Schwarze Nacht um Ermotti

UBS-Chef hat verspielt – Jetzt ist das Problem der Verwaltungsrat – Doch der hat nach Abgang des Kronprinzen niemand.

Am Schluss geht’s meistens schnell. So auch bei Sergio Ermotti und seiner UBS. Mit dem Fall der Aktie unter 10 Franken ist fast allen klar geworden, dass der CEO abdanken muss.

Doch wer übernimmt? Iqbal Khan: Zu früh. Ein Ausländer: Wer? Jürg Zeltner: Er wäre der natürliche Nachfolger gewesen. Nun leitet er eine Minibank und zieht in den VR der Deutschen Bank ein.

Genugtuung für Zeltner, Pleite für Ermotti. Der Tessiner hat alle, die ihm UBS-intern gefährlich werden konnten, aus dem Haus verjagt.

Man reibt sich die Augen: Da gerät die UBS ein Jahrzehnt nach ihrem Nahtod-Erlebnis wieder in schwere Zeiten, und keiner ist da, der das Steuer übernehmen könnte.

Zurück im Spiel: Zeltner (Wikipedia)

Die Verantwortung trägt der Verwaltungsrat. Das Gremium ist bestückt mit klangvollen Namen. Dem Ex-Chef der Deutschen Börse, hochgelobten Angelsachsen, einer Zürcher Wirtschaftsanwältin.

Und natürlich Axel Weber, dem Professoren aus Deutschland, der die deutsche Bundesbank geleitet hatte und eigentlich zur Deutschen Bank gehen wollte.

Dann aber hat ihn sich die UBS geschnappt. Weber erhielt einen Millionen schweren Willkommens-Bonus und kassiert Jahr für Jahr 6 Millionen.

Seit 2012 hat er so mehr oder weniger 50 Millionen Franken einheimsen können. Für deutsche Beamten-Verhältnisse eine unvorstellbar hohe Summe.

Viel Lohn – wofür? Weber (Wikipedia)

Dafür hätte man von Weber Leistung erwarten können. Die ist nicht ersichtlich. Er steht nackt da, hat sich von CEO Ermotti bezirzen lassen. Weber glaubte Ermottis Geschichte, die UBS stark zu machen.

Statt dessen wurde sie schwach. An der Börse kostet die Nummer 1 der Schweiz noch gut 35 Milliarden Franken. Ein Schnäppchen für eine amerikanische Grossbank.

Nicht ausgeschlossen, dass die UBS übernommen wird. Die Swissair wollte auch mal die Welt erobern. Am Schluss wurde sie respektive ihre Nachfolgerin nach Deutschland verschachert.

Die UBS ist ein Fall für einen Sanierer. Sie braucht eine neue Strategie, eine neue Führung.

Game over: Ermotti (Wikipedia)

Axel Weber und seine VR-Kollegen müssten längst handeln. Sie haben viel zu lange zugeschaut, wie Ermotti einen Trupp von Chefs um sich scharen konnte, von denen nichts mehr zu erwarten ist.

Weber&Co. unterstützten die interne Fusion von US- und Welt-Vermögensverwaltung. Ausser Spesen ist da nicht viel gewesen.

Und er liess zu, dass Ermotti und sein Rechtschef gegen Frankreich in den Krieg zogen und sich dort eine blutige Nase holten.

Dabei gab er allen Gehaltswünschen des CEOs und seinen Freunden nach. Ermotti erhielt für 2018, dem Jahr des Paris-Prozesses, 14 Millionen. Obendrauf ein Golden Spa&Fitness exklusiv für die Chefs.

Dafür droht jetzt in Frankreich eine Strafsumme von gegen 5 Milliarden Franken.

Das Schlimmste: Die Frage, wofür die UBS steht, hat Ermotti in seinen 8 Jahren als operativer Chef und Aushängeschild der grössten und wichtigsten Schweizer Bank nie beantwortet.

Die UBS ist immer noch alles von allem: Investmentbank, Universalbank, Assetmanagerin, Vermögensverwalterin.

Dort aber wenigstens die Grösste, nicht? Ja. Umso mehr erstaunen die 10 Franken Aktienpreis.

Mit über 3’000 Milliarden anvertrauten Kundenvermögen müsste die UBS in Zeiten von Börsenboom und Anlagenotstand florieren.

Sie tut es nicht einmal in ihrer Paradedisziplin Wealth Management, weil sie auch dort nie klar gemacht hat, für was respektive für wen sie steht. Sie will einfach alle – alle mittleren Reichen, alle oberen Reichen, alle Ultras.

Denen will sie alles anbieten – eigene Fonds, fremde Fonds, Mandate, Beratung, Trading.

Die Eier legende Wollmilchsau. Fokus? Gezielte Investition? Klare Positionierung?

Fehlanzeige. Ermotti hat einfach USA und Rest zusammengelegt und gesagt, das ist eine Supersache, wir sparen und boomen erst noch. Und nun läuft ausgerechnet die wichtigste Division nicht rund.

All das liegt auf dem Tisch. Weber und der VR der UBS müssten längst das Heft in die Hand nehmen. Was machen sie den ganzen Tag?

Kommentare

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  1. Ermotti und Weber: Diese Pfeifen bekommen den Kropf nicht voll, während das Unternehmen UBS In die nächste Krise schlittert. Apparatschik Weber mit einem Multimillionen Welcome-Bonus zu begeilen, war das Preludium des Niederganges.

  2. Nicht nur die oberste Etage boniert sich fabelhaft, selbst die Putzequipe langt so tief in das Schmutzwasser dass die Arme ganz braun färben.

    Vor Jahren war alles besser
    glaubts! / brummbrumm mit 300kmh

  3. Axel A. Weber war eigentlich bloss vorgesehen als teuer eingekaufter Türöffner bei der UBS. Bestimmt hat man sich viel mehr erhofft bei dieser Wahl.

    Nach dem beinahe Niedergang der UBS im Jahre 2009 wurde alt Bundesrat Kaspar Villiger gebraucht als vertrauenseinflössendes Gewissen. Als Posterboy der serbelnden UBS mag er Stabilisator gewesen sein. Auch er hat keine Stricke zerrissen als aktiver, innovativer Macher und Vordenker.

    Der Resourcenverschleiss an unfähigen Schweizer Kapitänen ist einfach enorm. Gibt es wirklich keine unentdeckten Schweizer Diamanten, die einen solchen Dampfer wieder Flott machen können?

