Sommer: Touristenmassen, überall

Für 38 Euro quer durch Europa jetten, im Airbnb billig absteigen: Welt ertrinkt im Massen-Reisen – Uniform und Selfie-getrieben.

Stau auf dem Mount Everest. Eine lange Reihe Alpinisten aus aller Welt steht Schlange, um den höchsten Berg der Welt zu besteigen. Doch es ist nicht wie eine dieser langen Schlangen vor einer Attraktion in Disneyland, der Stau am Himalaya endet tödlich: 12 Alpinisten wird der Massenandrang zum Verhängnis. Sie sterben einen idiotischen Tod.

Der Louvre in Paris kämpft derweil mit ähnlichen Problemen, die exhalierte Atemluft der langen Schlangen Touristen, die sich genau vor der Mona Lisa stauen, stellt eine riesige Herausforderung für die Klimatisierungsexperten des Museums dar. Sogar die Archive, etliche Stockwerke darunter, leiden massiv.

Venedig, mit 50’000 Einwohner, bewältigt jährlich 30 Millionen Touristen. Alleine 32’000 Kreuzfahrtenpassagiere pro Tag geistern durch die Lagunenstadt. Neueingeführte Check-Points an gewissen Zugangsbrücken zu den Hauptattraktionen sollen ein hoffnungsloses Chaos verhindern helfen. Die Touristen sind darüber erbost.

Die Stadtregierung von Dubrovnik, die Perle der Adria, 1,27 Millionen Touristen pro Jahr, schränkt drakonisch den Zutritt zur Stadt auf 4’000 Touristen pro Tag ein. Die belgische Stadt Bruges verfügt ein Maximum von zwei täglich eintreffenden Kreuzfahrtenschiffen – der Hafen hätte Platz für deren fünf.

Nicht nur Städte und Kulturdenkmäler erleben einen nie dagewesenen Andrang, auch die Naturwunder der Welt leiden unter der Invasion der Massen: egal ob auf dem Ayers Rock (dem für die Ureinwohner heiligen Berg Uluru) in Australien oder auf den Komodo Inseln in Indonesien (bekannt für die Leguane).

Die Gefahr, aufgrund der eigenen Schönheit von Menschenmassen zu Tode getrampelt zu werden, ist gross. (Sowohl auf den Komodo Inseln wie am Ayers Rock führte dies schlussendlich zu einem generellen Zutrittsverbot).

Von der Unesco gekürte Weltkulturgüter stehen ebenfalls auf der Gefahrenliste: Die peruanischen Behörden sahen sich gezwungen, den Anflug zum neuen internationalen Flughafen von Machu Picchu einzuschränken, ebenfalls wird der Aufenthalt in der antiken Inkastadt auf 4 Stunden pro Tourist limitiert. Eineinhalb Millionen Touristen pro Jahr brachten die Fundamente in Gefahr.

In Indien wurde der Jahreszutritt zum Taj Mahal auf 7 Millionen Besucher pro Jahr beschränkt sowie die Aufenthaltsdauer im Tempel auf maximal 3 Stunden fixiert und der Eintrittspreis verdoppelt. Die Chinesen haben die Besucher der grossen Mauer an ihrer meistbesuchten Stelle (Badaling) auf höchstens 65’000 Besucher pro Sommerquartal kontingentiert.

Die Entdeckungsmuster einer neuen Touristenattraktion durch die weltweiten Massen sind derweil oft sonderbar. So mussten die isländischen Behörden den bisher unbekannten Fjadrárgljúfur Canyon schliessen, nachdem das Musikidol Justin Bieber dort einen Videoclip gedreht hatte. Der Andrang aus aller Welt wurde so gross, dass die fragile Fauna und Flora fast vollständig zu Tode getreten wurden.

Genauso sahen sich die Behörden im US-Bundesstaat Arizona im Fall des Havasu-Wasserfalls gezwungen, den Zutritt den Tausenden von Besuchern zu verwehren, nachdem dort mit dem Musik-Star Beyoncé eine Szene der neuen Disney-Schnulze “The Lion King” gedreht wurde und der Wasserfall zu einem Magnet der Massen wurde.

Während die Innerschweizer Leuchtenstadt Luzern in diesem Frühjahr von einer riesigen chinesischen Reisegruppe aus 12’000 Touristen bestehend von allen auf einmal beglückt wurde – es fand auch ein heimeliger Ländlerabend mit 4’000 Chinesen statt -, hört die Stadtverwaltung von Amsterdam mit sämtlicher Tourismuswerbung für die Stadt auf.

Zu gross die Belastung durch noch grössere Touristenströme, zu gross der Widerstand der eigenen Bevölkerung.

Die Massen von Touristen ändern auch die Bevölkerungsstruktur von schönen Kulturstädten der Welt.

So haben beispielsweise in Lissabon gutzahlende temporäre Airbnb-Mieter (Touristen) von zentralen Stadtwohnungen die alternde lokale Bevölkerung aus Lissabons Innenstadt verdrängt. Die Bürgermeisterinnen von Madrid und Barcelona erwägten aufgrund der selben Probleme gar ein Verbot der Vermietung von städtischem Wohnraum via Airbnb- oder ähnlichen Online-Plattformen an Touristen.

Zahlreiche kleinere und grössere Kulturstädte in Europa haben ausserdem Polterabende von Touristenhorden verboten, da kein Mensch in den Innenstädten nachts ein Auge zumachen konnte.

Vor einer Woche bin ich von einem Regionalflughafen in Nordspanien (Santander) nach Warschau für 38 Euro geflogen. Es gab keine andere Direktverbindung, trotzdem wurde der Flug dermassen verschenkt.

Sowohl in der touristisch eher unbekannten Stadt Santander wie im letzten Kracherdorf Schlesiens, welches irgendwie am Wasser (See, Teich, Strand), an einem schmucken Gutshof oder gar an einem neurenovierten Schlosshotel liegt, dasselbe Schild: ausgebucht.

Polen überfüllen Italiens Strände, während Italiener an der polnischen Ostsee Urlaub machen. Emiratis geniessen am Walensee die Schweizer Bergwelt, während Schweizer sich in Dubai an der Sonne rösten.

Eine unglaubliche Masse Menschen sucht die Abwechslung von ihrem gewohnten Leben, und eine unsichtbare Hand (das Internet) bewegt sie und verteilt sie kreuz und quer in der Welt.

Das Gedränge wird von Jahr zu Jahr grösser, während der Erlebniswert abnimmt. Die Uniformität jedoch ist die Regel.

Es ist mittlerweile egal, ob man die Alhambra bei Granada oder den Tempel des Liegenden Buddhas in Bangkok besucht: überall der selbe Andrang, die selbe Typologie Besucher, die gleichen Turnschuhen, Trekking-Sandalen und Selfiestick-schwingend Menschen. Seien sie aus Singapur, Tallahassee oder Eindhoven.

Die Kulisse wirkt dabei sekundär und austauschbar, da von uns Touristen gänzlich übertölpelt und optisch verschandelt.

