Heute sind 9 von 10 Franken von den Geschäftsbanken „hergestellt“

Eigentlich wollte ich diesen Artikel gar nicht schreiben. Aber ich fand, dass er unbedingt nötig ist. Denn ohne wahrheitsgemässe Berichterstattung ist eine Demokratie schlicht nicht möglich.

Und leider wird auf diesem Blog teilweise derartiger Unsinn publiziert, dass ich mich frage, ob die Autoren die Leser bewusst in die Irre führen wollen oder schlicht inkompetent sind.

Beides ist leider nicht strafbar, aber für „Inside Paradeplatz“ unwürdig. Deshalb:

Geld aus dem Nichts. Viele Leute denken immer noch, Banken würden lediglich das Ersparte von anderen Leuten weitergeben. Dies ist falsch. Heutzutage wird unser Geld nämlich von Geschäftsbanken sozusagen „aus dem Nichts“ geschaffen. Im Prinzip sogar gegen unsere Gesetze. „Das Geld- und Währungswesen ist Sache des Bundes“ (Bundesverfassung Art. 99).

Dass das Geld aus dem Nichts erzeugt wird und einfach eine buchhalterische Aktivität (Bilanzverlängerung) ist, ist nicht einfach eine Behauptung meinerseits, sondern wird von verschiedenen Institutionen bestätigt.

– Von den Banken selber. Es gibt sehr wenige Banken, die sich tief in die Karten schauen lassen, aber eine deutsche Raiffeisenbank hat im Juni 2014 Stellung bezogen.

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Bild 1: Eingeständnis der Raiffeisenbank, dass das Geld aus dem Nichts (ohne „Überweisungen oder Kontodispositionen“ durchzuführen) finanziert wurde.

– Von unserer Nationalbank. Sehr einfach zu finden, im Glossar unter G wie „Geldschöpfung“. „Zum anderen können auch die Geschäftsbanken Buchgeld kreieren, indem sie Kredite gewähren.“

– Von Englands Nationalbank (Bank of England), die kürzlich eine Publikation darüber verfasst hat.

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Bild 2: Auszug der Publikation der Bank of England (Englische Nationalbank). „Dieser Artikel erklärt, wie der grösste Teil des Geldes in der modernen Wirtschaft durch Kreditvergabe von Geschäftsbanken hergestellt wird.“

– Von der Rating-Agentur Standard&Poor’s (S&P), die ebenfalls eine Arbeit publiziert hat, mit dem provokanten Titel „Sprecht mir nach: Banken können nicht Spargelder ausleihen, und tuns auch nicht“ (Ratingsdirect, August 2013, „Repeat After Me: Banks Cannot And Do Not ‚Lend Out‘ Reserves“).

– Aus einer Studie von letztem Jahr („Can banks individually create money out of nothing? The theories and the empirical evidence“, Richard A. Werner, 2014), die alle drei Geldschöpfungstheorien – Finanzintermediärtheorie, Teilreservetheorie und Kreditschöpfungstheorie – geprüft hat.

– Eine Studie von Ökonomen des IWF (Benes & Kumhof: „The Chicago Plan Revisited“, 2012), welche nicht nur anerkennt, dass Banken Kredite aus dem Nichts vergeben, sondern auch die Vorteile eines 100%-Money (Vorläufer der Vollgeldreform) benennt (zum Beispiel wegen der zu erwartenden grösseren Finanzstabilität und wegen der zu erwartenden Verringerung der Staatsschulden).

– Von der Isländischen Regierung, die bekanntlich in der letzten Krise besonders hart getroffen wurde und als einzige Regierung damals auch Banker vor Gericht gestellt hat. Sie prüft momentan die Einführung des Vollgeldes, wie es auch unsere Vollgeld-Initiative vorsieht.

– Und unterdessen auch nachzulesen in der Literatur, wie in Professor Binswangers Buch „Geld aus dem Nichts“ (2015).

Bei „Geld aus dem Nichts“ handelt es sich im technischen Sinne um Kreditvergaben. Es ist elektronisches Geld (Giralgeld), das bei einer Kreditvergabe vergeben wird – der Kreditnehmer erhält elektronisch den Betrag X zugesprochen, die Bank selber erhält sozusagen minus X (-X). Es ist, wenn man so will, ein reiner „Buchhaltungstrick“ (Bilanzverlängerung), vergleichbar mit dem Überziehen eines Kontos.

Heutzutage müssen Banken normalerweise 2,5 bis 10% der ausgeliehenen Geldmenge als tatsächliches Geld der Schweizerischen Nationalbank (SNB) halten – je nach Grösse der Bank. Den Rest (90%) erzeugen sie mit dem Computer, aus dem sogenannten „Nichts“.

Dieses Geld von der SNB bekommen sie nicht umsonst; sie leihen es sich von der Zentralbank zu einem festgelegten Leitzins aus. Je tiefer der Leitzins, desto tiefer ist normalerweise auch der Zinssatz, mit dem Geschäftsbanken Kredite vergeben; ergo kann so mit „billigem Geld“ die Wirtschaft angekurbelt werden.

Dieser „Hebel“ auf 2,5 bis 10% des umlaufenden Geldes ist momentan die einzige Möglichkeit, wie die Schweiz 90% ihrer Geldmenge (die Giralgeldmenge) theoretisch kontrollieren kann.

Ich muss es nochmals betonen: Momentan sind 9 von 10 „Schweizer Franken“ (90%) von Geschäftsbanken hergestellt worden.

Gemäss unseren Gesetzen sollte die Nationalbank auf diese Weise unsere Währungsstabilität gewährleisten. Die Praxis hat aber gezeigt, dass wir keine wirkliche Kontrolle über unsere Währung haben, daher auch keine wirksame Kontrolle über deren Wert.

Paradoxes über das erfundene Geld der Geschäftsbanken. Haben Sie eine Hypothek oder sonst einen Kredit bei einer Bank aufgenommen?

Nehmen wir an, sie haben sich den Betrag X ausgeliehen. Die Bank verbucht bei Ihnen dann, wie weiter oben beschrieben, auf Ihrem Konto den Betrag X, bei sich selber den Betrag minus X.

Sie gehen und investieren das Geld und zahlen der Bank die Zinsen (Z). Nach einiger Zeit können Sie das Geld wieder zurückzahlen, Sie geben also der Bank den Betrag X wieder zurück. Der Betrag X vom Kreditnehmer und der Betrag „minus X“, der sozusagen die ganze Zeit über auf der Bank war, heben sich nun gegenseitig auf, der Geldbetrag wird – null (Bilanzverkürzung).

Sie haben richtig gelesen: Sobald die Hypothek zurückgezahlt ist, hört das Geld auf zu existieren. Es verschwindet vollständig aus dem Geldkreislauf.

Sie glauben es nicht? Zum Glück ist dies keine Glaubenssache. Es gibt Beweise. Sie können es in den obengenannten Quellen nachlesen.

Und nun sehen Sie vielleicht ein weiteres Problem. Da sämtliches elektronisches Geld im Prinzip Kredite sind, also Schulden, die zurückbezahlt werden müssen, woher kommt dann der Zins, den Sie ja ebenfalls berappen müssen? Diesen Zins stellen die Geschäftsbanken ja nicht selber her – sie stellen nur den Betrag X her.

In Grossbritannien ist die Lage noch prekärer. 95% des gesamten Geldes ist dort elektronisches Giralgeld. Da elektronisches Giralgeld Schuldgeld (sprich Kredite) ist, muss von irgendjemandem ein Zins dafür bezahlt werden.

Im Extremfall (wenn die Zinserträge nicht zurück in die Realwirtschaft fliessen, sondern angespart werden respektive in Finanzprodukte fliessen) ist aber in der Gesamtgeldmenge nicht mehr genügend Geld vorhanden, um diesen Zins (und auch Zinseszins) zurückzubezahlen. Was heisst, dass er gar nie zurückbezahlt werden kann. Egal, wie hart oder wie gut man arbeitet, das Geld fehlt an allen Ecken und Enden – weil immer Zinsen an die Banken bezahlt werden müssen und das Geld dafür schlicht nicht existiert.

Die Banken und wir. Ok, die Banken destabilisieren also zu deren Profit unsere Währung, aber ist das das einzige Problem dabei?

Nein. Geschäftsbanken sind profitorientierte Unternehmen. Sie maximieren ihren Profit, was leider heisst, dass sie bevorzugt nicht in unsere Realwirtschaft investieren und Jobs schaffen. Stattdessen investieren sie ihr – selber geschaffenes – Geld vor allem in der Finanzwirtschaft (von Lukas Reimann, SVP, treffend als Illusionswirtschaft bezeichnet), wo sie schneller und mehr Profit erzielen können.

Dabei provozieren sie allerdings auch Blasen und Finanzkrisen; wobei sie nicht nur sich selber ruinieren (abgesehen von goldenen Fallschirmen), sondern unsere Wirtschaft gleich mit gefährden.

Die Nationalbank, sprich wir Schweizer und Schweizerinnen, zahlen gleich drei Mal dafür, dass die Banken unsere Währung herstellen.

Der Schweiz entgehen die Gewinne der Nationalbank aus der Geldherstellung (bis jetzt 300 Milliarden Franken, macht 5 bis 10 Milliarden jährlich).

Dieser Ausfall muss mit höheren Steuern für die Schweizer und Schweizerinnen kompensiert werden.

Wenn die Banken in eine Finanzkrise geraten, müssen sie von unseren Steuergeldern gerettet werden. (Merke: Verluste werden von den Bürgern getragen, Gewinne werden privatisiert.)

Was wird getan? Zum Glück haben bei uns, dank direkter Demokratie, weder Politiker noch Banker das letzte Wort, sondern wir Bürger.

Einige Volksvertreter – Parlamentarier von SVP über CVP bis hin zu Grünen und zur SP – haben bereits beim Bundesrat Interpellationen eingereicht, um genau zu erfahren, wieso die Schweiz auf die jährlichen Mehreinnahmen von 5 bis 10 Milliarden (plus eine einmalige Finanzspritze von 300 Milliarden Franken, mehr dazu später) verzichtet.

Alle Antworten des Bundesrates waren spektakulär unwissend. Es wurde ausgewichen respektive die Fragen (bewusst?) missverstanden; es wurde behauptet, dass alles gut wäre, so wie es ist; und es wurde sogar behauptet, man brauche das Geld nicht – völlig unverständlich im Angesicht der ständigen Sparbemühungen.

Es gibt auch eine Initiative (Vollgeld), die momentan noch Unterschriften sammelt. Sie wird den Bundesrat zwingen, sich vertieft mit der Frage auseinanderzusetzen – und dem Volk die Möglichkeit geben, selber zu entscheiden, ob es die Geldherstellung privatisiert haben will, so wie heute, oder ob es dieses Recht wieder – wie in unserer Bundesverfassung schon lange festgehalten – der Nationalbank übergeben soll.

Dabei würde eine einmalige Finanzspritze von 300 Milliarden (!) Franken für die Schweiz anfallen, um das momentan existierende, „erfundene“ Geld der Geschäftsbanken durch Geld unserer Nationalbank zu ersetzen. Weitere 5 bis 10 Milliarden würden jährlich durch den Gewinn aus der Geldschöpfung erwartet.

Ganz nebenbei würde die Schweiz auch nicht mehr von Banken erpressbar.

Selbstverständlich gibt es jede Menge Missverständnisse bezüglich dieser Initiative.

„Die Nationalbank hätte dann ein Monopol – das kann nicht gut gehen.“ Die Nationalbank stellt die „finanzielle Infrastruktur“ zur Verfügung; sie bestimmt die Geldmenge für unsere Wirtschaft. Sie sichert so unsere Währungssicherheit und den Wert der Währung.

Da sie keine Geschäftsbank ist, hat sie noch nie eine andere Bank durch ihr „Monopol“ verdrängt, und sie wird es auch nie. Sie hat die gesetzlich vorgegebene Aufgabe, im Gesamtinteresse die Preisstabilität zu gewährleisten; und nicht, profitorientiert die Dienstleistungen der Geschäftsbanken zu übernehmen.

Die SNB tritt also nie in Konkurrenz zu anderen Banken, und sie tat dies auch nie – sie kann daher kein „Monopol“ haben. Die Geldschöpfung der Nationalbank ist daher gar kein „Monopol“, sondern ihr fundamentales Recht.

„Nur noch die Nationalbank würde Kredite gewähren; wir hätten eine Planwirtschaft.“ Das ist schlichtweg falsch. Panikmache. Wie gesagt, wären die Geschäftsbanken immer noch die einzigen, die direkt der Bevölkerung oder Unternehmen Kredite gewähren. Die Nationalbank versorgt nur die Banken mit Geld, daran wird sich auch nach der Vollgeld-Initiative nichts ändern.

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173 Kommentare zu “Heute sind 9 von 10 Franken von den Geschäftsbanken „hergestellt“

  1. Natürlich hat man recht wenn man sagt, Buchgeld entsteht NICHT aus dem “Nichts”, sondern aus einem Buchungssatz. Allerdings ist es offensichtlich, dass dies nur eine technische Spitzfindigkeit ist; die Allgemeinheit sieht die Nationalbank in der demokratischen Legitimation, unsere Währung herzustellen, und NICHT die Privatbanken.
    Und natürlich kann man bei der Vollgeld-Initiative Angst haben, dass etwas nicht rund läuft (ref. Michael Stöcker, 9. November 15, 15:40); bei ALLEM was sich ändert kann etwas schiefgehen. Es gibt aber –gemäss der Webseite der Initianten- mindestens soviele positive Nebeneffekte (direkte Kontrolle des Werts des Schweizer Frankens, Ausschüttung von bis zu 10Mia./Jahr an Gemeinde und Kantone, dadurch Stärkung von KMUs und Arbeitsplätzen im Allgemeinen, Schuldenabbau und Ende von Sparprogrammen, Krisenstabilität des Finanzplatzes Schweiz, dadurch Attraktivitätsgewinn des Schweizer Frankens), wie es mögliche negative Effekte (Flucht aus dem Schweizer Franken von Spekulanten da weniger Volatilität) gibt.
    Demgegenüber steht allerdings die GEWISSHEIT, dass das Finanzsystem früher oder später grandiose bachabgeht, und Tausende Jobs und Existenzen dazu.
    Bei der Abstimmung steht also die GEWISSHEIT des Versagens des Finanzsystems auf der einen Seite, die MÖGLICHKEIT von Problemen bei der Einführung des Vollgeld-systems auf der anderen.
    Die Entscheidung ist ein No-brainer:
    Will man lieber eine gesunde Realwirtschaft, oder will man den Finanzmarkt weiter aufblähen?
    A Propos: Je nach Schätzung kursiert weltweit bis zu 50x mal mehr Buchgeld (=Auszahlungsversprechen), als es Geld gibt. Dass das nicht funktioniert, braucht man nicht zu diskutieren.

  2. Bei uns ist das noch viel schlimmer, wir haben nur eine Midestreservepflicht von 1%. Das heißt, 99 von 100 Euro werden von der Geschäftsbanken geschöpft.
    Sehr oft wird auch behauptet, Banknoten seien Vollgeld. Das ist nicht richtig. Papiergeld wird zwar von der Zentralbank gedruckt, der Staat erhält jedoch nicht die Seigniorage.
    Genaueres wird sehr kompakt unter medianus.at erklärt. Dort findet man, wirklich sehr komprimiert das gesamte Giralgeldsystem, Vollgeld und das Wichtigste. Weitere notwendige Schritte.

    • Guten Tag Herr Panhuber, Ihre Seite gefällt, informativ und sachlich. Kein narzisstisches und missionarisches Getue, keine Anspruch auf alleinige Allwissenheit und kein offensichtlich gekränktes Ego, weil sie nirgends mehr ernst genommen werden können, wie dies bei „unseren“ beiden bedauernswerten Chefökonomen Meyer und Ott der Fall ist.

  3. @Christobal Tostado

    Sehr geehrter Herr Tostado

    „Eigentlich wollte ich diesen Text gar nicht schreiben“

    Das wäre klüger gewesen.

    Welch pitoyable Vorstellung die Vollgeld-Initianten hier abgeliefert haben. Unglaublich.

    Und wenn Sie als Hirntumorforscher ebenso dilettantisch analysieren, wie Sie das hier in der Wirtschaftswissenschaft gezeigt haben, so mache ich mir echt Sorgen um die Qualität an unseren teuren Spitälern.

    Bitte überlegen Sie sich in Zukunft genauer, wenn Sie einen solchen Text schreiben.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

    • Wieder eine wuterfüllte Replik des selbsternannten Kopernikus der Buchhaltung. Keinerlei sachliche Argumentation, nur billige Polemik.

      Alles, was nicht seiner Meinung entspricht, ist nicht durchdacht, das ist hier die implizite Aussage. „Durchdachte Argumente“ sehen in seiner Welt zwingend so aus, wie er sie als richtig ansieht. Klar, denn kommen sie nicht von ihm und resultiert daraus nicht die gleiche Schlussfolgerung, so sind sie eben nicht durchdacht. „Durchdachte Argumente“ kommen sie nur von ihm oder von seinen Jüngern, die seine Ideologie teilen.

      Herr Meyer, mit Verlaub, das ist schlicht lächerlich.

    • @“Xavier Zurbuchen“

      Es bleibt dabei:

      Erstens:
      Wenn Herr Tostado in der Hirntumorforschung so dilettantisch vorgeht wie hier und einfach alles abschneidet, was er nicht versteht, so mache ich mich echt Sorgen um die Qualität an unseren Spitälern.

      Zweitens:
      Ich habe mich nicht als Kopernikus selbsternannt, wie Sie mir unterstellen. Es war ein Artikel im Tagesanzeiger, der so titelte. Sie müssen sich also beim Tagesanzeiger beschweren.

      Drittens:
      Von Ihnen Herr „Zurbuchen“ habe ich hier noch kein einziges wissenschaftliches Argument gelesen. Vielleicht wäre es doch einmal an der Zeit, sich Gedanken zum Thema zu machen.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Meyer Marc
      Es ist schon lustig. Wir alle kämpfen gegen die Allmacht der gegenwärtigen Finanz(un)ordnung. Und trotzdem wird vorwiegend vor allem gegeneinander polemisiert.
      Ich teile ja Ihre Kritik am derzeitigen Zentralbankwesen. Aber das Abzocken der Seigniorage durch Private halte ich ganz einfach für unvereinbar mit der Demokratie. Und die Geldschöpfung durch Kreditvergabe an die eigene Wertpapierabteilung halte ich schlichtweg für einen Skandal.
      Dass ich meine eigene Meinung auch promote halte ich für vertretbar.

  4. Guten Tag Herr Dr. Ott,

    die Banken als Teil der Industrie zu bezeichnen, halte ich für sehr abwegig. Die Banken stellen gerade nichts her, sondern sollen nur die Gelegenheit dazu geben, wenn sie der Ansicht sind, dass die Unternehmung von Erfolg gekrönt ist.
    Ein reiches Land ist nicht ein Land, das viel Geld hat, sondern eines, das viele Güter hervorbringt. Europa ist in der Hinsicht am absteigenden Ast: der Menge der Dienstleistungen nimmt im Verhältnis zu der Gütermenge beim BIP stetig zu. Dienstleistungen machen aber ein Land nicht reicher, weil sie ua. im Ausland nicht in dem Ausmaß wie Güter zu Geld gemacht werden können.

    Weiters ist doch nicht zu leugnen, dass ein wesentliches Problem die offensichtlich zu geringe Limitierung der Kreditvergabe ist. Die EU schützt zudem die „systemrelevanten Banken“, was zu einer massiven Wettbewerbsverzerrung, Verschiebung der Verluste auf die Bürger und zu einem Weiterführen von Banken führt, die nicht in der Lage sind, ihre Geschäfte ordentlich zu führen und deren Belegschaft sich zu einem großen Teil strafrechtlich oder wenigstens privatrechtlich über das Schadenersatzrecht verantworten müsste.

    Ich denke, das System versagt. Die Rechtssprechung ist überfordert, wenn sie mit komplizierten Finanzgeschäften konfrontiert wird, die Sachverständigen bekriegen sich, und im Endeffekt schreibt sich die Finanzwelt ihre Gesetze schon längst selbst, indem sie die -meist ebenso überforderten wie ahnungslosen- Abgeordneten kauft.

    Abgeordnete, die über Dinge abstimmen, von denen sie keine Ahnung haben. Und genau da entgleitet der (indirekten) Demokratie ihre Macht. Das Recht geht nicht mehr vom Volk aus.

    Vielleicht ist es der Ruf nach dem starken Mann, der die Leute dazu bringt, die Zentralbank als alleinige Instanz zu sehen, die die Kreditvergabe regelt.
    Ich glaube aber eher, dass die ZB, die von Gesetz wegen dazu berufen ist, sich um die Geldwertstabilität zu kümmern, ihre Aufgabe sträflich vernachlässigt hat. Sie ließ den GB freie Hand. Doch nicht einmal Wissenschaftler wie Wilhelm Hankel waren in der Lage, sich gegen diese Mißstände durchzusetzen.

    Schöne Grüße

    • @ Gast aus Österreich

      Bin weitgehend ähnlicher Meinung. Einen Punkt in Ihrem letzten Abschnitt muss ich aber korrigieren: die Zentralbank soll in KEINEM der hier diskutierten Geldsysteme „die Kreditvergabe regeln“! Dass sie es heute de facto nachgerade tut (Vorgaben der EZB, „makroprudenzielle Maßnahmen“ für die Hypothekarkreditvergabe in der Schweiz), zeigt, dass im heutigen System die Dinge total aus dem Ruder laufen. Bis vier wenigen Jahren konnten die Zentralbanken mit der Zinssatzänderung die gewünschte Einflussnahme tätigen, heute sind due Zinsen aus politischen Gründen auf Null gesetzt, darum wird wilder Interventionismus getrieben. Dieses sind gefährlichen Experimente in „Uncharted territory“, und nicht etwa Vollgeld.
      Vollgeld würde eben gerade Ruhe ins System bringen und diese verrückten Eskapaden obsolet machen.

  5. @ Xavier Zurbuchen, @ SNB, und @ alle Vollgeldler (inkl. alle diejenigen anonymen SVP-Repräsentanten, welche zumindest bei mir damals ‚pro Vollgeld‘ kommentiert hatten..)

    Zwar wollte ich diesem Alias-Zurbuchen überhaupt nicht antworten, nachdem er offenkundig nicht mal richtig lesen kann (der Euro stand nie, allenfalls indirekt im Zshg. mit dem aktuellen ECM, Sie Anfänger !), aber dafür ist die Angelegenheit doch zu ernst:

    Der Euro hat mit seinem jüngsten Absturz ein gem. Armstrong überaus seltenes triple weekly bearish reversal elected. Letzte Woche.

    Heisst auf Deutsch: nach der üblichen reaction wird es den Euro binnen der kommenden Wochen und Monate zerbröseln; vermutlich auf die 0,8 zum USD, wie beim Franken jüngst. In einem Spike ev. noch niedriger. Bis wann – im Zeitraum von jetzt bis wohl gegen Anfang April.

    So läuft das..

    Und da wir bzw. unsere liebe SNB unsere Währung, den Schweizer Franken, zu rd. 200 Mrd plus mit Euro gedeckt hat, wird es den hart mit treffen. Obwohl (s. aktuellen Standpunkt von Frau Liliane Held-Khawam) die SNB gerade massiv USD kauft, was zwar vernünftig nur leider ein paar Jahre zu spät kommt.

    So, und jetzt noch einmal an alle Hunderttausend ‚Vollidioten‘ zum Mitdenken:

    1) Ihre Initiative bedeutet bekanntlich nichts anderes als die Zentralisierung der ‚Kreditschöpfung‘ bei der SNB
    (wobei ich bekanntlich nicht an diese Schöpfungsgeschichte glaube, aber lassen wir das mal eine Sekunde ausser acht).

    2) Und warum ? Um die von Linken allgemein gehassten (Geschäfts-)Banken endlich auszuradieren. Sprich, eine wesentliche Industrie unseres Landes, zumindest die letzten 500 Jahre lang. Da sagen wir doch Danke, Ihr lieben ‚Vollidioten‘..

    3) Und warum machen da sogar angeblich konservative Politiker mit ?! Weil dank dieser Zentralisierung unseres Schweizer Kredit- wie Hypothekenwesens bei der SNB deren künftige Nationalisierung erleichert werden müsste; was in der kommenden, nächsten Bankenkrise ev. notwendig werden wird. So weit so gut.

    4) Nur, was Sie alle aber völlig übersehen – damit drängen Sie dieses unser Land vom Regen in die Traufe, genauer, einen Schritt über den Abgrund hinaus, weil die SNB mit dem Absturz des Euros voraussichtlich an den Rand der Pleite gedrängt werden wird (und ja, ich weiss, Sie glauben auch nicht an die Pleite einer Zentralbank, präziser: des Landes/Volkes, welches hinter dieser zentralen Bank steht – wenngleich hier ein schlichter Blick in Wirtschaftsgeschichtsbücher genügen würde..).

    Bzw. genauer à la Dr. Marc Meyer – die Geschäftsbanken werden pleite gehen, die der SNB diese Euros alle ausgeliehen haben. Bzw. noch genauer: Sie und wir ALLLE, weil zur Finanzierung dieses Vorgangs entweder unser Volksvermögen (Staatsanleihen) bzw. unsere Spareinlagen herangezogen wurden (und erneut, ja, ich weiss auch, dass Sie infolge eines simplen Umbuchungsvorgangs bei Banken nicht an Spareinlagen als Basis der Kreditschöpfung glauben, aber ok, man kann bekanntlich nicht jedem zu seinem Glücke = [hier:] Verstande verhelfen..)

    5) Daher last but not least – ich bin mir durchaus bewusst, dass Sie alle diese Zusammenhänge erst kapieren werden, wenn sich das Drama exakt so vor unseren Augen abspielen wird.

    Und daher dazu schon mal Ihnen wie uns allen viel Vergnügen !

    • @Herr Dr. Jürgen Otto, Herrliberg

      1. Sie schreiben nicht zum Thema.

      2. Sie wollen nicht zivilisiert auf akademischem Niveau diskutieren, sondern Forumsteilnehmer hier pauschal als „Vollidioten“ beschimpfen.

      3. In Ihrem ersten Punkt offenbaren Sie, dass Sie das Thema Vollgeld nicht verstanden haben, denn Sie behaupten sachfremd, bei Vollgeld erfolge die „Kreditschöpfung“ zentralisiert bei der SNB. Total falsch!

      4. Alle Ihre weiteren Punkte beinhalten blosse Hasstiraden und apodiktische Prophezeiungen, ohne jegliche Begründung.

      5. Es ist kein logischer Gedankenfluss erkennbar, Sie wirken schwer verwirrt.

      Lesen Sie zuerst doch nochmals durch, was Sie getippt haben, bevor Sie es blind vor Wut und Hass losschicken. Das würde Ihnen eine solche Peinlichkeit wie hier ersparen.

    • Und wieder einmal – nur der rührige Herr Dr. merkts… einsam und allein gelassen unter all diesen Vollidioten.

    • @Jürgen Ott:

      Wenn ich sehe, wie weit die Klugen unser System gebracht haben, dann sind mir die „Vollidioten“ lieber, unabhängig was die fordern.

