Vontobel liess Hoeness nachts via Bär dealen

Steuersünder nutzte Konto der Bank bei Konkurrenz; Vontobel mit Star-Fussballern in München und Schweiz.

Die Geschichte von Uli Hoeness und seinen aberwitzigen Devisen-Deals ist noch nicht fertig erzählt. Jetzt wird bekannt, dass Hoeness auch bei Julius Bär tradete.

Weil seine Zürcher Hausbank Vontobel den Handel nur zu Bürozeiten betreibt, brauchte Hoeness für die Abend- und Nachtstunden ein anderes Finanzhaus. Hoeness galt als süchtig.

Hoeness‘ Vontobel-Banker organisierten ihm einen geheimen Zugang zu Spielgeld bei Konkurrentin Julius Bär. Dies sagt eine Quelle.

Ein Sprecher der Bank Vontobel wollte sich gestern Abend nicht dazu äussern. Julius Bär sei eine geschätzte Partnerin für Outsourcing-Services, so wie andere Banken auch.

Hoeness kriegte laut der Quelle von der Vontobel-Bank einen Geheim-Code für seine Anrufe bei Julius Bär. Damit konnte er sich als Berechtigter für Deals in zwei- oder gar dreistelliger Millionenhöhe ausweisen.

Damit ihr VIP-Kunde Hoeness auch in der Nacht mit Devisen spekulieren konnte, stellte die Bank Vontobel der Fussball-Legende und Bayern-Präsidenten ein eigenes Konto der Bank zur Verfügung.

Die Bär-Leute wickelten sodann alle Deals von Hoeness über dieses Vontobel-Konto bei Bär ab. Am nächsten Tag verbuchte dann die Vontobel die Gutschriften und Belastungen auf Hoeness‘ Konto.

Alle profitierten: Bär lastete ihre grosse Devisenplattform aus, Vontobel kriegte für ihre Dienstleistung Gebühren. Und Hoeness konnte seinen Drang nach dem Devisen-Kick befriedigen.

Wie bei Vontobel, wo ein ganzes Team für Hoeness zuständig war, hatte dieser auch bei Bär einen eigenen Kundenberater. Der hiess M. und stand für Hoeness und dessen Aufträge allzeit bereit.

Für die Vontobel-Bank droht Hoeness zur Belastungsprobe zu werden. Die Version, dass der Finanz-Amateur das Konto von 20 auf 150 Millionen Euro und dann auf 0 brachte, überzeugt nicht.

Beobachter bringen das Münchner Bankhaus Donner & Reuschel ins Spiel. Dort sitzt Florian Hoeness, Sohn des Steuersünders, im Beirat. Filius Florian leitet auch die Wurstfabrik des Vaters.

Denkbar ist, dass die ganz grossen Devisendeals in dreistelliger Millionenhöhe über Hoeness-Konten bei den beiden Banken Vontobel und Donner & Reuschel liefen.

Durch geschicktes Steuern der Devisenkurse, für die es keine verbindlichen Regeln gibt, wäre es laut einem Experten möglich, die Gewinne und Verluste am „richtigen“ Ort anfallen zu lassen.

Gemeint ist, dass das deklarierte Konto bei Donner & Reuschel Verluste und das Schwarzgeld-Konto bei der Vontobel Gewinne gemacht hätte.

Die grosse Frage in diesem Szenario wäre, ob das bis 2005 gigantisch anwachsende Vermögen von Hoeness sich danach wirklich durch schlechte Devisen-Deals in Luft auflöste.

Möglich wäre auch, dass die Millionen durch weitere Transaktionen auf Offshore-Konten landeten. Diese könnten mit gigantischen Transfersummen im globalen Fussballgeschäft zu tun haben.

Im „Stern“, der die Affäre Hoeness vor Jahresfrist ins Rollen gebracht hatte, spricht der Ur-Insider und mögliche „Whistleblower“ von viel höheren Beträgen bei Vontobel als offiziell bestätigt.

