Die SNB, unsere gigantische Geldwasch-Anstalt

Notenbank finanziert mit hervorgezauberten Franken das Euro-Schuldloch – damit befeuert Schweiz ihr perverses Exportbusiness.

Für die Schweizerische Nationalbank (SNB) wird das Halten der Untergrenze immer schwieriger. In der Nacht auf heute sank der Euro gegen den Dollar so tief wie seit 9 Jahren nicht mehr.

Das erfordert ständig neue Massnahmen. Nach dem Aufkaufen riesiger Euro-Mengen hat die Notenbank die Zinsen bereits ins Negative gedreht. Was als Nächstes kommt, ist offen.

Weil die SNB einen Teil der erworbenen Euro in Dollar zurückwechselt und die US-Währung in die Höhe springt, sprudeln derzeit riesige Gewinne.

Auf diesen Megaerfolg erheben die Kantone Anspruch. Sie wollen mit dem Geldregen ihre Budgets aufpeppen; dies unabhängig von der Tatsache, dass die Gewinne eigentlich Verluste wären.

Wenn der Franken nicht an den Euro gekettet wäre, dann würde ein Loch in der SNB-Bilanz klaffen.

Damit tritt ein gefährliches Manöver zutage. Was nämlich nach einem einzigartigen helvetischen Erfolgsmodell aussieht, ist in Tat und Wahrheit ein Paradebeispiel einer gigantischen Geldwäsche.

Der Unterschied zum Waschen von schmutzigem in weisses Geld, wie es kriminelle Organisationen schon immer betrieben haben, ist lediglich eine Frage des Standpunkts.

Die Differenz besteht vor allem im Machtmonopol der Notenbanken. Sie handeln mit dem Segen der Politik – sprich den Menschen, welche die Gesellschaft bilden.

Im Fall der Schweizerischen Notenbank erfolgt die Geldwäsche durch Exportfinanzierung. Die Nationalbank streckt dem Ausland das Geld vor, das dieses für den Einkauf benötigt.

Das geht so: Zunächst bindet die SNB den Franken bei 1,20 pro Euro fest; das heisst, die Schweizer Industrie kann in Europa ihre Maschinen und Zulieferprodukte zu einem attraktiveren Preis anbieten, als dies ohne Anbindung möglich wäre.

Das Gleiche gilt für den Tourismus. Die Schweizer Skiorte füllen ihre Betten mit Euro-Gästen, die ohne Untergrenze sonst nach Österreich gehen würden.

Dazu muss die SNB den Franken tief halten.

Wie? Indem sie Franken aus ihrem Computer zaubert und damit alle Euros aufkauft, die andernfalls unter die fixierte Untergrenze fallen würden. Theoretisch sind das unendlich viele.

Diese so erworbenen Euro-Milliarden investiert die SNB sodann in Euro-Staatspapiere. Sie kauft also im grossen Stil Schulden der Euro-Länder.

Mit anderen Worten: Die SNB gibt Deutschland & Co. das Geld, das diese für den Kauf von Schweizer Exportprodukten wie Maschinen und Ferien benötigen.

Es ist ein Leben auf Pump – so wie das Deutschland bei der Einführung des Euro vor 15 Jahren mit Spanien und den übrigen Südländern vorgemacht hatte.

Das deutsche Exportwunder basierte auf dem scheinbaren Reichtum der Mittelmeerländer. Diese hatten über Nacht statt einer Weichwährung harte Euros in der Tasche.

Damit kauften Iberer und Griechen Audis und Siemens-Züge aus Deutschland und dem Euro-Norden. Nur: Das Geld war nicht selbst erwirtschaftet, sondern vom Norden vorgestreckt.

Deutschland und der Euro-Norden finanzierten ihren Exportboom somit selbst. Das Gleiche macht heute die Schweiz – dank der Euro-Anbindung der Nationalbank.

Das Problem dabei sind die Risiken und Nebenwirkungen. Wenn der Euro nicht durchhält, dann droht der SNB ein Riesenabschreiber.

Das Szenario wird realistischer. Ein Bericht im „Spiegel“, wonach Berlin einen Exit Griechenlands aus dem Euro zulassen würde, schickte die Einheitswährung auf Talfahrt.

Würde Athen gehen, dann könnten weitere Südländer ausscheren. Der Euro wäre gefährdet.

Die SNB wäre davon unmittelbar betroffen. Sie hat über 200 Milliarden Franken in Euro investiert.

Kommentare

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  1. Alle haben Angst vor möglichen Verlusten der SNB, aber niemand spricht von Kosten. Die SNB hat den Auftrag Preisstabilität und Entwicklung der Wirtschaft. Nun, Euro bei 0.80 Rappen hilft den meisten Wirtschaftssektoren NICHT. Ausser natürlich den Pensionierten, ich denke hier reden einige davon. Was kümmert die falls es mehr Arbeitslose gibt, sie haben ja schon ihr Geld und können es dann günstig im Ausland investieren (Ferien machen). Also falls Preisstabilität und Entwichling der Wirtschaft Kosten generiert, dann ist das kein Problem, sondern der Auftrag der SNB, nicht Gewinne machen oder Verluste, sondern den Gesamtinteressen des Landes dienen. Und ich denke viele Unternehmen hätten einen Euro bei 0.80 Rappen nicht lange überlebt. Aber eben, wer interessiert das schon, hauptsache man kann günstig in die Ferien.

    • Schon vergessen, dass in den Jahren vor dem grossen Dollar Crash 1973 musste man in die „Ferien“zu 1US$= sfr 4.36. Da hat man auch investiert und Kuoni arbeitete tüchtig unter der SWISSAIR.
      Herr Jordan und die SNB haben sich zu einer richtigen Entscheidung durchgedrungen. Noch länger zu warten hätte man nicht mehr können. Wir haben mit dieser unglaublichen Aktion – Aufkauf von Euro 500.- Milliarden die ganze Eurozone unterstützt. Die Damen und Herren in Italien, Griechenland, Spanien haben auf Ihre und meine Kosten wie
      die Säuli im Weizenfeld gelebt. Reformiert haben sie sich nicht, weil die Gene stärker sind als die EK, die bereit war die Deutschlands und -Italiens Reparationsschulden aus dem 2- Weltkrieg einfach vergessen zu lassen, als ob es nichts geschehen wäre. Die Griechen haben in Geheimverhandlungen doch noch aus den Deutschen Schatulen die Zusage erhalten, dass sie noch Milliarden bekommen, eben für die Schäden aus dem 2-en Weltkrieg. Total Euro 500.– Milliarden hat Griechenland an Schulden angehäuft!!! Auf unsere Kosten? Nein Danke.
      Deutschland hat letzte Woche gar zugesagt, dass sie die 250Millrd Euro Schulden auch übernehmen würden, sprich die EZB. Ist denn Merkjel die EZB und gleichzeitig die EK Chefin?
      Darum richtig ist das, was Herr Jordan mit seiner ganzen SNB getan habe. Wenn es darum geht die Zuwanderung zu stoppen, dann ist es auch die beste Lösung. Wir können schlicht nicht als kleines Land mit Euro 500 Millrd solche massiv verschuldeten Staaten wie Deutschland, Frankreich und Italien unterstützen – Gesammtpopulation welcher übersteigt die 200 Millionen Bürger Grenze.
      Die Eurozone ist mit nicht weniger, als mit 14 Tausend Milliarden Euro verschuldet. Und Madam Merkel schwindelt eine schwarze Null aus dem Ärmel heraus. Richtig Herr Jordan und nochmals haben Sie vielen Dank!
      Ich gehe so oder so nicht mehr in der EU in die Ferien. Seit Jahren gehen wir nur noch nach Asien in die Ferien oder eben in der Schweiz. Die Schweizer Wirtschaft muss sich
      einprägen, falls es die Gene erlauben, dass die Welt habe die WTO gegründet und dass das Glück in den BRICS Ländern zu suchen ist und nicht in den Sanktionen.

  2. Wenn ich Jordan wäre könnte ich keine Auge mehr zudrücken!

    Der EUR ist die letzten 3 Tage schon im Interventionsbereich, ich vermute schwer dass die SNB bereits seit Tagen massiv interveniert, nächsten Monat schwillt die Bilanz wieder an.

    Der Libor Zins in der Schweiz sollte schon längst bei 1.5% liegen, nein es wird noch günstiger, Hypotheken von 10 Jahren für 1.19%
    Irgendwann wird es zu viel Wohnungen haben, und ein riesen Hypothekenberg muss abgeschrieben werden!
    Niemals konnte man mit Immobilien soviel verdienen wie heute!

    Es entstehen riesige „Blasen“ bei Sachgütern wie Kunst, Oldtimer, etc…..
    Die Leute haben riesen Angst und decken sich mit hochpreisigen alten Ferraris ein, um ihr Vermögen zu schützen , über die letzten 4 Jahre haben wir eine Steigerung von 400-500% erlebt.

    • @Willi, sehr gute Analyse. Somit, wären wir beim echten Damoklesschwert der über unseren Köpfen schwelgt. Immo-Blase! Zum anderen pumpen die Notenbanken zu viel Geld, so dass ein Absturz an den Aktienmärkten schwierig ist. In drei Monaten könnte es aber schon anders aussehen.

      Die falschen Annahmen der Schweizerischen Nationalbank sind ein Indiz dafür, dass sie inzwischen eine Befangene ihrer eigenen Wechselkurspolitik ist. Neben den Wechselkurseinschätzungen dürften von der Befangenheit die SNB-Inflationsprognosen betroffen sein.

      Um möglichst lange am Euro-Mindestkurs bei 1,20 Franken festhalten zu können, gibt es einen Anreiz die Teuerungsprognosen zu senken. Damit kann die SNB in der Schweizer Öffentlichkeit die Furcht vor einem Deflationsgespenst schüren, was sie zur Rechtfertigung für die Fortsetzung der Mindestkurspolitik bis zum Sankt Nimmerleinstag einsetzt.

      Man behauptet immer, ja ja es nützt der CH-Wirtschaft! Wenn ich mir Städte wie Basel ansehe, wo einst die Pharmaindustrie angesiedelt war, und heute eine duch Hochlanz-Einwanderung eine reine Dientsleistungmaschinerie inszeniert wird, dann kommt die Frage auf, ob es sich über weite Strecken in unserem Land, um eine Pseudo-wirtschaft handelt, wo hauptsächlich Papier schmutzig gemacht wird.

  3. @ Bern + SNB

    Vorschlag zur Güte.

    Nachdem ich einsehe, dass es ziemlich peinlich ist, nach mind. 3, eher 5 Jahren Euro-Fehlspekulation die Anbindung einfach aufzugeben – wie wäre es denn, vom Euro einfach auf den USD zu switchen, sprich den Franken am Dollar festzubinden ?

    Sicher fällt der gebündelten Ladung Visionärskraft ein, wie man so einen Strategiewechsel dem Volk propagandamässig verkaufen könnte; hat ja bislang schon gut funktioniert.

    Die Hauptsache aus meiner Perspektive wäre jedenfalls – wir hätten wieder einen Franken, von dem wir nicht befürchten müssen, dass er bald ähnlich viele Krisengipfel braucht wie der Euro in dessen Geschichte. Und vor allem nicht, dass er demnächst genauso zerbröselt.

    Die amerikanische Wirtschaft wächst ordentlich, so ziemlich als einzige noch; dahin kann man also sicher einiges exportieren. Wer weiss, vielleicht kämen sogar wieder ein paar der verschreckten Anleger zurück, trotz FINMA & Co.

    Und investieren könnte man die Dollars problemlos in US-Staatsanleihen wie auch US-Aktien. Beides meinem Dafürhalten nach keine schlechte Anlagestrategie für 2015 – also in der zeitlichen Reihenfolge. Wie übrigens auch in den letzten 3 Jahren bereits.

    Ah, nein.. ich vergass – der Dollar steigt ja ständig ! Lediglich der Euro fällt ins Bodenlose. Weswegen man von dem ja auch brutto geschätzte 400 Mrd gekauft hat. Doof natürlich.. also mein Vorschlag. Sorry..

    ;-))

  4. Es wird jetzt endlich Zeit, dass die Nationalbank den Eurokurs freigibt!! oder muss man den Nationalbankpräsident Jordan erst absetzen ??? Der Markt soll spielen !!

    • Sogar der Australische Dollar hat heute gegenüber dem Franken einen Satz nach oben gemacht.

