Der SNB-Milliardengewinn täuscht Stärke vor. Tatsächlich ist die SNB so schwach wie nie.

Voller Stolz präsentiert die SNB ihr Zwischenergebnis für die ersten 9 Monate dieses Jahres: 28.7 Milliarden Franken Gewinn. Und die Medien kolportieren diese Zahlen unbedarft. Die Devisenreserven der SNB seien erneut gestiegen wird da behauptet; und zwar allein in diesen neun Monaten um 73 Milliarden auf sage und schreibe 666 Milliarden Franken. Solche Schlagzeilen sind oberflächlich und lenken von der grossen Gefahr ab, in welcher sich die SNB befindet und aus welcher sie offensichtlich nicht mehr herausfindet.

Zuerst einmal sei erwähnt, dass es falsch ist, die masslosen Devisen im Portefeuille der SNB als „Reserven“ zu bezeichnen. Bei Reserven handelt es sich ex definitione um Eigenkapital. Die Devisenbestände der SNB wurden aber keineswegs mit Eigenkapital finanziert, wie das Wort „Devisenreserven“ suggeriert, sondern mit Schulden – Volksschulden. Die SNB ist damit zur mit grösstem Abstand grössten Schuldnerin in unserem Lande geworden.

Ihre Schulden sind über dreimal grösser als jene von Bund, Kantonen und Gemeinden zusammen, welche diese in den vergangen Jahrzehnten aufgetürmt haben. Und die Verschuldung unserer Nationalbank nimmt laufend zu – um Beträge welche schwindelerregend sind; und das trotz vom Volk beschlossener Schuldenbremse.

Unsere Nationalbank setzt sich über den Volksentscheid, der zur Schuldenbremse in der Bundesverfassung geführt hat, einfach hinweg – und das Parlament schaut tatenlos zu –, getäuscht und benebelt von der irreführenden Terminologie unserer Nationalbank mit den angeblich steigenden Reserven.

Was die Presse auch übersieht ist folgendes: Nach dem Scheitern des offiziellen Euro-Mindestkurses bei 1.20 hat die SNB nun offensichtlich einen neuen Mindestkurs bei 1.08 eingeführt. Der Euro-Franken Chart und die Devisenkäufe der SNB beweisen diesen inoffiziellen Mindestkurs aber eindeutig.

Glaubt irgendein Leser im Ernst, dass die SNB diesen neuen inoffiziellen Mindestkurs im Gegensatz zum alten offiziellen Mindestkurs wird durchsetzen können? Ich nicht. Das nächste Debakel der SNB ist bereits programmiert: Früher oder später wird auch der neue inoffizielle Mindestkurs bei 1.08 durchbrochen werden.

Das Resultat wird sein, dass die SNB dann wieder horrende Verluste erleidet. Bis es jedoch so weit ist, sieht die SNB gut aus: Sie meldet immer wieder neue hohe Gewinne, die dann kurz von einem massiven Verlust wieder vernichtet werden.

Die SNB gleicht damit einem unseriösen Schenkkreis. Das funktioniert so: Mit ständig neuen Geldzuflüssen kauft die SNB Euros auf und kann damit den Euro für eine bestimmte Zeit über 1.08 halten. Sie baut eine “Euro-Schanze“.

Weil die Zinsen in der Eurozone höher sind als in der Schweiz , wo die SNB zudem einen Negativzins auf ihren Schulden belastet, erwirtschaftet die SNB einen positiven Zinsensaldo .Dabei kann kein Währungsverlust entstehen, weil die SNB ja den Euro stützt.

Das ist eine unseriöse Geschäftspraktik und einer Schweizerischen Nationalbank unwürdig. So funktioniert ein Schenkkreis, der nur solange hält, wie Neugeld zufliesst. Wird der Druck auf den Euro jedoch zu gross und verliert die SNB die Nerven wie beim Mindestkurs im Januar 2015, so stoppt der Neugeldzufluss, und das Debakel ist einmal mehr perfekt.

Wie unbedarft müssen unsere Politiker sein, dass sie diese unseriöse Geschäftspraktik der SNB nicht durchschauen und ihr Einhalt gebieten?

Da es der SNB also möglich ist, über eine gewisse Zeit nur Gewinne zu erwirtschaften, ohne Verluste zu erleiden, ist das von der SNB vermeldete Zwischenergebnis der SNB verfälscht. Es widerspiegelt nicht die echte Marktbewertung, das heisst jene ohne Interventionen. Die korrekte Marktbewertung wird sich dann aber etwas verzögert wie eine Lawine durchsetzen.

Ähnlich verhält es sich mit den Gewinnen der SNB auf ihren Aktienbeständen in den USA. Die ganze Finanzwelt weltweit weiss mittlerweile, dass die SNB wie wild Aktien kauft. Zudem glauben auch hier die Marktbeobachter an die Irrlehre der SNB, wonach diese „unbeschränkt“ Euros, Dollars und Aktien kaufen könne mit „Geld aus dem Nichts“. So hat das die SNB in der oberflächlichen NZZ behauptet.

Mit ihrem absurden Geldschöpfungsmärchen setzt die SNB somit eine gigantische Spekulationsmaschinerie in Gang – alle meinen, die SNB kaufe unbeschränkt Aktien und wollen bei diesem „Game“ dabei sein. Die SNB ist ja grenzenlos stark, meinen sie.

Was aber alle nicht sehen wollen: Die SNB ist eine grosse Spekulantin. Sie operiert mit einem Hebel von rund 10 Mal. Daraus folgt: Die SNB ist eine sehr schwache Marktteilnehmerin. Kommt es einmal zu einer Korrektur an den Aktienmärkten, was nach einer 8-jährigen Boomphase zu erwarten ist, so wird die SNB eine solche Korrektur nicht durchstehen können.

Warum nicht?

Die Märkte drücken die schwachen Marktteilnehmer aus dem Markt. Die Kreditgeber der SNB (darunter unsere Pensionskassen) werden ihre Guthaben bei de SNB wertberichtigen müssen und werden möglicherweise deshalb Konkurs gehen, weil ja die SNB ihre Bilanz nicht deponieren will.

Wie will dann aber die SNB diese „Too big to fail-Institute“ retten können, wenn sie selber der Grund für deren Konkurs ist – und selber Konkurs ist?

Das wird dann auch das Ende der SNB in ihrer heutigen Form sein.

Und die Leitung der SNB meint immer noch, sie könne in diesem Fall einfach „Geld drucken und alle Forderungen damit bezahlen“. Welche Illusion – du meine Güte.

Ich kann der Führung der SNB nur nochmals raten, angesichts solcher Misswirtschaft und Irrlehre nun sofort zurückzutreten.

