Stop it, Rohner

CS-Präsident muss Experiment mit CEO Thiam beenden – Bank blutet aus – Fehler eingestehen, Steuer herumreissen, abtreten.

Die Aktie der Credit Suisse hat gestern die 12-Franken-Barriere durchbrochen – nach unten. Die Grossbank rutscht auf einer schiefen Ebene immer weiter Richtung Abgrund.

Der Grund ist CEO Tidjane Thiam mit seiner falschen Strategie. Die Investoren glauben weder an den Chef noch an seinen Plan.

Die Lage spitzt sich zu. Immer mehr gute, gestandene CS-Kader und -Mitarbeiter springen von Bord, Kunden ziehen Gelder ab.

Die Politik in Bern ist alarmiert, hält sich aber mit Kritik auffällig zurück. Was die Finma und die Nationalbank im Hintergrund für Notfallpläne schmieden, weiss niemand.

Was offensichtlich ist: Das Problem der CS ist der Verwaltungsrat. Er hat Thiam geholt, mit Geld überhäuft, ihm eine Strategie „abgekauft“, die höchstens auf Powerpoints einen Sinn ergibt.

Der Job des VRs ist es, das CS-Schiff rasch auf Kurs zu bringen. Tut er das nicht und schaut stattdessen einfach weiter zu, wie die CS tiefer und tiefer fällt, handelt er verantwortungslos.

Wie weit unten die CS bereits ist, zeigen zwei Zahlen.

Der materielle Buchwert pro Aktie – was die CS gemäss ihrer eigenen Buchhaltung also Wert haben müsste – beträgt per Ende März 20.61 Franken.

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Dem steht der Kurs der CS-Aktie gegenüber. Gestern bei Börsenschluss lag dieser nach einem erneuten Minus bei 11.84 Franken.

Die CS ist somit noch halb so viel Wert, wie sie gemäss ihrer Bilanz sein sollte. Dort hat es in den Augen der Investoren viel Luft.

Konkret 24 Milliarden. So viel kostet die CS derzeit an der Börse, wenn man alle Aktien mit dem aktuellen Kurs multipliziert.

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Da die Bank in ihren eigenen Büchern auf das Doppelte an Wert kommt, beträgt die Differenz somit rund 24 Milliarden.

Der Markt – das sind alle Investoren weltweit – sieht die CS als massiv aufgeblasen. Deren ausgewiesene Werte in den Büchern haben in ihren Augen nichts mit der Realität zu tun.

Das hängt mit Dingen wie Goodwill und Bad Bank zusammen. Der Goodwill – es handelt sich dabei im wahrsten Sinn des Wortes um viel Hoffnung – beläuft sich auf 4,7 Milliarden Franken.

Das, nachdem die CS per Ende des letzten Jahres schon mal fast 4 Milliarden „Luft“ abgelassen hatte; möglicherweise erst das Vorspiel. Zumindest sehen dies die Aktionäre so.

Noch mulmiger wird diesen, wenn sie die Bad Bank der CS betrachten.

Dort befinden sich per Ende des ersten Quartals 120 Milliarden Franken an alten Trading-Positionen; weniger als die knapp 140 Milliarden drei Monate zuvor, aber immer noch viel.

„Alt“sind die Posten deshalb, weil die CS sie nicht mehr länger behalten, sondern loswerden, abstossen, abschreiben möchte. Hinzu kommen 90 Milliarden in der Investmentbank, welche die CS so rach wie möglich verkaufen will.

CS-Finanzchef David Mathers sagte kürzlich zum Abschmelzen von nicht länger gewünschten Positionen, dass es dabei immer um eine Gratwanderung gehe zwischen Tempo und Verlusten.

Je schneller die Bank verkauft, desto höher fallen die Verluste aus, wenn die Märkte weiterhin schwierig bleiben.

Schiebt die CS hingegen die Verkäufe auf die lange Bank, bleibt sie auf Jahre hinaus durch den toxisch gewordenen „Müll“ gebremst. Je nachdem, wie sie diesen bewerten muss, drohen weitere Verluste.

Es ist dieses Szenario, das die CS-Aktie auf immer neue Tiefststände drückt. Die Bank ist in einer Negativspirale gefangen.

Deshalb der Ruf nach dem Verwaltungsrat. Und dort nach dem Präsidenten.

Er heisst Urs Rohner, ein Anwalt, der sein Schicksal mit jenem seines überschwänglich gefeierten CEOs verknüpft hat.

Fällt Thiam, fällt auch Rohner – das ist dem CS-Präsidenten selbstverständlich bewusst.

Doch darum geht es längst nicht mehr. Das Überleben der CS als Finanzkonzern mit einer globalen Ausstrahlung ist das Thema.

Rohner hat den Job, die CS zu retten. Er kann dies nur noch tun, indem er sich von Tidjane Thiam trennt.

Solcherlei kann elegant erfolgen. Mit viel Lob wegspedieren ist für solche Fälle angesagt.

Dann setzt Rohner einen neuen CEO ein. Am besten einen Internen, der die Bank aus dem Effeff kennt.

Dieser muss als erstes Thiams grosse Zerlegung beenden. Maschinen halt, zurück zu einer integrierten CS und kein Verkauf der CS Schweiz.

Ohne Schweiz fehlt der Grossbank das Herz. Sie würde dann zu einem wackligen Gebilde, das auseinanderfallen und verschachert werden könnte.

„Stop it, Chirac“, hielten die Schweizer Fussball-Nationalspieler vor 20 Jahren in Göteborg vor einem EM-Qualifikationsspiel gegen Schweden auf einem besprayten Leintuch in die Luft, aus Protest gegen Atomversuche des französischen Präsidenten im Pazifik.

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Stop it, Rohner, lautet die Losung heute bei der CS.

Der Präsident hat den Schlüssel in der Hand. Danach kann er abtreten.

Kommentare

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  1. Ich verstehe wirklich nicht weshalb nun Thiam an allem schuld sein soll. Er muss das ganze Desaster schliesslich ausbaden. Das ganze CS Debalkel kommt nicht von einfach so, das brodelt schon seot Jahren und niemand hat was gemacht, alle haben nur immer profitiert, Rohner & Co! Daher verstehe ich nicht weshalb man den Buu-Mann nun in Thiam sucht, aber ja einer muss den Kopf hinhalten, doch er hat bestimmt nichts falsch gemacht. Seit Jahren wirtschaftet die CS vor sich hin, man könnte sagen dümpelt vor sich hin. Alle die seit Jahren bei der CS arbeiten sollen sich mal schön selber an der Nase nehmen, keiner will ja für irgendetwas verantwortlich sein, alle halten Sie schön Still damit der Bonus auch brav jedes Jahr abkassiert werden kann – dies nicht nur an der Spitze sondern das geht durch alle Ebenen. Viele CS Mitarbeiter sind wie Schafe, keiner getraut sich auch nur ein wenig Quer zu denken, ausser eben mal Thiam und dies ist gut so, diese alten verstaubten Strukturen innerhalb der CS müssen verschwinden. Die Jungen brauchen wieder mehr Chancen und Vertrauen von den Chefs in der CS sonst gehen Sie alle…das ist ja bereits der Fall und dies ist bedauerlich. Hat man neue Ideen, so kann man die meist ebenfalls ad acta legen, weil niemand „Neue IDEEN“ will, denn es ist ja alles gut so wie es ist…ja man kann wirklich nur den Kopf schütteln.

