Die Gold-Initiative verkennt die Realität

Ende November kommt die Gold-Initiative zur Abstimmung. Sie will in Bezug auf die Goldreserven der Schweizerischen Nationalbank (SNB) folgende Vorschriften einführen: Die SNB soll mindestens 20 Prozent ihrer Bilanzsumme in Gold halten, dieses in der Schweiz lagern und kein Gold verkaufen dürfen. Das erklärte Ziel der Initianten, den Schweizer Franken abzusichern und Volksvermögen zu erhalten, ist natürlich zustimmungswürdig. Die vorgeschlagenen Vorschriften taugen aber nicht dazu, dieses Ziel zu erreichen. (…)

Zunächst besteht zwischen dem Verkaufsverbot für Goldreserven und der Verpflichtung zu einer 20-prozentigen Goldreserve ein gewisser Widerspruch. Wenn der SNB verboten wird, Gold zu verkaufen, dann geht es gar nicht mehr darum, ihre Goldreserven prozentual und flexibel nach ihrer Bilanzsumme auszurichten. Ein Verkaufsverbot für Gold kann zu einer extremen Erhöhung des Goldanteils an der Bilanzsumme der SNB führen. Das soll kurz illustriert werden.

Um heute eine 20-prozentige Goldreserve zu sichern, müsste die SNB über Gold im Wert von 100 Milliarden Franken verfügen, da ihre in den letzten Jahren stark gewachsene Bilanzsumme zurzeit rund 500 Milliarden Franken beträgt. Wenn nun die Bilanzsumme der SNB in Zukunft wieder auf das Niveau vor der Finanzkrise, nämlich auf 127 Milliarden Franken, schrumpfen würde, die Goldreserven wegen des Verkaufsverbots aber weiterhin im Wert von 100 Milliarden Franken vorhanden sein müssten, dann müsste die SNB eine Goldreserve von fast 80 Prozent ihrer Bilanzsumme halten.

Eine so unflexible Goldreservepflicht könnte die SNB davon abhalten, im Interesse der Schweizer Exportwirtschaft gegen die Frankenstärke vorzugehen. Denn zur Schwächung des Frankens muss die SNB ihre Bilanz erheblich erweitern, und wenn sie das einmal getan hat, wird sie wegen des Verkaufsverbots für Gold Mühe haben, ihre Bilanz wieder zu reduzieren.

Ein zu hoher Goldanteil an der Bilanzsumme der SNB ist deshalb nicht erwünscht, weil der Goldpreis grossen Schwankungen ausgesetzt ist und manipuliert werden kann. Der Schweizer Franken hat sich in den letzten Jahren im Vergleich zum Gold als viel stabiler erwiesen. Für eine stabile Währung braucht es heute eben nicht Gold, sondern eine robuste Wirtschaft und einen ausgeglichenen Staatshaushalt.

Die Gold-Initiative lässt zudem die Funktionsweise des heutigen Geldsystems ausser Acht, wenn sie die Stabilität des Geldes mit Goldreserven der SNB sicherstellen will. Unser Geld kommt ja lediglich zu 10 Prozent von der Nationalbank, weil diese nur für das Bargeld des Publikums zuständig ist. All unser Geld auf Bankkonten – das sind die restlichen 90 Prozent des Geldes im Publikum – wird durch private Banken geschaffen, und auf dieses Buchgeld der Banken hat die SNB keinen direkten Einfluss. Im heutigen Geldsystem hat die Nationalbank gar nicht die Aufgabe, das Buchgeld der Banken und damit unsere Bankeinlagen abzusichern.

Dazu dient vielmehr die Einlagensicherung esisuisse, die eine solidarische Haftungsgemeinschaft aller in der Schweiz tätigen Banken verkörpert. Denn im Konkursfall einer Bank ersetzen die anderen Banken über esisuisse das Geld der Kontoinhaber bis zu einer Höhe von 100’000 Franken pro Konto.

Diese Einlagensicherung ist nur auf einzelne Konkurse kleinerer Banken zugeschnitten, weil ihr Gesamtvolumen von 6 Milliarden Franken im Verhältnis zur Summe aller Schweizer Bankeinlagen in Höhe von über 900 Milliarden Franken sehr bescheiden ist.

Nun wäre es durchaus sinnvoll, die SNB mit der Sicherung des gesamten Bankensystems und der Bankeinlagen zu beauftragen. Dazu braucht die SNB aber kein Gold, weil sie die Bankeinlagen jederzeit durch neu geschaffenes Bargeld ersetzen könnte.

Noch besser wäre es jedoch, wenn nicht die privaten Banken, sondern die SNB auch das Buchgeld auf den Bankkonten schaffen würde. Dann hätte die SNB die volle Kontrolle über den Schweizer Franken und könnte ihre Stabilität und Sicherheit durch eine ausgewogene Geldpolitik zum Wohl der Allgemeinheit gewährleisten.

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79 Kommentare zu “Die Gold-Initiative verkennt die Realität

  1. @ Oeconomicus criticus

    Good-bye Vollgeldinitiative.

    Tja, nach der Blamage mit dem Euro-Peg denke ich, dass die Bürger dieses Landes bei dieser Zentralbank nicht auch noch ihr Kreditwesen zentralisiert sehen wollen.

    • Lieber Herr Dr. Ott
      Wie sagte doch Einstein: „Zwei Dinge sind unendlich…“ Daher bin ich mir nicht so sicher, denn die Obrigkeits-, Medien- und Professorengläubigkeit – oder einfach das Desinteresse – ist in diesem Land tief verwurzelt und Sport sehr gefragt. Bei den alten Römern gab es Brot und Spiele. Eine gewisse Parallele ist wohl nicht zu übersehen.
      Wenn ich zudem bedenke, dass die Leute gestern Schlange standen, um € zu kaufen…
      Auch andere Dinge gaben und geben mir immer wieder zu denken: Auf meinen – immerhin deutschsprachigen – Webseiten sind mehr und länger Russen, Tunesier, Franzosen, Singapurer, Türken, Tschechen, Ungarn, Mexikaner, Niederländer usw. als Deutsche, Österreicher und Schweizer. Ob das wohl mit Wohlstand und Übersättigung zu tun hat?
      Da sind beinahe mehr und längere Besuche von der BIZ, Finanzdepartementen und -ministerien als von sogenannt Normalsterblichen. Ich denke, diese Dienststellen wissen ja eigentlich Bescheid über das Geldsystem, wohingegen die Normalbürger anscheinend eher den professoralen Ergüssen und Irrlehren glauben als einem anonymen Wahrheitsliebenden… (Nebenbei: habe aufgrund meiner Lebenserfahrung beim Ins-Netz-Stellen der Seite nichts anderes erwartet, sodass ich nur eine Bestätigung und keine Enttäuschung erlebe.) Dabei würde ein bisschen Nachdenken selbst ohne Buchhaltungskenntnisse ja eigentlich genügen, um das System zu verstehen.
      Nun, Hauptsache, ich muss mir niemals den Vorwurf machen, gewusst aber nichts gesagt zu haben. Darum ging und geht es mir. Aber ich erwarte nicht, dass die Leute plötzlich klüger werden, denn die Börse spricht seit Jahrhunderten eine ganz andere Sprache. Und Max Frisch: „Die beste und sicherste Tarnung ist immer noch die blanke und nackte Wahrheit. Die glaubt niemand!“
      Freundliche Grüsse
      Oeconomicus criticus

    • Sehr geehrter Herr Dr. Ott

      Nachtrag:
      Sehen Sie, hier die Antwort auf Ihre Vermutung soeben entdeckt!

      Da schreibt ein Vollgeldfantast doch tatsächlich:
      „Können Sie logisch denken? Nationalbankgeld sollte logischerweise eine Schuldverpflichtung für die Geschäftsbanken sein.“
      http://www.ordnungspolitik.ch/2014/06/04/vollgeld-initiative-leere-versprechen-vom-vollen-geld/comment-page-1/#comment-43066

      Die umgehende Antwort von „Buchhalter“ trifft die Sache auf den Punkt:
      „Ach ja, selbstverständlich. Natürlich sollte jede Banknote in meinem Portemonnaie meine Schuldverpflichtung gegenüber der Nationalbank sein. Drum sammle ich diese Schuldverpflichtungen auch gerne… Interessante Logik ausgerechnet von demjenigen, der mich fragt: ‚Können Sie logisch denken?‘. Viel Spass also mit Ihrer Logik, der ich mich zum Glück nie und nimmer anzuschliessen gedenke!“
      http://www.ordnungspolitik.ch/2014/06/04/vollgeld-initiative-leere-versprechen-vom-vollen-geld/comment-page-1/#comment-43068

      Sehen Sie, Herr Dr. Ott, die Vollgeldfantasten sind unbelehrbar und die Fehlleistungen der SNB tun dem keinerlei Abbruch – vom Anerkennen der Realität und der Fakten ganz zu schweigen!

      Freundliche Grüsse
      Oeconomicus criticus

  2. @ Oeconomicus criticus

    Vermutlich habe ich mich nicht klar genug ausgedrückt – ich meinte kein Papiergeld, sondern künftig elektronisches Geld. Dieses wird auch zum legal tender. Und eben elektronisch „gedruckt“, vor allem zur Deckung der Staatsausgaben. Wodurch die ZB eingeschränkte Aufgaben zugewiesen bekommt, eben originäre, wie im Ursprung der FED zB. Dafür kann auf Bundesebene (zT auch auf Kantonsebene, i.R. von Bundeszuweisungen) die Direktbesteuerung entfallen. Und für den Rest der Kantons- und Gemeindefinanzierung reicht eine -einfache- Umsatzbesteuerung.
    Es gibt da natürlich Übergangsschwierigkeiten zu meistern, vor allem im Altersvorsorgebereich, der heute zwangsweise auf Staatsanleihen aufbaut. Aber deren Ausfall -Zinsen gibt es eh bald nicht mehr darauf- und damit eine Währungskrise werden wir Beide sowieso leider noch erleben müssen. Insofern ergäbe sich mE ein ’natürliches‘ Reformfenster. Aber das nur mal in groben Zügen.

    • Und bitte noch eine Anmerkung:

      Es ist völlig egal, was Sie als „Geld“ verwenden, ob ‚tangible‘ Dinge, also irgendwelche Güter, oder eben Bits&Bytes.

      Geld ist immer nur Ausdruck des Vertrauens in die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit derjenigen Menschen, die diese jeweilige Währung nutzen.

      Das geht also auch über Landes- bzw. ZB-Grenzen hinaus, zB indem der USS weltweit genutzt wird; oder analog damals die DM in Osteuropa.

      Alle die Menschen, die sie nutzen, bestimmen den Wert der Währung; die ZB hat da wenig Einfluss, allenfalls temporär durch brachiale Manipulation der Kurzfristzinsen. Und das, was sie darüber hinaus macht, wie Staatsanleihen direkt aufkaufen, Währungsanbindung bzw. -stützung, gehört ihr sowieso schlicht verboten.

      Was sich auch in der Geschichte immer wieder zeigte, in den Währungsimitaten, vor allem römischer Goldmünzen, der damaligen Weltreservewährung. Die wie etwa in Indien auch aus Gold bestanden, aber mit rd. doppelt so viel Gewicht als die Originale. Oder in Britannien als Imitate zu einer Zeit bereits eingeführt waren, als das Land noch gar nicht von Römern besetzt war.

      Was für mich eben der schlichte Beweis ist, dass weder das Metall noch sonst eine ‚Sachguteigenschaft‘ bestimmt, was ‚Geld‘ ist. Weswegen auch alle bisherigen VWL-Geldtheorien daneben liegen.

      Da diese wirtschaftliche Leistungsfähigkeit ’netto‘ gemeint ist (als ‚disposable income‘, wenn Sie so wollen), heisst das eben, sie wird -und daran scheitern aktuell die Währungen des Westens- zu einem beträchtlichen Teil durch den Steuer-/Abgabenkeil seitens der Regierungen bestimmt.

      Weil Staatsausgaben überwiegend konsumptiv sind, sprich, die Schulden dafür nie zurückgezahlt werden (können). Und infolge dieser Aufschuldung irgendwann selbst nicht mehr bedient werden können.

      Daher dann der Versuch, auch die Langfristzinsen nach unten zu manipulieren, was wir aktuell erleben. Und die Bürger zur (Schulden-)Finanzierung staatlicher Grossprojekte zu bewegen – was wir auch überall sehen. Und schliesslich führen Regierungen ihre Bürger idR dann noch in einen Krieg – bevor eben die (nächste) Währungsreform kommt.

      Das ist meines Erachtens das ganze ‚Geheimnis‘ hinter dem ‚Geld‘.

    • Lieber Herr Dr. Ott

      Auch da gehen wir grundsätzlich miteinander einig.
      Mein Post war mehr als Konkretisierung und insbesondere als allgemeiner Hinweis bezüglich der Problematik der Vorfinanzierung der Staaten und die Unlösbarkeit dieser Problematik gedacht denn als Kritik. Damit versuchte ich der leider weitverbreiteten Simplifizierung, Verdrehung der Tatsachen und Propaganda entgegenzutreten und ein Bewusstsein für die wahren Gegebenheiten zu wecken.

      Hier ein kleines Märchen zur Veranschaulichung – speziell für die Vollgeldfanatiker und andere Simplifizisten:

      Nehmen wir dafür eine kleine, fiktive, abgeschlossene Dorf-Volkswirtschaft. Da gibt es einen Landwirt, einen Metzger, einen Maurer und einen Schmied. Keine Waffen, keine Feinde weit und breit.
      Diese Dorfbewohner waren äusserst clever und haben ein Tauschmittel erfunden, das sie Taler nannten. Der Schmied stellte 100 Taler her, indem er sie auf seinem Amboss fertigte. Alle waren entzückt und begeistert ob seiner Glanzleistung. Der Maurer stellte dem Schmied ein Haus auf gegen diese 100 Taler. Der Maurer kaufte beim Metzger ein damit und ernährte seine Familie ein Jahr lang. Der Metzger kaufte dem Landwirt die für das Fleisch benötigten Tiere. Der Landwirt, überzeugter Selbstversorger, füllte die 100 Taler in sein Sparschwein ein…
      Tja. Jetzt ist die Dorf-Volkswirtschaft zum Erliegen gekommen. Keine Taler mehr im „Umlauf“. Der Schmied, ein Hobby-Jäger und Kräutersammler, braucht kein zweites Haus, der Maurer ist arbeitslos, der Metzger hat keine Taler mehr zum Fleischeinkauf. Soll der Schmied nun neue Taler prägen?

      Oder ein anderes Märchen:
      In der folgenden kleinen Volkswirtschaft geht es um das Kinderhüten gegen Gutscheine. Eine Gruppe von 8 Frauen setzt sich zusammen und findet ein geniales System. Diejenige Frau, die Kinder hütet, erhält von den jeweils begünstigten Frauen einen Gutschein. 7 Frauen geniessen das Leben und gehen wöchentlich zum Tanz. Eine einzige, häusliche Frau hütet ausschliesslich Kinder, denn sie hält nichts von Ausgang und Tanz. Nach einem Jahr hat sie 364 (7 x 52) Gutscheine in ihrem Sparschwein angesammelt und findet, dieses System sei doch nicht gerecht. Sie könnte nun ihre Kinder ein ganzes Jahr jeden Tag zum Hüten an eine der Frauen geben, aber sie bleibt ja lieber zu Hause. Soll sie nun weiter Kinder für die anderen hüten gegen Zettel, genannt Gutscheine, die sie doch nie braucht?…

      Freundliche Grüsse
      Oeconomicus criticus

    • @ Oeconomicus criticus

      Ja, das Horten von Geld. Darum auch die vielen Münz(sammel)funde aus antiker Zeit.

      Die wahre Ironie der Geldgeschichte dabei ist ja, dass Menschen immer dann zu horten begannen, sobald sie Angst um ihr Geld bekamen, weil der Staat i.S. des Gresham’schen Gesetzes begann, neues, abgewertetes Geld in Umlauf zu bringen. Was der natürlich nur tut, um exorbitante Staatsausgaben (Sozialgeschenke, eigene Pensionen, Kriege) zu finanzieren.

      Weil mit dem Horten jedoch das Geldangebot sinkt, löste das regelmässig quasi einen Wettlauf zwischen staatlich verursachter Inflation und -aus privater Verteidigung heraus verursachter- Deflation aus.

      Indem einerseits der Staat immer mehr abgewertetes Geld in Umlauf brachte. Was heutzutage leider auch hier im Blog so Mancher begrüsst, s. zB die Unterstützer des Frankenpeg.

      Während andere Sozialisten wiederum Zwangsmethoden wie Negativzinsen (das ‚Schwundgeld‘ nach Silvio Gsell) herbeisehnen, oder gleich soweit gehen, das gesamte Kreditwesens bei der Zentralbank zentralisieren zu wollen (‚Vollgeld‘).
      Als ob das die Menschen eher dazu bewegen würde, sich freudestrahlend entwertetem Geld zuzuwenden..

      Das Beste ist jedoch, dass sich der Staat in solchen Zeiten sogar noch selber bekämpft, weil er zur Schuldenbedienung immer rigoroser die Steuer- + Abgabenschraube anzieht (anziehen muss), was eben i.S. des dann immer weniger verfügbaren Einkommens aus Investition + Arbeit ebenfalls deflationär wirkt..

      Der reine Irrsinn.

      Leider mag das Gros der Menschheit nicht aus vergangenen Fehlern lernen, also befürchte ich, dass wir da erneut (unten) durch müssen…

  3. @ Michele D’Aloia
    Sie legen mir Dinge in den Mund, die ich nie gesagt habe:
    „die Giralgeldschöpfung der Geschäftsbanken getrennt vom verzinsten Schuldgeldsystem sei“.
    Das Schuldgeldsystem ist das Problem, das habe ich geschrieben, weil jedes Sparguthaben auf der anderen Seite eine „ewige“ Schuld nach sich zieht – und da dadurch eine ultimative Schuldentilgung verunmöglicht wird.
    Der Praktiker schrieb, nach Ihrer Aussage (meinerseits ungeprüft):
    „Banken können nur in Kooperation mit anderen Banken ihr Geld selbst schöpfen.“
    Das stimmt nicht. Selbst wenn Banken Geld schöpfen könnten, was ich ja widerlegt habe, stimmt dieser Satz nicht. (Aber Ihr spielt auch nach dem Schachmatt weiter, wie wenn nichts gewesen wäre – was eine krasse Spielregelverletzung ist, und weshalb ich mich eigentlich verabschiedet habe. Denn mit Spielregeln verletzenden Schachspielern spiele ich nicht weiter. Wenn man mir allerdings Dinge in den Mund legt, die ich nie gesagt habe – das scheint bei den Vollgeldpropagandisten ja üblich zu sein -, kann ich nicht immer schweigen. Welch tiefes Niveau!) Banken können BUCHgeld problemlos „schöpfen“, d.h. eine Schuldverpflichtung eingehen, sofern sie das nötige Bargeld besitzen, damit der Begünstigte sein Guthaben – im Rahmen der AGB – beziehen kann (und die sogenannte Mindestreserve http://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/20021117/index.html#a18 ist ja im Gesetz festgelegt). Und das nötige Bargeld können sie sich mit Hilfe repofähiger Effekten bei der ZB beschaffen:
    http://www.snb.ch/de/ifor/finmkt/operat/snbgc/id/finmkt_repos_baskets
    Alles andere, was Sie schreiben ist diesbezüglich nicht relevant.
    Besuchen Sie bitte einen Einführungskurs in Bankbuchhaltung bevor Sie mir Wissenslücken unterstellen, danke.
    Zum Vollgeld habe ich mich genügend geäussert.

    • @ Oeconomicus criticus

      Leider habe ich schon länger hier nicht mehr mitgelesen.

      Daher mein Respekt, mit welcher Geduld bzw. präziser: Kontrolle Ihre Unmutes Sie die Vollgeldfanatiker hier weiter ernst nehmen. Eigentlich zwar vergebens oder sogar sinnlos. Dennoch Danke.

      Und mein Respekt vor Ihrem Wissen – ich hatte mir Ihre Webpage einmal grob durchgelesen, und kann sie jedem wahrhaft Interessierten nur ans Herz legen.

      Obwohl es mir eigentlich ebenfalls egal sein könnte, dachte ich bislang wie Sie, dass die Menschen in diesem Lande solchen offenkundigen Unfug wie Vollgeld gar nicht erst zur Abstimmung annehmen werden.

      Allerdings war ich zugegebenermassen auch etwas verblüfft, dass 50% der Stimmberechtigten sich offenkundig überhaupt nicht für ihr ‚Geld‘ zu interessieren scheinen. Und von der anderen Hälfte die überwiegende Mehrheit eine anhaltende Deckung mit Euro-Schuldscheinen gutzuheissen scheint.

      Dennoch sollte jeder, der Kinder oder sogar Enkelkinder hat, wenigstens einmal darüber nachdenken, was er bzw. sie denen damit bereits heute an ‚Volksvermögen‘ hinterlassen hat. Und sich dann wenigstens einmal fragen, ob das auf Dauer wirklich gut gehen wird ? Und sich dann fragen, ob das dadurch besser wird, dass man unser Kreditwesen auch noch zur ‚Einheitskasse‘ zentralisiert = Vollgeldinitiative ?

      Wie auch immer – Ihnen und Ihrer Familie jetzt erst einmal eine gesegnete Weihnacht, und – leider wohl letztmals für einige Zeit – ein frohes und glückliches Neues Jahr !

      Freundlicher Gruss
      Jürgen Ott

    • Sehr geehrter Herr Dr. Ott

      Auch Ihnen frohe Festtage und ein gutes neues Jahr.

      Es ist nachvollziehbar, dass „Normalsterbliche“ im Wust an Falschinformationen den roten Faden nicht finden. Wahre und unabhängige Informationen sind relativ selten und schwer zu finden.
      Weniger nachvollziehbar erscheint mir, dass von Universitäten klare und unumgehbare Fakten ignoriert und Falschinformationen mit Vehemenz verbreitet werden. Ebenso ist mir unverständlich, wie jemand an Universitäten über Wirtschaftsethik dozieren kann, währenddem man die Ethik an den Universitäten selbst grosszügig übergeht. Es scheint, dass der altbekannte Spruch „Wes‘ Brot ich ess, des‘ Lied ich sing“ aktueller ist denn je.
      Es wird Zeit, dass ursächliche Fakten, wie z.B. und insbesondere die Problematik der Vorfinanzierung, endlich an die universitäre Wand projiziert werden.

      Freundliche Grüsse
      Oeconomicus criticus

    • @ Oeconomicus criticus

      Auch meine (unmassgebliche) Meinung zum big picture ist:

      – Dass wir einerseits im Westen eine Art Faschismus haben, wo die wirklichen Drahtzieher das Volk möglichst im Unklaren über eigentliche Geldschöpfung und Kapitalallokation lassen wollen.

      – Und der Schweiz in diesem Schachspiel lediglich die Rolle eines der letzten Sparkässeli zukommt, das es jetzt eben zu schlachten gilt.