In diesem Gemenge dürfen auf keinen Fall die Massen von Binnentouristen vergessen werden, denn ein bornierter Madrilene in Málaga ist mindestens so eine Faust aufs Auge wie ein Bayer an einem Strand von Ibiza.

Ich habe diesen ganzen Tourismus-Firlefanz satt. Zum Glück ist dieser Ferien-Sommer-Spuk bald zu Ende. Trotzdem wünsche ich Ihnen eine schöne Ferienzeit, liebe IP-Leser.

Übrigens, die polnische Geheimpolizei (genannt SB) während den schlimmen Zeiten des Eisernen Vorhangs ging wie die Schweizer KESB-Behörde vor. Die Parallelen sind erschreckend, diese Entdeckung machte ich während einer Recherche in einem polnischen Archiv, als ich die Akten einer verfolgten Grosstante durchforstete. Mehr davon, nach den Ferien.

Kommentare

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  1. Aber Hallo, die Menschheit hast sich in den letzten 120 Jahren vervierfacht. 4x mehr Leute und in den letzten 30 Jahren mit dem Aufstieg der Schwellenländer (emerging countries China Indien etc.) begleitet von einem soziologischen Phänomen: dem Entstehen einer Mittelklasse. Jetzt noch AirBnB, Discount Airlines etc. Das Resultat?? International Reisen wird Billig and zum Alptraum und Mega Stress. Zum Glueck kommt der Winter schon bald wieder in der Schweiz.

  2. Tourismus ist in Spanien der wichtigste Wirtschaftszweig.
    12% des BIP stammen aus diesem Bereich.
    90 Mrd gaben ausl. Ferienmacher 2018 im Land aus.
    Ohne Tourismus kein Spanien.

    • Viele Grüsse von Spaniens kaputter Mittelmeerküste. Nach 20 Jahren habe ich die Schnauze voll, wie viele andere auch. Nächste Woche werde ich repatriiert. Tja, die Schubladen nach unten kennen keine Grenze.
      Jobs: Ein paar Superreiche machen den Schnitt (wie immer in Valencia und Andalusien mit diesen gesellschaftlichen Strukturen) Es sind Schrottjobs, die Leute werden wir Esel gehalten, sie werden nur soviel gefüttert, dass sie leistungsfähig bleiben. Und wenn sie etwas mehr wollen, verschulden sie sich und kommen nicht mehr raus. Seitens der Touristen nehmen die Chav überhand. Das ist Genital-, Sauf- und Pöbeltourismus. Nein, danke.

    • @der Rückbauer

      Selber schuld, wer die (teilweise) kapputte Mittelmeerküste als Tourismus-Destination betrachtet.
      Es gibt doch einiges mehr im Land.
      Genauso in Italien oder Frankreich und im ganzen Mittelmeer im Allgemeinen.
      Und der Zürisee ist auch massiv zugebaut.

  3. Ich bin hier in St.Gallen geblieben.

    Die letzten 3 Wochen waren wunderbar, auch gegen 17°° gabs nirgends einen Stau oder sonst wie viel Verkehr.
    Parklatz ……kein Problem.

    Nachmittags durch die Stadt schlendern und draussen vorm „Roggwiler“ ein Dessert nehmen, den Ausverkauf zum Shoppen nutzen…… dann im „Centile“ noch einen Eistee trinken……..

    Eine Bergfahrt auf die Chäserrugg…… mit wunderbarer Aussicht auf den Walensee.
    In den Säntispark zum baden gehen….. kaum Leute da.

    Ha, am liebsten würde ich die Grenzen schliessen lassen damit das auch nach den Ferien genau so bleibt.

  4. Liebe Frau Villalon, wie recht Sie doch wieder mal haben, nur, wie konnten Sie diesmal auch nur versäumen, die Hauptschuldigen am so genial und lustvoll geschilderten weltweiten Schlamassel aufzudecken: nämlich die rot-grüne Regierung von Zürich sowie alle andern viel zu gut verdienenden Rot-Grünen dieser Erde, die ständig zu Schnäppchenpreisen in der Welt herumreisen und sich dabei noch das Etikett Völkerverständigung oder kulturelle Offenheit (wer braucht denn sowas?) anheften, in Wirklichkeit aber nur Massentourismus und damit gleich auch den Klimawandel, den es im übrigen doch gar nicht gibt, sozusagen im Alleingang verursachen, den sie dann wieder mithilfe der von ihnen seit Jahrzehnten weltweit für’s Lügen geschmierten sogenannten Klima-Wissenschaftler (die ja im Gegensatz zu Ihnen und zum Beispiel Herr Köppel von Klima überhaupt keine Ahnung haben) der Menschheit und dem überbordenden Konsum anlasten. Diese gigantische Ungeheuerlichkeit haben Sie diesmal ganz und gar aufzudecken unterlassen, was ist bloss geschehen, nachdem Sie Ihre Leier, inklusive mutigem Benennen der Bösen, sonst doch immer so zuverlässig wie leidenschaftlich herunterbeten! Und nur deshalb haben Sie wohl auch, wie können Sie nur, völlig vergessen zu sagen, wo allein die Lösung des von Ihnen so verdankenswert entlarvten Missstandes liegt, nämlich in den grossartigen Retterfiguren der Gegenwart, unseren heiss verehrten Heilsbringern, den Salvinis, Putins, Orban’s, Bolsonaros, Trumps, Bannons, Straches, Blochers und nicht zu vergessen allen Röstis, die doch schon dafür sorgen, dass das Geld auf die richtigen Konti fliesst, nämlich die eigenen und diejenigen ihrer Klientel und die damit alle anderen liebevoll vor dummen Ideen und Ausgaben bewahren wie zum Beispiel sinnlosem Herumreisen. Mehr Mut, Frau Villalon, den Dingen wieder wirklich auf den Grund zu gehen und uns mit Ihrer so einmalig beherrschten Skandalaufdeckerei, die doch jeweils so wunderbar strotzt vor unwiderstehlicher Sprengkraft, wieder in vertrauter Weise so richtig zu langweilen.

    • Ernst Lüscher,

      und genau wegen Individuen wie Sie wähle ich im Oktober LINKS.
      Damit diese Idiotie nicht weiter geht.

  5. Aber überall das Gleiche: ein paar Meter neben den touristischen Massen-Hotspots Ruhe und lokale Menschen, die sich über die Touristen freuen. Das Problem ist das Massenverhalten des Touristen, nicht der Tourismus per se.

  6. Treffender Artikel. Gratuliere.
    Übrigens, Polen ist ein sehr schönes und kulturell reiches Reiseziel.
    Auch die Gastronomie dort ist hervorragend. Bald wird Polen jedoch von Deutschen Flüchtlingen voll sein, nur werden diese als Rentner, Investoren oder Touristen benannt werden.

    • @Peter Weber

      Klug….isser. Einen Deut wussten Sie über Justin Bieber, Beyoncé und diesen Canyon in Island mit dem unaussprechlichen Namen.

    • Neulich hat mir eine befreundete Familie Bilder aus Ägypten per WhatsApp geschickt.

      Die neunmalkluge Tochter am Gymi, am Schnorcheln in den kaputten Korallengärten des Roten Meeres.

