Die News waren derart wichtig, dass die Finanzmarktaufsicht (Finma) gleich zwei Communiqués verschickte.
Eines zum neuen Organigramm, ein zweites zum Abgang der bisherigen Nummer 2. Gezeichnet von je einem Pressesprecher des Watchdogs.
Zwei Medienleute sind aber nicht genug. Die Stelle für externe Kommunikation bei der Banken- und Versicherungsaufsicht umfasst drei Personen.

Vor gut 15 Jahren, als die Finanzwelt unterging und die Finma UBS-Kapitän Marcel Ospel zum Rennen herausnahm, genügte ein Sprecher.
Jetzt also Faktor drei. Das gilt für die ganze Organisation. Waren es bis 2009 rund 300 Finma-Angestellte, sind es heute mehr als doppelt so viele.
Gestern kam noch eine Matrixorganisation dazu. Der neue Chef der Finma, Stefan Walter, ein Hardcore-Beamter aus Deutschland, hebt einen neuen Bereich aus der Taufe.
Die „Integrierte Risikoexpertise“.
Verpackt wird die Aufblähung in effizient klingende Worte. „Mit der Bündelung dieses Knowhows wird die integrierte Aufsicht gestärkt.“

Tatsächlich gibts ab sofort noch mehr Chefs in der Berner Riesenbehörde, noch mehr Organigramm, noch mehr Beamte – bezahlt vom Bürger.
Das gleiche Lied beim Bundesamt für Gesundheit (BAG).
Berühmt geworden im Covid, gibt es dort keine Grenzen mehr, was das Wachstum an Mitarbeitern, Kadern und Aufgaben angeht.
Kettensäge in Bern? Nicht doch.
Ein Trump-Musk-Kennedy-Zerschlagen kennt die Bundesverwaltung nicht. Es bleibt beim zaghaften Versuch durch Ex-Finanzverwaltungs-Chef Serge Gaillard, das Budget um wenige Milliarden zu kürzen.
Traditionelles Familienmodell hat ausgesorgt
Die Grossen von Links, allen voran Cédric Wermuth, sorgten mit Poltern und Getöse für ein schnelles Einschlafen des Vorhabens.
Back to Berner Alltag, wo das Geld in Strömen fliesst.
Geld, das vom Bürger kommt.
Vom Steuerzahler.

Welchem? Jenem, der am Morgen aufsteht, in die Hände spuckt, Leistung bringt. Um am Ende des Tages der Familie etwas auf den Tisch zu stellen.
FDP und SP wollen genau diesem Nettozahler an den Kragen. Die grosse Bundessteuerreform geht Familien mit Kindern und einem Alleinernährer an den Kragen.
Unter dem wohlklingenden Namen der Individualsteuer machen sie der alten Traditions-Lebensform der Eidgenossenschaft den Garaus.
Kinder grossziehen – die wichtigste Aufgabe -, und eigenfinanziert durch eine bewährte Arbeitsteilung von Alleinerwerb und Haushalt schmeissen sein Leben gestalten: Nicht mehr en vogue.
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Die beliebtesten Kommentare
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Das überdimensionierte Geschöpf ist die UBS, nicht die FINMA. Allein für die UBS wären 2-300 dauerhafte embedded Aufseher nach Art Sonderbeauftragter/Dauerbetriebsprüfer die Untergrenze, ein Klacks im Vergleich dazu was diese Bank mittlerweile für das Land bedeutet.
Schliesslich: nur weil andere Länder ihre Staatsbediensteten wie Scheisse behandeln, das Geld lieber in NGOs versumpfen lassen und ganze Kontinente mit Weichwährungseinheiten bewerfen („Förderung der frühkindlichen Baumumarmung Phase 2b, 87 Millionen Euro“) muss die Schweiz ja nicht denselben Fehler machen. Es ist ein guter Weg Kaufkraft in die Binnenwirtschaft zu lenken.
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Finma: in 15 Jahren von 300 auf 600 Leute.
Stadt Zürich: Mit rund 33 000 Mitarbeitenden für das Gemeinwohl und die Bevölkerung der grössten Stadt der Schweiz einzusetzen. In der Stadt Zürich wohnen mehr als 440’000 Menschen.
Über den Daumen beschäftigt jeder Zürcher 13 Angestellte mit Salär ab CHF 79.000 pro Jahr.
