Marcel Ospel wollte alles – und verlor alles

Der Ex-UBS-Chef ist tot. Er plante eine 2. Goldman Sachs unter seiner Führung. Dabei überschätzte er die Bank – und sich selbst.

Marcel Ospel war ein grossartiger Schauspieler. Er spielte der Welt das Stück eines visionären Strategen vor. Dabei war er ein Gambler.

Aber was für einer. Ospel ist 1997 mit seinem Bankverein am Ende, hoch verschuldet nach gewagten Übernahmen im riskanten Investment Banking.

Die Finma, damals Eidgenössische Bankenkommission, ist ihm auf den Fersen. Sie kann Ospel zur Aufgabe zwingen.

In letzter Minute wendet sich das Blatt. Ospel kriegt, was er schon lange will, aber nie geschafft hat: die UBS.

Der Spieler hat im richtigen Moment das Glück des Tüchtigen, des Mutigen. Auch des Wagemutigen.

Die Kugel stoppt im Feld, auf das er sein ganzes Ich, seinen gesamten Ehrgeiz, die Karriere mit dem sagenhaften Aufstieg vom miefigen Kleinbasel hinauf in den Finanz-Olymp, gesetzt hat.

Ospel, „Herr der UBS“.

Marcel Ospel, Zögling Marcel Rohner (r): Capt’n Crash (UBS, 2007)

Auf dem Papier handelt es sich um eine Fusion, scheinbar mit Vorteilen für die UBS, die frühere Bankgesellschaft.

Effektiv hat der Basler das Sagen. Er wird 1998 beim Start der neuen UBS deren CEO, seine zentralen Leute postiert er an den Schalthebeln der Divisionen.

Trading, Private Banking, Asset Management, alles unter Kontrolle des Baslers.

Nur der Bereich Schweiz erhält einen alten UBS-Mann. Der tanzt brav nach der Pfeife des grossen Ospels.

Einer thront noch über ihm: Mathis Cabiallavetta. Der Bündner und Chef der Bankgesellschaft erhält das Präsidium des neuen europäischen Bank-Giganten, einer Art Novartis der Finanzwelt.

Nicht für lange. 1998 kracht die Welt an Wallstreet, prominentes Opfel ist LTCM, ein Hedgefund. Die US-Notenbank Fed zwingt die grossen Player an den Tisch und schiebt diesen ihren Anteil an der Rechnung zu.

Bei der UBS landen 900 Millionen. Mathis Cabiallavetta ist geliefert. Er und seine Risiko- und Investment-Banker aus der Zeit der Bankgesellschaft haben sich um Kopf und Kragen gewettet.

Das würde ihm nie passierten, denkt Ospel. Und setzt an zum wahren Siegeszug: jenem im Innern des Multis.

David Solo, der „Turnschuh“-Boy aus Chicago, den Ospel 10 Jahre zuvor mit dessen O’Connor Derivate-Boutique miterworben hat, räumt die LTCM-Trümmer aus dem Weg.

Hans de Gier, der Investmentbanker und Grosswildjäger, sagt Ospel als engster Vertrauter, was der als Nächstes kaufen soll.

2000 ist es soweit. Ospel erwirbt für 20 Milliarden die US-Bank Paine Webber. Der kleine Basler mit dünnem HWV-Schulsack erobert Wallstreet.

Mit 50 ist er zuoberst: ein Master of the Universe. Ospel gehört zum Club der Mächtigen – nicht mehr nur im engen Helvetien, sondern im Big Apple, wo der globale Finanzmotor brummt.

Im Magazin des Tages-Anzeigers gibt Ospel im Herbst 2000 ein grosses Interview. Autor Martin Beglinger beginnt die Schilderung eines vermeintlich schüchternen Superstars mit dem ersten Treffen im Frühling dieses Jahres, wenige Wochen vor dem grossen US-Deal.

„Marcel Ospel war ziemlich nervös, aber sehr höflich. Und noch zurückhaltender. Jeder Satz an jenem Nachmittag im April schien ihm eine Qual“, schreibt der Journalist.

„Zwei Stunden lang suchte er nach Worten, die niemandem wehtaten: den Aktionären nicht, der Belegschaft nicht, den Kunden nicht, den Medien nicht.

„Nach einer halben Stunde fragte ich ihn, welcher Artikel über seine Person ihn am meisten verärgert habe. Nach einer kurzen Pause gab er zur Antwort: ‚Es käme mir nichts Spezielles in den Sinn.‘

„Nächster Versuch: ‚Was macht Sie eigentlich so richtig wütend?‘ Es folgten eine…, zwei…, drei…, vier…, fünf…, sechs…, sieben…, acht…, neun…, zehn…, elf…, zwölf…, dreizehn… lange Sekunden Schweigen.

„Dann sagte er überaus leise in seinem weichen Basler Dialekt: ‚dr Versuech, welle z bschisse‘. Nach weiteren sieben Sekunden Pause kam der Nachsatz: ‚Da bin ich, glaube ich, am empfindlichsten.'“

Etwas vormachen. Das ist für Ospel das Schlimmste – bei den Anderen, nicht bei sich selbst.

Verschuldungsquote von 30 auf 50 hoch (UBS-Crash, Hoffmann Campe)

Das zeigt sich fünf Jahre später. Der Autor dieser Zeilen kann Ospel in einem kargen Sitzungszimmer am Hauptsitz der UBS an der Bahnhofstrasse 45 in Zürich befragen.

Ospel raucht eine Philip Morris nach der anderen. Er hat Mühe mit dem Anzünden: Seine Hände zittern. Schon damals geht um, dass es Ospel an Disziplin mangeln würde.

Seinen Managern aber verlangt er stets mehr ab: höhere Gewinne, grosse Deals, frische Eroberungen.

Im Gegenzug erhalten diese unerhört viel Geld. Meritokratie – das Wort erhält dank Ospel seine Bedeutung in der Schweizer Managementwelt.

Das Jahr 2005 ist ein Wendepunkt. Nur weiss das kaum einer. Zur Vorbereitung des Interviews rät ein Insider, Ospel auf die explodierende Bilanz seiner UBS festzunageln.

Die Aktiven und Passiven in den Büchern der UBS sind unter Ospels Führung auf über 2’000 Milliarden Franken hochgeschnellt. Vor allem weil Ospel das Investment Banking ausbaut.

Dafür hat er seinen Mann. Der heisst John Costas, ein Wallstreet-Banker, der im Zuge der UBS-Expansion in Übersee seinen Weg an die Spitze der Trading-Division macht.

Costas wird Chef der Sparte Investmentbank, er ist der „Verkäufer“ der grossen Wallstreet-Vision von Ospel. Sein Kollege Mike Hutchins kümmert sich als „Brain“ um die Details.

„We would like to think that being top of the league could be accomplished in the next three to five years“, meint Costas 2003 in einem Interview. „We have got a seat on the bus and now we want to drive that bus.“

Die grossen Zeitungen glauben an das Wunder, dass erstmals ein Bankriese aus Europa den US-Häusern an Wallstreet das Fürchten lehren kann.

„The Wall Street elite – Goldman Sachs, Morgan Stanley and Merrill Lynch – seemed unassailable“, schreibt der Sunday Telgraph 2004.

„Now, finally, UBS – the Swiss banking group – appears to have made the dream come true and created a premier league investment bank up there with the giants.“

Volles Risiko: UBS-Bilanzsumme (UBS-Crash, Hoffmann Campe)

Am 8. Januar 2005 kommt Costas vollends aus der Deckung. „Wenn man in manchen Geschäftsbereichen Rang eins oder zwei erreicht hat und nirgends schlechter als Rang sechs klassiert ist, braucht es eine langfristige Strategie“, meint Ospels Chef-Investmentbanker in der Finanz und Wirtschaft.

Und fährt fort: „Es macht keinen Sinn, insgesamt die Nummer drei bleiben zu wollen. Mit unserer, glaube ich, einzigartigen Plattform haben wir die notwendigen Ressourcen, um Nummer eins zu werden.“

Nummer eins an Wallstreet. Im Rückblick ein Wahnsinn, damals geäussert im vollen Ernst.

Das Interview mit dem grossen Ospel findet schliesslich statt am 7. Juli 2005, dem Tag der Anschläge an Liverpool Street in London, wo die UBS viele eigene Büros unterhält.

„Man hört, die UBS trage bereits sehr hohe Risiken“, tastet sich der Journalist ans Thema heran. Das reicht für den UBS-Präsidenten, sofort in die Offensive zu gehen.

„Schauen Sie sich unsere Bilanz an! Klar, die ist relativ gross. Wenn Sie nur Bilanz und Kapital anschauen, dann kommt der Leverage relativ prominent daher. Aber Sie müssen die Bilanz (genau) anschauen.

„Der grösste Teil ist abgesichert, also collatela…, collaleta…, colleta…“ Der Begriff will Ospel nicht über die Lippen kommen. „Collateralized“, sagt er schliesslich. Und dann:

„Der grösste Teil (der Bilanz) ist ganz kurzfristig exponiert. Wir bekämen doch nicht von den Regulatoren beziehungsweise den Rating-Agenturen dieses Rating, wenn das eine risikobelastete Bilanz wäre. Die schauen das ja immer im Detail an.“

Denn: „Wir wollen das auch gar nicht. Die Führungsmannschaft, die die letzten Jahre das Unternehmen geleitet hat, ist unisono hoch risikoavers.“

Risikoavers? Zwei Jahre später ist Schluss.

Die UBS prallt 2007 mit Karacho in den Subprime-Eisberg. Sie schlägt Leck – just wegen dieser Verbriefungen, diesen „collateralized“ Papiertürmen.

Ospels Trading-„Stars“ Costas und Huchins haben zusammen mit weiteren einen Himalaya von aufgetürmten Schrott-Hyptheken auf die eigenen Büchern genommen.

Der Rest ist Geschichte. Ospel unterschätzt zuerst die Krise, dann meint er, mit Hilfe von Singapur-Freunden über die Runden zu kommen.

Im Frühling 2008 ist das Drama zu Ende. Ospel muss seinem Intimus, Rechtschef Peter Kurer, das Präsidentenzepter übergeben. Der hat eine „Lebenszeit“ von einem Jahr, dann ist auch er weg – fortgerissen vom US-Steuerkrieg, der zweiten Gross-Altlast der alten UBS-Führung.

Im Herbst 2008 muss die Schweiz die UBS retten – was sie 8 Jahre zuvor nicht zuletzt wegen des Verhaltens der UBS rund um die Swissair nicht richtig getan hat.

Ospel verzichtet im Zuge der Aufregung rund um die 70 Milliarden Risiko der Nationalbank auf einen Teil seines noch nicht freigegebenen Bonus.

Öffentlich sagt er nichts mehr. Er zieht sich zurück, zusammen mit seinen 2008 zur Welt gekommenen Zwillingen und seiner neuen Frau.

Diese investiert das Geld ihres Mannes, unter anderem in Finanz-Startups.

Ospel wird krank, kommt wieder auf die Beine. Diesen Frühling will er offenbar ein grosses Interview in der NZZ geben, wie die Zeitung heute schreibt.

Nun ist er in der Nacht auf Sonntag an seiner Krankheit verstorben. Den Angehörigen gebührt grosses Beileid.

Marcel Ospel hat eine Vision gehabt: eine grosse Schweizer Bank zu bauen. Seine Nachfolger sind im Vergleich zu ihm Risiko-Verwalter.

Das, was Ospel öffentlich behauptete zu sein. Effektiv war er einer, der nichts lieber tat, als alles zu riskieren.

Kommentare

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  1. Turi, erst kam das EWR NEIN wegen Herr Blocher, dann die Hanterstrategie mit MCKINSY und der Grössenwahn der SWISSAIR-Management. Bei Swissair Angestellten war die ganze Familie mitsubvensioniert……

  2. Den Traum vom großen Investmentbanking haben in Europa viele geträumt und alle sind sie gescheitert, wenngleich die Details immer ein bisschen anders waren. Ospel war nur ein Trend Follower.

  3. Ospel’s Methode war einfach: Da er vom Banking nicht viel verstah haltete er die Hände vom Kerngeschäft weg und überliess dies an Vertrauten… welche er aber souverän manipulierte.

  4. Wie der Nachruf von Lukas Hässig wohl aussehen würde, wenn die Subprime Blase nicht geplatzt wäre?
    Herr Ospel mag nicht jedem sympathisch gewesen sein, in den Augen vieler zu viel verdient haben und Fehler gemacht haben. Dies trifft wohl auf einige Konzernführer zu. Was ihn effektiv vom Gros unterschied, ist, dass einer seiner Fehler zu grossem Schaden führte. Ihn darauf zu reduzieren, wird weder seiner Leistung als Bankenchef gerecht, noch seiner Person im Gesamten. Nach dem Schiffbruch hat der Mann den ganzen Schimpf mit grosser Würde getragen und sich von der Bildfläche zurückgezogen, ohne bei der Presse anzubiedern um seinen Namen rein zu waschen.
    Zur Swissair Thematik muss auch mal gesagt werden, dass Herr Ospel seiner Bank verpflichtet war und nicht dem Wunsch der Bevölkerung. Ein marodes Unternehmen weiter mit Krediten am Leben zu halten mag für einen Staat im Extremfall eine Option sein, für eine Bank ist es aber selten ein gutes Geschäft.
    Im Allgemeinen wünsche ich mir von unserer Gesellschaft, dass ein gescheiterter Visionär mit weniger Häme eingedeckt wird. Von unserer Presse wünsche ich mir im Spezifischen, dass auch bei Kommentaren die Pietät gewahrt bleibt. Das war hier leider nicht der Fall.

    Den Hinterbliebenen spreche ich mein aufrichtiges Beileid aus.

  5. Man ist gespannt, ob die graue Eminenz mit dem kalten Gesicht an der Trauerfeier erscheinen wird.

    Dieser war der ungute Berater im Hintergrund, der wesentlich Mittschuldige, der sich dann, mit gefüllten Taschen, rechtzeitig durch die Hintertüre verabschiedete.
    Marcel Ospel hatte dieser undurchsichtigen Figur aus dem Consulting Milieu – und dort schon mit vielen Fragezeichen ausgestattet – viel zu lange vertraut.

  6. Fr.60+Milliarden Verluste welche schlussendlich mehrheitlich von unserer SOZIALWERKEN (AHV/PKs) getragen wurde, tausende von Jobverlusten – von den damit wohl hunderten von verbundenen Herzinfakten & anderen schweren Gesundheitsproblemen bei Betroffenen, Scheidungen und davon betroffenen Kindern, von diesen ENORMEN sozialen DESASTER das Ospel & Co. angerichtet haben, davon spricht man nicht ! DAS ist die Schande! GANZ SCHLIMM !

