Wie im Sparta der Antike: Schweizer Ü50 werden von der Klippe geschmissen

Überbrückungsrente von Bundesrätin Keller-Sutter kreiert Alters-Apartheid – Job-Chancen statt Bundes-Almosen – Freizügigkeit weg.

Edward Phelps, 86, Nobelpreisträger der Ökonomie, bezeichnet eine Wirtschaft, welche ihre älteren Mitarbeiter entsorgt, als „Abfallwirtschaft”.

In der Tat, wir leben länger, jedoch wird die Arbeit knapp – zumindest für über 50-jährige Arbeitnehmer.

Hohes Gehalt, grösserer BVG-Beitrag des Arbeitgebers, geringere Schablonenqualitäten: Die älteren Arbeitnehmer, insbesondere die “Ü50”, werden deshalb in der Schweiz gerne beruflich entsorgt.

Ein riesiger Fehler.

Die Schweizer Wirtschaft verfügt mittels der Personenfreizügigkeit über ein unerschöpfliches Reservoir an europäischen Arbeitskräften. Sie kann nach belieben auswählen: jung, bestens ausgebildet (die Kosten der Ausbildung trug der Heimatstaat), willens, sich in jede Schublade drücken zu lassen.

Und durstig nach der Lohndifferenz zu ihrem Heimatland. (Ein von einer Top-Uni ausgebildeter Informatik-Ingenieur mit Masterabschluss und guten Englischkenntnissen in Spanien verdient im Durschschnitt 2’050 Euro, minus Steuern und Sozialabgaben, verbleiben somit netto 1’390 Euro pro Monat. Eine Kleinwohnungsmiete kalt, zum Vergleich, ist ab 700 Euro zu haben.)

Obwohl Europa rasant altert – bereits 20 Prozent der Europäer werden im Jahr 2021 älter als 65 Jahre sein, bei immer tieferen Geburtenraten -, verfügt die Schweizer Wirtschaft immer noch über genügend Attraktivität, um die besten jungen Talente ins Land zu holen.

Schweizer Hochpreisinsel und stabiler Schweizer Franken sorgen dafür. Dies wird seit Jahren in den positiven Einwanderungssaldi der Schweiz sichtbar.

Jedes Jahr eine neue Stadt in der Grössenördnung zwischen Biel und Luzern, das freute die Bauwirtschaft und die Landbesitzer ungemein; ein nie enden wollender warmer Geldregen.

Doch was geschieht mit den von der Schweizer Wirtschaft entsorgten älteren inländischen Arbeitnehmern?

Sie gehen vergessen.

Das Schweizer System ist krass, kalt und gefühlslos. Wie im Sparta der Antike, werden die älteren Arbeitnehmer einfach von der Klippe geschmissen.

Lange wurde diese Tatsache unter kosmetisch ausgewählten Statistiken eigener Brauart (nicht nach ILO-Standards, sprich keine Erwerbslosenstatistiken, dafür Arbeitslosenstatistiken ohne Berücksichtigung der Ausgesteuerten) durch die Regierung beschönigt.

Das Bild konnte nicht verzerrter sein: Während die Schweizer Hurra-Medien, verbandelt mit Wirtschaft und Politik, vom Jobwunder Schweiz posaunten, füllten sich die Online-Kommentarspalten mit verzweifelten Aussagen älterer Arbeitnehmer.

Hilfe, hier stimmt was nicht, ich bekomme nach 300 Bewerbungen keinen Job, nur Absagen, bald werde ich ausgesteuert.

Als ich zum hundersten Mal einen solchen Kommentar las und sich ein ausgesteuerter Familienvater in meiner Nachbarschaft das Leben nahm, verfasste ich daraufhin hier einen ungefilterten Beitrag kurz vor Weihnachten.

Er handelte von den neuen Parias (Ausgestossenen) der Schweizer „Abfallwirtschaft“ (frei nach Edward Phelps), von Arschlöchern und von Komödianten. Hat sich seitdem etwas geändert im Alters-Apartheids-Staat Schweiz? Nein, nicht wirklich.

Da wäre einmal das von Bundesrätin Karin Keller-Sutter lancierte Novum. Gestreckt arrogant, sehr selbstbewusst, suggeriert die Dame, sie verfüge über „Führungskompetenzen“, in dem sie eine neue Überbrückungsrente für Arbeitnehmer ab 58 Jahren ankündigt.

Dies sei keine Sozialhilfe; Verbrauch des eigenen Vermögens nicht notwendig. Die Überbrückungsrente soll jährlich für eine Einzelperson 50’000 Franken betragen, für ein Ehepaar 73’000 Franken (plus Sonderkosten, damit maximal für eine Einzelperson 4’900 Franken pro Monat).

Kleingedrucktes?

Um in den Genuss dieser Überbrückungsrente zu kommen, müssen mindestens 20 Jahre AHV-Beiträge einbezahlt worden sein, es darf bei Einzelpersonen kein persönliches Vermögen grösser als 100’000 Franken bestehen (Ehepaare 200’000 Franken); Wohneigentum wird nicht eingerechnet.

Qualifiziert für die Vorzeitrente sind Arbeitnehmer, welche ab 58 Jahren arbeitslos werden und bis 60 Jahren RAV-Taggelder beziehen. Ab 60 Jahren überbrückt somit diese Rente die Zeit bis zur ordentlichen Altersrente (65).

Fein. Das heisst: ab sofort entweder sämtliche Ersparnisse in das eigene Haus stecken, bis keine 100’000 Stutz übrig bleiben, oder die Kohle verprassen, damit man in den Genuss dieser Überbrückungsrente kommen kann.

Wobei die zweite Variante zu empfehlen ist, da ich der ersten Variante (Abzahlung der Hypothek) nicht über den Weg traue. (Der Staat baut immer dort ab, wo es was hat, und nicht, wo es nichts hat.)

Dabei kommt mir eine flüchtige Bekannte aus meinem Goldküsten-Nachbardorf in den Sinn: Hannelore.

Hannelore hat damals ihren Porsche Carrera nach ihrer Nagellack-Lieblingsfarbe vom Porsche Werk umbemalen lassen (eine Art Schreckensviolett, keine Porsche-Standardfarbe) und lebte in einer 12’000 Franken teuren Attika-Mietwohnung im Seefeld in lauter Armani- und Fendi-Möbeln.

Jedes Jahr 5 Wochen Ferien auf Mauritius sowie 3 Wochen Silvester-Ferien in St. Moritz waren die Norm, bis die Kohle des lieben Ehemannes voll und ganz verbraten war.

Seither lebt das kinderlose, eingewanderte Ehepaar auf Kosten des Steuerzahlers in einer durchaus adretten 1,5-Zimmer Wohnung am See; und neuerdings wurde der betagte, doch etwas störende Ehegatte ins bequeme Alters- und Pflegeheim der Gemeinde eingewiesen.

Alles gratis und franko. Keine Scham, kein schlechtes Gewissen, sein eigenes Geld verprasst zu haben, während man nun seit Jahren auf Kosten von Schweizer Normalo-Familien mit kleinen Kindern lebt.

Nein, rein goar nix.

Keller-Sutter und der Bundesrat haben kein Blatt vor den Mund genommen. Diese neue Überbrückungsrente ab 58 Jahren wird lanciert, um der Initiative der SVP zur Kündigung der Personenfreizügigkeit (PFZ) vorzukommen. Die alles steuernde Economiesuisse und ihr politisches Anhängsel, die FDP, haben wohl vor dem Stimmenpotential der frustrierten Ü50-Schweizer Angst.

Lieber das Geld der Allgemeinheit einsetzen, als auf das enorme Manna der jungen, gut ausgebildeten Billigeuropäer für die Grossfirmen verzichten.

Gemäss Keller-Sutter soll uns diese Überbrückungsrente pro Jahr nur ein kleiner dreistelliger Millionenbetrag kosten, sich bei läppischen 300 Millionen Franken einpendeln.

Frau Keller-Sutter rechnet wohl nicht mit all den „Hanneloren“ der Schweiz. Sie wird noch auf die Welt kommen.

Doch was geschieht mit den Arbeitnehmern, welche bereits mit 50, mit 52 oder mit 55 Jahren beruflich entsorgt werden? Die dürfen weiterhin von ihren Ersparnissen leben, nach dem Aufbrauchen der RAV-Tage, bis sie fast völlig mittellos sind (4’000 Franken Vermögen).

Denn: Die Vorrente gibts nur unter den oben genannten Bedingungen in der Rubrik Kleingedrucktes.

Wo bleibt also der gross angekündigte „Führungsanspruch“ der neuen Bundesrätin? Was für eine Überbrückungsrenten-Finte soll denn dies gewesen sein?

Glaubt jemand im Ernst, dass damit die Probleme der über 50-jährigen Arbeitnehmer in der Schweiz auf einen Schlag gelöst sind?

Eine Versammlung von Ökonomie-Nobelpreisträgern hat unter dem Thema „Das Leben in einer alternden Ökonomie“ verschiedene Diskussionen und Analysen in Madrid durchgeführt. Eine Grunderkenntnis: Die Entsorgung älterer Arbeitnehmer schafft sozialen Unfrieden und wütige Wähler.

Eine andere Grunderkenntnis: Die Altersvorsorge wird zusammenbrechen, falls das Rentenalter mit 65 Jahren beibehalten wird; das Rentenalter muss daher erhöht werden.

Jedoch werden heutzutage die Arbeitnehmer bereits mit 50 Jahren beruflich entsorgt. Wie wird dies wohl enden?

Gemäss Professor Raymond Barr von der London School of Economics gibt es nur vier Optionen, um das erstmalig vom damaligen preussischen Kanzler Otto von Bismarck eingeführte System mit Rentenalter 65 zu ändern.

1.) Eine Erhöhung des Rentenalters, dies bedingt jedoch die Möglichkeit, dass die Arbeitnehmer auch die echte Möglichkeit erhalten, bis 70 Jahren arbeiten können. 2.) Eine Herabsetzung der Renten. 3.) Eine drastische Erhöhung der Beiträge. 4.) Die Erzielung einer viel höheren Wirtschaftsleistung in Form eines höheren BIP, welches aufgrund der erhöhten Steuererträge das Rentensystem fnanzieren würde.

Professor Barr sieht die Lösung in einer Heraufsetzung des Rentenalters mit einer Neudefinition der Arbeit im Alter. Er schlägt eine Art Teilzeitarbeitsmodell mit geringerem Lohn ab 65 Jahren vor, begleitet durch eine lebenslange Weiterbildung.

Der peruanische Nobelpreisträger Mario Vargas-Llosa, ein Schriftsteller, zitiert gerne die Anekdote des griechischen Philosophen Sokrates im Zusammenhang mit dem lebenslangen Lernen.

Der zum Tode verurteilte griechische Philosoph überraschte seine Gefängnisaufseher, weil er bis zur letzten Minute vor der Hinrichtung persische Vokabeln lernte. Sie fragten ihn nach dem Nutzen in dieser ausweglosen Situation. Daraufhin antwortete Sokrates: Ich will eben Persisch lernen.

Die Schweiz unternahm bisher wenig bis gar nichts, damit sich Arbeitnehmer in diesem Sinn ein Leben lang weiterbilden können. Es ist eben billiger und schneller, ausländisches Personal einzustellen.

Diese Sichtweise ist kurzsichtig, dumm, und sie sabotiert den sozialen Frieden und die Zukunft im Land.

Der Grossteil der Menschen möchte ab 50 Jahren keine Almosenempfänger von Frau Keller-Sutters Gnaden werden, ebenso haben die meisten Schweizer keine „Hannelore“-Ader.

Was die Arbeitnehmer ab 50 Jahren möchten, ist einfach eine anständige, geregelte Arbeit, so wie wie ihre jüngeren Mitbürger haben, und zwar bis zu ihrer ordentlichen Pensionierung.

Dies will die Elite im Land nicht verstehen, weil sie ein Interesse hat, es nicht verstehen zu wollen: von der BVG-Industrie bis zu den Interessenvertretern der mächtigen Wirtschaftsverbände, die sich mit den billigen, hochgebildeten E-Einwanderern eine nicht endende, goldene Nase verdienen und sogar die Aktion mit der neuen Überbrückungsrente öffentlich unter der Rubrik „Europapolitik“ verbuchen (nicht mal unter dem Thema Altersdiskriminierung).

Ich plädiere daher offen für eine Kündigung der Personenfreizügigkeit mit der EU, einer Änderung der BVG-Beitragsstruktur sowie eines Verbotes der Altersdiskriminierung im beruflichen Selektionsprozess.

Bis es soweit ist, müssen über 50-jährige Arbeitnehmer, teilweise schon über 45-jährige, viel mehr öffentlichen Radau veranstalten; ich meine damit, positiven öffentlichen Radau, mit einem Marsch nach Bern aller Betroffenen beispielsweise.

Von unseriösen Ü50-Interessenverbänden, welche den Betroffenen eine Gebühr abverlangen oder einen Ü50-Ausweis gegen Geld andrehen wollen, halte ich nichts. Seid gewarnt, es gibt allerlei Vögel in diesem Land.

Kommentare

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  1. Es wurde eine Demo organisiert. Kommt alle dahin. Sie findet am 19. September ab 11.00 Uhr bis ca. 16.00 Uhr statt auf dem Waisenhausplatz. Wir kämpfen gegen die Arbeitslosigkeit
    Aussteuerung
    Altersarmut
    Ausgrenzung und sozialen Abstieg durch Jobverlust.
    So kann und darf es nicht weiter gehen.
    Liebe Grüsse
    Franziska Hulliger Organisatorin
    079 350 53 06
    fraenzi-bruno_hulliger@bluewin.ch

  2. „Was die Arbeitnehmer ab 50 Jahren möchten, ist einfach eine anständige, geregelte Arbeit, so wie wie ihre jüngeren Mitbürger haben, und zwar bis zu ihrer ordentlichen Pensionierung.“

    Ja haben Sie denn auch schon 50+ oder Ältere schon selbst befragt Frau Villalon ? Aber nicht nur Bankangestellte, sondern auch solche in Industrie und Handwerk!
    Es gibt doch keine Allgemeinlösungen.

    Oder wollen Sie mit dieser Aussage Autosuggestion betreiben, dass wirklich alle bis 65 arbeiten wollen und das so lange wiederholen bis diese es selbst glauben auch wenn sie es in Wirklichkeit gar nicht wollen?

    Ich habe auch schon 50+ gehört die gesagt haben „Wenn es einen anscheisst ist schon bis 60 arbeiten zu lange“
    Andere welche in Rente gingen sagten „Ich bin froh, aufhören zu können, so wie das heutzutage läuft“ Dann ein Arbeitsloser: „Ich muss jetzt heim wieder solche Scheiss Bewerbungen schreiben dabei findet man in dem Alter doch sowieso nichts mehr“

    Ich finde eine Übergangsrente keine schlechte Idee. Sicher besser als unter dem Druck vom RAV hunderte Bewerbungen zu schreiben ohne Aussicht auf Erfolg.

    Es ist etwas merkwürdig, die einen klagen über fehlende Arbeitsplätze, die anderen über fehlende Arbeitskräfte wenn die Babyboomer in Rente gehen und andere fordern gar höheres Rentenalter. Wieder andere suggerieren, alle möchten bis 65 oder länger arbeiten.
    Geht nicht auf, irgend etwas riecht hier gehörig faul.

  3. In GB sind ü50 die gesuchteste Altersklasse. Warum wohl? Kleiner Tipp!
    Keller-Sutter denkt die PFZ Kündigung sei ein BREXIT.

  4. In gewissen Branchen, z.B. in den gestalterischen wie Grafik, Design, kann man sich schon ab 45 zum alten Eisen zählen mit wenig Chancen auf eine neue Stelle bei Entlassung. Dort wimmelt es von 20 – 30-Jährigen. Durch die PFZ haben die Agenturchefs ein riesiges Bewerberreservoir. Das alles hat seit der Einführung der PFZ dramatisch geändert. Vorbei die Zeiten, da man jemandem nach 20 Jahre Firmenzugehörigkeit gratulierte, geschweige denn nach 30. Heute sind solche Leute froh, wenn sie sich in die Nähe des AHV-Alters retten können. Eine „Errungenschaft“ für die Schweiz des von der EU so geliebten gemeinsamen Marktes !

