Julius Bär entlässt 140 Leute, Collardi holt 300

Pictet-Partner hat Bär in Misere gesteuert, Nachfolger muss scharf sparen – Collardi reibt Hände, holt zig Bär-Banker.

Boris Collardi schwebt über dem heutigen Abschluss der Julius Bär. Dieser ist ein Schatten früherer Jubelmeldungen: verwaltete Vermögen minus 5 Prozent, Marge schwach, Kosten viel zu hoch, Erträge: brechen ein.

Oh my Bär. Die Bank, die unter ihrem flamboyanten Ex-Chef immer nur eine Richtung kannte – steil nach oben -, muss nun korrigieren. Und wie: Der Nachfolger von Collardi, Bär-CEO Bernhard Hodler, greift zum Rotstift.

Hodler baut 2 Prozent der Belegschaft ab, das macht bei 7’000 Beschäftigten rund 140 Leute. Vielleicht werden es noch mehr. Die Julius Bär hält heute früh fest, dass der Abbau von den Märkten abhänge.

Neues Outfit, alte Figur: Hodler (Bild: JB)

Denn Hodler hat ein grosses Problem. Seine Julius Bär produziert viel zu teuer. Wie bei einem Tanker, der einmal auf einen falschen Kurs geraten ist, braucht es viel Zeit und Kraft, um zu korrigieren.

Das sieht man deutlich im Jahresergebnis der Zürcher Privatbank. Die Zins- und Kommissionseinnahmen sinken. Einzig die Erträge aus dem Trading steigen, doch dort will die Bank ja nicht ihr Geschäft machen.

Umgekehrt schiessen die Kosten hoch, vor allem wegen den Löhnen und der Informatik. Bei beidem hatte Hodler-Vorgänger Collardi Vollgas gegeben – nun folgt die Rechnung: abbauen, sanieren, entlassen.

Es ist verrückt: Da zündet der junge Collardi ein Feuerwerk, das auf dem Finanzplatz Zürich seinesgleichen sucht, dann springt er ohne Zwischenlandung zur direkten Konkurrenz, hinter sich einen Scherbenhaufen lassend.

Who cares? Für Collardi zählt nur das Hier und Jetzt. Bei der Pictet versucht er das Gleiche wie bei der Julius Bär vor 10 Jahren. Er verkündet den grossen Aufbruch, zündet die Rakete. Wer Action will, der kommt zu mir.

Die Botschaft verhallt nicht ungehört. Bereits sind mehrere Bär-Vermögensberater Collardi gefolgt. Sie nehmen nun Platz im alten Leuenhof, dem Ex-Sitz der einstigen Grossbank, wo die Genfer Pictet ihre Zürcher Zelte aufgeschlagen hat.

Dort kann Collardi sich dann auch mit einem seiner Ferraris zeigen. Bei der Julius Bär hatte dies einst für Schlagzeilen in der Boulevardpresse gesorgt, worauf der schlaue Secondo nur noch mit dem Cinquecento Turbo vorfuhr.

Hochwasser-Anzug, majestätische Haltung: Collardi (Pictet)

Bei den Genfer Partnern von Pictet dürfte man auf solche Nebenschauplätze kaum achten. Dort geht es nur um eine Frage: Bringt Collardi die Milliarden, die er uns versprochen hat?

Bis jetzt sieht es gut aus. Collardis Geist geht in der Bär-Bank um, viele würden sich einen Direktwechsel zum Erzrivalen auf der anderen Strassenseite überlegen, sagt ein Senior-Berater der Bär.

Nun steigt das Risiko, dass die besten – oder zumindest für die Bär ertragreichsten – Kundenleute das Schiff wechseln, Bär den Rücken kehren und bei Collardis Pictet anheuern; genauso, wie es Piratenchef Collardi sich erträumt hat.

Wie sehr Collardi für sich und nicht für seine damalige Bär-Bank schaute, zeigt ein kleines Beispiel am Rande des heutigen Jahresergebnisses der Zürcher. „Die vermögensabhängigen Kommissionserträge blieben auf Grund der Auswirkung deutlich niedrigerer Performance-Gebühren bei Kairos im Vergleich zu 2017 konstant“, schreibt die Bank.