Stadtpräsidentin Corine Mauch verdient fürstliche 252.000 Franken im Jahr – und kassiert trotzdem Spesen: https://weltwoche.ch/daily/am-hofe-zu-zuerich-zuerichs-stadtpraesidentin-corinne-mauch-verdient-fuerstliche-252-000-franken-im-jahr-und-kassiert-trotzdem-spesen-soweit-das-auge-reicht/-
Inhaltlich einverstanden – und dennoch möchte ich Sie daran erinnern, dass wir (noch) keine deutsche Kolonie sind, also eine eigenständige Rechtschreibung mit Apostroph und Sortenpunkt für Währungen kennen, v.a. wenn es um unsere Währung CHF geht (was die Deutschen machen, kann uns auch in diesem Zusammenhang egal sein)!
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@Ein Patriot
Die Schreibweise von Geldbeträgen und Zahlen ist internationalen und nationalen Gepflogenheiten unterworfen und deshalb nicht immer ganz einfach. Für Ihr weiteres Studium: https://www.zeichen-setzen.ch/assets/zb_14-5_waehrungen.pdf
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@“Los Angles“: Am besten liest Du Deine Quelle nochmals: „Bei den Währungen gelten in der Schweiz leider andere Regeln als im umliegenden Europa. Schweizer Franken und japanische Yen werden bei Währungsangaben immer mit Dezimalpunkt,nicht mit Dezimalkomma gegliedert“. Das Apostroph ist, wie wir unsere 1’000er bündeln. Nochmals zum Mitschreiben: Wir machen unser Ding in unserem Land, wie wir wollen. Merci!
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Stefan Walter ist seit dem 1. April 2024 Direktor der FINMA. Von 2014 bis 2024 war er Generaldirektor bei der Europäischen Zentralbank ( EZB ).
Artikel selber lesen: https://www.cash.ch/news/top-news/der-neue-finma-chef-kommt-von-der-ezb-676761
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Was in aller Welt machen eigentlich diese 600 Beamten in dieser Finma? Führen die alle Banken und Versicherungen in der Schweiz? Dann wären die entsprechenden Chefetagen ja überflüssig.
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Das gleiche Lied beim Bundesamt für Gesundheit (BAG). … dort keine Grenzen mehr, was das Wachstum an Mitarbeitern, Kadern und Aufgaben angeht.- Könnten sie dazu genauer erklären, was Sie meinen? Laut Mitteilung vom 26. Februar wird das BAG kanpp 20 FTEs abbauen.
https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/das-bag/aktuell/medienmitteilungen.msg-id-104317.html -
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Das Kontroll-System muss von nachgängigen Revisionen bei der UBS auf Live-Prüfungen (à la Schiedsrichter im Fussball) umgestellt werden, was effektiver (weil präfentiv) und erst noch mit deutlich weniger FINMA-Mitarbeitern (eindeutig kostengünstiger) zu bewältigen wäre.
Die Politik ist gefordert – handeln anstatt lamentieren (@CWermuth)! -
Fakt ist ja dass die FINMA in den letzten Jahren und auch zu Zeiten der Finanzkrise nicht besonders effektiv und präventiv gearbeitet hat. Da kann eine Konsequenz daraus ja nur sein das gewisse Veränderungen vorgenommen werden.
Vielleicht sollte man erstmal abwarten bevor wieder alles schlecht geredet wird.
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Wer je mit der Finma zu tun hatte, der weiss: Diese Behörde ist sehr schlecht ausgelastet und sucht verzweifelt nach Arbeit.
Da werden riesige Dossiers einverlangt, mit völlig unwichtigen Informationen. Mit Vorliebe von kleinen Instituten und Vermögensverwaltern.
Wo es dann aber wichtig wäre (siehe die CS, welche eine Risikochefin einstellte, die keine Ahnung hatte), da macht die Finma nichts. -
Schade eigentlich das Wir als Gesellschaft ‚Finanzen‘ dermassen, ja eigentlich viel zu viel, Raum eingestehen und damit alles andere unterdrücken und zerfleddern. Es müsste mehr Bodenständigkeit und menschlicher Sachverstand her um derartiges umfassend zu regulieren so das alle beteiligt sind anstatt unbeteiligt & rechtlos dumm dastehen zu müssen.
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Wird schwierig, dauernd Bankmauscheleien wegen fehlender Aufsicht zu kritisieren und gleichzeitig den Ausbau der Aufsicht anzuprangern.
Wie’s grad zum Stuhlgang passt.
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Es geht nicht mehr darum, jemanden wie Marcel Ospel zu entfernen, wenn schon alles zu spät ist, sondern solche Dinge zu verhindern. Darum tuts nicht mehr ein Sprecher. Foifer und Weggli zusammen geht nicht.
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Immer mehr Wölfe bei gleichzeitig abnehmender Zahl an Schafen?