      In Zürich verpasste Sie keinen Schülerstreik gegen die Klimaerwärmung. Die Familie wählt grün. Vater und Mutter lassen keine Gelegenheit aus, ihre Freunde von der Klimapanik anzustecken.

      Doppelmoral, noch und nöcher.

  7. Mm. Villalon hat ja im Prinzip recht, jeder Plebejer kann mal eben nach Venedig. Ist doch aber nichts Neues. Ja, der Plebejer reist, aber im Hotel “Hotel Baur il Palazzo” habe ich noch keinen gesichtet. Schauen wir doch mal in die Schweizer Geschichte. Die Reisenden von hier hiessen früher die Reisigen oder die Reisläufer. (Kommt vom Wort Reise und bedeutete damals Feldzug oder Krieg).Weit gekommen sind sie gleichwohl und es war auch eine Art Schweizer Massentourismus. Hunderttausende über die Jahre.
    Also auch Arme sind früher gereist. Oder gleich ausgereist- nach Amerika oder sonstwohin, wo es für die Meisten mehr als hier zu fressen gab. Meine These zum neuen Massentourismus ist eine ganz andere: Die Leute heute haben eben einfach mal die Zeit. Ausser US-Bürger oder Nordkoreaner natürlich. Erstere haben kaum freie Zeit und wenn, reisen sie zuhause rum und haben selbst ein schönes grosses Land – und bauen den Krempel Eiffelturm etc einfach nach; und letztere dürfen nur noch nicht reisen. Und selbst wenn der Koreaner dann mal alles gesehen hat, wird er, wie ich, feststellen, dass auch er schöne Küsten und Berge hat. Und dann zufrieden zuhause bleiben …

  8. Wahrscheinlich muss man sich den Weltuntergang so vorstellen: hausgemacht, nichts Überirdisches, einfach hausgemacht:)

  9. Frau Villalon: Sie schaffen es immer wieder, den Nerv der Zeit zu treffen.

    Ja, es stimmt, der heutige Tourismus ist schlicht und einfach zum Kotzen.

    Was die KESB anbelangt, ich erwarte sehnlichst Ihren Artikel dazu. Doch passen Sie auf, die Brüder da sind rachsüchtig, verstecken Sie Ihre Kinder und sagen Sie Herrn Hässig, er soll gleich einen Top-Anwalt anheuern.

    • Was heisst denn da Brüder von der KESB? Es sind Schwestern, die es so gut mit uns meinen.

    • Herr Lüscher, was hat denn die KESB mit dem Massentourismus zu tun?

      Klar, ein anderes wichtiges Thema, das – allerdings in anderem Zusammenhang – aufgerollt werden sollte.

      Hier geht es m.W. nur um „Massentourismus“. Oder haben Sie in diesem Zusammenhang etwas über die KESB im Artikel von Frau Villalon gelesen?

      Bitte um anständige Antwort.

    • @ Rentner: Lesen gehört wohl nicht zu ihren Stärken. Originalzitat aus dem Artikel von Frau Villalon: „Übrigens, die polnische Geheimpolizei (genannt SB) während den schlimmen Zeiten des Eisernen Vorhangs ging wie die Schweizer KESB-Behörde vor.“

    • @ Lüscher

      Danke für Ihren Hinweis mit Belehrung.
      Das habe ich tatsächlich in diesem Satz übersehen.

      Die von Ihnen unterstellte Leseschwäche habe ich allerdings nicht, und ich bin auch nicht dement.

      Sind Sie allenfalls Lehrer?

      Denn Sie wirken in Ihrer Antwort belehrend und vor allem abwertend.
      Aber das sind wir von Ihnen ja gewöhnt, drum nehme ich es Ihnen nicht übel.

      Mit freundlichen Grüssen und ebenfalls gute Gesundheit!

      Rentner

  10. Diesmal sprechen Sie mir aus der Seele!
    Heutiges Umherreisen setzt leider keinen Wohlstand mehr voraus: Reisen an sich ist viel zu billig. Flugreisen müssten drei bis viermal teurer sein, mindestens. Ein Hohn das heutige Klimageschrei derbei die Luftverschmutzung der Flugzeuge noch immer kein Thema ist, ganz im Gegensatz zu Autos: Darauf aber hat sich ja die grüne Ecke eingeschossen wie dazumal beim Waldsterben.. Eine Hype jagt die andere, alle paar Jahren wird ne neue Sau durchs Dorf getrieben.

    Ein Glück, dass ich viele Länder mitte der 60er und 70er Jahre bereisen konnte, da gabs noch Service, Anstand, Rücksicht und Niveau. Alles vorbei, am besten bleibt man im eigenen Garten und lauscht den vielen Vögeln..

  11. Hey, dieser Artikel ist ja super ! Vielen Dank – leider ist es genau so und wir bleiben Zuhause und wandern im Appenzell mit den Kindern diesen Sommer!
    Yes! Switzerland First!

  12. Frau Villalon schreibt:

    „Vor einer Woche bin ich von einem Regionalflughafen in Nordspanien (Santander) nach Warschau für 38 Euro geflogen. Es gab keine andere Direktverbindung, trotzdem wurde der Flug dermassen verschenkt.“

    Dies trifft den Kern der Sache: Die Kosten für Mobilität sind viel zu tief.

    Kostendumping im Mobilitätsbereich verursacht falsche Anreize und ist ein Haupttreiber des Massentourismus. Und anderseits ein gewichtiger Verursacher der Klimaerwärmung.

    Die Konsequenz ist daher, die gegenwärtig tiefen Mobilitätskosten tourismusverträglich wie auch umweltverträglich durch zweckgebundene Lenkungsabgaben anzupassen.

    Aber dagegen wehrt sich z.B. die SVP vehement. Warum?

    • Weil Lenkungsabgaben nicht funktionieren – ganz einfach!
      Wer soll es denn sein, der definiert, wieviel Euros ein Flug von 800 Meilen kostet? Eine EU-Behörde? Ein Bundesamt? Anhand welcher Kriterien?
      Die Fliegerei an sich sollte nicht geduldet werden, wenn sie nicht die Kosten deckt, und das kann bei Santander-Warschau für Eur 38.– ja wohl keine Diskussion sein.

    • @Tid Jane Doe

      Eben,
      der Markt funktioniert bei der Bestimmung des Preises (unter Einbezug der externen Effekte) auch nicht. Sie schreiben ja selbst:“Die Fliegerei an sich sollte nicht geduldet werden, wenn sie nicht die Kosten deckt,..“
      Wer soll denn Ihrer Meinung nach das Nicht-Dulden bestimmen??

      Wenn also der Markt nicht funktioniert und – gemäss Ihrer Meinung – Lenkungsabgaben auch nicht, dann machen wir wohl am besten nichts.

      Ist das Ihre Meinung?

