Bilanz 1 Jahr Thiam: Chaos, Costs, Clique

Big Investoren wollen CS-Chef weghaben – Mammut-Baustellen, von Aufbruch keine Spur – der Zerstörer der One Bank.

Letzte Woche setzte die CS ihren Informatik-Zulieferern das Messer an den Hals. Nochmals 10 Prozent Kosten runter, sonst fliegt ihr raus.

Viele sagten: Dann fliegen wir halt. Die Konkurrenz, die auf gute Externe angewiesen ist, lacht sich ins Fäustchen.

Ein Beispiel von vielen, wie die CS abholzt, Raubbau betreibt. Sie zerlegt sich quasi selbst.

Grund ist die Crew auf der Brücke. Seit Tidjane Thiam vor einem Jahr das Steuer übernommen hat, herrscht Chaos pur.

Die Folgen sind dramatisch. Die Kosten schossen im zweiten Halbjahr unter Thiams Führung durchs Dach. Die Ausgaben für externe Berater und Services explodierten auf über 3 Milliarden.

Nun bringt Thiam sie nicht mehr richtig runter. Deshalb die Hauruck-Übung mit den externen Informatikern und der 10-Prozent-Kürzung – ein weiterer Schuss ins eigene Knie.

So wie vieles in der kurzen Zeit unter Thiam. Das hat nun zu einem vernichtenden Urteil geführt.

In einer Umfrage zu den schlechtesten Europa-Bankenchefs wollen viele Grossinvestoren Thiam weghaben, wie die Financial Times soeben enthüllte.

Schlechter als Thiam schnitt nur der Chef der englisch-asiatischen HSBC ab. Doch der ist seit Jahren am Ruder, hatte also viel Zeit, sich unbeliebt zu machen.

Bei Thiam ist es anders. Als er im Frühling 2015 als neuer CEO der Credit Suisse angekündigt wurde, schoss die Aktie der CS durchs Dach.

Die Rede ging um vom Thiam-Bonus, analog jenem von Lukas Mühlemann, der 1996 bei seiner Ankündigung als nächster CS-Boss die Aktionäre elektrisiert hatte.

Mühlemann war McKinsey-Mann, gleich wie Thiam. Und Mühlemann enttäuschte, musste nach 5 Jahren als Abwracker und Verlierer gehen.

Bei Thiam hat sich die Halbwertszeit des Versagens rapide verschärft. Dass er nach einem Jahr CS-Leadership bei den Aktionären derart durchfällt, ist ein Negativ-Novum.

Der Markt hat immer recht. Der Markt hält den Daumen nach unten.

Der Grund ist ein Dreiklang in C-Moll: Chaos, Costs, Clique.

Die drei Fronteinheiten CS Schweiz, CS International und CS Asien sind einerseits Silos, andererseits haben sie ein gemeinsames Fundament: die Infrastruktur, die Server, Teile der Operations.

Sie sind somit weder Fisch noch Vogel, weder völlig eigenständig noch völlig integriert.

Es kommt noch schlimmer. Quer dazu stehen die beiden globalen Einheiten der immer noch grossen Investmentbank.

Ein völliges Durcheinander, kreiert von McKinsey-Beratern, festgehalten auf Tausenden von Powerpoint-Folien und von Thiam im Herbst als grosser Wurf lanciert.

Die Reaktion: Die Aktie crashte. Und crashte. Und hörte nicht mehr auf zu crashen.

Als in den letzten Wochen eine Stabilisierung des Kurses sich andeutete, dachten viele, das Gröbste sei überstanden.

In den letzten Tagen wurden sie eines Besseren belehrt. Die CS-Aktie sackte erneut nach unten. Vor allem wurde sie im Quervergleich mit ihren europäischen Direktkonkurrenten weiter abgestraft.

Was das heisst, ist am Ende des Tages simpel. Kaum jemand hat die Strategie von Thiam verstanden. Oder wenn doch, dann finden diese Leute sie alles andere als überzeugend.

Die Strategie, die keine ist.

Früher, zur Zeit des unbeliebten Bonus-Bankers Brady Dougan, war das nicht das Problem. Dougan forcierte die One Bank: das Zusammenwachsen von CS Investmentbank und CS Privatbank.

Die Vorteile leuchteten ein. Viele zentrale Dienste kamen aus einer Hand. Personal, IT, Operations, Stäbe, Recht, Compliance, Einkauf, Produkteentwicklung und vieles mehr wurden mehr oder wenigen zentralisiert.

Es gab eine CS, mit einem Herz der zentralen Diensten und den beiden Fronteinheiten Trading und Beratung.

Zumindest auf dem Papier. Die CS hatte bis zuletzt unter Dougan eine Miss One Bank. Das war eine Managerin, welche entscheiden musste, welcher Teil der erzielten Erträge der Investmentbank zugeteilt wurde und welcher der Privatbank.

One Bank blieb also eine unvollendete Sinfonie. Sie scheiterte an der Kultur, an Feuer und Wasser, an Bonus getriebenen Dealmakern und biederen Retailbankern.

Aber immerhin gab es so etwas wie ein gemeinsames Konzert, einen Versuch, eine CS aus einem Guss auf die Landkarte zu setzen.

Was Thiam in seiner kurzen Zeit vollführt hat, ist so ziemlich das Gegenteil dessen. Er zerlegte die CS in Teile, ohne dass diese in den Augen vieler Beobachter ein neues Ganzes bilden könnten.

Nicht einmal theoretisch, geschweige denn praktisch.

Deshalb strafen grosse und mächtige Anleger den CS-Chef derart hart ab, wie sie es in der vom englischen Wirtschafts-Elite-Blatt publik gemachten Umfrage nun getan haben.

Thiam reagiert wie ein Herrscher, der mit etwas konfrontiert ist, das er nie in sein Kalkül einbezogen hat. Er versteht die neue Lage nicht.

Kritik an ihm und seinem „Werk“ ist Majestätsbeleidigung, Kritiker sind hinterlistig oder dämlich. Trump lässt grüssen.

Um die hässliche Realität auszusperren, hat sich Thiam mit einer Truppe von Weggefährten umgeben, die ihn abschirmt von jeglicher unangenehmen Wahrheit.

