Liechtenstein gerät tief in Venezuela-Sumpf

Union Bank im Sturm, Strafuntersuchung gegen Präsidenten und Mehrheitseigner – Auch Landesbank involviert – Panik im Ländle.

Das Regime von Venezuela hat Milliarden, die dem Volk gehören, via Banken, Anwälte, Treuhänder und Offshore-Vehikel in die eigenen Taschen verschoben.

An vorderster Front dabei: Liechtenstein. Dem Fürstentum mit den vielen Stiftungen, das sich seit Jahren den Mantel des sauberen Finanzplayers umhängt, droht der grösste Rufschaden seit Jahren.

Explodiert ist der Fall bei der Union Bank, das ist ein kleines Finanzinstitut in Vaduz. Es gehört einem Iraner namens Mohammad Hans Dastmaltchi, gegen den Straf- und Gewährsverfahren laufen. Es gilt für alle Involvierten die Unschuldsvermutung.

Die Union braucht dringend 10 Millionen frisches Kapital. Dastmaltchi kreuzte dafür mit Geldgebern auf, die im Venezuela-Korruptionssumpf stecken könnten.

Verlustvortrag, Tendenz steigend (Union Bank, 2018)

Als dies durch Medienberichte in Bulgarien klar wurde, zeigte sich die Union Bank bei der Behörden selbst an. Sofort geriet die Bank ins Visier der Strafermittler, es kam zu Razzien.

„Es ist richtig, dass gegen die Union Bank AG vor dem Hintergrund einer Geldwäscherei-Verdachtsmeldung, welche die Bank im Rahmen ihrer Sorgfaltspflicht und gemäss geltender Compliance-Praxis an die Liechtensteiner Financial Intelligence Unit (FIU) übermittelt hat, eine Untersuchung eingeleitet wurde“, bestätigt ein Sprecher der Union Bank.

„Die Union Bank AG kooperiert dabei vorbehaltlos und vollumfänglich mit den Behörden.“

Was zunächst nach einem Fall einer kleinen Liechtensteiner Bank klingt, hat das Potenzial, den ganzen Finanzplatz Liechtenstein in den Grundfesten zu erschüttern.

Die umstrittenen „Venezuela“-Kunden waren nämlich nicht nur bei der Union Bank, sondern noch bei mindestens einem weiteren Finanzinstitut.

Und zwar der Liechtensteinischen Landesbank (LLB). Damit wird der Fall zum Skandal des ganzen Landes Liechtenstein. Die LLB ist die Staatsbank des Ländles, gehört dem Volk im Fürstentum.

Wichtiger und auch grösser ist nur noch eine Bank: die LGT im Besitz des Fürstenhauses, hoch oben über dem Hauptort.

Ist auch die Fürstenbank involviert in den Venezuela-Skandal? Laut einer Quelle kursieren in Russland entsprechende Gerüchte.

Russland ist eine der wenigen Nationen, die dem Regime in Venezuela hilft. Es gab Stories über viel Gold, das von Venezuela nach Russland geflogen worden war.

Weder die LLB noch die LGT nahmen Stellung zu Fragen rund um mögliche Venezuela-Kunden. Der Leitende Staatsanwalt des Fürstentums Liechtenstein, Robert Wallner, meinte gestern per Email-Antwort, er sage nichts.

Diesmal still: Strafjäger Wallner (uni.li)

Wie gefährlich der Fall Venezuela für den Finanzplatz des Ländles ist, geht aus Eingaben der Behörden hervor. Die Bankenaufsicht spricht nicht nur von einem „bedeutenden Schaden“ für die Involvierten, sondern auch davon, dass der Fall „spürbare negative Folgen für den Finanzplatz Liechtenstein“ haben könnte.

