„Die grössten Idioten findet man an den Universitäten“

Post Brexit: Marc Faber sieht Akademiker in Notenbanken in „deep shit“ – bringen bald Helikoptergeld – Kleinstaat schlägt EU.

Für Marc Faber, den bekannten Investor und Herausgeber des Börsenbriefs GloomBoomDoom, ist der vor 2 Wochen an der Urne beschlossene Exit der Briten aus der EU eine Riesenchance.

„Ein Zerfall der EU wäre höchst wünschenswert“, sagt Faber in einem Videointerview über Skype. Denn die Realität zeige: Kleine Länder würden am besten funktionieren, Grossgebilde wie die EU seien hingegen eine „komplette Katastrophe“.

Teil 1, Faber zur EU-Katastrophe:

Nicht ausgeblendet werden dürfe die Rolle der USA. Diese würden die EU seit deren Gründung als Machtinstrument für ihre eigenen Interessen nutzen.

Die Neocons seien immer noch am Drücker. Deshalb hätten die Amerikaner Angst vor einem Auseinanderfallen der Gemeinschaft.

Erstaunlich sei die kriecherische Haltung der EU gegenüber den USA.

Insbesondere die deutsche Kanzlerin Angela Merkel gäbe ihm Rätsel auf. Ob sie wohl von den Amerikanern erpresst würde?

Teil 2, Faber zu US-Hegemonie:

Der Brexit sei ein Weckruf für Brüssel. Allerdings erwartet Faber keine grosse Reaktion. „Leider sind dort sehr arrogante Leute“, sagt der Ökonom und Börsenexperte.

Statt sich zu fragen, was sie falsch gemacht hätten, kämen sie zum Schluss, dass sie zu wenig gemacht hätten. „Wir müssen noch mehr Medizin verabreichen“, laute deren Mantra.

Teil 3, Faber zu Helikoptergeld:

Den Einwand, dass die Notenbankchefs Mario Draghi (EZB), Janet Yellen (Fed) und auch Thomas Jordan (SNB) intelligente Menschen seien, die sicher ihre Gründe hätten für ihr Tun, wischt Faber vom Tisch.

„Die grössten Idioten findet man an den Universitäten“, sagt der Investor, der selbst studiert und einen Doktortitel erworben hat.

Die Politik der Notenbanker würde viele Leute im Volk glauben machen, es gäbe ein Heilmittel für alles. Das sei aber nicht der Fall, die Geldpolitik wirke nur beschränkt.

Sonst, so Faber, wären wir alle in der Hängematte und könnten das Leben mit Nichtstun verbringen.

Teil 4, Faber zu Draghi und Co.:

Wohin führen die enormen Liquiditätsspritzen der Zentralbanken von Amerika, England, EU und Japan, in deren Kielwasser die SNB und weitere mitmachen würden?

Faber sieht ein Szenario, dass es schon einmal gegeben und er selbst noch erlebt habe: eine Deflation mit steigenden Assetpreisen wie Aktien und Immobilien.

Teil 5, Faber zu Inflation:

Auch Kleinsparer würden dann zu Aktien greifen. Bei den Immobilien rücke in einem derartigen Fall rasch der Staat auf den Plan und verbiete den Besitzern von Renditeobjekten, die Mieten zu erhöhen – um die Masse der Mieter zu schützen.

„Eines ist sicher: Die Interventionen der Regierungen garantieren, dass es praktisch kein Wirtschaftswachstum geben wird“, fasst Faber zusammen.

Faber nach Brexit, ganzes Interview:

Kommentare

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  1. Bin ich wirklich nicht einverstanden. Die grössten Idioten finden sich nun wirklich bei den Banken!

  2. Zur Ausbildung von Marc Faber gemäss Wikipedia:

    „Faber studierte Volks- und Betriebswirtschaft an der Universität Zürich. In Zürich wurde er neben seinem Studium auch noch Hochschulmeister im Skilauf. In London und Edinburgh wurde er mit einer Dissertationsschrift zur Wirtschaftsgeschichte promoviert.“

    Interessant wäre zu wissen, welcher Art der Abschluss an der Uni ZH war (lic.oec.??) und welches das Thema seiner Dissertation war und in welcher Universitätsbibliothek diese eingesehen werden kann.