Damit wären wir beim dritten C: jenem für Clique.

Zu ihr zählen allen voran Pierre-Olivier Bouée und Peter Goerke, zwei Manager, die mit Thiam bei der englischen Versicherung Prudential waren und mit ihrem Maestro letzten Sommer zur CS nach Zürich gezogen sind.

Beide besetzen zentrale Positionen. Bouée ist faktisch der Chef der ganzen nachgelagerten CS. Als Chief Operating Officer verantwortet er Informatik, Prozesse, Abwicklung.

Bouée gab die Stallorder für die neue 10-Prozent-Kürzung aus. An seinem Können nehmen die Zweifel zu.

An einem kürzlichen Townhall, für das sich Bouée kurzfristig auf die Rednerliste setzen liess, gab er für seine Kritiker einen weiteren Beleg dafür ab. 15 Minuten redete er, ohne viel zu sagen.

Peter Goerke muss derweil als Personalchef und oberster Kommunikationsverantwortlicher für gute Leute und die Wiederherstellung des angeschlagenen Rufs sorgen.

Doch aus seinem Umfeld ist von Einschüchterungen und Stillosigkeiten zu hören.

Als Beispiel könnte man die ewige Hängepartie um die Berufung des neuen Chief Communications Chefs aufführen.

Christoph Meier, ein Schlachtross der Szene, der bei der UBS gross geworden war, hält diese Position seit Herbst inne, als Vorgängerin Clarissa Haller nach einem Zerwürfnis mit Goerke den Bettel hingeschmissen hatte.

Meier gilt intern längst als gesetzt, als definitiver Nachfolger und neues Kommunikations-Aushängeschild der CS.

Doch die CS-Rennleitung hat ihn immer noch nicht offiziell gekürt.

Für den Betroffenen ein unwürdiges Schauspiel.

Kommentare

Kommentieren

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Benötigte Felder sind markiert. *

  1. „Die Folgen sind dramatisch. Die Kosten schossen im zweiten Halbjahr unter Thiams Führung durchs Dach. Die Ausgaben für externe Berater und Services explodierten auf über 3 Milliarden.“
    Wer in diesem Ausmass externe Berater braucht beweist damit die eigene Unfähigkeit!

    • Na na na. Die logische Reaktion ist, einen zusätzlichen Berater einzustellen, der die Kostenexplosion analysiert und Massnahmen vorschlägt, wie diese zu kompensieren sei. Berater einzusparen kommt sachgemäss nicht in Frage, denn die braucht es um das Schiff wieder auf Kurs zu bringen.

  2. Was erwartet ihr eigentlich?

    Mc Kinsey….. Eigentlich dürfte Hr. Thiam nur ein Salär von max. 150’000 haben wie ein normaler Abteilungsleiter… Denn „Verantwortung“ hat er KEINE… macht ja alles das supertolle-Firmenzerstörende Unternehmen Mc Kinsey…

    Traurig… Aber leider leiden die normalen Angestellten unter diesen Strukturen!

  3. man man man jetzt gebt Ihm doch mal Zeit. Rom wurde auch nicht an einem Tag gebaut.
    Die CS hat Probleme, ja, aber diese sind nicht in einem Jahr zu lösen.
    Und auch wenn es noch 3 holprige Jahre geben wird, der Mann hat Visionen und will das Richtige.

    • Wenn Du Visionen hast, dann geh zum Arzt! – „Visionen“ sind so was von 80er-Jahre (damaliger Fast-Food-Management-Literatur-Trend).

  4. Thiam hat seine money rain days bei der Prudential erlebt, als er in einer sehr günstigen Zeit dort eine Expansionsstrategie einschlug. Das Bankengeschäft ist aber ein anderes als das Versicherungsgeschäft, IB ist komplex und kompliziert.. Hinzukommt die Gierkultur bei der CS, die auch viele Fehlunterscheidungen verursacht und das mangelnde Banking Knowhow des VR. Schon die Finma äusserte Bedenken mit einer Personalie im VR, und seitdem wurde dies nicht wirklich korrigiert.
    Und ein Flugschein ist nicht wirklich hilfreich um in einer Grossbank die Übersicht zu behalten.

  5. Das Hauptproblem von Thiam ist doch einfach, dass er kaum Ahnung hat vom Banking. Das gilt auch für seine Weggenossen von Prudential. Dazu kommt dann noch die komplexe Struktur und IT der CS. Und die vielen Baustellen und Regularien im Banking. Bis man sich da einmal auskennt, geht es viel zu lange und Fehlentscheide sind vorprogrammiert.

    Vielleicht können die Berater das etwas wettmachen aber ich denke, er ist eine Fehlbesetzung.

    • Ein weiteres Problem von ihm ist, dass man von ihm erwartete, dass er eine Strategie ausarbeitet.

      Das kann der VR nicht von einem Branchenfremden erwarten.

      Haben Sie von der Geschäftsleitung oder VR jemals gehört, wie man den in Asien wachsen will?
      Oder was für ein Einfluss die grosse Konkurrenz auf dem Kontinent auf die Margen hat?
      Rechtsrisiken?

      Nun stellt sich die Frage was denn das seitens vom VR soll.
      Dazu muss man wissen, dass die Grosseigentümer der Bank ihre ganz eigene Agenda haben.
      Das Einzelschicksal einer Bank interessiert die nicht.

    • @ Peter Keller: Witzig auch noch für die Finma: Einer der Grosseigentümer, Qatar, ist gar nachweislich einer der Unterstützer von ISIS und anderen Salafi-Sunni-Terrorgruppen. (Saudi-Arabiens Militär hat einen Plan zur Invasion von Qatar in der Schublade.) Eine „Kriminelle Organisation“ (Eingeständnis in USA) hat also einen Terrorfinanzierer als Grossaktionär mit Vertretung im VR?! – Who cares?! Jeder 0815-Neukunde mit ein paar tausend Fränkli ist da natürlich verdächtiger…

    • @ Numerus Clownus: Ist schon so. Das machen die jeweils schlau über ihre Mittelsmänner und sog. „Charities und NGOs“, welche sie finanzieren und denen sie „Logistik“ (u.a. Waffentransporte per Flugzeug) anbieten… So bleibt offiziell nur wenig direkt am Herrscherhaus hängen. Die UAE und Saudi-Arabien wollten Qatar bereits aus dem GCC ausschliessen. Amerika schaut noch weg, da es in Qatar eine wichtige Airbase und Kommandozentrale hat und 11 Milliarden USD Rüstungsdeals anstehen. Und Qatar ist jeweils dann nützlich ist, wenn es gilt, Amerikaner aus den Händen der Sunni-Terrorgruppen herauszuverhandeln „ohne dass offiziell Lösegeld bezahlt wird“ (…haha, Scherzkekse diese Amerikaner). Die wissen ganz genau, was Qatar überall mitköchelt. Die Finma scheinbar nicht. – Na ja, in der beschaulichen Provinz von Bern schläft es sich ja gut. – Was passiert mit der CS, wenn Qatar plötzlich ins Fadenkreuz gerät?