      Wobei diesbezüglich bestimmte gesellschaftliche Elemente -ob Wertesystem, Bankgeheimnis, Direktdemokratie, bewaffnete Bevölkerung und Ähnliches- hinderlich sind und von daher schlicht beseitigt werden sollen.

      Wir werden sehen, wer sich am Ende durchsetzt..

    • Sehr geehrter Herr Dr. Ott

      „Dass wir einerseits im Westen eine Art Faschismus haben, wo die wirklichen Drahtzieher das Volk möglichst im Unklaren über eigentliche Geldschöpfung und Kapitalallokation lassen wollen.“

      D’accord. Meines Wissens wird in keiner Schule gelehrt, wie „Geldschöpfung“ funktioniert. Die Grundlagen – nicht bloss – des Geldsystems werden schlicht und einfach ausgeblendet. Stattdessen wird eine haarsträubende Theorie verbreitet, welche jedem nicht völlig hirngewaschenen Buchhalter und Ökonom die Haare zu Berge stehen lassen MÜSSTE wie z.B. die Aussagen des Vollgeldfanatikers Brenni: „Fakt ist doch: Bevor Geld weitergegeben werden kann, muss es vorhanden sein (egal ob Bareinlage oder Buchgeld)“ oder: „Indem die Banken neu nicht mehr selber Buchgeld erzeugen könnten, ohne in der Bilanz eine entsprechende Gegenposition zu buchen oder bei der Zentralbank Schulden aufzunehmen“. Quelle: http://www.ordnungspolitik.ch/2014/06/04/vollgeld-initiative-leere-versprechen-vom-vollen-geld/comment-page-1/#comment-41528. Ich glaube, viel dümmer kann man gar nicht argumentieren! Aber nichtsdestotrotz wird solcher Schwachsinn auch noch geglaubt und vehement weiterverbreitet.
      Faschismus ist m.M. Sozialismus für Reiche. Nicht zu übersehen sind dabei die Parallelen zwischen Sozialismus/Kommunismus und Faschismus.

      Allerdings bin ich der Ansicht, dass das eigentliche Problem, nämlich die Vorfinanzierung des Staates, sowohl prinzipiell ausgeblendet wird als auch prinzipiell unlösbar ist: Jeder Staat muss sich (wie jedes Unternehmen – siehe Dr. Paul C. Martin betreffend Urschuld und Kontraktschuld: http://www.miprox.de/Wirtschaft_allgemein/Macht-der_Staat-Eigentum.htm) verschulden, um überhaupt existieren zu können.
      Diese Unlösbarkeit betrifft allerdings m.E. „nur“ die schuldgeldmonetäre, nicht aber die fiskalische Seite. Die fiskalische Seite wiederum ist allerdings nur global in den Griff zu bekommen, wo wir sogleich bei der Problematik von Datenschutz, der Globalisierung (NWO) und insbesondere der Macht und der Machtstrukturen in die Unlösbarkeitsfalle tappen (Orwell lässt grüssen) – die ultimative Schuldlöschfunktion von Warengeld/Gold lassen wir in dieser Diskussion erstmal aussen vor, da nicht relavant im herrschenden Schuldgeldsystem. (Dass Recht nicht dasselbe ist wie Gerechtigkeit, brauche ich Ihnen ohnehin nicht zu sagen.)
      Mit simplizistischer Kritik und Vereinfachung der Problematik kommt man nicht bloss nicht weiter, sondern landet schnurstracks im nächsten Desaster. Zu meinem tiefsten Bedauern erblicke ich zum jetzigen Zeitpunkt keine Auswegsmöglichkeit:
      – Einerseits diejenigen, die die Macht (http://www.truthcontrol.com/pictures/pyramid-manipulation) innehaben, sind nicht bereit, auf diese zu verzichten und spielen ihre tödlichen Spiele, beginnend mit der simplifizierenden Propaganda.
      – Anderseits die Ignoranz, Abstinenz, Resignation oder gar Besserwisserei und nichtswissende oder gar skrupellose Weiterverbreitung der Propaganda durch einen Teil der professorentitel- und obrigkeitsgläubigen oder gar finanzierten, nicht selbst reflektierenden, konsumfreudigen und leicht manipulierbaren „Normalsterblichen“, welche nicht imstande oder willens sind, ihre eigene, unabhängige Meinung zu bilden und die Wahrheit mithilfe auch nur grundlegender, laienhafter Buchhaltungskenntnisse selbständig zu erforschen und die plumpe Propaganda dadurch problemlos zu durchschauen.

      „Und der Schweiz in diesem Schachspiel lediglich die Rolle eines der letzten Sparkässeli zukommt, das es jetzt eben zu schlachten gilt.“

      Genau. Die Schweiz war Zufluchtsort der Hochfinanz während des WK, was sie auch von einem Überfall verschonte. Aus der Vorbereitungszeit von WKII stammt auch das Bankgeheimnis (1934 – http://www.textatelier.com/index.php?id=996&blognr=3206). Diese Rolle kann nun zugunsten von Fernost aufgegeben und das Land sowie die Arbeiter samt Pensionskassen ausgeschlachtet werden. Wenn die Schweizer wüssten, wie sie mit der Euroanbindung geschoren werden, gäbe es eine Revolution vor morgen früh (um Henry Fords Worte an aktuelle Gegebenheiten anzupassen).

      Freundliche Grüsse
      Oeconomicus criticus

    • @ Oeconomicus criticus

      Auch d’accord. Wobei ich einerseits einen Schritt weiter gehen würde, und nicht die Vorfinanzierung des Staates sondern prinzipiell die Vorfinanzierung als Problem und unlösbar erachte, da immer ‚jemand‘ (ein Unternehmer) den ersten Schritt tun und sich verschulden muss. Was ja bereits im AT im Levithicus als ewiger Kreislauf beschrieben wurde. Was per se mE aber auch nicht falsch bzw. schlecht sein muss, sofern es sich eben um potentiell produktive Mittelverwendung und nicht um Konsumfinanzierung handelt.

      Andererseits halte ich es bezüglich des Staates mit denjenigen Autoren, die für das simple Drucken von Währung i.R eines jährlichen Haushaltsbudgets plädieren bzw. plädiert haben, anstatt sich dieses ‚Geld‘ als Staatsschulden von einem selbst geschaffenen Monopolanbieter ‚Zentralbank‘ gegen Zinszahlung zu leihen. Mit gigantischen Fees + Boni für Investmentbanker in between. Nachdem aufgelaufenen Zinsen heute eben bereits rd. 70% aller Staatsschulden im Westen ausmachen..

    • Lieber Dr. Ott
      Zu Ihrem ersten Absatz: Der Unterschied zwischen Unternehmen und Staat ist doch der, dass der Staat grundsätzlich infallibel ist, was einen risikolosen Zins ermöglicht. Siehe dazu auch Dr. Martin: https://sites.google.com/site/geldsysteminfo/problematik/teilreserve/Staat%20als%20Schuldner.jpg.
      Zu Ihrem zweiten Absatz: Simples Drucken von Währung ist m.E. nur mit einem gesetzlichen Zahlungsmittel möglich, welches ich allein schon grundsätzlich als problematisch erachte. Zudem ist dieses „Geld“ dann ja entweder deckungslos oder aber wiederum eine Staatsschuld. In beiden Fällen dürfte die Akzeptanz nicht sonderlich gross sein. (Ich erinnere diesbezüglich auch an John Law sowie die Assignaten: http://www.foonds.com/article/5893//fullstory.) Zudem verwässert eine solche Staatswährung das bestehende Geld. Dass dieses Monopol des Staates missbraucht werden dürfte, liegt ohnehin auf der Hand. Papiergeld bezieht ja seinen Wert aus der Tatsache, dass die Schuldner ihr Pfand samt im verpfändeten Vermögenswert innewohnendem Eigenkapital verlieren, falls sie ihrer Vertragspflicht nicht nachkommen, weshalb sie alles daran setzen, in den Besitz eben dieses Geldes zu kommen.
      Freundliche Grüsse
      Oeconomicus criticus

  4. Sehr geehrter Herr @Oeconomicus criticus,

    es tut mir leid, nochmals zu widerholen, dass Ihr Irrglaube die Giralgeldschöpfung der Geschäftsbanken getrennt vom verzinsten Schuldgeldsystem sei, eine krasse Überlegungsfehlinterpretation ist:

    In Ihrer Website lese ich: Zitat:

    Die Bank braucht immer das Geld für den Kredit (+ Mindestreserve) flüssig, um einen Kredit überhaupt gewähren zu können. Wie sonst sollte sie denn die Gutschrift auf ein Konto bei einer anderen Bank vornehmen können oder den Betrag bar auszahlen? Auch daher ist die Forderung der Vollgeldclaqueure nichts weiter als Wischiwaschi:
    Ein Geldinstitut dürfe nur dann ein neues Darlehen vergeben, wenn es im gleichen Ausmaß über Bargeldreserven verfüge, forderten prominente Ökonomen in den 30er- und 40er-Jahren.

    Eine Bank ist eine private Firma. Keine private Firma gibt ein Zahlungsversprechen (= Geld) heraus, wenn sie nicht ihren Grund hat. Und dieser Grund kann nicht Nichts sein!

    Ganz abgesehen davon: Wie erklären diese Leute denn, dass Banken pleite gehen können, obwohl sie ja angeblich Geld aus dem Nichts schöpfen können?

    Ende Zitat.

    Ich zitiere @Praktiker wenn er den Herren Dres. Meyer + Ott erklärt, wie eine Bank pleite geht.

    Anfang Zitat:

    Banken können nur in Kooperation mit anderen Banken ihr Geld selbst schöpfen. Sie müssen dazu untereinander eine ausgeglichene Zahlungsbilanz herstellen. Beachtet eine Bank dieses Prinzip nur unzureichend, so schöpft sie neben Geld auch immer mehr Schulden. Nehmen die Schulden gegenüber den anderen Banken eine Dimension an, die die anderen Banken nicht mehr tolerieren, so verweigern sie weitere Interbank-Kredite. Verweigert auch die Zentralbank jeglichen Kredit, so ist die Bank zahlungsunfähig. Keine Bank nimmt von dieser Bank mehr Überweisungsaufträge an. Die Bank ist pleite.

    Ende Zitat!

    Was sagt dieses eindeutige Zitat aus? Klar doch, Banken können Giralgeld nur im Gleichschritt schöpfen.!!! Girall/Buchgeld = 95% der Geldmenge. Wieso glauben Sie wohl, weshalb die Banken Bargeld abschaffen wollen?

    @Oeconomicus, Sie haben offensichtlich, bitte keinerlei Polemik damit verstehen, dramatische Wissenslücken über die herrschende Bankenpraxis.

    Bitte merken Sie sich folgendes:

    Jedem Sparguthaben geht ein Zahlungseingang auf ein Konto der Bank voraus. Durch den Sparvorgang wird das Geld eine gewisse Zeit festgelegt. Es kann für diese Zeit nicht für einen Zahlungsausgang benutzt werden. Somit erhält die Bank durch das Sparen Gutschriften auf ihren Interbank-Kreditkonten von anderen Banken. Da die anderen Banken in ähnlichen Größenordnungen Sparguthaben einlagern, gleichen sich die Zahlungsströme zwischen den Banken zum großen Teil aus und somit auch die gegenseitigen Gutschriften auf den Interbank-Kreditkonten. Es müssen sich aber alle Banken um Sparer bemühen, da die anderen Banken es auch tun. Sie sind dazu gezwungen, um Schulden auf ihren Interbank-Kreditkonten zu vermeiden. Sie locken die Sparer mit Zinsversprechen. So entstehen ausgeglichene Zahlungsströme zwischen den Banken, die die Voraussetzung für die Giralgeldschöpfung sind.

    Diese ungerechfertige Macht und Privileg gegenüber Nichtbanken-Realwirtschaft wird mit Vollgeld beendet!

    Das dürfte doch nicht schwierig sein zu verstehen, oder? Ich entschuldige mich für die Länge des Textes (das meiste sind Zitate) aber Sie argumentieren mit unhaltbaren Thesen.

    Freundliche Grüsse
    Michele D’Aloia

  5. Lieber @criticus,

    Ziemlich unverfroren finde ich daher diesen Satz in einem Ihrem Kommentare: „Daher ist auch das Geschwätz der Kritiker insofern dumm, die aktuelle Wirtschaftskrise sei ein Geld/Zinsproblem.“

    Sie ist es aus meiner Sicht sehr wohl! Wer Schwätzt hier wirklich dummes Zeug?

    Ich gehe von falschen Annahmen aus??? Ich stelle nur Fakten fest! Sie arbeiten jedoch mit Nebelkerzen, um den Leuten den klaren Blick auf die Dinge zu verschleiern!

    In Ihrer Website findet man Hirngespinste, woimmer man sieht.

    Zitat_

    Sonst könnte jede Geschäftsbank unendlich viele Kredite vergeben“…) unterstellen sie indirekt einen MRS von 0%. Beides völlig unrealistische Werte!“

    Das meine ich mit Nebelkerzen. Wer geht hier von falschen Annahmen aus????

    Und Sie sollen die Giralgeldschöpfung aus dem Nichts der GB widerlegt haben? Und Sie wollen glaubhaft machen Vollgeld wäre eine Beleidigung? Ihre Thesen sind eine Beleidigung mittlerer Intelligenz! Bleiben Sie sachlich und lernen Sie mal, auch im Ruhestand ist dies noch möglich, die Begriffe exakt zu definieren.

    Beste Grüsse
    Der Parkatiker

    • @ Praktiker
      Woher nehmen Sie dieses Zitat, das ich nie geschrieben habe:
      “Daher ist auch das Geschwätz der Kritiker insofern dumm, die aktuelle Wirtschaftskrise sei ein Geld/Zinsproblem.”
      Und woher bitte nehmen Sie dieses Zitat, das ich auch nie geschrieben habe:
      „Sonst könnte jede Geschäftsbank unendlich viele Kredite vergeben”…) unterstellen sie indirekt einen MRS von 0%. Beides völlig unrealistische Werte!“
      Es fragt sich, wer unverfroren ist! Sie haben nun den absoluten Tiefstpunkt erreicht, schämen Sie sich in Grund und Boden, pfui!

  6. @Oeconomicus criticus,

    je mehr ich mich in Ihrer Website vertiefe, desto abstruser und unlogisch scheint Ihre Argumentation zu sein.

    Sie schrieben weiter unten Zitat:

    Wenn Sie Bargeld auf Ihr Bankkonto einzahlen: Würden Sie dann auch behaupten, die Bank schöpfe Geld aus dem Nichts? Aha. Aber dieses Buchgeld hat ja vorher nicht bestanden – und Ihr Geld stammt mit einiger Wahrscheinlichkeit von einem Kredit an Ihren Arbeitgeber, falls Sie Arbeitnehmerin sind!

    Zitat Ende.

    Überlegen Sie mal, was Sie hier: entschuldigen Sie, für Blödsnin schreiben.

    Ich mit meinem Bargeld (also: Zentralbankgeld!) zahle auf meinem Konto ein und behaupte:

    a) es handele sich, um Giral/Buchgeld?

    b) die GB habe es geschöpft?!

    Sagen Sie mal, lieber @criticus – von Oeconomicus kann nicht die Rede sein, merken Sie den Nicht das in Ihrem Wahn das Offensichtliche zu Leugnen, einfach plappern?

    1. Können Banken Geld schöpfen (Giralgeldschöpfung) ?
    2. Verlangen Banken für diese Kredite Zinsen ?
    3. Können Banken bei Kreditausfällen in Schwierigkeiten (Verlust der Aktiva) gelangen ?

    Sowohl, Dres. Meyer + Ott als auch Sie @critiscus, dass dürfte inzwischen allen Leserinen und Leser klar sein, dass ihr bemüht seit an sich die Diskussion um Begriffe drehen zu lassen, und nicht um den Vorgang/wahrheit an sich.

    Insbesondere, Sie haben eine eigene Sprachwelt geschaffen, die den Laien verwirren soll. Das wird dann problematisch, wenn man seine eigene Begriffsetzung zum Maßstab definiert und Darstellungen, die sich an den allgemeinen und veröffentlichten Stand halten als falsch, unpräzise und inkompetent abtuen.

    Der Vorgang an sich, dass Banken „aus dem Nichts“ Kredite für Kunden einräumen können, d.h. mehr Kredite vergeben können als Kundeneinlagen vorhanden sind und für diese (aus dem Nichts erzeugten) Kredite Zinsen verdienen, ist unbestritten.

    So sehr ich die begriffliche Klärung und Argumentation von Ihnen nachvollziehen kann, halte ich das Auseinanderklaffen zwischen Realität und Ihrem Sprachgebrauch für ungut.

    Hier beginnen Sie ein sprach-definitorisches Eigenleben zu leben und Abweichendes davon als Falsch zu etikettieren. Schon gar nicht darf es m.E. dazu kommen, dass Personen, die die Regel-Begriffe verwenden, diskreditiert und ins Off gestellt werden. Darin, ist neben bei bemerkt: Dr. Meyer Spitze!

    Darüber hinaus verwirrt man sich in Ihrem selbstgebasteltem Gedankengebäuden, die in Giralgeld kein Zahlungsmittel bzw. Schuldentilgungsmittel sehen, sondern ein Zessionsmittel – nur weil da eben eine Ebene höher 2 Kredite in wesentlich geringerem Umfang vergeben worden sind.

    Diese sind aber im Publikumsverkehr leider überhaupt nicht von Interesse, sonst müsste man jegliche stattgefundenden Käufe und Verkäufe, die nicht mit Bargeld bezahlt worden sind, bei einem Bank-Run rechtlich anfechten, da ja dabei nicht gezahlt worden sei.

    So kann man sich seine Welt totdefinieren.

    Übrigens: „Aus dem Nichts ist eine Metapher“!!!

    Da haben Sie gemeinsam mit Herren Meyer + Ott ein Problem, weil Ihr eine Denkblockade habt.

    Warum soll man keine Metaphern verwenden? Weil sie unpräzise sind? Das ist eine tautologische Aussage, denn eine Metapher wird nie präzise das beschreiben, wofür sie eingesetzt wird. Sie kann höchstens unpassend sein. Genau das sehe ich bei der Geld-„Schöpfung“ aber nicht.

    Ich denke, es handelt sich nicht einmal wirklich um eine Metapher, sondern „Schöpfung“ ist einfach ein gebräuchlicher Begriff für „Etwas das neu entsteht“ bzw. „Etwas das neu entstanden ist“ bzw. für den Prozess der dazu geführt hat. „Der liebe Gott ist der Schöpfer der Welt“, „dieser Beitrag ist meine Schöpfung“ – sind diese Aussagen unpräzise? Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand nicht weiß, was damit gemeint ist.

    Beste Grüsse
    Der Praktiker

    • @ „Praktiker“
      „Buchgeld (auch Giralgeld, Geschäftsbankengeld) ist EINE FORDERUNG AUF Bargeld“
      http://de.wikipedia.org/wiki/Buchgeld
      Obige Begriffsdefinition stammt also nicht von mir.
      Buchgeld ist somit offensichtlich kein Bargeld, sondern eine BargeldSCHULD. Der Oberbegriff von Buchgeld + Bargeld heisst Geld.
      Eine Schuld eines Wirtschaftssubjekts mit seinem Vermögen zu vermengen, ist krasse Irreführung. Aus Sicht der Bürger ist Geld (also sowohl Buch- als auch Bargeld) immer ein Guthaben (daher auch der Oberbegriff Geld). Aus Sicht der Geschäftsbank ist Buchgeld eine Schuld, Bargeld jedoch Vermögen. Aus Sicht der Zentralbank sind sowohl ihr eigenes Bar- als auch ihr Buchgeld eine Schuld.
      Man kann nicht Bargeld mit Buchgeld gleichsetzen. Wenn man allerdings behauptet, eine Bank schöpfe Geld, beinhaltete dies das Wort Bargeld, was offensichtlich falsch ist.
      Die Floskel „Geldschöpfung aus dem Nichts“ beinhaltet alle Elemente der Hirnwäsche:
      – ein Element Wahrheit = Tatsache
      – eine neugedeutete Halbwahrheit = Suggestion
      – und eine fette Lüge = Super-Suggestion.
      Wer die Sprache beherrscht, beherrscht die Menschen. Wichtig ist daher, zu erkennen, dass Buchgeld eine Schuld der Bank ist und kein Aktivum. Ebenso wichtig ist zu erkennen, dass jeder eine Schuld eingehen kann – nicht bloss die Banken. Und klar ist auch, dass kaum jemand eine Schuld eingeht, wenn er nicht seinen Grund hat.
      Genau auf dieser unwahren und irreführenden Floskel bauen viele heutige Geldtheorien auf, weshalb sie in die Irre führen. Daher ist es wichtig, erst zu verstehen, was dieser manipulative Slogan überhaupt bedeutet.
      Sie schreiben:
      „Ich mit meinem Bargeld (also: Zentralbankgeld!) zahle auf meinem Konto ein und behaupte:
      a) es handele sich, um Giral/Buchgeld?
      b) die GB habe es geschöpft?!“
      Was unterscheidet denn meine Bareinzahlung davon, dass jemand einen Kredit erhält? Man kann einen Kredit problemlos buchen: Kredit/Bargeld und danach Bargeld/Guthaben Kunde. Auch kann das aus Kredit stammende Guthaben des Kunden jederzeit in Bargeld getauscht werden. Sämtliches Geld stammt ja aus Schulden, weil es Schuldgeld ist. Wenn die Firma Löhne zahlt, so zahlt sie dies aus einem Kredit (Buchung aus Sicht der Bank): Konto-Korrent Firma/Lohnkonto. Wenn sie Waren verkauft, wird das Konto-Korrent wieder entlastet (aus Sicht der Bank): Guthaben Kunde/Konto-Korrent Firma.
      Zu b): Das legen Sie mir wieder in den Mund und das kann auch niemand ernsthaft so verstehen ohne böswillig zu sein.

    • @ Praktiker
      Sie fragen – wohl eher rhetorisch:
      „Verlangen Banken für diese Kredite Zinsen ?“
      Natürlich verlangen die Banken Zinsen für Kredite. Mit diesem Geld tragen sie ihren allgemeinen Aufwand, wie Löhne, Kreditausfälle, Abschreibungen, Zinsen usw.. Sie verleihen doch wohl auch kein Geld, ohne Zinsen zu verlangen – oder? Und um auf meine Frage an Michele D’Aloia zurückzukommen: Wieso übernimmt ein Liegenschaftsverkäufer nicht die Hypothek des Käufers, welche Abmachung er ja zur Verkaufsbedingung machen könnte? Da könnte er ja die Banken problemlos umgehen und selbst einen höheren Zins einkassieren als mit dem Bankguthaben… Ich gebe nun die Antwort gleich selbst: Weil die von Ihnen verspottete Fristentransformation eben halt doch ihre Berechtigung hat: Der Liegenschaftsverkäufer möchte das Geld sofort, weil er damit anderes vor hat und die Umtriebe nicht möchte, die die Bank in Ihren Augen ja anscheinend gratis machen sollte (zinsfrei).
      Zinsen sind ja an und für sich auch überhaupt kein Problem, sofern sie nicht kumuliert, also angespart werden. Das habe ich deutlich genug bewiesen auf der Seite „Fehlender Zins?“.
      Sie schreiben: „Da haben Sie gemeinsam mit Herren Meyer + Ott ein Problem, weil Ihr eine Denkblockade habt.“ Jaja, zum Glück haben Sie keine Denkblockade, Herr „Praktiker“!

