinstallationen) fest.

    • @ Heinz Doria

      Sie beklagen die mangelnde Motivation der Lehrlinge in Ihrem Betrieb.
      Dann müssen Sie eben Ihre Führungsfunktion wahrnehmen und entsprechende Anreize schaffen, damit die Motivation aktiviert wird.

    • @ Heinz Doria

      Die Schule ist NICHT verantwortlich für mangelnde Motivation in Ihrem Lehrbetrieb.

      Dafür sind in erster Linie Sie und in zweiter Linie die Eltern des Lehrlings verantwortlich.

      Der Schule alle Missstände dieser Welt anzuhängen ist zu einfach!

  14. Dieser Text ist ein undifferenzierter, polemischer Rundumschlag mit wenig konstruktivem Gehalt und keinerlei Verbesserungsvorschlägen. Ja, die Bildungslandschaft weist sicherlich einige Herausforderungen auf, aber aus diesem Text wird vor allem deutlich, dass Frau Villalon wie auch weite Teile unserer Gesellschaft die Erwartungshaltung haben, „man möge ihre Kinder bilden“. In allererster Linie ist das die Aufgabe von uns Eltern und uns als Gesellschaft. Was evt. Frau Villalon auch entgangen ist, ist der Umstand, dass Bildung nicht nur aus Wissen und universitären Abschlüssen besteht….im Berufsleben braucht es zum Erfolg auch Frustrationstoleranz, Teamgeist, kommunikative Fähigkeiten und Kreativität. All dies sind Bausteine, die es für Erfolg braucht. Mich würde eher interessieren, was Sie Frau Villalon als Ingenieurin aktiv tun, um zB Jugendliche für MINT Fächer zu begeistern ? Das wäre doch mal ein Anfang konstruktiv etwas gegen den Missstand zu tun.

    • Dream on, Marie Lou, dream on.

      Im Berufsleben entscheiden Filtersysteme in den HR Abteilungen welche Bewerbung in das Fach „Absagen“ kommt. Ich kann Ihnen versichern, dass die von Ihnen genannten Attribute, wie Frustrationstoleranz, Teamgeist, Kreativität und kommunikative Fähigkeiten erst viel viel später, wenn überhaupt, eine Rolle spielen. Das ganze ist binär aufgesetzt: Hochschulabschluss JA/NEIN und schwupps landet die Bewerbung beim Absender.

      In Sachen undifferenzierter Rundumschlag ist ihr Kommentar angesiedelt und nicht der doch sehr nuancierte Beitrag von Frau Villalon.

    • Was soll der Blödsinn? Warum bezahlen wir die Lehrerschaft denn eigentlich? Damit dann die Eltern und die Gesellschaft die Kinder unterrichten, gemäss ihrem Kommentar. Hätten sie und ihre Kreise wohl gerne. Gut, dann gehen sie nach Hause und überlassen die Stelle motivierten Lehrkräften.

    • @Rolf Christen. Danke, sie bringen auf den Punkt, was ich in meinem Text zu sagen versuchte. Meinen Namen korrekt abzuschreiben – anna lou und nicht marie lou – ist der Anteil an schulischer Bildung. Sich zu überlegen und Wege zu finden, um am HR Filter vorbeizukommen, wäre dann eben der Anteil an Kreativität.

    • @kurzsichtiges Lebewesen Namens Anna Lou…

      Das mit dream on, Marie Lou, war ein berühmtes Lied in den Sechzigern…
      Geschichtskenntnisse in der heutigen Lehrerschaft sind dürftig, wie ich konstatiere, auch elementare Kentnisse der Rockmusik.

      Wobei man sich natürlich schon fragen müsste, welche Mutter mit gesundem Menschenverstand…, den eigenen Kind so einen Namen fürs ganze Leben anhängt, down the lu, Lou.

  15. Wie immer ein interessanter Artikel von Frau Villalon. Ob unser System noch Zukunft hat oder vielleicht jenes der indonesischen Staatsschule, ich weiss es nicht. Hier unsere Ego-Gesellschaft, in Indonesien die Dorfschule, eine Familie. Gearbeitet wird sehr hart, bei Temperaturen über 30 Grad.
    Primarschüler gehen dort wöchentlich 6 Mal 4 Stunden zur Schule. Die Lehrer besorgen am Nachmittag administrative Arbeiten und müssen im Lehrerzimmer die nächsten Lektionen vorbereiten. Sehr oft gibt es Workshops für das Lehrpersonal, die bis 21.00 Uhr dauern. Meine Kontaktperson gibt schwierigen Schülern auch Nachhilfestunden, natürlich unentgeltlich. An Wochenenden müssen die Lehrkräfte öfters Events organisieren für Schüler, Pfadis, Lehrer oder Dorfbewohner. Am 25. Dezember wurden kurzfristig alle Eltern mit den Kindern zu einem 2-tägigen Ausflug eingeladen. Schlafen auf dem Boden, alle zufrieden … Ferien gibt es nur Juni/Juli, dieses Jahr tatsächlich weniger als 2 Wochen.
    Die Lehrkräfte sind übrigens sehr glücklich mit ihrem Job und dem anspruchsvollen Umfeld. Einzige Parallele zur Schweiz: Die Unzufriedenheit über den 40 Mal tieferen Lohn.
    Mit diesen Zeilen möchte ich nur plausible machen, dass es so feudal wie jetzt in der Schweiz nicht weitergehen kann. Unmöglich.

    • Möglicherweise infolge penetranter Kommentarspaltenpenetration beim letzten Villalon Artikel unter non-valeur abgelegt.

  16. Ich möchte hier eine in den Augen vieler provokative These aufstellen: Unsere Lehrerinnen und Lehrer verdienen viel zu viel. V.a. beim Berufseinstieg. So können sie es sich leisten, Teilzeit zu arbeiten. Oft bleibt ihnen mit dem Teilzeitpensum unter dem Strich sogar noch mehr, weil sie Anrecht auf Krankenkassenverbilligung, einen subventionierten Kita-Platz, kostengünstiges Wohnen etc. haben — Vorteile, die mit einem 100%-Pensum in dieser Lohnklasse nicht gegeben wären. Abgesehen davon, dass der Steuervogt auch noch kräftiger zulangt. Und wer zahlt den Preis für die „Hundertschaften“, die im Klassenzimmer herumwuseln? Richtig, unsere Kinder!

  17. https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/bildung-wissenschaft/bildungsindikatoren/bildungssystem-schweiz/themen/abschluesse/maturitaetsquote.html

    Über 40 Prozent der jungen Erwachsenen haben Zugang zu den Universitäten. Mit einer Berufsmatur und der Passarelle kann man eben nicht nur an Fachhochschulen studieren.

    Ja, es gibt (leider viel zu) viele ausländische Führungskräfte. Es gibt aber immer auch Schweizer Akademiker, welche sich bewerben. Daher nützt es nichts, einfach mehr Akademiker zu „produzieren“, sondern die Managementebene muss einfach wieder lernen, an die Schweizer zu glauben statt an ausländische „Cracks“….

    Als Präsidentin einer Sekundarschule möchte ich mich einfach gegen die Verunglimpfung des Kurzzeitgymnasiums wehren, denn das ist falsch. Im Kanton Thurgau gibt es nur das Kurzzeitgymnasium. Ich finde, dieses System muss näher geprüft werden, denn dann muss niemand mit 12 eine Gymiprüfung machen…..

  18. Frau Villalon, zeigen Sie doch mal ein Volk ausserhalb China und Indien auf, welches ohne Brainimport eine technologische Spitzenstellung aufbaut/hält. Das kann doch alles nicht ihr Ernst sein.

    Ohne Frage ist das System hier strenger als bspw. in Berlin, wo die Matura erlangt, wer seinen eigenen Namen tanzen kann. Rein von den absoluten Zahlen her kann das Land jedoch niemals genug Hochqualifizierte hervorbringen. Die Schweiz profitiert unter dem Strich enorm von einer krassen Positivauswahl in der Zuwandererschaft.

    Sie müssen diesen Schmerz mit Würde tragen: eine Zugereiste bleibt eine Zugereiste, und wenn Sie sich ans Schweizer Kreuz nageln.

  19. Frau Villalon, vielen dank für Ihren ehrlichen Beitrag, Sie haben 100% recht! Die Quereinsteigermöglichkeit für Lehrer sind leider viel zu lasch und die Grossfirmen geben leider fast immer internationalen Universitätsabgänger den Vorzug gegenüber Schweizer Fachhochschulabsolventen… und mit einer Berufslehre kommt man heute im Bürogewerbe (ohne Vitamin B) sowieso nicht mehr weit…. und meistens sind es Deutsche Uniabgänger… i.e. HSG‘ler die sich in den Kaderpositionen gegenseitig lässige Jöbli zuschieben…

  20. Es gibt heute keinen Grund mehr keine Lehre zu machen. Mit der Berufsmatura kann jeder Lehrling noch eine Uni besuchen. Vielmehr muss in der Schweiz sichergestellt werden, dass die Maturaprüfung in den verschiedenen Kantonen und Gymnasien die gleiche Qualität hat. Das ist leider nicht der Fall. Es gibt einige Kantone, die viele Maturanden haben, aber bei den Vergleichsprüfungen sehr schlecht waren. (NZZ vom Samstag)

  21. Als ich vor fünf Jahren aus Deutschland in die Schweiz zog, war ich erstaunt darüber, daß die junge Servicekraft an der Tankstelle für die Addition von 1,80 und 1,40 einen Taschenrechner bemühte.
    Allerdings hat sich das beim Dorffest relativiert. Fünf Gruppen von Jugendlichen wurde die Aufgabe gestellt, aus Holzelementen einen Stuhl zusammenzubauen. Während meine Söhne recht ratlos umherstanden, ging es bei den Schweizern ruckzuck. Vor allem hatte eine Gruppe einen so stabilen Stuhl gebaut, daß er heute noch bei mir im Hobbyraum steht.
    Zumindest auf dem Land haben die Schweizer im praktischen Bereich „mehr auf dem Kasten“.

    • Hahaha. Im Vergleich zu Deutschland scheint ja wenigstens die handwerkliche Zunft Ihrer Meinung nach zu brillieren. Im Gegensatz zu Berlin nimmt beispielsweise der Flughafen Zürich immer mehr Form an – bei laufendem Betrieb. Auch planerisch scheint die Schweiz ggü. der BRD einen Wettbewerbsvorteil aufzuweisen.

      P.S. Und ja, ich wollte nach all den Jahren wieder mal BRD in der Tagespresse lesen… haha

    • Sind Ihre Söhne praktisch begabt? Eher nicht eventuell sind Theoretiker.
      Stellen Sie diese Aufgabe mal den Jungs vom Land in Sachsen oder Schleswig.
      Ruck zuck sind da für Jeden ein Stuhl gebaut und mit dem Rest wurde ne Bierbar gebastelt. Und siehe da der Kollege, mit Handy informiert, bringt pünktlich das Bierfass vorbei.
      Life gesehen in Schleswig und denen war einfach langweilig

    • @Susi Müller Hausfrau und PFZlerin

      Ja Deutsche Susi, das ist gerade der Punkt. Mag sein, dass „die junge Servicekraft an der Tankstelle für die Addition von 1,80 und 1,40 einen Taschenrechner bemühte“ weil sie es anders nicht kann … darum arbeitet sie an der Tankstelle … (abgesehen davon ist nicht einzusehen weshalb man den ganzen Tag Kopfrechnen sollte, insbesondere wenn man Quittungen ausgibt [Lügen haben kurze Beine] … das sage ich Ihnen als Mathematiker …)

      In Deutschland hätte sie wohl eine Matur oder Studium … und wäre vielleicht als Fondsmanagerin in die Schweiz eingewandert, wo sie an ganz grossen Bildschirmen nach irgendwelchen für sie berechneten „Indikatoren“ irgendwelche gut begründete Zufallskäufe tätigen würde … oder vielleicht „HR Expertin“, „Energieexpertin“, etc. etc.

