Macht Basler KB in Zürich den Laden dicht?

Massenhaft Kader weg – Einbruch bei Kundenassets – Prozess im ASE-Betrug als Schreckensszenario.

Ihr Zürich-Ableger ist für die Basler Kantonalbank (BKB) zur Altlast geworden. Anlage-Betrug, US-Verfahren, Berufsverbote, Strafermittlungen – die Liste liest sich wie ein Gruselroman.

Nun könnte die neu bestellte BKB-Führung gar den Stecker in der Limmatstadt ziehen. Basel bestätigt, dass der neue starke Mann, Präsident Andreas Sturm, alles auf Risiko und Ertrag prüfe.

News dazu könnte es schon morgen geben. Dann legt die Bank die 2013er Zahlen offen. Nach US-Abschreiber und Bereinigungen der Boom-Zeiten ist wenig zu erwarten. Der Kurs dümpelt um 75.-.

Dass sich die Basler aus Zürich zurückziehen könnten, darauf deuten zahlreiche Kader-Abgänge hin. Mehrere langjährige Chefs des Ablegers sind in Frühpension oder zu Konkurrenten gegangen.

Gleich ein halbes Dutzend landete bei der VP Bank. Mit wenigen Ausnahmen sind die meisten aber bereits wieder weg, wie eine Sprecherin der Liechtensteiner Privatbank bestätigt.

Ein BKB-Insider bestätigt, dass es in Zürich zu „5 bis 10 hohen Abgängen“ gekommen sei. Diese seien anfänglich nicht ersetzt worden.

Nun habe die BKB in Zürich allerdings einige personelle Lücken wieder gefüllt. Vor allem die Leitung der Externen Vermögensverwalter (EVV) sei erneut besetzt worden. Die Quelle rechnet nicht mit einem Aus in Zürich.

Zum Hauptproblem wird für die BKB-Chefs möglicherweise nicht das Verfahren in Washington, sondern jenes um die ASE Investment mit Sitz im aargauischen Frick.

Dort deuten Dokumente auf ein kollektives Versagen hin.

Das Vorhaben der neuen BKB-Leitung, mit 50 Millionen Schadenersatz die ASE-Geschädigten durch einen aussergerichtlichen Deal zufriedenzustellen, droht zu scheitern.

Eine lautstarke Gruppe von Gläubigern schloss sich in den letzten Wochen zusammen mit dem Ziel, entweder mehr Geld zu erhalten oder dann die BKB vor einen Richter zu zerren.

Sollte es beim ASE-Betrug, der das Potenzial eines Madoff-Falls in Schweizer Dimension hat, tatsächlich zu einem öffentlichen Prozess kommen, steht für die BKB viel auf dem Spiel.

Zum Vorschein kommen könnte eine BKB-Spitze, die statt zu intervenieren weggeschaut hat. Betroffen wären nicht nur die bereits zurückgetretenen Ex-Chefs, sondern auch deren Nachfolger.

In einer Verfügung vom 25. März 2013 hält die Finanzmarktaufsicht Finma fest, dass die BKB „im Zusammenhang mit der am Private Banking-Standort Zürich betreuten Geschäftsbeziehung zur ASE Investment AG die bankengesetzlichen Organisations- und Gewährserfordernisse schwer verletzt“ habe.

Die Finma droht der BKB bei erneuten Fehlern mit der „Schliessung der ausserkantonalen Standorte“. Auch könne die Finma der BKB „die Zusammenarbeit mit externen Vermögensverwaltern“ untersagen.

Vor allem der BKB-Ableger in Zürich wäre betroffen. Gemäss der Finma-Verfügung stiegen dort die Kundenassets von 1997 bis 2011 von 700 Millionen auf 7,5 Milliarden. Das entsprach einem Viertel der von der Gruppe insgesamt verwalteten Vermögen.

Nach Ausbruch der Krise ist der Vermögensbestand in Zürich gesunken.

Der Verzehnfachung bis 2011 stand lediglich eine Erhöhung des Mitarbeiterbestands von 12 auf 40 Leuten gegenüber. In der ganzen BKB arbeiteten damals 760 Personen. Entsprechend lukrativ war Zürich für die BKB.

