Brady Dougan greift die Credit Suisse frontal an

Ex-CEO gründet in USA eigene Bank – 150 Millionen kassiert, null Loyalität – CS lieb und nett: Sollte Boni sofort zurückfordern.

Brady Dougan hat Chancen, als illoyalster Banker in die Geschichte einzugehen. Bei der CS kassierte der Ex-Chef in seiner Ära bis Mitte 2015 über 150 Millionen Franken.

Nun dreht sich der Amerikaner einmal um – und schwupp: Er lanciert eine eigene Handelsbank.

Eine Merchant Bank, wie das Wall Street Journal heute berichtet. Der Start ist für Anfang 2017 vorgesehen.

Der Vorgang ist ein Schlag ins Gesicht: jenes der CS, jenes der Schweiz und ihres Finanzplatzes, jenes der Bürger.

Denn Dougan lanciert nicht nur eine eigene Bank, mit der er die CS in gewissen Märkten direkt herausfordern kann.

Nein. Er holt auch noch das Geld dort, wo er mit seiner CS für Partys und Korkenknallen gesorgt hat wie kaum ein anderer Grossbanker.

In Middle East. Bei den Scheichs.

Die Rede ist von „ultrareichen Investoren“ und Staatsfonds im arabischen Raum. Laut Wall Street Journal habe Dougan bereits 3 Milliarden Dollar für sein Vorhaben zusammengerafft.

Dougan ist brandgefährlich. Der Amerikaner, der aus einfachsten Verhältnissen mit einem Eisenbahner aus Illinois als Vater stammt, kommt stets mit Unschuldsmiene daher.

Doch er hat die CS auf dem Gewissen. Selbst wenn sein Nachfolger Tidjane Thiam viel Geschirr zerschlagen hat und sich manch ein CS-Angestellter fast mit Wehmut an Dougan zurückzuerinnern begann.

Dougan ist der Vater des riesigen Zinsenhandelsgeschäfts und der irrwitzigen Bonuskultur, welche die CS in gefährliches Fahrwasser gebracht hat.

Dougan verhinderte ab 2011, dass seine CS rasch das Trading und übrige riskante und teure Teile des Investment Bankings reduziert.

Im 2012 legte sich Dougan gar mit der Nationalbank an. Diese hatte die CS zuvor öffentlich aufgefordert, sofort mehr Kapital aufzutreiben.

Ein noch nie gesehener Vorgang.

Dougan kanzelte die Notenbanker zunächst ab. Kurz darauf zauberte er 15 Milliarden aus dem Hut.

Wie? Wie immer. Mit seinen Freunden aus Katar und Saudi-Arabien.

Wie schon 2008, als Dougan eine Rettung durch Bern mit Hilfe der Kataris verhinderte, dabei aber den Scheichs das Geld für deren CS-Investment selbst vorstreckte, waren es auch 2012 die reichen Öl-Fürsten, die von Dougan die Schlüssel zur CS erhielten.

Sie wurden reich beschenkt. Mit günstigen Aktien, mit hochverzinsten Obligationen.

Letztere sind für die heutige CS eine gigantische Last. In einem Umfeld mit Negativzinsen zahlt die CS jedes Jahr Hunderte von Millionen an Zinsen für Brady’s Geschenke an die Scheichs.

Für Dougan ging die Rechnung selbstverständlich auf.

Und wie. Im 2010 erhielt der Amerikaner dank dem Sonderprogramm namens PIP einen Extrabonus von 71 Millionen Franken.

Obendrauf kam dann noch der ordentliche Teil von weiteren 20 Millionen für das zurückliegende Geschäftsjahr.

Dougan war der Absahner schlechthin von Swiss Banking. Gleichzeitig hinterliess er eine Lotterbude, die saniert werden muss.

Die CS könnte Dougan auf Rückzahlung der Boni verklagen. So wie dies die Deutsche Bank unter neuer Führung versucht. Sie prüft Klagen gegen Ex-Chef Joe Ackermann, Ex-Finanzmann Hugo Bänziger und weitere.