Hoeness habe zeitweise 400 Millionen Euro und nicht wie behauptet „nur“ 150 Millionen auf seinem Vontobel-Konto gehabt.

Der Stern-Informant nennt weitere Bankbeziehungen. „Über die Jahre wurden auch immer wieder sehr hohe Beträge auf Konten bei anderen Schweizer Banken transferiert, etwa bei Credit Suisse und Julius Bär“, schreibt das Magazin.

Dabei sei es um Nummernkonten gegangen, bei denen die wahren Begünstigten im Dunkeln geblieben seien.

Der „Spiegel“ berichtet, dass sich ein Whistleblower mit Schweizer Akzent bereits Ende 2010 bei einem deutschen Anwalt gemeldet hätte, der als guter Ombudsmann gelte.

„Der Fremde sprach von einem geheimen Schweizer Konto, von Tausenden Aktien- und Devisen-Deals in Millionenhöhe und davon, dass die deutschen Behörden über all dies informiert werden müssten.“

Schon damals, also gut 2 Jahre vor Bekanntwerden des Schwarzgeld-Kontos bei Vontobel, soll der geheime Informant laut Spiegel „einen grossen Namen genannt haben: Uli Hoeness“.

Bei einem Treffen im Februar sei die Rede von Nummernkonten und der Bank Vontobel in Zürich gewesen sein. Hoeness sei ein Top-Kunde der Bank mit 10 bis 20 Deals pro Tag.

Und auch der Name des Hoeness-Beraters bei der Bank Vontobel sei schon damals gefallen, meint das Magazin. „Meist habe Hoeness, erzählte der Zeuge, Vontobel-Direktor Jürg Hügli direkt auf dessen Handy angerufen (…).“

Eine Quelle in Zürich berichtet von traditionellen Links zwischen der Bank Vontobel und den deutschen Fussballstars in München. Darunter würden neben Hoeness weitere mit bekannten Namen fallen.

Es habe eine eigentliche Fussballer-Achse Zürich-München gegeben, sagt der Gesprächspartner. Die Schiene gehe zurück in die 1980er und 1990er Jahre, als Dieter Loewe, der Vorgänger von Hügli, den Devisenhandel bei Vontobel leitete.

Klar ist, dass neben Hoeness auch Franz Beckenbauer und Karl-Heinz Rummenigge Schweizer Connections haben.

Beckenbauers Sohn Thomas wohnt in einem Steuerparadies in der Innerschweiz und betreibt eine Vermögensverwaltung in Schaffhausen. „Kaiser Franz“ musste in den 1970er Jahren 1,8 Millionen D-Mark Steuern nachzahlen.

Rummenigge wiederum war Ende der 1980er Jahre beim Genfer Fussballclub Servette. Ab 2000 beriet er die UBS mit ihrer Sports and Entertainment Gruppe.

Auch Günter Netzer ist seit Jahrzehnten geschäftlich aktiv in der Schweiz.

Netzers Infront konnte von der konkursiten ISL und der späteren KirchSport die Fifa-Exklusivrechte zur WM-Vermarkung übernehmen. Die ISL war Zentrum eines Fifa-Schmiergeldskandals.

Die Vontobel-Bank hat mit Jean-Pierre Stillhart einen Berater-Senior mit engen Fussball-Links zum Chef Private Banking Schweiz gemacht.

Stillhart arbeitete für die UBS, als Rummenigge dort Berater war. Nach einem Abstecher zur Bank Rothschild wechselte Stillhart vor Jahresfrist zu Vontobel.

Stillhart gehört zum Netzwerk der Basler Fussballer-Zwillinge Degen. Er ist bekannt für weitere Fussballer und Sportler unter seinen Kunden.

Mit der Verpflichtung von Stillhart kann die Zürcher Vontobel ihre Fussballer- und Sportler-Klientel weiter ausbauen.

Neben München hat die Bank nun auch ein Fussballer-Standbein im Heimmarkt.

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35 Kommentare zu “Vontobel liess Hoeness nachts via Bär dealen

  1. „Mein Name ist Eugen“ als Lektüre-Empfehlung an StaA MüII und Finma (sofern dort jemand den Kopf aus dem Sand kriegt).

    Und als weiterführende Literatur:
    Bilanz 06/2014, Seite 42, oben links,
    und Rubrik „Doppelspiel“

    Ich glaub, ich hör Devisenhändler lachen.

  2. Hoeness-Konto „Beaufort“:
    1) Interessiert sich Hoeness für Hochsee-Segeln“? Eher Fussball (gem. Presse)
    2) Interessierte sich Robert Louis-Dreyfus dafür? Eher Fussball, z.B. Olympique Marseille
    (gem. Google)
    3)Interessierte sich ein „gewisser“ Bernard Tapie, der Vorgänger von RLD bei OM, für Segeln? Wohl „eher ja“ (und das muss man nicht mal googeln), siehe z.B. sein ehemaliges Spielzeug „s/y Phocea“.
    4) Könnte es also sein, dass das Vontobel-Konto seinerzeit durch Tapie eröffnet und später u.a. durch Adidas-Forex-Transaktionen alimentiert wurde.
    Oder worin bestand denn sonst die Leistung von Adidas, schliesslich hatte ja Nike das zehnfache von Adidas geboten. Alles viel ausführlicher hier: http://www.handelszeitung.ch/unternehmen/von-ihm-kam-das-startkapital-wer-war-hoeness-goenner-584767

    • @Kai Namatör
      …entscheidend ist – wie Sie sagen – die Nettoposition, dh. nach Glattstellung des „Hebelgeschäfts“. Es geht nur um den Portfoliowert; doch auch dieser wird deutlich höher als 50 Mio. eingeschätzt.

    • Diese Hypothese brachte ich in früheren Kommentaren ebenfalls.

      Ein Sponsor (und später eventuell auch Spielervermittler) könnten sich mit Ueberweisungen auf dieses Konto „erkenntlich“ gezeigt haben.

      Jedenfalls macht es sonst wenig Sinn einem Privatmann wie H. (und keinem FX- oder Anlageprofi) einfach so grosse Beträge zu überlassen für riskante FX-Anlagen.

  3. For your Information.

    Einige Amatöre hier betr. Devisen !!!!!!!

    Logischerweise kann bei einem FX-Trading Kunden jederzeit mal auf dem Konto ein Saldo von 500 Mio EUR plus und dagegen vielleicht 650 Mio CHF minus sein… Nämlich dann wenn der Kundenbetreuer am Swappen ist (ex Devisentermine)
    Und die Positionsgrösse kommt daher, dass der Kunde ein Hebel hat von z.B 1:10. entscheidend ist der Total Portfolio Wert. In diesem Fall vielleicht 50 Mio EUR.

  4. Wir Deutsche sind bei dieser Sache wohl auf Schweizer Hilfe angewiesen.

    Die ganze offizielle Darstellung stinkt einfach von vorne bis hinten.

    Den Beweggrund des Wistleblowers kann aufgrund der Doppelzüngigkeit und Lügen von Herrn Hoeness fast jeder Deutsche nachvollziehen.

    Bitte an diesem Thema drannbleiben!

    • Was man unbedingt bedenken sollte, ein solcher offensichtlich psychisch kranker Trader schädigt den schweizerischen Marktplatz der Finanzwirtschaft. Meiner Meinung nach sollten sich die Schweizer endlich wehren gegen solche Leute…

  5. Was mich an dieser ganzen Sache so ungemein aufregt, das all diese Namen für mich in den 70igern ungemeine Vorbilder gewesen sind. Und jetzt, als sie eigentlich genug Geld angehäuft haben, mutieren sie zu Raffgierigen Wesen, die den Hals nicht voll genug bekommen können. Aber scheinbar ist genug nie genug !

