Topberaterin PwC: Miss Julie will an die Macht

Ehrgeizige Britin Fitzgerald will CEO Schweiz werden – Von Fast-Burnout zu Spitzenjob – Gute gehen fluchtartig.

4 Kinder, fast ein Burnout, Teilzeit, Aushängeschild für Frauen im Business: Miss Julie Fitzgerald ist Mutter Teresa und französische Jeanne d’Arc der Schweizer Wirtschaft in einem.

Dem Schein nach. Tatsächlich kämpft die Britin härter als jeder Mann um Macht, Ruhm und Erfolg.

Sie will nach oben – um den grossen Preis allen Gegenspielern vor der Nase wegzuschnappen. Er heisst: CEO-Job des Schweizer Ablegers der bekannten PwC.

Die Wirtschaftsprüferin und Beraterin hat eine führende Rolle in der Schweiz. Sie gehört zu den Top-3 im Land und prüft im Banking die Bücher der Raiffeisen, der Nationalbank und weiterer.

Was noch fehlt, ist ein Grosser. Die UBS (E&Y) und die CS (KPMG) sind seit Jahren bei der Konkurrenz.

Dort hinein will Julie Fitzgerald, und noch bei vielen mehr. Sie drängt, sie drückt, sie fordert. Und niemand scheint ihr Paroli bieten zu können.

Bei ihrem sagenhaften Aufstieg zum PwC-Gipfel kennt die Frau von der Insel kein Pardon. Teilen und helfen ist nicht ihr Ding. Wer nicht spurt, der muss weg.

Viele gehen. Laut einer Quelle sollen in den letzten Monaten und Jahren beste Berater und Wirtschaftsprüfer den PwC-Hauptsitz in Zürich-Oerlikon verlassen haben.

Dort beschäftigt das Unternehmen gut 1’500 Leute, im ganzen Land sind es gegen 3’000. Geführt werden sie von einem Länderchef, der wiederum in der Weltorganisation die Schweiz vertritt.

Heute ist das Urs Honegger, der wie Julie Fitzgerald aus der Wirtschaftsprüfung stammt, also Revisor ist.

Honegger hatte von Markus Neuhaus übernommen, einem Strippenzieher der Schweizer Wirtschaft, der es in der Hildebrand-Affäre vor 5 Jahren zu ungewollter Berühmtheit geschafft hatte.

CEO Honegger will 2018 nach 2 Mal 3 Jahren Amtszeit abtreten. Das ist eher ungewöhnlich. Normalerweise nutzt jeder PwC-CEO die ihm zustehende Maximaldauer von 9 Jahren voll aus.

Honeggers vorzeitiger Rücktritt führt zum Machtgerangel.

Die PwC will das nicht kommentieren. „Es ist richtig, dass der Bewerbungsprozess für den neuen CEO nächstes Jahr starten wird“, sagte eine Sprecherin letzte Woche lediglich.

„Alle Partner von PwC Schweiz können sich für den Posten bewerben. An der Partnerkonferenz vom November 2017 werden die Partner von PwC Schweiz den neuen CEO wählen.“

Amtsantritt des neuen Manns oder der neuen Frau sei dann „im Juli 2018“.

Wenn es nach Julie Fitzgerald geht, dann wird es erstmals eine Frau sein. Sie, die seit über 15 Jahren PwC-Partnerin ist und in Honeggers Geschäftsleitung sitzt, sieht ihre Chance gekommen.

Beim letzten, entscheidenden Schritt in ihrer Bilderbuchkarriere überlässt Fitzgerald nichts dem Zufall. „Sie positioniert sich seit über einem Jahr mit allen Tricks und Schlichen, um CEO zu werden“, sagt ein Insider.

Eine andere Quelle meint, die Wahl von Julie Fitzgerald wäre ein grosser Fehler. Sie habe „zu wenig Ahnung vom Business“.

Dem widerspricht die erste Quelle. Aber nur leicht. Fitzgerald habe Kunden, doch vornehmlich würde sie sich tatsächlich ums Administrieren kümmern.

Ihre Aufgabe in der PwC-Schweiz-Geschäftsleitung ist „Growth & Markets“.

Aus Sicht der knapp 200 PwC-Partner, die den CEO wählen, wäre eine Frau „ultra-sexy“, meint ein Gesprächspartner. Damit würde das Unternehmen bei den Kunden und in der Öffentlichkeit punkten.

Der Bundesrat hat letzte Woche entschieden, dass 30 Prozent Frauenanteil in den Schweizer Verwaltungsräten und 20 Prozent in den obersten Managements anzustreben seien.

Mit Fitzgerald würde PwC, die viele renommierte Unternehmen in Führungs- und Strategiefragen berät, in diesem Trend vorauseilen.

Man wäre modern, hätte eine Frau an der Spitze.

Dass diese noch härter agiert als viele Spitzenmänner, wäre unerheblich.

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19 Kommentare zu “Topberaterin PwC: Miss Julie will an die Macht

  1. Kann nicht mal nen fehlerfreies LinkedIn Profil führen… Bachelor mir „t“ und außer Bücher geprüft und Häkchen gesetzt noch nie nen Business in Echtzeit erlebt. We’ll see…

  2. Ob Mann oder Frau, sharks sind überall. Egal. Kümmern wir uns um das einzig richtige: Die Schweiz in der Innovation Leadership Elite zu halten. Und für das braucht es keine Sales-Männer und sicher keine quoten bedingten Sales-Frauen wie Juilie. Sondern:

    Kluge, vernünftige Menschen. Egal ob Mann oder Frau.

  3. Die Begriffe Mutter Teresa und Jeanne D’Arc könnten nicht falscher sein: Weder setzt sich diese Frau selbstlos für andere ein wie Mutter Teresa noch kämpft sie für idelle Werte wie Jeanne D’Arc. Sie ist eigentlich genau das Gegenteil: Schaut und kämpft nur für sich und geht über Leichen.

  4. PwC ruht seit Jahren auf ihrer Nr. 1 Position und merkt nicht wie von links und rechts aufgeholt wird. Julie (Frau hin oder her) ist leider auch völlig ungeeignet, PwC Schweiz aus dem Dämmerschlaf zu wecken. Sie ist seit Jahren dabei und hat Null-Wachstum erzielt.

    Mein Tipp: Ceo von aussen oder einer der jungen Toppartner zum CEO machen!

    • Sehr gut analysiert….hat nicht Neuhaus selber das 1 Milliarden Umsatzziel bis 2015 für die Schweiz definiert gehabt??? Wo steht PwC heute, immer noch bei 700 Mio…

  5. Funktioniert genau so und sieht genau so verbrämt aus wie ihre Kollegen und Kolleginnen in diesen Stratosphären… – wohl bekomm’s.

  6. Was ist das Problem von LH? