„Aus Sicht des Finanzplatzes macht Ermotti alles richtig“

Beim Widerstand der UBS in Frankreich und weiteren Ländern wegen Schwarzgeldes gehe es nicht allein darum, sich nie erpressen zu lassen. Sondern: Die Bank sei solche Aufopferung ihrem Heimatland und seinen Bürgern geradezu schuldig.

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  1. Es ist absolut so, dass Ermotti richtig handelt. Zum Zeitpunkt galt die Abgeltungssteuer genau eben für nicht versteuertes Vermögen. Da waren auch andere Länder und nicht nur die Schweiz dabei. Frankreich erhielt bereits Geld daraus und konnte ziemlich genau abschätzen, wieviel unversteuertes Geld es war. Nachträglich Banken für unlauteres Gebaren vor ein (Pseudo-) Gericht zu ziehen ist unterste Schublade. Der Deal hiess damals Abgeltungssteuer. Basta. Und der BR soll das den Fröschen zu West der Schweiz und den nördlichen Sozialisten gleich mal klar so stecken. Der Schindluderei dieser EU muss ein gehöriges Ende gesetzt werden.

    • „genau abschätzen, wieviel unversteuertes Geld es war. “ Würden Sie daran glauben, dass die angegebenen Zahlen den gesamten Betrag umfassen? Frei nach: Na Kleiner, wieviele Guetsli hast du denn in den letzen 60 Jahren heimlich gegessen?

  2. Also … ich muss schon sagen: ich glaubte mich wirklich allein mit der Meinung, dass ein solcher Prozess durchaus im Sinne der Bank und der Gesellschaft liegt.
    Es kann doch nicht sein, dass eine Erpressung einer Gesellschaft so locker von der Hand geht, dass bei einem Verdachtsmoment der Beklagte umgehend bezahlt.
    Es ist tatsächlich so, dass eine Handlung fragwürdig sein kann: dann ist es Aufgabe der Justiz darüber zu befinden und nicht ein Gemauschel stattfindet. Und dass ein Rechtssystem funktioniert, hat der Fall Raoul Weil bewiesen. Aufgabe der Politik ist es sicherzustellen, dass sich die Politik nicht einmischt: weder in der Schweiz noch im Ausland. Und es ist nicht Aufgabe der CH-Behörden den Kläger beim Verfassen des Amtshilfe-Stellers zu helfen. Sorry … so machen es v.a. die USA!

  3. Ahahah….jetzt kurt de Geiger sogar der Webermotti zu “ Nationalhelden“….ist private Meinung oder Partei…schlechte Witzt…die Misere kreiert durch post – Ospel Zeiten ist nicht besser als die vorherige, aber jetzt sogar durch Parteiselite verteidigt….vielen Dank an die Fake Helden in Bahnhofstrasse und Ihre reicher unterstützer!

  4. Sehr geehrter Herr Professor Geiger

    UBS = Wilhelm Tell? Wollen wir die UBS zu einer zentralen Identifikationsfigur des Finanzplatz hieven? Wollen wir nicht endlich über die Ursachen reden? Herr Lukas Hässig, wo ist der Artikel über die vermeintliche Erpressung UBS vs. Landesregierung verschwunden?

    Horten von Geld in Form von Finanzwetten in der Finanzwirtschaft resultiert in Schuldenkrisen. Nur wenn das vom Finanzsektor emittierte Geld vollständig in den realen Wirtschaftskreislauf eingespeist wird und dort verbleibt sind Schuldenkrisen ausgeschlossen. Die Umsetzung dieser banalen Erkenntnis durch entsprechende Regulierungen des Finanzsektors scheitert an der real existierenden Vermögensverteilung (inklusive echte Ahndung von Steuerhinterziehung) und einer übermächtigen Lobby des Finanzsektors vor der die Politik kapituliert hat und die Volkswirtschaftslehre den Kopf in den Sand steckt.

  5. Man muss sich schon die Frage stellen, wie der politische Rahmen unseres Bankgeheimnisses gegenüber dem Ausland ab 1945 war. Europa brauchte damals unbedingt Währungen, die stabil waren und der Schweizerfranken war dies, deshalb wurde auch das Bankgeheimnis mit Steuerhinterziehung von Europa und vor allem Deutschland akzeptiert. Nicht viele Amerikaner waren 1960 Kunden der Schweizer Banken, aber sehr viele Deutsche und Franzosen.
    Den Amerikanern war die Situation der Schweiz bewusst und sie offerierten den Schweizer Banken das «Qualified Intermediary», was US-Kunden von Schweizer Banken zu ehrlichen Steurzahlern machte, aber nicht alle übrigen von anderen Nationen. Die beiden Grossbanken haben diesen Privatvertrag gröblich verletzt und US-Kunden bei Steuerbetrug geholfen. Dies flog auf und zerstörterte unser Bankgeheimnis und führte zum automatischen Informationsaustausch nach OECD-Art. Wir mussten das FATCA Abkommen mit den USA als offiziellen Staatsvertrag ratifizieren.
    Die EU-Nation Frankreich kopiert nun das Vorgehen der USA.Das Steuerhinterziehung von französischen Kunden stattgefunden hat, ist nicht die Frage. Die Frage ist, bis wann dieser ursprüngliche „Courant normale“ des Schweizer Bankgeheimnises auch in den EU-Staaten gültig ist, nur bis 2009, als in den USA alles auflog oder auch noch 7 Jahre später.
    (Automatischer Informationsaustausch).
    Die Deutschen sind mit „Whistleblower“ und Steueramnestie gegen ihre Steuerhinterzieher vorgegangen, das französische Vorgehen ist gefährlicher, es bedeutet enorme Bussen für die Schweizer Banken und dies wird sich auf alle übrigen EU-Länder auswirken. Man hätte dies vermeiden können, wenn man einen gleichen Vertrag mit der EU wie mit den USA abgeschlossen hätte, aber mit einem Stichtag, um frühere Sachen zu vergessen. Aber so etwas kam nie Frage, weil die EU für uns ein lächerlicher Papier-Tiger ist und praktisch alle von SVP und FDP dieser Meinung sind, die Führungen der Grossbanken am stärksten. Resultat verlorener Prozess in Frankreich, was das gleiche Resultat für den Schweizer Finanzplatz bedeutet wie mit den USA.

  6. Was ist wohl besser? Die eigenen Verfehlungen bei unversteuerten Kundengeldern zu leugnen um einer Busse in Frankreich zu entgehen oder als Wistleblower im Devisenhandel Absprachen Fall zuerst ebenfalls mitmachen und dann schnell die Anderen verpfeifen um einer Busse zu entgehen. Charakterlos in beiden Fällen. Wieso Kunden der UBS noch vertrauen. Einfach unglaublich dumm.

    Was ist mit dem Diethelm Beitrag von Gestern geschehen? Waren sie beleidigt bei UBS? Arme Truppe.

    • ist wohl klar: superprovisorische verfügung usw. androhen ‚konsequenzen‘ etc.

      wir kennen das nun mittlerweile von vielen anderen fällen.

      und am ende muss jemand zurücktreten.