    • Lieber Herr Ott, hier nochmal zu Ihrem Guru. Aussage in „Die Welt“ vom 7. Mai 2015 von ihrem Guru: „Armstrong: Aktuell lassen Sie auf alle Fälle die Finger von Staatsanleihen. Die sind heillos überbewertet. Hier wird es zum großen Crash kommen. Mein Modell sagt den Crash für den 1. Oktober voraus.“

      Hier wird ein ganz klares Datum mit einem ganz klaren Event vorhergesagt. Er hat noch X weitere solche komplett falsche Vorhersagen gemacht. Die Modelle sind Humbug und bei den Ereignissen, bei denen er angeblich richtig lag, handelt es sich um Zufallstreffer. Wenn man jeden Tag Vorhersagen macht, dann trifft jede 100. eben zu…

      Der Mann ist ein Scharlatan und Hochstapler. Vielleicht ein intelligenter, aber nichtsdestotrotz ein Betrüger. Und dass Sie ihm auf dem Leim gehen, sagt leider auch etwas über ihre Intelligenz aus.

      Sie scheinen generell ein kritischer Geist zu sein, aber hier versagen Sie komplett. Am Ende sind sie eben doch nur wie ein kleiner Junge, der ein grosses Vorbild braucht. Schade.

  6. Hallo Martina,

    jetzt hab ich doch noch eine Anmerkung:
    Die EZB, zB., kauft ABS-Papiere auf. Diese Papiere verbriefen auch Forderungen gegen Unternehmen und Privatpersonen.
    Die EZB finanziert damit nicht nur die Staaten, sondern auch andere Kreditnehmer.

    Viele Grüße

  7. Hallo Herr Stöcker,

    vielen Dank für Ihre Nachricht! Ich hatte leider noch nicht die Zeit, Ihre Verweise nachzulesen, aber ich möchte noch auf einen anderen Umstand hinweisen:

    Soviel ich weiß, wurde der Spitzensteuersatz in den USA zwischen den 60er und den 90er Jahren von 90% auf 30% gesenkt. Es müssen sich damit große Mengen an Geld in den Händen weniger aufsummiert haben.
    Nachdem für die Veranlagung dieses Geldes vermutlich zu wenig potente Schuldner vorhanden waren, wurde der Geldmarkt dereguliert und damit die Anforderungen an die Sicherheiten, die an eine Kreditvergabe geknüpft, werden mussten, gesenkt.

    Kann es sein, dass es sich so abgespielt hat und die Ursache des Dilemmas darin steckt, dass Vermögende es nicht ertragen können, ihr – mAn zuviel an – Geld über Steuern abzuführen und damit die Gesellschaft zu stärken, bzw. ihr Geld auszugeben oder niedrigst bis de facto negativ verzinst zu behalten.

    Ich bin leider nicht so gut informiert, aber mir scheint es, als habe die USA nach dem Ende des 2.WK alle Trümpfe in der Hand gehabt, wie das Weltgeldmonopol, den gewonnenen Krieg, die Wall Street, der Hang zu Moral Hazard und nicht zuletzt die Frische und das Draufgängertum, mit der sie in ihren Filmen Werbung für die USA machte und die halbe Welt damit vereinnahmte, und was weiß ich noch alles.

    Man sagt, die Finanzkrise ginge von den USA aus – könnten das die möglichen Ursachen sein?

    Viele Grüße

  8. Sehr geehrter Herr Stöcker,

    darf ich Sie noch etwas fragen:
    Die EZB/SNB stellt Geld ja nur zur Verfügung. Die Geschäftsbanken müssen dann auf diese Zentralbanken zugehen, und den Kredit abholen.
    Die ZB gibt den Kredit aber nur gegen Sicherheit. Die GB haben/kaufen Staatsanleihen, die sie der ZB als Sicherheit geben.
    Und hier ist mAn das Problem: die GB geben Staaten, Firmen, Privatpersonen Kredite, die sie in Wahrheit und auch bei einfacher Prüfung durch die GB schon ersichtlich, nie zurückzahlen werden können.
    Diese Kredite an Schuldner, die offensichtlich diese Gelder nicht zurückzahlen können, verstoßen gegen die Richtlinien der Banken und sind rechtswidrig – ist das richtig?
    Und das zweite Problem: Was passiert mit diesem Geld?
    Es werden damit Waren und Dienstleistungen bezogen, die niemals erworben werden könnten, wenn der Kredit nicht gewährt würde. Es werden dadurch Unmengen an Ressourcen verschwendet und den Geldgebern ist bewußt, dass es zu keinem Ersatz der Warenmenge oder eine Wiedergewinnung der Ressourcen – soweit das überhaupt möglich ist – kommen wird, weil das Geld gar nicht dazu verwendet wird, Unternehmungen zu starten, die auf die Kreditrückzahlung samt Zins und Kosten gerichtet sind.
    Die Frage, ob meine Ansicht richtig oder falsch ist, habe ich schon öfters in diesem Forum gestellt, aber noch nie eine konkrete Antwort erhalten.
    Vielen Dank und schöne Grüße aus Österreich

    • @Gast aus Österreich

      Ja, Ihre Ansicht ist richtig.

      Ein kleiner Korrekturpunkt meinerseits: Die verantwortungslose Kreditvergabe seitens der Geschäftsbanken ist kein Gesetzesbruch, sehr wohl hingegen das Akzeptieren solcher Schuldscheine durch die ZB. Die Geschäftsbanken tun das nur, weil sie sich sicher sind, solche Schuldscheine an ihre ZB weitergeben zu können. Das ist genau der Grund, warum Privatpersonen und viele Unternehmen trotz scheinbar billigem Geld im Überfluss nichts davon bekommen. Deren Schuldscheine kann die Bank nicht an die ZB weiterreichen, die Schuldscheine maroder Staaten aber sehr wohl.

      Beispiel: Die EZB akzeptiert griechische Staatsanleihen als Sicherheiten, deren Rating liegt weit unter dem der EZB per Gesetz fest vorgegebenem Niveau. Das ist ein klarer Rechtsbruch, und niemand kann sie daran hindern. Sowas zerstört jegliches Vertrauen in die EZB.

    • @ Gast aus Österreich

      Der Fehler liegt meiner Einschätzung nach nicht nur bei den Banken, sondern insbesondere auch bei der Politik. Ich stimme mit Adair Turner überein, dass es zwei wesentliche politisch induzierte Brandbeschleuniger gibt. Zum einen ein steigender Gini-Koeffizient und zum anderen wachsende Disparitäten bei den Leistungsbilanzen. Beide Ungleichgewichte führten zu einem asymmetrischen Schulden-/Geldvermögensaufbau. Damit das Wachstum nicht kollabierte, musste die Schuldendosis immer größer werden. Damit wurde eine systemische Stabilität erzeugt, die alle in Sicherheit wog. Zugleich gibt es überall (nicht nur bei den Banken) klare Zielvorgaben hinsichtlich Wachstum und Rendite. Wie wir aber spätestens seit Minsky wissen, erzeugt Stabilität Instabilität (Minsky Paradoxon): http://zinsfehler.wordpress.com/2013/10/30/tapering-liquidity-a-trap-yet-a-tapering-in-the-dark-of-economic-theory-2/

      Und dann kommt noch ein weiteres Phänomen hinzu. Ich nenne es immer „das Problem hinter dem Problem“. Denn selbst dann, wenn sich alle an die expliziten und impliziten Regeln einer soliden Kreditvergabe halten, muss sich das System selber strangulieren. Darauf hatte Binswanger klar und deutlich hingewiesen und ich konnte bislang noch keine überzeugenden Argumenten finden/lesen, die ihn widerlegen.

      Insofern ist die Schuld nicht einseitig bei den Banken zu suchen, obwohl es insbesondere im Investmentbanking ein unanständig parasitäres Verhalten gab. Die aufgedeckten Skandale reißen nicht ab. Dies hat nochmals eine ganz andere rechtlich-moralische Dimension: http://www.kriminalpolizei.de/ausgaben/2014/maerz/detailansicht-maerz/artikel/ist-die-deutsche-bank-eine-kriminelle-vereinigung.html

      Das Hauptproblem ist aber nicht so sehr die Kreditvergabe an sich, sondern wofür diese Kredite vergeben werden. Und hier ist insbesondere der spekulative und/oder nicht investive Kredit für den Erwerb vorhandener Assets das zentrale Problem. Damit sind wir nämlich in der Phase 3 von Minsky angekommen (Ponzi). Und ja, selbstverständlich kommt es dann zu einer Fehlallokation von Ressourcen, wie Sie hier zu recht anmerken.

      Aber die Lösung sehe ich nicht in einem Vollgeldsystem, sondern in einem zentralbankfinanzierten Bürgergeld (http://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/ill-eat-my-hat-if-we-are-anywhere-near-a-global-recession/#comment-15743), einer höheren Erbschaftssteuer, einem antizyklischen Kapitalpuffer sowie einer Finanztransaktionssteuer; denn diese wirkt insbesondere auf den spekulativen Kredit und macht ihn somit unattraktiv.

      @ Martina

      Die EZB akzeptiert griechische Staatsanleihen, weil das Kind bereits im Brunnen liegt. Ein Austritt von GR löst keine Probleme, die die Politik eigentlich lösen müsste. Zudem hätte die EZB damit eine spekulative Kettenreaktion ausgelöst, da es viele weitere unsichere Kandidaten gibt. Heute gibt es selbst italienische Staatsanleihen unter null: http://www.fuw.ch/article/der-chart-des-tages-666/

      LG Michael Stöcker

  9. Lieber Cristobal Tostado,

    you‘ve got it!

    Es ist der alte Streit zwischen Currency- und Banking-School (siehe hierzu auch Gerald Braunberger: http://blogs.faz.net/fazit/2012/02/10/immer-aerger-mit-der-geldmenge-238/), an dem sich auch jetzt wieder die Vollgeldbefürworter und die Vollgeldgegner aufreiben. Jeder beharrt apodiktisch auf seiner Position und redet somit am anderen vorbei. Erschwerend kommt hinzu, dass beide Seiten die hierarchische Struktur unseres Geldsystems stoisch ignorieren. Für die Vertreter der Banking-School ist das ein gefundenes Fressen, weil sie somit die Vollgeldbewegung als monetäre Scharlatane darstellen können. Von Geldpolitik hat aber weder die eine, noch die andere Fraktion wirklich Ahnung: http://blogs.faz.net/fazit/2015/11/05/die-leute-haben-null-ahnung-von-geldpolitik-6858/#comment-5341

    Letztlich steht doch hinter dieser Diskussion die zentrale Machtfrage, wer denn nun darüber entscheidet, wie hoch diese Beträge sein dürfen, die schuldfrei das Licht der Welt erblicken und somit alte Forderungen/Verbindlichkeiten inflationär entwerten. Denn Staatsschulden, die typischerweise nur revolviert werden, sind letztlich auch nur vergangenes Nichts (eine Art ex post Seigniorage mit latentem Drohpotential gegenüber der Exekutive). Worum es geht, ist die Erzielung von Zinserträgen. Und diese Zinserträge können aber nur aufrecht erhalten werden, solange die Wirtschaft wächst. Und die Wirtschaft wächst nur dann, wenn es eine monetäre Expansion gibt. Dieser Prozess führt aber ohne fiskalische Redistribution zu einer sich selbst verstärkenden Geldvermögenskonzentration, die wiederum einen realen Wachstumsdrang erzeugt, damit das monetäre System nicht kollabiert: http://blogs.faz.net/fazit/2015/11/01/griechenland-zeigt-auf-die-auslandsverschuldung-kommt-es-an-6839/comment-page-1/#comment-5334

    Und diese Entscheidung ist ganz klar und deutlich NICHT demokratisch legitimiert. Es gibt gute Gründe für unabhängige Zentralbanken, wie die Geschichte gescheiterter Währungen gezeigt hat. Aber die aktuelle Finanzkrise zeigt überdeutlich, dass der Finanzsektor ebenso parasitär gewütet hat, wie viele korrupte Regierungen.

    Insofern stelle ich mir eine Institution vor (es muss ja nicht gleich der Status einer Monetative als 4. Gewalt sein), in der sowohl Vertreter der EZB/SNB, der Arbeitgeber, der Gewerkschaften sowie dem EU Parlament/Nationalrat/Ständerat über die Höhe der monetären schuldfreien Injektion entscheiden; ähnlich der Konzertierten Aktion: https://de.wikipedia.org/wiki/Konzertierte_Aktion.

    Aufgrund des Cantillon-Effekts, der seine Wirkung in einem durch Lobbyismus dominierten System verstärkt entfaltet, habe ich einen etwas modifizierten Ansatz entwickelt: https://zinsfehler.wordpress.com/2015/03/23/die-citoyage-keynesianischer-monetarismus-als-ordnungspolitisches-korrektiv/

    Gerade in der in Basisdemokratie geübten Schweiz sollte dies noch am ehesten möglich sein. Insofern wünsche ich einer solchen Initiative, die einen guten Kompromiss (hybrides Geldsystem) zwischen den beiden Extremen darstellt, viel Erfolg. Es könnte ein leuchtendes Vorbild für andere demokratisch verfasste Staaten sein. Dazu müssen wir aber alle verbal massiv abrüsten, damit eine sachliche Diskussion sine ira et sudio überhaupt möglich ist.

    LG Michael Stöcker

    • @Micheal Stöcker

      Ihren Überlegungen kann ich gut folgen. Sie sind übrigens genau diejenigen der Vollgeldbefürworter. Darum verstehe ich nicht, warum Sie sich trotzdem nicht eindeutig hinter die Vollgeldidee stellen wollen.

    • @ Martina

      Dies mag eventuell daran liegen, dass ich der Bedeutsamkeit der Mehrstufigkeit unseres Geldsystems sowie der individuellen Vertragsfreiheit ein höheres Gewicht beilege als Sie. Zudem traue ich unseren staatlichen Institutionen ebenfalls keine höhere Weisheit zu bei der Verwendung finanzieller Mittel. Dafür ist der Lobbyismus insbesondere in reifen Gesellschaften/Demokratien zu stark etabliert. In diesem Punkt bin ich ausnahmsweise mal auf der Seite von F. A. von Hayek.

      LG Michael Stöcker

  10. Sehr geehrter Herr Tostado,

    Sie wollten Gedanken zu:
    „Geld, das die SNB produziert, egal ob Münzen/Noten (und vielleicht mal elektr. Geld), ist per se „wertlos“.“

    Nun ich sehe das so:
    was ist denn anders an Nationalbank geschöpftem Giralgeld im Vergleich zum jetzigen geschöpften Giralgeld der Geschäftsbanken?

    Die SNB verschenkt das Geld ja nicht sondern leiht es aus respektive bezieht direkt Leistungen.

    Wenn eine Geschäftsbank einen Lombardkredit gewährt, damit Geld schöpft und das Geld erst mal einfach auf dem Bankkonto des Kunden liegt, hat dies mit Leistung oder Deckung schliesslich auch Nichts zu tun. Auch nicht wenn der Kunde dann weitere Wertschriften kauft.

    Genau dies führt ja heute zur „Verdünnung“ also Inflationsblasen in Vermögenswerten.

  11. Sehr geehrter Herr Tostado und an alle Diskussionsteilnehmer,

    Geschafft entlarvt!

    Dieser Troll der sich @Der wirkliche Aufklärer, @Philosoph, @Hans Meier nennt, ist in Wirklichkeit @Oeconomicus criticus, alias@Buchhalter und C. Hindler. Er betreibt diese Desinfoseite:

    https://sites.google.com/site/vollgeldinitiative/home

    Im Einverständnis (schriftliche Zusage) mit @Uwe Mertens, @Harald Münzhardt und @Pro Europa (den bürgerlichen Namen darf ich hier nicht veröffentlichen) habe ich gezielt Texte und Links in regelmässigen Abständen gepostet, auch bei Herr Dr. Marc Meyer, in der Hoffnung, diesen Troll herauszulocken. Seit @Philosoph hier schreibt, hatten wir den Verdacht das er es sein könnte (@oeconomicus criticus), deshalb prüfen wir mit einem Algorithmus, ob die IP-Nummer ausfindig gemacht werden kann, d.h. Standort.

    Dieser @oeconomicus criticus alias @Buchhalter (dieselbe Person) hat strafrechtich relevante Beleidigungen abgesondert.

    Beweis:

    http://www.geolitico.de/2015/05/23/zeit-fuer-eine-echte-geldreform/

    Diese oben genannten 3 Kommentatoren haben seine Website als Desinfoseite entlarvt. Woimmer es im deutschsprachigen Raum eine Diskussion über Vollgeld gibt, taucht dieser @oeconomicus criticus auf und führt die Menschen gezielt in die Irre. Leider ist ein grosser Teil dessen juristisch nicht zu ahnden.

    Ich habe soeben Herrn Lukas Hässig und Herrn Dr. Marc Meyer einen Brief geschrieben, um meine Vorgehensweise zu erklären. Auch habe ich mich bei Herrn Dr. Marc Meyer schriftlich entschuldigt für die Tatsache, dass er als Lockvogel herhalten musste und der Ton harsch war. Es ging nicht anders.

    Dieser Troll @oeconomicus criticus hat auf Geolitico.de und auch anderswo kein einziges Argument der Gegenseite widerlegt, er hat die Argumente ignoriert und nur auf der Ebene der Diffamierung und Diskreditierung der Personen und der Autoren, welche seine Meinung nicht teilten, gearbeitet. Das ist die Arbeitsweise von Internettrollen.

    Auf Geolitico.de wurde unwiderlegbar bewiesen, dass dieser @oeconomicus criticus in Bezug auf Zinsen, Giralgeldschöpfung der Banken, Mindestreserve und Vollgeld den Menschen Märchen erzählt und gezielt in die Irre führt. Auch hier: Ziel ist immer und überall die vorsätzliche Täuschung und die Diskussionskultur zu vergiften.

    https://insideparadeplatz.ch/2014/03/19/vollgeld-initiative-lachnummer-mit-emil/

    https://insideparadeplatz.ch/2015/05/12/vollgeld-vollidiotie/

    Ein Mensch der noch nicht einmal zu seinem Namen auf seine Website steht. Wie kann ein Mensch so leben? Wie wohl das Innenleben dieses Mitmenschen aussehen mag?

    Geehrter Cristobal Tostado, bitte entschuldigen Sie die Unannehmlichkeiten die Ihnen dadurch entstanden sind und haben Sie vielen Dank für Ihr Verständnis und Ihre Geduld meine Arbeit ist hiermit erledigt.

    Freundliche Grüsse
    Thomas Haldimann

    • Guten Tag Herr Haldimann,

      uh, vielen Dank schätze ich…
      Haben Sie Infos WIESO er das tut? Persönliche Überzeugung, oder bekam er dafür Geld?

      mit Dank und freundlichen Grüssen,
      C. Tostado

    • Guten Tag Herr Haldimann,

      danke nochmals für die Identifizierung des Trolls. Vielleicht gibt es jetzt weniger Beleidigungen…
      Aber ob Troll oder nicht, ich möchte auf einen Punkt seiner Argumentation eingehen, den ich für entscheidend halte. Weil er, so glaube ich, der Ursprung vieler Missverständnisse ist.
      Ich habe denselben Punkt auch auf einer anderen Diskussion gesehen: https://insideparadeplatz.ch/videos/vollgeldler-habe-ihre-idee-beim-ober-sozialisten-karl-marx-abgekupfert/#comment-95385 (Ref. Michael Stöcker).
      „Es kann sehr wohl Geld aus dem Nichts geben, aber was aus dem Nichts kommt, ist auch nichts wert!“
      Meiner Meinung nach könnte der „Troll“ in dieser Hinsicht recht haben: Geld, das die SNB produziert, egal ob Münzen/Noten (und vielleicht mal elektr. Geld), ist per se „wertlos“.
      Wird die Geldmenge also plötzlich drastisch erhöht, vermindert sich dadurch -vergleichbar mit einer „Verdünnung“- der Wert der gesamten Währung: Inflation.
      Darf ich um Stellungnahme bitten?

      Dr. Meyer, und soweit ich verstanden habe auch der Troll, gehen hingegen davon aus, dass bei der Vollgeld-reform das frischgeschöpfte Giralgeld einen intrinsischen Wert haben (sollen).
      Hier liegt meiner Meinung nach der Ursprung der Meinungsverschiedenheiten.

      mit freundlichen Grüssen,

      C. Tostado
      PS: Ev. wurde dieses Thema bereits in einem anderen Gespräch behandelt; ein Link zum betreffenden Kommentar tuts auch.

    • @Thomas Haldimann:

      „..dass er als Lockvogel herhalten musste und der Ton harsch war.“

      Und darauf sind Sie jetzt stolz?! War es das Wert, wegen einem Troll? Schlimmer als ein Troll ist der Anti-Troll, besessen von der Idee, jemanden der es wahrscheinlich gar nicht wert ist, als Troll zu entlarven. Es ist nicht der Troll der eine Diskussion kaputt macht. Es ist der Anti-Troll der auf ihn eingeht, anstatt ihn zu ignorieren.

      „Es ging nicht anders.“

      Doch, es geht anders, wie soeben beschrieben. Dazu braucht es allerdings die Fähigkeit, von der eigenen Besessenheit abzukommen und über der Sache zu stehen. Das ist bei Ihnen offensichtlich nicht der Fall.

    • @Maiko
      Nun, ob es denn „wert war“, diesen Troll zu entlarven, wird sich herausstellen.
      Nämlich dann, wenn plötzlich fachliche Argumente gepostet werden, anstatt Beleidigungen -unter einem halben Dutzend neuer Namen. Die Qualität der Diskussionssparte hier verkam total.
      Ich bitte Sie mit ihrem Urteil abzuwarten, bis es sich herausgestellt hat obs „wert war“.
      mit freundlichen Grüssen,
      C. Tostado

    • Guten Tag Herr Tostado

      Die Kommunikation des Trolls weist klar manische-depressive Merkmale auf; völlige Übertreibung und übertriebene Darstellungen, sich angegriffen fühlen aus nichtigem Anlass, totales Schmollen abwechselnd mit Aggression, absurden Angriffen von vermeintlichen „Gegnern“, ins Komische gehende Schimpftiraden, Getriebenheit, Verlust von Hemmungen, Realitätsverlust, fehlende soziale Kalibrierung, unermüdliche Aktivität auch wenn’s inhaltlich sinnlos ist, Masslosigkeit; kurz alle Anzeichen einer affektiven Störung. Von einer Bezahlung ist nicht auszugehen, denn jemand der bezahlt ist in der Regel rational genug, geeignete Mittel auszuwählen, was hier definitiv nicht der Fall ist.

      Freundliche Grüsse

      Xavier Zurbuchen

    • @C. Tostado:

      Es gibt zu Ihrem Thema hier in diesem Blog im wesentlichen 2 kontroverse Meinungen/Thesen. Andere mögliche Optionen mal ausgeblendet, ist die eine also wahr und die andere falsch. Es ist dabei unerheblich, wie viele an die eine oder wie wenige an die anderen These glauben. In anderen Worten: Eine falsche These ist per Definition auch dann eine falsche These, wenn die grosse Mehrheit sie als die wahre ansieht. Ungekehrt natürlich das gleiche.

      Es ist deshalb vermessen, wenn ein @Thomas Haldimann schreibt:

      „..und führt die Menschen gezielt in die Irre.“
      „..kein einziges Argument der Gegenseite widerlegt, er hat die Argumente ignoriert..“
      „..wurde unwiderlegbar bewiesen, dass…“
      „..in Bezug auf Zinsen, Giralgeldschöpfung der Banken, Mindestreserve und Vollgeld den Menschen Märchen erzählt und gezielt in die Irre führt.“
      „Ziel ist immer und überall die vorsätzliche Täuschung und die Diskussionskultur zu vergiften.“

      Vielleicht wird er dereinst feststellen müsen, dass er zu den Vertretern der falschen These gehörte. Dann würden seine soeben zitierten Anschuldigungen nämlich vollumfänglich auf ihn selbst zutreffen, unabhängig ob er selbst ein Troll ist oder nicht. Einem wahren Troll ist das Thema nämlich egal. Darum nennt man so einen ja auch einen Troll. Wenn jemand seine These zum Thema vertritt und dabei typische Anzeichen eines Trolls aufzeigt, dann heisst das noch lange nicht, dass dieser Mensch auf ein Troll ist.

  12. Geehrter Cristóbal Tostado

    Jetzt habe ich diese spinnerte und absolut laienhafte Diskussion auf Inside-Paradaplatz langsam wirklich genug lange schweigend verfolgt und auch dermassen satt, als dass ich als Fachmann noch meine Schnauze halten könnte. Ich bin mir sonst nicht gewöhnt irgendwelche Kommentare zu hinterlassen.

    Jetzt aber sind Ihre „guten“ Referenzen, wie z.B. „Thomas Haldimann“, alias „Der Aufklärer“ alias “Michele D’Aloia”, alias “Walter Breni”, alias “Argonautiker”, alias “X”, alias “Trader”, alias “Zerschlagung!”, alias “Politiker”, alias “Der Praktiker” alias alias alias… (https://insideparadeplatz.ch/2015/05/12/vollgeld-vollidiotie/#comment-93237) plötzlich als seriöse Quelle im Nichts verschwunden und Xavier Zurbuchen als bluffender Hochstapler bekannt sowie Gregi Simpel als einfacher und simpler Simpel entlarvt und meine unendliche Geduld am Ende.

    Wie fühlt man sich so, wenn man plötzlich von allen guten und vor allem eingebildeten, propagierenden und die Tatsachen vernebelnden Geistern verlassen wird?

    Lernen Sie wenigstens die Grundlagen der Buchhaltung (wie das schon Philosoph empfahl) und schweigen Sie zu Dingen, von denen Sie absolut keinerlei Ahnung, sondern nur verschwörungstheoretische und absolut unhaltbare Theorien zu bieten haben, in Zukunft, wenn Sie sich in Fachkreisen nicht absolut lächerlich machen und für dumm verkaufen wollen!

    Und merken Sie sich eines: Zensurieren Sie in Zukunft nie und nimmer mehr Kommentare von Fachspezialisten, so umstritten und umso besser sie auch sein mögen, wie z.B. von Herrn Dr. Meyer. Dies gilt umso mehr, wenn Sie ohnehin eine Fachpfeife, die von diesen Dingen keine Ahnung hat, sind! Sie sind kein mittelalterlicher Papst, der sich das erlauben könnte, sondern ein Geldsystemschuster. Bleiben Sie also in Zukunft, um es mit den Worten von Philosoph abzuschliessen, bei Ihren Leisten, von denen Sie auch wenigstens vielleicht etwas verstehen, was ich wiederum nicht beurteilen kann, da ich von denen wiederum nichts verstehe.