    • .. in google nichts gefunden und auch nicht auf der Plattform der beiden genannten Universitäten. Hat er wohl den Dr. Titel gekauft??

      Der umsichtige Dr. Doom alias Marc Faber könnte uns doch gleich selbst verraten bei welchen „Idioten“ (seine Worte) er seine Dissertation, die nirgends auffindbar ist, verfasst hat.

    • Die Finanzreform von Sir Robert Peel / vorgelegt von Marc Faber, Zürich : Juris Druck und Verlag, 1970

  3. Ich komme selbst von einer Universität und leider muss ich in dieser wesentlichen und etwas pauschalen Aussage Marc Faber recht geben. Woher kommen denn all die hoch betitelten und dekorierten Gesellschaftsklempner die glauben stets anderen Menschen vorschreiben zu müssen, wie sie ihr Leben bis in die kleinsten Einzelheiten zu gestalten haben? Und wem haben wir es zu verdanken, dass wir ein absolut verlottertes und auf den Zerfall hin steuerndes Geld- und Finanzsystem haben?
    Jedenfalls können wir die zahlreichen gesellschaftlichen Missstände nicht dem kleinen Mann von der Strasse anlasten – höchstens ggf. in dem Sinne, dass er sich, in einem gewissen Wohlstand eingelullt, zu wenig mit den gesellschaftlichen Strömungen auseinandersetzt und die Totengräber einer freien Gesellschaft und damit seine eigenen „Herren“ an der Urne selbst wählt.

  4. „Die grössten Idioten findet man an den Universitäten“. Es mag schon sein, dass Hr. Faber hier recht hat. Schliesslich gibt es ja auch das schöne alte Sprichwort „If you can, do. If you can’t, teach!“. 🙂 Allerdings möchte ich zu bedenken geben, dass eventuell auch die Varianz an den Universitäten am grössten ist: so findet man dort vielleicht ganz zwangsläufig die grössten Idioten wie auch die grössten Genies. 😉

  5. Die grössten Idioten findet man an Universutäten hat schon etwas. Nicht gerade Medizin, aber in den Wirtschaftsfakultäten hat es Abgänger, die ausser eine Excel Tabelle erstellen sonst nicht viel können…

  6. Na ja seine Leistungen in Ehren, er versucht auch nur seinen Vorteil herauszuziehen. Der liegt vor allem im Austritt bzw. wenn eine EU Auseinanderbrechen würde. In den Zeiten von Unruhen nannte man diese Leute Kriegsgewinnler die aus dem Leid vieler ihren Nutzen zogen.
    Man muss kein Freund des Konstruktes EU sein, es ist auch nicht perfekt und benötigt sicherlich Reformen. Eines ist jedoch klar, überflüssig ist sie nicht die EU. Der Nutzen liegt auf der Hand, Europa hätte seit Begründung bzw. dem Abschluss EGKS Vertrag nicht so prosperiert und in Frieden gelebt. Eine breite Masse von Menschen hat profitiert und ist zu Wohlstand gekommen. Wäre das ohne erreicht worden, vermutlich nicht. Wenn all jene die gegen die EU wetten und ihr zerbrechen herbeisehnen diese Energie in ein Gelingen investieren würden, wäre vielen gedient. Leider sind diese Kräfte aber nur auf den schnellen Gewinn und ihren Profit aus! Was soll man davon halten – offen gesagt nichts!

  7. „Die grössten Idioten findet man an den Universitäten“, endlich sprichst es einer aus. Vielen Dank Marc Faber!

    Elite Unis wie die HSG St. Gallen lehren vollkommen am gesunden Menschenverstand bei. Und nun haben wir in allen Kapitalistischen, Pardon, Marktwirtschaftlichen Länder den Salat. Mit all den Elite Jungs an der Spitze, dass konnte und kann nicht gut kommen!