  7. Echt unglaublich! Journalismus hin oder her. Was schreiben Sie da? Gibt es hier nur destruktiven Journalismus?! WTF! Like seriously!? Someone Just died and left a family and friends behind- And the best you can come up with is write crap about a dead man who can’t rise up to defend himself? You dishonor a deceased human being, and to add insult to injury, you distress his Family and friends with your rush to write a malicious, ridiculous article about him. What a Shame! Mr. Hässig, attacking a dead man is one of the highest levels cowardice!

    • ja, von den anderen Todesopfern verursacht durch dieses epochiale Managementdisaster von FR. 60+ Billion plus, that you want us to forget???
      That IS the INSULT, to FORGET ALL THE VICTIMS this man has caused; thousands of working man & women, their children suffering – the lowly paid who will now get much less retirement money for the rest of their lives- THIS WE MUST NEVER FORGET.

    • What a bullshit…Sie verstecken sich zwar hinter der Englischen Sprache…ihre Fehler zeigen aber, dass sie diese Sprache überhaupt nicht beherrschen. LH hat hier Fakten erzählt. Ospel ist selber dafür verantwortlich, dass er sein Leben so gelebt hat. Er hat ja selbst die Konsequenzen gezogen und ist abgetaucht. Das hat seine Gründe. Und ihr Kommentar: The coward are you. Tatsächlich versteckt sich aber hinter ihrer Maske ein spiessiger Kuhschweizer: What a shame to write such a bullshit.

    • Really? In the year 2020 there are a sizable number of people who couldn’t care less, having had their own experiences with regard to the late gentleman. Furthermore, since when is remembering the deeds of a dead man cowardice? Maybe it is somewhat misplaced on the timeline, but certainly not cowardly.

  8. erst swissair, dann das bankgeheimniss, jetzt ospelt, dann blocher

    da kommt michts mehr…..wir nagen jetzt schon an den substanzen.

    rip

    • der mann hat swissair versenkt…..
      warum wurde der teil meines kommentars gesenst

  9. Was für ein journalistisches Meisterstück. Herr Ospel ist seiner Krankheit erlegen, hat Familie und Freunde hinterlassen: Und Sie texten so was zusammen? Hab mich schon lange nicht mehr so fremdgeschämt. Sorry, aber es gibt für Alles eine Grenze.

    • die grenzen sind die tausenden existenzen die durch den ubs gott
      ihre Stelle los wurden…ihr heiligenschein in ehren

    • Verstehe nicht Ihre Reaktion.
      Der Ospel hatte ein gutes Leben. Geld, Luxus, Macht.
      Jetzt ist er nicht mehr. Wieviele Menschen sterben jeden Tag an einer Krankheit? Wieviele Kindern von Vätern die Ihr Job verloren haben wegen solche Manager sind auch an einer Krankheit gestorben. Da hat sich kein Ospel daran interessiert was mit diesen Familien war.
      Wenn ein Mensch stirbt tut es sicherlichLeid. ABER diesen danach als einen Saubermann darzustellen, was er nicht war ist schon krank.
      Der Ospel war kein Stern am Himmel. Die Gier hatte auch Ihn getroffen. Jetzt erwarten viele dass wir alle sagen was für ein guter Mensch er war?
      Was hat dieser Mensch für die Menschheit getan?
      Nicht viel. Aber für die eigene Kasse hat er vollen Einsatz gebracht.

  10. Here is *my* eulogy …
    Rest In Peace, Marcel Ospel.

    https://www.youtube.com/watch?v=NdyLb7ouXUU

    My name is Tom Cranker and I’m a jolly banker,
    I’m a Jolly banker, jolly banker am I.
    I safeguard the farmers and widows and orphans,
    Singin‘ I’m a jolly banker, jolly banker am I.
    When dust storms are sailing, and crops they are failing,
    I’m a Jolly banker, Jolly banker am I.
    I check up your shortage and bring down your mortgage,
    Singin‘ I’m a jolly banker, jolly banker am I.
    When money you’re needing, and mouths you are feeding,
    I’m a jolly banker, jolly banker am I.
    I’ll plaster your home with a furniture loan,
    Singin‘ I’m a jolly banker, jolly banker am I.
    If you show me you need it, I’ll let you have credit,
    I’m a Jolly banker, jolly banker am I.
    Just bring me back two for the one I lend you,
    Singin‘ I’m jolly banker, jolly banker am I.
    When the bugs get your cotton, the times they are rotten,
    I’m jolly banker, jolly banker am I.
    I’ll come down and help you, I’ll rake you and scalp you,
    Singin‘ I’m jolly banker jolly banker am I.
    When the landlords abuse you, or sadly misuse you,
    I’m a jolly banker, Jolly banker am I.
    I’ll send down the police chief to keep you from mischief,
    Singin‘ I’m jolly banker, jolly banker am I.

  11. Ospel hat natürlich nicht nur die Swissair zu Boden gebracht, sondern natürlich auch noch dem Flughafen Zürich enorm geschadet.

    Welche Bananen-Republik neben der Schweiz hat denn nicht mal mehr eine eigene Fluglinie ?

    Aber wahrscheinlich war das dem Basler ja recht so.

    • Ospel war am Konkurs der SAirGroup nicht schuld.

      Natürlich war es dem Basler Emporkömmling und Moritz Suter-Spezi aber absolut recht, dass die damals grösste Niete im politischen Umzug, der unglaublich überschätzte FDP-Bundesrat Villiger, bereit war, die Perle im Markenportfolio der SAirGroup der seit langem konkursiten, mit miserablem Ruf behafteten, Crossair zu überantworten.

      Ein paar Jahre und zwei Mia. Franken Bundesgelder später, war es der sog. Freisinnige Villiger, der die Schweizer Airline mit Weltruf an die Deutschen für ein Butterbrot verhökerte.

      Vom Basler-Trauerspiel zeugt noch heute das Stigma das jedem SWISS-Flug vorangestellt wird, das grauenhafte Kürzel LX!

  12. Es ist ein Mensch gestorben, kein Ungeheuer. Ein Mensch mit zwei kleinen Kindern und einer jungen Frau. Sie sind jetzt Halbwaise respektive verwitwet. Mein herzlichstes Beileid an dieser Stelle an die Hinterbliebenen. Und so manchem Kommentarschreiber empfehle ich dringendst den Besuch eines Anstandkurses.

    • Liebe Martina
      Ja, es ist ein Mensch gestorben. Dieser Mensch hinterlässt 2 Kinder und eine junge Frau. Dieser Mensch hinterlässt aber auch viel viel viel Geld. D.h. die junge Frau wird es in Zukunft nicht so schwer haben.
      Der Ospel hinterlässt aber auch sehr viele Arbeitslose, Familien mit kleinen oder weniger kleinen Kinder. Die nicht so viel Geld haben/ hatten oder in der Zwischenzeit sogar Sozialfälle sind. Jetzt ist die Frage des Anstandes zu Lebzeiten von Ospel? Wo war seine Sozialader geblieben als er mehrere Firmen in den Boden stampfte direkt oder indirekt?
      Nur eines ist und wird immer gleich bleiben. Der Tod. Ob reich oder arm.
      Es bleiben Erinnerung. Bei gewissen sind es positive bei anderen sind es eher negative. Beim Betroffenen eher die 2. Variante.

    • So ist es leider, wenn ein älterer Herr eine viel jüngere Dame heiratet und mit fast 60 noch Vater wird. Seine erste Familie hatte es wohl auch nicht einfach, als er sie verliess …

    • Wer mit 59 noch Kinder zeugt, ist einfach ein überheblicher, der in Kauf nimmt, dass seine Kinder ohne Vater aufwachsen werden. Aber es zeugt auch davon, dass solche Menschen wie Ospel wenig Empathie besitzen. Wahrscheinlich war er sich sicher, dass er mit seinem Vermögen wohl über 100 Jahre alt werden würde. Nicht die einzige Fehleinschätzung in seinem Leben. Und wenn Sie schon den Menschen und Manager Ospel loben wollen: Zählen Sie doch einmal auf, WAS er Gutes oder Wertvolles geleistet hat. Ich bin auf Ihre Wertschätzung gespannt!

  13. Wieso wurde er eigentlich nie von der UBS oder dem Bund (als UBS Besitzer) zur Verantwortung gezogen? Das ist hier die Frage. Schliesslich hat er gegen alle Regeln verstossen als er aus Geltungssucht und Geldgier das schier unmögliche schaffte und die UBS in den Bankrott ritt.

  14. UBS-Ospel hat die Swissair nicht versenkt.

    Das waren Blocher und Konsorten mit ihrem EWR-Nein und der grössenwahnsinnigen Hunter-Strategie.

    Das lesen die SVP-Anhänger nicht gern, darum schreibt es LH auch nicht.

    • M. Ospel war sicher nicht am Niedergang der Swissair schuld. Aber jetzt der SVP die Schuld zuweisen wegen dem EWR-Nein??
      Schuld war die Hunter Strategie von P. Bruggisser. Der Verwaltungsrat der Swissair hat komplett versagt, indem sie Bruggisser freie Hand gaben und nichts unternahmen. So sieht’s aus!! Am Schluss wurde kaum einer zur Rechenschaft gezogen. Ein weiterer Skandal!

    • Ach, mein Lieber, ich lasse Ihnen Ihren Hass gegen Blocher, den Sie ganz offensichtlich -warum auch immer- mit sich herumtragen.
      Die Hunterstrategie hingegen kam aus der Küche von McKinsey und der Überbringer & Durchboxer der Sache war Philippe Bruggisser, seines Zeichens durch und durch ein FDP-Mann (wie auch Vreni Spörry, eine der damaligen VR).

      Also sind Sie nebst verbittert auch noch falsch gewickelt, vielleicht schon senil (kenne kaum Junge, die der Swissair hinterherheulen) oder einfach dumm!

    • Er war sicher nicht der einzige Schuldige. Er hätte die Swissair aber retten können, wäre er in den entscheidenden Stunden nicht in NYC „unabkömmlich“ gewesen.

    • So ein Quatsch. Was hatte die SVP mit der Hunter-Strategie zu tun? Fragen Sie bei Bruggisser, Honegger & FDP nach.

    • Sie irren sich, guter Mann!

      Die EWR-Sache, das waren die Umstände. Die gibt es immer, gute und weniger gute.
      Um eine Sache beurteilen zu können, muss man nicht nur die Umstände, sondern auch die Verantwortlichen und ihren Umgang mit ihnen bewerten.

      Es waren die Nieten im Verwaltungsrat, die dem überforderten Konzernleiter und seinen MC-Kinsey-Kumpeln zuviel Freiraum gelassen hatten.

      Es waren die Pfeifen in VR und Konzernleitung, die einen Jeff Katz, den im US-Airline-Geschäft gestählten Experten, aus dem Amt gemobbt hatten und nun von den Powerpoint Folien der Beratungsgeier abhängig wurden.

      Es waren Leute wie Thomas Wellauer, die sich dafür einsetzten die Sabena zu kaufen, bei Air Liberté die Mehrheit zu erwerben, mit der LOT zusammenzuspannen, die Crossair mit Swissair-Geld über Wasser zu halten. Warum? Weil sie dabei gut verdienten.

      Andere, wie Konzernleiter Bruggisser, waren gutmeinende Buchhalterseelen, die sich wie Veganer in einer Metzgerei ausnahmen.

      Sie waren nicht an informierter Stelle dabei, das merkt man Ihrem verkürzenden, uninformierten Kommentar an.

      Merken Sie sich etwas: Wenn ein Jeff Katz, ein Blocher oder ein Ebner anstelle der VR-FDP-Nieten von Guts Gnaden um Mühlemann, Spörry und Konsorten das Sagen gehabt hätte, wäre die Swissair noch da.

      Ich schlage vor, dass Sie sich den Decknamen SAirGroup zulegen, passte wohl besser.

    • Es war nicht Thomas Wellauer, der als McKinsey-Partner den Autisten Philipp Bruggisser beriet und ihm die Hunter-Strategie schmackhaft machte. Nils Hagander hiess der Mann. Unterstützt wurde dieser von seinem McK-Chef und Swissair-VR Lukas Mühlemann.

  15. Wann begreift ihr mal dass niemand anders als der Gutmensch von Elgg PETER WUFFLI die UBS in die Finanzkrise geritten hat und dann über den Hinterausgang verschwand und sich keiner Schuld bewusst war.

    Die Verantwortlichen für die Swissair Krise sind bei Philip Bruggisser, Mario Corti um dem SAir VR zu suchen, sicher nicht bei Ospel.

    • „Die Verantwortlichen für die Swissair Krise sind bei Philip Bruggisser, Mario Corti um dem SAir VR zu suchen“

      Auch Moritz Suter und André Dosé …

    • @Pedro Wauwau

      Schön gebellt, Pedro! Aber Wuff Wuff Li, der „chinesische“ „Gutmensch von Elgg“ – seines Zeichens ehemaliger MäkGrini Konsöltant – hat einfach auf den Marcello Ospello gehorcht. Das ist seiner Karriere sher gut bekommen.

      Aber selbst wenn das nicht gerade toll ist: Die Verantwortung lag beim (Mar-) Cello, dem Grossen …

  16. Was man bei IP nun mit diesem Artikel vor allem merkt, ist wie Lukas Hässig seinen Minderwertigkeitskomplex mit schreiben zu verarbeiten versucht. Woher dieser Komplex? Was war das Problem in der Jugend?
    Und bei den Kommentarschreibern muss ich leider feststellen, dass zu viele Banker extrem frustriert sind. OK, das dauernde NNM dem Chef zu liefern ist hart und das Struki verkaufen ist auch öde. Geht doch etwas an die frische Luft und denkt über Euer Leben nach.