    • Da haben Sie recht.

      Die Finma hat sich auch noch nicht zu dem Verdacht geäussert, dass die UBS in die Finanzierung des ISIS involviert war.

      Lassen wir uns überraschen, vielleicht fangen sie tatsächlich mal an zu ermitteln.

      Aber eher klopft der Osterhase an der Tür.

      Ich möchte noch anmerken, dass man bei den Aktionären differenzieren muss.
      Da gibt es die Qatari welche tatsächlich Macht haben und der Al Thani Clan konnte sein Vermögen über die bald 200 Jahre Regentschaft schön ausbauen.

      Ich meine aber auch noch andere Grossaktionäre welche sich hinter den Finanzgeflechten verstecken.
      Stichwort: wessen Geld steckt eigentlich in Harris, Blackrock, Capital Group etc.?
      Dazu noch tausende Trust welche wiederum über Firmen Anteile unter der Mitteilungsgrenze aufsammeln.

  6. Eigentlich ein Drama. Die Rechnung früherer Fehlentscheide müssen jetzt die Nachfolger ausbügeln. Und Null-Komma-Plötzlich geht auch nicht bei einem Grossbetrieb. Und da stellt sich die Frage, ob die beiden Grossbanken für die kleine Schweiz nicht zu gross sind? Ob bei diesen grossen Dienstleistungsbetrieben die Führung nicht zu wenig das Menschliche und Anteilnehmende im Umgang mit den Mitarbeitenden bis zur untern Stufe gepflegt wird wie es bei den patronal geführten Unternehmen, vor allem KMUs üblich ist? Wäre bei Banken besonders wichtig, weil die Kunden Menschen und nicht Maschinen sind. Zudem muss man sich fragen, ob der Beizug von aussenstehenden „Beratern“ nicht bedeutet, sich vor der Verantwortung zu drücken?

  7. @Badhunterin
    Ihre gequälte Art, verzweifelt nach Rassismusvorwürfen im Text von Herr Peter zu suchen ist einfach nur noch peinlich. Sie haben überhaupt nicht verstanden, worum es im Grundsatz geht. Also verschonen Sie uns mit Ihrer intoleranten Weltanschauung.

  8. Was ich nicht verstehe, hat es denn keine Schweizer mehr, die eine Bank managen könnten? Brauchen wir wirklich die Schwätzer, Consultants, Afrikaner und Amerikaner?

    Wir brauchen einen der die einfache Wharheit verstehet: vo nüt chonnt nüt.

    • @peter
      ein glorreicher Input – mit Rassismus und Ressentiments Lösungen finden. Menschen wie Sie werden dringend gebraucht.

      (bevor Sie sich bestätigt fühlen – das ist sarkastisch gemeint)

    • Nein, es hat keine. Die Vergangenheit hat ja gezeigt, dass es die wirklich nicht können. Die Liste ist elend lang von Mühlemann über Hüppi bis Senn (R.I.P.).

    • Es hätte schon. Das System lässt nur nicht immer zu, dass die Richtigen an die Spitze kommen.

    • Die grössten Versager, Ospel und Mühlemann und auch noch andere, waren ja Schweizer. Ich denke nicht, dass die Nationalität ein entscheidender Faktor ist bei international agierenden Unternehmen. Aber das Handwerk sollte man aus dem Effeff verstehen, das wäre ein klarer Vorteil. Und ehemalige Berater waren noch die die Leuchten auf solchen Positionen.

  9. Ich dachte beim Abgang von Dougan noch: egal, wer und was nun kommt – schlimmer wird es sicher nicht. Irrtum. Es kam TT und die geballte Unfähigkeit von McK.
    Nach 15 Jahren an der Kundenfront werde ich nun meine Sachen packen. Und da mich einige Kunden (!) fast ultimativ zum Stellenwechsel aufgefordert haben bin ich zuversichtlich, dass ein rechter Teil der Kunden mitkommt…

  10. Wohl eher eine Dissonanz in c-moll, unterlegt von kakophonischen Sprechgesängen in der internen Kommunikation.
    Und die Aktienkurskurve taugt auch nicht als neuer Rembrandt, sondern gleicht eher dem EKG eines Patienten mit Kammerflimmern

  11. Sehr gelungene und treffende Wortschöpfung um den „Dreiklang in C-Moll“.
    Weniger gelungener Werbebanner mit der Knauffschen Hackfresse und Data Phising Aktion. Mal ehrlich, der schleimigste Occsionswagen Verkäufer kommt vertrauenswürdiger rüber.

  12. Erstaunlich, wie lange Rohner dieser Bastelei noch zuschaut. Aber richtig so, er bekam, was er verdient hat. Die CS hätte von UBS Adoboli lernen müssen, wo es hinführen kann, wenn man einen derart unerfahrenen Möchtegernbanker auf den Chefsessel des CS Casinos setzt. Das Bilderberg Mitglied Onkel Thiam soll in eigenem Interesse seine Koffer packen und verschwinden.

  13. Echt jetzt, 10%? Somit bekommt man als Contractor jetzt weniger als ein CS-IT-Festangestellter (120’000 brutto). Die Inder-Halter verlangen auch übelst viel von der CS.

    Ich bat schon lange darum, mir zu sagen, wann ich mich bei McDonalds als Burger-Brater bewerben soll.

