Swisscom: Eine Milliarde zum Fenster raus

HSG-Chefs ohne Informatik-Wissen setzen Cloud, Siroop, Tapit in Sand – Heute Daten-GAU in „Wolke“ – Null Folgen für CEO&Co.

Urs Schaeppi ist höchstbezahlter Bundesangestellter. Seine Swisscom, kontrolliert von Bern und damit dem Schweizer Steuerzahler, ist faktisch ein Staatsbetrieb.

Das schafft Job-Garantie. Schaeppi reiht Flop an Flop, selbst hat er nichts zu befürchten. Er bleibt.

Heute berichtet der Tages-Anzeiger von der nächsten Peinlichkeit aus dem Hause Swisscom, einer der wichtigsten IT-Zulieferer des Bankenplatzes.

„Swisscom löscht Fotos und Videos von Kunden“, titelt die Zeitung. Bilder und Musik auf der Swisscom-“Cloud“, also dem riesigen Speicher in der „Luft“, seien weg – „unwiderruflich“.

Die Swisscom bedauert. Und offeriert den Betroffenen 50 Franken Entschädigung.

Billiger gehts nicht. Die Swisscom und ihre Chefs haben mit ihrer Cloud geschätzte 500 Millionen Franken ausgegeben. Das Geld dürfte weitgehend aus dem Fenster geschmissen sein.

Hinzu kommen weitere Pleiten. Die mit Coop lancierte Siroop-Plattform, mit der die beiden helvetischen Riesen US-Gigant Amazon und Digitec-Galaxus von Erzivalin Migros herausforderte, erlitt Schiffbruch.

Dutzende von Millionen wurden für eine flächendeckende Werbekampagne hingeblättert – alles für die Katz. Siroop war eine komplette, irrwitzige Pleite.

Weiter im Takt mit einer Fehlgeburt aus dem Bereich des Finanzplatzes. Tapit hiess einst das Baby, mit der die Swisscom das mobile Zahlen erobern wollte.

Auch hier streckten die Berner Superbeamten die Waffen. Tapit verschwand in Paymit, das die UBS lanciert hatte. Bald schon war auch Paymit Geschichte. Heute läuft alles unter Twint.

Dort, so ein Insider, habe Swisscom als Partnerin wenigstens etwas auf die Reihe gebracht. Im Unterschied zu weiteren Grossflops wie IO, eine Konkurrenz zu WhatsApp. Bei IO zogen die Swisscom-Macher vor 2 Jahren den Stecker.

Hinzu kommen Grossabschreiber mit internen Vorhaben. Allegro und Samba heissen zwei davon, führt der Kritiker aus. Beide hätten viel gekostet und wenig gebracht.

Zur Pleiteserie befragt meinte ein Swisscom-Sprecher, dass es Licht und Schatten gäbe und ein IT-Konzern wie die Swisscom auch scheitern können müsse.

„In der digitalen Welt muss man neue Dinge ausprobieren und auch Risiken eingehen. Dazu gehört auch, dass man ein Scheitern in Kauf nimmt.

„Mit manchen Themen ist man erfolgreich, bei andern zieht man sich zurück und dritte helfen dabei, wertvolle Erfahrungen zu sammeln, die man im Rahmen von anderen Innovationen einbringen kann.“

Das bisherige Lehrgeld für die aufgezählten Projekte, von denen einige sang- und klanglos verschwunden sind, dürfte sich auf eine Milliarde belaufen.

Konsequenzen: keine. Die obersten Köpfe der Swisscom, angeführt von CEO Schaeppi, sitzen sicher in ihren Sätteln.

„Bruce“ Schaeppi: Cooler Blick, tiefe Löcher (Swisscom)

Sie haben Titel von der HSG und anderen Manager-Hochschulen. Aber offenbar wenig Kenntnisse moderner Informatik.

Auf Kritik aus der eigenen Crew würden sie scharf reagieren, meint der Swisscom-Insider. „Wer intern die Flops thematisiert, riskiert einen Rausschmiss.“

Die Swisscom betont, dass sie insbesondere mit zwei Projekten vorankomme: der Cloud und Swisscom TV. Letzteres scheint tatsächlich ein Erfolg zu sein.

Ersteres kaum. Der vom Tagi heute publizierte GAU mit den verlorenen Privatfotos ist dabei nur die Spitze des Eisbergs.

Mit ihrer Cloud konkurrenziert die Swisscom die Riesen der Branche, allen voran Apple, Google, Microsoft und Amazon.

Um sich durchzusetzen, müssten die Schweizer wenigstens die hiesigen Multis gewinnen. Doch das scheint nicht zu gelingen.

Heisse IT-Branche, lahme Aktie: Swisscom (Swissquote)

Die Platzhirsche im Banking setzen auf andere: Google, Microsoft. Never mind, dass die Daten bei US-Konzernen gespeichert sind und die Schweizer Banken „erpressbar“ machen könnte.

Schlimmer als die Datenlecks bei der Swisscom kann es kaum werden, sagen sich die Finanzhäuser offenbar.

Die Folgen für die Swisscom sind verheerend. Die Firma könnte im zentralen Projekt namens Cloud den nächsten Flop hinlegen.

Der Zuständige heisst Marcel Walker. Walker stammt aus der Banken-IT-Welt. Bei der Comit, einem Banken-Zulieferer, wurde er Spitzenmann und Mitinhaber.

2005 verkauften Walker und seine Mitstreiter die Comit der Swisscom. Walker wurde hoher Kadermann rund um die Swisscom-Angebote für die Finanzwelt.

Er stieg weiter auf und wurde 2014 Mister Cloud der Swisscom, nachdem der Vorgänger nach nur anderthalb Jahren ausgeschieden war.

Seither häufen sich die Übungsabbrüche. SRF, das grosse Staatsfernsehen, zog 2017 den Stecker.

Der Sprecher der Swisscom sieht keinen Grund, am eingeschlagenen Weg zu zweifeln. „Für Swisscom ist Cloud weiterhin eines der strategischen Wachstumsfelder.

„Unsere Strategie geht auf: die Balance von lokal und global trifft das Bedürfnis der Kunden. Heute beziehen über 340 Kunden und Partner Infrastruktur aus der Swisscom Public Cloud.