  2. Fähige Mitarbeiter haben die faulende und verurteilte CS längst verlassen.
    Wer jetzt noch da ist, ist entweder von Rohner’s Gnaden oder sonst unfähig.

    • Ganz genau!
      Die guten lässt man ziehen weil man selber keine Fehler eingestehen mag. Wirklich tragisch!

  3. Für das dreamteam, dieser Doppelspitze wird es erst gefährlich wenn der Börsenkurs bei 7 oder 8 Franken ist. Und bis dahin ist noch ein weiter Weg. Schade um die verlorenen Jahre, wer sein Arbeitsleben bei der CS verbringt ist selber schuld.
    Geldbeschaffung dürfte allerdings in nächster Zeit für die CS schwierig werden, aber vielleicht möchte der Scheich von Katar oder einer aus einem benachbarten Land spenden? Die sparen sowieso viel Geld weil sie den Flüchtlingen nicht helfen, die könnten wenigstens was zum Aufbau des Kapitalismus tun.

  4. Habe eben eine Wette verloren (1 Kiste feiner Bordeaux). Habe gewettet, dass TT kein volles Amtsjahr überleben wird. Schief gegangen.

  5. Wohin steuert die CS ?
    Herr Hässig schliesst vom Aktienwert auf den inneren Wert der CS, das ist allerdings in der Tat eine schwer verdauliche Beurteilungsmaxime. Aber wo es mottet, ist in der Regel Feuer, leider.

    Indessen habe auch ich schwere Zweifel, ob die Duo Rohner Thiam die CS in die richtige Richtung führt.

    Zudem bleiben Gründe, zu hoffen, dass die Situation des CS liegt näher bei der DB 2015/2016 als bei der UBS 2007/2008. Einen Riesennegativklumpen, wie seinerzeit bei der UBS mit dem US-Hypotheken von mehr US$ 30 Mrd ist jedenfalls nicht zu erkennen. A. S.

    • Ist ist noch klar anzumerken, dass zwar Rohner & Thiam primär für den ganzen Schlamassel verantwortlich sein müssten … ABER im Hinterzimmer die US imperialistische Beratertruppe von McK – und einige andere Profiteure – ebenso in die Wüste geschickt werden müssten.
      Ich bin sicher, es gibt in der Schweiz und innerhalb der CS sicher 100 gute, erfahrene und fähige – top ausgebildete – Führungskräfte, welche den angeschlagenen Konzern wieder auf Kurs bringen könnten. Aber dazu müsste wohl 50% des VR und der GL ausgewechselt werden.

  6. Die Frage ist, ob hier die Börse übertreibt oder die Lage tatsächlich so schlecht ist. Ich gehe eher vom zweiten Fall aus. Zu Übertreibungen kommt es immer wieder, aber diese sind in der Regel bei Aktien von kleinen Firmen viel stärker ausgeprägt. Daher ist CS trotzdem nicht unbedingt ein Kauf.

    Etwas relaxter kann man die Gesamtsituation betrachten. Die Aktionäre verlieren vor allem ihr Geld und sind selber Schuld, da sie an der GV alles abnicken. Mitarbeiter dürften bei der CS gut verdienen oder sonst haben sie in der Regel andere, gute Alternativen.

    Störender finde ich, dass sich auch Geschäftsleitungsmitglieder an ihrer Position sehr lange halten können, obwohl sie offenbar wenig qualifiziert sind und kaum eine vernünftige Strategie umsetzen können. Mitarbeiter in anderen Positionen wären schon lange ausgewechselt worden.

  7. Es geht nur noch um Macht. Die Krise der CS ist grösstenteils selbstverschuldet. Meiner Ansicht nach ist seit einiger Zeit die Fähigkeit zur Introspektion bei gewissen Zeitgenossen ziemlich beeinträchtigt.Angefangen hat es mit dem Ziel, „the most admired bank“ zu werden. Jetzt ist wohl eher das Problem, sich und anderen einzugestehen, dass die CS auf dem woodway ist. Die Mekkies verbreiten zwar viel Glanz und Gloria, aber echte Änderungen fangen bei den Einstellungen und Werten an, also in den Herzen der Menschen, und werden ganz bestimmt nicht durch die Projektionsflächen von Powerpoints ausgelöst. Diese sind meistens, aber nicht immer, nur zu lautes und aufdringliches Hintergrundrauschen, das den Verstand vernebelt. Die beste Aktion der CS in den letzten Wochen war, den Investmentbankern zu verbieten, das Wochenende durchzuarbeiten. Das macht den Kopf frei.

  8. Die guten Banker, welche die Schweiz hervorgebracht, arbeiten schon lange nicht mehr in der Schweiz, sondern in London, NY, Singapur oder Hong Kong. Die zweite Garde ist schon lange in Produktion. Schweizer welche mehr als 10 Jahre im Auslang gedient haben, sind die neue Generation. 5-10 und dann kommt der Generationenwechsel.

    • Stimmt nicht so ganz, war selber 10 Jahre bei der Bank in Singapur taetig. Die alte Generation war die Schwarzgeld Generation die vom Kartenhaus profitiert hat. Alles nach Motto “nach mir die Sinnflut“

  9. So, und jetzt silence!!

    Die Aktionäre können mit ihrer Firma machen was sie wollen.
    Und jeder Mitarbeiter ist frei zu gehen.

    • Nicht ganz, mein lieber! CS geniesst eine implizite Staatsgarantie, für die letzten Endes der CH-Steuerzahler geradestehen muss. Es kann nicht sein, dass ein CS-Abzocker-Management so herumwurstelt und die ausländischen Besitzer so unverantwortlich dem Treiben noch zuschauen!

    • Blödsinn.

      Die CS Schweiz wurde extra zu diesem Zweck aus der CS herausgelöst.

      Und jetzt Ruhe!!

    • Schönborn oder nicht und keine Ruhe: Wutzke hat recht. Und wenn einer hier Ruhe sagt, dann ist es LH. Alles klar?

  10. Rohner ist eine der grössten Fehlbesetzungen, die eine Schweizer Bank gesehen hat. Seine Karriere bei der CS wurde angeschubst durch einen der grossen Heissluftbläser der Schweizer Wirtschaftsgeschichte, Walter Kielholz. Als General Counsel liess er es zu, dass das Governance Framework zu faulen begann. Aber mit dem smarten Näslein riecht man halt den Moder nicht mehr – vielleicht auch weil er beim ausgiebigen Bella Figura machen im Establishment seinen Geruchssinn dupierte.

  11. Entlassungen und Reallohnkürzung bei den Angestellten und die Obrigkeit ist noch immer die Made im Speck. Wann endlich kommt der Kammerjäger und beendet dieses Trauerspiel?