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Kommentare

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  1. Mir gefällt die Sichtweise dieses Artikels gut und ich siehe die Risiken ganz ähnlich. Meinen spanisch- und englisch sprechenden Freunden beschreibe ich die SNB in Begriffen wie „völlig konzeptloser Hedgefund der Kategorie Lumpenproletariat“, geführt von selbst ausgerufenen Zauberlehrlingen, Karriere Bürokraten, die kaum etwas von „risk management“ verstehen. Die Bilanzrisiken sind enorm, die krassen Fehleinschätzungen über die Märkte geradezu abenteuerlich, die Anmassungen absolut unverschämt. Wichtiger aber noch ist, dass in der CH sich kaum Widerstand regt gegen die „Autonomie“ dieser Hazardeure (Yen-US$ long Position als der Yen seinen höchtsten Punkt erreichte, Euro -SFr, long als die Tages-, Wochen- und Monatscharts Verkaufssignale aussandten (bei Euro 1.55 approx.). Natürlich sind die Währungsrisiken in der SNB enorm, aber auch die Defaultrisiken. An Aktienmärkten bei historischen Höchstkursen ungesicherte Anlagen zu tätigen ist wohl kaum Aufgabe einer Notenbank (heute hat die SNB mehr facebook Aktien als Zuckerberg). Casinokapitalismus in Reinkultur. Das wird noch eine spannende Geschichte….pf, Montevideo

    • @Paul Feuermann

      Danke

      „Casinokapitalismus“

      Treffend ausgedrückt

      In Montevideo sieht man das – in Zürich will man das nicht sehen.

      Ja – das wird in der Tat noch spannend werden.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  2. Hier wird von @Mondeinheiten argumentiert, die SNB hätte Zugriff auf Pensionsansprüche schweizer Bürger (mit Dreisäulenmodell?).
    Da wäre es doch für alle hier interessant zu hören, wie das rein technisch ablaufen soll.
    Sollte der Quartalsverlust das Eigenkapital der SNB übersteigen, hätten wir Verhältnisse wie 1990 oder 1994, und damals ist nichts passiert.
    Daß die SNB auch bei über 50 Mrd. Verlust die Bilanz deponiert, halte ich zum gegenwärtigen Zeitpunkt eher für spekulativ.
    Sie wird einfach ihre Politik fortsetzen und auf bessere Kurse im US-Aktienbereich und auf schlechtere Kurse des schweizer Franken setzen.
    Das kann Jahre so weitergehen.
    Wenn Dr. Meyer’s Position Bestand an höherer Stelle hätte, wäre die SNB sicherlich mit einer eigenen Argumentation zur Stelle, so kenne ich die schweizer Demokratie und auch das politische Selbstverständnis einiger Herren in Bern.
    Daß weder Jordan noch Zurbrügg noch Maechler das Thema aufgreifen, erscheint mittlerweile zumindest dubios.
    Für Laien und besorgte Bürger eigentlich eine unhaltbare Situation, sonst wird doch hier alles andere -zumindest verbal- „angepackt“.
    Gilt der Prophet im eigenen Lande so wenig?
    Einen Dialog hätte er meines Erachtens wenigstens verdient.

    • @Louis Trenker

      Danke

      Sie schreiben zwar an „Mondeinheiten“.

      Erlauben Sie mir trotzdem kurz Stellung zu nehmen zu Ihrem Kommentar.

      Sie sprechen ja genau das Unglaubliche an:

      Die SNB weicht der Diskussion um negatives Eigenkapital der SNB aus. So tun es auch die Medien.

      Das ist einer Demokratie unwürdig. Unsere SNB hat sich von der Demokratie abgekoppelt.

      Unwürdig das Veehalten der SNB und derer anonymen Freunde hier, die versuchen, mich mit Polemik zu entmutigen.

      Ich wiederhole: Bei negativem Eigenkapital der SNB müssen die Steuerzahler die SNB rekapitalisieren.

      Fie SNB kann durch Gelddrucken negatives Eigenkspital nicht wieder aufbauen, wie das SNB Direktorium behauptet.

      Solches gehört in das Reich der Fabeln.

      Freundliche Grüße

      Marc Meyer

    • @Louis Trenker

      Addendum

      Im Jahre 1995 hatte die SNB eine Eigenkapitalquote von fast 40 Prozent. Dabei war das Gold, wenn ich mich richtig erinnere, zum einem Drittel des Marktpreises bewertet.

      Zu Marktpreisen bewertet hätte die Eigenkapitalquote der SNB gegen 100 Prozent betragen.

      Das Jahr zuvor war die Eigenkapitalquote so wie ich mich erinnere noch höher.

      Sie können also das Jahr 1994 niemals mit der Situation vergleichen, in der der SNB negatives Eigenkapital droht.

      mfg

      http://www.snb.ch/de/mmr/reference/annrep_1996_finanzbericht/source/annrep_1996_finanzbericht.de.pdf

  3. tja, vom kaliber her in etwa bernie madoff mal zehn.
    schneeballsystem vom feinsten, inkl. beinahe totaler medienunterdrückung. fast niemand interessierts,
    ok, vielleicht erschüttert das herzzerreissende schicksal des pudels filou in der westschweiz das herz der meisten medienkonsumenten doch etwas mehr als der SNB-wahnsinn.
    und eigentlich scheint es ja wiederum aber auch kein wahnsinn zu sein, sondern eine sorgfältig orchestrierende hand im hintergrund, die sukzessive die vermögenswerte (z.B. rentenansprüche) sachte aus den händen ebendieser minderqualifizierten medien- (und sonstigen) konsumenten nehmen wird und den „rechtmässigen“ besitzern geben wird.
    ehrlich gesagt, das mitgefühl für diese pudelliebenden konsumenten hält sich in grenzen; wenn ich an meine kinder denke, sieht es wieder etwas anders aus.

  4. Grüezi Herr Dr. Meyer,

    sehr guter Artikel. Danke das Sie Ihre Lebenszeit dafür „aufopfern“. Mit Ihre Artikel ziehen Sie auch ein „intolerantes und ignorantes Publikum“ an, der dadurch zu erkennen ist, keine konstruktive Fragen stellen zu wollen.

    Sehen Sie, die Finanzmärkte werden schon seit Jahren nicht von wirtschaftlichen Fundamentaldaten getrieben, sondern von Zentralbanken. Das ist das Leitmotiv an allen Assetmärkten. Vor dieser Fehlentwicklung/Manipulation warnen Sie letzen Endes, seitdem Sie auf diesem Blog schreiben.

    Die Renditen zum Beispiel der 10-jährigen US-Staatsanleihen ziehen deutlich an, d.h. die Zinsen steigen. Und zwar stark beschleunigt! Zur Erinnerung an alle: Staatsanleihen sind die Basis für alle möglichen Kredite, mit denen auch Aktien gekauft werden.