    Schön, dass mir das Studium gezahlt wurde. Aber AHV-Beiträge kann ich nicht viele zahlen. Fragt die Manager und Inder darum. Letztere bekommen über 10’000 netto, manchmal so mit zwei Doppelverdienern. Wie sich das lohnen soll, weiss niemand.

    • na die Inder sind eben auch hochqualifiziert. Ausserdem sprechen sie perfekt Englisch und verfügen über Auslanderfahrung (Indien ist zweifellos Ausland).

  14. One of Thiam’s first quotes in the FT told us everything we needed to know….Hubris was plain to see, but he’s merely a reflection of Mr. Rohners enormous judgement and leadership failures. The record speaks for itself , under Rohner the shares dropped 70% and the bank became a felon.
    FT 2015 regarding TT investment banking credentials. „But he is thin-skinned on a few topics. Ask him about his inexperience in banking and he shoots back a withering riposte about derivatives pricing merely being a diluted version of the nuclear physics he once studied.“ That’s great.
    Too bad „Nuclear physics“ didn’t help prevent a billion loss in the credit book.
    It’s a wise man who knows what he doesn’t know ….
    This is not a math problem, it’s a leadership problem.
    Braces yourselves, the cracks are growing wider and the braces are about to give-way

  15. Auch auf die Gefahr hin, einen kleineren Shit-Storm anzuwerfen, möchte ich auf folgende Grundsätze hinweisen:
    Eine Bank ist lediglich eine Drehscheibe für Geld, nicht mehr aber auch nicht weniger.
    Jedermann(frau) braucht (ob direkt oder indirekt) in unserer vernetzten Welt Bankdienstleistungen. Will er gänzlich darauf verzichten, dürfte auch ein ziemlicher Wust an Annehmlichkeiten aller Art unerschwinglich werden.
    Einmal verspieltes Vertrauen wieder herzustellen ist extrem schwierig.
    Die CS hat – im Gegensatz zu vielen anderen, ähnlich aufgestellten Universalbanken – zumindest bis jetzt, noch nie Staatshilfe in Anspruch genommen.
    Gleichwohl wird sie – in Sippenhaft mit anderen – für alle finanziellen Probleme dieser Welt (verfehlte Steuerpolitik, Staatsschulden, Rohstoffgeschäfte und bisweilen gar für Anlageverluste) verantwortlich gemacht.
    Nicht zuletzt wird sie beinahe täglich (ich habe hier keinen einzigen mehr oder weniger wohlwollenden Kommentar gelesen) bis aufs Blut gebasht.
    Unter dem Stricht nimmt es dann wirklich Wunder, wie mit diesen Rahmenbedingungen nachhaltig Profitabilität erreicht werden soll. Ganz zu schweigen, vom Renditeniveau vor der Finanzkrise.
    Ich bin wahrlich auch nicht immer überzeugt, ob alle Handlungen oder Strategien, welche unsere Universalbanken derzeit aufgleisen, richtig platziert sind. Derartige Verteufelungen, wie sie aber hier und andernorts täglich zu Papier gebracht werden, hat ein vormaliges Flaggschiff der Schweizer Wirtschaft wahrlich nicht verdient.
    Nur noch so am Rande: Den finanziellen Schaden hatten bis jetzt einzig und alleine die Aktionäre; den moralischen Schaden verursacht Ihr alle selber. Wie schon eingangs erwähnt, ist eine Bank lediglich Drehscheibe und eiert vor allem auch darum, weil die ganze Welt offenbar besser zu verstehen scheint, wie man eine solche zu betreiben hat, als das Management (soll wahrlich keine Lobhudelei sein) selber.

    • Im Grundsatz auch einfach Staatshilfe versus arabisches Zinsmillionen-Joch. Im Weiteren wohl eher CH Volk und Steuerzahler in Sippenhaft Heuschreckenschwärme, welche solche ‚Flagschiffe‘ und ihre Mannschaften skrupellos versenken. Zum restlichen Gejammer: Ursache-Wirkungsprinzip, kennsch?

    • Viel Geschreibsel und viel warme Luft. Bla bla bla. Den finanziellen Schaden sollen einzig und allein die Aktionäre tragen? Und was ist mit den tausenden von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die auf die Strasse gestellt wurden bzw. noch werden? Und all den Contractors, Lieferanten etc.? Ich weiss nicht, welcher virtuellen Realität unser Supermario kürzlich entsprungen ist, aber in diesem Forum hat er bisher nur eine Spur von Trollkegeln hinterlassen. Prädikat: überflüssig.

    • Falsch. Die CS hat mehrfach staatliche Hilfe in Anspruch genommen. Katar lässt grüssen.

    • Das gibt sicher einen zünftigen Bonus, Ihre Lobhudelei auf die CS. Doch, man muss die CS anprangern! Das sind keine Mänätschär, das sind reine Abzocker und Blindgänger. Strassenwischer haben oft mehr Bank Know how als CS Absahner. Von mir aus können all diese Banken (UBS, CS, Baer, Vontobel etc) pleite gehen. Für die Bankgeschäfte des Otto Normalverbraucher reicht die KB oder Postfinance. Die restlichen Banken haben für uns, die Vernünftigen, keinerlei Wert, haben uns noch nie etwas positives gebracht. Ausser das die gesamte kriminelle Welt hier ihre Gelder wäscht und dem Fiskus entzieht. Fifa ist nur ein Beispiel. Es gibt noch Dutzende von Diktatoren und Halsabschneidern die hier ihre Vermögen parken oder parkten. Nö, werter CS Fan, diese Banken sind mehr als nur flüssig: sie sind überflüssig und können ohne grosses wenn und aber verschwinden.

    • Kein Shitstorm, aber einverstanden bin ich trotztdem nicht. Die CS hat so vieles falsch gemacht, dass die Klagen in diesem Forum höchst verdient sind. Ihre gute Position nach der Finanzkrise hat sie fahrlässig verspielt. Sie ist regelmässig in Skandale verwickelt, Thiam ist abgehoben (wörtlich in seinem Heli und mit seiner Einstellung). In der Bank wird gehauen und gestochen, während es sich die Oberen gut gehen lassen. Da soll noch jemand Respekt haben? Sicher, jeder braucht Bankdienstleistungen – einfach nicht unbedingt von der CS.

