Swissair-Liquidator zahlt 800’000 Minuszins

Wegen viel Liquidität auf dem Konto bei der ZKB landete 2019 horrende Summe bei SNB. Die investiert das Geld in Apple-Aktien.

Der Minuszins wird immer absurder. Die Nationalbank hat in den letzten Monaten, seit die Viruskrise im März die Börsenkurse in die Tiefe riss, Aktien zugekauft. Big Time.

Gleichzeitig landen immer mehr Minuszinsen von Schweizer Anlegern bei der Notenbank an der Börsenstrasse 15 in Zürich.

So hat der Liquidator der Swissair allein für 2019 den Betrag von 821’751 Franken als Minuszins der Notenbank zahlen müssen. So viel flossen von dessen ZKB-Konto zur SNB.

Der Swissair-Konkurs zieht sich in die Länge, der Liquidator versucht, möglichst viel Wert herauszuschlagen, um die Gläubiger zu befriedigen. Die verlieren wegen dem Minus Jahr für Jahr viel Geld, wie der Jurist soeben in seinem Brief an die Gläubiger ausführte.

Skyline von Manhattan? (Zerohedge.com)

Die SNB kauft ihrerseits wie verrückt Aktien an Wallstreet. Laut Zeitungsberichten, die sich auf die jüngsten Offenlegungen der SNB-Aktienkäufe beziehen, schlug die Schweizer Notenbank zu wie noch nie.

Sie kaufte im ersten Quartal 2020, vermutlich vor allem im Krisenmonat März, 3 Millionen zusätzliche Apple-Aktien, wie Barron’s, ein amerikanisches Wirtschaftsmedium, soeben klarmachte.

Damit hält die SNB per Ende März laut Barron’s über 17 Millionen Anteile an der erfolgreichen Computerfirma.

Beim Schlusskurs von gestern entsprach das einem Investment in Apple von 5,3 Milliarden US-Dollar. Die Aktie ist bereits wieder 5 Prozent höher als zu Jahresbeginn.

Goldbunker oder Titanic? (SNB, IP)

Ebenfalls massiv ausgebaut haben die Schweizer Notenbanker ihre Positionen in Microsoft, eine andere Computerfirma, und AT&T, ein US-Telefon-Konzern.

Während Apple- und Microsoft-Aktien stark zulegten seit dem Tiefpunkt im März, verhält es sich mit Aktien anderer Firmen umgekehrt, welche die SNB im grossen Stil erworben hat.

So kaufte die Notenbank über 6 Millionen zusätzliche Aktien von GE, eine grosse Elektrofirma. Neu halten die Schweizer fast 40 Millionen GE-Aktien. Wert gestern Abend, nach einem Kursrückgang von 3,5 Prozent im Tagesverlauf: 230 Millionen Dollar.

Das GE-Investment hatte schon zuvor stark an Wert eingebüsst. Im ersten Quartal sanken die GE-Titel um fast 30 Prozent. Im April und Mai gings dann weiter nach unten: nochmals 20 Prozent Minus.

Noch schlimmer erwischte es Helvetiens Bank der Banken mit dem Marihuana-Titel Aurora Cannabis.

Dieser krachte von Januar bis Ende März um fast 60 Prozent zusammen. Seither verlor die Aktie einen weiteren Viertel ihres Werts.

Kein High (Google.com)

Auf der einen Seite kassiert die SNB somit immer mehr Minuszinsen von den Sparern, darunter viele Pensionskassen. Diese gerieten durch die Börseneinbrüche im ersten Quartal ebenfalls unter die Räder.

Umgekehrt kauft die SNB in immer wilderer Manier amerikanische Aktien. Mit Apple, Microsoft, Amazon und weiteren Tech-Titeln fährt sie bisher gut, mit anderen von Firmen aus dem Auto- und Fluggeschäft weniger.

Entscheidend ist, dass die SNB die Kurse an der US-Börse als einer der ganz grossen Investoren inzwischen wohl mit prägt. Sie sorgt mit ihren Investments dafür, dass die Aktienmärkte nicht kollabieren.

Um was für Summen es dabei geht, lässt sich aus publizierten Zahlen und der Aussage eines SNB-Spitzenmanns ableiten. Seit Ende Februar stieg die durch die Notenbank neu geschaffene Liquidität um sage und schreibe 73 Milliarden Franken.