  5. @E.U.Ropäer

    Die dänische Haltung kann man „links“ nennen oder „rechts“, sie ist vor allem realistisch! Und so wenig das Land an geografischen Erhebungen zu bieten hat, so egalitär ist die Gesellschaft dort organisiert, so wie wir vor langer Zeit.

    Was Sie in Ihrer ideologisierte Sicht nicht wahrhaben wollen ist:

    Sozialstaat und Masseneinwanderung gehen nicht zusammen. Die Frage ist nur, ob wir auf das eine verzichten oder auf das andere. Mit dem Kollaps unseres Sozialsystems ist niemandem auf der Welt geholfen, auch keinem einzigen Einwanderer. Sie verwechseln offensichtlich „Ausländerkeule“ mit gezielt-intelligente und nachhaltige Einwanderungspolitik. Ihre Einteilung in „Ethnischen Gruppen“ und „Generationen“ ist unzulässig. Sie verlieren sich im „links“ vs.“rechts“ Antagonismus und übersehen:

    Problem ungelöst ist nicht; Jung vs. Alt – Eidgenossen vs. Ausländer – sondern REICH vs. ARM!

    Die globalisierte Wirtschaft mit ihren Ansprüchen an Flexibilität und Mobilität isoliert die Menschen und desorganisiert die Gesellschaft. Folgendes wird sich in der Schweiz in den nächsten 10 Jahren abspielen: Der Mittelstand wird in die „Provinz“ ausweichen müssen, wo es aber immer weniger Arbeitsplätze gibt. Dieser doppelte Hebel von Einwanderung und einseitiger Verteilung hat das Potential die Schweiz, so wir sie kennengelernt haben, wirtschaftlich, sozialpolitisch und ethnisch zu sprengen!

    • @E.U.Ropäer – Egoismus macht Einsam, weil nicht alle Egoisten US Präsident werden können. Habe mal Ihre Zeilen hier gelesen und kann nur feststellen, alles von Ihrem Schwachsinn konnte ich gar nicht lesen. Soviel soziale Inkompetenz und soviel purer Egoismus findet man extrem selten. Seelig sind die Geistig armen.

  6. Danke Frau Villalon für diesen Artikel

    Als Ü60 macht man sich natürlich so seine Gedanken und bekommt jeden Tag zu spüren was es heisst ALT zu sein. Von vielen wird vergessen, dass jeder mal alt wird.. hoffentlich.
    Im Verkauf werden praktisch nur noch MA im Stundenlohn eingestellt. Denen kann man jederzeit anrufen wenn not am Mann (Frau) ist. Muss keine Pensionskasse bezahlen und kann sie einfach wieder nach Hause schicken wenn weniger läuft, mucken sie auf, kann man sie problemlos entsorgen.

    Dann entsorgt auch unser lieber Vater Staat laufend Mitarbeiter über 50. Statt Vorbild zu sein. Gegenwärtig beginnt Ueli Maurer in seinem Departement aufzuräumen, da werden Direktoren kaltgestellt weil sie zu wenig schnell Stellen abbauen. Ich möchte damit nicht speziell die SVP angreifen, das geht von Rechtsaussen bis Linksaussen so. Die sogenannten Manager sind ja derart Phantasielos, dass sie das einzige Heil bei Entlassungen sehen. Privat wie bei Öffentlichen Arbeitgebern. Es gibt auch Andere die das Gegenteil beweisen wie Hayek, Spuhler und auch Elsener von der Victorinox….aber das sind eben Unternehmer und nicht Manager.

    Vorschlag:
    1.Für jede Stunde bezahlte Arbeit muss auch in die Pensionskasse einbezahlt werden
    2. Bei Entlassungen von Ü50 muss eine Strafsteuer in die Pensionskasse oder AHV einbezahlt werden, je älter der Mitarbeiter je höher die Strafsteuer.
    3. Es werden Statistiken erstellt, welche beweisen, welche Firmen generell Mitarbeiter über 50 entsorgen, oder man kann es auch mit dem Durchschnittsalter regeln
    4. Bei öffentlichen Stellen muss zwingend der Antragsteller auf eine Entlassung von über 50 jährigen mit Namen genannt werden. Denn dort geht es nicht ums Geld, sondern wer unbequeme Fragen stellt oder Versager blossstellt muss gehen.

  7. Absolut zutreffend. Ich (58j) hatte beim Bund eine Anstellung. Nach 25 Dienstjahren wurde ich rausgemobbt und bin nun arbeitslos…. Meine Nachfolgerin ist eine junge Frau aus einem unserer Nachbarländer… mehr muss man dazu ja kaum sagen!

  8. Einfach den Nagel auf den Punkt gebracht, bravo und Gruss von einer Ü55, die schon seit 4 Jahren Aus gesteuert und einmal gut Qualifiziert war. Beruflich heute so da steht, als wenn ich gerade aus der Schule mit 15/16 gekommen bin. Obwohl über 35 Jahre 100 % gearbeitet und in dieses Sozialsystem einbezahl habe. Behandelt bei den Behörden wie der letzte Dreck. Wo anderen die erst kurz hier sind, der Goldene Teppich ausgerollt wird!

    • Eben, da hätten Sie es aber mit einer Übergangsrente nachher besser?
      Oder wollen Sie das lieber noch bis 64 bzw. 65 ertragen?

  9. Ich bin jetzt 46 Jahre und suche verzweifelt seit 7 Jahren ein Job auch als Kericht Mann in Basel wo es dann hieß man wolle das Team verjüngen. Liebe Grüße Thomas Suter

  10. Guten Tag Frau Villalon

    Seit ich auf Ihren vieldisskutierten Beitrag mit den Parias und Arschlöchern aufmerksam gemacht wurde lese ich regelmässig beigeistert ihre Artikel.

    – Die Kündigung der Personenfreizügikeit unterstütze ich voll und ganz
    – Beim BVG braucht es meiner Meinung nach eine Totalrevision (weg mit den linearen Beitragssätzen, weg mit dem Koordinationsabzug, Beginn der Beitragspflicht mit erreichen der Volljährigkeit und Beitragsende mit erreichen des Rentenalters und zum Schluss jede gearbeitete Stunde muss beitragspflichtig sein).
    – Unser Verband ist Mitglied in der Allianz gegen Altersdisskriminierung – Hier der Link zu der kommenden Volksinitiative: http://altersdiskriminierung.ch/index.php/de/
    – Ach ja und wenn Menschen bis zum Rentenalter „überbrückt“ werden sollen/müssen, dann bitte den SKOS Vorschlag keine Aussteuerung ab 55 – besser noch ab 50 umsetzen.
    – Nur beim Marsch auf Bern stimme ich Ihnen nicht ganz zu, weil:

    Sollte tatsächlich ein Grossteil der Betroffenen kommen, reicht der Bundesplatz nicht für all diese Menschen.
    Personen die ausgesteuert sind, haben kein Geld für die Anreise nach Bern, weil dies ohne Halbtaxabo ein ziemlich teurer „Spass“ ist… …Mein Vorschlag wäre, das man sich zu „Radauzwecken“ regelmässig vor den Gebäuden der Kantonalen Ämter für Industrie und Arbeit (KIGA) oder vor den Kantonsregierungssitzen versammelt.

    freundlicher Gruss

    Christian Fischer, Avenir50plus, Basel

    • „Die Kündigung der Personenfreizügikeit unterstütze ich voll und ganz“
      Dann werden vielleicht oder wahrscheinlich die Arbeitsplätze in andere Länder verlegt, höchstens besser für unsere Umwelt aber ändert sonst nichts.

  11. Toll entspricht der Schweizer Norm und ist bis in die höchsten Institutionen bereits Usus. Wir erleben täglich wie Nationalbanken und die EZB beliebig Geld druckt und die Märktmechanismen zerstört und dies noch als geniale Ökonomie verkaufen will. Dabei hat das Gratisgeld ohne Golddeckung zu einem unheimlichen Preisschub und Schuldenstand geführt, der nie mehr ohne chaotische Folgen rückgängig gemacht werden kann. Trotzdem spricht unser Jordi davon, dass dies kein Problem sei, da die Nationalbanken für das gedruckte Geld keine Gläubiger zu fürchten hätten. Auch dann nicht, wenn die damit gekauften Aktien in den Keller gingen, da es eben nur gedrucktes Geld sei, dass keinem Gläubiger gehöre.

    Die Enteignung der breiten Bevölkerung hat bereits begonnen und wird in nacher Zukunft nie gekannte Ausmasse annehmen… stört das zur Zeit irgend jemand? Nun gemäss Dr. Kroll, der für die EU das System der Bankenbeurteilung etc. entwickelte, sind die ersten Eruptionen und Risse der gewaltigen Explosion und Zusammenbruch des Finanzsystems bereits sehr deutlich warnehmbar. Nur, Politiker sind gerade immer noch mit ihrer nächsten Wahl beschäftigt… was denn sonst.

    • Perfekt. Ihr Wort in Draghis Ohren…. aber der hat ja Oliven drin, deshalb hört er nichts. Und er wird seinem Nachfolger auch gleich Oliven übergeben. Tja, die warme Enteignung (Strafzinsen) und die kalte (Inflation, wie genau berechnet?)durch demokratisch nicht legitimierte Institutionen wird weitergehen und desaströse Fehlallokationen verursachen, bis der Krug bricht. Es erstaunt mich, dass alle auf die Wirkung und nicht auf die Ursache zielen.

    • @Der Rückbauer

      Sie übersehen dabei eines: Nicht der Zins fehlt, sondern die risikolose Akkumulation der Zinsen ist das Problem! Die Oliven, der Emmentaler oder die Leberwurst sind nicht das Problem. Wenn die Zentralbank/EZB/SNB ihrer Schuld nicht mehr nachkommen kann, müssen entweder die Bürger die Aktiven auffüllen – oder aber die Geschäftsbanken ihre Forderungen abschreiben. So oder so wird es deshalb entweder zu einem Kollaps der Währung oder der Banken führen. Draghi? Weidmann? Jordan? Powell? Unterhaltung für das Publikum…mehr nicht…

      Geld (= Passiven) muss immer seinen Gegenwert in den Aktiven finden!

    • @Der Rückbauer

      aus aktuellem Anlass:

      „Weidmann bekennt sich nun doch zum umstrittenen Euro-Rettungsprogramm“!

      Zitat von heute/Quelle:Reuters:

      „Meine Argumentation war aber auch keine rechtliche, sondern mich hat die Sorge umgetrieben, dass die Geldpolitik ins Schlepptau der Fiskalpolitik geraten kann“, sagte Weidmann. Natürlich müsse eine Notenbank im Fall der Fälle entschlossen handeln. Vor dem Hintergrund ihrer Unabhängigkeit sollte aber kein Zweifel bestehen, dass sie sich damit im Rahmen ihres Mandats bewege, fügte er hinzu.“

      Da haben Sie den Beweis.

    • Die Bevölkerung ist aber etwas gewachsen seit der Golddeckung?
      Das ist doch Blödsinn, es gäbe gar nicht mehr genügend Gold für eine Golddeckung. Zudem ist das Goldschürfen eine riesige Umweltzerstörung, machen Sie sich mal schlau.
      Das Problem ist dass zu viel des neu erzeugten Geldes in den Kapitalmarkt fliesst wo es dann die Preisschilder in der Realwirtschaft nach oben verändert.
      Gemäss Christoph Pfluger fliessen 80% des neu geschöpften Geldes in den auch Geldspielwarenmarkt genannten Kapitalmarkt wo sich Leute tummeln, welche ihre Bedürfnisse schon längst abgedeckt haben und so das Geld welches dann in der Realwirtschaft fehlt hocken bleibt.

  12. Hola, Olà, buongiorno Sig.ra Isabel, nehmen wir einmal an, für Ü50er würde es zunehmend interessant, in ein EU-Südland umzuziehen. Ceteris paribus müsste das die Situation auf der finanziellen Seite doch ziemlich entschärfen. Dazu müsste auf der politischen Ebene ein Vorstoss gewagt werden, mit diesen Ländern zu einem „Deal“ zu gelangen, der für die Ü50er – aber auch für diese Länder – einen wirklichen Anreiz darstellt. Wir Südländer-Secondos könnten hier einen wesentlichen Beitrag leisten! Allerdings müsste eher auf eine Ausweitung der Personenfreizügigkeit als auf deren Kündigung abgestellt werden: „wo was reingeht, muss auch was raus.“ Dazu muss sich der politische Diskurs indes erst seiner mentalen Verstopfung entledigen. Was meinen Sie?

  13. zu den Klippen und Kanten :
    Im hohen Alter von 60 Jahren endete für einen Spartaner das Leben als Soldat. Die Alten,von denen es besonders nach Kriegszeiten sicherlich nicht viele gab, genossen in Sparta höchstes Ansehen und sie wurden verehrt und geachtet. Ihr Rat war geschätzt und bei den Festen erhielten sie die Ehrenplätze.
    Wehe dem, der es hier an Ehrfurcht fehlen liess !
    Dasselbe galt für die Ehefrauen, die da im spartanischen Staate eine herausragende Rolle spielten, wiewohl ohne Stimmrecht und die Möglichkeit, politische Rollen zu verkörpern.
    Von „Klippenwürfen“ kann in diesem Zusammenhang keine Rede sein.

    • Die Autorin bezieht sich wohl eher als Referenzpunkt ihrer Antikenbildung auf die Hollywood Schnulze 300. Dort werden die Truppen der Perser zurück ins Meer gestoßen. Und genau diese tendenziöse Ungenauigkeit ist das Problem der Autorin.

    • Da haben sie wohl nichts vom Berg “Pentedaktylos” gehört, dort wurden Säuglinge mit Missbildungen, Kriminelle und altersschwache Greise runtergestossen. Soviel zur Antike.

      Quelle: Oppermann, Heinrich, Berlin 1932

    • Das Gesellschaftsbild Spartas ändert sich je nach historischer Quellenlage. So stellt Ehrenberg im Jahre 1925 eine darwinistisch kompromisslose Prägung fest, die dann ab 1986 bis 2004 (Welwei) zunehmend verweichlicht und sogar in jüngster Zeit vollständig dem gegenwärtigen Mainstream angepasst wird, insbesondere bezüglich der wohlwollenden bis euphorischen Darstellung der Homosexualität in der spartanischen Gesellschaft.

      Man wird hier unwillkürlich an die Tätigkeit Eric Blairs erinnert, der für die BBC während des Kriegs eintreffende Nachrichten so anpasste, daß sie im Einklang mit politischen Aussagen Churchills aufgefasst werden konnten. Nach dem Krieg wurde Eric Blair als Schriftsteller unter dem Pseudonym George Orwell bekannt.

      Es gibt noch weitere Personen, die sich über systematische Geschichtsklitterung ausließen. Besonders umstritten war dabei der Norweger Anders Breivik, der rund zehn Jahre lang beruflich Änderungen an der norwegischen Ausgabe der Enzyclopedia Brittanica vornahm und die von ihm verlangten Änderungen offensichtlich auch stark verinnerlichte.

      Unter dem Vorwand, die Abbildungsgüte zu verbessern, gibt es in Frankreich eine Filmbehörde, die das gesamte französische Filmschaffen digitalisiert und überarbeitet. Diese Restaurierungen führen in Einzelfällen zu gekürzten Versionen mit geänderten Textbausteinen. Meine alten VHS-Kassetten halten stets einige launische Bemerkungen eines Kommissar Maigrets bereit, die bei den restaurierten Fassungen wegretuschiert wurden.

      Ganz erstaunt war ich im März 2019 über die Wiederausstrahlung einer Folge der beliebten Science-Fiction-Serie „Raumschiff Enterprise“ bei zdf NEO. Hier hatte man sich die Mühe gemacht, ideologisch ausgerichtete Statements des 1. Offiziers („Mr. Spock“) abzuändern, was nicht weiter aufgefallen wäre, wenn der Synchronsprecher nicht gestorben wäre und sich die Stimmlage des Vulkaniers bei den betreffenden Aussagen merklich ändert.