Und dann: „Unter Ausklammerung von Kairos legten die vermögensabhängigen Kommissionserträge um 8% zu, im Einklang mit dem Zuwachs der durchschnittlichen AuM.“

Hoppla. Wäre Kairos nicht gewesen, dann sähe es bei Bär im Kerngeschäft, dem Private Banking und den dort erzielten Kommissionseinnahmen, um Welten besser aus. Die Probleme für Bär wären deutlich geringer.

Wer hat Kairos zu verantworten? Collardi natürlich, wer sonst. Es war der damalige CEO der Julius Bär, der die italienische Boutique für einen vermeintlichen Schnäppchenpreis erworben hatte. Der grosse Plan war ein Börsengang. Daraus wurde nichts, Bär übernahm 100 Prozent von Kairos, machte deren Inhaber reich und vermögend. Und will nun das Teil rasch abstossen.

Eine andere Hinterlassenschaft Collardis ist die Informatik. Wie oft hatte der junge CEO erzählt, dass die Julius Bär bald eine topmoderne Infrastruktur von der Computerfirma Temenos betreiben würde? Und was ist daraus geworden? Nun, in erster Linie hohe Kosten.

„Der Geschäftsaufwand nach IFRS nahm im Vergleich zur Vorjahresperiode um 5% auf CHF 2’474 Mio. zu, verursacht durch einen um 4% höheren Personalaufwand von CHF 1’621 Mio., eine Zunahme des Sachaufwands um 6% auf CHF 688 Mio., eine Erhöhung der Abschreibungen um 6% auf CHF 126 Mio. und einen Rückgang der Abschreibungen auf Sachanlagen um 9% auf CHF 38 Mio.“, schreibt dazu die Privatbank in ihrem heutigen Communiqué.

Was herausragt: der starke Anstieg des „Sachaufwands“ sowie die „Abschreibungen auf Sachanlagen“. Hinter beidem steckt die Informatik. Diese kommt die Julius Bär immer teurer zu stehen. Und wo die Bank mit ihrem neuen Temenos ingesamt steht, ist trotz dem vielen Geld nicht klar.

Eine weitere Hinterlassenschaft des grossen Collardi. Auch um sie muss sich der brave Soldat Hodler kümmern. Derweil winkt Collardi von der anderen Strassenseite mit den Nötli in der Hand – Berater, willkommen.

Kommentare

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  1. Gibt neue Spielzeuge: farbiger, teurer und super duper agile.

    …dafür funktionieren sie nicht mal annähernd zuverlässig. Aber man kann nicht alles haben.

  2. MORAL war nie da. RUF ruiniert
    so lebt man völlig ungeniert!
    Wird noch belohnt kriegt noch mehr Lohn
    Für alle ehrlichen Leute ist das ein Hohn.

  3. Als ex Banker habe ich mich immer gewundert, wieso Bär keine Probleme hatte wie dies andere Banken hatten. Nun weiss ich es: einfach so tun als sei nichts und alles unter den Teppich wischen. Aber wenn dann einmal der Teppich in die Reinigung muss, sieht man doch den ganzen Dreck und der fängt an zu stinken.

  4. Ui, wenn das wirklich stimmt, was hier über BC geschrieben wird, dann hat Pictet hier mittelfristig die grosse Arschkarte gezogen.

  5. Ich glaube dass hier wider alle die Realität vertauschen und nur eine Seite der Medaille sehen wollen. Jb ist in den letzten 12 Jahren von eine AuM von 120 mia auf 400 mia gewachsen, eine gewaltige Leistung dank alle Arbeitskräfte, von ExB bis zum kleinsten Mitarbeiter, alle haben am gleichen Seil gezogen und für Business geschaut um grösser und besser zu werden. Nun scheint alles vorbei zu sein, die Theoretiker regieren, den Entscheidungsprozess ist ein Albtraum geworden und fast kein Mensch kümmert sich ums Geschäft.
    Auf jeden Fall es bleibt eine Bank die, A. Widmer und B. Collardi hin und her, die nummer drei in der Schweiz geworden ist und in den “Top ten” der Welt zu finden ist, und JB währe sicher nicht dort gelandet ohne diese Business-Orientirung die heute so kritisiert ist.
    Theoretiker sprechen viel aber tun wenig, das hat uns auch die Geschichte gezeigt, jetzt ist Zeit dass bei JB jemand etwas entscheidet und da meine ich nicht nur “cost cutting und digitalisierug”die sehr Fashion sind, ich meine Strategie, Business und nicht zuletzt Delivery für die Kundschaft. Ohne diesen Prioritãten wird auch für JB sehr schwierig werden, die Welt kann nicht warten, um so weniger die Aktionäre, die Analysten, die Arbeitskräft und noch mehr die Kunden.
    In den letzten 8 Monaten wurden etwas chf 5’500’000’000.— an Börsekapitalisierung verloren, um pragmatisch zu sein grund genug um sich einige Fragen zu stellen, und man kann nicht nur den Schuld an die Vergangenheit überlassen, es wãhre Unfair und zu einfach.