Davon fallen rund 9 Milliarden auf die sogenannte Covid-19-Refinanzierungsfazilität, wie SNB-Watcher Fabio Canetg auf Twitter hervorhob.

Sprich: Die Banken holten sich ihre Covid-Rettungskredite in diesem Umfang bei der SNB zurück.

Aus den beiden Zahlen folgt, dass die SNB seit Ende Februar, als die Corona-Krise die Märkte richtig erfasste, total 64 Milliarden Franken für ihre Käufe von Euro, US-Dollar und weiteren Währungen ausgab.

Einen grossen Teil investierte sie in US-Aktien. Diese schossen seither wieder hoch.

Die SNB stützt Wallstreet und schröpft die Schweizer Pensionskassen. Willkommen im Alpen-Wunder-Land.

Kommentare

Kommentieren

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Benötigte Felder sind markiert. *

  1. Dass Pensionskassen von der SNB mit Negativzinsen bestraft werden, was jeden Arbeitnehmer hart trifft, das scheint zudem keinen Politiker ernsthaft zu stören. Besteht eine der Hauptaufgaben der Schweizerischen Nationalbank darin, endlos weltweit Aktien und Devisen zu kaufen um den Marktkurs zu beeinflussen um damit einen „fiktiven“ Buchgewinn zu erwirtschaften? Kann damit das Platzen dieser Blasen aufgehalten werden?
    Die Rolle der Nationalbanken ist generell intransparent. Es gibt sogar Leute, die von „ihrer“ Nationalbank sprechen. Aber weder Volk noch Regierung noch sonstwer, den man nennen kann, hat Einfluss auf die SNB oder all die anderen ausländischen Nationalbanken. Man kann nicht von „unserer“ Nationalbank sprechen, wenn man keinerlei Einfluss hat. Daraufhin möchte ich hinweisen. Wer dort das sagen hat, bleibt inoffiziell, ist somit geheim. Man weiss bloss, dass das Handeln der Nationalbanken im Einklang mit den „anderen“ Nationalbanken steht und man sich hinter der totalen „Unabhängigkeit“ verschanzt. Wer „unser“ Geld druckt, vermehrt, mindert oder entwertet, das scheint Bürger und Politiker nicht zu interessieren. Oder haben alle einfach „keine Ahnung“ und ist das System „unantastbar“ absolut autonom und damit einfach „genial“ konstruiert?

    • Ist das nicht die CBC News Doku, die unser A-Medium SRG „abzockeridée suisse“ nicht ausstrahlen wollte?

  2. Mit der Schweiz sollte man das Gleiche machen wie mit der Swiss:

    Wegen Unfähigkeit grounden lassen und den Deutschen verschenken.

  3. Das Schlimme ist, dass hier steht das Geld geht an die SNB. Richtig ist: Die ZKB kassiert die Minuszinsen!!! Ob und wie viel sie von diesen gut 800’000 an die SNB weiterleiten muss, ist nicht klar.

  4. Nicht nur das die SNB die positivsten Werte der CH wie fin. Stabilität, freie Marktwirtschaft und pol. Sicherheit mit ihrer grössenwahnsinnigen Börsenwette aufs Spiel setzt, Nein es wird auch noch vor allem in Firmen investiert, welche Steuerumgehung im Billionenbereich vornehmen.

    Die Kantone, als Mehrheitaktionäre, sollten unbedingt die Reissleine ziehen bevor es zu spät ist.

    Von den Journalisten hätte ich gerne mal erfahren, wer eigentlich dieser deutsche Grossaktionär ist und woher sein Vermögen kommt?

  5. Kann es sein, dass die Zentralbanken einfach „Eine Feuersbrunst für einen Raub ausnutzen: Strategem Nr. 5“ anwenden [1]? Damit meine ich, dass die Zentralbanken den C-Virus als Ausrede nutzen dafür, dass sie ausserordentlich viele Finanzprodukte kaufen, um deren Preis zu erhöhen.