Das führte auch Ex-Kadermann Hans Ringger aus. Ringger, der die BKB Zürich bis Ende 2011 als uneingeschränkter König leitete, wurde am 11. Juni des letzten Jahres von der Finma einvernommen.

Ringger zeichnete dabei das Bild einer BKB-Zentrale, die noch so gern die Gewinne aus dem Geschäft mit der ASE Investment einsteckte.

Der grösste Teil der Erträge aus dem EVV-Geschäft mit der ASE sei in Basel gelandet. Entsprechend positiv habe sich das auf die Boni der Chefs im Hauptquartier ausgewirkt.

Laut Ringger sei ASE Investment ein besonders lukrativer Kunde gewesen. Es gäbe kaum andere, die „auf einer Kantonalbank CHF 4 Mio. zu verdienen“ gäben, sagte der Ex-Zürich-Chef gemäss Aussageprotokoll.

Das sei ein „enormer Betrag“, nämlich „netto und von diesen 4 Mio., die wir in Zürich verdient haben mit ASE, da muss ich mich auch immer wehren, gehen 3 Mio., also 75% nach Basel, wo wir keinen Bonus daraus gehabt haben“.

Mit Verweis auf seinen jahrelangen Sitz in der erweiterten Geschäftsleitung nahm Ringger die obersten Chefs der BKB in die Pflicht.

„Das waren ja alle Kollegen und ich wurde von diesen gedrängt, dass ich ja schauen soll, dass wir diesen Kunden nicht verlieren. Ich wusste auch wieso, weil sie auch ihr Geld gemacht haben mit dem Kunden.“

Vor Jahresfrist versuchte Ringger, zusammen mit einem ganzen Team der BKB Zürich, einen Neustart bei der VP Bank. Als die Finma Wind davon kriegte, trennten sich die Liechtensteiner rasch vom Private Banker.

Selbst wenn Ringger umstritten ist, sind seine Aussagen rund um die ASE-Geschichte für die BKB-Spitze gefährlich. In einem Prozess könnte Ringger als Kronzeuge auftreten und seine einstigen Mitstreiter belasten.

Diese versuchen, einen Domino-Effekt mit Hilfe einer Untersuchung durch die Zürcher Starkanzlei Bär & Karrer zu verhindern. Der ausführliche Bericht ist bis heute unter Verschluss, nur ein Auszug wurde freigegeben.

Unangenehm könnte ein ASE-Prozess vor allem für den Hoffnungsträger der BKB werden. Guy Lachappelle, der Ex-Kreditchef, der vor einem Jahr das CEO-Steuer übernommen hatte, hat am meisten zu verlieren.

Lachappelle soll laut Hans Ringger direkt in die ASE-Affäre involviert sein. In einer zentralen Passage beschreibt Ringger, wie Lachappelle als damaliger Kreditchef der BKB mit anderen Spitzenleuten mild gegenüber der ASE aufgetreten sei.

„Stellen Sie sich mal vor, ich arrangiere einen Besuch mit Herrn M. (inhaftierter ASE-Chef, die Red.), Herrn Greminger (Ex-Handelschef), Herrn Lachappelle und Herrn G. (ASE-Verantwortlicher in Zürich, in Strafverfahren verwickelt) in Frick mit ASE und wir kommen und der muss uns die ganze Sache vorlegen und die Bank schreibt im (sic!) nachher zurück, dass sie zufrieden ist und ihn weiter als Kunden behalten möchte.“

Als die Basler TagesWoche die Vorwürfe Ringgers vor Monatsfrist publizierte, wies BKB-Chef Lachappelle jegliche persönliche Verantwortung von sich.

„Selbst wenn ich es gewollt hätte, hätte ich die Beziehung zur ASE nicht beenden können“, verteidigte sich Lachappelle im Interview mit der Online-Zeitung. „Der zuständige Bereichsleiter, Herr Ringger oder der Kundenbetreuer konnten das. Das weiss Herr Ringger auch.“

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Kommentare

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  1. Die Geschädigten im Fall ASE haben sich nun in einer Interessengemeinschaft zusammengeschlossen. Informationen findet man hier: http://www.ase-puzzle.ch.