    • Sehr geehrter PUK
      Ich habe das eigentlich unten schon zur Genüge dargelegt. Aber damit niemand sagen kann, ich hätte nicht geantwortet…
      Der genaue Vorgang wird hier beschrieben:
      https://sites.google.com/site/geldsysteminfo/grundlagen/geldentstehung
      Die Geschäftsbank tritt somit einerseits – als Beispiel bei einem Liegenschaftshandel – als Schuldnerin für den Hauskäufer (sie schuldet nun dem HausVERkäufer das Geld anstelle des Hauskäufers) und anderseits als Gläubigerin (Kreditgeberin) für den HausVERkäufer ein (sie gibt dem Hauskäufer den Kredit zum Hauskauf). Sie ist also quasi Mittlerin und übernimmt die Schuld des Hauskäufers gegenüber dem Verkäufer, welcher entsprechend ein Guthaben erhält. So schuldet nun nicht mehr der Hauskäufer dem Hausverkäufer den Kaufpreis, sondern die Bank, und der Hauskäufer schuldet den Kaufpreis neu der Bank statt dem Hausverkäufer.
      Die Buchung lautet somit: Kredit an Hauskäufer/Schuld gegenüber Hausverkäufer (Hypothekarkredit/Guthaben Hausverkäufer).
      Ganz ähnlich sieht das bei anderen Geschäften aus.
      Als zweites Beispiel sei hier ein Unternehmenskredit angeführt: Die Bank übernimmt die Schulden des Unternehmens gegenüber den Lieferanten desselben und belastet das Unternehmen mit einem entsprechenden Kredit. Das Unternehmen eröffnet ein Konto-Korrent, welches alsdann mit dem Kredit bebucht wird. Den Kreditoren, Angestellten usw. wird das Guthaben entsprechend gutgeschrieben. (Buchung: Konto-Korrent/Guthaben Lieferant oder Angestellter).
      Bei einem Baukredit – als Beispiel Nr. 3 – werden z.B. die Handwerker oder der Architekt aus einem Kredit wie folgt entlöhnt: Baukredit/Guthaben Handwerker resp. Architekt. Bei Bauabschluss wird das Baukonto via Hypothek saldiert und in einen Hypothekarkredit umgewandelt.
      Da diese Buchungen immer in einer Währung ausgewiesen werden (also z.B. CHF), schuldet die Bank somit nicht bloss Buchgeld, welches der Einfachheit halber meist an Zahlungsstatt akzeptiert wird (da es eine Forderung, d.h. ein Anspruch auf Bargeld ist), sondern auf Verlangen auch Bargeld, welches gesetzliches Zahlungsmittel ist. Bargeld kann in der Schweiz nur die SNB ausgeben. Die Geschäftsbank muss sich also Bargeld beschaffen, um die Guthaben auf Verlangen in der ausgewiesenen Währung auszahlen zu können (Guthaben heisst ja, dass man etwas zugute hat, nämlich Bargeld in der entsprechenden Währung). Dazu hinterlegt oder verkauft sie notenbankfähige Wertpapiere bei/an die Zentralbank. Die Buchung lautet demnach bei der Zentralbank: repofähiges Wertpapier/Währungsschuld (also z.B. Euro/CHF oder Staatsanleihe/CHF), bei der Bank findet ein Aktivtausch statt: Kasse oder Girokonto bei der SNB/Wertpapier. Man kann das natürlich auch ganz abstrakt darstellen als – bei der Zentralbank (ZB) – Aktiven/Passiven und bei der Geschäftsbank (GB) als Aktiven/Aktiven.
      Daraus ersieht man, dass die Guthaben bei der GB immer Passiven sind; die GB sind bei der ZB Gläubiger, d.h., die ZB schuldet den Banken Geld. Daher ist Bargeld immer ein Passivum der ZB. Dieses Bargeld berechtigt die GB zum Rückkauf der notenbankfähigen Effekten (daher ist Bargeld ein Guthaben der GB) und verpflichtet die ZB, diese auf Verlangen herauszugeben (daher ist Bargeld immer eine Schuld der ZB – und nicht Liquidität, wie das SNB-Präsident Jordan in seiner mehrere Seiten langen Abhandlung versucht weiszumachen). Die SNB ist also Schuldnerin und nicht Gläubigerin gegenüber den Banken – ganz im Gegensatz zur Behauptung der hirnwaschenden Vollgeldideologie.

  7. Sehr geehrter@Oeconomicus criticus,

    Danke. Sie schreiben u.a. Zitat:

    Aber die Übernahme der Schuld ist nicht aus dem Nichts entstanden, sondern mit der Übereignung der Liegenschaft resp. Übernahme der Schuld durch die Bank. Und dieses Buchgeld hat einen handfesten Hintergrund, nämlich die Liegenschaft resp. den Kaufvertrag. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass die Bank nicht Geld schöpft, denn das Wort Geld beinhaltet Bargeld. Bargeld allerdings kann eine Geschäftsbank so wenig erschaffen wie Sie und ich!

    Ende Zitat.

    Ich verstehe Ihre Kritikpunkte an Vollgeld, fliessendes Geld und, im allgemeinen, gegen alles was ein Geldsystemkriker ausmacht. Dennoch, bleibt und ist, bei aller Würdigung Ihrer Darlegungen nicht „Weniges“ dabei sehr lückenhaft und felehrhaft.

    Vorweg: Es geht, wie immer, auch um Präferenzen. Sodann, ist für mich nicht nachvollziehbar, weshalb zu 99% mit den kommunistischen Propaganda Vorwürfe, gegen die Vollgeld Initiative oder das fliessendes Geld argumentiert wird.

    Sie kritisieren u.a. Silvio Gesell auf Ihrer Website; dabei komme ich nicht umhin, festzustellen, dass es auch dort erhebliche Missverständnisse und unnötige Ver-Komplizierungen in Ihren/Euren Auslegungen gibt. Dasselbe habe ich nach eingehender Prüfung Ihrer Thesen zu Vollgeld auch zur Kenntnis nehmen müssen. Die Hauptlücke jedoch, erlauben Sie mir, dass klar zu sagen, ist die unumstössliche Feststellung, dass womöglich Ihr Hauptdefizit darin besteht, dass herrschende Geldsystem nicht zu verstehen/wollen oder können.

    Zufällig durfte ich Herr Prof. Werner Onken Lektüre zu Gesell aufarbeiten, und selbst habe ich das fliessende Geld näher unter die Lupe genommen, dabei festgestellt:

    http://www.werner-onken.de/

    Schneller wachsenden Vermögen der Sparer muß eine schneller wachsende Verschuldung von Kreditnehmern gegenüber stehen. Wenn es keine Privatpersonen und keine Unternehmen gibt, die mehr Kredite aufnehmen wollen und können, bleibt als Rettung für die Kapitalmärkte nur eine stärkere Verschuldung von Staaten. Das erleben wir gerade: Die meisten Staaten können sogar ihre Zinsen nur bezahlen, wenn ihnen dafür neue Kredite gewährt werden.

    Das fliessende Geld hingegen ist ein einfaches Tauschmittel und steht auf einer Stufe mit anderen Gütern, die veralten, verrosten, verfaulen, verfallen oder Lagerkosten verursachen. Das Bankensystem bleibt im Wesentlichen unverändert, nur die Rahmenbedingungen ändern sich: Da Bargeld und Giralgeld «Lagerkosten» verursachen, werden diejenigen, die Kapital haben, diese Kosten vermeiden wollen und interessiert sein, es über geeignete Anlageformen zinsfrei wieder zur Verfügung zu stellen. Die Folgen für einen Staat, der fließendes Geld einführt, sind vielfältig:

    Die Steuern können deutlich reduziert werden: Der Staat kann sich zum Teil aus den «Geldgebühren» finanzieren. Die Erhebung dieser Gebühr ist einfacher und sicherer als Steuern.

    Die reduzierten Steuern machen den betreffenden Staat zu einem attraktiven Standort für Investitionen in Sachkapital.

    Die Preise sinken im Durchschnitt um 40%: In die Preise sind jetzt weltweit durchschnittlich 40% Zinskosten einkalkuliert. Um 40% reduzierte Kosten steigern die Exporte und die Gewinne der Unternehmen.

    Gefallene Preise und gesenkte Steuern verdoppeln die Kaufkraft – den Lebensstandard – jedes Einzelnen oder sie bieten ihm die Möglichkeit, weniger zu arbeiten.

    Durch die Zinsfreiheit bieten kurzfristige, ökologisch schädliche Investitionen keine Vorteile mehr. Im Gegenteil: langfristige Investitionen – zum Beispiel in die Umwelt, Infrastruktur, Bildung, Forschung, Gesundheit – werden rentabel.

    Die Rentabilität langfristiger Investitionen bewirkt einen Wechsel vom quantitativen zum qualitativen Wachstum, das ökologisch unschädlich ist.

    Die vielen langfristig rentablen Investitionsprojekte schaffen Vollbeschäftigung und beenden die – unfreiwillige – Arbeitslosigkeit.

    Und das sind nur einige Beispiele. Es würde den Rahmen jetzt sprengen, aber ich werde auf die Giralgeldschöpfung aus dem Nichts, inklusive Gralgeld auf Interbanken-Ebene und anderes zurückkommen.

    Freundliche Grüsse
    Michele D’Aloia

    • Sehr geehrte Michele D’Aloia
      Es ging in meinen Ausführungen auf dieser Seite einzig um die Widerlegung der angeblichen „Geldschöpfung aus dem Nichts“. Die Kommentarfunktion ist nicht dazu da, um ganze Abhandlungen, Thesen oder Propaganda zu verbreiten. Eine Diskussion kann immer nur zu einem einzigen Diskussionspunkt stattfinden, will man nicht aneinander vorbeireden. Dies übersieht „Der Praktiker“, weshalb es nie möglich sein wird, ihn zu widerlegen und er wird auch immer „recht“ behalten.
      „Fliessendes Geld“, wie Sie Gesellgeld nennen, wird in die Hyperinflation führen. Vollgeld schafft eine zusätzliche Macht, welche alles kontrolliert. Diese kann Hypotheken oder Kredite verweigern oder sprechen usw.. Da dadurch die gesamte Wirtschaft kontrolliert wird, wird ein neuer ‚Oberster Sowjet‘ geschaffen. Die Wirtschaft lässt sich allerdings, wie die Vergangenheit eindrücklich zeigt, niemals zentral steuern.
      Meine Webseiten sind ausdrücklich Einführungen resp. Übersichten und keine Dissertationen. Sie wenden sich an Laien, weshalb gewisse Abstriche in Kauf genommen werden mussten, was ich auch ausdrücklich schrieb. Wissenschaftliche Abhandlungen überlasse ich anderen. Allerdings sind meine Aussagen gut fundiert und belegt und lassen sich in der Praxis problemlos überprüfen. Zahlreiche Links erleichtern die Überprüfung zusätzlich. Fragen, Kritik und Verbesserungsvorschläge können an meine Mailadresse gesandt werden, weshalb hier nicht der Ort zur Diskussion über meine Webseiten ist.
      Sie schreiben: „Schneller wachsenden Vermögen der Sparer muß eine schneller wachsende Verschuldung von Kreditnehmern gegenüber stehen.“
      Sie haben meine Webseite offensichtlich nicht studiert, denn genau das wird ja auf der Seite „Fehlender Zins?“ klar geschrieben und belegt, samt einem (resp. 2) schönen .gif dazu:
      „Das Geld fehlt dem Kreditnehmer also zwingend, solange es irgendwo in der Wirtschaft angespart, d.h. nicht wieder ausgegeben wird. Die Summe der Kreditnehmer hat also ein Problem, an dieses Geld zu kommen nicht weil es nicht geschöpft wird, sondern weil es nicht ausgegeben wird. Diese Tatsache ergibt sich allein schon aus der Arithmetik der Saldenmechanik (oder bei Wikipedia): Eine Volkswirtschaft kann in einem Schuldgeldsystem insgesamt nicht sparen, denn das Guthaben des Einen ist die Schuld eines Anderen: jede Währungseinheit, die gespart wird, hat auf der anderen Seite einen „ewigen“ Schuldner (Sklaven)“. Daher werfen Sie mir auch vor, ich verstünde das Geldsystem nicht. Also bitte erst lesen, dann kritisieren, danke.

    • Sehr geehrter@Oeconomicus criticus,

      Vielen Dank. Ich teile den Ton wie @Der Praktiker seine Thesen darlegt auch nicht immer, ganz bestimmt nicht, nichtsdestotrotzt, schreibt @Praktiker klar und präzise, und selbst hochkomplexe Themen (wie u.a. Giralgedlschöpfung aus dem Nichts) kann er in verständlicher Weise überbringen.

      Das vermisse ich bei Ihnen. Und ja, Sie können nicht einfach Dinge und Zusammenhänge hier behaupten, um dann, wenn Sie widerlegt oder Ihre These angezweifelt werden mit durchhaus nachvollziebharen stichhaltigen Gegendarstellungen, inklusive die berüchtigten „Buchungsätzen“ – auf Ihre Website zu verweisen oder das Ganze als Platitütte abzutun.

      Sie sehen, zu Recht, einer der Probleme in der Hortung des Geldes. Einverstanden, da bin ich bei Ihnen. Als Steuerexperte wissen Sie auch, dass der Staat die von ihm benötigten Kredite am Kapitalmarkt aufnimmt und muss auf diese Kredite Zinsen zahlen.

      Ich zitiere @Der Praktiker in einer seiner Repliken an Herrn Dr. Marc Meyer: Zitat:

      „Mit seinen Zinszahlungen transferiert also auch der Staat immer neues Geld in das Casino Finanzwirtschaft, welches die Gewinne in Zweckgesellschaften auslagert usw.

      Dieser Transfer wird finanziert aus den Steuereinnahmen. Die Hauptlast zur Finanzierung der Staatsschulden liegt auf den Schultern der arbeitenden Bevölkerung, die mit ihrem Einkommen und ihrem Konsum dafür sorgen muss, dass der Geldfluss in die Finanzwirtschaft nicht versiegt. Die Staatsverschuldung ist ein nicht unerheblicher Beitrag zur Umverteilung von Bürgern mit geringen und normalen Einkommen hin zu Vermögenden, bei denen der Staat seine Kredite aufnimmt. Diese Umverteilung über Staatsschulden wird in der politischen Diskussion kaum thematisiert.

      Wird die Staatsverschuldung weiter gesteigert, so wird dieses Problem in verschärfter Form an die nächste Generation weitergegeben. Die Frage, wer für die Staatsschulden aufkommen muss, wird durch die aktuellen Steuergesetze beantwortet. Diese lassen keine Zweifel aufkommen: Unternehmen und Kapitalbesitzer werden geschont, zahlen muss die Mehrheit der normal und gering verdienenden Bürger, ebenso wie Rentner, Arbeitslose und Pensionäre, denen wegen der desolaten Haushaltslage die Bezüge gekürzt werden. Die ständigen Steuererleichterungen der vergangenen Jahrzehnte für Unternehmen und Kapitaleinkommensbezieher haben diese Umverteilung enorm verstärkt. Bleiben die Steuerregelungen so wie sie sind, wird sich daran auch in kommenden Generationen nichts ändern.

      Ende Zitat.

      Abschliessend: Inflation-Zins vs – Fliessendes Geld/Giralgeldschöpfung aus dem Nichts.

      Sie sind auf dem Irrweg, sowohl auf Ihre Website als auch hier:

      Ich begründe es:

      Im bestehenden System muss sich der Staat frisch produziertes Kreditgeld von den Banken leihen und dafür immer mehr Zinsen bezahlen, wenn er z.B. in Forschung, Bildung und Infrastruktur investieren will. Auf diese Zusatzkosten kann man schlicht und ergreifend verzichten. Eine geringfügige, einkalkulierte Inflation (die nicht höher ist als die heutige!) kann als Preis für derartige Errungenschaften betrachtet werden und anstelle von Steuern
      „erhoben“ werden. Die Geldeigner werden diese Art von Steuer gerne tragen, da sie im Gegensatz zu heute nicht dem Finanztransfer von Fleißig nach Reich dient, sondern den Wohlstand für alle erhöht.
      Als weiterer Effekt des fließenden Geldes werden dann auch Erfindungen möglich, die uns massiv die Arbeit abnehmen, wovor im heutigen System noch alle Angst haben.

      Eine öffentliche Zentralbank mit dem Geldschöpfungsmonopol verändert die Rahmenbedingungen so massiv, dass viele, offenbar dazu gehören auch Sie, der heutigen Volkswirte und Bankiers diese Konzeptionen nicht verstehen. Zu lange denken sie schon in den Schranken des herrschenden Systems. Die meisten Bankvertreter wissen noch nicht einmal, dass ihr Institut mit nur 2.500 CHF Kundensparvermögen eine Basis für 100.000 CHF Kreditsumme zur
      Verfügung hat. Die Zinsen auf das so in Form von Schulden erzeugte Geld fließen danach einer Ultra-Reichen Elite zu und müssen durch Arbeit vom Schuldner erwirtschaftet werden. Beim fließenden Geld hingegen werden diese Zinsen eingespart, was der Allgemeinheit so
      viele Mittel bewahrt, dass neben der Finanzierung eines bedingungslosen Grundeinkommens sogar noch auf sämtliche Steuern verzichtet werden kann.

      Giralgeldschöpfung aus dem Nichts der Banken:

      
Man 
könnte 
sich 
sogar
 fragen,
 ob 
die 
Bank 
mit 
diesem 
selbst
geschöpften 
Giralgeld
 auch 
ihre 
Angestellten,
die
 Baufirmen 
ihrer
Bankgebäude
 oder 
auch
 Wertpapiere 
bis 
hin
 zu
 Staatsanleihen
bezahlen 
und
 sich 
auf 
diese 
Weise Teile 
des 
Sozialprodukts 
aneignen

      und
 erheblichen
 Einfluss
 gewinnen
 kann.
 Damit
 ist
 nicht
 gesagt,
 dass
 sie
 durch
 Geldschöpfung
 selbst
 Werte
 schöpft,
 wohl
 aber,
 dass 
sie
dadurch 
Werte, 
die 
anderswo
 produziert
 worden 
sind,
 abschöpfen
kann!.


      Das 
geht 
allerdings 
nur 
im 
Gleichschritt (Interbank) 
mit
 anderen
 Großbanken,
 weil
 ansonsten 
bank externe
 Überweisungen 
ohne 
entsprechende
 Rückflüsse
 sehr
 bald
 an
 ihre
 Grenze
 stoßen
 würden.
 Es
 sei
 denn,
 die
 Bank
 könnte
 andere
 Banken
 –
 auf
 welche
 Weise
 auch
 immer
 –
 zur
 Annahme
 dieses
 zusätzlich
 geschöpften
 Geldes
 bringen
 oder
 zwingen
.

      Indem
 nämlich
 die
 „tatsächlichen
 Sichteinlagen“
 mit
 den
 zusätzlich
 geschaffenen
 Sichtguthaben bilanziell
 und
 statistisch
 in
 einen
 Topf
 geworfen
 und
 gleichermaßen 
als 
Sichteinlagen
 bezeichnet 
werden,
 entsteht 
der
falsche
 Eindruck, 
als
 sei
 das
 Volumen
 der
 vergebenen
 Kredite
 niemals
 größer
 als
 die
 Einlagen.
 Es
 ist
 ja
 tatsächlich
 auch
 nicht
 größer
 als
 die
 Summe
 aus
 tatsächlichen
 Sichteinlagen+vermeintlichen Sichteinlagen
 (=zusätzlich
 geschaffene
 Sichtguthaben).


      Würde
 man
 aber
 das
 Kreditvolumen 
ins 
Verhältnis
 setzen 
nur
 zu
 den
„tatsächlichen 
Sichteinlagen“,
 dann 
würde
 sich
 herausstellen,
dass 
es
sich
 um 
ein
 Vielfaches 
handelt, 
dass
 es 
also 
eine
 zusätzliche Kreditschöpfung 
gibt,
 zusätzlich
 zu 
den 
Bareinlagen 
oder Bareinzahlungen.
 Das
 ist
 gemeint
 mit
 dem
 Begriff
 Giralgeldschöpfung
 der
 Geschäftsbanken 
aus
 dem
 Nichts.

      @Oeconomicus criticus, Ihren erhaltenen Komplimente und Blumen von pseudo-virtuellen Dozenten und Ingenieure in allen Ehren, empfehle ich Ihnen, bevor Sie andere mit dilettantischen Aussagen, ins Unrecht versuchen zu setzen, in sich hineinzuhorchen, den mannigfachen Problemen in die Augen zu schauen und dann womöglich einfach sich Dingen zu widmen die Sie auch verstehen.

      Ich grüsse Sie höflich,
      Michele D’Aloia

    • Sehr geehrte Michele D’Aloia
      Die „Geldschöpfung aus dem Nichts“ habe ich buchhalterisch klar widerlegt. Man kann nicht behaupten, dass die Bank Geld schöpfe, sondern einzig Buchgeld. Ebensowenig kann man behaupten, dass die Bank Buchgeld aus dem Nichts schöpfe. Das einzig war das Thema.
      Ich habe in meinen Webseiten auch ganz klar dargelegt, dass die Banken das Privileg besitzen, das Geld der Bürger zu verwalten und dass dies ein enormer Vorteil gegenüber Normalbürgern und ein Machtfaktor ist.
      Dass die Staaten den Banken Zinsen zahlen und dieses Geld an die Reichen fliesst, da gehe ich mit Ihnen und dem Praktiker sogar einig und habe ich auch nie bestritten, im Gegenteil: auch das habe ich ganz klar in meinen Webseiten hervorgehoben. Wichtig ist, klar zu differenzieren, um zum Kern des Problems vorzustossen und nicht irgendwelchen Ideen nachzurennen, die nicht halten, was sie versprechen. Und dazu gehören sowohl Voll- als auch Gesellgeld.
      Wahrscheinlich ist Ihnen entgangen, dass ich das Schuldgeld an sich als Problem bezeichne. Es gibt nur zwei Arten von Geld: Schuld- oder Warengeld! JP Morgan sagte einmal zu Recht: „Gold ist Geld, alles andere ist Kredit.“
      Wenn die Vollgeld-Initianten behaupten, Geld könne schuldfrei in Umlauf kommen, dann ist das eine glatte Lüge. Auch eine Zentralbank kann nicht einfach Papierschnipsel farbig bedrucken und dann behaupten, dies sei Geld: „Aber auch mit negativen Eigenkapital kann die Zentralbank immer weiter neues Geld verschenken. Das geht jetzt wieder durch eine Bilanzverlängerung, womit das negative Eigenkapital immer noch negativer wird“. Um diese Lügen zu durchschauen, hilft die Mär von der sogenannten „Geldschöpfung aus dem Nichts“ herzlich wenig, sondern dient der Legitimation der Lüge…
      Ich sehe einfach, dass der Praktiker und Sie lieber ellenlange Texte schreiben und mir Dinge in den Mund legen, die ich nie behauptet habe, und die auch nie Thema waren, statt einmal meine Texte zu lesen. Ich habe kein Interesse daran, immer dasselbe zu schreiben und verabschiede mich daher von dieser Diskussion um die angebliche und lächerliche „Geldschöpfung aus dem Nichts“. Glaubt doch, was Ihr wollt: Ich bin in einem Alter, wo es mich selber wohl kaum mehr kümmert, wenn Ihr Euer eigenes Grab schaufelt und die Schweiz in den Ruin treibt. Mir tun nur meine Nachkommen leid.
      Freundliche Grüsse
      OC

  8. @Oeconomicus criticus,

    Ich kann beim besten Willen, auch wenn ich Ihre Website heranziehen, irgendwelche Aussagen, Beispiele, wissenschaftliche Abhandlungen erfassen die stichhaltig meine Beispiele widerlegen würden. Auch auf die Replik des Herrn Dr. Jürgen Ott warte ich schon lange.