  6. Liebe Leute aus der Schweiz,
    bitte recherchiert hier unbedingt weiter. Es ist ein Skandal, wie der Prozess gegen UH in Deutschland von der Bayerischen Justiz geführt wurde.
    Man muss kein Jurist sein, um zu erkennen, dass dies kein rechtsstaatliches Verfahren war.

    LG aus München

    • Komisch, auf Ihrer Facebook Seite schreiben Sie:
      „Mehr als ein faires Urteil der bayerischen Justiz. Dass UH in Revision geht, zeigt wieder mehr, welches Geistes Kind er ist…“
      Speaking of Geistes Kind…

  7. Die Staatsanwaltschaft hat mittlerweile bestaetigt, dass es auf diesem Konto keine 400 Millionen Euro gab und es sich auch nicht um Schwarzgeld handelt. dieser Artikel ist hat nichts mit der Realitaet zu tun und der „Whistleblower“ scheint wohl ein Windbeutel gewesen zu sein, der nun in sich zusammenfaellt.

    • Natürlich, kein Schwarzgeld. Darum wurde Hoeneß ja auch freigesprochen. Und welche Staatsanwaltschaft hatte vollen Einblick in die Vobtobel-Konten? Sie leben wohl auf dem Mond.

  8. Pingback: Anonymous
  9. Die grosse Geschichte hier ist doch, dass das Fussballgeschäft eine riesige Waschmaschine geworden ist. Hat jemand das Gefühl es kauft sich irgendwer bei einem grossen Klub ein um Real-Time-FIFA-Manager zu spielen? Von Chelsea über PSG über Monaco über Madrid, die grosse Geldwäscherei passiert vor den Augen aller Zuschauer.

    Ob was unternommen wird ist mir eigentlich egal, aber langsam ist es absurd, dass dieses ‚Schlupfloch‘ immer noch toleriert wird und mit den guten Namen internationaler Klubs noch geschmückt und gerechtfertigt wird.

  10. Das Ganze ist eine grosse interstellar angelegte Verschwörung ausserirdischer Lebensformen, die sich des Körpers von Ulli Hoeness bemächtigt haben.

    Liebe Verschwörungstheorie-Fanatiker: einfach nur lachaft, was Ihr alle glaubt zu wissen und/oder vermutet. Geht wieder an Eure Grossraumbüro-Arbeitsplätze und spielt im grossen Räderwerke der Finanzindustrie die Euch zugedachte, untergeordnete Rolle. Und blast Euch um Himmels Willen hier nicht so auf. Das ist einfach nur peinlich.

  11. Hypothese:
    1) Geschäftskonto von FCX bei Bankhaus Donner & Reuschel in München (Beirat: Florian Hoeness) kauft $ 500 Mio zum Marktkurs.

    2) Gleichzeitig verkauft Konto Hoeness bei Vontobel $ 500 Mio zum Marktkurs.

    3) Dann werden die „Belege ausgefüllt“: Die $ 500 Mio fliessen vom Konto FCX an Konto Hoeness, und zwar zu einem nicht marktkonformen (weil zu tiefen) Kurs

    4) Resultat: Der Vorsteuergewinn von FCX fällt tiefer aus, während der Betrag in Zürich zur Verfügung steht für Schwarzgeldzahlungen an einzukaufende Spieler/Trainer.

    5) Indizien/Begründung:
    Pressemeldung: Ein Mitarbeiter des Bankhauses Donner & Reuschel soll dem (überforderten) deutschen Steuerbeamten die 118 Mio Verlust auf Hoeness-Konto in München erklärt haben.
    Die Erklärung für die 150 Mio Gewinn in Zürich fehlt noch immer. Die Finma ist nicht interessiert.
    Spielsüchtige wie Hoeness schädigen normalerweise ihre Arbeitgeber. Ist das hier der Fall gewesen?