„Über 30 namhafte Unternehmen aus der Finanz-, Gesundheits- und Maschinenindustrie wie zum Beispiel Hoval, Swiss Re, Interroll sowie diverse Kantonalbanken, befinden sich auf der Swisscom Private Cloud.

„Auch das Angebot für Entwickler überzeugt: über 8’000 Entwickler nutzen heute die Enterprise Application Cloud. Es ist richtig, dass es beim Weg in die Cloud auch Rückschläge gab, aber wir haben daraus gelernt.“

Kommentare

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  1. Da hat ein wirklicher Insider aus dem vollen geschöpft. Leider geht es tatsächlich in diese Richtung und Konsequenzen sind Fehlanzeige. Die Entlassungen sind ja auch bekannt!

  2. Nil novum sub sole. Schon vor über 30 Jahren, noch zu PTT Zeiten, unter Betriebsleiter (neuerdings CEO) Rosenberg, CVP Thurgau, versenkte die PTT Geld in Malaysia.

  3. Ich bin überrascht, wie viele „Experten“ da ihren Kommentar abgeben. Wieso sind alle diese Experten nicht Chefs und machen alles besser? Immer lustig sind die Bemerkungen, welche mit „gemäss einem Insider …“ beginnen. Vom hören sagen lernt man lügen. Man nenne mir Grossfirmen (national oder international), welche noch Rohrkrepierer hatten. Schade ist einfach, dass das Potential der vielen Spezialisten in diesem Chat einfach nicht genutzt wird ….., alles wäre viel besser…..

  4. Obwohl ich von IT relativ keine Ahnung habe, bleibe ich bezüglich DatenSICHERHEIT und DatenSCHUTZ verantwortlich. Gewisse Daten sind so wichtig für mich als Privat und / oder Geschäftsperson, dass ich diese Verantwortung nicht delegiere.

    Ich bevorzuge nach wie vor Schweizer Server.

    Clouds sind praktisch, aber ich mache trotzdem periodisch Backups auf Datenträger, auf welche nach der Sicherung nicht mehr via Internet zugegriffen werden kann (kein Wirelessaccess). Das ist uncool und mühsam, aber meiner Meinung nach für Private und KMU’s alternativlos.

  5. Werter Herr Schäppi, das Outsourcing wird schön geredet und quer finanziert. Das Gleiche geschieht mit der Cloud und zig anderen Dienstleistungen, aber Haupsache agil, gäll… aber von der Materie keine Ahnung…..

  6. Man verfällt eben gerne den unter anderem von Ringier getriebenem Digital-Thema, welches nur so von Halbwissen strotzt, man leistet sich ein Impact Hub, wo super Leute mit super Spirit missbraucht werden, um es blass als Marketingvehikel für den Digital-anstrich zu haben. Schwätzt von Agile und dass man eben Fehler machen muss beim entwickeln. Soviel krasses Misswissen kann man sich halt eben leisten, wenn es die Kunden über die schön fetten Margen bezahlen. Wie kann man am besten von so einer Firma profitieren? Man lässt sich einstellen und lässt sich 10 Jahre als Ja-sager bezahlen, Fehler machen ist ja schliesslich erwünscht.

  7. Wo war die vom Internet abgekoppelte (zusätzliche) Datensicherung im Hintergrund? Eine Datensicherung, oder besser zwei unabhängig von einander, auch örtlich. Egal was mit der Cloud passiert ist (Selbstverschulden oder Hacking), hätte man die Daten wieder aufspielen können. Wieso wird eine solche einfache, seit Jahrzehnten bewährte Methode nicht eingesetzt?

  8. Ich habe es leider verpasst ein Staatsbesoldeter zu werden.
    Trotzdem, ich schulde ausser ser der Hypothek niemandem etwas.
    So bleibt es auch!

  9. Es wird in Zukunft noch schlimmer kommen. Ab 2020 werden alle 1000 Techniker zu Cablex ausgelagert. Auch die Techniker die am Backbone (Herz) des Netzes arbeiten. Da kann ja kaum was schief gehen wenn Externe dann da rumschrauben und so…

  10. HSG-Chefs ohne Informatik-Wissen?

    Das ist ein Pleonasmus! Doppelt gemoppelt!

    Denn HSG-Abgänger impliziert „ohne Informatik Wissen“.

    Wer soll denn den HSG Studierenden Informatik überhaupt beibringen? Die dortigen Informatik Professoren? Und Professorin? Dass ich nicht lache! Die sind bestenfalls im Stand, völlig abgehoben und losgelöst von irgendwelchen technischen Details Folien zu präsentieren, auf denen maximal 7 Böxlein mit recht generischen Begriffen zu sehen sind …

    Gut, die allermeisten Studierenden würden sich an konkreter real-world Informatik auch nicht die Finger beschmutzen wollen! Schliesslich werden sie dann ja gleich nach Studienabgang Chef von Informatikern … und sagen denen dann, was sie zu tun haben …

    • Dazu kommen dann noch die Wirtschaftsinformatiker, die sich als grosse Helden aufspielen. Sie können es gut mit den HSG-Chefs (gleiche Sprache), haben aber von Informatik fast genauso wenig Ahnung.

  11. Aus meiner Sicht ist sogar die „Entschädigung“ von Fr. 50.– zu viel. Wer so dumm war, der Swisscom Daten anzuvertrauen, ist selber Schuld. Bereits im 2017, als der Swisscom 800,000 Datensätze „abhanden“ kamen, hat die Telco Massnahmen ergriffen „damit das nicht mehr passieren könne“ (http://archive.is/S75T5).

    Ganz offensichtlich wurde überhaupt nichts unternommen.

    Ob die Daten der myCloud überhaupt in der Schweiz gespeichert sind bezweifle ich. Kommt hinzu, dass dies sowieso irrelevant ist. Für mich hat die Swisscom null Glaubwürdigkeit. Wer seine Daten professionell in der Cloud speichern will, geht zu Box oder zu Dropbox. Das sind Firmen, deren Kerngeschäft die Cloud ist und die sich keine Schnitzer leisten können. Dort wird man wohl von Mehrfachredundanz (und nicht von Made in India) sprechen.