      Nachdem vor 3 Jahren die SNB de facto den Euro hierzulande eingeführt hat, wird der Franken nunmehr mit dem Euro in einen Topf geworfen – und abverkauft !

      Abgesehen von der drohenden Kapitalflucht – Alle verarbeitenden Betriebe, die Rohstoffe und Vorprodukte aus dem Ausland beziehen müssen, leiden. Unternehmer, die sich in der EU einkaufen wollten oder dank neuer EU-Regulierung (Lebensmittel) schlicht müssen, dürfen sich ebenfalls bei unserer SNB bedanken.

      Aber natürlich fangen die massenhaft zu erwartenden Ströme australischer Touristen das wieder auf. Und selbstredend wird unser Export nach Down under enorm erleichtert..

  5. Liebe Mit-Debattierende,

    bei aller Meinungsunterschiede die hier zutagetereten, bleibt es jedoch unter dem Strich bei einem Klumpenrisiko von knapp 500 Milliarden Franken, das die Nationalbank auf sich genommen hat, um den Eurokurs über 1,20 Franken zu halten.! Wozu?

    Seit August 2011 hat man die Devisenreserven von 60 Prozent auf aktuell 130 Prozent des Schweizer Bruttoinlandsprodukt (BIP) aufgepumpt. War es Wert, solche Risiken einzugehen?

    Sollten die Kursentwicklungen an den Anleihen- und Devisenmärkten gegen die Schweiz laufen, würde die SNB zweistellige, im schlimmsten Fall sogar dreistellige Milliardenverluste, einfahren. In Anbetracht des gewaltigen Verlustpotentials und der Tatsache, dass eine Erholung des Euros weit und breit nicht in Sicht ist, forderte der ein früherer SNB-Chefökonom zuletzt im Schweizer Fernsehen eine Absenkung des Euro-Mindestkurses auf 1,10 Franken.

    Unterdessen kehrte der Eurokurs in den roten Interventionsbereich bei 1,2000-1,2010 Franken zurück, nachdem er wenige Tage vor Weihnachten auf 1,2095 geklettert war. Zur Stunde werden für die Gemeinschaftswährung Kurse von 1,2007 Franken bezahlt.

    Wer mit den vermeindlichen „Gewinne“ der SNB argumentiert, sprich: Die Nationalbank hat einen Anteil von etwa 30 Prozent ihrer Devisenreserven in die amerikanische Leitwährung gesteckt. Neben der Dollaraufwertung kämen (hypothetisch) Kursgewinne bei denen von der SNB gehaltenen Staatsanleihen aus dem Euroraum und den USA hinzu. Nun ja, auch die drohenden Verluste sind (hypothetisch), nichtsdestotrotzt, hat für mich das Ganze nicht mehr viel zu tun, mit den Aufgaben einer Zentralbank. Ich kann mich natürlich, wie jeder komplett irren, mein Bauchgefühl sagt mir aber, nach gründlicher Prüfung und Würdigung sämtlicher Zusammenhänge, dass die Lage sehr ernst ist für die Schweiz. Wer darin, Angsmacherei erblickt, hat wohl nicht ganz die Tragweite dieses „Experiment“ verstanden, darunter ist bestimmt, der Bundesrat in seiner Totalität!

  6. @Zueribanker

    Besten Dank.

    Sie führten als Hauptargument für die Einführung des Mindestkurses unter Punkt 1 auf, dass die Zahlungsbilanz mit Deutschland negativ sei. Im Jahre 2013 hätten die Importe aus Deutschland 52.4 Milliarden Franken erreicht, während die Exporte nur 39,3 Milliarden betrugen.

    Das ist der Hauptgrund dafür, dass die SNB den Mindestkurs eingeführt hat.

    Ich habe Ihnen dann geantwortet, dass der Grund für das Handelsbilanz-Defizit mit Deutschland im massiven Import von teuren deutschen Autos durch die Schweizer liege (selbst das SNB-Direktorium fährt teure deutsche Luxuslimousinen; Mercedes meine ich).

    Dieses Handelsbilanzdefizit mit Deutschland von 10 Milliarden will die SNB korrigieren mit Devisenkäufen im Wert von bald 500 Milliarden Franken. Durch Investitionen in Europa von mehreren hundert Milliarden will die SNB der EU das Geld geben, dass die Deutschen in der Schweiz mehr Güter einkaufen so dass das Defizit mit Deutschland verschwinde.

    So soll der Kauf von Mercedes usw. ausgeglichen werden.

    Das tut die SNB vor dem Hintergrund eines Handelsbilanzdefizites mit einem jährlichen Überschuss von total 23 Milliarden (!) pro Jahr.

    Sie selber haben mir sieben Punkte bezüglich dieses Handelsbilanzdefizites geschrieben und mich mehrmals aufgefordert, Ihnen auf Ihre Punkte zu antworten.

    Und nun kommen Sie daher und schreiben: „Sie argumentieren nur mit der Handelsbilanz“

    Sie haben offensichtlich vergessen, dass Sie von mir eine Antwort wollten auf Ihre 7 Punkte bezüglich der Handelsbilanz.

    Ferner haben Sie mit dem Jahr 2013 argumentiert (siehe Defizit mit Deutschland) und nun kommen Sie daher und schreiben mir: „Sie argumentieren punktuell nur für das Jahr 2013“.

    Was wollen Sie eigentlich? Wissen Sie, was Sie wollen? Meinen Sie, ich hätte Zeit, mich mit Ihnen im Kreis zu drehen?

    Und zum Schluss schreiben sie mir, Sie könnten auf dieser Basis mit mir keine Diskussion mehr führen.

    Gut so. Gehen Sie.

    Es ist offensichtlich, dass Sie hier auf Inside Paradeplatz die Position der SNB vertreten unter einem ständig ändernden Pseudonym.

    Ich finde es schwach von unserer Nationalbank und insbesondere vom SNB-Bankrat, dem Sie ja sehr nahestehen, dass die SNB sich hier nicht einmal selber zu Wort meldet, sondern überwiegend nur über die NZZ, die wie Sie der Nationalbank gegenüber autoritätsgläubig ist.

    Die Argumentation, die Sie hier als anonymer Fürsprecher der Nationalbank vortragen ist für eine Nationalbank unakzeptabel. Ständig ausweichen – ständig verdrehen. Das ist Ihre Taktik hier.

    Dass Sie zum Schluss die Diskussion mit mir abbrechen, passt in das Bild, das Sie von sich und der SNB geben.

    Bitte verlassen Sie diese Diskussion. Ich trauere Ihnen bestimmt nicht nach.

    Bitte halten Sie aber auch Ihr Wort und schreiben Sie mich nicht mehr an. Schreiben Sie mich bitte auch nicht mehr an unter einem anderen Pseudonym, wie Sie das schon oft getan haben.

    Auch das macht Sie und die Nationalbank unglaubwürdig.

    Ich werde mir meinerseits aber erlauben, auf Ihre Irrtümer, die Sie hier immer wieder verbreiten, einzutreten, sofern ich Ihre Argumentationsweise nicht für harmlos halte.

    Die Nationalbank wird ihre Unfehlbarkeit früher oder später ablegen müssen. Leider wird die ganze Schweiz darunter leiden.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

    • Herr Meyer

      Klarstellung:

      Die Einnahmen aus der Ertragsbilanz waren im Jahr 2013 459.331 Mrd. CH. Die Ertragsbilanz ist eine jährliche wiederkehrende Flussrechnung.
      Sie operieren in Ihrem ganzen Denkgebäude mit Saldogrössen aus dem Warenverkehr. Das ist für sie der Export. Damit zeigen Sie bewusst kleine Zahlen und reduzieren die Bedeutung des Exports auf den Saldo aus dem Warenverkehr.

    • @Züribanker

      Gestern haben Sie mir geschrieben, ich solle erst meine Hausaufgaben machen und:

      Zitat:

      “ Herr Meyer, auf dieser Basis kann ich mit Ihnen keine konstruktive Diskussion mehr führen!

      Zitat Ende

      Heute schreiben Sie mich schon wieder an und verdrehen Ihre Argumentation wie folgt:

      Am 5. Januar 2015; 19:15 schrieben Sie mir:

      Zitat :

      @ Marc Meyer

      Danke für den Steilpass: an der von Ihnen gelieferte Statistik über den Aussenhandel setze ich meine Argumentation fort:

      http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/06/05/blank/key/handelsbilanz.html

      1) „Entscheidend ist die regionale Verteilung der Export- und Importströme: Im unteren Teil des Links (Balken-Grafik) erkennen Sie, dass die Einfuhr unseres grössten Handelspartners Deutschland mit 52.4 Mrd. z.B. 2013 deutlich grösser ist als die Ausfuhr mit 39.3 Mrd. Hier greift das Kostenargument.“

      Zitat Ende

      Dieser erste Punkt ist also das Hauptargument, warum die SNB nun fast 500 Milliarden Franken Staatsschulden aufgenommen hat, um den Euro zu schwächen.

      Ich bin, gemäss Ihrem mehrmaligen Wunsch, auf Ihre Argumentation betreffend der 7 Punkte eingegangen. Ich habe Ihnen gesagt in Bezug auf Punkt 1, dass das Defizit mit Deutschland darauf zurückzuführen sei, dass die Schweizer viele teure Autos aus Deutschland importieren. (Auch das SNB-Direktorium tut das).

      Um dieses Defizit abzubauen, macht es keinen Sinn, wenn die SNB in Europa und weltweit 500 Milliarden Franken Devisen kauft, in der Hoffnung, die Deutschen kauften dann mehr Güter aus der Schweiz, um unseren Autoimport aus Deutschland mit eigenen Exporten zu egalisieren.

      Das ist die Schildbürger-Geldpolitik unserer Nationalbank.

      Wollte die SNB dieses Ungleichgewicht beseitigen, so müsste Sie Strafzölle auf deutschen Autos erheben. Das wäre besser und effizienter als Strafzinsen auf den Sparguthaben; ist aber nicht die Aufgabe unserer SNB.

      Sie selber haben das Beispiel mit Deutschland bezüglich der Handelsbilanz aufgegriffen und Sie haben mit dem Jahr 2013 argumentiert.

      Ihre Argumentation habe ich Ihnen deutlich widerlegt.

      Und heute haben Sie die Unverfrorenheit, mir erneut zu schreiben und alles zu verdrehen:

      Zitat:

      „Herr Meyer

      Klarstellung:

      Die Einnahmen aus der Ertragsbilanz waren im Jahr 2013 459.331 Mrd. CH. Die Ertragsbilanz ist eine jährliche wiederkehrende Flussrechnung.
      Sie operieren in Ihrem ganzen Denkgebäude mit Saldogrössen aus dem Warenverkehr. Das ist für sie der Export. Damit zeigen Sie bewusst kleine Zahlen und reduzieren die Bedeutung des Exports auf den Saldo aus dem Warenverkehr.

      Zitat Ende

      Sie wissen offenbar nicht, wovon Sie geschrieben haben, wovon Sie schreiben und was Sie eigentlich wollen. Zuerst schreiben Sie von der Handelsbilanz im Jahre 2013 und fordern mich in unanständig aufdringlicher Weise auf, ich solle auf Ihre Argumentation Punkte 1 – 7 eingehen.

      Ich bin auf all Ihre Punkte eingegangen, insbesondere Punkt 1.

      Und nun kommen Sie erneut daher und lenken ab, meine Argumentation sei eine Reduktion auf ein Jahr und allein auf den Warenverkehr bezogen.

      Darf ich Sie daran erinnern: Sie selber haben den Warenverkehr mit Deutschland im Jahre 2013 gewählt als Begründung, weshalb die SNB den Mindestkurs einführen musste.

      Und nun kritisieren Sie mich, weil ich auf Ihre Zahlen eingegangen bin, was Sie unanständig eingefordert haben. Sie kritisieren also die Zahlen und die Zeit, die Sie selber ausgewählt haben.

      Ihre Argumentation ist ein einziger Dilettantismus. Ihre Begründung für den Mindestkurs ist genauso dilettantisch und in sich widersprüchlich wie die Begründung der SNB für den Mindestkurs.

      Und leider haben Sie mir immer noch nicht gesagt. Weshalb Sie hier als anonymer Fürsprecher der Nationalbank Ihr Pseudonym schon so oft geändert haben.

      Ich kann es Ihnen aber sagen: Ihre Argumentation ist so etwas von oberflächlich, widersprüchlich, undurchdacht – dilettantisch, dass Sie immer wieder Ihr Pseudonym ändern müssen.