Die CS dürfte still und leise davon absehen. Sie klagt lieber anderweitig.

Kommentare

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  1. Klar ist Brady Dougan ein unerhörter Abzocker, keine Frage. Das Problem liegt jedoch im System als solches. Mit der ganzen, angelsächsischen, globalistischen Ideologie, inkl. damit einhergehendem Handelsrecht und angelsächsischem Rechtsverständnis. Das System macht auch keine Branchenunterschiede, egal ob Pharma, Nahrungsmittel, Finanz- oder Versicherungswesen, Kirche, Gesundheitswesen, abgezockt wird überall. Das Ziel ist es, mit dem von langer Hand geplanten und etablierten Handels-, Rechts- und Finanzsystem, ein genereller Kapitaltranfer von Fleissig nach Reich zu bewerkstelligen.
    Es hilft deshalb auch nicht weiter, ein Bashing auf einzelne Abzocker-Personen zu betreiben. Die werden einfach durch Ihre eigene Gier getrieben und wird einer abgesetzt, rückt einfach der nächste nach. Nein, was wir brauchen ist ein System-Change. Anstelle eines Finanzsystems das vielleicht 3 % der Weltbevölkerung dient und gleichzeitig alle anderen versklavt (obwohl die besser situierten Sklaven noch immer im Glauben sind, sie würden zu den 3 % gehören), bräuchten wir ein Finanzsystem das der ALLGEMEINHEIT dient! Seit Jahrzehnten wird bei Abstimmungen immer und immer wieder mit Angst operiert, Angst die Wirtschaft einzuschränken, Angst deswegen die Arbeitsstelle zu verlieren, etc. Wie wir alle täglich sehen können, gehen die sowieso alle verloren, damit der Geldtranfer von fleissig nach reich noch effizienter funktioniert. WIR müssen endlich aufwachen und endlich mal unser Bewusstsein erheben und einfach ganz neutral beobachten und hinterfragen, was da so alles abgeht. Und vergesst dabei die Mainstream-Medien, dort sitzen die Kumpels unserer Abzocker. Was da offiziell (auch über SRF, Radio, Lügenpresse, etc.) alles für Lügen und verdrehte Tatsachen berichtet werden, schlägt dem Fass den Boden raus. Wahrheit sucht man leider vergebens. Aktuelles Beispiel: US-Wahl Trump – Clinton. Fast alles hochgradig gelogen und manipuliert, würde man das Rechtssystem tatsächlich ernst nehmen wäre Killary wegen diversesten Delikten schon lange im Gefängnis. Möglicherweise Brady Dougan ebenfalls (Betrug gegenüber Kunden, Angestellten, Bereicherung, etc.). Aber die gesamte West-Presse redet uns ein, dass die Verbrecherin, Soziopatin, Kriegstreiberin, Lügnerin und Satanistin die beste Wahl als US-Präsidentin für das Globale „Wohl“ wäre…

    Bitte aufwachen. Je länger der Aufwachprozess dauert, umso schmerzvoller wird es für uns alle!

  2. „Sie klagt lieber anderweitig.“

    Eine «kriminelle Organisation» ist doch wenigstens «organisiert», was bei einer «criminal conspiracy“ gar nicht sicher ist.

    Will Urs Rohner damit deutlich machen, dass die CS gar keine «angemessene Organisation» aufweist, die ja Voraussetzung ist, damit man überhaupt eine Bank am Leben erhalten darf …..

  3. Bekanntlich wurde die CS in den USA als kriminell verurteilt, unter der Ära von B.D. und U.R. Das ist juristisch glasklar. Aber die beiden wollen einfach nicht verantwortlich dafür sein. Absahnen wie blöd: Ja, klar. Verantwortung tragen: Sicher nicht, das ist was für die Arbeiterklasse. Der gewöhnliche CS-Mitarbeiter muss sich dafür mittlerweile allerhand bieten lassen. So wird er im privaten Umfeld etwa gefragt, ob er sich eigentlich nicht schäme, sich für diese Organisation zu prostituieren? Der einzige Grund könne ja wohl nur sehr, sehr viel Geld sein?
    Man schweigt und macht die Faust im Sack. Die MD-Kaste bedient sich weiter schamlos und lacht den Mitarbeitern zynisch ins Gesicht.

