Patrik Gisels neues Leben

Offenbar Mandat bei Turmspringverband – Home Sweet Home in Romandie – Wie Ospel, Ebner: Bin dann mal weg.

Vor einem halben Jahr gabs einen Abgang mit Getöse. Patrik Gisel verliess seine Raiffeisen Schweiz vorzeitig, nachdem eine Beziehung mit einer Verwaltungsrätin der Nummer 3 des Landes publik geworden war.

Seither ist es still um Gisel, der während 15 Jahren dem grossen CEO der Raiffeisen-Gruppe stets zu Diensten gewesen war. Einmal wurde ein Verkaufsinserat seiner Wohnung an der Zürcher Goldküste bekannt.

Sonst: Schweigen. Das ist so geplant. Gisel hat seinen Radius in die Romandie verschoben – zur neuen Partnerin, der erwähnten Ex-Verwaltungsrätin, die aus der französischen Schweiz stammt.

Und: Der Ex-Spitzenbanker sucht sein Glück in neuen Mandaten, die weit weg sind vom angestammten Bereich.

So soll Gisel kürzlich eine neue Aufgabe bei Swiss Diving angenommen haben. Es handelt sich um den Verband der Turmspringer. Gisel war einst selbst ein Spitzenmann unter den Springern von hoch oben ins Wasser.

Gisel liess eine SMS-Anfrage von gestern nach seinem neuen Engagement unbeantwortet, welches derzeit die Runde macht. Aus Raiffeisen-Kreisen heisst es, er wünsche, nicht gestört zu werden.

Auf Facebook ist Gisel auch nicht mehr einfach zu finden. Solange er bei der Raiffeisen das Zepter schwang, gab es von ihm Fotos mit seinem Propeller-Flugzeug und beim Sprung vom Turm – im Speedo-Dress.

Mit seinem Abtauchen hat sich Gisel schnell aus der Schusslinie genommen. Er soll die neue Ruhe schätzen, heisst es.

Das Turmspringen-Mandat wäre ein Zeichen, dass der Mann, der nach dem Fall seines Ziehvaters massiv unter Druck geraten war, heute nur noch wenig exponierte Verpflichtungen sucht.

Das Kalkül dahinter lautet: abtauchen, schweigen, Gras über die Sache wachsen lassen.

Marcel Ospel machte dies exemplarisch vor.

Der UBS-Präsident hatte die 50 Milliarden-Pleite der führenden Schweizer Bank zu verantworten. Am Ende musste der Steuerzahler rettend einspringen.

Ospel leistete ein wenig Wiedergutmachung, indem er auf offene Boni verzichtete. Die Behörden liessen ihn springen.

Vor allem sagte Ospel nie mehr öffentlich ein Wort. Er engagierte sich zusammen mit seiner Frau bei Fintech-Startups, doch tat er dies leise.

Ein Interview mit Ospel? Gab es nie mehr seit seiner Abtritts-Generalversammlung von Frühling 2008.

Auch Martin Ebner, einst grosser Börsenschreck und dann im 2002 riesiger Pleitier, verstand es, sich aus dem medialen Rampenlicht zu nehmen. Heute steht Ebner wieder als reicher Mann da. Aber nur mit seiner Helvetic-Airline macht er ab und zu öffentlich „Wind“.

Kommentare

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  1. Zitat: „dann eher schon, was ex frau von vincent so treibt,…

    Sie hat doch jetzt eine Stelle bekommen von Peter S. und dessen Firma Aebi-Schmid.

  2. Er hat ja unter Vincenz und nachher selber als Boss genügend Geld direkt und via PK kassiert, da kann er nun gut Frührentner sein.
    Fraglich ist, ob er dann auch noch Fragen zu früher gestellt gekriegt. Das würde dann ziemlich mühsam werden.

    • Immerhin hat es keine Entlastung für 2018 für die GL und den VR der RBCH gegeben…!
      Man muss das Geld dort holen, wo es unrechtmässig hingeflossen ist!!
      Was sich die Typen für Hobbies auf ihr Alter zugelegt haben interessiert niemand…

  3. Einladung zur Aktivierung des Denkvermögens!
    Der Begriff Steuerzahler ist der Infizierung des Denkvermögens mit dem Virus Zahler geschuldet. Wer über Geld schreibt und redet, sollte schon das Geldsystem in seiner Entstehung und Auswirkung zur Abdeckung der Bedürfnisse mittels gegenseitiger Leistungserbringung, begreifen.
    Aus betreuter Bildung, will heissen Sekte Fakultät Ökonomie, kann man keine Denkhilfe erwarten. Dazu genügen zirka 5 Minuten Aktivierung des Denkvermögens.
    Würden die Menschen das Geldsystem verstehen, wir hätten eine andere Gesellschaft und Politiklandschaft; denn die Betrügereien wären beendet!
    Gratistipp: Ohne Ausgaben eines Dritten, kann man selbst kein Geld ausgeben = Geldkreislauf! Geld entsteht mit Ausgeben der Bankkreditnehmer und zirkuliert als nicht getilgte Bankkredite!