    Quelle:
    http://www.cmegroup.com/trading/interest-rates/stir/30-day-federal-fund.html

    Je schneller die Zinsen steigen, desto höher wird der Druck auch auf den Aktienmarkt. Steigende Renditen bedeuten, dass Staatsanleihen verkauft werden. Was bedeutet das für die SNB, Sozialwerke und Immobilien in der Schweiz? Oder anders ausgedrückt: was bedeutet das für den CH-Steuerzahler?

    Ich wünschen Ihnen eine schönen Tag und grüsse Sie freundlich.

    • @Arbeitgeber KMU AHV-Rentner

      Vielen Dank für Ihre ermutigenden Zeilen.

      Es ist genau so, wie Sie schreiben.

      Wenn die Znsen zu stegen beginnen, dann laufen die Zentralbanken in einen Hammer – allen voran unsere Schweizerische Nationalbank.

      Es tut weh, das mitanschauen zu müssen.

      Insbesondere die Unbelehrebarkeit unserer SNB ist schwer enttäuschend.

      Danke nochmals und schönen Tag

      Marc Meyer

    • Grüezi Herr Dr. Meyer,

      die Fehler die Sie in der Geldtheorie aufzeigen, sind die Bestätigung das der Kapitalismus die Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln ist.

      Ich hatte vor ein paar Tagen eine Unterhaltung mit einem BIZ-Funktionär der mir glaubhaft machen wollte, das es ein Zusammenhang zwischen „ZB-Banknotenumlauf vs. Kassabestand“ nicht gibt. Im Klartext: Banknotenumlauf gibt es nicht. Ich habe das zur Kenntnis genommen und nichts gesagt. Das alles erinnert mich an 1989. Obwohl der Ostblock rasend schnell in sich zusammenfiel, weigerten sich die Eliten/Medien dieser Ländern bis 1 Minute nach dem Mauerfall die Realität zu akzeptieren.

      Nun ja, da die Anleihen die Basis für gigantische Kredittürme und Spekulationen bei allen Vermögenswerten bilden, könnte der 14. Dezember zu einen Einbruch der Anleihekurse, bzw. zu einer Kettenreaktion bei allen anderen Assetmärkten führen.

      Der Tag wo Ihre Theorie in der Praxis überprüft werden kann ist nah.

      Herzliche Grüsse

    • @Arbeitgeber KMU AHV Rentner

      Vielen Dank

      Was mich am meisten veblüfft ist die Unbelehrbarkeit unserer Nationalbank.

      Einfach nur unglaublich mit welcher Hartnäckigkeit diese an alten Irrlehren festhält.

      Es kann nicht wahr sein, was nicht wahr sein darf.

      Freundliche Grüße

      Marc Meyer

  5. Selten einen journalistisch so schlechten Artikel gelesen ganz unabhängig vom Inhalt oder Richtig/Falsch. Hat das überhaupt ein Journalist geschrieben oder schreiben hier Sekundarschülern ihre Meinungen als Artikel?

    • @J.Bolz

      Danke für Ihren Beitrag

      Da schimmert doch die Arroganz der SNB durch.

      Leider kann ich darauf nicht näher eintreten, da Ihr Kommentar kein einziges fachliches Argument enthält.

      Sie und die SNB haben Zeit für reine Polemik – ich nicht.

      Also bitte verschwenden Sie nicht meine kostbare Zeit.

      Freundliche Grüsse und einen schönen Tag

      Marc Meyer

    • und was ist Ihr fachlicher Beitrag zum Artikel? Bringen Sie bitte Argumente.

      Und wenn Ihnen der Schreibstil nicht gefällt, dann kaufen Sie ein gutes Buch. Oder den Duden.

    • @stiller Beobachter

      Danke

      Ja richtig – fachliche Argumemte sind bei der SNB Mangelware.

      Das SNB – Direktorium besteht aus lauter Schwimmern – nicht nur in Wasser, sondern vor allem in der Geldtheorie.

      Dort schwimmen Sie grandios.

      Schönen Tag und freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Havenstein

      Danke

      Ja das ist unter Niveau Sekundarschüler, was die SNB bietet.

      MfG und schönen Tag

      Maec Meyer

  6. Im Gegensatz zu Dr. Meyer sind die meisten Kommentarschreiber mit wenig Geduld ausgestattet und häufig Windfahnen.

    Wartet nur ab, es wird alles genau so kommen, wie Dr. Meyer beschreibt.

    Es blubbert die Blase, bis sie platzt – manchmal dauerts halt länger.

    Ich empfehle Käufe von Gold in kleinen Stückelungen, damit man damit Brot kaufen kann, wenn’s Geld keinen Wert mehr hat – Notvorrat wäre ebenfalls noch ein Tip.

    Unser Finanzsystem ist praktisch Bankrott und es ist nur eine Frage der Zeit bis wir uns an die Wand fahren.

    • Für’s Brot sollte man besser Nickelmünzen in kleinen Stückelungen vorrätig haben. Das Gold wird dann für den Kauf der Häuserzeilen gebraucht.
      Aber das dauert noch ein paar Jahre. Zuerstig gibt es noch den geprintenten Crack-up infrastruktur/rüstungs, etc boom.

    • @Nadroj r.D.

      Danke

      Ja, die Zentralbanken – allen voran unsere SNB – bringen die Volkswirtschaften in grosse Gefahr, da sie gutes Geld schlechtem nachwerfen.

      D.h. sie investieren in bonitätsmässig schlechtere Wertpapiere, und verkaufen diese unter dem Label „Zentralbankgeld“.

      Dadurch findet eine Verwässerung der Bonität der Zentralbanken statt.

      Unsere SNB begeht zudem den Fehler, dass sie in bonitätmässig minderwertige Papiere im Ausland investiert.

      Dadurch wird unserer Volkswirtschaft doppelt geschädigt.

      freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @havenstein

      Danke

      Hoffen wir, die SNB kommt vorher doch noch zur Raison – allerdings wird das immer schwieriger mit jedem Franken, für den sie auf Pump ausländisches Geld kaufen.

      mfG

    • @Willi Aerne

      Danke

      „Währungsreseeven auf der Aktivseite unserer Bilanz“

      Originalwortlaut SNB Chef Prof. Dr. Thomas Jordan in Teferat vor Volkswirtschaftlicher Gesellschaft Bern, S.4

      Presse übernimmt Fehler von Herrn Jordan

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • @Willi Arrne

      Allein auf S.79 Geschäftsbericht 2014 bezeichnet die SNB ihre Devisenanlagen zweimal korrekt als Devisenanlagen und viermal falsch als Devisenreserven.

      Dad ist ja das Problem mit der SNB: sie verwechselt alles und vermischt lmmer wieder links und rechts ihrer eigenen Bilanz.

      So verwirrt sie alle und vertuscht ihre Kapitalfehler. Auf diese unehrliche Art und Weise will sie uns weise machen, sie könne Geld aus dem nichts machen und könne nie Konkurs gehen.

      Unsere SNB ist nicht ehrlich.