    Für die Swisscom war myCloud sowieso nie mehr als nur ein Hobby. Das sieht man auch an den selbstgefälligen Kommentaren der tätowierten „Superuser“ auf der Swisscom Community-Website. Ich zahle lieber meine Fr. 100.– pro Jahr für 2 TB Dropbox und habe dafür meine Ruhe. Und mit Pfuschern will ich sowie so nichts zu tun haben. Es gibt schon genug davon.

    Hoffen wir nur, die ganze Chose mit evita.ch (Patientendossier) wird besser funktionieren…Ich erinnere mich noch, als Swisscom auf der evita.ch-FB-Seite (15.2.2017) über die Krankenkasse Turbenthal gespottet hat („Es gibt sie noch… Die Krankenkasse mit den Karteikärtchen! Wohl eher ein lustiges Hobby als ein Trend!“, http://archive.is/AF0Ta).

    Karma, kann man da nur sagen!

    Ich vermute, dass da irgendein Pajeet einen Amazon-Bucket gemietet und dort die myCloud eingerichtet hat. Wahrscheinlich noch mit falschen Einstellungen.

    Die Swisscom hat sowieso diverse technische Herausforderungen, welche sie offenbar nicht bewältigen kann. Das hauseigene E-Mail „bluewin.ch“ (sorry, aber den Namen kann man in der angelsächsischen Welt nicht nennen…) hat eigentlich noch gar nie richtig funktioniert.

    Wenigstens hat man endlich den Customer Center wieder hinbekommen. Dafür wurde die Nummernumleitung auf Feature Phones disabled. Dies muss nun, sofern man kein Smartphone hat, via Internet mit dem Computer gemacht werden.

    Die Swisscom ist ein extrem inkompetenter, arroganter und aggressiver Laden. Vor Jahren hat man der Swissphone (Paging, Samstagern) Stecken in die Speichen geschmissen und zwar indem man der Swissphone (welche s.Zt. die Telepage übernommen hat) die „Callbox“ gekappt hat. Wenigstens verfügt die Swisscom noch über die Combox Pro für die Pager-Verknüfung.

    Von jedem Japanischen Unternehmen hätten sich CEO und VR in corpore formell entschuldigt und wären zurückgetreten. Von unserem Ursli national gibt es lediglich ein lapidares Schulterzucken, so nach dem Motto „**** happens“.

    • Kann es wirklich so sein, wie Sie es darlegen? Schweizer Qualität (sorry, Swiss Quality) ist doch TOP, absolute unerreichbare Spitze…..

    • Na gut, Amazon hat vor drei Jahren auch Daten verloren…. Und wer das Gefühl hat die Daten sind sicher in der Wolke, kann ich nicht helfen……

  12. Das erinnert an den Postautoskandal. Letztendliche Verantwortliche: Die mit einem Lächeln entschwundene BRin Leuthard, heute ihre lebenslange Pension geniessend, die wir finanzieren. VR-Präsident Schwaller: Ungeschoren weiterhin im Amt, Post-CEO Ruoff, Vorzeigemanagerin von Alt-BRin Leuthard, wohl weg, aber monatelang den schönen Lohn noch kassierend. Nur einige wenige subalternere Chargen, direkt verantwortlich für den Betrug, mussten gehen, aber wahrscheinlich nicht einmal fristlos, sondern auch mit weiteren Bezügen. Wie lebt es sich doch schön auf Kosten des dummen Steuerzahlers !

  13. Gerüchte, es könnte gut sein, dass zB:
    Tapit war allen Involvierten zu Beginn klar, dass es ein Rohrkrepierer wird…

    Der Fehlkauf aus der Ostschweiz wurde nicht erwähnt… (Clavid AG).
    Viel gekostet, jahrelang wurden Dinge versprochen (die eigentlich ein erster Baustein und Befreiungsschlag für e-Voting hätte sein können), aber es wurde nichts geliefert!

    Datenklau-Gate: wurde von Wissenden vor x Jahren nach oben gespielt, Führung hat es nicht interessiert, weil Security-Schutz gekostet hätte…

    Das Grundübel von (privat-Cloud) Datenverlust: Die Person hatte eine lange Geschichte im Konzern, wurde irgendwann in’s Ausand versetzt. Kam zurück und baute ohne minimales IT/Architekturwissen die „neue Bakupcloud“ auf. Fluktation und Missmanagement a gogo… Seine neue Lieblingsfarbe ist gelb.

    Auf Misstände hinweisen geht intern gar nicht: Unter dem Deckmantel von Reorganisation und der externen Beraterfirma (P..) werden solche Menschen rausgschmissen. Tatsache.

    70% der Belegschaft (und seit ein paar Jahren des mittleren Management) haben resigniert, die restlichen merken nicht, dass sie Lemminge sind und was da läuft: Ergo „sind sie immer noch Fanboys“ des Konzerns…
    Dem C-Level wurden von Präsidenten genug klar aufgezeigt, dass sie nichts zu melden haben…

    Gerüchteweise soll es (strategische) Projekte für grosse Kunden geben, von denen das Projektteam eine seriöse Aufwandschätzung von 3-8Mio erstellte, die Fürung hat die Mittel dann auf 500k zusammengestrichen. Mit ca 3 Jahren Verzögerung einigermassen am Markt geliefert (Allegro war auch Teil davon): Controller (hohe Fluktation) versuchten die Kosten herzuleiten: über 20Mio!

    Kein Ahnung, wie sie den hohen Mio-Betrag für Cloud-Company Abenteuer in West-USA in der Bilanz verstecken konnten, Abschreiber…

    TV wird seit Jahren als Innovation verkauft, obwohl faktisch keine Budget mehr geopfert werden. Entsprechend viele Bugs in der täglichen Nutzung…

    Höchste Ziel im ganzen Spiel: Dividendenhöhe darf nicht verändert werden.

