Deutsche Bank untersucht gegen 5 Topshots

Drei in Genf, zwei in Deutschland – Chefin Middle-East und Starberater suspendiert.

Die Deutsche Bank steht vor einem neuen Fall. Soeben hat die Oberleitung in Frankfurt 5 hohe Kaderleute bis auf weiteres freigestellt.

Es geht ums weltweite Wealth Management und dort um die Leiterin des Middle-East-Teams sowie deren Starberater für die reiche Golfregion.

Beide arbeiteten in gut bezahlten Positionen von Genf aus, wo die Deutsche Bank Schweiz mit einem grossen Team den Nahen und mittleren Osten betreut.

Ein dritter Kadermann mit langer Karriere, der es zum obersten operationellen Chef innerhalb des Bereichs Middle East der Deutschen Bank gebracht hat, wurde ebenfalls suspendiert.

Zwei weitere Mitarbeiter wurden in der Zentrale in Frankfurt per sofort beurlaubt und bis auf Weiteres an die Seitenlinie gestellt.

Ein Sprecher der Deutschen Bank Schweiz sagte gestern, das Unternehmen würde sich nicht zu einzelnen Angestellten äussern. Darüber hinaus gab es keinen Kommentar.

Kreise aus der Bank bestätigten den Vorgang.

Der Chef der Deutschen Bank Schweiz ist nicht nur zuständig für die eigene Region, sondern er leitet auch die ganze Region EMEA, sprich Europa, Mittlerer Osten und Afrika.

Eine seiner wichtigsten Unterstellten für diese zweite Aufgabe war demnach die Leiterin des ganzen MEA-Geschäfts, sprich Middle East und Afrika: die suspendierte Managerin.

In Gesprächen betont ein Deutsche-Bank-Kadermann, dass keine Kunden zu Schaden gekommen seien.

Die Ermittlungen laufen.

Es handle sich um eine interne Untersuchung, die von der Zentrale der DB in Frankfurt aus geleitet würde, heisst es dazu aus dem Innern der Grossbank. Diese befindet sich in einer einschneidenden Aufräum- und Abbauphase unter neuer Führung.

Im Zentrum der Affäre mit Epizentrum Genf könnte der Berater für die reichen Öl-Scheichs und andere potenten Kunden aus den Golfstaaten sein.

Dieser gilt als einer der grossen Stars in der Vermögensverwaltung der Deutschen Bank.

Und zwar nicht nur in Genf oder der Schweiz, sondern weltweit. Der Banker geniesse den Ruf eine Top-Asset-Produzenten, sagt ein Gesprächspartner.

Gemeint ist, dass er über die Jahre hinweg immer zu jenen Private Bankern der Deutschen Bank zählte, die am meisten neue Kundenvermögen an Land zogen.

Net New Assets lautete der Schlüssel zum Erfolg: für die Bank, das Team, den Berater. Das hat sich erst in jüngster Zeit geändert. Nun zählt die Rendite, nicht das Volumen.

Die Quelle innerhalb der Deutschen Bank wollte nicht sagen, was dem Star-Berater, seiner Chefin, deren Operations-Chef und den zwei Frankfurter Bankern, die offenbar ein ganzes Team bildeten, vorgeworfen würde.

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10 Kommentare zu “Deutsche Bank untersucht gegen 5 Topshots

  1. Warum liest man diese guten Stories immer nur auf IP?
    Bei Finews, Tagi, NZZ und Co scheint es an Biss und Kompetenz zu fehlen. Oder fürchtet man um Einnahmen (aus Werbung oder anderen Quellen)?

  2. Achtung vor „Starbankern“ ! In der Regel sind diese angeblichen Starbanker nicht „sauber“. Warum soll einer soviel besser sein als viele andere ? Gerade aber auch Banken wie die Deutsche Bank fallen immer wieder auf solche Typen rein. Es scheint so, dass im Management auch dieser Grossbank eine gewisse Naivität herrscht. Alles muss immer gross sein und so sind auch die Probleme der Bank inzwischen gross wenn nicht sogar sehr gross.

  3. „Mol“, das ist wieder einmal ein super LH-Artikel: Mauscheleien werden ans Licht gebracht und die Grundlage für weitere Artikel gelegt.

    Ich freue mich, wenn die „Resultate“ der Untersuchung offengelegt sind.

    @LH: Auch hier: Keep us posted!

    • Zis iz incredible, hein, avec ce „Deutsche Bank“. On a un chef, qui s’appelle BizzoZERO et il contrôle ZERO. Ca c’est tout ce qu’il faut dire, hein …

  4. Spekulationen, Spekulationen, Spekulationen und wie üblich ausser Mutmassungen und Hirngespinsten eines Herrn Hässig kein Inhalt bzw. offensichtliche Falschdarstellung und Fehlinformationen,…

    Ich frage mich, wie es die Deutsche Bank geschafft hat, ganze Grossraumbüros oder gesamte Etagen zu versiegeln auf denen sich die Arbeitplätze von zumindest 3 der Genannten befinden. Respekt, so was bekommen die schweizerischen Bänkler nicht hin,… 😉

    • Stimmt etwas nicht? Was haben diese Personen wirklich angestellt? Wissen sie Details? Dann immer raus damit! Wenn nicht, dann völlig sinnloser Kommentar!

  5. Sappalot! Das gibt’s doch gar nicht – eine deutsche Bank hat sich offensichtlich auch in die Niederungen des „Swiss Banking“ gewagt ! Einem mittelfristigen Zusammenschluss mit der CS steht somit m.E. nichts mehr im Wege – allfällige Rechtsberatungskosten können somit eventuell gelindert werden (Synergien heben!)..