  13. Wenn man ein Archiv in Polen nach einer verstorbenen Grosstante durchforstet kann man die Reise- und Hotelkosten als Berufsauslagen, schliesslich schreibt man darüber auf Inside Paradeplatz, vielleicht von den Steuern abziehen. Schade, dass es nur diese Billigverbindung gab. Die Leser interessierte vielleicht auch, was der Zweck des Aufenthaltes in Santander war und worin sich der Besuch der beiden nicht gerade nebeneinander liegenden Destinationen von den kritisierten Heuschreckenreisen unterscheidet. Grete, so wird berichtet, wird dem Urlaubstrubel ausweichen und zwecks Vermeidung schädlicher Treibhausgase in die USA mit einem Segelschiff reisen. Da die Reise so zwei Wochen länger dauert, kann sie leider zum Schulanfang nicht zurück sein.

  14. Der misepetrige Beitrag beweist, dass die Autorin dringend mal wieder in Urlaub fahren sollte – vielleicht sogar an ein einen Ort, an dem noch Lebensfreude und Ausgelassenheit herrscht!

  15. Ach Gott, schon vor mehr als 40 Jahren schrieb ein Professor der Uni Bern einen Tourismusklassiker: Die Landschaftsfresser. Seine Analyse, seine Profezeiung geht täglich in Erfüllung. Tourismus ist eine Industrie, von der der Jakobspilgerweg, die Hadsch, die Reedereien (Kreuzfahrtschiffe), das Seminarwesen, die Kongresse, die Beeinflusser bsp. „lonely planet“, leben. Diesen Arbeitgeber vergraulen? Ja, da lob ich mir das Klosterwesen. Deren Insassen reisten,nicht in der Welt herum

  16. Sehe ich auch so. Meine schönsten Ferien habe ich an Neuenburgersee beim Zelten erlebt. Die Reisen im Ausland empfand ich meistens als Stress. Ferien an Touristenhotspots mache ich nie.

  17. Die Leute stimmen eben mit den Füssen ab, weil sie von der elitären Politkaste nicht ernst genommen werden. Die Bürger sind gegen Verbote, Verzicht und sinnfreie Abgaben&Steuern. Das ist doch gut so. Sra. Villalon versteht das nicht, was mich doch etwas erstaunt, da sie sonst gegen das Establishment anschreibt.

  18. Und, es gibt da noch andere Touristen…..

    Solche die nach Frankfurt reisen und Kinder vor die Züge stossen.
    Eritreer aus der Schweiz also, und was sagen unsere Sozis dazu, hats denen die Sprache verschlagen ?
    bricht Sommaruga ihren Urlaub ab um den Mutter des 8 Jährigen Kindes zu kondolieren ?
    Folgen nun Massnahmen gegen solche Personen, so wie beim EU Waffengesetz ?

    Zitat aus den JFB Blog:

    ……….Der mutmaßliche Mörder vom Frankfurter Hauptbahnhof hat bis zuletzt im Kanton Zürich in der Schweiz gelebt. Wie die Schweizer Polizei am Dienstag via Twitter mitteilte, war der Afrikaner mit eritreischer Staatsbürgerschaft, der auch in Eritrea geboren worden sein soll, im Besitz einer sogenannten Niederlassungsbewilligung. Diese wird Ausländern in der Schweiz nach einem Aufenthalt von fünf oder zehn Jahren im Land ausgestellt. Niedergelassene haben damit laut dem Staatssekretariat für Migration ein unbeschränktes Aufenthaltsrecht.

    Bravo Schweiz, ein schönes …… lässt du in dein Land hinein.

    • Was wollen Sie mit Ihrem Beitrag erreichen, Herr Roth, ausser Ausländerhetze der billigsten Sorte?

  19. @Ueli, warst du mal in Indien in irgend einer Stadt? Keine Schweizer Stadt hat so viele Menschen an einem Ort wie eine indische Stadt. Diese erwähnte indische Familie lebt sicherlich nicht auf dem Land sondern in einer Stadt. Sie hat Geld und kann sich eine Reise in die Schweiz leisten. Kurswechsel etwa 1:70. Ich hatte mal in Delhi gelebt für eine Zeit. Da lebt ein x-faches an Menschen, was die Infrastruktur bewältigen mag.

  20. Ich bin beeindruckt über den Erfahrungs-Wert-Schatz dieser Frau. Wo die überall schon rumkam. Passt perfekt, dass sie uns erklärt wo der Erlebniswert abnimmt. Beim Lesen dieser Geschichte? Nimmt er auch wo zu? Ein Flug von Santander nach Warschau ist ja noch eine zusammenhangslose Bemerkung wert. Und der erwähnte bornierte Madrilene aus Malaga oder der Bayer am Stand von Ibiza, ist das noch Cliché? Die schöne Bergwelt findet für „Isa-bell“ am Walensee statt, da wo meine Schwiegereltern wohnen, etc. Wow! Lieber IP, keine Angst vor dem Sommerloch. Weniger ist manchmal mehr. Gedöns kann Brand und Glaubwürdigkeit schaden.

    • Villalon neigt natürlich zu Übertreibungen. Das gehört zu ihrem Businessmodell.

  21. Einmal mehr falsche Zahlen. Im Juni dieses Jahres habe ich die Kreuzfahrtschiffe im Hafen von Venedig beobachtet. Meistens waren 3-4 Schiffe mit circa 2000 Passagieren im Hafen.
    Wenn alle in Stadt gehen würden wären das grosszügig gerechnet 10‘000 und nicht 30‘000 Personen pro Tag. Und ab November bis April
    sind die Kreuzfahrtschiffe mehrheitlich nicht in Venedig. Trotzdem hat es in dieser Jahreszeit viele Touristen in Venedig. Woher und wie reisen diese? Vergleiche die Flugfrequenzen!

  22. Ganz toll sind auch die Touristen mit dem neuen „SAVE THE PLANET 2019“ – Aufklebern auf den Rucksäcken.
    Der überklebt mit Mühe die Aufkleber von „KUALA LUMPUR 2019“, „SIDNEY 2019“ und „MATTERHORN 2019“.

    Da kommt noch was auf den gesunden Menschenverstand zu.

    Jugendliche, die in den Sommerferien eben mal 24.880 Meilen in der Luft verbringen und besorgt sind um den CO2-Ausstoss der Industrienationen.

    Die Krone dieser Schöpfung sind Asiaten in der Altersgruppe von 17 bis 25. Für eine Woche Schweiz hauen die mal eben dreieinhalbtausend Dollar raus. Den zugehörigen Kredit zahlen sie ab in sechsunddreissig Monatsraten à USD 128.-.

    Ein einmaliges Erlebnis.

    • Reisen kann zur Droge werden oder zumindest zur schlechten Angewohnheit. In meiner Jugend war ich besessen davon, möglichst viele Kilometer per Autostop zu machen. Im „reifen“ Alter liess ich mich zu Kreuzfahrten bewegen. Aber wenn man dann die Massen sieht, die sich über kleinste Käffer ergiessen und einem ein schwarzbraungebrannter, weissgekleideter und golduhrgeschmückter Opa stolz erzählt, dass das jetzt sind 45. Kreuzfahrt sei, dann kommt man sich schlussendlich auch als Globaltrottel vor….