      Bei einer solchen historischen Überlieferungstechnik wird es schwerfallen, nachzuweisen, in welchem Falle Spartaner alte Menschen über die Klippe gestürzt haben.

      Was aber in jedem Falle über die Klippe gestürzt ist, und das ist ist sicher schon einige Jahrzehnte her, das ist die Wahrheit und damit die authentische Überlieferung.

      Einen Ersatz für die verlorengegangenen Wahrheiten bieten die neuen unumstößlichen Wahrheiten wie z.B. der Klimawandel. Diese sind jedoch nicht ganz ungefährlich, denn bei Leugnung droht ihnen das Schicksal der Ü50 in der Schweiz: sie landen schnell auf dem Abstellgleis der Gesellschaft.

  14. Ihr Beitrag ist sehr akurat und aktuell. Gefreut hat mich Ihre Definition der Hurra-Medien. Denn es ist mir selten so stark verzerrte Berichtserstattung vorgegaukelt worden wie hier in der Schweiz. Weder seriös recherchiert noch weitsichtig ist hier die Norm. Hurra, eben.
    Arbeitsmöglichkeiten für richtige Schweizer mit guter Ausbildung und entsprechendem Alter gibt es nicht mehr. Mit Wegsehakrobatik und viel Vernebelung spricht man von einer gesunden “Hurra” Wirtschaft. Aber das alles stimmt leider mit der Realität nicht überein. Wenn jemand noch etwas erreichen will, bleibt nur die Selbständigkeit. Doch hierfür fehlt vielen der Mut und die Zuversicht. Dies ist meines Erachtens die tragische Folge der fehlgeleiteten Wirtschaftspolitik der Schweiz.

    • Es ist wahrlich ein Elend, wie die Wirtschaft mit ü50 umgeht. Aber dann lauthals Fachkräftemangel schreien…. Schizo. Was mich wundert: wo bleibt der Aufschrei der $VP? Die setzen sich doch dermassen gerne fürs Vouch ein. Oder sind ü50 Jährige nur noch dem Vouch zugehörig wenn sie Bauern sind? Oder sind die $VP mit ihren Granden (Blocher, Frey, Spuhler etc.) auch am ü50-Klippen-schmeiss-Spiel beteiligt und holen dann dafür Junge aus dem Ausland? Wieviele ü50 Jährige arbeiten bei der Ems? Wieviele gut ausgebildete, junge Ausländer? Wetten Martullo Blocker verhält sich nicht anders als andere Mänätschär. Ich messe eine Gesellschaft an dem, wie sie mit den schwächsten Gliedern umgeht. Und da muss ich sagen ist die Schweiz ganz ganz weit hinten. Einzige Ausnahme: Steuerschmarozer. Denen wird in den A… gekrochen, es ist schon eklig und widerlich. Jaja, uns Schweizern geht es ja sooooo gut. Logisch, wenn man die 90% Besitzlosen ausklammert. Nein, ich bin wahrlich nicht mehr stolz, Schweizer zu sein. Was sich hier abspielt, ist Ignoranz und Arroganz vom Feinsten, siehe Frauensteiktag, Bundesrätin Keller-Sutter. Nein, die Bürgerlichen interessieren sich einen Dreck für Gleichstellung, Armut, ü50 Jährige, Umwelt. Bleibt nur Gier nach Mehr. Zu etwas anderem taugen diese Politiker rein gar nichts. Zur allgemeinen Beruhigung: ich zähl da auch die SP Fritzen dazu. Und darum bin ich auch nicht mehr stolz Schweizer zu sein. Solange sich das Schweizer Wahlvouch zu 60 % nicht an den Wahlen beteiligt, müssen sie sich auch nicht wundern, wenn sie an den Rand gedrängt werden. Angstmacherei seitens der Politiker hilft auch nicht weiter. Wetten, wenn es um die Kampffliegerli geht, ist das 1. Argument: bei einem Nein, gehen soundsoviele Arbeitsplätze flöten, die AHV ist in Gefahr und die PK Sätze sinken. Hat alles nichts mit dem Flüügerli zu tun, aber man kann den Doofen so schön Angst machen damit, hat sich seit 1848 bestens bewährt. Armselige Schweiz: jämmerliche Politiker, ängstliches Vouch, gierige Minderheiten. Asozial bis zum abwinken.

    • @Stepi: was meint der Arzt zu Ihrem Magengeschwür? So viel Groll gegen die wählerstärkste Partei der Schweiz, das kann nicht gesund sein.

  15. Guter Artikel. Diesmal in die richtige Richtung geschossen. Personenfreizügigkeit bei so unterschiedlichem Lohnniveau der Schweiz zu den Nachbarländern gibt Schwierigkeiten. Aber warum ist eigentlich das Lohn- und Kostenniveau so unterschiedlich? Und ist es sinnvoll, das langfristig zu konservieren?

    • Vielleicht hat die Schweiz zu viele Renditeparasiten, welche das Leben verteuern?

  16. Ja, und dann gibt es noch „heilige Kühe“, sprich Illegale, vorläufig für immer Aufgenommene, Abgewiesene, ausländische Justizvollzugsanstaltsgäste, arbeitsunfähige und – unwillige Gäste und deren Sippen. Sie kosten uns brutto CHF 8 Milliarden, in Deutschland EUR 50 Milliarden. Ein klarer Missbrauch der christlichen Nächstenliebe. Dieser steuerfinanzierte Block ist jährlich und wächst ungebremst. Ich weiss, politisch nicht korrekt, ich will IP keine Lämpen machen,darum verzeih ich IP das Nichtpublizieren.

  17. Ich stimme Ihren Analysen und Folgerungen zu Frau Kollegin, aber sollte es nicht heissen „Schweizer ab 40“?

  18. Der Arbeitsmarkt ist eben schon laenger EU weit und nicht mehr schweizerisch. Das ist allerdings nur fuer Schweizer problematisch, weil in der Schweiz die Loehne verglichen zu anderen EU Laendern massiv hoeher ist und der Schweizer finanziell, vor allem bei der Vorsorge, nur verlieren kann, wenn er im Ausland arbeiten geht.
    Im uebrigen haben Schweizer Firmen keine Muehe Arbeitnehmer auch ausserhalb der EU zu rekrutieren und auch in Forschungseinrichtungen sind heute mehrheitliche Auslaender aus allten Teilen der Welt taetig.
    Mich persoenlich stoert das nicht, aber die die es stoert haetten halt im Laufe der Jahre anders abstimmen und waehlen sollen. Deshalb sage ich nur: Selber Schuld. Jetzt muss jeder selbst schauen, wo er bleibt.

    • Das dumme ist nur, dass wen die Löhne sinken, es ziemlich lange dauert, bis die Preise folgen. Die Gründe dafür kennt hier in diesem Forum jeder. Der Vergleich mit der EU ist idiotisch, weil es auch dort ein riesiges Preisgefälle gibt. Wie tief wollen Sie hinuntersteigen? Man sollte zwar nur noch Sinti oder Roma sagen, die EU zwingt aber mittlerweile eine riesige Anzahl junger Leute zum Leben eines Wanderarbeiters und entwurzelt einen ganzen Kontinent.

  19. Ich war mit Frau Villalon schon einiger, ich denke hier schlägt sie den Sack und meint den Esel. Spät im Artikel kommt es zwar noch, aber leider zu versteckt:

    „… einer Änderung der BVG-Beitragsstruktur …“

    Da liegt doch der Hase im Pfeffer. Firmen verhalten sich nicht „aus Spass“ so wie sie es tun, es schleckt keine Geiss weg, dass O50 Arbeitskräfte teurer sind. Bei Einführung des BVG war die aktuelle Beitragsstruktur einigermassen sinnvoll, Vollbeschäftigung und „irgendwie“ musste für ältere eine Struktur geschaffen werden in der sie rasch zu einem halbwegs tragbaren Alterskapital kommen. Aber
    heute, über 40 Jahre nach der verbindlichen Einführung (für Nichtselbsständigerwerbende …) sind die Nachteile der progressiven Beitragssätze unverkennbar.

    Wenn immer mehr Leute älter werden und bei einer inversen Alterspyramide absehbar immer weniger einzahlen, dann _braucht_ es irgendwo höhere Beiträge. Diese in der AHV einzufordern greift zu kurz, da wir immer älter werden und deshalb _unvermeidbarerweise_ immer weniger für immer mehr bezahlen müssen. Die Pensionskassen sind anerkanntermassen eine teure Industrie, aber so lange es noch Zinsen gab konnten wenigstens einige von sich behaupten für das teure Geld auch seriös Zinsen zu erwirtschaften. Im Zeitalter der Negativzinsen ist das leider Wunschdenken, aber ich habe immer noch die Hoffnung, dass diese nicht „ewig“ andauern werden.

    Es ist in gewisser Weise richtig, die Leute zum Zwangssparen zu zwingen, denn solche Fälle wie Hannelore müssen tatsächlich anders behandelt werden (ich habe in meinem Umfeld ebenfalls schon von entsprechenden Plänen gehört, dort waren es aber immerhin noch „Pläne“). Allerdings müssen langfristig höhere Beiträge einbezahlt werden und das auch von jüngeren. Wenn mehr Geld in die Vorsorge muss, dann geht das nur mit „mehr Geld“.

    Den jüngeren Arbeitgebern ohne Berufserfahrung eine Starthilfe zu geben halte ich für sinnvoll, aber für eine viel kürzere Zeit als heute. Die BVG-Sätze müssten schon in den ersten 10 Jahren nach Antritt der ersten Stelle auf das Maximum steigen, dieses muss dann aber stabil bleiben (oder bei positiver Situation auf dem Kapitalmarkt sogar sinken?). Ich denke damit könnten die Beiträge maximal zwischen 10 und 15% zu liegen kommen, da dieser Betrag dann viel länger bezahlt werden wird.

    Dass wir in einer Zeit in der wir immer älter werden auch irgendwann länger arbeiten müssen ist mathematisch klar. Politisch wird sich das aber erst in 5-10 Jahren durchsetzen lassen, wenn so viele Babyboomer in Pension gegangen sind, dass sich die Arbeitslosigkeit _wirklich_ mal wieder den 0% nähert.

    • Ich habe für die BVG-Beiträge ein paar Simulationen durchgeführt. Mit 12.5% während 40 Jahren würden wir etwa das gleiche Alterskapital erhalten wie mit dem gestaffelten System. Ihre Schätzung ist somit recht gut. Um eine weitere Verbesserung zu erhalten, wäre auch zu überlegen, ob die Beiträge nicht schon ab Alter 20 statt erst nach Alter 25 erhoben werden sollten. Ihre Anmerkungen zur aktuellen Staffelung der Beiträge sind ebenfalls richtig. Man wollte damit erreichen, dass die kurz vor der Pensionierung Stehenden auch noch ein paar Franken Rente erhalten. Bei Firmen, die schon vor dem BVG eine anständige Pensionskasse hatten, stellte sich dieses Problem nicht oder weniger.

    • Vielen Dank für die Berechnungen.

      Ergänzung

      Das Ziel sollten altersunabhängige Sozialversicherungskosten sein. Dazu gehören auch die Risikoversicherungen wie KTG und UVG für Arbeitnehmer. Oft erhalten Unternehmen mit vorwiegend jungen Mitarbeitern günstigere Konditionen.

      Mehr Ferien sollten nur gewährt werden, wenn die Mitarbeiter mehr als 10 Jahre im Unternehmen tätig waren.

      Der Inländervorrang für tradtionelle Notnageljobs sollte eingeführt werden wie z.B.Verkaufbranche,Lieferbranche und alle übrigen „Anlernjobs“.

      Eben, zurzeit ist es für Unternehmen nicht rational 50+ einzustellen, wegen der Lohnnebenkosten. Zusatzleistungen wie Renten für arbleitslose 50+ sind auch keine Lösung, weil es die Hemmschwelle der Arbeitgeber nochmals senkt, Mitarbeiter zu entlassen. Zudem müssten die 50+ Arbeitnehmer auch bereit sein, auf Privilegien wie mehr Ferien u.ä. zu verzichten. Alle Akteure müssen kompromissbereit sein.

  20. Es wird einfach vergessen, dass die Ü50 immer noch sehr gerne arbeiten möchten. Es ist eine Tragik sondergleichen, was in unserer Schweiz abgeht!! Politik, mach endlich was!!!!

    • Der Wunsch nach Arbeit kann in der Schweiz jederzeit erfüllt werden. Es gibt zig Organisationen, welche froh sind für Freiwillige mit Lebenserfahrung.

      Nun hat Frau Fuchs wahrscheinlich gemeint, dass diese Ü50 eine (gut) bezahlte Arbeit möchten. Das ist verständlich, aber sobald Geld im Spiel ist braucht es eine Nachfrage nach solchen Arbeitskräften, welche das entsprechende Budget und den entsprechenden Zahlungswillen hat.

      Wie bei den Studenten kann Freiwilligenarbeit helfen, eine solche Nachfrage zu fördern. Und wer Fähigkeiten hat, wirtschaftlichen Mehrwert zu generieren, wird zumindest als Selbständiger sicher eine bezahlte Arbeit finden. Als Selbständiger entkräftet sich nämlich der Nachteil der (unnötig) höheren PK-Beiträgen für Ü50. Diverse Online-Plattformen bieten viele Möglichkeiten, gegen Geld Dienstleistungen aller Art anzubieten.

    • „Es wird einfach vergessen, dass die Ü50 immer noch sehr gerne arbeiten möchten.“
      Kennen sie denn alle 50+ und haben Sie die alle befragt? Sind Sie die Stimme für alle 50+?
      Ich habe da nur so vom Zuhören schon ganz anderes gehört!

  21. Gemäss aktuellem k-tipp, 5. Juni 2019, leben wir nicht länger. Auch wenn uns das die Wirtschaft und Politik systematisch immer glauben machen will. Das mit dem nicht mehr älter werden ist in unabhängigen Kreisen schon länger spruchreif.

    Dort steht übrigens auch drin das sich das Vermögen der AHV verdoppelt hat. Aber das ist ja ein neues Thema wo uns Wirtschaft und Politik systematisch vorführt ….

  22. Ich gebe Ihnen Recht, dass dieser Umgang mit älteren Arbeitnehmern nicht geht. Es sind aber auch nebst den Firmen und der Politik die Arbeitnehmer selber gefordert. Gut ausgebildete Mitarbeiter können sich Ihre Firma wenigstens in jungen Jahren aussuchen. Ich habe von einem amerikanischen Multi zu einem Schweizer KMU gewechselt. Effekt: Kein fancy Jobtitel mehr, deutlich tieferer Lohn, aber dafür auch eine x-fach höhere Firmenmoral und ein anständiger Umgang mit Mitarbeitern. Daher – wer wählen kann – soll es dann auch tun…. den wer sich mit Hunden schlafen legt, darf sich nicht wundern, wenn er mit Flöhen aufwacht.

  23. Wenn die Überbrückungsrente ab Ü60 kommt würde, was brauchen dann die Stellenlosen, Ausgesteuerten Ü45+ bis Ü60+ jetzt?
    1). Die Arbeitgeber müssen in die Pflicht genommen werden.
    Auch mit Weiterbildungen am Arbeitsplatz
    2). Eine Umschulung oder Zweit-Ausbildung muss Finanziert werden vom Staat. Stipendien
    3). Bessere Unterstützung vom RAV auch was Weiterbildung Richtung Digitalisierung,
    beruflicher Weiterbildung usw.
    4). Längere Stempeltage bei der Arbeitslosenversicherung ab Ü45+

    Wir Ü50+ wollen uns aktiv am Runden Tisch von Bundesrat Guy Parmelin beteiligen.