    Ich frage mich; wann endlich geht Franz Jäger in seine wohlverdienten Rente? Er ist schon alt und wir alle müssen den Mist ausbaden, der er uns schon seit Jahren erzählt/einbrockt.

    Die Jungs imm Nadelstreifenanzug, ausser abkassieren können sie nichts. So wie sie es bei der HSG und Co. gelernt haben. Schon seit Jahren zu sehen bei den grossen Banken und Versicherungen.

    Man sollte diese Elite Unis auf der ganzen Welt abschaffen.

    • Stationen einer Karriere:

      Herr Jäger wechselte vom Landesring der Unabhängigen (LdU) zur FDP.

      Seine zweite Frau war von 2002-2006: Leiterin Kommunikation der Universität St.Gallen (HSG).

      Bis seine Habilitationsschrift abgenommen wurde dauerte es relativ lange. Möglicherweise wurde sie zur Überarbeitung zurückgewiesen.

      Er rief sich in Erinnerung durch prononciertes z.T. lautes Reden. So auch an diversen Arenas.

      Sein Schwergewicht war die Empirie und angewandte Wirtschaftspolitik. Jedoch weniger die analytische Aufarbeitung einer Problemstellung. Er war in erster Linie Politiker.

      Möglicherweise trifft die Aussage von Herrn Faber „Die grössten Idioten findet man an den Universitäten“ auch auf ihn zu?

    • Als jemand der den BWL-Schwachsinn nicht ertragen hat und von der Kriminalität fördernden Ellbogenkultur angewidert war, habe ich Prof. em. Jaegers Veranstaltungen in positiver Erinnerung.

    • Schlechter als Ihr Deutsch-Lehrer kann Franz Jaeger unmöglich gewesen sein…

    • Etwas mehr Wertschätzung gegenüber der deutschen Grammatik – bitte! Dann reden wir über die Wirtschaftswissenschaften; aber nur, wenn Sie qualifiziert mitreden wollen.

    • Ach so: wer ist eigentlich dieser Marc Faber? Aber das scheint hier ja eher nebensächlich zu sein. Über eine besonders beachtenswerte Intelligenz scheint er ja nicht zu verfügen – aber an seinen Stammtisch in Zürich Wipkingen hören sie bestimmt alle auf ihn. (oder schreibt man jetzt „an seinem Stammtisch“ – wer weiss das schon?)

  8. Die letzten Empfehlungen von Mr. Doomsday (z.B. Rohstoffe; stay away from China etc) waren nie konkret und haben – zumindest die letzten Jahre – auch keinen berauschenden Performance-Schub (nach oben) bewirkt.
    Er schaut ja ziemlich tief in die Glaskugel. Dass er dann und wann zu Übertreibungen neigt ist mir egal. Schauen Sie doch wie selbstverliebt er in die Webcam lächelt. Eine wahre Freude und Visitenkarte.

    Ein Entertainer und Querdenker, der seine Schäflein im Trockenen hat!

  9. Es ist doch wahrlich eine Auszeichnung als „bunter Vogel“ bezeichnet zu werden. Seine Thesen und Szenarien zumindest alleweil eine Bereicherung und als guten Ideenansatz. Seine Kenntnisse der Wirtschaftsgeschichte beeindruckend. Im Vergleich: CS-Verwaltungsratspräsident Urs Rohner kommt mir da in seinem Wolke 7-Modus eher als unbelehrbares, schwadronierendes Nachtschattengewächs daher………….

  10. Marc Faber sollte sich etwas zurückhalten. Seine notorischen Fehlprognosen qualifizieren ihn nicht. Er bleibt ein bunter Vogel und Spezialist für Bordellogie

    • Anders rum wird ein Schuh draus. Die Prognosen der Finanzhäuser und deren hochbezahlten Non-Valeurs-Analysten liegen dauernd massivst daneben. Müsste man alle entlassen. Faber liegt meist gut und hat zudem im Grundsatz stets zu 100% recht. Zum Glück gibts solche wie ihn.

    • Er ist immerhin ehrlicher als die „Nieten in Nadelstreifen“, die an den gleichen Orten herumflattern.