      Freundliche Grüße

      Marc Meyer

  7. Herr meyer behauptet, bei fallenden immobilienpreisen in der schweiz steige der wert des chf..(siehe kommentar @5 unter fünftens). Mi allem respekt zu ihren theoretschen schulbuch prognosen. Aber dies sehe ich komplett anders. Bei sinkenden schweizer immobilienpreisen sinkt vertrauen in chf und chf wird eher fallen. Ihre sicht über dieses thema interessiert mich genauer herr meyer. Begründen sie bitte.

    • @bubi

      Danke

      Sie argumentieren innerhalb der klar definierten Relation Franken / Immoblienpreiae in Franken

      Fällt die Kaufkraft des Frankens, so steigen die Immobulienpreiae in Franken bewertet und vice versa.

      MfG
      MfG

    • @bubi

      A propos „theoretisches Schulbuchwissen“

      Bitte vergessen Sie nicht, dass ich rund 10 Jahre lang Strategist war bei der UBS.

      Ich weiß, wovon ich rede.

      MfG

    • Da fragt sich was zuerst kommt, sinkende Währung oder Immobilien.

      Wir haben in Europa ja genügend Beispiele.

      Falls eine ZB einen starken Preisrückgang bei Immobilien verhindern will, muss die expansiv sein.
      Das drückt auf die Währung.

    • @Peter Keller

      Danke

      Mit Käufen von US-Aktien stützt die SNB sicher nicht den Schweizer Immobilienmarkt – und mit negativen Passivzinsen auch nicht, weil dadurch die Zinsmarge der Banken geringer wird, so dass diese höhere Hypozinsen verlangen müssen.

      Fallende Güter- und Immobilienpreise bedeuten, dass die Kaufkraft des Frankens steigt.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  8. Gehört offenbar einfach zu IP, diese SNB-Artikel. Misswirtschaft und Irrlehre in der SNB, sofortiger Rücktritt… Warum so weltfremd? Sie glauben doch selbst nicht, dass die zurück treten Herr Dr. Meyer. Die Argumentationskette ist einfach komplett an den Haaren herbeigezogen. Pensionskassen werden bankrott gehen, weil die SNB die Bilanz nicht deponieren will. Da würde ich sofort bares Geld wetten, dass dies nicht passieren wird – einen 5-stelligen Betrag, auf 5 Jahre. Sind Sie dabei?

    Immerhin, erfreulich, dass nicht auch noch Armstrong mit seinen lächerlichen und inzwischen erwiesenermassen falschen Prognosen über den totalen Crash, der das dann ja alles auslöst, für das vorliegende Weltuntergangsszenario herbeigezogen wird – wie dies bei anderen Autoren hier bei IP mehrmals der Fall war. Auch diese Prognosen, die „ganz sicher“ waren, mathematisch bewiesen sozusagen – denn Amstrong hatte schliesslich wie Behring auch, den genetischen Code der Finanzmärkte geknackt – sind nie eingetreten, waren einfach Phantasiemärchen. Das trifft aus meiner Sicht auch auf die Prognosen in diesem Artikel zu.

    • @Agnostiker

      Danke

      Fällt das EK der SNB in den negativen Bereich, so müssen die Banken ihre Guthaben bei der SNB entsprechend wertberichtigen.

      Das kann zu deren Konkurs führen, Je nachdem wie viel Kredit sie der SNB gegeben haben.

      Herr Jordan behauptet, die SNB könne in diesem Fall einfach Banknoten drucken.

      Nun Bitte möchte ich von Ihnen ein fachliches Gegenargument.

      Seien Sie froh und dankbar, dass nicht alle der SNB nach dem Mund reden.

      MfG

    • @Agnostiker

      Also wo bleibt Ihr fachliches Argument? Warte ich vergebens?

      Nochmals: Jordan behauptet, die SNB könne bei negativem Eigenkapital dieses wieder aufbauen durch drucken von Banknoten und ich sage: Nein, Bund und Kantone werden die Nationalbank bei negativem EK rekapitalisieren müssen.

      Ein entscheidender Unterschied.

      Wer hat Recht?

      Also bitte bringen Sie nun Ihr fachliches Argument, warum Jordan Recht haben soll.

      Die Nationalbank und ihre anonymen Fürsprecher hier sind offenbar nur fähig, abstruse Behauptungen zu verbreiten. Zu fachlichen Argumenten sind Sie und die SNB nicht fähig.

      Und nochmals: Ein Direktorium, das Eigen- und Fremdkapital der eigenen Bilanz miteinander verwechselt, sollte schon nur aus Anstand zurücktreten. Das gilt insbesondere dann, wenn es um über 600 Milliarden Schulden geht.

      Aber da Jordan & Co. ihren Fehler nicht einsehen bzw. nicht einsehen wollen, werden sie auch nicht zurücktreten – schon klar.

      Die SNB muss offenbar zuerst noch gewaltige Verluste einfahren, bis es soweit ist. Bluten wird das Schweizervolk.

      Und übrigens: Ich habe der SNB vorausgesagt, dass sie ihre Mindestkurs nicht wird durchsetzen können – und das zu einer Zeit als die SNB und ihre anonymen Fürsprecher wie Sie hier noch das Gegenteil behaupteten.

      Und mit dem neuen inoffiziellen Mindestkurs bei 1.08 wird dasselbe passieren.

      mfG

    • Beispiel Zentralbank Tschechiens:

      weder mußte das negative Eigenkapital ausgeglichen werden noch die Banken ihre Guthaben bei der SNB entsprechend wertberichtigen.

      Nachdem der schweizer Aktienmarkt bereits seit einem Jahr sinkt, platzt ggf. demnächst die schweizer Immobilienblase.

      Das alles spricht weniger für einen starken Franken in Zukunft.

    • @“5“

      Danke

      Wäre schön, wenn sich die SNB nicht hinter anonymen Pseudonymen versteckte, sondern offen und ehrlich argumentierte.

      Aber Thomas Jordan und sein Team am Bürkliplatz sind offenbar fachlich am Ende. Das beweisen auch Ihre Zeilen. Jordan und sein Team klammern sich verzweifelt an die Nationalbanken Tschechiens und Chiles.

      Einfach nur pitoyable.

      Unsere einst stolze Nationalbank macht Schulden von über 600 Milliarden und rechtfertigt diese, indem sie sich hinter einer Zentralbank versteckt, die erst noch kommunistisch war und zu einem Land gehört, das in wirtschaftlicher Hinsicht vollkommen andere Prämissen hat als die Schweiz.

      Erstens:
      Die Tschechische Krone ist eine Schwachwährung. D.h. Auslandinvestitionen der tschechischen Zentralbank gewinnen kontinuierlich an Wert, während jene der SNB ständig an Wert verlieren.