    Bei der Swissair beispielsweise war kein einziger Verwaltungsrat ein Airlines-Sachverständiger. Ständerätin Vreni Spoerry als Beispiel auch nicht.

    Die Wahl eines fähigen, sehr aktiven Verwaltungsrates muss oberste Priorität haben. Ein Sergio Ermotti würde es bei einer solchen Konstellation schon lange nicht mehr geben.

  4. Wichtig ist doch stets das oberste Chefetage/oberste Riege immer über genügend Salärmillionen verfügt und erhält, unabhängig davon was die Aktionäre davon halten. Es ist leider ein sehr trauriges Kapitel für Ottonormalverbraucher sprich Aktionäre. Wann erhalten wir Aktionäre mal eine anständige Dividente für unser eingesetztes Aktienkapital bei der UBS ? Danke für Aufmerksamkeit und Kenntnisnahme. MfG Kurt Locher 8602 Wangen ZH

  5. Der VR der UBS erinnert an den VR der Swissair. Auch dort reihenweise klingende Namen, sogenannte Topmanager, Toppolitiker(innen), aber alles Leute ohne Ahnung vom Fluggeschäft. Die GL der Swissair konnte schalten und walten wie sie wollte, alles wurde vom VR abgenickt. Auch die Hunter-Strategie mit maroden Fluggesellschaften. Man kann es drehen und wenden wie man will: Wenn es in einer Firma mehrere Jahre nicht gut läuft trotz günstigem Umfeld, dann muss man schon das Topmanagement mal genauer ansehen und zu Schlussfolgerungen kommen.

    • beschäftigt meine Gedanken seit dem Einbruch von Fr. 74.– auf heute Fr. 10.- und mit der lächerlichen Dividende erst recht -:(

  6. Das Sprichwort ist uralt: voller Bauch studiert nicht gern.

    Die Manager sind derart gut bezahlt, dass überhaupt keine Incentives mehr bestehen, etwas besser zu machen. Sondern es geht nur darum, gut auszusehen. Solange es läuft, läuft‘s. Wenn es nicht mehr so läuft, ist es zu spät. Ein Governance-Versagen erster Güte. Bei CS genauso, wie bei der UBS. Das Schlimmste: die kommen aus dem Sumpf nicht mehr heraus ohne gewaltige Rosskur. Doch dafür braucht es eine ausgewachsene Krise, die sich niemand wünscht.

  7. Vielleicht sollte man damit aufhören Jobs ins Ausland und in die Aglos zu verlagern und vermehrt auf motivierte inländische Arbeitskräfte setzen, die dann nicht jeden Tag um ihren Job zittern müssen. Solche Mitarbeiter gehen mit mehr Elan und Herzblut zur Sache, stehen voll hinter UBS, geben dadurch automatisch mehr fürs Geschäft und ohne Mehrkosten… wie es einmal war. Aber, das ist halt nicht kurzfristig bilanzwirksam…

  8. Ermotti ist hübsch aber das wars dann auch. Weber? WEniger hübsch aber bei dem frage ich mich ernsthaft, was der für sein hohes Honorar FÜR die UBS tut. Bisher habe ich nichts gesehen. Er ist unsichtbar. Er meldet sich nicht. er schweigt und kassiert. Das könnte ich als Nicht-Banker also auch aber meine Chancen, weil nicht im Klüngel dabei, stehen wohl nicht so gut. 😉

  9. Wie wäre es mit Arthur Vayloyan – ehemals Chef Private Banking und Chef Investment Services and Products bei der Credit Suisse? Er hat viele Jahr gezeigt, wie Banking in der Schweiz und auf der Welt funktioniert.

    • Warum nicht Schweizer die seit Jahren im Ausland sind? Schaut doch mal nach Asien. Dort spielt die Musik

  10. Die Schweiz stöhnt und ächzt an allen Ecken. Der Niedergang des Bankenplatzes wurde durch EWS eingeläutet. Unsere Sozialwerke scheinen nicht mehr sicher, beginnen zu wanken. Dank Rahmenvertrag wird es noch schlimmer, dank freiem Personenverkehr werden viele kommen und es sich hier gemütlich machen. Bei uns in der Gemeinde haben wir im Moment 200 Asylbewerber. Wenn ich für jeden Jahreskosten von 50`000.- rechne (Carlos kommt viel teurer), kommt das auf 10 Millionen jährlich. Happige Steuererhöhungen werden folgen.

    • @Vera

      Nein, das Ende wurde nicht durch EWS eingeläutet. Sondern durch diejenige Bank, die Druck machte, Daten frei geben zu können.

      Und diese Bank hiess nicht EWS, denn die war ja keine Bank, sondern nur eine Verräterin – zumindest in den Augen der SVP und Ihrer Klientel (wie offenbar Vera).

      Die Bank hiess … (drum roll, please) … UBS …

    • Rein aus Interesse: wenn Sie den Namen der Gemeinde nicht angeben wollen, wieviele Einwohner?

  11. Ich hoffe, ein neuer und hoffentlich nicht ‚eingeseiter‘ CEO schaut sich auch den ChainIQ Deal an welcher Ermotti entgegen interner Kontrollinstanzen gutgeheißen hat.
    Warum wohl? Denke nicht für einen feuchten Händedruck seines Freundes.
    Lukas, bitte das Thema wieder aufnehmen. In Realität macht ja UBS wieder resp immer noch den Einkauf und ChainIQ kassiert die Fee. Die reiben sich die schmierigen Händchen weil sehr sehr viel Geld für etwas Admin Arbeit bezahlt wird.
    Wird mir zumindest so von UBS Kollegen berichtet.

    • Möglich, aber kaum zum Lohn, den der Sergio Gelmotti jetzt einschmiert. Oder heisst das ein-gel-t?

  12. Gibt’s bald wieder Pizza beim Avanti im ShopVille Zürich zum Preis vom UBS-Kurs vom Vortag?

    http://schweizblog.ch/wp-content/uploads/2014/08/Foto1962-Pizza-UBS.jpg

    UBS-Angestellte + 10%
    Aktionäre 10% Rabatt.

    Der Mann hat sich über gierige Bänker geärgert, die ihm mit Anwalt drohten, um billig an Pizza zu kommen.