    • Ja, das ist das unverschämte, der kalte Zynismus. Allerdings kann man sich auch vorstellen, welche Demütigungen die VPs und Directors erleiden müssen, bevor sie in der erlauchten Kreis der Managing Directors aufgenommen werden, denn nur diese gelangen an die Fleischtöpfe.
      Fast alle die dort arbeiten, machen den Kreislauf des Triumphes, der Herabsetzungen,der Kränkungen durch und sind reichlich verkrüppelt, bevor sie, falls überhaupt, mit dem richtigen Leben anfangen.
      Krank was dabei rauskommt.

  4. Lol, habe ihn von Anfang an durchschaut.
    Wieviel Millionen muss man eigentlich als VR verdienen, um ein Mindestmass an Menschkenntnis mitzubringen?

  5. Wieso brauchts eigentlich immer Ausländer in den CH-Chefetagen? Wir haben doch eine „herrvorragende“ und selbsternannte Eliten-Zucht in St. Gallen? Taugen die alle nichts?

  6. Kataris:
    Finanzieren u.a. Hochtief, Al Kaida, Deutsche Bank, VW, Winter-Fussball WM, Brady Dougan, CS, IS (Quelle Jürgen Trittin).
    Die obererwähnten Wohltäter bekommen hoffentlich am Zürcher Filmfestli Gelegenheit ihr Epos „Kamele im Wind“ zu präsentieren. Hürden-Ursli würde dafür sorgen, dass der Film ausgezeichnet wird.

  7. Das Verhalten von Dougan ist doch nichts Neues. Sind andere „Grossmäuler“ auf den obersten Etagen auf dem Platz Züri etwa besser, Nein, alles „geldgierige Säcke“ !

  8. Als Wiederholung: „In den Banken geht es um viel Geld, also versammeln sich dort auch die Fähigsten, Schlauesten, Abgebrühtesten, Härtesten, gar nicht so selten sogar Trickserischsten Hochstapler, etc. dieser Welt.

    Die Banken sind demnach Ur-Kapitalistische Haifischbecken, wobei es einige weisse Haie darunter hat, und wer dort hineinspringen und mitschwimmen will, sollte schon selbst ein Weisser Hai sein oder wenigstens VERDAMMT gut schwimmen können.“

  9. Seit wann sind US-Manager loyal ? Das wäre ja ganz neu. Da zählt doch nur die Kohle und das Prestige. Bei einem besseren Angebot diesbezüglich wird sofort gewechselt.

  10. BD war immer ein Spieler, ein guter sogar.
    Er hat nur gemacht, was der VR von ihm verlangt hat, resp. zugelassen hat, denn wir müssen uns vor Augen halten, dass nach OR (716a) der VR die unübertragbare Aufgabe hat: „Oberleitung der Gesellschaft und Erteilung der nötigen Weisungen“.
    Da liegt der Hase im Pfeffer!
    BD war ein angestelltes Würstchen, jetzt wird er (Mit-)Inhaber und das ist die Spitze, die er erreichen wollte.
    Dazu kann man ihm nur gratulieren.

    • Tja, ja, Sie haben recht. Aber offenbar gelten diese Gesetze nur in der Theorie. In der Praxis können diese Leute auf der „Schäf-Etasche“ ja schalten und walten wie es ihnen beliebt. Geschehen tut ihnen ja nichts!