    6) Prognosen/Ausblick:
    Bei der Finma haben ein paar Leute den Kopf so tief im Sand, dass der unmittelbare Erstickungstod droht.
    Auch in einer Neuauflage von „Market Wizards – Interviews with Top Traders“ (by Jack Schwager) wird kein Interview mit Uli Hoeness zu finden sein.
    Und zum Schluss noch ein kleines Zitat:

    You can fool all the people some of the time, and some of the people all the time, but you cannot fool all the people all the time.
    (Abraham Lincoln)

    Bei „some of the people“ kommen einem wohl unweigerlich die Namen von mindestens zwei deutschen Politikern in den Sinn.

    • Zweite Hypothese:

      Adidas (sowie allenfalls andere grosse Sponsoren) und/oder Spielervermittler zahlen Geld auf das gleiche Konto ein.

      Die Devisengechäfte eignen sich um weitere Transaktionen zu verschleiern und Gewinne/Verluste anfallen zu lassen wie in der Hypothese von Revisor X beschrieben.

      PS: Zum FINMA-Teil kann ich nur zustimmen:

      „Bei der Finma haben ein paar Leute den Kopf so tief im Sand, dass der unmittelbare Erstickungstod droht.“

      Gemäss Tagesanzeiger sollte die FINMA keinerelei Anstalten für eine Untersuchung
      zu machen.

    • @Revisor X: Ihre Hypothese gefällt mir – ja sie gefällt mir sogar ausgesprochen gut! Clevere Leute wie Sie sind in der Branche leider dünn gesät. Nur allzu häufig begegnet man im profanen Banken-Alltag der gemeinen Kellerassel „Anuschka“ oder dem geistigen Pantoffeltierchen „Anäthesist“ (vgl. oben/unten).

    • Darf ich fragen, welche Quelle mir Ihre Aussage „Die Erklärung für die 150 Mio Gewinn in Zürich fehlt noch immer.“ bestätigt? Wo ist von 150 Mio Gewinn die Rede?

  12. Dass Devisen rund um die Uhr gehandelt werden (müssen) ist nicht das Problem. Anzunehmen, UH sei der alleinige wirtschaftlich Berechtigte für die Grössenordnung von ca. 600 Mio. ist reichlich naiv. Dass sich dahinter ein Mischpooling verbarg aus Transfersummen, weiteren Akteuren beim FC… sowie allenfalls Gelder aus „andern“ Quellen entspricht eher der Realität. Es scheint, dass UH auch den Kopf hergehalten hat für Dritte, die ihn sog. „treuhänderisch“ benützten. Dies nicht zu hinterfragen ist primär nicht ein Vorwurf an UH, sondern an die Compliance von VT, bzw. die FINMA.

  13. Selten so gelacht über das Schweizer Finanzdepartement. Die kleinen „Postlädeli“ werden von der Finma zum „Geldwäscherei-Paradies“ erklärt während die Story von Hoeness immer mehr zum internationalen Lehrstück von Finanzkriminalität demaskiert wird. Es wird langsam Zeit dass auch die Finma selber zum „Geldwäscherei-Paradies“ erklärt wird. Kleine Schweizer Bänker an die USA verraten können sie gut aber sobald es international schwierig wird, kapitulieren die hochbezahlten Staatsdiener. Staatlich hochqualifizierte Feiglinge mit der entsprechenden Vorsteherin im Finanzdepartement!

  14. Bei diesen Unsummen an „Spielgeld“ kann man nur hoffen, dass Vontobel die Herkunft der Gelder sorgfältig abgeklärt hat. Ebenso war sie als Bank (im Unterschied zu einem reinen Devisenhändler) verpflichtet, die wirtschaftliche Berechtigung zu hinterfragen. Dass es sich ausschliesslich um UH’s Geld handeln sollte, scheint nicht plausibel. Eine Untersuchung durch die Finma ist schon aus diesem Grund längst angezeigt!

    • Noch so ein verhinderter Regulationsfan, der mit den Abläufen nicht vertraut ist. Weiterschlafen, Dottore.