Es gehe darum, „Schäden von der Union Bank AG und vom Finanzplatz abzuhalten.“ Wichtig seien Sofortmassnahmen. „Geschäfte in Zusammenhang mit Venezuela dürfen nicht getätigt werden (…).“

Die Affäre dreht sich um vermutlich korrupte Venezuela-Beamte und deren Helfer, die mit offiziell zulässigen Lebensmittel-Hilfsaktionen fürs venezuelanische Volk via die dafür zuständige staatliche Corpovex Millionen-Vermögen abgezweigt haben sollen.

Im Zentrum steht Union Bank-Mehrheitseigentümer Dastmaltchi. Als letztes Jahr klar wurde, dass er dringend frisches Kapital für seine Union Bank benötigte, tauchte ein gewisser Samuel Gauro auf.

Der Mann gilt als Vertrauter möglicher Venezuela-Strippenzieher. Die Strafbehörden von Liechtenstein ermitteln inzwischen gegen ihn, liierte Gesellschaften, einen Zürcher Vermögensverwalter und weitere „wegen des Verdachts des Verbrechens der Geldwäscherei“.

Beim Zürcher Vermögensverwalter handelt es sich um die Firma Swiss Latam. Über sie war Samuel Gauro mit dem Präsidenten und Mehrheitsaktionär der Union Bank in Vaduz in Kontakt getreten.

Man wurde sich handelseinig. Insgesamt knapp 17 Millionen Euro flossen Ende 2018 von zwei Firmen auf Konten von Union-Präsident Dastmaltchi.

Der wollte auf Anfrage nicht Stellung nehmen, wehrt sich aber vor Gericht vehement gegen eine Vorverurteilung.

In Verfahren mit der Bankenaufsicht hat er kürzlich einen Teilsieg errungen: Die Berufungsinstanz hat die superprovisorische Enthebung als Präsident der Union aufgehoben.

Dastmaltchi bleibt aber in allen Fragen rund um die laufenden Verfahren im Ausstand.

Dabei geht es um das genannte Gewährsverfahren gegen ihn. Dieses richtet sich auch gegen die übrigen Mitglieder des Verwaltungsrats der Union Bank und deren Geschäftsleitungsmitglieder.

Das Strafverfahren richtet sich ebenfalls „gegen die Bank“, sodann „gegen Mohammad Hans Dastmaltchi“ sowie Dritt-Firmen und -Personen, wie Ermittlungsunterlagen zeigen.

Immer, wenn es um Venezuela geht, führt die Geschäfte bis auf Weiteres nicht mehr der Präsident der Union Bank, also Dastmaltchi, sondern deren Vizepräsident. Der heisst Wolfram Kuoni, ein umtriebiger Anwalt mit Sitz an der Zürcher Löwenstrasse und Polit-Ambitionen in der SVP.

Kuoni vertritt den zweitgrössten Aktionär der Union Bank, einen Ukraine-Oligarchen namens Konstanin Zhevago. Der ist eine grosse Nummer, besitzt unter anderem die Metallfirma Ferrexpo, kotiert in London.

Zhevago hatte ursprünglich die Union Bank ganz besessen und später den Grossteil seiner Aktien Dastmaltchi verkauft. Der brachte Iran-Kunden an Bord, was laut einer Quelle „sauber und erfolgreich“ gewesen sei.

Zhevago-Anwalt Kuoni ist entscheidend dafür, wie es mit der Union Bank und deren Mehrheitsaktionär aus Iran weitergeht. Kuoni versucht seit Monaten, die Union vom Iraner für einen Symbolpreis zu kaufen und neue Aktionäre ins Boot zu holen. Sonst droht ein Ende mit Schrecken.

Kuoni wollte keine Stellung nehmen.

Auslöser des ganzen Skandals ist der Verkauf der Aktien von Mehrheitsaktionär Dastmaltchi an die mit Venezuela verbundenen neuen Aktionäre. Die 17 Millionen Euro, die er für die Union-Aktien erhalten hatte, sind inzwischen blockiert.