    Mahnende Grüsse
    Der wirkliche Aufklärer

    • Mit jedem neuen Namen steigt der Unterhaltungswert :-))). Die Sache ist reif für eine Comedy Show…. Es ist nicht ganz klar, warum Sie hier so auf den Ewigen kommen, eine endlose Endlosschleife von Beschimpfungen und Beleidigungen gegen jeden, der anderer Meinung ist. LSD kann’s nicht gewesen sein, denn da löst sich das Ego bekanntlich auf. Warum denn? Was ist es, das Sie so hochgehen lässt? Das andere Menschen Dinge anders sehen? Dass ihre Gedanken in Frage gestellt werden? Das kann nunmal passieren im Leben… schade eigentlich, mit diesen Ausfällen diskreditieren Sie sich nur selbst. Sie schaden ihrer Sache, denn so kann Sie niemand ernst nehmen, sogar wenn sie was Richtiges sagen würden könnte man es nicht mehr ernst nehmen. Zu weit entfernt von sozial verträglicher Kommunikation… zu neurotisch. Sie machen sich zum Aussenseiter.

    • Dieser Kommentar ist die unterste Schublade. Und das soll eine Diskussion sein unter Erwachsenen? Wie im Kindergarten.

    • @ Fragender

      Herr Fragender, jetzt frage ich Sie, was denn da unterste Schublade sein soll? Wenn man fremde Namen missbraucht (wie das z.B. ein gewisser Thomas Haldimann oder ein gewisser Walter Breni oder ein gewisser Xavier Zurbuchen tun – oder müsste man da nicht anstatt von „gewisser“ von „angeblicher“ sprechen?), dauernd seine eigenen Pseudonyme wechselt und damit andere diskreditiert, andere unter Pseudonym angreift und unsachliche Diskussionen führt? Oder ist es nicht viel eher unterste Schublade, wenn man, wie ein gewisser Tostado einfach Beiträge zensiert, die einem nicht in den Kram passen, obwohl sie sachlich sind?

      Sie sind wirklich kein Fragender, sondern einer, der seine abstrusen leninistischen Theorien verbreiten möchte unter einem anderen Pseudonym. Sie sind durchschaut und sollten sich schämen.

      Ich habe mich zwar oben als Fragender eingetragen, aber kann Ihnen auch durchaus meinen richtigen Namen preisgeben, weil ich nicht ein solcher Feigling bin wie Sie:

      Hans Meier

    • @ Xavier Zurbuchen

      Jetzt erklären Sie bitte den Lesern nur noch, warum Sie nicht auf moneyhouse.ch zu finden sind als angeblich erfolgreicher Unternehmer!

      Sie sind nur noch eine nicht mehr ernst zu nehmende Lachnummer, die sich statt mit Erklärungen mit Ausflüchten und Angriffen zu wehren versucht!

    • Lieber Fragender, die Kommentarspalte hier ist dank Ihren Beiträgen schon längst zu einer reinen Lachnummer verkommen. Aber dafür sehr unterhaltsam… Das ist der einzige Grund, warum ich hier mit Ihnen schreibe. Dafür brauchts kein moneyhouse.

    • Guten Tag Herr „wirklicher Aufklärer“
      natürlich haben Sie recht, wenn Sie sagen, dass ich von Wirtschaft resp. Buchungssätzen weniger verstehe als andere.
      Ich werde allerdings leider nicht zu Dingen schweigen „von denen ich nichts verstehe“.
      Analog zu Umweltschützern, die sich auch in die Genetik einmischen, stelle ich hier Fragen.
      Zur Thematik der „Zensur“ haben sie vielleicht recht, ich hätte von Anfang an Herrn Hässig alles machen lassen sollen. Ich habe allerdings nur Beiträge geändert/kommentiert, die den erwähnten Richtlinien dieser Seite (https://insideparadeplatz.ch/impressum/) zuwiderlaufen.
      Ich bin zusätzlich der Meinung, dass die Diskussionsforen keine Chaträume sind für persönliche Probleme irgendwelcher Diskussionsteilnehmer. Persönliches gehört hier einfach nicht hinein, aber Fachliches schon. Bisher werden in dieser sogenannten „Diskussion“ v.a. Beschuldigungen und Beleidigungen ausgetauscht, und absichtlich/unabsichtlich eine ernsthafte Diskussion erschwert.
      Die Argumente der „Vollgeldler“ sind hinreichend bekannt, auch nachzulesen unter http://www.vollgeld-initiative.ch/2-minuten-info/.
      Von der Gegenseite gibt es bisher zwei „Argumente“ dagegen: 1: „Geld aus dem Nichts“ existiere nicht, da es nicht aus dem Nichts kommt sondern aus einem Buchungssatz. Und dann 2. die Angst vor dem Kommunismus.
      Und da Sie ein Fachmann sind, können Sie mir vielleicht folgende Frage beantworten:
      Heutzutage werden Münzen und Banknoten von der SNB hergestellt.
      Mit welchem Buchungssatz?
      Was auch immer dieser Buchungssatz ist, soll er nach dem Willen der Vollgeld-Initiative neu auf das Giralgeld angewendet werden, das NICHT mehr durch Kreditvergabe geschöpft werden soll.
      Giralgeld soll ja genau gleich wie Münzen und Banknoten hergestellt werden, durch die SNB.
      Die entscheidende Frage ist nun, WIESO soll nach der Meinung von einigen Vollgeld-Gegnern- Giralgeld nicht analog zu Münzen und Banknoten hergestellt werden können?
      (Meinetwegen mit irgendeinem Buchungssatz, wie „Ewige Forderung an Ewige Verbindlichkeit“ (ref. M. Stöcker,https://insideparadeplatz.ch/videos/vollgeldler-habe-ihre-idee-beim-ober-sozialisten-karl-marx-abgekupfert/#comment-93383).
      Ich hoffe, Sie haben noch weitere Argumente GEGEN die Vollgeld-reform, die die Menschen hier (mit)besprechen können.

      Mit freundlichen Grüssen,
      C. Tostado

    • @Xavier Zurbuchen, @Hans Meier alias „Fragender“

      bitte klären Sie Ihre persönlichen Differenzen per E-Mail. Dieses Diskussionsforum soll zur Diskussion da sein, nicht zur gegenseitigen Diffamierung oder zur Unterhaltung.
      @Hans Meier: Die von mir „zensierten“ Stellen waren nicht sachlich, störten eine Diskussion oder hatten -wie Herrn Zurbuchens text- nichts mit Geldschöpfung der Banken zu tun. Darüber hinaus gibt es einen offenbar starken SpamFilter:
      https://insideparadeplatz.ch/videos/vollgeldler-habe-ihre-idee-beim-ober-sozialisten-karl-marx-abgekupfert/#comment-95385.
      Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass (deshalb?) auch bereits 2 meiner Kommentare nicht erschienen sind.

      mit freundlichen Grüssen,
      C. Tostado

    • @Christo

      Wo bleiben die sog. Bullshit Fakten, welche sich inhaltlich nicht mit mir Ihrem decken?

    • @ Monte
      Hier ein erstes Beispiel dazu:
      „Heutzutage müssen Banken normalerweise 2,5 bis 10% der ausgeliehenen Geldmenge als tatsächliches Geld der Schweizerischen Nationalbank (SNB) halten – je nach Grösse der Bank. Den Rest (90%) erzeugen sie mit dem Computer, aus dem sogenannten „Nichts“.“
      Diese Aussage ist völlig falsch, eine Bank muss in einem gewissen Umfang Eigenmittel buchhalterisch halten um ausgeliehene Gelder abzusichern. Auch dieses Geld hat die Bank „im Computer“ und hält es nicht Cash in Form von Bargeld oder ähnliches. Auch den Rest kann sie nicht „mit dem Computer erzeugen“. Wüsste sehr gerne wie das geht, denn dann würde ich das bei mir zu Hause auch mache.

      Ein weiteres Beispiel:

      „Dieses Geld von der SNB bekommen sie nicht umsonst; sie leihen es sich von der Zentralbank zu einem festgelegten Leitzins aus. Je tiefer der Leitzins, desto tiefer ist normalerweise auch der Zinssatz, mit dem Geschäftsbanken Kredite vergeben; ergo kann so mit „billigem Geld“ die Wirtschaft angekurbelt werden.“
      Eine Bank kann sich gar nicht einfach so Geld von der SNB leihen. Sie braucht dazu Sicherheiten, meistens in Form von Wertschriften. Das heisst auch hier wird ein absoluter Müll erzählt. und so weiter und so weiter…….

  13. Lieber Christobal Tostado

    Ihnen habe ich gesagt, dass Sie erst einmal Buchhaltung lernen.

    Und diesem Thomas Haldimann habe ich gesagt, dass er nicht unter ständig neuen Namen, die er sich zu Unrecht aneignet, posten soll.

    Wer das nicht versteht, sollte sich einmal über seine intellektuellen Fähigkeiten Gedanken machen.

    Höfliche Grüsse
    Philosoph

    • Da fühlt sich aber jemand mächtig in Frage gestellt in seinem Selbstverständnis… ganz unrelaxed. Überhaupt sollten die Notenbanker dieser Welt mal einen Grundkurs in Buchhaltung machen, gell? Die Welt durch die Brille eines Buchhalter-Talibans. Lächerlich.

    • Dass Sie, angeblicher Xavier Zurbuchen, derselbe sind, wie dieser komische angebliche Thomas Haldimann, ist mir sowieso schon längst klar. Sie klopfen sich auf die eigenen Schultern. Wer das nicht glaubt, sollte mal auf local.ch gucken. Wie tief ist Euer Niveau von der Vollgeldinitiative eigentlich gesunken? Aber das ist Normalsterblichen ohnehin längst klar geworden, weshalb sich eine Diskussion mit solcherlei Leuten ohnehin erübrigt, denn es ist einfach nur verschwendete Zeit, um hochbezahlten und korrupten Soros-Idioten mit nichtbezahlten Kommentaren Paroli bieten zu wollen.

    • @Alle:
      Bitte, einfach ignorieren, nicht provozieren lassen. Herr Hässig weiss Bescheid.

    • Sie sehen plötzlich überall nur noch Haldimanns. Nicht nur doppelt, sondern gleich vielfach…:-)). Wie schnell sich die bloss vermehren… Herrlich. Und was hat Soros damit zu tun? Schaut da hinter dem Vorhang auch noch eine hässliche Antisemitismus-Fratze hervor? Ich empfehle ihnen: meditieren sie jeden Tag 30 Minuten. Dann finden Sie ihre innere Mitte wieder. Es gibt Wichtigeres im Leben als Buchhaltung und Recht haben.

    • Sehr geehrter Herr C. Tostado,

      Das Problem mit Leuten wie @Philosoph besteht darin, daß sie null Ahnung haben, weder von der Buchhaltung, noch vom Recht, sonst würden diese endlich mal die Kritik an der Buchhaltung widerlegen oder die Argumente gegen die Banken. Doch nichts davon ist von diesen Leuten zu vernehmen. Weil sie keine Argumente haben, aber umso mehr Ahnung davon, wie man hetzt und beleidigt. Mehr tun diese Leute nicht. Fachlich und sachlich sind sie nicht in der Lage eine Diskussion zu führen.

      Wir brauchen aber Alternativen und nicht Systemsklaven, welche nicht über den Tellerrand schauen können, weil sie die Lügen des Systems verinnerlicht haben.

      Das Problem des Sparens, durch welches das Geld zur Kredittilgung fehlt und welches sich durch die exponentielle Steigerung der Zinsforderungen zum Crash entwickeln muss, wäre durch Vollgeld gelöst. Beim Vollgeld fehlt das gehortete Geld nicht und trägt auch keinen Zins. Die Monetative stellt fest, wieviel neues Geld benötigt wird und bringt es in Umlauf. So einfach können Lösungen sein, wenn man bereit ist, sich dafür zu öffnen.

      Die Giralgeldschöpfung der Banken ist mit den Goldschmieden vergleichbar, welche mehr Depotscheine ausstellten, als sie Gold im Tresor hatten. Dies war natürlich Betrug und wenn ein Goldschmied erwischt wurde, war dies sein Tod. Damals wurden Goldschmiede gehängt, wenn man sie erwischte. Heute sind die modernen Goldschmieden „Banken“ durch Politiker und Justiz geschützt. Daran sieht man die Degeneration der Menschheit.

      Freundliche Grüsse
      Thomas Haldimann

    • Oh, hat der Philosoph recherchiert :-))). Gute Arbeit! Ich glaube es gibt noch ein paar mehr Leserbriefe, die sich finden lassen, sie können also nochmal googlen. Hochstapeln und Bluffen sind meine erklärten Lieblingsbeschäftigungen, habe wohl etwas zu viel Mark Twain abgekriegt als Kind… oder würden Sie das nun auch als Hochstapelei klassifizieren? Wenn ein Hochstapler sagt, er stapele gerne hoch, ist dass dann Hochstapelei? Oder geht das schon zu weit über Buchhaltung hinaus? Hochstapelei hin oder her, eines kann ich Ihnen garantieren: Ich freue mich des Lebens, jeden Tag. Und das wünsche ich Ihnen auch. Darum erneuere ich meinen Tipp an Sie: Meditieren Sie mal jeden Tag 30 Minuten. Es wirkt wirklich wunder.

    • Lieber Thomas Haldimann

      Du bist ohnehin nicht mehr ernst zu nehmen, denn du bist so dermassen entlarvt als dummer Schwafli, der sich dauernd neue unrechtmässige Namen aneignet, Texte plagiiert und auch sonst vollends reif ist für die psychiatrische Klinik.

      Ein weiteres Beispiel gefällig? Indem du noch nicht einmal fähig bist die Schreibfehler zu korrigieren, sondern sie auch noch voll per copy-and-paste übernimmst:

      „Eine Interne Revision und Forensische Prüfungen der aktuellen Geldsystems, seines Regelwerkes und seinen Produktions- und Verteilungstätten ist dringend unter dem Aspekt des Betruges erforderlich. Dabei geht es besonders um die Methoden der Bilanzfälschung bis in die kleinste Einheit. Um die Spielerchen der Bilanzpolitik und den Möglichkeiten von noch legalen Maßnahmen, die Auswirkungen auf das Ergebnis des Bilanzsabschlusses haben auf die Spur zu kommen, die uns Berge von ungedecktem Geld verschaffen, für das wir, die Fleißigen, Sparsamen und Besitzenden von realen Werten zu bürgen haben. Man nennt dies Spielerchen auch Creative Accounting und dies bewegt sich zwar meist am Rande der Legalität, stellt aber i.d.R. noch (nicht) keinen Normverstoß dar…. Also, dass gegenwärtige System lebt vom legalen Betrug….. der am Ende bis in heiße Kriege führt und selbst dieser Delikt wird noch als Naturgesetz oder gerechte Maßnahme dargestellt. Mit hinterhältigen Verschuldungsmethoden wird der kleine Bürger bis hin zu den einzelnen Völkern und deren Staaten alles über Verschuldung ganz legal ausgequetscht, versklavt und tyranisiert.“

      Hier das Original von Uwe E. Mertens:
      http://www.geolitico.de/2015/05/23/zeit-fuer-eine-echte-geldreform/#comment-149090

      Und hier dein Wort für Wort kopiertes idiotisches und absolut primitives Plagiat:
      https://insideparadeplatz.ch/2015/10/28/20536/#comment-119655

    • @ Zurbuchen…

      „Hochstapeln und Bluffen sind meine erklärten Lieblingsbeschäftigungen (…) Wenn ein Hochstapler sagt, er stapele gerne hoch, ist dass dann Hochstapelei?“

      Man merkt es in jedem deiner Sätze: Du hast einen gewaltigen Sprung in deinen hochgestapelten Schüsseln. Kein Wunder, dass du schon längst unreparierbar bist.

    • Haha…:-))). Schimpft einer, der sich für Kopernikus hält, einen anderen, der sagt er sei Unternehmer, einen Hochstapler…. Wer wieviele Sprünge in der Schüssel hat, kann jeder geneigte Leser sehr schnell erkennen. Dafür ist keine scharfsinnige Analyse notwendig.

  14. Banking für Dummies

    Wer als Privatperson 100.- Franken Eigenkapital hat, kann nur 100.- an Kredit vergeben. Alles andere ist kriminell …

    Wer eine Bank ist, darf aus den 100.- Franken rund 900.- Kredit vergeben, schöpft also aus dem Nichts Girageld.

    „Legalisiert“ ist dieses Vorgehen durch das sog. Fractional Banking oder Reserve Banking, das aus der Idee des „Überbuchens“ erklärt werden könnte, weil nicht jeder das Geld immer braucht (von der Bank abhebt) kann man es mehreren gleichzeitig verleihen.

    Das Gläubiger Eigentum wird so an mehrere Personen verliehen und als Bank darf man die „Mehrfacherträge“ daraus auch behalten und Gewinne abschöpfen …

    Um einen möglichen Verlust aus dem „aus dem Nichts geschöpften Geldes“ zu decken, verlangt man vom Schuldner!? eine „Sicherheit“.

    Wenn der Schuldner nicht zahlen kann, wird das Pfand verwertet.
    Falls der Gläubiger nicht zahlen kann, verwertet man das Eigen- Fremdkapital der Bank oder neu, rettet der Staat die Kohle, bezw. die Bank, weil sie Systemrelevant ist.

    Das Problem: Die Bank hat mehr Girageld geschöpft, als Eigenmittel und Fremdkapital da ist. Wer zuerst abhebt bekommt noch etwas – Panik entsteht -> der Banken Run ist da – Ein sog. Dominoeffekt entsteht und Kurse / Preise purzeln – Ghetto pur …

    Mit Vollgeld darf man nur soviel als Kredit vergeben, wie letztlich die Bank auch an Mitteln hat. Die Folge davon ist, dass das gewollte Verlustrisiko auch ein Privatunternehmen (Bank) zu tragen hat und der Steuerzahlen nicht für Fehlinvestments haftet.

    Simpel, nicht?

    • @Gregi Simpel,

      hinzu kommt, dass Zinsen auf leichtem Weg zu leistungsloser Geldschöpfung führen, und zwar sogar exponentiell wachsender Geldschöpfung. Das nennt man dann leistungsloses Einkommen.

      Offensichtlich also führt die harte Arbeit zwar zu Einkommen, aber das Zinseszinssystem zu (exponentiell wachsendem) leistungslosem Einkommen.

      Somit erzeugen Zinsen immer einen Wachstumsdruck der Schulden = es müssen zwingend neue Schulden gemacht werden. Wie jemand das Offensichtliche bezweifeln kann soll dessen Geheimnis bleiben.

      Außerdem ist nachgewiesen, daß die Banken eben nicht alle Zinseinnahmen verkonsumieren. So wächst der Schuldendruck noch mehr. Und wer sagt denn, daß der Teil der Zinseinnahmen, welche die Bank verkonsumiert, beim Kreditnehmer ankommt ? Aber das ist ein anderes Thema, denn würde alles ankommen, gäbe es keine Insolvenzen.

      Vollgeld ist die Lösung für diese Probleme, weil die Monetative neues Geld einspeist, schuldfrei und zinsfrei. So kommt es nicht zum Geldmangel, wie es heute der Fall ist. Bei Vollgeld entsteht nie Buchgeld. Das Guthaben auf dem Girokonto IST Zentralbankgeld = gesetzliches Zahlungsmittel. Die Bank kann kein Giralgeld mehr schöpfen wie im heutigen System.

      Freundliche Grüsse
      Thomas Haldimann

    • Ein Simpel bleibt ein Simpel und ist kein Gimpel. Ein Gimpel ist ein Vogel und ein Simpel ist noch nicht einmal das, denn ein Simpel ist gemäss Duden ein Einfaltspinsel, also eine lächerliche und bedürftige Kreatur:
      http://www.duden.de/rechtschreibung/simpel
      Wie dein freudscher Verschreiber doch deine wahre Identität aufdeckt, denn ein Simpel ist noch nicht einmal ein einfacher Gimpel. Da capo al fine!

    • @Vogelbeobachter

      „Wie dein freudscher Verschreiber doch deine wahre Identität aufdeckt“

      und ein Vogel beobachter plötzlich inhaltlose Luft von sich gibt.

      Wobei Luft eigentlich Inhalt hätte, wenn man sie „Beobachtete“ – ist es letztlich keine Beobachtung.

  15. Dass die „Vollgeldillusion“ Früchte trägt ist nicht weiter verwunderlich, solange die SNB selbst an die „Geldschöpfung aus dem Nichts“ glaubt. Bei aller berechtigten Kritik an den Geschäftsbanken, eine Bank kann nur Geld emittieren (Passivseite), wenn sie dafür ein Aktivum (z.B. in Form eines gewährten Hypothekarkredites) in ihre Bilanz aufnimmt. Das ist keine Geldschöpfung aus dem Nichts. Was an diesem Grundprinzip in einer modernen Wirtschaft schlecht sein soll, erschliesst sich mir nicht. Die Alternative kann ja nicht ernsthaft ein Kreditmonopol der SNB sein. Die SNB mit ihrer Bilanzstruktur ist heute ein Systemrisiko.

    • @Rico Meier,

      Von Gegnern des Vollgelds haben wir bisher, kein einziges Sachargument gelesen. Es genügt nicht, wie ein Mantren-Fetischist Behauptungen über die Buchhaltung zu wiederholen, man muss diese Behauptungen kritisch hinterfragen.

      Sie schreiben:
      „Bei aller berechtigten Kritik an den Geschäftsbanken, eine Bank kann nur Geld emittieren (Passivseite), wenn sie dafür ein Aktivum (z.B. in Form eines gewährten Hypothekarkredites) in ihre Bilanz aufnimmt. Das ist keine Geldschöpfung aus dem Nichts. “

      Sie verstehen nicht, wie Banken arbeiten. Die stellen nur einen Bruchteil von Geld zur Verfügung, den Rest täuschen sie nur vor. Wenn Sie schon diesen Mechanismus nicht erkennen können, nützt Ihnen Ihr angebliches Wissen über Buchhaltung gar nichts.

      Sie kleben am Schuldgeldsystem und verstehen nicht, was Vollgeld ist. Im Vollgeldsystem ist eine Banknote kein Schuldschein, sondern ein Gutschein, der zinslos in die Welt kommt und über öffentliche Ausgaben in Umlauf kommt. Die Monetative schöpft nur neues Geld, wenn es einen Mangel an Geld gibt. Sie zieht Geld aus dem Verkehr, wenn es zuviel Geld im Verhältnis zur Gütermenge gibt.

      Die Realität zeigt, dass der Zins gar nichts richtig alloziert, sondern zur Vorteilsnahme geg. Nichtbanken und schliesslich zum Crash des Systems führt. Vollgeld ist kein Schuldgeld. Beim Vollgeld ist das Guthaben auf dem Girokonto keine Schuld der Bank an den Kontoinhaber, sondern die Bank führt das Konto lediglich, das Guthaben gehört nicht zum Geschäftsbetrieb der Bank, deshalb kommt es auch nicht in deren Bilanz.

      Am besten, Sie lesen das alles bei http://www.vollgeld.ch oder http://www.monetative.de durch, bis Sie es verstanden haben, sonst können Sie leider nicht darüber diskutieren, sondern wiederholen Ihre Irrtümer wie gehabt. Das bringt nichts.

      Freundliche Grüsse
      Thomas Haldimann

    • @Rico Meyer

      Genau dieser Punkt kommt bei fast jeder Vollgeld Diskussion unter „Fachleuten“ auf. Scrollen Sie nach unten (ja, leider müssen Sie viel Gehässigkeiten überscrollen): Ich habe in diversen Statements diesen Einwand gut nachvollziehbar entkräftet.

  16. Da sich Marc Meyer aus der Runde verabschiedet hat, hier noch einmal als Erinnerung die marginalen Differenzen, die es in der Auffassung von Meyer und mir gibt:
    https://insideparadeplatz.ch/videos/vollgeldler-habe-ihre-idee-beim-ober-sozialisten-karl-marx-abgekupfert/#comment-93383
    https://insideparadeplatz.ch/videos/vollgeldler-habe-ihre-idee-beim-ober-sozialisten-karl-marx-abgekupfert/#comment-95385

    Die Akzeptanz der faktischen Möglichkeit bzw. partiellen Realität eines hybriden Geldsystems verweist dann auch den immer wieder bemühten fehlenden Zins (hier z. B. Tom Meier) in das Reich der Mythen: https://zinsfehler.wordpress.com/2013/08/21/zinsmythen/

    Zudem sollten wir doch wohlwollend zur Kenntnis nehmen, dass sich das Zinsniveau für Geldhorter dort befindet, wo es eigentlich schon seit längerem hingehört. Manchmal brauchen eben auch „die Märkte“ für diesen Erkenntnisprozess etwas länger. Manche glauben immer noch, dass dahinter die böse finanzielle Repression zu verorten sei. Dahinter verbergen sich aber lediglich monetäre Allmachtsfantasien: https://zinsfehler.wordpress.com/2013/09/06/allmachtsfantasien-zur-zinssetzungshoheit/

    LG Michael Stöcker

    • Guten Abend Herr Stöcker! Vielen Dank für Ihren Beitrag und v.a. für die Links. Eines fand ich sehr interessant, Sie schreiben „Es kann sehr wohl Geld aus dem Nichts geben! Aber: Was aus dem Nichts kommt, das ist auch Nichts wert!“
      Wenn die SNB also dieses „wertlose“, aus dem Nichts kommende Geld herstellt/schöpft, sinkt logischerweise der Wert der Währung, ähnlich wie bei einer Verdünnung (des Währungswerts)?

      Wenn Sie mir in diesen Gedankengängen zustimmen, stimmen Sie mir wohl auch zu dass wir hier von Inflation (resp. die Möglichkeit davon) reden.
      Inflationen kennen wir aus der Wirklichkeit, dem täglichen Leben, nicht in der Schweiz, aber aus anderen Ländern.

      Ich merke, dass es viele Leute gibt, die zur Akzeptanz dieser Möglichkeit(en) einen Buchungssatz brauchen – der Buchungssatz als oberste Instanz sozusagen, der einen Vorgang in der Realität absegnet.
      Für genau diejenigen zitiere ich daher Sie (Herr M. Stöcker) weiter: „Hier nun noch der simple Buchungssatz: Ewige Forderung an Ewige Verbindlichkeit“.

      Für mich, als Nicht-Wirtschafter, ist die Idee der Absegnung durch einen Buchungssatz völlig fremd.
      Buchungssätze beschreiben in „meiner Welt“ einen Vorgang, aber sie legitimieren ihn nicht.

      Der Buchungssatz hat folgendes grundlegende Format: „per Sollkonto an Habenkonto“. Da frischgedruckte Banknoten, genau wie Münzen, vorher nicht existiert haben und eben auch quasi aus dem „Nichts“ hergestellt werden, macht der Buchungssatz zur Beschreibung der Geldschöpfung -AUSSERHALB der Kreditvergabe!!- keinen Sinn, oder? Wie eine Division durch Null.

      Oder anders -pointierter- gefragt: Was ist der Buchungssatz für frisch hergestellte Münzen und Banknoten durch die SNB? Und wieso sollte der beim Giralgeld nicht genauso aussehen dürfen, wenn die SNB -nach dem Willen der „Vollgeldler“ auch dieses schöpft?

      mit Dank und besten Grüssen,

      C. Tostado

      PS: Sie erwähnen auch einen Spamfilter… ich habe letzte Woche schon mind. zwei Kommentare geschrieben, die nirgends aufgetaucht sind…? Gibts das oft? Ärgerlich…

  17. @ Dr. Ott

    Gold kommt erst dann ins Spiel, wenn es kein Vertrauen mehr in die traditionellen Reservewährungen gibt. Davon sind wir aber z. Z. noch weit entfernt. Es fehlt allerdings im aktuellen System die oberste Clearinginstanz. Dies war in früheren Zeiten mal das Gold. Einen Bancor gibt es bis heute nicht. Und die USA werden sich dieses Seigniorage-Privileg (Finanzierung von LB-Defiziten in eigener Währung) nicht nehmen lassen. Es ist die Fortführung der Sklaverei mit anderen Mitteln.