    Und er hat sich geärgert über seine Verluste mit UBS-Aktien:

    https://www.blick.ch/news/wirtschaft/occupy-bewegung-bei-avanti-pizza-zahlen-ubs-angestellte-mehr-id89183.html

    • Offen gestanden kaufe ich lieber eine Pizza zum vierfachen Preis des heutigen UBS Aktienkurses als eine UBS Aktie. Die Pizza ist dann zwar sauteuer, aber wenigstens weiss ich, was ich habe!

  13. Welches Szenario ergibt sich aus dieser Krise im obersten Management und die wahrscheinlichen Milliarden-Verluste in Frankreich und allfällig weitere?
    1. Die UBS und CS fusionieren und können so am besten in der Schweiz und vorallem auch im ihrem Auslandnetz Kosten abbauen. Vielleicht wird so der beiden US-Geschäft endlich profitabel und ihr Fondsgeschäft kann den Amerikanern Paroli bieten.
    2. Die UBS bleibt in Schockstarre und wird mit 14 Franken pro Aktie von der HSBC oder der BNP Paribas übernommen. Die haben dann eine gute Ergänzung zu ihrer Markstellung weltweit und einen schönen Marktanteil in der Schweiz.
    Sie sind dann die weltgrössten Trade Finance Banken und Devisenhändler. Kein Amerikaner, kein Japaner und auch kein Chinese kann da in ihrer verstärkten Marktstellung mitmachen.
    3. Ein eher unwirkliches Szenario. Die SNB kauft mit ihren Dollarbeständen, bevor diese nach der Wiederwahl von Trump absacken, etwas vernünftiges und dies wäre zum Beispiel die HSBC und fusioniert sie mit der UBS.
    4. Ein Szenario, dass zu 100 % eintrifft und gültig wird, der Bundesrat, die SNB und die Schweizer Politik kümmern sich nicht um unseren Finanzplatz und lassen sich von Ermotti und TT vorschreiben, was sie zu tun haben. Sie schlafen wie die Gerechten und erwachen erst dann im letzten Augenblick, wenn die UBS vor die Hunde geht wie 2008. Kommen wir dann so billig weg wie 2008? Es wurde nur ermöglicht, weil Geithner und Obama klug reagierten. Ebenso waren die Strafen der UBS durch die Amerikaner geradezu milde, weil eine konkursite UBS einen allgemeinen Zusammenbruch gefördert hätte. Kein Wiederholung der Geschichte von Creditanstalt-Bankverein 1931 oder doch?

  14. > Für deutsche Beamten-Verhältnisse eine unvorstellbar hohe Summe.

    In der Tat. Ich habe mal versucht 50 Millionen durch A14 zu teilen, ERROR ERROR.

  15. Herr Hässig versucht das Bankenproblem an Personen aufzuhängen.
    Wird das der Situation gerecht ?
    Nein, denn wir stehen vor einer weiteren Zinssenkung der SNB.
    Die Margen der Banken schrumpfen weiter.
    Das Geschäftsmodell „Internationale Schatztruhe Schweiz“ ist durch die juristischen Übergriffe der USA und Frankreich nicht mehr gewährleistet.
    Ein gebrechlicher Elefant steht im Raum (Deutsche Bank).
    Selbst ein Supermann könnte aus diesem Szenario keine Erfolgsstory generieren.

  16. Die UBS ist viel besser aufgestellt als vor der Finanzkrise, denn die Risiken sind viel kleiner, die Bilanz wurde mehr als halbiert, die Eigenmittel erhöht! Als größter Vermögensverwalter der Welt mit einer Börsenkapitalisierung von 39 Mrd. ist die UBS sehr tief bewertet, 30% unter Buchwert (14.50) ist ein Schnäppchen für diverse amerikanische Großbanken wie z.B. JP Morgan, der alleine im Jahr 2018 rund 32 Mrd. Jahresgewinn ausgewiesen hatte! Die UBS macht auch Gewinn, nur steht dieser in einem krassen Missverhältnis zu den Vergütungen insbesondere beim Topmanagement . Dies manifestiert sich im Kosten- Ertragsverhältnis mit fast 78%, welches ca. 10% tiefer ausfallen sollte. Dies ist jedoch nicht im Interesse der Führungsorgane unter Leitung von Weber & Ermotti, weil bei einer Anpassung auf ca. 70 % der Bonuspool tiefer (leistungsorientiert), der Gewinn höher ausfallen würde bei den aktuell erwirtschafteten Erträgen. Ihr Nimbus als bestbezahlte VRP und CEO von Europa würden sie zurecht verlieren.
    Die Aktionäre würden dadurch jedoch endlich einmal profitieren, weil neben einer ansprechenden Dividende auch höhere Reserven für anstehende Rechtsfälle gebildet werden könnten. Dies gäbe neues Vertrauen und Interesse für die Aktie, welches sich mit der Zeit in einer klar höheren Bewertung niederschlagen würde!
    Es braucht darum ein neues Führungsduo mit neuen Ideen und der klaren Absicht, den Aktionärswert zu steigern bei vernünftigen Vergütungen, die angepasst an ein marktkonformes Kosten- / Ertragsverhältnis von ca. 70% gekoppelt sind.

  17. Ich denke man sollte die Löhne der Geschäftsleitung minimum und VR kürzen um 60%kürzen damit es nicht zu Massen Kündigungen kommt und der Willkommen Bonus gehört abgeschafft.

    • @Vögelin

      Ich wusste gar nicht, dass die 60% Löhne und Willkomens-Bo-Nüsse überbekommen. Das ist ja schampaaaar viel!

    • @ Rolf Zach

      Entschuldigung, aber Kraut und Kabis von 1-4 bunt durchgemischt, was für ein Salat lesen wir da?

    • @ Kuno Meyer

      Was für ein demokratischer Befehl !

      Gönnen Sie doch Herrn Grübel seine Ruhe. Vielleicht hat er sich in den
      “Kostolany-Tiefschlaf“ versetzt, und möchte erst wieder geweckt werden, wenn die Unze Gold bei $ 50’000.-/Unze steht; und der Paradeplatz sauber geräumt ist.