  23. ich sehe es auch so, ich mag solche Menschenansammlungen nicht und würde mich nie freiwillig an solche Orte begeben. Etwas authentisches zu entdecken, das macht Spass und sind für mich Ferien. Ich war dieses Jahr z.B. im Glarnerland und Unterwallis (nicht Zermatt oder Verbier), abgelegene, herrliche Seitentäler mit regionalen Speisen und Kilometerweise Wandern ohne jemanden zu begegnen.. .

  24. Tipp an Faru Villalon: mit Elon Musk Konatkt aufnehmen damit er sie auf den Mond schiesst, keine Zürich-Szene, kein Massentourismus. Kann ja trotzdem für IP schreiben und ihren privaten Frust loswerden!

  25. In Asien heisst es, man müsse Europa noch bereisen, bevor es zum definitiven Ausbruch des „Clash of Civilisations“ komme. Ich plane nun meine Auswanderung! #CHintifada

  26. Da bin ich ja gespannt auf diesen Bericht:

    —–
    Übrigens, die polnische Geheimpolizei (genannt SB) während den schlimmen Zeiten des Eisernen Vorhangs ging wie die Schweizer KESB-Behörde vor. Die Parallelen sind erschreckend, diese Entdeckung machte ich während einer Recherche in einem polnischen Archiv, als ich die Akten einer verfolgten Grosstante durchforstete. Mehr davon, nach den Ferien.

    —–
    Diese KESB ist mir schon lange suspekt – ich zog bisher aber eher Vergleiche mit den Verdingkindern (auch so ein trauriges Kapitel, das lieber totgeschwiegen wird).

  27. Es war Mitte August 1976, der erste Schultag nach den Sommerferien. Ich sass als kleiner Bub in der 4.Klasse und drückte wieder die Schulbank. Unsere Lehrerin hatte auf der Wandtafel die Schweiz gezeichnet und als Einstieg durfte jede und jeder erzählen wo er in den Ferien gewesen war. Die Lehrerin markierte die Orte auf der Tafel und die Kreuzchen mehrten sich. Ich durfte damals mit meinen Eltern drei schöne Wochen im Wallis verbringen. Als einer meiner Kameraden dann sagte, er sei in New York gewesen, da machten wir alle grosse Augen. Die Lehrerin ging das Klassenzimmer durch bis zum ende und meinte das sie hier wohl das Kreuz machen müsse :-). Nein, ich möchte damit nicht sagen das früher alles besser war, die Reiseziele sind jetzt halt andere geworden. Dazu beigetragen hat der höhere Wohlstand, besser ausgebaute Verkehrswege (Autobahnen, Tunnels durch die Alpen), grosse Investitionen in den Tourismus, aber auch die im vergleich zu früher, massiv günstigeren Flugtarife.

  28. Hier in Samoa ist doch ruhig….aber bitte nicht laut sagen…
    Malediven war auch nicht schlecht: viel für Augen, aber bekanntlich ist verboten zu fischen dort…
    Mir tut so leid für die viele europär, die so streng arbeiten, viel stress ertragen um eine oder 2 Woche irgendwo zu haben….und dann ist alles ein Mist, keine Ruhe, keine Regeneration…wie die Renteanlter: das versprochen wird nie eingehalten…und eben wer so viel verspricht, geht mehrere Wochen in schönen und ruhigen Orten…tja, sie sagen: ihr musst noch froh sein in den Ferien zu gehen und Renten zu geniessen. In Uttar Pradesh ist nicht so einfach… alkes relativ…

  29. Gestern sprach ich mit einer indischen Familie in Zürich. Diese sagten mir, dass ihnen Luzern absolut nicht gefallen habe, weil es viel zu viele Leute in der Stadt hatte. Der Massentourismus wird sich irgendwann selber zerstören.

    • Ich war übrigens mal in Indien…… unglaublich der Dichtestress dort.

    • @ weingard

      Der „ewig Gestrige“ sind doch Sie selbst. Sie scheinen frustriert zu sein. Nehmen Sie doch einfach Ihre Medis.

  30. Villalon und Verschwörungstheorien. Gähn. Bei diesem Schreibchaos kommt fast unweigerlich die Frage nach zuviel Longdrinks, Süsswein oder Tabletten oder Inhalierung auf.

    • Schon gesehen wieviele Daumen hoch Sie bekommen haben? Frustrierend gell. Ich schlage vor, labbern Sie weiter Ihr Bier und verschonen Sie uns mit Ihren Kommentaren.

    • Haben Sie vielleicht noch etwas Substanzielles beizutragen? Oder belassen Sie es bei der Beleidigung?

    • Auswahl an Weinen hat diese Familie genug, dies kann ich ihnen aus erster Hand bestätigen. 400 Hektaren in der Ribera del Duero. Das Königshaus wird auch davon beliefert.

    • @ Robert Weingart

      Junge, geh in die Ferien und schweig!

    • Die Villalon- Fans haben „zugeschlagen“. Grausam, diese Frustration, keine Kritik verleiden etc. Und genau, ich bin schon in den Ferien!

    • @Neegard: Jedenfalls mehr als Sie, hahaha.

      Immerhin bin ich kein Villalon-Claquer, diese vom Globalismus Frustrierten. Warum ist Villalon denn nicht in ESP geblieben, wenn sonst so alles in der CH offenbar den Bach runter geht???!

    • Bald wirst du, Nörgeler @Weingart auswandern müssen. Wenn die Schweiz dank Leuten wie du definitiv den Bach runtergegangen ist. Siehe UBS.

    • Ihr Ewiggestrigen mögt einfach keine Kritik. Sondern Eure SVP-Meinung bestätigt haben. Was auffällt: Die extremsten SVP-ler sind solche mit Migrationshintergrund oder Ehepartner mit Migrationshintergründen oder solche, die vom Ausland profitieren. Villalon bedient die typischen Schweizer Nörgler.

  31. Liebe Frau Isabel Villalon; wie Recht Sie haben, da wird halt immer noch verdient und gerade die Grünen lieben diese Schnäppchenflüge und auch Airbnb, genau so als Gast wie als Gastgeber.
    Die Klimaaktivisten überschütten uns Täglich mit ihren taten,(Klimaaktivist über 3 Wochen in U-Haft, die liebe Klima Greta segelt CO2 frei nach New York Ihr Boot hat sie natürlich selber von Hand ohne Maschinen gebaut aus selbst angepflanzten Bäumen wo sie natürlich auch wieder aufforstet) wo natürlich nix CO2 verursachen.
    Airbnb da hatte ich selber ein Nachbar wo seine Wohnung so vergoldete, wenn er um die Welt flog, die „Gäste“ sprachen bände, und der Wohnungseigentümer war ein ultra Grüner! Ist eben chic, wie die Cüpli Sozi.

    • Dümmliches Linken- und Grünenbashing eines Frustrierten, erinnert an Die Sprachmodule der SVP. Bahauptungen aber keine Fakten!