    • …das h, das Ihren Spaghetti abhanden gekommen ist, hat sich beim „wäre“ ein neues Zuhause gesucht…

      Sorry, aber Ihr Geschreibsel macht auch sonst Kopfweh.

  6. Die Schlafwürste bei Finma findens scheinbar alles prima!
    Bei derart vielen hinterlassenen Scherbenhaufen (Klagen @his ec-emlpyer), hätte man den Tessiner Gigolo eher unter die Lupe nehmen sollen!

  7. Da sich die Menschen in einem gewissen Alter nicht mehr ändern, wird sich auch Herr Collardi nicht ändern. Bei Pictet kann man mit ähnlichen späteren Hinterlassenschaften des Herrn Collardi rechnen. Nur nicht zu früh lachen bei Pictet.

    • Aber wo wird er nacher hin? Manchmal erweist sich ein Aufstieg bloss als die Besteigung des Schaffots.
      Und auf dem Foto ist er keine Zentralfigur. Steht mit seiner Hochwasserhose ziemlich perifär!

    • @thenakedking:

      Um auf Ihre erste Frage zu antworten: ich bin sicher, ein kleines Ländle fände sicher noch einen Platz für den Boris, wenn er denn in ein paar Jahren auch in Genf zur persona non grata wurde.
      Und mit Hochwasserhose peripher zu stehen, kann Vorteile haben – v.a. wenn der Pegel still und leise, fast unmerklich, aber unaufhaltsam steigt

  8. Ein guter Tip:
    Der Handel ist viel zu teuer und nicht produktiv, dort braucht es sicher nicht so viele Leute wie es hat, teure Leute die nichts machen

  9. Hat Herr Collardi alle seine frühere Probleme wirklich gelöst ? Wenn ich mich gut erinnere, sind ein Paar heisse Angelegenheiten immer noch offen.
    Finger cross !

  10. Pictet? Jetzt aber ein absolutes NoGo. Eine „Alles fressende Bank“ welche sich nicht zu schade ist einen der grössten Hasardeure und Durchlauf/Erhitzer als Partner aufzunehmen ist weg vom Fenster. Wer solche Figuren als Partner braucht / engagiert hat entweder a) massiv verringerte Erträge, b) Allokations-Probleme bei den bisherigen Partnern u/o c) ein massives Reputations-Problem in Genf und weltweit

    • Wenn ich Collardi sehe muss ich an den Text von Five Finger Death Punch “Battle Born” denken.

      https://m.youtube.com/watch?v=LyA1GL1touw

      Mit dem Ferrari zur Arbeit fahren ist einfach pervers, egal wieviel man besitzt. Sowas tut keiner Branche auf Dauer gut. Da bleiben nur noch Kunden ohne Verstand übrig. Kann mir einer erklären was die Wellen generiert auf denen Leute wie Ackermann und Collardi surfen, um dann den Leuten mit halbwegs Anstand wie Sewing die Drecksarbeit zu überlassen?

  11. Hallo,
    „verwaltete Vermögen -5%“ – die Ursache dafür ist doch im Wesentlichen die Abschaffung vom berühmten Schweizer Bankgeheimnis. In der Schweiz ist ja fast schon so übelster Kommunismus wie hier in Dummerland.

    Herzliche Grüße

    Hans

    • Hans: Das berüchtigte Schweizer Bankgeheimnis diente ja nur um die Steuergesetze zu umgehen. Das Resultat ist, dass die ehrlichen Steuerzahler für die hinterzogenen Steuern bezahlen. Ist doch klar, oder?
      Auch in der Schweiz soll doch endlich dieser Sündenfall abgeschafft werden. Ich bin ein GROSSER Steuerzahler und grüsse Dich, ehrlicher Steuerzahler herzlich

  12. Wieso so negativ? Collardi holt 300 Leute, also kann JB noch 160 Neue holen – alles eine Frage der Perspektive – und Analysten lassen sich davon blenden.