  18. Diesen 2 Herren sollte der Lohn der Entwicklung des Aktienkurses angepasst werden. Nämlich 50% Minus.
    Ausser Arroganz ist da nicht mehr viel übrig. Beide feuern

  19. Ermotti hat recht, dass er den Erpressern aus Frankreich nicht einfach nachgibt. Die erste Prozessrunde hat ja gezeigt, dass der französische Staat nichts gegen die Bank in der Hand hat. Die ewige unterwürfige und devote ist nicht angebracht – die Vergangenheit hat ja gezeigt, was für Schaden eine Kuschelpolitik nach sich zieht. Der Finanzplatz muss von der Politik endlich geschützt werden. In der CH ist der Ausspruch „Swiss first“ zum Unwort geworden. BR Cassis zeigt das ja klar und deutlich !

  20. Die Aktionäre beginnen langsam zu begreiffen, dass weder die UBS noch die CS eine Transformation durchgemacht haben in den letzten Jahren. Die Kosten bleiben hich und die Erträge sinken.
    Raus aus den Titeln bevor es noch schlechter wird. Bis zur Wende dauert’s wohl noch lange. Dafür sind grosse Schritte nötig, nicht nur den MA den Kaffee streichen…

  21. Doch alles perfekt bei der UBS. In einer neuen Kampagne will die Bank Kinder ansprechen, dazu passt ein Aktienkurs < 10 Franken. Da kann vom Taschengeld schon
    Mal eine Aktie gekauft werden und es bleibt noch etwas übrig für ein Glace!

  22. Ermotti hat mit seinem Kauf von UBS Aktien von etwa Fr. 13Mio bei einem Kurs von
    über Fr. 13.00 bezeugen wollen, dass die UBS mehr Wert sei. Der Markt hat aber immer recht: Nun ist der Kurs bei rund Fr. 10.–.
    Vielleicht wäre die bessere Spekulation gewesen, sich mit TRUMP zusammen zu tun; der will nämlich von Dänemark Grönland abkaufen!!! (Quelle: Wallstreet Journal)

  23. Diese UBS gehört zurück zu Bankverein (ab nach Basel, diesen Bankverein brauchen wir nicht) und zur guten alten SBG (der seinerzeit geliebten Landesbank, die mir als Kind eine Mütze zum Skifahren schenkte)!

    Noch mehr Ausländer in die Führung? Nein! Raus mit all den ausländischen Mänägerlis. HErmonti ist zwar ein Schweizer und taugt nichts, ja. Aber wenn schon denn schon sollen Schweizer am Hebel sein und die Schweizer Unternehmen an die Wand fahren.

    Wobei, sind wir mal ehrlich, die Schweizer in der Führungsriege sind allesamt Versager, die meisten jedenfalls. Sie das Bundesgericht, das regelmässig gegen die Interessen der Schweiz und für die Interessen des Auslandes sich einsetzt!

    • Ospel, sein ewiger Vice Stephan Häringer,
      CEO Wuffli, CEO Marcel Rohner und
      der unsägliche Chefjurist Kurer
      waren alles Schweizer.
      Mit einem verfilzten System zockten sie die Bank ab,
      bevor sie diese an den Abgrund ritten.

    • wen die deutsche mutig ist kauft sie die ubs und übernimmt ein wunderbares wealthmanagement.
      das problem ist nicht ermotti, das problem ist weber, der gute hat total versagt und seinen auftrag nicht wahrgenommen. es ist ein trauerspiel, aber man muss sich fragen „wer“ weber geholt hat resp. sich von ihm hat blenden lassen, das ist der kern des übels.

    • ach sorry, wollte zu ihrem comment eigentlich schreiben die mütze (legendär) haben sie von der SKA erhalten und nicht von der SBG

    • Schwierig, Ihren von Grammatik- und Wortfehlern bestückten Beitrag zu verstehen. Was haben sagen wollen tun?

    • die Mütze gabs von der SKA…. Mailand oder Madrid, Hauptsache Italien….

    • Die Mützen verschenkte die SKA.’Aber isch ja ghüpft wie gschprunge’….

    • @Patrick Rüegg

      Heute wohl mehr Kind als Ende der 70er? Dreamer? Schlafsch, hä?

      Die Mütze war von der Schweizer KreditAnstalt, kurz SKA. Die Mütze wurde nach dem SKAndal (damalige Blick-Schreibweise) in Chiasso, wo einige Goldbarren aus dem Tresor verschwunden sind, als PR Gag lanciert. Farben weiss, türkis/hellblau und leuchtend rot.

      Tscheggsch dä Pögg?

  24. Eine sogenannt systemrelevante Schweizer Bank, die also im drohenden Konkursfall mit staatlicher Unterstützung rechnen kann, müsste ihr Topkader nach den Lohnreglementen des Bundes entlöhnen. Alle Bezüge darüber hinaus sind ein Ausdruck von Korruption.

  25. Übernahmekanditat UBS? Wer könnte diese einst solide Bank kaufen? Gibt es neben Frankreich-Klage noch weitere Leichen im Keller? Wie sieht das zukünftige Bonusverhalten im Topkader aus, trotz miserabler Performance?

    Ist die UBS jetzt schon ein Schnäppchen? Wenn nein, wo liegt der wahre innere Wert, neben all diesen Ungewissheiten und Reputationsproblemen?

    Ab CHF 8.-/share sieht es zappendüster aus. Warren Buffett mit Milliarden $$$ (in der Portokasse alleine) bestimmt in Lauerstellung zur Arrondierung seiner Berkshire Hathaway.

    • Der Warren Buffett mach keine „unfriendly takover’s“ und er legt aber bei seinen Käufen Wert auf ein gutes Management (…….).

      Er könnte gemäss seiner momentanen Liquidität die UBS gleich 4x kaufen.

      Er will bestimmt auch nicht seine Bankenbeteiligungen kannibalisieren. Seine Beteiligungen mit 4.9%-Anteil an Goldmann Sachs, 9.5% Anteil an Bank of America, 10% an Wells Fargo und 1.5% an JP Morgan Chase dürften ihm wohl reichen.

    • Ermotti & Crew, inkl. der Chef-Jurist sollten übernommen werden!Dann geht es
      wieder aufwärts – hoffentlich.

  26. Wie schon bei der CoBa werden sich die heimatlosen Drückeberger aus der Augsburger Puppenkiste bald in Luft auflösen, wenn der Kahn weiter sinkt.

  27. Lieber Lukas, wie du ja vermutlich weisst, ist die Sache in Frankreich noch lange nicht entschieden. Da sollte man nicht voreilig Schlüsse ziehen. Wäre doch schön, wenn die Schweizer Banken gerade von heimischer Seite auch mal etwas Unterstützung bekommen würden, zumal sie ja auch ein wichtiger Arbeitgeber und Steuerzahler sind.

