CS erleidet Millionen-Verlust mit Lugano-Trader

Firma Lord Energy in Lugano beschäftigt Leute mit Links zu Muslim-Bruderschaft – USA könnten Bruderschaft auf Terrorliste setzen – CS-Kontrolle bis zuoberst versagt.

Die Credit Suisse ist gemäss verschiedenen Medienberichten in einen Skandal um ein Unternehmen namens Lord Energy geraten.

Die Firma mit Sitz in Lugano handelt offiziell mit Rohstoffen. Vor allem aber gibt sie wegen ihrer Gründer zu reden.

Deren Väter werden der Muslim-Bruderschaft zugerechnet, die Söhne sind teilweise privat engagiert in Organisationen, die der Bruderschaft nahestehen, wie Le Temps schrieb.

Die Bruderschaft wiederum könnte von US-Präsident Trump auf die Terrorliste gesetzt werden.

Die Lord Energy ist nun in finanzielle Nöte geraten. Sie kämpft darum, genug Geld zu haben, um ihren Verpflichtungen nachzukommen.

Von den Schwierigkeiten ist insbesondere die CS betroffen. Sie hat der Lord Energy Kredite gegeben. Diese sind nun offenbar faul geworden, wie Bloomberg bereits Anfang Jahr berichtete, ohne zu sagen, um welchen Schuldner es geht.

Auf Anfrage will ein CS-Sprecher nicht auf den Kundennamen eingehen, bestätigt aber, dass es zu Verlusten gekommen ist.

„In einem Medienartikel zum Rohstoffgeschäft hat Credit Suisse bereits im Februar festgehalten, dass es sich dabei um einen unerheblichen Verlust handelte, der die Zahlen des vierten Quartals 2018 nicht beeinträchtigt hatte.“

Laut einem Insider gehe es nicht um Peanuts. Er spricht von rund 30 Millionen, welche die CS mit ihrer Kundin Lord Energy verloren habe. Eine andere Quelle spricht von weniger.

Es sei auch zu einem Köpferollen gekommen. Ein Subalterner habe in Genf den Job bei der Bank verloren, heisst es.

Darüber hinaus ist der Chef des sogenannten Commodity Trade Finance, also des Geschäfts der CS mit Rohstoff-Händlern als Kunden, kürzlich von Bord gegangen.

Gerüchteweise soll der gefeuerte Managing Director der CS bereits bei einer neuen Bank untergekommen sein. Interessanterweise bei der ZKB – dort, wo unzählige UBS- und CS-Trader landen.

Die Verluste mögen für die CS überschaubar bleiben. Problematisch könnte der Ruf-Schaden sein. Die Frage lautet, wieso die CS derart enge und riskante Beziehungen zu einer Firma unterhielt, welche familiäre Links zu umstrittenen Financiers aufweist.

Die Firma unterhalte Beziehungen zu verschiedenen Banken, darunter auch solche in den USA, heisst es aus dem Umfeld des Rohstoff-Händlers.

Die Geschäftsbeziehung zu einem Unternehmen wie Lord Energy müsste von weit oben in der CS abgesegnet werden, sagt eine Auskunftsperson. Entsprechend seien auch die obersten Risiko-Verantwortlichen bis hin zum Top-Management wohl im Bild gewesen.

Nun muss die CS schauen, dass sie in der Affäre um die Lord Energy, die vor allem in afrikanischen Medien Schlagzeilen schreibt, nicht in den Strudel gerät. Der Milliarden-Kredit an Mosambik hat die CS schon genug in Schieflage gebracht.

Die offenbar rasch erfolgte Trennung eines Linien-Manns würde ins Muster passen, wie die CS-Spitzenleute jeweils versuchen, die Schuld auf untere Chargen abzuwälzen.

Im Fall des Ex-Ministerpräsidenten von Georgien feuerte die CS den zuständigen Russlandchef. Sich selbst bezeichnete die Bank – und damit ihr oberstes Führungsgremium – als Opfer.

Tatsächlich versagte das grosse, dreistufige Risiko-Kontrollsystem der Bank auf der ganzen Linie. Entsprechend fordern die Anwälte des finanzstarken Ex-Politikers, dass die CS für den Schaden geradesteht.