    Soweit zu den Gerüchten…

    Ansonsten: an Master-of-Desaster halten…

    • es ist sehr traurig, dass die einst so stolze Swisscom so runtergewirtschaftet wird. Das Betriebsklima hat sich von Jahr zu Jahr massiv verschlechtert. Wer gehen kann, geht. Leider gehen vor allem die qualifizierten, dynamischen Mitarbeiter. B2B Business funktioniert fast nur mehr aufgrund von „politischen Verbindungen“ und nicht aufgrund von Kompetenz – hier wurde die Swisscom längst von Mitbewerbern überholt. Keine klare Strategie, wenig Innovationen, kein USP, wenig wirkliche Leader, sehr schlechte Personalpolitik. Swisscom braucht eine Rundumerneuerung, um wieder attraktiv zu werden, sowohl für die Kunden als auch als Arbeitgeber

  14. Wäre noch interessant was für Parteibüchlein diese Scheffs haben. Das sind doch begehrte Pöstchen für abgehalfterte Politiker oder Steigbügelhalter derjenigen. Hilfst du mir Politiker zu werden, verhelf ich dir zu einem fetten Staatsposten. Darf ich dir den Duro sanieren, gibts ein hübschen Batzen ins Spendenkässeli. So oder zumindest in dem Stil läuft das in der Schweiz. Es wundert mich schon lange warum die $VP nicht gegen diese „Staatlichen Spitzenmänätschär“ vorgeht. Allem anschein nach sind die Wenigsten linke Gutmenschen. Denn wären es Linke uiii dann wäre hier aber ein Geschrei.
    Ist IP eigentlich das Beilageblättchen der Weltwoche geworden? Oder hat Blocher die Aktienmehrheit gekauft?

  15. Jeder ist selber für seine Daten verantwortlich; Verantwortung kann nicht delegiert/ausgelagert werden! Selber seine Daten sichern ist in jedem Fall einfacher und günstiger.

    • Das stimmt so nicht ganz. Vor allem nicht für Laien. Korrektes Backupmanagement ist nicht so einfach wie es scheint, vor allem bei schnell wechselnden Datensätzen und Hardware.

  16. Das grosse Problem der Swisscom ist meiner Meinung nach H U Loosli. Null Fantasie und Null Visionen, in einem Bereich wo diese zwei Dinge beruflich die Voraussetzung schlechthin sind. Dazu bezüglich IT (schon altersbedingt) total überfordert. Grosse Klappe und Null Sozialkompetenz können das alles auch nicht kompensieren. IT und Lebensmittel sind nicht dasselbe. Würde jemand sein tun und lassen als CEO beim COOP durchleuchten, müsste er offene Fragen beantworten, die er in seinen Jahren als CEO partout nicht beantworten wollte/konnte. Das gäbe ein anderes Bild von ihm in der Öffentlichkeit. Selbst sein Beraterstab könnte das wohl nicht mehr komplett glätten, so wie sie es jahrzehntelang getan haben.

    • Ein Erbsenzähler halt, mit gigantischem Ego und fettem Kontaktnetz, aber ohne Vision und Mut – gut schweizerischer Durchschnitt halt…

    • Allerdings gab gut schweizerischer Durchschnitt seinen Angestellten beim Verlassen der Firma immer den vollen PK Betrag mit. Schliesslich war und ist dieser Betrag vollumfänglich Eigentum des/der Angestellten. H U Loosli bestand immer darauf, dass es genauso bleibt. Bis der eigentlich komplett Zahnlose PK Gesetzgeber (Kassensturz Seher) einschritt. Können Sie sich vorstellen, wieviel Angestellte (meist Kleinverdiener oder Teilzeit Angestellte die jeden CHF gebrauchen können) den COOP in 10 Jahren verlassen? Wenn ja, können Sie sich die Summe um die es geht trotzdem nicht vorstellen. Ein Schelm der sich fragt wo dieses Geld eigentlich hingeflossen ist. Und dieses fehlende Geld kann sich über die Jahrzehnte in den verschiedenen PK’s auch nicht summieren. Soweit zum sozialen COOP. Wie sieht es mit der sozialen Swisscom aus?

    • Die COOP PK gab bis der PK Gesetzgeber einschritt seinen ex Angestellten nicht ihren vollen PK Betrag mit. Die beiden COOP PK Verwalter und H U Loosli wollten es so.

    • Immerhin ist der Loosli als Boss von Coop und VRP der Swisscom einer der Mächtigsten in CH.
      Da ist der Unsinn mit Siroop schnell vergessen. Dass er damals Carsten Schlotter gestresst hat, weiss heute niemand mehr.
      Was der Schäppi seit dann als Innovation abliefert, ist nur peinlich und ohne Linie! Immerhin hat er sich länger unter Doris, gehalten als der Innovations-Turbo Ruoff mit ihrer Innovations-Chefin von IBM Claudia Pletscher (Putschi-Autos Absturz-Drohnen,…).
      Hauptsache etwas Handfestes…

    • Walter Kielholz ist noch mächtiger, hat möglicherweise auch wenig Sozialkompetenz und möglicherweise keinen Beraterstab, um sein Image rein zuhalten. Ist sonst aber genau der gleiche Manager alter Schule. Nur zum Glück für die Swiss Re, CS und Co. hat er nicht dauernd cholerische Anfälle. Beide sind super Sesselkleber und Dinosaurier, die Dank ihrem Netzwerk einfach Unantastbar sind. Somit meiner Meinung nach ein grosses Problem und Ärgernis, nicht nur für deren Unternehmen und deren MA darstellen. Beide haben wenig bis keine Ahnung von IT. Ist bei einer Bank oder Versicherung weniger ein Problem als beim grössten IT Unternehmen der Schweiz. Einmal abgesehen von seinen (bereits legendären – Waro) cholerische Anfälle erinnert mich das irgendwie an den Verwaltungsrat der Swissair. Hautsache Netzwerk, Hauptsache abkassieren. Zu Siroop, ich spreche nicht von Nichtigkeiten. Der Fall den Sie ansprechen, das hat mich damals zweifach nicht überrascht. Erstens das es passiert ist, ich habe ihn ja nie anders kennen gelernt, und zweitens; wie perfekt das sein Beraterstab gelöst hat. Darum weiss es niemand mehr.