      Zweitens:
      Es ist unklar, wer die Gläubiger der Zentralbank Tschechiens in jener Zeit waren. War beispielsweise der tschechische Staat Kreditgeber der Zentralbank, so hat dieser Staat weniger Bewertungsprobleme und hat einen längeren Atem. Er kann mit höheren Steuern eine Phase von Wertberichtigungen auf Zentralbankpositionen überbrücken.

      Bei der SNB ist das anders: Gläubiger der SNB ist nicht der Staat, sondern sind die Geschäftsbanken. Diese sind gemäss OR verpflichtet, ihre Aktiven korrekt zu bewerten. Wird das Eigenkapital der SNB negativ, so müssen die Banken ihre Guthaben bei der SNB wertberichtigen und können Konkurs gehen – anstelle der SNB.

      Drittens:
      Die tschechische Zentralbank erhielt im Zuge von Privatisierungen Devisenerlöse von Verkäufen von Staatsbetrieben.
      Auch das gibt es bei der SNB nicht. Die SNB kann nicht auf Erträge hoffen, die aus dem Erlös von staatlichen Betrieben resultieren. Das sollten Sie und Herr Jordan ebenfalls beachten.

      Viertens:
      Bei der Zentralbank Tschechiens geht es um Eigenkapitalbeträge von 1 Mrd. Euro. Bitte beachten Sie, dass wir es bei der SNB mit einem Betrag zu tun haben, der über 600 Mal (!) grösser ist!

      Fünftens:
      Zudem haben Sie und SNB-Chef Jordan offenbar grosse Probleme mit Bewertungen: Wenn die Immobilienpreise in der Schweiz in Franken bewertet fallen, so steigt dadurch der Wert des Frankens. Er fällt nicht, wie Sie hier behaupten.

      mfG

    • Lieber Herr Dr. Meyer

      Bei Ihnen ist eine sachlich/fachliche Diskussion nicht möglich, das zeigen alle ihre Beiträge durchgehend. Alle, die nicht ihre Meinung vertreten sind Anhänger einer Irrlehre oder sonst wie fehlgeleitet und sollten zurücktreten und verschwinden. Sie sind im Alleinbesitz der Wahrheit und haben einen manchmal schon ins komische kippenden Absolutheitsanspruch. Sie sind viel zu radikal, Sie sind so dermassen überzeugt, dass sie es selbst dann nicht anerkennen würden, wenn sich ihre Theorien in der Praxis als offensichtlich falsch erweisen, sozusagen ein Finanztaliban, ein Ideologe. Warum soll ich mir da die Mühe machen, einen vollkommen nutzlosen Schlagabtausch zu führen, dessen Ablauf und Resultat schon von vornherein feststeht? Darum biete ich Ihnen eine Wette an. Wenn Sie so fest glauben, dann lassen Sie uns doch einfach wetten. 10T Franken. Dann tut es Ihnen wenigstens richtig weh, wenn sie falsch liegen, auch wenn sie natürlich nie Einsicht zeigen werden. Sind Sie dabei?

    • @Agnostiker

      Danke für Ihren Kommentar.

      Leider findet sich aber wieder kein einziges fachliches Argument in Ihrem Schwall von Polemik.

      Und wie immer: Wenn die SNB und ihre anonymen Fürsprecher hier keine fachlichen Argumente mehr haben, dann wird auf meine Person gespielt bzw. gefoult – aufs Gröbste.

      Das passt zur SNB mit ihrem „braven“ Herr Jordan.

      Ich sei ein „Finanztaliban“ usw. meinen Sie. Nun wird‘s ja gar amüsant.

      Im Schutze Ihrer Anonymität sind Sie mutig bzw. feige und greifen mich als Person an. Aber das bin ich mir von der SNB und ihrer anonymen Chaoten, durch die die SNB sich hier dauernd vertreten lässt, gewohnt – fast schon langweilig.

      Nochmals: Es geht um die entscheidende Frage: Was geschieht im Falle von negativem Eigenkapital der SNB. Jordan behauptet, die SNB könne in diesem Fall einfach Banknoten drucken und damit alle ihre Schulden bezahlen.

      Ich argumentiere demgegenüber: Die SNB kann durch Drucken von Banknoten ihr Fremdkapital nicht abbauen, wie Jordan behauptet. Die SNB muss durch die Steuerzahler rekapitalisiert werden.

      Bin ich ein „Finanztaliban“, weil ich es wage, der SNB zu widersprechen? Soweit sind wir in der Schweiz schon mit der Autoritätsgläubigkeit an unsere Nationalbank.

      Wenn Sie beweisen können, dass die SNB durch Aufnahme von zusätzlichem Fremdkapital ihr gesamtes Fremdkapital abbauen kann, wie Jordan behauptet, so bin ich gerne bereit mit Ihnen diesbezüglich eine Wette einzugehen.

      Mit anderen Worten:
      Sie wollen mir also beweisen, dass wenn ich Wasser in ein Gefäss schütte, der Wasserpegel abnimmt.

      Und wenn ich wage, zu argumentieren, dass der Wasserstand zunimmt, wenn ich Wasser in ein Gefäss gebe, dann bezeichnen Sie mich als „Taliban – Ideologe“.

      Sorry – was Sie und die SNB hier präsentieren ist Irrenhaus-reif.

      Und zudem: Wie soll ich mit einem Anonymen eine Wette eingehen? Sie sind ja eh zu feige, mit Ihrem Namen zur SNB und deren Irrlehren zu stehen.

      Also geben Sie hier Ihren Namen an. Dann können wir zusammen wetten.

      Ich habe der SNB vorausgesagt, dass sie Ihren Mindestkurs nicht durchsetzen kann und habe Recht bekommen. Gerne wette ich mit ihnen darauf, dass der neue inoffizielle Mindestkurs von 1.08 ebenfalls nicht halten wird. Also wetten Sie mit mir darauf?

      Welche Bank bei negativem Eigenkapital der SNB als erste Konkurs geht, weil sie zu viele Guthaben bei der SNB hat, kann ich natürlich nicht sagen, weil ich nicht weiss, wie viele Guthaben jede Bank bei der SNB hält.

      Aber gerne wette ich auch darauf, dass die Banken ihre Guthaben bei der SNB wertberichtigen müssen, wenn das Eigenkapital der SNB negativ wird.

      Also: Ich warte auf die Bekanntgabe Ihres korrekten Namens hier.

      Stehen Sie offen zu dem Unsinn, den Sie hier von sich geben. Ihr Arbeitgeber (die SNB?) wird Freude an Ihnen haben.

      mfG

    • Wahrheit und Absolutheitsanspruch sind grosse Worte – Wir kommen aber in einer freien Marktwirtschaft nicht um die Logik der Doppelten Buchhaltung herum. Dies hat Dr. Meyer mit Verstand aufgezeigt und die „Geldschöpfung aus dem Nichts“ längst als Erwachsenenmärchen widerlegt.
      Die freudig verkündeten vermeintlichen SNB Gewinne wirken wie Opium und vernebeln offenbar den Verstand vieler sonst kluger Köpfe.
      Es nützt aber nichts, wenn wir die SNB Bilanz schönreden, selbstberuhigend die gigantischen Risiken ignorieren und die SNB ehrfurchtsvoll und unreflektiert in Schutz nehmen.
      In diesem Sinne Dr. Meyer geben Sie nicht auf.