    UNTERSCHRIFTENSAMMLUNG BIS 30 JUNI 2019
    Bundesrat Guy Parmelin kündigt für uns Arbeitslose Ü50+ einen Runden Tisch an.
    Ich bin der Meinung, dass wir, die Betroffenen uns beteiligen sollten oder zumindest vertreten lassen sollten von Organisationen wie: Workfair 50+ oder Avenir50plus die voll und ganz hinter uns stehen. Nur: Eine Einladung erhielten wir bisher nicht……..
    Deshalb bieten wir dem Bundesrat Guy Parmelin unsere Mitarbeit nun mit einer Petition an und bitten Euch, uns dabei zu unterstützen. Wie könnt Ihr uns unterstützen?
    Mit einem Standard-Brief, welchen Ihr mit Eurer Adresse und Unterschrift mir per Post an mich zurücksendet.
    Wir Zählen auf Euch. Sehr wichtig ist, dass Ihr Eure Adresse angebt und vor allem Handschriftlich unterzeichnet. Denkt daran, Ihr macht das für Euch, denn wir können die Parteien nicht mehr alleine Endscheiden lassen was wir brauchen und zu tun haben. Wir können auch nicht zulassen, dass die Parteien alleine über unsere Köpfe hinweg entscheiden was für uns gut ist.
    Hier der Link zum Standardbrief:

    https://drive.google.com/file/d/1yNeVUtvfFsvtuXG0h5ZA7CMfpcIysFn3/view?fbclid=IwAR31oCopZb2HfWDmyRpm3gCpKQ-Ga5pUWl_Cn_o4ej_mB4vgs2Mti56xvL0

    Per E-Mail: fraenzi-bruno_hulliger@bluewin.ch / 0793505306
    Per Post: Franziska Hulliger / Wydenstrasse 1 / 3457 Wasen im Emmental
    Liebe Grüsse und bis bald
    Franziska Hulliger

    • Ich unterstütze Ihre Aktion selbstverständlich!

      Bitte beachten Sie folgendes: Der Ausbau von Zwischenrenten für 50+ Arbeitslosen könnte den Prozess der Entlassungen von 50+,resp. des Importes von jungen ausländischen Arbeitskräften noch beschleunigen, wie die Hemmschwelle 50+ zu entlassen, resp. diese nicht wieder einzustellen sinkt.

      Die Lohnnebenkosten (Sozialversicherungen, Ferien) für Arbeitgeber sollten unabhängig von der Altersstruktur der Arbeitnehmer anfallen – hier gilt es seitens der Politik dringend Änderungen zu erwirken.

    • Ja. Wäre ich. Ich wurde im Jahr 2001 von meinem spanischen Arbeitgeber in die Schweiz entsandt, um den europäischen Stromhandel aufzubauen. Dabei haben wir hier Arbeitsplätze geschaffen und investiert. De nada.

    • Vielen Dank für Ihre Antwort und Ihren Beitrag zu unserem Land!

      Sie sind also bereit, in Zukunft alle nötigen Formulare für 3. Staat Angehörige auszufüllen, wie das die Arbeitnehmenden z.B. aus der Ukraine, Mexiko oder Nigeria tun?

    • @Zyniker. Die Schweiz braucht mehr Leute wie Frau Villalon. Sie ist zwar keine gebürtige Schweizerin aber in Ihrem Herz eine bessere Eidgenossin und keine (Neid)Genossin.

    • @ Cerberus
      Da haben Sie wahrscheinlich recht. Wir sollten eben nicht Arbeitsvisa verteilen basierend auf Herkunft sondern basierend auf der Motivation und den Möglichkeiten, etwas zu unserem Wohlstand beizutragen. Spielt keine Rolle, ob diese Personen aus Uruguay, Marrokko, Kasachstan, Spanien oder Malaysia kommen. Jedes Jahr bilden wir mit unserem Steuergeld hochtalentierte Menschen aus Drittstaaten aus an unseren Universitäten, um sie anschliessend wieder zurück in ihr Land zu senden. Natürlich sollten wir nicht alle behalten aber wir sollten diese Leute nicht schlechter behandeln als EU Bürger.

    • @Zyniker

      Sehe ich auch so. Eine Art „Green Card“ unabhängig der „Rasse“* für fähige motivierte Menschen.

      Zudem scheint Frau Viallon erfolgreich zu ignorieren, dass wir Schweizer unser Misstrauen gegenüber Deutschen quasi mit der Muttermilch aufgenommen haben. Trotzdem pflegen wir in der Schweiz seit Jahrhunderten generell einen offenen und konstruktiven Umgang mit Menschen anderer Herkunft. Die Menge der Zuwanderung an sich ist ein anderes Thema.

      Diplomatisches Geschick sowie Offenheit gegenüber anderen Kulturen sind kulturelle Stärken von typischen Schweizern.

      *sorry, extra etwas überspitzt formuliert

    • An Mutti:
      „Diplomatisches Geschick sowie Offenheit gegenüber anderen Kulturen sind kulturelle Stärken von typischen Schweizern.“

      Selten so gelacht !

  24. Fazit, einmal mehr hat C. Blocher recht. Der Weinspezialist Delamuraz hat 1992 eine Katastrophe profeziert ! Seither geht es aber der Schweiz besser.
    Da gibt es nur eins, stark kontrollierten Personen Verkehr wie vorher.Das wollen natürlich die Multis nicht.
    Leider werden die vielen Schwachen von den Journalisten beeinflusst.

  25. warum keine Gesetzesinitiative? wuerde leicht angenommen; es gibt Gesetze gegen Rassen-, Geschlechter-, sexueller Orientierung, usf.WARUM nicht gegen Altersdiskriminierung??? schreiben ist gut – handeln ist BESSER!

    • Sehr gute Frage! Die Antwort ist, dass es sich um ein Schweizerischen Gesetz handelt. Es ist deswegen sehr leicht umzugehen, indem man den Rekrutierungsprozess auslagert.
      Beispiel: Firma X will eine Stelle besetzten. Sie bekommt für die Stelle 300 Bewerbungen. Diese werden dann ins Ausland geschickt und dort vor-sortiert. Alle Ü50, Junge ohne Berufserfahrung, Quereinsteiger, usw… werden aussortiert. Dann bekommt die Firma die 10 „besten“ Bewerbungen. Einige davon werden zum Gespräch eingeladen.
      So ist es möglich ganz legal diese Diskriminierungsverbote umzugehen…

  26. Wie soll die Schweiz überaltern wenn jährlich 35000 Kinder mehr geboren werden als Alte sterben und dazu noch über 80000 Zuwanderer dazukommen, die Durchschnitts Lebenserwartung ist in den letzten 30 Jahren blos um ca.4 Jahren angestiegen, in der gleichen Zeit ist die Bevölkerung um 1,8 Mio. angestiegen!

  27. Wieder einmal ein hervorragend recherchierter Artikel, der zeigt wie uns die massenhaft Eingewanderten in den Ruin stürzen. Diese „Hannelore“ ist einfach nur frech. Ich habe sogar gehört sie soll jetzt mit dem viel jüngeren Straftäter „Carlos“ zusammenleben, nachdem sie ihren Ehemann ins Pflegeheim abgeschoben hat.
    Frau Ing. Villalon, ihre Forderungen gehen jedoch noch nicht weit genug. Man sollte möglichst auch die bereits hier lebenden Zuwanderer wieder loswerden, einfach die B- und C-Bewilligungen nicht mehr verlängern. Und am besten auch noch den Papierlischwiizern den Pass wieder abnehmen. Dann alle zurückschicken woher sie gekommen sind, und AHV- und PK-Leistungen mit einem Abschlag entsprechend dem Lohnniveau des Herkunftslandes auszahlen. In Ihrem Beispiel des Informatikers aus Spanien wären das dann 30% des CH-Niveaus.
    Ausnahmen von dieser Rückführungs- und Ausbürgerungsregel sollte es nur mit strikten Qualifikations- und Bedarfsnachweisen geben, im Journalismus z.B. Beherrschung der Rechtschreibung und Grammatik.

    • Hannelore: genau so soll es sein: wer zum teufel will noch fränkli, die snb erzielt massive fremdwährungs- und beteiligungsgewinne die in die ahv fliessen. snb hebt, endlich, zinsen an = gut für alle sparer und sozialwerke; hypotheken kommen, hoffentlich, unter druck = fallende immo-preise = erschwingliche mieten und kaufschnäppli. endlich mehr platz auf strasse, im oev und im wald. so dreht sich die ch-welt der happinessentgegen. jedoch, die richtung far-east verschwundenen jobs kommen nicht zurück da know-how weg und die ueber50ies nichts investieren (no money no honey) können, entschwunden ist; ausser natürlich bei den journalisten: dort freude herrrrscht, nur noch einheimisches gemüse auf ip geschaltet.

    • Oh ye…was für extreme Anforderungen….wir müssen aufpassen, dass nicht ein “ Schwarzenbach 2.0″ dadurch ensteht, welche, nachdem die Italos, Spanier und Portugiese unsere Strassen, Tunnel, unsere Wohlstand aufgebaut hätte, wollte diese “ arme Kerle“ nach Hause schicken! Das wäre Horror – Szenario pur….
      Wissen sie, ich habe auch gedacht: oh, wie schlimm, aber dann habe die Statistik konsultiert und festgestellt, dass für jede Hannelore gerade ungefähr 100’000 schaffende, korrekte Ausländer gibt. Das bedeutet, es sei schlimm aber nur Einzelfälle von “ System ausnützer“, es gibt noch anderen in Steuerbereich zum Beispiel, aber dann fertig schluss. Somit nähern sie nicht mehr Razzistische Visionen…Danke.
      Um die 55 Jährige Familienvater, die die Stelle verlieren ich sage nur: Ruhig bleiben, wir schaffen das…es gibt immer Alternative, aber Suizid ist keine davon…hingegen ruiniert noch mehr eine ganze Familie! Wir nennen das “ Spirituelle Armut“ und hat wenig zu tun mit kompetitive Wirtschaft, auch wenn ab – und zu der Fall ist…

    • @ Star Philosoph — Mitte Dreissig

      Blödsinn, das die Italiener und andere Ausländer die Schweiz aufgebaut und uns unseren Wohlstand erarbeitet haben, ist damals zu Zeiten der Überfemdungs-Initiativen von James Schwarzenbach schon erzählt worden.
      Damals wie heute ist es eine Lüge.
      Nein, die Schweiz lief rund und darum konnten wir diese Ausländer beschäftigen, an unserer Wirtschaft teilhaben lassen.

      Schon in der Zwischenkriegszeit kamen viele „Heuer“ aus Deutschland zu uns, um über den Sommer hier bei den Bauern zu Arbeiten.
      Und die Italiener kamen weil sie z.B. sehr gute Stuckateure waren.
      Damals aber waren noch bis zu 75% der Italiener Analphabeten….. wenn sie ihr Handwerk auch beherrschten.
      Aus Deutschland gabs schon Zuwanderung vor dem ersten Krieg. Die Sattler Speer, Petermann und andere in Zürich, waren Deutschen Ursprungs.

      Aber die Wirtschaft aufgebaut haben die nicht, ebenso wenig wie sie Deutschland nach dem Krieg aufgebaut haben.
      Das sind Propagandamärchen.

      Es gibt hier viele Ausländer die gute Arbeit leisten, aber eben auch einen besonders hohen Anteil von denen belasten unsere Sozialsysteme.
      Viele gleiten ins Sozialsystem ab wenn sie den ersten Job, wegen dem sich in die Schweiz gekommen sind, verloren haben.
      Auch das können Sie in den Statistiken nachlesen.

      Viele haben darüber nachgedacht und die Kosten der Zuwanderung berechnet. Nahezu alle sind zum Schluss gekommen, dass sie uns Kosten verursacht und nur dann einen Gewinn einbringt, wenn die Zugewanderten lange hier Arbeiten, wenn sie das 20 und mehr Jahre tun.

    • Ein Staat der nach ihrem Rezept verfährt, wird evtl. eines Tages, ihr Haus enteignen, sie für das Überqueren eines roten Lichtsignals 5 Jahre ins Gefängnis stecken, ihnen die Kinder wegnehmen, weil sie den Notenschnitt in der Schule nicht geschafft haben oder (beliebig erweiterbar). Schöne neue Welt und zum Glück Utopie. Frau Villalon ist nur auf Propaganda aus, nicht auf die Bekämpfung tatsächlicher Probleme. Steigen sie ab, das Pferd auf dem sie sitzen ist tot. Das Zauberwort ist Weiterbildung und Fleiss. Ich bin froh sind nicht alle fleissig. Warum ? Der Kuchen wäre kleiner, der Wettbewerb grösser und ich müsste mich noch mehr anstrengen. Also zurück mit ihnen aufs Sofa und ein Quöllfrisch aufreissen. Wird schon wieder oder auch nicht. Wer weiss ?

  28. Frau Villalon…..

    raten sie mal welche Version unsere Politik einführen wird um die Altersvorsorge zu retten….?

    Genau, es wird Punkt 3 werden.
    Zitat:
    3.) Eine drastische Erhöhung der Beiträge.

    —————————————

    Als Ü-50 muss ich ihnen bei allem anderen eh beipflichten.

    Bedauerlich, hat sich ihr Nachbar umgebracht.
    Andererseits, sowas hätte man viel Publikumswirksamer tun können.
    Wenn schon…. denn schon.

    Also, es gibt ein wirksames Mittel gegen all den Mist, und das ist nun mal die „SVP Begrenzungs-Initiative“.

    Wer die nicht annimmt, tja, dem ich nicht zu helfen.

    Obwohl, ich werde sie natürlich annehmen, aber wer hilft mir wenn die Mehrheit sie trotzdem ablehnt?
    Und wir haben am Waffengesetz ja gesehen das dem Schweizer die EU mittlerweile sehr wichtig ist.
    So wichtig das wir eine alte 700 Jahre lange Tradition einfach beenden.
    Uns fehlte bei dem Urnengang die meist bereits verstorbene Aktivdienst Generation.

    Also wer wird mir helfen?
    Keller Sutter….. über die mache ich mir als St. Galler seit 10 Jahren keine Illusionen mehr.
    Sie hat ihr Ziel erreicht, sie ist Bundesrätin.
    Für das Ziel hat die seit 10 Jahren jede ihrer Positionen zur Disposition gestellt, Hauptsache die Linken nicht verärgern …..denn die sollten sie ja mit in den Bundesrat wählen.

    KK ist eine Defätistin wie alle anderen auch.

    Übrigens zu der 100ooo Franken Schwelle.
    Also wer die hat, sollte eben früh genug peu à peu abheben und es in Gold anlegen oder einfach verstecken.
    Wer bei 0-Zinsen dem Staat für sein erspartes noch Steuern abliefert ist sehr nett gesagt, selber schuld.

    Am besten einen Teil in Gold denn da gibt’s keine neuen Noten, es kann also immer in aktuelles Geld eingetauscht werden und sollte ein Crash passieren, ist man sehr gut abgesichert.

  29. Apropos Ü50: Richtig ist, dass das systemerhaltende Grosskapital die PFZ will und der Rest folgt zwingend – inkl. SP und diversen Trachten- und Treichlergruppen. Richtig ist, dass die Überbrückungsrente den Ü50 definitiv mehr hilft, als das derzeitige Nichts gemäss aktueller Rechtslage. Richtig ist, dass ausgerechnet und einzig deine SVP den Ü50 auch noch diese Überbrückungsrente vorenthalten will sowie seit Jahren die politischen Tatbeweise erbringt, dass sie sogar noch deren Sozialhilfeanspruch wegstreichen will. Richtig ist, dass die von dir erwähnte Hannelore absolut nichts mit der Ü50 Problematik zu tun hat. Richtig ist, dass die Lage der Ü50 mit der Erhöhung des Rentenalters – wie es deine SVP will – nochmals verschlechtert wird. Frau Villalon, oder wer auch immer du bist: Warum schreiben Sie bewusst fast nur objektiv unrichtiges Zeug zusammen?

    • @ Ruedi Hammer……

      Sie wollen also auch nutzlosen Aktionismus …… aber keinesfalls das Problem angehen.
      Sie wollen das Problem mit dem Geld der Steuerzahler zuschütten, anstatt es zu lösen, was hiesse die PFZ zu beenden.
      Nein, die SVP will einfach nicht alles und jedes Problem mit Geld zukleistern, sondern sie wollen die Schweiz gesünder machen, die Krankheit kurieren.

