Wahnsinn GAM: 925 Millionen Verlust – netto

Assetmanager im Prime Tower hat fast eine Milliarde heisse Luft in den Büchern, die jetzt verdampft – 100 Entlassungen.

Da stopften sich die GAM-Chefs David Solo, Hans de Gier (Sic!) und Alex Friedman jahrelang die eigenen Taschen voll. Und nun wird klar, was sie geleistet haben: ein Massengrab.

925 Millionen Verlust macht die GAM voraussichtlich im 2018. 925 Millionen, rot – für eine Firma mit 1’000 Leuten. Also knapp 1 Million in den Miesen pro Kopf.

Man traut seinen Augen nicht. Was haben Solo, de Gier, Friedman nicht alles von der Kanzel herunter gepredigt: Spitzen-Assetmanager, Mega-Aktienkurs, Super-Gewinne.

Mein Name ist Gier, von Gier: Ex-Präsident GAM (Bild: GAM)

Top-Leistung, oder etwa nicht? So das GAM-Trio, worauf es befand, sein Bonus sei nichts als richtig und fair. Je sackten Gier&Co. so über die Jahre Dutzende von Millionen ein.

Es ist eine Schande. Drei Manager, hoch gelobt, hoch bezahlt, hoch vergoldet, haben eine Firma faktisch zerstört. Der GAM-Aktienkurs ist seit Januar um über 70 Prozent eingekracht. Bitcoin-mässig.

Selbst sind sie auf und davon. Zurück bleiben die 1’000 Leute, darunter viele fähige Experten, die nun auf der Strasse landen könnten. Das zu Weihnachten.

Die GAM-Chefs kündigten heute früh an, was es geschlagen hat. 10 Prozent des Personals wird abgebaut: entlassen, ausgemustert. Damit will man 40 Millionen sparen.

Das ist das, was die Leute am härtesten trifft. Doch dahinter öffnet sich ein schwarzer Abgrund, wie ihn Zürich letztmals vor 10 Jahren bei der UBS erlebt hatte.

Hey, no worry: David Solo, GAM-Absahner (Bild: Simag)

Die alten GAM-Truppenführer de Gier, Solo und Friedman hatte über die Jahre Werte auf der Aktivseite ihrer Bilanz aufgeführt, die nichts anderes waren als … Schrott.

Nix wert. Heisse Luft. Rubbish. Der ganze Zauber basierte darauf, dass die GAM stets immer neue Gelder von reichen Pensionskassen und sonstigen Profi-Investoren an Land ziehen konnte.

Als dann im Sommer der Wind drehte und die GAM aus Angst vor einem Massenexodus der Kunden mehrere Fonds kurzerhand dichtmachte, kam das Finanz-Karaussell abrupt zum Stehen.

Was dieser Full stop für Folgen hat, machten die neuen Chefs des Zürcher Assetmanagers heute früh klar. Sie legten die triste Wahrheit auf den Tisch, um dereinst nicht selbst dafür geradestehen zu müssen.

„Aufgrund der prognostizierten tieferen verwalteten Vermögen und Profitabilität erwartet GAM für 2018 einen Wertminderungsaufwand bezüglich Goodwill in Höhe von ca. CHF 885 Millionen“, schreiben sie.

Weitere Abschreiber kämen hinzu, sodass sich am Ende ein Nettoverlust für 2018 der erwähnten 925 Millionen Franken anhäufe. Letztes Jahr hatte die GAM noch 123 Millionen Gewinn ausgewiesen.

Der Swing, also die Veränderung von stolzem Schwarz tief ins dunkelrote Minus, beläuft sich auf sage und schreibe eine Milliarde und 48 Millionen Schweizer Franken. In Ziffern: 1’048’000’000.00.

Mann oh Mann. Madness pur in den höheren Stockwerken im Prime Tower, mit Sicht über die ganze Limmatstadt bis zum See und weiter zu den verzuckerten Glarner Bergen in der Morgensonne.

Wer gedacht hat, die im Sommer losgetretenen Kundenabflüsse würden abebben, sieht sich getäuscht. Die Massenflucht verlangsamte sich nur kurz im Oktober, danach nahm sie im November und Dezember an Wucht und Kraft weiter zu.

Die GAM stand vor dem Ausbluten. Ihr Management griff zur Notbremse. Ob die Chefs die Firma noch retten können?

Die Frage bleibt im Raum stehen, trotz dem heutigen Goodwill-Abschreiber historischen Ausmasses und den unglaublich harten Stellenstreichungen für die betroffenen 100 Leute; wer weiss, ob es am Ende nicht mehr sein werden.