Wenige Wochen nach dem Verkauf, von dem der VR der Union Bank offenbar nichts gewusst hatte, erschienen in bulgarischen Medien zwei Berichte.

Dabei wurde die bulgarische Investbank genannt. Die zwei Stories hatten jeweils einen Bezug zur PDVSA.

Die PDVSA ist die grosse staatliche Öl-Gesellschaft Venezuelas. PDVSA-Milliarden sollen weltweit von korrupten Leuten rund um Venezuela-Präsident Nicolas Maduro versteckt worden sein.

Die Investbank soll Gelder via Portugal aus korrupten Venezuela-Kreisen erhalten haben. Und: Die Investbank hat Konten bei der Union Bank.

Die Union Bank hatte mit der Investbank in Bulgarien diverse Transaktionen durchgeführt. Auftraggeberin war Venezuelas Entwicklungsbank “Bandes“.

Offiziell ging es bei den Überweisungen nicht um PDVSA-Gelder, sondern um Vermögen aus Nahrungsmittel-Käufen, die für Venezuela formell zugelassen waren. Alles Andere ist von den Amerikanern und auch international sanktioniert.

Die Compliance der Union Bank reagierte, als sie den Namen „Investbank“ in den bulgarischen Onlinemedien im Zusammenhang mit Venezuela und PDVSA entdeckte. Am 14. Februar 2019 machte die Union Bank Selbstanzeige bei der Meldestelle.

Es könne „bei den Transaktionen der Union Bank an die Investbank um ein Schema zum illegalen Transferieren von Geldern“ gehen, steht in Liechtensteiner Ermittlungsunterlagen.

Am Tag darauf berichtete die BBC über verdächtige Venezuela-Transaktionen in Bulgarien.

Laut dem BBC Monitoring Europe sagten der bulgarische Generalstaatsanwalt und der amerikanische Botschafter, dass PDVSA-Gelder auf einem „Treuhandkonto eines Anwalts bei der Investbank“ gelandet seien.

Nun reagierte offenbar auch die Liechtensteinische Landesbank LLB, die ebenfalls Geschäftsbeziehungen zu den in Bulgarien aufleuchteten Kunden unterhielt.

Im Kern geht es um den Verdacht, dass die möglichen Venezuela-Betrüger die Nahrungsmittel überhöht verrechnet haben. So sollen sie 90 Millionen Dollar illegalen Gewinn abgezweigt haben.

Wenn das stimmt, dann ging es fpr die Akteure nun darum, diese Gelder zu waschen; sprich, sie in den legalen Wirtschaftskreislauf einzuschleusen.

Hier kommt der Union Bank-Grossaktionär ins Spiel. Die 17 Millionen Euro, die er für seine verkauften Union-Aktien erhalten hatte, sollen aus dem Geldwäscherei-Konstrukt der Venezuela-Drahtzieher stammen.

Kommentare

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  1. „Beim Zürcher Vermögensverwalter handelt es sich um die Firma Swiss Latam. Über sie war Samuel Gauro mit dem Präsidenten und Mehrheitsaktionär der Union Bank in Vaduz in Kontakt getreten“

    Ist dieser Samuel Gauro nicht auch bekannt als Zeynal Uz?

  2. Während die übrigen Journalisten pennen und über das Sommerloch jammern (und sogar über nicht existierende Kaimane berichten sowie dubiose Klimawandel-Studien) läuft unser Lukas Hässig zu Höchstform auf:
    Und zwar in allen Bereichen:
    Von ernsten Themen wie Venezuela bis zu Boulevard wie dem Bain-Samichlaus!
    Super Arbeit, Herr Hässig! 👏

    • Diese Website gehoert einem verstorbene n Modded namens Juergen Herman. Bitter kritisch betrachten.

  3. Interessant hierbei ist, dass die Sache aufgrund von Medienberichten in Bulgarien (1) aufgeflogen ist. Wo sind denn die Medienschaffenden in CH und FL?