  4. Es ist schon so: In St. Gallen vermisst man Gisel überhaupt nicht. Sein „Untertauchen“ ist auch ein Eingeständnis dafür, dass er in St. Gallen einigen Schutt und Asche hinterlassen hat…

  5. Für mich ist ein totaler Rückzug immer auch ein öffentliches Eingeständnis, dass man den Job nicht gut gemacht.

  6. Raiffeisen gewinnt BILANZ-Rating 2019: Beste Anlagebank in der Kategorie «national»

    Das Wirtschaftsmagazin BILANZ zeichnet Raiffeisen als beste Bank für Anlagekunden in der Kategorie «national» aus. Dieser erste Rang bestätigt die Beratungs- und Anlagekompetenz und stellt Raiffeisen als starke Bankpartnerin dar.

    «Besonders überzeugt hat Raiffeisen mit dem ganzheitlichen Ansatz der vorgeschlagenen Anlagelösung.»

    Das Wirtschaftsmagazin BILANZ hat zum elften Mal die Dienstleistungen insbesondere im Anlagebereich von Schweizer Banken verdeckt getestet. Im Namen eines echten Kunden suchte die BILANZ eine Bank, die für sein Vermögen und seine Lebenssituation eine passende Anlagelösung unterbreitet. Neben einem umfassenden Anlagevorschlag galt es, dem Kunden hinsichtlich Immobilien, Finanzplanung und Vorsorgeleistungen zu beraten. Gut getarnt wurden so im Auftrag von BILANZ knapp 100 Banken angeschrieben. Unter den Finalisten wurde Raiffeisen am Ende durch eine hochkarätige Jury als beste Bank «national» ausgezeichnet.

    «Im Zentrum der Lösung stand ein Vermögensverwaltungsmandat.»

    Raiffeisen analysierte die Vermögenswerte sowie die Gesamtsituation des Kunden und erarbeitete – basierend auf einer Einschätzung der Ausgangslage sowie einer Risikoanalyse des Kunden – einen ganzheitlichen Lösungsvorschlag.

    «Dabei konnte Raiffeisen Ihre Anlagekompetenz und starke Kundenorientierung unter Beweis stellen.»

    Die BILANZ hat damit Raiffeisen in einem aufwendigen Test zu einer der führenden Anlagebanken der Schweiz ausgezeichnet. Diese Auszeichnung unterstreicht die überzeugende Leistung von Raiffeisen in der gesamtheitlichen Beratung und in der Ausarbeitung von Anlagelösungen.

    Interessiert? Sprechen Sie mit Ihrem Berater über eine Anlagelösung 

    Der aufwändige BILANZ-Test kurz erklärt

    Im Herbst 2018 wählte die hochkarätige Jury rund 100 Banken aus. Um nicht entdeckt zu werden, hat die BILANZ dieses Jahr ValueWorks, ein Multi-Family Office, zwischengeschaltet; dieses holt für Kunden regelmässig Angebote ein. Die Situation und die Wünsche des Testkunden wurden dargelegt und um eine Offerte inklusive eines detaillierten Vorschlages angefragt bei den Banken. Die gemäss Jury-Wertung besten 17 Anlagevorschläge wurden durch das Institut für Vermögensaufbau (IVA) in München anhand von rund 60 Kriterien analysiert.

    Punkte gab es unter anderem für das Bemühen, die Gesamtsituation des Kunden zu verstehen, für die Transparenz der Produktumsetzung, das Risikoprofil, die Risikoaufklärung und die Kosten. Auf Basis dieser Analyse selektierte die Jury unter Leitung von Finanzprofessor Thorsten Hens die auszeichnungswürdigen Banken und die Besten der vier Kategorien Banken national, Banken regional, Privatbanken und Auslandbanken

    • Du bist wohl auch vom Turm gesprungen, ohne vorher zu prüfen, ob auch Wasser im Schwimmbecken ist…?

    • Genau, und weil sogar LIBOR eine Mindestlaufzeit von drei Jahren hat und eine Kündigungsfrist von sechs Monaten, kann ich genau diese Bank nicht empfehlen! Es werden demnächst deswegen Mio von der Raiffeisen wegfliessen von unserem Konto.

    • Es behauptet ja niemand, dass die über 250 Raiffeisenbanken im Land keinen guten Job machen. Da hat es viele engagierte Mitarbeiter, die ihre Kunden gut beraten.

      Das Problem ist die aufgeblasene und überheblich Zentrale in St. Gallen, welche den über 250 Raiffeisenbanken im Land gehört.

    • Cool finde ich das ‚Bemühen, die Gesamtsituation des Kunden zu verstehen‘.

      Bemühen kann man sich ja mal

    • Ich kann diesen Test nur bestätigen. Die Raiffeisen Vermögensberatung ist Privat-/Gross- und Kantonalbanken weit voraus. Mit meinem Vermögen von knapp 5 Millionen wurde ich bei Julius Bär als Nummer behandelt, bei Raiffeisen erhielt ich eine persönliche Beratung inklusive Zugang zum Fachzentrum mit Spezialisten zu den Themen Finanzplanung und Nachlass. Hervorragender Service, vielen Dank Herr Wegener!