      Das aber geht nicht mir Geld, sondern mit der Begrenzungs-initiative.

      Es ist Linke Ideologie die den jetzigen Zustand der Schweiz verursacht hat. Wer Fachkräfte aus dem Ausland brauchte, konnte die immer bekommen.
      Aber es war aufwendiger, was dazu führte das auch Ü-50 noch einen Job bekamen.

      Aber ja, machen sie nur so weiter.
      Irgendwann wird der Druck auf die Ü-50 und deren Familien so gross sein, dass eine extrem radikale Initiative angenommen wird die dann den ganzen Humbuck ein für alle mal Ratzekal beendet.

      Entweder haben wir bis dahin eine EU-Diktatur welche die Schweiz von Brüssel her dressiert, oder der Stimmbürger wie Wechsel erzwingen wie er das in den USA schon tat.

    • @Walter Roth: Richtig ist, dass die Leute kränker werden, wenn man ihnen die Sozialhilfe streicht. Jahrhunderte voller Elend in der Schweiz belegen das. Richtig ist, dass der tatsächliche „Gesundheitsmarkt“ der letzten Jahrhunderte nur zur Folge hatte, dass sich die breite Bevölkerung keine medizinische Behandlung leisten konnte: Für sie gab es nur Quacksalber und Kirchenbänke. Richtig ist, dass die medizinische Gesundheitsversorgung der breiten Bevölkerung von unseren Vorfahren erkämpft werden musste. Richtig ist, dass die neoliberalen Ideologen mangels Rendite noch niemals Spitäler gebaut oder medizinische Allgemeinversicherungen gegründet haben. Richtig ist, dass das Grosskapital gänzlich liberal nur in Arzneimittel investiert, deren Abnahmepreise der Staat garantiert.

  30. Gratuliere Frau Villalon zu Ihrem Kommentar. Wir sollten an der Urne die Antwort geben und die Personenfreizügigkeit künden. Die Schweiz wird weiter bestehen bleiben. Diese Alterdiskriminierung, die mit dieser Ueberbrückungsrente jetzt noch gefördert wird muss aufhören in der Schweiz. Auch eine Grossdemonstration ist anzustreben. In Bern haben CVP, FDP, SP und Grüne schon mächtig die Hosen voll vor dem Stimmbürger und der Initiatve zur PFZ Kündigung.

  31. ü50? In der Informatik gehört man schon mit 40 Jahren zum alten Eisen und wird aussortiert.

    Auch immer mehr Studienabgänger werden mit der EU Arbeits Realität konfrontiert, weil in der EU macht man nach dem Studium ein Praktikum nach dem anderem, in der Hoffnung so eines Tages eine Festanstellung zu ergattern. Immer mehr Schweizer Firmen erkennen ihren persönlichen Vorteil dieser Praktikanten Ausbeutung und etablieren das Praktikanten Proletariat auch in der Schweiz.

    • So ist es eben. Banker Ü50, die ihren Job verloren haben, jammern auf hohem Niveau. Sie waren sehr gut bezahlt, haben eine volle Pensionskasse und große Reserven und möglicherweise noch eine Abfindung.
      Bei anderen sieht es anders aus. Und ich kann es bestätigen: In der IT wird man schon ab 40 entsorgt. Ausser man hat Kontakte zu Kunden und kann 2 Nationalsprachen + Englisch fließend reden und schreiben. In einem solchen Fall kann man den Job nicht so leicht auslagern und die Arbeitgeber nehmen dann einen Schweizer Ü40.

  32. Die intelligente Schweizer werden auswandern, da nicht in eine “ Abfallwirtschafts“ und Idioten Oligarchie leben will. Wo eben die “ Hannelores“ , die “ niete“ Erben und die “ super- Reich schmarotzen“ leben. Die Idioten in Quadrat wie ich überleben, da in keine Kasten obererwähnte leben…und somit am ende sind die Winner, die waren Legenden…und den Rest? Wird entsorgt und aus der Geschichte ausaradiert…aber keine Angst: Vacuum ist nicht leer…🤣

  33. Die Generation ü50 hat einfach noch nicht verstanden, dass nach der Industrialisierung die Automatisierung der Dienstleistung bald ALLE Arbeitsplätze überflüssig macht.

    Das Konzept der Lohnarbeit ist das Problem.
    Roboter und Compis werden diese Arbeit erledigen.
    Diese Wertschöpfung ist zu besteuern und nicht der Lohn aus einer sinnlosen Beschäftigung die niemand braucht.

    Bald stehen die ü40 auf der Strasse, dann die ü30 etc.
    Sie können direkt nach der Uni aufs RAV.

    Die Schweizer Produktivität stagniert seit vielen Jahren.
    Unsere Arbeitsstunden sind im untersten drittel aller Europäischen Länder. Sogar die Griechen arbeiten viel mehr.

    Es braucht uns nur als Konsumenten. Die Private Verschuldung ist bezogen auf das BIP die Höchste aller Nationen. Dadurch finanzieren wir den „Wohlstand“ (er wird „geleast“ und nicht erarbeitet)

    Die Verschuldung hat von 2007 bis 2017 um 40% zugelegt. Wollen wir nur schon die heutigen Arbeitsplätze halten müssten wir in den nächsten 10 Jahren nochaml mit über 40% verschulden.

    Das geht ja nur wenn die Bank für die Hypothek noch was bezahlt.
    Die Lohnarbeit ist tot- lang lebe die Lohnarbeit!

    • @Büezer:
      Das sehe ich genau so: das herrschende Konzept der Lohnarbeit ist eines der Hauptprobleme, ein anderes ist das Konstrukt des BVG, das allen möglichen Interessen dient, nur nicht demjenigen des Sparers/Rentners.

      Was die Verschuldung anbelangt: Nun, in einem Finanzsystem das als Schuldgeldsystem installiert wurde, bei dem ausschliesslich Geld durch Generierung von Schulden geschöpft wird, ist Verschuldung die zwingend logische Folgerung daraus. Werden Schulden im grossen Stil zurückbezahlt, wird das Geld wieder vernichtet und es fehlt im Wirtschaftskreislauf. Die Frage ist nicht ob, sondern wann der Kollaps über uns herein bricht…

    • da hatten wir doch mal vor nicht mal so langer Zeit eine Abstimmung zum Grundeinkommen. Wäre diese angenommen, und dazu vernünftig gesetzlich ohne Beachtung von EU Regeln umgesetzt worden, wären viele zukünftige Probleme bereits gelöst.

  34. Wenn man weiss, dass die privaten Banken bei Kredit-Vergabe das Geld aus dem Nichts zaubern, dies aber eigentlich die Hoheit des Bundes wäre, sind alle Berechnungen, woher wohl am besten das Geld für die Renten komme, Blödsinn – besser gbesagt eine Frechheit der Hochfinanz, da diese ja dem Bund Geld per Staatsanleihen zusprechen, ohne selber welches vorher gehabt zu haben – und wir sollen dann Zinsen mit Steuern zahlen – obwohl die Banken das Geld eben aus dem NICHTS hergestellt haben einfach mit Eintippen im Computer, da der Staat ja ein solventer und sicherer Nachfrager ist.

    • Es ist keine höhere Wissenschaft, sondern das Monopoly, das ich aus Kindertagen kenne

  35. Frau Villalon Ihr Bericht trifft’s.

    Warum sollte der Bundesrat sich gegen Diskriminierung einsetzen, damit machte er sich doch unbeliebt. Und das ist eben unbequem. Und wer beliebt ist, wird schlicht weniger hinterfragt.

  36. Man kann das Problem auch von der anderen Seite betrachten.

    Warum sind die die Ü50 nicht bereit, auf Lohn zu verzichten?

    Man meint, man hätte Hund und Haus, Familie, Auto, Sachen und Ferien alles einfach zu Gute. Man hat ja in der Schweiz einen weit höheren Lebensstandard (und Anspruch auf mehr Lohn) als alle anderen!

    Warum eigentlich?
    Eine Kartoffel aus der Schweiz ist die gleiche wie in Slowenien.
    Viele schaufeln sich mit ihrer verstaubten Selbstherrlichkeit ihr eigenes Grab.
    In einer globalisierten Welt mit freiem Personenerkehr ist die Schweiz gerade mal noch Durchschnitt, dasselbe gilt für Löhne.

    Wo waren Sie, als der Schweizer Bankenplatz begraben wurde?
    Was tun Sie unternehmerisch und politisch dagegen, dass die Schweiz wettbewerbsfähig produzieren kann UND dies auch der Mittelschicht zu Gute kommt?

    Einfach nur fordern – schwach.

    • Wenn Sie von Slowenien reden können Sie uns vielleicht auch erklaeren, warum dieses Land nicht so wohlhabend wie die Schweiz ist. Kartoffeln hin oder her.

  37. Guter Artikel! Aber ein Detail wurde übersehen – mal auf die Ranzen- und Fudiumfänge der 50+ schauen. So ganz unverschuldet ist ihre Situation auch nicht. Und bei der letzten Abstimmung haben auch viele 50+ den doppelten Schierlingsbecher aus Überzeugung und mit Freude getrunken.

    • Aha…. ein besonders intelligenter Kommentar.

      Wer demnach einen grösseren Hüftumfang hat, ist selber Schuld das er Arbeitslos wird.
      Seine Arbeit wird dadurch also schlechter…. ist das so?

      Und wenn eine Frau nur einen flachen Busen hat, leidet deren Arbeitsqualität ebenfalls….?

      Ich dachte immer das die zunehmende Erfahrung das Älter werden aufwiegt.

    • Sie wissen ja, wer z.B. in den USA die Größte Körperfülle aufzuweisen hat.

    • Vermutlich sind auch nicht alle Chefs homosexuell veranlagt und entsprechend interessiert sie der „Fudiumfang“ damit gar nicht.

  38. Chapeau! Ein ausgezeichneter Kommentar der die Tatsachen beschreibt wie sie tatsächlich vorherrschen.
    Wenn die ArbeitnehmerInnen bis 70 arbeiten sollen, dann muss man ihnen auch erklären wo die entsprechenden Arbeitsplätze zu finden sind!
    Jeder abgeschobene Arbeitnehmer oder Arbeitnehmerin hat auch einmal diverse Ausbildungen durchlaufen, welche den Betrieben und dem Staat ebenfalls Kosten verursacht haben, nur gibt es darüber keine Statistik.
    Dies nennt man verschleudertes Humankapital!!!

  39. Heute gehen viele Frauen auf die Strasse um gegen Diskriminierung und Ungerechtigkeit zu kämpfen. Aber warum gehen wir ü50er nicht auch auf die Strasse und kämpfen für unsere Anliegen? Ich wäre dabei.

    • Sie wären dabei, soso. Wäre, würde, hätte, könnte, müsste – ein beeindruckendes Engagement ! Und wie meinen Sie, dass Sie auf der Strasse für Ihre Anliegen kämpfen würden ? Wie geht das ? Steine werfen ? Laut schreien ? Oder suchen Sie Sparringpartner für ein Boxkampf ?

    • Felix Heinzer…….

      Wir Ü-50 tun das nicht ……weil man uns sofort zu Nazis machen wird, sollten wir demonstrieren.
      Denn damit würden wir zeigen, dass wir gegen masslose Einwanderung sind und da werden von den Gutmenschen automatisch auch die illegalen eingerechnet.

      Aber gegen Illegale darf man nicht sein, auch wenn die den Ü-50 noch die letzten Steuerfranken aus der Tasche ziehen.

    • (…)Aber gegen Illegale darf man nicht sein, auch wenn die den Ü-50 noch die letzten Steuerfranken aus der Tasche ziehen.(…)

      Exakt. Diese Illegalen sind die „Umverteilungsproxys“.

    • Informatiker….

      haben sie es nicht so mit dem Rechnen ?

      Oder erkennen sie nicht wie viele Milliarden uns diese illegalen kosten?
      Da wird effektiv umverteilt, ja Steuerfranken absolut nutzlos verschwendet die uns anderen Ortes fehlen.

      Ist der Fakt für Sie schwer verständlich ?

    • Lieber Walter Roth ‚Illegale‘ gibt es eigentlich nur, weil die Regierungen oder die UNO kaum etwas zuwege bringen. Seit ueber 60 Jahren haben wir die UNO; seit den 50er Jahren weiss man, dass Rauchen Krebs verursacht und das Autoabgase schlecht fuer die Umwelt sind; Hungersnoete gibt es heute noch; und auch, dass die massiv zunehmende Population in einer globalen Katastrophe enden wird, weiss man seit der Mensch rechnen kann! Das Problem mit den Jobs koennen Sie nicht Menschen in NOT zuschieben (Sie machen alle ue50 zu Rassisten, das geht nicht). Wenden Sie sich doch direkt an den Bundesrat, der schlicht die Gesetze der Schweiz (mehrere Zehntausend Seiten)uebergeht, taete er dies nicht, waere diese Diskussion kein Thema.

  40. Schön, dass sich Frau Villalon dieses Themas annimmt.
    Dass dies nur in einem Finanz-Forum möglich zu sein scheint, lässt einem über die Qualität unserer Mainstream-Presse die Stirne runzeln.

    • Frau Isabel Villalón mit Doppelpass und viel Intelligenz ist mir hundertmal lieber als der Kommentarschreiber „Ing.“ Diesem Bünzli sind offenbar die Argumente ausgegangen, darum immer schön auf die Frau spielen…

      PS: „Ing.“, passen sie auf, oder sie sind mit 50 auch auf der Strasse!

  41. NUTZLOSE KLASSE ensteht. Es gibt auch VIELE Schweizer zwischen 20-35 ohne Arbeit. Aber das wird mit Weiterbildungen, Teilzeitarbeit, Weltreisen und anderen Tricks erfolgreich VERSTECKT. Ü50 sind nur deshalb in den Medien, weil diese Gruppe WÄHLEN geht. Mehr FREIZEIT und weniger ARBEIT. Das ist die ZUKUNFT.

  42. Leider stimmt dieser Beitrag in grossen Zügen. In der Tat ist es so, dass wir dabei sind uns selbst für die internationale Elite zu versklaven: Pauschalbesteuerung für die Top Shots, steuerliche „Gestaltungsmöglichkeiten“ für Firmen und HNWI etc. Fürs „Volch“ gab es 70 CHF mehr AHV, aber nur wenn wir Vermögenden und internationalen Firmen die Steuergeschenke zugestehen. Die beiden „Pro“ Argumente sind zum kotzen: 1) diese Leute unterstützen grosszügig Oper, soziale Werke etc, die ohne diese Spenden nicht oder kaum mehr finanzierbar seien. 2) Sonst gehen sie einfach woanders hin. Meine Antwort: 1) Wir wollen nicht ihre Almosen, wir wollen einfach, dass sie ihren fairen Anteil zum Gemeinwohl beitragen (Steuern). 2) Sollen sie woanders hin gehen, wo sie Rechtssicherheit und physische Sicherheit so garantiert haben wie bei uns. Weil die anderen Steuerzahler müssen dafür bezahlen, dass dem so ist.
    Alle 4 Bundesratsparteien haben bei diesem Dreckspiel mitgespielt. Dass die FDP mittlerweile nur für die Grossindustrie und internationale Konzerne politisiert ist offensichtlich.
    Ich, 55 ehemaliger treuer FDP Wähler, werde dieses Jahr sicherlich keiner Bundesratspartei meine Stimme geben. Aber: ich werde sicher wählen gehen.

    • Als EHEMALIGER FDP Wähler gebe ich Ihnen vollkommen Recht: Gössi mit ihrem Lächeln (Nachfolgerin einer anderen lächelnden BR Politikerin?) wird nicht müde zu betonen, dass sie nicht die internationale Grosswirtschaft vertritt (weil sie Angst hat, Wähler zu verlieren) – genau so wie Noser nicht müde wird zu betonen, dass wir einen Fachkräftemangel haben (und die PFZ brauchen, damit er sich mit den jungen billigen willigen seine Tasche füllen kann). Und das seit Jahren, in beiden Fällen.
      Das ist Politik – Marketing funktioniert gleich: Kommunikation muss nicht wahr sein, sondern „zielführend“ (wie Widmer-Schlumpf es zu nennen pflegte) und effektiv!