    • „Wo sind denn die Medienschaffenden in der CH?“.
      Die haben eben gerade gelernt, das Wort „Medien“ zu buchstabieren und rätseln jetzt darüber nach, was wohl „schaffen“ bedeutet und ob das vielleicht etwas mit seriöser Arbeit zu tun hat. IP natürlich ausgenommen.

  4. Wann wird Maduro und seiner verbrecherklicke das Handwerk gelegt? Bestraft alle Beteiligten mit Vermögensentzug und lässt Sie nie wieder am venezuelanischen Leben teilnehmen!

    • Es läuft leider nicht so romantisch wie Sie sich das wünschen, sondern weitaus zynischer.

      Masburro und grosse Teile der Entourage befinden sich auf der sog. OFAC (man kann das durchaus phonetisch ausschprechen, denn es ist sehr sinngemäss) Liste des US – Treasury.

      Befindet man sich auf dieser Liste – US Banken verpflichtet zu überprüfen ob ein listing besteht – kann man der betroffenen Person eigentlich nur noch „grüezi sägä“ und viel Glück wünschen. Man macht sich sogar (fast) strafbar „dem armä chaib“ auch nur einen Kaffee zu bezahlen. Einen Kaffee zahlen geht noch, aber 6 bucks für einen Kaffee zu leihen oder gar zu schenken, das gibt bereits ganz grossen Ärger.

      Wäre auch ein interessantes Thema für IP nachzugehen, ob CH-Banken mit US Geschäft auch auf dem Bankenplatz Schweiz zur OFAC Überprüfung einer Person verpflichtet wären, rsp. sind.

      Der VE-Oberschicht ist die Inflation in Bolivares ziemlich piepe weil ein Bier gestern 2 USD kostete und das auch morgen wieder tut. Die VE-Oberschicht hat Dollars, viele, viele Dollars.

      Sehr viel Korruptionsgeld landete in den USA – sei das auf Konten, Wertpapierdepots oder Immoblilien und wurde durch die div. OFAC Listings „konfisziert“. Vor etwa zwei Monaten trat die US – Regierung an die Korrupten und Maduro treuen Subjekte heran und offerierte: „wenn ihr zu uns überlauft, könnt ihr die geklaute Kohle behalten, rsp. kriegt sie zurück.“

      So eine schöne Sache diese Freiheit und Demokratie die uns die USA und der Welt beschehrt. Als Garnitur noch einen Friedensnobelpreis trotz 26000 Tonnen an geschmisssenen Bomben.

  5. Übrigens sind heute das Volksblatt sowie das Vaterland (Landeszeitungen) voll Artikeln über die Venezuela Affäre. Einmal mehr erkennt man dabei die journalistische Unabhängigkeit!…

  6. Seit Jahren sind die Compliance Regeln klar und deutlich: Keine Geschäfte mit Potentaten oder Ländern welche bekannt sind, dass politische Unruhe herrschen. Die Bänker scheint die Weltpolitik nicht zu interessieren. Das Leid der Menschen in diesen Ländern noch weniger. Durch das xfache transferieren von Geldern via fiktive Rechnungen, da kommen wieder die Gehilfen Liechtenstein Treuhänder ins Siel, legitimiert man diese Form von Geldwäscherei sogar. Das Fatale ist, dass der herrschende Wohlstand dadurch die Causa als sauber dargestellen lässt.

  7. Es wird richtig geschrieben im Artikel: Die LLB ist die Staatsbank des Ländles, gehört dem Volk im Fürstentum. Genau aus diesem Grund wird der LLB und seinen Verantwortlichen NIE was geschehen und zur Rechenschaft gezogen. Es ist eine ‚Staatsbank‘ und das Volk heisst solche Machenschaften automatisch gut weil sie irgend eine Verbindung via Hypothek, Sparbuch oder sonstige Verbandelung zur LLB haben.