    • CS’ler: Nicht so schnell, denn, wenn mich nicht alles täuscht ist es erst einige Wochen her, dass die Aktionäre (auch die grossen) an der GV 16 alles durchgewunken haben: VR-Wahlen, Vergütungen, Entlastung des VR. Der Kammerjäger wird 10 Monate auf sich warten lassen ausser die CS stünde vor dem Konkurs. Dann muss der Steuerzahler ran. Wie gehabt. Dort ging’s glimpflich aus, zum Glück.

  12. TT hat nur die (gut bezahlte) Verliererkarte gezogen. Le problème est une gangrène qui a début à la fin du siècle passé avec Lukas & Thomas (DLJ, and Mcki boys), suivi par John et Aussie who SAVED the bank but killed the IT for the last 10 years. Mais surtout Brady (DLJ) the looser, Rob the snooty, HUM the redneck and Urs the translucent qui ont tout cassé au CS. A bon entendeur. Aber ich bleibe positive, früher oder später werden die Looser das Boot verlassen müssen. Das Boot wird nicht sinken.

  13. die wissen nicht mehr, wie sie aus drr Misere rausfinden. ein verkrampftes Festhalten an Macht und Geld. Ein erster Schritt wäre, wenn der VR sich eingestehen könnte, dass er einem Schaumschäger aufgesessen ist (most admired bank und so) und in den Schwierigkeiten die sich in der Beseitigung des ersten Fehlers ergaben, einen Doppelfehler machte, imdem ein Sonnenkönig angeheuert wurde, der zwar viel von Versicherungen aber wenig von Banken versteht. Ein Doppelfehler ist im Auftaktspiel nicht schlimm, aber im letzten Satz kann er fatale Folgen haben.
    FINMA ÜBERNEHMEN SIE UND GREIFEN SIE ENDLICH EIN.Die CS Spitze kann sich nicht mehr selber retten, zu gross sind die Wahrnehmungsstörungen.

    Nächstes Kursziel: 11 CHF.

  14. Das ist jetzt der Kommentar eines durchaus zur Analyse fähigen und nicht bei MCK Angestellten und auch keiner Wohlfühlundodergeschütztenwerkstatt zugehörigen Zynikers. Die gute alte SKA: Sunnächäppli, Tresorsparkässeli für Kinder, Skimützen usw. „Verschscherzt“ hat’s die SKA mit mir, als sie mir im zarten alter von <9 die Kohle aus meinem Spartresörli/kässeli zu dem nur der SKA Angestellte einen Schlüssel hatte, nicht aushändigen, sondern aufs Konto einzahlen wollte. Hey, Mann!!! Meine Kohle, nicht Deine!!! Konsum kurbelt die Wirtschaft an. Dann arbeitete ich eine Dekade bei Unserem Besten Stück (UBS) und die CS war eh nur die schnöde Konkurrenz. Das war zu Zeiten des grossen Vergleiches zwischen Lucky M. und Marel Oh Spell, als da Ami Vermögensverwalter a gogo zu überhöhten Preisen zusammengekauft wurden. Dann dachten die Führungseliten der Beiden Grossbanken: ok unser Teil ist etwa gleich lang, aber!!!! es ist sicher viel, viel länger (zusammen sowieso) als das des IRS (Internal Revenue Service). Dass diese Selbstüberschätzung im beinahe Enden beider (uvm) Schweizer Geldhäuser durch das DOJ endete, wissen wir mittlerweile. Die CS hat sogar einen Vormund in Form eines US-Complianceofficers (Anwalt/Anwälte) die jeden Monat Millionen kosten. Welch Analogie zur CH-KESB, die kommen auch immer wenn ein hablicher angeblich "umätublät". Nur im Falle der CS scheint die an Verblendung
    grenzende Ignoranz unseres (Recht?) Staates noch grösser. Wie war EWS doch erfreut über eine Einigung!!!! zwischen der Bank und den USA, als Brady D. vor dem Sentsausschuss gestand: "Wir sind eine kriminelle Organisation" Zitat Ende und 2,8MIA CHF/USD? auf den Tresen packte. Selbstverständlich nichts von seiner üppig bezogenen Kohle. Denn 1. OPM (other peoples Money) und 2. man/er wusste ja von nichts. Die Definition der kriminellen Organisation ist übrigens auch im CH-StGb vorhanden. Auslandtaten übrigens auch. Dass nichts weiter passiert ist, ist ev. dem Umstand zu verdanken, dass bereits damals die SimoNETTE Sommaruga dem BJ vorstand. Ich will denen selbstverständlich nichts unterstellen, aber dann und wann stelle ich mir rein fiktiv vor, was am Flughafen Kloten mit Heiri Müller aus Aadorf (CEO eines CH-KMU) passiert wäre, wenn er aus den USA vom Sentatsausschuss, dem er soeben gleiches wie der CEO der CS gestanden hat, zurückkommt. Der Bundesanwalt und sieben anti Mafiabeauftrage wären wahrscheinlich express mit Helikoptern und Privatjets aus Bern angerauscht um die Zellentür für die angeordnete Untersuchungshaft persönlich zuzuschliessen und Heiri Müllers KMU von oben bis unten auf Kopf zu stellen und dann ev. sogar zu schliessen. Wer war eigentlich die ganze Zeit des "Niedergangs" und der gestandenen kriminellen Aktivitäten der Credit Suisse am Ruder und/oder auf der Kommandobrücke mit dabei? Ja, ja der Wirtschaftsanwalt, der von nix weiss, eine weisse Weste hat, und Millionen kassiert und diese Millionen mit der zu tragenden Last und Verantwortung rechtfertigt. Ein waschechter Jurist eben. In einem Akt allerlezter Verzweiflung oder ausgebufftheit holt man einen Ex-Minister der Côte d'Ivoire, gem. hörensagen einem korruptionsunanfälligem Land mit Due Dilligence inkl. Complicane vom allerfeinsten, gem. Pass Franzose und Meriten bei der Prudential, die unter seiner Ägide eine heftige Busse abdrücken musste, und der allernaivste Tubelschwyzer hofft auf eine Änderung in der Firmenkultur. Was dann noch der Oberhammer ist: wenn man auch nur einen Mucks macht, kann dieser im Keime mit mit der Rassismuskeule totgeschlagen werden. Ganz ausgebufft. Ob Herr Thiam – wenn er nicht gerade am Sechsläuten und anderen Veranstaltungen für 40Mille Tagesgage umähockät – die Bank noch retten kann, retten will, retten darf, ist offen. Vielleicht ist das ja gar nicht das Ziel, denn den Arabern und Mehrheitsaktionären ist das vermutlich ziemlich wurscht, solange sie ihr Kapital generös verzinst bekommen und jeder andere der kann ist ohnehin längst short. Wenn's dann wirklich hart auf hart kommt, gibt's ja wegen Systemrelevanz noch den Schweizer Steuerzahler, die SNB und OPM. Zynismuss off, Analyse on: OR Art. 725.2 (uvm)
    Wenn begründete Besorgnis einer Überschuldung besteht, muss eine Zwischenbilanz erstellt und diese einem zugelassenen Revisor zur Prüfung vorgelegt werden. Ergibt sich aus der Zwischenbilanz, dass
    die Forderungen der Gesellschaftsgläubiger weder zu Fortführungs- noch zu Veräusserungswerten gedeckt sind, so hat der Verwaltungsrat den Richter zu benachrichtigen, sofern nicht Gesellschaftsgläubiger im Ausmass dieser Unterdeckung im Rang hinter alle anderen Gesellschaftsgläubiger zurücktreten.