      Vielleicht müsste man mal untersuchen, wieviel Kohle die Staatsanwälte und Richter haben und ob deren Lebenswandel mit dem erzielten Gehalt übereinstimmt. Da würde vermutlich so manch einer dieser Herren in Erklärungsnot gelangen

  11. Brady Dougan könnte ja mit den 3 Mia Dollar u.a. den «kommerziellen» Bären-Kredit über Fr. 480 Mio an Priora/Remo Stoffel ablösen. Dann wäre nach der Allianz-Finanzierung auch dieser «Kredit» aus den Büchern des «Schweizer Darlehensgebers» verschwunden. Sollte eigentlich kein Problem sein, da alle über gute Katar- bzw. sonstige arabische Connections verfügen. Eine «back-to-back»-Finanzierung ist ja notfalls auch ganz praktisch ….

    Mark Branson hätte sicher nichts gegen eine solche Kredit-Ablösung, zumal gemäss Remo Stoffel die Priora-Immobilien ja gar nicht belastet sind.

    • Loyalität wird nur von den Indianern erwartet! Schweigen und chrampfe! So denken die „Schäfs“ über die einfachen Arbeiter!

    • @ F. Raglich. Doch, doch. Auf jeden Fall ist das so. Aber solange die Wohlstandsschere nicht so krass auseinanderging wie heutzutage, und solange die Indianer immer eine relativ gute Arbeit hatten, was das zu verkraften. Heutzutage hat man als Schweizer jedoch die A***-Karte gezogen und muss tagtäglich um seine Stelle fürchten. Wir sitzen auf einem Pulverfass. Es braucht einen Systemwechsel!

  12. Hat der kein Konkurrenzverbot (non-compete clause)?

    Ich frage mich was er genau vor hat?

    Besteht die Möglichkeit, dass er durch seine Beziehungen CS-Kunden und CS-Spitzenleute abwirbt, diese bei seiner Bank unter Vertrag nimmt und dann ein bisschen die Federn seiner Bank schmückt und die Bank in 5-10 Jahren zu einem völlig überteuerten Preis wieder an die CS verkauft?

    • Ach mein lieber Herr Querdenker, wo denken Sie auch hin? Konkurrenzverbote gelten doch selbstverständlich nur düe die Indianer, nicht jedoch für die „Schäfs“!

  13. Dougan ist ein Verräter. Er hintergeht alle und würde wahrscheinlich seine Mutter verkaufen, wenn der Preis stimmt. Zumindest hat man das Gefühl wenn man die CS Geschichte unter seiner Führung verfolgt. Ein mieser Charakter. Geldgierig bis zum abwinken. Er hat das Tafelsilber der CS verkauft. Schäbig.
    Aber vergessen wir eines nicht, noch viel schäbiger ist, dass sein Chef Schweizer ist und das alles zugelassen hat. Keinen Deut besser wie Dougan.

  14. Ein im A-, CH- und D-Raum renommierter Personaleignungsdiagnostiker (Professor Kanning) meinte kürzlich, dass Top-Managementpositionen schlampiger besetzt werden, als Lehrlingsvakanzen. Ich frage mich, wie der für Comp & Ben zuständige CS-VR einen CEO-Vertrag ohne Kokurrenzschutzklausel durchgehen lassen kann. Antitalent? Anfängerfehler ?

  15. „Was ist ein Dietrich gegen eine Aktie?
    Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?“

    – Bertolt Brecht –

  16. IP 19.06.2013:

    Oswald Grübel hat sich in seiner Kolumne in der Zeitung Schweiz am Sonntag als einer den wenigen unter den Banken-Insidern mit Vehemenz gegen die Lex USA gestemmt.

    „Die Anglosachsen haben ein Sprichwort: Wenn du Loyalität willst, kauf dir einen Hund …

  17. Dougan war doch nur der oberste ANGESTELLTE. Wer war denn über ihm? Wer hat ihn gewähren lassen? Wer hat ihm das Portemonnaie aufgeblasen? Da gibt es ganz banal RECHTE UND PFLICHTEN.
    Das freiheitliche Wirtschafts-System sieht ALLE diese Möglichkeiten und Verwerfungen (Aktienrecht, Handelsrecht) seit dem ERSTEN Tag Gründung vor, man muss allerdings diese Hebel im Sinne des Erfinders auch benutzen. Dann ensteht Wohlstand für alle. Und keine Zombies.