  17. In der katholischen Kirche ist die Vergebung der „Sünden“ nur bei tätiger Reue möglich. Und genau in diesem Punkt muss man Herr Ospel einen Vorwurf machen: Er hat in den letzten 12 Jahren auch nie ein Anzeichen von Reue erkenne lassen.
    Keinerlei Selbstreflektion oder das Eingeständnis „Ich habe Fehler gemacht“.
    Von seinem Millionenvermögen ist kein Rappen an die Geschädigten geflossen, wenn man den Aussagen hier glauben darf, hat er sich sogar noch Straffreiheit zusichern lassen.
    Der verlorenen Sohn ist zum Vater zurückgekehrt und hat sein verpfuschtes Leben und seine Fehler bereut und er wurde mit offenen Armen wieder aufgenommen.
    Unter solchen Umständen ist es begreiflich, dass auch solche Artikel wie hier auf IP nötig sind.
    Nur zu gerne würden die heutigen Bankmanager die Vorkommnisse von 2008 vergessen, natürlich mit den Hintergrund die selben Fehler (und die selbe Verar….der Kunden) immer wieder durchzuziehen und dann mit treuherzigen Blick zu verkünden „Wir haben das nicht kommen sehen, wir haben davon nichts gewusst, wir sind unschuldig“ –> Urs Rohner und Brady Dougan.

    R.I.P Herr Ospel, leider haben Sie durch tätige Reue verpasst als Verlust für die Schweiz benannt zu werden.

  18. Das ist eine tragische Geschichte. Was hat er jetzt von seinem vielen Geld. Er kann davon keinen Rappen mitnehmen. Dafür wurde er seit seinem Rücktritt als Milliardenpleitier geächtet und konnte sich nirgends mehr blicken lassen, nicht einmal mehr in der geliebten Kronenhalle, wenn er nicht ausgepfiffen werden wollte. Die meisten seiner „Freunde“ die immer um ihn waren, solange alles fantastisch lief, hatten sich in Luft aufgelöst. Er muss seither ziemlich einsam gewesen sein. Fazit: es gibt noch wichtigere Sachen als den Profit und Bonus in einem (Banker-)Leben, und Leute, überlegt zweimal, was ihr tut.

  19. Hans de Gier…. you made my day!!!!!

    der hat ja genau den richtigen namen „erhalten“… nomen e omen… den hals nie vollkriegen….

    danke nochmals für den tollen artikel!!!!!

    und allen dauerempörten hier (erinnern mich immer so an claudia roth): ja, die wahrheit tut halt manchmal weh.. get a life!!!!

  20. Lieber Journalist
    Nach den Schrottpapieren, die von der Ära Clinton verursacht und vom COO Wuffli bei der Goldman-Sachs erworben wurde, kann man Herr Marcel Ospelt keinen Vorwurf machen. Als Ospelt, als Verwaltungsratspräsident, die Ramschpapiere erkannte, war es zu spät, Wuffli flog zwar, aber die Lehman Brothers war schon klinisch tot und somit nahm die Finanzkriese seinen Lauf.
    Von der Politik wurde Marcel Ospelt regelrecht gelyncht und verbannt und zusätzlich noch für das Swissair Debakel verantwortlich gemacht.
    Mit Ospelt an der Spitze hätte es die UBS geschafft, aber das wollte die korrupte Politik nicht.
    Immerhin gewann der Bund 9 Milliarden Franken mit dem Einsatz von Versprechen.

    • Der Mann heisst Marcel Opel, nicht OSPELT.

      Die OSPELT-Gruppe ist ein Nahrungsmittel-Unternehmen aus dem Ländle. Die Firma stellt die bekannten Malbuner-Wurstwaren her.

    • @Markus Schmid

      „Nach den Schrottpapieren, die von der Ära Clinton verursacht und vom COO Wuffli bei der Goldman-Sachs erworben wurde […]“

      Wie bitte???!!!

      Die Clinton-Ära soll Schuld an den Schrottpapieren sein?

      Was rauchen Sie eigentlich?

      Sind Sie etwa auch ein geistig minderbemittelter Trump Fan?

      Ja, klar: Ausgerechnet in der Clinton-Ära wurde der Glass-Stegall Act aufgehoben. Und Clinton’s damaliger Finanzminister war Robert Rubin, zufälligerweise ehemaliger Goldman Sachs CEO. So weit, so schlecht.

      Nur: Bis zur Krise war dann über 7 Jahre George W. Bush US-Präsident. Und sein Finanzminister, John Paulson, war … äh … ach, ja, genau: ehemaliger Goldman Sachs CEO! Das kann natürlich nur Bill Clinton’s Fehler gewesen sein …

  21. Aus journalistischer Sicht musste dieser Artikel zwingend geschrieben werden – ob der heutige Tag dafür geeignet war, bezweifle ich. Insbesondere fehlt auch die Würdigung der sogenannt guten Taten und Abhängigkeiten. Dannzumahl waren ja alle blindlings „Wachstumsgetrieben“ und ein ROE unter 20% galt als unzureichend. Nie war alles schlecht oder gut. Ich meine sogar: wenn die UBS wenige aber grosse Fehler vermieden hätte, so würde M.O. heute als der bedeutende Lenker dargestellt werden.

    Allerdings müssten diverse „Grössen“ des Finanzplatzes ergänzend erwähnt werden:
    1. Fliegenträger Ebner (Prediger des Shareholder-Values als unermüdlicher Antreiber in eine aus heutiger Sicht schlechte Richtung)
    2. Die Credit-Suisse als Ganzes (ebenfalls mit McK-Beratern, welche genau die gleiche Richtung einschlugen), was die angelsächsische Salarierungs-Strategie überhaupt erst ermöglichte)
    3. der gesamte dannzumalige Verwaltungsrat, nicht nur derjenige der UBS, sondern auch die Vernetzung von Zürich bis nach Basel; es gibt dort noch weitere Verlierer – aber auch Gewinner.
    4. die Einflüsse der Politik

  22. Ospel habe ich nicht gekannt, deshalb kann ich auch nichts über ihn schreiben. Mein Beileid seiner Familie.
    Aber die UBS kenne ich und zwar als seriöse Bank. Na ja, musste halt mal gerettet werden. Ist ja gut gegangen, die SNB hat ja daran verdient. Und jetzt handelt die UBS ganz umsichtig zahlt nur die Hälfte Dividende aus und behält die zweite Hälfte zurück bis klar ist wie die Finanzlage im Herbst sein wird. Sogar die Boni und Mangersaläre werden halbiert. Ist doch so? Oder habe ich das falsch verstanden.

    • Also das mit der Dividende das stimmt, dass weiss ich. Das habe ich schwarz auf weiss gesehen. Das andere aber das mit den Boni und den Managersalären das ist Wunschdenken und war eigentlich ironisch gemeint.

  23. Wenn sein letzter Freund, der Basler Hofnarr „minu“, das Ableben von Ospel bekannt gibt, dann ist tatsächlich der letzte Vorhang gefallen.
    „Sag zum Abschied leise Marcel, und nicht goodbye und nicht auf Wiedersehn…“

  24. Was für ein gehässiger Artikel…!!!

    Steht nicht geschrieben: „Und nur wer KEINE Fehler hat, werfe den ersten Stein?“

    Gerade in einer Zeit wie dieser sollten Werte wie: Anstand, Respekt, Mitgefühl und Menschlichkeit wieder gelebt werden, sollte man meinen?!

    Mein herzliches Beileid an die Familie
    Möge Herr Ospel nun Ruhen in Frieden

  25. Für das Team Ospel zu arbeiten war mir eine Ehre! Nie wieder habe ich so coole und kompetente Mitarbeiter um mich herum erleben dürfen, und wenn dann nur vereinzelt.
    Und wenn wir schon dabei sind mit Namen um sich werfen, Ospels Niederlage beruhte auf Wufflis versagen.
    Und bitte Herr Häsig, absolut alle mochten Herr Ospel und sein Managment Team. Ich weis es! Ich war 10 Jahre da.

  26. Lieber Herr Hässig,
    hier haben Sie eine gute journalistische Arbeit abgeliefert!
    GRATULIERE
    Die Kommentare darunter ?
    Vertrau keinem Schweizer Banker,die meisten tragen fette Scheuklappen.

    • Wie Sie sagen, er ist gestorben und hat seine Ruhe. Alle anderen aber die so aehnlich wie er funktionieren, sollen ihre Ruhe aber NICHT haben. Dazu dient dieser Artikel. Geschichtsabarbeitung sozusagen. Journalistische Absolution ist nach dem Ableben nicht immer inbegriffen und das ist gut so. Fuer echte, verdiente Lorbeeren braucht es nachhaltig positive Leistungen.

  27. Danke, Herr Ospel,

    dass mein Grossvater seine ganze Altersvorsorge verloren hat (0,1 Mio. Fr. in UBS-Aktien,0,1 Mio. Fr. in Swissair-Aktien).

    • Quatsch!
      A) Unwahr, da bei dieser Konstellation ein Totalverlust gar nicht möglich war.
      B) Falls das Depot effektiv nur aus den genannten Titeln zusammengesetzt gewesen wäre UND diese zudem angeblich 100% des Gesamtvermögens Ihres Grossvaters ausgemacht hätten, dann bitte die Schuld nicht auf Marcel Ospel schieben. Bodenlose Dummheit (oder Gier) muss unbedingt bestraft werden!

    • Oh, welche Ersparnisse sich da in all den Jahren angespart haben. Nähte Ihr Grossvater sein ganzes Arbeitsleben Kleider in Bangladesch?

  28. Ospels Leistungsausweis wird durch seinen Tod nicht besser. Soll IP deshalb eine Lobhudelei schreiben, eine verlogene, und tun, als ob nichts war? Fehlt gerade noch.
    Schreiben was ist – oder war.
    Auch zur Ermahnung an alle (noch) Lebenden, die meinen, Gier ist geil. Ist sie nicht, lehrt einen der Tod.
    Punkt.

    • Es geht null um den Artikel oder dessen Inhalt. Es geht um den absolut deplatziertesten Zeitpunkt, der nur gewählt wurde, weil sich Ospel nun nicht mehr wehren kann. Luki und Deinesgleichen werfen den Bankern fehlende Moral und Ethik vor. Und fallen dann im nächsten Moment aus reinem Profit- und Neidgehabe über den noch nicht mal kalten Leichnam her. Andersdenke werden ala Troll und blinde Arschl…beschimpft. Fühlt ihr euch damit besser? Wohl kaum, da ihr wie Luki wisst, dass ihr euer Leben selber versaut habt. Mein Beileid

    • @Bei Leid

      Gutgemeint und trotzdem daneben.

      Wissen Sie was?

      Es ist immer so eine Sache mit Gutmenschensprüchen, die zeigen sollen, dass man auf der moralisch überlegenen Seite steht.

      Der Anspruch auf Vollkommenheit und dem damit einhergehenden, totalen Mangel an Logik und Sinn für Mass, den ihr Kommentar vehikuliert, zwingt mich, Ihnen das Folgende ins Reinheft schreiben zu lassen:

      „Ich Bei Leid, bin mir bewusst, dass ein Journalist zu jedem Zeitpunkt frei ist, Stärken und Schwächen eines in der Öffentlichkeit stehenden Mitmenschen, ob verstorben oder am Leben, im Rahmen seines Berufes zu loben und zu kritisieren.

      Ob die Leiche Mutter Theresas oder Adolf Hitlers, das ist einerlei, ändert am Grundsatz nichts, ebensowenig die Frage, ob die sterblichen Überreste noch warm sind, oder nicht.

      Ich, genannt Bei Leid, habe mich als Virtue Signaller verhalten und habe versucht, die Freiheit des Journalisten durch unangebrachtes Moralisieren unzulässig zu beschränken.

      Dafür schäme ich mich und bitte LH und alle die sich als freie Leser verstehen, dafür um Entschuldigung.“

      So, werter Bei Leid, Sie schreiben das bitte zehnmal in ihr Reinheft. Dann legen Sie sich hin, schliessen die Augen und stellen sich vor, wie Sie Holocaust-Überlebende bitten, sich aus Prinzip nicht negativ über verstorbene Nazi-Mörder zu äussern. Sie können sich auch wahlweise Pol Pot, Maduro, Mussolini, Stalin usw. aussuchen.

      Und kommen Sie mir nicht damit, das sei etwas anderes, denn die Freiheit des Journalisten Fakten zu benennen sei nur relativ. Sonst sind Sie dann relativ rasch im gleichen Club wie alt-BR Leuthard, die den Charlie Hebdo Ermordeten eine Mitschuld an ihrem Tod unterstellte.

      Ich bin sicher, dann geht auch Ihnen ein Licht auf.

      Ein Licht, dass dem verstorbenen Ospel gerechter wird, als Ihr scheinheiliger Aufruf, der die Sache für den Toten noch schlimmer macht, weil ihm gemäss Ihnen nicht einmal die Gnade kritischer Aufarbeitung zugutekommen soll.

      LH hat das verstanden. Sie werden es auch noch verinnerlichen. Da bin ich zuversichtlich.

      Ihnen Alles Gute

  29. Der Artikel ist ok. Auch die NZZ schreibt in diesem Sinne. Demut, Bescheidenheit und Respekt sind in der Bankenwesen Fremdwörter.

    • Danke Perlentaucher für Ihren ebenso treffsicheren wie unaufgeregten und glaubwürdigen Kommentar.

  30. Offenbar stellen sich hier in den Kommentaren 30% vor, dass Journalismus darin bestehe ständig Promikult zu betreiben und die Realität schön zu reden.

    Differenzierung heisst, dass die Funktion, die jemand ausübt von der Person getrennt beleuchtet wird.

    Und diese Differenzierung wird hier im Text von LH durchaus vorgenommen, wenn auch nicht immer explizit als Laudatio.

    Sollte je eine DOK über den Menschen und Banker Ospel gemacht werden, so würde diese Differenzierung selbstverständlich auch vorgenommen. Aber nicht als Gefälligkeit wie Sie sich das wünschen, sondern eben als Einordnung in die Wirtschaftsgeschichte der Schweiz.

    • Und damit hätte auch niemand ein Problem. Nur ist dieser Artikel eben nicht differenziert, sondern beleuchtet einseitig das Schlechte. Dafür gab es seit der Finanzkrise genügend Zeit, woran sich auch nur sehr wenige wirklich gestört hätten. Der Zeitpunkt ist aber nicht gut, sondern pures Nachtreten. Das gehört sich nicht.

  31. Ospel war wohl sehr unzufrieden gestorben. Das einzig Positive meinerseits war: Er hat meine Schreiben an die Bank immer persönlich beantwortet.

    • @ Peter Odermatt
      Das war wohl die Ausnahme.
      Die übrigen besorgten Schreiben sog. Kleinkunden im Frühjahr 2018 liess er durch die Reklamationsabteilung beantworten.
      Und diese war nicht nur arrogant und unsachlich, sondern im höchsten Mass nicht kompetent.