  17. Hier steht ziemlich viel Blödsinn. Das im Artikel Cloud mit „Luft“ übersetzt ist, ist dabei nur der Anfang.

    Zum einen geht es in einer Cloud Strategie um viel mehr als nur eine Datenablage. Dropbox etc. ist für Informatiker einfach eine Möglichkeit nicht-IT-affinen Menschen Teile eines Cloud-Konzeptes näherzubringen. Das immer wieder zitierte „du weisst nicht wo deine Daten sind“ ist dabei absoluter Bullshit. Wenn ich auf ein Webmail zugreife, weiss ich auch nicht, „wo meine Daten sind“. Was soll nun daran anderst sein. Auch hinter einer Cloud steckt irgendwo eine CPU und Diskspeicher und wo sich diese physikalisch befinden ist für den Anwender genauso intransparent – und in den meisten Fällen auch uninteressant – wie es schon immer war.

    …und Daten können auch ausserhalb einer Cloud verloren gehen! Das hat nichts damit zu tun, dass jemand nicht mehr weiss wo diese abgelegt sind.

    • @ Mario: Wenn ich die Daten auf MEINEN Servern gespeichert habe, verfüge ICH über die Datenhoheit, habe ich die Daten jedoch in die Cloud ausgelagert, bin ich solch mehr als nur unschönen Szenarien wie in diesem Swisscomfall ausgesetzt.
      Daher hatte und werde ich NIE auch nur ein Byte in eine Cloud auslagern, habe fertig.

    • Ach…
      Kontext spielt eine Rolle. Ob jetzt jemand Cloud mit Wolke oder Luft übersetzt, ist mir eigentlich völlig egal. Ich weiss ja was er meint: Daten sind irgendwo extern gespeichert und man kann von überall her darauf zugreifen.
      Wolke ist ohnehin ein dumm gewählter Begriff für ein „externes NAS“.

      Billiger kommt man mit einer Cloudlösung sicher nicht. Das einzig Positive an der Cloud ist, dass man Risiken von Hardwareschäden nicht selber tragen muss. HW muss so oder so (egal von wem) gekauft werden und Wartung braucht es auch immer. Wenn nichts passiert und die eigene Hardware 5 Jahre und länger überlebt, sind interne Lösungen IMMER billiger.

      Mit einer Cloudlösung gibt man schlicht und einfach Risiken extern und bezahlt dafür auch entsprechend. Was da passiert ist, ist ein epic fail Super-GAU: Beim einzigen rationalen Grund für Cloud, scheitert die Swisscom kläglich.

      PS. meine E-Mails sind auf dem viruellen E-Mail Server meines Providers gespeichert. Wo sollten die denn sonst sein?

  18. Ich habe gemeint, dass Swisscom nach Schindler eine der beste Firmen in den letzten 20 Jahre in der Schweiz ist.
    Flop gehören zu “ moderne tec“ World….auch “ die besten“ Apple, Google MS, Amazon oder FB haben ab- und zu ruckschläge, aber niemanden ausser FB selber, sprechen dazu…so what?
    Swisscom sollte noch stärker werden, das ist einfach die beste der Schweizer tec world…what else?😉

  19. Ist schon grausam bald überall werden für irgendwelche fragwürdige Projekte, Fehlentscheidungen usw. Millionen in den Sand gesetzt und nichts passiert. Dran glauben muss dann abermals das Fussvolk dieser Unternehmen mit Kostensparübungen und Personalabbau.

    Das verursachende Management bleibt oder macht sogar einen weiteren Karriereschritt oder taucht nach einiger Zeit in der Versenkung wie Phoenix aus der Asche irgendwo wieder ganz oben auf.

  20. Ich habe für kurze Zeit die Cloud von SC getestet. Ich wollte eine CH Alternative zu Dropbox (wurde im Artikel nicht erwähnt) aber die Anwendung konnte nicht mal Ansatzweise meinen Anforderungen bestehen. Da hat der kleine Internet Provider iWay ein besseres Produkt. Lächerlich auch wie die SC nicht nur in der Teppichetage aufgestellt ist. UX und UI Designer holt man billigst aus Rumänien und sonnstwo im Ostblock. Klar, die kann man mit kleinem Geld abspeisen. Die Entwicklung wird wahrscheinlich offshore in Indien gemacht.

  21. Das verpulverte Geld holt SWISSCOM wieder über Mahngebühren rein. Erhalte SWISSCOM Rechnung, CHF 150, für Mobile elektronisch. Rechnung vergessen, Zahlungserinnerung auch elektronisch, CHF 180! Mahngebühr CHF 30 oder 20%.

    • Swisscom bräuchte nur die richtigen Leute.
      Leider funktioniert bei Swisscom die Personalbesetzung fast ausschliesslich über Seilschaften, fachliche Qualifikation ist sekundär, erste Priorität ist ein „warmes Plätzchen“ für Buddys zu finden. Externe, etwas anders denkende Mitarbeiter überleben bei Swisscom selten lange. Entweder sie werden raus gemobbt oder suchen selbst das Weite. Mit den ständigen Restrukturierungen werden fachlich zum Teil schlechte Leute, die am Arbeitsmarkt wenig Chancen hätten, da ewig bei Swisscom, im Konzern hin- und her geschoben und wirklich gute Leute, die dem Unternehmen gut tun würden, gehen.
      Sehr traurig, wie es mit Swisscom den Bach runter geht! Mit dem derzeitigen Management und der herrschenden Personalpolitik aber auch kein Wunder. Carsten Schloter war ein wahrer Leader und unter ihm war die Swisscom ein top Unternehmer und ein top Arbeitgeber. Beides ist in den letzten Jahren bei weitem nicht mehr der Fall!