  43. Guten Morgen Frau Villalon

    https://www.nzz.ch/schweiz/schweiz-ist-schlusslicht-in-unicef-studie-zu-familienfreundlichkeit-ld.1488690

    Zugegeben solche Studien sind mit Vorsicht zu geniessen.

    Es steht m.E. in Kausalzusammenhang mit Ihrem Artikel. Hatte die Schweiz je einen Hauch von Familienpolitik? In einer freiheitlichen Ordnung ist die Familie die natürliche zentrale ver- und vorsorgende, wirtschaftstragende und kulturschaffende Instanz. Ein weiter Bogen zugegeben, aber überlegen wir uns, ob es doch einer der multiplen Ursachen sein könnte, weshalb gerade bei der indigenen Bevölkerung derzeit eine noch nie da gewesene Armutsspirale entsteht.

    Warum gehen Schweizer Ü50 nicht auf die Strasse?

    Die Zerfallserscheinungen der indigenen Bevölkerungsgruppen beginnen ja schon damit, dass (siehe Scheidungsraten und zu beobachtende Vereinzelung von Mann und Frau) die Familie zerfällt. Karierre machen heisst, den Mitbewerber aus dem Feld schlagen, und ist bereits zur persönlichen Überlebensstrategie geworden. Der grosse Sprung nach oben gelingt i.d.R. aber nur sehr sehr selten, da haben sich i.d.R. Migranten aus kulturfremden Kontinenten eingenistet, da die Schweiz auch keine Industriepolitik kennt; frei nach dem Motto: Free enterprise!. In Basel sind Roche, Novartis, Syngenta, BASF, Huntsmann, Basilea, Idorsia u.v.m. Nun, aus persönlicher Erfahrung und Inaugenscheinnahme konnte ich nahezu keinen Eidgenossen treffen. Die Intuition sagt uns: das alles ist nicht vom Himmel gefallen. Die Ausländer sind nicht die Drahtzieher dieser fatalen Entwicklungen. Die Eigeninteressen und Egoismen bestimmter indigenen Kreise haben die Schweiz entkernt. Die zu benennen und zur Verantwortung ziehen, sollte unser aller Bestreben sein. Was bleibt?

    Am Ende des Kampfes ums Überleben ist jeder erschöpft, und bleibt schlussendlich alles auf der Strecke. Unter solchen Bedingungen haben viele Menschen einfach keine Kraft mehr auf politische Partizipation und denken sich: Sollen doch andere machen. Hinzu kommt, die allgemeine Aengstlichkeit vieler Schweizer, im Wissen, da ist i.d.R. niemand (Familie, Clan, Kumpels usw.). Dazu beigetragen hat ganz erheblich nicht nur die familienfeindliche Politik, sondern auch das schweizerische Unterhaltsrecht, das jeden Mann bei der Scheidung in seiner Existenz bedroht. Zumindest die mit unteren bis mittleren Einkommen. Auch heute bleiben Kinder in der Regel bei der Mutter, ebenso die gemeinsame Wohnung. Der Vater ist gezwungen, sich eine kleine, günstige 1Zimmer zu suchen. In 30 Jahren werden „wir“ die Minderheit sein, nicht nur nummerisch, sondern vor allem ethnisch-kulturell.

    • Was für ein Ablenkungsmanöver! Wenn im internationalen Blackrock Großkonzern eine z B Inderin sitzt, die denkt und handelt wie Blackrock, die mit keiner Faser ihres Seins Widersprechen könnte, dann ist wer Schuld? Etwa das Kapital…nein. Die Frau, die Ü50 entlässt…auch nein. Vielleicht die Eltern dieser Frau… auch nein. Schuld ist nach ihrem Geschwurbel „der Migrant“. Looool

  44. Sorry, imer so verdammt langatmig. Irgendwo beginnen und schwafeln, bis man auf’s vermeindliche Thema kommt. Dann noch es Gschichtli aus der Nachbarschaft drauf (Hannelore), ev. auch frei erfunden. Ich mag den Scheiss gar nicht fertig lesen.

    Bitte in Zukunft wieder etwas fokussierter!

    • Begrenzungsinitiative ja!

      Rahmenabkommen EU nein!

      Freihandelsverträge China, USA, Indien, Brasilien, GB, etc. ja!

  45. Aber unsere Roten und ihre Propagandamedien haben doch den Wundertrunk schon längst erfunden: die Flankierenden. Wo also ist das Problem?

  46. Dieser Artikel entspricht auch meiner Erfahrung. Ob man gleich die Personenfreizügigkeit aufkündigen soll, steht auf einem anderen Blatt geschrieben. Wichtig ist, die Attraktivität der Ü50 für Arbeitgeber einerseits zu erhöhen und andererseits dieselben auch dazu verpflichten, anstatt Sozialpläne, Arbeitsmarktlösungen mit den Betroffenen zu erarbeiten.

  47. Grüezi Frau. Angenommen Sie sind 35, schön, gebildet, aus vermögendem Elternhaus, unverheiratet. 2 Männliche möchten Sie heiraten: (1): Bürger & Einwohner der EU, knapp 40, gutes Einkommen, einigermassen attraktiv aussehend, souverän im Umgang, aus gehobenen Kreisen, gesund. (2): Schweizer in der Schweiz, Ü50, nicht gross gewachsen, übergewichtig, prekäre Arbeits- & Vermögensverhältnisse, unsicher im persönlichen Umgang, ungepflegtes Gebiss, schütteres Haar, Körpergeruch, schlecht gekleidet. Sie würden nun die Masseneinwanderungsinitiative umsetzen und den zweiten heiraten, oder ? Märssi.

    • Mister Thomas Burkhard: Ihr Kommentar ist nicht nur infantil sondern auch blöd!

    • Ach Grüezi-Meier, lassen Sies doch einfach. Schreiben Sie Ihren Unsinn weiterhin in den Tagi-/BaZ-Spalten. Ihr Selbsthass und Schweizhass ist sattsam bekannt.

    • Eine gute Ehe, wenn es eine solche gibt, benötigt die Liebe nicht. Sie strebt nach der Freundschaft hin. Es ist eine süße Lebensgemeinschaft, voll Beständigkeit, Vertrauen und einer unendlichen Menge nützlicher und dauerhafter Dienstleistungen und wechselseitiger Verpflichtungen.
      Essais 3, 5
      Zitat von Michel Eyquem de Montaigne
      Michel Eyquem de Montaigne
      französischer Humanist
      * 28.02.1533, † 13.09.1592

  48. Lieber arbeitslose Ü50er… Sehen wir doch mal das Glas halbvoll! Vom Vermögen Leben, den Tag geniessen, sich über Absagen freuen, Sport und Hobbies pflegen, Zeit mit dem Haustier verbringen, etwas Nützliches tun. Das kann ein Arbeitender nicht. Und wenn das Geld weg ist, hopp auf das Sozialamt. Voll easy. Ohne Lohn auch kaum Steuern. Natürlich liegt der fette Porsche nicht mehr drin und die „Alte“ sollte nicht mehr so viel Kleider und Schuhe kaufen. Und ins Altersheim kommt jeder gratis hin. Wozu gibt es denn das tolle Sozialsystem (Ergänzungsleistungen, Krankenkasse, etc.).

    Ironie aus: Die Politik will das Problem nicht wahrnehmen. Also muss es eine Revolution geben. Sehr schöner Artikel, Frau Villolon.

  49. So ein Quatsch !
    Bin jetzt 57, habe meinen Arbeitsplatz das letzte Mal mit 52 gewechselt, mit 54 meine letzte zertifizierte Ausbildung abgeschlossen und werde in der Firma gebraucht. Junge, gut ausgebildete Europäer kommen und gehen. Die Meisten haben sicherlich viel von mir gelernt und setzen ihr Wissen heute u.a. auch in anderen Firmen ein. Wer meint, dass es freien Zugang zum europäischen Markt gratis gibt hat nicht viel verstanden. Ohne diesen Zugang und damit der Wettbewerbsfähigkeit auf dem europäischen Markt würde die Arbeitslosenquote in der Schweiz 12% bis 16% betragen. Die Ersten wären dann mit 40 Jahren ausgesteuert. Für Alles die Politik verantwortlich machen ist relativ simpel, schwieriger ist es sein Leben selbst zu meistern. Sei es durch Fleiss, harter Arbeit, Weiterbildung, Umzug, oder was auch immer. Genau, das ist zu unbequem, da ist klagen ohne richtig zu leiden doch wesentlich einfacher. Also zurück aufs Sofa und erstmal ein Quöllfrisch aufreissen. Prost !

    • E.U.Ropäer

      Mit Verlaub: Ihre auf sich gerichtete Sichtweise ist sicherlich zutreffend. Doch hier und jetzt reden wir von einer desaströsen Variante des Wettbewerbs, bei der gewinnt, der seine „Billigarbeiter“ zum tiefsten Schleuderpreis in die Ländern ver,-schickt, in denen die Massen noch Kaufkraft haben. Wenn man noch einen Funken Verstand hat, darf und muss man sich gegen diesen Wettbewerb wehren. Was faschistoide und pseudo-liberale Kreise absichtlich nicht erwähnen ist: Eine effiziente Wirtschaft ist ein Ganzes aus hoher Produktivität und entsprechend hohem Konsum, Kaufkraft, Bildung, Umweltschutz, Infrastruktur und eine nachhaltige-ausgewogene Verteilungsgerechtigkeit innerhalb der Gesellschaft als Organismus. Da darf keine „Einwanderung“ in die Sozialsysteme zugelassen werden – Dänemark ist ein gutes Beispiel. Die Sozialdemokratische Partei Dänemarks hat mit Erfolg! eine knallharte Einwanderungspolitik eingeführt und umgesetzt.

    • @Platon
      In Dänemark gelten die selben Einwanderungsbedingungen wie in der restlichen EU. Nur hat Dänemark mit fast 5% Arbeitslosen fast doppelt soviel Arbeitslose wie die Schweiz. Also ich kann da keine Korrelation zwischen PFZ und Arbeitslosen sehen. Dänemark ist ein teures Land, Kopenhagen eine der teuersten Städte der Welt. Wie gesagt, es ist recht einfach die PFZ für das eigene Schicksal verantwortlich zu machen. Ja, natürlich stehen alle Arbeitnehmer in einem Wettbewerb zueinander. Und ja, auf eine Stelle schafft es nur ein Bewerber. Und jetzt ? Das ist aber in Dänemark auch so, eigentlich ist es überall auf der Welt so. Wer sich nicht abhebt von der Masse, muss Glück haben. Glück haben aber nicht alle. Was daran desaströs sein soll sehe ich nicht. Natürlich kommen die „Billigarbeiter“, aber der Schweizer, der bei dem in der Schweiz vorhandenem Bildungsangebot noch „Billigarbeit“ verrichten muss, hat, mit Verlaub, lange genug rumgesessen und NICHTS in seine Zukunft investiert. Das bischen Einwanderung ins Schweizer Sozialsystem können wir gut verkraften. Was Frau Villalon so von sich gibt ist nichts als Propaganda. Fundamentale Daten dafür gibt es nicht. Propaganda mit dem Leid Anderer. Und weil es so bequem ist, heulen alle gleich mit. Problem daran ist nur, sollte man die PFZ abschaffen und dann merken, upps, es wird nicht besser, muss man, zwecks Propaganda, eine neue Sau durchs Dorf treiben. Zum Schluss sind es dann die Blonden oder die ab Schuhgrösse 44 oder die ohne Bart, die an allem Schuld sind. Irgendeinen Schuldigen finden Propagandisten wie Frau Villalon immer, aber besser wird es dadurch nicht. Man nennt das übrigens Wettbewerb, also sehen sie sportlich und trainieren etwas, wobei sofasitzen keine geeignete Trainingsmethode ist. Biertrinken auch nicht.

    • @Platon @ Lukas Hässig: Wäre dafür, dass Platon einen eigenen Vollkommentar bekommt wie Villalon und Stöhlker.

    • @E.U.Ropäer

      das ist nicht korrekt. Dänemark ist zwar Mitglied in der EU, hat aber mehrere Ausnahmen von den Verträgen ausgehandelt und muss bei Entscheidungen die EU betreffend das Volk befragen, es handel sich um Ausnahmeregelungen, sog. Opt-out genannt. Die Einwanderungsgesetze in Dänemark sind streng – sehr streng. Seit 2016 sind folgende Regelungen in Kraft:

      Familienzusammenführungen sind erst nach frühestens drei Jahren möglich;
      Beschlagnahmung von Geld und Wertsachen mit einem Wert von über 10.000 Kronen zur Finanzierung des Aufenthalts von Flüchtlingen; Verschärfung der Regeln zur Erteilung einer permanenten Aufenthaltserlaubnis; Weitere Reduzierung der Sozialleistungen für Asylberechtigte; Verschärfung der Regelungen für Quotenflüchtlinge!Trotz anderslautender Selbstverpflichtung Dänemarks soll es auch 2019 nach 2018 kein einziger sogenannter Quotenflüchtling aufgenommen werden. Als Quotenflüchtlinge werden Menschen bezeichnet, die vom Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen als außerordentlich hilfsbedürftig eingestuft werden. Die dänische Regierung arbeitet gemeinsam mit den Regierungen Österreichs, Italiens und Visigrad daran, Abschiebezentren für abgewiesene Asylbewerber ausserhalb der EU zu errichten. Ausnahmen soll es für echte Fachkräfte aus bestimmten Staaten nach Dänemark kommen, um den wirtschaftlichen Aufschwung zu sichern. Bis jetzt ohne konkrete Ergebnissen.

      Die Überlegungen, worauf Sie sich offenbar berufen hinsichtlich „Wettbewerb“, wonach der freie Handel letztlich alle reicher macht, stützt sich denn auch auf den freien Austausch von Waren. Wenn ich Sie richtig verstanden habe, verwechseln Sie den freien Austausch von Kapital, mit denn von Arbeitskräften, es ist kapitaler Irrtum.

      Um so wichtiger ist es, dass die Schweiz mit ihrem Festhalten an einem griffigen Lohnschutz diesen Widerstand stärkt. Wir riskieren damit wenig, denn wir haben bisher die Bedeutung der Wettbewerbsfähigkeit überschätzt und das Potential einer Politik unterschätzt, die konsequent auf die Binnennachfrage und auf die eigene Lebensqualität ausgerichtet ist. Vielleicht können wir damit im Europa sogar eine Vorreiter-Rolle spielen. Die Rechtsnationalen haben uns seit nahezu 30 Jahren in der Defensive gedrängt.

      Sie schreiben Zitat:
      „Natürlich kommen die „Billigarbeiter“, aber der Schweizer, der bei dem in der Schweiz vorhandenem Bildungsangebot noch „Billigarbeit“ verrichten muss, hat, mit Verlaub, lange genug rumgesessen und NICHTS in seine Zukunft investiert.“
      Ende Zitat.

      Das Reden über vermeintliche – „selbstverschuldete“ – Arbeitslosigkeit ist meist unerträglich undifferenziert und unpräzise und schon deshalb gefährlich, weil es komplizierte Sachverhalte auf simple Vorurteile reduziert die weder belegt noch pauschal ausgesprochen werden können.

    • E.U.Ropäer……

      Blödsinn, die Schweiz hat weit mehr als 5% Arbeitslose.
      Wir haben mehr wie Dänemark.

      Die Sozialdemokraten dort hatten 2 Möglichkeiten, erstens die strenge Linie gegen die Illegale Zuwanderung fahren und Wahlen gewinnen….. oder der Sozi Ideologie nacheifern und bedeutungslos werden die jene SPD in Deutschland es gerade vormacht.

      In Dänemark gibt es mit der Dänischen Volkspartei eine starke konservative Opposition welche die Sozis sofort besiegt, sollten diese die Migration nicht in den Griff kriegen.
      Dänemark hat zwar auch die EU Regeln, setzt sie aber ganz anders um.
      Und sie haben permanente Grenzkontrollen, etwas was die EU eigentlich abgeschafft hat.