    • @ Späher: Mich nur als Frustriert zu bezeichnen und Links Grün bashing anzudichten greift schon sehr kurz! Vielleicht möchten Sie mich noch als Ausländerfeindlich bezeichnen? Sie sind vermutlich der uni Grüne Links abgebogene wo sich als Weltoffen bezeichnet, aber jede andere Meinung nicht akzeptieren kann. Ich kann ihnen sagen das ich Frau Isabel Villalon Sympathischer und Intelligenter
      halte als alle Grünen und Linke zusammen, und das Sie von Spanien kommt finde ich gut, Sie hat mehr biss als manche Schweizerin.

  32. Ja, aber ihre Art zu schreiben ist auch nur eine Kopie der bereits existierenden Kopien.
    Die Pointen bringen höchstens ein sehr müdes Lächeln hervor.
    Hauptsache die Anderen sind „mainstream“, so sieht es das Auge des Betrachters (in diesem Fall sie selbst).
    Von mir aus hätten Sie in Santander bleiben dürfen.

    • Wie witzig. Genau das gleiche Gefühl hatte ich, als ich Ihren Kommentar gelesen habe mit der Ausnahme, dass Sie anscheinend der klassische Frusti-Busti sind die lieber rumnörgeln und am liebsten alle Ausländer wieder nach Hause schicken wollen als etwas intelligentes zu schreiben.

  33. Danke für die Zusammenstellung all dessen, was in den letzten wenigen Wochen in jedem Käseblatt stand.
    Gerne warte ich also auf Ihre wieder substanzielleren post-ferialen Beiträge 😉

    • Darauf können Sie lange warten! Das Geschwurbel dieses Wirtschaftsflüchtlings wird ja bereits auf der Website der SVP publiziert…

  34. sehe ich genau gleich, frau villalon.
    ich sehe aber auch, dass viele ( junge menschen und neue mittelschichten in der 3. welt) den reisehunger jetzt stillen!! sie und ich haben womöglich viel gesehen und sind froh ( und geniessen es geradezu) nicht reisen zu müssen!
    wie könnten wir das alles etwas eindämmen und somit den fussabruck der menschheit verkleinern?! richtig: => am bohrloch das öel und gas wehement verteuern ( 1.5 usd /lt), einen fonds äuffnen ( aufsicht weltbank und uno) und die gelder in erneuerbare energiegewinnung stecken!!
    die idee ist so simpel und einfach umsetzbar sodass es uns wundert, wieso sich die staatschefs nicht betr. umweltziel einigen können…. hier zeigt sich das wirtschaftsinteresse der auf oel basierenden industrie und party- und spassgesellschaft.
    alle probleme wären gelöst.

    • Es wird schon so gemacht. 3/4 oder mehr des Ölpreises sind Staatsabgaben der produzierenden und konsumierenden Länder.
      Leider können wir uns der Gesetze der Physik nicht entziehen.
      Deutschland hat die Energiewende auch nicht geschafft. Es wird immer quasi ausschließlich mit Erdöl geflogen, gefahren und geheizt. Solarzellen und Windmühlen produzieren einen sehr kleinen Teil der Elektrizität in den besten Bedingungen. (Der größte Teil der erneuerbaren Energie sind Biomasse und Hydroelektrizität). Der Strom selber ist ein kleiner Teil der gesamten Energie.
      Das Problem ist so unlösbar.
      Aber die Grünen haben sehr mächtige Lobbies. Vermutlich sind die Lobbies der Grünen noch stärker als die von der Atomenergie, denn die Atomenergie, im Gegenteil zu den „grünen“ Energien, produziert mindestens eine sehr hohe Menge Energie.

    • Hier die Antwort: Bei Fotovoltaik kriegt man über die Lebensdauer etwa das 1.6-fache der insgesamt (Bau, Betrieb etc.) hineingesteckten Energie heraus, bei Biomasse ca. das 3.5-fache, bei Windkraft das 3.9-fache, bei Erdgas das 28-fache, bei Kohleverbrennung ca. das 30-fache, bei Wasserkraft (exkl. Pumpwerke) etwa das 35-fache und bei aktuellen AKW ca. das 75-fache. Also: Der Strom/Energie wird sich a) bei Umstellung auf die 3 „umweltfreundlichen“ Quellen also preislich mindestens verzehnfachen und b) gar nicht mehr in genügender Menge hergestellt werden können. Gleichzeitig verbrauchen alleine die Zuschauer von Internet-Pornos weltweit soviel Energie (damit meine ich nicht diejenige mechanische der Zuschauer selbst vor dem Bildschirm…) wie der ganze Staat Belgien, und der ganze Bitcoin- etc.-Unsinn soviel wie Argentinien und dann kommt ja noch der ganze Facebook-, Twitter-, Instagram-Müll etc. hinzu. Na ja, fehlende Energie wird dann einfach aus dem Ausland importiert (aus AKW und Kohle, natürlich…), oder man zahlt dann halt für Strom das Zehnfache (was da wohl die Industrie dazu meint?). Die Schweiz hat da noch Glück mit ihrer Wasserkraft. In D werden hingegen jährlich vom Staat 25 Mia. in alternative Energie verbraten und subventioniert, statt mit diesem Geld Zukunftstechnologie zu entwickeln (das machen dafür Bill Gates und Bezos im grossen Rahmen und die Franzosen (Stichworte Kernfusion und selbstregulierende, sichere Dual-Fluid-Reaktoren)).

  35. Wurde halt nicht jeder im Geld geboren wie die Frau Isa. Es gibt Leute die froh sind um guenstige Sommerferien. Aber das versteht ja nicht jeder…..

    • Frau Villalon ist auch nicht ehrlich, sie jettet in der Welt herum und ist Teil des Massentourismus. ihre Schreibe ist unehrlich, arrogant und primitiv!

  36. „Welt ertrinkt im Massen-Reisen – Uniform und Selfie-getrieben“.
    Nein: Erlebnis-getrieben.
    Und: Zuhause ist es sooo langweilig.
    Und: Arbeitszeiten werden laufend kürzer, Freizeit mehr und mehr.
    Ausweichen auf Frühjahr und Herbst ist die Alternative.
    Gemäss Studien Zukunftsforschung wird es in ein paar hundert Jahren wieder besser, sprich Bevölkerungsrückgang.
    😉

    • Vorläufig gehe ich davon aus, dass diejenigen, die die AHV usw. abschaffen wollen, von Bevölkerungs-Rückgang reden, und zwar aus werbetechnischen Gründen. Ich kam in der Schweiz zur Welt, als hier noch 2 Mio. weniger Einwohner lebten. Die 2 Mio. zusätzlichen haben kaum was mit älteren Rentnern oder Babyboomern zu tun. Die müssen definitiv von auswärts gekommen sein: denn als die Babyboomer schon in die Schule gingen, hatte die Schweiz erst gut 6 Mio. Einwohner und die Babyboomer hatten nicht so viele Kinder, wie heutige Neureiche oder Eingewanderte. Wunder aber, dass trotzdem überall zu wenig Geld in den Sozialkassen und anderswo ist (obwohl „die Masse“ trotzdem in noch nie gekanntem Masse herumjetet – aber auch kein Wunder: ich zahlte früher noch CHF 1’200 für einen Europaflug). Wenn also die 2 Mio. Eingewanderte sind, müssten sie ja folglich vermutlich in arbeitsfähigem Alter sein und auch Abgaben zahlen können.