    LG Michael Stöcker

  18. Wäre es nicht von Vorteil, wenn die Gelausgabe der SNB an die Geschäftsbanken zu verschiedenen Konditionen erfolgen würde?
    – am günstigsten für vergebene Kredite in direkte Investitionen
    – am zweitgünstigsten für den Eigenhandel
    – am teuersten für Hedge Fonds und externe andere Finanzverwendungen

    Sollte doch heute kein Problem sein um das zu steuern und zu kontrollieren.

  19. Ach ja, ich wollte noch ergänzen.

    Wir sind wahrscheinlich das einzige 1.-Weltland das sich vom Zinsjoch befreien könnte. Direkte Demokratie sei dank.

    Es gab in den letzten gut 200 Jahren nur wenige Staatsführer welche den Mut hatten diesen Weg für ihr Land zu beschreiten.

    Fast alle davon kommen in unserer westlichen Geschichtsschreibung sehr schlecht weg und bezahlten mit ihrem Leben (oder brachten sich selbst um).

    Logischerweise haben alle dieser Länder mittlerweile das Fiat-/Zins-/Schuld-/Fractionalbanking System wieder und die blühende Zeit wurde überall kurz gehalten.

    Da darf sich der geneigte Leser schon mal Gedanken machen und sich fragen ob dies alles Zufall ist.

    • @Peter Keller, Richtig!

      Beim Schuldgeldsystem entsteht über die Jahre und Jahrzehnte automatisch und unvermeidbar das Problem, daß es nicht mehr genügend gute Schuldner gibt. Denn dadurch, daß die Geldansprüche (Geldvermögen) immer mehr steigen, müssen auch die Schulden immer mehr steigen. Da werden zwangsläufig die guten Pfänder zur Mangelware. Alle guten Schuldner haben bereits ihre Vermögenswerte verpfändet und können keine neuen Kredite mehr bekommen, es wird aber dringend frisches Geld benötigt, das aber nur durch Kredite im Schuldgeldsystem in die Welt kommt.

      Mit welchem Trick kriegen das die Zentralbanken und die Banken hin, daß trotz dem Mangel an guten Schuldnern neue Kredite vergeben werden ?

      Richtig: Man senkt einfach die Anforderungen an die Sicherheiten.
      Am Ende stehen Schuldpapiere von Staaten, welche soviel wie Klopapier wert sind und dieser Schrott wird von der ZB monetisiert.
      Dadurch kommt es zu schwersten Verwerfungen und Krisen.

      Die Einführung von Vollgeld ist nichts anderes als daß Geld als Quittung in die Welt kommt und nicht durch einen Kredit, nicht durch eine Schuld. Die Quittungen werden zentral aufgrund der optimalen Geldmenge erzeugt. So kann es keine Inflation und keinen Betrug durch die Geldschöpfung bei Vollgeld geben.

      Es ist auch damit vorbei, daß das Eigentum an einem Geldschein auf die Bank übergeht, wenn Sie Bargeld auf Ihr Girokonto bei der Bank einzahlen. Bei Vollgeld gehört das Geld Ihnen und nicht der Bank.
      Dieser ganze Unsinn mit Giralgeld = Buchgeld = ist kein echtes Geld, sondern eine Forderung an die Bank = eine Schuld der Bank gegenüber Ihnen, endgültig vorbei und es herrschen klare Verhältnisse.

      Beim Vollgeldsystem dürfen Banken gerne als Kreditvermittler tätig sein. Kein Problem.

      Freundliche Grüsse
      Thomas Haldimann

  20. @Tistado

    „Ihr Ausdruck „Gebrüll aus dem Affenkäfig“ ist ja sachlich. So wie Sie das verstehen.

    Ich denke ich lasse die Vollgeldinitianten nun mit sich selber diskutieren und sich gegenseitig hochzuschaukeln.

    Ihr wollt ja keine anderen Argumente hören.

    Und Tschüss

    Marc Meyer

  21. Also ich verstehe ich nicht, dass hier nur um die Geldschöpfung und techn. Details gestritten wird, auch von sogenannten Doktoren.

    Fakt ist, Banken schöpfen Kredite aus dem Nichts. Ja natürlich nehmen sie Sicherheiten dagegen, daher kann man ganz klar auch sagen, sie finanzieren das Vermögen. Aber das ist alles irrelevant. Ob jetzt die SNB oder die Geschäftsbanken das Geld schöpfen, ist in meinen Augen auch völlig irrelevant. Über Details darüber kann man streiten.

    Das absolut Wichtigste und der Autor hat das erwähnt, unser Geldsystem krankt einzig und alleine am grössten Fehler, der da eingebaut ist! Und das ist der Zins mit Zinseszins, der eben nicht mitgeschöpft wird! Daran sollten die Herren Doktoren mal darüber nachdenken.

    Nun was bedeutet das. Es wird z.B. 100 für eine Hypothek neu geschöpft.. natürlich gegen die Sicherheit des Hauses. Dann nehmen wir mal an, dass der Hypothekennehmer 10 an Zinsen an die Bank bezahlen muss. Nun, diese 10 werden nicht geschöpft. Wo kommen also diese 10 her? Da krankt es!

    Also, er wird arbeiten, Geld verdienen und da wir ein reines Schuldgeldsystem haben und jede Leistung auf Schulden besteht, muss sich für diese 10 irgendwo auf der Welt ein anderer neu verschulden, damit diese 10 dann an die Bank bezahlt werden kann. Heisst der Arbeitgeber des Kreditnehmers muss Umsätze machen, wo sich ein anderer irgendwo verschuldet, er kriegt dann dieses Geld und bezahlt es als Lohn an der Hypothekarnehmer und dieser bezahlt damit seine Zinsschulden.

    Hier krankt es! Es ist nichts weiter wie ein Schneeballsystem! Was eigentlich illegal wäre. Nun, alle Zinsen auf der ganzen Welt können nur bezahlt werden, wenn sich irgendwo auf der Welt neue Schuldner finden! Es muss alles wachsen, wir sind dazu verdammt, weltweit Wirtschaftswachstum zu generieren, um neue Schuldner zu finden, damit die Altschuldner ihre Zinsen bezahlen können.

    Nun, irgendwann ist das einfach nicht mehr möglich, es gibt kein Wachstum mehr, man findet keine Nachschuldner mehr, Rezession, Wirtschaftsrückgang und dann platzt das ganze Fiat-System! Es können die Zinsen nicht mehr bezahlt werden.. Schuldner gehen Pleite und im Nachfolgerang die Banken! Das ist das absolut verheerende.. nicht wie die Bank einen Kredit verbucht.

    Also, wie hat man diese Probleme bisher gelöst? Man weitet die Wirtschaftsgebiete aus.. letzthin Asien mit China. China hat man total aufgeschuldet und damit konnten im Westen Zinsen bezahlt werden. Jetzt sinkt es dort, also muss man weiter ziehen.. Afrika usw.. aber irgendwann ist Schluss, man findet irgendwann keine Schuldner mit Bonität mehr.

    Dann sind noch Kriege beliebte Mittel, um am Schluss des Lebenszyklus des Fiatgeldes das ganze am Leben zu erhalten. Das bietet grosse Vorteile. Man kann Sachwerte zerstören. Nehmen wir den Hypothekennehmer aus dem Beispiel. Der fällt in Zukunft als Schuldner aus, er hat ja schon ein Haus und bracht kein Zweites. Nun, wenn man ihm eine schöne Bombe auf sein Haus wirft, ja dann braucht er wieder ein neues, er wird wieder neuer Schuldner und baut wieder ein Haus. Daher, Kriege sind perfekt für diesen Zweck und daher sieht man auch weltweit immer Kriege. Ebenso Invasionen, um neue Gebiete zu erschliessen und neue Schuldner zu finden. Und wenn sich ein Land da nicht unterwerfen will, dann führt man Revolutionen durch und weiteres.. siehe naher Osten und zwingt die Welt dann auf Westkurs, damit neue Schuldner entstehen.

    Das ist das absolut schlimmste an unserem System, die verdammten Zinsen! Die zerstören die Welt, sind Hauptschuldige an Kriegen, an Umweltzerstörung, um Kosten zu sparen, damit Zinsen bezahlt werden können, die Zinsen machen automatisch eine Verteilung von arm nach reich, da nur das oberste Prozent der Bevölkerung Zinsgewinner ist und die andere Zinszahler, man zerstört damit den Mittelstand, eigentlich fast alle Probleme auf dieser Welt kann man einzig und alleine auf den Zins abschieben! Das ist eine Tatsache.

    Daher ist unser System derart fatal, so ungerecht, so zerstörerisch und dazu ja noch verboten, da Schneeballsystem. Und genau hier muss man setzen!

    Wir brauchen wieder ein gerechtes Geldsystem, kein Fiat-System mit Zinsen. Das scheitert auch immer wieder, ist eben im System eingebaut, da das Wachstum auf der Erde nicht unendlich ist! Zurzeit sind wir wieder in der Schlussphase, alles komplett überschuldet, die Kurven steigen exponentiell, man findet kaum noch neue Schuldner, es fehlt das Geld für Zinszahlungen, daher geht man jetzt zu Negativzinsen über, damit das System nicht gleich kollabiert. Man wird noch andere Boshaftigkeiten erfinden, um das System noch ein paar Jahre am Leben zu erhalten.. wie Bargeldverbot, damit man nicht aus dem System fliehen kann, z.b. in Bargeld, um die Repressionen durchzudrücken usw.. es dürfte die nächsten Jahre recht hässlich werden, bevor es zum totalen Kollaps kommt. Ziemlich sicher können wir uns dann auf Krieg einstellen, wo alle Vermögenswerte vernichtet werden, dann werden Schulden ausgebucht und das System zurückgestellt und es kann wieder neu gestartet werden und in 80 Jahren wird man wieder gleich weit sein..

    Nein, man sollte hier ansetzen und das Geldsystem reformieren. Darüber müsste diskutiert werden, nicht über Bankbuchungen, ob die korrekt sind oder nicht. Hier ist der Fluch des ganzen und keiner sieht das, das ist ja so verheerend.. und Jordan, die Banktypen sprich Analysten und keiner sieht das.. warum? Es ist zu einfach und daher sieht man es nicht.. aber hier lauert die totale Katastrophe, nicht in der Geldschöpfung. Der Zins zerstört alles!

    • Guten Tag Herr Meier,
      vielen Dank für Ihren Beitrag!
      Dazu vielleicht den -etwas kindlich, aber verständlich daherkommenden link: https://www.youtube.com/watch?v=SUCoansrPXQ
      Heutzutage wird die Buchgeldschöpfung von (profitorientierten) Geschäftsbanken durch Kreditvergabe betrieben. Das heisst, deren „Geld“herstellung ist untrennbar mit Kredit, sprich mit Schuld, samt der von Ihnen erwähnten Zinsen verknüpft.
      Die Vollgeld-Initianten (www.vollgeld-initiative.ch) wollen erreichen, dass die Geldschöpfung (natürlich nicht-profitorientiert) durch die SNB erfolgt – schuldfrei, wie das heutzutage bereits mit Münzen und Banknoten gemacht wird (ref. „Martinas“ Antwort vom 29. Oktober 2015 / 19:30).
      Deshalb ist es relevant, dass die Buchgeldschöpfung von der SNB vorgenommen wird anstelle der Geschäftsbanken.
      Zum Thema empfehle ich auch die Links von Herrn Stöcker (31. Oktober 2015 / 13:16 ).

      mit freundlichen Grüssen,
      C. Tostado

    • So ist es.

      Und je nachdem braucht es auch gar keinen Willen zur Verschuldung…
      Man darf gespannt sein, wann es beispielsweise in Deutschland soweit ist, dass eine Zwangshypothek kommt.

      Durch die aktuelle Völkerwanderung sorgt man ja auch gleich für zwangsläufige Weiterverschuldung der Staaten.

      Es ist schon interessant wie dieses Thema von der Schulbildung in der westlichen Welt ausgeklammert wird.
      Selbst die meisten Bankangestellten haben darüber keine fundierten Kenntnisse.

    • Die Geschichte mit dem fehlenden Geld für den Zinseszins ist ein Fehlschluss. Men stellt sich statt der Hypothek besser den Kauf einer Maschine vor. Die damit produzierten Güter erwirtschaften den Zins, der nichts anderes ist als ein Anspruch der Kreditgeber auf einen Teil des produzierten Mehrwerts. Die Güter rechtfertigen ex post den im Voraus vergebenen Kredit. Das über Kredit geschöpfte Geld kann dann beliebig oft umlaufen. Wenn der Kredit hingegen nicht produktiv eingesetzt wird, fehlt tatsächlich das Geld für den Zins (genauer: es fehlen die realen Güter für die Begleichung des Zinsanspruchs). Es müsste also idealerweise auf Geber- und/oder Nehmerseite abgeschrieben werden. Dann geht alles wieder auf. Bloss, mit der lockeren Geldpolitik von heute wird genau das verhindert. Das ist alles z.B. bei Irving Fisher sehr schön nachzulesen.

    • @Tom Meier,

      „Also ich verstehe ich nicht, dass hier nur um die Geldschöpfung und techn. Details gestritten wird, auch von sogenannten Doktoren.“

      Richtig!

      Das sind Nebelbomben um eine sachliche Diskussion zu verhindern, bzw. zu sabotieren. Es werden falsche Behauptungen in den Raum gestellt und versucht diese mit nicht zutreffenden juristischen Definitionen oder mit Buchungssätzen zu belegen … und dann werden aus diesen falschen Prämissen falsche Schlüsse und behauptet, dies wäre die Wahrheit und man würde wissenschaftlich vorgehen.

      Hier, die Buchungssätze in einem Vollgeldsystem:

      http://www.vollgeld-initiative.ch/fa/img/Texte_Dokumente_deutsch/Kremer_Juergen_-_Vollgeld_Buchungs-Kapitel_aus_Buch_Mai_14.pdf

      Anstatt sich über Buchungssätze zu streiten, wäre es zielführender, zu definieren, worauf es beim Geld ankommt. Wie Mißbrauch verhindert werden kann.

      Das heutige Geldsystem ist bereits von seiner Struktur her als Betrug konstruiert, weil die Banken etwas verleihen, das sie nicht besitzen und dafür Zinsen nehmen. Durch den Zins wird zudem der Wert des Geldes verzerrt, auch das ist ein strukturelles Problem, welches beseitigt werden muss, um stabiles Geld zu bekommen.

      Feundliche Grüsse
      Thomas Haldimann

  22. @ Alle

    Damit wir alle wieder mehr sachorientiert argumentieren bitte vor weiteren Kommentaren diesen Beitrag lesen: http://www.perrymehrling.com/2015/06/why-is-money-difficult/ Es ist öde und nervig gegenseitige Vorhaltungen zu lesen, nur weil manche glauben, sie hätten den Stein der Weisen gefunden. Etwas mehr Demut tut uns allen gut; auch mir.

    @ Cristobal Tostado

    Sie können die Thematik nur dann verstehen, wenn Sie die natürliche Hierarchie eines Geldsystems verstanden haben. Denn dann wird klar, dass der größte Teil des Geldes auf der dritten Stufe entsteht und Geld (im Sinne von Zentralbankgeld) etwas völlig anderes ist als Kredit. Und ZBG entsteht wiederum überwiegend auf Anfrage der Banken und nicht schon deshalb, weil die ZB die Geldmenge erhöhen möchte. Wann benötigen die Banken mehr ZBG? Wenn der Saldenausgleich über den Interbankenmarkt nicht mehr funktioniert (das Vertrauen ist gestört) und/oder unsere Vorliebe zur Bargeldhaltung steigt. Somit ist letztlich alles Geld auf private Kreditkontrakte zurückzuführen. Ausnahmen: Erstausstattung nach Währungsreformen, Münzgeldseigniorage sowie definitiver Ankauf von Assets durch die ZB.

    Nun zu Ihren zwei Fragen.

    Ad 1) Wem nützt es? Dazu müssten wir klären, wie dieses Geld denn nun wo verbucht würde. Wollen Sie es als ewige Forderung zu 0 % unmittelbar dem Staatshaushalt zur Verfügung stellen, dann profitieren diejenigen am meisten, die die beste Lobbyarbeit leisten (Cantillon-Effekt).

    Stellen Sie dieses Geld hingegen den Geschäftsbanken zinsfrei zur Verfügung, dann passiert gar nichts, außer dass die ZB keine Zinseinkünfte mehr hat und somit die Gewinne weiter sinken und somit weniger Gewinne an den Haushalt abgeführt werden.

    Damit die Boom-Bust-Zyklen weniger stark ausfallen brauchen wir kein Vollgeld. Der neu eingeführte Antizyklische Kapitalpuffer ist hier aus meiner Sicht die bessere Wahl.

    Ad 2) Die Gefahren für die Realwirtschaft sind völlig unabhängig vom Vollgeld. Die Gefahren entstehen durch unsolide Kreditvergabe sowie ungenügende fiskalische Redistribution. Hinzu kommt die Problematik eines Kreditgeldsystems in gesättigten Märkten, auf die Prof. Binswanger frühzeitig hingewiesen hatte. Hat man das einmal begriffen, dann muss man auch nicht mehr die Sozialismuskeule schwingen, sondern kann ganz nüchtern und pragmatisch (sine ira et studio) zu neuen Lösungen finden.

    Insofern begrüße ich die Vollgeldinitiative, auch wenn ich deren Ziele überwiegend nicht teile, da endlich eine Diskussion in die breite Bevölkerung getragen wird, was hier eigentlich so alles schief läuft.

    Was so alles schief gelaufen ist, können Sie nachlesen, wenn Sie meinem Namen folgen. Insbesondere hier: http://zinsfehler.wordpress.com/2013/10/30/tapering-liquidity-a-trap-yet-a-tapering-in-the-dark-of-economic-theory-2/

    Lösungsvorschläge finden sich hier https://zinsfehler.wordpress.com/2015/03/23/die-citoyage-keynesianischer-monetarismus-als-ordnungspolitisches-korrektiv/ und hier https://zinsfehler.wordpress.com/2013/10/13/zehn-masnahmen-fur-ein-europa-in-frieden-freiheit-und-wohlstand/

    LG Michael Stöcker

    • Guten Tag Herr Stöcker! Vielen Dank für Ihren Beitrag.
      Wie Sie sich vorstellen können, bin ich sehr dankbar für jeden Beitrag der sich nicht wie Gebrüll aus dem Affenkäfig anhört.
      Ich werde mir Ihre Links auf jeden Fall ansehen!
      mit freundlichen Grüssen,

      C. Tostado

  23. Lieber Philosoph,

    „Da Sie nicht merken, dass alles vorfinanziert werden muss, greifen Sie mich an.“

    Ich weiß nicht, was Sie mir hier als Neuigkeit verkünden wollen?Monetative lässt die Banken Kredite vermitteln. Ich Sie angreifen, lieber Philosoph? Nun ja, jeder sieht die Welt mit seinen eigenen Augen. Die Welt ist so wie Ihre Gedanken, lieber Philosoph

    Bei monetative.de steht:

    „„Wie soll Geld nach den Vorstellungen der Vollgeldreform in Zukunft geschöpft werden? Die Schöpfung des Giralgeldes ( ca. 82 % der derzeitigen Geldmenge) liegt zur Zeit allein in den Händen der Geschäftsbanken. Nur das Bargeld (Geldmünzen und Banknoten) stellt zur Zeit Vollgeld dar. In Zukunft soll das gesamte Geld als Vollgeld herausgegeben werden und zwar durch die Zentralbanken.
    Wie schon einmal im 19.Jahrhundert, als privat ausgegebene Banknoten durch staatliche Zentralbanknoten ersetzt wurden, soll heute das Giralgeld durch staatliches Vollgeld ersetzt werden.
    Dies geschieht dadurch, dass zu einem Umstellungstag alle Girokonten als vollgültige Geldkonten umgestellt und damit zu gesetzlichen Zahlungsmitteln werden. Am Kontostand ändert sich nichts. Die Kontoinhaber würden den Vorgang, ohne informiert worden zu sein, nicht einmal bemerken. Nach der Umstellung können die Geldkonten der Kunden weiterhin von der betreffenden Bank geführt. Das Vollgeld-Guthaben auf dem Konto ist dann aber getrennt von den Mitteln der Bank und befindet sich im unmittelbaren Besitz des Kunden, genauso wie Bares im Geldbeutel. In Zukunft wird dann neu benötigtes Geld von der Zentalbank auf den Konten, die die Zentralbank für den Staat führt, einfach gutgeschrieben. Es handelt sich hier um zinsfreie Überlassungen. Die Regierung bringt neu geschaffenes Geld durch öffentliche Ausgaben in den Geldkreislauf.“
    Quelle:
    http://www.monetative.de/was-bedeutet-vollgeld-von-der-monetative/

    Was monetative.de hier macht, ist ein logisch nachvollziehbares Konzept zur Diskussion stellen.

    Verstehen Sie jetzt Ihren Denkfehler?
    Wenn die Banken nicht wollen oder nicht können, lassen Sie die Schuldner am ausgestreckten Arm verhungern!

    Über Logik und beweisbare Erklärung lässt sich offensichtlich streiten, da Sie diese ja der Vollgeld Initiative nicht zugestehen wollen.

    Freundliche Grüsse
    Thomas Haldimann

    • @ Thomas Haldimann

      Zum Glück brauche ich Ihren Text gar nicht mehr erst zu lesen, denn ich weiss, was folgt. 1 + 1 ist für Sie einfach 15 oder mal 13 oder vielleicht auch einmal 7, keine Ahnung, aber Sie sind glauben auch noch, dass ich Sie ernst zu nehmen habe. Sie tun mir nur noch leid.

      Höfliche Grüsse an Sie komische Spezies, die von Null und auch gleich Nichts eine Ahnung hat und sich erst noch diverser falscher Namen bedient.

      Philosoph

    • @Philosoph (31. Oktober 2015 / 19:10)

      Mit der Einstellung ist keine Diskussion möglich: Sie ignorieren bewusst die Argumente der Gegenseite.
      Stattdessen beleidigen Sie, und unterstellen Herrn Haldimann sich sich „falscher Namen“ zu bedienen. Selber verbergen Sie ihren Namen aber unter dem Pseudonym „Philosoph“.

      Wenn Sie Argumente und Fakten haben, wäre ich sehr froh darum.
      Bei weiteren unflätigen Kommentaren Ihrerseits melde ich Ihre Kommentare dem Herausgeber (Herr L. Hässig) und berufe mich auf das Impressum von „Inside Paradeplatz“: „Leserkommentare sind willkommen. Persönlichkeitsverletzende oder unflätige Wortmeldungen werden angepasst oder gelöscht.“

      mit freundlichen Grüssen,
      C. Tostado

    • @Philosoph,

      Ihr Kommentar hat keinerlei sachliche Grundlage. Sie haben kein einziges Argument vorgetragen, sondern nur Beleidigungen und Unterstellungen.

      Von Gegnern des Vollgelds haben wir bisher, kein einziges Sachargument gelesen. Es genügt nicht, wie ein Mantren-Fetischist Behauptungen über die Buchhaltung zu wiederholen, man muss diese Behauptungen kritisch hinterfragen.

      Freundliche Grüsse
      Thomas Haldimann

  24. @Dr. Meyer, @Häschen

    Warum glauben Sie beide, dass die Buchhaltung der Mass aller Dinge ist, zudem noch unfehlbar?
    Und warum diese von oben herab Haltung gegenüber den armen Unwissenden, die unfähig sind zu kapieren, was Sie ja sonnenklar sehen? Wem nützt das?

  25. Dachte nicht, dass es auch Schweizer gibt, denen Ihre Nachbarn nicht bekannt sind.
    Was soll´s. Diesmal hängen Sie mit im Mist -> siehe Daten zur SNB.

  26. Zensur ist in der Schweiz gut verankert

    Hier haben wir nun „live“ miterlebt, wie ein Wortführer der Vollgeld-Initianten zensuriert und einfach alles wegschneidet, was er nicht versteht und ihm nicht passt.

    Das ist aber keineswegs ein Einzelfall.

    Ich möchte folgende Beispiele, die ich persönlich bezüglich der Nationalbank erlebt habe hier aufzählen:

    Beispiel: Seite Iconomix der SNB

    Das ist die Seite der Nationalbank für die Schüler und Studenten, wo man auch mitdiskutieren kann (angeblich). Auf diesem Blog hat die SNB nach Einführung des Mindestkurses behauptet, der SNB gehe „der Schnauf nicht aus“ bei der Durchsetzung des Mindestkurses.

    Ich habe argumentiert, dass die SNB eben nicht Geld aus dem Nichts schaffen könne, und dass ihr deswegen der Schnauf ausgehen kann. Die Realität hat das ja dann ganz klar bestätigt.

    Ich hatte diverse Texte dazu über einen längeren Zeithorizont gepostet. Nach einigen Monaten waren plötzlich alle Text gestutzt auf eine maximale Wörterzahl. Meine Argumentation war im Wesentlichen weg.

    Beispiel: Tagesanzeiger

    Dort lobte der Spiritus Rector und Doktorvater von Prof. Jordan, Professor Ernst Baltensperger vom Studienzentrum Gerzensee, den Mindestkurs. Dieser sei gut gewesen und man hätte sogar noch einen Mindestkurs zum Dollar einführen sollen.

    Ich widersprach und erklärte, dass die SNB ihre Euros mit Fremdkapital finanziere. Zudem sei er, Baltensperger mit seiner irrigen Argumentation mitverantwortlich am Mindestkursdebakel der SNB.

    Nach einer Woche war mein Kommentar einfach weg. Die anderen Kommentare waren noch dort.

    Beispiel Finanz und Wirtschaft / Never mind the markets

    Die Redaktoren dort loben die SNB immer in den höchsten Tönen. „Ohne SNB sei die Schweiz längstens Konkurs“ usw.

    Ich kommentierte, Professor Straumann solle aufhören mit seiner Verbreitung von Irrlehren. Zwei Kommentare schrieb ich. Keiner erschien.

    Beispiel Schweizer Fernsehen:

    Im Schweizer Fernsehen wurde immer wieder behauptet von Professoren (u.a. Professor Ammann, Uni St. Gallen) und Tagesschausprechern, bei den Giroguthaben der Banken handle es sich um Aktivkredite, welche die SNB den Banken gewähre.

    Ich bat mehrmals, dies zu korrigieren. Das wurde immer abgelehnt.

    Beispiel NZZ

    Die NZZ scheint das „Hausblatt“ der SNB, quasi eine externe PR-Abteilung der SNB zu sein.

    Jede Kritik dort an der SNB ist tabu. Ich versuchte schon mehrmals, dort zu schreiben. Unmöglich.

    Es ist m.E. ein Armutszeugnis für eine Nationalbank, dass sie ihre „Lieblingskinder“ hat: Wer in ihrem Sinne schreibt, dem wird ein Interview gewährt – wer nicht, der hat’s verspielt mit ihr.