    • @Alle
      Ich bin wahrlich kein Fan der CS.
      @Sandra
      Die Schweiz war und ist vermutlich immer noch „overbanked“. Einzige wirkliche Sparmassnahme sind nun mal die Personalkosten; ob im Einzelnen wirklich die „Richtigen“ diesbezüglichen Entscheide getroffen werden, kann ich aus meiner Warte nicht beurteilen. Dass aber die gesamte Branche redimensioniert wird, kannst du noch lange negieren, ändert aber nichts an den Tatsachen.
      @beobachter
      Qatar hat Aktien gekauft! Das ist keine Staatshilfe.
      @G. Eiger
      Du hast keine Ahnung wie eine Bank funktioniert und auch keine solche, was passieren würde, wenn z.B. die CS den Bach runterginge! NB Mach nur weiter so lachhafte Unterstellungen wie Bonus etc.
      @Rudy
      Ich stelle keine einzige Deiner Aussagen in Abrede; Klagen diesbezüglich sind auch angebracht. Flachendeckendes, ahnungsloses Bashing – wie von den meisten Mitkommentatoren platziert – sind hingegen genauso abgehoben und daneben.

    • Mario
      Ja, das Umfeld hat sich drastisch verändert. Aber auch: Viele der „Basher“, wie Sie sie bezeichnen sind teils sehr engagierte Mitarbeiter/innen der Bank. Was sich die CS und viele Manager in den letzten Jahren geleistet haben, ist aber leider erschreckend. Initiativen mit Kosten in Millionenhöhe, bei denen jeder mit einem Minimum an Fachkenntnis sagen konnte, dass es nicht funktionieren wird. Konstruktive (!!) Kritiker eiskalt und schnöde abgesägt, was blieben sind zu einem grossen Teil Kopfnicker oder Leute, die sonst nichts finden. Ich bin überzeugt, das viele der Kritiker hier hoch engagiert sind, aber zermalmt werden in dieser Ineffizienz und genau das schmerzt. Das Bild der „abzockenden Nichtskönner oben“ hat leider eben sehr viel an sich. Leider!

    • @Hansli
      Klar gebe ich Dir insofern gerne recht, dass jeder welcher persönlich von dieser Misère betroffen ist nicht unbedingt begeistert sein kann. Dass aber nahezu jeder hier weiss, wie eine derartige Organisation besser und rentabler zu führen ist, kann ich schlicht auch nicht glauben. Nur so nebenbei; viele andere europäische Banken (insbesondere auch in unserem nördlichen Nachbarland) schaffen auch keine bessere Performance. Drum frage ich mich eben, ob es da nicht einige systematische Probleme im Getriebe gibt?

    • Die CS wurde quasi in den mittleren Osten verkauft. Zinsmillionen nach Katar, um im Falle des Falles das Eigenkapital aumatisch zu erhöhen? War gar nicht notwendig, auf Grund ihrer Grösse hat die CS faktisch eine Staatsgarantie. Jedoch kann der schweizer Staat nicht in das Binusreglement eingreifen, solange er kein Geld einschiest. Ich glaube als naiver Nicht–Finanzmensch, dass es nur darum ging in den fraglichen Jahren der Finanzkrise (also ab 2008) den warmen Bonusstrom aufrecht zu erhalten. Die wahren Probleme wurden nicht angepackt sondern in die Zukunft verschoben. Wie kann ein VR den Bonus von der Eigenkapitalrendite abhängig machen? Klar das es am Schluss sehr niedrig ausfiel.
      Ich bitte in grösster Bescheidenheit um Korrektur meiner Meinung und Thesen

    • @Hansli
      Stimmt, man könnte eben mit einem Minimum an Fachkenntnis sehen, dass das nicht funktioniert, was oben beschlossen wird. Entweder ist die internationale Manager-Clique so abgehoben, dass sie die Fehlentwicklungen nicht wahrnehmen kann (da gehören sie weg) , oder sie wollen sie nicht wahrnehmen (dann müsste man nach den Gründen fragen, warum sie das tun). Das Geschwafel von der „kompetitiven Compensation“ ist nichts anderes als eine sehr euphemistische Umschreibung für einen sehr lukrativen Job, um den Arbeitgeber auszunehmen. Wie kann man Manager belohnen, die
      horrende Verluste machen und mit ihrer Anzockermentalität die Existenz einer Firma auf’s Spiel setzten. 3 Milliarden Strafe sind eben als Verlust einzubuchen und nicht als Gewinn.
      Das wichtigste was eine Firma haben kann, sind gute und motivierte Mitarbeiter. Die CS Spitze ist offenbar der Ansicht, dass es diese nicht braucht. Aus welchen Gründen auch immer.

    • @Supermario
      Danke für die Antworr! Bei den selbst ernannten Experten gebe ich Ihnen recht, teilweise auch mit der persönlichen Betroffenheit. Und nicht umsonst erwähnte ich ebenfalls die Umgebungsparamter. Aber auch, etwas plakativ: Eines der grossen systematischen Probleme könnte allerdings auch in den heutigen Managern liegen, oft keine wirkliche Erfahrung im Business, Aufsitzen auf theoretische Hypes (bspw. „Industrialisierung der Informatik“), Lernresistenz, Überheblichkeit, sowie (ebenfalls plakativ) Bonus-Egoismus auf Kosten des eigenen Arbeitgebers, indem man sich kurzfristig mit Programmen in Szene setzt, auch wenn damit der eigene Arbeitgeber geschädigt wird. Besonders in der CS findet das leider recht oft statt und ich meine, das ist eine recht objektive, nicht aus Betroffenheit heraus formulierte Aussage. Dass solche Manager dann eher Jasager, Berater und Leute engagieren, die sie – aus welchen Gründen auch immer – unterstützen, führt dann zu einer gefährlichen Konzentration von meiner Meinung nach falschen Leuten. Das Gleiche gilt übrigens auch für untere Chargen (bspw. extreme Papiertiger, angeheuert bspw. in den eher unseligen CMMI-Zeiten), die einer durchaus notwendigen Entwicklung zu mehr Flexibilität im Wege stehen. Dieser Teufelskreis ist sehr verhängnisvoll, nur schwer zu brechen und hat mit externen Parametern kaum was zu tun, ausser, dass solche „falschen“ Modelle wohl recht verbreitet sind.