    • @Rico Meier

      Lieber Herr Rico Meier

      Einmal mehr vielen Dank für Ihr Votum. Sie strahlen eine Ruhe aus, welche der Diskussion hier sehr gut tut.

      Dies ganz im Gegensatz zur Hyperventilation der anonymen SNB-Freunde, welche merken, dass das Argumentarium ihrer angehimmelten Nationalbank untergeht bzw. bereits Schiffbruch erlitten hat.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  9. Ich dachte schon..wo bleibt herr meyers propaganda? Aber schon schreiben sie wieder.
    Vielleicht kann die snb auch jedem ch bürger 100000 chf in bar schenken. Spätestens dann werden wir eine abwertung des chf sehen. Und dann wird auch herr meyer feststellen, dass chf an wert verliert und die snb gewaltige gewinne in den fremdwährungen macht. Solange die märkte glauben, chf sei ein begrenztes gut, soll die snb weitere ausländische aktien und gold kaufen!

    • @bubi

      Danke

      Sie haben mich also vermisst? Das ehrt mich.

      Leider argumentieren sie so naiv wie unsere Nationalbank.

      Sie setzen den Wert von Notenbankgeld mit dem Aussenwert des Schweizerfrankens gleich. Das dürfen Sie nicht.

      Warum nicht?

      Der Gegenwert von Notenbankgeld besteht aus den Aktiven im Portefeuille der SNB.

      Der Gegenwert des Schweizerfrankens im Vergleich zu anderen Währungen hingegen besteht im gesamten Volksvermögen der Schweiz und der gesamten Wirtschaftsleistung. Die SNB-Aktiven stellen nur einen geringen Teil davon dar.

      Konklusion: Wenn Notenbankgeld an Wert verliert in Relation zu anderen Wertpapieren in der Schweiz, so heisst das nicht, dass auch der Franken fällt in Relation zu anderen Währungen.

      Es wird voraussichtlich also so sein, dass die SNB Konkurs geht und damit weitere Banken und Grossinvestoren in den Abgrund reisst.

      Die ausländischen Investoren haben aber noch das Eigenkapital der Banken als Puffer. Die Aktionäre der Grossbanken werden ihre Vermögen in dem Ausmass verlieren, wie die SNB negatives Eigenkapital aufweist. Das schützt die ausländischen Investoren.

      Daraus folgt, dass der Aussenwert des Frankens nicht fällt, wenn die SNB Konkurs geht.

      Ihre Hoffnung und die der SNB zielt also ins Leere.

      Freundliche Grüsse

    • @bubi

      Noch etwas:

      Der Franken wird erst fallen NACHDEM die SNB aus dem Markt verdrängt ist.

      MfG

  10. Nicht schlecht vorausgesagt. Der innofizielle Franken-Euro Mindestkurs 1.08 der SNB ist laut Nachrichten SRF heute Abend unter 1.08 auf 1.078 gefallen.

    Laut dem Währungsrechner von Finanzen.ch vom 2.11.16:
    Schlusskurs: 1.0797
    Tagestief: 1.0754
    Eröffnung: 1.0782
    Tageshoch: 1.0807

    Da wurden vermutlich wieder Milliarden reingebuttert, um den Wert abends nahe der 1.08 zu bringen.
    Je nach dem wie die US-Wahl ausgeht wird es durch die Angshasen an den Börsen noch richtige Turbulenzen nach sich ziehen, was den Kurs noch weiter nach unten drückt.

    Herr Meyer, es interessiert mich, ob Sie in absehbarer Zukunft eine Hyperinflation oder Hyperdeflation sehen, wenn es so weiter geht, oder eher einen Totalcrash?

    • @AJD

      Danke

      Ja. Die SNB ist ein fetter Braten für die internationale Finanzwelt. Investoren. Den wollen sie sich nicht entgehen lassen.

      mfG

  11. Da regen sich die Leute auf, wenn ein Plastiksäckli in der Migros nun 5 Rp. kostet. Dass aber durch die Politik der SNB und der EZB Sparer und zukünftige Rentner kalt um Milliarden enteignet werden, kümmert offensichtlich niemand.

    • Das zeigt wie völlig verblödet der Durchschnittsbürger ist.

      Bürger ist hier auch wörtlich verstanden der richtige Begriff.

    • @Peter Keller

      Danke für Ihren Beitrag.

      Die SNB macht es mit ihrer Oberflächlichkeit vor.

      freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  12. man ist/wird einsam, wenn man gegen die SNB schreibt. Nicht genug, dass ich mir in Deutschland von Vermögensverwaltern eine blutige Nase geholt habe. Im verlinkten Artikel – so habe ich es wenigstens verstanden – wird die Strategie der SNB gelobt. Im (einzigen) Kommentar wird dem Kapitalmarktstrategen des „berühmten“ Vermögensverwalters widersprochen.

    Was der Kapitalmarktstratege für die Schweizer sinnvoll findet, kann ich nicht nachvollziehen. ICH KANN DAROB NUR DEN KOPF SCHÜTTELN.

    Auf diesen Sachverhalt habe ich kurz und bündig in meinem Kommentar heute hier hingewiesen.

    Und was passiert? Ich hole mir eine blutige Nase von Dr. Meyer, den ich erstens nicht kenne und zweitens bisher stets unterstützt habe.

    Es ist wohl besser, wenn ich in Zukunft schweige.

    • @Stiller Beobachter

      Bitte entschuldigen Sie.

      Das ist nun wirklich ein Versehen meinerseits..

      Tut mir echt Leid. Deshalb meinte ich ja, dass jemand Ihr Pseudonym benutzt hat.

      Das kommt davon, wnn man auf einem kleinen Ersatzhandy die Kommentare liest.

      Also nochmals Entschuldigung. Ich meinte, Sie würden über meinen Artikel nur den Kopf schütteln.

      Es würde mich sehr freuen, wenn Sie über dieses Missverständnis hinwegsehen könnten und weiterhin Ihre wertvollen Links hier posten.

      Freundliche Grüße und nichts für ungut:

      Marc Meyer

  13. Herr Meyer kann gar nicht genügend gelobt werden,
    dass er das von kaum jemanden verstandene, aber jedermann betreffende Thema ‚Folgen der Art und Weise wie sich eine Notenbank Geld verschafft‘ thematisiert.