      Man kann auch in der EU ein eignes Zuwanderungsregime führen.

    • Wie kann man blind soviel Geschwafel vertrauen? Kaum geht es dem Schweizer vermeindlicht schlecht schwingen wir die Ausländerkeule. Wie oft braucht es noch derartige Erfahrungen bevor der Schweizer etwas lernt? Wer soll denn zuerst gehen? Alle Ausländer? Falls morgen alle Ausländer streiken, steht die Schweiz still. Ok, nehmen wir zuerst die Menschen vom Balkan. Erste und zweite Generation oder auch die Dritte? Ok, Deutsche raus! Ja, dann ist aber die Grenze Richtung Norden dicht. Tausende freie Parkplätze in Konstanz und Waldshut. Die werden sich freuen. Na gut, auch nicht so gut der Vorschlag. Aber jetzt, die Iberische Halbinsel, ja, die schmeissen wir raus. Kommentieren kann Frau Villalon ja auch aus Spanien, es lebe das Internet. Habt ihr eigentlich eine Ahnung mit welchen Problemen und Ängsten sich eure Grosseltern und Eltern geplagt haben? Seid froh lebt ihr heute. Die Welt ist nicht mit Rechts oder Links zu regieren, auch die Schweiz nicht. Dafür braucht es Intelligenz und Kompromissbereitschaft, und genau das vermisse ich bei Frau Villalon und auch bei manchem Politiker. Frau Villalon habe ich nicht gewählt, die Politiker schon. Lasst euch nicht von diesem rechten Quatsch leiten, dass gab es alles schon. Vielleicht ist Dänemark ein Vorbild, dort gibt es in der Innenstadt gar keine Wohnungen mehr für Normalverdiener. Ist sowieso zu laut, raus aufs Land an die frische Luft und tief durchatmen ist gesünder. Empfehle ich Platon auch mal. Das Hirn brauch Sauerstoff.

  50. Man muss aber zusätzlich auch noch eines beachten:
    Viele Arbeitnehmer um die 40ig bis 50ig sind gar nicht mehr richtig leistungsbereit oder bereit, ihre Komfortzone zu verlassen.
    Man hat auch immer das Gefühl, der Lohn steigt Jahr für Jahr, der Lebensstandart wird auch ständig hochgefahren, aber reduzieren wird dann schwierig.
    Wer von den Arbeitnehmern, welche 10 oder 15 Jahren oder noch länger im Betrieb sind, sich nie weitergebildet haben, bringt denn wirklich noch 100 % Leistung?
    Wir Schweizer sind einfach ein viel zu träges Volk. Lieber über Stress und PFZ/EU jammern, statt sich beruflich fit zu halten.

    • Hallo Marco. Weshalb bezeichnen Sie die Zahlenangaben mit „40ig“ oder „50ig“ ? Das „ig“ ist ja im Namen der Zahl bereits enthalten, so dass es nicht mehr separat geschrieben werden muss, oder ? So wie Sie das schreiben liest es sich: „vierzigig“ und „fünfzigig“, oder ? Macht kein Sinn, oder ? Also einfach 40, nicht 40ig, und 50, nicht 50ig.

  51. Schade, dass bei diesem wichtigen Thema die älteren Arbeitslosen immer gegen Europäer ausgespielt werden.
    Dabei gibts zahlreiche diskriminierende Elemente im Schweizer System, etwa die steigenden BVG Sätze, die es zu beheben gilt!
    Wie beim Gender Thema, wenn dann die benachteiligten Männer und deren Leiden dagegen verbraten werden…
    Es braucht ev keine Quoten in Teppichetagen, diese KandidatInnen können am ehesten für sich selber kämpfen, sondern Indexe wie: Weiterbeschäftigung bei Mutterschaft und def auch 50+

    • Die steigende BVG Sätze sind nur ein kleiner Teil des Problems. Das Hauptproblem bleibt der Lohn. Die Baby-Bommers bilden die reichste Generation, die es je gegeben hat. Sie sind einfach in einem offenen Markt objektiv zu teuer.
      Die Zeit der einfachen Jobs mit denen man sehr gut verdient ist definitiv vorbei.

  52. genau so ist es. Trotz guter Qualifikationen mit 58 ausgesteuert. Habe meinen „Fallschirm „ benutzt. PK bezogen und lebe jetzt in Asien. Nach 1 Jahr Rückblick bin ich dankbar und glücklich diesen Schritt gemacht zu haben. Könnte mir jetzt nicht mehr vorstellen, in dieses Hamsterrad retour zu gehen. Ich lebe jetzt mein Leben und muss auf nichts mehr verzichten. Es geht mir gut und ich wieder glücklich und zufrieden.

    • M.Rüdi…..
      ….das ist für Sie vielleicht gut so.

      Aber in Asien sind sie nur als ATM begehrt, ansonsten Nutzlos.
      Wer das sein kann….. Ok.

      Ich träume davon bis 70 Arbeiten zu können.

      Trotzdem frage ich mich auch bald, ob ich nicht auch dahin auswandern sollte…. wenn die Schweiz sich derart zum Affen macht, vor der Eu und in der Politik im allgemeinen.

      Die kleinen persönlichen Freiheiten sind dort um einiges grösser wie in der Schweiz.

    • Sehr gut M Rüdi!!
      Man muss einfach die gleichen Tricks benutzen wie die Großkonzerne. Diese lagern die Produktion aus, zocken europäische Konsumenten ab und erzielen damit enorme Margen.
      Wenn man seinen Wohnsitz auslagert, dreht man einfach den Spieß um.
      Bravo, richtig so!!

    • Asien ist ein grosser Kontinent. Sie meinen nicht etwa China, Korea, Singapore oder andere Länder dort, wo es noch stressvoller zugeht als hier bei uns. Eigentlich müssten Sie gar nicht so weit gehen. Portugal kann auch ganz schön stressfrei sein, mit genügend Saldo auf der Kreditkarte.

  53. Ganz kurz meine Geschichte dazu, Ich, 56, alleinerziehend von 3 Kindern, zwischenzeitlich wohl besser gesagt war alleinerziehend, habe über 30 Jahre bei der MeteoSchweiz in der Informatik gearbeitet, bevor ich, und ich bin nicht der einzige, von einem neuen Chef Gemobbt wurde und schlussendlich auf der Strasse oder soll man sagen auf dem sozialen Müll, Entschuldigung, gelandet bin.
    Meine Familie ist zerstört. Meine Kinder sind durch diesen Vorfall auseinandergerissen worden und können nicht mehr zusammen aufwachsen, sind traumatisiert und müssen jetzt psychologisch betreut werden. Ich wollte mich gegen diese Ungerechtigkeit, dieses Mobbing wehren aber ein Gang vor Gericht hätte mich schnell mal 100 000 Sfr. und mehr gekostet, hat mich meine damalige Anwältin belehrt. Ich konnte also noch nicht mal vor Gericht meine Rechte einfordern. Da frage ich mich in welchem westlichen Land gibt es den sowas noch? Man hat in diesem Land keine Rechte wenn man nicht das nötige Geld besitzt um dieses Recht durchzusetzen!!
    Fazit:
    Man hat die Zukunft meiner Kinder genommen.
    Man hat mir meine Familie genommen.
    Man wird mir meine Pensionskasse, in die ich 30 Jahre meines Lebens Investiert habe, nehmen sobald ich ausgesteuert bin und wird mich damit am Schluss auch meiner Unabhängigkeit berauben.
    Man hat mir damit alles genommen an was ich je geglaubt habe!
    Eines aber werde ich nicht, Ich werde mir nicht das Leben nehmen auch wenn es nichts mehr zu gewinnen gibt, schon wegen meiner Kinder nicht, sie sind jetzt schon mehr als genug belastet. Ich werde kämpfen bis zu Letzt, besonders jetzt wo man mir nun wirklich nichts mehr nehmen kann!

    Aufruf: Es soll doch jeder ü50 entlassene seine Geschichte erzählen. Auch gerne Anonym. Denn kein Verantwortlicher aus Politik, Wirtschaft und Presse soll jemals sagen können: das alles haben wir alles nicht gewusst.

    • Sehr geehrter Herr Andre Steiner

      Ja, Herr Steiner kämpfen Sie! Ich gratuliere Ihnen, dass sie auf diese Weise sich selbst, Ihre Kinder und Mitbürger schützen, und möchte Sie ermutigen, auf diesem Weg fortzufahren. Das Leben ist schön und kostbar. Ihre Kinder brauchen den Vater. Der SGB arbeitet an zwei unterstützungswürdige Initiativen für eine 13. AHV-Rente und die Prämien-Entlastungs-Initiative. Der Verein Mikrosteuer lanciert demnächst auch eine Initiative die unsere Gesellschaft zu Gunsten des Menschseins verändern kann, – mikrosteuer.ch/. Und die AHV-Volkspension ist auch auf gutem Wege. Bringen Sie sich ein und treffen Sie Mitmenschen die eine positive und konstruktive Lebensenergie mitbringen!👍

    • Hallo Herr Platon. Also IP ist nicht dazu da, so quasi durch die Hintertüre linken Politinitiativen zu Popularität zu verhelfen. Das ist ein Missbrauch !!

    • @Ernst Hofer

      wenn Sie mich des Missbrauchs dieser Plattform bezichtigen, fordere ich Sie hiermit auf via Staatsanwalt meinen bürgerlichen Namen herauszufinden. Sollte dem die Staatsanwaltschaft oder Zivilgericht stattgeben – werde – ich mich gerne mit meinen Rechtsbeistand in einem Verfahren gegen Sie und Ihre Anschuldigungen verteidigen.

      Wenn Sie nicht beweisen können; ich hätte IP für politischen „Kampagnen“ missbraucht wäre Ihre Äusserung geeignet, meinen Ruf zu schädigen, es ist somit ehrverletzend und damit strafbar.

    • Herr Steiner, der Absturz ist selbstverständlich schlimm!
      Dennoch haben Sie 30 Jahre lang für die gleiche Firma in der Informatik gearbeitet.
      So etwas gibt es heutzutage nicht mehr.
      Am längsten bin ich 5 Jahre lang in der gleichen Firma geblieben, bis meine Tätigkeit entweder ausgelagert, die Firma verkauft oder neuorganisiert worden ist.
      Jedesmal Jobsuche, usw… Meine Familie hat auch darunter gelitten.
      Als Mitarbeiter der Meteoschweiz hatten Sie wahrscheinlich etwas ähnliches wie ein Beamtenstatus.
      Ihr neuer Chef hat vielleicht den Auftrag bekommen, die Kosten zu senken und hat dabei gemerkt, dass der Ihr Job von einer jüngeren Arbeitskraft (importiert oder nicht) deutlich billiger gemacht werden kann.
      Da es in staatlichen Organisationen normalerweise unmöglich ist, einen Mitarbeiter zu künden, wird dieser gemobbt bis er selber geht.

  54. Als Teillösung für das Rentenproblem könnte man auch die Einkommensverschiebung von arm zu reich etwas korrigieren und die steuerliche Abzugsfähigkeit für Pensionskassenbeiträgen, welche derzeit bis zu einem Einkommen von 850´000 CHF pro Jahr und einem Prozentsatz von ca. 25% möglich ist, etwas tiefer ansetzen. Leider fehlen mit die Angaben für die Schweiz hierzu. Ich meine gelesen zu haben, dass insgesamt ca. 20 Mia als Steuerbefreiung in der Pensionskasse anfallen.

    • Guten Tag Herr Klaus Marte

      Die 2.Säule (Pensionskasse/Kapitaldeckungverfahren) ist klinisch TOD! Beweis unter Vielen:

      Die Pensionskasse der SBB hat, per 1. März 2019 den Umwandlungssatz gesenkt. Versicherte, die 2019 das Alter von 65 Jahren erreichen, erhalten dann noch einen Umwandlungssatz von 5,08% (bisher: 5,18%). Anschliessend geht die Rentenkürzung weiter, ab 2020 4,9%, ab 2021 4,8%, ab 2022 4,7%.

      https://www.pksbb.ch/

      Die Anzahl der Ü50-Sozialhilfebeziehenden stieg zwischen 2011 und 2017 von 38’484 auf 54’615 Personen, also um satte +42% an, während die Schweizer Wohnbevölkerung in der gleichen Altersklasse und im gleichen Zeitraum lediglich um 14% zunahm ((BFS). Für Versicherungen/Stiftungen/Banken stellt die 2. Säule ein sehr sehr lukratives Geschäft dar. Vor allem dank der völlig übersetzten Risikoprämien im Falle der Versicherungen. Der Markt spült massenhaft Geld in die Kassen. Nicht so für die Versicherten. Dies bedeutet für die Versicherten ein Rentenabbau von bis zu 25 Prozent auf der PK-Rente – Tendenz steigend! Dabei vergessen wir das diese Rentenkürzungen gegen den Verfassungsauftrag der Schweiz verstossen. AHV- und Pensionskassen-Renten müssen (die Fortsetzung des gewohnten Lebens in angemessener Weise» garantieren). So steht es in der Bundesverfassung Art. 113 Berufliche Vorsorge. Wer diese Rentenabbau-Abzocke einfach so hinnimmt, wird sein Leben lang dafür bezahlen. Abschreckendes Beispiel: DEUTSCHLAND!

  55. Wieder ein treffender Kommentar Frau Villalon – ich bin voll auf Ihrer Seite.
    Die von BR Keller-Sutter ins Spiel gebrachte „Überbrückungsrente“ ist eine moralische und soziale Schande, eine Ohrfeige für jeden älteren Arbeitnehmer, der von Arbeitslosigkeit – wohlverstanden aus den bekannten Gründen – betroffen ist: ein deutliches Zeichen für den kaltschnäuzigen, erbarmungslosen Umgang mit dem „Humankapital“. Und dies nur weil eine Initiative nicht korrekt umgesetzt wurde. Aber auch das wird sich Herr und Frau Schweizer gefallen lassen. Damit hat Frau Keller-Sutter ihr Anfangskapital schon nach kurzer Zeit verspielt – erledigt. Herr Stöhlker hat vor einem Jahr in einem Beitrag zum Schweizer Wohlstand bemerkt: „Es muss noch vieles schlechter werden ehe es wieder besser wird.“ Dazu muss man festhalten, dass wir mit den Qualifikationen der heutigen Führungsriege/Politiker, die anstehenden und kommenden Probleme nicht werden lösen können, da sie dazu schlicht nicht fähig sein werden. Und verfolg man aufmerksam Zustandsberichte über die politischen, wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse im Ausland, so stellt man unschwer fest, dass mit grosser Wahrscheinlichkeit „einiges viel schlechter wird, ehe es sich wieder ändert“. Und die lamentablen Zustände, die Sie schon in früheren Beiträgen dargestellt haben, werden enden, da bin ich mir ganz sicher, denn sie sind keine tragenden Fundamente einer gesunden und zukunftsfähigen Gesellschaftsordnung.

  56. Bravo. Sie sprechen mir aus dem Herzen. Ich bin Personalchef einer grösseren Firma und sehe diese Diskriminierung fast jeden Tag. Ich sehe auch, wie dumm und kostspielig, auch für die Firmen, dieses diskriminierende System ist. Ich glaube auch, dass „ein Ruck“ auch durch die Bevölkerung gehen muss. Heute, in einer Welt, die soziale Gerechtigkeit anstrebt (Gleichstellung, Frauenrechte, Lohn, etc) dürfen Firmen, die Altersdiskriminierung unterstützen, nicht dafür belohnt werden. Danz im Gegenteil. Wie auch Politiker (innen), die das Volk einseifen, nicht.

  57. Wer 35 oder älter ist, ein kleines Vermögen hat (100’000+ ?) und vom Fiskus jährlich deftig zur Kasse gebeten wird, mag vielleicht umdenken, anstatt den ganz normalen Zirkus weitere Jahrzehnte mürrisch mitzumachen und zunehmend zu versauern ob dem gefühlten Verlust an Autonomie. Heute kann man relativ leicht in diverse Ländern mit wesentlich tieferen Lebenskosten und vor allem günstigerem Steuersystem einwandern.