    • stimme ihnen zu, finde es verfrüht diese frankreich geschichte so aufzublähen. wer weiss was da noch kommt…

    • Der, der das wissen müsste, der jetzige Finanzdepartements-Vorsteher, Ueli Maurer, hat zugelassen, dass ihm untergeordnete Chefs im EFD beim Bundesgericht Klage einreichen konnten, weil sie wollten, dass die UBS Daten an Frankreich ausgeliefert würden. Nachdem ein SVP-BG-Richter einen sehr fraglichen Entscheid getroffen hat,könnte die UBS in noch grössere Probleme kommen. Und wieder hört man Stimmen, die sagen, die Schweizer Volk müsste im schlimmsten Fall für die UBS grade stehen. Ja, so läuft es neuerdings in der Schweiz.

      Dazu gehört auch der Stich des EDA in den Rücken der einmalig erfolgreichen Flugzeugwerke Pilatus in Stans. Bei Saudiarabien war man hellhörig, nicht aber ist man es bei Frankreich. Denn Frankreich führt mit Fremdenlegionären immer wieder Kriege in Afrika und hat ebenfalls eine PC-21-Flotte inkl. Wartungsverträge der Pilatuswerke. Wenn zwei das Gleiche tun, ist es eben nicht das Gleiche. Die Weltwoche schreibt in der Ausgabe 32/19 zu recht: „Der Staat, dein Feind“. Besser wäre: Unsere Abgeordneten und Beamte, unsere Feinde.

  28. Bei so hohen Bonis müsste wirklich auch eine viel bessere Leistung zu sehen sein, mit einer besseren Bewertung an der Börse.
    Wenn da einer zuoberst an der Spitze, möglichst viele seiner möglichen Konkurrenten weg drängt, um selbst gefestigt im Sattel zu sitzen, dann verarmen die Aktionäre, die gehofft haben, dass die oben eine gute Arbeit leisten.

    Schon schlimm wenn in den Chefetagen Leute sitzen die lediglich unangefochtene Könige sein wollen, für das Unternehmen und die Aktionäre, aber nichts bringen. Anscheinend gibt’s ja leider immer mehr solcher “Drängler“ von unangefochtenen Königen in Schweizer Unternehmen, ebenso bei Staatsbetrieben.

    Das Aktienrecht muss dringend geprüft und geändert werden, die Aktionäre brauchen viel mehr Mitbestimmung!

  29. „Das Schlimmste: Die Frage, wofür die UBS steht, hat Ermotti in seinen 8 Jahren als operativer Chef und Aushängeschild der grössten und wichtigsten Schweizer Bank nie beantwortet“.
    Indirekt schon, durch seine Bezüge. Viele in den Teppichetagen der Bank denken doch, das Unternehmen sei alleine dazu da um die eigenen Taschen zu füllen. Der Ermotti hat das einfach ein bisschen besser gemacht als andere. Wollen wir ihm das wirklich uebelnehmen?
    Ja? Oder nur ein bisschen vielleicht? Natürlich stellt sich auch die hypothetische Frage was ein anderer in seiner Situation und an seiner Stelle getan hätte oder hätte tun dürfen.

  30. Man vergisst einfach, dass da ca. 60’000 Mitarbeiter im Boot sitzen, welche sich von einem solch schwachen Kapitän und Crew führen lassen müssen. Unten blutet das Pesonal und oben sonnen sich die Götter. Eigentlich pervers!

    • Die nächste Sparrunde kommt schon bald. Aber nur bei den Mitarbeitern. Wer kann und Mut hat, soll fliehen. Es fehlt bei 90% der Mitarbeiter an Mut. Typisch Schweizerisch. Warten bis es zu spät ist.

    • Das gehört seit Jahrzehnten bei der SBG/UBS dazu; die Überzeugung, mit meilenweiten Abstand die Besten zu sein. Brainwash ab Lehre garantiert. Dafür können die Abnicker ruhig viel weniger verdienen. Ausführen marsch ist nicht anspruchsvoll. Auch das Lächeln im Firmendressli.

  31. habe es schon mehrmals erwähnt, die beiden abzocker vom dienst gehören ein für alle mal weg. Zudem sollten die boni der letzten Jahre eingefroren werden um bei allfälligen weiteren finanziellen schäden der UBS Regress nehmen zu können. die beiden sind einfach eine bodenlose Frechheit….

    • @ Runner

      Das Aktienrecht muss dringend geändert werden !

      Die Eigentümer (Aktionäre) müssen viel mehr Mitspracherechte haben, und über ihr Eigentum auch mitbestimmen können.l
      Das ist jetzt nicht möglich. Die in den Chefetagen beschenken sich gegenseitig wie sie gerade wollen, usw… .

      Schon zu Zeiten von Swissair, hätte man das Aktienrecht ändern müssen!

      Wiedermal haben Politiker/-.innen und die politischen Parteien jahrelang komplett geschlafen.

      Gute Politiker hätten das Aktienrecht schon längst geändert und den Aktionären mehr Rechte eingeräumt.
      Die jetzigen haben aber leider nur noch grüne Hirne, und sind auch noch grün bis hinter die Ohren. Wenn die nicht abgewählt werden gibts keine Verbesserungen.

      Wer Verbesserungen will muss endlich in Bern auf den Tisch klopfen, damit das Aktienrecht abgeändert wird, zugunsten der Aktionäre!

    • Die neuen Abzocker bügeln gerade ihre Hemden und sind bereit auch noch die letzten Knochen der UBS zu verschachern.
      Wir leben in einer Oligarchie, da kommt doch nichts besseres nach.

  32. Immer die alte Leier. Lukas, bitte lass dir mal etwas neues einfallen. Du vergisst ja anscheinend schnell, dass Sergio Ermotti UBS damals komplett restrukturiert hat. Die Bank hat mittlerweile ein hochprofitables Geschäftsmodell. Und im Moment sind alle Banken unter Druck, da spielen die Makrofaktoren eine Rolle. Könnte man auch mal in einem Artikel berücksichtigen.