  18. Gut, dass er sich als Unternehmer versucht! Den Mumm hatten all die Schweizer Nieten von Hüppi bis Mühlemann oder Ospel nicht! Timing könnte zudem auch recht gut sein – IB bei den Grossen ist überall stark angeschlagen und ineffizient.

  19. Am Schluss wird er noch mit seinen arabischen Freunden die neu gegründete CS beim IPO übernehmen und wieder in Zürich sitzen, diesmal nicht als Angestellter sondern Inhaber, schöngemacht wurde ja die Braut für den kommenden IPO. Für mich soll er eine persona non grata sein.

  20. Super! Tolles Beispiel für die „Absahnerkultur“. Was soll das Klagen? Solange man dies zulässt, wird es halt bis zum Exzess ausgenutzt. Und was noch Niemand so richtig mitbekommt – es wird jedem einzelnen von uns damit das Geld aus der Tasche geklaut (z.B. Aktien – Totalverlust der Swiss Aktien, riesige Verluste der CS/UBS Aktien, etc.). Zur Erinnerung, diese waren auch in den meisten Portefeuilles der Vorsorgestiftungen (Pensionskassen, AHV). Auch werden die Sozialeinrichtungen (Arbeitslosenversicherung, Krankenkassen, etc.) durch Missmanagements so richtig strapaziert mit steigenden Arbeitslosen und steigenden krankheitsbedingten Ausfällen. Verursacht durch sogenannte, bestbezahlte Manager. Welche – wie uns nun über Jahre aufgezeigt wird – ihr Einkommen bei weiten nicht wert waren und sind. Abhilfe würde hier nur eine uneingeschränkte Haftung (mind. bis fünf Jahre nach dem Austritt hinaus) des Managements mit dem eigenen Vermögen schaffen. Dann würden Entscheide mit dem eigenen Risiko (Geldbeutel) abgewogen werden und wir können sicher sein, diese würden nachhaltiger und überdachter ausfallen. Auch gäbe es nicht soviel „Unbedarfte“ an der Spitze der Unternehmen, da eine gewisse Selbsteinschätzung und Risikoabwägung schon zusätzlich selektieren würde. Nicht die Höhe des Einkommens ist das Übel, sondern das nicht zur Rechenschaft gezogen zu werden. Und bei einer guten Leistung wird es auch zukünftig nie Diskussionen über die Höhe der Entschädigung geben.
    Übrigens diese Massnahme würde allen Branchen (siehe VW, etc.) gut tun!

  21. Es zeigt auf ein neues und einmal mehr, welch sagenhaften Schaden Rohner gegen Bezahlung erwirtschaftet! Abwracker einer Bank zu sein ist eines, der Abwracker von tausenden Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen etwas ganz anderes, Mr. Rohner! Es sind die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die Ihren Lohn verdienen, Mr. Rohner! Im Übrigen, sponsoren Sie endlich „Ihre Dame“ mit dem Filmfestli Theater Zürich aus Ihren eigenen Taschen und nicht auf Kosten Ihres Arbeitgebers, Punkt.

  22. Echt toll: Wir müssen noch viel mehr „Fachkräfte“ aus nah und fern importieren – damit sie bei uns lernen können, wie der Hase läuft … Und danach abkassieren und wir haben einen internationalen „Mitbewerber“ mehr im Land.
    Leute – wir Schweizer sind grossartig!

  23. Vergesst nie (gilt auch für Hässig): es war Grübel und nicht Dougan, der das irrwitzige-PIP-Programm von einer Beratungsfirma einkaufte, dass dann in den sagenhaften CHF 71 Mio. gipfelte.
    Natürlich ist Dougan schlimm. Leider glaubte ihm Rohner zu lange und zu viel. Rohner liess sich von den PB-Problemen ablenken und unterliess es, darauf zu drängen, dass die IB-Gift-Kübel energisch genug abgebaut wurden.