  13. Was für ein Typ dieser Collardi ist. Hinterlässt Trümmerlandschaften und wirbt dann noch Leute ab.Lässt Moral vermissen und gebärdet sich wie ein Oberboss. Auch dass er sich beim Zurich Filmfestival ablichten lässt und so tut, als gehöre er zur grossen Welt. Das Gute ist, dass er ein ähnliches Schicksal wie andere Superstars erleben wird. Das schlägt, zum Glück, zurück im Leben. Wir werden es dieses Jahr noch sehen. Lukas Hässig, bleiben Sie dran, Collardi ist der nächste Absturzkandidat, und zwar brutal.

  14. BC auf dem Bild mit seinen „neuen Kollegen“, da fällt, neben den Hochwasser-Hosen, auf, dass er nicht gerade fit aussieht. Die anderen Herren wirken da eindeutiger schlanker und fitter. Geht BC etwa der Schnauf aus? Der Anzug ein erstes Anzeichen dafür, dass ihm das Wasser bald einmal…?

    • Hochwasser war vor knapp 10 Jahren mal kurz (Achtung Wortspiel) bei Tom Ford Anzügen angesagt. Tom Ford mit Hochwasser in 2019… Das ist ja fast so originell wie Fiat 500 fahren und damit eine Parodie auf das verächtliche Cinque (aka Tschingge) abzugeben – wohlgemerkt als Ferrarifahrer. Das ist dann wohl supersmart.

    • @Johnny: Genau das habe ich mir auch gedacht. BC sieht neben den anderen Partnern nicht nur deutlich runder sondern auch unfit und wenig entspannt aus. Und die links aussen Position mit gefalteten Händen spricht ebenfalls Bände…

  15. Sparpotenzial nur beim Fussvolk, die Fürsten wurschteln vor sich hin. Jedoch die Geschichte lehrt uns eines besseren. Irgendwann wird das Volk aufstehen und dem Spuk ein Ende bereiten! Die Frage ist nur wann (Beispiel Frankreich)

    • lieber herr ‚grieche‘, wir schweizer sind leider nie aufgestanden. uns haben sie gelehrt stets den bückling zu machen – und das beherrschen wir perfekt… kurz gesagt: wir schweizer sind v.a. feiglinge… (ich vermutlich auch…)…

  16. Hat die Bär immer noch dieses uralt IBM IT System mit den „green screen“ Terminals ? diese mit dem Schwarzen Hintergrund und der grünen Schrift wo man mit „PF“ Tasten Menü-Optionen selektieren muss ?

  17. Es läuft wie immer: Drei fette Jahresgehälter mit Bonus wird garantiert – je KUBE muss aber mindestens 200 Kisten mitgenommen werden. Bei Pictet kann man dann in 3 Jahren aussortieren und die CRM mit unter 150 Mio Assets rausschmeissen und die Assets auf die anderen verteilen.

    Die CRM’s, welche sich fähig fühlen 200 Kisten mitzunehmen, wandern lieber zu einem guten EAM, welcher bereits mit der JB zusammenarbeit. Nur gibts dort keine garantierten Zahlungen sondern Zahlung in % der Erträge (meistens Flat-Fee’s der Kunden). Dabei trägt der CRM aber das unternehmerische Risiko und davor haben viele RICHTIG ANGST.

    Für den Kunden wäre es Win/Win: Er behält seinen alten Berater und bleibt bei seiner alten Bank.
    Für den erfolgreichen CRM wäre es Win/Win: Er könnte endlich unternehmerisch denken und handeln und wenn er Erfolg hat, verdient er mehr EVER und zwar mit gutem Gewissen, da der Lohn ziemlich direkt von den Kunden bezahlt wird.
    Für JB wäre es Win: Die verlieren die Kunden nicht.
    Eigentlich einfach und logisch.