    Sie schreiben in Ihrer 3en Eingabe zu diesem Standpunkt Zitat:

    Im Aussagen verdrehen, ungesagte Dinge in den Mund legen sowie Vorteilsnahme unterstellen sind Sie einfach Spitze, das muss ich Ihnen lassen. Clever, dass Sie auch noch unter einem anderen Beitrag antworten, damit man Ihre substanzlosen Vorwürfe möglichst übersieht. Wie oben schon gesagt, ist mir meine Zeit zu schade, um Ihre haltlose Kritik zu widerlegen.

    Zitat Ende.

    Und Sie erwarten, dass ich Sie ernstnehme? Ich bin auf Ihre Eingaben ins Detail eingegangen, habe behaupten, indem ich es begründet habe, dass Sie in Unrecht sind. Sie haben durch Ihre erste Eingabe versucht die Vollgeld-Initiative zu diffamieren ohne irgendwelche Anhaltspunkte zu liefern.

    Mit solchen Fakten konfrontiert, flüchten Sie sich gemeinsam mit Herr Dr. Marc Meyer und Herr Dr. Jürgen Ott in der angeblichen Unanfechtbarkeit der doppelten Buchhaltung. Sie können Bibliotheken über Buchungssätze und Bilanzierungsrichtlinien schreiben. Daß Buchhaltungsargumentationen irrelevant sind, habe ich präzise dargelegt, aber das blenden Sie aus. Was Sie dabei auch noch vergessen, ist eine Alternative.

    Und abschliessend: was soll Ihre Unterstellung?:

    Clever, dass Sie auch noch unter einem anderen Beitrag antworten, damit man Ihre substanzlosen Vorwürfe möglichst übersieht.

    Zitat Ende.

    Bitte präzisieren Sie! Ich bin offen für einen Gedankengang der aber nicht leugnet, ausblendet und zu diffamieren versucht.

    Beste Grüsse
    Der Praktiker

    • Sehr geehrter „Praktiker“
      Wer sich über die Irrtümer der Vollgeldinitiative schlau machen will, kann unschwer meine Webseiten studieren oder die Ausführungen der Dres. Meyer und Ott unvoreingenommen durchdenken. Da brauche ich keine weiteren langen Abhandlungen zu machen. Wer allerdings jene nicht studieren will, wird auch nicht bereit sein, meine Kommentare zu studieren, was bei Ihnen der Fall zu sein scheint. Zudem ist auf meinen Webseiten das Wichtigste gesagt, weshalb eine Wiederholung Zeitverschwendung ist. Dr. Meyer hat eine bewundernswerte Geduld mit Ihnen an den Tag gelegt. Aber Sie weichen immer entweder aus oder reissen Dinge aus dem Zusammenhang. Ihre ellenlangen, rechthaberischen Ergüsse auf In$ideParadeplatz grenzen an Missbrauch der Kommentarfunktion einer Webseite und erinnern eklatant an (bezahlte?) Trollhaftigkeit und plumpe Propaganda.
      Aber für Sie noch extra kurz zusammengefasst:
      Die Vollgeldinitianten kehren das System auf den Kopf, indem sie das Zentralbankgeld als Basis setzen, derweil ist es die Spitze. Die Basis ist die Volkswirtschaft. Des weiteren erklären die Vollgeldinitianten Schulden als Vermögen, sie verdrehen also einfach alles. So leiht die Zentralbank angeblich den Banken Geld, derweil schuldet sie ihnen welches. Des weiteren meinen sie, eine Zentralbank könne einfach Geld drucken, welches dann auch einen Wert habe und behaupten, Spargelder könnten verliehen werden, derweil verleiht die Bank ihr eigenes Geld, welches ihnen von den Sparern geliehen wurde. Sie übersehen auch grosszügig, dass, wenn sogenanntes “Spargeld” verliehen wird, dieses ein anderer wiederum sparen kann, wodurch dasselbe Geld gleichzeitig zwei Personen gehört.
      Im übrigen: Ein Guthaben des Einen setzt eine Schuld eines Anderen Voraus, weil das Wort Guthaben, wie Dr. Meyer zu Recht feststellte, beinhaltet, dass man etwas zugute hat. Man kann nicht von jemand etwas zugute haben, wenn einem nicht dieser Jemand etwas schuldet. Die Vollgeldinitianten behaupten aber, dass Vollgeld schuldfrei in Umlauf komme. Dieses Geld beinhaltet also folglich keinen Wert. Geld, das keinen Wert beinhaltet, ist schlicht und einfach wert-los, also ohne Wert.
      Ganz abgesehen davon, dass die Vollgeldinitiative den bereits 1990 von Dr. Paul C. Martin herausgeschälten Kern des Problems „Heerscharen von Philosophen, Historikern, Soziologen und Ökonomen haben sich mit dem Phänomen des ‚Aufstiegs und Niedergangs‘ beschäftigt, ohne auf den Kern des Problems zu stoßen, nämlich seine prinzipielle Unlösbarkeit.“ noch nicht einmal anspricht, aber grossmaulig, propagandistisch und simplifizistisch eine Lösung aller Probleme verspricht.
      Fazit: Die Vollgeldtheorie ist eine Beleidigung der menschlichen Intelligenz und bedeutete bei Annahme der Initiative den Ruin der Schweizer Bevölkerung.

    • Sehr geehrter „Oeconomicus criticus“

      Besten Dank! Na wer sagt denn, dass Marmelade keine Kraft gibt? Ich werde Punkt für Punkt auf Ihre Irrtümer und Missverständnisse eingehen, zuerst eine Präzisierung zu den Dres. Ott-Meyer.

      Falsche Tatsachen, falsche Zusammenhänge oder Argumente die in der Sache aus publizistischer Sicht unterhalb jeglichem Niveau liegen und so weiter und so fort, scheint die treibende Kraft dieser zwei Herren zu sein. Auf direkte und präzise Fragen und Gegendarstellungen, eiern beide weiter herum wie Kakerlaken!.

      Ich bin gerne bereit, eine fundierte Diskussion über das Vollgeldsystem einzutreten. Das sollte aber auf der Basis der Wahrheit sein und tatsächlichen Vorschlägen – und nicht wie Sie und Ihre Kammeraden es tun mit Vermutungen/ Missverständnissen und wenn man fachlich nicht mehr weter kommt mit Diffamierung.

      Zur Klarstellung deswegen kurz die drei Kernpunkte Vollgeldreform:

      -den Geschäftsbanken wird die Möglichkeit der Geldschöpfung über Kredite und Bankeninvestments entzogen. Dies geschieht dadurch, dass Giralgeld zu gesetzlichem Zahlungsmittel erklärt und aus den Bankbilanzen ausgegliedert wird.

      -nur noch eine im Rahmen der Gewaltenteilung unabhängig gestellte Institution (die Monetative) hat die Kompetenz der Geldschöpfung. Die Monetative kontrolliert nicht die Darlehensvergabe, aus bestehendem Geld, das ist die originäre Aufgabe der Banken.

      -neu geschöpftes Geld kommt ohne Verschuldung über staatliche Ausgaben im Umlauf.

      Zur Kontenrechnung: Banken verbuchen von ihnen selbst geschöpftes Giralgeld als sofort fällige Verbindlichkeit in ihren Bilanzen. Sie verschulden sich damit bei allen Geldbenutzern mit Girokonten also bei der Allgemeinheit.

      Banken zahlen in einer Vollgeldreform ihre Schulden aus der Geldschöpfung an den Staat/Monetative und damit an die Allgemeinheit zurück. Damit verschwindet das alte Giralgeld in einem allmählichen Prozess über 5-10 Jahre aus dem Geldkreislauf. Die Monetative emittiert entsprechend Geld neu über Staatsausgaben, so kommt dann das neue Vollgeld in den Wirtschaftkreislauf. Im Zuge dieses Austauschs der Geldmenge könnte, wenn politisch gewollt, einmalig eine hohe Tilgung von Staatsschulden erfolgen.

      Das Vollgeldsystem will nicht „die Kreditvergabe über welchen Weg auch immer kontrollieren“. Das ist ein grundlegendes Missverständnis!! Das Vollgeldsystem würde Kreditvergabe und Geldschöpfung trennen, das ist der springende Punkt.

      Über die herrschende Kreditäregeldschopfung der GB, Mindestreserve, sowie Funktion des Zins und Zinseszins habe ich schon ausführlich geschrieben.

      Beste Grüsse
      Der Praktiker

    • @ Praktiker
      Alles, was ich in meinen Webseiten samt Quellangaben zitiere und bemängele, wurde auf der Homepage der Vollgeldinitiative veröffentlicht. Die Kritik bezieht sich also auf offizielle Äusserungen der Vollgeldinitianten.
      Wie gesagt: Die Vollgeldinitianten verdrehen einfach alles. Ich bleibe somit vollumfänglich bei meinen Äusserungen. Alles wurde in meinen Webseiten haarklein belegt und nachvollziehbar kritisiert, wenn man sich denn mal die Mühe nimmt. Denken muss halt jeder selber – das kann ich niemandem abnehmen.
      Ihr Statement ist wiederum nichts anderes als Propaganda für Vollgeld. Meine Kritik wird damit weder entkräftet noch widerlegt. Im Gegenteil, sie sprechen z.B. immer noch von der sogenannten Geldschöpfung der Banken, obwohl ich klar gezeigt habe, dass Geschäftsbanken kein Geld schöpfen, sondern Schulden eingehen.
      Anhand beispielsweise eines Liegenschaftskaufs kann man leicht erkennen, dass eine Geschäftsbank die Schuld des Hauskäufers gegen den Hausverkäufer übernimmt. Der Hauskäufer schuldet das Geld nun neu nicht mehr dem Verkäufer, sondern der Bank, und der Hausverkäufer hat sein Guthaben gegenüber der Bank statt gegenüber dem Käufer. Die Bank will zur Sicherheit natürlich ein Pfand auf das Haus. Die Bank tritt also quasi als Mittler zwischen Verkäufer und Käufer. Der Verkäufer ist mit diesem Deal aufgrund seiner vermuteten Solvenz der Bank einverstanden und hat sein Guthaben dadurch sofort zur Verfügung und kann jederzeit Bargeld beheben, statt dass er darauf warten muss bis der Käufer das Geld endlich hat. Die Bank übernimmt die Funktion der Fristentransformation. Die Geschäftsbank tritt also an die Stelle des Schuldners (des Kreditnehmers). Bei anderen Bankgeschäften läuft es ähnlich. Und solcherlei nennen die Vollgeldler dann Geldschöpfung aus dem Nichts. Geht’s eigentlich noch dümmer?

    • @Oeconomicus criticus,

      Sie schreiben Zitat:

      Anhand beispielsweise eines Liegenschaftskaufs kann man leicht erkennen, dass eine Geschäftsbank die Schuld des Hauskäufers gegen den Hausverkäufer übernimmt. Der Hauskäufer schuldet das Geld nun neu nicht mehr dem Verkäufer, sondern der Bank, und der Hausverkäufer hat sein Guthaben gegenüber der Bank statt gegenüber dem Käufer. Die Bank will zur Sicherheit natürlich ein Pfand auf das Haus. Die Bank tritt also quasi als Mittler zwischen Verkäufer und Käufer. Der Verkäufer ist mit diesem Deal aufgrund seiner vermuteten Solvenz der Bank einverstanden und hat sein Guthaben dadurch sofort zur Verfügung und kann jederzeit Bargeld beheben, statt dass er darauf warten muss bis der Käufer das Geld endlich hat. Die Bank übernimmt die Funktion der Fristentransformation

      Zitat Ende.

      Die Bank hat nichts anderes zu bieten als eigene Schuldscheine. Die werden laufend durch andere eigene Schuldscheine (die anders heißen und etwas andere „Konditionen“ bieten) ausgetauscht. In der Sprache der Banker nennt man das dann „Fristentransformation“. Das soll Ihr ganzes Argumentarium sein? Sie können es besser, oder? Wirklich köstlich, inhaltlich schwach und sehr lehrreich!

      Ihren Ausführungen in allen Ehren. Sie stempeln die Ausführungen der Vollgeldinitianten als reine Propaganda ab, ohne stichhaltige Beweise zu liefern, dass die Giralgeldschöpftung aus dem Nichts sehr wohl eine traurige Realität ist!

      Für Wirtschaftsbetriebe ohne Banklizenz ist die Bilanz eine Bestandsaufnahme der betrieblichen Situation. In ihr werden die abgelaufenen Geschäftsprozesse dokumentiert.

      Demgegenüber ist die Bilanz von Geschäftsbanken nicht nur eine Dokumentation des Vergangenen, sondern sie bestimmt vielmehr den Grad der Aneignung von Werten aus dem Publikum in der Gegenwart. Bei Geschäftsbanken laufen im Hintergrund Prozesse ab, die in das Denkschema normaler betrieblicher Abläufe (Gewinn = Erlös – Kosten) nicht rein passen. Aber nur die Erträge, die in das normale Denkschema rein passen und in der Bilanz dargestellt werden können, werden von der Öffentlichkeit als real erwirtschaftet akzeptiert.

      Die Bilanz dient deshalb den Betreibern von Geschäftsbanken dazu, die erhaltenen Vorteilsnahmen aus den verborgenen Hintergrundprozessen den sichtbaren Vordergrundprozessen zuzuschreiben. Die Vordergrundprozesse sind die bekannten Bankdienstleistungen, wie Geldanlageleistungen, Zahlungsverkehrs- leistungen und Finanzierungsleistungen. Die im Hintergrund ablaufenden Prozesse sind das Zusammenspiel von geldschöpfenden Schreibvorgängen mit der Kompensation der von Bankkunden initiierten Zahlungen, im Zusammenspiel mit den Interbanken-Kreditkonten.

      @Oeconomicus criticus, die Tatsache, dass Sie mit zirkulärer Argumentation die Giralgeldschöpfung aus dem Nichts der Geschäftsbanken leugnen, zeigt sehr wohl, dass Sie aus einer Kommunikations-Abteilung einer Geschäftsbank stammen könnten. Es ist OK für mich, solange Sie bei den Fakten und Praxis bleiben, – von welcher Sie weit entfernt sind.

      Zusätzliches Beispiel:

      Banken haben eine völlig andere Sicht auf Geld als die anderen Wirtschaftsteilnehmer, die keine Banklizenz besitzen. Die Wirtschaftsteilnehmer ohne Banklizenz nennt man Nichtbanken (aber das wissen Sie schon, oder?).

      Für Nichtbanken ist Geld ein Maß für Leistungsversprechen. Will z.B. ein Betrieb eine Leistung für andere bereitstellen, so erstellt er ein Profil von der zu erbringenden Leistung (ein Leistungsversprechen), geht damit zu einer Bank und erhält bei positiver Bewertung von der Bank Geld (einen Kredit). Mit dem Geld bezieht er seinerseits Leistungen aus der Gesellschaft, um sein Leistungsversprechen realisieren zu können. Er muss sich streng daran orientieren
      hauptsächlich die Leistungen anzubieten, für die er Geld von den Leistungsempfängern erhält. Mit diesem Geld kann er den Kredit zurückzahlen und darüber hinaus das Geld für eigene Zwecke verwenden. Für Banken dagegen ist das Erbringen von Leistungen nur nebensächlich. Das, was Nichtbanken als Geld angesehen, ist für Banken eine Methode zur Ausstellung von Geschenkgutscheinen an sich selbst. Wie ist das zu verstehen? Wie macht man das: Geschenkgutscheine an sich selbst ausstellen? Von wem kann man dann dafür ein Geschenk einfordern? Wer ist bereit, gegen diesen
      Schein eine Leistung zu erbringen? Derjenige, der die Leistung für die Bank erbringt, weiß nicht, dass er der Schenkende ist. Das ist das Geheimnis dieser Methode. Will eine Bank eine Leistung beziehen, so gibt sie dem Leistungserbringer (der Nichtbank) einen
      Gutschein auf Bargeld (Giralgeld). Aber der Leistungserbringer fordert das Bargeld von der Bank nicht ab. Er verwendet stattdessen den Gutschein als Geld. Das machen alle Nichtbanken so. Weil auf ewige Zeiten niemand das Bargeld beansprucht, wird der Gutschein auf Bargeld, gegeben von der Bank an die Nichtbank, zum Geschenkgutschein für die Bank. Es ist ein Geschenkgutschein, weil die Bank das Bargeld nicht auszahlen muss. Die Nichtbanken, die anstelle des Bargeldes Giralgeld verwenden, sind damit zufrieden.

      Sie können ihre Leistungsversprechen auch ohne Bargeld untereinander tauschen. So merken sie bei ihrem emsigen Wirtschaften nicht, dass sie dem Aussteller des Giralgeldes laufend Geschenke machen. Der Geschenkgutschein ist hier das Symbol für den Bezug des privaten Bankensystem von Leistungen ohne Gegenleistung zu liefern.

      Bitte liefern Sie mir Fakten die diese Realität widerlegt; ohne Propaganda Vorwürfe oder die beleidigte Leberwurst zu spielen, oder zu behaupten es sei Ihnen Schade für Ihre Zeit, wenn Sie fachlich unterlegen sind und nicht mehr Ihre Leugnungen aufrechterhalten können. Ich werde Ihnen zu einem späteren Zeitpunkt Buchungsätze und Beispiele liefern….

      Wenn Sie erlauben; bitte beantworten Sie mir die Frage wie eine Geschäftsbank Pleite geht!

      Beste Grüsse und schönes Wochenende
      Der Praktiker

    • @ Praktiker
      Nein, ich arbeitete nie bei einer Bank, war Jahrzehnte selbständiger Unternehmens-, Steuer- und Finanzberater und bin nunmehr seit vielen Jahren im beruflichen Ruhestand.
      Zu Ihren polemisierenden Einwänden nehme ich keine Stellung. Ich habe Schwächen und Problematik des bestehenden Geldsystems wie auch die Denkfehler der Vollgeldler genug klar und sachlich beschrieben und bewiesen in meinen Webseiten, sodass es sogar interessierten Laien möglich ist, das System zu verstehen.
      Weder nehme ich das bestehende Geldsystem noch die Banken in Schutz, sondern zeigte nur klar und deutlich, dass die Geschäftsbanken kein Geld schöpfen – und schon gar nicht aus dem Nichts.
      Ihr Kommentar zum Schachmatt: „Das soll Ihr ganzes Argumentarium sein? Sie können es besser, oder? Wirklich köstlich, inhaltlich schwach und sehr lehrreich!“ Jetzt winden Sie sich heraus mit: „Die Bank hat nichts anderes zu bieten als eigene Schuldscheine. Die werden laufend durch andere eigene Schuldscheine (die anders heißen und etwas andere “Konditionen” bieten) ausgetauscht. In der Sprache der Banker nennt man das dann “Fristentransformation”.“
      Sie sind ein schlechter Verlierer, Herr „Praktiker“! Was praktizieren Sie eigentlich? Strassenkehrer, Tellerwäscher?
      Alles Nötige ist in meinen Webseiten beschrieben, wie ich das schon des öftern geschrieben habe. Dort ist auch klar und deutlich gesagt, wie eine Geschäftsbank pleite geht, weshalb sich auch da eine Antwort meinerseits erübrigt. Sie weigern sich aber schlicht und einfach, diese einmal zu studieren. „Es ist schwieriger, eine vorgefasste Meinung zu zertrümmern als ein Atom.“ (Albert Einstein). Das gilt umso mehr für bezahlte Trolle. Und jetzt verabschiede ich mich von Ihnen.
      Höfliche Grüsse
      OC

    • Lieber Herr @Oeconomicus criticus,

      wenn Sie schreiben – Zitat:

      Die Geschäftsbank tritt also an die Stelle des Schuldners (des Kreditnehmers). Bei anderen Bankgeschäften läuft es ähnlich. Und solcherlei nennen die Vollgeldler dann Geldschöpfung aus dem Nichts. Geht’s eigentlich noch dümmer?

      Zitat Ende.

      Es tut mir leid für Sie, aber ich befürchte, dass Sie sehr unpräzise argumentieren, bzw. lückenhaft in Ihrer These sind, teilweise sogar hilflos herumdroschen.

      Ich habe mir Ihren Links angesehen; Respekt!

      Offensichtlich fehlt Ihnen, u.a., aber die Erkenntnis (nicht polemisch interpretieren), dass Banken ihr verliehenes Geld durch
      Giralgeldschöpfung faktisch aus dem Nichts erschaffen, und Sie nach wie vor von der tatsächlich unzutreffenden Annahme ausgehen, dass Banken würden entweder die Einlagen von Sparern oder aber geliehenes Geld von anderen Geschäftsbanken oder von der
      Zentralbank als Kredite weitergeben.

      Ihr Denkfehler oder Blockade liegt im Kern daran, dass Sie ausblenden, bzw. nicht warhaben wollen, sofern ich Sie richtig gelesen habe, dass jene Kredite eben nicht aus weitergegebenen Einlagen oder aus geliehenem Geld von anderen Banken bestehen. Kredite werden vielmehr aus Geld vergeben, das die Banken erst mit
      der Kreditgewährung selbst – gleichsam „bildlich definiert „aus dem Nichts“ – erzeugen. Solches Geld nennt man Giralgeld oder Buchgeld. Es entsteht erst dadurch, dass Banken sowohl eine Forderung als auch eine Verbindlichkeit gegen denselben Kreditnehmer buchen.