    Es ist höchste Zeit, dass die Schweiz Exportsteuern und Importsubventionen einführt. Das Ziel ist es, den Leistungsbilanzüberschuss auf 0 zu bringen. Der Leistungsbilanzüberschuss nützt nur wenigen Leuten. Die Besitzer von Exportfirmen sind glücklich. Der Leistungsbilanzüberschuss sorgt im Ausland für eine Knappheit an Franken, da ja konstant das Ausland mehr Güter und Dienstleistungen aus der Schweiz konsumiert als umgekehrt die Schweiz aus dem Ausland.

    Auch dürfen die Zölle auf keinen Fall höher werden. Der Bund könnte ja versuchen, mit höheren Zöllen die Importsubventionen zunichte zu machen. Wichtiges Detail: Post, UPS u.a. müssen gratis damit aufhören, „Verzollungsgebühren“ zu verlangen.

    Wenn die Knappheit des Frankens aufhört im Ausland, dank Importsubventionen plus Exportsteuern, kann die SNB die Bilanz verkleinern, bevor alles zusammenbricht und brennt.

    [1] https://johannes-fischer.net/blog/2017/08/26/eine-feuersbrunst-fuer-einen-raub-ausnutzen-strategem-nr-5/

  6. Die snb sollte in Schweizer Aktien investieren. Dann springen auch ausländische Investoren auf und wir hätten starke Firmen und Pensionskassen. Wieso unterstützen die snb USA ? Falscher weg. Bitte Swiss First

  7. Die SNB ist phantasielos. Wenn man den Franken schwächen will, muss man lediglich damit beginnen, Helikoptergeld an die Bürger auszuschütten. Man könnte ja mal mit einer Steuergutschrift beginnen und wenn es nicht reicht, beginnt man mit Grundeinkommen. Somit würden die ausländischen Spekulanten das alles finanzieren und – je nachdem ob man nur Bürger oder alle Einwohner der Schweiz mit Geld beglücken täte – 6,000,000 bis 8,500,000 Menschen wären happy.

  8. Ich finde diesen Artikel sehr eindimensional. Was soll die SNB konkret alternativ zu den Negativzinsen machen? Nichts, und eine – zu erwartende – Aufwertung des CHF in Kauf zu nehmen? Nehmen wir damit auch die entsprechenden Konsequenzen für unsere Exportindustrie in Kauf? Oder was würden Sie als Chef der SNB machen?

    Übrigens: die Artikel von Klaus Stoelker passen nicht in Ihr Format – Herr Stoelker ist Spezialist, nachträglich die Fehler anderer aufzulisten. Offenbar haben fast alle, inklusive weite Teile unseres Volkes Fehler gemacht – Es wird langsam peinlich.

  9. Nationalbank muss Franken schwächen. Trump will nicht, dass Währungen geschwächt werden. Trump will, dass Aktien hoch bleiben. –> Nationalbank kauft US Aktien, alle sind zufrieden. So einfach ist die Welt.

    • Hmmm, das Kapitel ‚Präsident befiehlt Aktienkurs‘ finde ich aber nur im Buch ‚Bananenrepublik für Dummies‘…

      Wollen wir Schweizer wirklich in Bananenrepubliken investieren? Wenn ja kann ich da eine Kongolesische Coltanmine mit Kinderarbeiter vermitteln…

  10. jordan wird wie hildebrand bei blackrock landen…
    mehr muss zu diesem traurigen thema nicht gesagt werden.

  11. Die Verzögerungstaktik ist bei Michael Lauber dieselbe, er wurde wiedergewählt von der vereinigten Bundesversammlung, die Gerichtskommission besteht aus dem Nationalrat und dem Ständerat.
    Die Anhörung wird nichts bringen, er als Rechtsanwalt weiss wie das Ganze hinaus geschoben wird, er bezieht weiterhin einen Lohn von jährlich CHF 300.000 zulasten des Steuerzahlers und wartet bis die Verjährung eintrifft.
    Reine Vetterliwirtschaft!