  22. Jahrelang pröbelt die Swisscom in neuen Geschäftsfeldern. Das ist an sich nicht falsch. Aber dass sie mehrheitlich die Firmen in den Sand setzt und die Projekte nicht erfolgreich sind, basiert auf folgendem:
    – Erstens sollte Swisscom nicht versuchen Giants wie Amazon, Google, Facebook, Apple oder Microsoft zu konkurrieren. Da ist sie einfach zu klein. Sie sollte eher mit denen kooperieren, um schlaue Lösungen zu produzieren
    – Zweitens hat die Swisscom offenbar keine erfolgreiche M&A Strategie und Taktik, um die Integration von Firmen gut zu organisieren
    – Drittens scheint die Kultur von aussen eine Ja-Sager-Mentalität zu beinhalten. Das ist Gift für Innovation!
    – Viertens sollte sich die Swisscom ihre Strategie nicht von einem Heer von externen Unternehemnsberatern definieren lassen. Wenn sie es nicht selber kann, sollte das Management ausgetauscht werden – und vor allem auch im VR aufgeräumt werden. Am besten ganz oben.
    Die Swisscom muss nicht alles machen – oder sollte. Sie konkurriert als staatlich kontrolliertes Unternehmen selber den eigenen Staat, staatliche EWs mit ihren defizitären FTTH-Netzen! Siehe u.a. EW Bern und andere FTTH-Fiaskos. So ein Unsinn: Staat gegen Staat! Dann sprechen alle von unternehmerischen Freiheiten und Wettbewerb. Ein Indiz mehr, dass zu viel Geld im Spiel ist und es verpulvert wird – im wahrsten Sinne des Wortes…

  23. Hier wird einiges miteinander verwechselt. Die Swisscom betreibt verschiedene Cloud Systeme nämliche separate für Enterprise Kunden, für Swisscom TV sowie für Consumer, die von der Löschung betroffene MyCloud. Jedes System hat separate SLA’s gegenüber Kunden. Die ganze Cloud Strategie ist eine big Mess bei Swisscom. Zuerst wollte man Google etc. konkurrenzieren mit einer selbstgestrickten Lösung von Andreas König, ehemals CEO bei Swisscom IT Services, bei der viel Geld in den Sand gesetzt wurde mit Investitionen von Loser Companies aus dem Silicon Valley und China. VRP Loosli hat diese Lösung an einer GV schon gross angekündigt, musste aber später zurückkrebsen. Diese trial & error Lösung wurde nie fertig gebaut und dementsprechend wurden deutlich über 100 Mio in den Sand gesetzt.
    Falls keine Backups erstellt wurden wäre das fahrlässig und ich bezweifle dass das die Swisscom so gemacht hat. Es ist aber anzunehmen, dass die Scripts für die Backups falsch waren sodass die Backup Medien gar nicht die richtigen Daten gespeichert hatten für jetzige Restores.
    Es wäre im Sinne der Transparenz wünschenswert, wenn die Swisscom offen über diesen Fall informieren würde.

  24. Anfangs Januar 2019 habe ich Swisscom Startup meine Unterlagen als Jungunternehmer zugeschickt. We will now review your application and get back to you as soon as possible with our feedback. Bis heute KEINE Antwort.

    • Mein Tipp aus eigener Erfahrung: Niemals bei einem Corporate Startup Programm mitmachen. Das ist reine Ausbeutung. Die sind nur auf kostenlosen Ideenklau und billige PR aus. Die einzigen die dabei Geld verdienen sind die fest angestellten „Startup Manager“ in den Unternehmungen. Kurzum: Finger weg.

    • Ich habe mich vor drei Monaten für eine Stelle beworben wofür es in der Schweiz nicht viele Fachkräfte gibt. Ich erhielt denselben Satz per Mail und nach einem Monat eine Absage ohne Begründung. Heute bin ich darüber fast froh

    • @altehexe
      Haargenau diese Erfahrung habe ich auch gemacht. Niemals wieder! Und schlimmere Typen als die „Startup-Betreuer“ in den Konzernen gibt es wirklich nicht! Selber nie irgendwie unternehmerisch tätig, notorisch erfolglos aber eine riesen Klappe!
      Wenn jemand Unternehmer werden will empfehle ich dringen, ins Ausland auszuwandern.

    • Total ungefährlich. NIE wird es dann zu einem Datenunterbruch kommen. NIE. Auch Hacker werden NIE ein Auto hacken. Wirklich nie. Never. Das ist dermassen Atomsicher wie die Cloud bei der Swisscom. Und wenn dann halt doch erwas passiert (was ja NIE passieren wird): sorry, gäll, da häsch 50 Stutz. Mach s bescht druus. Blöd wenn man dann halt von seinem autonomen Auto ins Tobel hinab gefahren worden ist. Oder in ein Rudel Kindergärtner. Oder Rentner. Aber es wird NIE passieren. Denn die Informatik ist immer fehlerfrei. Halleluja.

  25. Wirklich gute Mitarbeitende landen selten bei Swisscom – siehe Hansueli Loosli: wie der Chef, so die Angestellten. Ausnahme: Carsten Schloter (RIP).

    • Das ist nicht ganz richtig. Swisscom ist sicher nicht first choice für Top Leute, aber manchmal gelingt es auch Swisscom, sehr gute Leute extern zu rekrutieren. Das grössere Problem liegt darin, diese Leute auch zu halten – sie werden oft rausgeekelt, da sie den bestehenden Chefs fachlich und persönlich gefährlich werden könnten oder sie resignieren und gehen von selbst, da sie unter so einer Führung nicht weiter arbeiten möchten und am externen Markt gute Chancen haben.

      Es bleiben übrig:
      fachlich meist nur durchschnittliche Leute, dafür aber Ja Sager
      Swisscom Eigengewächse, die am externen Markt wenig Chancen haben
      aufgrund von Seilschaften beförderte Chefs, die fachlich überfordert sind und somit ebenfalls schwache Ja Sager in ihr Team holen

      Dieser „Teufelskreis“ wurde in den letzten Jahren sehr stark geprägt und wirkt sich natürlich extrem negativ auf die Reputation des Unternehmens aus

  26. Swisscom: HSG-Niveau eben… Dilletanten und Plauderi. Spitze im garnieren (Stichwort Abzockerschmiede). Genauso die für jede Kleinigkeit jeweils gerufenen teuren „Berater“. Da muss die Swisscom froh sein, wenn diese eine Tastatur von einer Maus unterscheiden können *gifteln off* Hoffnung: BR Sommaruga!