Die Kunden kennen derzeit bei GAM nur eine Losung: Nix wie weg. Sie sehen, was sonst mit ihrem Geld passieren kann. Es ist in blockierten Fonds eingesperrt und verliert dort jeden Tag an Wert.

Bis zu einem Drittel gehen einzelnen Kunden verloren, weil die GAM im heissen Sommer mehrere Fonds kurzerhand geschlossen hatte und nun seit Monate daran ist, die Vermögenswerte so schnell wie möglich zu Tiefpreisen zu verkaufen – in Märkten, die in den letzten Wochen zu zittern begannen.

GAM verweist darauf, dass bis jetzt insgesamt rund 85 Prozent der investierten Gelder zurückbezahlt worden seien, und verspricht weitere Ausschüttungen.

Was, wenn die Börse aber einmal richtig einbricht – und nicht nur um ein paar Prozentpunkte wie jüngst einige Male? Wie viele Fonds der GAM werden dann illiquide? GAM ist jetzt schon im Überlebenskampf. Würde es einen Sturm an den Märkten überleben?

Kommentare

Kommentieren

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Benötigte Felder sind markiert. *

  1. Undifferenzierte Kommentare en mass. Und wie alle schon immer alles wussten. Klingt armseelig und total uninteressant. GAM als Firma hat versagt. Die Fonds und Produkte? Viele davon performen. Liebe Basher ist seid Trasher.

  2. Aspecta und GAM haben von meinem Vermögen auch knapp 50 % „verloren“. Das einzige was immer gemacht wurde, sind die Gebühren genommen. Damals war für mich einmal GAM — nie mehr GAM. Hat sich jetzt bewahrheitet

  3. Der Gründer der GAM, ein richtiger Macher namens Gilbert de Botton, wird sich im Grabe umdrehen. Zuerst wurde die GAM von der UBS ausgesaugt und zerfleddert und jetzt als absolute Erniedrigung dieser drei Nichtskönner und Blender, welche diese einst grosse Firma nun zerstören.
    Leider vergessen alle diese „Manager“, dass sie eigentlich auch nur angestellt sind und nicht die Besitzer der Firma. Solange wir diesem Treiben einfach zuschauen, werden diese Nichtskönner einfach so weitermachen und sich unrechtmässig bereichern.
    Fast keiner der CEO’s von unseren grossen Schweizer Aktiengesellschaften, hätte mit seinem eigenen Geld seine persönliche Firma aufbauen können – alles nur Schall und Rauch. Es ist beschämend.

  4. Die Quittung erhalten am Ende des Tages viele Versicherte via Pensionskassen!

    Dazu darf man noch anmerken, dass anscheinend einmal mehr neben Organen und Management auch die Wirtschaftsprüfer und die FINMA auf der ganzen Linie versagt haben!

    Und wenn wir schon bei der ’seriösen‘ FINMA sind: Wem der Name ‚Monika Mächler‘ etwas sagt, erst noch FINMA-Vizepräsidentin – heute GAM-Verwaltungsrätin, dem fällt vielleicht auf, dass das Versagen und die Untätigkeit der FINMA einmal mehr auch einen mehr als heiklen Hintergrund haben dürfte. Aber da wären wir ja wieder bei den zweit Hüten der FINMA und der Frage, welchen Parteien man eigentlich verpflichtet wäre und welchen Parteien man sich verpflichtet, weil vor lauter Dreck am Stecken der FINMA der Laden unter Direktor Mark Branson gar nicht mehr ordentlich funktionieren kann.

  5. Das Topmanagement möchte vielleicht später als Reichster auf dem Friedhof begraben sein. Anders sind solche Saläre nicht zu verstehen; sinnvoll kann man im ganzen Leben nie so viele Millionen während Lebzeiten ausgeben.

    • Es ist ganz einfach: Es gibt noch sooo viele Kunden und Aktionäre von GAM, UBS, CS, etc. die es einfach nicht kapieren wollen. IHNEN WIRD IHR GELD WEGGENOMMEN UND SIE MACHEN EINFACH NICHTS. NICHTS. SCHAUEN EINFACH ZU. UND DAS FREIWILLIG!

  6. Wäre es möglich, daß deshalb der Börsenwert von Julius Bär so stark in den Keller gegangen ist ?
    Die Kunden von GAM waren ja ursprünglich Bär-Kunden.
    Juristisch auch von Belang, wenn die GAM-Verträge zu der Zeit zustandegekommen sind, als Bär noch Anteilseigner von GAM war.

  7. Der David Solo war schon früher, als er noch beim Bnakverein und der UBS war eine „Persona no grata“ … und das ist sehr vornehm, iuristisch korrekt ausgedrückt. Am Stammtisch im Aeschenplätzli finden sich da ganz andere Worte …..