    Im Falle des Schweizer Obligationenrechts kann sich Wirtschaftsanwalt Rohner dann schlechterdings nicht mit: "von nix gewusst" usäschnorrä.

    • Markige, wahre, unterhaltsame Sätze! Danke, francojäger (?). Sie sind kein Frischling, Ihre Ecken und Kanten sprechen von Erfahrung. – Nur mit dem Schluss bin ich nicht einverstanden: Keine Angst, wenn’s drauf ankommt, wird sich Urseli rausschnorren und anderen helfen, sich rauszuschnorren. Wenn ein Dummer schlau ist, ist die Ewigkeit nahe.

  15. ich kann mich noch erinnern, als dodge & cox eine granatenposition in swiss life hielten, die bude war kurz vor belly up. der rest ist geschichte. dodge & cox ist neben den sandhasen einer der grössten aktionäre, somit keine angst & bange, chund aues gued, gid eppis unders chrischtbäimli.

  16. Rohner hat zu lange dem Casinobanking von Dougan zugeschaut. Als zig Mia. Spekulationen zu toxischen Assets mutierten, hat man diese aus der Zielmessung von BD und UR ausgeklammert, damit die Boni weitersprudelten. Genommen wurden diese den erfolgreichen CH Bankern. Seltsamerweise war die Werthaltigkeit des Goodwills von DLJ nie ein Thema. TT muss dies nun ausbaden und spielt gleichzeitig den machthungrigen und abgehobenen Sonnenkönig. Rohner hat seine Machtposition zu lasten des Benefits mit überhöhten Zinsen für die Cocos erkauft und abgesichert. Ein mieses Abzockerspiel erster Güte. Am Schluss zahlen die CH Mitarbeiter die Zeche! Wenn Rohner nur einen Funken Anstand hätte, würde er endlich den Hut nehmen. Einen schlechteren VR ohne Verantwortungsbewusstsein gibt es selten.

    • @CS Dummy
      Sehr guter Beitrag, lassen Sie sich nicht einschüchtern von den Drohungen. Die Wahrheit muss ans Licht.

      Im übrigen ist es so, dass sich der Markt auch nicht täuschen lässt. Die meisten Marktteilnehmer wissen, dass Thiam mit seiner Strategie scheitern wird. Eine CS ohne CS Schweiz wäre für sich alleine kaum lebensfähig.
      Wer möchte denn zur Zeit noch bei der CS arbeiten oder gar dort anfangen? GL und VR tun viel damit gute Leute das Weite suchen. Der brain drain ist die eigentliche Achillesverse der CS.

  17. Am Ende des Tages werden die hochbezahlten Schaumschläger-Banker nach Bern pilgern und die Systemrelevanz ihrer Superbank darlegen. Und schon darf der dumme Steuerzahler sein Portemonnaie öffnen.
    Alles schon mal gesehen.

    • Na ja, geöffnet hat er das Portemonnaie das letzte mal nicht, aber der Staat hat Garantien gegeben, welche die SNB monetisieren konnte, womit die Bad Bank / der Stabfund dann die illiquiden Papiere zu einem gegenseitig verträglich ausgehandelten Discount erwerben konnte und die UBS dafür Hard Cash erhielt und die Bilanz verstärken konnte.

    • Was wäre ohne die Garantie (Uebernahme von Risiken) des Staates (Steuerzahlers) gewesen, Frau Gstöhner? Die UBS mitsamt ihren Superboniabzockern wäre implodiert. Und die CS-Schönredner sind keinen Deut besser.

  18. Die Verantwortlichen dieser Bank – und das geht hinunter bis zu Vice Presidents oder Directors oder wie das ganze Gesocks auch heisst – mandatieren Beraterfirmen wie McKinsey für dutzende Millionen monatlich. Für jede dümmliche Präsentation muss ein Externer herhalten. Der macht das gerne. Der verdient sich dümmlich. Mit teils Stunden(!)sätzen von um die CHF 2’000 bei FIDLEG oder MIFID-Themen powerpointen die sich reich.

    Die Führung hat weder wahre Branchenkenntnisse, noch Eier. Die Entscheiden nicht mehr. Aber dafür absahnen. Dass die Ankeraktionäre dem zusehen – keine Ahnung weshalb.

    Ich wette, dass ein Ausmisten auf MD/D/VP Level von um die 50% der Angestellten die Leistung der Frontleute und des Backoffice in keinster Weise schmälert – im Gegenteil.

  19. „Credit Suisse’s Khan says open to acquisitions“

    does anything speak more clearly than this delusional statement? CS is being run by amatuer executives.

    while CS still has a few good bankers left, perhaps someone from IB should educate mr kahn about corporate finance, so that he understands he has no currency for „acquisition“! Classic hubris …the sheep doesn’t realize he is the prey and not the lion.

    large clients who have meet Kahn chuckle at his childish appearance, inexperience and unsophisticated remarks.

    what a disaster.

    • Thank you for your words, I totally agree. It is hard to believe a former CFO made such a statement in public.

    • Clearly this wouldn’t be the first time that CS talks about „acquiring“ while it is close to plumbing the depths of share value. Funny folks!

    • Ach, hier und da wird sich sicher demnächst eine Bank finden lassen, die für einen symbolischen Franken zu haben ist. Auf eine solche hat man es vielleicht abgesehen! Günschtig, muesch haa! Toller Deal!

  20. Sofortige Übernahme der CS New York durch die SNB ohne Entschädigung, damit wäre der Kredit CS New York gesichert und ein späterer Verkauf in aller Ruhe möglich. Die CS schreibt 4 Milliarden Goodwill sofort ab und erhält von der SNB 10 Milliarden neues Geld mit 40 % Beteiligung am AK. Rückzahlung dieser nutzlosen und überteuerten Coco-Bonds mit gleichzeitiger Kündigung der Darlehen der CS an die Eigentümer dieser Coco-Bonds.
    Man kann ja UW ein Gutschein überreichen für ein Drehbuchschreiber-Seminar in Los Angeles, was sicher einem inneren Wunsch von ihm entspricht. Die McKinsey
    Leute nur noch soweit bezahlen, daß sie die Schwäne beim Spazieren am Zürichsee füttern können, entspricht ungefähr ihrem gewaltigen Können.

  21. Jetzt braucht es keinen Stop mehr. Die vorgegebenen Begrenzungen sind längst überschritten. Das dürfte einen Fall „CS-Schweiz“ geben. Aktionäre werden einmal mehr die Faust im Sacken machen…und die Schweizer Steuerzahler ähnlich aufregen wie dannzumal bei der UBS.

    • Erzählen Sie die Geschichte ruhig ganz zu Ende: und am Ende den Milliardengewinn gerne und ohne Scham einstreichen. Sind die Steuerzahler (die keinen einzigen Rappen bezahlem mussten!) nun auch alles Abzocker?