  18. Keiner der obersten der Banken für jemals Vermögen ihrem Arbeitgeber anvertrauen. Das zeigt wie wenig Vertrauen diesen Herren haben und lediglich aus sind sich zu bereichern. Dies ist ein klares Bekenntnis und Indiz, dass der Bankenplatz Schweiz noch weitere 20’000 bis 25’000 MA entlassen wird. Kunden mit einem verfügbaren Vermögen von CHF Mio. 1 und mehr sind die Jahrgänge 1920 bis max. 1940. Diese sind am ableben und nicht umsonst fliessen 11-13 Mrd. CHF aus der Schweiz ab, und das seit 2016 jeden Monat.

  19. BC’s erste Aussage bei Ankunft war damals: stop the bleeding! Das haette Hodler auch machen sollen. Stop the T24 bleeding.

  20. Collardi hat in seiner Ära ganze Teams bei der Konkurrenz abgeworben in Erwartung, dass diese deren Kunden und Assets zu JB bringen was zum Teil auch gelungen ist. Nun ist die Zitrone bei einzelnen Private Bankern eben ausgepresst und jetzt kann man die saftlose Schale wegwerfen. Bei Pictet wird nun dasselbe Spiel betrieben bis auch kein Saft mehr rauskommt.

    Diese Spielchen laufen immer und überall gleich ab.
    Die Kundenvolumen werden nach deren Entlassung auf die
    gestandenen Banker umverteilt. Die Entlassenen selbst können solange auf diesem Karussell mit reiten solange sie noch attraktiv sind dann verschwinden die meisten sang-
    und klanglos im Finanz-Niemandsland

  21. JB produziert nicht nur sehr teuer, sondern kauft Assets zu super tiefen All-In-Fees ein. Collardi hat das zwar immer verneint, aber die Realität sah anders aus. Ein Trend, der sich auf der ganzen Bahnhofstrasse bis zum See ausbreitet. Offenbar hat der Service der Banken keinen Mehrwert, der mehr als 0.2 % pa wert ist. Bei Retention-Fällen wird auch Mal ein Jahr lang gratis gearbeitet. Vordergründig, denn wo es der Kunde nicht sieht, wird weiterhin geschröpft.

  22. Die Bär-Banker, die zu Collardi gehen, gehen nur, weil Collardi viel zahlt und noch mehr verspricht. Wer Collardi allerdings kennt weiss, dass er ziemlich unzuverlässig ist und Regeln nicht unbedingt einzuhalten sind. Die Follower von Collardi tun alles nur für Geld und nicht aus Überzeugung. Wertlose Banker, denen man nicht trauen sollte. Back to the roots wäre besser. Die alten ehrwürdigen Privatebanker gibt es leider nicht mehr. Die jungen schauen erst für sich selbst und wenn alles gut geht, für ihre Kunden.

    • Danke für die Feststellung! Ja, die Zeiten „my word is my bond“ müssen wiederkehren ansonsten wird Swiss Banking noch weiter den Bach runter geschwemmt!

    • Das Korsett in dem sich Banker bewegen dürfen, ist heutzutage auch sehr eng geschnitten. So für Kunden einen Mehrwert zu generieren ist kaum möglich. Wenn dann noch das CIO Office, wie bei praktisch allen Privatbanken, versagt und 2018 tief rot beendet, dann muss das ganze Konstrukt hinterfragt werden. Wer Geld hat lässt es nicht von einer Bank verwalten, sondern braucht diese nur als Custodian und spannt mit einem soliden EAM zusammen.

    • @Elmer. Diese Zeiten sind vorbei. 🙂 und den Namen Rudolf Elmer würde ich jetzt nicht unbedingt nutzen. Eine Person, auf die das Schweizer Banking gerne verzichtet hätte. Genau solche Menschen dürften niemals bei Banken angestellt werden. Die Headhunter sind gefordert, bessere Kandidaten zu finden.

    • @Kamber. Natürlich aber jetzt können sie umso mehr beweisen, wie gut sie in Wirklichkeit sind. Früher flossen die Gelder automatisch und man musste wenig dafür tun. Jetzt sind all diese „Star“-Banker ratlos, wie sie weiter Geld verdienen, ohne gleich die Bank „auszunehmen“ wie das Rohner bei der CS seit Jahren tut. Bei meiner Bank erhalte ich nur 08/15 Vorschläge für Investments und da verdiene ich wenns hoch kommt zw. 2-3%. Wenn ich aber selber investiere, was ich seit ca. 7 Jahren tue, liege ich im Durchschnitt zw. 9-18% und ich bin KEIN ausgebildeter Banker. Hat sicher auch mit Glück zu tun aber jetzt verdiene ich wenigstens Geld und verliere nicht nur, wie früher.