    Schweizerische Zeitschrift für Volkswirtschaft und Statistik

    Das ist die bedeutendste Zeitschrift in der Schweiz für volkswirtschaftliche Diskussionen.

    Hier sollte unbedingt zur Sprache kommen, ob Notenbankgeld nun Fremdkapital oder Eigenkapital der SNB ist; ob sie unendlich Geld drucken und damit Euros kaufen kann usw.

    Diese Zeitschrift hat ihren Sitz – bei der SNB; wird also auch mit Steuergelder finanziert.

    Es ist unmöglich, dort die Geldpolitik der SNB zu hinterfragen. Diese Zeitschrift wird mit Steuergeldern finanziert. Aber seit über 20 Jahren ist sie nicht bereit, etwas SNB-kritisches zu veröffentlichen.

    So funktioniert eine Demokratie einfach nicht.

    Und der SNB-Bankrat?

    Der tut gar nichts. Dabei hätte genau die Pflicht, das Volk bei der SNB zu vertreten.

    Mit freundlichen Grüssen

    Marc Meyer

    • Wissen Sie wieso? Ich denke, viele dieser Prof. wie Straumann und Ammann können in Tat und Wahrheit keine Doppelte Buchhaltung führen (und wohl auch keine Bilanz wirklich lesen). – „Das ist ja sowieso etwas für die KV-Stifte“. Sie mussten es wohl auch nie lernen. Diese Leute begreifen die einzelnen zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle nicht!

    • Uebrigens: Die Vollgeldinitiative ist zustandegekommen. – Gütiger Gott, das wird eine kommunikative und argumentative Kakophonie geben im Vorfeld der Abstimmung!
      Vieviel Unsinn werden uns da wieder beliebige „Experten“ aus den Hochschulen (ohne Grund-Kenntnisse der Buchhaltung nota bene, aber mit einem Rucksack von auswendig gelernten Irrlehren ausgestattet) zum besten geben? – Die Verwirrung im Volk wird total sein.

  27. Liebe Martina,
    ich darf Sie auf meine Beiträge zum Blog „Goethe-tragischer Ökonom“ verweisen, der kürzlich lief.
    Tragisch ist alles hier, nur nicht Goethe und die Ökonomie.

  28. Oesterreicher sind immer noch hier? Vergesst es, wir haben Euch vor >1000 Jahren besiegt. Zeit zu verschwenden? Vergesst es und geht schnell ins Bordell.

    • @Gast aus Österreich
      Würden wir in der Schweiz so fatalistisch denken, würdet Ihr Habsburger uns nicht heute sagen, wo’s lang geht.
      Steter Tropfen höhlt den Stein, Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut, Gut Ding will Weile haben.

    • @Martina

      Ihre Zeilen sind lächerlich.

      Sie haben vor allem profitiert von den „Zensur-Operationen“ des Herrn Tostado.

      Sie haben unten Buchungssätze falsch geschrieben; Sie haben behauptet, es sei gleichgültig, was die SNB auf ihrer Aktivseite verbuche, ihretwegen könne sie auch das BIP usw.

      Ich habe Sie höflich auf Ihre Fehler aufmerksam gemacht aber der Herr Tostado hat alles zensuriert.

      Ich kann jetzt nicht alles nochmals schreiben. Nur kurz:

      Mit Ihren Behauptungen haben Sie klar belegt, dass Sie nichts – aber auch gar nichts von der Buchhaltung verstehen.

      Sie sind ein Beispiel für die Oberflächlichkeit der Vollgeld-Theoretiker.

      Man kann nur hoffen, dass die Initianten nicht genügend Unterschriften zusammenbringen so dass man sich nicht noch Jahre mit diesem bodenlosen Blödsinn auseinandersetzen muss.

      mfG

    • @Herrn Meyer

      Genau Herr Meyer. Sie haben ca. 5 Zeilen verschwendet, um „Martina“ zu beschimpfen. Die Quintessenz habe ich in Ihrem „Kommentar“ dagelassen: „Ihr Buchungssatz ist falsch“ (oder so ähnlich).
      mfG
      C. Tostado

  29. @Lukas Hässig

    Sehr geehrter Herr Hässig

    Haben Sie die Texte, die Herr Tistado von mir gelöscht hat, weil sie angeblich extrem beleidigend seien.

    Sie wissen, daß ich das nicht tue.

    Darf ich Sie bitten, diese Texte nochmals zu veröffentlichen.

    Freundliche Grüße

    Marc Meyer

  30. @Cristobal Tistado

    Sie haben an Herrn Hässig geschrieben, ich hätte extrem beleidigende Kommentare hier geschrieben, die Sie gelöscht hätten.

    Ich fordere Sie auf, diese Kommentare hier zu veröffentlichen

    Ich will wissen, was extrem beleidigend ist.

  31. Danke für Ihre wichtigen und klaren Worte. Mir ist auch schleierhaft, weshalb nach 300 Jahren, noch immer nur so wenige das Schuldgeld mit seinen zwingenden Krisen und Kriegen verstehen. Vielleicht ist es eben doch so, dass es das genuine Schicksal der Mehrheit ist, zu dienen und den Auserwählten den Luxus zu zahlen. Für die alten und dummen Männern an den Unis ist es aber schlicht peinlich…

    • @Rudi Hammer,

      Eine Interne Revision und Forensische Prüfungen der aktuellen Geldsystems, seines Regelwerkes und seinen Produktions- und Verteilungstätten ist dringend unter dem Aspekt des Betruges erforderlich. Dabei geht es besonders um die Methoden der Bilanzfälschung bis in die kleinste Einheit. Um die Spielerchen der Bilanzpolitik und den Möglichkeiten von noch legalen Maßnahmen, die Auswirkungen auf das Ergebnis des Bilanzsabschlusses haben auf die Spur zu kommen, die uns Berge von ungedecktem Geld verschaffen, für das wir, die Fleißigen, Sparsamen und Besitzenden von realen Werten zu bürgen haben. Man nennt dies Spielerchen auch Creative Accounting und dies bewegt sich zwar meist am Rande der Legalität, stellt aber i.d.R. noch (nicht) keinen Normverstoß dar…. Also, dass gegenwärtige System lebt vom legalen Betrug….. der am Ende bis in heiße Kriege führt und selbst dieser Delikt wird noch als Naturgesetz oder gerechte Maßnahme dargestellt. Mit hinterhältigen Verschuldungsmethoden wird der kleine Bürger bis hin zu den einzelnen Völkern und deren Staaten alles über Verschuldung ganz legal ausgequetscht, versklavt und tyranisiert.

      Vollgeld entschärft die Lage,
      Freundliche Grüsse
      Thomas Haldimann

    • @Marc Meyer, Dr.

      Sie schreiben:

      „@Thomas Haldimann
      Zuviel getrunken?“

      Jetzt kommt er aber wieder in Wallung, der Nationalökonom aus Riehen, und sein Gepfeife soll nun Kompetenz vorgaukeln.
      Busted. Entlarvt, Marc Meyer, Dr.

      An anderer Stelle kläffen Sie herum, dass „wir“ das Geld schöpfen und nicht die Banken oder die SNB.

      Wie wäre es, wenn Sie sich für eine Version entscheiden würden ?

      Aber auch das ist Polemik, gehen Sie auf Detailpunkte in meinen Kommentaren zur Sache ein und beenden Sie das allgemeingültige Gelaber.

      Sie schaffen hier nach meiner Ansicht in den Geldordnungs-
      ansatzkritiken nicht das Niveau eines ernsthaften sachbezognen Denkers. Gedankenwirrwar ist freundlich formuliert. Also lesen Sie sich einzelne Kommentare durch in denen inhaltlich sachbezogener Klartext rüber kam und dann melden Sie sich bitte wieder…..Verstanden…Marc Meyer, Doktor? Meine Einladung zu einem persönlichen klärenden Gespräch im Hotel Europe in Basel ist noch gültig.

      Freundliche Grüsse
      Thomas Haldimann

  32. @ Cristobal Tostado

    „Und leider wird auf diesem Blog teilweise derartiger Unsinn publiziert, dass ich mich frage, ob die Autoren die Leser bewusst in die Irre führen wollen oder schlicht inkompetent sind“

    Genau, Herr Tostado. Vielleicht wären Sie besser bei Ihrer Biologie geblieben ..? ;))

    Nur ein Beispiel Ihrer (sprachlichen oder gedanklichen ?) Widersprüche:

    „..das erfundene Geld der Geschäftsbanken..“ „Momentan sind 9 von 10 „Schweizer Franken“ (90%) von Geschäftsbanken hergestellt.. „..(90%) erzeugen sie mit dem Computer, aus dem sogenannten „Nichts“.“

    Aber dann (korrekt):
    „Dieses Geld von der SNB bekommen sie nicht umsonst; sie leihen es sich von der Zentralbank..“ Eben :))

    Aber gut, noch haben wir ja freie Meinungsäusserung in diesem Lande, also bitte. Nur wird auch dieser Beitrag als (?letzter) Versuch, die ‚Vollidiotie‘ hoffähig zu machen, wenig ausrichten.

    Wenigstens sind Sie so aufrichtig, verklausuliert zuzugeben, dass Sie damit unser Kreditwesen samt Hypotheken bei der SNB zentralisieren wollen – beim mittlerweile grössten unkontrollierten und mE völlig von der Rolle gelassenen Hedgefonds der Welt.

    Happy Birthday Schweiz !

    Und mal sehen, ob Sie erneut Kommentare einfach löschen..

    • Guten Tag Herr Ott!
      Und danke für Ihren Beitrag.
      Es werden nur unsachliche oder beleidigende Kommentare gelöscht.
      Ich bin froh, dass mehrere Meinungen zur Sprache kommen können.

      mit freundlichen Grüssen,
      C. Tostado

    • Ich glaube, Sie haben das noch nicht kapiert – hier gibt es von Ihrer Seite her gar nichts zu löschen !

      Bemerkenswert ist natürlich dennoch, dass ausgerechnet ein Autor und Befürworter der ‚Vollidiotie‘ hier anfängt zu löschen. Willkommen im Reich der Zensur, jetzt auch auf IP.. ?!

    • ..abgesehen davon, dass mein gestriger -natürlich verschwundener- Kommentar weder das eine noch das andere war..

    • @Dr. Jürgen Ott,

      Sie bezeichnen jene, welche gegen den Betrug der Banken vorgehen, als „Vollidioten“. Sie haben jetzt absolut nichts zur Diskussion beigetragen, außer einer dümmlichen Beleidigung ohne Substanz. Mit Ihren Beleidigungen qualifizieren Sie sich selber, was Sie allerdings auch nicht merken. Ihre Behauptungen über Vollgeld haben Sie nirgendwo belegt.

      Es gibt hier anständige Menschen. Diese stellen Fragen, wenn sie etwas nicht verstanden haben oder sie tragen Argumente vor.

      So, nun fangen Sie mal an, wie ein Mensch zu agieren und erklären Sie mir, was Sie sachlich zu kritisieren haben.
      Danke und Freundliche Grüsse
      Thomas Haldimann

    • @ Thomas Haldimann

      Doch – ich habe an einem Bsp. die sprachlichen oder gedanklichen Widersprüche des Autors in ironischer Weise aufgedeckt. Sollte das bei Ihnen nicht angekommen sein, sicher mea culpa – ich bitte dafür dann natürlich um Nachsicht.

      Hätte ich den ganzen Artikel auseinander nehmen wollen, wäre das natürlich auch möglich gewesen. Nur ist mir dafür a) meine Zeit zu schade, und b) dies erst recht vor dem Hintergrund, dass bis vorhin ja nicht klar war, warum Kommentare seit gestern auf einmal verschwinden..

    • Bitte bleiben auch Sie sachlich, Herr Haldimann.

      Ich habe weiter unten die Frage gestellt, die der Bevölkerung -resp. „Laien“ wie mir- am meisten interessieren dürfte:

      1. Was wären die NACHTEILE (für wen?), wenn das BuchGeld (resp. Sichtguthaben auf Girokonto, ref. Haldimann) -analog zu Münzen und Banknoten- ausschliesslich von der SNB geschöpft würde?

      2. Sie (Michael Stöcker) schreiben in ihrem Link, die SNB hätte bei einem Bankencrash ebenfalls einen Verlust zu verzeichnen (nämlich das Zentralbankgeld, das jeder „Geld“Schöpfung der Geschäftsbanken zugrunde liegt, wenn ich das richtig verstanden habe).
      Würden Sie bei einem Bankencrash die Gefahren für die Realwirtschaft (Jobabbau, Sparprogramme, Konkurse) bei einem Vollgeld-system grösser oder kleiner einschätzen als im bisherigen System? Warum?

      Vielen Dank, für sachliche, kurze Antworten ohne „Kommunismus“-Ängste.
      C. Tostado

    • @Haldimann

      Sie haben mich im Beitrag Goethe -tragischer Oekonom mit einem Strassenköter verglichen und mich mit Paranoia in Verbindung gebracht.

      Und hier heucheln Sie nun den anständigen Kommentator.

    • Lieber Herr Tostado

      Es wäre meines Erachtens klug von Ihnen, wenn Sie als Schuster bei Ihren Leisten blieben, denn über etwas, das Sie nicht verstehen, sollten Sie auch nichts schreiben.

      Aber Sie dürfen sich selbstverständlich gerne lächerlich machen, das will ich Ihnen nicht verbieten, denn das ist ausschliesslich Ihre Sache.

      Leider habe ich keine Zeit, Ihren Schwachsinn zu widerlegen, denn das würde viele Stunden Fronarbeit bedingen, über die ich leider nicht verfüge und die mir auch schlichtweg zu schade sind, denn jemand, der nicht wissen will, lässt sich ohnehin nicht belehren. Und diejenigen, die wissen wollen, informieren sich an der Quelle, d.h., sie lernen erst einmal Buchhaltung. Aber solche Belanglosigkeiten scheinen Sie nicht zu interessieren. Vielmehr sind Sie Meister in der Zensur.

      Höfliche Grüsse
      Philosoph

    • @Dr. Ott,

      Aber aus meiner Sicht lassen Sie hier schon, mit Verlaub, einige Korken ab.

      Zitat:
      „Nur ein Beispiel Ihrer (sprachlichen oder gedanklichen ?) Widersprüche:

      „..das erfundene Geld der Geschäftsbanken..“ „Momentan sind 9 von 10 „Schweizer Franken“ (90%) von Geschäftsbanken hergestellt.. „..(90%) erzeugen sie mit dem Computer, aus dem sogenannten „Nichts“.“

      Aber dann (korrekt):
      „Dieses Geld von der SNB bekommen sie nicht umsonst; sie leihen es sich von der Zentralbank..“ Eben :))“

      Zitat Ende

      Sie und @Marc Meyer, Dr. sind zwar davon überzeugt, Sie würden etwas stichhaltig erklären, aber das kann ich leider nicht nachvollziehen. Was Sie hier schreiben mag in ihrem Märchen so sein.

      Nun zurück zum realen Leben und realen Banken.

      Hier, (und nicht nur hier), haben Sie wohl übersehen, dass die Monetative keine Schuldscheine ausstellt, sondern Gutscheine. Geld ist beim Vollgeld eben keine anonyme Schuld mehr, sondern eine Leistungsquittung, ein Gutschein. Der SNB muss gar nichts übereignet werden, das wäre der Fall, wenn Vollgeld als Schuldgeld entstehen würde. Nicht die SNB entscheidet über jeden Kredit im Vollgeldsystem, sondern derjenige, der das Geld besitzt, also das Individuum. Banken können genauso wie heute als Kreditvermittler auftreten, dafür müssen sie Geld einsammeln und dann verleihen.

      Da Ihre Prämisse falsch ist, sind auch Ihre Schlussfolgerungen falsch.

      Freundliche Grüsse
      Thomas Haldimann

      P.S. Herr Tostado, hoffe es war kurz genug.

    • Lieber Philosoph

      Na ja, ganz logisch ….ich sehe Ihre Reaktion mehr als den Schrei eines einsamen Wolfes der eine Sauwut in den Busch verlauten läßt, weil die Spielregeln der Nachweispflicht nicht entsprechend eingehalten sein könnten.

      Allerdings, Sportsfreund Philosoph kanzeln Sie hier Suchende und Nachdenken ab, die in einem Plattformbereich der Normalbürger ihren Gedankenaustausch friedlich pflegen. Ihr göttlicher Donner war diesen Menschen gegenüber unangebraucht und…..abgehoben eben!

      Also bessern Sie sich in Zukunft, Agressoren haben wir schon genug!
      Denken muß auch Spaß machen….. Geld stinkt nicht…. aber …!

      Stellen Sie Fragen ich freue mich,
      Freundliche Grüsse
      Thomas Haldimann

    • Lieber Thomas Haldimann

      Lernen Sie erst einmal Deutsch, sodass man auch versteht, was Sie sagen.

      Höfliche Grüsse

      Philosoph

    • @Marc Meyer, Dr.

      ich habe Sie nicht beleidigt. Reissen Sie nicht einzelne Wörter aus dem Gesamtzusammenhang. Dies ist eine falsche Aussage. Wenn hier jemand beleidgt hat, dann waren Sie es. Ich habe Sie in 4 Ihrer Artikeln widerlegt mit fachlichen und sachlichen Argumente. Meinen Beweisen haben Sie ab einem bestimmten Zeitpunkt nichts als Beleidigungen entgegenzusetzen, Sie haben mit Steinen um sich geworfen, dabei kamen Vorwürfe, haltlose Unterstellungen, und Beleidigungen wie: „Sie sind im selben Spital krank“.

      Gestatten Sie mir die Frage; Werter Dr. Marc Meyer aus Riehen:

      Wissen Sie was es bedeutet krank zu sein? Haben Sie je in Ihrem Leben es mit kranken Menschen zu tun gehabt? Kranken Menschen in einem Krankenhaus? Ich Ja.

      Sie behaupten steif und stur, dass das (Giralgeld) der Bank durch die Sicherheit des Kreditkunden „gedeckt“ sei.

      Die Wahrheit sieht anders aus.
      Gedeckt durch das Pfand des Kreditnehmers ist die Forderung der Bank, nicht jedoch das Giralgeld.

      Was soll denn eine „Deckung“ des Geldes sein ? Dass die Banknote oder die Zahl auf dem Girokonto durch ein Stück Gold im Tresor der Bank „gedeckt“ sein soll ? Wer solche Vorstellungen von der Deckung des Geldes hat, befindet sich im Irrtum und sollte sich mal vorstellen mit einem Geldkoffer in der Wüste zu sitzen, meinetwegen auch mit einem Koffer voller Goldmünzen oder Goldbarren im „Wert“ von 100 Millionen Dollar.

      Da sitzt er nun mit seinem „Geldvermögen“ von 100 Mio Dollar auf einem Sandhügel. Jedes kleine Kind kann ihm sagen, dass Gold „echtes Geld“ ist und einen echten Wert hat und nun sitzt er in der Wüste auf dem Sandhügel und weit und breit ist kein Supermarkt und kein Autohändler und keine Stadt, wo er etwas mit seinem Vermögen kaufen kann.

      Was nützt ihm nun die „Deckung“ seiner 100 Mio Gold ?

      Wenn man sich das etwas genauer anschaut, kommt man dahinter, dass die einzige „Deckung“, die es für Papiergeld die Kaufkraft dieses Geldes ist. Die reale Deckung des Geldes, anders gesagt, die Kaufkraft des Geldes, entsteht aus der Produktivität der Wirtschaft. Sie besteht im Gegenwert des laufend erstellten Wirtschaftsproduktes (BIP national und international). Geld re-präsentiert nur in dem Maße Wert wie dem die (inter-)nationale Wirtschaft laufend einen Gegenwert in Form von Gütern und Diensten gegenüber stellt.

      Wenn eine Bank bei der Kreditvergabe Sicherheiten verlangt, stiftet sie damit nicht eine ‚Deckung‘ von Geld, sondern die Bank verlangt zu ihrer eigenen Absicherung ein Geld- oder Sachvermögen als Pfand, falls der Schuldner insolvent wird. ‚Gedeckt‘ wird nicht der Wert des Geldes, sondern die Forderungen von Banken.

      Der Bankensektor hat insgesamt etwa 20 Prozent des geschuldeten gesetzlichen Zahlungsmittels, der Rest ist Giralgeld, es ist eine Fata Morgana und auf dieses vorgegaukelte Geld kassieren die Banken Zinsen.

      Vollgeld beendet diesen Missbrauch.
      Freundliche Grüsse
      Thomas Haldimann

    • @Cristobal Tostado

      Ich habe mir Mühe gegeben, Ihnen eine verständliche Antwort auf Ihre Fragen zu geben.

      Aber Sie haben diese ja einfach gelöscht.

      Meinen Sie im Ernst, ich würde das Ganze nochmals schreiben?

    • Lieber @Philosoph,

      *Lernen Sie erst einmal Deutsch, sodass man auch versteht, was Sie sagen.
      Höfliche Grüsse
      Philosoph“

      Na, bis jetzt haben wir uns immer noch gefunden, wenn auch nicht zueinander, aber das kann ja noch werden, stimmt Philosoph?

      Ja und genau dies wollte ich von Ihnen hören. Könnte es sein dass Sie ein notorischer Systemling sind, der diese gegenwärtige Betrugsmasche für eine sinnvolle Lösung halten.

      Ihre Geisteshaltung gegen Herr C. Tostado unter Decknamen aufzutreten ist für Sie ein Handicap, man ist automatisch skeptisch.

      Wie beurteilen Sie die Tatsache, dass die Banken ihren Gläubigern (die Girokonten-Inhaber) vorgaukeln, deren Sichtguthaben jederzeit auf Anforderung in bar auszuzahlen, dies aber nicht können, weil sie nicht genügend Bargeld dafür haben ?

      Freundliche Grüsse
      Thomas Haldimann

    • Lieber Thomas Haldimann

      Da Sie nicht merken, dass alles vorfinanziert werden muss, greifen Sie mich an. Falls Sie allerdings einmal merken sollten, wo das Problem liegt, merken Sie auch, dass Sie wie weiland Don Quijote gegen Windmühlen ankämpfen, die Sie nie besiegen können. Aber bis dahin ist für Sie ein weiter, steiniger und intelligenzfordernder Weg. Ob Sie den unter die Füsse nehmen wollen, überlasse ich Ihnen.

      Höfliche Grüsse
      Philosoph

    • Herr Ott, schön von Ihnen zu lesen! Wie war das mit ihrem Halb-Gott Armstrong? Im Oktober wäre da was gewesen mit seinen geheimen Pi-Zyklen? Nichts passiert? Dabei waren sie doch zu 200% überzeugt, hier ein Genie zu präsentieren, das die Alchemie der Märkte entschlüsselt hat und die Zukunft voraussehen kann. Sie sind hier schon längst als sektiererischer Dünnbrettbohrer entlarvt.

    • @ Xavier Zurbuchen

      ;)) Immerhin scheinen Sie sich ja schon einmal damit beschäftigt zu haben, sehr gut – leider offensichtlich nur noch nicht hinreichend. Wobei, mit konkreten Fragen dürfen Sie sich vertrauensvoll an mich wenden.

      Zudem haben wir ja jetzt ’nette‘ 4,3 Jahre vor uns, werden also des öfteren noch voneinander hören. Wobei ich die Behauptung wage, dass Ihnen der Spott von Monat zu Monat an zunehmend vergehen wird.

      Aber bis dahin Ihnen noch viel Vergnügen.. ;))

    • @Herr Dr. Ott, was ist denn jetzt mit dem Oktober-Crash? Das war doch das Datum, an dem der Euro implodieren sollte. Oder lag der Prophet doch daneben? Auch Sie hatten dieses Datum genannt. Oder verhält es sich so wie bei Uriella, wenn man sie nach den Daten fragt, für die sie den Weltuntergang vorausgesagt hat? Ist nicht untergegangen, weil ihre Gebete erhört wurden? Im Ernst, mich würde eine Stellungnahme von Ihnen interessieren. Immerhin haben Sie hier sehr prägnante Artikel mit diesem Datum veröffentlicht und haben offenbar wirklich daran geglaubt, sie suggerierten, dass damit zu rechnen sei. Lagen Sie falsch? Lag Armstrong falsch? Korrigieren Sie ihre Aussagen? Oder verschieben Sie sie nur in die Zukunft?

  33. Wieso verschwinden hier Kommentare?

    Eben waren es noch 43, jetzt nur noch 41.

    Eine Kommentar-Editierung habe ich ebenfalls bemerkt.

    Kann jeder seine Kommentare editieren?
    Wer klärt mich auf?

    • Ich versuche hier zu moderieren, und lösche ab und zu Kommentare, die (ev. ausser Beleidigungen/Anschuldigungen) keinen Beitrag zur Diskussion beitragen.
      mit freundlichen Grüssen,
      C. Tostado

  34. Willkommen in der monetären Matrix. Ich stimme zwar mit Marc Meyer nicht immer überein, aber in diesem Punkt hat er recht und der Autor Cristobal Tostado ist auf dem Holzweg. Es gibt viele Gründe, das jetzige Finanzsystem zu kritisieren. Aber die zentrale Kritik der Fiatgemeinde und Vollgeldjünger geht in die Leere. Warum, das habe ich gestern hier kommentiert: http://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/wer-schulden-nicht-versteht-versteht-auch-die-geldpolitik-nicht/#comment-15590 Der Nebel ums Geld hat sich leider immer noch nicht gelichtet.

    LG Michael Stöcker

    • Guten Tag Herr Stöcker! Vielen Dank für Ihren Beitrag und ihren Link.

      Ich habe ein paar Fragen:
      1. Was wären die NACHTEILE (für wen?), wenn das BuchGeld -analog zu Münzen und Banknoten- ausschliesslich von der SNB geschöpft würde?

      2. Sie schreiben in ihrem Link, die SNB hätte bei einem Bankencrash ebenfalls einen Verlust zu verzeichnen (nämlich das Zentralbankgeld, das jeder „Geld“Schöpfung der Geschäftsbanken zugrunde liegt, wenn ich das richtig verstanden habe).
      Würden Sie bei einem Bankencrash die Gefahren für die Realwirtschaft (Jobabbau, Sparprogramme, Konkurse) bei einem Vollgeld-system grösser oder kleiner einschätzen als im bisherigen System? Warum?

      mit freundlichen Grüssen,
      C. Tostado

    • @ Michael Stöcker

      Weitgehend Zustimmung – ausser beim Gold. Natürlich steht das nicht an der Spitze der Geldhierarchie. Oder wie wollten Sie das begründen ?

    • „1. Was wären die NACHTEILE (für wen?), wenn das BuchGeld (resp. Sichtguthaben auf Girokonto, ref. Haldimann) -analog zu Münzen und Banknoten- ausschliesslich von der SNB geschöpft würde?“

      Ich bin jetzt nicht ganz sicher, aber es kommt aus meiner Sicht weniger darauf an woher das Geld kommt als darauf zu welchem Zweck es geschaffen wird oder werden kann. Es kommt aber auf die Überprüfung der Qualität des Kredites an -vor allem im Hinblick ob ein einzelner Kredit wertvoll für die breite Gesellschaft sein könnte, oder es leicht möglich ist das er schadet (zum Beispiel wenn faule Papiere oder wenig vertrauenswürdige Währungen gekauft werden damit).