  16. TT sollte in der Elfenbeinküste-Hauptstadt, im dortigen Peters-Dom
    um Einleuchtungen bitten, wie er aus dieser katastrophalen Fehlgeburt bei der CS wieder raus kommt.

    Nur der Verwaltungsrat sucht noch eine Erhörung bei McKinsey.

    Amen.

    CS a Complete Shock!

  17. Die CS hat 2 grundsätzliche Probleme:
    – UR, der ehemalige „Fernsehjurist“, der von Führung und Bank fast nichts versteht,
    – TT, der ehemalige Versicherungsbrooker der von Führung und Bank gleich viel versteht wie UR!
    Die Schweiz hat 2 Probleme:
    – die systemrelevante, aber führungslose CS,
    – die FINMA, die zuschaut wie eine Banke auf Grund gesetzt wird, aber zuschaut bis das Desater vollzogen ist!

    • Gut erspäht! Voll einverstanden – fast voll:
      UR verstand vermutlich nicht viel von Juristerei (bekam er seinen Titel ev. unter der Auflage, nie als Jurist tätig zu sein?) .
      Vom TV-Geschäft hat der doch auch kaum etwas verstanden, vom Banking: Resultat liegt vor. Und zum schlechten Ende holt er dann noch McK-Leute – und die Mehrheitsaktionäre lassen in gewähren!
      Schickt ihn doch ans Zürich-Filmfestival – aber ev. will ihn die N.S. dort auch nicht haben?

  18. Wenn Sie Jobs outsourcen, gehen direkte Salärkosten runter und externe Berater und Services hoch. Einmaleins im Accounting.

    • …richtig, ich denke aber nicht, dass UR oder TT „Doppelte Buchführung“ wirklich verstehen… (nicht einmal der SNB-Präsi oder der CEO von Wells Fargo verstehen – beide haben dazu ihr Corpus Delicti schwarz auf weiss abgefliefert – ihre Bilanz und verwechseln z.B. Aktivpositionen mit Passivpositionen…) – Sog. „Elite“, ich weiss.

  19. Wo kann man eigentlich Wetten abgeben wann das ganze Gebilde (Kartenhaus) implodiert/zusammenbricht? Hat einer einen Tipp dazu…?

    • Da gibt es nur eine Frage
      Wer ist mehr subprime, die Deutsche Bank oder die CS?

    • Diese Wette wird hier seit Jahren mittlerweile fast täglich platziert – ohne Erfolg.
      Dougan wurde als Wurzel allen Übels gebahst..sein Nachfolger (auch von LH) in den Himmel gelobt. Nun ist plötzlich alles was BD gemacht hat super und das Gegenteil davon eine Katastrophe. Die Kosten (in der IT, bei den externen Beratern etc) gehen nicht wegen Thiam hoch, sondern dank Leuten wie den Kommentatoren hier und dank den neidigen, unfähigen, linken Politkern, die lieber mit in die Schlucht stürzen, als dass jemand mehr hat als sie selber. Noch feiern viele ihre self fulfilling prophecy. Ich hör schon die linken Schmarotzer jammern, wenn niemand mehr hier ist, der ihren geplanten Überwachungsstaat finanziert.

  20. Das ist schon ein trauriges Kapitel! Wetten, dass die in Stücken verscherbelt wird und Thiam mit einem grosszügigen Bonus das Weite sucht??? Und er Verwaltungsrat schaut zu……; die Bank hat nicht nur Geld, sondern die „Seele“ verloren…..! Als Ehemaliger CSler tut das weh und macht wütend!!

  21. Man kann nicht behaupten, man habe Thiam nicht mit offenen Armen empfangen. Alle haben ihm eine Chance gegeben sich zu behaupten, es gab Skeptiker aber in massen.

    Trotz eigentlich tiefen Erwartungen und dem Bekenntnis, dass es nicht einfach sein wird, hat es Thiam geschafft noch schlechter dazustehen als die schlimmsten Befürchtungen. Chapeau!

    McK, grosses Gelaber, mehr nicht.

  22. Die Bankenwelt wird sich weiter rasant verändern. TT ist wohl zu früh mit seiner Strategie. Doch irgendwann wird die Margenerosion alte Denkmuster verunmöglichen.

    • So ein Kommentar bleibt einfach mal stehen….well done Lukas – endlich zeigst Du Dein wahres Gesicht.

    • @ die „politisch korrekten Warmduscher und 99-Luftballon-Schnüfelis“: Was regt Ihr Euch künstlich auf über den Scherz von Oscar Hase? Einfach peinlich.

    • Schon als 16-jähriger als ich mal ganz aufgeregt an eine CS GV durfte (hatte ja immerhin 10 Aktien) musste ich etwas stutzen als ich sah, dass die Stimmmehrheit bei der CS und deren Organen lag… da hat man ja gar nix zu sagen als Aktionär schoss es mir durch den Kopf… Schlussendlich kann das Thiam / Rohner Gespann machen was es will, sie haben das Sagen. Sind wir ehrlich – es kann ja nur aufwärts gehen, ist ein bisschen wie beim FCZ… Jeder weiss was falsch läuft, aber der Chef hat die Macht. Hoffen wir das die Einsicht kommt oder dann halt der Verbleib in der Nati B…

    • @Freddy Escher: Die GV sind überall reine Farce-Veranstaltungen. Die Resultate stehen wegen den Grossaktionären zum vorneherein fest. Alle Aktionäre sollten nur ein Stimmrecht haben um überhaupt etwas bewirken zu können.

    • @Freddy Escher
      Würden VR und GL auch noch massgeblich Aktien halten, könnte ich Deinen Kommentar mittragen. Leider besitzen mittlerweile Management-Strukturen nur noch marginal selber Aktien (selbst im VR beschränkt sich das mehrheitlich auf die notwendigen Pflichtaktien); womit bereits auch klar ist, wer schlussendlich die finanzielle Verantwortung NICHT mitträgt! Im Kindergarten hiess dannzumal schlicht und einfach „Schäm dich“.

    • Dass Kadavermann den Durchblick nicht hat, ist auch nichts Neues.