    Auf die Problematik, welche entstanden ist, dass sich die SNB auf versteckten politischen Druck hin an die Quadratur des Kreises gewagt hat, nicht nur den Binnenwert des Frankens sondern auch gleichzeitig dessen Aussenwert zu steuern, gehe ich hier nicht ein, obwohl dies der Auslöser war, dass die
    SNB bzw. deren Leitung im Rampenlicht bleibt.

    Ich glaube erkannt zu haben, dass es für eine Notenbank
    zwei Möglichkeiten gibt zu Geld zu kommen:
    Die klassische, die ihr schon immer gestattet war, nämlich die Geldmenge zu erhöhen, dies jedoch nach Lehrbuch nur so weit, wie die Wirtschaftskraft eines Landes gewachsen ist.
    Wird bekannt, dass eine Notenbank darüber hinaus Geld
    ’schöpft‘, dann wirkt das unseriös und kann den Aussenwert einer Währung reduzieren, was aber durchaus gewollt sein kann. Die FED hat’s vorgemacht und der Zauberlehrling Draghi von der
    EZB macht’s nach.

    Diese Methode wird nicht nur von der Presse sondern auch von seriösen Bankern Laien gegenüber mit
    ‚Geld aus dem Nichts schaffen‘ bezeichnet. Das ‚Nichts‘
    muss in der Form eines Kontos mit erheblichem negativen
    Saldo existieren, sonst würde die SNB gegen das Nationalbankgesetz verstossen, welches ihr eine Buchführung analog einer normalen AG vorschreibt. Die Existenz dieses Negativkontos ist speziell, aber nicht tragisch. Es existiert ja nur in der Buchführung der SNB und ein Ausgleich des Kontostandes,
    selbst wenn dieser auf’s Ungeheuerliche anwachsen sollte, wird, da von niemandem einforderbar, nicht stattfinden. Diese Methode wurde, wie bereits gesagt, eingesetzt, um die dem Wirtschaftswachstum entsprechende Geldmenge jährlich zu erhöhen.

    Die SNB hat sich die x-hundert Milliarden Franken, welche nötig waren um den Aussenwert des Frankens zu schwächen, bei Geschäftsbanken besorgt. Begreiflicherweise ist der Bankenrat nicht hellhörig geworden, da dessen Mitglieder ja auch am Herz lag,
    dass es den um jeden Zustupf ringenden Geschäftsbanken auch gut geht. Da diese aber der SNB mittlerweile sogar Zinsen für die Abermilliarden zahlen müssen, die diese ihr ausgeliehen haben, sieht
    das ganze wie ein obergenialer Schachzug der SNB aus.

    Ist es aber nicht.

    Die gegenüber der ‚Geld aus dem Nichts‘ Methode ’seriöse‘ Methode des Geldschöpfens der SNB hat zwei gravierende Nachteile:

    Es handelt sich um eine versteckte Subventionierung der Geschäftsbanken die sich zudem wettbewerbsverzerrend auswirken kann.

    Was viel schwerer wiegt ist die Tatsache, dass es sich in den Augen aller Finanzkreise deshalb um eine gängige und deshalb seriöse Methode handelt, weil statt des seltsamen Kontos der SNB reale Forderungen von Geschäftsbanken bestehen, etwas, das jeder Schalterbeamte und nicht nur einige Geldwerttheoretiker
    nachvollziehen können.

    Die Währung eines Landes, dessen Zentralbank sich Geld
    nicht durch ein völlig ungewohntes Konto mit hohem negativem Saldo, dessen Ausgleich aber nie eingefordert wird, beschafft, sondern ’stinknormal‘ von Geschäftsbanken erhält, wird HART.

    Die SNB möchte aber den Franken weich machen, weil dies die einzige Gelegenheit wäre, den Ungeist des Versuchs der Stabilisierung des Aussenwertes des Frankens wieder loszuwerden.

    Dank der auch in der Direktion der SNB vorhanden Fixierung auf das Numerische und Missachtung des Psychologischen fällt ihr nicht auf, dass sie sich selbst ein Bein stellt. Wenn sie schon den Franken weich machen will, was wie bereits gesagt nicht ihre eigentliche Aufgabe ist, dann sicher nicht so.
    Dann muss sie kreativ werden, und etwas ganz ‚unseriöses‘ aber im Gegensatz zur Euro-Akkumulierung as infintum ungefährliches tun. Zum Beispiel könnte sie statt Euros zu kaufen dem Finanzdépartement Geld ausleihen, das damit dann jeder Steuerzahlerin
    und jedem Steuerzahler damit nicht rückzahlbare Beträge auf deren Steuerschuld gutschreiben würde. Start bei 1’000 Fr. p.a. und falls dieser Schocknicht ausreicht, jedes Jahr mehr, bis in allen Finanzkreisen das Gerücht entstehen würde, mit den Franken würden ganz gefährliche Spielchen getrieben und als Fremdwährungsanlage seien sogar Entenhausener
    Dublonen dem Schweizer Franken vorzuziehen.

    N.B. der Wert einer Währung ist reine Glaubenssache und diese wiederum ist an die Psyche der Anleger gekoppelt, welche recht labil ist, da sie diese schlecht kontrollierbare Tatsache fortwährend verdrängen muss.

    • @Analytiker

      Danke

      Leider bin ich nicht ganz einverstanden mit Ihren Ausführungen: Notenbankgeld ist von den Banken einforderbar. Dieses ist Zahlungsmittel für die Banken.

      Auch die SNB muss ihre Schulden bezahlen. Sie darf die Banken nicht enteignen, wie das aus den Behauptungen von Herrn Jordan hervorginge.

      mfG

    • @Analytiker

      Ich kann diesem Helikoptervorschlag ebenfalls nichts Positives abgewinnen. Einerseits hilft der reine Austausch von CHF rein gar nichts in Bezug auf eine mögliche „Verwässerung“ der Wechselkurse und andererseits würde die Bilanz der SNB schlicht und einfach noch mehr aufgebläht (zudem logischerweise ohne Anstieg der Eigenkapitalquote)!

    • @Supermario

      Danke

      Ja – die Bilanz der SNB wird durch Schulden (Fremdkapital) aufgebläht.

      mfG

  14. Addendum

    Nebenan behauptet heute die Aargauerzeitung doch tatsächlich schon wieder, die SNB könne nicht pleite gehen, weil sie durch Geld drucken ihre Schulden bezahlen könne. (Geldpolitik ist Volksvermögen),

    Sie plappert einfach den Unsinn von SNB Chef Jordan nach.

    Sind wir eigentlich in einem Irrenhaus?

    Sorry

    MfG

    • Ja, wir sind in einem Irrenhaus. Veranstalter ist die SNB. Und niemand (fast niemand) blickt durch.

      Mir hat „die schweizerische Volkswirtschaft“ von H. Kleinewefers geholfen bzw. die Augen geöffnet. Ob das Buch noch erhältlich ist, weiss ich nicht. Meines hat Jahrgang 1993.