    Wer ist wirklich schuldig? Teilen Sie uns die Indizien von Ihrem Fall mit.

    Gibt es ehemalige Mitarbeiter die gerne etwas erzählen möchten? Wir hören zu!

    • wenn das so ist, wäre das sicher ein Kandidat, den die Staatsanwaltschaft Aargau mal einbestellen sollte….

  2. Der „Wolf“ wird wohl schon bald aus einem ganzen Wolfsrudel heraus berichten können. Zurzeit werden die Wege dafür geprüft und geebnet, dass ein solches konstituiert werden kann. Der Staatsanwalt wird aus dem ganzen Rudel detailliert mit Informationen und Beweisen unterstützt, damit er seine Arbeit ungehemmt erledigen kann. Die ungeheuerlichen Vorfälle rund um die kundenschädigenden Geschäftspraktiken der ASE-BKB Verbindung werden aufgedeckt und die mutmasslichen Betrüger, die Mittäter, die Mitwisser und die, welche die Taten hätten unterbinden können, werden gnadenlos verfolgt und dem Recht zugeführt. Bitte haben Sie Verständnis, wenn wir nicht alle Aspekte der Verfehlungen offenlegen und zur Diskussion stellen. Es geht darum, dass wir mit unserer ganzen Kraft und Munition die Schlangengrube ausheben. Wenn es also ein wenig ruhiger wird bedeutet dies, dass im Hintergrund enorm gearbeitet wird und sich etwas Grosses vorbereitet.

    Ermutigende Kommentare werden aber gerne gesehen und sind uns Ansporn, weiterhin für die Gerechtigkeit unser Wissen, den unbeugsamen Willen und die Arbeitsleistung einzusetzen.

    • Bekanntlich haben die Basler Kantonalbänkler auch im US-Geschäft, bis es zu spät war, an vorderster Front mitgemischt.

      Freuen wir uns also auch darauf, dass die Herren Guy Lachappelle (CEO & langjähriger Kreditchef) und Dominik Galliker (stv. CEO & langjähriger Private Banking-Chef), welche bekanntlich sehr gut Deutsch und Französisch, jedoch nur schlecht Englisch sprechen, ebenfalls in den USA aussagen müssen…

  3. @ueli meier:
    Die FINMA hat natürlich jetzt das Problem, dass sie in der Zwickmühle ist, in die sie sich notabene selbst hinein manövriert hat. Zweimal hat sie die ASE durchleuchtet. Wie die FINMA vorschiebt, sei sie nicht verpflichtet, die Geschäftstätigkeit der ASE zu untersuchen, sondern lediglich nach den Standesregeln für Fonds-Vertriebsträger zu prüfen. Eine üble Ausrede und pikant, denn etwas passt nicht dazu, nämlich: Eine Frau der FINMA, die die Untersuchung bei der ASE durchführte, leider kann ich mich an ihren Namen nicht mehr erinnern, soll gesagt haben: „Wir werden die ASE Investment AG während der Auflösung der Gesellschaft begleiten.“ Bei der FINMA muss es ein Protokoll zu dieser Äusserung oder zumindest des Kerns dieser Aussage geben. Zuletzt wurde aber zweimal grünes Licht gegeben, die ASE durfte weiterfahren mit ihrem vermutlich betrügerischen Geschäftsmodell, das die BKB doch „so gut verstanden hat und nachvollziehen konnte“ (siehe Lobesmail BKB an ASE). Jetzt kommt die FINMA unter Druck, sie müsste zugeben, zweimal den selben Fehler gemacht zu haben. Oje oje, wie kriegt man da politisch die Kurve ohne rauszufliegen? Peinlich, peinlich, wenn man zugeben müsste, dass der Job nicht richtig erledigt wurde. Die FINMA müsste sich vorhalten lassen, dass Kunden wegen der „Finanzpolizei“ ins Messer gelaufen sind und Millionen verloren haben. Es könnte also gut sein, dass auch die FINMA vor den Kadi gezerrt werden dürfte.

    Eine saubere Lösung hätte ich schon parat:
    Liebe BKB, liebe FINMA, gebt auf, schlachtet Eure Sparsäulis und schnürt für die Geschädigten ein nettes Päckli. Zahlt den arglosen und betrogenen ASE-Kunden ihre Gelder zurück, die sie einstmals einbezahlt haben. Und endlich kann für alle Ruhe einkehren.

    Ach ja, liebe BKB-ler, die Ausrede: „Wir können doch nicht einfach Staatsgelder dazu verwenden, Zahlungen an einzelne Kunden zu tätigen.“ kann nicht gehört werden, denn der Basler Steuerzahler ist ehrlicher als Ihr glaubt und will Gerechtigkeit sehen, auch wenn es etwas kostet!

    Viel Mut, Ihr schafft das schon!
    Wenn Ihr wollt!

    • @ Wolf

      Leider haben die Bebbibanker diesen Mut nicht.

      Dies würde ja bedeuten, dass es nicht 47 Mio sondern 300 Mio kosten würde. Und dann kommen ja auch noch die DoJ-Bussen.

      Lieber investiert die Basler Skandalbank riesige Millionenbeträge in Anwaltskosten, als ihre Kunden im Sinne ihres Slogans – den sie quasi als Realsatire weiter beibehalten – zu entschädigen.

      Letze Woche vor Bezirksgericht Zürich hat man ja eindrücklich gesehen, wie die RA Gozzi und Herzog (Büro Niedermann Zürich) den langjährigen Chef von BKB ZH während Stunden als den „saubersten“ Spitzenbanker darstellten, den die Schweiz je gesehen hat…

  4. In seiner heutigen Rede erwähnt Guy Lachappelle, dass man bereits mit 89 % der BKB/ASE-Betrugsopfer sich einigen konnte.

    Er verschweigt jedoch, dass die Basler Skandalbank mit vielen betragsmässig sehr grossen Gläubigern weit entfernt davon ist, eine Einigung erzielt zu haben.

    Reminder für Dr. Andreas Sturm: Auch mit der BKB ZH-geschädigten, 90jährigen Frau I. L. ist die BKB weit entfernt davon, diese Altlast erledigt zu haben. Hier übersteigen die Anwaltskosten, in welche die BKB und der langjährige Chef von P1 investiert haben den eigentlichen Streitwert bereits um das Doppelte.

    Die FINMA sollte auch hier einmal überprüfen, ob dies mit der Gewähr für eine einwandfreie Geschäftsführung noch zu vereinbaren ist?

  5. Auszug Firmenpräsentation:

    Unabhängige Beraterbank bedeutet:
    • Keine Bindung an Drittanbieter bei
    Anlageprodukten; Kaufberatung
    nach dem Best-in-Class-Ansatz
    • Fokus auf Beratung, und zwar
    über alle Vertriebskanäle (Filiale,
    Telefon, E-Kanal)

    –> über alle VERTRIEBSkanäle wird „unabhängige“ Beratung angeboten. klingelts?

  6. Eine schöne Ansprache zu den Jahresergebnissen findet man heute auf der Homepage der Bank. Kundengeldabfluss, Margenerosion, viele Altlasten.

    Es wäre die Chance, jetzt transparent über die echten Verfehlungen der Mitarbeiter zu sprechen und für die Konsequenzen geradezustehen. Die sogenannte „Lautstarke Gruppe“ wird hoffentlich alles daran setzen, die Verfehlungen publik zu machen – dafür wird wohl eine PUK nötig sein.

    Fakt ist, dass ohne Mithilfe der Bank der ASE-Betrug nicht möglich gewesen wäre und somit die Kunden schadlos gehalten werden müssten, das kostet aber natürlich eine Stange Geld, würde aber dem Motto „Fair Banking“ entsprechen und tausende von zukünftigen Kommentaren und Zeitungsartikeln vermeiden. Der „neue“ Bankrat hat hier eine einmalige Chance bevor er sich der alten Strategie anschliessen muss – was jemand mit einem Gewissen kaum machen kann.