  8. Pensionskassen – Amegeddon 2019: ———————————————————- Nachdem zuletzt über mehr als 10 Jahre die massgeblichen
    Zinssätze (Danke SNB) immer weiter nach Unten angepasst wurden, kommt das grosse Wehklagen 2019 auf PK-Sparer zu. Trügerische Fond-Investments, Grosse Bondpleiten und katastrophale Aktien-Engagements leuchten schon heute am Horizont auf . Milliardenverluste türmen sich längstens bei AHV, allen Pensionskassen und Versicherer auf. Das einzige was stabil hoch bleibt sind die Verwaltungskosten , die Saläre und Boni der Verwalter und die Honorare der untätigen FINMA: Die staatliche Aufsichtsbehörde als Wurmfortsatz.

  9. Wie stellt sich die FINMA dazu? Mit Monika Maechler sitzt ja immerhin die frühere FINMA-Vizepräsidentin im Verwaltungsrat der GAM Holding. Beisshemmungen?

  10. Ich frage mich wie ein solches Gebahren der Verantwortlichen als getreue Geschäftsführung durch geht. Wie es schein gibts keine Kontrolle in diesem Land es verkommt mehr und mehr zur Bananen Republik. Top Swiss Banking

  11. Das ist schlicht und einfach ein Irrsinn.
    Die Bilanz wurde über Jahre „frisiert“ sonst wäre ein so hoher Abschreiber gar nicht möglich.
    Ein Fall für echte Ermittler, auf die FINMA können wir ja nicht zählen die Jungs sitzen gerade im Spa der UBS.

  12. Da ist zu befürchten, dass der interimistische CEO und der untaugliche CFO unter der Führung des ahnungslosen Verwaltungsrates nicht nur Fett wegschneiden, sondern dass dem Kostenskalpell auch Muskeln und lebensnotwendige Arterien zum Opfer fallen.

    Es ist zu hoffen dass der Hauptaktionär nicht mehr tatenlos zuschaut sondern im VR und in der Geschäftsleitung aufräumt

  13. In Art. 152 des Schweizer Strafgesetzbuches heisst es: „Wer als … Mitglied der Geschäftsführung, des Verwaltungsrates, der Revisionsstelle … in öffentlichen Bekanntmachungen oder in Berichten oder Vorlagen an die Gesamtheit der Gesellschafter … unwahre oder unvollständige Angaben von erheblicher Bedeutung macht oder machen lässt, die einen andern zu schädigenden Vermögensverfügungen veranlassen können, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft.“

    Das VZ Vermögenszentrum hatte die Aktien des GAM noch zu Beginn dieses Jahres unter den zehn Top-Aktien für Anleger. Wer dem braven VZ glaubte, machte grossen Verlust. Gleich geht es Anlegern von GAM-Fonds, weil sie ihr Geld nur via Notverkäufe bei extrem volatiler Börse zurückbekommen.

    Wenn ein Staatsanwalt oder eine Staatsanwältin den Mut findet, werden vielleicht auch GAM und die Bär der Zürcher Uni einen oder zwei Lehrstühle spendieren, damit alles im Sand verläuft. Das hatten wir doch schon einmal.

  14. Wieso? Wieso bietet der Finanzplatz Schweiz 🇨🇭 immer öfter Finanzhaien ex London und ex Wallstreet eine Plattform? Die Finma als Hüterin der Gesetze strotzt vor Abwesenheit, während whiteCollars Milliarden an Vermögen vernichten und sich Dutzende Millionen an Salär und Boni einverleiben. Wahnsinn 😜 pur in Switzerland!

    • …. ganz einfach: All die Freunde von Herrn Branson aus dem nahen und fernen Ausland finden in der wunderbaren Schweiz ein tolles Auskommen ohne bissige Regulierungsbehörden im Nacken!

  15. ahahah…Keine Schadenfreude bitte!
    The magic trio: Friedemann – Solo – Geer haben geschaft, wie viele andere auch….es wäre wie diese „neue Formen von Kapitalisten seien…“ Die Katastrophisten eigentlich…aber trotzdem sehr, sehr, sehr viel verdient. Tolle Leistungen…eigentlich hat alle angefangen mit Corti und dann war ein Karrussell…wann endet dieses? Wenn alle Leute arbeitslos sind, die Staatkassen leer und die Laden geschlossen sind…“Brave new World“ quasi…kompliment: das sind eigentlich meisterleistungen, immerhin immer noch schlechter als UBS; CS, Zuri und anderen…

  16. Ospel hat ja damals seinen Spezi Solo erzogen und gierig gemacht. Der war schon damals als jüngster GD untauglich und musste immer versetzt werden.