    • @Fairy Tale: Sie liegen daneben. Die UBS gäbe es ohne den Steuerzahler resp. den Staat, der Garantien abgab, gar nicht mehr. Die Gewinne auf den ehemals illiquiden und deshalb zu einem bestimmten Zeitpunkt ziemlich wertlosen Papieren konnten einzig dank dem Staat (implizit dem Steuerzahler) überhaupt zu einem späteren Zeitpunkt realisiert werden. Zuvor ging er aber ins Risiko, indem er Garantien abgab, damit der Stabfund mit SNB-Kohle der UBS zum relevanten Zeitpunkt „wertlose“, illiquide Papiere zu einem guten Discount gegen Cash abkaufen konnte und sie somit für die UBS gut liquide machte. – Der Staat ist – mit Glück – für das eingegangene Risiko nachträglich belohnt worden.

  22. Der CS ist ein fach zu links. Es müssten Personen mit klar bürgerlichem Profil die Führung übernehmen, zB: Herr Toni Brunner, Herr Erich Hess, Herr Dr. Rösti, Frau Esther Friedli, Frau Natalie Rickli, Frau Iveta Estermanova.

    • gratulation zum dümmsten von 100+ kommentaren!
      (no worries, we’ll get there!)

    • Ja stimmt, McKinsey und Co., der Verwaltungsrat und Co. Alles linke und weltfremde Weltverbesserer. Die Grossaktionäre aus den Arabischen Länder und Co. akzeptieren auch nur die Linken am Ruder der CS.

      Ich weiss nicht was dieses typische SVP Gelaber hier soll. Nützen tut es, wie alles was mit der SVP zu tun hat, eh nichts. Da Lösungen gesucht und gefunden werden müssen. Wenn man nur von Katastrophen, Tragödien und Weltuntergang bewirtschaften lebt, sind Lösungen das Letzte was man will.

    • Burckhardt :
      Wenn schon, sollten Sie das SVP-Parteiblatt nur lesen und nicht inhalieren, kommt nicht gut …..
      Das nur zur Ergänzung zu den anderen Kommentaren hier.

    • Ja lieber Thomas, sie haben noch Titularprofessor Mörgeli vergessen, als VR würde ich Sozialhilfeempfänger Brunner empfehlen! Eine gute Nachricht habe ich für sie: das Wetter wird besser und der Regen geht zurück,damit wird sich die Menge Wasser in ihrem Hirn auch reduzieren!

    • Also, jetzt verstehe ich die Welt nicht mehr. Burckhardt’s Beitrag kann doch nur ironisch sein?! Weshalb diese humorlosen Gegenkommentare?
      Wobei die CS als Abzockerbude gar nicht so leicht einzuordnen ist. Sie hat eindeutig linke Züge (von wegen Diversity, social responsibiliy, Verteilungsmechanismen, Sozialpläne à gogo), andererseits ist sie real im Top Mgmt fast schon rechts reaktionär. Wer soll diese Firma noch verstehen?

  23. Bin immer noch CS-Aktionär und mache mich auf den Totalverlust bereit, wie schon oft gesagt, der Eisberg ist bereits in Sicht. Vielleich müsste jetzt Leonardo di Caprio auf die Kommandobrücke.

  24. Rohner soll Präsident vom Film Festival werden und selber
    eine Million aus eigener Tasche zahlen!
    Neue Präsident Oswald Grübel und CEO Walter Berchtold!

    • Agree.
      If they bring back Ozzi and Walter the stock would double in less than 6 months.
      But don’t count on UR doing anything , he is frozen now.
      One of worlds most legendary banks is being run by two men with no Wall Street experience. The real question is how did the board allow this to occur ?
      The change will have to be forced from an outside maneuver or from a very courageous internal challenge, the latter is unlikely given the Board is complicit.

  25. T. Thiam hat es nicht geschafft eine positive Unternehmenskultur in einem schwierigen Umfeld, innerhalb der CS, aber auch Vertrauen und Goodwill ausserhalb, aufzubauen. Als Neuling ist, dass die Chance als CEO seine eigenen Leitplanken zu setzen. Das erleichtert die komplexen, tiefgreifenden Veränderungsprozesse anzugehen. T. Thiam wirkt auf mich eher etwas distanziert, abgekapselt und etwas unwohl. Umgibt sich mit einem engen Beraterstab, unter anderem, weil auch offensichtlich, komplexes Wissen fehlt (die Negativfolgen sind ersichtlich). Er neigt tendenziell etwas dazu, alles mit Biegen und Brechen durchzuboxen.

    Wenn tiefgreifende Restrukturierungen vorliegen und die Strategie gesetzt ist, dann gehört Transparenz, Transparenz und nochmals Transparenz dazu. Hole die Leute in dein Boot, informiere sachlich, kompetent und wenn nötig, ziehe dann die Konsequenzen, die erforderlich sind.

    Die CS befindet sich in einem tiefgreifenden Transformationsprozess, der viel zu spät stattfindet. Man hat einiges, mit Brady Dougan, unter den Tisch gewischt und jetzt will und muss T. Thiam dieses aus der Welt schaffen und gleichzeitig das neue Geschäftsmodell aufgleisen. Kein einfaches Unterfangen in diesem schwierigen Marktumfeld mit seinen Herausforderungen und einer Flut an Regulierungen und mit wenig Bankerfahrung.

    Eine beachtliche Rolle spielt auch der VR und sein Präsident. U. Rohner lässt die Zügel locker, solange er die Investoren und den VR bei Stange halten kann, ok. Aber irgendwann müssen greifbare, NACHHALTIGE Resultate auf dem Tisch liegen. Der Zeitdruck ist da und damit die Zeitspanne von R. Rohner in Frage gestellt. Zu viele Aufsichtsfehler sind gemacht worden, wie auch in der Personalpolitik.

    FAZIT: Ich bin nicht überzeugt vom Gespann Rohner/Thiam. Man hat sich wahrscheinlich von den versprochenen Neugeldzuflüssen aus Asien, seitens T. Thiam, etwas Sand in die Augen streuen lassen. Nur diese Ausblicke genügen einfach nicht mehr, um eine Globalbank in der heutigen Zeit und zukünftig erfolgreich in eine gesicherte Zukunft zu führen.

    • Liebe Unternehmerin, in einem Punkt haben sie Unrecht! Die CS befindet sich nicht in einem Transformationsprozess, sondern in einem schleichenden Untergangsprozess!

    • wirklich jetzt? eine psychologisch angehauchte situationsanalyse einer unternehmerin… mit mckinsey-vergangenheit?
      sehr viel berater-geschwurbel und sehr wenig inhalt.
      man hätte auch schreiben können: TT und UR sollen sich auf einen besen setzen und davonfliegen.
      der effekt wäre derselbe.