      Übrigens, nebst der Logik scheint es bei Ihnen auch am Psychologisch/Kulturellen zu happern …
      Ihr Sohn ist Deutscher während alle anderen „Schweizer“ sind … German Susi 0 Points.

    • @ Reality CH-eck

      Ich würde niemals auf die Idee kommen, 1,80 und 1,40 in den Taschenrechner einzugeben, für eine einfache Addition. Wir Deutsche sind so helle im Kopf, daß unmittelbar nach Erfassen der beiden Beträge die 3,20 ganz hell und unübersehbar automatisch im Stammhirn aufleuchten.

      Da ist die Eingabe in den Taschenrechner völlig unnötig.

      Ich kann Ihnen zwar empirisch nicht nachweisen, daß die Schweizer mathematisch hinterhinken, mein Gefühl als B-Bewilligte weist aber eindeutig in diese Richtung. Die Nullen in der Bilanz der schweizerischen Nationalbank bleiben deshalb auch ohne Berücksichtigung beim einfachen Fußvolk.

      Besonders beliebt sind die Urschweizer, die ab einem Jahreseinkommen von 120.000 Schweizer Franken ihren Audi V10 so vor der Post parkieren, daß keiner mehr raus oder reinkommt und dann auf Anfrage mitteilen, daß Ihnen sowieso sämtliche Umgebungsgrundstücke gehören und man froh sein darf, die Einfahrt benutzen zu dürfen.

      Ganz im Gegensatz zu einem Musikverein in der Ostschweiz, wo die Frage diskutiert wurde, ob die Eidgenossenschaft schon 700 Jahre alt wäre oder erst mit den Verfassungsbemühungen zu Beginn des 19. Jahrhunderts als Nation aufgefasst werden könnte.
      Mein Einwand, daß die moderne Schweiz erst durch Beschlüsse des Wiener Kongresses überhaupt wahrgenommen werden kann, ging im allgemeinen Schulterzucken unter. Die Erfindung der Schweiz am Rande eines Kongresses der Grossmächte (Wiener Kongress 1815) war für viele kein Thema.

      Neben der Mathematik auch so ein Schweizer Manko: Geschichte
      Wichtiger als diese erscheint das jährliche Fahnenschwenken am Rütli, die abgeleiteten Versuche die Sumo-Ringertradition weiterzuführen und das Abbrennen irgendwelcher Symbolfiguren unter Hinzuziehung von allfälligem Glockenspiel.

      Aber Stühle bauen können sie, die Schweizer.
      Letztes Jahr erstand ich eine kleine Holzkutsche von 1908, die war nachweislich komplett in der Schweiz gefertigt, nicht einmal Schrauben oder Nägel waren importiert, alles aus einer Hand.

      Das Baujahr war also ca. 50 Jahre nach der industriellen Revolution in England.

  22. Der Klimahype ist eben gut, von den Problemen abzulenken, die in Europa die Allermeisten betreffen:

    Steigende Lebenshaltungskosten, Steuern- und Abgabenlast (KV-Prämie) bei gleichzeitig stagnierenden Einkommen.

    In China hat sich das durchschnittliche Einkommen ausgehend von einer niederen Ausgangsbasis während der letzten 20 Jahre verzehnfacht (x 10).

    Exemplarisch dafür:
    .

    Daimler Verkaufszahlen Europa

    2018 877.988
    2017 906.385
    2016 839.412
    2015 738.351
    2014 657.320
    2013 624.888
    2012 598.300
    2011 598.569
    2010 592.562
    2009 589.329
    2008 683.473
    2007 728.474
    2006 725.781
    .

    Daimler Verkaufszahlen China

    2018 513.108
    2017 445.687
    2016 326.690
    2015 255.270
    2014 139.508
    2013 123.600
    2012 98.463
    2011 86.265
    2010 58.382
    2009 16.902
    2008 14.355
    2007 6.882
    2006 10.600

    http://carsalesbase.com/

  23. Plagiatssoftware hat festgestellt, dass die Beiträge unter
    dem Namen Villalon abwechselnd von diversen Autoren
    geschrieben werden.

    • Genau, eine Isabel, dann eine Villalon, zusätzlich eine de Castro, und schlussendlich eine von Waldburg-Zeil. Marvel Studios lassen grüssen
      (Avengers und die vier Mächte).

  24. Die Schweiz wird langsam an die Wand gefahren. In 15 Jahren wird es nicht mehr das Land sein, welches für Innovation, Zuverlässigkeit und Präzision bekannt ist. Dank der Nivellierung nach unten werden wir alle auf dem Abfallhalden der Geschichte landen.

  25. Kleine Bemerkung am Rande: Rechnen hat mit Mathematik eigentlich nichts am Hut. Beide benutzen allerdings die selben Symbole.

    In der Volksschule rechnet man.
    Mathematik beschäftigt man sich z.B. sich mit der Frage, was 0/0 ergibt.

    Mehr echte Mathematik in der Schule wäre angebracht.

    • 0/0 ergibt ungefähr das Gleiche wie 0.00000001/0.00000001 nur etwas genauer… man kan es also quasi „nachrechnen“

  26. Liebe Frau Villalon – Herzlichen Dank für diesen Beitrag – Sie schildern reale Zustände. Leider sind jedoch Verantwortliche in Aemtern und Politik nicht gewillt (fähig?), etwas an der Situation zu ändern. Die Schweiz hat sich nach unten nivelliert.

  27. Ich sage dazu nur soviel: den LehrerInnen den Schwarzen Peter zuzuschieben ist komplett falsch. Ja, der Lehrkörper könnte grundsätzlich motivierter sein. Nur, wenn ein Lehrer sich gegen unflätige Gofen (und von denen gibt es leider immer mehr, und zwar nicht nur Ausländer, sondern auch verwöhnte Schweizer Saugofen) wehrt bzw durchsetzen will (schlechte Noten), kommen die lieben Eltern gleich mit dem Anwalt. Rückendeckung der Lehrer durch die Behörden? In den meisten Fällen: Nichts. Dazu die ewigen Aenderungen im Lehrplan. Die viel zu Grossen Schulklassen. Und wem haben wir diesen ganzen Mist zu verdanken? Der Sparwut der Politiker. Namentlich: der bürgerlichen Politiker im Kanton wie auch beim Bund. Warum werden denn nicht mehr Lehrer eingestellt? Lehrpläne nach neuesten Standarts der „Wissensvermittlung Forschung“ angepasst, statt dauernd irgendwelchen Unsinn zu ändern? Ja, wir können uns bei den bürgerlichen Politiker für den Kahlschlag im Bildungswesen bedanken. Und für diejenigen, welche bereits ein Opfer des Bildungswesen wurden: der Kanton Zürich wird seit je her bürgerlich regiert. Der Bund auch. Moskito ergo Brumm: es sind nicht die linken Gutmenschen, die das Schulwesen an den Ar… geritten haben. Bin ich aber froh. Immerhin bei diesem Punkt nicht. Juhu, dafür kaufen wir ja neue Kampfflügerli. Um die zu bezahlen muss man halt dann leider Kürzungen bei der Bildung hinnehmen. Passt ja auch. Nur ein doofes Volk wählt doofe Politiker. Wie wir.

    • Die Schulklassen sind nicht grösser als früher. Der Lehrplan 21 entspricht angeblich den neuesten Erkenntnissen. Nur funktioniert der in der Praxis nicht wie gedacht.
      Kahlschlag? Mindestens 2 Lehrpersonen pro Klasse + individuelle Förderung. Das kostet, und zwar gewaltig. Meine Gemeine stöhnt bereits.
      Das Schulwesen ist kantonal geregelt, sollte eigentlich bekannt sein. Verteidigung ist Aufgabe des Bundes. Somit können Jets ohne Einfluss auf das Bildungswesen gekauft werden. So geht Föderalismus.
      Fazit: die aufgeblähte Bildungsbürokratie, Integration, Inklusion, Sonderförderung, Frühfremdsprachen, unausgegorene Lehrmittel (mit Voraussetzung PC wo keine PCs vorhanden sind), erweiterte Rechte der Eltern, Leistung verlangen ist ein Nogo usw. fahren das Schweizer Bildungswesen schlicht an die Wand. Wenn sogar Lehrer für ihren Nachwuchs Privatschulen suchen, dann spricht das für sich. Und ja: das Bildungswesen besteht zu 95% aus linken Gutmenschen.

  28. Das Ganze ist eine indirekte Folge der Methodik gemäss Bologna-Reform!

    Mit Klimawandel hat dies nichts zu tun!

    Sondern mit Sammeln von sog. Credit points gemäss System Bologna, und zwar zum Minimaltarif.

    Heisst: mit minimalstem Einsatz die Note 4 zu erreichen, um den bachelor zu „erwerben“.

    (Ich unterrichte an einer technischen FH und weiss wovon ich schreibe).

    Frau Villalon: Sie verknüpfen Sachen, die bezüglich Ihrer Fragestellung inhaltlich nichts miteinander zu tun haben!

  29. Der Artikel hat nur etwas entfernt mit dem Paradeplatz zu tun. Dennoch; völlig richtig.
    Die Durchlässigkeit des CH Schulsystems ist eine Farce. Und, das Signal an Schüler und Eltern aber ist fatal: ich muss mich heute nicht anstrengen, ich kann ja dann später „passerellen“. Totalillusion, weil es zu schlechten Zeignissen führt, die viele Türen zuschmeisst und das Geld später für den Umweg über irgendeine Passerelle fehlt.

  30. Liebe Frau Villalon, da stehen Sie erst am Eingang des Kaninchenbaus, wenn Sie tatsächlich nur „die leise Befürchtung“ haben, „dass die Schweizer Eliten ein Interesse daran haben könnten, dass das Volk nicht unbedingt in der breiten Masse eine Hochschulbildung geniessen soll.“ Denn wenn Sie tiefer in den Kaninchenbau steigen, werden Sie sehen, dass es nicht nur so ist, wie Sie fürchten, sondern dass es sogar noch viel schlimmer ist. Es wäre wünschenswert, Sie blieben nicht nur bei der Situationsschilderung der desaströsen Gegenwart stehen, sondern zeigten – konsequent weiter gedacht – mutig auch die unvermeidbaren negativen und positiven Perspektiven auf – je nachdem, ob wir weiter verblöden oder uns entschliessen, uns aus der Verblödung zu befreien. Trotzdem ist es schön, Sie hier auf IP lesen zu können.

  31. Frau Villalon zeigt eindrücklich, dass ein Hochschulabschluss komplexes Denken offensichtlich nicht zwingend fördert. Jede Woche ein neuer Artikel der an Banalität kaum noch zu übertreffen ist.