Macht biologisch keinen Sinn (ausser für GRÜNEE). -
Tschäinsoooo!
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Die Kacke ist am Dampfen, auch in der Schweiz.
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@Gummihals
Sigmund Freud führte auch den Begriff des Analcharakters ein, um Menschen zu beschreiben, die eine ausgeprägte Liebe zum Detail haben. Diese Menschen weisen auch andere Auffälligkeiten in ihrem Verhalten und Erleben auf, wie zum Beispiel eine besondere Ordnungsliebe und Sparsamkeit.
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Der Familienbonus würde mit der Individualbesteuerung hinfällig. Dieser Heiratsbonus wurde jedoch nie richtig thematisiert. Man sprach ausschliesslich von der Heiratsstrafe, welche aber nur Doppelverdiener im Hochlohnbereich betrifft.
Die Staatsquote, also das Verhältnis der staatlichen Ausgaben zum BIP, wird auch viel zu selten angesprochen und schon gar nicht gedeckelt. Der globale Medianwert liegt bei 29,1%. Die Schweiz bei gut 32%. Eine definierte Maximalgrenze von z.B. 30% würde die laufende Vermehrung der Staatsstellen vielleicht eindämmen.
Die Finma hat beim CS-Untergang versagt bzw. diesen erst ermöglicht. Dieses Versagen ist natürlich eine Steilvorlage, um die Anzahl Stellen massiv aufzustocken. Ist zwar nur Augenwischerei, denn es ist kein Garant, dass künftig durchgegriffen wird. Dazu braucht es nicht mehr Leute, sondern Personen mit Rückgrat. Mit einem Ober-Wuff-Wuff aus dem grossen Kanton ist man diesbezüglich super aufgestellt. Wirecard lässt grüssen.
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Das dauerend CS-Argument langweilt.
Die FINMA hat mutmasslich viele Exzesse bis hin zum Untergang des Schweizer Finanzplatzes verhindert. Von vielen erfahren Sie gar nicht, weil die Firmen das zu verhindern wissen. Die Kosten der FINMA im Vergleich zu der Wahrung vor existenziellen Risiken für das Land geringen Kosten sind das wert.
Wenn Sie schon über die optimale Grösse und Ausrichtung sinnieren, dann doch bitte umfassend und nicht an einseitig ausgerichteten Einzelbeispielen. Merci.
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@YoMan
Hier handelt es sich eindeutig um einen Finma-Angestellten, der sich betroffen fühlt. Wie komisch deren eigene Sichtweise ist, zeigt, dass man den CS-Fall als Einzelbeispiel empfindet. Dass es hier um den mit Abstand grössten Fall mit einem Schaden im zweistelligen Milliardenbereich geht mit dem Verlust von mehreren zehntausend Arbeitsplätzen, kehrt man natürlich noch so gerne unter den Teppich.
Um auf die gleichen Folgen bezüglich Schaden und Arbeitsplatzverlust zu kommen, hätten mehrere grössere Banken und hunderte von kleinen Gesellschaften Konkurs gehen müssen. Je kleiner eine Gesellschaft ist, desto härten geht man die an. Dafür ist man bei den grösseren Gesellschaften umso lockerer. Als Bankenrevisor wundert man sich immer wieder über etliche Entscheide der halbherzigen Aufsicht.
Bitte, gern geschehen.
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Da Trump erst seit ein paar Wochen begonnen hat in den Hochschulen den Wokeismus auszuschalten, wird unsere Vollkasko-Management-Mentalität und verkorkste Bürokratie von Scheinheiligen in etwa 25 Jahren Besserung erleben. Bis dann: Viel Spass!
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Luki, die FINMA finanziert sich durch Gebühren und Aufsichtsabgaben und nicht durch Steuern. Wenigstens ein bisschen könntest Du für Deinen Artikel recherchieren.
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Denken tut weh. Wieder so ein Rechengenie. Wer bezahlt die Gebühren und Abgaben? Banken etc! Und von wem wohl holen die sich die Kohle? Na, klingelt es jetzt….
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Wir haben nicht mal Geld, sondern Währungseinheiten die aus heiss gebuchter Luft mit immer neuen Krediten und Bankbilanzverlängerungen entstehen. Dafür kassieren die Banker dank Monopolstellung Zins und Zinseszins aus einer immer höheren Kreditmenge.
Die Grosschwätzer in der Politik wie Wermuth haben keine Ahnung davon wie das betrügerische Finanzsystem mit den Falschgeldwährungen abläuft. Regierungen , die sich durch Falschgeld finanzieren lassen und gar nicht wirklich wissen was echtes Geld und Märkte sind, werden keinen vernünftigen Lösungen zustimmen, weil sie dann selbst sofort überflüssig werden.