      Und seine Makro-Ansichten sind lesenswerter als die heisse Luft von 99 % der Politiker und Ökonomen u.a.

    • Nur getroffene Hunde jaulen. Wer selbsttätig zu denken vermag und alle Sinne beieinander hat ist auch völlig unabhängig von Faber’schen Fehlprognosen.

  11. Die grössten Idioten …. Wie Recht er doch hat. Leider sind viele von denen an unantastbaren top Jobs von wo aus sie mit unsäglicher Arroganz und Uneinsicht die Welt in ihrem Sinne und zu ihren Gunsten formen. Sie sitzen in Regierunbgen und in Verwaltungsräten privater Firmen, von wo aus sie herrschen und ihr Unheil versprühen. Sie sind die neuen, ungekrönten Könige. Aber irgend wann ist es genug. Als Beispiel für eine Benendigung dieses Machtmissbrauchs sei die Französiche Revolution erwähnt. Früher oder später wiederholt sich die Geschichte.
    Der segenbereitende Brexit ist ein erstes Zeichen für eine bessere Zukunft!

  12. Leider muss ich als Alumnus von St. Gallen feststellen, dass die Uni St. Gallen ihre eigenen Werte verrät wenn sie einem Josef Ackermann den roten Teppich ausrollt und ihm eine Selbstbestätigunsplattform gibt. Wie kann es sein, dass ein Top Manager, der massiv und nachhaltig Aktienwert vernichtet hat und darüber hinaus die Reputation seines Unternehmens massiv geschädigt hat, von einer Elite-Wirtschaftsuniversität derart hofiert wird. Nach Rückfragen an der Uni wurde mir klar, dass den Studenten das möglicherweise egal ist. Sie wollen einfach auch mal VRP werden. Da ist jedes Vorbild, das seine persönlichen Schäfchen ins Trockene bringen konnte, recht. Kollateralschaden hin oder her. Allerdings frage ich mich noch immer wieso die Uni SG als Institution ihre eigenen Werte verrät.

  13. na, der herr faber kenn die vor-eu zeiten natürlich nicht mehr. seit 1950 kein krieg mehr in zentraleuropa, vorher in 70 jahren dreimal d gegen f. ich weiss nicht, warum diese vergangenheit so toll sein soll weil hier nicht jeder noch einen drittwagen kaufen kann.

    • Das Friedensargument ist gut, aber es kann nicht belegt werden, wir wissen nicht, ob wir die letzten Jahrzehnte ohne EU nicht auch in Frieden gelebt hätten, ganz einfach weil die Weltwirtschaft explodiert ist nach 2 WK wo alles in Europa am Boden war. M.E. gibt es nur 1 Rezept gegen Krieg resp. für Frieden und das ist Wohlstand und florierende Wirtschaft, man kann Frieden nicht politisch aufdrücken, wir werden auch Kriege sehen mit einer EU wenn es wirtschaftlich noch länger bergab geht.

    • Ich könnte Ihnen nicht mehr zustimmen, Herr Meule! Dazu noch die USA verteufeln, welche Europa zwei Mal aus dem ganzen nationalistischen Schlamassel und der Katastrophe befreit hat. Meint Herr Faber, dass wir uns lieber mit den Russen und Chinesen arrangieren sollten, welche die Menschenrechte mit Füssen treten?

    • @EU Freund: wie Mike B richtig sagt, kann über den Zusammenhang zwischen Frieden und EU genau die gleiche Aussage gemacht werden, wie zwischen der Einführung des iPhones im Jahr 2007 und dem Zyklon Sidr in Bangladesh im gleichen Jahr mit 3’300 Toten: absolut gar keinen! Nur weil man BS wiederholt, wird er nicht wahr!
      Betreffend USA muss man andererseits ganz schön blauäugig sein, um die Amis als die Befreier und Heilsbringer zu betrachten, wie Sie sie darstellen. Oder haben Sie zB Saddam’s WMD (siehe gestriger Bericht in UK) vergessen?
      Faber hat wenigstens die Cojones, hinzustehen, und seine Meinung zu äussern, wofür ihm alleine schon Respekt gebührt in einer Welt, wo alles politisch korrekt zu sein hat und demzufolge auch alles gleich klingt, gleich aussieht und gleich daherkommt!