      Würden Sie hier mit Ihrem richtigen Namen argumentieren – Sie sind ja ein bekannter Oekonom, welcher der SNB nahesteht – so könnte Sie niemand in diesem Lande mehr ernst nehmen.

      Aber nicht einmal zu Ihrem Pseudonym stehen Sie – und so ein Chamäleon wie Sie soll hier auf Inside Paradeplatz die Position der Nationalbank vertreten?

      Unsere Nationalbank verliert immer mehr an Glaubwürdigkeit.

      Darf ich Ihnen und der Nationalbank einen Rat geben? Legen Sie Ihre Unfehlbarkeit und Überheblichkeit ab, bevor Sie damit ganze Schweiz in den Abgrund reissen.

      Mit freundlichen Grüssen:

      Marc Meyer

    • Herr Meyer

      Klarstellung II:

      Zitieren Sie mich bitte vollständig:

      Unter Punkt 7 habe ich Sie gebeten, die Zahlungsbilanz als Ganzes zu analysieren. Das haben Sie bis jetzt nicht getan. Sie fokussieren immer noch auf die Saldogrösse im Warenverkehr. Diese Zahl wiederspiegelt nicht die Bedeutung des Exportes für die CH-Wirtschaft.

    • @Züribanker

      Sie aber waren es, der das Handelsbilanzdefizit mit Deutschland als erster Hauptpunkt für die Einführung des Mindestkurses aufgeführt hat.

      Ich habe Ihnen die Antwort darauf gegeben.

      MfG

  7. Mit Verlaub: Mit den Krisenstaaten Frankreich, Spanien und Italien als Hauptpartner der Deutschen ist der Euro nicht die Hälfte des heutigen Kurses wert. Die Euroromantiker können klammern wie sie wollen: Ihr Projekt steht vor dem Scheitern! Wenn man bedenkt, dass die SNB den Löwenanteil ihrer Reserven in dieser potentiellen Krisenwährung hält, da packt uns das Grauen!

  8. @Züribanker

    Da Sie gute Beziehungen zur SNB haben und hier auf Inside Paradeplatz die Position der SNB vertreten, möchte ich mir die Mühe nehmen, auf alle sieben Punkte einzugehen, die Sie mir geschrieben haben im Zusammenhang mit der Handelsbilanz-Statistik, die ich Ihnen gepostet haben.

    http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/06/05/blank/key/handelsbilanz.html

    Aus Zeitgründen kann ich jetzt nicht auf alle Punkte sofort eingehen, sondern werde das der Reihe nach tun.

    Kommen wir zum ersten Hauptargument, warum die SNB angeblich den Mindestkurs einführen musste.

    Sie schreiben, die Einfuhren aus Deutschland seien mit 52.4 Milliarden deutlich höher als die Ausfuhren mit 39.3 Milliarden. „Hier greift das Kostenargument“ schreiben Sie.

    Das ist die Hauptrechtfertigung der SNB zur Einführung des Mindestkurses.

    Wegen einem Handelsbilanzdefizit gegenüber Deutschland von 10.7 Milliarden Franken kauft die SNB also für über 450 Milliarden Franken Devisen a fonds perdu; und sie hofft damit die Kosten der Produktion in der Schweiz zu senken, um noch mehr Güter nach Deutschland exportieren zu können.

    Das ist grobfahrlässig.

    Zuerst einmal muss man sich fragen, weshalb gegenüber Deutschland ein Defizit besteht?

    Der Grund liegt auf der Hand. Den haben Sie und die SNB aber offensichtlich nicht erkannt:

    Die Einfuhren aus Deutschland sind extrem hoch.Warum? Schauen Sie auf unseren Strassen: Die Schweizer lieben Deutsche Autos. BMW, Mercedes, Audi, VW, Mini usw. Die sind gut und teuer.

    Für Autos geben die Schweizer viel Geld aus. Deshalb haben wir so hohe Importkosten aus Deutschland.

    Und nun will die SNB die Exporte nach Deutschland ankurbeln, indem sie für über 450 Milliarden Franken Devisen, insbesondere Euro kauft.

    Das ist eine Schiltbüerger-Geldpolitik.

    Die SNB erhebt sogar Strafzinsen auf den Sparguthaben, um den Euro stützen zu können, damit die Deutschen mehr Güter aus der Schweiz kaufen sollen.
    Das ist doch sinnlos.

    Wollte die SNB das Handelsbilanzdefizit mit Deutschland abbauen, so müsste sie Strafzinsen auf den deutschen Autos erheben.

    Solche Strukturpolitik ist aber nicht die Aufgabe der SNB.

    Einfach im Gisskannenprinzip Staatsanleihen vieler Staaten der Welt aufzukaufen in der Hoffnung, das Handelsbilanzdefizit mit Deutschland würde dadurch verschwinden, ist so etwa das Dümmste, was die SNB tun kann.

    Uns Sie sehen – es hat auch nichts genützt. Das Defizit mit Deutschland bleibt bestehen. Trotz Mindestkurs.

    Und für solche unsinnige Geldpolitik riskiert unsere SNB, die Schweizer Wirtschaft in den Abgrund zu reissen.

    • Lieber Herr Dr. Meyer,

      Mit dem Inrechnungstellen des Negativzinses am 22.Januar 2015 möchte die SNB offenbar erst einmal sicherstellen, dass die Untergrenze auf jeden Fall hält. Für die Wochen und Monate danach vertraut die Schweizerische Nationalbank darauf, dass der Negativzins dazu führt, dass Banken Kapital aus der Schweiz abziehen. Dies würde die Verteidigung des Mindestkurses erleichtern. Vergessen wir nicht, es handelt sich, zu Recht, wie Prof. Jordan sagt, um einschneidende Massnahmen die wenn sie einmal die Wirkung entfalten, so richtig weh tun können.

      Mal sehen wie diese „Experiment“ sich weiterentwickeln wird…eines steht fest, da haben Sie recht, ist es Wert solche Risiken einzugehen? Für mich ganz klar; NEIN!!!!

    • Herr Meyer

      Ihre Analyse ist unvollständig und blendet wesentliche Teile aus:

      Ihre Aussagen werden durch die Entwicklung der Komponenten der Zahlungsbilanz Schweiz widerlegt, und zwar:

      – Sie argumentieren nur mit der Handelsbilanz. Nehmen Sie z.B. die Dienstleistungsbilanz dazu, dann kommen Sie zu einer anderen Schlussfolgerung.
      – Sie argumentieren punktuell nur für das Jahr 2013. Sie müssen die Ergebnisse seit der Freigabe kumulieren und dann ins Verhältnis setzen und dann erst eine Aussage machen. Zu Ihrer Erinnerung: die Zahlungsbilanz beinhaltet Flussgrössen auf ein Jahr bezogen. Der Devisenbestand ist eine (kumulierte) Bestandesgrösse .

      Des Weiteren bitte ich Sie, Ihre vorschnellen Wertungen von Gegenargumenten erst zu machen, wenn Sie Ihre Hausaufgaben, sprich die Analyse der Zahlungsbilanz, abgeschlossen haben und nicht nur der Teilbilanz „Handel/Warenverkehr“. Ich denke, dass Ihnen als Lehrer für Wirtschaftsfächer den Unterschied zwischen Handelsbilanz und Zahlungsbilanz geläufig ist und verzichte daher auf den Link. Besten Dank.

    • @Züribanker

      Zu Ihrem Punkt 2

      Sie haben Recht. Die Exporte nach USA, UK und Hong Kong sind mitentscheidend und die entwickeln sich ja höchst erfreulich. Der Kauf von Dollars durch die SNB ist somit gar nicht nötig.

      Zu ihrem Punkt 3:

      Sie schreiben, ich hätte etwas über die Preiselastizität geschrieben. Stimmt gar nicht. Aber trotzdem ist das ein interessanter Punkt.

      Die Käufe von deutschen Autos sind recht unelastisch. Deshalb ist der Mindestkurs auch gegenüber Deutschland kontraproduktiv. Denn die Schweizer kaufen auch deutsche Autos, wenn der Euro hoch ist. Also muss man diesen nicht stützen.

      Zu Ihrem Punkt 4:

      Ein nachfragebedingter Anstieg des Frankens erfolgt nicht bei fixen Wechselkursen, wie Sie fälschlicherweise schreiben, sondern bei flexiblen Wechselkursen.

      Zu Ihrem Punkt 5:

      Es ist nicht die Aufgabe der SNB, Strukturpolitik zu betreiben. Soll die SNB jetzt auch noch Rubel kaufen, weil die russischen Touristen ausbleiben? Wenn ich einen Kurdirektor frage, erhalte ich bestimmt die Antwort „Ja!“.

      Zu Ihrem Punkt 6:

      Auch hinter den Finanzströmen steht die Realwirtschaft.

      Wenn ein ausländischer Investor eine Schweizer Staatsobligation kauft, so finanziert er damit indirekt beispielsweise eine Brücke, oder Spital usw.

      Zu Ihrem Punkt 7:

      Sehen Sie Antwort zu Punkt 6

      Alle 7 Punkte, die Sie aufgezählt haben, um die Euro-Käufe der SNB zu rechtfertigen, ergeben keinen Sinn.

      Es bleibt dabei: Bei einem Handelsbilanzüberschuss von über 23 Milliarden Franken pro Jahr ist es reine Angstmacherei, wenn die SNB behauptet, es drohe eine Depression in der Exportwirtschaft.

      mfG

    • Herr Meyer

      Sie gehen in Ihrer Analyse und Schlussfolgerung der Exportwirkungen von einem fundamentalen Irrtum aus:

      Falsch: Sie nehmen die Saldogrösse aus der Teilbilanz Warenverkehr und setzen diese ins Verhältnis zu den Interventionen der SNB(die Sie ohnehin nicht kennen). Das ist für Sie Export!
      Richtig: Sie müssen von den mit dem Ausland generierten Einnahmen, der Bruttogrösse, ausgehen und somit die Ertragsbilanzeinnahmen berücksichtigen. Dann sind es nicht 23 Mrd., sondern 459.331 Milliarden im 2013! Rechnen Sie es auf 5 Jahre hoch!

      http://www.ibf-chur.ch/ibf-swiss-macro-charts/zahlungsbilanz-schweiz/

      Hinzu kommt, dass die Exporteure im Inland auch Nachfrage erzeugen, sei es nach Personal, Material, Investitionsgüter, etc.; diese Vernetzung ist im Betrag von 459 Mrd. noch nicht eingerechnet. Daher habe ich mehrfach auf die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung hingewiesen. Darauf sind Sie nie eingetreten. Es geht hier um Einnahmen pro Jahr (=Flow)!

      Leider haben Sie auch meine Fragen 6 und 7 nur teilweise beantwortet; Sie weichen aus.

      Schliesslich: Ich zitiere Sie:
      “ Es bleibt dabei: Bei einem Handelsbilanzüberschuss von über 23 Milliarden Franken pro Jahr ist es reine Angstmacherei, wenn die SNB behauptet, es drohe eine Depression in der Exportwirtschaft.“
      Des weiteren folgern Sie dann, meine Argumente 1-7 seien unsinnig; ich zitiere Sie wiederum:
      „Alle 7 Punkte, die Sie aufgezählt haben, um die Euro-Käufe der SNB zu rechtfertigen, ergeben keinen Sinn.“

      Da kann ich nur sagen: Ihre ganze Argumentationskette basiert auf falschen Annahmen, die Sie als die richtigen bezeichnen und sich diese Zensur gleich selbst geben.

      Herr Meyer, auf dieser Basis kann ich mit Ihnen keine konstruktive Diskussion mehr führen!

  9. Es gibt doch noch Erkenntnisgewinn:
    Für meine Sammlung „Sätze des Jahres“ habe ich im Header zu obigem Artikel folgende kreative Wortkombination gefunden:

    „..Notenbank finanziert mit hervorgezauberten Franken das Euro-Schuldloch – damit befeuert Schweiz ihr perverses Exportbusiness.“

    Für einen Linguisten eine Fundgrube.
    Hiermit ist m.E. der Preis für den effektvollsten Header und das daran anschliessende story-telling absolut verdient!
    Eines muss man Lukas Hässig trotz aller Kritik lassen: Seine Texte langweilen nie! (Dies bitte als Kompliment auffassen)

    • @Züribanker

      Und Sie „Züribanker“ erhalten den Preis

      „Chamäleon des Jahres“

      Wie oft haben Sie Ihr Pseudonym hier auf IP schon gewechselt?