  12. Warum stützt die SNB nicht die hiesigen Aktien, anstatt diejenigen im Ausland zu pämpern? Gerade hiesige PKs sind bis über beide Ohren in inländische Fonds investiert, die sich gerade noch knapp über Wasser halten können. Ich bin gespannt, was passiert, wenn die Fonds noch weiter verlören und PKs die Segel streichen müssten. Alle Kritiker, die die SNB und Konsorten für Teufels Werk halten, sollte bewusst sein, dass vermutlich ihre PK voll investiert ist und sie am Ende des Tages weniger Pensionsgelder zum Verteilen hat. Der Umwandlungssatz würde kontinuierlich gesenkt werden müssen, die lächerliche Tiefe Verzinsung dürfte vollends abgeschafft werden und der Rest der Substanz könnte kaum mehr für alle reichen. Es sieht düster aus, wenn unsere eigenen Werte nicht mehr stiegen und dadurch die PKs allesamt in die Bredouille geraten würden, was kurz davor steht.
    Also liebe SNB, warum nicht in eigene Werte im SMI und andere Schweizer Indexe investieren, als in ausländischen Titel, die für unseren Wohlstand Nullkommanull bringen?

  13. … Die investiert das Geld in Apple Aktien…

    Dies entspricht nicht den Tatsachen. Die SNB investiert passiv in Aktienindizes, z.B. MSCI USA. Dass in diesem Index wegen der Börsenkapitalisierung auch Apple-Aktien enthalten sind ist logisch. Sonst wäre es kein Index. Wenn Sie in einen Index investieren, investieren Sie in alle Aktien, die in diesem Index enthalten sind automatisch. Sie sind demnach diversifiziert.

    Die Behauptung, die SNB investiere alles in Apple Aktien ist daher unwahr und entbehrt jeder sachlichen Auseinandersetzung mit diesem Thema.
    Sie suggerieren hier vorsätzlich, dass die SNB nur auf eine Aktie setze und dies ist nachweislich falsch; wird aber seit Jahren gebetsmühlenartig wiederholt.

    (Bin nicht von der SNB, sondern Asset Manager für eine PK, die gleich anlegt!)

    • Einzelaktie oder Indexabbildung ist irrelevant hier, wieso kauft sich die SNB überhaupt einen ausländischen Aktienindex zusammen? Vor allem noch wenn die Hälfte der Komponenten vor dem Bankrott stehen…

      Bei weiterem Überlegen gilt die Frage ja auch für PK‘s…..

  14. Aktienkäufe durch Zentralbanken sollten schlicht verboten werden. Markteilnehmer die „funny money* per Knopfdruck aus dem Nichts schaffen können manipulieren weltweit die Assetpreise. Der Zweck einer Börse ist eine faire Preisfindung. Dies ist heute schlicht nicht mehr gegeben. Wenn dies so weitergeht gehören den Zentralbanken bald alle Aktien auf diesem Planeten. Ein no go.

    • der zweck der börse dient alleine dem erfinder…

      und wenn die welt so flauschig und gerecht wie die ihre wäre,
      bräuchten wir auch keine @treuhänder….können sie mich lesen)))

    • @Treuhänder

      „Wenn dies so weitergeht gehören den Zentralbanken bald alle Aktien auf diesem Planeten.“

      Das ist ja der Sinn der inszenierten Corona-Krise !

  15. Lieber erfolgreich in die in US-Wirtschaft investieren (Apple et al !); als in das serbelnde und auseinander fallende Europa.

    So ist Italien blank und pleite.
    Frankreich ist nicht der grosse Motor.
    Deutschland auf dem absteigenden Ast.

    Also gilt: USA first.

  16. Herr Hässig, seit wann ist GE eine Autofirma?
    Ok, in der Hitze des Gefechtes…..
    Zum Thema:
    Es ist offensichtlich , dass Herr Jordan sich in der Rolle des Investement-Banker der Nation sehr, sehr gefällt.
    Selbstkritik oder Selbstzweifel kennt er nur vom Sagen.
    Sein Vorgänger wird Ihn hoffentlich bald beim gleichen Arbeitgeber begrüssen dürfen.

  17. SNB engagiert sehr gern erfahrene und talentierte Anlageberater, auch Teilzeit !
    Apple Aktien sind keine Nebenwerte mehr ! Was würden Sie mit Chf 5 mrd kaufen ? Genossenschaftliche Sennerei & Molkerei, Birnenswil ?

    • Das wäre wenigstens in der Schweiz investiert und nicht 800 Mia. plus im Ausland.