  32. Die Zeit ist gekommen, das wenige Insider wissen und mit aller Macht unterdrückt wird, dass mächtige Basler Daig-Kreise die Marbella-Sache benutzten, die Bankgessellen Schachmatt setzen zu können, um die fette Zürcher Bank schlucken zu können, Marcel Ospel war die Marionette, die das vollstrecken musste. Er und seine Basler-Daig-Stützer waren intellektuell total überfordert im globalen Haifischbecken den nötigen Biss zu entwickeln und gingen unter.
    Gunther Kropp, Basel

  33. Über Tote sollte man nicht schlechtes sagen, aber man sollte aus ihrem Erfolg und ihrem Absturz etwas lernen. Das schlimme an dem Wirken von Herrn Ospel war nicht nur sein letztendlicher Misserfolg als Banker, sondern wie wir in der Schweiz mit den obersten Bankchefs umgehen. Herr Ospel war in der Zeit Chef der UBS, wo Schweizer Politiker und vor allem der Bundesrat und sogar die SNB nur gut waren, wenn sie vor diesen obersten Bank-Gewaltigen auf allen Vieren sich verbeugten und ihnen sklavisch gehorchten. Die Schweizer Presse badete in einem Meer der untertänigsten Hofberichterstattung.
    Herr Ospel und seine ganze Runde von Bankern haben dafür gesorgt, dass so ein ausgesprochener EU-Feind wie B. in den Bundesrat gehievt wurde und wir deswegen noch heute unter dem Machtverlust dieser Politik leiden. Es war die UBS, die mit der Hereinnahme von nicht versteuerten Geldern von US-Amerikanern dafür sorgte, dass das Schweizer Bankgeheimnis pulverisiert wurde und nicht die angebliche SP-Bolschewikin Ursula Koch und die angeblich unsittliche Christiane Brunner nach Aussage von Ex-Ständerat Carlo Schmid. Die UBS tat dies, weil unter der Herrschaft von Herr O. und seinem Wuffli unbedingt Geld herein musste, um die drohende Liquiditätskrise abzuwehren, die dann doch kam. Dabei hätte man nur das „Qualified Intermediary“ befolgen müssen und vieles wäre den Schweizer Banken erspart gewesen. Aber diese obersten Bank-Chefs sorgten dafür, dass die FINMA das „Qualified Intermediary“ nicht überwachte und bis heute eine „Kuschel-Behörde“ geblieben ist. Aber nichts hat sich geändert im Schweizer-Land! Die Schweizer Politiker machen weiterhin den Kotau vor diesen obersten Chefs der Schweizer Banken, im besonderen der UBS und der CS. Amerikaner, die weder bei Goldman Sachs noch JP Morgan Chase eine Chance für Verantwortung haben, werden bei UBS und CS als Wunderknaben gefeiert und Chefs der UBS und CS sind die besten, wenn sie in Interviews unseren Bundesrat als die letzten Idioten benennen. So etwas gefällt uns Schweizer und wir denken, die sind 100 mal weiser als unser Bundesrat und unsere Politiker, die sich dabei selbst nicht mehr mögen. Ferner ist ein ehernes Gesetz, Ausländer und besonders Angelsachen als oberste Chefs sind generell besser als Schweizer. Die Herren Ospel und Wuffli konnten nie genug andächtig lauschen, was diese amerikanischen Blender in ihr Ohr flüsterten. Bei der CS war es ähnlich!

  34. Einfach nur pietätlos!

    So ein Mist, dass Thiam nicht mehr da ist! Nun muss man sogar über Verstorbene herfallen. Unter der Gürtellinie, Herr Hässig, wie fast alles, was Sie in letzter Zeit auf dieser Platform veranstaltet haben.

    Warum tun wir uns das eigentlich noch an, diesen „Unterste-Schublade-Tabloid-Journalismus“ zu lesen?

    • Dann verabschieden Sie sich doch einfach von diesem blog.Kann vielleicht schwer fallen aber versuchen Sie es doch einfach mal.

    • @ Kopfschüttel

      Pietätlos ist das, was Sie wollen: nämlich Wegschauen und all die geprellten Kunden vergessen machen.

      Darüber kann ich nicht nur den Kopf schütteln, sondern bin besorgt über Ihre psychische Gesundheit.

    • @Kopfschüttel
      Warum lesen Sie überhaupt noch IP und schreiben solch sinnlose Kommentare?
      Reiten Sie uns doch vom Hof! Es gibt viele Kunden die von der UBS geprellt wurden.

    • Sein Leistungsausweis wird durch seinen Tod nicht besser. Soll IP eine verlogene Lobhudelei schreiben und tun als ob nichts war? Das fehlt gerade noch.

  35. Ich kannte Ospel in seiner Basler Zeit. Er war damals ein ein rundum sympathischer Mensch. Bescheiden, sachlich, ohne jeden Hauch von Arroganz.

    Wie so manch anderer, war er später seinem eigenen (Schein-) Erfolg nicht gewachsen. Zusehends schien er sich immer mehr zu überschätzen und verlor den Boden unter den Füssen. Wahrscheinlich war er sich insgeheim der eigenen Mängel und auch der eingegangenen all zu hohen Risiken bewusst. Er wurde zum Gambler und Meister der Selbsttäuschung. Zudem umgab er sich mit Nieten, die um eigener Vorteile Willen, das gefährliche Spiel mitmachten, ihm nicht die Wahrheit sagten.

    Die Ospel Story ist hoch tragisch. Shakespeare hätte diesen Stoff als Vorlage genommen. Ospel ist mehr Opfer als Täter. Ich behalte ihn trotz allem in durchaus positiver Erinnerung.

  36. Guter Artikel.
    Klar lesen UBS Angestellte diesen Text nicht gerne, es ist aber die Wahrheit über diese Person.
    Natürlich war die UBS und dessen CEO schuld am Swissair grounding.

    • Vielleicht haben Sie ja recht. Sicher aber waren die Banken nicht Schuld an der jahrelangen Misswirtschaft mit Konkurspotenzial dieses inkompetenten FDP-Turnvereins.

      #schoneschoenermarkwalder

    • Es geht nicht um UBS Angestellte! Er hinterlässt Zwillinge, die noch sehr jung sind und eine Frau. Ein bisschen Pietät kann ja nicht zu viel verlangt sein! Der Frau Ospel und ihren Zwillingen wünsche ich viel Kraft und Segen in dieser schwierigen Zeit.

    • Schuld am Swissair Grounding waren der VR und das Mgmt. der Swissair und niemand anders.

    • Man muss kein UBS-Angstellter sein, um diesen Artikel in die Kategorie „mangelhafte Kinderstube und fehlender Anstand“ zu stecken. Klar: Man kann und soll in einem Nachruf Leute auch kritisch beurteilen; kein Problem. Aber die Beurteilung muss objektiv bleiben. Das ist hier definitiv nicht der Fall!

      Und nein, die UBS war nicht primär Schuld am Grounding, sondern die Geschäftsleitung der Swissair, welche den Karren zuerst einmal mit der falschen Strategie an die Wand gefahren hat. Sie leisten sich da einen ziemlich grossen „mental shortcut“, wenn Sie Einzelpersonen aus einer Gruppe von Beteiligten herauszupicken und denen das Scheitern der Swissair andichten, oder komplexere Sachverhalte einfach ausblenden.

      Wenn ich mir den Artikel und einige der Kommentare aber hier so vor Augen führe, scheint das dem geistigen Entwicklungsstand Einiger zu entsprechen.

    • @ Salomè

      der Vollständigkeit halber müssen Sie den „FDP-Turnverein“ ergänzen durch den
      „SVP-Insiderverein“ um Ebner und Matter!

  37. Dieser Mann hat seine Aufgabe weder beim SBV noch bei der UBS erfüllt. Er ist seiner Verantwortung nicht nachgekommen. Er war egoistischer Manager, nie verantwortungsbewusster Unternehmer – schade.

  38. Da hat der Autor aber etwas uebereifrig und impertinent in die Tasten gehauen!! Ihr Artikel und ihre Einschaetzung ueber den Lohnempfaener Ospel in Ehren lieber Lukas Haessig; Aber ich kann ihnen bestaetigen dass das Kleinbasel alles andere als miefig ist, Schande ueber sie!

  39. Herr Hässig, guter Text! Journalismus heisst: Schreiben, was ist. Nicht, wie es sein sollte. Oder wie es sich ein Teil der Leser wünscht.

    • Wie es ist, heisst, sämtliche Aspekte objektiv zu beleuchten – die Guten und die Schlechten. Und in diesem Sinne ist das kein Nachruf, sondern ein einseitiger Verriss, und eine undeklarierte Meinungsäusserung des Schreiberlings.

      Der Schweizer Presserat hat einen Journalistenkodex, den man hier nachlesen kann: https://presserat.ch/journalistenkodex/. Das vorliegende Erzeugnis erfüllt die journalistischen Anforderungen des eigenen Berufsstandes nicht.

  40. Ich frage mich, Herr Hässig, wann und warum Ihnen der Anspruch an sich selbst abhanden gekommen ist. Sie diskreditieren sich fortlaufend selbst mit solchen Beiträgen.

  41. Marcel Ospel war ein Schaffer und hat es damals hingekriegt, es so aussehen zu lassen, dass die Bankgesellschaft von der Fusion (ebenfalls) profitiert. Das heisst, er war rhetorisch geschickt (und hatte ein gutes Kommunikations-Team). Dank ihm wurde auch um das Bankkundengeheimnis gekämpft. Er hat Einiges richtig gemacht; manche (Medien) werfen ihm vor, damals vor dem Grounding der Swissair während 8 Flugstunden von Zürich nach New York telefonisch nicht erreichbar gewesen zu sein. Nachdem aber die Swissair seit 1998 bereits 16 Milliarden Schulden aufgehäuft hatte, hätte wohl auch eine telefonische Erreichbarkeit keine nennenswerten Verbesserungen des Schuldenbergs mehr gebracht…die Swissair war eine marode Unternehmung seit 1991 und niemand wollte es wahrhaben, weil man an diesem helvetischen Mythos nicht rütteln durfte.

    • Dass er in der schwersten Stunde der Swissair nicht erreichbar war ist mit vielen Fragezeichen zu versehen. Honny soit qui mal y pense!

    • Blocher und Konsorten haben die Swissair versenkt mit dem EWR Nein und der nachfolgenden grössenwahnsinnigen Hunter-Strategie. Das lesen die SVP-Anhänger in dieser Postille nicht gern, darum schreibt es Lukas Hässig auch nicht.

  42. Herr Hässig,

    Schämen Sie sich eigentlich nicht, einen solchen Artikel zu schalten? Geht Ihnen dermassen der Anstand ab, sich entweder zurückzuhalten oder Ihre Aussage zumindest in einem „ausgewogeneren“ Beitrag zu präsentieren? Dazu gehörte auch eine kritische Auseinandersetzung mit Ihrem eigenen Berufsstand.

    Das ist ein Armutszeugnis Ihrerseits – und das in aller Öffentlichkeit. Auf jeden Fall zeigen Sie meines Erachtens auf dieser Plattform immer häufiger Ihr wahres Gesicht, das Sie für den Beruftstitelträger eines „Journalisten“ immer mehr als unwürdig erscheinen lässt.

    • Pfui Deibel:

      Das Armutszeugnis sind Sie:

      Weil Sie die Realität ausblenden und mit der Schönwetterbrille durch die Landschaft fahren.
      Journalismus ist dann echter Journalismus wenn er aufdeckt und nicht zudeckt wie Sie sich das wünschen.

    • @ Realität versus Verklärung:

      Dann hoff ich sehr für Sie, dass Sie stets fehlfrei sind oder sich zumindest nicht beklagen, wenn Sie dann in aller Öffentlichkeit für Ihre Fehler post mortem verrissen werden. Ich wünsche gutes Gelingen.

    • Von Journalismus hat ‚pfui deibel‘ gar nichts verstanden. Hätte Hässig denn den Text (der deutlich besser ist z.B. jener im „TA“) bis Ende September zurückhalten sollen; aus Pietätsgründen ? Wir sind doch hier nicht in China.

    • Sie scheinen ja ein besonders feiner Mensch zu sein.

      Falls Sie zu den Naiven gehören, die glauben, nur weil ein lange erfolgreicher Zocker gestorben sei, dürfe man die Wahrheit nicht aussprechen, dann sind Sie mitleidshalber entschuldigt.

      Falls Sie zu den Günstlingen des Emporkömmlings aus Basel gehören, kann man Ihren Kommentar im Rundordner entsorgen.

      Falls Sie ein Journalist sind, dann spricht aus Ihrem regelrecht hasserfüllten Kommentar nur die Wut des Zukurzgekommenen.

      Herrn Hässig kann man nur gratulieren.

      Ihm geht es am Allerwertesten vorbei, was Leute wie Sie, die sich hier ungebeten zu Gesinnungsrichtern aufschwingen, über ihn denken und schreiben. Genau so wie es sich für einen hervorragenden, mutigen Journalisten gehört.

      Wenn Sie das nicht aushalten, abonnieren Sie die Schweizer Illustrierte, den Blick und den Tages Anzeiger. Dort bekommen Sie mit Sicherheit Ihnen Genehmes vorgesetzt.

    • @Pfui Deibel

      Sie schreiben:
      „Dann hoff ich sehr für Sie, dass Sie […] sich […] nicht beklagen, wenn Sie dann in aller Öffentlichkeit für Ihre Fehler post mortem verrissen werden.“

      Sie sind ja ein richtiger Scherzkeks!

      Oder vielleicht des Lateinischen nicht so mächtig. In diesem Fall darf ich Ihnen das Buch „Latein für Angeber“ wärmstens empfehlen!
      Denn: „Post mortem“ heisst „nach dem Tode“
      – „post (Präposition mit Akkusativ) = „nach“
      – „mors, mortis, feminin“ = „der Tod“
      – „mortem“ ist die Akkusativform

      Ich kann Ihnen jedenfalls versichern, dass ich nach meinem Tode mich sicher nicht über das aufregen werde, was über mich gesagt oder geschrieben werden wird. Und das dürfte auch für Marcel Ospel zutreffen.

    • @ Nemesis

      Kein Basler Günstling, kein Journalist und noch nicht einmal Bankangstellter.

      Der Schweizerische Presserat hat einen Journalistenkodex herausgegeben (https://presserat.ch/journalistenkodex/). Davon sehe ich hier wenig. Und daran erinnere ich Ihr Idol; zumal Selbiger im Medienclub 2018 zur Einsicht kam, dass die Medien wohl aus Eitelkeit nicht gerne aus ihren vielen Fehlern lernen würden (https://www.tagesanzeiger.ch/kultur/fernsehen/skandalhunger-und-eitelkeit/story/29234219).