      Aber grundsätzlich mal noch dies: In dem Tempo, wie (auch) bei uns alles zubetoniert wird, kann anderswo noch lange weiter zubetoniert werden. Irgendwann werden die Städte dann halt nicht mehr wie Häuseransammlungen, sondern wie eine einzige gedeckte Betonhütte ausschauen, mit Grüntöpfchen auf dem Dach und wir darunter mit noch 2m2 eigenem Platz, um den eigenen Schlafsack dort auszurollen. In Venedig kann man das jetzt schon mal üben, wie das dann ist.

  37. Oder wie die Dörfer neben der Brennerautobahn, die zumachen wegen den Autolawinen. Wird bei uns bald auch einmal nötig. Mal schauen, wie lange es geht, bis der Schweizer auf die Barrikaden geht.

    • Doch, doch es wird wieder besser! Die letzte Krise ist schon lange her und die nächste kommt bestimmt!

  38. Was wollen sie uns nun mitteilen mit diesem Erguss Frau Villalon? Spanien war ja ein Vorreiter dieser Entwicklung. ganze Horden Sauftouristen überfallen die Strände, für 200 Euro inkl. Flug und all inclusive werden die Touristen angelockt, Spanien lebt doch ganz gut davon. Und selber fliegen sie ja auch für 38 Euro umher, warum nehmen sie nicht die Bahn. Ja klar dauert halt 48 Stunden und das Ticket kostet 10x soviel. Sinnentleerter Artikel!

  39. Liebe Frau Villalon,

    gehen Sie in die Schattenberge im Oberwallis. Sie liegen oberhalb von Raron auf der Südseite des Rhônetals, Auf 1250-1600 Metern empfangen Sie dort die drei Gemeinden Unterbäch, Bürchen und Eischoll. Sie leben dort naturnahe mit einem herrlichen Rundumblick (ca. 50 km) auf die Berge im Norden des Rhônetals, hinter denen sich das Lötschental und der Aletschgletscher verstecken. Es gibt sie noch diese wunderbaren Orte in den Hochalpen, wo man nur Wanderern und Familien begegnet. Es sind Ausländer, die jetzt begonnen haben, diese Schönheiten zu entdecken. Ein in Fribourg arbeitender Forscher indischer Herkunft hat jetzt in Unterbäch ein zentrales Gebäude gekauft. Hoffen wir, dass es auch die Schweizer sind, die sich solche Immobilien-Leckerbissen nicht entgehen lassen.

    • Danke für den Tipp – kenne Unterbäch von Winterferien, jetzt mal Sommers besuchen 👍.

    • Lieber Herr Stöhlker

      Insbesondere das Gebiet um den Aletschgletscher kenne ich ziemlich gut, eine einmalige Gegend.

      Die Schattenberge kenne ich jedoch nicht. Werde dies jedoch nachholen.

      Ihnen und Ihrer Familie wünsche ich eine erholsame Ferienzeit und ein schönes 1. August Fest mit den imposanten Höhenfeuern im Wallis.

      Beste Grüsse und alles Gute
      Isabel Villalon

    • Ein Deutscher der sich als CH Heimatschützer präsentiert und von Schweizer Immo-Leckerbissen schreibt?! Lächerlich.

    • @ Frau Isabel Villalon
      @ Herr Klaus Stöhlker
      Eine Wahrnehmung, die hier von vielen „Stillen“ geteilt wird:

      Zirkelschluss, A-leckerei und gegenseitiges Ab-Nicken schaukeln sich hier einem Karussell gleich in der Gier der Vernetzung gegenseitig auf bis der Krug, der zum Brunnen ging, bricht.

      Dies sind keine guten Voraussetzungen für ein politisches Mandat.

      Die Bürger in der Schweiz sind nicht dumm und durchschauen solches Pfauengehabe!

  40. …und all diese Touris fragen sich, warum das Klima verrueckt spielt oder warum sie unfreundlich behandelt werden z.B. in Mallorca. Mich beschaeftigen diese Massen auch sehr. Wissen Sie was mich auch sehr stoert? Diese idiotischen Natursendungen zu den entlegendsten und unberuehrtesten Flecken dieser Erde, welche dann innert Kuerze nicht mehr unberuehrt bleiben. Fernsehsendungen zum Problem Mensch, zur Ueberbevoelkerung sind dagegen minimal. Und auch von der Politik wie auch von der UNO oder der WHO z.B. kaum was zu hoeren.

  41. Gute Nachricht von Frau Villalon, sie hat den Tourismus-Firlefanz satt, nach Zürich also auch die Welt. Das lässt hoffen, Reisen ohne der Meckertante zu begegenen! Ausnahme Achse Schweiz / Polen da ist ihr noch zu begegenen, also meiden oder mit Ohrenstöpsle ausgerüstet sein!

    • Sie sagen es, Späher. Das Sommerloch bei IP ist offenbar so gross, dass man jeden Stuss veröffentlichen muss, um die Spalten zu füllen. Hoffen wir, dass Frau Villalon bald bei der Weltwoche unterkommt, auf IP gehört sie auf jeden Fall nicht hin.

  42. Geschätzte Isabel Villalon
    Wo liegt Ihr Problem genau, bei den reisehungrigen Menschenmassen oder den schlimmen Zeiten in Polen und deren Geheimpolizei? Der Link erschliesst sich mir leider in keinster Weise. Der eiserne Vorhang und seine Geschichte, das damit verbundene Elend der Betroffenen, können wir kaum erahnen. Aber wir können nicht für die Welt weinen. Das gilt auch für Ihren Hauptartikel. Zu dem habe ich einen Denkanstoss, vielleich sogar als eine Art Lösung für denjenigen der will. Einfach nicht hingehen. Wir hatten relativ angenehmen und freien Tourismus in einer relativ offenen Welt für 40 Jahre. Das ist zwar in den meisten Fällen immer noch so, aber die Begleiterscheinungen heute sind unangenehm erdrückend. Sofern man diese auf die schiere Masse, Uniformität, Twentyfoursevenpräsenz, etc., reduziert. Aber das ist unsere Welt heute. Es gibt nur diese. Ich für meinen Teil finde immer noch Nischen, Orte, Zeitfenster, leere Autobahnen und abgelegene Strassen, gemütliche Bars für ein Cerveza und nur drei Tische besetzt und dazu ein freundliches Hola. Keiner hindert mich daran beim lokalen Metzger Prosciutto zu kaufen und nebenan etwas St. Néctaire und dies im Schatten an einem Fluss zu geniessen, und zu baden. Wie das geht? Ganz einfach, don’t touch Google, Amazon, Facebook, Instagram, AirBnB. Ausprobieren, Spass garantiert!

  43. Ein Hoch auf die Heimat! Gerne bin ich zuhause. Schade nur, wenn einem die Heimat von Globalisten mittels kultureller Bereicherung genommen wurde.