      Mit freundlichen Grüssen

      Marc Meyer

    • @Dottore Meyer

      das bin nicht ich! es gibt noch andere hier die ständig ihren namen wechseln.

  10. @Argonauticus

    Besten Dank für Ihren Kommentar, den ich wie folgt beantworten möchte:

    Sie schreiben von der „kleinen Geschichte“, wonach eine Zentralbank eigene Geschäfte auf eigene Rechnung mit Zentralbankgeld bezahlen könne. Sie folgern daraus, eine Zentralbank könne deshalb mit negativem Eigenkapital operieren. Der Gestaltungsmacht der Zentralbank seien somit keine Grenzen gesetzt.

    Mit solchen Worten wurde ja die Einführung des Mindestkurses gerechtfertigt und in der NZZ wurde behauptet, die SNB hätte keine Limiten, den Franken zu schwächen.

    Hier befinden wir uns im Zentrum des Irrtums um die sogenannte „Geldschöpfung“.

    SNB-Chef Professor Doktor Jordan argumentiert wie Sie – und trotzdem ist diese Argumentation trügerisch falsch.

    Ich will es nochmals versuchen, zu erklären, da wir uns im Zentrum des Missverständnisses um die märchenhafte Geldschöpfung befinden:

    Wir sollten zuerst einmal unterscheiden zwischen den beiden Ausdrücken „bezahlen“ und „kaufen“. Sie schreiben in Ihrer „kleinen Geschichte“, die Zentralbank könne mit Zentralbankgeld „bezahlen“. Das behauptet auch die SNB auf ihrer home page „icononix“ und ist falsch.

    „Bezahlen“ heisst, eine Schuld abbauen. Bei einer „Bezahlung“ verkürzt sich die sowohl die Aktiv- als auch Passivseite der Bilanz des Schuldners. Die liquiden Mittel werden geringer und die Schuld wird abgebaut.

    Eine Notenbank hingegen bezahlt nicht – sie kauft, ohne zu bezahlen. Sie kauft auf Kredit.

    Wenn eine Notenbank mit Notenbankgeld bezahlt, so verlängern sich dadurch sowohl die Aktiv- als auch Passivseite ihrer Bilanz. Sehen Sie den Unterschied?

    Ich will Ihnen das an einem einfachen Beispiel erklären:

    Wenn Sie auf Ihre Bank gehen und von ihrem Konto 1000 Euro abheben, obwohl der Saldo Null oder bereits negativ ist, so werden Ihnen auf Ihrem Konto 1200 Franken belastet. Sie sind jetzt Besitzer von 1000 Euro aber auch Schuldner von 1200 Franken.

    Sie haben die Euro gekauft aber nicht bezahlt – Sie sind den Betrag noch schuldig.

    Wenn ein Jüngling ein Fahrrad kauft aber nicht bezahlt, so ist er die Schuld auch noch offen. Er hat gekauft aber nicht bezahlt.

    Genauso verhält es sich mit der Zentralbank: Wenn die SNB Euro kauft aber nicht bezahlt, so muss sie den Banken diesen Betrag in Franken gutschreiben, weil sie diesen den Banken noch schuldig ist (Gutschrift auf den Girokonten der Banken bei der SNB).

    Fällt das Vermögen der SNB unter den Wert der Schulden, so ist die SNB zahlungsunfähig. D.h. die SNB kann die von ihr emittierte Geldmenge nicht mehr vollumfänglich reduzieren („abschöpfen“).

    Die Geschäftsbanken müssen deshalb den Wertverlust auf ihren Guthaben bei der SNB wertberichtigen.

    Wichtig ist, dass der Wert des Vermögens der SNB nicht unter den Wert der Schulden der SNB fällt.

    Das gilt auch bei den von ihnen erwähnten „Luxusbauten“, die risikobehaftet sind. Und bei Aufwänden muss sie entsprechende Erträge erwirtschaften, damit ihr Vermögen nicht unter Wert ihrer Schulden fällt.

    Im Übrigen können auch gewöhnliche Banken Gehälter über die Konten der Angestellten abrechnen, indem sie diesen auf deren Konten gutschreiben.

    Das sind dann aus der Sicht der Bank oder SNB „Kreditoren“ und aus der Sicht der Arbeitnehmer ist die SNB oder sind die Geschäftsbanken dann „Debitoren“. Diese Debitoren sind handelbar. Das wäre vergleichbar mit „Factoring“, wo ein Debitor abgetreten wird.

    Die Debitoren SNB oder UBS (Giroguthaben bei diesen Banken) werden dann gehandelt.

    Im Fall von Notenbankgeld wird Notenbankgeld „abgetreten“ bzw. gehandelt, was einem Zahlungsmittel entspricht.

    Geld – das ist , das sind handelbare Guthaben (Debitoren).

    Wenn nun im Falle von negativem Eigenkapital die SNB ihre Bilanz nicht deponiert, so müssen die Banken ihre Guthaben bei der SNB entsprechend wertberichtigen.

    Das negative Eigenkapital der SNB überträgt sich dann eins zu eins auf die Geschäftsbanken. Diese müssen dann anstelle der SNB ihre Bilanz deponieren.

    Das kann nie und nimmer Zweck einer Zentralbank sein.

    A propos Gestaltungsbereich der Zentralbank: Wäre die Gestaltungsmacht der SNB unbeschränkt, wie Sie schreiben, so wäre die Gestaltungsmacht der EZB das ebenfalls. Das beisst sich. Schon das allein zeigt, dass ihre „kleine Geschichte“ nicht stimmt – nicht stimmen kann.

    Ich hoffe, ich konnte hier zu etwas mehr Klarheit verhelfen.

    mfG

    • Lieber Herr Dr. Meyer,

      Besten Dank für die Antwort.

      Nein. Sie haben mein Kommentar nicht genau gelesen. Ich schreibe buchstäblich:

      die Antwort auf die Frage, ob eine Zentralbank mit einem negativen Eigenkapital weiterhin eine geldwertstabilisierende Funktion wahrnehmen kann:

      JA, sie kann es!

      Das gilt immer und unbedingt. ! ACHTUNG: (Das gilt nicht insoweit eine Zentralbank Zahlungsanforderungen in einer Währung zu erfüllen hat, welche sie selbst nicht emittieren/schöpfen/produzieren/bereitstellen kann.)!!!!

      Ende.

      Somit, kann die SNB auf Grund der Mindestkurs Politik pleite gehen? Ja, und wie!!!! Wird sie es? Nein! Weil, der CH-Steuerzahler dafür gerade stehen wird. Sei es durch höhere Steuern, sei es durch Kürzungen in den Sozialversicherungen, sei es durch Streichung von Investitionen in Bildung, Umwelt und so weiter….deshalb, Herr Dr. Meyer kann man mit Ihrer These einverstanden sein oder nicht, Fakt ist, dass die alleinige Tatsache, solche Hinweise nicht in der veröffentlichten Meinung einfliessen zu lassen; ergo: Sie Mundtod zu machen ist eine Schande und Armutszeugnis für unsere demokratische Kultur, weil die Risiken auf welchen Sie hier, – und nicht nur – hinweisen, keine Konstruktionen eines Phantast, sondern reale, sehr reale Gefahr für unsere Nation sind die es endlich ernstzunehmen gilt!

    • @Argonautiker

      Gut Danke.

      Entscheidend ist, dass die SNB ihre Schulden durch Geldemission nicht reduzieren kann.

      Wir sind uns einig: Die Steuerzahler werden für die Schulden der SNB aufkommen müssen.

      Aber hat uns das die SNB und der Bundesrat bei Einführung des Mindestkurses gesagt? Nein – die SNB und der BR haben behauptet, die SNB könne nie illiquide werden und ihre Schulden durch Geldemission selber bezahlen.

      SNB und Bundesrat täuschen sich also.

      Also nochmals Danke für Ihren Beitrag, den ich tatsächlich falsch verstanden habe.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  11. Als Input in die Diskussion weise ich auf einen Aspekt hin, welches noch von sehr viel größerer Tragweite ist; nämlich: die Entwicklung der Sichteinlagen der schweizerischen Banken bei der SNB.

    Sie stiegen von:

    316,131 Milliarden Franken per 19. Dezember 2014
    auf
    326,891 Milliarden Franken per 26. Dezember 2014.

    http://www.snb.ch/de/

    Der Anstieg ist ein Indiz dafür, dass die Nationalbank am Devisenmarkt intervenierte. Demnach hat die SNB in der letzten Woche etwas mehr als 10 Milliarden Franken über die „Notenpresse“ geschöpft und gegen Euros eingewechselt. Kauft die SNB Euros um den Mindestkurs durchzusetzen, wird der Franken-Gegenwert dem Konto der jeweiligen Bank gutgeschrieben.

    Sollten die Devisenreserven (ohne Gold) der Schweizerischen Nationalbank über die magische Schwelle von 500 Milliarden Franken steigen, sollte es unverzüglich zu einer Grundsatzdebatte über die Sinnhaftigkeit unfreier Wechselkursen in unserem Land kommen. Die SNB intervenierte am Währungsmarkt zwischen März 2009 und Juni 2010 ohne Mindestkurs und seit September 2011 mit einem Mindestkurs.

    Seit einer halben Dekade – ALSO – weigert sich die SNB freie Wechselkurse unserer Landeswährung zuzulassen.

    Wir sollten alle gemeinsam nüchtern analysieren, ob es sich lohnt unsere Währung zu ruinieren auf Grund von Partikularinteressen.

  12. @ Zueribanker

    Sie plädieren da unten für zentralwirtschaftliche Strukturpolitik. Und plädieren gegen die ‚totale und erratische Freigabe‘ von Währungskursen. Typischer Sozialist eben. Passt nur nicht zu einem Banker. Fragt sich also, ob sich Altbekannte hinter diesem Pseudonym verbergen. Egal für einmal.

    Wie Sie selber sagen, suchen Anlagegelder harte Währungen. Der hiesige Finanzplatz mit all seinen Beschäftigen hätte das dringend gebrauchen können, nachdem Politik/Aufsichtsbehörden/Investmentbanker ihn dermassen gravierend beschädigt haben die letzten Jahre. Das scheinen Sie jedoch übersehen zu wollen – als Banker ?! Oder eher Troll ?

    Dass unter einer harten Währung andere Sektoren leiden, gehört schlicht dazu. Will man diesen Sektoren dennoch helfen, kann man das in einer Demokratie. Aber das müsste mE das Volk entscheiden – in Form direkter Subventionen. Falls überhaupt – D. wurde schliesslich trotz ständig härterer DM wiederholt Exportweltmeister.

    Jedenfalls hat das mE keine Zentralbank zu entscheiden, die dank Quasi-Immunität völlig unbeschadet tun und lassen kann, was sie will. Obwohl sie mit ihrer Euro-Spekulation seit mind. 3 Jahren anhaltend falsch liegt – finanziert übrigens mit unseren Spareinlagen. In jeder Bank wäre dieser Devisendesk längst gefeuert worden. Und zwar zu Recht.

    Zumal in der ganzen Wirtschaftsgeschichte nie eine Zentralbank einen Peg länger als ein paar Jahre durchgehalten hat. Weil keine Bank gegen den Markt auf Dauer gewinnt.

    Und jedes Mal mussten dann immer alle Bürger für den Wahnwitz ihrer Zentralbank büssen & zahlen. Das wird auch uns in der Schweiz passieren. Gnade dann den Verantwortlichen. Und Typen, die solch unverantwortliche Politik gepriesen haben..

    • @ Herr Ott

      Sie haben anscheinend meinen Kommentar nicht oder nicht vollständig gelesen:

      Ich plädiere nicht gegen die totale erratische Freigabe von Wechselkursen, sondern für die Beibehaltung der Mindestkursfestlegung im Verhältnis CHF/EURO und dort wäre ein unmittelbarer Übergang ins totale Floating jetzt ein Desaster, weil die Wirtschaft nicht genügend Zeit hat, sich umzustellen. Und wenn Sie dort etwas ändern wollen, dann muss dies stufenweise geschehen. Die andern Währungen (z.B. US-$ etc.) sind davon nicht betroffen. Einmal mehr legen Sie mir Worte in den Mund, die ich so nicht gesagt habe. Es scheint Ihr Steckenpferd zu sein, monetäre Diskussionen kurzerhand in die ideologische Ebene zu schieben und von Ihnen abweichende Meinungen in die sozialistische Ecke zu drücken. Das ist Populismus.