  8. Gibt es überhaupt eine Bank Die NICHT Im venezuela Sumpf ist?
    War es nicht so das Die meisten Banken vor 3 Jahren Oder weniger auf Die Karte Easy Money aus Venezuela gesetzt hat?
    Eso es durch neue Berater Oder via EAM??

  9. Die unbedeutende Union Bank kooperiert mit den Behörden und zeigt sich einsichtig, während Grossbanken wie die LLB, LGT und VP Bank bezeichnenderweise keine Kommentare hierzu abgeben.

    Weder die Banken selbst, noch die Staatsanwaltschaft wollten der Verwicklung anderer Liechtensteinischer Banken widersprechen, was wohl einiges aussagt…

  10. also; die neue digitale Währung in Liechtenstein heisst: Lie-coin, es gibt neben den Lügen-Münzen noch eine Lügen-Karte (Lie-Card)… Briefmarken: kaputt, Telefonie: am A., Radio pleite, Vericherungen: war nichts, Banken mit Spital-Amosphäre mit grossen Bildschirmen wo „WACHSTUM“ aufleuchtet. Es wird gebaut dass es kracht. Überall Leerstände. Die End-Lösung: Casino in Ruggel und Schaanwald, in Schaan und Balzers, in Vaduz und …

  11. Wenn ihr wüsste, was beim M AG abgeht, da sind die Banken Waisenkinder
    Lohn wird nicht bezshlt
    Mobbing vom allerfeinsten
    Bauern werden abgezockt
    Vorsetzliche Umwelt tverschmutzung, usw usw
    Usw. Usw

  12. Tja, unsere lieben Lightenstoner!
    Die FMA weiss vermutlich genau soviel, wie Marxers über Vogts und diese über Batliners. Der Kreis schliesst sich, und wenn schon jeder mit jedem verwandt ist, braucht es auch keine full disclosure in Sachen Compliance.

  13. Man schätzt, dass über liechtensteinische Stiftungen, Firmen Konstrukte und Banken in den letzten 40 Jahre über USD Gegenwert 420 bis 600 Mrd. gewaschen wurden. Das ist zwar eine extrem hohe Zahl aber, ein kalter Furz zu Delaware und Co. der US Inc.

    • Aber es bleibt dennoch ein Furz. Und bekanntlich stinken diese zum Himmel!

  14. Leider ist das Sprichwort “ Geld stinkt nicht “ anscheinend mehr als wahr.
    Das arme Volk der Venezolaner!!
    Ausgenommen wie Weihnachtsgänse.
    Wann wird der Schurke und seine
    Vasallen endlich verschwinden ?

    • Wen meinen Sie mit Vasallen? Die LLB oder Union Bank oder darin verwickelten Treuhänder? Da kann ich Sie beruhigen. Die verschwinden nicht! Im Gegenteil: Indirekt unterstützt die LLB das Maduro Regime sogar.

  15. Was für ein Theater
    unser Nationalrat und Sozialisten-und Kommunisten Führer
    Jean Ziegler, ebenso die Schnaps – Kopie, Cederic Wermuth finden die Führung und politische wie finanzielle Elite Chabis, sorry Chavez, sowie der Trabant + Menschenschinder Banduro, sorry Maduro, ein tolles, legimitiertes Oberhaupt von Venezuela. Was für eine dumme Schlagzeile wenn ultra linke in der Schweiz voll hinter solchen Banditen stehen!

  16. Bin X-trem vaduzt! Bei uns im Light-N-Stone ist doch immer alles steril-clean! Da gibts doch koane dubbiose Gstaltn!

    Wir erließen Geldwäscherei Gesetze und schauen dann nicht hin – und zwar mit aller Kraft & Konsequenz (K & K halt)!