      Es geht nicht um „Genehmes“, wenn Sie meinen ursprünglichen Beitrag gelesen und verstanden hätten. Es ging es um eine ausgewogenere Bewertung der (verstorbenen) Person. Ospel machte zweifelsohne grosse Fehler, die diskutiert und eingeordnet gehören. Aber eben nicht nur. Zumindest gehörte sich das für einen Nachruf, der auch durchaus kritisch ausfallen darf.

      Ich sehe mich nicht als besonders feinen Gutmenschen. Aber ich halte die Kinderstube hoch, die ich mit auf den Weg bekommen habe. Sollten Sie auch einmal versuchen.

      Wenn Sie mich aber als naiv betrachten wollen, tun Sie sich keinen Zwang an. Im Gegenzug seh in Ihnen einen sehr einfach gestrickten, einseitig denkenden Pöbler, der gleichermassen jeden gebührlichen Anstand vermissen lässt.

      P.S.: Sie brauchen nicht antworten. Ich werd’s nicht lesen.

    • @Nemesis
      Die Glücksopost haben sie noch vergessen ! Bin gleicher Meinung. Dieser Mann hat indirekt auch viele Arbeitsplätze vernichtet und mit seinem horrenden Lohn ungleichheit geschaffen. Ich bin kein Sozi, aber dieser Mann hat niemals so viel Geld verdient. Nun ist er von uns gegangen und hinterlässt der Menschheit auch keine grosse Lücke. Lukas Bericht ist ehrlich und sicher nicht realitätsfremd.

    • @Pfui Deibel:

      Das liebt man als freier Schweizer ja sosehr,
      dass einer mit erhobenem Zeigefinger im Gouvernantenstil Andersdenkende an eine angeblich fehlende Kinderstube erinnert.

      Nicht, dass einen sowas umwürfe, aber es verlangt doch nach Gegenrede, denn wenn jemand wie dieser Pfui-Deibel Haltung, Anstand und Meinung nur dann für respektabel hält, wenn ihm dabei seine Denke gespiegelt wird, dann wird die Sache ungemütlich.

      Der Oberflächliche, der hier Etikette-Noten verteilt, dürfte sich nicht bewusst sein, dass es auch unter den miserabelsten Figuren europäischer Geschichte immer auch Kriminelle, Mörder, Kollaborateure, Anpasser und Appeaser, mit ganz feinen Manieren und ausgesprochen delikater Form des Ausdrucks beschenkt, gab. Von Albert Speer über den Herzog von Windsor bis zu alt-BR Pilet-Golat, um nur ein paar Beispiele zu nennen.

      Wir wollen den schmollenden Pfui-Deibel aber nicht überfordern, deshalb ein einfache Form gebracht:
      Ich verorte Pfui-Deibel in einer Reihe mit dem Basler Geschichtsklitterer Georg Kreis vom Europa Institut und dem linken EU-Fan und DRS-London-Journalisten Martin Alioth.

      Ich weiss, dass der sich gerne distinguiert Gebende das als Kompliment auffassen dürfte, aber da er ja aus Angst vor Gegenrede sich erlaubt, mir aufzutragen nicht zu antworten, hoffe ich, diese Mitteilung erfülle immerhin den Zweck, andere Leser daran zu erinnern, dass man sich vor Leuten wie diesem Mitlebenden in Acht nehmen sollte, Leute die anderen denunziatorisch- locker vom Hocker berufliche Satisfaktionsfähigkeit absprechen, nur weil sie deren Meinung in einigen Punkten nicht teilen.

      Deshalb die Frage an den vornehmen Zeitgenossen, der so stolz darauf ist, Stil viel mehr Bedeutung, als Inhalt beizumessen:

      Wie hält es der Pfui-Deibel-ich-bin-anständiger-als-du-Mensch, der sich das Spitzentaschentuch aus Basler-Daig-Seide pikiert an die Nase führt, wenn ein mutiger und schlagfertiger zürcher Journalist einem verstorbenen, stinkreichen Parvenü, der natürlich auch gute Seiten hatte, post mortem die Leviten liest, mit direkter Demokratie und Meinungsfreiheit?

      Vielleicht so wie die Herren Kreis und Alioth, um zwei „Vorzeige-Basler“ die die direkte Demokratie nur gut finden, wenn Mitte-und-Links-und-die-EU-und-China-sind-toll-und-die USA-Pfui- Standpunkte vertreten werden?

      Keine Antwort ist natürlich auch eine Antwort.

  43. Ich habe Ospel als sehr angenehmen und weitestgehend vorbildlichen Vorgesetzten erlebt, der die Erfolgsgeschichte der UBS konsequenterweise wesentlich mitgeprägt hat.

    Bezüglich Subprime: Die Realität ist, dass es damals zwei divergierende Meinungen innerhalb der Bank gab. Eine davon hat sich intern durchgesetzt – überaus aggressiv im Übrigen – mit bekanntem Ausgang. Dieses Scheitern einem Einzelnen anhängen zu wollen, ist Humbug. Er war schlecht beraten, und hat darauf basierend die falschen Entscheidungen gefällt. Das ist der Makel, die über seiner ansonsten ausgezeichneten Karriere schwebt. Sie ist aber nicht alles, was Ospel repräsentiert.

    Insofern empfinde ich diesen Artikel nicht als würdigen Nachruf, sondern als einseitiges, undifferenziertes und unsportliches Nachtreten.

    Mein Beileid gilt der Familie und den engen Freunden, die auch nach seinem Rückzug zu ihm gehalten haben.

    • Er war nicht schlecht beraten, sondern er liess sich so beraten wie er es wollte:
      Maximierung des Gewinns um jeden Preis.
      Geldannahme ist gleich wie.

    • Ihre persönliche Wahrnehmung – wahrscheinlich wurden Sie unter ihm befördert – weicht massiv von der während seiner Zeit im Investmentbanking vorherrschenden Doktrin. Das Ergebnis haben Sie und wir alle als Factum erfahren. Die Akzeptanz wäre dann ein sportlicher Akt Ihrerseits.

      Ob das vorbildlich war möge jeder selbst beurteilen, und zwar auch differenziert.

    • An die verschiedenen Kommentarschreiber:

      Es geht nicht um vermissen. Dafür kannte ich ihn zu wenig. Aber: Es geht um eine anständige und objektive Bewertung des Geleisteten. Seine Karriere hatte grobe Schnitzer, ohne Zweifel, hat meines Erachtens aber auch die Grundlage für eine lange Zeit sehr erfolgreiche UBS gelegt. Man hätte beide Seiten beleuchten können (und sollen), so dass die durchwegs gerechtfertigte kritische Diskussion der Person insgesamt akzeptabel wäre. In der vorliegenden Form ist sie das für meinen Geschmack nicht. Das hat mit neolibertär, sein und schein oder was-der-Geier-was nichts zu tun, sondern mit a) objektivem Journalismus, und b) guter Kinderstube.

    • Nehmen Sie es mir bitte nicht übel, dass ich zwar Ihren, bestimmt anständigen Motiven geschuldeten, Kommentar zum Basler anerkenne, dass ich mich aber über Ihre Schlussfolgerung masslos ärgere.

      Wissen Sie eigentlich, dass Sie mit Ihrem Kommentar, Ospel sei schlecht beraten gewesen, unabsichtlich zwar, aber doppelt und total daneben liegen?

      Würde der Verstorbene ihren Kommentar lesen können, würde er sich im Grab umdrehen, denn Sie attestieren ihm faktisch Unfähigkeit.
      Unfähigkeit im Beruf und, was schlimmer wiegt, Schuldunfähigkeit.

      Wahrscheinlich sind Sie der Meinung, ein Chef habe keine Verantwortung zu tragen, sondern Ratschläge seines Umfeldes zu befolgen..und sei deshalb gut bezahlt.

      Auf die Jahre 1933-45 gemünzt, lautete demnach Ihre Aussage „Wenn das der Führer wüsste!“

  44. Er hat nicht Paine Weber und Warburg Dillon Read (IGN Farben hatte ja ne interessante Vergangenheit) gekauft, denn die waren damals 30fach überbewertet.
    Durch den hohen Wechselkurse, WR dies ein reverse take over… Aber die CH ht die Angelsächsische Übernahme nie durchschaut.

    • Sorry, my translater does not understand your German. Could you rewrite that in simpler German please.

    • @English Expat
      How terrible. Of course, these days we adapt to machines and not the other way round.

    • Die Paine Weber wurde doch durch die Credit Suisse gekauft. Damals war Mühlemann der CEO von der CS. Oder liege ich da falsch???

  45. Der Artikel ist unter jedem Sauhund! Sofort löschen, eine totale Respektlosigkeit gegenüber allen Angehörigen.
    RYP – Marcel Ospel

    • Respektlos gegenüber allen Kunden ist es, wenn die Realität verzerrt dargestellt wird.
      Die Wirtschaftsgeschichte wird dies ohnehin später noch aufarbeiten.

    • Wenn man R.I.P. nicht mal korrekt wiedergeben kann, sollte man sich besser etwas ausgewählter ausdrücken.

    • Geht gar nicht: So eng sehe ich das nicht. Ospel war immerhin eine Figur der Öffentlichkeit, der bekannteste Banker der Schweiz und überhaupt einer der bekanntesten Schweizer. Seine Bezüge sprengten jedes Mass, sein Wirken darf als diskussionswürdig bezeichnet werden, es beherrschte die Medien jahrelang. Die Angehörigen werden seit Langem gemerkt haben, dass Ospels Beliebtheit im Volk besser hätte sein können. Und vielleicht hat L. Hässig sogar Recht mit seinen Ausführungen ?

    • RYP….heisst sicher…..Run Your Party…
      oder….Raffe your Polster (wenn man mit zu viel Geld stirbt)…oder Run your Profit (riskant in die Börse investieren) oder Rast-Yaa-Phaari (Banker als Rastafari)
      oder es ist eine altkeltische Form von „Rest Yun Peace“

    • RYP:

      Rest Your Palaver?

      Really, Young Padawan??

      Rita, Yvonne, Patricia???

      Whatthefuckdoyouwannasayman????

  46. Mein Beileid für die Familie.

    Ich wünsche Trauer und Respekt.

    Alles was man jetzt sagt, schreibt ist Vergangenheit. Jetzt ist der Mensch gestorben.

  47. Hoch zu fliegen, tief zu fallen! Ohne Steuerzahler wäre die UBS nicht mehr existent. Die Bank hat sehr viel Schaden angerichtet und niemand musste geradestehen. Am besten ist, wenn man mit Grossbanken keine Kontakte pflegt.

    • Vielleicht wäre sie untergegangen; dem ist wenig entgegen zu setzen. Was sie allerdings – dank der andernorts angesprochenen „internationalen Verlinkung“ – sonst noch mit sich gerissen hätte, wage ich nicht mal anzudenken. Das hätte den von dir angesprochenen „Steuerzahler“ hierzulande um ein vielfaches davon belastet. Da bin ich mir so sicher wie das Amen in der Kirche.

  48. .. er riskierte alles. – RIP.

    Und als die Bank zuviel Subprime-Ramsch auf dem eigenen Buch hatte, bekam auch er (und wahrscheinlich Wuffli et al.) kalte Füsse.

    So wurde denn dieser Subprime-Ramsch so gut es ging zur Bilanz rausgenommen und u.a. in absolute return Produkte und strukturierte Produkte verpackt und bei Mandats-Kunden und via Kapitalmarkt/Börse im Anlegerpublikum platziert. Sog. collateralized „verbrieft“. Mit dem Etikett: „Absolute Return“.

    Wohl wissend, dass es sich um hoch Risiko Anlagen handelte.

    Hinzu kam die internationalen Verlinkung der Banken, die allesamt in diesem Bilanzbereinigungs-Spiel mitverdienten und sich so der Risiken entledigen wollten. Mit dem Ergebnis, dass genau auch dies zur Beschleunigung, wenn nicht Auslösung der Finanzkrise führte.
    Denn die Subprime-Papiere wurden durch die Deregulierung des Kredit- und Immobilienmarktes in den USA indirekt begünstigt.

    Unter den geprellten hier u.a. viele Pensionskassen und ganz viele unwissende Anleger, denen ABSOLUTE RETURN PRODUKTE ALS GELDMARKTERSATZ VERKAUFT wurden.
    Und bankintern die Auflage, diese Ramsch-Produkte mit aller Gewalt zu pushen; geködert mit hohen bonuswirksamen Kommissionen für die Bankberater.

    Und genau das war der ETIKETTENSCHWINDEL, der in andern Ländern zur Abgeltung der geprellten Kunden führte.

    Nicht so hier bei uns in der Schweiz, wo die Gerichte unisono den Bankenplatz stützen und den systematischen Kundenbetrug zuliessen. Mangels Wissen und Beweisen – eine Lachnummer.

  49. „Effektiv war er einer, der nichts lieber tat, als alles zu riskieren.“

    Und wenn dabei das Verramschen der Schweiz auf dem Spiel stand. Letztlich ging es doch vor allem um sein Ego. Nur zu gern hätte er sich als der Finanzkönig der Schweiz und der Welt gesehen. Hinter solchem Streben kann doch nur ein Machtwahn festgestellt werden.

  50. Mit Ospel hat das Desaster für die Aktionäre der UBS angefangen, Vergütungen in einem totalen Missverhältnis zu den Erträgen, das bis heute trotz Finanzkrise immer noch Bestand hat. Dadurch erlitten die Eigentümer gigantische Verluste während sich viele Bänker wie auch Ospel trotz enormem Misserfolg wie der ultratiefe Aktienkurs deutlich aufzeigt privat ein Vermögen erwirtschaften konnten. Ein Desaster, das nicht nachvollziehbar ist und nicht für die Charakteren dieser Personen / Banker spricht.

    • Hallo???
      Könnte es sein, dass (bei aller Liebe zu den im Artikel angeführten Tatsachen) dein Gedächtnis ein wenig zu kurz ausfällt. Ospel war vor dem Absturz hochgefeiert, Mann des Jahres in der Bilanz und noch einiges mehr. Alle fanden die angestrebte Reingewinnrendite von 25% „obergeil“ und keiner (oder nur sehr wenige) sahen die Risiken wirklich. Ansonsten hätten die seinerzeitigen Kursverluste wohl kaum die bekannten Löcher in PK’s und anderen Anlagevehikeln verursacht!