    • @ Zueribanker

      Sie sollten Ihre eigene Kommentare gelegentlich erneut lesen. Mein Tip – einfach ‚runterscrollen und nachlesen statt jetzt verleugnen.

      Und noch etwas, Sie ‚Banker‘. Falls Sie so einer sind, sind Sie sicher mit Reversals vertraut.

      Der Euro hat per ultimo einen Yearly Bearish Rev. nach Armstrong elected. Das ist so ziemlich das bärischte Signal, das ich zumindest auf diesem Planeten kenne.

      Heisst, der Euro sinkt von jetzt an jahrelang.

      Heisst aber auch, dass noch eine starke reaction in den kommenden 1-3 Jahren kommen sollte. Nutzt unsere SNB diese Gelegenheit nicht zum nahezu vollständigen Abbau der Eurobestände, sieht es rabenschwarz für uns in der Schweiz aus.

      Je mehr jedoch Typen wie Sie hier sozialistische Demagogie verbreiten statt sachgerechte Info, desto wahrscheinlicher wird dieses Szenario. Ich würde Ihnen daher anraten, sich gefälligst einmal um Ihr Business zu kümmern !

    • Da offensichtlich Ideologie und sich selbst erfüllende chart-esoterische Prophezeiungen (affirming floor experience, no backchat!) die Grundlage der gebetsmühlenartig Stuss verbreitendenden Finanzmarktprognostiker bildet, passt ein entenhausener Zitat von Dagobert Duck: „der Geldspeicher ist so voll, weil er sich wundersam immer wieder von selbst füllt“.

    • @ Herr Ott

      Besten Dank für Ihren aufschlussreichen Kommentar!

      …da hab‘ ich Sie offenbar auf dem falschen Fuss erwischt. Ihren Äusserungen entnehme ich, dass Sie als ehemaliger Händler gerne weiterhin free float im CHF/EURO hätten. Geldpolitik ist m.E. jedoch eine gesamtwirtschaftliche Angelegenheit. Von daher kennen Sie meinen Standpunkt und ich den Ihren, und ich sehe keinen weiteren Erkenntnisgewinn mehr in einer weiteren, sich im Kreis drehenden, Auseinandersetzung mit Ihnen. Ich wünsche Ihnen alles Gute und vor allem weniger Aufregung!

    • @ Zueribanker

      Ich bin kein ehemaliger Händler – was einfach herauszufinden wäre.

      Auch haben Sie mich nicht auf dem falschen Fusse erwischt; ich rege mich prinzipiell über Typen wie Sie auf, die -wie Dr. Meyer oben richtigerweise ausgeführt hat- eine wildgewordene Zentralbank unterstützen, die wegen läppischen -11 Mrd. Importsaldo (ok, da fehlt noch der Tourismussaldo) zum grössten, und seit mind. 3 Jahren auch noch erfolglosesten Eurohedgefonds der Welt wurde.

      Und dass Sie das auf Basis sozialistischer Parolen tun und sich darin auch noch selbstgefällig zu suhlen scheinen.

      Dennoch Ihnen auch alles Gute für die bevorstehenden Zeiten. Sie werden den Wunsch mindestens so gut brauchen wie ich. Und wer weiss, vielleicht kapieren Sie ihn sogar noch irgendwann. Leider..

    • Und zu dem Komiker von der Investmentbank fällt mir leider nichts ein, sorry.

    • Danke, Herr Ott, das wünsch‘ ich Ihnen auch.

      Noch eine kleine Anmerkung:
      die aus dem Export generierten Einnahmen betrugen im 2013 459.331 Mrd. Fr. (=Einnahmenseite aus der Ertragsbilanz). Bei den „läppischen 11 Mrd. Fr“. die Sie erwähnen handelt es sich um eine Saldogrösse.

    • @ Zueribanker

      Sehen Sie, das meinte ich vorhin: „lesen“ sollen Sie, bitte, und aufnehmen, was bereits geschrieben steht. Das hilft, glauben Sie mir. Ende der Debatte von meiner Seite.

  13. @Strub

    Guten Morgen

    Die entscheidende Frage lautet:

    Wird die Schweizer Wirtschaft durch einen starken oder durch einen schwachen Franken gestärkt?

    M.E. ganz klar durch einen starken Franken.

    Sie und die SNB behaupten durch einen schwachen Franken. Das widerspricht jeglicher Logik. Verkehrte Welt.

    Der Franken darf überhaupt nicht geschwächt werden – weder gegenüber einem handelsgewichteten Index noch gegenüber irgendeiner Wärhung.

    Wenn der Rubel schwach ist und die russischen Turisten ausbleiben ist es ja auch nicht die Aufgabe der SNB, jetzt Rubel zu kaufen, damit der Rubel steigt und die russischen Turisten wieder kommen.

    mfG

    • @ Marc Meyer
      Zunächst: bevor Sie wiederum wertend von Ihnen abweichende Meinungen als Angstmacherei oder unwissenschaftlich bezeichnen bitte ich Sie zu den Punkten 1 – 7 in meinem Kommentar hier unten vom 5. Januar/ 19:42 Stellung zu nehmen. Er bezieht sich auf Ihre mir gepostete Statistik. Andernfalls komme ich zum Schluss, dass Sie wirklich keine wissenschaftliche, sondern bestenfalls eine ideologische Auseinandersetzung suchen.
      Anlagesuchende Gelder fliessen in Hartwährungen, die die Tendenz haben noch härter zu werden. Dagegen schadet dies dem Export von Gütern und Dienstleistungen. Hier besteht m.E. Ihr zentraler Denkfehler: Sie sind der Auffassung ein starker Franken fördere den Export von Gütern. Dem widerspricht die Aussenhandels-Statistik, die gerade Sie mir gestern gepostet haben. Wenn Sie die regionale Verteilung der Handelsströme aus eben dieser Statistik analysieren sehen Sie, dass dies bezüglich Deutschland, unserem bedeutendsten Handelspartner, nicht stimmt.

    • @Züribanker

      Danke für den Hinweis.

      Gerne möchte ich Sie darauf hinweisen, dass ich ein 100prozentiges Arbeitspensum abolviere und meine Freizeit nicht vollumfänglich der Diskussion hier auf IP widmen kann.

      Sobald ich Zeit habe, werde ich Ihren Kommentar lesen, den ich bisher noch nicht gesehen habe.

      Darf ich Sie daran erinnern, dass es viele Argumentationen gibt die ich hier vorgetragen habe, die Ihre Kommentare klar widerlegten und Sie haben darauf nicht geatwortet.

      Also bitte gedulden Sie sich. Ich werde darauf zurückkommen. Heute reicht es möglicherweise aber nicht mehr.

      mfG

    • @ Marc Meyer

      Wiederum eine Unterstellung, die so nicht zutrifft. Ich zitiere Sie:
      „Darf ich Sie daran erinnern, dass es viele Argumentationen gibt die ich hier vorgetragen habe, die Ihre Kommentare klar widerlegten und Sie haben darauf nicht geatwortet.“
      Legen Sie mir bitte dar, welche Sie meinen, sonst muss ich dies als Schutzbehauptung im Raum stehen lassen. Ihre Argumente legen Sie wie immer gleich selbst als unwiderlegbar dar: Ist dies eine Basis für eine offene Diskussion? Um Ihre Worte zu gebrauchen: qui s’excuse s’accuse…

    • @Züribanker

      Zuerst würde mich interessieren, wie oft Sie hier schon Ihr Pseudonym geändert haben und warum.

      Dann schwärmen sie von dem „Steilpass“, den ich Ihnen angeblich gespielt hätte. Vielmehr war das ein Rückpass uns Sie haben damit der SNB erneut ein Eigentor geschossen.

      Tatsache bleibt:

      Nur ein starker Franken stärkt unsere Wirtschaft – nicht ein schwacher Franken.

      In den letzten zehn Jahren hat sich der positive Saldo der Handelsbilanz der Schweiz fast auf 24 Milliarden Franken pro Jahr praktisch vervierfacht.

      Ebenfalls vervierfacht hat sich in derselben Zeit der Aktienkurs des Exporteurs The Swatch Group (siehe Franken-Rütli).

      Die Exporteure und die SNB jammern auf hohem Niveau.

      Im ersten Quartal 2010 schrieb die SNB in ihrer Lagebeurteilung, der Export entwickle sich erfreulich. Gleichzeitig investierte sie in diesen Monaten aber erstmals über 100 Milliarden Franken in Euro. Ein offensichtlicher Widerspruch.

      Der Mindestkurs wäre nicht nötig gewesen. Der Mindestkurs seinerseits hat jedoch das Potential unsere Wirtschaft in den Abgrund zu reissen, weil dieser durch Schulden der SNB finanziert wird.

      mfG

    • @Züribanker

      Bitte legen Sie hier offen, wie viele Male Sie Ihr Pseudonym auf IP geändert haben.

      mfG

    • @ Marc Meyer

      Leider wiederum keine konkreten Antworten zu meinen Punkten 1 -7!

      Zudem: Ihr Swatch – Beispiel, dass Sie jeweils bringen, ist nicht repräsentativ, denn Swatch generiert ihre Umsätze vor allem im asiatischen Raum und USA, also in US-$ und nicht in Euro. Gerne erwarte ich Ihre Stellungnahme.

      Am besten ohne Prolog und copy paste; das kenne ich bereits!
      Besten Dank.

    • @Züribanker

      Sie weichen aus.

      Unter wie vielen Pseudonymen haben Sie mir hier schon Antworten gegeben? Und immer, wenn sie widerlegt waren, haben Sie das Pseudonym geändert.

      So einfach machen Sie und die SNB es sich.

      Gemäss meiner Analyse stehen Sie der Nationalbank und dort dem Bankrat sehr nahe.

      Jedes Votum hier ist ein Plädoyer für die SNB und deren Mindestkurs.

      Ich finde es schwach, dass die SNB sich hier nicht selber zu Wort meldet, sondern über Pseudonyme, die sich ständig ändern, Irrlehren verbreitet.

      Ihre Punkte 1 – 7 lenken von der zentralen Problematik ab.

      Mit freundlichen Grüssen

      Marc Meyer

  14. Egal aus welcher fachlichen Perspektive. Der Effekt ist ein „Beitrag an die Stabilisierung des Euro“. Das kommt „uns“ höchst wahrscheinlich noch teurer zu stehen als zwei EU-Beitritte. (Meine Haltung: Weder das eine noch das andere tun.)

    • Ja, das Buch „Der grösste Raubzug der Geschichte“ ist absolut prägend. – Ich habe nochmals das 2011 erschienene Buch „Auf Crashkurs“ von Markus Diem Meier gelesen, in Sicht der Retrospektive. Faszinierend – alles was dort 2011 geschrieben wurde, ist bis heute eingetreten oder eben nicht eingetreten. Wenn hier Leute schreiben, das sei Populismus, dann ist das, pardon, birnenweich oder schlicht blind. Ja, blind vor der Tatsache, dass der Neokapitalismus das an sich gute System des Kapitalismus in eine Sackgasse geführt hat, aus welcher nur noch mit einem Blow Up herauszukommen sein wird.

  15. Irgendwie werde ich das Gefühl nicht mehr los, dass die SNB und Ihre Exponenten fremdgesteuert sind. Die Nähe zur BIZ und zum FED könnten erklären, warum diese Hokus-Pokus Geldpolitik ihren Lauf nimmt.

    Die unheimliche Gefahr eines aufkommenden Immobilien-Crash ist dabei erst gar nicht berücksichtigt. Wer wird den CH-Banken beistehen wenn alle Dämme brechen. Die SNB wird es dieses mal sicher nicht sein.

  16. Die Fixierung eines Mindestkurses EUR/CHF 1.20 erweist sich als Fehler.- Punkt.- Der Uebergang zu einem handelgewichteten Wechselkurs im Stile Singapores, sollte in Erwägung gezogen werden. Der „Singapore-Basket“ hat den Vorteil, dass er nicht publiziert wird.
    Spekulanten haben so keinen Anhaltspunkt über den Grenzwert und es wird für sie schwieriger ihre Trades zu positionieren.
    Die Instabilität des EURO-Raums mit der neuen Grexit-Gefahr erfordert sogar eine gewisse Dringlichkeit für die Aenderung der SNB-Politik.