  17. Waouuuuu da schiesst denn wieder mal was durch die Decke.Da ist vermutlich kam noch auffschlüsselbar was kriminell,naiv, oder schlicht übervorderung ist.
    Innzwischen haben schlicht faktisch alle den Überblick verloren.Ein gigantischer GLOBALISIERTER ,,Kuchen,,in dem alles bis zur totalen unkenntlichkeit ineinander verschachtelt ist.
    Klar ist lediglich die Kernursache des ganzen, die gigantischen nominellen, maroden Kapitalmengen die im Kaptalmarkt durch das Sytem schwappen.Kapital das nicht mehr durch Realwerte und entsprechende Ertragsmöglichkeiten unterlegt, sog.gedeckt ist.
    In der Praxis ist es schlicht ein Ding der Unmöglichkeit den Kuchen noch in gutes Realwert gedecktes und Wertloses Geld aufzuteilen auszusieben.
    Innzwischen sind die Globalen Schuldverschreibungen auf das rund Vierfache eines Globalen ,,BIP,, angewachsen. Was wie wo weiss innzwischen niemand mehr. Die ,,Suppe,, köchelt niemand weiss was und wo noch Fleisch ist( Ausnahmen sind die REGEL.), nur noch eine undefinierbare Brühe
    die zunehmend ungeniessbar wird.Irgend wann ist das eingedampft dann wars das, aus die Maus.
    So Dinge werden sich absehbar häufen.
    Der Blanke Horror für die ermittelnden Behörden die
    allfällig kriminelles heraussieben müssen, sowie für jene Abwikler, Sanierer, die die üble Brühe irgendwie los werden müssen. Dann mal ,,en Guete,,.

  18. Dieser elene Sumpf an sog. Stiftungen gehört endlich trocken gelegt. Am Volk vorbei gebunkertes Geld gehört zurück zum Volk. Wird höchste Zeit werden diese Machenschaften aufgedeckt.

  19. ich bin nicht verdutzt ob diesem Fall Vaduz.

    nachdem Panama, Bermudas und weitere unsichere Schwarzgeld-Häfen, einer nach dem anderen, schachmatt gestellt wurde, blieb das Lichte Stein noch offen und willfährig.

    Man bedenke welche Infrastrukturen in dieser Steuer-Oase seit über 100 Jahren geschaffen worden sind. Die Vernetzung der NomenKlatur im Ländle ist 100 % reissfest und wasserdicht. In Süditalien nennt man dies Omertà.

    Das Treuhand-Business leidet seit dem Stiftungs-Abgesang (GwG) massiv an Aufträgen und Volumen. Die Stiftungsräte und Notare packen jede Möglichkeit um ihren üppigen Lebens-Stil aufrecht zu erhalten. Die sehr teuren Karossen werden deshalb seit vielen Jahren im nahen Ausland (Schweiz) geparkt, damit man zuhause nicht unangenehm auffällt.

    Stiftung gefällig? Mehrere tausend Vehikel stehen zum Verkauf.

    • @Justine

      Und Dein Pseudonym, geschätze Justine, ist untrennbar mit mirakulösen, sinnfremden Kommentaren verbunden. Was genau möchtest Du zur Sache beitragen?

    • Vielleicht dass jemand der Familie Bär eine wunderschöne Villa in Vaduz bewohnt?

  20. Alle in den gleichen Topf werfen, Herr Hässig, ich weiss nicht so recht ob das seriös ist. Genügt es nicht wenn alle Scheinwerfer auf das Bundesgericht im Fall UBS gerichtet sind ?

  21. Ich bin richtig verstört, so viele negative Kommentare über Maduro und das sozialistische Regime in Venezuela zu lesen. Unsere möchte-gern-30% Partei, die SP Schweiz, hat doch das Regime anlässlich des Tods von Hugo Chavez als leuchtendes Beispiel für die Welt und bessere Alternative zum Kapitalismus gepriesen und auch Schweizer Politiker wollten doch zu seinem Grab pilgern. Bin wirklich konfus. 🙂

    • Die SP Schweiz?