    • Nothing more to say

      Kann ich nur beipflichten. Das dieser sog. Kadermann Hoch 3 den Durchblick nicht hat, ist nun wirklich nichts neues.

      Sein Kommentar am Dienstag über Joe Ackermann war nicht mal fast richtig. Wurde ja am Dienstag noch richtig gestellt. Nicht von mir.

      Frag mich ob das der Driver von Joe ist. Zurich, CS … fehlt nur noch sein fachmännischer Kommentar zur DB.

      Das alle drei Ackermann Unternehmungen voll und zurecht in der Schusslinie stehen, wobei die DB finanziell wohl am Ende wäre, würde sie der Deutsche Staat nicht halten, ist aber (möglicherweise) nur Zufall.

    • Dann kauft doch die Mehrheit der Aktien und macht alles besser. Ah ne dafür müsstet ihr ja einen Funken Erfolg haben. Was bei euren besserwisserischen, vor Neid strotzenden Kommentaren ja eigentlich der Fall sein müsste. Einfach erbärmlich…

    • @ Kadermann Hoch 3
      Weissrusslands Präsident Lukaschenko bekam bei der Wahl im Herbst 2015 83,5% der Stimmen, also weniger als der liebe Ueli von seinen (Gross-)Aktionären. Say no more!

  23. Das Einzige was die CS Führungsgilde nachweislich kann ist:
    a), Leute entlassen (die, die wirklich die Arbeit machen);
    b), Tafelsilber verkaufen und zurück mieten (dümmer geht gar nicht);
    c), AK erhöhen und Altaktien verwässern (Altaktionäre alt aussehen lassen);
    d), ihre Boni erhöhen (das letzte Hemd hat auch für sie keine Säcke);
    e), sich einen Seidenteppich unter dem eigenen Bürotisch gönnen (Anwalt).

    Ist der Ruf erst einmal ruiniert, lebt es sich ganz unschiniert!

    • Ist doch bei den meisten Banken und Versicherungen gleich. Oben wird abkassiert was das Zeugs hält und nach unten getreten oder leere Versprechungen gemacht.

  24. Monsieur Thiam führt eben afrikanisch. Egal wo in Afrika ist man sich an chaotisches gewohnt und alle Dorf Chiefs dort haben ihre Entourage. Wenn jemand ein Pfuff hat sagt man in der Umgangssprache auch er habe eine …Ordnung. Die Lage in der CS ist für mich als Ghana Kenner sehr verständlich.

  25. Wir brauchen nun ganz klar eine Büza (Bürgerliche Zusammenarbeit), sonst ist dann bald Matthäi am Letschte.

  26. die kommunikationsleistung der CS ist über 10 jahre hinweg unterirdisch. CS schafft es immer neu, sich unter „ferner liefen“ zu positionieren.

    tidjane thiam zeigte gestern an der gotthard basistunnel-weihe, weshalb die CS mit dem von ihr unterzeichneten gerichtsurteil eine „kriminelle organisation“ genannt werden darf. thiam zum verkehr am gotthard: „zum glück bin ich immer mit dem helikopter unterwegs.“

    herr thiam: sie sind, um es mit mano chao zu formulieren, ein „out of time man“. ihr helikopter fliegt mit 600liter verbrauch pro flugstunde. das könnten sie sich nie leisten.

    CS unter der führung von vrp rohner und ceo thiam: management by helicopter.

    CS aus helikopter-optik: a lost bank.

    • Unglaublich, hat er das wirklich gesagt? By helicopter.
      Er hat es nicht verstanden Pluspunkte zu sammeln. Ignorant, imperialistisch, kein Fingerspitzengefühl für Situations Handling. Braucht es eben auch und dass erwarte ich von einem CEO. Oder ist er zu schüchtern dazu?
      Erinnert mich an den Sonnenkönig Ludwig XIV. Sein Leitsatz war „l’état, c’est moi“ und köpfte die Opposition. Ich bin mir nicht sicher, ob TT sich mit dem Alpenvolk, im Herzen Europas, jemals anfreunden kann. Es zeigt sich wieder einmal man(n) darf den Kulturunterschied, mit meistens seinen negativen Auswirkungen, auf die Gesamtsituation einer Unternehmung, nicht unterschätzen. Nur Fach- und Führungskompetenz, wenn sie denn da ist, reicht nicht.
      Ich weiss nicht Herr Rohner, ob diese Besetzung eine gute Idee war. Ich hätte anders entschieden.

  27. Wie ist es TT eigentlich an der Gotthard Eröffnung gegangen?
    Habe nichts gehört, dass er ohne CS Bodyguards angegriffen wurde. Hier gibt es die heile Schweiz noch.

    • Aus dem Tagi von heute:

      ZITAT:

      Der Banker funktionierte gestern als Antithese. An der Eröffnung des längsten Eisenbahntunnels der Welt meinte er ob all dem Trubel: «Zum Glück bin ich immer mit dem Helikopter unterwegs.» Wenn das CS-Gründer Alfred Escher wüsste. …

      13:30 Thiam? Welcher Thiam?

      CS-Chef Tidjane Thiam soll vergeblich gefordert haben, eigene Leibwächter zur Feier mitbringen zu dürfen. Die Unnötigkeit einer solchen Prätorianergarde zeigt sich spätestens um 13.30Uhr in Rynächt, als ein riesiger Medientross vor dem Sonderzug nach Süden auf die geladenen ausländischen Staatschefs wartet. Thiam kommt etwas verspätet auf dem Perron an, drängt sich durch die Medienmeute, um einen Platz im Zug zu ergattern – niemand dreht auch nur den Kopf nach ihm um.

      ENDE ZITAT

      Das nennt man Liebesentzug, Rohner muss ihn sicher vom Kofferpacken abhalten.