Änderungen wird es erst dann geben wenn das Schuldenschneeballsystem komplett crasht.
Das könnte noch etwas dauern. -
Die FINMA hat die Gebühren für kleine Versicherungsbroker und Vermögensverwalter vervielfacht und den Aufwand an Reporting, Registration und weiteren Schikanen explodieren lassen. Im Falle der Credit-Suisse hingegen, hat sie versagt, was den Schweizer Steuerzahler noch sehr viel Geld kosten wird, da Massenklagen (Class Actions) in diversen Regionen (speziell in Nordamerika und in der Region Middle East) im Gange sind. Sollen kleine Akteure aus dem Markt weggedrängt werden? Wohin steuert diese „sogenannte“ Aufsicht?
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@Bengal – diese Politik wurde schon vor einigen Jahren bereits in Deutschland eingeführt: kleine und wendige Anbieter wurden in Sachen Kosten und Kapitalanforderungen peu à peu an die Wand gedruckt. Es sollen nur die grossen Anbieter im Markt übrigbleiben, da können die Aufsichtsbehörden so richtig absahnen und bewirken trotzdem nichts – Grüsse von der CS. Es ist leider so und niemand in der Politik thematisiert diese Tendenzen = viele Politiker sind mit den grossen Anbieter auf verschiedenste Art verbandel. Man beisst nicht die Hand die einem füttert!
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Die FINMA wird nicht vom Steuerzahler finanziert, sondern von den Finanzinstituten. Allerdings trifft es zu, dass die FINMA zum Monster wird.
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Recht so… und hoffentlich scharfe Zähne dazu. Ich habe genug von Bankenskandalen mit public money bailouts.
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Die Deutschen können sich eben sehr gut verkaufen.
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„noch mehr Beamte“
Himmel wie oft denn noch? Es gibt KEINE Beamten in der Schweiz. Null, Nada, Niente. Es handelt sich um stinknormale Angestellte. Woher diese hoheitliche Befugnisse erhalten sollen, ist ein Rätsel.
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Überdurchschnittlich gut besoldete und praktisch unkündbare Angestellte. Weit entfernt von stinknormalen Angestellten.
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Felsasepp, wenn du es tausend mal laut vor dir selbst hersprichst, wird es schon Realität werden.
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Vor wenigen Jahren haben Bücherexperten mit Sach- und gesundem Menschenverstand die Schweizer Wirtschaft geprüft, testiert und konstruktiv begleitet. Heute nennen sie sich Experten und Prüfer, arbeiten häufig nur noch Checkliste-artig die Finma-Vorgaben ab. Und nur der Selbstschutz (Beweislagen) sind ganz wichtig.
Deshalb ist ein anspruchsvoller Berufsstand zu Dokumentisten und Archivaren verkommen. Wer stoppt endlich den staatlichen, ruinösen Kontrollwahn?
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Reine Arbeitsbeschaffung für Überschuss-AkademikerInnen…
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Die FINMA wird nicht durch Steuern finanziert, sondern durch Abgaben der Beaufsichtigten.
https://www.finma.ch/de/finma/organisation/finanzierung/-
Finanziert mit überrissenen Bankgebühren somit also doch wir Bankkunden.
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@vanderbrueggen
ganz genau. für einen kleineren Vermögensverwalter mit 30 Mio. Assets bedeutet das eine zusätzliche Steuer von 10% auf den Einnahmen. Dazu kommen Revision, AO, Ausbildungs“gebühren“ etc. Alles in allem rund 20% bis 25% Steuer. Noch nicht inbegriffen MWST, AHV (mit Steuercharakter) und ordentliche Steuern! Betriebswirtschaftlich denkend müsste man sich überlegen, besser ALV und Sozialleistungen zu beziehen! Oder einfach die Abgaben zu verweigern…
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Wer heute noch links/grün wählt, sollte entmündigt werden.
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Heisse Luft gut verpackt und verpackt.
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Haben wir nicht schon genug von denen!
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Vor wenigen Jahren haben Bücherexperten mit Sach- und gesundem Menschenverstand die Schweizer Wirtschaft geprüft, testiert und konstruktiv begleitet. Heute nennen…
Finanziert mit überrissenen Bankgebühren somit also doch wir Bankkunden.
Die FINMA wird nicht durch Steuern finanziert, sondern durch Abgaben der Beaufsichtigten. https://www.finma.ch/de/finma/organisation/finanzierung/