    Betreffend Bildung:
    Zig Studien zeigen eindrücklich, dass der Mensch nicht in autoritären Strukturen optimal lernt. Der Mensch lernt vor allem durch Neugier, Interesse und Adaption. Unsere Schulen aber bilden keine Menschen aus, sondern Arbeiter für das BIP und die Investoren. Dementsprechend geht es in unseren Schulen nicht um Bildung, die muss man sich selber aneignen (z.b. durch lesen). In unseren Schulen geht es um das Formen von Menschen. Wir sollen schon früh lernen, mit welchem Verhalten wir belohnt und mit welchem Verhalten wir bestraft werden. „Sitz still, nicht sprechen, lerne dies, morgen Prüfung, du warst nicht genügend, du bist ungenügend, streng dich an, mach was aus dir…“

    Die obligatorische Schulzeit geht neuen Jahre. Was ein Grossteil danach kann, lernte man bereits in den ersten drei, vier Jahren. Nämlich Lesen, Schreiben und die Grund-Rechenoperationen. Vielmehr können viele Menschen nach der obl. Schulzeit nicht und das ist auch bei älteren Generationen so. Es ist überhaupt kein neues Phänomen, wie Frau Villalon dies hier darstellt. Von Geschichte verstehen wir nichts, von Geld auch nichts (ausser wie man es vermehren kann), den Baum vor unserer Haustüre können wir nicht benennen und undemokratische Machtstrukturen gibt es nur in China. Die Verdummung ist gewollt, da gehe ich mit Frau Villalon einig, aber es ist unsere Wirtschafts- und Finanzelite welche dies wünscht. Wir sollen bestens ausgebildet sein in Chrematistik und den Wettbewerb als gegebenes Grundprinzip menschlicher Existenz anerkennen sowie Disziplin und Gehorsamkeit als wichtigste Tugend inne haben. Aber sonst sollen wir möglichst wenig verstehen, man könnte ja unangenehme Fragen stellen und selber denken anstatt das Wirtschaftswachstum, ohne es zu hinterfragen, zu steigern bis in alle Ewigkeit, Amen.

    Und all das hat mit Ausländern überhaupt nichts zu tun, denn die sind einfach im selben Hamsterrad und versuchen wie wir über die Runden zu kommen!

    • Guten Tag Marc Stöckli

      Aber immerhin:die Autorin schreibt über ein Tabuthema, bei den man sich den Mund verbrennt, wenn man darüber spricht in der Schweiz. Bei dieser Diskussion fiel mir ein, welch hohen Stellenwert als Pädagoge z.B. Leopold Mozart für seinen Sohn hatte. Denn natürlich lehrte er fächerübergreifend, nicht vom Podest sondern im Gespräch und verband Mathematik und Musik, Naturkunde und Geschichte usw. mit immer neuen Ähnlichkeiten von Ursache und Wirkung. Welches Kind könnte heute denn zu einer derartigen Ausbildung kommen? Da müssten die Lehrpläne viel, viel offener gestaltet werden und vor allem müssten die entsprechend gebildeten Lehrer da sein. Das ist politisch und wirtschaftlich nicht gewollt. Die Umschreibung der Autorin ist deshalb stichhaltig und zielführend.

    • Hallo Platon

      Ich finde es wird ziemlich viel über das Thema Schule und Lehrplan geschrieben. Das Niveau ist meist dies wie in diesem Bericht. Schuld sind Zugewanderte die schlecht deutsch reden und Gutmenschen Lehrer. So etwas liest und hört man doch sicher einmal Wöchentlich. Dass das ein Tabuthema sein soll mag ich jetzt nicht so recht glauben.

      Zitat Herr Platon: „Das ist politisch und wirtschaftlich nicht gewollt.“ Das ist ja genau das was ich oben eben geschrieben habe, nicht?

      Man kann sich natürlich auf den Standpunkt stellen und sagen: „Etwas grundsätzlich anderes als das was wir haben ist ja gar nicht möglich.“ Aber erübrigt sich dann nicht jede Diskussion, Herr Platon? Was machen wir denn hier? Immer nur innerhalb der Systemlogik denken und diskutieren? Das ist eben genau die Art von Volksverdummung welche ich oben anprangere.

    • @ Stöckli das folgsame Schäffchen….

      Sie meinen also das der Mensch in autoritären Strukturen nicht Optimal lernt….

      Nun ja, was Optimal wäre würde wohl eine Einzelbetreuung für jeden Schüler bedingen. herausfinden wie der am besten lernt.
      Bullshit ist das.
      In der Arbeitswelt wird der Schüler keinen Chef kennen lernen der ihm ein massgeschneidertes Umfeld bietet.
      Es ist also viel besser der Schüler muss sich in einem nicht Idealen Umfeld behaupten,. so hat er was fürs Leben gelernt.
      Wir brauchen keine verzärtlichten Individuen, sondern Kämpfer die die Umstände zu nehmen wissen.
      Das fängt in der Schule an.
      Wer dabei verliert hat eben verloren, das ist Auswahl, etwas was immer und überall stattfindet.
      Ich war nie ein Freund der Schule, ich bin auf dem Bauernhof so frei aufgewachsen das ich mich mit allen Zwängen schwer tat.
      Trotzdem war die schule genau so richtig wie sie vor 40 Jahren war. Man musste sich behaupten….. und mich hat das stark gemacht, gerade weil ich mich dort schlecht einfügte.
      ————————
      In der ganz normalen schulischen Realität ist es eben genau so, das Kinder von Migranten im Unterricht oft sofort abgehängt werden.
      Sie spüren das natürlich und manche davon reagieren mit Renitenz, Unruhe und allerhand anderem.
      Sowas kann den Unterricht einer ganzen Klasse unmöglich machen.
      Viele der linksversiften Eltern wissen darum übrigens sehr gut, denn gerade die Kinder von Grün-Sozis werden überproportional auf private Schulen geschickt.
      Die Heuchler wollen Multikulti, aber nur dort wo es den Erfolg ihrer Kinder nicht stört.

      Damals vor ca. 20 Jahren als hier in St. Gallen der Lehrermord Spirrig stattfand, machte ich den Vorschlag die Migranten besser zu verteilen.
      Also von denen mehr an die Schule im Wolfganghof zu geben ….damit die Blumenwies entlastet wird.

      Oha Lätz…. die Folge war eisiges Schweigen, ja ignorieren über Wochen.

      Tja, so sind sie eben unsere Multikultis….

      In meiner Familie gibt’s übrigens eine echte Chinesin die das Schulsystem in China bis zum Studium absolviert hat.
      Kann sein das ein anderes System bessere Resultate bringen würde. Aber der Zwang im Chinesischen siebt alles was nicht gut genug ist sofort aus.
      Es sind einfach genug da….. und darum wird dort auf das persönliche Empfinden wenig Wert gelegt, ja zu wenig klar.
      Man bekommt bei Fehlverhalten eine Ansage vom Direktor, wenn man dann noch einmal einen Fehler macht wird man von der Schule geworfen, denn es warten Millionen andere Chinesen auf genau den Platz.

      Und genau das wird jedem Studenten unumwunden klargemacht…
      Chinesen sind von ihrer Kultur her keine Erfinder.
      Die Masse ist ihnen lieber wie uns.
      Sie schreiben wenig Bücher, melden wenige Patente an, wissenschaftliche Abhandlungen sind seltener,
      aber das System ist sehr effizient darin die guten Schüler zu finden und nur sie zu fördern.
      Kann sein das die grosse Lawine erst noch kommt.
      Von den ca 1.4 Milliarden Chinesen kommen jedes Jahr Millionen aus den Unis und sind derart leistungsbereit, sowas finden sie bei uns kaum noch.
      Bei uns möchte alles Ethnologie, Psychologie, Soziales, Philosophie oder Politik studieren, alles Fächer die kaum gebraucht werden und die Wirtschaft eher schädigen denn fördern.
      Und sind sie fertig, wollen sie eine Auszeit nehmen, nach Afrika reisen, sich auf einen guten Job freuen …….bei dem es natürlich Ganzjahresarbeitszeit und andere moderne Erleichterungen geben muss.
      Hingegen sind Ingenieure, Mediziner, Chemiker und Physiker immer gesucht.
      Aber diese Fächer wollen die lieben Kinderlein der Akademiker kaum studieren, die sind streng.

      Mann kann es drehen und wenden, der Westen hat die besten Voraussetzungen für Erfolg, aber wir verschleudern unsere Vorteile zu Gunsten linksideologischer Experimente.
      Und unsere Schule ist genau so ein Opfer ebendieser Experimente.
      Denn wers schwer hat, dem seine Menschenrechte sind ja schon verletzt, ….heutzutage.
      Früher sagte man, wers schwer hatte geht daraus gestärkt hervor, und sowas kann man immer brauchen.

    • @Roth
      Ich denke ganz und gar nicht, dass eine Einzelbetreuung in irgendeiner Art und Weise das Beste Schulsystem wäre. Sie verstehen meinen Text im Ansatz nicht. Dass ausgerechnet Sie, der in seinem Text nur innerhalb der Systemlogik denkt und argumentiert mir Schäfchen sagen, hat eine gewisse Tragik. Reissen Sie mal das Brett vor Ihrem Kopf nieder.

      Kann es eigentlich sein, dass Sie mit „… mich hat das stark gemacht…“ eher meinen Gefühlskalt gegenüber schwächeren? Sich durchzusetzen und das auf Kosten anderer hat nämlich nichts mit Stärke sondern mit Ignoranz, Egoismus und Empathielosigkeit zu tun. Sie irren komplett, wenn Sie glauben, dass Auswahl und Durchsetzen sowas wie ein Naturgesetz oder grundsätzliches, menschliches Verhalten ist. Die Natur baut vielmehr auf Zusammenarbeit und Kreislauf denn auf Konkurrenz auf und der Mensch lebte den überwiegenden Teil seiner Geschichte in matriarchalen, egalitären Strukturen zusammen. Das Herrschaftsprinzip und den damit einhergehenden Wettbewerb, Unterdrückung und profitieren auf Kosten anderer ist, gemessen an der Menschheitsgeschichte, ziemlich neu. So wie es global aussieht, wird das Herrschaftsprinzip auch nicht sehr alt. Entweder wir schaffen es bewusst ab, oder wir werden wohl abgeschafft. Denn unser System hat auf keins der grossen, globalen Probleme auch nur eine einzige Lösung.

      Bzl. Studiums:
      Es sind Chrematistik (auch BWL genannt), Jura, Medizin und Ingenieurwissenschaften welche am meisten studiert werden. Hätten Sie es doch einfach kurz gegoogelt, bevor Sie etwas behaupteten, wüssten sie das selber. Ich persönlich kenne drei Ingenieure, ein ETH Elektroing., ein ETH Maschinening.., und ein Maschinening. FH welche alle zwischen 45 und 55 sind und keine Jobs mehr finden und teilweise schon ausgesteuert sind. Glauben sie doch nicht alles, bloss weil es in der Zeitung steht, dann Fachkräftemangel im Technischen Bereich haben wir definitiv nicht. Aber je grösser der Wettbewerb und die Auswahl für Firmen, desto günstiger der Arbeiter. Und wenn es um günstig geht, kann ein 50 jähriger mit einem 25 jährigem nicht mithalten, alleine schon wegen den Sozialkosten für die Firma.

  32. Noch mal kurz…

    Nicht die Lehrer sind Schuld, sondern die Stimmbürger die den Sozialismus wählen.
    Wir haben das System verändert und schlecht gemacht, wir Bürger.
    Wir haben „Harmoz“ und vielem anderen zugestimmt, wir.
    Wir glauben das jedes Kind gut ist, und wir wollen jedem die selben Chancen zubilligen.
    Aber die Realität ist ein ganz andere.
    So wie im Sport kann nicht jeder gewinnen, sondern eben nur die besten.