      Jemand oder etwas muss ja entscheiden ob ein Kunde Kredit erhält, er oder sie neues Geld in den Kreislauf bringen darf. Inzwischen glaube ich nicht mehr daran dass grosse Mengen von Geld auf Vertrauen würdige Weise geschaffen wird. Das meiste Geld scheint heute für den Kauf von Assets geschaffen zu werden, das Geschäftsmodell beruht auf der Annahme dass die Assets nach einer bestimmten Zeit mehr Wert haben als der Kreditzins um sie zu kaufen.

      Bei einem Negativzins ist anzunehmen dass die Börsenkäufe (zum Beispiel Aktien) derart zunehmen dass auch Käufe getätigt werden für Produkte die wenig Vertrauen erwecken.

      Wird dieses Spiel lange genug fortgesetzt, dass Kredite für wenig Vertrauen erweckende Dinge vergeben werden, dann sinkt die Effizienz des Wirtschaftssystems, es kommt zu Blasen und Geld fliesst an Ort die für die Gesellschaft schädlich ist oder wo es irgendwann zu Schaden führen wird.

  35. Hallo Herr Tostado,

    Sie stellen unten zwei interessante Fragen:
    „Wieso sollte es für die SNB nicht möglich sein, Buchgeldemmission aus dem ‚Nichts‘ -also ohne ‚Aktiva‘ -herzustellen? Ist es nicht das Recht jeden Staates, die eigene Währung schuldfrei (!) herzustellen?“

    Selbstverständlich KANN ein souveräner Staat sein eigenes Geld „schuldfrei“ ausgeben, ebenso könnte der Staat dieses Recht an die Zentralbank oder an eine „Monetative“ vergeben.

    Ohne Aktiva?
    Nein, natürlich nicht ohne Aktiva, das Geld IST doch das Aktivum!

    Metallfranken, Papierfranken und später ggf. Buchfranken (also immaterielle, nur gebuchte Franken) sind ausschließlich auf einer Aktiva-Seite einer Bilanz zu finden.

    Es gibt:
    a) das Geld (völlig egal, wie es physisch beschaffen ist, ggf. ist es sogar immateriell, also nur gebucht) und
    b) die Regeln, nach denen es ausgezahlt bzw. in Umlauf gebracht wird.

    Freundliche Grüße!

  36. @Herr Doktor Meyer

    Bitte bleiben Sie fair. Sie wissen genau, dass mit „schuldfrei“ gemeint ist, dass Geld ohne Kreditvergabe entstehen soll. Das hat nichts mit Buchungsklaubereien zu tun. Die SNB gibt CHF aus und gibt diese ab. Sie bucht auf der Aktivseite irgendetwas (von mir aus BIP Gegenwert). Damit ist der Doppelten BuHa Genüge getan, was aber zählt, ist dass auf der Geldmenge (= öffentliche Infrastruktur) keine Zinsen an private Banken abzuführen sind.

  37. Sehr geehrter Herr Tostado,

    Sie haben zu Recht, in Ihrem Artikel darauf hingewiesen, dass einige Autoren so einen Unsinn hier verzapfen das es für „Inside Paradeplatz“ unwürdig ist. Die Bestätigung dieser Aussage können wir nach knapp 30 Stunden Alle lesen. Leider ist das Muster immer dasselbe. Resultat: 99% der interessierten Leserinnen und Leser wendet sich von der Diskussion enttäuscht ab.

    Für die interessierten Laien:

    Die Einführung von Vollgeld ist nichts anderes als daß Geld als Quittung in die Welt kommt und nicht durch einen Kredit, nicht durch eine Schuld.

    Damit nun nicht jeder einfach Quittungen produziert und damit einkaufen geht, was sofort zum totalen Mißbrauch des Quittungsgeldes führen würde, haben sich die Vollgeld-Leute eine geniale Lösung ausgedacht:

    Die Quittungen werden zentral aufgrund der optimalen Geldmenge erzeugt. So kann es keine Inflation und keinen Betrug durch die Geldschöpfung bei Vollgeld geben. Der Staat – das sind im Idealfall wir – bezahlt mit diesen Quittungen öffentliche Aufgaben. Der Staat sagt: Hier gibt es 80.000 km kaputte Strassen und kaputte Brücken, die müssen dringend saniert werden. Mit dem neu gedruckten Vollgeld werden die Firmen bezahlt, welche die Strassen und Brücken sanieren.

    So kommt Vollgeld in die Welt. Als Bezahlung für notwendige und für alle sinnvolle Arbeiten.

    Dann ist es vorbei mit der heutigen Macht der Banken, welche vom Schuldgeldsystem am meisten profitieren und die Menschen ausplündern.

    Dann gibt es auch keinen Bankrun mehr, denn das Sichtguthaben auf dem Girokonto bedeutet nicht, daß die Bank hoffentlich echtes Geld dafür besorgen kann, sondern das Sichtguthaben auf dem Girokonto ist echtes Geld und es gehört nicht der Bank, sondern dem Konto-Inhaber.

    Dann ist es vorbei mit Finanzkrisen, mit Finanzblasen und der Diktatur der Zentralbanken.

    Es ist auch damit vorbei, daß das Eigentum an einem Geldschein auf die Bank übergeht, wenn Sie Bargeld auf Ihr Girokonto bei der Bank einzahlen. Bei Vollgeld gehört das Geld Ihnen und nicht der Bank.
    Dieser ganze Unsinn mit Giralgeld = Buchgeld = ist kein echtes Geld, sondern eine Forderung an die Bank = eine Schuld der Bank gegenüber Ihnen, endgültig vorbei und es herrschen klare Verhältnisse.

    Dann sind diese ganzen Verschuldungs-Pyramiden, welche die Banken untereinander betreiben, vorbei. Bei Vollgeld wird der Betrug durch die Konstruktion ausgeschlossen. Dass dann immer noch Kriminelle irgendwelche Lücken finden und nutzen werden, steht außer Frage. Deshalb sage ich „Brainstorming, Brainstorming und nochmal Brainstorming“. Dazu kann man die intelligentesten Menschen heranziehen und ihnen die Aufgabe stellen, bei der Konstruktion des Geldsystems Lücken für Betrug zu finden und diese dann zu stopfen. So geht das Risiko gegen Null.

    Beim Vollgeldsystem dürfen Banken gerne als Kreditvermittler tätig sein. Kein Problem. Wie es geht, habe ich hier gepostet:

    https://insideparadeplatz.ch/2014/03/19/vollgeld-initiative-lachnummer-mit-emil/

    Freundliche Grüsse
    Thomas Haldimann

  38. Vielen Dank für den Artikel. Es war klar, dass sich unser Geld-Kopernikus gleich mit einem Leserbrief in Artikel-Länge melden wird. Verbohrt bis zur Lächerlichkeit! Und dann bemüht Herr (zensiert) doch tatsächlich das Experten-Argument! Herrlich diese Hybris! Denn gemäss diesem Argument sollte Herr (zensiert) seinen Unsinn besser nicht verbreiten, denn wer wenn nicht die Zentralbanker selbst sind die Experten? Um es nochmals zusammen zu fassen: Hier kommt ein Gymnasiallehrer und will uns weis machen, dass alle Notenbanker und Experten dieser Welt falsch liegen, und zwar diametral falsch, sozusagen einem Anfängerfehler aufgesessen sind und nur er die Wahrheit kennt. Und dann, wenn eine Replik kommt, die ihn widerlegt, beruft er sich darauf, der Autor dieser Replik sei kein Experte! Aber der Grund ist klar: Herr (zensiert) sieht sich im Kern als Naturwissenschaftler, daher sein Absolutheitsanspruch und der Kopernikus-Vergleich. Nur leider hat er nicht gemerkt, dass er es mit Sozialwissenschaft zu tun hat, wo ein solcher Anspruch reine Hybris ist.

    • „denn wer wenn nicht die Zentralbanker selbst sind die Experten?““.. und will uns weis machen, dass alle Notenbanker und Experten dieser Welt falsch liegen,..“

      Sind die Notenbanker der Bank of England keine Experten?

    • @Maiko: Natürlich sind es Experten. Das heisst nicht, dass sie nicht falsch liegen können, wäre nicht das erste Mal. Die Ironie ist, wenn man selbst sagt, alle Experten liegen falsch, dann aber den Autor dieses Artikels in Frage stellt, weil er kein Experte ist. Das ist die Komik der Eiferer.

      @Meyer: Sich selbst halten Sie jedoch für unfehlbar, oder? Genauso kommen ihre Thesen daher. Wenn Sie weder sich selbst noch die Zentralbanker für unfehlbar halten würden, dann würde das ganze etwas anders daher kommen.

  39. Ich finde Christobal erklärt das Thema Geldschöpfung gut. Da ich mich schon länger damit befasst habe, kann ich den Hinweisen folgen. Ein paar Kommentare sind dagegen nur geschrieben, um Verwirrung zu stiften. Sie haben keine Essenz.
    Im Moment wo ihr euch fragt: „Hoömm – wie meint der das?“ könnt ihr das Anliegen dieses Schreibers durchschauen, er will gar nicht Klarheit schaffen, sondern verunsichern, damit ihr euch ja nicht getraut eine Meinung zu bilden.
    Vollgeld wäre DAS Reset, welches von Christine Lagarde gemeint sein könnte, wenn sie vorschlägt, das Finanzsystem einem Reset zu unterziehen,
    Mit besten Wünschen

    • @Carlos Schenkel,

      einverstanden. Aus einseitig bewusst provokanten und palavernden Störaktionen ist inzwischen ein zunehmend diffamierender Schlagabtausch geworden, der zu keinem Ergebnis führen kann.

      Für Sie und mich und andere ist völlig klar, dass das trickreiche Geldsystem zu einer überdurchschnittlichen Gewinnspanne für die Banken führt, was ich ja anhand realer Zahlen belegen konnte. Bisher hat noch niemand widersprochen, oder widerlegen können, wie denn auch!

      Vor allem Prof. Franz Hörmann ist es zu verdanken, dass diese Zusammenhänge verständlich aufgedeckt wurden, auch der widersinnige Buchungssatz, wodurch die in der Vergangenheit praktizierte Haftung des Kreditnehmers mit Sachwerten inzwischen juristisch erfolgreich angefochten werden kann.

      Das alles kann von jedem Menschen mit einigermaßen Sachverstand nachvollzogen werden.

      Zu den „Experten“, die hier ein Hohelied auf die angeblich „hohe Kunst“ der Buchhaltung singen, ist klarzustellen:

      Für die praktische Buchhaltung einschließlich Aufbereitung einer Bilanz sowie deren Auswertung als Bestandteil der kaufmännischen Ausbildung ist das Niveau des Hauptschulabschlusses als Zugangsvoraussetzung völlig ausreichend !

      Die durch die Kreditvergabe der Geschäftsbanken weltweit praktizierte elektronische Geldschöpfung führt zur Vortäuschung von Zahlungsmitteln (Tauschgeld), die (mangels Identitätsmerkmal wie z.B. Seriennummern und fehlender gesetzlicher Grundlage) tatsächlich nicht vorhanden sind. „Dies stellt einen Missbrauch der internationalen Rechnungslegungsvorschriften dar. … Geld im Sinne gesetzlicher Zahlungsmittel (Geldscheine, Münzen oder Einlagen von Sparern) werden in diesem Zusammenhang überhaupt nicht als Kredite verwendet.“ Daher „handelt es sich bei der buchmäßigen Geldschöpfung der Geschäftsbanken auch nicht um Kredite im rechtlichen Sinne, da ein Kredit die „Verleihe eigener Mittel“ repräsentiert, diese „eigenen Mittel“ bei der Bank hingegen überhaupt nicht vorhanden sind, sondern bloß durch eine Falschbuchung vorgetäuscht werden.“ Folglich kann der Bank bei Kreditausfall auch kein wirtschaftlicher Schaden entstehen. (Vgl. Hörmann a.a.O. S. 10)

      Aus all diesen Gründen muss die Geldschöpfung den Privatbanken entzogen werden. Dann sind Banken wieder auf das reduziert, was ihre eigentlich Aufgabe ist: Vermittler zwischen Sparern und Kreditnehmern zu sein. Dies wird auch von vielen fachlich kompetenten geldkritischen Bewegungen gefordert, wie z.B. die Monetative e.V. in Berlin und die Vollgeld-Initiative in der Schweiz. Wer das Recht auf Geldschöpfung ausschließlich haben soll, ob eine staatliche Notenbank oder ein Organ eines selbstverwalteten Wirtschaftslebens, muss indessen von einem umfassenderen gesellschaftspolitischen Gesichtspunkt aus beantwortet werden.

      Quelle:
      https://fassadenkratzer.wordpress.com/2014/06/20/die-geldschopfung-der-banken-lizenz-zum-legalen-betrug/

      Ein Hypothekarkredit ist keine Sicherheit und kein Wert, es ist einfach ein Kreditvertrag, der eine zukünftige Leistung des Schuldners sicherstellen soll. Jedermann weiss, dass nicht jeder Schuldner zahlungsfähig bleibt. Wie kann man also solch eine unsichere Sache als „Aktiva“ bezeichnen ?

      Das ist glatter Betrug und Bilanzfälschung, das haben inzwischen auch viele Gerichte/Richter erkannt.

      Der Zugriff auf ein Grundstück oder eine Immobilie dient als Druckmittel, doch wie kommt man darauf, eine Zahl, einen „Wert“ in die Bilanz zu schreiben ? Dafür müsste doch ein Käufer vorhanden sein, welcher der Bank oder dem Kreditnehmer die Immobilie abkauft. Dann wüsste man den Kaufpreis, das wäre dann der „Wert“.

      Doch die Bank tut so, als hätte sie einen Käufer und sie tut so, als wüsste sie den Kaufpreis, den dieser nicht vorhandene Käufer bezahlt … und schreibt diesen Kaufpreis in die Bilanz als „Wert“.

      Es ist zwar allgemein so üblich, aber das ändert nichts daran, dass es Bilanzbetrug ist. Von einem „Wert“ des Buchgeldes zu sprechen, ist also ein massives Täuschungsmanöver.

      Wenn ich Zeilen lese wie:

      „Wenn alles Geld der Bank gedeckt sein müsste durch Bargeld, müssten ausnahmslos alle Kredite via Zentralbank laufen. Das wäre dann der Oberste Sowjet mit unbegrenzter Macht…Vollgeld .Kommunismus..usw…“

      Dann wird klar, dass solche Aussagen und Verbreitungen nicht nur falsch sind, sondern diffamierend und diskreditierend zugleich. Leider ist das gesetzlich nicht strafbar.

      Hier noch ein paar Gedanken zur Deckung des Vollgeldes. Die Gegner behaupten zu Unrecht, dass Vollgeld nicht gedeckt und deshalb wertlos sei.

      Inzwischen, bereits im 21. Jahrhundert angekommen, ist es gegenstandslos geworden, Geld durch Geld ‚decken‘ zu wollen. Gold- und Silberwährungen sind historisch obsolet. Wer heute noch Geld durch Geld decken möchte, ist in Wahrheit darauf aus, Kredit durch Geldansprüche abzusichern. Die Besicherung von Forderungen geschieht im Bankengeschäft am besten durch Verpfändung von Vermögen, zum Beispiel in Form von Immobilien, Wertpapieren, Depositen, oder durch Gehaltsabtretung.

      Was aber wird damit ‚gedeckt‘? Gedeckt wird keinesfalls der Wert des Geldes, sondern die Forderungen der Banken. Die Verquickung des Kreditgeschäfts mit der Geldschöpfung ist disfunktional. Das eine soll mit dem anderen direkt nichts mehr zu tun haben und wird in einem Vollgeldsystem deshalb in die Verantwortung verschiedener Institutionen gelegt: Die unabhängig gestellte staatliche Zentralbank (die Monetative) schöpft das Geld, die Banken vergeben Kredite.

      Das frei geschöpfte chartale Geld ist nicht ‚ungedeckt‘. Es besitzt sehr wohl seinen Gegenwert, und zwar durch die reale Produktivität der Wirtschaft, durch die fortlaufende Arbeitsleistung von Natur, Menschen und Maschinen, statistisch aggregiert in Form des Bruttoinlandsprodukts BIP. Darin, und nur darin, besteht die Deckung des Geldes – jeden Geldes, auch des vermeintlich durch Gold, Sachwerte und Ländereien abgesicherten Geldes. Denn auch dieses ist nur so lange etwas wert, solange etwas geleistet wird und Güter und Dienste produziert werden. Wird nicht mehr produktiv auf der Höhe der Zeit gearbeitet, wird jedes Geld samt seiner ‚Deckung‘ wertlos.

      Quelle:
      http://www.vollgeld.de/31-geld

      Fazit:

      Wenn überhaupt, dann müssten alle Kredite über eine Monetative laufen. Diese Monetative wäre vom Volk gewählt und kontrolliert.
      Die Monetative könnte in jeder Gemeinde Zweigstellen haben, wo über Kredite entschieden wird. Die Monetative ist nicht der Staat.

      Was sollte daran falsch sein ? Wenn die Kreditvergabe nicht in der Hand von privat-gewinn orientierten Banken liegt, deren Ziel nicht das Allgemeinwohl, sondern ihr eigener Geldbeutel ist, sondern in der Hand der Menschen vor Ort, welche Kredite benötigen ?

      Freundliche Grüsse
      Thomas Haldimann

  40. @Christobal Tostado

    Sehr geehrter Herr Tostado

    Punkt 1:
    Sie behaupten, hier würde bezüglich Geldschöpfung „Unsinn“ geschrieben – und meinen damit wohl mich. Und dann übernehmen Sie genau die Argumentation von mir hier auf Inside Paradeplatz:

    In meinem Beitrag „Die SNB und das Märchen von der Geldschöpfung“ habe ich gezeigt, dass Geld nicht entsteht, indem die Zentralbank den Geschäftsbanken einen Kredit gewährt, der dann von den Geschäftsbanken weitergereicht wird.

    Im Gegenteil: Ich habe aufgedeckt, dass Geld durch die Geschäftsbanken neu geschaffen wird, indem sie z.B. einen Hypothekarkredit gewähren. Lesen Sie dazu insbesondere meinen Beitrag V zu „Die SNB und das Märchen von der Geldschöpfung“.

    Punkt 2:

    Wenn Sie schreiben: „Dass das Geld aus dem Nichts erzeugt wird und einfach eine buchhalterische Aktivität (Bilanzverlängerung) ist,…“ so ist das ein Widerspruch in sich selbst.

    Gerne erkläre ich das Ihnen hier:

    Eine Bilanzverlängerung bedeutet, dass bei der Geldemission beide Seiten der Bilanz gleichzeitig und gleichviel verlängert werden. Das ist eben genau nicht „Geld aus dem Nichts“.

    Geld aus dem Nichts, würde bedeuten, dass die Bilanz des Geldemittenten einseitig verlängert wird.

    Wenn also Jens Weidmann oder Thomas Jordan behaupten, sie könnten „Geld aus dem Nichts schaffen“ und mit dieser selbst geschaffenen Liquidität so viele Staatsobligationen bzw. Euros kaufen wie sie wollen, so sagen sie damit buchhalterisch folgendes:

    A) Die Zentralbank schafft in einem ersten Schritt „Liquidität aus dem Nichts“, was eine einseitige Verlängerung der Aktivseite der Bilanz wäre

    und dann erfolgt

    B) ein Aktivtausch: Mit der neu geschaffenen Liquidität werden Euro oder Staatsobligation gekauft; bzw. die neu geschaffene Liquidität wird gegen Euro oder Staatsobligationen eingetauscht.

    „Geld aus dem Nichts“ würde eine einseitige Verlängerung der Bilanz der Geldemittenten bedeuten. Oder anders ausgedrückt:

    Geld aus dem Nichts würde heissen „Geld ohne zusätzliche Schulden“.

    Sie sehen: Sie können nicht Geld aus dem Nichts schaffen und dabei die Bilanz gleichseitig verlängern.

    Dasselbe gilt für die Geldemission der Geschäftsbanken: Diese können Buchgeld nur emittieren, wenn sie dagegen einen Vermögenswert in ihre Bilanz aufnehmen.

    Auf der Aktivseite verbucht die Geschäftsbank dann den gewährten Hypothekarkredit und auf der Passivseite das gewährte Kundenguthaben.

    Keine Bank wird einem Privaten einen Hypothekarkredit gewähren, wenn dieser nicht ein Haus als Sicherheit der besitzt.

    Oder anders formuliert: Keine Bank schafft „Geld aus dem Nichts“. Es muss ein realer Wert dem neu emittierten Geld gegenüberstehen.

    Ihre Behauptung, die Geschäftsbanken schafften Geld aus dem Nichts, indem sie ihre Bilanz verlängerte ist also ein Widerspruch in sich; wie z.B. ein schwarzer Schimmel oder trockenes Wasser usw.

    Wenn der Geldemission (Verlängerung der Passivseite) eine Verlängerung der Aktivseite gegenübersteht, so ist das nicht „aus dem Nichts“: Es besteht ein Gegenwert.

    Punkt 3:

    Ihr vorgelegtes Schreiben der Raiffeisenkasse Wildenberg an Prof. Richard Werner, der im Internet als ein führender Deutscher Wirtschaftswissenschafter gepriesen wird, zeigt lediglich, dass weder Prof. Werner noch der Vorstand der Raiffeisenkasse, Rebl, verstanden haben, was der Ausdruck „Liquidität“ bedeutet.

    Gerne erkläre ich das hier:

    Offenbar hat Prof. Werner bei der Raiffeisenkasse einen Kredit beantragt und erhalten. Ich bin davon überzeugt, obwohl es im Brief nicht zur Sprache gebracht wird, dass Prof. Werner der Raiffeisenkasse eine Sicherheit übertragen musste.

    I.d.R. besteht die Sicherheit von Raiffeisenkassen in einem Haus. Werner hat also möglicherweise einen Kredit für einen Hausbau aufgenommen.

    Die Raiffeisenkasse verbucht in diesem Fall auf der Aktivseite ihrer Bilanz den gewährten Hypothekarkredit und auf der Passivseite ein Guthaben, das Werner jetzt bei der Raiffeisen hat.

    Dieses Guthaben ist die Liquidität, die neu geschaffen wurde.

    Dazu braucht es keine Liquidität von der Zentralbank. Die Liquidität wird neu geschaffen. Sie wird aber nicht „aus dem Nichts“ geschaffen, wie Prof. Werner und Sie Herr Tostado und die Vollgeldinitianten folgern.

    Nein. Die Raiffeisen schafft neue Liquidität gegen die Sicherheit des Hauses. Und ein Haus ist nicht „Nichts“. Ein Haus ist ein Realwert aus der Realwirtschaft. Und nur gegen diesen realen Wert von der Realwirtschaft kann die Raiffeisenkasse Geld emittieren.

    Also kein „Geld aus dem Nichts“.

    Punkt 4:

    Die Bank of England hat genau das übernommen, was ich in meinen Beitrag „Die SNB und das Märchen von der Geldschöpfung aus dem Nichts“ geschrieben habe unter Nachtrag V. Ich bitte die Leser, das dort zu verifizieren.

    Dort habe ich aufgedeckt, dass es keineswegs so ist, dass die Geschäftsbank einen Kredit nur gewähren kann, wenn vorher ein anderer Kunde bei der Bank Geld angelegt hat. Ich habe gezeigt, dass eine Bank keinesfalls einen Kredit weiterreicht und so ein Geldmengenmultiplikator zustande käme.

    Ich habe in jenem Beitrag klargemacht, dass eine Bank neues Geld erschafft gegen eine neue Sicherheit des neuen Kunden. Ich habe den Geldmengenmultiplikator ganz klar widerlegt.

    Punkt 5:

    Ob Sie eine Photo Ihrer Frau oder Freundin oder von sonst jemandem auf dem Computer ansehen oder auf einer Photo auf Papier macht keine Unterschied: Es ist ihre Frau oder Freundin oder sonst jemand.

    Genauso ist es vollkommen unwichtig, ob Geld auf dem Computer verbucht wird oder auf einem Stück Papier (Banknote) es ist immer dasselbe: Ein Schuld des Geldemittenten; sei dies nun Zentralbank oder Geschäftsbank.

    Und eine Geldemission entsteht nicht durch einen Bilanztrick, wie Sie behaupten und sich auf Professor Binswanger berufen. Nein – eine Geldemission auf der Passivseite entsteht nur, wenn auf der Aktivseite eine entsprechende Gegenbuchung erfolgt – als nicht „aus dem Nichts“.

    Professor Binswanger und die Isländer hin oder her.

    Punkt 6:

    Sie schreiben:

    Heutzutage müssen Banken normalerweise 2,5 bis 10% der ausgeliehenen Geldmenge als tatsächliches Geld der Schweizerischen Nationalbank (SNB) halten – je nach Grösse der Bank. Den Rest (90%) erzeugen sie mit dem Computer, aus dem sogenannten „Nichts“.

    Darf ich korrigieren?

    a) Die Menge der Mindestreserve, die eine Bank bei der SNB halten muss hängt, nicht von der Grösse der Bank ab, sondern von den kurzfristigen Verbindlichkeiten der Bank.

    b) Es geht zudem nicht um die „ausgeliehene Geldmenge“ der Geschäftsbank, wie Sie behaupten. Diese wäre ein Aktivum der emittierenden Geschäftsbank. Nein: Es geht um die von den Geschäftsbanken emittierte Geldmenge – und diese ist ein Passivum der emittierenden Geschäftsbank. Sie verwechseln hier Aktiven und Passiven der Geschäftsbank.

    c) Die Geschäftsbanken schaffen zudem Geld nicht aus dem Nichts, sondern mit einer Gegenbuchung. D.h. die Geschäftsbanken können Geld nur emittieren auf der Passivseite ihrer Bilanz, wenn sie auf der Aktivseite entsprechendes Vermögen in ihre Bilanz aufnehmen.

    2.5 Prozent dieses Vermögens muss bei der SNB angelegt sein.

    Punkt 7:
    Sie schreiben „wir hätten keine Kontrolle über unsere Geldmenge“.

    Richtig: Nur im absoluten Kommunismus könnte es ev. eine vollkommene Kontrolle über die Geldmenge geben.

    Wollen wir das?

    Die Sicherheit der Geldmenge, die durch die Geschäftsbanken emittiert wird, basiert auf der Bonitätsprüfung durch die Bank. Ist der Kredit sicher, den die Bank spricht, so ist auch das neu emittierte Geld sicher. So funktioniert eine Privatwirtschaft.

    Ob sie am Morgen mit Sicherheit Brot und Milch erhalten hängt von der Sicherheit des Lebensmittelverkäufers ab; also von der Migros, Coop usw. Sollen diese Unternehmen verstaatlicht werden? Würde es dann sicherer? Wie war es schon wieder in der Sowjetunion?

    Punkt 8:

    Sie schreiben:

    Der Schweiz entgehen die Gewinne der Nationalbank aus der Geldherstellung (bis jetzt 300 Milliarden Franken, macht 5 bis 10 Milliarden jährlich).

    Dieser Ausfall muss mit höheren Steuern für die Schweizer und Schweizerinnen kompensiert werden.