      Freudliche Grüsse

    • der herr martell ist wohl aus birnenswil…
      die wissen da schon was sache ist ))) @ rico ))))

  18. Die SNB ist nicht mehr handlungsfähig. Sie muss auf Teufel komm raus, den CHF schwächen. Sonst fällt der USD und EUR unter 80 Rappen und reisst ein zusätzliches Loch von geschätzten 150 Mrd. CHF in die Bilanz. Ausstieg aus dem USD und dem Euro geht auch nicht: die Verkäufe würden die Börsen nach Süden treiben, den CHF weiter in die Höhe katapultieren und den internationalen Zorn auf die Schweiz lenken.

    Kursschwankungen sind Buchverluste / -gewinne, also noch nicht wirklich schlimm. Richtig dramatisch wird es, wenn die ersten Blue Chips in Amerika und Europa in Konkurs gehen und die SNB die Verluste realisiert muss. Sobald das passiert, ist die SNB pleite und der Schweizer Franken Geschichte. Die Fiat Währungssysteme waren schon vor der Corona Krise am Kippen, dank dem Virus und dem kopflosen Handeln der PolitikerInnen geht das nun noch viel schneller.

    • Zauberlehrling Jordan wird es schaffen!

      Ohne Auftrag, ohne Strategie, ohne Vision! Ein EU-Beitritt oder gar die Aufgabe der CH-Franken und die Übernahme des EUR muss sich Jordan nach Corona ebenfalls abschminken.

      Schuld ist aber nicht Hildebrand und schon gar nicht Jordan, nein, Schuld ist dann Corona!

  19. Die SNB traut eben einfach US-Firmen mehr zu als Schweizer Firmen. Ausserdem ist ja der Schweizer Aktien-Markt begrenzt. Die Schweiz ist nur ein kleiner Finanz-Fisch. Das der Steuerzahler und Schweizer Bürger damit auf unfreiwillig zum Aktien-Mitzocker wird – ist natürlich unschön und alles andere als demokratisch. Oder hat jemand von der SNB mal nachgefragt, ob man das will?

  20. Das wichtigste wurde weggelassen, dass nämlich die SNB den CHF schwächt. Aber genau durch Auslassungen kann man manipulative Berichte schreiben. Nur so nebenbei spielt es keine Rolle, ob die SNB Geld verbrennt, Geld druckt oder irgendwie investiert und damit die Bilanzen aufbläht. Dieses herumgeschreie um die SNB-Bilanz ist einfach absurd, weil die SNB die Macht hat, alles auf Knopfdruck zu löschen oder ein Mehrfaches entstehen zu lassen. Die Dimensionen sind halt für Otto Normal nicht mehr greifbar, aber gesamtwirtschaftlich problemlos tragbar. Bzw. Ohne die SNB wäre der EUR nur 90 Rappen wert, der USD nur 80 Rappen, die Schweiz hätte keine Touristen mehr und die ganz Wirtschaft müsste die gesamte Wertschöpfung woanders hin auslagern, weil es sich nicht mehr lohnt, in der Schweiz auch nur eine Schraube einzudrehen. Dass vergessen alle Stänkerer und vor allem die ganzen Egoisten, deren Lebenszweck es ist, billig in Deutschland einkaufen zu gehen und diese Erfahrung hier in IP lobzupreisen.

    • Aber genau das braucht es. Dann werden unsere Löhne sinken. Die Mieten werden sinken. Die Immobilienpreise werden sinken. Alles kommt dann auf ein vernünftiges Preisniveau zurück. Ein Niveau das demjenigen Europas entspricht. Irgendwann kommen wir nicht um diesen äusserst schmerzlichen Prozess herum. Aber Politiker und auch der Herr Jordan und alle Grossverdiener-Mänäger fürchten sich davor. Weil sie dann mit Schimpf und Schande zum Teufel gejagt werden. Und das verwöhnte Schweizervolk muss die Ärmel hochkrempeln und sich neu beweisen.