    • @Sandra Niggli

      Arme Frau Niggli – schreiben Sie doch einmal einen brauchbaren Kommentar.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Besten Dank Frau Niggli für Kompliment. Laut der bekannten schweizerischen Wirtschaftszeitung „Blick“ hat sich nun auch der Raiffeisen-Chefökonom für eine Aufhebung der EUR/CHF 1.20 Untergrenze ausgesprochen. Nach meiner bescheidenen Meinung wäre ein Uebergang zu einem handelgewichteten Leitkurs, nicht publiziert und ohne viel Klamauck (Singapore-Float) die beste Lösung. Ich hoffe die SNB bleibt offen und flexibel und verschantzt sich nicht hinter einem überholten Konzept.

  17. Das Polit-Büro in Brüssel liess soeben an die Adresse von GR verlauten: Gemäss EU-Vertrag ist „die Mitgliedschaft im Euro unwiderruflich“ !

    Tja, was schliessen wir nach 3 Jahren Euroeinführung in der Schweiz für uns hieraus:

    1.) Die SNB weiss mehr als Blocher und nahm schon mal den Zerrupf der Non-EU-Initiative vorweg ?!
    2.) Die SNB hält sich brav an einen zumindest mir noch unbekannten bilateralen Vertrag ?!
    3.) Oder aber die rauchen dort ein besonderes, mir ebenfalls noch unbekanntes Kraut ?!

    Jedenfalls weiss ich es nicht, ausser, dass im Falle von 3.) dies meinem Dafürhalten nach auch für den Zueribanker gilt, nachdem der sich so sehr vor einer „totalen und erratischen Freigabe“ von Preisen fürchtet.

    Der Arme. Schade, dass Marx & Engels nicht mehr leben – die hätten sicher ihre echte Freude an so einem ‚Kapitalisten‘ gehabt und sich herzensgut um ihn gekümmert.. ;-))

    • …. Also für die politische Satire taugen Sie noch nicht, Herr Ott: Zwischen Punkt 3 Ihres Kommentars, und dem letzten Abschnitt, wo Sie mich in Verbindung mit den beiden Herren bringen, klafft eine unverzeihliche Lücke: Es fehlt die Pointe. Daher: für den Orden wider den tierischen Ernst müssen Sie noch etwas üben…

    • @ Zueribanker

      Gebe ich gerne zu ;-)) Wollte Sie nur nicht ungeschoren davon kommen lassen. Aber im Ernst, wieso plädieren Sie als Banker für die sozialistische Fixierung von Preisen ?!
      Und bitte mir jetzt keine vwl Gesamtrechnung aufmachen; die stimmt in einem wesentlichen Punkt nämlich nicht, und an ihrer Steuerung sind bekanntlich so Manche wenn nicht alle bereits gescheitert & zerbrochen..

    • @ Herr Ott

      Sie haben insofern recht als diese Mindestkursfestlegung ein Eingriff in die freie Wechselkursbildung im Verhältnis CHF/EUR darstellt. Wenn Sie dieses Verhältnis floaten lassen, risikieren Sie einen massiven Wirtschaftseinbrauch, von dem alle betroffen sind. Mit Fug kann man sich fragen, wie lange dies noch dauert. Dies hat allerdings nichts mit Sozialismus oder Angstmacherei oder Schutzbehauptung zu tun, sondern mit Pragmatismus. Also bitte nicht immer die ganze Diskussion in die ideologische Ebene drehen; das ist zwar populär hilft jedoch nicht weiter.

  18. vor kurzem hat herr jordan verlauten lassen, ein GREXIT gehöre nicht zum basis-case der SNB. dies ist dann doch sehr erschreckend…
    was sind dann die basis-cases der SNB?
    hoffen und auf gut glück…achtung …fertig….los?

    • Die EUR/CHF Fixierung auf 1.20 ist aus heutiger Perspektive einfach ein Fehler. Punkt. Als Alternative könnte die SNB zu einem handelgewichteten Basket übergehen (stil: Singapore). da ein freies Floating zu einem zu grossen Liquiditätszufluss führen würde.
      Der „Singapore-Basket“ hat den Vorteil nicht publiziert zu werden. Spekulaten haben so keinen Anhaltspunkt ihre Trades gegen irgend einen Grenzwert zu positionieren.

  19. lieber Dr. Mark Meyer: wissen Sie eigentlich wie CH-Exporte kalkuliert (damit noch Aufträge reinkommen) und dann fakturiert werden? Ich glaube, dort liegt Ihr Salto oder aber Sie arbeiten in einer geschützten Werkstatt oder sonst in einer „Lobby-Branche“.

    • @Exporteur
      Und wo liegt jetzt Ihr konkretes Argument?
      Tatssche ist und bleibt, dass eine grosse Nachfrage nach Schweizergütern zu einer starken Nachfrage nach Franken führt.
      Der starke Franken ist Ausdruck einer starken Wirtschaft.
      Den Franken schwächen heisst dem Franken schaden.
      Und dem Franken schaden heisst der Schweiz schaden.
      Dss tut die SNB.
      MfG

    • @Exporteur
      Die entscheidende Frshe lautet: WARUM steigt der Franken?
      Bei höherem Franken wegen steigender Nachfrage steigt der Frsnken UND die Menge UND der Umsatz UND die Gewinne UND die Beschäftigung.
      Das ist heute in der Schweiz der Fall.
      MfG

    • @Meyer: erstens steigt der Franken ggü EUR seit Sept 2011 gar nicht mehr und neigt im Soge des EUR gegen USD jüngst zur Schwäche, obwohl die Bedeutung von Uebersee in der Aussenwirtschaft stetig zunimmt. Kein Mensch ausser Ihnen kommt auf die Idee, den Druck auf den CHF in 2010/2011 auf eine explodierende Nachfrage nach Gütern aus der Schweiz zurückzuführen. Schon mal gehört, dass die Umsätze an den Devisenmärkten ein Vielfaches des Güterhandels sind?
      Ich bin auch ein Gegner der SNB-Politik, aber wie Sie argumentieren ist wirklich ein Greuel.

  20. @ Marc Meyer

    …Wunderbar einfache Lösung! … So einfach ist es dann doch wieder nicht! – Es ist eben nicht nur der Export, sondern die Vernetzung mit der Gesamtwirtschaft, die dann betroffen ist: wenn Sie sich die Mühe nehmen, die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung nach der Entstehungs- und Verwendungsseite zu analysieren, dann sehen Sie unschwer, dass jeder BIP-Franken zu 50% vom Auslandgeschäft abhängt. Oder andersrum, dass jeder Umsatzfranken zu 50% direkt und indirekt vom Auslandgeschäft abhängt. Ich denke, dass Sie dies als Wirtschaftsfachlehrer besser wissen. Dies heisst aber im Klartext, dass im Falle der totalen und erratischen Freigabe des CHF/EUR-Wechselkurses die Gesamtwirtschaft, und zwar in allen Sektoren, massiv darunter leidet, und zwar mittelfristig nicht nur kurzfristig. Davon können sowohl Sie als auch ich wie auch andere Kommentarschreiber hier existentiell betroffen sein. Mit Angstmacherei hat dies nichts zu tun! Mein Vorschlag an Sie: Überzeugen Sie die Träger der Wirtschaftspolitik (inkl. Gewerbeverband) von Ihrer Idee oder beschreiten Sie den Weg der demokratischen Legitimation, um die Wirtschafts- und Geldpolitik nach Ihren Vorstellungen zu regeln. Welchen Anpassungszeitraum möchten Sie gewähren?
    Im Übrigen haben sie mehrfach erklärt, dass Sie auf anonyme Blogger wie ich nicht mehr antworten würden. Warum tun Sie es trotzdem?

    • @Züribanker

      Danke.

      Offenbar habe ich ins Schwarze getroffen.

      Ich beantworte keine anonymen Blogger, die persönlich beleidigend sind. Wäre es Ihnen lieber gewesen, ich hätte nicht geantwortet? Das wäre für Sie wohl einfacher gewesen.

      Ihr Votum war ja nicht beleidigend – aber es hat auch nicht den geringsten wissenschaftlichen Gehalt.

      Ihr Votum ist reine Angstmacherei, wie das die SNB seit Jahren tut.

      Aber bitte versuchen Sie, meine Argumentation nachzuvollziehen:

      Ich wiederhole:

      Jedermann ist froh, wenn er etwas zu einem hohen Preis verkaufen kann. Wir Schweizer können froh sein, wenn wir den Franken teuer verkaufen können.

      Eine hohe Nachfrage nach Schweizergütern führt zu einer hohen Nachfrage nach Franken. Deshalb steigt der Franken.

      Sie begründen den Anstieg des Frankens mit der Kostenseite anstatt mit der Nachfrageseite. Das ist der grundsätzliche Irrtum, den Sie und die SNB begehen.

      In den vergangenen Jahren ist der Franken gestiegen und die Exporte sind auch gestiegen. Das ist der Beweis, dass der Franken aufgrund der grossen Nachfrage nach Schweizer Gütern (Investitions- und Konsumgüter) gestiegen ist.

      Der Umsatz ergibt sich aus der Multiplikation Preis mal Menge. Beides ist gestiegen. Deshalb eine nachfrageseitige Teuerung. Die ist gut für die Schweiz und schafft Arbeitsplätze.

      Ich poste Ihnen nachfolgend die Zahlen der Importe und Exporte der Schweiz:

      http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/06/05/blank/key/handelsbilanz.html

      Hier können Sie sehen, dass die Exporte kontinuierlich in den vergangenen Jahren gestiegen sind. Nur im Jahre 2008 / 2009 nicht. Da die Importe im selben Zeitraum prozentual aber noch mehr gefallen sind als die Exporte, ist bewiesen, dass dieser Rückgang bei den Exporten nicht auf den Wechselkurs zurückgeführt werden kann.

      Sie sehen – Ihre Behauptung, die SNB habe intervenieren müssen wegen einer grossen Gefahr der Arbeitslosigkeit ist reine Angstmacherei – nichts anderes. Eine Schutzbehauptung.

      Der Mindestkurs schadet der Schweiz per saldo nur.

      Leider ist es für einen politischen Vorstoss jetzt zu spät. Die SNB hat den Schaden bereits angerichtet.

      Vor einigen Jahren lancierte ich die Volksinitiative „Unsere Nationalbank gehört uns allen“.

      Da ich parteilos bin und nicht über genügend finanzielle Mittel verfüge, um im Alleingang eine solche Initiative durchzuziehen, konnte ich nicht genügend Unterschriften sammeln.

      Schade – denn diese Initiative hätte das Unheil vermieden, das jetzt auf uns Schweizer wegen der Nationalbank zukommen wird.

      Bankrott der SNB und damit der Banken und / oder Steuerzahler oder Einführung des Euro / Beitritt zur EU oder Währungsreform.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Lieber Herr Dr. Meyer, Hut hab vor Ihnen! Sie haben einen bravourösen Uberblick.

      Die Geldtheorie ist immer wieder eine goldige Spielwiese für „was wäre wenn“ Überlegungen, deren Vorteil es ist, niemals in eine ernsthafte Realitätsdimension vorzustoßen zu können. Darum eignet sie sich auch hervorragend dazu, Ängste vor Eventualitäten zu schüren, die nur dann einzutreten pflegen, wenn Juristen/Politiker versuchen, ökonomische Sachzusammenhänge entscheiden zu wollen.

      Aber nehmen wird mal an, es käme tatsächlich zu einem Forderungsausfall, welcher für die SNB zu einer Bilanzkonstellation führte, wo der Posten “Eigenkapital” auf der “falschen” nämlich auf der Aktivseite stünde. Denn das ist zumindest für normal wirtschaftende Unternehmen der Punkt, an dem die Insolvenz qua Überschuldung beantragt werden muß. Denn ein Eigenkapitalsaldo auf der Aktivseite bedeutet, daß das Vermögen nicht mehr die Schulden deckt und somit – wie auch bei dem Kriterium Illiquidität – das Ereignis Überschuldung den Gang zum Insolvenzrichter notwendig macht.