    • Genau diese Geschwafel hören wir in jedem 2. Conf.Call. Leute die sich gern selbst reden hören, hauen elendslange Monologe raus ohne final etwas zu sagen. Der „Added Value“ dieser zähen Aneinanderreihung von inhaltslosen Phrasen ist doch absolut Null. Man! ….bring doch Deine Meinung einfach mal auf den Punkt. Nicht einmal das gelingt am Ende mit dem sog. „Fazit“. Es ist wahrscheinlich genau dieses „inhaltlose gequatsche“ das solche Führungspappnasen zu unberechenbaren Unternehmensleithammeln machen. Es gibt keine klare Ansagen die fachlich kompetent und nachvollziehbar sind.

    • @obergeber – interessanter Nickname
      @Paul Müller

      Diese Führungsplapperis mit inhaltlosen Gequatsche führt eine Unternehmung (nicht unberechenbar) von 200 MA in dritter Generation, ohne Mck.
      Sie können gerne bei uns einen Schnuppertag absolvieren, dann sehen Sie was Sache ist.

  26. Das Hauptproblem der CS sind die Ankeraktionäre, welche es an der letzten GV (vor 6 Wochen!) verpasst haben, mit der Abwahl des VRP und den langjährige VR`s. ein klares Zeichen zu setzen. Es wurde sogar, total unbegreiflich, der Vergütungsantrag gutgeheissen, obwohl die CS die letzten Jahre Vergütungen in Form von Fixlöhnen und Bonus, insbesondere an das Topmanagement und das defizitäre Investmentbanking ausgeschüttet hat, welches in keinster Art & Weise mit den erwirtschafteten Erträgen vereinbar war. Dadurch wurde die Bilanz der CS sukzessive ausgehöhlt, das neue Kapital aus Kapitalerhöhungen im Nu wieder verbrannt! Man bediente sich wie in einem Selbstbedienungsladen ohne Rücksicht auf die Kapitalgeber, die nun bei einem Aktienkurs von SFr. 11.50 Hemd und Hosen verlieren.
    Es braucht nun dringenst personelle Konsequenzen, der VRP wie auch der CEO muss raschmöglichst durch integre, stille Schaffer mit fundierten Bankkentnissen ersetzt werden, die trotz immensem Arbeitsaufwand (ohne überbezahlte Berater) sich nicht zu schade sind, die Vergütungen (Halbierung) dem aktuellen Ertragspotential anzupassen um so endlich die Kosten in den Griff zu bekommen. Die Ankeraktionäre sind nun in der Pflicht, die von Ihnen irrtümlich gewählte Führung, insbesondere Herr Rohner, aber auch Herr Thiam raschmöglichst von ihren Positionen zu entfernen, die jegliches Vertrauen, wie der desaströs tiefe Aktienkurs klar und deutlich zeigt, verspielt haben.

  27. Ich hoffe einfach die neue CS Schweiz überlebt dieses Desaster und lebt oder aufersteht weiter als kleine SKA. Der restliche Ami oder Angelsachsen Schrott so von mir aus untergehen und deren Boni im Hals stecken bleiben inkl. Thiam, Rohner & Co. Mir tun die Schweizer Banker leid. Es hat dort wirklich sehr gute und äussert fähige Leute die bisher von der lautstarken Amis und grosskotzigen Gummihädälsen übergangen wurden.

    Es lebe die neue CS Schweiz von Thomas Gottstein. Den Rest vergisst einfach

    • Genau das ist auch meine Meinung als Ex-Csler. Habi immer vor den USA und dem Grössenwahn gewarnt. Zudem verdient keiner im höheren Kader den Lohn resp. den früher ausbezahlten Superbonus. Leid tun mir alle Angestellten die das Letzte geben und immer nur Entlassungsdrohungen erhalten. Zudem wird jede Einheit fast Jährlich Reorganisiert was das Dümmste ist. Aber so lange fast nur noch dieses Languagueni gesprochen wird, ändert sich nichts bis zur Insolvenz.

  28. Mein Gott was für ein Trauerspiel und dafür kassieren die so viel Geld. Niemand schreitet ein. Weder VR noch sonst wer. Was ist das für ein Wirtschaftsplatz wo so „Misswirtschaft“ betrieben wird. Als Privatunternehmer würde so was gar nicht funktionieren.
    Wo bleibt bei den Topmanagern und bei den VRP und VR gremien eigentlich das „Unternehmerische Denken mit einem „Langfristigem Horizont“! Seit wann sind Unternehmen kurzfristig unterwegs. Wo soll das noch hinführen.

    • Blöde Frage, lieber Dubacher; seit wann ist die CS kein Privatunternehmen (wie gut geführt auch immer) mehr?

    • Da sich die (Miss-)wirtschaft alleine über den Aktienkurs ablesen lässt. Wenn hier das kurzfristige Denken im Vordergrund stünde müsste dieser dann nicht in die entgegengesetzte Richtung laufen? Ist das nicht gerade der Beweis, dass hier eben genau etwas langfristig und damit nicht immer im Sinne der kurzfristigen Anleger bewegt?

      Aber ja schreien wir alle wie schlecht die CS und Ihre Manager doch ist, das macht mehr Spass und vermittelt so ein schönes Gruppengefühl.

    • Liebe Kommentaroren, ich glaube, ich muss hier einmal etwas grundsätzliches klarstellen. Manager sind keine Unternehmer, merkt Euch das ein für alle Mal!!! Unternehmer tragen ein persönliches unternehmerisches Risiko und können nicht einfach gehen, wenn der Erfolg fehlt. Manager sind immer auswechselbar, egal wo. Geht’s dem Unternehmen schlecht, die Finanzindustrie ist besonders betroffen, gehen sie dorthin, wo sie mehr Gehalt oder Boni kriegen. Unternehmer können das nicht. Dass der passive Rohner so lange auf seinem STuhl sitzt, hat er einigen Grossaktionären zu verdanken. Man könnte hinterfragen, was er für diese Leute tut. Aber ich weiss, Rohner tut rein gar nichts für das was er ist. Rohner sitzt die Krise aus und wenn er gehen muss, geht er. Der Mann muss nie wieder arbeiten, also was solls. Er wird den Scherbenhaufen hinterlassen und ein anderer wird kommen, der das Geld aus der Bank zieht, wie jeder andere angestellte Manager das auch tut. In der Finanzindustrie haben wir es leider mit vielen charakterlosen Geldmenschen zu tun, die lediglich ihren Hintern retten wollen und nur ans Geld denken. Ich kenne einige davon und es geht immer nur ums Gleiche – materielle Güter, Luxus aber keine echte Verantwortung, die dem eigenen Portemonnai weh tun. Todlangweilige Menschen, wenn ich ehrlich bin – dafür etwas wohlhabender als andere.

    • Die CS ist seit Jahren krank. Sie ist infiziert mit einem hartnäckigen Bazillus, im Volksmund McGrinsi genannt. Der ist extrem ansteckend. Ein einziges Führungsmitglied, das den Bazillus in sich trägt, kann eine ganze Firma von innen verseuchen. Befallene Unternehmen werden apathisch, mitarbeiterfeindlich und bonusgeil.
      Rettung ist nur möglich, wenn ein auf den Bazillus allergischer, grübliger CEO eingesetzt wird, der alle verseuchten Zellen eliminiert.
      Prognose für CS: Austherapiert, keine Rettung. Exitus in 6-18 Monaten.

  29. Schön wäre es Aktionäre könnten mit Aussicht auf Erfolg klagen gegen:
    – UR VRP CS, Verantwortlichkeitsklage
    – gegen den ganzen Verwaltungsrat wegen Arbeitsverweigerung,
    – gegen McKinsey, ruinöse Beratung
    – gegen CEO und Geschäftsleitung, ungetreue Geschäftsführung
    – BD, ungetreue Geschäftsführung!
    Die CS hat keine Existenzberechtigung mehr als Bank. Goodwill verspielt, kriminelle Geschäfte, Missmanagement. Die aktuelle Wirtschaftslage trägt das ihrige bei. Mir tun die Angestellten, nicht Frühstückdirektoren, leid. Die sitzen immer noch beim Mahl und merken nicht dass die MS CS, Titanic, sinkt!

    • Überlassen Sie diese Sorge doch den Aktionären oder decken Sie sich mit genügend Aktien ein, damit Sie alles viel besser machen können. Sie wären einer der lautesten der nach einer Lösung schreien würde für all die wichtigen und wirtschaftstragenden Aktivitäten, die mit der CS wegfallen würden.

  30. Es ist nicht fünf vor Zwölf, es ist fünf nach Zwölf. Die Titanic ist am Sinken, der CS Verwaltungsrat wartet und schaut dem Treiben tatenlos zu. Alles Thiam in die Schuhe schieben zu wollen ist jedoch nicht fair. Der schlimmste Übeltäter heisst Mc-Kinsey. Wenn U. Rohner nicht bald die Reissleine zieht, wird die CS zur UBS Nr. 2 und muss vom Staat gerettet werden. Ich hoffe die SNB hat den Notfallplan schon geschmiedet…

  31. Sehr geehrte Damen und Herren
    Tatsächlich scheint die Credit Suisse fatalerweise in einer tiefen Krise zu stecken. Den Ruf nach einem Wechsel der Geschäftsleitung ist dennoch verfehlt.
    Nachdem die Credit Suisse während vielen Jahren offensichtlich wertlosen Good Will vorgetragen hatte und im Geschäftsjahr 2015 mit endlich CHF 3’800’000’000.- endlich einen Teil davon abschreiben musste, zielt die Forderung von Herrn Hässig in diesem Fall völlig ins Leere.
    Endlich Gedanken machen müsste man sich über die Zukunft des Verwaltungsrates und – vor allem – über dessen Präsidenten.
    Sie tragen die Oberaufsicht für ein angemessenes Rechnungswesen.
    Freundliche Grüsse
    Fokus

  32. Ich finde das TT-Bashing daneben. Zugegeben, vielleicht hat er Allüren und der Erfolg stellt sich auch nicht gleich ein. Aber man kann nicht einen mit toxischen Gütern beladenen und leckgeschlagenen Tanker einer überforderten Reederei in ein paar Monaten in ein agiles Segelboot umbauen. Es gibt viele Leute am goldenen Napf, die bei der Stange gehalten werden müssen. In der CS war wirklicher Change schon immer schwierig. Und die IB ist besonders hinterhältig, wenn es um die Verteidigung ihrer Pfründe geht. Der Markt realisiert das; insofern widerspiegelt das aktuelle Price-to-book die Erkenntnisse über die CS in den letzten Jahren. Wir kommen schon bald in ein digitales Szenario: bei etwa 10 Fr wird die CS entweder übernommen oder sie wird ein Fall für den Staat. Wurden die Notfallpläne nicht erst kürzlich abgegeben. Würde mich wundern, wenn die funktionierten.

  33. Ein Interner oder besser ehem. Interner wie zum Bespiel;
    Herr U. Meister, der Firmen Terminator?

    I’ll Be back baby!

  34. Stop it, Rohner, nein, es heisst Stop it McKinsey! Dieser McKinsey Blender Club sollte Hausverbot erhalten (schon lange überfällig). Seit Jahren beraten diese Damen und Herren die CS an die Wand. Dass Dr. Rohner das nicht sieht, ist ja klar, denn sonst müsste er ja die Verantwortung übernehmen und so kann er das gut über McKinsey vertuschen! Ich frage mich nur, wie lange noch?

    • McKinsey hat den Laden an die Wand gefahren. Das Beste wird dann sein, wenn man sie noch bittet die Strategie für den Verkauf des selbst veranstalteten Scherbenhaufens zu „planen“. Einfach nur noch geil.

      CHF 11.54, opening today. A round of applause please.

    • Einmal ist es Dougan, einmal ist es McKinsey…… Wer ist heute dafür bezahlt, bei der CS Ordnung zu schaffen? Guess Who!

  35. Das Bild «Stop it Chirac» dokumentiert wie es auch in der Wirtschaft läuft: Die Rädelsführer sind zwar mutig, Karriere hat aber keiner von denen gemacht.

  36. Finde es unerhört wie hier mit Dr. Rohner umgegangen wird. Üse wusste doch von all dem nichts und hat eine blütenweisse Weste. Das waren vielleicht ein paar kriminelle Mitarbeiter und er muss sich jetzt Schelte anhören. Das schlägt ihm bestimmt auf den Magen. Da ist es nur angebracht, den Finanzblog IP – mit Aktionärsgeld (was den sonst?) – zu verklagen…

    • Nicht nur ein Witz. Ein ganz schlechter. Il y en a raz le bol Messieurs Rhoner et Tiam. Pensez au personnel et aux actionnaires. Mais tant qu’il y en a assez pour vous, vous vous en foutez.

  37. Ich höre das Totenglöcklein in der Ferne schon läuten.
    Hoffentlich haben die Oberen rechtzeitig ihre vielen Millionen schon in der Tasche, wenn nicht dann hurry up!!

  38. Es ist unverständlich, wieso man einen machen lässt, der a) das Bankgeschäft per se nicht versteht, b) der schweizer Kultur fremd ist, c) die Organisation und Geschichte dieser eins grossartigen Bank eigentlich gar nicht interessieren.

    Alfred Escher wird sich im Grabe umdrehen!

    • ich zweifle, dass der überhaupt noch im grab liegt.
      so, wie die erlauchte top-gilde in der teppichetage ans werk geht, ist hr escher wohl zurück zu seinen wurzeln: mit dem rotations-speed, den er aufgrund des management-stils von BD, TT, UR etc drauf haben muss, haben die basistunnel-ingenieure wohl seine remains als hochgeschwindigkeits-bohrkopf gebrauchen können…!
      R.I.P. (rotate in peace)!

  39. Bitte bei den Fakten bleiben: Vor 10 Jahren war Alä Sutter bereits SF Moderator und Chirac im Altersheim 😉

    • Die Fakten sind: im Text steht „… vor 20 Jahren…“ Und das Foto ist von 1995 (siehe Hintergrund). Bitte besser hinschauen, bevor AlpaChino seinen Mund aufmacht.