  21. Woher kommt die neue Artikel-Virus-Schleuder auf IP dieser Tage, LH? Heute sind grad 3 Themen am Start. Jedes für sich einzigartig, in Kombination untauglich. Und dazu viel zu wenig IP-mässighässig aufgemacht. Gerade das Zusammenspiel Clubs, Politik und Taxpayer dürfte schon etwas vertiefter vorgetragen werden. Gewinne in die Klubkasse und die Hooligans-Pyros-Chaoten-Kosten dem Steuerzahler. In jeder Stadionstadt, notabene. Und BR Amherd vergisst die Auflage eines überfälligen wie tauglichen „Kurven“-Konzepts gegenüber der Fussball-Liga und deren „happy camper-Club-Präsi“ als Notgeldempfänger. Und wenn das Blatt von der Dufourstrasse im LH-Text noch etwas Beifall ruft, erinnert dies doch höchstens an die Balkonklatscher neulich für eine wirklich echt starke Leistung von Tausenden NiedriglöhnerInnen in einer andern Profigattung … Fazit: Weniger (Artikel) ist mehr (Inhalt). Bleibt gesund und tut was.

  22. Erstaunt ? Die Vasallen müssen liefern, dies war schon bei den Römern so. Ein Anruf von Jerome bei Thomas genügt ! Dazu kommt, dass die FED im Gegensatz zur SNB – noch – gar keine Aktien kaufen darf.

    • die fed ist ja die aktie, der markt in sich wenn sie so wollen…@frosch

      egal ob jordi oder sein meister hildebrand both belong to the blackrockgang.

  23. Glauben Sie wirklich dass die Schweizer Pensionskassen nicht auch die U.S. Technologie-Aktien in ihren Depots haben? Über die letzten zehn Jahre haben alle von deren Kurswertsteigerung profitiert.

  24. GE eine Autofirma? Bis heute dachte ich immer, das sei ein Mischkonzern. Ist da etwas GM gemeint? Die machen Autos.

    • ge stellt mehr für die autobranche her wie zum beispiel gm selber,
      aber egal….dass unsere snb von blackrock und mckinsey personal geführt und verscherbelt wird regt ja auch keinen ip_ler auf))) that’s life

  25. Die SNB kauft Aktien gemäss MSCI-Welt Gewicht. Die Dominanz des US-Marktes nimmt stetig zu und liegt bei rund 67% Marktkapitalisierung (ex Schweiz). Das hat sowohl mit dem Erfolg der Amerikaner zu tun wie auch mit dem wirtschaftlichen Misserfolg des zunehmend nach dem Sozialismus geführten Europa. Und hier liegt auch der Knackpunkt. So wie sich die Eurozone heute präsentiert ist der Euro überbewertet und nicht unterbewertet wie die SNB vorgibt. Gegeben der Höhe der uneinbringbaren Schulden einiger der EZ-Länder, den gigantischen Kreuzverpflichtungen der EZ-Länder, dem Risiko einer bevorstehenden Restrukturierung dieser Länder oder sogar ein zusammenbrechen der Währungsunion ist der realistische Euro/CHF Kurs eher bei 0.60 – 0.80 anzusiedeln, wenn überhaupt. Jeder kann selber den Verlust in den SNB-Büchern ausrechnen.

  26. Herr Haessig
    GE ist keine Autofirma. Es wuerde Ihrem Selbstverständnis als Journalist helfen Ihre Recherchen sorgfaeltig zu betreiben
    Zu viele Ihrer Artikel sind „hingehudelt“ und enthalten Ungenauigkeiten
    Schadet Ihrem Ruf

  27. Aber aber Herr Haessig, so viele Fluechtigkeits- und Schreibfehler!
    Und dann kategorisieren Sie noch faelschlicherweise GE als grosse Autofirma, sind Sie etwa vom Virus befallen. Heute ist definitiv nicht ihr Tag und das Konstrukt und der Artikel ist nun wirklich nicht lesenswert.
    Gute Besserung und bis morgen…..

  28. Die SNB muss kräftig Gewinn machen, in Bern stehen die Politiker bereit um die SNB zu melken für ihr Corona Desaster. Für die AHV würde sich keiner einsetzten, resp argumentieren die SNB sei nicht für dies zuständig. Bei Corona sieht es anders aus, und wie wir wissen selbst eine UBS Rettung ist mal drin, auch wenn es nicht der SNB Aufgabe ist. Echt schlimm wird es wenn die SNB die Greta sponsert.