  51. Frei nach dem Totentanz von Niklaus Manuel:
    (Der Tod spricht)
    Herr bancer, die zît ist umb, so kommet mit
    Auf erden ist für iuch des weilens nit
    (Der Banker respondiert)
    Herr tôd, gar grausam ist mir dieser befel
    So wird gepriufet nun mîn arme seel

  52. Sehr geehrter Herr Hässig mortuis nil nisi bonum dicendum est“. M.O. hat vieles richtig und einiges falsch gemacht, wie wir alle. Hatte unter ihm trotzdem die beste Zeit meines Erwerbslebens. Und nein, Die UBS hat die Swissair nicht zerstört, das hat diese ohne Hilfe selbst geschafft. Und ja, der Bund erzielte letzlich einen hohen Gewinn aus der Rettung der UBS. Die ewigen Jammeris, von denen nota bene die Mehrheit ohnehin keinen Franken Bundessteuer bezahlt, haben also keinen Franken „verloren“.

    • Ja es wurde ein Gewinn erzielt, weil alle Nationalbanken weltweit ihre Geldschleusen geöffnet haben, damit das Finanzsystem nicht auseinanderbricht. Somit wurde eigentlich indirekt Steuergeld eingesetzt. Diese Massnahmen wurden bis heute fortgesetzt. Das Ergebnis sind 250 Billonen Schulden weltweit. Somit hat sich der Staat seinen Gewinn weitgehend selber finanziert.

    • @Andreas Sollberger
      Alles aufgrund des etwas aggressiven Geschäftsgebaren der UBS??? Komm schon, darfst den Ball durchaus ein klein weniger flacher spielen; wäre die UBS seinerzeit untergegangen, hätte dies wohl kaum zu Wohlstand der meisten Schweizer gereicht (Was denkst du wohl, hätte die UBS als grosse Transaktionsbank noch alles mit sich gerissen?).

    • Bei alldem was in Ihrem Kommentar überlegenswert scheint, darf ich Sie doch bitten, genau zu bleiben.
      Die SAirGroup hat pleite gemacht, nicht die Swissair.
      Die Swissair-Markenperle wurde von der SAirGroup in den Abgrund gerissen.
      Die SAirGroup die auch jahrelang aus Swissair-Geld die marode Crossair des basler Ospel-Intimus Suter über Wasser hielt.
      Suter, übrigens auch ein Spieler, ein Zocker, der es über Jahre schaffte, den Eindruck zu erwecken, seine Regionalfluggesellschaft stünde auf eigenen Beinen und sei sicher geführt!

    • @supermario

      Es geht gar nicht darum, ob man die UBS hätte retten sollen nicht. Sie war ja systemrelevant. Oder nicht? Wenn jemand sagt, durch die Rettung wurde ein Gewinn erzielt, dann nur weil die Nationalbank also ein direkter Staatseingriff die Finanzwirtschaft gerettet hat. Wenn wir als von einer liberalen Marktwirtschaft sprechen, die durch eigene Kraft ihre Gewinne erwirtschaftet, sehe ich dies schon lange nicht mehr. Schlussendlich profitieren alle vom jahrelangen Eingriff der Naitonalbanken weltweit. Der Sozialismus hat schon lange Einzug gehalten, weil unser System einfach nicht funktioniert.

    • Der angebliche Gewinn für den Bund, entstand nur deshalb, weil die Finanzmärkte damals von den Notenbanken mit Frisch erzeugten Währungen (insbesondere Dollars der FED) durch Notenbank-Bilanzverlängerungen aufgeschwemmt wurden. Dies führte dazu, dass die Börsenkurse wieder höher bewertet wurden.

    • @A. Sollberger:

      ich kenne auch noch so einen Laden, der seit Jahrzehnten Verluste macht und trotzdem jedes Jahr Staatsgelder kriegt, um ihn (wortwörtlich) am Laufen zu halten: die SBB! Nicht wirklich TBTF, aber he, wir können es uns ja leisten. Dass daneben auch alle Jahre die SBB-PK mit Steuergeldern alimentiert ist, lassen wir mal nebenher erwähnt.

      Der kleine, aber feine Unterschied ist, dass die UBS in dieser Zeit meistens ein paar Fränkli Steuern bezahlt hat, mit denen man unseren Staat -darunter auch die SBB- finanziert hat. Die SBB hingegen ist als Verlust machendes perpetuum mobile kaum ein Pfeiler der Staatsfinanzen – nur gerade für das Kader, welches besser entlöhnt wird als unser BR.
      Ihre Logik stützt sich vermutlich auf das linke Mantra, das ein vom Staat ausgegebener Franken deren 2.7 in der Wirtschaft ausgegebene Franken auslöst… nur warum soll das dann bei der UBS nicht funktionieren?!?

    • @Andreas Sollberger
      Das beistreite ich wohl zuletzt; im Gegensatz zu den meisten Mitbürgern ist mir seit mehr als 40 Jahren klar, dass wir uns in einer sozialen (wohl eher mit grösserer Ausprägung) Marktwirtschaft bewegen. Das die Mehrheit aller Staaten protektionistisch eingreift, wenn dann etwas aus dem Ruder läuft ist nicht schön, aber vielleicht manchmal im Effekt etwas weniger unangenehm, als beiseite zu stehen.

  53. Ospel hatte grosses Glück, dass keiner gegen ihn vorging. So viel ich weiss, liess er sich sogar von der Bank bestätigen, dass nicht gegen ihn vorgegangen wird. Ospel hatte auch Angst, dass noch viel mehr ans Tageslicht kommt. Ospel wollte der Grösste im Investmentbanking werden und scheiterte an dieser Hybris. Viele Bankkunden verloren wegen dem Versagen von Ospel viel Geld und Vermögen.

    • Was muss auch sagen muss, dass alle zufrieden waren solange hohe Gewinne gemacht wurden. Wie diese entstanden sind, hat niemand hinterfragt. Wenn Herr Ospel sich gegen den Kauf dieser faulen Papiere gewehrt hätte und die Bank weniger Gewinn gemacht hätte, hätte man ihn an den Pranger gestellt. Somit können wir uns alle an der Nase nehmen. Gier nach immer mehr Geld ist eine Krankheit unserer Menschheit im Wesen. Wir kommen aber mit nichts und gehen mit nicht. Es ist alles nur geliehen. Ich jedenfalls möchte kein Ceo eine Bank oder eines anderen Finanzunternehmens sein, welches an der Börse kotiert ist. Vierteljährlich den Gewinn präsentieren und wehe dieser stimmt nicht. Dann sind alle Finanzanalysten enttäuscht und man zweifelt an der Fähigkeit des Managements. Somit ist er sicher nicht der einzige Schuldige am damaligen Debakel. Sondern wir alle. Macht verleiht bei den meisten von uns zu Dummheiten. Ich hoffe, es geht ihm jetzt gut.

    • Solch faktenlose Rundumschläge auf den Grabstein zu schreiben, ist m.E. ziemlich pietätlos. Da lob ich mir LH, der redigiert wenigstens – wenn auch ziemlich einseitig – die effektiven „Verfehlungen“ von ihm.

  54. De mortuis nihil nisi bene, aber für einen der soi-disant „alles riskierte“ und verlor, hinterlässt der Mann aus einfachsten Verhältnissen ein ganz nettes dreistelliges Millionenvermögen. Die Wahrheit ist, dass er Teil eines unfassbaren Bonussystems war, das Geld anderer Leute verzockte, dabei oft versagte und viel Leid und Schaden verursacht hat. Mit diesem Karma möchte man seinen letzten Gang nicht antreten. Immerhin soll er ein netter Familienvater und lustiger Fasnachtskumpel gewesen sein. RIP.

  55. Herr Hässig, Ihr Blog wird langsam zum Breitbart-Ersatz. Was aber wirklich auffällt: über den FIFA-Lauber-Skandal berichten Sie nicht. Wahrscheinlich würde das Ihrer SVP-FDP-Klientel nicht gefallen. Die Schweizer Justiz ist so tief gesunken, dass sie Bananenrepublik-Niveau erreicht hat. Den Private Banker-Geldwäscherkreisen ist das wohl durchaus recht so. Lauber muss weg!

    • Guter Beitrag! IP ist in den Händen der $VP / FDP Geld-Allianz! Lauber muss weg, aber es hat noch ein paar weitere …..

    • Na, dann sagen Sie uns doch mal, lieber Agent Orange, ob Sie wünschten, dass Herr Hässig den „unpolitischen Gutmenschen“ wie Ihnen nach dem Mund schriebe.

      Wenn Herr Hässig, was nicht erwiesen ist, auf der politischen Linie von immerhin ca. 30% der Schweizer läge, Herr Agent, dann wäre das nicht verwerflich, sondern passte Ihnen einfach nur nicht, klar?

      So wie Sie sich über die SVP äussern, muss angenommen werden, dass Sie sich die Schweiz in der EU wünschen und Ihnen die direkte Demokratie, inklusive kritischer Presse wie IP, gegen den Strich geht.

      Das ist Ihr gutes Recht.

      Nicht Ihr Recht ist es, Mutmassungen über angebliche Sympathien der SVP zu Lauber oder seinem ordinären Walliser Spezi Infantino öffentlich anzustellen.

      Oder soll ich mich Ihrer Kommentare zu Lauber wegen, Fragen stellen zu Ihrer eigenen Sexualität, denn es könnte ja sein, dass sich bei Ihnen hier ein Unbehagen Luft verschafft, das mit den FIFA-Ermittlungen wenig zu tun hat, ungefähr so wahrscheinlich, wie die angebliche Nähe der SVP zu Herrn Lauber, oder irre ich mich?

      Seien Sie also bitte vorsichtig mit dem Herbeischreiben von Erfundenem und Rufschädigendem, in der Hoffnung, es bleibe etwas haften.

      Es bleibt festzustellen, dass Sie höchstwahrscheinlich zu den damals dem Basler Zocker am lautesten applaudierenden Zeitgenossen gehören, einer Spezies die es zuhauf gibt, den Erfolgreichen die Füsse küssend, bei ihrem Sturz auf sie einprügelnd und „kreuziget ihn!“ schreiend.

      Wieso bloss sehe ich die Monty Python-Szenen mit den Steinewerferinnen vor mir, wenn ich Kommentare wie den Ihren lese?

    • @BIR:
      Es tut mir aufrichtig leid, dass Sie nicht die Ruhe gefunden haben, die man sich im Alter wünscht!
      Es muss bitter sein, sich wie ein kleiner Kläffer in die Wade der SVP/FDP verbissen zu haben und jetzt mit Kieferkrampf nicht mehr loslassen zu können.
      Wenn Sie aber Ihrem Blutdruck etwas Gutes tun wollen, konsumieren Sie doch einfach die Systemmedien wie SRF, Tagi, Blick und 20Min.

      Sie sind zu bedauern!

  56. Ospel, Wuffli & Co. haben der Schweiz etwa 10% des gesamten BSP gekostet(PaineWebber 20 Milliarden, Verluste von ca. 40 Milliarden, usf!); kurzum, de-fact wurde die UBS mehr als bankrottiert (Verluste welche das Eigenkapital bei weitem ueberstiegen und nur dank der Eidgenossenschaft konnte die UBS gerettet werden), das Kapital musst fasst vollstaendig durch NEUkapital ersetzt werden ein JAHRHUNDERSKANDAL und Armutszeugnis der Managementfaehigkeiten dieser Herren.
    Das WICHTIGSTE im Banking sind die RISIKEN zu verstehen – und somit haben sich die involvierten als die wohl SCHLECHTESTEN Banker der Welt qualifiziert
    Und der Actienpreis von heute ca. Fr. 9 beweist, dass auch weiterhin ziemlich unfaehige Manager diese Bank steuern

    • “Über Tote soll man nicht schlecht reden”. Haben die Toten die Schlechtes getan haben, vorgegeben, bevor sie von dannen gegangen sind. Vermutlich werden wir von Freunden des koreanischen Leader gemäss Ihrer Devise nur noch Gutes lesen, wenn er das Zeitige segnet. Irgendwie verrückt.

    • Soso, das finden Sie?

      Wissen Sie was?

      Ich verfluche eine ganze Reihe von Verstorbenen, die sich mit ihrem Tod im günstigsten Fall meine lebenslange Verachtung verdient haben und bedarf niemandes Zustimmung dafür.

      Ihre nicht ganz zu Ende gedachte These bedeutete nämlich, dass man eines Lenins, Hitlers, Chavez in Ehren gedenken solle, weil sie tot seien.

      Vergessen Sie das!

      Ospel war weder kriminell noch ein Mörder, wie die obgenannten, aber er hat sich durch sein Sterben nicht exkulpiert.

      Das heisst auch , dass es selbstverständlich jedem überlassen ist, seine Ansichten über einen Verstorbenen, mit wem auch immer, zu teilen.

    • Lenin, Stalin, Hitler, Pol Pot, Chomeini..Chavez..RIP??

      Haben Sie das so gemeint?

  57. Eigentlich eine sehr traurige Geschichte, denn mitnehmen konnte er die Millionen nicht. Ich weiss nicht woran es liegt, doch spannend wäre zu sehen, ob Frauen auch so machtgetrieben agieren, wie die grauen Männer mit zu viel Testosteron. Auch fand ich Ospel immer etwas naiv, den er glaubte, die UBS grösser als die US-Banken machen zu können. Wenn man sich die Geschichte anschaut, denn haben die Amis schon immer alle Mittel eingesetzt, eine Machtübernahme eines Konkurrenzen zu verhindern. Ergo, er hätte es so oder so langfristig nicht geschafft, mit oder ohne Investmentbanking.

    • Er hatte in der CS ja einen Kollegen, den Herrn Gut, der ziemlich ähnlich agierte. Zusammen haben diese beiden Götter der Schweizer Bankenwelt wirklich was ganz besonderes eingeleitet. Chapeau?

  58. Zwei Schweizer, die ihm ebenfalls als Steigbügelhalter auf seinem Grössenwahnsinnsritt dienten, wären auch noch zu erwähnen: Peter Wuffli, der bis kurz vor dem Knall als CEO die operative Verantwortung für den angerichteten Schlamassel trug und Peter Spuhler Stadler Rail), der im Verwaltungsrat an entscheidender Position dafür sorgte, dass Ospels überrissene Entschädigungen Jahr für Jahr abgesegnet wurden.