      Buchgeld entsteht also der Sache nach durch eine sog. Bilanzverlängerung. Um die Art von Geld aus dem Nichts schöpfen zu dürfen, müssen Banken nur 2.5% des Kreditbetrags bei der Zentralbank hinterlegen.

      Das haben @Praktiker und andere Kommentatoren präzise und unmissverständlich dargelegt. Wenig hilfreich und über weite Strecken hilflos scheinen mir Ihre weitergehende Ausführungen esoterischer und techischer Natur.

      Erstens:
      Weil man gemeinhin annimmt, das nur Gott etwas „aus dem Nichts“ schaffen könne, hat man dieses „aus dem Nichts“ geschöpfte Geld in der Literatur auch als „Fiat-Money“ bezeichnet. So wie Gott in der biblischen Schöpfungsgeschichte sprach: „Es werde Licht!“
      und es ward Licht, so sprechen die Banken nun: „Es werde Geld!“ – und es wird Geld.

      Zweitens:
      Die Berücksichtigung der Giralgeldschöpfung ist nach allem nur für solche Kreditbeträge nicht von Bedeutung, die der Kreditnehmer bei der kreditgebenden Bank in bar abhebt. Denn dieses Bargeld ist „reines“ Zentralbankgeld und deshalb nicht als Giralgeld von den Banken selbst geschöpft. In diesem Fall wird die bei der Kreditgewährung gebuchte Verbindlichkeit der Bank in der Höhe des tatsächlich abgehobenen Bargeldbetrags gemindert, weil die Bank dem Kreditnehmer die Bereitstellung von Zentralbankgeld in dieser Höhe nicht mehr schuldet. Stattdessen entsteht eine zweite Verbindlichkeit der Bank gegenüber der Zentralbank in Höhe des vom Kreditnehmer abgehobenen Bargeldbetrages. Der Anteil des Bargeldes an der gesamten Geldmenge beträgt jedoch in der Praxis nur ca. 5% und ist damit erkennbar gering. Rund 95% des derzeit umlaufenden Geldes ist Giralgeld.

      Freundliche Grüsse
      Michele D’Aloia

    • Oeconomicus criticus,

      Sie schreiben Zitat:

      Jetzt winden Sie sich heraus mit: “Die Bank hat nichts anderes zu bieten als eigene Schuldscheine. Die werden laufend durch andere eigene Schuldscheine (die anders heißen und etwas andere “Konditionen” bieten) ausgetauscht. In der Sprache der Banker nennt man das dann “Fristentransformation”.” Sie sind ein schlechter Verlierer, Herr “Praktiker”! Was praktizieren Sie eigentlich? Strassenkehrer, Tellerwäscher?

      weiter schreiben Sie…Weder nehme ich das bestehende Geldsystem noch die Banken in Schutz, sondern zeigte nur klar und deutlich, dass die Geschäftsbanken kein Geld schöpfen – und schon gar nicht aus dem Nichts.

      Zitat Ende.

      Hmm…seien Sie mir nicht böse aber so langsam aber sicher kommen mir Zweifel an Ihren kognitiven Fähigkeiten…in welchem Kontext haben Sie diese Passage eingeordnet, bzw. interpretiert? Überlegen Sie mal gründlich, was ich mit diesen Zeilen als Antwort auf Ihre Eingabe im Gesamtkontext zum Ausdruck bringen wollte. Es dürfte nicht schwierig sein auch für einen Pensionisten. Ich erkläre es Ihnen gerne weiter…

      Ich lese gerade auch einen weiteren Kommentar @Michele D’Aloia der die Giralgeldschöpfung aus dem Nichts erklärt.

      Sie könnten, im Übrigen, von einem Tellerwäscher oder Strassenkehrer viel lernen…bleibt mir noch hinzuzufügen, dass die Tatsache, dass die Geschäftsbank bei der Kreditvergabe über keinerlei liquide Mittel verfügen muss und auch sonst keine wirtschaftlichen Vermögenswerte zur Verfügung stellt sondern bloß einen Buchungssatz auf ihre Konten schreibt, während Kreditnehmer regelmäßig wirtschaftliche Werte in Form von Sicherheiten bereitstellen bzw. an die Bank verpfänden müssen eine unumstössliche Tatsache ist und bleibt!.

      Somit handelt es sich bei den durch die geldschöpfenden Schreibvorgänge der Geschäftsbanken entstehenden Beträgen nicht um gesetzliche Zahlungsmittel („Geld“ im eigentlichen Sinne, also Münzen und Scheine) sondern bloß um niedergeschriebene Zahlen mit der Bedeutung einer „Forderung auf Geld“. Diese bloß als behauptete Schuld erzeugten Recheneinheiten („Giralgeld“) sind auch die Ursache aller großen Depressionen (Wirtschaftskrisen) und über 400 Finanzkrisen seit 1971…..Schade ich habe auf einen offenen Austausch gehofft, sehe aber das Sie de facto regelrecht die Flucht ergreifen…ja, der Ruhestand ist der richtige Kontext für Sie, zumindest haben Sie aufgehört Papier schmutzig zu machen…unglaublich was sich in unserem Land inzwischen herumtummelt…
      Beste Grüsse
      Der Praktiker

    • Sehr geehrte Michele D’Aloia
      Sie schreiben
      „Offensichtlich fehlt Ihnen, u.a., aber die Erkenntnis, dass Banken ihr verliehenes Geld durch Giralgeldschöpfung faktisch aus dem Nichts erschaffen.“
      Giralgeld/Buchgeld ist eine Schuldanerkennung der Bank, ein Anspruch auf Bargeld, nichts mehr und nichts weniger. Klar hat die Schuldanerkennung nicht bestanden, bevor sie entstanden ist. Wenn Sie einen Schuldschein ausstellen, hat der vorher auch nicht bestanden, das ist Plattitüde. Wenn z.B. ein Liegenschaftsverkäufer seine Liegenschaft dem Käufer übereignet, hat die Schuld des Käufers erst und genau dann begonnen, wenn die Übereignung stattgefunden hat. Dementsprechend kann ja die Schuld der Bank auch erst beginnen, wenn die Liegenschaft übereignet wird – auch das ist Plattitüde… Hat dann der Käufer dieses Schuld“geld“ erschaffen? Mit der Übereignung ist diese Schuld entstanden. Und da die Bank diese Schuld übernimmt, und diese Schuldanerkennung dann als Buchgeld bezeichnet wird, hat sie dieses Buchgeld tatsächlich mit der Übernahme der Schuld anerkannt oder, von mir aus, „erschaffen“. Dieses Buchgeld ist also ohne Zweifel entstanden genau und erst mit der Übernahme der Schuld. Aber die Übernahme der Schuld ist nicht aus dem Nichts entstanden, sondern mit der Übereignung der Liegenschaft resp. Übernahme der Schuld durch die Bank. Und dieses Buchgeld hat einen handfesten Hintergrund, nämlich die Liegenschaft resp. den Kaufvertrag. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass die Bank nicht Geld schöpft, denn das Wort Geld beinhaltet Bargeld. Bargeld allerdings kann eine Geschäftsbank so wenig erschaffen wie Sie und ich!
      Wenn Sie Bargeld auf Ihr Bankkonto einzahlen: Würden Sie dann auch behaupten, die Bank schöpfe Geld aus dem Nichts? Aha. Aber dieses Buchgeld hat ja vorher nicht bestanden – und Ihr Geld stammt mit einiger Wahrscheinlichkeit von einem Kredit an Ihren Arbeitgeber, falls Sie Arbeitnehmerin sind! Der Arbeitgeber hat zur Lohnzahlung sein Kontokorrent belastet und Ihnen den Betrag gutschreiben lassen. Danach haben Sie das Geld vom Konto bezogen und die Bank hat Ihr Konto entsprechend belastet. Hat da die Bank das Geld bei Ihrem Bezug ent-schöpft? Das Buchgeld ist ja dann verschwunden im Nichts und Sie haben (nur noch) Bargeld in der Hand! Folglich hat sie das Geld ins Nichts ent-schöpft… Und jetzt wollen Sie das Geld wieder einzahlen und die Bank schreibt Ihnen den Betrag auf Ihrem Konto gut – aber sie schöpft dabei doch wohl nicht Geld aus dem Nichts, nicht wahr? Und wenn Ihr Arbeitgeber seine Produkte verkauft und das Geld dafür auf seinem Kontokorrent eingeht, dann ent-schöpft die Bank das Geld wieder – oder heisst es entleert oder ausgeleert? Was ist das Gegenteil von Geldschöpfung? Vielleicht Geldvernichtung? Na gut, dann ist die Bank also nicht bloss Schöpferin, sondern auch Vernichterin. Der Kaufmann kennt zwei zutreffende und simple Worte: dem Konto gutschreiben oder belasten. Wieso wird von der Geldvernichtung ins Nichts nirgends etwas erzählt? Durch genannte Vorgänge wird kein einziger zusätzlicher Cent Zentralbankgeld geschaffen. Kann man diese Vorgänge somit ehrlicherweise als Geldschöpfung bezeichnen?
      „Ihr Denkfehler oder Blockade liegt im Kern daran, dass Sie ausblenden, bzw. nicht warhaben wollen, sofern ich Sie richtig gelesen habe, dass jene Kredite eben nicht aus weitergegebenen Einlagen oder aus geliehenem Geld von anderen Banken bestehen.“
      Das Geld in der Kasse der Bank gehört der Bank – sie ist Inhaberin, Eigentümerin dieses Geldes. Wenn ein Sparer sein Geld auf sein Konto einbezahlt, hat er einen Anspruch auf Bargeld, aber das Bargeld, das er einbezahlt hat, gehört der Bank! Ich habe da also weder eine Blockade noch einen Denkfehler. Der Einleger/Sparer hat mit seinem Anspruch auf dieses Bargeld das Eigentum daran der Bank übergeben, also der Bank einen Kredit gewährt. Hätte er dieses Eigentum nicht abgetreten, hätte er das Geld HINTERLEGT und NICHT EINBEZAHLT. Hinterlegung und Einzahlung sind juristisch und real zwei ganz verschiedene Paar Schuhe. Die Bank hat, dank der Einlagen, immer Geld in der Kasse. Hätte sie kein Geld in der Kasse, müsste sie Vermögen veräussern, um damit Bargeld zu beschaffen, und könnte solange auch keine Kredite mehr gewähren. Dieses Szenario habe ich ebenfalls deutlich beschrieben auf der folgenden Seite: https://sites.google.com/site/geldsysteminfo/problematik/teilreserve
      Es geht im Prinzip auch gar nicht um die genannten Probleme, weil das Vollgeld die wirklichen Probleme weder beheben kann, geschweige denn überhaupt anspricht, sondern neue Probleme erst schafft. Aber das alles habe ich in meinen Webseiten genauestens beschrieben. Ich weiss, es ist mühsam, sich durch all die Seiten zu kämpfen und das, was ich geschrieben habe, auch wirklich zu studieren und nicht bloss zu überfliegen. Aber diese Arbeit kann ich leider niemandem abnehmen. Aber es würde sich wahrscheinlich lohnen. Gestatten Sie mir nur zwei Zitate aus vielen dankbaren Zuschriften, die mich erreichten. Das Folgende schrieb mir eine Dozentin im Bereich der Wirtschaftswissenschaften:
      „Auf Ihrer sehr hilfreichen Seite habe ich mich umgesehen. Langsam wird man wirklich verrückt von diesem ganzen Unsinn, der umhergeistert. Ich bin von Ihrer Webseite sehr angetan und habe viel gelernt! Dafür danke ich Ihnen.“.
      Ein Ingenieur: „Ich finde es sehr positiv, wie Sie viele Geldsystemkritikpunkte kritisch beleuchten, denn viele Leute gehen der zu simplizistischen Kritik vieler Quellen auf den Leim.“
      Die wirklichen Probleme sind 1. die unumgängliche Vorausfinanzierung und 2. die Macht. Aber genau die Macht wird durch das Vollgeld noch gestärkt (alle Macht der Monetative). Von den übrigen, des langen und breiten beschriebenen verheerenden Problemen, die es verursacht, ganz abgesehen.
      Noch eine Frage: Wieso übernimmt ein Liegenschaftsverkäufer nicht die Hypothek des Käufers? Da könnte er ja die Banken problemlos umgehen…
      Freundliche Grüsse
      OC

  9. @ Praktiker, Prof. Joób & Co.

    So, jetzt haben wir das Goldtheater hinter uns. Ab jetzt widme ich mich dem von Ihnen vertretenen Schwachsinn „Vollgeld“.

    Als Startpunkt werde ich zwei Repliken verfassen – eine, um endgültig mit dem Unfug aufzuräumen, welcher hier über Zentralbank-Bilanzierung bzw. -buchhaltung verbreitet wird. Wobei Dr. Meyer hier schon viele Jahre Vorarbeit geleistet, leider jedoch vielfach geschmäht wurde.

    Und eine zweite, um mit analogem Unfug über die angebliche „Geldschöpfung aus dem Nichts“ aufzuräumen – ein Argument, welches zweifach missbraucht wird: Zum einen, um zu behaupten, dass Geld, um Euros seitens SNB aufkaufen, einfach im Keller der SNB dazu gedruckt würde – was grottenfalsch ist.

    Zum zweiten, um zu behaupten, dass Kreditbanken hierzulande Geld aus dem Nichts schöpfen würden, was eben genauso falsch ist.

    Bis bald wieder.

    • Sehr geehrter Herr Dr. Ott,

      Sie sind ein primitiver Mensch. In sich aufräumen ist der kürzeste Weg zur Selbsterkenntnis, ich empfehle Ihnen, sich selbst nicht damit zu überfordern, alles auf einmal tun zu wollen, da es bei Ihnen um Berge von Unsinn, Schwachsinn und herumschwirrendes Semiwissen, bzw. Geschwafel geht.

      Bitte widerlegen Sie diese Behauptungen:

      Wenn eine private Geschäfts-Bank einen Kredit vergibt, so verleiht sie niemals Geld (i.S. von gesetzlichen Zahlungsmitteln, also Münzen und Geldscheinen), sondern sie erledigt dies mittels Buchungssatz:

      Forderung (Kreditnehmer) an Verbindlichkeit (Kreditnehmer): Kreditbetrag

      Einerseits verbucht die Bank also eine Forderung an den Kreditnehmer (sie möchte den Betrag ja wieder „zurück erhalten“, sogar vermehrt zum Zinsen), andererseits bucht sie eine eigene Verbindlichkeit in gleicher Höhe an denselben Kreditnehmer – dies ist dessen Giroguthaben, von welchem er den Kreditbetrag entnehmen oder überweisen kann!

      Die Bank fordert also vom Kreditnehmer etwas „zurück“, was sie zugleich bilanziell eingesteht noch überhaupt nicht geliefert zu haben (= Verbindlichkeit), somit also selbst noch „schuldig ist“.

      Somit handelt es sich bei Krediten, falls diese nicht bar (als Münze oder Geldscheine) behoben werden, nicht um gesetzliche Zahlungsmittel, sondern um eine Bankschuld. Wenn Hr. Meier einen Kredit in Höhe von 10.000,- erhält (als Gutschrift auf seinem Girokonto), so erhält er damit kein Geld. Alle Girokonten der Bankkunden stehen bei der Bank auf der Passivseite der Bilanz, sind also Bankschulden. Daher ist die Bank nach dieser „Kreditvergabe“ den Kreditbetrag ihrem Kunden Hrn. Meier nach wie vor schuldig! Wenn Hrn. Meier den Kreditbetrag dann elektronisch an Hrn. Huber weiter überweist (auf dessen Girokonto), dann schuldet die Bank danach diesen Betrag eben Hrn. Huber und nicht mehr Hrn. Meier.

      Kreditvergabe ist, rechtlich gesehen, das Verleihen eigener Mittel. Die Bank, welche Giralgeld schöpft, verwendet dazu jedoch keine eigenen Mittel (der Betrag steht auf ihrer Passivseite, ist daher eine Verbindlichkeit). Außerdem wird der Betrag nicht verliehen, er wird vielmehr bei dieser Art „Kreditvergabe“ neu erzeugt (und zwar als verzinste Schuld!). Aus diesem Grund handelt es sich, rechtlich betrachtet, auch nicht um ein Kreditgeschäft. Wenn Banken jedoch behaupten, sie würden das Geld der Sparer verleihen, so sollten sie dies auch nachweisen. Welcher Bankkunde hat auf seinem Sparkonto jemals eine Abbuchung aufgrund der Kreditvergabe an einen anderen Bankkunden gesehen? Wenn Banken im Zusammenhang mit der Kreditvergabe „Refinanzierungskosten“ behaupten, dann sollten sie auch diese nachweisen: Wie hoch sind die Kosten eines Buchungssatzes?

      Um Sie überhaupt als Diskutanten ernst zu nehmen, bitte ich um präzise Widerleugung dieser Praxis. Dann werde ich Ihnen Antworten und mit meinen Ausführungen weiterfahren. Zur Zentralbanken und Vollgeld zu einem späteren Zeitpunkt!

      Beste Grüsse
      Der Praktiker

    • @ Praktiker
      „Die Bank, welche Giralgeld schöpft, verwendet dazu jedoch keine eigenen Mittel (der Betrag steht auf ihrer Passivseite, ist daher eine Verbindlichkeit).“
      Sie übersehen dabei grosszügig, dass die Banken einen Forderungstausch vornehmen. Sie tauschen eine Forderung auf Bargeld gegenüber dem Kreditnehmer gegen eine Forderung des Kunden auf Bargeld gegen sich selber (es handelt sich also schlicht und einfach um einen gegenseitigen schuld- resp. obligationenrechtlichen Forderungstausch auf Bargeld). Hätten sie das Geld nicht, wie könnten die Banken denn das Geld auszahlen oder an eine andere Bank überweisen? Und was unterscheidet denn Ihre Theorie im Buchungsresultat davon, dass die Bank bucht Kredit/Bargeld sowie Bargeld/Guthaben Kunde von der Buchung Kredit/Guthaben Kunde – das Ergebnis bleibt gekürzt schlicht dasselbe: Kredit/Guthaben Kunde. Wieso sollte eine Bank denn den Betrag aus der Kasse entnehmen und ihn gleich wieder einzahlen? Sie übersehen auch geflissentlich, dass Buchgeld eine Forderung auf Bargeld ist und keineswegs Geld im Sinne des Oberbegriffs, welcher Bargeld UND Buchgeld beinhaltet. Eine Bank kann kein Bargeld schöpfen, also kann sie logischerweise auch kein Geld schöpfen. Da Buchgeld eine Schuldanerkennung auf Bargeld einer (Geschäfts- oder Zentral-)Bank ist, könnte man logischer- und korrekterweise Ihren Slogan auch ändern in „Schuldanerkennungsschöpfung aus dem Nichts“. Naja, ich glaube, da beginnt nun jeder intelligente Mensch an Ihrem Verstand doch langsam und endlich zu zweifeln. Das Wort „schöpfen“ ist ohnehin eine Irreführung, da mystisch und aus den Religionen entliehen. Damit will die Propaganda weismachen, (Zentral-)Banken seien gottähnlich und könnten Geld aus dem Nichts schöpfen, wie Dr. Meyer bereits richtig kritisierte. Banken aber „schöpfen“ Geld aufgrund eines unabdingbaren Vermögenswertes, ohne den das Geld wertlos und die Bank bald pleite wäre (wer hätte denn ein Interesse daran, den erhaltenen Kredit zurückzuzahlen, wenn er keine Konsequenzen tragen müsste?). Buchgeld bezieht seinen Wert aus den bei den Geschäftsbanken hinterlegten Sicherheiten und dem Bedürfnis der Kreditnehmer auf deren Auslösung sowie aus Angst vor Verlust des ins Pfand eingesetzten Eigenkapitals. Also nix da mit Geldschöpfung aus dem Nichts!

    • @willhelm T.,

      im Text steht Zitat:

      Ich glaube, dass Zentralbanken auf der ganzen Welt vollkommen den Kopf verloren haben und Keynsische Wirtschaftstheorien ueberhaupt nicht mehr funktionieren und jene, die dafuer die Verantwortung tragen sollten; all diese Zustaendigen der Zentralbanken glauben immer noch an Keynsische Wirtschaftstheorien. Und sie werden damit nicht aufhoeren bis das gesamte Geldsystem implodiert – es waere denn, sie koennten sie zwingen.

      Zitat Ende.

      Das war alles nicht Keynes und hat mit den Erkenntnissen von Keynes nichts zu tun!

      Man hatte Keynes ja nicht widerlegen können und hätte jede Auseinandersetzung mit seinen Ideen verloren. Also bestand der Trick der VWL seither darin, Keynes völlig zu verfälschen und den Studenten einen verfälschten Keynesianismus zu lehren, von der Neoklassischen Synthese bis zur aktuellen Neuen Keynesianischen Makroökonomie, die weder neu ist noch die Erkenntnisse von Keynes enthält und vor allem mikroökonomisch fundiert wird und damit jeder Makroökonomie widerspricht, denn mikroökonomisch fundiert erhalten wir in aller Regel eine völlig realitätsfremde Sichtweise.

      Damit hat die VWL ihr Ziel erreicht, unter Studenten wie Publikum die maximale Verwirrung zu stiften und für den ganzen Unsinn auch noch Keynes verantwortlich zu machen.

      Es gibt nicht umsonst und grundlos fast keinen Anhänger der wirklichen Erkenntnisse von Keynes an den Universitäten, die werden mit Erfolg bekämpft und zum Schweigen gebracht.

      Beste Grüsse
      Der Praktiker

  10. Je länger ich den Kommentaren einiger sehr fleissiger Schreiber zu diesem Thema folge, desto mehr beschleicht mich der Eindruck, dass hier möglicherweise der eine oder andere recht kleinkarierte Ziele verfolgt.

    Ich gewinne zunehmend den Eindruck, dass die „Goldliebhaber“ mit ihren privaten Goldinvestments ordentlich im Verlust liegen. Nun erhoffen sie sich die Rettung ihrer eigenen Goldpositionen.

    Anders kann ich mir die verzweifelten Kommentare der Befürworter leider nicht mehr erklären.

    Es wäre auch jedenfalls nicht uninteressant zu wissen ob und wie bspw. die Initiatoren z.B. an den Terminmärkten positioniert sind.

    Für mich sieht es zunehmend nach einem Zusammenschluss verzweifelter Gold (Long) Anleger aus, welche hier unter dem Deckmantel „Zum Wohle der Schweiz“ ihre eigenen Fehlinvestments wieder in den grünen Bereich bringen wollen.

    • @ Daniel Breuch

      Also ich bin persönlich long Aktien + Immobilien und z.Zt. ungehedged G+S. Und habe soeben meinen USD/YEN mit Gewinn veräussert..
      Und gehe in Bälde wieder short Aktien, Hedge G+S, etc.

      Sie sind mir ein Witzbold..

    • Daniel Breuch

      ..sorry, muss mich korrigieren – ich bin inzwischen neutral Aktien :-))

      Und rufen Sie mich einfach mal an – ich bringe Ihnen das gerne bei, umsonst. Auch, wie zwischen Privat- und Gemeinwohlinteresse zu unterscheiden bzw. NICHT zu unterscheiden ist – sofern man es ehrlich meint..