      Sind das nicht die, die den Kapitalismus abschaffen wollen? Notabene ohne konkrete realistische Vorschläge, wie man es denn besser machen könnte – in einer kapitalistischen Welt, in einer kapitalistischen EU. Wo sie ja (fast) alle hin wollen. In die EU meine ich.

      Wenigstens können wir bald schon ans Grab der SP Schweiz pilgern. Und bis es so weit ist können wir ja noch kurz das Grab der SP Deutschland besuchen …

      PS: Möchte-gern-30% Partei? Wohl eher hoffentlich-nach-den-Wahlen-noch-über-15%-Partei …

  22. Also zuerst: es herrscht die unschuldsvermutung!!
    Der Case Liechtenstein zeigt, wie man etwas frech und unter Schleiffung von Regelwerken weiterhin im Sumpf von „interessanten“ Finanztransaktionen eine Plattform bieten kann. Vor der Haustüre der Schweiz wollen verwöhnte Treuhandkonstrukte, Trusts etc weiterhin gefüttert werden, dazu braucht es Banken!
    Das mikro-Ländle ( gleich gross wie Kt Schaffhausen) versteht es ( bis heute jedenfalls) dem US Finanzestablishment geschickt die Stirn zu bieten.
    Früher als die Schweiz wurden Geldwäschereirichtlinien umgesetzt, das zwiespältige Stiftungsrecht angepasst, kurz, internat. Regulationen durchgewunken.
    AABER: immer wieder kommt ( für dieses kleine Land aber sehr Prominent) eine Geschichte zum Vorschein, die uns staunen lassen.
    All diese Treuhänder und Banken aus alter Zeit…. sie sind alle noch da!
    Irgendwie cool ……

  23. Durch eine erfolgreiche Manipulationskampagne und Desinformationskampagne bestahl die Regierung das Schweizer Volk 1999 um ihre wahren Schätze: die Goldbindung des Schweizer Frankens. Ab diesem Zeitpunkt verlor der Franken Stück für Stück seinen intrinsischen Wert und die Inflation konnte nur noch durch PR versteckt werden. Das Volk verarmte aber zusehens.

    Alles eine Sache der Perspektive.

    Ach so: Die Briten und die Überseebriten haben das Gold des Venezulanischen Volks einfach mal so konfisziert.
    Die sind halt keine Kolonie … äh Dämokratie.

    • Bretton Woods fiel vor 1999, aber Sie haben recht das Gold zu einem Spottpreis zu verjubeln war schon ein Akt katastrophaler Dummheit.
      Und jene, welche ihr Heil in Crypto-Währungen suchen, sei gesagt: ohne Strom nichts los. Und um die europäische Stromversorgung ist’s nicht gut bestellt, Klima- und anderer Aktivisten sei Dank.

    • Der Franken verlor aufgrund subjektiver, gedanklicher (!) Einschätzung einiger weniger an realem Wert für mich? Und daraus folgt, dass ich jetzt ärmer wurde? Weil jemand gedacht hat? Ok. Ein wenig zu viel hokuspokus tralala. Aber es ist heiss und nicht alle können sich Ventilatoren leisten. Das ist verständlich.

    • @Michael: Ja, wenn es nicht so heiss wäre, was für den Sommer üblich ist, würden sie wohl verstehen, was der Goldstandard ist. Ansonsten sollten Sie sich über den Goldstandard informieren. Kleiner Tipp: Einfach mal die Wertentwicklung von Gold gemessen in Dollar seit 1960 anschauen. Da ist was in den 70ern passiert. Hat mit dem Goldstandard zu tun.

  24. Zwei Sache kann ich gar nicht verstehen und ertragen: Miliardäre, die Kindern misbrauchen und Banken/Finanzistitute, die eine Nation / Volk arm macht….😭😨

    • So ein Schwachsinn. Arme Menschen, die Kinder missbrauchen bzw. Sozialpolitiker, die Volkswirtschaften runter fahren sind dann okay?