    Akzeptieren wir das, gerade auch die Eltern von den Schülern, werden sir von alleine wieder gesunden.

    • Im Gegensatz zum Sport ist in der Gesellschaft Doping jedwelcher Art weitestgehend erlaubt und bleibt unverfolgt und ungeahndet. Deshalb auch so viele Hülsen in Schlüsselpositionen.

    • Schäfchen….. Sorry Stöcklin….

      Zitat
      Kann es eigentlich sein, dass Sie mit „… mich hat das stark gemacht…“ eher meinen Gefühlskalt gegenüber schwächeren? Sich durchzusetzen und das auf Kosten anderer hat nämlich nichts mit Stärke sondern mit Ignoranz, Egoismus und Empathielosigkeit zu tun.

      ———————————–

      Naa, war ja klar das sie das so sehen.
      Si sind ein Opfer unserer Linksideologen.
      Glauben Sie das ein Löwe der eine Antilope jagt,sich Sorgen macht um sein Opfer ?
      der Mensch ist aber eigentlich nur ein ganz kleiner Til der Natur auf der Erde.
      Nein, was sie ansprechen ist Unnatürlich, Konkurrenz aber ist es durchaus. Klar, auch ihre Empfindungen haben eine Berechtigung. Das Menschliche was uns über die meisten Tiere erhebt hat seine Berechtigung, aber wir haben es auf
      ein Niveau erhoben das uns schwach macht.
      Die illegalen Migranten lachen uns aus….. darum.
      Wegen unserer unnatürlichen Einstellung zum Leben und seinen Kämpfen.
      Stark zu sein ist bei uns ein Mangel.
      Sehen sie, ich und meine Frau hatten schwierige Zeiten, mehr als einem lieb sein kann. Aber wir streiten nie, wir haben keine Zänkereien um Unwesentliches, wir leben sehr entpsannt, wir wissen das wir nahezu alles meistern können.

      Wir sind stark….. nicht grob, sondern mental stark.

      Aber unsere Kinder erziehen wir zu Versagern, denn sie versagen meistens bei jeder sich bietenden Krisensituation.
      In Deutschland stand ein Freundneben seiner Freudin während einer sie vergewaltigte.
      Er rief die Polizei, die dann 25 Minuten später eintraf…..

      Wäre er ein gesunder Geist gewesen er hatte auch eine gesunde Aggressivität sein eigen nennen dürfen und kämpfen können.

      Ach ja, für sie ist sowas ja Empathielos……grob, unangemessen.

    • Nun, dann nennen Sie mir doch mal ein Tier, welches immer mehr und immer mehr anhäuft. Ich kenne nur Tiere die das nehmen was sie zum Überleben brauchen und nicht mehr. Für das was Tiere zum Überleben brauchen, töten sie auch andere, das ist klar. In unserem System aber nimmt der Starke immer mehr und mehr und mehr und…. auch wenn er längst genug hat zum Überleben. Für dieses unbegrenzte Anhäufen sterben sehr viele Menschen, Tiere und Pflanzen. Kein Tier und keine Pflanze verhält sich so. Das ist pathologisch und sicher nicht natürlich, Herr Roth.

      Das was Sie am Ende mit dem Freund und der Freundin schildern würde ich, in einer ersten saloppen von weit weg gemachten Beurteilung, auch als schwach definieren. Aber sie verallgemeinern ziemlich stark. Denn ich sehe es als emphatisch an, wenn sich der Freund für seine Freundin eingesetzt hätte. Und genau da mache ich einen Unterschied, im Gegensatz zu Ihnen. Man kann Stärke verwenden um sich gegen andere durch zu setzen oder man kann Stärke verwenden um sich für andere ein zu setzen. Verstehen Sie den Unterschied? Wenn ja, dann denken Sie in diesem Kontext noch einmal Ihren Kommentar vom 30. Mai 2019 / 10:06 durch.

      Im übrigen schätzen Sie mich ziemlich falsch ein. Ich bin ein sehr grosser Kampfsportfan. Ich trainiere regelmässig und nehme an Wettkämpfen teil. Sich und andere in einer körperlichen Auseinandersetzung zu verteidigen verurteile ich keineswegs. Ich unterscheide nur, ob Stärke für Angriff und Bereicherung oder für Verteidigung und Absicherung verwendet wird. Sollten Sie auch mal versuchen. Hoffnung, dass das eigentlich auch in Ihnen steckt aber eben durch Erziehung (Schule, Wirtschaft, Ideologie,…) pervertiert wurde habe ich wegen Ihrem Satz: „Wir sind stark….. nicht grob, sondern mental stark.“. Denn solch eine Stärke finde ich super und da haben wir einen gemeinsamen Nenner.

  33. Frai Villalon…….

    Ich selber habe in meiner Familie einige Lehrer und mein letzter Lehrer ist heute noch ein guter Freund von mir.
    Auch im Bekanntenkreis habe ich einige Lehrer.

    Zitat von ihnen :
    Doch warum müssen Eltern zu privaten Instituten greifen, damit ihre Kinder den Übertritt in eine gymnasiale Ausbildung schaffen? Ganz einfach, weil die Lehrer der Volksschule sich kein Bein ausreissen, damit die Schüler es schaffen.

    Die gaussche Kurve erledigt ihren Job von selbst. Die 10 bis 15 %Prozent herausragender Schüler, die es in jeder Klasse gibt, werden es sowieso schaffen, der Rest soll in die Sekundarschule – zu viele Gymnasiasten wären zu teuer für den Staat und zu anstrengend für die ehrwürdigen Gymnasiallehrer.

    Einmal am Gymnasium angelangt, werden die Kinder einer Probezeit ausgesetzt und nochmals ausgesiebt.

    —————————

    Absatz 1 :
    Natürlich reissen sich die Lehrer kein Bein mehr aus, das System ist heute so das sie das gar nicht mehr können, sollen, es ihnen nur Ärger einbringt.
    Auch klar, die Lehrer sind daran auch selber Schuld, denn die meisten sind weiblich und ticken Grün-Links, sie haben jede Reform mitgetragen und sich ihren eigenen Schulunterricht beinahe unmöglich gemacht.
    Meine Schwester und ihr Mann wurden Frühpensioniert, auch sie Linke und am Ende standen sie beinahe machtlos vor ihren Schülern. Ein renitenter Ausländer genügt heute um den Unterreicht nahezu lahmzulegen.
    Es folgten in guter linker Manier unzählige Sprechstunden, Elternabende, Briefe, Elterngespräche und Vermittlungen durch die Schulleitung……. Resultat = Bournout und Frühpensionierung.

    Wird heute ein Schüler nicht in die Sek empfohlen, folgen empörte Elternanrufe, Briefe, Elterngespräche, und die Aussicht ein Handwerk erlenen zu MÜSSEN, wird als Strafe empfunden.
    Unsere Dekadenz ist der Systemfehler, dass auf den Lehrern abzuladen ist falsch, auch wenn die selber fleissig zu den jetzigen Zuständen beigetragen haben.

    Ich selber als Handwerker habe oft Berufskollegen weitergebildet, aber taugliche Lehrlinge fanden sich vor 25 Jahren schon keine mehr. Handwerk in seiner höchsten Blüte erfordert Lehrlinge die viele Talente mitbringen.
    Sekschüler gewesen zu sein bedeutet da nicht viel….
    nur das sie schulisch eher gut sind.

    ———————————

    Absatz 2 :
    Es ist für unser Land absolut Wünschenswert das nur 15% die Matura machen, denn die Matura soll die schulisch besten anziehen. Damit ist nicht allgemein das Talent gemeint, denn solches haben auch Abschlussklassenschüler, nein in die Matura sollte man die schicken die ein Talent haben für die Schule, fürs Rechnen, die Wissenschaft, das Schulstoff aufnehmen.

    Die Maturanden in Deutschland können sie sich sonstwohin stecken, die taugen zu 90% nichts. Deren Schulen sind schon ruiniert. Die reichen suchen sich nun natürlich sie Lehranstalten die noch funktionieren, würde ich auch tun.
    Also, auch dort wo massenhaft Maturanden ausgebildet werden, sind nur 10-15% wirklich am richtigen Ort.
    Das Niveau der Maturanden in Deutschland ist miserabel, da nehme ich mir lieber einen guten Schweizer Sekschüler.

    ————————————-

    Absatz 3 :
    Es wird sich in der Praxis immer noch ein Teil finden lassen der zwar gute Prüfungen schreibt, im täglichen Lehrbetrieb aber schlecht abschneidet.
    Solche Schüler und vor allem deren Eltern müssen zur Kenntnis nehmen das eben nicht jeder ein guter „Stoffverarbeiter“ sein kann, auch wenn er sehr intelligent ist.
    Stoff verarbeiten ist eine wichtige Sache an der Matura.
    Es ist quasi das Handwerk bei der Angelegenheit.

    ————————————

    Schluss :
    Den Punkt den sie auch ansprechen ist der …..das vor allem Wohlsituierte die Matura machen und den akademischen Weg einschlagen.
    Dem ist so, alle Statistiken zeigen ….das Elternhäuser die auf einem bestimmten Gebiet arbeiten, auch vermehrt solchen Nachwuchs heranziehen.
    Das gilt für Akademiker, aber auch für Handwerker.

    Allerdings ist es schon so, dass unsere Oberschichten kein grossen Interesse daran haben das massenhaft Akademiker auf den Markt kommen, denn das schafft Konkurrenz in Arbeit und Lohn.

    In Thailand, hier als Denkanstoss beigefügt, wird das miserable Schulsystem seit Jahrzehnten beklagt und nicht geändert.
    Dort ist es so das die Reichen sich alle ökonomischen Vorteile sichern, so wie es der Adel bis 1932 als der König erstmals gestürzt wurde, ganz selbstverständlich taten.
    Dort hat die Diktatur, eine Symbiose aus Monarchie und Armeeoffizieren, kein Interesse an vielen gebildeten jungen aufmüpfigen Bürgern, denn die Universitäten sind Brutstätten des Umsturzes….. und das ist heikel wenn man eine neue absolute Monarchie ist.
    Das Volk welches ungebildet ist und jeden Tag ums Überleben kämpfen muss, dass kann man auf allerhand Arten ausnutzen und es hat keine Zeit um die Diktatur / Monarchie in Frage zu stellen.
    Ja diese vorsätzlich schlecht gebildeten Thailänder lernen in der Schule vor allem …..das dieses Konglomerat aus Diktatur und Monarchie verehrt werden muss, denn sie würden ihr Leben und ihre Schaffenskraft für das Volk aufopfern.

    Diese schichten sind sehr empfänglich für Indoktrination.

    Naja, die Schweizer sind es ja trotz besserer Schulen auch noch, siehe letztes Wochenende mit dem Waffengesetz und der STAF Vorlage.
    Ein Volk von Dummköpfen hat offenbar wenig mit Schule zu tun.

    • Besonders Ihrem Kommentar zur von links-grün gewollten Machtlosigkeit der Lehrer (nach wie vor geschätztes, generisches Maskulinum) und zum Schaden der Kinder, kann ich nur beipflichten.
      In guten öffentlichen Schulen nehmen Schulleiter die Lehrer konsequent vor den unverschämten Anwürfen und Ansprüchen saufrecher Eltern, meist wohlsituiert, in Schutz. Wenn sich Lehrer natürlich zu pädagogischen Dienern egomanischer Antreiber des eigenen Nachwuchses degradieren lassen..ja, dann sind sie selber schuld!