    Zum Schluss noch dies: der NZZ muss es – wie die „Republik“ schon schrieb und Eric Gujer abstritt – auflagenmässig doch schlecht gehen, wenn sie auf die abwegige Idee kommt, dem grössten Pleitier der CH-Wirtschaftsgeschichte im Nachhinein eine Plattform zur Verbreitung seiner von einer Wahrnehmungsstörung beinträchtigten Ansichten geben zu wollen…

  59. Das traurigste Kapitel ist wohl seine erste Heirat zu einer Koechlin. Der Bäckerssohn, der unbedingt zum High-Society von Basel gehören wollte. Eine Heirat nicht aus Liebe, sondern aus einem Minderwertigkeitskomplex heraus. Und trotzdem wurde er nie akzeptiert vom Daig. Also, folgte die Scheidung und eine Heirat zu einer Bodmer. High-Society von Zürich statt von Basel. Da blieb nur noch die Kronenhalle zum Protzen. Aber, er verlor nicht alles. Es blieben ihm mehr als 100 mio fürs Stöckli. Am Ende kann man wohl nur sagen „menschlich ein armer Siech“.

    • …auch eine Art von „Nachruf“…
      und auch das Privatleben
      darf nicht geschont werden?

    • Nicht nur menschlich en arme Siech. – Es bleiben 6 Kinder aus 3 Ehen (die Jüngsten heute 11 Jahre alt!), und die haben ein Täschchen an ihrem Kleidchen.

    • Sie überspringen Ospels Number Two und es gibt Bodmer und Bodmer.

  60. Gescheitert mit ca 175 Millionen auf dem Konto? Gescheitert ist lediglich seine Firma, die UBS und Geld verloren haben andere. Er war durchaus erfolgreich…

  61. „…vom miefigen Kleinbasel“ – was für eine Überheblichkeit LH.

    Diese Überheblichkeit ist in mehreren Artikeln auf IP zu sehen. Anfangs dachte ich immer Sie sind da um für die „armen„ Bankangestellten eine Plattform zu bieten. („arme“ Bankangestellte = Fussvolk keine Bonimilionäre)

    Dabei verstehe ich nur Ihren Hass gegenüber MDs, CEOs etc. – i.wie fehlt Ihnen die Empathie mit dem Fussvolk.

    Trotz allem Gott segne M.Ospel, er hat leider auch sein Geld nicht mit ins Grab genommen.

  62. ospel war einer der banker der den bankenplatz schweiz an die wand gefahren hat.
    eitle menschen sind gefährlich, swissair und business der ubs

    • Das sehe ich genauso wie Sie.

      Zwei Punkte dennoch:

      Bitte beachten Sie die Gross-und Kleinschreibung.
      Es entspricht korrektem Deutsch und erleichtert dem Leser das Verstehen.

      Es wäre der Faktenlage angemessen, wenn auch Sie korrekterweise von SAirGroup-Pleite sprächen und nicht von einem Konkurs der Swissair. Die SAirGroup hat die reiche Swissair-Gans ausgenommen, bis kein Geld mehr da war, und ist dann selber Pleite gegangen, die alleinig-einzigartige Markenperle im Portfolio, die Swissair, vernichtend.

      Nichts für ungut.

  63. Die UBS und ihr damaliger Chef Ospel sind bis heute dem Vorwurf ausgesetzt, der Swissair den Todesstoss versetzt zu haben.
    Ospel wollte Teil der Lösung sein, aber er war Teil des Problems, das uns bis heute verfolgt.
    Es schickt sich nicht, heute allzu Negatives über den Verstorbenen zu schreiben. Aber die Geschichte wird seiner Rolle den Platz zuweisen, die er in der Schweizer Finanzindustrie gespielt hat.

    • Was habt Ihr immer mit dieser Swissair?
      Es war das Verschulden der Firma selbst. Sie hat die Gewinne selbst nicht erreicht, die sie hätte erreichen müssen um zu überleben.
      Könnt Ihr das nie verdauen, dass sie unterging?
      Hätte sie die damalige Zeit überstanden, dann stände sie spätestens jetzt wieder vor der Pleite!!

  64. …und ganz vergessen geht, dass er, falls er nicht in die USA gejettet wäre, sondern zuhause geblieben wäre, die Gelder für ein Nicht-Grounding der Swissair hätte freigeben können. Nicht nur ihm, aber auch, verankt Swissair der Beginn des Ende.

    • Ziemlich einseitig.
      Ob das die Swissair allerdings schlussendlich wirklich gerettet hätte, oder den Niedergang einfach um ein paar Monate verschoben, kannst aber weder du noch der liebe Gott wissen. Und dann wäre die UBS auf einem ziemlich unbesicherten, wertlosen Grosskredit sitzen geblieben!

  65. Lieber Herr Hässig
    Nur peinlich und respektlos dieser Artikel. Ohne Herr Ospel würde es heute gar keine UBS mehr geben und den Bankverein schon gar nicht. Er war der Architket der heutigen UBS und alle die nach ihm kamen – mit Ausnahme von Herrn Grübel – haben keinen Beitrag zu der Weiterentwicklung dieser Bank geleistet. Es ist ein Schande gegenüber der Familie einen solchen Artikel zu schreiben. Herr Ospel hat einen Fehler gemacht, welcher nicht zuletzt auf dem Druck der Presse (also Ihnen) und der Analysten gründet, denn am Schluss seiner Zeit wurde die UBS als zu r isikoavers wahrgenommen. Herr Hässig, Sie sind absolut charakterlos.

    • Sorry, aber das kann ich so nicht stehen lassen.
      Marcel Ospel war, wie Herr Hässig korrekt schreibt, ein Gambler. Er war am Ende mit dem SBV, die Eigenmittel waren „verbraten“ mit seinen Käufen im Ausland. Er fand dann leider in M. Cabiallavetta einen ebenso gierigen Partner bei der alten UBS, der sich und die ganze GD der alten UBS, von Ospel über den Tisch ziehen liess. Es hat sich wohl niemand gefragt wieso die Fusion rückwirkend vollzogen werden musste, dies weil ansonsten dem SBV ende 1998 die Lizenz entzogen worden wäre wegen fehlender Eigenmittel.
      Herr Ospel hat viele Fehler gemacht, nicht zuletzt hat er eine „A…..lecker-Truppe um sich geschart, die sich nicht getraute die Wahrheit zu sagen; er gewann sie mit ensprechenden Boni.
      Ohne Herr Ospel gäbe es sicher noch die alte UBS (Bankgesellschaft), aber aller Wahrscheinlichkeit nach keinen SBV mehr.
      Man sagt man soll nicht schlecht über Verstorbene sprechen, aber falsche Lobhudeleien sind ebenso unangebracht.

    • Ob das nun kurz nach dem Tod geschrieben werden darf, darüber kann man sich streiten. Was Sie aber sachlich über den SBV/die UBS schreiben, ist kompletter Blödsinn. Einen Unternehmensführer als Opfer der Presse und der Analysten darzustellen – mein Gott! Das ist naiv und bestätigt, dass Sie dem Protagonisten selbst gar kein selbstständiges Denken attestieren.

      Bereits vor der Fusion mit der SBG hat sich der SBV an den Märkten verzockt, war unterkapitalisiert, mit der Fusion gab es aus der überkapitalisierten SBG wieder frisches Eigenkapital, welches wieder verzockt wurde, bis die UBS vom Bund gerettet werden musste. Nein, der Grund für dies alles waren vollständig überrissene, falsche strategische Ambitionen (Nr. 1 Investment Bank der Welt) aufgrund sehr günstiger Refinanzierungskonditionen, welche die Bank aufgrund des hochrentablen Offshore-PrivateBanking geniessen durfte, ein Wettbewerbsvorteil gegenüber der US Konkurrenz. Mit der damaligen Truppe der UBS wollte man Goldman Sachs, MS, etc schlagen – ein Witz. Solches zeugt von Naivität, Leichtsinn, Unbedarftheit und vor allem Verantwortungslosigkeit. Die UBS (auch die CS) könnte heute eine feine Bank sein, hätte sich nicht ihre Seele verkauft und sich in die Hände angelsächsischer Zocker begeben. Nach der GFC nahmen die Amerikaner die UBS und die Schweiz aus wie eine Weihnachtsgans. Warum? Weil die UBS schwere Fehler machte in den USA und in der EU, offene Flanken kreierte und die USA und die EU ihre Chance witterten, den Sturm auf die Burg (das Bankgeheimnis) zu wagen. Mit Erfolg, wie wir heute wissen. Sie knackten es, und es wurde von EWS – BR/Finanzministerin von Gnaden der SP – zu Grabe getragen. Der finale Stoss war das, den Finanzplatz Schweiz in die Bedeutungslosigkeit zu schicken, während in den USA das Bankgeheimnis Urständ feiert. Die heutige UBS leidet immer noch unter kulturellem Zerfall, hat sich nicht gefunden und driftet.

    • ….ohne Herrn Ospel würde es heute gar keine UBS mehr geben….mein Herr, ich glaube, sie verwechseln Herrn Ospel mit dem Steuerzahler.
      Vielleicht kriegen Sie Ihre innere Ruhe, wenn Sie Herrn Ospel alljährlich an Fronleichnahm und Allerheiligen einen Besuch abstatten. Im Gedenken an die Versenkung der Swissair.

    • Anstqand und Grösse erbt von den Eltern – was Luki hier schreibt hat er nirgends gelernt!

  66. Ich habe Ospel erlebt damals, das war eine keine gute Zeit. Leider ist es scheinbar bei der UBS heute noch schlimmer.

    • Die Ausbildung an der HWV ist hochstehend und praxisnah. Hätte er sich in Sachen Unternehmungsfinanzierung und Risiko an das gehalten was Max Boemle im Buch ( Pflichtgrundlage im Studium) dargelegt hat, dann wären die Exzesse der Bank nicht vorgekommen und sie wäre nicht an die Wang gefahren worden.

    • Da haben Sie recht. Dieses Argument zieht nicht, wenn man die Heerscharen geistig Uniformierter aus hochgelobten Kaderschmieden, aus St. Gallen oder woanders, denkt.

      Dass sich der Verstorbene vom KV-Stift hochgearbeitet hat, spräche wenn schon für und nicht gegen Herrn Ospel.

      Das Problem dürfte ein anderes gewesen sein.

      Vielleicht im Charakter gründend, vielleicht woanders.

      Wer weiss das schon.

      Die Tatsache bleibt, dass wir uns unserer liebdienerischen Wirtschaftspresse wegen, schon daran gewöhnt haben, dass früher als Diener des Wirtschaftsstandortes verstandene Bankenleiter, heute als Taktgeber der Wirtschaft hochgejubelt werden, etwa so, als würde in einem Industriebetrieb der Lager-und Materialverwalter über die Strategie des Unternehmens bestimmen.

      Was waren das noch für gesegnete Zeiten, als ein Holzach der SBG vorstand, ein geerdeter, respektabler Diener und kein Selbstbediener.

  67. Ospel hat rein äusserlich eine Bilderbuchkarriere vorgelegt.Sein tatsächlicher Leistungsausweis ist gezeichnet von Bluffen, Fehlentscheiden und Niederlagen. Durch sein Fehlverhalten hat er auch der Swissair geschadet. Zu guter Letzt musste er erleben, dass er als „Nicht-Willkommener“ in seinem Stammlokal, der Zürcher „Kronenhalle“, galt, vor allem bei Kunden, welche durch sein verantwortungsloses Verhalten direkt litten. Dafür durfte er sich in der Basler „Fasnachtskultur“ als Mäzen bejubeln lassen. Er wird durch die Presse sicher beklatscht und beehrt werden. Tatsächlich hat er die letzten Jahre in der Versenkung gelebt. Bei der UBS hat er eine Unternehmenskultur geschaffen, die auch heute noch durch unanständige Bonikultur „glänzt“.

    • Ospel war am Untergang der Swissair unschuldig.

      Opsel war ein Abzocker, aber die Swissair hat er nicht am Hut.

      Christoph Blocher eher. Mit der Ablehnung des EWR gab es keine Flugrechte innerhalb der EU. Dann kamen die Berater von McKinsey mit ihrer Hunter-Strategie. Vitamin-B-VR der Swissair nickte ab.

      Nochmals: Ospel, so wie er war, war unschuldig am Untergang der Swissair.

    • @ Daniel Müller: „..aber die Swissair hat er nicht am Hut“..Komplett falsch: Schauen sie mal wer alles im 18 Personen VR der Swissair vertreten war: Ja, die UBS, die CS, Frau Spörry etc. – und keiner kannte das Airline Business – alle segneten die von Swissair CEO Bruggisser ausgearbeitete Hunter-Strategie ab (Aufkaufen von maroden Luftlinien – am schlimmsten darunter die Sabena welche mit Ausnahme des Expo-Jahres in Brüssel in keinem! Jahr ihrer Existenz überhaupt einen Gewinn machte).

      Die gleiche UBS übrigens welche noch Kaufempfehlungen für Swissair-Aktien rausgab als diese finanztechnisch schon sehr schwer angeschlagen war und folglich alle flugnahen Betriebe (Swisshotel, Gate Gourmet, Swissport etc.) verkaufen wollte; aufgrund 9/11 wollte dann niemand mehr im September 2001 solche Assets, die Swissair fehlte dann die Liquidität, die Banken liessen die Swissair im Regen stehen. (UBS Kurer: wir haben denen den Stecker gezogen).

      Noch ein letztes: Und wer hat nun noch die McK-Boys geholt – jawohl, ebendieser VR in dem die UBS darin vertreten war. – Nur ein schwacher VR und unter ihm nur ein schwaches Management müssen Beratungsunternehmen vorschicken und dann sagen, Berater xxx hat uns empfohlen; eine solche Vorgehensweise ist nicht geprägt von Verantwortung und Führung.

      Ich schlage Ihnen vor, dass Sie sich besser zuerst sachkundig machen bevor Sie das nächste Mal andere Schreiber/Schreiberinnen belehren wollen.

    • Zu unserer aller Glück ist diese Swissair gestorben. Sie war nur noch ein Schatten ihrer selbst.

    • Ach ja. Die “Kronenhalle” mitsamt ihrer Kundschaft wird er nicht vermisst haben. Leute, die für eine miserable Kalbsbratwurst mit Zwiebelsauce und Röschti sFr. 45.00 hinblättern, wo es gleich um die Ecke eine viel bessere zu sFr. 7.90 gab (halt nur mit Senf und Bürli), waren zeitlebens nur sog. notwendige Mitläufer in seiner Gefolgschaft. Selber schuld.