  11. Gold Initiative hin oder her.
    Es wäre sicher zum Wohle des Landes, wenn die SNB jetzt für CHF 50 Mrd. Gold kaufen würde (Diversifikation).
    Daneben wäre es auch nicht schlecht, in asiatische Währungen zu investieren, anstatt auf dem Haufen Euros sitzen zu bleiben (und zu beten, falls man dazu noch fähig ist).
    Der Euro wird sicher nur billiger, denn kein Euro-Land hat Interesse an einem starken Euro.

    Die Exporteure müssen sich mit der Realität arrangieren und aufhören immer nach Hilfe des Staates zu rufen.
    Es reicht, wenn Tourismus/Gastgewerbe jeweils glauben, den Weltuntergang voraussagen zu können.
    Zudem ist es geradezu lächerlich, dass die Kommunisten (insbesondere die Gewerkschaften) mit ihren Voten plötzlich den Oberkapitalisten geben.

  12. Werte Diskussionsteilnehmer,

    Ich möchte einen Aspekt herausheben, der meiner Ansicht nach in der aktuellen Diskussion bisher zu wenig Beachtung fand. Die Schweiz ist ein hochinnovatives Land. Dies hat sie über Jahrzehnte bewiesen, auch und insb. gegenüber sämtlichen Nachbarländern. Es gibt Hinweise darauf, dass der starke Schweizer Franken mitursächlich für diese Entwicklung ist: eine kontinuierlich stärker werdende Währung zwang die Unternehmen dazu, Effizienzen zu steigern und Innovationen zu fördern, da die Konkurrenzfähigkeit auf internationalen Märkten sonst nicht gegeben wäre. Die relative Stärke des Schweizer Franken kann man quasi als eine makroökonomische Fitnesskur für Unternehmen betrachten. Es ist zu befürchten, dass nach der Definition der Euro-Untergrenze dieser Anpassungsdruck möglicherweise schon bald ein jähes Ende findet. Regelmässig wird vor den Gefahren einer zu starken Währung für die Exportwirtschaft gewarnt. Die langfristigen negativen Konsequenzen einer zu weichen Währungen werden jedoch im Vergleich dazu viel zu wenig thematisiert – gerade auch im Zusammenhang mit der Gold-Initiative.

    Mit besten Grüssen

    Patrick Schüffel

    Dr. Patrick Schüffel
    Professor
    Director Institute of Finance
    Haute école de gestion Fribourg
    Chemin du Musée 4
    CH-1700 Fribourg (Suisse)
    http://www.heg-fr.ch

    • Sehr geehrter Herr Professor Schüffel,

      Sie schreiben Zitat:

      Die langfristigen negativen Konsequenzen einer zu weichen Währungen werden jedoch im Vergleich dazu viel zu wenig thematisiert – gerade auch im Zusammenhang mit der Gold-Initiative….weiter….eine kontinuierlich stärker werdende Währung zwang die Unternehmen dazu, Effizienzen zu steigern und Innovationen zu fördern, da die Konkurrenzfähigkeit auf internationalen Märkten sonst nicht gegeben wäre.

      Zitat Ende.

      Ich ermutige Sie, die ideologischen Scheuklappen abzulegen und die Vogelperspektive einzunehmen.

      Mit Verlaub:

      Die Schweiz war das letzte Land, das in den 1990er Jahren dem Internationalen Währungsfonds (IWF) beigetreten wurde (der Interessenvertretung des US-zentrischen Bretton-Woods Abkommens). Mit dieser Aktion wurde die Schweiz als Insel der glückseligen Kapitalanleger als letzter unabhängiger Standort diesem kranken System angepasst. Auch diesen Zusammenhang kennen nur wenige Finanzexperten. Fröhlich empfiehlt man die Schweiz als sicheres Land, in dem man als Investor bestens aufgehoben sei. Die Einlagerung von privaten Edelmetallen hier gilt bei den unaufgeklärten Finanzberatern ebenfalls als besonders intelligent. Erklären können sie es allerdings nicht.

      Unser heutiges Geldsystem besteht zu fast 80% aus US-$, die restlichen 20% machen alle anderen Währungen der Welt aus. Das sollte verstanden
      werden. Auch ein Euro besteht durch seine Hinterlegung aus 80% US-$. Sollte die US-amerikanische Währung crashen, brechen logischerweise auch alle anderen Weltwährungen zusammen. Das Argument: „Wenn der Dollar kollabiert, steigt der Euro, der Schweizer Franken oder sonst irgendeine Währung“, ist einfach inkompetent, denn auch der Euro ist nun
      einmal eine Dollarwährung.

      Leider glauben immer noch viele Menschen, dass ihnen nichts passieren kann, wenn der US-Aktienmarkt kollabiert, da man ja nur in Aktienmärkten außerhalb der USA investiert ist. Noch einmal, wenn nur eine Weltwährung existiert, gibt es logischerweise auch nur einen Weltaktienmarkt, da grundsätzlich jede Aktiengesellschaft dieser Welt ein überwiegend dollarbasiertes Unternehmen darstellt. Novartis, Roche, ABB, BMW, BASF, Nestle, Siemens, Bayer usw. sind quasi US-amerikanische Unternehmen, die im Falle des Leitwährungszusammenbruchs mit in die Tiefe gerissen würden. Fundamentale (physische) Wirtschaft findet nicht mehr statt!

      Beste Grüsse
      Der Praktiker

    • @ Praktiker: was willst Du eigentlich sagen? Ich kapiere jetzt wirklich nicht ob das im Gegensatz zu dem steht, was Prof. Schüffel da geschrieben oder ob Du ihm zustimmst oder ob Du einfach mal wieder blabla ablassen wolltest, weil Du sonst nichts besseres zu tun hast (passiert ja nicht gerade das erste Mal auf IP…).

    • @Mark von Ork,

      Sie schreiben Zitat:

      Ich kapiere jetzt wirklich nicht ob das im Gegensatz zu dem steht, was Prof. Schüffel da geschrieben oder ob Du ihm zustimmst oder ob Du einfach mal wieder blabla ablassen wolltest

      Zitat Ende.

      Wollen Sie das oder können Sie das nicht verstehen? Stattdessen polemisieren Sie ohne eine Gegendarstellung einzubringen. Wo arbeiten Sie? Feststeht, in meinem Team würden Sie bei einer solchen Geisteshaltung nicht einmal, daß Abfalleimerleeren können.

      Überzeugen Sie mich, dass ich mich irre mit Ihrem Sachverstand in einem offen harten Gedankenaustausch! Das ist das Problem wenn ich in den oberen Etagen von Bank, – und Versicherungen mit sogenannten „Führungspersönlichkeiten“ zusammentreffe; Viele Schafe die sich als Wölfe verkaufen wollen, beim anpiksen gewisser Befindlichkeiten werden sie dann sehr schnell sehr still…und das wars auch schon!
      Beste Grüsse
      Der Praktiker

    • Lieber „Der Praktiker“,

      Mork vom Ork hat sich zwar nicht gerade nett ausgedrückt, aber in der Sache muss ich ihm Recht geben: ich verstehe auch nicht, was Sie uns sagen wollen. Sie zitieren die Autoren schön mit „Sie schreiben Zitat“ und „Zitat Ende“ etc. und das ist schön und gut, aber was bedeutet denn nun Ihre Aussage? Stimmen Sie mit Herrn Schüffel überein oder nicht? Ist das eine Gegendarstellung von Ihnen oder nicht? Gegen was? Bei mir bleiben viele Fragezeichen zurück…

    • @Liebe Frau Cornelia F.

      Besten Dank! Keine Sorge, Geisteshaltungen wie @Ork von Mork, zerlege ich in Stücke innerhalb als auch ausserhalb vom Forum!

      Wenn ich schreibe Zitat:

      Sehr geehrter Herr Prof. Schüffel,
      Ich ermutige Sie, die ideologischen Scheuklappen abzulegen und die Vogelperspektive einzunehmen.

      Zitat Ende.

      Wonach sieht es für Sie aus? Natürlich, bin ich mit Herr Prof. Schüffel nicht derselben Meinung!

      Ich bin für die Initiative; aber vehement gegen den Goldstandard! Die interessante Frage des Herrn Professor ist:

      Zitat:

      Die langfristigen negativen Konsequenzen einer zu weichen Währungen werden jedoch im Vergleich dazu viel zu wenig thematisiert – gerade auch im Zusammenhang mit der Gold-Initiative.

      Zitat Ende.

      Ergo: Gold-Währungen-Geldsystem-Wirtschaft!

      Ich nutze die Gelegenheit, um meine Gedanken zu Ende zu führen:

      Als Ende der 1960er Jahre die Franzosen von ihrem legitimen Recht gebrauch machen wollten, ihre Papierdollar in Gold einzutauschen, verwei- gerten die US-Amerikaner die Herausgabe des gelben Metalls. Dieser widerrechtliche Enteignungsvorgang wurde im Jahre 1971 offiziell, als Präsident Nixon das Goldrückgaberecht für alle Staaten der Welt als unmöglich erklärte.
      Seit dieser Zeit sind alle Währungen unserer Welt absolut wertlos, denn sie sind nach wie vor anstatt mit Edelmetallen, nur mit US-$- Papier unterlegt.

      Da unser verzinstes Geldsystem ein unendliches Wachstum fordert, was real nicht möglich ist, versinkt unsere Weltirtschaft immer tiefer in einem Moloch der Pseudowirtschaft.

      In diesen bewegten Zeiten gehören nahezu keine Papierzertifikate wie Aktien, Obligationen, Lebensversicherungen ins Anlageportfolio!

      „Man nennt es Wertpapier, aber eigentlich ist es nur Papier!“

      Um möglichst ganz sicher zu sein, sollte man sich auf die klassischen Kapitalanlagen schlechthin konzentrieren: Physische Edelmetalle – rechtssichere Immobilien – sachwerte Unternehmensbeteiligungen. Ein wesentlicher Punkt bei dem Kauf von Edelmetallen ist der Mix. Gold ist definitiv das uninteressanteste Metall, obwohl die Menschen genau dabei die höchsten Emotionen verspüren. Gerade die Industriemetalle wie Silber und Platin sind im physischen Edelmetallmix äußerst relevant.

      Fazit: Es handelt sich, um Schwundwährungen, inkl. unser CHF! Mit der Anbindung zum EURO wurden wir enteignet, ohne das uns irgendjemand gefragt hat! Der EURO war zum Vornherein verurteilt zu scheitern! Ich habe das im Detail in diesem Forum mehrmals erläutert.

      Nicht von ungefähr versucht man, uns Schweizer Bürger sukzessive darauf einzustimmen, uns auch größeren Währungsgemeinschaften anzuschließen, wie der EU.

      An dieser Stelle möchte ich noch einmal meine Abneigung zu diesem zerstörerischen Gesamtsystem zum Ausdruck bringen, welches nur in einem Kriegs-Terminus beschreibbar ist. Das Wachstumsdogma, welches uns in den Hochschulen eingetrichtert wird, zeigt hier das wahre Gesicht und Herr Professor Schüffel weiss sehr wohl worüber ich hier schreibe.

      Beste Grüsse
      Der Praktiker

  13. @Mark Joop

    Buchgeld kann nur emittiert werden auf der Passivseite des Geldemittenten, wenn dieser gleichzeitig auf der Aktivseite einen Vermögenswert hereinnimmt in seine Bilanz (z.B. einen gewährten Hypothekarkredit).

    Wenn nun die Vollgeldinitianten wollen, dass nur noch die SNB Buchgeld emittieren darf, so folgt daraus, dass nur noch die SNB Hypothekarkredite oder andere Kredite gewähren darf.

    Das wäre Kommunismus pur.

    Und im Übrigen gehrt es hier nicht um die Vollgeld-Initiative, sondern um die Gold-Initiative.

    Dazu habe ich bereits einen Beitrag geschrieben: „Vollgeldinitiative – Lachnummer mit Emil.“

    Die Vollgeld-Initianten behaupten – genauso wie unsere SNB – Geld sei ein Aktivkredit des Geldemittenten. Falsch. Geld ist ein Passivkredit der Geldemittenten.

    Auch ihr Kollege Prof. Ammann vom Banken-Institut der HSG versteht das leider nicht (siehe sein Interview am SF).

    Das müssen die HSG-Professoren und SNB-Direktoren erst noch begreifen lernen.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

    • Herr Dr. Marc Meyer, Riehen schreibt Zitat:

      Wenn nun die Vollgeldinitianten wollen, dass nur noch die SNB Buchgeld emittieren darf, so folgt daraus, dass nur noch die SNB Hypothekarkredite oder andere Kredite gewähren darf.

      Das wäre Kommunismus pur.

      Zitat Ende.

      Die Mutter der Dummen ist immer schwanger!

      Begründung:

      In den Jahren nach 1971 hat sich das Bankenwesen ganz erheblich geändert; es hat sich von einem sachgedeckten Teilreserve- zu einem papiergeldgedeckten Mindestreserve-System gewandelt. Vor 1971 musste Geld noch zu 40% mit Gold unterlegt sein. Eine solche gesetzlich geregelte Sachanbindung des Geldes an Gold gibt es seither nicht mehr. Geld deckt sich seither nur noch selbst. Und die „Deckung“ besteht weder zu 100%, noch auch zu 40%. Banken müssen bisweilen gerade noch 2.5% des Geldes als Mindestreserve bei der Zentralbank vorhalten, das sie ihren eigenen Gläubigern schulden.

      Dies liegt im Kern daran, dass jene Kredite eben nicht aus weitergegebenen Einlagen oder aus geliehenem Geld von anderen Banken bestehen. Kredite werden vielmehr aus Geld vergeben, das die Banken erst mit der Kreditgewährung selbst – gleichsam „aus dem Nichts“ – erzeugen. Solches Geld nennt man Giralgeld oder Buchgeld. Es entsteht erst dadurch, dass Banken sowohl eine Forderung als auch eine Verbindlichkeit gegen denselben Kreditnehmer buchen.

      Buchgeld entsteht also der Sache nach durch eine sog. Bilanzverlängerung. Um die Art von Geld aus dem Nichts schöpfen zu dürfen, müssen Banken nur 2.5% des Kreditbetrags bei der Zentralbank hinterlegen.

      Im Gegensatz zu der Annahme, dass dieses Geld noch anderen Banken oder Sparern geschuldet werde, gibt es umgekehrt bei der Geldschöpfung durch Bilanzverlängerung eine in der Bilanz zu berücksichtigende und das Eigenkapital mindernde Verbindlichkeit gegenüber Sparern oder anderen Banken de facto nicht.

      Beispiel der aufzeigt; wie irreführend und ignorant die Thesen des Erbsenzählers von Riehen sind:

      Geld entsteht, indem die Bank eine Forderung gegen ihren Kreditnehmer bucht. Diese
      Buchung definiert den Rückzahlungsanspruch der Bank gegenüber ihrem Kreditnehmer.
      Die Bank bucht aber in gleicher Höhe auch eine Verbindlichkeit gegenüber demselben
      Kreditnehmer, weil sie ihm noch die Bereitstellung von Zentralbankgeld schuldet.

      Schließlich ist nur Zentralbankgeld gesetzliches Zahlungsmittel. Durch diesen Vorgang wird sowohl auf der Aktivseite als auch auf der Passivseite der gleiche Wert in Höhe des Kreditbetrags hinzugerechnet. Beide Positionen erhöhen die Bilanzsumme, die Bilanz wurde verlängert.

      DIE ZINSEN WERDEN NICHT MIT-GESCHöPFT, SONDERN DER REALWIRTSCHAFT AUSGEPESST!

      Wird der Kredit wieder zurückgezahlt, bucht die Bank genau in umgekehrter Richtung.
      Damit werden die mit der Kreditvergabe gebuchte Forderung und die Verbindlichkeit
      aufgelöst. Aktiv- und Passivseite der Bilanz vermindern sich um die Höhe des
      Kreditbetrags. Man spricht von einer sog. Bilanzverkürzung. Derselbe Vorgang entsteht
      aber nun auch, wenn der Kredit nicht zurückgezahlt wird. In beiden Fällen ist der
      Kreditbetrag aus der Bilanz wieder (im Nichts) verschwunden.

      Der einzige Unterschied zwischen einem getilgten und einem ausgefallenen Kredit besteht darin, dass die Bank für einen ausgefallenen Kredit einen Aufwand buchen muss, der ihren Gewinn mindern kann. Diesen Aufwand nennt man Abschreibung, weil die Bank weiß, dass der Kredit nicht mehr getilgt wird. Der Fehler, dem Vielen aufsitzten, besteht also in der Annahme, dass die gegenüber anderen Banken oder Sparern bestehenden Verbindlichkeiten, die irgendwann an diese zurückgezahlt werden müssen, nicht mehr durch die Forderung gegenüber dem Kreditnehmer gedeckt ist, wenn der Kredit ausfällt. Bei der Aufrechnung von Forderung und Verbindlichkeit gegenüber dem Kreditnehmer ergibt sich nach dieser Betrachtung anstelle eines ausgeglichenen Saldos ein negativer Saldo zulasten der Bank. Daraus leitet sich die – unzutreffende – Annahme ab, den nominellen Kreditbetrag absolut als Schaden des Bankvermögens annehmen zu müssen. Nachdem es diese Verbindlichkeit aber gar nicht gibt, weil die bei der Geldschöpfung anfänglich gebuchte Forderung und Verbindlichkeit gegen den Kreditnehmer schon durch die Gegenbuchung aufgelöst wurde, kann der Schaden allenfalls in sehr wenigen Fällen in der vollen Höhe des Kreditbetrags entstehen, und zwar dann, wenn der Kredit sofort nach der Gewährung abgeschrieben werden muss und weder ausreichende Sicherheiten vorhanden sind, noch Zinsen gezahlt wurden.

      Rund 95% des derzeit umlaufenden Geldes ist Giralgeld. Die Vollgeldreform bereitet diesem Monopol und in gewisser Weise Faschismus der Banken (Fusion zwischen Politik und Banken) ein Ende!

      Herr Dr. Marc Meyer argumentiert weder sachlich, noch wissenschaftlich, sondern aus der Position eines Menschen dem Unrecht angetan wurde, weshalb seine Sicht vernebelt ist, und er um sich hirnlos herumschwirrt.

      Beste Grüsse
      Der Praktiker

  14. Holländer haben über Nacht ihre 122 Tonnen Gold aus den USA nach Hause bringen lassen. Wieso so plötzlich? Man wolle chinesische Juan und gar Rubel als die Reservewährungen portieren.
    Canada handelt bereits mit China in Juan.
    Russland, China, Indien handeln bereits in ihren Währungen und nicht über den US$. Darum geht es. Der Dollar verteuert alle Transaktionen.

  15. @ Daniel Müller

    Was an den Unis etc. weltweit zu Wirtschaftswissenschaften gelehrt wird, ist mE weitgehend Mist. Weltfremd. Was davon in der Finanzwelt eingesetzt wird, baut auf mechanischen Modellen des 19 Jahrhunderts aufbauend. Kein Wunder, dass die Investmentbanker, die solche Formeln einsetzen, dann immer wieder um Hilfe seitens des Steuerzahlers ersuchen müssen.

    Und was zur Geldpolitik gelehrt wird, ist mE eine Scharade. An Ihrer Stelle würde ich daher nicht auf einen VWL-Messias hoffen.

    Und ja, falls Sie das mir vorwerfen wollen – ich masse mir an, das halbwegs beurteilen zu können.

    • Herr Dr. Jürgen Ott,

      Gleich Enteignung? Das soll Ihre argumentative Antwort sein? Das soll eine sachliche und vorurteilsfreie Auseinandersetzung mit Vollgeld oder Gold sein?

      Das Vollgeldsystem will nicht die Kreditvergabe über welchen Weg auch immer kontrollieren. Das ist ein grundlegendes Missverständnis!! Das Vollgeldsystem würde Kreditvergabe und Geldschöpfung trennen, das ist der springende Punkt. Bitte nehmen Sie, dass sowohl mit Ihrer linken als auch mit Ihrer rechten Gehirnhemisphäre zur Kenntnis!

      Im Vollgeldsystem übernimmt der Staat keinerlei zusätzliche Schulden!

      Banken verbuchen, in einem solchen System den von ihnen selbst geschöpftes Giralgeld als sofort fällige Verbindlichkeit in ihren Bilanzen. Sie verschulden sich damit bei allen Geldbenutzern mit Girokonten, also bei der Allgemeinheit. Banken zahlen in einer Vollgeldreform ihre Schulden aus der an den Staat/Monetative und damit an die Allgemeinheit zurück.

      Damit verschwindet das alte Giralgeld in einem allmählichen Prozess über 5-10 Jahre aus dem Geldkreislauf. Die Monetative emittiert entsprechend Geld neu über Staatsausgaben, so kommt dann das neue Vollgeld in den Wirtschaftkreislauf. Im Zuge dieses Austauschs der Geldmenge könnte, wenn politisch gewollt, einmalig eine hohe Tilgung von Staatsschulden erfolgen.

      Mit staatlicher Kreditbewirtschaftung hat dies absolut nicht zu tun.

      Fazit: Das Gegenteil von Enteignung von Privatvermögen und Schuldgeldsystem tritt ein.

      @Daniel Gschwend,

      Sie schreiben u.a. Zitat:

      Der Euro ist schwach, weil die Euro-Zone wirtschaftlich und strukturell in einer katastrophalen Situation ist und die EZB zur gleichen Zeit erneut EUR 1‘000 Milliarden (!) drucken will. Dies ist eine Verwässerung der Kaufkraft des Euros und der Euro muss dann logischerweise auch schwach sein.

      Zitat Ende.

      Das ist falsch!

      Begründung:

      Punkt 1:

      Eine gemeinsame Währung erfordert eine gemeinsame Konjunkturpolitik, bei der nicht ein Land künstlich seine Löhne senken darf, um dann alle anderen Länder mit den billiger erzeugten Waren nieder zu konkurrieren. Das ist so ziemlich die Grundlage jeder Währungsunion und das weiß auch jeder Depp, also auch jeder Politiker, Erbsenzähler von Riehen und Pseudo-Geldhistoriker von Herrliberg oder VWL-Professor.

      Punkt 2:

      Der Euro war von vornherein dazu vorgesehen, die Staaten in eine Krise zu treiben und ihnen die Möglichkeit zu einer keynesianischen Politik zu nehmen. Sobald es zur Krise kommt, würden die Politiker gezwungen sein, Politik nach dem Vorbild von Reagan und Thatcher zu betreiben, weil sie ohne Einfluss auf die Geldpolitik sein würden, da der Euro für jedes Land praktisch eine Fremdwährung ist.

      Der Euro wirkt heute genau so, wie von 1929-33 der internationale Goldstandard: Die ideale Voraussetzung für eine verheerende Krise.