  34. Kommt hinzu, dass es um die Spermienqualität des Schweizer Mannes schlecht bestellt ist und wir dringend auf Nachschub aus fernen Ländern angewiesen sind. Wie die demografische Entwicklung im Limmattal und gewissen Stadtquartieren zeigt, ist hier reichlich für Nachwuchs gesorgt, was allein die Stadt Zürich und seine Steuerzahler dazu zwingt, in den nächsten 10 Jahren rund 2 Milliarden Franken für neue Schulhäuser bereitzustellen. Woher das Heer des zusätzlichen Lehrpersonals kommen soll, steht allerdings in den Sternen. Hoffen wir, dass die gewaltigen Anforderungen an die Integration von Erfolg gekrönt sein werden und die enormen Kosten ohne Flurschäden gestemmt werden können.

    • Nun ja…. Lehrer sind es ja kaum noch, …. sondern nur noch Lehrer-Innen.

      Und die werden die Demographische Veränderung noch sehr viel mehr zu spüren bekommen.
      Wichtig wären eben auch Männer im Lehrkörper, möglichst viele Männer.

  35. Wieder mal ein Bericht von Isabel Villalon – wieder mal ein Volltreffer!

    Ja, ja, das Schweizer Bildungssystem ist nicht mehr das, was es mal war. Unsere Stärke war es, logisch und selbständig zu denken. In „harten Wissenschaften“ wie Rechnen, Geometrie usw. sowie in „weichen Wissenschaften“ wie Lesen, Singen, etc. waren wir auch stets top. Doch heutzutage verblöden die Jungen mehr und mehr. Woran kann’s unter anderem wohl liegen? Könnte es sein, dass es bereits an der Sprache vieler Kinder hapert und die Lehrer so mit dem Stoff gar nicht mehr nachkommen? Frage am Rande: Warum sprechen viele Schulkinder nicht mehr korrekt und fliessend deutsch? Hmmm….

    Und ansonsten, ja, ich sehe es auch so, dass unsere Nachkommen absichtlich für dumm verkauft werden, resp. dumm gehalten werden. „Die Wirtschaft“ brauch ja willige Sklaven.

    PS: Man siehst ja auch bei sehr vielen Abstimmungen (wie z. B. bei der letzten Unternehmenssteuerreform oder bei den Ferienansprüchen usw.) wie dumm das Stimmvolk inzwischen ist. Oder werden die Abstimmungen und Wahlen zwischenzeitlich gefälscht?

  36. Das Schweizer Schulsystem wurde von den Preussen übernommen und dient einzig der Zücht(ig)ung von Arbeitskräften – die Soldaten von heute. 1/3 der Schüler verfügen gemäss Prof. Elsbeth Stern nicht über einen IQ der gemäss Gauss für die Schlausten zu erwarten wäre https://wissenschaft-persoenlich.ch/elsbeth-stern/. Das ist so gewollt, da insbesondere die Intelligenteren unangenehme Fragen stellen. In Zürich leitet eine ehemalige Staatsanwältin die Bildungsdirektion (Dr. Silvia Steiner). Selbst an Gesetze halten sich die Schulleitungen wenig, oder hat jemand schon einmal gehört, dass die Entscheidung über eine Promotion anhand einer Abstimmung vorgenommen wurde (Mittelschulverordnung § 18). Die Rektoren/rinnen kennen diesen Artikel noch nicht einmal oder können ihn nicht lesen und wenn man Beschwerde einlegt bekommt man als Antwort Briefe vom juristischen Leiter der Bildungsdirektion Dr. F, die beim Lesen Kopfschmerzen bereiten. Leider kann man hier keine PDFs beilegen, sonst würde ich das mal zeigen.

  37. Gefaellt mir. Etwas haben Sie aber vergessen, naemlich, dass ganz viele drittklassige Privatschulen entsprechend schlechte Kurse unter fragwuerdigen Vertraegen anbieten, aber zu Preisen von privaten Fachhochschulen. Die Pruefungen duerfen praktisch bei allen mit den Lehrunterlagen absolviert werden! Solche Privatschulen werden auch noch von Bildungsbehoerden empfohlen (man kennt sich eben).

  38. Frau Villalon, inhaltlich und stilistisch unter Ihrem üblichen Niveau. Könnte es sein, dass Ihnen der emotionale Abstand zum Thema fehlt?

    Nicht, dass alles was Sie hier in Bausch und Bogen verdammen, keine Kritik verdient hätte, aber glauben Sie, spanischer Wurzeln wegen, tatsächlich, dass uns die Zustände in Iberien oder gar Frankreich und Italien in Bezug auf Bildung und Jugendarbeitslosigkeit zum Vorbild gereichen, sind wir, wie Sie anklingen lassen, als Volk blöder als beispielsweise die Deutschen?

    Dass Sie mit mehr Ärger, denn Überlegung, in die Tasten gehauen haben, kann ich an fast jedem Ihrer wutgeprägten Sätze festmachen:

    Erstens, die sich widersprechenden Aussagen, einerseits soll Exzellenz gefördert werden, andererseits soll Selektion per se des Teufels sein.

    Zweitens, das Bedienen billigster, abgelutschter Klischees, wonach Lehrer beim Ferienmachen durch Präsenzunterricht nur gestört würden, nicht nur falsch, sondern geradezu ehrenrührig! Was nun, wird in den Schulen zuviel Unterricht geboten, oder liegen die Lehrer faul in der Sonne rum?

    Drittens, und das ist der schwächste Punkt, in ihrer für privilegierte Mütter verhätschelter Schweizer Kinder, typischen Litanei, sollen angeblich unfähige Lehrer die Verantwortung dafür tragen, dass Eltern ihrem Erziehungsauftrag nicht nachkommen, dabei den Nachwuchs und sich selbst ermüdend, ganz so, als sei das Vermeiden von Müdigkeit und Erschöpfung der Königsweg zu Leistung und Erfolg.

    Sie kommen mir vor, wie eine Mutter, die frustriert darüber, dass ihr hochbegabtes Kind den Übertritt in das Gymnasium nicht geschafft hat, jetzt Gott und die Welt dafür kritisiert.

    Sie kritisieren zudem etwas, das bei uns tatsächlich gut funktioniert, die Möglichkeit, sich jederzeit mittels Nutzung sog. Paserellen bei entsprechendem Reifegrad und Leistungsniveau weiterzubilden.

    Und bitte, geschätzte Frau Villalon, bei allem Verständnis für Zuspitzung, bitte, bitte, verhunzen Sie uns doch den Genitiv nicht. Es heisst nicht, „..dass der Sohn von einem deutschen Gymilehrer..“ sondern, „der Sohn eines deutschen Gymilehrers..“. Ein Schelm, wer daraus den Schluss zöge, Sie hätten nicht zuviel des ermüdenden Deutschunterrichts genossen, sondern davon eher zuwenig abbekommen.

    Sie glauben tatsächlich an die Überlegenheit ausländischer Schul-und Wirtschaftsysteme, trotz ETH Zürich und weitum höchsten Lebensstandards hierzulande?

    Schade, dass Sie sich nicht einen Gegner vorgenommen haben, der es verdiente, frontal angegangen zu werden. Ich meine damit, die komplett links-grün unterwanderte und geführte Pädagogische Hochschule Zürich, die nachweislich manch leistungsfeindlichen und erschreckend empfindlichen jungen Lehrer und junge Lehrerin, mit linkem Gesinnungsrichteranspruch, diplomiert, von denen jeder vierte innert fünf Jahren das Handtuch vor seinem Feind, der Schulrealität, schmeisst.

    Ein guter Anfang wäre damit getan, auf den dümmlichen, von Gender-getriebenen Sprachbeugern verwendeten Ausdruck „Lehrperson“ zu verzichten, oder sitzen bei Ihren Flugreisen „Pilotpersonen“ im Cockpit?

    Soviel ich weiss, unterrichten Lehrerinnen und Lehrer. Es sei denn, auch Ihnen wäre, wie der PHZ, der Unterschied zwischen Sexus und Genus nicht mehr geläufig.

    Fazit im Lehrerstil: Ärger auch dank Überzeichnung gut verständlich gemacht. Analyse und Schlussfolgerungen aber verbesserungswürdig.

    • mme. villalon leidet an einer profilierungs-neurose und trägt diese, wöchentlich, im ip-knopfloch.

    • Guten Tag Herr Bernhard Ecklin

      Warum so böse?

      Schon vor vierzig Jahren habe ich realisiert, dass unsere Schulen nur Arbeitsdrohnen produzieren und die jungen Menschen nicht darin unterstützen, einen Beruf nach ihren Neigungen und angeborenen Fähigkeiten zu erlernen, um damit dann auch zum Gelingen der Gesellschaft beizutragen. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Schon damals schätzte ich, dass 80 % aller Menschen im falschen Beruf tätig sind, denn die Berufswahl erfolgt(e) unter vollkommen falschen Voraussetzungen und Vorstellungen und kann deshalb nur zu Unzufriedenheit und Unglücklichsein führen. Das hat sich nach meiner Einschätzung bis heute nicht geändert. Neben bei bemerkt: Ein glücklicher Mensch ist für mich erfolgreich und um glücklich zu sein braucht man nicht unbedingt eine umfangreiche Bildung, sondern ein lebenswertes Umfeld. Die Kritikpunkte der Autorin sind m.E. berechtigt und realitätsnahe beschrieben worden. Die aktuellen Systeme (Geld, Wirtschaft, Politik, Bildung, Medizin,) sind aus meinem Empfinden, absolut erneuerungsbedürftig! Die Aufgaben eines Intellektuellen sind Analyse, Krtitik und das Aufzeigen neuer Perspektiven. Und zwar bezüglich gesellschaftlicher Probleme und immer gegen den Strich und gegen die etablierte Herrschaft. Haben wir das? Letztlich dreht sich in der Schweiz alles um die Frage, was ist normal und wer darf das sagen? Finstere Aussichten für die Schweiz B (Ausdruck Klaus Stöhlker).

    • Ein Musterbeispiel konstruktiver, sachlicher Kritik und Ergänzungen. Ich begrüsse, wie Fr. Villalon wunde Punkte ohne Hemmungen anspricht und so eine Diskussionsgrundlage liefert. Natürlich überspitzt, damit möglichst viele getriggert werden.

      Mindestens ebenso bewundere ich die sachliche und sprachliche Intelligenz von Hr. Ecklin. Solche Kritik nehme ich jeweils gerne entgegen, weil sie mich weiterbringt. Er ist (wäre) bestimmt ein guter Deutschlehrer.

  39. Für einmal teile ich Ihre Ansichten vollkommen! Doof nur, dass sich Systeme von innen kaum genügtend rasch ändern können. Der Kulturwechsel wäre für das Personal & die meisten Führungsköpfe zu gross. Leider wird’s auch da ein „Klapf“ geben.

  40. Die Schweiz ist schon lange daran, ihre Seele ans Ausland zu vekaufen. Das duale Bildungssystem wird immer wieder gelobt. Aber in Tat und Wahrheit gilt nur ein Uni-Abschluss etwas. Und hier ist das Ausland im Vorteil, weil dort ja eh fast jeder mangels Alternative studiert – und dann in der Schweiz den Vorzug gegenüber einem „Lehrabgänger mit Berufsmatur“ erhält – spätestens, wenn die Person geschliffen hochdeutsch spricht. Ohne Ausländer wären wir ja immer noch Bauern – und allenfalls Immobilienentwickler dank Herrn Jordan.