    • Lieber Peter
      Alle Banken sind unter Druck. Die einen lösen diese Situation erfolgreich, andere nicht. Wozu gehört die UBS?
      Was ist ein hochprofitables Geschäftsmodell? Wie definieren Sie denn „hochprofitabel“? Und „hochprofitabel“ für wen? Die Aktionäre, die Kunden, oder den CEO und seine Peers?
      Bitte mal nachdenken, bevor Sie hier was aus der Feder lassen.
      Danke.

    • @Peter Zurbrügg: Hä? Ich lese ja wohl nicht richtig – „komplett restrukturiert“… „hochprofitabel“…? Mit einem Cost-Income-Ratio von über 65% (Q2/19: 76%) ist diese Bank wohl kaum komplett restrukturiert und hochprofitabel. Da ist noch viel heisse Luft drin. Gilt aber auch für CS, Bär, Vontobel…

    • So ein stuss…
      Lukas schätzt die Lage genau richtig ein.
      Wer nach 3Jahren einen Laden nicht zum laufen bringt sollte gehen und nicht den anderen die Schuld geben.

    • wo geht der Gewinn des hochprofitablen Geschäftsmodells hin? finde ihn nicht!!!

  33. Herr Patrick machte eine genaue Analyse der Situation als Kommentar zu Geigers Video. Schließlich hat jemand, abgesehen von mir und einigen anderen, den Mut, zu sprechen, seine Meinung zu sagen und eine genaue Analyse zu diskutieren. Das ist das Drama in dieser ganzen Angelegenheit, und der Begriff hier ist nur eine „Resilienz“, oder einfach gesagt die Fähigkeit, sich an neue Situationen anzupassen. Ein grundlegender Faktor nicht nur für die Psychologie, sondern auch für die Nationen. Tatsächlich werden sowohl widerstandsfähige Nationen als auch Unternehmen in der Lage sein, sich an neue Hindernisse anzupassen. Dies ist auch für die TBTF – Politik beunruhigend, die in ihren vielen Facetten voraussagt, was eine Bank zum Überleben braucht. Aber die „pseudowissenschaftlichen“ und buchhalterischen Parameter reichen nicht aus, um die Widerstandsfähigkeit eines Unternehmens zu bestimmen. Die aktuelle UBS ist nicht widerstandsfähig! Sie ist stark aus der Sicht des Kapitals, aber nicht aus der Sicht einer „gesunden Struktur“. Schließlich ist es schlimmer dran als nach der Krise und der Rettung der Nation, wie Patrick in einem idealen Umfeld für Wachstum gut sagt. In einem kürzlich erschienenen Buch von Andrew Zolli und Ann Marie Healy über den Widerstand kommen die Autoren nach der Analyse zahlreicher Studien, Forschungen und objektiver Fakten zu dem Schluss: „Die Botschaft an die Kommandeure und in der Tat an alle Leaders ist klar, dass widerstandsfähige Kulturen in Vielfalt und Differenz verwurzelt und tolerant gegenüber gelegentlichen Meinungsverschiedenheiten sind. Diese Faktoren schützen die alternativen Forschungsräume, die für jede Gemeinschaft, die bestrebt ist, unzureichende kulturelle Normen zu ändern, von entscheidender Bedeutung sind.“ Grundsätzlich hat sich die interne Kultur der Bank seit der Krise nicht verbessert: Dissens und anderes Denken werden nicht bevorzugt, sondern sanktioniert. Die Kultur ist in Zeiten des Wohlstands fragil, so dass die Bank nicht bereit ist für eine neue Krise. Die TBTF ist gescheitert und hat keine Chance, ein gesundes Unternehmen wieder aufzubauen, das auf soliden Prinzipien basiert und an die Situation angepasst ist. Die steuernzahlen müssen sich auf die Zahlung vorbereiten. Ich hoffe, dass die Bürger sich an die Politikern erinnern werden, die diese Manager und diese „Farce“ der TBTF unterstützt haben. Ich danke euch vielmals!

    • Korr.:
      tja, vielleicht könnte ja der berühmte Herr Doktor Meier (ja, der gute Freund der SNB) sich mal ein wenig an der UBS-Restrukturierung abarbeiten. Wär doch mal ein neues Betätigungsfeld – als Ausweich-Hobby sozusagen 😉
      und als weitere Sandkasten-Uebung…

  34. UBS ist auch bei 38 Mia. für eine Übernahme noch zu teuer. Die Führung hat den Frankreich Fall absichtlich eskalieren lassen, damit sie noch ein paar Jahre gross verdienen kann. Die sind dann alle weg, wenn die Busse kommt. Und wer genau will 3’000 Mia. mit schrumpfenden Margen – wohl keiner mit gesunden Business Verstand. Also geht das Drama weiter, bis zu Aufspaltung der UBS. Verkauf Asset Management, schliesse IB, verkauf das US Geschäft und konzentriere auf die CH und ausgewählte internationale Märkte aus der Schweiz und lokal. Der Plan kommt aus der Feder eines Kaufmännischen Lehrabsolventen mit 40 Jahren Bankerfahrung. Es braucht keine Akademiker, Unternehmensberater oder zugewanderte Besserwisser, um diese offensichtliche Lösung zu erkennen.

    • Genau. Und die UHNW-Kunden in der Schweiz kaufen dann Kassenobligationen? In 40 Jahren wohl nicht so viel mitgekriegt von den Bedürfnissen verschiedenen Kundengruppen…

    • @doctor very simple. Auch einer der Gläubiger von Joe, der immer noch meint UHNWI sei wichtig und das bei 15bps vor Kosten. Auch schon gemerkt, dass nicht jede Bank das volle Angebot anbieten muss. Man kann auch best in class solutions bei echten Profis einkaufen und nicht nur mit teuren in-house Produkten die Kunden abzocken. Dann spielt der Markt wieder. Auch schon gemerkt wer wirklich grosse Kohle macht, dass sind nicht die Tagelöhner bei Grossbanken! Immer schön weiter ans UBS Management glauben. Kommt gut!

  35. Ich weiss, was die Herren Ermotti, Weber und Co den ganzen Tag machen – sie lesen Inside Paradeplatz, freuen sich über ihre abgezockten Millionen Boni und lachen sich über unser Geschreibsel halbtot. Viva UBS!