  7. mal ehrlich, wer interessiert sich für gisel??
    dann eher schon, was ex frau von vincent
    so treibt, bzw. die strafbehörden!?

    • Volltreffer. Ja.Exakt.
      Warum gibt’s keine Vorladung für die ex Compliance Chefin ?
      Genossenschafter sollen alles ausbaden? Warum beschleicht einen das Gefühl dass das End-Verdik so aussehen wird :
      “ die alle sind doch genug bestraft worden, U-Haft, die Familie zerstört, Job weg, lassen wir sie mal in Ruhe. Und ja, eben, keine strafbare Handlungen. .. Adieu.

    • Vincent?! Echt jetzt? Unglaublich wie doof gewisse Leute sind, wissen nicht mal den Namen von den Leuten über die sie reden möchten.

  8. „Am Ende musste der Steuerzahler rettend einspringen.“
    Immer wieder derselbe Unsinn: Die Steuerzahler mussten keinen einzigen Steuerfranken bluten. Im Gegenteil, das Geschäft vat Geld in die Steuerkasse gespült.

    • @Tschovanni

      Lieber Schowanni

      Auch nicht die hellste Kerze auf der Geburtstagstorte, huh?

      FAKT IST UND BLEIBT:
      Am Ende musste der Steuerzahler rettend einspringen.

      Oder, etwas genauer:
      Am Ende haben die zuständigen Behörden entschieden, dass der Bund (und damit der Steuerzahler) rettend einspringen muss.

      Dass dann das Geschäft Geld in die Steuerkasse gespült hat, ist zwar auch ein richtig. Nur konnte man das zum Zeitpunkt der rettenden Einspringens noch nicht wissen. Weil, wie es so schön heisst, das Voraussagen der Zukunft sehr schwierig ist …
      Schauen Sie nur mal bei den Wettervorhersagen – insbesondere hierzulande, 3+ Tage in die Zukunft.

      Nebenbei:
      Walter Kielholz liess seinen Biographen René Lüchinger auch schreiben, der 3 Milliarden „Loan“ von Warren Buffett im Jahr 2009 zum Spottpreis (oder war das ein Preis zum spotten?) von nur gerade 12% Jahreszins in einem Beinahe-Nullzins-Umfeld wäre nicht nötig gewesen.

      Das mag zwar im Nachhinein so erscheinen, ist aber dennoch inkorrekt: Denn wenn es scheint, dass jemand nahe an der Insolvenz ist, dann
      – wollen alle Schuldner ihre Kohle schnell zurück (sog. Bank Run)
      – ist niemand mehr bereit, Kohle auszuleihen.

      Fragt mal die „Genies“ des Long Term Capital Management (LTCM) Funds,
      (https://en.wikipedia.org/wiki/Long-Term_Capital_Management),
      etwa John W. Meriwether oder Myron S. Scholes und Robert C. Merton, Nobelpreisträger.

      Oder fragt Mario Corti und Jacqueline Fouse von der Swissair.

      All dies gilt übrigens nicht nur für die oben genannten Firmen, SONDERN AUCH FÜR DIE UBS!

    • Falsch, Dschowi !
      Pures Glück und das Risiko lag bei jedem einzelnen Schweizer Steuerzahler !

  9. Hätten wir keine Leute die etwas bewegen und riskieren wäre unsere Landschaft fad ! Nach dem Fall wieder aufstehen zeugt auch von Kraft und Disziplin !?

  10. Ist doch gut, lernt der Ostschweizer etwas die schöne Romandie kennen. Der 0815-Bünzli-Deutschschweizer kennt doch höchstens die Genfer Palexpo-Hallen vom Automobilsalon…

  11. Wozu die ganze Aufregung?

    Auch bei Gisel sieht es nicht anders aus, als bei allen anderen entlassenen Bankern: unbrauchbar, RAV, ab in die Bedeutungslosigkeit.

    Seit dem Fall des Bankgeheimnisses und den Nullzinsen werden 3/4 aller Banker schlicht nicht mehr gebraucht. „Qualitäten“ wie kurzsichtige, sture Disziplin, Eigenützigkeit, Heissluftblasen, unfähiges Blenden und potenzloses Werkeln/Managen sind nicht mehr gefragt – kann jeder.

    Heute sind gefragt sinnstiftende Arbeit, strategische Weitsicht, tiefe und breite Fachkompetenzen, soziale Intelligenz, neues und adaptives Denken, virtuelle Zusammenarbeit, Mitanpacken und rasches, flexibles Handeln.

    • Ihr letzter Abschnitt gefällt mir. Diese Attribute gelten nur für ein paar wenige Managerli. All diese Eigenschaften lernt man mit den Jahren und Erfahrungen. So mit 45+ ist man dann so weit, doch oh je, dann wird man in der Finanzbranche entlassen………

  12. Turmspringer? Na ja, wenigstens scheint er beim Sport mehr „Eier“ zu haben, als bei seiner Rolle als PV-Vize und dann als RCH Nummer 1. –