  40. Der Aufruf „Stop it, Rohner“ ist ein Hilferuf aber leider an den völlig falschen Mann. Rohner ist ja gerade der Mann, der die CS in den Abwärtsstrudel zieht mit seinen Entscheidungen. Fragt man intern bei der CS im Mgmt. nach, kommt überall dieselbe Antwort: Rohner ist der schwächste VRP den man sich wünschen kann. Ein kleiner „Blatter“, nimmt gerne Geld, sonnt sich bei den Mächtigen, finanziert mit den Bonis das Hobby der Frau und wir Mitarbeiter müssen kürzer treten. Rohner und sein VR sind das wahre Problem. Thiam einzustellen war wohl eine der dümmsten Entscheidungen Rohners aber es ist nunmal passiert. Diese Manager müssen keinen Erfolg vorweisen, denn sie werden erst bezahlt und dann schaut man, was sie bringen. Die Kohle ist weg, die Werte schwinden und Thiam wird woanders wieder angestellt und macht weiter, erfolglos wie jetzt. Wer hat es wohl nicht geahnt.

  41. Ein Interner? Also ehrlich gesagt fällt mir keiner ein. Vielleicht einer der mal in der CS war und abgeschoben wurde. Der würde auch eine gesunde Position Rache mitbringen und ausmisten.

    Intern wirkt für mich nur Joe Oechslin einigermassen kompetent. Kann mich aber irren, kenne den Bereich zu wenig.

    • Intern gibe es Niemanden, denn die sind vor dem Debakel abgehauen oder Rausgemobbt worden. Am Besten einen Bauernsohn anstellen, der versteht wenigstens was vom Säen und Ernten.

  42. Wenn das niedrige KBV mit einer hohen Eigenkapitalrendite einherginge, sich also durch aktuelle und zukünftige Gewinne das Eigenkapital der Gesellschaft vergrößern würde, wäre die CS tatsächlich unterbewertet.

    In der aktuellen Verlustsituation wird der zukünftige, vom Markt erwartete weitere Schwund des Eigenkapitals der Credit Suisse durch betriebliche Verluste und Abschreibungen quasi nur vorweggenommen.

  43. Wahre Worte. Nur ist Rohner dazu nicht in der Lage. Als CS Mitarbeiter würde ich mir mehr Aktivität von staatlicher Seite wünschen. Nicht mit Geld, sondern mit dem Gesetz. Ich bin der Meinung die Führung und das im speziellen Herr Rohner ist ein Fall für die Justiz. Misswirtschaft usw. Der Mann muss weg. Wenn die Aktionäre es nicht fertigbringen, dann der Staat. Intern wird es keinen Aufstand geben. Alle Querdenker, in diesem Fall positiv zu werten, mit Macht in den oberen Etagen wurden vorsorglich über die Jahre entlassen. Wenn nicht umgehend was passiert, dann ist die Bank spätestens in einem Jahr am Tropf der Steuerzahler

    • Genau das, das TBTF/TBTJ, gibt mir zu denken. Dass von der Finma nichts kommt, wissen wir, aber die Politiker? Schlafen die alle?

    • @interner: leider haben Sie es nicht begriffen! noch immer ist die CS eine AG, und kein gesetz der welt verbietet es dem VR, die bude an die wand zu fahren, wenn die aktionäre ihn lassen! warnzeichen haben wir alle mehr als genug gesehen, aber wenn die mehrheitsaktionäre lieber vergewaltigte holländerinnen wegsperren und bauarbeiter aus bangladesh und indien in massenunterkünften verbrennen lassen, dann ist es höchstens an uns, via PK’s druck zu machen. aber solange wir das nicht tun, können wir dem treiben der mänätschers nur zuschauen. und die haben, wie wir alle wissen, ja eine weisse weste! oder sind grad am ZFF. oder im helikopter. oder in der präsidenten-suite!

    • @t.ruth: Korrekt. Auch bei UBS konnten seinerzeit die Verantwortlichen, z.B. Ospel-Villiger-Kurer-usw. rechtlich nicht belangt werden nachdem der Bund einspringen musste. Es liegt tatsächlich an den Aktionären, eine radikale Wendung zu veranlassen.

    • @Bobcat : Genau, schon bald 10 Jahre her und die Gesetze wurden immer noch nicht angepasst, dass solcherlei Tun geahnet werden könnte. Die Abzocker lachen sich ins Fäustchen …

  44. Nein, mit dem Rücktritt von TT ist nur ein Viertel des Kernproblems gelöst. Mindestens so wichtig:
    1. sofortiger Rücktritt von UR
    2. sofortiger Entzug sämtlicher Beratungsmandate von McKinsey und
    3. sofortige Entlassung aller Mitarbeiter ab Stufe Director, die jemals länger als 3 Monate bei McKinsey gearbeitet haben
    Und als Ersatz Ossi Grübel als VRP plus ein fähiger externer CEO, der branchenkundig ist.
    Ich bin überzeugt, dann geht es sofort wieder bergauf, weil die CS immer noch starke fundamentale Assets hat!

    • Das könnte wirklich das richtige Vorgehen sein.
      McKinsey brauchen eigentlich nur unfähige Leader die keine Verantwortung übernehmen wollen/können.
      Ach ja die Gehirne von Goldman Sachs sollten auch weniger berücksichtigt werden.

    • Genau so wie Sie es vorschlagen könnte es gelingen die Bank wieder auf Vordermann zu bringen! Ossi Grübel muss unbedingt her!!!! Aber ob er es noch einmal macht, ich zweifle?

    • Sie wären doch die richtige Person mit den richtigen Ideen. Würden Sie sich zur Verfügung stellen.

    • Endlich ein MD der denkt und nicht nur abkassiert. Mit seinen Ansichten hat er aber etwas besseres als die CS verdient.

  45. Thiam könnte ja als Grüssaugust bei der CS weiterbeschäftigt bleiben. Er ist ja mit Freuden an jeder Hundsverlochete dabei (sicher seine Hauptaufgabe), letzte Woche gar am „Schoggi-Kongress“ in Davos (das ist kein rassistischer Scherz, sondern ein von Barry Callebaut organisierter Anlass)…

    • Da staune ich aber. Ich weiss davon, dass Thiam kürzlich von einer seriösen Wirtschaftsorganisation angefragt wurde, ob er beim Jahreskongress auftreten würde. Ich kann nicht beurteilen, ob das Sinn macht aber man hat der Org einen Korb gegeben, er sei zu viel beschäftigt. Und jetzt lese ich hier, er sei bei jeder Party dabei. Da geht bei mir ein Lichtlein auf: Umzug in die reiche Schweiz, Ehefrau zum Teufel gejagt. Ja, mr Thiam, irgendwie bin ich so gar nicht überrascht, was Sie für einen Stil an den Tag legen. Dumm nur, dass er meine Worte hier gar nicht versteht aber er würde sicher sagen: That person got it but I wont say it.

    • …allein das Mitlatschen von TT am Sechseläuten hat den Aktionär ca. 40’000.- Franken gekostet (+/- Tagessatz von TT). – Damit bezahlt man doch locker 3-4 Angestellte einen Monat lang… Dann nochmals 40’000 zur Tunneleröffnung, dann 40’000 für den Schoggi-Kongress etc. etc.