      Aber nun mal ernsthaft: soweit eine Zentralbank hinsichtlich desjenigen Zentralbankgeldes, welches sie selbst emittieren kann, in Anspruch genommen wird, gibt es kein Vertun: sie ist immer und unbedingt zahlungsfähig. Das liegt an einer kleinen Geschichte im Zentralbankrecht, daß die Geschäfte auf eigene Rechnung von einer Zentralbank mit Zentralbankgeld bezahlt werden könnten. Heißt: Zentralbanken können Gehälter oder sogar Luxusbauten mit selbst emittiertem Geld bezahlen. (Nur das ist das, was mit “inflationsfördernder Geldschöpfung” bezeichnet wird. Das hat was mit der Frage der Integration von Zentralbankgeld zu tun – ein verwickeltes Problem.) Das heißt, das Zentralbanken laufende Kosten mit einer Bestandsveränderung des Bilanzpostens Zentralbankgeld ausgleichen können und nicht dazu gezwungen sind, entsprechende Einnahmen erzielen zu müssen. Obwohl die SNB in ihrer Geschichte noch nicht zu dieser Zuflucht greifen mußte und jegliche Zahlungsanforderung aus den ihr zufließenden Zinserträgen finanzieren konnte, gibt dieser Aspekt die Antwort auf die Frage, ob eine Zentralbank mit einem negativen Eigenkapital weiterhin eine geldwertstabilisierende Funktion wahrnehmen kann:

      JA, sie kann es!

      Das gilt immer und unbedingt. ! ACHTUNG: (Das gilt nicht insoweit eine Zentralbank Zahlungsanforderungen in einer Währung zu erfüllen hat, welche sie selbst nicht emittieren kann.)!!!!

      Es ist daher nicht notwendig, daß die SNB irgendwelche anderen Tricks anwendet, es ist auch nicht nötig, daß “die Bürger ihr Vertrauen in die Zentralbank” aufrechterhalten.

      Denn solange eine Zentralbank die Möglichkeit hat den Umlauf an Zentralbankgeld derart zu steuern und sie damit die Kreditkonditionen der Geschäftsbanken, die sich als allererstes auf den Interbankenmarkt auswirken, beeinflussen kann, ist ihrer Gestaltungsmacht keine Grenze gesetzt.

      Deshalb, haben Sie zu Recht, immer wieder auf diese Problematik hingewiesen, und ja, jetzt ist es zu spät!

    • @ Marc Meyer

      Danke für den Steilpass: an der von Ihnen gelieferte Statistik über den Aussenhandel setze ich meine Argumentation fort:

      http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/06/05/blank/key/handelsbilanz.html

      1) Entscheidend ist die regionale Verteilung der Export- und Importströme: Im unteren Teil des Links (Balken-Grafik) erkennen Sie, dass die Einfuhr unseres grössten Handelspartners Deutschland mit 52.4 Mrd. z.B. 2013 deutlich grösser ist als die Ausfuhr mit 39.3 Mrd. Hier greift das Kostenargument.
      2) Für die Zunahme der GESAMTexporte sind die USA , UK und Hong Kong im 2013 verursachend. Dort bewegen wir uns aber in andern Währungsräumen und nicht im EURO.
      3) Es geht um die Ausfuhr in den EUROraum. Dort ist die Preiselastizität der Nachfrage entscheidend. Dies ist nicht – wie von Ihnen behauptet – ein Irrtum, sondern eine Realität. Sprechen Sie darüber bitte einmal mit KMU-Exporteuren nach Deutschland.
      4) Eine nachfragebedingte Teuerung wird nur über ein System fixer Wechselkurse „importiert“. Die Inflationsdifferenzen erklären im Rahmen der Zinsparitätentheorie nur die Zinsunterschiede und damit die Bewegung der Kapitalströme. Eine nachfrageseitige Teuerung, die über den EURO importiert werde wie Sie das behaupten lässt sich nicht nachweisen (ich argumentiere hier nur im Verhältnis zu Deutschland , unserem wichtigsten Handelspartner).
      5) Die Mindestkursfestlegung gegenüber dem EURO erfolgte am 6.9.2011. Seither sind sowohl die Importe wie auch die Exporte etwa gleichauf gestiegen (in Mrd. CHF). Die regionale Verteilung zeigt aber, dass der Rückgang in den Euroraum durch den Zuwachs nach Asien/USA kompensiert wurde. Hieraus abzuleiten, die KMU könnten Ihre Exportkanäle sozusagen zeitverzugslos einfach von Deutschland nach China umpolen ist realitätsfremd. In so kurzer Zeit kann die Logistik und das Sortiment nicht umgestellt werden. Es wäre hilfreich, wenn Sie sich in diesem Zusammenhang gelegentlich über die diesbezüglichen praktisch-betriebswirtschaftlichen Probleme bei einem KMU erkundigen würden.
      6) Die Frankenstärke resultiert nicht aus den Handelsströmen wie Sie in Ihrer Kausalkette behaupten, sondern überwiegend aus den Finanzströmen; dabei handelt es sich um anlagesuchende Gelder, die die Orte der grössten Stabilität und Wertschöpfung (BIP/Kopf) anströmen.
      7) Wenn Sie die CH-Zahlungsbilanz als Ganzes analysieren sehen Sie, dass der Aussenbeitrag des Handels mit Waren wesentlich kleiner ist als der Aussenbeitrag aus den Kapitalbwegungen. Letztere erklären hauptsächlich die Wechselkursbewegungen.

      Ich bin – wie Sie hoffentlich auch – an einer wirtschaftlich stabilen und wirtschaftlich prosperierenden Schweiz interessiert und nicht an Angstmacherei oder Schutzbehauptungen.

  21. Es sieht demnach eher so aus als hätte sich die Bankbetriebslehre ausschließlich der Funktion der Schattenbanken gewidmet und den wesentlichen Aspekt des Bankensystems, nämlich tatsächlich Geldschöpfung generieren zu können, komplett übersehen. Das wird vermutlich damit zusammenhängen, daß die Differenz von dem was als “Bankgeld” bezeichnet wird und dem, was Zentralbankgeld wirklich ist weitgehend ignoriert wird. Es ist ja heutzutage chic geworden zu behaupten Banken könnten “Geld” schaffen was auch schon dazu führt zu fordern den Banken das Privileg der Geldschöpfung zu entziehen. Jeder Kommentar dazu erübrigt sich – eigentlich.

  22. Gemäss enger Definition und gemäss dem Grundsatz der „Früchte vom verdorbenen Baum“ ist jeder Lohnbezüger bei den verurteilten kriminellen Organisationen UBS und CS ein Geldwäscher. – Begreift es jetzt auch der Dümmste, wie „birnenweich“ das alles ist? Jedes Königshaus von heute hat sich seinen Status und seinen Reichtum nicht erarbeitet, sondern meist auf Kosten vieler anderer ergaunert, erpresst und erschlichen. Zehnten als Schutzgeld etc…

  23. Unerklärlich und geradezu eine öffentliche Unfähigkeitserklärung der KMU und Grossunternehmen aus der Exportbranche.
    Wurden in den Dekaden vor der Anbindung doch Währungsrisiken individuell durch jedes Unternehmen gehedged, sind diese heute mit Unterstützung der Sozialisten nur noch Mündel unter den Fitichen des BR und SNB. Deshalb trifft LH’s Untertitel mehr denn je zu.

    Wie ich in diesem Blog vor einiger Zeit bereits postulierte, müsste man als „Unterstützung“ für die zu kleinen KMU welche keine eigene professionelle Finanz-/Controllingabteilung führen können, einen Währungs-Hedge-Pool mit vergünstigten Konditionen – Market Maker eine oder beide Grossbanken – anbieten.

    Währungsrisiken sind Marktrisiken und müssen von jedem Teilnehmer selbst getragen werden, sicher nicht vom Souverän. (Punkt!)

  24. Die Forderung der Kantone an (erhöhte) Ausschüttung der SNB, zeigt einmal mehr, dass gewisse Finanzdirektoren, null, nichts, nada von Finanzen verstehen.
    Bei der SNB handelt es sich um Buchgewinn. Das bedeutet, der Gewinn wurde gar nicht echt und effektiv erzielt. Auf diesem fiktiven Gewinn (der eh nicht echt ist, da unter falschen Voraussetzungen verbucht (Betrüger lassen grüssen), dürfen meines Erachtens auch keine Auszahlungen an die Kantone gemacht werden, weil, ich widerhole, der Gewinn gar nicht existiert.

  25. Wie schon mehrfach hier vertreten widerhole ich gerne meine Ausführungen: Es wäre X-fach billiger gewesen, die Exportindustrie zu subventionieren und eventuelle Verluste direkt auszugleichen als den Unsinn über die Euro-Anbindung vorzunehmen. Mit der Euro-Anbindung hilft die SNB nur kurzfristig der Exportindustrie, dafür ruiniert sie alle Sparer im Land (was ein viel, viel grösseres Volumen an Verlust ausmachen wird). Zudem ruiniert sie sich selbst (was ihr egal ist, da sie von der Politik gestützt wird). Eine üble Situation für die sich alle schämen sollten, die den Bürger einmal mehr betrügen und über den Tisch ziehen

  26. Gigantische Geldwaschanstalt. Ja, auch diese braucht die EU. Macht nix, einer muß es doch tun, am besten mit einem Lied auf den Lippen, Humor behalten.

    Zeigt her euer Köpfchen , zeigt her eure Schuh,
    und sehet den fleißigen Geldwäschern zu.
    Sie waschen, sie waschen , den ganze Tag……
    Sie drucken , sie drucken den ganzen Tag….
    Damit auch die Welt von dem Geld genug hat…..
    (frei nach dem Kinderliedchen, die fleißigen Handwerker.. zeigt her eure Füßchen…..
    Wünsche einen schönen Arbeitstag.

  27. ..dem Artikel entnehme ich u.a. folgende interessanten Botschaften:

    Gemäss Lukas Hässig ist
    1) Exportfinanzierung = Geldwäsche (Zitat:“ Im Fall der Schweizerischen Notenbank erfolgt die Geldwäsche durch Exportfinanzierung.“)
    2) Geldpolitik = Geldwäscherei und nur eine Frage des Standpunktes (Zitat: „Der Unterschied zum Waschen von schmutzigem in weisses Geld, wie es kriminelle Organisationen schon immer betrieben haben, ist lediglich eine Frage des Standpunkts.“)

    Ist es für Sie – Herr Hässig – nur eine Frage des Standpunktes, wenn die CH-Exportindustrie tausende von Arbeitsplätzen KURZFRISTIG abbauen muss? – Beim US-Dollar verteilte sich der Niedergang auf mittlerweile 41 Jahre (März 1973-2014). Der Anpassungszeitraum für die ExportIndustrie (vor allem KMU) war genügend lang und es bestand genügend Zeit für Umstellungen. – Es wäre der weiteren Diskussion förderlich, wenn Sie, Herr Hässig, Ihr wirtschaftliches Szenario/Story ebenso kreativ darlegen würden, unter der Voraussetzung, dass die EURO-Mindestkursbindung – gemäss Ihrer Meinung – HEUTE fallen gelassen wird.

    • Wenn Mister Hässig dies könnte, dann hätte er vor Jahren schon vorschlagen müssen, das Exportgeschäft der CH-Banken, nach all den effektiv eingefahrenen Verlusten/Bussen/Abschreibungen/nicht wiedereinbringbare Rückstellungen etc. etc., zu schliessen.
      Was die Exportfinanzierung von z.B. D betrifft, so sollte er berücksichtigen, dass dort nicht nur das politische sondern auch das kommerzielle Risiko abgesichert wird. Da war (mit der ERG) und ist die CH-Industrie immer am kürzeren Hebel gesessen. Nun hilft die SNB.

    • @Züribanker

      Verkauft ein Verkäufer lieber zu einem hohen oder tiefen Preis?

      Wir sollten froh sein, wenn wir den Franken zu einem hohen Preis (Kurs) verkaufen können.

      Die hohe Nachfrage nach Schweizer Gütern führt zu einer hohen Nachfrage nach Franken und damit zu einem starken Franken.

      Der Umsatz ergibt sich aus der Multiplikation von Preis mal Menge; ergo ist ein starker Franken gut für die Schweiz, solange auch die Exporte steigen und die boomen seit Jahren.

      Alles andere ist unbegründete Angstmacherei, die Sie und die SNB betreiben.

      mfG

    • @ Dr Marc Meyer

      Gestatten Sie mir folgende Opposition:

      Verkauft ein Verkäufer lieber zu einem hohen oder tiefen Preis?
      Grundsätzlich ja, wenn er zum hohen Preis auch genügend entsprechende Käufer findet.

      Wir sollten froh sein, wenn wir den Franken zu einem hohen Preis (Kurs) verkaufen können.
      Nicht uneingeschränkt, das gilt nur für Güter, die wir importieren, nicht aber für jene, die wir exportieren.

      Die hohe Nachfrage nach Schweizer Gütern führt zu einer hohen Nachfrage nach Franken und damit zu einem starken Franken.
      Die hohe Nachfrage hält nur an, solange der Preis im internationalen Vergleich konkurrenzfähig ist. Abgesehen davon ist die hohe CHF Nachfrage mehrheitlich auch ein Produkt von ’save heaven‘ und Spekulation.