      PS. ich schreibe oder verlinke weiter. Missverständnis geklärt

    • Vielen Dank

      Als Student habe ich Kleinewefers intensiv studiert.

      Er schreibt verständlich, begeht aber auch die üblichen zentralen Fehler.

      Als Student wollte ich ihn darauf aufmerksam machen. Leider War aber auch er unbelehrbar.

      Ich musste somit meinen eigenen Weg gehen.

      Freundliche Grüße

      Marc Meyer

    • Der Staatliche Pensionsfonds des Königreichs Norwegen (norwegisch Statens pensjonsfond oder Oljefondet) ist der größte Staatsfonds der Welt (Stand 2013). Das verwaltete Vermögen belief sich am 30. September 2015 auf 7.019 Milliarden Norwegische Kronen, rund 734 Milliarden Euro.

      https://www.regjeringen.no/en/topics/the-economy/the-government-pension-fund/id1441/

      https://no.wikipedia.org/wiki/Statens_pensjonsfond

      https://www.regjeringen.no/en/topics/the-economy/the-government-pension-fund/id1441/

    • @stiller beobachter

      Danke

      Erstens:
      Leider beinhaltet Ihr Kommentar kein fachliches Argument, auf das ich eingehen könnte. Schade. Sind Ihnen und der SNB die fachlichen Argumente ausgegangen?

      Zweitens:
      Sie benutzen das Wort „auch“ und suggerieren, dass andere Kommentatoren auch „den Kopf schütteln“. Ich finde aber keine solchen. Also bitte fair bleiben in der Diskussion. Keine falschen Tatsachen suggerieren.

      Drittens:
      Der Kommentator „stille Beobachter“ hat mir hier stets Zuspruch erteilt. Also bitte keine Synonyme anderer Kommentatoren klauen. Oder nicht das Pseudonym wie das Hemd wechseln. Den anonymen Fürsprechern der SNB scheint jedes Mittel Recht, um die Fehlargumentationen der SNB zu vertuschen.

      Viertens:
      Bringen Sie doch ein fachliches Argument. Erklären Sie mir doch bitte, wie die SNB mit Investitionen in ausländische Rüstungsfirmen den Tourismus in der Schweiz ankurbelt. Die SNB konnte das bisher nicht erklären. Vielleicht könne sie es?
      mfG

    • @Stiller Beobachter

      P.S.

      Hier ist übrigens nicht der Platz, um Werbung in eigener Sache zu betreiben auf Kosten von Herr Hässig und mir.

      Zudem geht aus Ihrem Link hervor, dass die Investment Gesellschaften die SNB ebenfalls stark kritisieren

      Sie haben Ihren Linke also nicht einmal selber gelesen.

      MfG

    • ich glaube das Kopfschütteln des stillen Beobachters bezog sich auf seinen Artikel im Link, nicht auf den Beitrag von Herr Dr. Meyer.

      So nebenbei, ein lustiger Zufall, dass gerade die Zahl 666 rauskommt.

    • @1

      Danke

      Nur: Der norwegische Staatsfonds investiert sein Eigenkapital. Die SNB hingegen spekuliert mit Schulden.

      Ein gewaltiger Unterschied.

      mfG

    • @Peter Keller

      Danke

      Ja – Sie haben Recht.

      Sorry. ein Versehen war das meinerseits. Aber der stille Beobachter sieht es mir nach.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

    • Der Norwegische Staatsfond wird gespiesen durch eine zwei Drittel Besteuerung der Gewinne der Norwegischen Oelproduktion. Damit wird/sollte der Erdoelreichtum dem Norwegischen Volk zurückgeführt/zugute kommen. Wie gerecht/sinnvoll nun die sozialistische Norwegische Regierung (Wird auch vom Volk gewählt) das macht, steht auf einem anderen Blatt. Und dass man mit massiven Holdings von weltweiten (US) Staatsanleihen den (Staats)konsum anderer Nationen finanziert auf nochmal nem Anderen. (Man würde wohl das Oel besser im Boden lassen….)
      Schon eine andere Situation zur Schweiz. Die Währungsgewinne gibt es ja nur wenn man mehr CHF kreiert als die EZB Euro kreiert. Comp. devaluation/beggar they neighbour in Reinkultur.
      Die SNB ist ja auch nicht blöd und weiss wohin das führen wird, weil es immer zum selben physikalischen gegebenen Ziel führt. Wenn schon, sollte sie mit den geprinteten Franken sämtliches Agrarland, Oelfelder, Gold, Autobahnen, Atkien, etc aufkaufen auf der Welt, statt wertlose Devisen und Staatsanleihen. Aber eben, dass Problem ist ja dass man den Franken schwächen will und nicht stärken….
      Aber es kann sich ja jeder selbst überlegen in was man seine Sparbatzen anlegen soll….
      In einer Landeswährung dessen Zentralbank krampfhaft versucht die Währung zu entwerten und die Bilanz in unermessliche ausdehnt… Na ja….

  15. Was ich in Ihrem Kommentar nicht so richtig verstehe ist, wieso die SNB 666 Mrd Schulden haben soll. Wenn ich auf Kreditbasis Euro und Dollar kaufe, stehen diese doch als Guthaben in der Bilanz. Die Höhe der Nettoschulden (oder des Nettoguthabens) besteht doch nur in der Differenz zwischen Einstandspreis und aktueller Bewertung.

    • @Arthur Spieser

      Danke

      Wenn Sie ein Haus kaufen, das eine Million kostet und Sie finanzieren es mit 80 Prozent Fremdkapital, so sind das 800’00 Franken Schulden, auch wenn das Haus 1 Mio Franken wert ist.

      Die SNB finanziert mit rund 90 Prozent Schulden. Deshalb ist sie eine schwache Spekulantin.

      Freundliche Grüsse

      Marc Meyer

  16. Wenn demnächst die schweizerische Immobilienblase platzt, würden die vielen Euros und anderen Fremdwährungen wertvoller.

    Entsprechend stiege dann der Notenbankgewinn.

    Aktienhausse und Immobilienmarkt stagnieren seit Anfang 2015 – bis zum großen Absturz demnächst…

    • @Ilse Mullen

      Danke

      Wenn die Ummobilienpreise in Franken bewertet fallen, so bedeutet das, dass der Wert des Frankens steigt.

      Freundliche Grüße

      Marc Meyer

    • Ist doch generell so: wenn ein Preis steigt, braucht es mehr Geldeinheiten zum Erwerb, also sinkt der Geldwert, sinkt der Preis, steigt der Geldwert in Relation zum jeweiligen Gut. Gleich verhält es sich mit den Devisenanlagen. Steigt der Kurs der Fremdwährung, sinkt der Kurs des Frankens und umgekehrt. Es geht immer um Relationen, die durch Angebot und Nachfrage beeinflusst werden.