  15. Ist doch sensationell, dass Vontobel UH einen Zugang bei Bär gewährte. Ist ja für alle eine Win-Win-Situation. Vontobel scheint doch nicht so verstaubt zu sein, wie sie es den Anschein machen. Die tun was für Ihre Kunden! Nicht jede Bank würde das für ihre grössten Kunden machen!
    Ich weiss beim besten Willen nicht, wo das Problem jetzt sein soll? Dass UH diese Gelder nicht deklariert hat, hat mit dem Trading ganz und gar nichts zu tun!!

    • Lieber Markus, wie sollen wir Deinen inhaltlich überaus bescheidenen Beitrag im übergeordneten Thema einorden? Was tut Dein Votum zur Sache? Schau, kenntnisfrei zu sein ist okay. Das kann passieren. Aber dann verschone uns hier bitte mit Deinen abstrusen Theorien. Hab Dank dafür.

  16. Ah da ist Bär erwähnt. Das warten ist auf das neue Boris-Bashing, wahrscheinlich im nächsten Artikel. Riefen Rummenigge und der Wurstverkaufer vielleicht auch mal gleichzeitig beim Sunny Boy des Bankings aufs Handy an ?

  17. 118 Mio Verlust auf versteuerten Konti bei Bankhaus Donner + Reuschel, München (Beirat: Florian Hoeness) gem. Presse.
    150 Mio Gewinn auf unversteuertem Konto bei Vontobel
    Der Ablauf ist wohl klar. Aber die Finma will’s nicht ansehen, weil sonst der nächste CH-Bankenskandal fällig ist.

    • @ Revisor X

      Immerhin hat bei Vontobel mit dem angeblich wahnwitzigen FX-Trading nur ein Kunde sein Geld verloren.

      Beim BKB/ASE-FX-Betrug waren es Hunderte von „unschuldigen“ Anlegern! Jetzt wird die BKB Filiale im Zürcher Stockerhof geschlossen und über 30 meistens korrekt arbeitende MA verlieren ihren Job. Nur damit auch die letzten Spuren dieses Mega-Skandals verwischt werden können.

      Wo sind hier die Fürsorgepflichten der Banken für ihre Kunden und ihre Mitarbeiter?

  18. wieso sollte eine bank ihren kunden keine devisengeschäfte ermöglichen können, notabene eben so wie die märkte laufen während 24 stunden. im devisenmarkt arbeiten, traden und zocken millionen akteure rum, übrigens ebenso die staatl. tresorerien, behörden, firmen und ach ja die notenbänkler sind gross dabei. in der causa uh geht es nicht ums zocken, das darf der soviel er will, tut heute ja sowieso jeder auf seine art und weise. uh war schlicht nicht fähig oder willig seinen zehnten korrekt zu deklarieren und abzuliefern, darum geht es.

  19. Der Umstand, dass Vontobel finanzpotente Kunden zu gewinnen vermag, kann ja wohl nicht gegen das Finanzinsitut verwendet werden. Wo leben wir eigentlich?

    • In einem Staat vermehrt gesteuert von verwöhnten Möchtegern Sozialisten die nicht verstehen, dass ihr Wohlstand und hoher Lebensstandard fürs nichts-machen davon kommt, dass andere Jahrzehnte lang gearbeitet haben und der freie Markt gefördert wurde. Damals, damals als Wirtschaft noch was Gutes war und wir Schweizer für unseren Liberalismus und unsere Offenheit belohnt wurden.

  20. Günther Netzer und Franz Beckenbauer waren eben cleverer als Hoeness: Sie haben schon vor Jahrzehnten das (Steuer-) Domizil in die Schweiz, resp. Oesterreich verlegt. Die Liste könnte man noch weiter führen: Kalle Riedle usw. Auch „Amigo“ Waldemar Hartmann wohnt seit Jahren in Chur.

    Meines Wissens ist Netzer weniger Vontobel-, sondern eher CS-lastig.

    UH hat grosse Verluste wahrsch. auch mit Aktien-, Futurestrading usw. eingefahren.