    • An PrivateBanking: Die Headhunter müssten Leute wie Collardi finden und anstellen (lach)!

    • An PrivatBanking: Bitte beachten Sie auch, dass mir ein paar Deppen hatten und immer noch haben, die tatsächlich eine Strafanzeige betreffend Schweiz Bankgeheimnisverletzung betreffend Cayman Daten in der Schweiz 2005 einreichten und prompt vor Bundesgericht am 10. Okt. 2018 verloren. Die Gleichen glaubten, man könne mit einer Klage in Kalifornien WIKILEAKS`s servers im Jahr 2008 weltweit einen „Shutdown“ bewirken; die Deppen keine Ahnung vom Barbara Streisand Effekt hatten, obwohl die Bären Holywood-Anwälte einschalteten, ein Strafverfahren gegen Elmer über 14 Jahre und mehr führten und dies um die Welt (Reuters, Bloomberg, Economist etc) usw. Ja, ich bin überzeugt, wir haben ein paar Deppen, die es geschafft haben, das Schweizer Banking und die Schweiz mit der „Causa Elmer“ massivsten zu schädigen. Ein Ende ist nicht absehbar ……. die Deppen haben noch nicht kapiert, dass a Cordial Agreement schon mehr als überfällig ist. Bis dann geht die Story weiter …..

    • Nur: dann wird wieder auf dem Buckel der „Normalos“ Personal abgebaut. Und die Shooting Stars finden wieder ein Institut, das sie vergoldet.
      Die einzig richtige Reaktion: Rückzug der investierten Gelder aus dem betroffenen Institut, wenn so ein Blender an Bord geholt wird!

  23. Zeit für einen Neuanfang bei den Bären – notabene unter einem neuen CEO, welcher idealerweise ausserhalb der Bank gefunden wird. Sonst wird das nix mehr – und nein, ich stehe nicht zur Verfügung.

  24. Eine Informatik ist immer teuer, weil sie ’nur‘ kostet und nirgends Gewinn einfährt, den man gegenrechen kann. Der Nutzen einer Informatik entsteht an anderer Stelle, bei den RM, die blitzesschnelle Informationen zum Kunden und seinen Assets aufrufen können. Und das sicher zu jeder Tages- und Nachtzeit.
    Um diese Stabilität zu Gewährleisten ist es wichtig, das KnowHow in Form von Mensch und Maschine im Hause zu haben – und auch dort zu belassen.
    Mit Avaloq und T24 würde man KnowHow und Personen aus der Hand geben. Und wenn dann alles auf so einem System laufen würde und es müsste eine dringliche Änderung geschehen, hätte man JB finanziell voll im Griff.
    Daher ist es eine sehr weise Entscheidung, in der Schweiz den HOST weiter zubetreiben. Dann bleiben Kosten transparent und man behält seine unschlagbar schnelle, hoch spezialisierte und fähige IT-Mannschaft.
    Und mit der Hinterlassenschaft von BC werden wir auch noch fertig. Soll er doch woanders sein Süppchen kochen…

  25. Ideen zur Kostensenkung bei JB gefällig? Anstatt unten, ganz oben anfangen. Bei den Region Heads/ GL und nutzlosen Market Heads starten! Bspw. Integration Schweiz in Europa. Dann liessen sich Null-Nummern (à la Rossi samt Beigemüse) einsparen. Generell gilt: ein neuer CEO sollte her; die alten Seilschaften kappen… Es ist Winter Guys. Ihr könnt Euch nun warm anziehen!

    • Und bei den überzahlten Kommunikationsdirektoren, die keine Ahnung vom Geschäft haben und nie einen Kunden gesehen haben, könnte man auch aufräumen.

    • Den GWG-Chef, M.Eichmann, kann man gleich mit wegjagen.
      Seine externen BeraterInnen erledigen den Job ohne ihn viel besser.

    • Mich erstaunt immer wieder, dass jene Ratschläger & Besserwisser keine Beratungsmandate oder gar Arbeitsverträge anfragen & annehmen. Wenn es neben den enormen finanziellen Einsparungen auch noch enormen Umsatzwachstung durch die vorgeschlagenen Umstrukturierungen gäbe, würden sich die Unternehmen doch darum schlagen, solch kompetente Personalberater zu engagieren.