  41. Die gezielte Verdummung ist eine altbekannte Methode das Volk klein zu halten. Bei den Römern waren es Brot und Spiele, im Mittelalter unternahm der Klerus alles um Wissen unter Verschluss zu halten und heute werden die Leute mit Fernsehserien und Sportgigantismus abgelenkt.

    Fritz und Ruth sollen nur soviel lernen dass sie gute Arbeitsameisen sind, es aber selber nicht bemerken dass sie nur Arbeitameisen sind…

  42. Guten Morgen Frau Villalon

    da bin ich ganz bei Ihnen. Die öffentliche Schulen in der Schweiz sind ein segregativer Teufelskreis, weil sie nicht für die Kinder/Jugendlichen gedacht, sondern für Lehrer und politischen Wasserträger modelliert wurden/sind. Wer das Gymnasium absolviert und die Matur besteht, hält sich zum vornherein alle Optionen offen. Kommt dazu, dass man als Akademiker mit abgeschlossenem Studium durchaus intakte Chancen auf eine gut bezahlte Arbeit hat und sich überdies in unserer bürgerlichen Gesellschaft auch noch eines beträchtlichen Gewinns an Sozialprestige erfreuen kann. Die Berufslehre ist eben, allen anderslautenden Beteuerungen zum Trotz, keineswegs der Königsweg zum Wohlstand. Es wird von den oben erwähnten „Systemlingen“ so verkauft.

    Beweis: In nicht wenigen Branchen sind die Löhne, auch für qualifizierte Berufsleute mit ordentlichem Lehrabschluss, bescheiden und verharren auch bei langjähriger Beschäftigung auf unterdurchschnittlichem Niveau. Mangelnde Perspektiven für die berufliche Weiterentwicklung und die Aussicht mit miesem Lohn in einer Tieflohnbranche (Gastgewerbe, Reinigung, Bau, Detailhandel, Gartenbau, Landwirtschaft, Hauswirtschaft, Coiffeure usw.) ein Leben als „working poor“ zu fristen, wirken abschreckend. Der Spruch „Handwerk hat goldenen Boden“ klingt in Zeiten der Globalisierung, des rasanten technischen Fortschritts, der Digitalisierung und der Automatisierung nur noch antiquiert und hohl.

    In den wenigsten Fällen können Lehrer ein lupenreines Deutsch sprechen, bzw. gebrauchssicher weitergeben. Demzufolge ist Hochdeutsch für die allermeisten Deutschschweizer „Lehrer“ die erste Fremdsprache; dieser Faktor ist für den Erwerb des Standarddeutschen in der Schule ungeeignet. Diese seit 30 Jahren empirisch belegbare Feststellung wird einfach beiseite geschoben, und weiterhin mit Mythen und Falschdarstellungen „operiert“. Die Folgen können wir heute in Echtzeit beobachten. Eltern die es sich leisten können schicken ihre Kinder in Privatschulen, egal ob CH oder Ausländer. Privatschulen und die konservativeren Gymnasien boomen! während die anderen Schulformen (mit den Schülern) sich selbst überlassen werden. Schüler, die öffentliche Schulen besuchen, erzielen eben nicht ähnlich gute Ergebnisse im Lesen, Schreiben, STEM und Fremdsprachen wie Kinder von Privatschulen. Neben der offensichtlichen Dichotomie von Standard/Hochdeutsch hin zu Kauderwelsch lassen sich auch grosse Defizite in denen von Ihnen erwähnten STEM Kenntnisse beobachten. Dichotomie steht im Verdacht sich für die Aufnahme von mathematischen Kompetenzen kontraproduktiv auszuwirken. Die Neurowissenschaften forschen intensiv in dieser Richtung.

    Dieses bewusst aufrecht erhaltenes „System“ wird tiefgreifende soziale Spannungen und dann auch den wirtschaftlichen Abstieg der indigenen Bevölkerung herbeiführen. Diese Entwicklungen werden auch dazu beitragen, dass sich eine gesellschaftliche Spaltung noch tiefer in den Schulen selbst vollziehen wird. Die ersten Anzeichen dafür mehren sich. Die hälfte der Fachärzte im Raum Basel haben eine Privatschule in der Schweiz besucht, und verfügen nahezu ausschliesslich über einen Migrationshintergrund.

    Hier ein Zitat eines Freundes türkischer Herkunft der seine Kinder von der öffentliche Schule herausnahm:

    „Ihr Schweizer seid nicht normal. Ihr behandelt eure Kinder und eure Alten wie Dreck. Alles was ihr im Kopf habt, ist Geld, Geld, Geld. Ihr werdet zuerst aussterben.“

    • Platon…….

      Zitat :
      In nicht wenigen Branchen sind die Löhne, auch für qualifizierte Berufsleute mit ordentlichem Lehrabschluss, bescheiden und verharren auch bei langjähriger Beschäftigung auf unterdurchschnittlichem Niveau.

      ————————–

      Richtig.
      Bei den Handwerken ist es eben so das gearbeitet werden muss. Nur was am Ende des Tages fertig ist bringt einen Lohn.
      Es ist dabei nicht wie in den Büros ….wo in der Masse untergeht das der eine oder andere gerade mal keinen guten Tag hatte und er in seiner Arbeit nicht vorangekommen ist.

      Ganzjahresarbeitszeit und dergleichen sind dort kein guter Weg zum Erfolg.

      Es ist seit Jahrtausenden so, dass Beschäftigung die ohne körperliche Arbeit machbar ist, eben von allen herbeigesehnt wird…… Der Mensch ist Opportunist ….auch was Arbeit angeht.

      Ich selber habe damals unter meinen Eltern absolut frei wählen können was ich tun wollte.
      Ich wurde Handwerker und habe meinen Beruf bis zur höchtsten Blüte ausgeübt und erlernt. Ja ich liebe ihn…..
      Aber es braucht ihn eigentlich nicht mehr.
      Es gibt an sich zwar immer noch etlicher Firmen die mich eigentlich dringenst benötigen, aber ich bekomme dort keinen Lohn mehr der mir und Frauchen das Leben ermöglicht welches in der Schweiz als gegeben angesehen wird.

      Gerade ein höchst Qualifizierter Berufsmann zu sein ist leider kein Vorteil mehr, sondern nur noch eine Kostenfrage.
      Sind es nicht die Kosten, haben die Chefs geradezu Angst einen Mann einzustellen der ihnen weit überlegen ist.
      Traurigerweise ist es für mich Sinnvoller einen anderen Beruf auszuüben…… denn im Pensionsalter wird mich niemand für meine guten Arbeiten loben, sondern nur fragen was ich denn die ganzen Jahre gemacht habe, das meine Pension so knapp ausfällt.

      Nun ja, so ist es eben, auch in der Gesellschaft schreitet die Evolution voran.

      Man nicht unbedingt die Chance mehrere Berufe zu lernen, so wie es viele Theoretiker andenken. Denn gerade auch in einem Beruf Virtuos zu werden, kann unter Umständen durchaus 20 Jahre in Anspruch nehmen.
      Darum sind meiner Meinung nach gute Berufsleute zwar anders, aber sicher nicht weniger gebildet wie so mancher Akademiker.
      Ich denke daher, es ist wichtiger die Schweiz nicht mit Massen an irgendwelchen Menschen zu fluten ….die irgendwann irgendeine Arbeit machen werden.
      Denn sie werden bei praktischen Berufen einsteigen und dort das Niveau stark absenken.
      Damit wird ein Teil der Schweizer Kultur, das erstklassige Handwerk, ins nirgendwo verschwinden.

      Aber eben, es ist ja mittlerweile eine „Straffe“ nur Handwerker sein zu müssen.

  43. Doch etwas polemisch und tränenreich: Der (natürlich) deuts che Lehrer jagt den Lümmel aus dem Gymnasium, die (natürlich/In)deutsche HR-Tussi den Bappi zum Arbeitsamt. Jöööh. Stimmen tut, dass „Rechnen“ mehr Stunden braucht. Noch mehr braucht die DEUTSCHE Sprache. Ohne Beherrschung der Sprache löst auch niemand die Rechenaufgaben.
    Aber: Frau Villalon, wo bleibt die Eigenverantwortung? Die dämlichen Eltern, zu bequem um ihre Brut 1. zu erziehen und 2. selber zu betreuen mit Aufgabenhilfe? Es würde schon reichen, wenn man z.B. 1 x pro Tag gemeinsam isst, besser kocht und isst, ohne den volksverdummenden Fernseher laufen zu lassen und ohne Handy sowohl der Kinder un der Eltern. Dafür sollte man miteinander sprechen. Formulieren hilft auch bei der Entwicklung der Denkfähigkeit.

  44. Estimada Señora Villalon, die „breite Masse“ gehört nicht an die Hochschule, den taxifahrenden Akademiker trifft man v.a. in Südeuropa. Und kein Hochschulstudium bedeutet keinesfalls Dummheit oder Unfähigkeit für Zusammenhänge, im Gegenteil, eine Lehre führt zu praktischem Denken, das gerade in Verwaltung und Politik fehlt. Die Energiestrategie z.B. wurde von Bürokratenhirnen ausgebrütet. Es ist nicht alles falsch am Artikel, aber er riecht zu stark nach Verschwörungstheorie. Offenbar kennt die Autorin die Welt der Lehr- und Fachhochschulabgänger zu wenig. Kein Wunder, in Spanien ist diese unbekannt. Ohne Uni ist man dort ein Loser, genau wie in Frankreich und allen Ländern mit hoher Arbeitslosigkeit.

    • Richtig..

      Und was Theoretiker anrichten können …..weil ihnen die praktischen Seiten fehlen, dass habe ich vor allem in der Armee erlebt.
      Dort haben Berufsleute wie Bauführer als Offiziere reüssiert, während die ewigen Studenten welche man ja bevorzugt zu Offizieren machte, die Truppe vor allem nervten.
      Unsere Armee ist eh nicht mehr viel wert, aber das seit Jahrzehnten fast nur noch Maturanden und Studenten zu Offizieren gemacht werden, das hat sie zu einer Schönwettertruppe degradiert.

      In der RS gabs denn auch Studenten die sich vor der RS Immatrikulierten um Offizier werden zu können, aber das Studium beendeten sobald die den Vorschlag in der Tasche hatten

  45. Vielen Dank für Ihren Beitrag. Ich denke auch, dass unser Bildungssystem marode ist, und zwar auf allen Stufen.

    Eine unheimliche Elite aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Presse arbeitet aktiv daran, (nicht nur) das Schweizer Bildungssystem zugrundezurichten. Das Endziel ist, so fürchte ich, eine Gesellschaft aus anspruchslosen, unmündigen Arbeits- und Konsumsklaven, welche ihre essentiellen Freiheiten, Rechte sowie selbstständige Denkfähigkeit verloren oder freiwillig abgetreten haben.

    Im Bildungssektor ist die Zerstörung bereits deutlich sichtbar: Untere Schulstufen werden mit Migrantenkindern geflutet, Hausaufgaben werden unter dem Vorwand der Chancengleichheit abgeschafft und das Niveau sinkt ins Bodenlose. In der Mittelstufe werden die Schüler zu sozialkompetenten Klimajüngern indoktriniert statt zu mündigen Individuen im Sinne der Aufklärung.