  24. sorry, aber wir arbeiten in einer denkbar schlechten branche. man muss sich ja schämen, wenn man sagen muss, man sei ein bänker. so ähnlich, wie eine edelnutte, ohne edel.

    • Ja, das „edel“ können Sie getrost streichen. Dass man sich wie eine Nutte fühlt, dem können viele zustimmen. Man muss heute ja dauernd den Bückling machen, nur damit man noch für einen weiteren Monat geduldet wird. Solche Klagen höre ich landein landaus!

  25. Jawohl, Dougan hat von der CS viel Geld ERHALTEN – nicht gestohlen! Verantwortlich für die rechtliche Ausgestaltung und die Höhe der Entschädigungspakete ist der Verwaltungsrat, der war auch für die Einstellung verantwortlich. Anlässlich des Abgangs hätte zusammen mit dem goldenen Fallschirm theoretisch auch ein zeitlich beschränktes Konkurrenzverbot eingehandelt werden können. Hat man aber nicht gemacht – im Nachhinein schade, …oder dumm? Was soll den jetzt das Gejammere? Massnahmen sind gefragt – und zwar bei der Ursache des ganzen Übels.

    • @Osmanli
      Volltreffer. Die Compensation wird vom Vergütungsausschuss des VR erarbeitet und vom VR abgesegnet. Welcher CEO hätte dieses package nicht akzeptiert???
      Solange der VR keine Konsequenzen fürchten muss, wird dies so weitergehen. Es ist immer einfach, mit ander Leute (= Aktionäre) Geld grosszügig zu sein. Das selbe Thema mit den horrenden Bussgeldern, welche prima vista die Aktionär beissen.
      Und als Gipfel der Dummheit hat bei der Rettung der UBS niemand als erstes die Streichung der Boni verlangt. Die wären bei einer Insolvenz wertlos geworden. Wo blieb da der Sachverstand bei BR + SNB???

    • @ CS Aktionär: Der „Sachverstand bei BR + SNB“ ist vorhanden. Die „werten Damen und Herren“ sind sich natürlich bewusst, dass sie bei UBS und CS und Konsorten nur ein gutbezahltes Pöstli erhalten, wenn sie in ihrer jetzigen Funktion als Aufsicht nicht böse werden. Sauhäfeli Saudeckeli nennt man dieses Prinzip in der schönen Schweiz. Oder schlicht und einfach „Korruption“ andernorts.

    • Markt? Freier Markt? Suvival of the Fittest? – Och je, hier muss ein Narr sprechen, der an einer „Hochschule“ einen „BWL-Kurs“ besucht hat. Wie niedlich auch. Aber sei versihert, das ist kein „freier Markt“, sondern die Diktatur des Geldes!

  26. na ja Boni zurückfordern wird Thiam sicher nicht, denn sonst müsste er ja seinen auch zurückgeben oder mindestens gegen Null reduzieren!
    Alles krank, dafür chasst man heute die ü50 Leute, die 20 oder mehr Jahre den Karren aus dem Dreck rissen

    • @glaser
      genau so ist es! die jungen haben keine Erfahrungen und null Qualität. Irgendwann merkt das obere Management, dass man mit Quantität (Produkte-Verkauf) und mit dem Yuppie-Getue nicht verdienen kann. Ihr werdet sehen…! Der Tag wird kommen, wo die Erfahrenen das Zepter übernehmen werden, resp. müssen!!!