      Punkt. 3

      Ich habe in Japan 5 Jahre gelebt und glaube dadurch, sehr viele Parallelen zu Euro/Europa knüpfen zu können. In Japan sind seit 1990 die Immobilienpreise und die Börsenkurse um etwa 75% gesunken. Die vermögenden Japaner haben also durch reale Investitionen in den letzten zwei Jahrzehnten viel Geld verloren und die einst für diese Investitionen aufgenommenen Kredite belasten noch heute Banken und Unternehmen. Das Ergebnis ist ein überzogenes Geldsparen der Privaten und die dadurch steigende Verschuldung des Staates.

      Die Bank von Japan gilt unter Kennern seit 1945 als Filiale der FED der USA und wird mit ziemlicher Sicherheit daran gehindert, zusammen mit der japanischen Regierung eine sinnvolle Politik zu betreiben. Wieder und wie immer ist die Krise als Schockstrategie gewollt, um die japanische Gesellschaft aufzubrechen, so wie jetzt auch wieder in Europa.

      Punkt 4:

      Lösen sich vom Dogma; Freie Märkte, Wirtschaftswachstum, Währungen usw. Es sind Nebelbomben die aus diesem verzinsten Schuldgeldsystem entspringen; und welche mathematisch mit 100% Sicherheit ein Enteignung,-betrugsmodell darstellen, welches zwangsläufig in einer Währungs,- Geldreform münden wird. in der Zwischenzeit werden Ressorcen, Tier und Menschenleben zerstört.

      Kleiner Beispiel:

      In der Finanzwirtschaft werden Geldmengen in Form von geldäquivalenten Wertpapieren in kaum vorstellbarer Größenordnung gehortet.

      Bestand und Handelsvolumen von Finanzprodukten betragen ein Vielfaches des Welt-Bruttoinlandsprodukts. Die moderne Geldwirtschaft ist einem Spielcasino gleich organisiert. Das zum Verteilen verfügbare Kapital ist auf unterschiedliche Spieltische aufgeteilt, an denen Geld gegen Finanzprodukte eingetauscht wird.

      An den einen wird Geld gegen Aktien getauscht, an anderen Tischen Geld gegen Anleihen, an wieder anderen werden Derivate gegen Geld getauscht oder auch Geld gegen Geld in form von Devisen. Sobald die Geldbesitzer mit ihrem Geld von einem Tisch zum anderen wechseln, fallen die Tauschkurse am verlassenen Tisch. Am Tisch mit dem Geldzustrom steigen die Kurse. Es ist ein System kommunizierender Röhren. Der Geldstand in den einzelnen Röhren verändert sich ständig, das Gesamtvolumen im Casino Finanzwirtschaft ändert sich nur, wenn Geld aus der Realwirtschaft hinzukommt oder an diese abfließt.

      Diese wenig akzeptierte und oft bestrittene Tatsache wird verdeutlicht durch eine Betrachtung des Handels mit Aktien:

      Drei Personen A, B, C verfügen über jeweils 1.000 CHF.

      Gesamtwert: A, B, C je 1.000 CHF = 3.000 CHF.

      Ein Unternehmen AG gibt im Rahmen einer Kapitalerhöhung neue Aktien zum Kurs von 100 CHF aus, um damit die Entwicklung neuer Produkte zu finanzieren. A kauft für 500 CHF fünf Aktien von Unternehmen AG.
      Gesamtwert: A hat 500 CHF + AG mit 500 CHF + B, C mit je 1.000 CHF = 3.000 CHF.

      AG kündigt den Verkauf der neuen Produkte an, der Kurs steigt, B kauft die fünf Aktien von A zum Preis von 750 CHF.
      Gesamtwert: A hat 1.250 CHF + B mit 250 CHF + C mit 1.000 CHF + AG mit 500 CHF = 3.000 CHF.

      AG teilt mit, dass Produkte wegen technischer Mängel nicht verkaufbar sind, der Kurs der Aktie bricht ein. C kauft die fünf Aktien von B für 250 CHF.
      Gesamtwert: A hat 1.250 CHF + B mit 500 CHF + C mit 750 CHF + AG mit 500 CHF = 3.000 CHF.

      Durch Handel mit Aktien werden keine neuen Werte geschaffen. Dieses gilt für alle Arten der heute von der Finanzindustrie als Finanzinnovationen angebotenen Produkte wie Derivate, Optionen, Zertifikate, Swaps u.a. ebenso wie für den Handel mit Devisen. Vorhandene Werte werden lediglich umverteilt. Wertzuwachs findet ebenso wie die Vernichtung von Werten nur in der Realwirtschaft statt. Durch Entwicklung und Produktion neuer Produkte schafft das im obigen Beispiel angeführte Unternehmen AG Mehrwert, welchen es durch Verkauf der Produkte realisieren und für weitere Investitionen oder Ausschüttung an Investoren verwenden kann. Wird das Unternehmen wegen Erfolglosigkeit liquidiert, ist das eingesetzte Kapital vernichtet worden.

      Jeder Spieler erhält zu Beginn des Spiels eine definierte Summe Spielgeld. Ein Spieler ist Unternehmer, alle anderen sind Investoren. Der Unternehmer verkauft zu Beginn des Spiels Aktien an die Investoren. Diese handeln dann untereinander mit diesen Aktien. Egal wieviel gehandelt wird, der Wert des im Spiel befindlichen Geldes wird nicht verändert. Sie können die Handelsgüter ergänzen durch Derivate, Optionen, Zertifikate oder Devisen – das Ergebnis bleibt gleich.

      Die Finanzkrise ist keine Krise, sondern ein Dilemma! Lesen Sie was Herr Dr. Marc Meyer und Herr Dr. Jürgen Ott schreiben, daran werden Sie leicht erkennen, wo die tatsächlichen Probleme in unserem Land liegen!.

      Beste Grüsse
      Der Praktiker

  16. Seit der Finanzkrise im Jahr 2008 befinden wir uns im folgenden Krisenablaufszenario, welches in der Geschichte exakt in dieser Form bereits mehrfach vorgekommen ist: Finanz/Bankenkrise  Staatskrisen  Währungskrisen (Währungskrieg über kompetitive Abwertungsschlachten)  Hyperinflation  massiver Anstieg von Gold/Einführung Goldstandard. Die Finanzkrise haben wir hinter uns. Die Banken wurden damals von den Staaten gerettet, welches die Staaten nun selber in die Krise bringt (Europa als Beispiel). Das Wirtschaftswachstum wird abgewürgt oder kommt nicht vom Fleck, was jetzt über Währungsabwertungen und somit Stimulation des Exportes gelöst werden soll. Solche Abwertungsschlachten, welche zurzeit alle grossen Wirtschaftsblöcke machen, führt dazu, dass die Schulden nur noch von den jeweiligen Notenbanken gekauft werden (was die USA und Japan bereits tun und die EZB bald beginnt). Wenn nur noch die eigenen Notenbanken die Schulden kaufen, dann ist dies eine Monetisierung der Schulden wie zu Zeiten der Weimarer Republik, welche anschliessend zu Hyperinflation führte (die Sparer, d.h. der Mann und die Frau auf der Strasse haben alles Geld verloren!). In Zeiten von Hyperinflation oder Monetisierung der Schulden kann man sich nur noch über den Kauf von realen (nicht beliebig reproduzierbaren) Gütern wie Aktien, Immobilien, Kunst oder auch Gold schützen. Der Pfad ist somit vorgegeben und ich habe höchste Zweifel, dass unsere „intelligenten Politiker und Notenbanker“ diesen Ablauf mit intelligenten Lösungen durchbrechen/stoppen. Aus diesem Grund ist ein JA zur Goldinitiative die bessere Alternative als das Risiko erneut vom Ausland erpresst zu werden und mit einer unkontrolliert wachsenden Notenbank-Bilanz verwässert zu werden. Die Höhe der Notenbank-Bilanz ist aus einer Portfolio-Manager und Buchhaltungssicht irrelevant. Wichtig ist, wie die Aktivseite angelegt wird. Wenn die Aktivseite in Obligationen (wo jederzeit ein Schuldenschnitt dito Griechenland, etc.) durchgeführt werden könnte, dann besteht ein massives Risiko. Wenn die Aktivseite in Aktien mit Eigentümerrechten oder Gold (in der Schweiz gelagert) investiert wird, so besteht kein Enteignungsrisiko. Die SNB kann Aktien erstklassiger Firmen wie Unilever, Royal Dutch Shell, Sanofi-Aventis über Jahrzehnte halten und Dividenden einnehmen. Die Schweiz wäre sogar in der Lage sich die Swiss zurückzukaufen. Kaufen wir doch ein paar Lufthansa Aktien mit den Euros (anstatt deutsche Bundesobligationen mit einer Rendite von weniger als 0.8% nominal pro Jahr für die nächsten 10 Jahre!). Dann machen wir die Lufthansa zur Tochtergesellschaft der Swiss. BMW und Mercedes Aktien wären auch interessant. Glauben Sie mir, sobald das Ausland versteht, dass die Schweiz strategisch wichtige Nationale Champions kauft, würde das Ausland Massnahmen gegen die CHF Spekulation ergreifen und die ausländischen Spekulanten „bestrafen“ mit anderen Worten wäre so eine Lösung erreichbar, wenn die SNB die politische Unabhängigkeit ablegen würde und aktiv anstatt passiv investieren würde.

    Hier noch eine Beobachtung aus den Finanzmärkten: Die Schwankungen aller Währungen steigen und gleichzeitig scheint es, dass Gold (als Währung ultima ratio) den Boden gefunden hat. Die japanische Notenbank hat erneut die Geschwindigkeit des Gelddruckens und die Abwertung des Yen erhöht. Japan plant neu bis zu USD 700 Mrd. pro Jahr zu drucken und auch die EZB Bilanz soll um weitere EUR 1‘000 Mrd. erhöht werden. Die US-Notenbank stoppt (vorübergehend) die Ausweitung der Bilanz, reinvestiert jedoch die Fälligkeiten weiter. Seit ein paar Tagen dürfte auch die SNB wieder fleissig am Euro kaufen sein (die EUR / CHF Untergrenze wird regelmäßig getestet). Das Argument, dass die EUR / CHF Untergrenze wegen der Goldinitiative getestet wird oder dass die SNB diese bei einer Annahme der Goldinitiative nicht mehr verteidigen könnte, ist absoluter Blödsinn. Die SNB kann beliebig CHF drucken und am Devisenmarkt intervenieren (als Soros gegen die Bank of England spekuliert hatte, war es die andere Seite, d.h. dort musste die BoE Pfund kaufen und Devisen verkaufen, das geht nur so lange wie man Devisen hat, dann ist Schluss. Bei der SNB ist die Sache genau auf die andere Seite, darum kann die SNB theoretisch unlimitiert intervenieren). Der Euro ist schwach, weil die Euro-Zone wirtschaftlich und strukturell in einer katastrophalen Situation ist und die EZB zur gleichen Zeit erneut EUR 1‘000 Milliarden (!) drucken will. Dies ist eine Verwässerung der Kaufkraft des Euros und der Euro muss dann logischerweise auch schwach sein. Gleichzeitig hat die Schweiz ein Wachstum des realen BIP von etwa 1.40% vs. 0.20% in Europa. Welche Währung sollte dann wohl stark oder stärker sein?

    Bitte beachten Sie auch noch folgendes Zahlenspiel im Zusammenhang mit der EUR / CHF Untergrenze und den theoretischen Goldkäufe der SNB: Wenn die Goldinitiative angenommen wird, muss die SNB kumulativ für rund CHF 65 Milliarden physisches Gold kaufen (vorausgesetzt die Bilanzsumme von derzeit rund CHF 500 Milliarden bleibt gleich). Es wird behauptet, dass dies zu einem massiven Anstieg des Goldpreises führt. Wie kann es sein, dass beispielsweise am 14. November 300‘000 Goldterminkontrakte (über den Gold Future Handel), was einem Nominalwert von USD 35.5 Milliarden in physischem Gold entspricht an den Terminmärkten gehandelt wurden und der Goldpreis an diesem Tag nur um 2% anstieg? Vielleicht müsste sich die SNB via Gold-Futures das Recht auf physisches Gold und eine anschließende physische Lieferung erkaufen, oder ist das „Papier-Gold“ vom real existierenden physischen Gold losgelöst? Das wäre dann ein noch stärkeres Argument für eine Erhöhung von 8% auf mindestens 20% an physischem Gold in einer außer Kontrolle geratenen Notenbankbilanz. Eines ist sicher, solange die EZB den Euro weiter abwerten muss, wird die SNB Bilanz auch weiter wachsen. Die SNB würde gut daran tun, zunehmend Gold und Aktien anstatt EUR Obligationen mit lächerlichen Renditen und hohen Schuldenschnitt-Risiken zu erwerben.

  17. Ich bedanke mich für die Kommentare (besonders beim Der Praktiker).
    Als Antwort auf die Kritik verweise ich auf meinen Artikel „Vollgeld: eine Alternative zum bestehenden Geldsystem“ auf oekonomenstimme.org – daraus wird klar, was Vollgeld ist und was nicht. Da scheinen ja einige Kommentatoren völlig falsche Vorstellungen zu haben (z.B. Kommunismus).
    Beste Grüsse.

    • Lieber Herr Joób
      Ich bedaure, Ihnen mitteilen zu müssen, dass ich Sie nicht mehr ernst nehmen kann. Sie sollten Ihre kruden Vorstellungen von Geld schleunigst überdenken, bevor Sie weiter Studenten verblöden und die Schweiz in den Ruin führen. So schlägt zum Beispiel die Vollgeldinitiative vor, dass die SNB Geld aus dem Garnichts schöpfen solle -Zitat: „Aber auch mit negativen Eigenkapital kann die Zentralbank immer weiter neues Geld verschenken. Das geht jetzt wieder durch eine Bilanzverlängerung, womit das negative Eigenkapital immer noch negativer wird.“). Dass dieses Geld dann gar nichts mehr Wert ist, fällt den Initianten noch nicht einmal auf. Dabei ist offensichtlich, dass etwas, das keinen Wert beinhaltet, wertlos ist. Auch sonst ist dieses angebliche Vollgeld nichts weiter als Vollquatsch und, wie einige richtig feststellen, Kommunismus pur.
      Oder wie schrieb doch Gerhard Kastner ganz zu Recht (http://www.dasbewegtdiewelt.de/2014/11/26/die-schweizer-gold-initiative-am-30-11-2014-um-was-geht-es-gold-fakten-treten-an-gegen-luegen-leere-versprechungen-und-heisse-luft-schiffsfonds-saufen-ab/): „Warum ist es so schwer den Leuten zu erklären oder zu verstehen, dass eine teilweise Golddeckung besser ist als garkeine Deckung. Auch eine Deckung mit Schweinebäuchen, Weizen, gefrorenem Orangensaft, Kakao, Zigaretten, Käse, Rotwein, Muscheln oder Kaffebohnen wäre besser als garnichts. Ich habe doch lieber als Deckung des umlaufenden Geldes im Gegenzug ein paar Goldbarren im Keller als Sicherheit liegen, als mich auf die heissen Luft-Versprechungen oder das sinnlose Gelabere von irgendwelchen Notenbankern bzw. Politikern zu verlassen.
      Es geht dabei garnicht darum wie sich der Goldpreis weiter entwickelt, aber……
      Was für ein Vollpfosten muss man denn sein, um eine Deckung durch garnix einer Deckung durch irgendwas – “und sei es auch nur Gold” – vorzuziehen?
      Es ist ja schon fast Wahnsinn, dass man diese und die 2 anderen Forderungen darüber überhaupt zur Abstimmung stellen muss und kann, denn das Ergebnis sollte von vornherien klar sein. Und jetzt scheint es fast so auszusehen, wie wenn das Dumm-Gelaber von irgendwelchen Pfeifen ein höheres Gewicht hat oder mehr Zustimmung bekommt, als das was sogar jedem Sack Reis mit Baumschulabschluss und dem IQ von einem Pfund Salz völlig logisch und klar sein dürfte.
      Ich versteh die Welt nicht mehr – ganz ehrlich! Und vor allem von der Masse der doch sehr intelligent eingeschätzten Schweizer hätte ich so ein Hin und Her niemals erwartet.“
      Höfliche Grüsse
      Oeconomicus criticus

    • @oeconomicus criticus,

      offensichtlich haben Sie sich keine Minute mit Vollgeld auseinandergesetzt, anders kann man Ihren Kommentar, bzw. sterile Ergüsse nicht erklären.

      Banken sollten die Risiken selbst tragen, die durch Kreditvergabe entstehen. Und sie sollten nur mit Geld arbeiten dürfen, das sie selbst besitzen oder sich woanders ausgeliehen haben. Das wäre die beste Einlagenversicherung. Gleichzeitig müssten Unbeteiligte davor bewahrt werden, bei der Rettung von Banken mitzahlen zu müssen. Dies geschieht im Vollgeldsystem dadurch, dass der gesamte Zahlungsverkehr von der Zentralbank beaufsichtigt außerhalb von Bankbilanzen abgewickelt wird. Dann hätten die Banken kein Erpressungspotential mehr, weil der allgemeine Zahlungsverkehr bei Bankenkrisen nicht mehr gefährdet wäre: Die für den Zahlungsverkehr verwendete Geldkonten wären nicht mehr der Teil der Banken- Konkursmasse. Die Kreditvergabe soll nicht unter Kontrolle genommen werden, sondern von der Geldschöpfung getrennt werden!

      Das hat nichts mit Kommunismus oder Sozialismus zu tun. Wenn etwas wert,- und inhaltlos ist, dann sind es sterile Ergüsse wie Ihres hier.

      Giralgeld entsteht heute, indem die Geschäftsbanken auf Basis des Mindestreservesatzes vielfach gehebelt weitere Kredite an Staaten, Unternehmen und Privatpersonen geben. Diese Erhöhung der Giral-Geldmenge durch die Kreditvergabe der Geschäftsbanken nennt man auch Giralgeldschöpfung (95% der Geldmenge).

      Wenn Geschäftsbanken bei der Kreditvergabe Giralgeld schöpfen, dann erscheint es als Guthaben auf dem Konto des Kreditnehmers und wird somit zu dessen Einlage bei derselben oder einer anderen Bank. Für die kreditgebende Bank ist dieses Giralgeld dann eine Verbindlichkeit (Passivseite der Bankbilanz). Dieser Verbindlichkeit gegenüber entsteht gleichzeitig aber auch eine Forderung an den Kreditnehmer (Aktivseite der Bankbilanz), so dass die Giralgeldschöpfung an sich erst einmal nur eine Bilanzverlängerung darstellt und somit ergebnisneutral ist. Dieser Vorgang erhöht aber dennoch die nachfragewirksame Geldmenge (auch wenn Giralgeld kein Geld im engeren Sinne ist), da der Kreditnehmer sein Guthaben auf die Konten anderer Bankkunden übertragen kann, indem er z.B. Rechnungen bezahlt.

      Selbstverständlich verleihen Banken kein Geld, das sie nicht haben, sie geben Kredit. Geld verleihen und Kredit geben sind zwei völlig verschiedene Dinge:

      Man kann z.B. jemandem 10 CHF leihen, wenn man 10 CHF besitzt. Man kann aber auch jemandem 10 CHF Kredit geben, ohne diesen Betrag zu besitzen, indem man beispielsweise etwas verkauft und der Käufer einem verspricht, später zu bezahlen. Genau das machen auch die Banken. Sie gewähren einen bestimmten Betrag als Kredit an einen Kreditnehmer, und dieser verspricht, später zu bezahlen. Banken verleihen kein Geld. Sie geben Kredit, gedeckt durch ein Rückzahlungsversprechen und die Mindestreserve.

      Somit gelangt sämtliches Geld nur als Kredit, also zinsbelastet in den Wirtschaftskreislauf. Dort fehlt aber in Summe das Geld für die Zinsen, so dass man permanent weiteres Kreditgeld und ewiges Wirtschaftswachstum benötigt.

      Jetzt, widerlegen Sie diese These mit Ihren Hirngespinste à la Dr. Meyer und Dr. Ott und dann Reden wir weiter.

      Beste Grüsse
      Der Praktiker

    • Lieber „Praktiker“
      Man braucht wirklich keine allzu grossen Buchhaltungskenntnisse, um den Unsinn von den angeblich fehlenden Zinsen zu durchschauen und zu widerlegen. Ich habe das das Langen und Breiten erklärt:
      https://sites.google.com/site/geldsysteminfo/kritik-an-der-kritik/fehlender-zins
      Meine Zeit ist mir zu schade, um zu Ihren hier tausendfach wiederholten ellenlangen Ergüsse Stellung zu nehmen. Dr. Meyer hat des öftern versucht, Sie aufzuklären, aber Sie scheinen lernresistent zu sein, weshalb ein weiteres Eingehen meinerseits völlig überflüssig ist.
      Höfliche Grüsse
      Oeconomicus criticus

  18. Schade, dass sich von der HSG keine Professoren mit Glaubwürdigkeit in Geldpolitik und Maktroökonomie zur Goldinitiative äussern.

    • @Daniel Müller

      Es gibt keine glaubwürdigen HSG Professoren.

      Die erzählen alle Märchen und behaupten, eine Notenbank könne „Geld aus dem nichts drucken“.

      Die verstehen nichts von doppelter Buchhaltung.

      Mit freundlichen Grüßen

      MARC Meyer

    • Herr Dr. Marc Meyer,

      Sie schreiben Zitat:

      Zudem missbrauchen sie das Forum der Goldinitiative für ihren Leerlauf.

      Zitat Ende.

      Sie, Herr Dr. Marc Meyer werfen dem Autor dieses Stanpunktes Missbrauch vor?

      Das ist an Verlogenheit nicht zu überbieten !!!

      Sie, Herr Dr. Marc Meyer sind der König des Missbrauchs! Es ist mir schon klar, dass Missbrauch ein extrem schwerer Erinnerungsstoff ist, den keiner gerne haben will. Sie als selbsternannten Diskussionsführers Ihres Standpunktes argumentieren, mit sich von selbst widerlegten Thesen, und haben zudem, keine konstruktive Diskussionskultur zum Vorschein gebracht.

      In den letzten Wochen gab es mehrere Artikel zur SNB im Zusammenhang mit Gold die auserhalb Ihres Standpunktes sind; ergo: Sie können keine Hoheitsansprüche geltend machen. Sie haben dutzende von Beiträge in den Debatten eingebracht, um Ihre Tiraden gegen SNB gebetsmühlenartig zu wiederholen.

      Fakten und sachliche Argumente konnte ich Ihrerseits jedoch niergenswo sehen, keinen Pigs an Beweisen!

      Wie können Sie es in Anbetracht einer solchen Verlogenheit noch wagen, von Missbrauch zu sprechen?

      Beste Grüsse
      Der Praktiker

    • @Daniel Müller,

      es trifft zu, dass die korrupte-WWL und ihre Professoren über keinerlei Glaubwürdigkeit i.S. Geldpolitik, Makroökonomie u.v.m. haben.