  17. „Zurück bleiben die 1’000 Leute, darunter viele fähige Experten, die nun auf der Strasse landen könnten.“

    Finanzexperten sollen ja hochbegehrt sein. Deshalb bekommen sie ständig Boni. Nicht als reiner Kostenfaktor wie die IT angesehen. Die finden bestimmt was. Oder?

    „Das zu Weihnachten.“

    Das spielt heutzutage keine Rolle mehr. Könnten auch es auch vor den Sommerferien sein. Das RAV arbeitet immer.

  18. … und die Zeche der 100 Fachkräfte auf dem ZH RAV ab Januar 2019 zahlt wer? … werliwer?

    Der strohdumme Schweizer Mittelstand, der an die Vorteile einer Personenfreizügigkeit geglaubt hat!

  19. Das heisst auch „Gute Nacht“ Julius Baer. Die GAM-Produkte wurden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auch den Julius Bär Kunden mit Verwaltungsvollmacht ins Wertschriftendepot gelegt! Das „Grosse Fressen“ für das Top-Management der GAM und der Baer Gruppe scheint zumindest an diesen Weihnachten nicht stattzufinden!

  20. … und dann merkten sie, dass sie weder Geld noch das Papier, auf welches es gedruckt wurde, essen können…

    Wertschöpfung durch Pooling und Umverteilung funktioniert infolge Abschöpfungen auf allen Stufen einfach nur bei stark steigenden Kursen – welche noch nie ewig anhielten…

  21. Swiss Prime Site (SPS)

    Da ist ein grässlicher Wurm im Prime – Tower ?

    Die Anzahl Firmen und Dienstleister welche inzwischen im Prime-Tower (Hochhaus in Zürich) den Garaus erlitten, auszogen u/o über die Grenzen hinaus in die Schlagzeilen gerieten geht ins Dutzendfache.

    Von der Restaurant-Schliessung, über GAM, Deutsche Bank , EY, um nur ein paar wenige zu nennen, scheint ein kolossaler Niedergang zu herrschen.

    Verwegene bringen dieses vorauseilende Zerbrechen und Abschmieren mit dem „Turmbau zu Babel“ in Zusammenhang. Der Grössenwahn zollt seinen Tribut.

    Wie lange funktionieren dort die Lifte noch? SPS auch ein Warn-Signal an die Börse, ist kaum zu übersehen.

  22. Wusste gar nicht, dass ein Asset Manager implodieren kann. Wollte nach dem Studium eigentlich ins Asset Management. Weil sicher. GAM hat mir die Augen geöffnet.

  23. Die Banken etc. die heute noch Geld in den GAM-Fonds halten, sind dann die nächsten, die hohe Verluste, sprich Abschreiber vermelden. Ganz nach dem Motto: Die letzten beissen die Hunde.

  24. Lehmann Brothers lässt grüssen – GAM ist faktisch tot.
    Bohli hatte recht damals: Der Laden lief viel zu fett.
    Die jetzige Restrukturierung ist umso brutaler.
    Der Rest von GAM wird wohl übernommen: Vontobel, CS, UBS…?

    • Diesmal KPMG, welche ja auch die jahrelangen Überbewertungen (u.a. DL&J) in Mrd. Höhe bei der CS Group für gut befunden haben. Aber eigentlich ohne Belang, da die auch die anderen ausgewiesene Experten in der Bewertung von heisser Luft sind (vgl. z.B. Leistung von PwC als Raiffeisen-Auditor und EY bei Investnet-Bewertung).

  25. 70% der Bilanz bestand aus Goodwill. Sprich Luft. Ein absoluter „Spitzenwert“. Rechnet man den kompletten Goodwill raus, ist die Aktie noch 2.80 CHF Wert. Falls die Abflüsse weiter gehen wirds eng.

  26. Verursacher-Prinzip einführen. Wer nicht mit eigenem Vermögen unbeschränkt für verursachte Verluste haftet bzw. haften müsste, der hat als Angestellter max. 500k Einkommemspotential (all included). Alles Andere ist fragwürdig unter sauberer Geschäftsbesorgung des VR, der exorbitante Zahlungen zulässt. Dito UBS, CS, Novartis, Roche etc.

  27. GAM ist tragisch bei GAM: Der Fall zeigt die Folgen, wenn man den CV des erfolgreichen Kandidaten für die vermeintlich zweitrangige Position des General Counsel nicht genügend prüft: Der Man war wohl überfordert und konnte offenbar keine hinreichenden Kontrollstrukturen implementieren, um die Händler bzw. deren Compliance mit den Dokumentationsvorschriften zu überwachen.