    Selbst viele Hochschulen haben sich längst als Handlanger der Politik einspannen lassen, um die fragwürdige und freiheitsfeindliche politische Agenda (pseudo)wissenschaftlich zu legitimieren. Und diejenigen Professoren, welche dieses Spiel nicht mitmachen, verstecken sich lieber schweigend in ihren Elfenbeintürmen statt sich gegen die offensichtliche Verletzung und nachhaltige Beschädigung von wissenschaftlichen Idealen und Prinzipien zu erheben.

    Eine tragische Entwicklung.

  46. Sehr treffend geschrieben Frau Villalon.

    Unser Schulsystem ist zu einer Industrie geworden. Die Neoliberalen haben einmal mehr zu geschlagen um möglichst zu profitieren. Auf der Strecke bleibt unser Nachwuchs und unser höchstes Gut, die Bildung!

    Begabtenförderung für gefühlt jedes zweite Kind, weil es etwas ein wenig schneller kann als andere aber insgesamt auch nicht mehr. Individuelle Betreuung, Schulpsychologie usw. Ja, ich verstehe die Lehrer, welche den Bettel hinwerfen. Aber auch die Kinderbetreuung hat ein falsches Übermass angenommen!

    Und nicht zu vergessen, die Firmen und Konzerne, welche unser Duales System nicht respektieren. Ein Beispiel, Mercedes-Benz Schweiz – nur Praktikanten, studierende – kein einziger Lehrling! Schwach, respektlos!

  47. Frau Villalon, ich kann Ihnen versichern, dass sich die „Elite“, insbesondere die wirtschaftliche, und die Lehrerschaft in keinster Weise gewogen sind. Im Gegenteil, das sind erbitterte Gegner. Dass sich hier irgendjemand zur Verdummung verschwört ist an den Haaren herbeigezogen. Ich kann Ihnen sagen woher die Verdummung kommt: Von den verdummten Eltern, die Ihren Kindern Ipads, Fernseher, Videospiele und andere Bildschirmtätibkeiten ohne Limit erlauben, weil sie damit schön ruhig und beschäftigt sind und die Eltern selbst ihrer Handysuch fröhnen können. Das lässt sich ganz einfach beobachten. Schauen sie sich mal einen Pausenhof im Gymnasium an: Alle am Bildschirm. Und was machen die Silicon Valley Unternehmer? Die schicken ihre Kinder auf Rudolf Steiner und Montessori-Schulen, an denen Bildschirme verboten sind.

    PS: Gratulation zu ihrer Mässigung im Ton seit einigen Beiträgen.

  48. Guten Tag Frau Villalon
    Schön, dass Sie einen Ort gefunden haben, an dem Sie solchen Stuss mit sovielen – immer noch falschen – Clichés schreiben dürfen (und sogar auch gelesen werden wie figura zeigt).
    Ich rate Ihnen, einmal einen objektiven Vergleich unseres Schulsystems mit unseren Wettbewerbern im Ausland zu machen. Die undifferenzierte Verunglimpfung des ganzen Berufsstandes weist auf Ihre sehr simplen Gedankengänge hin und war im übrigen noch nie hilfreich, aber immer beleidigend für die vielen hochengagierten Fachkräfte.
    Shame on you!
    Stefan Dähler

  49. Und wieder landen Sie einen Volltreffer, Frau Villalon. Nachdem ich über 20 Jahre v.a. Lehrtöchter im Gesundheitswesen ausgebildet habe und auch mehrere Jahre im Schulwesen nebenamtlich tätig gewesen bin, möchte ich Ihnen sagen, auf welchem Niveau die Ausbildung jeweils begonnen hat: dass bei der Begrüssung oder Verabschiedung einer Person z.B. es nicht heisst „morgen“, „en schöne, ade“…sondern guten Morgen Frau XY oder auf Wiedersehen, einen schönen Tag, Herr XY…, also bei eigentlich banalen „Umgangsformen“. Gerechterweise muss ich anfügen, dass ich während der langen Zeit nur bei einer Lehrtochter – unter Beizug des Lehrlingsamtes – per sofort das Lehrverhältnis auflösen musste, da das Verständnis für den Arbeitsalltag, zur Zuverlässig- und Pünktlichkeit, vollständig fehlte. Dank der stetig wachsenden Veradministrierung und Psychologisierung in den Schulen produzieren wir in der Tat das was Sie feststellen:..“erlauben wir uns funktionellen Halbalphabeten en masse zu produzieren.“ Nun müssen wir uns aber fragen, wo liegt denn das Problem? Wer trägt die Schuld für diesen Zustand? Sicher nicht die Kinder und Jugendlichen. Die Schuldigen sind wir Erwachsene.
    Ich versuche eine kurze Erklärung:
    1) Historische Zeitzeugen haben die „Schulpflicht“ schon früh richtig eingeschätzt:
    a) Otto Ludwig meinte: die allg. Schulpflicht wurde nicht eingeführt um mündige Bürger zu erzeugen, sondern um „gehorsame Kirchgänger und gehorsame Staatsdiener zu schaffen.“
    b) Der engl. Philosoph und politische Aktivist Bertrand Russell meinte:
    „Ausbildungssysteme sind nicht entwickelt worden, um echtes Wissen zu vermitteln, sondern um das Volk dem Willen der Herrschenden gefügig zu machen….Es ist nicht erwünscht, dass der normale Bürger selbständig denkt….Nur die Eliten sollen denken. Der Rest soll gehorchen und ihren Führern folgen….Diese Doktrin hat auch in Demokratien alle staatlichen Erziehungssysteme von Grund auf verdorben.“
    2) Im Kt. Bern fast anfangs 2018 die Volksabstimmung statt „Für demokratische Mitsprache – Lehrpläne vors Volk“. Die Vorlage wurde abgelehnt. Der Kommentar in der Zeitung: „Bürgerinnen u. Bürger finden offensichtlich, dass die Fachleute ihre Arbeit gut machen.“ Ein treffenderer Kommentar wäre gewesen: Die schulische Ausbildung überfordert die Eltern und interessiert sie nicht. Oder wie Sie es nennen: „Je verblödeter das Volk ist, desto einfacher komplexe Sachverhalte nach Gutdünken zurechtzubiegen…und mit Pomade durchzubringen.“
    Woran mangelt es? Den Kindern/Jugendlichen fehlen zwei wichtige Voraussetzungen für die charakterliche und intellektuelle Entwicklung/Reifung: nachahmenswerte Vorbilder und klare Verhaltensregeln/Umgangsformen für den Alltag.

    https://www.langenthalertagblatt.ch/region/kanton-bern/bevoelkerung-will-keine-mitsprache-bei-den-lehrplaenen/story/29703375

    • Richtig……

      Zitat :
      ) Otto Ludwig meinte: die allg. Schulpflicht wurde nicht eingeführt um mündige Bürger zu erzeugen, sondern um „gehorsame Kirchgänger und gehorsame Staatsdiener zu schaffen.“

      —————————

      Es brauchte ein gewisse Bildung damit die Untertanen auch gefügige Steuerzahler werden konnten.
      Auch die Armeen brauchten Soldaten die man lenken kann, gerade sie waren ein wichtiger Promoter für die Schulpflicht.

      Aber die Oberschicht wollte sich nie Konkurrenz heranbilden, das war nahezu ein unerwünschtes Nebenprodukt bei Spiel mit der Bildung.

      Wie das funktioniert kann man in Thailand wunderbar mit ansehen.
      Dort wird die Schule nicht verbessert, auch wenn alle Politiker das immerzu beschwören.
      Wer zur Oberschicht gehört schickt seine Kinder auf die privaten Schulen.
      Ich selber habe dort eine Verwandte auf so eine Schule geschickt. Sie hat nun einen guten Job und ernährt damit ihre ganze Familie mit.
      Wer aber zur Geld oder „politischen“ Oberklasse aufsteigen will, von dem wir ein Studium im Ausland erwartet.
      Sie alle „dort oben“ wissen das nur im Ausland echtes Wissen vermittelt wird, das sie dort die Schulzeit nicht mit Huldigungen an die Monarchie vergeuden…… nur werden sie das in Thailand selber natürlich niemals so klar aussprechen.

      Individualisten will man in Thailand nicht.

  50. Liebe Frau Villalon, einmal mehr sprechen Sie mir aus dem Herzen. Den Satz: „Ich hege die leise Befürchtung, dass die Schweizer Eliten ein Interesse daran haben könnten, dass das Volk nicht unbedingt in der breiten Masse… “ sollten sich alle drei mal durchlesen. Es ist die Realität die uns verschwiegen wird. Und nein, es ist keine Befürchtung, es ist die Realität. Mit EU, Brüssel, den Vereinigten Staaten von Europa soll ein Konstrukt geschmiedet werden, in dem der Mensch tatsächlich nur noch so etwas wie eine „human ressource“ sein soll, zu Gnaden der „Oberen Handvoll“.

    Ein Beispiel gefällig. Gestern spielte mir ein befreundeter Lehrer aus D beiliegendes Video einer Bundespressekonferenz einer Gruppe „Scientists for Future“ zu. Der Name steht Programm. Ich habe noch nie in meinen knapp 60 Jahre einen grösseren „wissenschaftlichen“ Schwachsinn gehört. Man*In stelle sich vor, das sind höchstbezahlte Akademiker die sich derart prostituieren. Angeblich gibt es auch tausende von ihnen in der Schweiz die so einen Blödsinn unterschrieben haben. Ich würde mich mit allen zusammen gleichzeitig in die Arena begeben und jeden Satz einzeln auseinandernehmen und den diversen „Wissenschaftler*Innen“ gerne zeigen, mit wie wenig Aufwand vor 45 Jahren, im frontalen Unterricht, Wissen vermittelt werden konnte. Wissen das es heute mit einer Generation „Scientists for Future“ aufnehmen kann.
    Beiliegend das Video: Eine Stellungnahme der daran beteiligten tausend schweizer Wissenschaftler dazu wäre wohltuend.
    https://www.youtube.com/watch?v=OAoPkVfeTo0

  51. Du meine Güte, die letzten fünf Zeilen bringen es auf den Punkt: Da läuft viel zuviel falsch in unserem Land. Die Ausländer sitzen schon zuhauf auch in den Parlamenten. Denk ich an die Schweiz in der Nacht, bin um den Schlaf gebracht!

    • Und schon wieder ein rechter Dummschwätzer. Wenn es Ausländer wären, sitzen die nicht im Parlament. Dort sitzen Schweizer.
      Blocher ist übrigens ein Papierlischwiizer, Köppel auch. Leider kann man diese beiden Scharfmacher nicht mehr als Ausländer bezeichnen. Die sind Eingebürgert. Wie alle anderen auch. Haben Sie das nun begriffen, Sie Bildungsopfer?

    • Zitier doch richtig …
      … und was hat der Erfinder des Sprüchlis für eine Nationalität?

  52. In der Satiresendung „heute Show“ sagte der Moderator: „Ich will, dass die Kinder ANDERER Leute eine Lehre machen.“

    • @ Linker Gutmensch: Erst kürzlich hat so ein „links Grünnachwuchstalent“ behauptet das Vegan Krebszellen abtötet, ich denke es tötet eher Hirnzellen ab.

  53. Natürlich herrscht Bildungsnotstand. Wer noch gelernt hat, selber zu denken, der springt sicher nicht auf den Klimahype auf. Meine Generation hatte noch Vor-68er als Lehrer. Die hatten kritisches Denken gelehrt und nicht nur „Haltung zeigen“.