  14. Sorry aber den alten Mann nimmt doch keiner Ernst. Wenn der selbsternannte Guru so tief in die Glaskugel schauen kann dann soll er einen Fonds auflegen und performen.

    • Und woher haben Sie die Gewissheit, dass Herr Faber von niemandem ernst genommen wird?

    • Ist Ihnen nicht aufgefallen, dass er seit längerer Zeit gar keine Prognosen mehr macht und ich gebe ihm Recht, es ist in der heutigen Zeit faktisch unmöglich, mittelfristige Prognosen zu machen. Seine Hilflosigkeit die vermutlich nicht nur ihn betreffen gibt es ja treffend in seiner Asset-Allokationsempfehlung von 25% Gold 25% Aktien 25% Immobilien und 25% Bonds oder so ähnlich, zumindest breite Diversifikation über Assetklassen….

  15. Die Deutsche Schule St. Gallen, früher HSG und nachher Universität St. Gallen genannt, hat bis heute nicht zugegeben, dass die jahrzehntelang verbreiteten Irrlehren zu D-sastern geführt haben, die ihresgleichen suchen. Während sich die industrielle Produktivität anfangs des Jahrtausends versiebenfacht hat, hat sich jene der Dienstleistungen halbiert. Wenn ich IP lese, dann kann ich täglich feststellen, was Silberlöffelimmundträger, die sogenannten Eliten, für ein Chaos anrichten und sich selbst dabei schadlos halten. Ach, und noch ein Filmli dazu, das zu denken gibt (Interview Gauck zu den Eliten): https://www.youtube.com/watch?v=6wEFa9MR2-A&feature=youtu.be

    • „Die Herrschaft der Dummen ist unüberwindlich, weil es so viele sind, und ihre Stimmen zählen genau wie unsere.“

      Albert Einstein
      * 1879 † 1955

  16. Ja. Die grössten Idioten, weltfremden Fach-Mongos, usw. usf. uvm. etc. findet man tatsächlich an bei den staatlich subventionierten Talentschmieden – den Ausbildungsstättgen des zukünftiges Top-Managements.

    Gewisse Branchen würden nicht knietief im Mist stecken, hätten a) theoretisch getrimmte b) Branchenfremde nicht die Führung übernommen.

    • Wie recht du hast. Und der Gipfel sind Branchenfremde Akademis. z.B. die vielen Juristen als Bigbosse in Banken, Versicherungen, Industrie u.a. Meist extern angeworben – weil die eigenen Leute ja nicht fähig sein sollen. Oder geht es hier den grossen Namen von Kadervermittlern um was Anderes?

  17. Auch wenn er mit seinen Prognosen nicht immer Recht hat: Er gibt ökonomisch sinnvolle und realistische Aussagen von sich. Und es ist wirklich sehr bedenklich, wie die Akademiker, welche unseren Zentral- und Notenbanken vorstehen mit Zinsen und billigem Geld umgehen. Ein Allheilmittel ohne Nebenwirkungen gibt es in der Ökonomie nicht, daher sollte jedes Stimuli mit Bedacht eingesetzt werden und nicht mit einer übergrossen Kelle die Probleme verschärft werden. Künftige Generationen stehen vor einem Scherbenhaufen, und das nur, weil viele noch an die endlose Wachstumsstory glauben, obwohl nüchtern betrachtet, dies gar nicht möglich ist.

  18. Nun gut, was sagte Tucholsky in einem Gedicht zur deutschen Wirtschaftspolitik zu den 20er Jahren „Wer will deutsche Zitronen“ und sicher kennt Herr Faber das Zitat von US-Finanzminister Andrew Mellon 1930: „liquidate labor, liquidate stocks, liquidate farmers, liquidate real estate… it will purge the rottenness out of the system. High costs of living and high living will come down. People will work harder, live a more moral life. Values will be adjusted, and enterprising people will pick up from less competent people.“ Viel Vergnügen für enge Märkte und möglichst viel Anarchie.