SVP-Anwalt Kuoni dealt mit China-Crypto-Börse

Bekannter Strippenzieher hat Kaufangebot von Binance für Vaduzer Union Bank in der Hand. Last Call für Rettung.

Wolfram Kuoni läuft die Zeit davon. Die Liechtensteiner Finanzaufsicht hat ihm harte Deadlines für neue Aktionäre bei der Vaduzer Privatbank Union gesetzt.

Dort ist Kuoni, ein bekannter SVP-Wirtschaftsanwalt mit Kanzlei in Zürich, der Präsident. Er braucht dringend Geldgeber, weil Kuonis langjähriger Mandant seit Dienstag international gesucht wird.

Die Rede ist von Konstantin Shevago, einem Oligarchen aus der Ukraine. Die dortige neue Führung jagt Shevago, weil dieser via Banken hohe Summen aus dem Land geschafft habe.

Shevago ist seit Jahren ein zentraler Klient von Kuoni. Der SVP-Mann, der 2015 erfolglos für den Nationalrat kandidierte, lenkt Shevagos Stiftung.

Diese ist Grossaktionärin der Union. Für die Vaduzer Bankenaufsicht ein untragbarer Zustand. Schon zuvor war der andere Grossaktionär, ein Iraner, in Ungnade gefallen.

Gleich beide zentralen Geldgeber in schiefem Licht: Anwalt Kuoni befindet sich im Stresstest seiner Karriere.

Nun greift er zum möglicherweise letzten Strohhalm. Dieser heisst Binance, ein Wortspiel von Binary für Digitales und Finance für Banking.

Binance gehört einem Shanghai-Chinesen. Auf Wikipedia steht zur Firma:

„Binance is a global cryptocurrency exchange hat provides a platform for trading more than 100 cryptocurrencies. Since early 2018, Binance is considered as the biggest cryptocurrency exchange in the world in terms of trading volume.“

Es gibt Berichte über Geldwäscherei für global Gesuchte. Binance wehrt sich gegen die Vorwürfe.

Last Call: Kuoni-Brief (IP)

Wolfram Kuoni setzt nun seine Hoffnung bei der immer verzweifelteren Suche nach neuen Geldgebern auf den chinesischen Krypo-Börsen-Geschäftsmann.

„Yesterday, we had a meeting with the (Financial Market Authority) and the representatives of Binance, which operates a globally leading cryptocurrency exchange“, hielt Kuoni in einem Brief vom 19. November 2019 an die „Shareholders“ der Union Bank AG fest.

Die FMA, wie die Finanzaufsicht im Ländle kurz heisst, ist laut Kuoni positiv gegenüber dem China-Interessierten eingestellt.

„The FMA likely is willing to accept Binance as shareholder“, meint Kuoni in seinem Brief. Aber das Vorhaben sei schwierig, denn die Union Bank sei bereits in „Default“.

„However, given that (Union Bank) as of now is in default of the (FMA) order regarding own funds, FMA has made it clear that Binance must file an application for approval as shareholder and pay an amount of CHF 15 Mio. to an escrow account for a later capital increase by the end of November.“

Falls dies nicht gelänge, stünde es schlecht um die Union, hielt Kuoni damals, also am 19. November, gegenüber den Aktionären der kleinen Bank fest.

„If these requirements are not met, it is likely that the FMA will withdraw the banking license, which of course would result in liquidation.“

Ein Sprecher der Union Bank wollte sich auf Anfrage nicht zu Binance und der internationalen Fahndung nach dem ukrainischen Grossaktionär und engen Vertrauten von Anwalt Kuoni äussern.

Kommentare

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  1. Wenigstens kämpft hier mal einer für den Fortbestand einer Unternehmung und wirft nicht gleich die Flinte ins Korn – dafür zolle ich dem Mann meinen Respekt.

  2. Was genau ist die Geschichte, lieber LH? Der Umstand, dass sich Kuoni einsetzt, kann ihm ja wohl kaum zum Vorwurf gemacht werden, oder?

  3. Geistig und finanziell vermutlich ebenfalls völlig verarmte Loser schreiben hier seit Jahren gegen Kryptos an. Denke nicht dass sich hier jemals ein Kryptomillionär zu Wort meldet, ausser ausnahmsweise ich.

  4. Binance ist DER Big Player im Krypto Markt. Der BNB Coin ist aktuell mit USD 2.5 Mrd. kapitalisiert. Binance wird den hiesigen, altbackenen Finanzzombies noch mächtig Business abjagen. Falls der Deal tatsächlich zustande kommt, ich kann es noch gar nicht so richtig glauben, muss man Wolfram Kuoni den grösstmöglichen Respekt zollen!

  5. Amateurentruppe bei Union. Wenn jemand 15mio als Escrow vorausleistet mit späteren Kapitalerhöhung und dafür einen Schrotthaufen kriegt, dann wird die Herkunft des Geldes wohl aus äusserst fragwürdigen Quellen kommen. haha Binance..Crypto Börse, für was brauchen die wohl eine Bank?!

  6. Ja, er macht nur Business mit Russen und Ukrainern. Auf die kann man sich nicht verlassen, auch wenn sie immer wieder mit viel Geld wedeln.

    Kann sogar gefährlich werden.

  7. Von Shevago zu was ? Herr Kuoni Sie befinden sich gerade in einem Wespennest! Untergetauchter Oligarch aus der Ukraine, Mit Stiftung in Leichenstein, (Nix Licht!) und Banken-Skelett vor der Schliessung. Diese Mixtur ist an Obskurität nicht mehr zu toppen. Passen Sie auf, dass die Liechensteiner Sie nicht der Mittäterschaft verknurren. Siehe An- und Zuwalt von 🤔 Schwarzenbach Urs.