  44. Vielleicht sollen wir nicht nur Kontrollen beim Einreisen diskutieren sondern auch Kontrollen beim Ausreisen. Die Schweiz oder wenn es sein muss den Schengenraum darf nur verlassen, wer dafür einen guten Grund hat und etwas sinnvolles tut. Zum Beispiel sich tatsächlich mit einer fremden Kultur zu befassen, nachdem man sich auf diese Kultur vorbereitet hat und ihr auch den nötigen Respekt entgegen bringt.

    Zum einen machen Kontrollen bei der Ausreise auch unsere Kontrollen bei der Einreise glaubwürdiger. Zum anderen verbessert dies das Image der Schweiz im Ausland. Sie wollen gar nicht wissen, was einige Schweizer (und natürlich auch andere westliche Touristen) im Ausland für einen Eindruck hinterlassen bei den Einheimischen. Nebenbei wird dies wahrscheinlich auch die Anzahl Flüge reduzieren.

  45. Wie recht Sie haben. Früher hiess Reisen noch, sich mit Kultur, Sprache und Geschichte eines Landes auseinanderzusetzen, und auch eine mehr oder weniger beschwerliche Reise auf sich zu nehmen.

    Heute ist alles vollkommen globalisiert, überall die gleiche monotone Touristenabzocke und völlig oberflächliches und sinnloses Umhergeschiebe von kulturell völlig desinteressierten Menschenmassen mit dem einzigen Zweck, möglichst viele Selfies für eine offenbar völlig wohlstandsverwahrloste Gesellschaft zu knipsen.

    Ich persönlich habe darum entschieden, diesen Sommer zuhause zu bleiben und zu Fuss einsame Alpenregionen zu erkunden, wo es keine Touristen hat und ich Ruhe und Schönheit der Natur finden kann (solange dies noch möglich ist).

    • „Wie recht Sie haben. Früher hiess Reisen noch, sich mit Kultur, Sprache und Geschichte eines Landes auseinanderzusetzen, und auch eine mehr oder weniger beschwerliche Reise auf sich zu nehmen.“

      Ach Gottchen, hoeren Sie doch auf mit dem Stuss. Wie alt sind Sie? 200-jaehrig?
      Haben Sie sich mit der Kultur des Tessins beschaeftigt vor den Camping-Ferien in Tenero? Oder einfach nur Roten gebechert?
      Als Sie mit Interrail quer durch Europa gefahren sind, jedesmal vorher in der Bibliothek mit den lokaler Kultur vertraut gemacht?
      Fuer die Ferien in Migros-Feriendorf in Spanisch extra ein paar Brocken Spanisch gelernt? Kulturell und so? Paella und Sangria.
      Vor dem Skifehren in Obersaxen Raetoromanisch gebueffelt oder Roeteli gebechert?

      Und ueberhaupt, was haben die Erguesse von Frau Villalon mit einem Finanzblog zu tun? Logorroeh dieser Art erwarte ich von pubertierenden Teenager auf 4gag, reddit oder aehlichen je-ka-mi-Portaln, aber nicht in einem Finanzblog.

  46. Macht einfach nicht mehr mit beim «Destinationen sammeln». Goethe hatte recht: «Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah». Bin zum Beispiel vor zwei Wochen mit der Bahn hoch nach Braunwald. Dann über die Bösbächialp und Leuggelen zurück nach Glarus. Habe mehr Tiere (inkl. zwei Rehe) gesehen als Touristen 😉

  47. Es wird die Zeit kommen, wo sich die Masse keine Ferienreisen mehr leisten kann. Reisen setzt nämlich Wohlstand voraus – und bringt Wohlstand. Ich fliege seit 15 Jahren nicht mehr, es sagt mir nichts, aber ich mag es jedem und jeder gönnen. Und ich begrüsse das Wachstum ausdrücklich. Auch weil es eine Klatsche für die Klimahysteriker ist, die ja grösstenteils munter mitfliegen. Sie werden den Tourismus nicht verbieten können, und das ist gut so. Er wird ja auch seit jeher staatlich mit Abermillionen gefördert, nicht nur bei uns. Da muss man schon ein paar Unannehmlichkeiten in Kauf nehmen. Die Kohle nehmen Städte wie Zürich oder Luzern nämlich immer noch gerne. Man stelle sich die links-grüne Stadt Luzern ohne Auslandtouristen vor! Es ist Heuchelei pur, den Klimanotstand auszurufen und gleichzeitig grosse Stadtfeste inkl. Feuerwerk zu veranstalten. Es ist jämmerlich, über die Chinesen zu schnöden, aber gleichzeitig am Luzerner Stadthaus die blaue EU-Fahne in der Mitte, oberhalb der CH- und der LU-Fahne, zu platzieren. Zu glauben, man könne den Tourismus aus Asien durch EU-Touristen, die CO2-frei anreisen, kompensieren, ist völlig weltfremd. Viel zu teuer für 95% der EU-Bürger. Aber die wohlstandsverwöhnte, urbane links-grüne Schickeria hätte längst eine Ohrfeige verdient.

    • @Caroline – never: „…Ich fliege seit 15 Jahren nicht mehr, es sagt mir nichts…“. Wohl deshalb, weil Sie schon alles abgeklappert und gesehen haben. Ihr EU-Hass nimmt pathologische Züge an!

  48. Durch unseren Reisewahn machen wir unseren Planeten noch schneller kaputt. Das gleiche gilt bei unseren Autos. Wer hat heute nicht 2-4 Autos vor den Haus? Viel Glück den nächsten Generationen!

    • Ich besitze drei Autos und fahre höchstens 3‘000 Kilometer pro Jahr (etwa 1/5 der durchschnittlichen Fahrleistung). Dafür nehme ich wenn immer möglich das Tram, den Trolleybus oder den Zug. Bin ich in Ihren Augen umweltschädlich, weil ich drei Autos habe? Und wenn ich vier Oldtimer hätte, mit denen ich fast nie fahren würde?

  49. „..1,27 Millionen Touristen pro Jahr, schränkt drakonisch den Zutritt zur Stadt auf 4’000 Touristen pro Tag ein.“ 4000×354 macht über 1,4 Mio. Und das auf einem Finanz blogg. Ich kann die Autorin mit dieser aufgeplusterten Hysterie nicht ernst nehmen.

    • @ Geniesst den Sommer
      Na dann, wünsche viel Spass den Massen, welche nach ihrem Rechenbeispiel im Winter einen Städtetripp nach Dubrovnik buchen.

    • Es geht dem Stadtrat von Dubrovnik darum, der Saisonalität der Besuchermassen die Spitze zu brechen.
      Denn im Sommer besuchen bis 23.000 Personen pro Tag die Stadt.
      Ihre Rechnung ist daher kreuzfalsch und infantil. Dies von einem Finanzblogleser,
      der zusätzlich auf Neunmalkluger macht.

    • @ Rolf Langer:
      Schon mal dran gedacht dass der Touristenandrang sehr saisonal ist und die meisten der 1.2m Touristen im Sommer gekommen sind.
      Scheint nicht so zu sein… wünsche trotzdem Alles Gute!