  36. GWM ist ein Verzweiflungsakt von Leuten, welche nach einer Erfolgsstory suchen, ein paar Jahre weiter gross abzuzocken, jedoch vom Endkundengeschäft nichts verstehen. Die US Einheit in Zürich – UBS SFA versucht seit Jahren erfolgreich mit UBS Americas zusammenzuarbeiten, ohne jeglichen Erfolg. Wieso soll es dann als GWM besser laufen. Einfach nur dumm, wenn man nicht versteht was im eigenen Hause nicht klappt. Zeltner hatte das vor Jahren schon verstanden.

  37. „All in“ kann beim Pokern mit einem guten Blatt funktionieren… Im Fall von Ermotti und Co stehen diese aber am Schluss ohne Hose da.
    Schlimmer ist es die gesamte Crew der Bank, die gutes Leistet geopfert zu haben…

  38. Die Situation ist in der Tat dramatisch. Es zeigt sich einmal mehr, was eigentlich offensichtlich ist, dass die exzessive Boni-Reiterei die falschen Leute anzieht. Die promoten und optimieren nur sich selbst, ohne unternehmerischen Ehrgeiz, Engagement und Vision. Und erst recht ohne Verantwortung zu leben. Mit dieser Mannschaft wird das nichts. Aber das war schon seit längerem klar. Leider.

  39. Weber und Ermotti sowie all die Herren bis hinunter auf Stufe von Mentlen alles Blender. Nichts bringen die Herren auf die Reihe. Das einzige ist abkassieren. Dies verstehen die da oben. Abbau von Personal und den Dienstleistungen usw. Es wird Zeit zum Handeln.

  40. Verantwortung zu übernehmen ist ein Fremdwort. In hohen Sphären ebenso wie tief unten. Schon für jede Futzel-Gruppenleiter Stelle werden heute Assessments durchgeführt. Oben lässt man sich gerne von windigen externen Beratern mit schönen Wörtern einsalben. Warum? Weil dann die Verantwortung immer schön abgeschoben werden kann. Es sind immer die anderen Schuld.

    Banken sollten eine Fehlerkultur entwickeln und das Wissen langjähriger und erfahrener Mitarbeiter nutzen als sich nur auf tolle Namen und glänzende theoretische Ausbildungsabschlüsse zu verlassen die oftmals nicht einmal das Papier wert sind auf dem sie gedruckt sind.

    Es ist kein Wunder, sitzen über 50jährige oftmals nur noch die Zeit bis zur Pensionierung ab wenn sie erkennen müssen, dass Ihnen trotz jahrelanger Leistung und Weiterbildung ein junger Studierter vor die Nase gesetzt wird.

    Die Kohle die verpulvert wird für Sanierungen, Restrukturierungen und Sanierungen, nur, weil wieder mal einer glaubt, das goldene Kalb gefunden zu haben, ist unsäglich und verärgert nur Mitarbeiter, Kunden und Aktionäre.

    In 90% der Fälle ist man zehn Jahre später wieder am selben Punkt wie vor den ganzen Übungen. Würde man sich von Anfang an mit der Geschichte, den Prozessen und bisherigen Veränderungen auseinandersetzen, könnte man weitaus mehr Geld sparen, als man für die Übungen ausgibt.

    Als Kunde, ob mit einer, 10 oder 100 Millionen stelle ich mir nur die Frage, bin ich denn wahnsinnig, dass ich dem Banker den Porsche und das Luxus-Penthouse finanzieren muss mit meinen Gebühren.

    Banker, ob oben oder unten, benötigen vor allem mehr Bescheidenheit, Demut und Diskretion wollen sie erfolgreich sein. Herr Ermotti ist nicht unbedingt das leuchtende Vorbild.

  41. Wie hoch wird das erste Übernahmeangebot und die Prämie bei z.Bsp. 11.00 Franken wohl sein: 20, 30 oder gar 50%?

    • @ Es darf gerätselt werden

      Bei Negativzinsen musst Du natürlich mit Minusprämien rechnen.

      Und dann werden selbstverständlich noch die “Maklerprovisionen“ für die Chefetage abgezogen.

  42. Da muss es erst richtig klatschen bevor was passiert. Oh richtig, dann greift die implizite Staatsgarantie. Ein Finanzprodukt, mit dem man sich gegen Schweizer Banking absichern kann, wäre gut.

    • @ ÜBS

      Was soll das immer mit dieser Staatsgarantie?
      Kompletter Unsinn heute.
      Zuerst kommen andere Dinge, und dann “ Bail-in“ !!

      Marktwirtschaft brauchen wir endlich, nicht Staatsgarantie.
      Und dass heisst die Kanditaten müssen selbst verantwortlich sein!
      Für die hohen Bonis sollen die endlich was leisten, oder verschwinden.

    • Ja, sicher Torpedo. Beim nächsten Mal wird alles anders, weil Politik und Finma nämlich tolle Arbeit leisten und nur ein Problem mit ihrer Aussenwirkung haben. Die Abwicklung der UBS wird problemlos umgesetzt werden und ganz ohne Steuerzahler. Ja, sicher.

  43. Bei den Börsenindices von heute lässt es sich mit der Zeit schlecht zu schummeln mit den Assets und Net New Assets. Die UBS hatte vor 10 Jahren 230 000 VV Mandate, nach der Finanzkrise sackte dieser Satz auf knapp unter 100 000. Jetzt wie bei den New Assets griff die UBS in die Trickkiste und schloss sehr grosse Vermögensverte und Beratungsmandate mit ein. Die UBS kommt nicht herum, die Kosten von 24 Mrd. nochmals um mind. 2-4 Mrd. zu reduzieren; der Kahlschlag ins besonders bei den Einheiten der UBS und CS Schweiz stehen vor der Türe.

  44. Was soll das Gejammer? Solange man diesen Möchtegernmanagern das Geld – auch bei nachweislicher „Nichtleistung“ – förmlich in den Rachen hineinstopft und die Aktionäre jedes Jahr die perversen Löhne und Boni absegnet, wird sich gar nichts ändern. Vielleicht ist es jetzt Zeit einmal nachzudenken und leistungsgerechte Verträge zu generieren mit Haftung des eigenen Vermögen der Stelleninhaber (Bonus-/Malussystem) bei Nichterbringung der geforderten Leistung. Dann wären auch die hohen Bonuszahlungen bei Erbringung der Leistung gerechtfertigt und das für die Geschäftsleitung und den Verwaltungsrat. Auch würden es dann fähigere Personen mit entsprechenden Sachverstand und Ideenreichtum an die Spitze schaffen, welche sich vor allem derartige Risiken (Unternehmertum) zutrauen.