      Der Umsatz ergibt sich aus der Multiplikation von Preis mal Menge; ergo ist ein starker Franken gut für die Schweiz, solange auch die Exporte steigen und die boomen seit Jahren.
      Es gibt keine unbeschränkte Preiselastizität. Sie wissen doch auch, dass es hier Grenzwerte gibt. Unsere Exporte waren nebst einer Reihe anderer Faktoren so stark, weil der CHF künstlich geschwächt wurde. Ohne Eingriff der SNB (den ich so übrigens nicht gutheisse) wäre der Euro möglicherweise bei der Parität oder noch tiefer – versuchen Sie dann mal, aus der Schweiz zu exportieren.

      Freundliche Grüsse vom Markt

    • die exportindustrie hatte über 3 jahre zeit!!!

      wie lange soll den die SNB den kurs noch halten?

    • @Mark T.

      Bitte sehen Sie meine Antwort an „Züribanker“ oben.

      mfG

      Marc M.

  28. Genau weil die SNB zum gigantischen Hedge-Fund mutiert ist, von jeglicher Autorität unkontrolliert (dass Bank- und Bundesrat hierzu ungeeignet sind, haben sie in der Hildebrand Krise bewiesen), wäre es gut gewesen, die SNB wieder in Schranken zu weisen, indem die Goldinitiative angenommen worden wäre. Aber ein leichtes Leben auf Pump, mit medialem Getöse aller politischen Kräfte, die nach wie vor die Gewinne der SNB verfrühstücken wollen (die Kantone konsumieren ja deutlich mehr als dass sie investieren), ist kurzfristig so viel schöner…

    Angeblich besitzt die SNB an die 80% des CH-BSP an EURO (nur ca. 25% in den finanziell liederlichen USA), hinzu kommt der notorisch schwache USD (ich erinnere mich noch gut an die 4:1 Währungsrelation), da wird einem schwindelig, wenn der EURO auseinander fällt… Und das ist eigentlich nur eine Frage der Zeit. Die Politik ist wie immer unangreifbar und nicht verantwortlich, die SNB Chefs ebenso. Ausbaden darf es der Steuerzahler (so wie bei allen Dummheiten der Politik). Dass die EURO-Anbindung nur eine einseitige Unterstützung der Export-Industrie darstellt, zulasten aller Konsumenten und der Import-Industrie, kommt dazu. Aber darüber wird auch nicht genügend diskutiert.

  29. Noch ein Wort zum Euro / Dollar – Kurs

    Der Kurs Euro-Dollar notiert nun exakt dort, wo er bei Einführung des Euro notierte. Da ist noch viel Platz nach unten.

    Die Relation Euro / Franken hängt wesentlich von der Entwicklung Euro / Dollar ab.

    Fällt der Euro gegen Dollar, so müsste, ceteris paribus, der Euro gegen Franken gleichviel fallen, wie der Dollar gegen Franken steigen.

    Da aber der Euro wegen des Mindestkurses gegen Franken nicht fallen kann, folgt, dass der Dollar das Doppelte gegen Franken steigen muss.

    Das ist der Grund für die Deivsengewinne der SNB auf dem Dollar.

    Früher oder später dürfte diese Rechnung aber nicht mehr aufgehen, weil der Druck auf die SNB zu gross wird.

    • Wenn der Euro-Franken-Kurs gleich bleibt und der Euro zum Dollar sinkt, dann sinkt der Franken zum Dollar prozentual im gleichen Ausmass.

      Meiner Meinung nach brächte eine Herabsetzung des Euro-Mindestkurses auf Fr. 1.15 oder Fr. 1.10 eine gewisse Beruhigung.

    • Ich zitiere:
      „Fällt der Euro gegen Dollar, so müsste, ceteris paribus, der Euro gegen Franken gleichviel fallen, wie der Dollar gegen Franken steigen.

      Da aber der Euro wegen des Mindestkurses gegen Franken nicht fallen kann, folgt, dass der Dollar das Doppelte gegen Franken steigen muss.“

      Fällt der Euro gegenüber dem US-Dollar um x%, dann fällt er auch um x% gegen den CHF. USD/CHF bleibt aber unverändert.
      Wenn nun aber EUR/CHF unverändert bleibt, steigt der Dollar um 1/(1+x)% (bzw. fällt der CHF gegenüber dem US-Dollar um x%).

      UND NICHT UM DAS DOPPELTE. Beängstigend, Ihre Wissenschaftlichkeit.

    • @Mathematik für Fortgeschrittene

      Fällt der Euro gegen Dollar um beispielsweise 10 Prozent, so bedeutet das ohne Mindestkurs, dass, ceteris paribus, der Euro gegen Franken um 5 Prozent fällt und der Dollar gegen Franken um 5 Prozent steigt. (Der Franken bleibt in der Mitte der beiden Währungen; 5 + 5 = 10).

      Da beim Mindestkurs der Euro gegen Franken nicht fallen kann, muss der Dollar gegen Franken um 10 Prozent steigen wenn er gegen Euro um 10 Prozent steigt. 10 Prozent ist das Doppelte von 5 Prozent.

      Begriffen?

      Sie sind offenbar Mathematiker ohne Verständnis vom Devisenmarkt.

      Danke aber, dass Sie meinen Text genau zu lesen versucht haben.

      MfG

    • @Herrn Dr. Meier:

      Zu Ihrer Formulierung:

      „Da aber der Euro wegen des Mindestkurses gegen Franken nicht fallen kann, folgt, dass der Dollar das Doppelte gegen Franken steigen muss.“

      Hier hätte man anfügen können: „… als er das ohne Mindestkurs getan hätte.“

  30. Wenn ich es recht sehe, wird die SNB einen Gewinn von 30 Mrd. ausweisen. Einen realisi erten Gewinn? Ist doch nur ein Buchgewinn, nichts anderes. Und was verlangen die Politiker? Sie wollen mehr als eine Mrd in ihre Kasse! Das ist m.E. in etwa das gleiche: ich kaufe heute einen Mercedes und bezahle den Händler mit einem Lottoschein vom nächsten Samstag!

  31. Darf ich einen Punkt korrigieren:

    Die SNB kauft die Euros nicht mit Franken, die sie „aus ihrem Computer hervorzaubert“.

    Die Finanzierung der Euros geschieht wie folgt:

    Sparer (in- und ausländische) legen ihre Spargelder bei den Schweizer Banken an (z.B. Grossbanken, Kantonalbanken, PostFinance usw). Diese Banken gewähren der SNB Kredite in dreistelliger Milliardenhöhe, womit die SNB Euros kauft.

    Diese Schulden der SNB gegenüber den Banken bezeichnet die SNB irreführend als „Geld aus dem Nichts“.

    Fällt der Euro und das Eigenkapital der SNB wird negativ, so kann die SNB ihre Schulden gegenüber den Banken nicht mehr vollumfänglich begleichen. D.h. die Banken müssen ihre Giroguthaben bei der SNB entsprechend wertberichtigen.

    Resultat: Die Spargelder sind entsprechend abzuschreiben.

    Da die SNB bei negativem Eigenkapital ihre Bilanz nicht deponieren will, wie sie das gemäss OR tun müsste, werden die Sparer die geprellten sein.

    Korrekt ist, dass die SNB die Exportwirtschaft mit einer gigantischen Währungsoption subventioniert.

    Die SNB gibt tatsächlich dem Ausland Kapital im Giesskannenprinzip, womit dieses dann in der Schweiz einkaufen kann.

    Unsinniger geht es nicht mehr.

    • Sorry Herr Dr Meyer, aber das ist Blödsinn. Natürlich kann die SNB Schweizer Franken aus dem Nichts schaffen und damit Euros kaufen: eine einfache Verlängerung der Bilanz. Und tatsächlich finanziert sie so die Exportindustrie bzw deren Käufer im Ausland. Die Untergrenze von 1.20 ist allerdings willkürlich. Sie machte bei der Einführung vielleicht Sinn, aber das garantiert ihre Berechtigung nicht für alle Zeiten. Der Tagi setzte bei Einführung der Kursuntergrenze den Titel „Das Meer austrinken“. Da dann Prost!

    • @Strub

      Nein – Herr Strub. Sie verstehen von doppelter Buchhaltung genauso wenig wie das Direktorium unserer Nationalbank.

      „Schweizerfranken aus dem Nichts schaffen“ wäre ein einseitiger Buchungssatz.

      Das geht nicht – widerspricht der Doppelten Buchhaltung.

      Basierend auf einer solch naiven Behauptung, wie Sie diese hier präsentieren, reisst die SNB die Schweizer Wirtschaft in den Abgrund.

      Das ist tragisch. Sie und die Nationalbank reden dummes Zeug – nicht durchdacht – einfach „nachplappern“.

      MfG

      Marc Meyer

    • @Herr Dr Meyer: wenn Sie so sachverständig sind, wie Sie sich fühlen, dann konsultieren Sie doch bitte gelegentlich die Bilanz der SNB. Beachten Sie insbesondere die Vorgänge seit Ende 2010. Im September 2011 wurde bekanntlich der EUR zum CHF bei 1.20 fixiert. Seit damals stellt die SNB einen Geldkurs von 1.20. Mit jedem EUR, der ihr angedient wird, schafft sie neue CHF 1.20 (einfach so, die hatte vorher niemand). Gebucht wird übrigens (vereinfacht gesagt, für Ihre Weiterbildung) mit Devisenbestände (Aktiva) an Giroguthaben (inl. oder ausl. Banken – Passiva). Und EUR wird derzeit geflutet, dazu steht auch noch die direkte Zeichnung von Staatspapieren durch die EZB vor der Tür. Die konsequente Fortführung der SNB Politik mag nicht unbedingt die Schweizer Wirtschaft in den Abgrund reissen, aber ganz bestimmt ist sie der Tod des Schweizer Frankens und einer unabhängigen Geldpolitik. Mitunter gehen aber auch der Ersparnisse vieler normaler Bürger flöten, die für die tiefen Zinsen nicht mit billigeren Importen kompensiert werden. Hoffen wir, dass die vielen Fränkli nie in den normalen Wirtschaftskreislauf gelangen. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass jemand die EUR von der SNB wieder zurückhaben will und dafür mit CHF bezahlt. Je länger, je weniger.

  32. Mit Nordeuros wurden im Süden nicht nur Prestigezüge und Audis finanziert. An der Mittelmeerküste Spaniens stehen drei betriebsbereite Flughäfen à 1 Mrd., auf denen ausser am Eröffnungstag vor 5 Jahren kein Flieger mehr gelandet ist. Diese grössenwahnsinnigen Bauten verrotten ebenso wie die Kulturbauten in Valencia mit Investitionskosten von rund 12 Mrd., ganz zu schweigen von den Immobilienleichen, die an jeder Ecke zum Himmel stinken. Hinzu kommt die offene Korruption auf allen politischen Ebenen. Gigantische Fehlinvestitionen, unerträgliche, jeglichen wirtschaftlichen Fortschritt hemmende Korruption. Für den Südeuro sehe ich schwarz. Neusterdings sagt die Politik, ein Austritt Griechenlands wäre verkraftbar. Ein riesiges Gewurstel, das tägliche Vorsichherschieben der unlösbaren Probleme. Und null Prozent Zins. Der grösste Raubzug der Geschichte.

    • Kommt ja nicht überraschend. All diese Konsequenzen waren bei der Einführung der Einheitswährung bekannt, wenn auch totgeschwiegen. Wenn man mit der Propagandakanone lange genug behauptet, dass der abgemagerte Hund (i.c. strukturell problembehafteter Olivengürtel) nicht über das saftige Fleischstück (politisch opportunes Niedrigzinsumfeld) herfallen wird, glauben es alle.

    • Schlussfolgernd…

      …die Spanier sind effizierter als die Deutschen im Flughafenbau?

      😉

    • „Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser.
      Und Gott sprach: Es werde Licht! und es ward Licht. Und Gott sah, daß das Licht gut war. Da schied Gott das Licht von der Finsternis und nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht. Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag. “
      Die Bibel

    • @Sonnenklar

      Richtig

      Gott schöpfte oder schöpt die Erde aber die Nationalbank kann kein Geld schöpfen.

      Die Nationalbank muss endlich von ihrem „hohen Ross herunterkommen“.

      MfG

      Marc Meyer