    • HSG Niveau spürt man bei der Swisscom aber sehr wenig!
      Dafür wird für alles und für jeden noch ein externer Berater hinzugezogen, da es leider wenig wirklich gute Leute gibt in der „geschützten Werkstatt“ Swisscom
      Carsten hat die Transformation von einem relativ lahmen Staatsbetrieb zu einem modernen Unternehmen hervorragend geschafft. Auch hat er eine tolle Unternehmenskultur geschaffen, die zwar fordernd aber auch menschlich war.
      Beides wird mehr und mehr zerstört, da nicht die richtigen Leute am richtigen Ort sind.

  27. Noch schlimmer ist/war der Entscheid nach wie vor auf Kupfer zu setzen. VDSL2 und g.fast sind Murkslösungen um Kupferleitungen dem dummen Volch noch ein bisschen länger schmackhaft zu machen.

    Unvergessen auch der Versuch der Swisscom in den USA Fuss zu fassen.

    Die Schweiz fällt auch hier (technisch) zurück.

  28. „… wenigstens die hiesigen Multis gewissen.“

    Da wäre wohl „gewinnen“ angebracht.

    The usual: nur korrigieren, nicht publizieren.

  29. Innovation kann man nicht erzwingen das verstehen weder Grossbanken, Politik, Ringier, Post, SBB und Swisscom. Siroop… Die etablierten haben sich schon lange eingenistet ein Eroberungskrieg ist nur mit vielen Verlusten und beinahe unendlichen Ressourcen zu gewinnen. Das ist nichts neues sowas hätte man wissen können und müssen. Es war ja alles vorhanden was es braucht. Verfügbarkeit von Produkten, eine bestehende Logistik, funtionierende Webshops von Coop, Interdiscount, Fust, Christ und was auch immer… Stationärer Handel der vorgenannten Läden und die Swisscom als Partner mit technischem Knowhow, Swisscomshops und Kunden in der ganzen Schweiz. Wozu braucht man 180 Mitarbeiter und 140 Mio um daraus was sinnvolles zu formen? Die Stückzahlen die da verschickt wurden kann man auch mit weit unter 100 Personen und minimalem Aufwand abarbeiten. Aber es ist halt lässiger mit grosser Kelle anzurühren… Es sollte dann aber eine riesen Kelle sein doch dafür macht der CH Markt zu wenig her. Egal Beispiele gibt es auch bei der Post mit dem Yellowcube. Alles was ein gewisses Volumen hat betreibt eine eigene Logistik für alle anderen ist eine automatisierte Lösung viel zu teuer. Aber man hat ja das Geld und weiss nicht wohin damit… spielt also keine Rolle geht mal was schief. Notfalls werden am Schluss den Kunden die Lösungen aufgezwungen (SwissID Log in). Post Log in geht nicht mehr muss um für mein Geschäft Webstamp benutzen zu können meine private SwissID (musste extra eine lösen) verwenden.

  30. Die Cloud klaut. Ob Firmendaten oder Ferienfotos.

    Da man bei Banken wie Credit Suisse 6 und bei Julius Bär 4 Monate auf eine neue Harddisk wartet, obwohl Digitec in der Nähe ist, scheint es so, als müsste dies noch durch eine Kette von Controlling-Leuten durch.

    Diese Bürokratie hat man bei den Cloud-Anbietern nicht. Darum bekommt man alles in 5 Minuten.

    Die Schweiz ist in der IT zu einer Bananen-Eidgenossenschaft geworden, weil ständig die falschen Leute das Sagen haben. Deshalb reiht sich auch Pfusch an Pfusch.

    Es hilft auch kein Ruf nach Top-Fachkräften weil diese gar nicht zu diesen Jobs kommen, weil sie von den Bisherigen abgelehnt und ausgebremst werden. Oder gar nicht Vitamin B haben.

    Ein Ex-Professor von mir sagte stets: „Internet über den Kuhdraht? Das geht!“ Aber offenbar dominiert Kuh (-draht) im Management.

    Man bekommt die Manager die man verdient.

    C‘était la vie. (Vergangenheitsform)

  31. Warum tun heute alle so verwundert oder gar entsetzt, wenn Daten aus der Cloud verschwinden???

    Es sollte jedem bewusst sein, dass eine Cloud, zu deutsch Wolke, eine relativ instabile Ansammlung von Partikeln ist.

    Eine Cloud kann sich sehr schnell (und oft unerwartet) teilweise oder komplett auflösen, bspw. bei starken Winden oder wenn es zum Abregnen in Folge von Veränderungen im (Temperatur)Umfeld kommt.

  32. Tja, alles Projekte, die Schäppi unter der Grins-Doris gestartet hat.
    Mehr davon: eHealth von Swisscom – in diesen sensiblen Bereich hat Swisscom über 70 Mio. gebuttert um sich dann von Netcetera (PV-Stocker im VR) die Butter vom Brot nehmen zu lassen.

    https://www.netcetera.com/de/product-detail/products/health-engine.html

    Auch wenn inzwischen das Gesetz zum Patienten-Dossier in Kraft ist, werden weder Swisscom noch deren staatliche Konkurrenz „Die Post“ ihre im 3 stelligen Bereich investierten Millionen wieder reinholen…und das ist vielleicht Angesichts der Impotenz beider gut so…- leider alles Steuergelder oder „Monopolgewinne“…die Grins-Doris lässt grüssen.

    • Seit Grins-Doris weg ist, grinsen nun die Manager im UVEK genauso. Man beobachte deren Mimik („ihr könnt mich Mal“) bei z.B. Interviews…

    • @ Observer

      Die vielen Nachfolger der „Grins-Doris“ werden leider schon bald wieder „grinsend“ ihre Milchzaehnchen von den Wahlplakaten praesentieren.
      Die naechsten „Grinser“ stehen leider jetzt schon „grinsend“ in den Startloechern.
      Es ist zu befuerchten, dass die von den Systemmedien gehirngewaschenen Waehler, wieder hereinfallen und die naechsten dummen „Grinser“ waehlen.