    • Danke, Enigmabear!

      Ich wage zu ergänzen, dass die Hausbank der FDP, die Crappy Suisse, zeitgleich einen Analysten feuerte, weil dieser seinen Job machte und eine Verkaufsempfehlung herausgab für die Swissair-Aktie, was ihm dann von oben untersagt wurde, er aber nicht befolgte.
      Und CB war -wenn schon- mit der UBS verflochten, aber nicht mit der CS!

  68. ein gambler und verkäufer. schon speziell wie er seinerzeit mit dem maroden, ja praktisch konkursreifen bankverein die ubs übernommen hat. und keiner hats gemerkt. erst kenne wir. es wäre pietätslos über tote zu lästern.

  69. Es hat viel zu tun mit dem Neid der Restschweiz auf Zürich. Vor allem die Basler als Chemiegrossstadt und dem Rheinhafen als Tor zur Welt, haben es nie verwunden, dass Zürich wichtiger wurde als Basel. Hauptgrund waren Finanzplatz und Kloten mit der Swissair. Basel ist halt in jeder Beziehung etwas abegg. Das wollte man korrigieren, der Bankverein sollte die wichtigste Bank werden im Land. Und die Swissair musste man grounden, damit ein Basler mit der Crossair deren Platz einnehmen konnte. Beides ist misslungen. Den Schaden hat die ganze Schweiz. Die Banken gehören mehrheitlich dem Ausland. Die Swissair der Lufthansa.

    • Total lächerlich!
      Als Pharmagrossstadt hat Basel internationalen Ruf und Ansehen.
      Und Zürich?
      Eben. Wollte mit UBS und CS in der CL spielen – sind heute noch unterklassig – eine Belastung für das Ansehen Finanzplatz und Schweiz.
      Die SR hat anerkanntermassen ein Mismanagement der Sonderklasse. Hunterstrategie by Zurich!
      Also im umgekehrten Sinn:
      Zürich ist die kleinste und biederste Provinzhauptstadt.
      Schweigen im Walde…

    • Sorry Herr Zürich. Da hab ich wohl eine offene Wunde getroffen. Gute Besserung 😟

    • @Ingrid Fleig

      Wach auf, wach auf, liebe ahnungslose Ingrid!

      Früher konntet Ihr Basler wenigstens noch Fussball spielen. Und jetzt ist sogar das vorbei …

    • …hehehehe ! DER hat aber voll gesessen. Bin derselben Meinung und komm nicht aus „Züri“. Purer Neid…

    • @fleig, Zürich:
      Wird wohl so sein, wenn Sie das sagen.
      Wir Zürcher hätten gern den Sex-Appeal von Bohsl; dann kämen auch wir mit dem Auto mal wieder in unter einer Stunde durch die Stadt.

  70. Das Nahtod-Erlebnis der UBS hat Ospel zu verantworten. Ebenso die (ohne ihn) nachfolgenden Restrukturierungen. Ebenso die Entlassung von Tausenden. Ebenso die Gefährdung des sozialen Friedens in der Schweiz wegen seiner Abzockermentalität.

  71. Wie schaffen Sie das?

    „Indem man nicht meint, man müsse alles harmonisieren. Ich toleriere die konstruktive Disharmonie im Interesse des Ganzen. Und breche halt zwischenhinein mal eine Tafel Schoggi nicht in sieben gleiche Stücke, sondern in drei völlig ungleiche“.

    Marcel Ospel zu seinem Führungsstil. (Interview im „Magazin“ mit dem Journalisten Martin Beglinger im Jahre 2000).

    • Sie trauern in Millionen.

      Millionen haben in jedoch in schlechter Erinnerung.

  72. Geehrter Lukas Hässig

    Im Gegensatz zu Ihnen war Marcel Ospel ein Macher, hatte Visionen und hat viel erreicht. Ihr Bericht ist voll von Neid und widerspiegelt ihren Minderwertigkeitskomplex !

    Lieber Marcel Ospel – RIP

    Mit Marcel Ospel hat uns eine Persönlichkeit verlassen, die Ihresgleichen sucht. Er war ein Macher, er konnte Leute für sich und seine Ideen gewinnen und er hatte einen ausgeprägten strategischen Weitblick. Sein Charisma, Charme und Schalk waren fesselnd. Er war zwar fordernd, hat aber seinen Mitmenschen immer grossen Respekt und hohe Wertschätzung entgegengebracht.

    Er war ein Visionär und der Architekt der Fusion von Bankverein und Bankgesellschaft zur UBS, musste diese leider viel zu früh verlassen. Jetzt hat auch seine Familie, seine Freunde und Bekannten viel zu früh verlassen und wird schmerzlich vermisst werden. Er war und bleibt ein Monument und vor allem ein grossartiger Mensch. Hoffentlich wird die Geschichtsschreibung früher oder später seine Verdienste für die UBS, den Finanzplatz Schweiz und im Endeffekt für das ganze Land gebührend zu würdigen wissen.

    Mein herzliches Beileid an Adriana und seine Kinder

    • Ja ja Herr Bewunderer, es war aber auch höchst Grössenwahsinnig eine Strategie zu fahren, in welcher die UBS die Nummer 1 im globalen Banking werden sollte. Haben die Herren (nicht nur Ospel) im Ernst geglaubt die Wall Street Banken würden dies zulassen? Die Quittung mit der Steuerhinterziehungs- und Geldwäscher Affäre kam prompt und wo ist das Helvetische Bankgeheimnis heute? Noch Fragen?
      Wir möchten ja nicht alles nochmals aurollen aber die Swissair Geschichte war auch kein Ruhmesblatt seitens Ospel und seinem Stellvertreter. wie hiess er doch nochmals dieser Komödiant? 🙂

    • Mein Beileid zum Tod von Marcel Ospelt gilt der Familie Ospel.— Trotzdem muss Ihre Bewunderung für diesen Banker aber in Relation gesetzt werden. Als halbjährlich in den USA wohnende UBS-Aktionärin warnte ich an der GV von 2007 und nochmals 2008 die Führung bereits vor der Immobilienkrise in USA. Leider vergebens Die Bank erlitt im Februar 2007 durch die Geschäftsbeziehung mit der im Immobilienmarkt mit unseriösen Lockvogel-Angebote aufgefallenen New Century bereits einen Verlust von rund 1,4 Milliarden Dollar. Ich wies auch vergebens darauf hin, dass sogar der US-Kongress wegen der sich anbahnenden Immoblienkrise aktiv geworden sei. Zudem wurde ich auf meine schriftliche Anfrage im März 2007 betr. Hedgefonds DRCM angelogen, dort sei alles bestens. Dabei wurde bereits im März wegen massivster Verluste eine Ueberprüfung angeordent und dieser im Mai geschlossen. Falsche Anreizsysteme, Grössenwahn und die Gier (Ospel erhielt 2006 26,6 Millionen) nach immer höheren Gewinnen führten zum bekannten Absturz. Trotz einer Wandelaneihe 2008 von 13 Milliarden (jährlicher Zins 1,2 Milliarden) um das schlimmste Loch zu stopfen, wurden 12 Milliarden an Boni verteilt! Strategischer Weitblick sieht anders aus.

    • @ Bewunderer: Tragisch ist ein Tod immer, das vorweg. Seine „Verdienste“ für die UBS, den Finanzplatz Schweiz und im Endeffekt für das ganze Land gebührend zu würdigen wissen…Tja, ich denke da müssen Sie und Ihresgleichen aber noch sehr, sehr lange warten..
      Für meine Wenigkeit wäre es aber OK, wenn Sie mir den erlittenen, 5stelligen Kursverlust auf UBSN vergüten würden, ich würde Ihnen gerne meine Bankadresse zusenden (und ich glaube, viele andere Leser/Leserinnen auch noch).
      Ueber die indirekten Verluste in UBSN via Pensionskassenguthaben, entgangenen Steuereinnahmen etc. wollen wir grosszügig hinwegsehen.

    • Alberto Togni hiess der Komödiant welcher Ospel an der Swissair Pressekonferenz vertreten hat, als Ospel im Privatjet an NYC unterwegs und somit nicht erreichbar war.

    • @Bewunderer

      „Mit Marcel Ospel hat uns eine Persönlichkeit verlassen, die Ihresgleichen sucht.“

      Ja, das sehe ich genauso. Denn wer sonst hat es geschafft, mehr als 50 Milliarden zu vernichten? Und das nur, weil er den Hals nicht voll genug kriegen konnte!

      Von seiner „grossartigen“ Rolle beim Untergang der Swissair ganz zu schweigen …

    • @ Brigitta Moser-Harder

      Ein ehrliches und offenes statement, das die Hintergründe ansatzweise ausleuchtet.
      Und diese ansatzweisen Hintergründe machen mich und uns hier neugierig nach weiteren konkreten Ausführungen.
      Das wäre für uns alle hier aufschlussreich.

    • Natürlich war er ein Macher, ein grosser Schuldenmacher.
      Das ist das Musterzeichen eines Bankers.

  73. Damit bist Du auf untersten Stufe der verabscheuungswüridgen „Journalisten“ Gilde angelangt. So über jemanden zu schreiben, der noch keine 24h tot ist…wow…Gratuliere Lukas!

    • Ein Mensch sollte nach dem beurteilt werden, was er während seinem Leben tat, nicht ob er tot ist.

      Das sieht es bei Mr. Bonus alias „Ich habe Verantwortung!“ düster aus.

      Me. Bonus hat Manager verhasst gemacht wie kein Zweiter.

      Darüber sollten Sie nachdenken!

    • Wieviele Existenzen direkt oder indirekt zerstört sind, interessiert Sie offenbar nicht. Er wird vermisst werden, aber nicht von allen. Schönschreiben ist keine Tugend.

    • Danke “Klickzahlen sind Alles”. Das ist widerlich. Nur schon der erste Satz von Monsieur Hässig ist so etwas von degoutant. Ruhe in Frieden, Marcel Ospel.

    • Leute Leute Leute kriegt euch wieder ein. Was schreibe ich schön? Wo findet ihr in meinem Statement eine Beurteilung zur Person Ospel? Es geht einzig und allein um den pietätslosen Zeitpunkt dieses Berichtes von einem „Journalisten“ der jeden Tag die Moral und Ethik der Anderen in Frage stellt und anprangert. Ihr stellt alles in Frage nur nicht den, der eure Meinung vertritt – seltsam.

    • Was für ein jämmerlicher Kommentar. Du bist sicher ein feiger Troll von UBS. PFUI DEIBEL.

    • „Klickzahlen“, dann verabschiede dich halt von hier!!!

      der tod von marcel ospel lässt mich in etwa so kalt, wie MEIN tod IHN kalt gelassen HÄTTE…. sehen wir doch der realität mal ins auge…

      nur habe ich immerhin nicht so abgezockt und missgewirtschaftet…

      für die hinterbliebenen tut es mir natürlich auch leid! wobei man sich auch hier wieder fragen muss, warum ein 59 jähriger nochmals vater werden wollte … JA! geld wäre dagewesen… aber geld ist, auch wenn das die wenigsten ip-leser verstehen, leider, bzw. zum glück, nicht alles…..

    • Na ja die Wahrheit ist halt meistens hässlich ob lebend oder tot. Vorallem wenn die Person sich massloss überschätzt.

    • Kennt Ihr das “Peter-Prinzip”? Wohl kaum, wie wir alle Einfaltspinsel sind. DU/IHR und ich, wir alle. Da wird jemand die Leiter hinaufgestossen, in diesem Fall von uns Aktionären sprich CH-Pensionskassen. Und hat einen Engadin-Blender wie M.C. zum Chef. Das darüber herfallen ist Sache der gierigen Meute wie die meisten von Euch. Geht dann wenigstens in 3 Jahren abstimmen und nehmt Eure Frauen und Töchter mit.

    • Es ist keineswegs einsichtig, weshalb man auch kurz Verstorbenen gegenüber ungebührliche Nachsicht walten lassen sollte, vor allem auch dann nicht, wenn sie (zusammen mit vielen anderen) Schuld auf sich geladen haben.

    • Lieber Loomit, in der Banklehre lernt man, mit Kunden wie Ihnen umzugehen. Und Ihr Geld gewinnbringend anzulegen; falls Sie aber kein Bankkonto besitzen, ist Ihr Kommentar natürlich verständlich. Mit freundlichen Grüssen, Swiss Crossair

    • Das lernt man tatsächlich, aber als Warnung, nicht als Ansporn aus einer Bank eine Zockerbude zu machen.

    • Huch, die internen Revisoren könnten noch Geschichten zu Tage bringen, da würde heute noch so manchem Manager und Unternehmer bange werden… Aber wie heisst es doch so schön? Argentum non olet.

    • @(einer von vielen) Kritiker(n)

      Argentum non olet? Sie baden in Silbermünzen? Sie sind aber ein ganz Vornehmer, Sie!

      Für Marcel Du Pont und andere Normalsterbliche (wie etwa Sie Bemitleidenswerter – denn ich bade ja in GOLD-Münzen!) heisst es nämlich:

      Non olet PECUNIA!

  74. Dass nie bekannt wurde, dass die UBS damals von einem schweren Problemmann gelenkt wurde, hat mich immer erstaunt. Ospel war dadurch immer unberechenbar und Zeit seiner Berufswelt in einem viel zu grossen Anzug unterwegs.

    • Sein ewiger Vize Stephan Haeringer, der CEO Peter Wuffli, der
      damalige Riskmanager Marcel Rohner, versagten auch.
      Chefjurist Peter Kurer, angeblich das Gewissen der Bank (LOL),
      machte auch eine miserable Figur.

    • Eigenartig – das weiss nur der „Whistleblower“ – und nicht mal „IP“?

    • @Zweifler…. IP hat es mit „schon damals geht um, dass es Ospel an Disziplin mangeln würde“ umschrieben. Eine Zigarette nach der anderen und zitternde Hände. Mein Ausdruck wurde hier mit Problemmann umschrieben. Aendert nichts an der Tatsache.

    • Reiht sich ein mit Thiam, Collardi, Wuffli, Rohner uvm. Alle haben Anzüge mit grossen Taschen und kleinem Charakter.

    • @J Huber
      Absolut richtig gesehen. Haeringer war schon bei der alten UBS ein „non-event“. Ich weiss heute noch nicht wie er es in die GD geschafft hat. Dass er bei Ospel die Begleitung spielen durfte war daher nicht überraschend. Wendehälse brauchte er zuhauf.