    Ihre Aussagen belegen, dass Sie nicht verstanden haben, was Geld ist: Sie interpretieren Geld als Aktivum der Zentralbank. Denn nur wenn die SNB Aktiven im Wert von 300 Milliarden schaffen könnte „aus dem Nichts“, also ohne Schulden, so entstünde dadurch eine Gewinn, bzw. Eigenkapital von 300 Milliarden.

    Sie begehen denselben Fehler wie Herr Jens Weidmann, Herr Thomas Jordan und die Vollgeld-Initianten. Sie alle verwechseln die Aktiven der Zentralbank und die Passiven.

    Oder anders formuliert: sie meinen, bei emittiertem Geld handle es sich um Eigenkapital des Geldemittenten. In Tat und Wahrheit handelt es sich aber um Fremdkapital – um eine Schuld des Geldemittenten.

    Sie alle, d.h. Sie und die Herren Zentralbänkler, sitzen dem Irrtum von Goethes Faust bzw. Mephisto auf. Bitte lesen Sie meinen Text dazu nebenan.

    Punkt 9:

    Sie schreiben:

    „Einige Volksvertreter – Parlamentarier von SVP über CVP bis hin zu Grünen und zur SP – haben bereits beim Bundesrat Interpellationen eingereicht, um genau zu erfahren, wieso die Schweiz auf die jährlichen Mehreinnahmen von 5 bis 10 Milliarden (plus eine einmalige Finanzspritze von 300 Milliarden Franken, mehr dazu später) verzichtet.

    Es ist bedenklich, dass sogar das Parlament auf das „Märchen von der Geldschöpfung aus dem Nichts“ hereinfällt und Geld als Eigenkapital der SNB betrachtet.

    Punkt 10:

    Gerne wiederhole ich, was ich in meinem Beitrag: „Vollgeldinitiative – Lachnummer mit Emil bereits geschrieben habe:

    Eine Bank kann nur Geld emittieren, wenn sie dagegen eine Sicherheit in ihre Bilanz aufnimmt.

    Oder anders formuliert: Nur jene Bank, welche die Sicherheit auf ihr Buch nimmt, kann dagegen Geld emittieren.

    Kann nur noch die SNB Geld emittieren, so heisst das unweigerlich, dass nur noch die SNB Kredite in der Schweiz gewähren kann. Die SNB würde dadurch sämtliche Geschäftsbanken, inklusive Kantonalbanken aus dem Markt verdrängen.

    Kommunismus pur.

    Ich hoffe, die Leserinnen und Leser werden sich klar darüber, dass Vollgeld auf einer irrigen Theorie basiert und Kommunismus pur bedeuten würde.

    Mit freundlichen Grüssen:

    Marc Meyer

    • @Herr Doktor Meyer
      Enervieren Sie sich nicht so, atmen Sie tief durch und überlegen Sie sich im stillen Kämmerlein, warum Sie der einzige auf der Welt sind, der das Thema wirklich verstanden hat (außer das Bank of England, denen Sie gemäß Ihrer Darstellung endlich die richtige Sichtweise beibringen konnten).

      Ich habe mir die Mühe gemacht, Ihre ausführliche Replik zu lesen. Hier Ihre wesentlichsten Denkfehler:

      1. Das von Ihnen beschworene Aktivum bewertet die Bank selber. Darum kann sie auch eine Hypothek zu über 100% des Marktwerts des Pfandes vergeben, darum kann Sie auch Privatkredite ohne jegliches Pfand vergeben. Das ist mit „aus dem Nichts“ gemeint.

      2. Sie haben noch immer nicht verstanden, dass im Vollgeldsystem Geldschöpfung und Kreditvergabe vollständig von einander getrennt sind. Das eine soll ausschließlich die SNB machen, das andere die Geschäftsbanken. Heute sind diese beide wichtigen Aufgaben, die per se überhaupt nichts miteinander zu tun haben, ZWANGSWEISE miteinander verbunden (genauer: beim Buchgeld. Bei Noten nicht, und Münzen sind schon heute VOLLGELD) mit den eben hier diskutierten Problemen. Wo bleibt da Ihre Angst vor den Kommunisten?

      3. Die SNB muss für Preisstabilität sorgen. Zentral und monopolistisch. Dazu steuert sie (und nicht die Geschäftsbanken!) die Geldmenge. Soweit der gesetzliche Auftrag. Das hat mit Kommunismus gar nichts zu tun.

      4. Der kalte Krieg ist vorbei. Mit Ihrem Ruf „Kommunismus! Sowjetunion!“ können Sie heute niemanden mehr vom selbständigen Nachdenken abhalten.

    • @Thomas Haldimann

      Sie sehen Vieles richtig. In einem zentralen Punkt bin ich aber ganz anderer Meinung:

      Die Monetative soll keinesfalls zum Verwaltungsmonster aufgeblasen werden! Eine personell hochkarätig dotierte SNB, ein gutes Gesetz (inklusive der Verpflichtung zur unbeschränkten Herausgabe von Noten und Münzen, d.h. Bargeldgarantie!) und ein unabhängiges Gericht genügen. Keinesfalls soll die Kreditvergabe verstaatlicht werden! Jeder soll frei Kredite vergeben und aufnehmen können, das Kreditrisiko tragen dann ausschließlich die beiden Vertragspartner.

    • @Martina,

      „Keinesfalls soll die Kreditvergabe verstaatlicht werden! Jeder soll frei Kredite vergeben und aufnehmen können, das Kreditrisiko tragen dann ausschließlich die beiden Vertragspartner.“

      Das sieht Vollgeld auch explizit vor. „Staatliches Geld, nicht Verstaatlichung der Banken.“

      Quelle:
      http://www.vollgeld.de/vollgeld-in-der-kritik#verstaatlichung

      Vollgeld ist kein Schuldgeld. Eine Banknote, die als Vollgeld von der SNB gedruckt wird, ist kein Schuldschein, sondern ein Gutschein, eine Quittung.

      Im Vollgeldsystem bedeutet ein Guthaben auf einem Girokonto, dass dieses Guthaben jederzeit auf Anforderung als Bargeld ausgezahlt werden kann. Dies garantiert die Zentralbank, welche jederzeit neue Banknoten drucken kann, falls diese vom Publikum angefordert werden.

      Wenn eine Bank im Vollgeldsystem einen Kredit vergibt, dann bucht sie nicht einfach eine Summe auf das Girokonto des Kreditnehmers, obwohl sie das Bargeld gar nicht besitzt, sondern sie kann nur schon vorhandenes Bargeld von einem anderen Konto abbuchen und dem Kreditnehmer gutbuchen. Giralgeldschöpfung ist im Vollgeldsystem ausgeschlossen.

      Der Mißbrauch beginnt im jetzigen System bei der Giralgeldschöpfung. Die Bank übernimmt eben nicht die Schuld des Kreditnehmers, sondern stellt Giralgeld her, welches sie dem Kreditnehmer als Zahl auf sein Girokonto bucht.

      Beim Vollgeld wäre das anders. Die Bank würde die Schuld des Kreditnehmers tatsächlich übernehmen. Sie würde dem Kreditnehmer echtes Geld geben, womit dieser sein Haus bauen oder kaufen würde.

      Der Staat kann eine vierte Staatsgewalt erlauben, welche man Monetative nennt und diese Monetative würde das gesetzliche Zahlungsmittel herstellen und es dem Staat schenken, welcher es über die öffentlichen Ausgaben in Umlauf bringen würde.

      Geld muss nicht Kredit sein, man kann Geld auch als Leistungsquittung herstellen. Geld ist eine Schöpfung des Gesetzes, eine Übereinkunft von Menschen, eine Sache des Vertrags. Nirgendwo steht geschrieben, dass Geld ein Schuldschein sein muss.

      Bei Vollgeld ist das Sichtguthaben auf dem Girokonto des Bankkunden echtes Geld. Da tritt nie die Situation auf, dass die Bank sagt: „Entschuldigung, wir schliessen jetzt und können Ihnen Ihr Guthaben nicht auszahlen, weil wir pleite sind.“

      Bei Vollgeld entsteht nie Buchgeld. Das Guthaben auf dem Girokonto IST Zentralbankgeld = gesetzliches Zahlungsmittel. Die Bank kann kein Giralgeld mehr schöpfen wie im heutigen, sie wird auf derselben Stufe mit den Nichtbanken gestellt.

      Freundliche Grüsse
      Thomas Haldimann

    • @“Jeder soll frei Kredite vergeben und aufnehmen können, das Kreditrisiko tragen dann ausschließlich die beiden Vertragspartner.“

      In der Realität tragen aber genau nicht die Vertragspartner das Risiko sondern es herrscht:
      To-big-to-fail Garantie für die Kreditgeber, Sozialhilfe für die Kreditnehmer.
      In beiden Fällen blutet schlussendlich der Steuerzahler für eine Suppe, die andere eingebrockt haben. Solange das so ist soll auch niemand frei Kredite vergeben und aufnehmen können!

    • @Herr Doktor Meyer
      Guten Tag Herr Meyer! Ich bin sehr froh über ihren Beitrag – wo bliebe die Diskussion wenn es nicht verschiedene Meinungen gäbe?
      Verschiedenes verlangt nach Klarheit
      1: Ich verunglimpfe prinzipiell niemanden namentlich – es soll fachlich diskutiert werden. Dasselbe verlange ich von sämtlichen Diskussionsteilnehmern. Alles andere lösche ich kommentarlos.

      2: Ich bin sehr froh darüber, dass auch Sie die “Geld”schöpfung (oder meinetwegen “Schöpfung des Sichtguthabens auf dem Girokonto”, ref. Herr Haldimann) der Geschäftsbanken als Fakt anerkennen.
      Aber ob Sie es eher “Geldschöpfung aus der Aktivseite einer Bilanz” oder “Geldschöpfung aus der Sicherheit eines Hauses” (ref. ihr Beispiel einer Hypothek) anstatt “Geld aus dem Nichts” nennen wollen ist völlig irrelevant.

      Relevant ist, dass Geschäftsbanken diese “Geld”schöpfung in Eigenregie praktizieren, anstelle unserer Nationalbank (nochmals: ich rede von der Schöpfung, NICHT von der Kreditvergabe!).
      An dieser Meinung reiben wir uns offensichtlich. Ich würde gerne wissen, was für Nachteile Sie sehen, wenn jetzt die SNB das Buchgeld herstellt und den Geschäftsbanken weitergibt –wie schon bei den Münzen und Banknoten?
      Mal abgesehen von der Befürchtung des “Kommunismus”, die ja bereits von Martina kommentiert wurde.

      3: Ein weiterer Reibungspunkt ist wohl der, dass Sie der SNB offenbar mehr misstrauen als den Geschäftsbanken, was wohl als SNB-Kritiker Sinn macht (ja, DAS behaupte ich jetzt). Ich behaupte, mit den heutzutage fast täglich ans Licht kommenden Betrügereien der Geschäftsbanken stehen Sie mit der Einstellung wohl relative alleine da.

      4: Ich habe –als Nicht-Wirtschafter- bewusst sowenig wie möglich selber “analysiert”. Der Artikel ist ein Zusammentragen und Zusammenfassen von Fakten zur “Geld”schöpfung heutzutage, mit fundierten Quellen.

      Dies schien nötig, da mir in bisherigen Diskussionen folgendes fehlte:
      a) fundierte Aussagen – eine Behauptung wurde gegen die andere ins Feld geführt, und der Umgangston wurde schnell aggressiv und beleidigend.
      b) Die Klarheit: viele Texte wirken aufgebläht, sind mit Fachbegriffen gespickt, die für Laien schwer verständlich sind. Da die Laien aber die überwiegende Mehrheit unserer Bevölkerung ausmachen, haben sie das Gefühl nicht an der Diskussion teilnehmen zu dürfen/können.

      mit freundlichen Grüssen,
      C. Tostado

    • @Herr Doktor Marc Meyer

      Danke für Ihre Mühe, mir die Geldschöpfung zu erklären.

      Etwas Wichtiges scheint Ihnen entgangen zu sein:
      In meinen Kommentaren beziehe ich mich nicht auf die aktuelle Fiat-Situation (da ich davon ausgehe, dass die bekannt ist). Ich habe erklärt, wie die Buchung bei VOLLGELD vorgenommen würde, das war ja die Frage. Das gilt auch für die klare Trennung von Geldschöpfung und Kreditvergabe: heute indexistent, bei Vollgeld zwingend.

      In Ihrer Argumentation verteidigen Sie stets das aktuelle System als alternativlos (auch schon gehört?). Es gibt aber mehrere Alternativen, Vollgeld ist eine von ihnen, und aus den diskutierten Gründen dem gegenwärtigen System überlegen.

      Ihre vehemente Argumentation, dass die heutige Giralgeldschöpfung nicht aus dem Nichts erfolge, lässt darauf schließen, dass Sie einer solchen Tatsache mit moralischen Bedenken begegnen würden. Darum interpretieren Sie die Aktivbuchung nicht als bloßes Rückzahlungsversprechen, sondern als realen Gegenwert, was es aber nicht ist. Das Pfand dient bloß dazu, Druck zur Einhaltung der Rückzahlungsverpflichtung auszuüben, wird aber nicht in die Aktivseite reingebucht. Darum haben Ihre Kritiker eben doch recht. Wie sonst könnten denn Privatkredite vergeben werden? Die sind reinste Rückzahlungsversprechen, da ist nicht einmal ein Pfand im Spiel, dafür viel höhere Zinsen, was eben auch als Druck zur Rückzahlung dient.

      Zum Schluss noch etwas: Vollgeld ist apolitisch, weder links noch rechts. Es bewirkt, dass Banken wie jede andere Unternehmung sich Geld von außen beschaffen müssen, um arbeiten zu können. Wenn eine Unternehmung ihre Verkäufe vorfinanziert, kann sie auch nicht einfach das entsprechende Geld selber schöpfen. Die Banken sollen das auch nicht dürfen. Gleiche Spielregeln für alle tönt für mich weniger nach Kommunismus als nach einem urliberalen Anliegen. Weg mit anmaßenden Pfründen und Privilegien, besonders in diesem Fall, wo die Verfassung seit 1891 der SNB bereits die alleinige Geldschöpfung zugesteht.

    • @Herr Dr. Meyer respektive @alle
      Wieso sollte es für die SNB nicht möglich sein, Buchgeldemmission aus dem ‚Nichts‘ -also ohne ‚Aktiva‘ -herzustellen? Ist es nicht das Recht jeden Staates, die eigene Währung schuldfrei (!) herzustellen?
      Bitte erklären Sie dies einem Laien wie mir…

    • @Tostado
      Sie werfen eine politische Frage auf.
      Klar kann jeder Staat mit eigener Währung diese so gestalten wie er will.
      Traditionell haben die Monetaristen (nicht unberechtigt) Angst, dass Politiker die Notenbank zur Staatsfinanzierung missbrauchen. Zahlreiche Beispiele von Deutschland 1923 über Argentinien bis Zimbawe zeigen das. Daher das Dogma, dass Geld nicht schuldfrei vom Staat in Umlauf gebracht werden darf.

      Seit 2008/9 ist jedoch erwiesen, dass bei uns Selbstgerechten die Notenbanken auch nicht unabhängig sind, anstatt Staaten finanzieren sie Investmentbanken, d.h. via Aufkauf von Staatsanleihen indirekt dann doch auch Staaten. Sie manipulieren die Zinsen im Interesse maroder Staaten und Banken. Von Unabhängigkeit kann also (leider) keine Rede sein. Und davon, dass diese in den Büchern von Fed, BoJ, EZB und SNB sitzenden Staatsschulden je getilgt werden, auch nicht.

      Das Ergebnis ist gleich: Eine exorbitant aufgeblähte Geldmenge, der keine entsprechenden Werte und Wertschöpfung entgegensteht. Der Vertrauensverlust bei Geld und Staatsschulden ist darum bereits voll am Laufen.

      Daher die Forderung nach einer wirklich unabhängigen Monetative. Wobei wir ehrlich sein müssen, die ist genau so unabhängig, wie es ihre Vertreter sind. Da braucht es uneitle, unkorrupte, lobbyfreie Leute mit Rückgrat. Die sind schwer zu finden, heute wie morgen.

  41. @Hofstätter Alfred, @Fred, @Moneymoney,

    Sehr geehrte Herren,

    Danke für die sachlichen Fragen die Sie in der Diskussion einbringen. Ich versuche Sie zu beantworten.

    Beim Vollgeld ist Geld keine Schuldurkunde, sondern eine Leistungsquittung. Vollgeld kommt nicht als Leistungszusage in die Welt, niemand verschuldet sich, um die neu gedruckte Banknote zu kommen und deshalb sind die Banknoten im Vollgeld auch nicht mit Zinsen belastet.

    Denn Vollgeld ist elektronisches Zentralbankgeld analog zu den Zentralbankkonten der Geschäftsbanken im heutigen System.

    Wer klare Begriffe benutzen möchte, darf mit dem Begriff „Geld“ nur das gesetzliche Zahlungsmittel bezeichnen. Das gesetzliche Zahlungsmittel in der Schweiz ist der Franken, welcher durch präzise definierte Banknoten und Münzen von Giralgeld und anderen Währungen abgegrenzt ist. Das darf nur die SNB produzieren.

    Hier sind wir schon der Verwirrung auf der Spur, die fast überall vorherrscht, denn auch auf Universitäten, in Banken und unter Juristen, Pubblizisten werden Dinge als „Geld“ bezeichnet, die kein gesetzliches Zahlungsmittel sind. Damit ist der Täuschung und Mißverständnissen und dem Streit die Tür geöffnet und genau das erleben wir in jeder Diskussion, wo es ums Geld geht.

    Wenn also von der „Geldschöpfung der Banken“ geredet wird, ist das schon falsch. Banken können und dürfen kein Geld schöpfen, kein Geld herstellen, keine Banknoten drucken und keine Franken-Münzen prägen. Sie würden dafür bestraft.

    Wenn schon die Wissenschaftler keine klaren Begriffe benutzen und sogar die Zentralbank sogenannte „Geld-Derivate“ als „Geld“ bezeichnet, wie soll dann der Laie klar erkennen können, was eigentlich Sache ist ?

    Auch das Wort „Giralgeld“ oder „Buchgeld“ trägt zur Verwirrung bei, weil es den Eindruck erweckt, daß auf einem Girokonto „Geld“ liegt, was aber nicht der Fall ist. Es liegt auch kein Geld in einem Buch herum, auch in einer Bankbilanz ist kein Geld zu finden, denn Geld sind nur die Franken-Noten und die Franken-Münzen, nichts anderes ist Geld.

    Heute hat fast jeder ein „Girokonto“ bei einer Bank und praktisch alle, sind der Meinung, daß ihr Geld im Tresor der Bank liegt und das Guthaben auf dem Girokonto anzeigt, wieviel Geld er auf der Bank liegen hat.

    Doch das ist falsch.

    Die Bank hat zwar einen Tresor und da liegen auch Franken-Scheine und Münzen, aber niemals genug, um alle Sichtguthaben der Kunden auszahlen zu können. Die Bank hat nur einen Bestand an Geld im Tresor, den sie erfahrungsgemäß benötigt, um das Tagesgeschäft machen zu können. Wenn wir das, was die Zahlen auf einem Girokonto wirklich bedeuten, korrekt definieren wollen, müssen wir sagen, daß die Zahlen bedeuten, daß die Bank dem Konto-Inhaber diese Summe an Geld schuldet. Sichtguthaben heißt es, weil der Kunde jederzeit die Auszahlung in bar verlangen kann. Er kann sich das Guthaben in bar auszahlen lassen, das er auf dem Girokonto „sieht“.

    Ist natürlich auch Illusion mit dem „jederzeit“, weil die Banken bekanntlich am Abend schliessen und erst am nächsten Tag wieder öffnen und übers Wochenende sind sie auch geschlossen.

    Die Sache mit dem Girokonto ist problematisch, das können uns die Griechen aktuell aus direktem Erleben und Erleiden schildern.
    Spätestens wenn eine Bank ihre Türen geschlossen hält, weil sie nicht in der Lage ist, Geld zu beschaffen, welches ihre Kunden gerne in bar ausgezahlt haben möchten, erkennen wir daß etwas nicht stimmt mit dem heutigen Geldsystem.

    Also, das was als Giralgeld bezeichnet wird, ist kein Geld, sondern es ist einfach das Sichtguthaben auf dem Girokonto. Da stehen Zahlen, man kann sich den Kontostand online anzeigen lassen oder auf dem Kontoauszugsdrucker in der Bank oder sonstwo ausdrucken lassen.
    Geld ist das nicht, oder sind schon mal Schweizer-Banknoten aus dem Auszugsdrucker gekommen ?

    Man sollte das Wort „Giralgeld“ verbieten, denn es erweckt den Eindruck, daß da Geld ist. In Wirklichkeit ist da nur eine Bank, die im Ernstfall nicht in der Lage ist, das Geld auszuzahlen, welches sie dem Kunden schuldet.

    Dasselbe ist beim Wort „Buchgeld“ der Fall. Es gibt kein Buchgeld.
    Geld sind Banknoten und Münzen. Bücher sind kein Geld und Einträge in Bücher sind auch kein Geld.

    Wenn es also überall heißt, daß die Banken Giralgeld schöpfen, dann ist das falsch, denn es gibt kein Giralgeld. Banken schöpfen Sichtguthaben auf den Girokonten. Sie buchen neue Zahlen auf das Konto, mehr ist das nicht. Mit den Sichtguthaben auf den Girokonten kann niemand Rechnungen bezahlen, weil das Sichtguthaben kein Geld ist. Nur mit Geld können Geldschulden bezahlt werden, nicht mit Zahlen auf einem Konto.

    Der Laie sagt: Aber ich überweise doch Geld zum Autohändler für die Reparatur. Er hat mir eine Rechnung geschickt und ich habe 500 Franken auf sein Konto überwiesen. Also habe ich doch Geld überwiesen und damit meine Schuld bei ihm getilgt.

    Das ist falsch.

    Ein Bankkunde kann kein Geld überweisen, wie sollte das gehen ?
    Geld sind Banknoten und Münzen. Wie soll er die überweisen ?

    Der Laie sagt: Unsinn. Ich kann sogar online Geld überweisen, dafür habe ich Online-Banking auf dem PC oder Laptop.

    Tja, so ist es, zu solchen Aussagen kommt es durch die Verwirrung und dem bewußt geschaffenen Nebel ums Geld.

    Beleuchten wir mal, was wirklich stattfindet bei einer „Überweisung“.
    Dabei gibt es 2 Möglichkeiten.

    a) der Empfänger hat sein Girokonto bei derselben Bank wie der Geld-Sender
    b) der Empfänger hat sein Girokonto bei einer anderen Bank

    Zuerst a) der Empfänger hat sein Konto bei derselben Bank.
    Dem Sender werden 500 auf seinem Girokonto belastet. Vor der „Überweisung“ hatte er 1.500,- Sichtguthaben, nach der Überweisung hat er nur noch 1.000,- Sichtguthaben.

    Frage: Ist nun Geld von seinem Konto zum Konto des Empfängers gewandert ?

    Antwort: Nein. Da ist nichts gewandert. Niemand hat Banknoten oder Münzen in der Bank bewegt. Es wurden nur Zahlen auf dem Computer verändert, das ist alles, was geschieht. Zahlen sind kein Geld.

    b) der Empfänger hat sein Girokonto bei einer anderen Bank.
    Beim Sender wird wiederum das Konto belastet. Vor der Überweisung stand dort 1.500,- , nach der Überweisung steht dort 1.000,-
    Beim Empfänger passiert erstmal gar nichts, weil die Banken untereinander niemals mit Sichtguthaben (was kein Geld ist) bezahlen, sondern immer und ausschließlich nur mit Geld (Banknoten und Münzen).

    Die Banken wissen halt im Gegensatz zum Laien, daß Sichtguthaben kein Geld sind und eine Zahlung nur mit Geld möglich ist.

    Wie kommen nun die 500 Franken, die überwiesen werden, zur Empfängerbank ? Fährt da ein Geldtransporter von der Senderbank zur Empfängerbank und übergibt 500 Franken in bar ?

    Der Laie sagt instinktiv richtig, daß das nicht sein kann, denn da müßten ja Millionen Geldtransporter unter den tausenden von Banken hin und herfahren und Banknoten und Münzen abliefern und abholen und bei der anderen Bank abliefern.

    Wie kommen die 500 Franken Bargeld von Bank A zu Bank B ?
    Wissen Sie es schon ?

    Falls nicht, erkläre ich es für Laien verständlich.

    Die Banken haben ein Girokonto bei der Zentralbank. Das ist ein Privileg. Wir normalen Menschen haben keine Banklizenz. Wir werden am Schalter der SNB nicht akzeptiert. Wir bekommen kein Konto bei der SNB.

    Das Girokonto einer Bank bei der ZB ist uns irgendwie schon bekannt, denn vor der IBAN-Einführung mußte man bei Überweisungen immer die Kontonummer des Empfängers … und die Bankleitzahl … eintragen, damit es klappte.

    Diese Bankleitzahl ist nichts anderes als die Kontonummer der Bank bei der ZB. Ich nenne solch ein Girokonto, das eine Bank bei der ZB hat, künftig ZB-Konto.

    Was macht die Bank mit ihrem ZB-Konto bei der ZB ?
    Wozu braucht sie es ?

    Das ZB-Konto der Bank dient dazu, das Geld, das der Bank gehört, „aufzubewahren“.

    Sie erinnern sich: Geld = Banknoten und Münzen.
    Die Bank könnte das Geld, das ihr gehört, im eigenen Tresor lagern. Das tut sie aber nicht. Sie bringt ihr Geld selbst zu einer Bank, der Zentralbank, damit diese es dort lagert.

    Dies könnte als ein versteckter Hinweis an Kriminelle verstanden werden: Hallo, Ihr Einbrecher bei Banken, Ihr arbeitet nicht effektiv genug. Bei der Zentralbank ist das große Geld gelagert, dort muß man hin und den Tresor räumen. Da sind Milliarden drin und nicht bloß ein paar Millionen bei bei Großbanken.

    Hat schon mal jemand von einem Einbruch bei einer Zentralbank gehört ?
    Ich nicht.

    Also, was ist das ZB-Konto einer Bank ?
    Es zeigt das Sichtguthaben der Bank an = Wieviel Geld muss die ZB auf Anforderung der Bank liefern. Liefern = mit einem Geldtransporter liefern, denn Geld sind Banknoten und Münzen, alles andere ist kein Geld.

    An dieser Stelle wird deutlich, wie notwendig und praktisch eine Zentralbank ist. Für die Zahlungen zwischen den Banken macht die ZB die Geldtransporter überflüssig. Es wird einfach auf den Konten der Banken in der ZB umgebucht.

    Bank A überweist 2 Millionen Franken zu Bank B. Da fährt kein Geldtransporter, sondern die ZB belastet das ZB-Konto der Bank A mit 2 Millionen und schreibt diesen Betrag der Bank B gut.

    Der Unterschied zwischen dem Sichtguthaben von Nichtbanken bei Banken und dem Sichtguthaben von Banken bei der Zentralbank ist grundlegend:

    Die Zentralbank kommt nie in Verlegenheit, das Bargeld auf Anforderung auszuzahlen, denn sie hat eine Druckmaschine und das Privileg, jederzeit Banknoten drucken zu dürfen.