      Es wird sich leider erst etwas aendern, wenn die „Grinser“ und ihre „Seilschaftsparteien“ den Karren zutiefst im Morast versenkt haben.
      Leider ist keine Besserung in Sicht, sodass diese Staatsbetriebe irgendwann von den dummen „Grinsern“ fuer ein Butterbrot verscherbelt werden. Mehr bringen die nicht zustande. Das Wichtigste ist fuer die „Grinser“ immer, dass sie gewaehlt werden, fuer den Rest interessieren sie sich nicht.

      Deshalb sollte die parlamentarische Immunitaet sofort beseitigt werden.

  33. New Economy war damals effizienter und konsequenter. Da wurden die CEO/CTO/CMO/COO – Pfeifen nach dem gestrickten Businessplan ohne Performance auch mal wieder „nach hause geschickt“. Gut so damals – wäre auch exzellent heute …
    Gibt es eigentlich noch Controller?

  34. Schuster bleib bei denen Leisten.
    Swisscom und Post verpulvern Milliarden für neue Geschäftsfelder, die kaum zu ihnen passen und nicht Kerngeschäft sind. Eine Rückbesinnung auf ihre zugedachten Aufgaben ist dringend notwendig. Wenn man zuviel Geld hat, soll man die Tarife senken.

    • Genau dieses Geschäftsmodell hat die Deutsche Bahn angewendet. Man spricht hier auch von „kaputtsparen“.

  35. Nach meinem bescheidenem Dafürhalten war es schon immer sträflich Daten in die Cloud auszulagern ohne dazu noch eigene Backups zu haben.
    Fr. 50.00 Entschädigung für unbedachte User wohl für immer verlorene Daten ist ein ganz, ganz schlechter Witz. Betroffene sollte sich zusammen tun um eine entsprechende Klage gegen die Swisscom mit angemessenem Schadenersatz einzuleiten.

  36. Das ist ja das generelle Problem der heutigen Unternehmen, dass ihre Chefs allgemein nichts mehr vom Business selbst verstehen. Mit HSG Abschluss oder sonstigen Titelchen oder Doktorat kann es ja per se nicht sein, dass jemand eine Flasche ist. Einen anderen Chef mit nur Businesskenntnis und reiner Berufserfahrung würde man bei einem solchem Desaster stark hinterfragen und in die Wüste schicken. Ein HSG Abschluss ist schon bald Persil-Schein für alles.
    Das Fach Sozialkompetenz haben diese Leute am St. Galler Hügel eh nie vermittelt bekommen.

    • @Gonzo: Beim Staat und halbstaatlichen Unternehmen geht es mal so. Und niemand wird in die Wüste geschickt. Eine Schande, dafür muss der Steuerzahler stets blechen…..
      Interessant wäre mal zu wissen wo/wie viel Steuergelder verlocht werden was noch nicht publik geworden ist.

    • Das ist jezt eben der Sinn des Wortes „Elite“. Elite ist man einfach, quasi durch Geburt, nicht wegen seiner Leistungen. „Elite“ ist dazu dann den „Plebs“ zu regieren und die Meinung des „Plebs“ interssiert die „Elite“ nicht.
      Damit das Prinzip einleuchtender wird, ersetze man das Wort „Elite“ durch „Adel“ und „Plebs“ durch „Leibeigene“.

    • @Bobcat Steuergelder werden dauernd verschleudert. Neue Spitäler, Schulen werden gebaut und nach nicht einmal in einem Jahrzehnt Betrieb infolge Zusammenlegung aus Kostengründen wieder geschlossen. Keiner merkt, dass dadurch anderswo wieder Kosten entstehen sei es durch den Ausbau des öffentliche Verkehrs da die Leute ja dann von A nach B gelangen müssen. Oder der Informatik Flop in der Armee hat Millionen gekostet usw. Beispiele gäbe es auch da genug.

      Das Management muss immer etwas bewegen, ob richtig oder falsch ist egal ansonsten würde man merken, dass es gewisse Hierarchiestufen es eigentlich nicht braucht.

  37. Wie kann es sein, dass die Daten „weg“ sind? Noch dazu „unwiderruflich“? Gab es keine Backups? Jeder private Computeranwender macht heutzutage Backups. Irgendwas ist an der Sache komisch, finde ich.

    • Na, wenn der Staatsanwalt dann plötzlich bimmelt und per Gerichstbeschluss die Daten von XY haben will, weil gegen den eine Untersuchung wegen Verbreitung von Sexbildli läuft, dann findet die Swisscom die Bildli sicher wieder.

    • Backup ist für Feiglinge nur das Original zählt. Manager kennen nur „Vorwärts“ und „Neue Idee“, ein Backup Konzept kommt in ihrem Wortschatz nicht vor. ;)))

  38. Back up und anderes wo für die Datensicherheit getan wird!
    Wenn man es braucht funktionierts eben doch nicht.
    Und es kommt immer mehr von dem Zeugs!

  39. Wenn ein Staatsbetrieb in Geschäftsfelder ‘investiert’, bei welchen es sich mit der Privatwirtschaft konkurrenziert, gehört der Laden ebenfalls voll umfänglich privatisiert, aber subito. Auch wenn die Swisscom ein kotiertes Unternehmen ist, sie profitiert direkt und indirekt von Subventionen und anderen Bundesgarantien, welche Wettbewerbsverzerrend sind. Zudem, was der Artikel klar aufzeigt, haben solche Betriebe keine oder nur geringe Effizienzen und verzerren mit dem geringen finanziellen Risiko den Markt umso mehr.

    Ich warte schon lange darauf, dass bürgerliche Politiker solches Tun (wie auch bei der Post) unterbinden und für eine liberale Wirtschaftsordnung sorgen.

    • (…)Wenn ein Staatsbetrieb in Geschäftsfelder ‘investiert’, bei welchen es sich mit der Privatwirtschaft konkurrenziert, gehört der Laden ebenfalls voll umfänglich privatisiert, aber subito.(…)

      Ganz ähnlich konkurrenziert auch die staatliche Meteoschweiz alle anderen privaten Anbieter.

      Anderes Beispiel ist die Sparte „Betriebsfunk“ der Swisscom in denen sie andere Firmen wie z.B. motcom konkurrenziert.

      Es gibt einige VEBs hier (sog. volkseigene Betriebe), ein Begriff aus der DDR.