      Aber wenn Sie die Beiträge von Herr Dr. Marc Meyer lesen Zitat:

      Es gibt keine glaubwürdigen HSG Professoren.

      Die erzählen alle Märchen und behaupten, eine Notenbank könne “Geld aus dem nichts drucken”. Die verstehen nichts von doppelter Buchhaltung.

      Zitat Ende.

      Wird Ihnen klar, dass es in unserem Land ignorante, und – arrogante pseudo Wissenschaftler gibt, die Wortklaubereien verbreiten. Dr. Marc Meyer leugnet, sogar die Kreditäregeldschöpfung der Geschäftsbanken!

      Begründung:

      Die Existenz eines aus dem Nichts geschaffenen und sozusagen mit nichts besicherten Papiergeldes erscheint Ihnen zu unwahrscheinlich, zu ungewiss oder gar gefährlich, um wahr oder doch wenigstens von Dauer sein zu können?.

      War es nicht das Gold, das weltweit für viele Jahrzehnte des 19. Jahrhunderts Stabilität geschaffen und garantiert hatte, obwohl es kaum internationale Zusammenarbeit im heutigen Sinne gab? War es nicht dieses „barbarische Relikt“, wie Keynes es genannt hatte, das auch nach dem Zweiten Weltkrieg noch dem globalen Währungssystem von Bretton Woods einen festen Anker gegeben hatte, jedenfalls so lange, bis die Amerikaner die Goldeinlösung der am Bretton Woods beteiligten Währungen suspendierten? Und ist es nicht Gold, das in den vergangenen Jahren erneut erheblich an Wert gewonnen hat, weil die Menschen das Vertrauen in die Papierwährungen verlieren, was besser als alles andere zeigt, dass ein ungedecktes Geldsystem scheitern muss?

      Meine Antwort auf diese Fragen ist eindeutig: Nein. Man braucht kein Gold, um ein vernünftiges Geld- und Währungssystem aufzubauen. Die Mythen um das Gold sind leicht zu entzaubern, wenn man sich die kruden Theorien und vorallem Geschichte anschaut, die zumeist hinter der Verherrlichung des glänzenden Metalls stehen.

      Ich bin für Gold in den Händen des Volkes; es darf weder in denen der SNB noch in denen der Regierung sein!

      Wir brauchen ein Voll-gedecktes-Geld!Deshalb, ist dieser Artikel in meinen Augen sehr schlüssig, weil er sich nicht nur an dem „Mindestkurs“ fixiert, sondern die Vogelperspektive einimmt und die Probleme beim Namen nennt.

      Beste Grüsse
      Der Praktiker

    • Lieber @Oeconomicus criticus, Sie enttäuschen mich. Ich kann nichts finden sowohl in Ihrer Argumentation als auch der des Herr Dr. Marc Meyer, welcher die oben genannten Beispiel wiederlegen würden.

      Wie immer glänzen Sie sowohl mit einer schlampigen Vokabelbenutzung, als auch indem Sie Begriffe nicht exakt definieren;

      Zitat aus Ihrer Website:

      Man kann somit grundsätzlich sagen: Bei der sogenannten Geldschöpfung wird langfristig gebundenes Kapital zu Geld gemacht nicht durch Verkauf, sondern durch Beleihung.

      Zitat Ende.

      Ein Paradebeispiel: An Aussagen wie diese, erkennt man, dass die Leugnung der Giralgeldschöpfung nur dann gelingt, wenn man Begriffe ungenau bzw. falsch definiert! Genau, davon ist Ihre Website randvoll!

      Von wem werden Sie bezahlt, um solchen Unfug aufrechtzuerhalten?

      Sie weisen zudem auf eine Art und Weise auf Ihre Website auf Bilanzen hin, da stehen einem die Haare zu Berge.

      Da verweisen Sie u.a. auch auf Bankbilanzen, in denen die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden in etwa in derselben Größenordnung liegen wie die Forderungen an Kunden. Daraus schließen Sie dann, dass eine Geschäftsbank einem Kunden nur dann einen Kredit gewähren könne, wenn ihre Kundeneinlagen dies zulassen. Tatsächlich ist es allerdings so, dass die gewährten Kredite natürlich zu Kundeneinlagen werden; vergleichen Sie bitte, meine zwei Beispiele in diesem Standpunkt!

      Sie deuten
 den
 Zins
 bzw.
 das
 Geldkapital
 als
 die
 Quelle
 der
 Wertschöpfung
 und
 des
 Mehrwerts
 an!

      Falsch!

      Es sollte eingeräumt
 werden,
 dass
 die
 Quelle
 der
 Wertschöpfung
 im
 Produktionsprozess
 liegt
 –
 und
 der
 Zins
 lediglich
 ein
 Rechtstitel
 auf
Wert‐Abschöpfung
 darstellt.
 Das
 trifft
 übrigens
 ebenso
 zu
 für
 das
 vom
 Bankensystem
 zusätzlich 
geschöpfte 
Geld,
 das 
als 
Anspruch
 auf
 Teile
 des 
Sozialprodukts
 geltend
 gemacht
 werden
 kann
 und
 unter
 bestimmten
 Bedingungen
 andere
 Ansprüche
 an
 das 
Sozialprodukt
 zurück
drängt.

      @Oeconomicus criticus, wenn Sie schon eine These auf Sand bauen, dann sollten Sie zumindest andere Thesen die Ihre demontieren sachlich und gründlich mit einer knappen Gegendarstellung anzweifeln, stattdessen behaupten Sie auf arrogante Weise, es wäre schade für die Zeit. Nun ja, offensichtlich haben Sie Zeit, um Hirngespinste zu verbreiten,

      Mit einem höflichen Gruss
      Der Praktiker

    • @ „Praktiker“
      Im Aussagen verdrehen, ungesagte Dinge in den Mund legen sowie Vorteilsnahme unterstellen sind Sie einfach Spitze, das muss ich Ihnen lassen. Clever, dass Sie auch noch unter einem anderen Beitrag antworten, damit man Ihre substanzlosen Vorwürfe möglichst übersieht.
      Wie oben schon gesagt, ist mir meine Zeit zu schade, um Ihre haltlose Kritik zu widerlegen.

  19. @Ott,Meyer,Praktiker:
    oft, nicht immer verfolge ich ihre ereifernden Kommentare, bin sehr gespannt was nach der Abstimmung aus ihren Federn entspringt, aber nicht vergessen „ABSTIMMEN“!
    Bis bald in diesem Theater…………

    • ..ganz einfach – abwarten, bis es hierzulande richtig weh tun wird. Und weiter auf Investmentbanker + Regierungen schimpfen :-)). Also ich zumindest; was Dr. Meyer machen wird, weiss ich nicht.

      Erstens habe ich mehrfach erläutert, dass ich prinzipiell kein Anhänger von Gold als Währungsreserve geschweige denn einem Goldstandard bin. Die Zukunft gehört elektronischen Währungen. Nur taktisch macht Goldkauf allemal mehr Sinn, als die Schwindsuchtwährung Euro massenhaft aufzukaufen. Ob die Initiative zustande kommt oder nicht, wirft mich persönlich also nicht aus der Bahn.

      Zweitens laufen wir von 2016-2020 in die nächste Weltrezession – bis dahin haben wir noch ein sehr schönes Jahr vor uns, geniessen Sie es daher bitte mit mir in vollen Zügen :-))

      Denn ab 2016/17 krachen die EU-Banken erst richtig zusammen. Der Euro hat sich bis dahin einmal kurz + kräftig erholt und verschwindet zusammen mit einigen Banken, die er mit in die Tiefe reissen wird. Und unsere SNB streckt die Waffen. Und wir alle werden zusammen deutlich ärmer. Gold wird da übrigens hochschiessen.

      Und dann werden sich selbst Menschen wie Sie voraussichtlich händeringend auf die Suche nach einer anderen Geld- und Wirtschaftspolitik machen. Nachdem Sie fleissig lesen, wissen Sie ja, welche ich persönlich meine :-)) Vielleicht spotten Sie dann ja etwas weniger.

  20. @ Prof. Mark Joób

    Ihnen geht es nicht mehr um die Goldinitiative, Sie plädieren hier -leicht verklausuliert- für die Vollgeldinitiative.

    Wenn Sie die Kreditvergabe, Hypothekarvergabe etc. bei der Zentralbank zentralisieren, zentralisieren Sie das Kreditwesen und Spareinlagengeschäft in diesem Lande. MaW, Sie radieren damit alle Kreditbanken aus, ebenso Lebensversicherer, welche Hyothekardarlehen vergeben; usw.

    Ich gehe davon aus, Sie sind sich dessen bewusst. Äusserst unverantwortlich in meinen Augen.

    Daher habe ich diese Initiative in diesem Blog mehrfach als „Vollidiotie“ erläutert – sorry. Und ehrlich gesagt, verstehe ich auch nicht mehr, welchen Mist man heutzutage an Universitäten alles lehren darf; sofern das nicht nur Ihre persönliche Meinung war.

    • @Dr. Jürgen Ott, Herrliberg

      Ihren Kommentar unterschreibe ich voll und ganz.

      Die Vollgeld-Initianten haben offenbar noch nie etwas von der Doppelten Buchhaltung gehört.

      „Geld aus dem Nichts schäpfen“ und dergleichen.

      Sie argumentieren mit einseitigem Buchungssatz.

      Einfach der SNB-nachschwatzen – genauso weltfremd wie unsere SNB.

      Zudem missbrauchen sie das Forum der Goldinitiative für ihren Leerlauf.

      mit freundlichen Grüssen

      Marc Meyer

    • Herr Dr. Jürgen Ott,

      Sie schreiben Zitat:

      Und ehrlich gesagt, verstehe ich auch nicht mehr, welchen Mist man heutzutage an Universitäten alles lehren darf; sofern das nicht nur Ihre persönliche Meinung war.

      Ende Zitat.

      Ich frage mich, ob Sie während Ihres Studiums nicht auf Fischfang waren, deshalb Sie reflexartig nicht mit Fakten argumentieren, sondern mit Schlamm!

      Sie argumentieren nicht, Sie unterstellen!!!

      Begründung:

      Zur Klarstellung deswegen kurz die drei Kernpunkte der Vollgeldreform die sehr wohl in Verbindung mit SNB und Gold heranzuziehen ist:

      -den Geschäftsbanken wird die Möglichkeit der Geldschöpfung über Kredite und Bankeninvestments entzogen. Dies geschieht dadurch, dass Giralgeld zu gesetzlichem Zahlungsmittel erklärt und aus den Bankbilanzen ausgegliedert wird.

      -nur noch eine im Rahmen der Gewaltenteilung unabhängig gestellte Institution (die Monetative) hat die Kompetenz der Geldschöpfung.

      -neu geschöpftes Geld kommt ohne Verschuldung über staatliche Ausgaben im Umlauf.

      Unbestritten dürfte sein, dass die Geldmenge ein wichtiger Faktor für das Wirtschaftsleben ist. Deswegen muss es möglich sein, die Geldmenge zu steuern. Wichtig dabei ist: Wer steuert die Geldmenge, und aus welchen Motiven wird sie gesteuert? Derzeit wird die Geldmenge über tausende von einzelnen Banken gesteuert, und Banken sind gewinnorientierte Unternehmen, die in Konkurrenz zueinander stehen.

      Die Resultaten liegen vor unseren Augen. Sie, Herr Dr. Jürgen Ott, Herrliberg und Herr Dr. Marc Meyer, Riehen argumentiert, auf Grund Euerer manifesten Ignoranz und Arroganz mit der sozialistischen Keule; ohne Euch nur annähernd mit der Gold-Initiative oder Vollgeld-Initiave sachlich auseinandergesetzt zu haben.

      In einem Vollgeldsystem würde eine Institution die Geldmenge steuern, die gesetzlich den volkswirtschaftlichen Interessen verpflichtet ist (die Monetative demokratisch legitimiert), also nicht vorrangig ihren betriebswirtschaftlichen Gewinn maximieren muss. Sie hätte, anders als heute, die volle Kontrolle über die Geldmenge. Zudem wären die Zuständigkeiten für Geldschöpfung und Geldverwendung strikt getrennt. Außerdem möchten wir an die obige Feststellung erinnern, dass eine annähernd genaue und immer wieder neu justierte Steuerung nicht zu verwechseln ist mit einer präzisen Vorhersage oder gar mit zentralistischer Planwirtschaft.

      Ich frage mich, in was für einem Land leben wir eigentlich, in dem nicht die Besten, sondern die dämlichsten es zum Doktor des Nichts erschleichen? Ist Ihnen und Herr Dr. Marc Meyer schon mal aufgefallen, dass ihr allesamt nichts brauchbares für die Debatte hinbekommt? Nichts, was Eure Aussagen oder dem Erkennen der Fehler mit Lösungsvorschlägen darin befähigen würde?

      Beste Grüsse
      Der Praktiker

  21. Ich freue mich, dass in diesem Blog endlich einmal auch auf die Schwachstellen der Gold-Initiative hingewiesen werden konnte. Grundsätzlich bin ich schon dafür, Notenbankern Grenzen ihrer Macht aufzuzeigen, aber wenn man das tut, dann sollte man es intelligent tun. Wenn ich die Ziele der Befürworter richtig verstehe, dann wäre eine Begrenzung der SNB-Bilanzsumme auf einen Prozentsatz des GDP wohl die effektivste Massnahme.

    • Herr Dr. Marc Meyer,

      ist es denn für Sie so schwierig,
      sich mal gründlich und sachlich mit der Initiative zu befassen?

      Lesen Sie überhaupt die Texte der Initiativen sowohl Gold als auch Vollgeld? Oder sind Sie inzwischen so von Groll gegen die SNB geplagt, dass Sie von selbstgebastelteten Gedankenketten und sinnlosen Grübeleien ersticken?.

      Sie schreiben Zitat:

      Mit anderen Worten: Sie wollen die Privatbanken abschaffen und nur noch eine einzige staatliche Bank – die SNB.

      Zitat Ende.

      Punkt 1: Ausgabe

      Bei der schuldfreien Ausgabe von neuem Vollgeld – aufgrund einer Erhöhung der Geldmenge oder durch den Ersatz von bisherigen SNB-Krediten an Banken – ist das ganz anders: Hier entstehen Mehreinnahmen für den Staat und die Bürgerinnen und Bürger, ohne dass dafür jemand belastet wird. Das ist heute schon mit dem Münzgeld der Fall. Im Bundeshaushalt gibt es den Posten „Zuwachs an Münzgeld“ mit bis zu 90 Millionen Franken jedes Jahr. Diese Bundeseinnahmen entstehen durch die Prägung neuer Münzen, niemandem wird deshalb etwas weggenommen. Deshalb ist die schuldfreie Ausgabe von neuen Geld für den Staat und die Bürgerinnen und Bürger viel rentabler als die Inumaufbringung von neuem Geld durch Kredite der privaten Geschäftsbanken. Die Vollgeld-Initiative sieht die intelligentere schuldfreie Ausgabe von neuem Geld vor und damit könnten im Laufe der Jahre zum Beispiel alle Staatsschulden getilgt werden.

      Punkt 2: Kredite

      Das wird dadurch erreicht, indem der Zusammenhang zwischen Sparkonten und Darlehensvergabe aufgelöst wird. Die Höhe der möglichen Darlehensvergaben darf nicht von der Menge des auf Sparkonten lagernden Geldes abhängen. Das bedeutet, den Geschäftsbanken muss vorgeschrieben werden, dass das Geld für die Darlehensvergaben immer in voller Höhe als Kredit direkt von der Zentralbank bezogen werden muss, unabhängig der von den Banken verwalteten Kundengeldmenge. Kundengelder dürfen nicht für die Darlehensvergabe benutzt werden.

      Derjenige, der ein Darlehen benötigt, muss von einer beliebigen Bank dieses bekommen können, ohne dass diese Bank Spargelder in Verwaltung haben muss. Darlehensnehmer bekommen somit ihre Darlehen auch von reinen Darlehensbanken. So konkurrieren bei der Darlehensvergabe verschiedene Formen von Banken untereinander.

      Die bankkontenverwaltenden Geschäftsbanken könnten sich dann deshalb nicht mehr leisten, Zinsen an ihre Bankkunden zu zahlen, um eventuell mehr potentielle Darlehensnehmer anzulocken. Die reinen Darlehensbanken hätten diese Belastung nicht und würden immer günstigere Darlehen vergeben können. Die Banken könnten aus den zu verwaltenden Bankkonten keinen hintergründigen Vorteil mehr ziehen. Aus diesem Grund wird keine Bank Zinsen an Sparkunden zahlen können.

      Das ist ein Paradigmenwechsel in Bezug auf die Vorstellung des Geldverleihens. Bei diesem Modell wird den Geldbesitzern die Illusion genommen, ihr Geld über die Bank anderen zur Verfügung zu stellen. Es ist für ein funktionierendes Geldsystem nicht notwendig, Geld von Sparern zu verleihen. Dieser Irrglaube wird von den Banken aufrechterhalten, um ihre Vorteilsnahme infolge der Giralgeldschöpfung zu verschleiern. Die heutigen Geschäftsbanken verleihen schon lange nicht mehr das auf Kundenkonten lagernde Geld.

      Geschäftsbanken benutzen es nur als Ausgleichsmasse für eine ausgeglichene Zahlungsbilanz gegenüber den anderen Geschäftsbanken (Interbankensystem).

      Sagen Sie mal, vehrter Herr Dr. Marc Meyer, wie lehren Sie als selbsternannten „Lehrer“ aus Berufung?

      Herr Dr. Meyer, verstehen Sie Kritik (auch harte Kritik) als einen Angriff?. Versuchen Sie, jede Kritik als eine Chance zu sehen, etwas Neues für sich zu lernen. Das erfordert Disziplin, Selbstbeherrschung und Übung. Bedenken Sie: Ohne Feedback – gerade dem negativen – könnten Sie nicht wissen, wo Sie Ihre Leistungen noch verbessern können.

      Beste Grüsse
      Der Praktiker

    • @ Klaus Kastner

      In diesem Blog haben schon mehrere Menschen in ausgeglichener Art und Weise sowohl auf Schwachpunkte wie auch auf die positiven Seiten der Goldinitiative hingewiesen. Sogar in direkten Antworten an Sie.

      Gold ist schlicht ein Asset. Welches sich ab 2016 deutlich besser entwickeln wird als Euros. Daher ist die Initiative zu begrüssen. Punkt.

      Auf Ihren Vorschlag komme ich noch zurück. Er ist erwägenswert, jedoch noch nicht der intelligenteste.

  22. @Professor Mark Joop

    Sie vertreten hier also die Vollgeld-Initiative.

    Sie möchten, dass die SNB sämtliches Buchgeld auf den Bankkonten schaffen würde. Das würde bedeuten, dass die SNB auch die Risiken der gewährten Kredite zu tragen hätte. Also nur noch die SNB dürfte Hypothekarkredite gewähren usw.

    Mit anderen Worten: Sie wollen die Privatbanken abschaffen und nur noch eine einzige staatliche Bank – die SNB.

    Das wäre Kommunismus pur.

    Lehrt man das an der HSG?

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

  23. Sehr geehrter Herr Professor Joob,

    Sie schreiben Zitat:

    Im heutigen Geldsystem hat die Nationalbank gar nicht die Aufgabe, das Buchgeld der Banken und damit unsere Bankeinlagen abzusichern.

    Die Gold-Initiative lässt zudem die Funktionsweise des heutigen Geldsystems ausser Acht, wenn sie die Stabilität des Geldes mit Goldreserven der SNB sicherstellen will.

    Zitat Ende.

    Ich stimme mit Ihnen überein und füge hinzu:

    Die Goldreserven sind, wie gesagt, ein Mythos. Derzeit brauchen wir sie physisch nicht. Und wenn wir sie einmal brauchen – ja, dann müssen wir auf die Seriosität der Lagerländer hoffen. Heimholen ist offenbar kein Denkmodell…und glauben Sie mir, selbst bei einem „JA“ werden viele noch ihr blaues Wunder erleben!

    Gold ist ein Metall, dessen Bedeutung in technischen Anwendungen mittlerweile relativ gering ist, ein Material mit minimalem Nutzwert.

    Als Wertbesicherung mit realen Ressourcen wären wohl andere Dinge besser geeignet, zum Beispiel jene Ressourcen, die immer knapper und real kostbarer werden: Land (unverpestet und mit ausreichender Bio-Diversität), Wasser (trinkbar oder als intakter Lebensraum brauchbar), Biomasse, etc.

    Dann eine zu 100% durch reale Ressourcen wertgesicherte Währung NEU (ohne künstliche Manipulation des Wertes durch Zinsen, Inflation, Deflation, sondern im Zyklus nachhaltiger Ressourcen durch diese Wertbesichert).

    Vorteil eines solchen Systems: Bankster werden obsolet und Geld funktioniert nicht mehr als Medium der Entmachtung der Bürger sondern als echtes Transfermedium für Transaktionen mit realem, statt nur virtuellem, Wert – ganz im Gegensatz zu heutigem, an sich wertlosen Geld (und Gold).

    Zur SNB, Minddestkurs und Giral/Buchgeld:

    Historisch betrachtet ist das Vollgeldsystem die logische Weiterentwicklung des
    heutigen fraktionalen Reservesystems. Durch eine Vollgeldreform wird das heutige Giralgeld (Forderung an eine private Bank) durch Vollgeld (Forderung an Zentralbank) ersetzt. Dieser Schritt ist äquivalent zur Geldreform Mitte des 19. Jahrhunderts:

    Damals wurden privaten Banknoten (Forderungen an private Banken) verboten und nur mehr staatliche Banknoten (Forderungen an die Zentralbank) zugelassen.

    Das derzeitige Wirtschaftssystem hat über die Probleme der Giraldgeldschöpfung
    hinausgehend noch wesentliche andere Probleme, die durch die oben angeführten
    Maßnahmen nicht behoben werden können:

    Das dem kapitalistischen System – auf Grund der positiven Rückkopplungen der
    Kapitaleinkommen – systemimmanente Verteilungsproblem, kann nur durch eine
    produktivitätsorientierte Lohnpolitik oder permanente Umverteilung von
    Kapitaleinkommen zu Arbeitseinkommen gelöst werden.

    Die ökonomisch-politisch-institutionellen Machtverhältnisse auf den Finanzmärkten, im
    Bankensystem und bei der Staatsfinanzierung führen zu einer laufenden Zunahme der
    Ungleichverteilung. Dies kann nur durch Regulierung und Demokratisierung der Machtverhältnisse und permanente Umverteilung vermieden werden.

    Der Vorteil der Banken aus dem Giralgeldschöpfungsmonopol wird seit vielen Jahren sehr kontrovers geführt. Überspitzt lauten die beiden Extrempositionen:

    1. Banken haben überhaupt keinen Vorteil und 2. Banken bereichern sich enorm durch die Produktion von ungedecktem Falschgeld.

    Letztere, und darüber hinaus, dürfte wohl inzwischen dem Grossteil der Bevölkerung klar geworden sein.

    Beste Grüsse
    Der Praktiker