  29. Interessant wäre auch, wie hoch die Anleihenskäufe sind. Die meisten werden wohl ebenfalls in den USA gekauft, wo es ja doch noch ein wenig Zins gibt. Aber wie stehts mit der Sicherheit? Das Ausfallrisiko dürfte erheblich sein.

  30. Bravo LH ich habe auch Mühe, in USA zu investieren, da unterstützt man ja indirekt den übelsten Präsidenten, den die Welt gesehen hat.

  31. Die SNB kaufte Aktien von Marihuana-Produzenten!
    Die Schweizerische Nationalbank, die Ende 2019 über Vermögenswerte in Höhe von 887 Milliarden Dollar verfügte, kaufte im ersten Quartal Apple (AAPL), General Electric ( GE) und Walt Disney-Aktien (DIS) auf. Die Bank erhöhte auch ihre Investitionen in den Marihuana-Produzenten Aurora Cannabis (ACB) dramatisch. Die Schweizerische Nationalbank legte die Geschäfte in einer Form offen, die sie bei der Securities and Exchange Commission (Quelle:SEC) einreichte.

  32. Ich verfolge das schon lange über einen meiner Newsfeeds, wo ich solche Transaktionen der SNB gemeldet erhalte. Es ist krass wie kreuz und quer US-Aktien gekauft werden. Da gibt es mitlerweile Beteiligungen von bis zu 5% – Notenbanken als Market Maker und Manipulatoren. Und immer der Steuerzahler als letzte Sicherheit.

  33. Das Ganze läuft einfach auf die globale Verstaatlichung der Wirtschaft hinaus (sorry für das sprachliche Paradoxon). Die wichtigsten Notenbanken machen ja alle das gleiche als wäre der gleiche „Staat“ dahinter. Ganz sicher ist die gleiche Idee/Motivation dahinter….

  34. Um den Kurs des Frankens gegen ausländische Devisen zu schwächen, kauft die SNB mit frisch geschaffenen Geld ausländische Aktien und bringt so den Franken im Ausland unter die Leute. Mit den Negativzinsen hingegen will die SNB die einheimische Wirtschaft beleben und verhindern, dass die Anleger Franken auf ihren Konten bunkern, sondern sie sollen sie in die Wirtschaft investieren.
    Ein Liquidator muss von Gesetzes wegen das laufende Geschäft auflösen, Vermögenswerte liquidieren und der Verpflichtungen der Gesellschaft erfüllen. Da er die Vermögenswerte nur sicher und jederzeit verfügbar anlegen kann (auf der Bank oder in Bundesobligationen), vermindern sich die Vermögenswerte derzeit auf jeden Fall. Das ist für die Swissair Gläubiger und Aktionäre äußerst stoßend. Aber die EU mit ihrer Geldpolitik hat die SNB in diese Bredouille gebracht. Alle wollen vom Euro raus in den Franken rein und kaufen wie wild Bundesobligationen, die keinen Zins bringen, sondern man zahlt für das Privileg, Bundesobligationen zu haben, einen Aufpreis von bis zu einem Prozent pro Jahr.
    Guter Rat ist teuer, wenn man nicht will, dass der Frankenkurs in astronomische Höhen steigt.

  35. Gähn, und vom höchsten Niveau … „So kaufte die Notenbank über 6 Millionen zusätzliche Aktien von GE, eine grosse Autofirma.“
    Ist doch super Recherche…

  36. Vermutlich zieht der Liquidator der Swissair die ganze Sache weiterhin in die Länge, bis es kein Geld mehr hat. Er lebt sehr gut davon. Ich habe als ehemaliger Angestellter noch Forderungen gegenüber meinem ehemaligen Arbeitgeber Swissair. Wahrscheinlich bekomme ich keinen Franken, während Liquidator Wütrich schon seit bald 20 Jahren abzockt.

    • Zumindest fährt Herr Wüthrich Ferrari … in Anwaltskreisen wird derlei Leichfledererei genannt und selbstverständlich wird die Leiche geplegt bis alle Taschen leer sind und das Fleisch auch noch vom Knochen getrennt ist, also sauber ausbeinen …
      Aber da alle inkl. die Gläubigervertreter von diesem Taschenleeren und Ausbeinen profitieren, hat’s kein Korrektiv. Unter dem peinlichen Deckmäntelchen „ich hole für die Gläubiger so viel rein, wie ich nur kann“, füllt sich der Leichenflederer die Taschen, isst Filet, trinkt Chateau Petrus und fährt Ferrari. Prost ihr lieben Gläubiger – eine Runde geht noch!