    • Die persönliche Haftung der Geschäftsleitung für Forderungen gegen das Unternehmen wäre gesund für alle Unternehmen, nicht nur für Banken. Die Haftung könnte ja im Fall von Kapitalgesellschaften limitiert werden auf, sagen wir, das Doppelte der in den letzten 5 Jahren bezogenen leistungsabhängigen Entlohnung.

      Ausserdem müsste es zwingend für den Verwaltungsrat sein, bei Neubesetzungen in der Geschäftsleitung jeweils mindestens zwei Kandidaten zu präsentieren, und dabei beide eine Gehaltsvorstellung kommunizieren zu lassen. Gelingt dies nicht, sind die Tantiemen des Verwaltungsrats auf die Hälfte oder noch besser auf ein Drittel zu kürzen. Von einem „Markt“ für Führungskräfte kann nämlich nur dann die Rede sein, wenn die Eigentümer des Unternehmens eine Wahl zwischen mehreren Alternativen treffen können. Ausserdem sollten die Aktionäre berechtigt sein, bei Erreichen eines entsprechenden Quorums Eigenvorschläge für Kandidaturen zum Verwaltungsrat einzureichen.

  45. Herr Weber – jetzt können Sie Ihre Intelligenz, Ihr Fachwissen und Ihre Weltläufigkeit beweisen. Sie waren sicher immer der Musterschüler mit den besten Noten. Keine schönen Worte mehr – Taten. Willkommen in der Wirklichkeit.

  46. Eigentlich sollten potenzielle Nachfolger für den CEO Posten Schlange stehen. Es winkt über Jahre ein sicheres Millionensalär ohne Erfolgsverpflichtung und die einfache Option, die einst stolze UBS ins Ausland zu verschachern. Die UBS ist seit vielen Jahren ein Trauerspiel, obwohl die Rahmenbedingungen für Vermögensverwalter in den letzten zehn Jahren schlicht perfekt waren. Das Management, welches jedes Jahr zusammen hunderte Millionen abkassiert, war nicht fähig, vernünftig zu wirtschaften. Trotz staatlicher Rettung nichts dazugelernt. Jahrzehntelange Misswirtschaft, Grössenwahn und abgöttische Arroganz. Dies gilt leider für andere Banken ebenso: CS, Bär, Vontobel, GAM you name it. Profiteure sind die Kantonalbanken. Aber auch dort ziehen dunkle Wolken auf, denn viele no future UBS Grossbanker Seilschaften haben auch dort längst das Sagen (ZKB!). Alles old school ohne Zukunft. Wenn man bedenkt, dass die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nun schlechter werden, wird es der UBS nicht anders ergehen als einst der Swissair. Sie wird für ein Butterbrot ins Ausland verscherbelt. Ermotti und Co. ist das piepegal!

  47. Jetzt wäre doch genau der richtige Moment für Herrn Hässig, das Ruder zu übernehmen, weiss er doch genau, was richtig und was falsch ist. Dazu ist Hässig nicht so ein verfluchter Ausländer, sondern trägt das rechte Blut in sich, um die Schweiz vor dem Untergang und dem Ausland zu retten.

    • Der Schiedsrichter ist im Fussball auch nicht derjenige der die Tore schiesst.
      So gesehen ist Ihr Kommentar unsinnig.

    • Schlechter würde er es sicher nicht machen, wetten?!

  48. CS und UBS haben aufgrund ihrer gnadenlosen Arroganz, ständigen Selbstbeweihräucherung und Selbstgefälligkeit jegliche Akzeptanz und Unterstützung im Schweizer Volk verloren.

    Sie haben rein gar nichts aus der Finanzkrise 2008 gelernt und haben im gleichen Stil weiter gewirtschaftet.

    Die einzige Sprache, welche CS und UBS verstehen ist, wenn man ihnen Vermögenswerten entzieht zu anderen Banken transferiert.

    • Seh ich auch so. Und wenn sie weiter Personal in der Schweiz abbauen, werden diese ihr Geld sowieso irgendwo anders hin transferieren.

    • @ A. Gantner

      Ja vollständig korrekte Meinung der Mehr Heit des SChweiz Volkswillens!

  49. Habe ich schon lange gesagt: Das Problem ist der Eitel-Conferencier Weber. Gerade mal gut als Etappenhengst im Offizierskasino. Schade wurde er nicht bei Zalando bestellt, da könnte man ihn gratis zurückschicken.
    Noch eine Bemerkung: Die meisten im VR könnten keinen Kiosk erfolgreich führen, haben kein Skin in the Game und sind nur wegen Beziehungen auf ihren Sesseln. Show statt Können.

    • „Show statt Können.“ Das ist american Management! Wenn sie nicht mehr stehlen können, fahren sie ihre Geschäfte an die Wand, so auch die UBS. Dann ist die Bank für ein Taschengeld der anglo-amerikanischen Banken einzukaufen.

      Und die für diesen Prozess eingesetzten Führungspersonen waren und sind – so macht es im Rückblick ganz den Anschein – gezielt ausgesucht. So langsam drängt sich die Frage auf, ob diese Entwicklung der UBS nicht gewollt war. FINMA? Fehlanzeige! Der dortige Amerikaner ist für genannten Prozess auch eine bewusst eingesetzte Figur. Weber? Sein Leistungsausweis war vorherzusehen, der hat noch nie irgendwelche Stricke ausgerissen. Und Ermotti? Der weiss auch besser, Geld für seine Privatschatulle zu generieren, als einen komplexen Kahn wie die UBS zu steuern. In seiner Vitae sind keine herausragenden Führungsqualitäten sichtbar.

      Letztlich muss das ganze obere Management der UBS samt Verwaltungsrat ausgewechselt werden mit versierten Bankern, die das internationale Geschäft gut kennen und auch etwas von Führung verstehen und sich von internationalen Bank-Schwätzern gross beeinflussen lassen.

  50. Es braucht wieder eine Persönlichkeit wie Oswald Grübel mit gesundem Sach- und Menschenverstand und Bescheidenheit.

    • Bescheidenheit?? Ich lach mich kaputt……Grübel war einer der „Bonus-Erfinder“.

    • Na und? Grübel hat geliefert und wie – zwei der erwähnten Grossbanken gerettet und einen charakterlich einwandfreien Abgang hingelegt. Der hat sein Geld wohl verdient „Hut ab“!