  28. GAM ist nur das erste von vielen „Finanzdienstleister“ mit heisser Luft in den Büchern. Die EU möchte sogar die frist für Wertberichtigungen auf 24 Monate ausdehnen. Die Immobilien müssen sogar erst nach 9 Jahren wertberichtigt werden!
    Quelle: Deutsche Wirtschafts Nachrichten

  29. GAM. Die Fondgesellschaft mit der weltweit grössten Minus-Performance : Bankrotteure mit goldenen Fallschirmen. Zu deutsch : Totengräber (Leichenfledderei) des CH – Fondbusiness. Mit FINMA – Zertifikat.

  30. Die heutigen Abschreiber sind einzig auf das Versagen des Schönredners Alex Friedman zurückzuführen. Was er seit seiner Amtsübernahne veranstaltet hat ist unglaublich und er sollte sein goldenes Antrittsgehalt zurückerstatten müssen. Seine 2. klassige Führungsmannschaft, allen voran der CFO Richard MacNamara, Tim Dana und Larry Heathaway sollten auf die Strasse gestellt werden. Aber auch im VR braucht es Veränderungen. Scott-Barrett ist nicht mehr tragbar, wenn es stimmt dass der VR der Suspendierung von Tim Haywood zugestimmt hatte, denn damit hat alles begonnen; bzw weil VR und CEO in der Führung und Überwachung von Tim versagt hätten. Wenn einer die GAM noch retten könnte wäre es David Solo, sicher nicht der interimistische CEO oder die externen Kommunikationsberater

    • Gerade ein reicher trader sollte retten….reich durch übernahme der SBV damals….Asset Management ist nicht eigentlich das gegenteil von Trading? Tja, andere Perspektiven…
      Solo war bei der Fusion von SBV – SBG eine „Star“, weil damals hat niemnden in Zürich und Basel über „state-of-the art Risk Management“ verstanden…und nachher auch wenig….
      Ich freue mich an die SOLO Start…keine Schadenfreude oder Neid…zu Weise, auch wenn Idiot, für solche Emotionen….

    • @K.A. Tastrophe
      In welcher Realität lebst du denn. Das Options Programm von Solo-Angele-Porro ust legendär, aber leider nicht im positiven Sinne. Es hat die Taschen der Herren prall gefüllt. Wenn man(n) die Gesundstossung nicht mehr anzügeln kann, dann muss man nur noch den Absprung vom sinkenden Schiff schaffen. Sie haben den Salto Mortale vom Trapez wunderbar hingekriegt.

  31. Die genannten Herren, das protzige Gehabe, die Glanzpapier-Präsentationen…Schall und Rauch. Schon vor vielen Jahren einfach nur widerlich.

    Verrückt ist: Bei näherem Kontakt war schon immer klar, da ist etwas faul im Staate GAM. Warum fallen gerade auch Institutionelle immer wieder auf Heilsversprecher rein? No free lunch…viel mehr muss man im AM nicht wissen.

    Gerechtigkeit? Holt diese Herren am Zipfel zurück, sie haben sich gut bezahlen lassen weil sie doch eine grosse unternehmerische und soziale Verantwortung getragen haben. No free lunch.

  32. Mitglieder des Tribes – wie z.B. Friedman und Solo – dürfen das, was andere nicht dürfen durchaus tun.
    Solange nur Andere susgenützt werden, ist das alles kein Problem.
    Nur wer die unverforene Chuzpe hat, andere Tribemitglieder zu benachteiligen, dem droht Ungemach, siehe Bernie Madoff.

  33. es stellt sich leider wieder einmal die Frage nach Verantwortung und Haftung…
    und da gehörten eigentlich insbesondere die Verursacher dazu.
    Nur weil sie nicht mehr dabei sind, sollte das nicht heissen, dass sie über alle Berge (weg) sind…
    aber eben, die FINMA – als Banken- und nicht Staatsorgan – ist zusehr mit sich selber beschäftigt und beschäftigt zudem ähnliche „Vorbilder“ in obersten Chargen
    wie soll die FINMA mit so einem „Rucksack“ entschieden und vorbildlich auftreten können….

  34. Der aktuelle Verlust bei GAM ist doch nur ein kleiner Mosaikstein der in den 10er – Jahren vielfach anderswo – beispielsweise im Bankensektor – erlebte Branchenrealität im Nullzinszeitalter, daß sich das oberste Management mit Salär und Boni nochmals kräftig die Taschen zu Lasten des untergehenden Branchen – Schiffes füllt.