    • Dass eine Natuonalbank den Aktienmarkt beeinflusst, ist skandalös. Die BoJ hat diesen Schei… auch gemacht und den Nikkei hat sich seit 1987 bis heute von seinen knapp 40’000 Punkten nie mehr erholt. Heute ist er 20’000. Die SNB soll aufhören zu zocken und ihren Grundauftrag – Währungsstabilität etc. – erfüllen. Investieren in Aktien ist etwa das idiotischte, was eine Nati-bank tun kann …

  37. Sehr interessante Artikeln!
    Die Paradoxe werden immer mehr offensichtlich…jetzt ist nicht gerade der Zeitpunkt, aber irgendwann müssen wir diskutieren über die zentrale Aufgaben der Notenbanken. Meine wissen waren Inflationbekämpfung und Geldwertstabilität in der USA kommt noch dazu Beschäftigung. Aber keine Zentralbank auch solche Aufgabe als “ Grossinvestors“ und “ Schrottpapiere käufer“ , da für diese Aufgaben gar keine langfristige Know How haben. Jetzt war ok: die Kantonen brauchen Dividenden und das ist gut, aber wenn den Markt einmal wieder crasht, was machen die? Ich bin gar nicht optimistisch diesbezüglich, aber who cares…
    Das die Swiss eine riesige Kredit von Bund bekommt einerseits, und die ex- Swissair die Negativzinsen zahlen muss ist nicht nur Bedenklich, sondern sehr Fragwürdig!

    • Herr Starinvenstor ohne Portfolio
      Ich muss schon sagen resp. Schreiben;
      Wenn Sie so investieren wie Sie Schreibfehler machen, resp. eigenes Deutsch Schreiben Pflegen, dann viel Erfolg mit ihren investitionen

    • scheint es auch nicht zu sein, bei @galliker die kohle anzulegen. sein holperzeiler bringt es doch immerhin auf fast 10 schreibfehler. möchte lieber nicht wissen, was er ausserhalb seiner guten deutschsprachlichen kenntnisse noch vorzuweisen hat.

  38. Unglaublich, dass eine Nationalbank am Aktienmarkt spekuliert, dazu noch in diesem Ausmass. Das gehört sicherlich nicht zu den Kernaufgaben dieser Bank.

  39. Der Text ist zwar etwas sehr reisserisch geschrieben, doch inhaltlich hat er wirklich was den Leser nachdenklich macht.
    Auf den ersten Blick ist die Logik nicht nachvollziehbar, doch könnte der Autor auch anmerken, dass es keinen direkten Zusammenhang zwischen Minuszinsen und Aktienkäufen der SNB gibt.
    Was sicherlich für mich als steuerzahlender Normalbürger nicht nachvollziebar ist, dass die Negativzinsen noch immer als Heilmittel für die Schwächung des CHF durch die SNB propagiert wird.

  40. Wenger Plattner kassiert seit 17 Jahren …VR blieb ungeschoren, PK vergoldet und nun werden wegen der langsamen abwicklung auch noch die negativzinsen fällig….die auszahlungen hätten schon viel früher gemacht werden können….

    nun noch eine zahlung und Herr Wütrich geht in rente.

  41. Ein Armutszeugnis für den Liquidator UND die SNB.

    Wer schaut eigentlich dem Liquidator auf die Finger? Hat er interveniert, um den exorbitanten Minuszins nicht zu zahlen? Und wer, bitteschön, sorgt dafür, dass die SNB true & fair arbeitet?

    Kann es sein, dass dies alles Beamte oder ehemalige Beamte sind, die sich ihrer Apanagen freuen, selbst aber keinen Biss haben?

    Wirs Zeit, dass die Aufsichtsbehörden v.a. mit Aufsicht glänzen, aber weniger mit Behördenallüren wie schlafen, Papiere lesen und lange Sitzungen abhalten, die nichts bringen.

    Höchste Zeit, dass mit dem eisernen Besen gekehtt wird.