  26. kommt mir so vor wie im mittelalter,
    bei den söldner heere.
    für geld wechselten sie die seite.
    auf neudeutsch: geldnutten.

  27. Collardi ist für die Misere bei Bär verantwortlich. Er hat soviel Hypotheken hinterlassen, dass das heutige Management gezwungen ist, aufzuräumen.
    Bei Pictet spielt nun Collardi den Aasgeier und pickt sie die besten Stücke aus der Firma, die er fast zugrunde gerichtet hat.
    Was man von solch einer Moral halten kann, soll jeder selbst beurteilen.
    Mit Collardi wird Pictet allerdings kaum Glück haben. Collardi wird sich auch noch für einige Dinge aus der Vergangenheit verantworten müssen und das kann auf Pictet, eine bisher unbescholtene Bank, zurückfallen.

    • Collardi hat kaum Moral. Keinen Stolz. Keine Ehre. Das sieht man an jeder einzelnen Station seiner Laufbahn. Er ist ein klassischer Vertreter der „wenig können, aber sich durch einschmeicheln nach oben pushen“ Fraktion. Dazu ist so etwas wie Moral nur hinderlich.

    • @P. Meister: Pictet eine bisher unbescholtene Bank? Sie belieben zu scherzen. Bei Petrobras, FIFA und Madoff mit von der Partie und dick drin bei den Saudis. Im US-Steuerstreit wohl ganz zufällig in der Kategorie 1 gelandet: Die Busse und das non-prosecution agreement sind – im Gegensatz zu JB – bis heute noch nicht ausgehandelt.

    • Collardi ist der traurigste CH Banker gefolgt von Pierin Vincenz. Jetzt versenkt er Pictet und nimmt ein paar Millionen raus. Kaum Ethik und Moral, grauenhaft.

    • @Erfarungmachtreich: NEIN. Das ist Marcel Ospel und der wird wohl noch lange nicht zu toppen sein.

  28. Collardi, der Obama der Bären! Masslos überschätzt und zutiefst hinterf..zig!
    – Und der Nachfolger muss alles ausfressen!

  29. Das passiert, wenn man erst mal alle Geschäftsinitiativen sowie vor allem die Digitalisierung stoppt und sie monatelang mit Prio x, y behandelt – und das nach dem Abgang von Collardi.

    Vor allem das mit der Digitalisierung wird der JB noch einmal aufstossen.

  30. Natürlich produziert die Bär viel zu teuer, wenn sich etagenweise 99% Externe aufhalten.

    Und dies geschieht, damit (der damalige CEO Collardi) den Aktionären sagen kann, man habe tiefe Lohnkosten, aber hohe Sachkosten.

    Externe zählen als „Sache“, weisch Mann.

    modernes Management = Ansammlung von Betrügern

    • Das kann ich bestätigen. So wird die Statistik gefaked bei JB. Externe Mitarbeiter sind die austauschbare Masse – Interne reden sich gegenseitig ein sie hatten ein super Teamgeist. Die JB Digitalisierung ein entgleistes IT Projekt, das man sich intern noch schönredet.

      Soviel wie hier über mangelde Moral und Ehrlichkeit gejammert wird und entrüstet auf den Belzebub Collardi gezeigt wird, sollte der Besen besser vor der eigenen Haustüre eingesetzt werden.

      Wenn „Effizienz“, Gerissenheit und Erfolg auf Kosten von Ehrlichkeit höher bewertet werden als Integrität, Intelligenz und Nachhaltigkeit, wird die Motivation aus Angst gespeist zu scheitern.

  31. Siehe da und wieder mal muss die IT daran glauben.
    Alle Banken posaunen wie modern und agil sie sind. Alle Banken sprechen von Digitalisierung und Blockchain und blabli blabla.
    Wie zum Teufel soll eine Bank modern, digital u.s.w. sein wenn genau die Informatiker fehlen?
    Ach ja wir haben einen Fachkräftemangel im Bereich IT. Ach ja die Fachkräfte holen wir einfach aus Polen, Indien und China.
    Kapitän, Schiff schon lange nicht mehr auf Kurs aber trotzdem vollgas voraus!