Kommentare

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  1. Wie sowas passieren kann? Ganz einfach:
    RM’s pushen die Kontrollstellen auf Zeit, sondst mache es eine andere Bank. Dabei spannen sie ihre power vollen Leithenhste ein, die Spartenleiter (Regional-Chefs). Unter (Zeit-Druck passieren den Kontrollstellen den Sachbearbeitern oft Fehler, wenn Compliance das Rating als nicht-risikohaft einstuft. Die RM’s kennen ihre Kunden genauestens, mit welchen sie sich (und ihren eigenen wichtigen Familien) anfreunden. Viele RM’s kommen aus Diplomaten, industriellen, CEOs, od. Banker-Familien, während ihre Kinder sich dann auf teuren internationalen (US-) Privatschulen kennen und (den Geldadel) von schätzen lernen. In der Bank sind sie dann die MDRs, da sie die dreckige Kohle anschaffen (mit dem entsprechenden Bonus, bei on boarding.

  2. Niemand hat verstanden weshalb man diesen hochkompetenten Mann gefeuert hat. Dazu ist er noch integer und sehr menschlich im Umgang. Ein Vorbild. Eine Seltenheit auf dieser Stufe. Er war es sicher nicht der die Mitarbeiter mit aggressivem Druck dazu gebracht hat immer grössere Risiken zu nehmen.
    Man hat ihn geopfert. Für wen? Die Mitarbeiter wissen es. Aber die sagen kein Wort mehr. Die Unternehmenskultur heisst: Angst.

    Lernt diese Bank eigentlich gar nichts und lässt sich von Schauspielern vorführen?

    Die ZKB nimmt den Mann mit Handkuss. Und kann über die CS nur lachen.

  3. Der aktuelle Head Private & Wealth Management Clients in Lugano hatte zur Zeit der Herrschaft der Muslim Brotherhood in Ägypten die Leitung desselben Marktes inne:
    „Anche S.P. lavora per Credit Suisse da quasi 20 anni e dispone di una lunga esperienza nel Private Banking. Da agosto 2016 è responsabile dell’Area di Mercato Lugano di Credit Suisse nel Private & Wealth Management. In precedenza era responsabile del mercato Egitto nel Private Banking di Credit Suisse.“ (Quelle: TicinoNews).
    Ich garantiere, dass dort noch mehr Leichen im Keller liegen.
    Aber das Top-Management issa Daher wie meist ahnungslos und unschuldig und mit weisser Weste unterwegs…!

  4. Wer mit Muslimen Geschäfte macht sollte generell durchleuchtet werden. Das muss so angelegt werden dass die Rechtsverbindlichkeit erst nach der Überprüfung eintritt und die Kosten der Überprüfung der Muslim zahlt. Sozusagen ein Pendant zur Kufer-Abgabe für Christen in der muslimischen Welt.

  5. Der Reputation von CS ist bereits sehr schlecht.

    Dies ist lediglich ein weiterer Beweis für dieses Debakel bei CS.

  6. Da die Muslim Brüder auch die „moderate Opposition“ in Syrien sind, handelt es sich vielleicht um erlaubte Terrorfinanzierung.
    Siehe auch: Schweiz liefert 5 Tonnen Chemie nach Syrien.

  7. Das ist auf vielen Ebenen ein Skandal. Dass der Grossaktionär aus Katar als grösster Sponsor der Muslimbrüder gilt und so mit der Firma verhandelt ist, macht die Story noch interessanter.

  8. Die Kette der Pleiten bei der CS wird von Woche zu Woche länger. Gott erbarm, wenn die Derivate-Schmiede demnächst weitere Abgründe aufreisst. Die „ May Day „ Signale werden von Tag zu Tag hörbarer. Dass die Entlassenen und Pleiten-Bauer mehrfach bei der ZKB unterkommen dürfte mit dem Triple AAA (???) der Staatsbank vereinbar sein……………

  9. Doch erstaunlich, was für Top-Talente und Rainmakers bei der Zürcher Staatsbank unter kommen.
    Due Dilligence?

    • Alkaida und ihre Handlanger. Zum ZKB -Jubiläum scheint dieses staatliche Bankhaus sämtliche Vorsichtsmassnahmen ausser Acht (8) zu lassen. Vermutlich sind die Gefeuerten einmal mehr deshalb willkommen, weil diese mit ihrem Netzwerk im arab. Raum prahlen. Scholl und Weber habt ihr eigentlich Tomaten auf den Augen? Passt auf , dass die ZKB nicht das Zeug zum nächsten Krimi liefert! Mir tun die ehrlichen MA in eurem Laden leid!