    Nochmal für alle Interessierte:
    – Alle Überweisungen sind widerrechtlich passiert
    – Alle Zinsbelastungen ebenso, da die Kunden gar keine Kredite aufnehmen durften
    – Die Bank weigert sich zu dokumentieren, wer wann und warum die CAD Konti eröffnet wurden. Kunden können nicht für sie unbekannte Konti haftbar gemacht werden
    – Sogar beim Fond war die Bank Depotbank und hätte gewisse Transaktionen nicht zulassen dürfen
    – Die Verantwortlichen haben nachweislich seit 07 die ASE im Verdacht aber nicht den Stecker gezogen
    – Die Margenmankoliste musste wöchentlich von RM visiert werden. Es war also klar, dass die einbezahlten Beträge der Kunden nach wenigen Monaten weg war
    – aus Finma Protokoll: „Die BKB lässt ohne erkennbaren Willen des Kunden die Kredite zu“. –> haftbar?
    – Kündigunen an Mitarbeiter beinhalten die fehlbaren Punkte
    – Beurteilung der Risiken war für Bank (nicht aber für die Kunden) ex ante möglich, da der CO zweimal den Abbruch der Geschäftsbeziehung vorschlug
    – Netting der Positionen (und gleichzeitiger Verstoss gegen Ziff. 2 der bankinternen Richtlinien)
    – fehlende Archivierung Originalaufträge (Beweisvertuschung)

    Wie stellt sich wohl die Haftungsfrage wenn die Finma feststellt: „Art32 Finmag, bankgesetzliche Organisationspflicht und Gewährserfordernis wurde schwer verletzt“

  7. ..könnte sein, dass sie weggeschaut haben…
    das ist ja wohl erwiesen und offensichtlich. lachappelle wie auch sturm wissen genau bescheid und decken all die verfehlungen, hetzen homburger auf klagende kunden und setzen diese unter druck.
    genauso wie man sich „fair-banking“ vorstellt.

    aufräumen ist angesagt und für die fehler gerade stehen!!

  8. erschreckend ist, dass viele leute wissen was gelaufen ist. der bär karrer bericht fasst dies wohl alles in den nicht veröffentlichten passagen zusammen. fakt bleibt, dass die GL und der bankrat diesen zurückhält um mitarbeiter zu decken.
    mitarbeiter, die :
    – sich selbst neuemissionen zugeteilt haben.
    – devisengeschäfte pendent gehalten haben und erst mit verspätung zugeteilt haben.
    – neuemissionszeichnungen dupliziert haben
    – aktienkurse genutzt haben
    – etc…
    der bankrat und die GL weiss all dies schon lange und trotzem versuchen sie die kunden, die uebers ohr gehauen wurden via homburger unter druck zu setzen und still zu halten.
    auf der anderen seite wurde den „verabschiedeten“, matter, gremminger, schlegel etc. trotz all den „versäumnissen“ lohn und bonus weiterausbezahlt. die normalen angestellten, fürchten heute wegen den sauereien der herren um ihren bonus. das ist also, was man in basel unter „fair-banking“ versteht. (banking mit ein bisschen „fair-brechen“?)

  9. durch eine schliessung der filiale zuerich aendert sich nichts. die probleme bleiben. es wäre dem bankrat gut geraten aufzuräumen und für fehler hinzustehen. nicht dauernd die fehlbaren mitarbeiter decken.
    je mehr anleger in einen vergleich einlenken, desto grösser, dass der bkb-finma-filz damit durch kommt.

  10. Das Kader dieser Titanic hat durch Geldgier ihr stolzes Schiff praktisch selbst aufgeschlitzt. Und auch dieser Kapitän, wie das Original es ebenfalls war, ist wenig fähig, das Richtige zu tun. Sie alle hören das Lied „Näher zu Dir mein Gott“. Aber es wird sie wohl nicht der liebe Gott empfangen, eher der Teufel. Es bleibt nur zu hoffen, dass die BKB-Führung den Anstand hat, die betrogenen ASE-Kunden korrekt zu entschädigen und sich zu entschuldigen. Fertig mit homburgischem Gesülze und faulen Ausreden, hin stehen wie ein Mann und die Fehler zugeben, das nenne ich Anstand, alles andere ist feige Politik. Das Schiff ist kaum mehr zu retten, selbst die Ratten haben es schon verlassen, man hat es ja gelesen.