    • Aber Herr Meier, Sie widersprechen sich ja selbst. Wenn Sie das Wort Klimahype benutzen, haben Sie nicht selbst gelernt zu denken.
      Ja, Ihre Generation wurde noch von den Lehrer verprügelt, schikaniert, ausgegrenzt. Gälled Sie, das waren noch schöne Zeiten!
      Gut ist Ihre Generation langsam aber sicher am abtreten.

  54. Diesmal etwas weniger Polemik tat dem Artikel gut, da er wirklich nun den Nagel auf den Kopf trifft: zu wenig STEM, zu viel Sieben bei sehr jungen Kindern, zu lange Schulpräsenzzeiten – alle gestresst, 85% der Kinder sehr früh als unfähig fürs Gymi gegängelt, Gesellschaftskit bricht.

    Dies wird nun erst zu einem offensichtlichen Problem, da seit einigen Jahren die 45+ jährigen in der freien Wirtschaft rausgeekelt werden. Hier ist die Schweiz im Gegensatz zu ihren Nachbarländern brutal: Alter zählt nichts.

    Also retten sich alle in den Staatsdienst, da lässt es sich gut leben. Wer will dann schon den schwierigen STEM Weg gehen? Hier bräuchte es mal wirklich eine Initiative, aber wir kümmern uns mehr um die Länge der Kuhhörner oder wie wir ignorieren, dass die AHV nie überleben kann, wenn alle älter werden, aber früher aus dem Erwerbsleben ausscheiden.

  55. Klare Worte die nicht nur einleuchten sollten sondern in vielen Bereichen schon Tatsache sind.
    Die Jugend wird in sträflichem Mass fehlgeleitet durch die perfekten Lehrkräfte. Man lässt sie demonstrieren ,füttert ihnen grüne Farbe. Man gewährt der Jugend wenig Bildung aber viel Gehör. Ihre einzige Leistung bis heute bestand darin, die Windeln zu füllen und bis dato keine Leistung für Land und Leute zu erbringen. Das Niveau vieler Eltern zeigt den Bildungsstand bereits auf wenn sie das dulden.

    • Und nutzt beste Bildungszeiten zu indoktrinierten „Klimastreiks“

  56. „während die Wirtschaft von ausländischen Führungskräften gelenkt wird . . “ – diesem Verein sagt man economiesuisse. Der Name ist Etikettenschwindel!

  57. Naja. Die „Anderen“ dürften nicht wirklich schlauer sein denn:

    Sie hätten merken müssen dass unser Finanzsystem gegen die Wand fährt. Eigentum ist endlich, Ressourcen sind endlich…warum verhalten sich alle so als ob das Zeug unendlich wäre? Dazu noch die auf Zeit wachsende Akkumulation des Vermögens…

    Alternativvorschläge zum ewigen Wachstum fehlen.

    Wo also hört die Exponentialkurve auf?

  58. ^ This!

    Lehrplan 21 ist ein Zeichen dafür, wie exorbitant die Gesellschaft gescheitert ist – gegenüber dem Soziopädagogischen Moloch, der die Macht nicht mehr aus der Hand gibt.

    Vermischung von Inkludierung puncto Integration anstatt richtige, intensive Förderung = Regelklassen verkommen zum Tummelfeld, auf dem die Schwächen der Einen die Stärken und Talente der Anderen herausfordern. Resultat: beide profitieren weniger und zuguterletzt sind die Lehrkräfte am Anschlag.

    Das einzige, was hilft, ist, sofort wieder Kleinklassen für Integration/Förderung einzuführen und keine verhaltensauffälligen Kinder in Regelklassen unterzubringen. Dann klappt es auch wieder mit einer Lehrperson pro Klasse, nicht 2 oder gar 3.

    Und dass Eltern die Erziehung der Kids der Schule überlassen ist ein weiteres Phänomen, dem sofort der Riegel geschoben gehört.

    • Die Anpassungen erfolgen IMMER nach unten, damit die Leistungsschwächeren mithalten können. Ergebnis: Schulfrust, Leistungsverweigerung, Minderleister einfach aus Langeweile und zuwenig Herausforderung.

  59. Nicht nur das Schweizer Volk wird zur Schaubudenfigur degradiert, sondern auch das Schweizer Parlament (=unser Gesetzgeber!), welches längst nicht mehr den Willen des Volkes repräsentiert, sondern – gegen sehr gute Bezahlung – zum Handlanger von ausländisch geführten Grosskonzernen und Wirtschaftsverbänden mutiert ist. Die direkte Demokratie ist längt zur Filzdemokratie geworden, in welcher sich jeder selbst am nächsten ist.

  60. Das ganze hat doch System, die Schüler werden instrumentalisiert um sich für den Klimawandel zu demonstrieren. RAV und Ausgesteuerte, Migranten und…. werden durch eine ganze Scharr von Leuten aus der Sozialindustrie betreut. Nicht mit dem Ziehl eigenständig zu werden, sondern möglichst lange im Sozialsystem zu verharren. Diese Jobs sind mit einfachem Studium, wenig Arbeit und gutem Lohn ausgestaltet, denn auch diese Leute braucht es um die Links-Grün Regierung am leben zu halten. Da werden Sackgassen Verkehrsberuhigt, 2m breite Bürgersteige auf 3m ausgebaut, obwohl pro Tag nur ein Duzend Leute auf dem Bürgersteig gehen,Parkplätze aufgehoben, Bäume gepflanzt. Was das a für eine Schikane für die Bevölkerung ist, b die graue Energie wo da verpufft wird, Geld wo anderswo viel besser eingesetzt werden könnte, keiner wehrt sich.
    Der Anwohner fährt unnötig im Quittier herum einen Parkplatz zu suchen, Feinstaub, CO2, Lärm lassen grüssen. Dann wollen wir noch eine 2000 Watt Gesellschaft! Aber auch da wird hat wider eine Umweltstudie gemacht wo das ganze rechtfertigt. Kosten wenn interessierts? Bis alles unendlich Teuer wird!

    • Niemand wehrt sich? Stimmt nicht, in Zürich-Höngg wehrt sich die Anwohnerschaft sehr heftig gegen die Aufhebung von Parkplätzen und Verbreiterung der Trottoirs auf zwei verkehrsarmen und verkehrsberuhigten Strassen mit Tempo 30 und ohne Durchgangsverkehr (!). An den beiden Projekten wird sich das zuständige Amt noch die Zähne ausbeissen.

    • Tja , auch Trudi ein Opfer der Bildung. Nichts gelernt und will wohl auch nichts mehr lernen. Falls Sie es noch nicht gemerkt haben: die Kinder demonstrieren für ihr künftiges Leben. Eventuell wollen die Kinder nicht im Dreck leben, der all die Trudis hier verursachen. Aber für Trudi reicht es hier noch allemal. Nach Trudi die Sintflut. Armseliges Trudi.

    • @Linker Gutmensch; genau die Kinder demonstrieren für Ihre Zukunft wo mit all dem kommenden Vorschriften für Ihre eigene Versklavung.
      Und sagen sie mal welcher Grüner oder Linker hat je was erschaffen
      als Unternehmer, und Arbeitsplätze und Wohlstand generiert? Damit meine ich nicht aufgeblähte Verwaltungsbeamte wo auf kosten der Bevölkerung immer neuer Mist erfinden!

  61. Die Art der Ausbildung lässt ein Lernen gar nicht zu. Man muss sich auf das Auswendiglernen, Nachplappern und Anpassen beschränken. Damit sind natürlich jene mit gutem Gedächtnis und rascher Auffassungsgabe und taktisch Denken im Vorteil. Jene, die eher strategisch denken und vor allem am Anfang länger brauchen, sind im Nachteil, weil sie nie mithalten können und ausgesiebt werden, bevor sie in die Gänge kommen.
    Kurz, es werden die falschen ausgesiebt und die falschen kommen weiter. Zudem können auch nicht alle gleich erfolgreich von einer Sprachlektion in Stunde 1 auf die Mathelektion in Stunde 2 umdenken.
    Aber zum Glück ist das nicht mehr mein Problem…

  62. Guter Artikeln….endlich begreif jemanden, wie die Dinge funktionieren. Und man kann noch weiter gehen: wie funktioniert eine Demokratie unter diesen Umstände. Die Antwort ist klar hier…
    Aber wäre nicht so schlimm, wenn nicht diese “ Filz, Falz, Fulz“ existierte, die das ganze System zu Dekadenz und Korrupt macht…Meritokratie und die beste Minds bleiben auf die strecke….und wir werden immer mehr durch “ Apparat – Idioten“ geführt und Illusioniert…das ganze hat eine Ende und wir wissen wie, fragen dazu?

  63. Unsere Bildung passt sich einerseits dem umliegenden Ausland an und andererseits ist das Niveau in der Schweiz grundsätzlichgesunken. Früher ohne Matur kein Zugang zur Universität. Heute kommt man fast auf jede erdenkliche Katzart (Passarellen usw.)irgendwie noch an die Uni. Für andere früher die Berufslehre und dann die Möglichkeit Richtung HTL und HWV. Die ganze Bologna Reform hat seines dazu getan das ganze bestehende Bildungssystem in der Schweiz zu verwässern. Unser System hatte sich immer bewährt und unser Land zu dem gebracht was es heute ist und die Jugend profitiert von dem errungenen Wohlstand.

    Darum frage ich mich manchmal ob dieser Fachkräftemangel wirklich derart akut ist wie behauptet wird. Selbstverständlich Herr Karrer und seine Economie Suisse möchte einfach aus einem grösseren Reservoir schöpfen können.

  64. die gesellschaft bescheisst sich selber.
    die kinder verblöden.
    die mütter auch.
    die väter sowieso.
    alle wollen nicht mehr wirklich und
    richtig arbeiten.
    jeder schummelt sich irgendwie durch.
    keine führung, keine visionen, keine ziele.
    zeit, dass sich der mensch selber
    abschafft.

  65. Zitat „Das neuste und viel zitierte Beispiel in Sachen Mathematik: Nur 62 Prozent der Schweizer Schüler erreichen am Ende der obligatorischen Schulzeit die mathematischen Grundlernziele.“

    Das Problem ist – man muss zwischen Schweizern und „Schweizern“ unterscheiden. Die Statistik tut das nicht. Unsereiner fördert seine Kinder besser und bringt die Sprache mit, ausländische Kinder müssen nicht selten erst die Sprachbarriere überwinden.

    • @Supermario: S.L. hat schon recht, wenn der Fremdsprachige zuerst Deutsch lernen muss, mit Schweizerdeutsch auch nicht klar kommt, dazu noch Französisch und Englisch Pflicht ist, dann bleibt nicht mehr viel Zeit für Mathematik. So gesehen besteht sehr wohl eine Sprachbarriere.

    • Ich kenne sehr viele Klassen… und man kann das nicht so pauschal schubladisieren. Eigentlich gibt es viele Kinder, die in Mathematik gut sind – unabhängig davon ob sie in den Sprachen gut sind. An der Mathematik Bildung muss man doch noch arbeiten: es wird zuwenig ‚auswendig‘ gelernt und es werden zuwenige Übungen gelöst… ich bin recht gut in Mathe, aber bei dem aktuellen Unterrichtsmodell, wäre ich wahrscheinlich halb so gut geworden.

  66. Weil die allermeisten eh nicht (mehr) rechnen können oder wollen gelingt es, einen ganzen Kontinent mit einem Lügen – Geldsystem der Entwertung und Verwässerung zu überziehen, denn für den Umstand, im Urlaub keinen Sortenumtausch mehr vornehmen zu müssen ist jedermann bereit, große Teile seiner Kaufkraft und Altersversorgung zu opfern.