  28. Echt jetzt!? Habt Ihr etwas Anderes erwartet? Der könnte kaum eine Pfadigruppe erfolgreich führen. Die Leute würden ihn wohl schlicht auslachen. ….- Zu den grundlegenden strategischen Grundsätzen gehören übrigens unter anderem auch „(möglichst grosse) Einfachheit der Aktion“ und „Einheitlichkeit der Aktion“, aber Thiam ist ja damals bloss in der Uniform seiner Franzosen-Eliteuni am 14. Juli die Champs-Elysées ein paar Kompanien hinter der Fremdenlegion und den Chasseurs Alpins etc. hinunterparadiert, ohne strategisch oder – etwas kleiner – taktisch und als glaubwürdige, von seinen „Untergebenen“ anerkannte Persönlichkeit, wirklich einmal geführt zu haben. (Er hat wohl trotz Uniform sich nie mit strategischen Grundsätzen, die ja gerade aus der „militärischen Welt“ kommen, vertieft auseinandergesetzt. – Wie die meisten „Strategie-Schwätzer“ aus den Beratungsbuden.) Ein Schauspieler eben, wie damals am 14. Julliet in seiner Uniform. Heute spielt er seine Albtraum-Rolle, die des Kaisers ohne Klamotten.

    • Kurz und bündig. Nur ist Schweiz und Feinkost bei der CS bereits seit einigen Managerzyklen passé!

    • Idiotischer Kommentar, auch nach der freundlichen Zensur. Feinkostläden gibts übrigens keine in der Schweiz (Teutonen-Sprech).

    • @Niggli: Nach dem Fleischhauer kommt am Ende dann der Fleischbeschauer (Konkursverwalter), gell?!

    • der abbauer war im original etwas Anderes – wenn lh schon zensuriert oder abändert, dann bitte so, dass nicht der sinn verloren geht.
      @sandra niggli: was wollen Sie mit Ihrem obertypischen schweizer namen eigentlich sagen? dass Sie teutonen nicht mögen? widerspricht nur Ihrer penetrant zur schau getragenen politischen korrektheit ein wenig, nicht? entscheiden Sie sich.

  29. Regenbogen

    Was man begehrt, versucht man zu erreichen –
    was man nicht will, das hat man schnell erreicht –
    das Ziel scheint oftmals einem Traum zu gleichen,
    in dem es einem Regenbogen gleicht.

    Und so wie dieser hat der Traum zwei Enden,
    an denen er die Erde kaum berührt,
    wo man uralte Mythen und Legenden
    und seine Wünsche gleichermassen spürt.

    Der Topf voll Gold steht stets am ander’n Ende,
    dort ist man niemals auch, zur gleichen Zeit –
    die Last der Suche, dass man ihn doch fände,
    hält uns das Leben oft genug bereit.

    Und diese Suche nach dem Stein der Weisen,
    dem gold’nen Vlies, dem heil’gen Gral – dem Glück,
    begleitet uns auf jeder uns’rer Reisen
    und lässt uns doch nur hinter uns zurück.

    Der Regenbogen selbst ist unser Leben –
    er spannt sich von der Wiege bis zum Grab –
    er ist nur, was er scheint, er ist halt eben
    nur bunte Luft, die ich vergöttert hab‘!

  30. Na ja tönt ja schrecklich bei der einst so stolzen CS. Aber bei UBS ist es ja kein bisschen besser. Da werden stillos Leute entlassen, nach über 40 Dienstjahren mit fadenscheinigen Begründungen. Chaos herrscht auch dort. Nur darüber wird ziemlich fest geschwiegen.

  31. Ein 2-teiliges Problem:

    1) Der Kapitän auf der Brücke muss was von Schiffahrt verstehen. Und Thiam hat keine Ahnung vom Banking. Noch schlimmer: Wenn Eisberge im Wasser sind (de facto Sanierung der CS), muss der Kapitän noch besser sein.

    2) Die Definition von Wahnsinn ist, immer das Gleiche zu machen, aber zu hoffen, dass das Resultat anders sein wird. McGrinsi hat der CS in den letzten gut 2 Dekaden schon mehrere „Strategien“ verpasst, von denen keine auch nur annähernd funktioniert hat. Noch schlimmer: Z.T. sind die einzelnen Berater die gleichen Personen wie vor über 20 Jahren (jetzt einfach ein paar hierarchische Stufen höher gestellt).

  32. Die ganze grosse Frage ist – wenn der Turm einstürzt (die CS kollabiert) und uU vom Staat (teil)-gerettet wird – was für Regressmöglichkeiten gibt’s auf die ausbezahlten Boni und Performance abhängigen Leistungen (PIP,PAP,…. oder wie die alle hiessen) ? Ich vermute mal – keine.

    • hab ich mir auch schon überlegt, dont worry, das geld wird schon lang in politischen afrikanischen institutionen parkiert sein, das bringt man nicht mehr raus.

    • @Freddy Escher: Ihre Vermutung ist korrekt. Schon mal so passiert bei der UBS-Rettung durch den Bund. Keiner der Mitschuldigen wurde belangt, weil dies rechtlich nicht möglich war, weil keine strafbaren Geschäftstransaktionen/Investitionen gemacht wurden. Mit im Boot waren ja von Ospel bis Kurer bis Villiger usw.

  33. Die CS wird unter T.T. konkurs gehen! Mehr gibt’s dazu nicht zu sagen.

    Das einzige, was mich stört ist die Systemrelevanz der Bank für die Schweiz. Die Regierung, die FINMA und die SNB müssen hier unbedingt entweder eingreifen oder die Systemrelevanz rückgängig machen.

    Dieses Agieren dieser unsäglichen Bank unter der Führung T.T. kann man nur dadurch verstehen, da am Ende schliesslich wieder der Steuerzahler für das totale Versagen haften werden.

    Das muss unverzöglich gestoppt werden!

    Soll die CS konkurs gehen, mir egal, aber sicher nicht auf Kosten der Steuerzahler!

    • Hahahaha die systemrelevanz rückgängig machen? Sie haben es wirklich verstanden, gratuliere! Da sind ja die Blick Leser Kommentare noch intelligenter als die rassistischen, verblödeten Neid-/Hass-/Nachplappertiraden auf diesem Pausenhofblog.

  34. Tja, ich schrieb‘ es schon oft hier. CS = Titanic. Die ehemalige gestandene „Escher-Bank“ spacete total ab und hat sich komplett ins Abseits manövriert. Oben auf der Kommandobrücke wird das Geld über die Reling geworfen und unten im Maschinenraum sind die Mechaniker („normale CS-Angestellte“) bereits abgesoffen. Als Anleger, Hände weg von dieser Aktie, ist seit Jahren eine Depotleiche.