  25. Maulwurf H lässt grüssen 😉

    Mal schauen wie lang es geht bis der Kommentar gelöscht wird…Zensur aller feinster Art.

  26. Eine neue Folge von: Endstation Vaduz.

    Die Verzweiflung im Ländle muss nach dem Wegfall des alten Geschäftsmodells sehr gross sein, dass die „Regulatoren“ (ich bin mir nicht sicher, was die dort wirklich machen) jemand mit einer Vita wie dem Hamburger J überhaupt initial Gewähr für eine einwandfreie Geschäftstätigkeit erteilt haben.

  27. Im Verwaltungsrat der Bank ist auch Thomas Krawietz, mitverantwortlich für die Geschäfts-Strategie.
    Er war viele Jahre für die UBS tätig, wo er das
    Wealth Management Germany leitete.

    • So what? Krawietz scheint in diesem Kontext eher ein kleines Licht. Die Rolle des iranischen Hauptaktionärs hingegen wirft Fragen auf und ich bin gespannt, ob die FMA die Eier hat, hart durchzugreifen und besagten VRP dauerhaft vom Finanzplatz im Ländle zu entfernen.

  28. Venezuela-Sumpf… eine Paradebeispiel für die Finanzplätze Liechtenstein und Schweiz: Versagen von internem Compliance und insbesondere auch der Finanzmarktaufsichten FMA und FINMA. Politk und Aufsichtsbehörden verlangen immer schärfere Vorschriften bez. Geldwäscherei, sind aber überfordert schon geltendes Recht umzusetzen, weil man schlicht schon bei Mängeln bei der Compliance wegschaut.

    • Dies hat nichts mit Versagen von internem Compliance zu tun. FL Banken nehmen alles Geld an, was möglich ist. Ich habe selbst erlebt, wie Leute bei einer bekannten FL Bank auf die Strasse gestellt wurden, welche sich für striktere interne Kontrollen eingesetzt haben. Die FMA FL ist hauptsächlich da, dass diese da ist. Diese wird keiner Institution oder Person ans Bein pinkeln. Und im FL passiert nichts, was gegen die Interessen der Leute hoch oben auf der Burg ist. Noch Fragen?

  29. Union Bank? Nie gehört. Who cares, lieber Lukas Hässig? Wirklich interessant wäre es zu erfahren, welche Rolle die relevanten Finanzplatzakteure in diesem Zusammenhang spielen. Ich wäre nicht überrascht, wenn hier noch einiges im Verborgenen läge. Die Mär vom sauberen Liechtensteiner Bankenplatz erweist sich als das, was es ist: warme Luft.

  30. Offenbar tummeln sich auf dem Liechtensteiner Finanzplatz immer noch zahlreiche dubiose Gestalten – der genannte Dastmaltchi ist wohl einer davon. Es stellt sich die Frage, weshalb der lokale Regulator solche windigen Typen toleriert.

    • @Gregor H.
      In den Büchern sollen nach möglichkeit zum Jahresabschluss Schwarze Zahlen Stehen.
      Solange die bestehnden Regeln beachtet
      werden ,können die nix machen keine Möglichkeit.
      Letztlich wird alles am Markt entschieden.

  31. An dem Tag,
    an dem die Manager vergessen,
    daß eine Unternehmung nicht weiter bestehen kann,
    wenn die Gesellschaft ihre Nützlichkeit nicht mehr empfindet
    oder ihr Gebaren als unmoralisch betrachtet,
    wird die Unternehmung zu sterben beginnen.

    Alfred Herrhausen
    * 30. Januar 1930 † 30. November 1989

    _

    https://tinyurl.com/yywmwpub

    https://tinyurl.com/y2kjuswm

  32. Wo bleibt denn der Artikel zum Grundsatzthema:

    Das Bundesgericht in Lausanne urteilt heute über die Auslieferung von UBS-Kundendaten nach Frankreich.