    Die normale Bank jedoch darf kein Geld drucken. Sie muß sich Geld beschaffen. Entweder von anderen Banken leihen oder von Kunden leihen oder es von der Zentralbank leihen. Und da kann es Probleme geben. Denn bei der ZB bekommt die Bank nur frisches Bargeld, wenn sie Wertpapiere hat, welche die ZB als Sicherheit akzeptiert.

    Die Banken in Griechenland (und Zypern und an tausenden anderen Orten in der Geschichte) haben aber nicht mehr genügend Wertpapiere, welche die Zentralbank für die Herausgabe von Geld akzeptiert. So können sie eben ihren Kunden nicht mehr deren Sichtguthaben in bar auszahlen. Deshalb haben sie in Griechenland die Türen verriegelt und ein Limit von 60 Euro Bargeld am Automaten gesetzt.

    Also noch einmal:
    Das Sichtguthaben von uns Bürgern bei der Bank ist nicht sicher. Die Bank ist im Krisenfall nicht in der Lage, uns das Bargeld zu beschaffen, wenn wir es gerne hätten. Das Sichtguthaben ist eben nur eine Zahl, es ist kein Geld. Es ist eine Forderung an die Bank. Die Bank schuldet uns den Betrag in bar, aber sie hat gar nicht genügend Bargeld, wenn zuviele Kunden kommen und ihr Sichtguthaben in bar abheben wollen.

    Nehmen wir ein Beispiel – Zins und Kredite im Vollgeldsystem:

    Herr Müller hat 10.000 Franken auf seinem Vollgeldkonto und möchte Zinsen durch das Verleihen verdienen. Er hat keine Zeit und keine Lust, selbst nach Kreditnehmern zu suchen. Deshalb lässt er die Bank diese Arbeit machen. Er überweist der Bank seine 10.000 Franken. Sein Kontostand ist nun 0 Franken. Sein Vollgeld ist weg, das hat jetzt die Bank auf deren Girokonto bei sich selbst.

    Die Bank schließt mit Herrn Müller einen Vertrag, dass er X Zinsen für das verliehene Vollgeld bekommen wird. Die Bank Herrn Müller zu einem bestimmten Zeitpunkt seine 10.000 Franken plus die zugesagten Zinsen überweisen.

    Wer die Buchungen dazu braucht hier:

    (http://www.vollgeld initiative.ch/fa/img/Texte_Dokumente_deutsch/Kremer_Juergen_-_Vollgeld_Buchungs-Kapitel_aus_Buch_Mai_14.pdf,

    Die Bank macht nun das, was die Menschen von ihr schon immer glaubten. Sie sammelt das Geld von Bankkunden wie Herrn Müller und verleiht es für Zinsen an Kreditnehmer. Der Unterschied zum heutigen System ist klar. Herr Müller läuft Gefahr, dass sein Vollgeld verloren ist. Das kann natürlich auch anders geregelt werden, was ihn Rendite kostet. Die Bank kann beispielsweise das Ausfallrisiko tragen und Herrn Müller auch dann seine 10.000 Franken plus Zinsen auszahlen, wenn sie nicht den vollen Betrag vom Kreditnehmer bekommen hat. In diesem Fall muss die Bank sich absichern. Sie kann eine Kreditausfallversicherung abschliessen, was preiswert ist, weil erfahrungsgemäß gerade mal 1 % der Kredite ausfallen. Sie kann auch Pfänder vom Kreditnehmer verlangen, um sich beim Ausfall noch Geld zu verschaffen.

    Man kann es aber auch anders regeln. Dass beispielsweise Herr Müller unterschreibt, dass er das Ausfallrisiko selbst trägt. Entweder versichert er sich dann selbst dagegen oder er geht das Risiko ein.

    Das ist Verhandlungssache. Der eine wird dies, der andere das bevorzugen.

    So sehen wir also, dass die Banken beim Vollgeldsystem Kredite vergeben können.

    Weiter…Im Vollgeldsystem wird Gleichheit zwischen den Banken geschaffen. Im jetzigen System sind kleine Banken extrem benachteiligt, weil sie viel mehr echtes Geld Bargeld) beschaffen müssen für den Zahlungsverkehr und für die Kreditvergabe.

    Bei Vollgeld kann keine Bank mehr Giralgeld herstellen. Die Bank kann ihrem Basisgeschäft nachgehen, welches das Einsammeln von Vollgeld und dem Verleihen dieses Geldes ist. Sie braucht sich nicht mehr um die Refinanzierung kümmern, es gibt kein Clearing mehr, bei dem sich die Großbanken gegenseitig die Vorteile zuschanzen durch Interbankenkredite und Girokreise und dem Effekt, dass sie nur einen Bruchteil an echtem Geld benötigen für ihr Geschäft.

    Ich habe in diesem Link die falschen Behauptungen über Vollgeld ausführlich widerlegt und bewiesen, dass Vollgeld nicht nur funktioniert, sondern die Voraussetzung für die Lösung vieler Probleme in unserem Land sein könnte.

    https://insideparadeplatz.ch/2014/03/19/vollgeld-initiative-lachnummer-mit-emil/

    Freundliche Grüsse
    Thomas Haldimann

  42. Endlich steigt insideparadeplatz in medias res. Man kann Geld tatsächlich nicht verstehen, wenn man nicht versteht, wie es geschöpft wird. Das allergrösste Problem der privaten Kreditgeldschöpfung aus dem Nichts, erklärt der Autor allerdings nicht: Jedesmal, wenn eine Bank einen Kredit verleiht, entsteht eine gleich bleibende Menge Geld, das vorher nicht existiert hat, aber eine Forderung, die mit der Zeit wächst. Deshalb liegen die weltweiten Geldschulden aktuell rund dreimal so hoch wie die kumulierten Geldmengen aller Staaten. Es gibt nur zwei Wege, die Lücke zu schliessen: Massive Inflation der Geldmenge oder massive Reduktion der Forderungen. Die Inflation bei den Anlagegütern ist seit 2008 bereits in vollem Gange. Die Abwertung der Forderungen wird zur Zeit in respektablen Institutionen wie dem IWF als «Vermögensabgabe» vorbereitet. Beide Wege führen in ein ziemliches Desaster. Entkommen kann man nur, wenn man es kommen sieht.
    Mehr dazu in meinem Buch «Das nächste Geld» edition.zeitpunkt.ch/das-naechste-geld

  43. Was ich aber nicht verstehe:

    Ich nehme mir bei der Bank einen Kredit für einen Hausbau. OK, dieses Geld kommt aus dem Nichts. Ich bezahle den Kredit samt Zinsen zurück.
    Bei der Bank ist das Konto wieder auf 0.
    Bei mir ist das Konto wieder auf 0.
    Die Bank hat an den Zinsen verdient.
    Ich habe nun ein schönes Haus.
    Da ist doch eine Wertschöpfung entstanden?
    Oder verstehe ich was falsch.

    • Mein Artikel richtete sich in erster Linie in der Klarstellung, dass „Geld aus dem Nichts“ tatsächlich von Geschäftsbanken hergestellt wird.
      Ihr Beispiel mit der Hypothek ist richtig! Alles ist darin im grünen Bereich 😉 Ein Problem kann entstehen, wenn Banken ihre Hypozinsen nicht einfach nur kassieren, sondern damit handeln.
      Dieses Video erklärt das ganze Prinzip -ab Minute 3:35 :
      https://www.youtube.com/watch?v=Q-zp5Mb7FV0
      Da damit Profit gemacht werden kann, besteht die Gefahr dass aus Gier leichtfertig(er) Hypotheken vergeben werden (AUS DEM „NICHTS“), um noch mehr Hypozins zu kassieren. Wie in der Finanzkrise 2008 können dann systemrelevante Finanzinstitute in Schräglage geraten, und müssten von Steuergeldern gerettet werden.
      Diese Thematik ist aber Teil der Vollgeld-Initiative… ich empfehle deren Webseite (http://www.vollgeld-initiative.ch/)

      mit freundlichen Grüssen,
      C. Tostado

    • Was hat der Begriff Wertschöpfung mit Geldschöpfung zu tun?
      Die in Ihrem Beispiel am Hausbau beteiligten Personen schöpfen Wert und werden mit von der Bank aus dem Nichts geschöpftem Geld (ihre Hypothek) bezahlt. Schöpft niemand Verdacht, geht das auch solange gut, bis Sie sich ihr ganzes Leben abgerackert haben und am Ende den Hypokredit abgestottert haben. Damit ist das einst geschöpfte Geld wieder vernichtet, denn jetzt hat Ihre akkumulierte Wertschöpfung diejenige der Bauleute abgelöst. De facto ist das dafür von der Bank zeitweilig geschöpfte Geld nur ein Hilfsmittel, um die Hausbauer nicht jahrzehntelang auf die volle Gegenleistung warten zu lassen. Hätten Sie Ihre Wertschöpfung schon vor dem Hausbau erbracht und in Form von Spargeld bereitgestellt, könnte dieses direkt an die Hausbauer fließen und es wäre keine Geldschöpfung aus dem Nichts erfolgt.

      So oder so stehen Sie nach all diesem Wert- und Geldschöpfen am Ende vor dem Schöpfer und dann schöpfen Sie Verdacht, dass es das alles nicht wert war.

    • @Martina
      Perfekt. Die beste Erklärung, die ich bis jetzt gelesen habe. Kurz und bündig ohne seitenlanges Blabla.
      Fazit: Kreditnehmer versklaven sich (lebenslänglich) und Goethe hatte doch recht, wenn er Kreditgeber mit Mephisto (Lüge, Gestank, Verderbnis, Teufel….) gleichstellt.

  44. Sehr geehrter Herr Tostado

    Sie schreiben:

    “Sie haben richtig gelesen: Sobald die Hypothek zurückgezahlt ist, hört das Geld auf zu existieren. Es verschwindet vollständig aus dem Geldkreislauf.“

    Wenn Sie Ihre Hypothek zurückzahlen wird Ihre Schuld bei der Bank zwar ausgebucht; das Geld verschwindet jedoch nicht aus dem volkswirtschaftlichen Kreislauf. Die Geschäfts-Bank muss vorübergehend zwar einfach weniger Eigenkapital unterlegen und wird das Geld dann wieder einem andern Hypothekarkreditnehmer ausleihen, da sie sich profitorientiert verhält.
    Einmal geschaffenes Geld verbleibt im Geschäftsbankensystem; ich betone im Geschäftsbankensystem.
    Die einzige Institution, die Geld dem Kreislauf entziehen kann ist die Zentralbank. Nur die Zentralbank kann via Abschöpfungsinstrumente (= Geldpolitik) und Verschärfung der der Ausleihvorschriften, bzw. Erhöhung der Eigenmittelquote bei den Geschäftsbanken eine Kontraktion der umlaufenden Geldmenge bewirken.

    Die Frage, die dabei zur Diskussion gestellt werden kann ist, ob Abschöpfung als negative Geldschöpfung angesehen werden kann. Wer dies bejaht, impliziert, dass die Zentralbank über die Ausdehnung der Zentralbankgeldmenge und die Geschäftsbanken über den Kreditmultikpliator Geld in den volkswirtschaftlichen Kreislauf bringen können.

    Freundliche Grüsse
    Fred H.

    • Wenn Sichtguthaben auf den Girokonten, aus dem Nichts durch die Kreditvergaben geschaffen werden, dann werden durch Kredittilgungen diese Sichtguthaben auch wieder in Nichts aufgelöst.

      Oder anders gesagt, wenn es eine Bilanzverlängerung bei der Kreditvergabe gibt, so gibt es logischerweise auch die Bilanzverkürzung bei der Tilgung von Krediten.

      „Aus dem Nichts“ bedeutet ja einfach, dass es nur einen Kreditvertrag braucht und nichts weiteres als ein Tastendruck um diese Sichtguthaben, welche irr- und volkstümlich als Geld bezeichnet werden, zu erschaffen.

      Natürlich müssen Eigenmittel- und Mindestreservervorschriften erfüllt werden.

    • @ IT-Hase

      Sie schreiben:
      „Wenn Sichtguthaben auf den Girokonten, aus dem Nichts durch die Kreditvergaben geschaffen werden, dann werden durch Kredittilgungen diese Sichtguthaben auch wieder in Nichts aufgelöst.“

      Klar: Die Ausleihungen sind an Unterlegung mit Kapital gebunden. Je nach Mindestreservesatz kann daher nicht davon gesprochen werden, dass Geld aus dem „Nichts“ entsteht, da die Voraussetzung zur Ausleihe eine Einlage, bzw. genügend Eigenmittel, die ja bestehen müssen, damit überhaupt ausgeliehen werden kann.

      Bei der Rückzahlung entsteht logischerweise eine Bilanzverkürzung für die einzelne Bank, womit die Relation Eigenmittel/Gesamtkapital besser wird und damit wieder potentiell mehr Spielraum zur Kreditausdehnung besteht (bei unveränderten Eigenmittelvorschriften).

      Volkswirtschaftlich wird die umlaufende Geldmenge erst dann abnehmen, wenn ALLE Geschäftsbanken Bilanzverkürzung betreiben müssen, weil die Bankenaufsicht oder die Zentralbank den Mindestreservesatz erhöht oder die Eigenmittel- und Unterlegungsvorschriften für ALLE Geschäftsbanken verschärft werden.

      Ich stelle dies hiermit weiter zur Diskussion.

      Freundliche Grüsse
      Fred H.

    • Sie schreiben:

      „Je nach Mindestreservesatz kann daher nicht davon gesprochen werden, dass Geld aus dem „Nichts“ entsteht, da die Voraussetzung zur Ausleihe eine Einlage, bzw. genügend Eigenmittel, die ja bestehen müssen, damit überhaupt ausgeliehen werden kann.“

      Bei ihren Ausführungen kann ich nicht ganz folgen, der Mindestreservesatz der Geschäftsbanken mit Nationalbankgeld ist und bleibt 2.5% und ändert nicht je nachdem.

      Die Geschäftsbanken müssen auch nicht auf Basis jeder einzelner Kreditvergabe vorab die SNB Guthaben, erhöhen, sondern können dies jeweils am 20. eines Monates refinanzieren … aber auch das ist alter theoretischer Kafe, denn die effektiven SNB Guthaben sind sowieso bei einigen Finanzinstituten mehr als das 20 fache dieser Mindestreserven gestiegen (Negativzinsen lassen grüssen). Das heisst damit: Die Geschäftsbanken schwimmen heute im Geld und die Nationalbank hat zur Geldmengensteuerung praktisch keinen Einfluss mehr.

      Spannend wäre mal eine Diskussion wieso dabei die kleinen und mittleren Institute und auch die Postfinance in diesem System einen erheblichen Nachteil haben.

  45. Was ist das Problem mit dem angeblichen „Geld aus dem Nichts“? Was soll eine Bank denn sonst machen, wenn sie einem Kunden beispielweise eine Hypothek gewährt, als das Geld auf einem Konto gutzuschreiben? Dem Kunden einen Koffer Bargeld aushändigen?

    In einer Bankbilanz stehen auf der Aktivseite, neben ein wenig Zentralbankgeld, in erster Linie die Kredite, die sie vergibt (z.B. Hypotheken), und auf der Passivseite neben dem Eigenkapital die Einlagen der Kunden (Sparkonti etc.). Gewisse dieser Kundenguthaben werden der Geldmenge zugerechnet, weil man darüber sofort verfügen und sie beispielsweise für den Zahlungsverkehr verwenden kann. Es ist wirklich nicht sooooo kompliziert.

    Aber wenn man Reserves mit Spargelder übersetzt, wie bei „Banken können nicht Spargelder ausleihen, und tuns auch nicht“ für „Banks Cannot And Do Not ‚Lend Out‘ Reserves“, dann hapert es offensichtlich schon bei den Basics.

    Natürlich könnte man verbieten, die Bankkonti für den Zahlungsverkehr zu benützen, und sie nicht mehr zur Geldmenge zählen. Es gäbe dann per Definition keine „Geldschöpfung“ durch die Banken mehr. Aber welches Problem würde damit genau gelöst? Am Vorgang der Kreditvergabe (bei einer Hypothek wird der Betrag einem Konto gutgeschrieben, und die Bankbilanz verlängert sich) würde sich ja nichts ändern, wenn man nicht zum Bargeldkoffer Zuflucht nehmen möchte. Im übrigen finde es noch ganz praktisch, dass für Zahlungen mein Konto belastet wird und ich nicht mit viel Bargeld in der Welt herumlaufen muss.

    • Es geht nicht darum, Giralgeld („elektronisches Geld“) abzuschaffen, sondern darum, dass das Geld nicht in erster Instanz von der Bank „hergestellt“ werden soll.
      Sondern von unserer Nationalbank. Die verleiht es dann weiter an Geschäftsbanken (wie es auch mit Münzen und Banknoten gemacht wird).

    • @Cristobal
      In Ihrer Welt:
      – Wie lautet der Buchungssatz, wenn mir die Bank eine Hypothek gibt?
      – Was steht auf der Passivseite der Bankbilanz?
      – Wo habe ich ein Konto, um Zahlungen zu machen? Bei der SNB?

    • @moneymoney:
      Hier die Antworten zu Ihren (maliziös gemeinten?) Fragen:

      1. Buchungssatz bei der Hypo-Vergabe: Kreditausleihungen / liquide Mittel, resp.. AV/UV, das ist also ein simpler Aktivtausch, eben gerade KEINE Bilanzverlängerung!

      2. Passivseite der Bank ist (wie überall) FK und EK. Im FK sind ihr anvertraute Spargelder und aufgenommene Kredite (von Investoren, anderen Banken und von der SNB).

      3. Ihr Zahlungsverkehrskonto wird außerhalb der Bankbilanz geführt, entweder von Ihrer Bank oder direkt vom Clearingsystem.

      Na? Ist doch wirklich nicht so schwer, oder?

    • @Martina:
      Nein, nicht maliziös gemeint. Mich interessiert, ob die Vollgeld-Befürworter wissen wovon sie sprechen und ob sie ein konsistentes Bild davon haben, wie das Geldwesen ihrer Meinung nach organisiert sein sollte.

    • @Moneymoney,

      „Mich interessiert, ob die Vollgeld-Befürworter wissen wovon sie sprechen und ob sie ein konsistentes Bild davon haben, wie das Geldwesen ihrer Meinung nach organisiert sein sollte.“

      Richtig. Es ist legitim das in der Diskussion einzubringen.

      Buchhaltung ist ein Naturgesetz in Mathematik gegossen.
      Waaaasssss?

      Mein Eigenkapital bewerte ich immernoch selbst!
      Geht das?

      Meine unvollendete Produktion bewerte ich immer noch selbst!
      Geht das?

      Bilanzverlängerung, das sind Kunstwerke…oder?

      Man kann Geld nicht durch einen Buchungssatz verlängern,
      Geld ist ein Durchlaufposten… Bilanzen sind nur ein
      kaufmännisch gestalteter Zwischenbericht.

      Was machen Großbanken….mit Derivaten…., sie
      bewerten diese selbst und können dadurch ihre Bilanzen
      ….“gestalten“ verlängern….göttlich gestalten ohne
      den Rückgrift in die Qualtät von Naturgesetzen. Insofern ist mir nicht klar, was Sie hier abziehen, könnten Sie es bitte präzisieren?…..,Ohne Schulden kein Geld…Das Bilanzsystem ist ein Nullsummensystem welches uns gegeneinder ausspielt…. wegen u.a. des Zinssystem.

      Mal Fragen an Sie zum Bankrecht.

      Können Banken ausbilanzrechtliche Organisationen gründen?

      Was ist mit den Buchungssätzen in den Großbanken die aus
      Offshore Geschäften stammen?

      Wer bewertet die Erfolgsaussichten von Derivaten, die in eine
      Bankbilanz einfliesen können?

      Oder gibt es eine solche Möglichkeit der Bewertung für Bilanzen nicht?

      Danke im Voraus

      Freundliche Grüsse
      Thomas Haldimann

    • @Haldimann:
      Ich bin kein Spezialist für Bankrecht. Gewisse Fragen oder Probleme stellen sich unabhängig davon, ob man sich in einem Vollgeld-System befindet oder nicht, beispielsweise die Bewertung von Derivaten in einer Bilanz, wenn es dafür keine Marktpreise gibt. Buchhaltung ist kein Naturgesetz (behauptet wohl auch niemand), sondern eine Methode, um wirtschaftliche Vorgänge abzubilden.

  46. @Cristobal Tostado,

    „Und leider wird auf diesem Blog teilweise derartiger Unsinn publiziert, dass ich mich frage, ob die Autoren die Leser bewusst in die Irre führen wollen oder schlicht inkompetent sind.“

    Ich sehe eine Diskussion über Vollgeld nicht als Problem, sondern als notwendig und begrüsse deshalb solche Einwürfe. War längst fällig.

    Ich habe Gegenargumente vorgelegt die die Vorteile einer Vollgeldreform darstellen:

    https://insideparadeplatz.ch/2014/03/19/vollgeld-initiative-lachnummer-mit-emil/

    Als Reaktion bekam ich Unterstellungen ich hätte beleidigt und Ehrverletzung begangen. Ich sei im selben Spital Krank…. Desweiteren würde ich unter falschen Namen posten, Pseudonym wechseln usw. Man würde den Staatsanwalt einschalten, um meinen bürgerlichen Namen herauszufinden, weil ich angeblich gegen das Strafrecht verstossen habe. Auf Argumente wurde nicht eingegangen.

    Ich bin froh, über diesen Artikel.

    Es gibt keine „gesamtstaatliche Geldschöpfung“, in der Realität haben die Zentralbanken die Steuerung der Geldmenge längst verloren.
    90 Prozent der Geldschöpfung (Tendenz steigend) machen die Geschäftsbanken, wobei sie kein echtes Geld schöpfen, sondern den Kunden vorgaukeln, echtes Geld zu haben (Giralgeld). Auf das nicht vorhandene Geld kassieren sie Zinsen. Das ist Betrug. In diesem Fall, ein Fall für den Staatsanwalt.

    Für ein besseres Geldsystem müssen die besten Köpfe zusammenkommen, um ein optimales System zu erschaffen.
    Jeder, der Argumente in die Diskussion einbringt, sollte gehört werden. So war es einmal früher, das wurde Palaver genannt, da konnte es passieren, dass eine Magd die zündende Idee vortrug, auf welche die Experten gar nicht gekommen waren.

    Giralgeld wird wie Geld gesehen und benutzt. Die Banken haben sich ihre eigene Währung damit geschaffen und sich damit fast vollständig von der Zentralbank und dem echten Geld abgekoppelt.

    Aus diesem Modell stammen die Krisen, in welchen ganze Nationen in die Armut gestossen wurden und die Steuerzahler die Banken „retten“ mussten.

    Die Monetative wird demokratisch kontrolliert.
    Darin liegt die Chance.

    Wie sieht es jedoch heute aus ?
    Die Banken sind private Profit-Organisationen, völlig undemokratisch, nicht dem Gemeinwohl verpflichtet.

    Die Banken haben durch die Giralgeldschöpfung die Macht über die Menschen. Die Banken lassen Firmen pleite gehen, auch wenn diese Firmen wichtig für die Gesellschaft sind. Die Banken kaufen immer mehr Sachwerte und versklaven immer mehr Menschen. Die Banken bestimmen die Politik.

    Es ist unglaublich was auf InsiderParadeplatz alles geschrieben wurde über Vollgeld. Ich habe mir die Mühe gemacht, diesen Dr. Jürgen Ott anzuschauen und schon bei seinen ersten Frage läuft es jedem kalt über den Rücken, der das Geldsystem verstanden hat.

    https://insideparadeplatz.ch/2015/05/12/vollgeld-vollidiotie/

    Die Banken schöpfen kein gesetzliches Zahlungsmittel, sondern ein eigenes Zahlungsmittel, das Giralgeld genannt wird. Der Laie denkt, es sei „Geld“, auch die Zentralbank und alle Ökonomen bezeichnen es als „Geld“, weil es tatsächlich als Zahlungsmittel benutzt wird.

    Nun braucht man nur noch die Definition von „Geld“ erweitern, so dass als „Geld“ auch dieses Giralgeld bezeichnet wird … und schon reden alle davon, dass die Banken „Geld“ schöpfen.

    Was wird daraus gemacht?
    Diese benutzen den Begriff „Geld“ mal als ZB-Geld und ein andermal als Giralgeld und dann drehen sie anderen Leuten einen Strick daraus.

    Und dann kommt der Gipfel der Rabulistik dieser Dr. Ott

    „so behaupte ich, dass mit der sogenannten Geldschöpfung der Banken den Laien suggeriert wird, die Bank könne sich liquide Mittel verschaffen ohne Gegenleistung.“

    Den Laien wird die Wahrheit „suggeriert“, denn die Banken besitzen nur etwa 20 Prozent der Sichtguthaben in der Form des echten Geldes, 80 Prozent der Sichtguthaben sind nicht als echtes Geld vorhanden. Die Banken gaukeln den Kunden vor, sie hätten echtes Geld. In Wirklichkeit haben sie es nicht.

    Vollgeld ist kein „ungedecktes gesetzliches Zahlungsmittel“, sondern ein zu 100 Prozent durch die Güter und Leistungen gedecktes Zahlungsmittel.

    Außerdem wird die Herstellung dieses Vollgeldes nicht in die Hand einer Zentralbank gelegt, sondern in die Hand einer demokratischen Institution, einer vierten Staatsgewalt, welche nicht den gierigen und korrupten Politikern gehorcht, sondern nur zum Wohl der Menschen die Geldmenge kontrolliert und den privaten Banken die Geldschöpfung unmöglich macht, welche die Banken zur Ausbeutung der Gesellschaft benutzt haben.

    Vollgeld demokratisiert also die Geldschöpfung.

    Freundliche Grüsse
    Thomas Haldimann

  47. Bank of England hat genau das übernommen, was ich ein halbes Jahr vorher hier auf IP geschrieben habe. ( siehe SNB und das Märchen von der Geldschöpfung Nachtrag V

    Vollgeldinitianten verwechseln Vermögen und Schulden des Geldemittenten (siehe Vollgeld Initiative Lachnummer mit Emil.

    Vollgeldinitianten machen denselben Fehler wie Goethe. (Siehe Goethe – tragischer Oekonom.

    MfG

    Marc Meyer

    • Es geht hier nicht primär um die Vollgeld-Initianten, sondern um die Geldschöpfung aus dem sogenannten „Nichts“.

      Wie im Text erläutert, wird dies von den Banken selber, von Nationalbanken, Ökonomen des IWF, Rating-agenturen und auch Regierungen anerkannt.
      Daher erübrigt sich eine Diskussion OB das Geld aus dem „Nichts“ entsteht.

      Die Frage ist eher, wieso soll ein demokratischer Staat zulassen dass dies geschieht? Pro/kontra?

      MfG
      Cristobal Tostado

    • Sorry Fred, aber du machst einen Denkfehler. Geld verbleibt nicht unumkehrbar im Geschäftsbankensystem.
      Wenn Geld – wie richtig beschrieben – so geschaffen wird, ist der Umkehrprozess eine Geldvernichtung. Das ist nichts als Logik.