  11. Ein Bekannter von mir erhielt heute einen freundlichen Anruf einer grösseren Anwaltskanzlei mit dem Inhalt, man möge sich doch bitte nicht zusammenschliessen und über die Medien Informationen preisgeben, das habe auf die Vergleichsverhandlung keinen Einfluss und sei nicht zielführend.

    Die Frage ist, wessen Ziele damit nicht erreicht werden können…

  12. Basler Kantonalbänkler verbessern Schweizer Medaillenbilanz:

    Kummer: Gold
    Galmarini: Silber
    Sturm: Bronze

    Lachappelle: Leder
    Ringger: Doppel-Leder
    Graber: Trippel-Leder

  13. Sollte es zu einer Schadensersatzklage der Geschädigten kommen, so wird beantragt, dass die BKB-Vizepräsidentin, Frau Christine Keller, als Gerichtsschreiberin am Zivilgericht Basel-Stadt in den Ausstand tritt.

    Basler Daig at its best!

  14. Sollte sich „äm Beppi si Bangg“ morgen erlauben, meine Dividende zu kürzen, so werde ich an der Fasnacht und an der nächsten PS-Versammlung, nachdem ich mir vorher etwas Mut angetrunken habe, lautstark dagegen protestieren.

    Zuerst sollen dann ‚mal die Herren Lachappelle, Schöniger, Lehmann, Levin usw. freiwillig auf die Hälfte ihrer Bezüge verzichten.

    So wie es die Kollegen im Kanton Aargau bereits vorgemacht haben.

    • @Pensionierter: Ich mache auch mit! Und die Rechnung für den Trunk senden wir der BKB.

    • dr Daig schribt sich mit 2 waiche B’s, also beBBi, was au meh dr Gsamtleistit entspricht.

    • @ Schnitzel-Bank

      In ihrem unbändigen Drang nach Zürich zu expandieren, haben die Basler Bebbi auf ein drittklassiges Team gesetzt.

      Sämtliche Warnungen haben Sigg, Matter, Schöniger, Lachappelle usw. während Jahren in den Wind geschlagen. Da sie immer alles besser wussten und „Schuld immer der andere“ ist. Noch so gerne haben die Topmänäger auch in Basel die „verdienten“ Boni eingesackt.

      Weiss man schon, wie hoch die Einbussen mit Bezug auf die Ablieferung an den Kanton (resp. Basler Steuerzahler) sind?

  15. Die BKB wollte in Zürich in der Champions League mitspielen, während man in Basel weiterhin in der Challenge League dümpelte. Scheitern war nur eine Frage der Zeit.

  16. Wenn es zu wenig Kunden gibt und zu hohe Kosten, dann wird es mittelfristig auch keine BKB Niederlassung in Zürich mehr geben können. Das gilt aber nicht nur für die BKB sondern für alle Banken in der Schweiz. Es bleibt spannend mit der Entwicklung auf dem Finanzmarkt.

  17. … Aber Kunden, die nach dem EWR-Nein ihre Europa-(Beratungs-)Aktivitäten über eine englische Gesellschaft abwickelten, das Konto zu kündigen mit dem Verweis darauf, man „treibe keine Geschäfte mit „Sitzgesellschaften“… mit derartigem „Fachwissen“ zu argumentieren – darin waren die Bebbibanker einsame Spitze!

  18. Die angeblich bauernschlaue BKB/Homburger Strategie, die BKB/ASE-Betrugsopfer mit mikrigen 20 % zu entschädigen, entpuppt sich je länger je mehr zum Rohrkrepierer.

    Auch die Hoffnung, mittels grosszügiger Entschädigung der Geschädigten-Vertreter WerderVigano und AFP könnte man das Problem lösen, war ein Trugschluss.

    Solange die Basler Skandalbank sich weiterhin konsequent weigert, mit den Altlasten aufzuräumen, bleibt ein weiterer „sturm in la chappelle“ unausweichlich.