    Länder mit Territorialbesteuerung erheben nur Steuern auf Inlandseinkommen. Zu diesen zählen auch
    Georgien, Guatemala, Dominikanische Republik, Malaysia, Nicaragua, Paraguay, Panama, Philippinen und Uruguay. Wer sich aus der Schweiz abmeldet und hier als auch in anderen Hochsteuerländern konsequent einen Lebensmittelpunkt (keine Wohnung, weniger als 90 Tage Aufenthalt in der Schweiz) vermeidet, muss nicht dauernd in einer dieser Destinationen hocken, sondern sich durchaus weiterhin in Europa, den Nachbarländern der Schweiz und von Zeit zu Zei auch hier aufhalten kann (mit etwas Kreativität aber der nötigen Vorsicht vielleicht sogar länger).

    Jedoch könnte ein Aufenthalttitel und ggf. eine günstig erworbene Wohnung dem Vorhaben behilflich sein, eine massive Besteuerung, wie sie in der Schweiz vielfach üblich ist zu vermeiden und vielleicht sogar das Vermögen überproportional zu mehren – nicht zuletzt weil man nach initialem Startaufwand mehr Zeit zur freien Verfügung hat und nicht als gewerbsmässiger Wertschriftenhändler eingestuft wird, wenn man nebst längerfristigen Investitionen regelmässig aus dem Handel (in Ländern mit Territorialbesteuerung natürlich via einen Broker im Ausland) mit Kryptowährungen oder Forex Gewinne erzielt. Dank der wesentlich günstigeren Lebenskosten sowie einem für die besagten Ländern bezogen auf den Durchschnittsverdiener grossen eigenen Kapitalstock können auch Nicht-Profis ohne grosse Risiken bzw. Spezialkenntnisse als Trader grüne Zahlen schreiben und wirtschaftlich über die Runden kommen.

    Der damit verbundene Lebensstil und der Verlust an Sicherheit, die Aufgabe des gewohnten Umfelds und vertrauter Denkweisen mag nicht jedermanns Sache sein. Die Umstellung bedingt eine vertiefte und gewissenhafte Auseinandersetzung mit diversen Themengebieten. Dennoch könnte es sich für manche es mittelfristig lohnen, solche Ideen umsichtig ins Auge zu fassen. Zumal in der freien Zeit eine intensive Beschäftigung z. B. mit alternativen Banking-Lösungen (Auslandschweizer in Nicht-EU-Ländern werden von den hiesigen Banken vielfach mit saftigen Gebühren abgestraft) und Einkommensquellen sowie generell mit der Umgestaltung des (globalen) persönlichen Risikoprofils möglich ist.

    Für die meisten mit kleinem Vermögen bzw. mittleren Einkommen in der Schweiz gilt wohl, dass sie sämtliches Kapital in Franken auf einer oder mehreren der hiesigen Banken halten und/oder in Immobilien investiert sind und sich, falls Letzteres zutrifft, dank Schulden als Systemsklaven verdingen müssen. Über die letzten paar Jahrzehnte schien ein solches Vorgehen in der Regel Erfolg zu garantieren, doch heute stellen sich für immer mehr Arbeitnehmer in der zweiten Hälfte ihrer Karriere grosse Fragezeichen und Unsicherheiten. Dazu kommt der Umstand, dass sich die Schweiz in der Mitte eines im Niedergang befindlichen Kontinents befindet und dabei nolens volens immer mehr unter Druck durch die EU gerät.

    Wir werden noch sehen, welche Auswirkungen auf den Arbeits- und Immobilienmarkt sowie den Schweizer Franken der Fortgang des derzeitigen Disputs mit der EU haben wird. Bereits jetzt dürfte aber klar sein: Die goldenen 60er, 70er und 80er Jahre, in denen sich ein Arbeitnehmer mit Bankkonto und Häuslein in der Schweiz beruhigt zurücklehnen und zu den globalen Gewinnern zählen konnte – auch im europäischen Vergleich, von DE und AT, den paar reichen Stadtstaaten und Skandinavien vielleicht abgesehen – sind unwiederbringlich vorbei.

    Wenn bei der Optimierung mit Autonomie-Gewinn im Ausland alle Stricke reissen, existiert der Schweizer Sozialstaat im Moment noch weiter. Für einige könnte es von Interesse sein, vorher eine autonomere Lebensgestaltung auszuprobieren anstatt sich hier im Hamsterrad abzumühen und dabei komplett auszubrennen oder aber mit Ü50 ohne Plan B und vielleicht schon den ersten gesundheitlichen Gebrechen auf der Strasse zu landen.

    • (…)Länder mit Territorialbesteuerung erheben nur Steuern auf Inlandseinkommen. (…)

      Lernen Sie Englisch + Spanisch, mindestens Niveau C1 und lassen Sie sich das international anerkannt bestätigen.

      Uruguay ist wirklich ein interessantes Land. Panama ist bereits schwieriger zu adaptieren.

      Haben Sie die geistige Mobilität sich anzupassen?

    • Guter positiver Beitrag der den einen oder die andere zum denken anregen wird. Viele gute Typs. Was macht eine Familie mit schulpflichtigen Kindern? Gut, es gibt immer weniger davon.

  58. Sehr geehrte Frau Villalon,

    die Schweiz soll fitgemacht werden für die Zukunft.
    Solange man dazu Ü50-Personen mitschleppt, womöglich auch noch Menschen, die schon länger hier leben, wird dieser Zukunftsprozess lange dauern und immer wieder Rückfälle in typisch schweizerische Mentalitäten erleben.
    Also ersetzt man das mittlere Management ohne viel Aufhebens gegen preiswerte und anpassungsfähige Weltbürger.
    Denen die Schweiz genau so viel wert ist wie Spanien oder Paraquay. Die eine Nation als Rechtssprechungszone begreifen, aber nicht mehr als Volk. Die Familie schon dann erkennen können, wenn zwei Homosexuelle zusammenziehen. Die alle Religionen gleichberechtigt nebeneinander herleben lassen (wollen!). Die, wenn sie im Gegenüber Rassemerkmale erkennen, besonders freundlich sind, und zwar grundsätzlich.
    Das können Sie alles von einem Ü50-Schweizer nicht erwarten.
    Und deswegen muß er weg.
    Die Integration der Schweiz in einen EU-Binnenwirtschaftsraum steht auf den Spiel. Nationale Befindlichkeiten stören da nur.
    Vor allem muß es jetzt schnell gehen. Macron steht in Frankreich auf der Kippe, Merkels CDU hat abgewirtschaftet, die Visegard-Staaten haben die Trennungslinie längst durchgezogen. Entweder wird Europa sich jetzt durchsetzen, oder es wird nichts mehr mit Europa.
    Also kommt Brüssel mit Gewalt (Katalonien). Ultimaten (EU-Rahmenvertrag), Erpressung (Brexit-Verhandlungen) und Nötigung (Europäische Rettungsschirme zu Lasten der deutschen Bundesbank).
    Typisch demokratische Verhaltensweisen.

    Und unsere Bundesräte in Bern ? Wieviel Ihrer europäischen Notdurft darf sonntags auf unserem Teller landen, ohne daß sich das Stimmvolk beschwert ?

    • Werter Herr Schneider, aufmerksam habe ich Ihren kritischen aber letztlich unklaren Kommentar gelesen und frage Sie: wie stellen Sie sich die Zukunft vor für die unser Land fit gemacht werden soll? Sie schreiben „Ü50 mitschleppen“, Staaten nennen Sie „Rechtsprechungszonen“, ausländische Arbeitskräfte sind „preiswerte anpassungsfähige Weltbürger“, Familien erkennen Sie auch wenn Homosexuelle zusammen leben….und weil in den uns umgebenden Staaten einiges auf der Kippe steht, soll nun bei uns die „Integration in einen EU-Binnenwirtschaftsraum..schnell gehen“.

      Einst ist älteren Menschen Respekt entgegengebracht worden und ihr Rat war besonders in heiklen Situationen, aufgrund ihrer Erfahrung, gefragt, heute gehören sie zur „Abfallwirtschaft“. Staaten sind keine Rechtssprechungszonen: zwischenstaatliche Vereinbarungen/Verträge – gerade in der EU – werden nicht eingehalten, übergangen und gebrochen. Internationales Völkerrecht und die Erklärung der Menschenrechte sind, wie die Realpolitik zeigt, Rechtsutopien, Wunschbilder geblieben. Eine Familie, die bisher kleinste, tragende und in die Zukunft weisende Einheit der Gesellschaft – ich habe nichts gegen eingetragene Partnerschaften gleichgeschlechtlicher Paare – soll nun im Rahmen der „Gender-Perspektive“ in einer einfachen „Freundschaft“, der „Frühsexualisierung“ der Kinder…usw., aufgehen?
      Ich habe Verständnis für Ihre „besonders freundlichen“ Menschen, wenn sie im Gegenüber Rassenmerkmale erkennen, aber finden Sie diese Gesinnung auch, wenn Menschen zusehen, wie für Ihre Menschen mit „Rassenmerkmalen“ unbedacht und scheinbar grenzenlos Geld zur Verfügung gestellt bzw. ausgegeben wird und Ihre „besonders freundlichen“ Einheimischen in ärmlichen Verhältnissen leben müssen?
      Oder finden Sie die „besonders freundlichen“ Menschen auch, wenn sie mitansehen müssen, wie sich Ihre Menschen mit Rassenmerkmalen in Stadtbezirken zusammen finden und diese Bezirke dann von der staatlichen Ordnungsmacht nur noch mit äusserster Vorsicht betreten wird, wie dies im nahen Ausland Gang und Gäbe ist?

      Und anstatt dass es „nun schnell gehen muss“, wie Sie meinen, denke ich, wäre etwas vom Gas wegnehmen, zur Ruhe kommen und darüber nachzudenken, was man eigentlich vom Leben erwartet, hilfreicher, meinen Sie nicht auch?

    • @ Peter Meier

      Danke für Ihren Kommentar.
      Ich hatte meinen Beitrag ironisch gemeint.
      Für mich ist eine Nation, die ihre erfahrenen „Alten“ so aussondert wie die Schweiz, von allen guten Geistern verlassen.
      In erster Linie geht es in Europa um Auslöschung folgender Begriffe:

      NATION
      RELIGION
      RASSE
      FAMILIE

      Und dagegen wehre ich mich.
      Schade, daß diese Aussage nicht vollständig von Ihnen antizipiert werden konnte.

  59. Isabel, sehr guter Artikel. Eine variante müssten die Firmen auch den älteren Arbeitnehmer anbieten: weiter in der Firma für einen gekürzten Lohn arbeiten, anstatt durch einen jungen und billigeren EU-Bürger ersetzt zu werden.

    Wer das Arbeitslosengeld aufgebraucht hat, der kann normalerweise nur noch ins günstigere Ausland flüchten und hoffen, dass seine Ersparnisse bis zum Rentenalter reicht. Es gibt viele angenehme Länder, wo man mit CHF 2’000 monatlich sehr bequem leben kann. Auch ich bin einer davon und bin froh um meine Situation. Herrlich immer warmes Wetter, nette Menschen, nur auswärts essen, Zeit ohne Ende für meine Hobbies und der Arbeitsstress ist auch weg.

    • Wunderbare Rechnung

      12x 2000 CHF = 24000 Fr.
      10x 24000 Fr. = 240000 Fr.

      Dann zurück in die Schweiz?

      Passieren darf übrigens nichts. Weder ein Unfall, eine Krankheit oder gar Kriminalität.

      Irgendwie bekomme ich das nicht zusammen. Auch in Thailand ist die Gesundheitsversorgung recht teuer.

    • Die Variante „gekürzter Lohn und weiterarbeiten“ ist keine Lösung… bald würden schon 40 jährige mit dieser Variante weniger verdienen…

    • Schauen Sie sich einmal die Immobilienpreise auf fotocasa.es und die Preise im Supermarkt beispielsweise auf aldi.es oder lidl.es an.

      Wenn es etwas Neues sein darf, sehen Sie sich die Angebote beispielsweise von Taylor Wimpey an.

      Ein Schweizer finanziert das locker komplett mit Eigenkapital, was man bei einem Verkauf in ein bis zwei Dekaden wenigstens in betragsgleichen Geldeinheiten zurückerhalten wird.

      Seither dann mietfrei gelebt …

  60. Hervoragender Kommentar, trifft die Situation (seit Einführung der vollen PFZ mit der EU) auf dem Schweizer Arbeitsmarkt auf den Kopf. Die SVP vertritt als einzige Partei noch die Interessen der seit längerer Zeit in der Schweiz im erwerbsfähigen Alter stehenden Einwohnerinnen und Einwohner (inklusive der integrierten Ausländerinnen und Ausländer, welche den PFZ-Verdrängungseffekten am stärksten ausgesetzt sind)! Allerings gibt es Anzeichen, dass in Bern langsam ein Paradigmenwechsel („PFZ führt zu keinen Verdrängungseffekten weder auf Arbeits- noch auf Wohnungsmarkt“) einzusetzen scheint.

    • Die neue Politik macht auch denjenigen Jungen die Zukunft kaputt, die sich damit abgefunden haben, wohl größere AHV und PK Beiträge zahlen zu müssen und weniger ansparen zu können, sich aber damit getröstet haben, später einen schönen Batzen von ihren Eltern erben zu können. Die darauf folgenden Generationen werden keinen Überschuss an älteren Menschen mehr zu finanzieren haben.

    • Die SVP vertritt:
      1. Christoph Blocher
      2. Magdalena Martullo-Blocher
      3. ähnlich situierte Reiche, welche vom Isolationismus profitieren

      Die SVP vertritt *nicht*:
      – Bauern (= nützliche Idioten)
      – Arbeitnehmer

  61. Die grössten Vögel sitzen in Bern und bei der Economiesuisse. – Und der Durchschnittsschweizer lässt sich von denen via Staatspropagandamedien und abhängiger Systempresse betören und merkt nicht, wie er betrogen und ins Knie gefi… wird.

  62. Sehr geehrte Frau Villalon

    Vergessen Sie die FDP-Frau Keller-Sutter, diese spricht anscheinend drei Sprachen, und das war’s dann eben. Eigenes Wissen, Ideen, Visionen vermisst man bei dieser leicht beeinflussbaren FDP-Dame.

    Bei manchen Politkarrieristinnen/ -.karrieristen verlaeuft der politische Aufstieg schneller wie das Gehirn denken kann.

    Alles wurde, und wird ihr, von aussen „eingefloesst“.
    ECONOMIESUISSE, Versicherungsunternehmen, spez.-gesetzliche AG SNB und Banken duerften wohl dieser edelgeschminkten „EX-PUNKERIN“, viel Gehirnwaesche einimpfen.
    Von Freiheit versteht diese FDP-Dame, wie ihre Kolleginnen und Kollegen im Bundeshaus rein nichts.
    Die Bundesverfassung ist fuer sie, wie fuer viele anderen Bundeshausinsassen, reine Makulatur.

    Wenn man ihr zuhoert, dann erkennt man auch, dass sie sich ueber das Thema „Finanzen“ wenig „Wissen“ angeeignet hat.

    Kein Wunder, hat sie sich stark fuer die Entwaffnung der Schweizer Bevoelkerung stark eingesetzt.

    Die Altersvorsorge AHV und BVG stehen auf der Kippe, denn sie haengen am Kreditschneeball-Finanzsystem der SNB und der Banken.
    Wie Sie wissen kracht jedes Schneeballsystem irgendwann zusammen, und dann werden die Einzahlungen in die Altersvorsorge, in der Wertlosigkeit untergehen.

    Da kann man natuerlich keine gut bewaffnete Bevoelkerung dulden!

    Ich schlage vor, dass diese „FDP-EX-PUNKERIN“ wieder zu ihren Kollegen im
    „Punkerclub“ zuruckkehrt, dort waere sie besser aufgehoben.
    Eine Vertreterin der Bevoelkerung, ist diese ex. Punkerin nicht.
    Im Bundeshaus hat sie nichts zu suchen.

    • Never mind the Ü50, here is the green FDP?

      Keller Suter und die Alpen-Pistols?

      Vom Alter her könnte durchaus in der 77er Punkszene passen…