    • @The true Consultant
      Die Frage ist wohl wer die Jungen zum Produkte-Verkauf verleitet..
      Das kommt von oben und nicht von den Jungen. Die Jungen müssen Produkte verkaufen ansonsten liegt rasch die Kündigung auf dem Tisch aufgrund nicht Erreichung der Ziele. Und meistens sind das genau die Leute, welche Qualität und Kundenzufriedenheit als Priorität sehen. Somit würde ich die fehlende Qualität nicht den Jungen vorwerfen sondern eher den oberen Mitglieder.. 😉

    • @DieJungen
      Eben, das obere Management, und zwar v.a. die Jungen! Th. Gottstein wird seine Ziele so nie erreichen.
      Sorry Buddy, aber ich genug gesehen und gehört, wie heutzutage beraten wird. Ich habe bis dato keinen gesehen oder erlebt, der eben Qualität und Kundenzufriedenheit als Priorität sieht, nö! Nochmals, sorry Buddy.

  27. Sehe kein Problem in der Gründung einer Bank. Dazu gratuliere ich Herrn Dougan. Und wenn er mit dem Geld der Scheichs zockt, sollte uns das nicht kratzen. Schlimmer war es, als er das Ersparte von vielen Schweizer Bürgern zum Zocken missbrauchte und den Aktionär der CS via Boni schleichend enteignete.

  28. Die UBS hatte ihren Birkenfeld und die CS nun ihren Dougan:

    ——————————————————————————————–

    Es stellt sich die Frage, ob US- Amerikaner in den Teppich-Etagen der „Swiss“ Banken überhaupt etwas zu suchen haben, bzw. hatten.

    McKinsey (die Eierleger) besser nicht fragen 🙂

  29. Wer hat denn nach all dem Erlebten etwas anderes erwartet?
    Die Chancen, auch nur einen Cent dieser Boni zurückzukriegen, stehen bei null. Diejenigen, den wahren Verantwortlichen in diesem lamentablen Mehrteiler-Drama namens CS endlich zur Rechenschaft zu ziehen, wohl auch.
    Warten wir also ab, was Örs seiner Lebensgefährtin nach dem ZFF als nächstes mit Millionen sponsern wird, damit sich diese dann in ein paar Jahren wieder beim Verkauf des mit Aktionärsgeldern aufgepolsterten „Unternehmens“ gesund stossen kann.
    Oder er taucht -wie andere Abwracker der CH-Wirtschaftsprominenz- nach seinem vergoldeten Rücktritt im VR von Brady’s Merchant Bank auf. Oder bei der Swiss Re – Kielholz dürfte stolz auf den Hürdenläufer sein.

    • Voll einverstanden! Hier werden Ross und Reiter genannt.
      Kielholz ist doch der Hauptverantwortliche für das CS-Schlamassel. Er hat doch die „weisse Weste“ zu verantworten – und dieser in seiner fehlenden Kompetenz auch den B.D. – Die „weisse Weste“ wird so lange es geht, das ZFF unterstützen – und dann nach B.D. auch seiner Lebensgefährtin den goldenen Fallschirm organisieren.
      Schliesslich kann er ja vor allem solches u.ä. …

  30. Dougan‘ Handeln war nur möglich weil eine Niete, Urs Rohner, den Amerikaner gewähren liess! Rohner sollte zur Verantwortung gezogen werden!

  31. Solches Geschäfte tätigen kann nicht nut ein Einzelner. Da sind immer mehrere Banker und Verwaltungsräte informiert und mitbeteiligt. Dougan ist weg. Aber viele seiner nicht wenig verdienenden Kumpels sind noch bei der CS. Die Bank soll zuerst mit diesen aufräumen und dann Tränen vergissen für Dougan.

  32. Ja die CS klagt lieber IP an, dabei wäre Dougan der wo zur Kasse gebeten werden müsste. Dies müsste auch U.R einsehen! Oder wird U.R mach der CS Partner von Dougans
    Bank?

  33. Das ist nun wirklich sehr einseitig und unwissend.

    BD ist Meister im IB und voll fit.

    Nur: Journalisten und Schweizer können das IB nie verstehen.

    • … die undeutbare Visage haben Sie gleichfalls bei Anshu Jain, dem ex-Deutschbanker, der mit Koffern gefüllt mit Millionen-Belohnungen von dannen gegangen wurde.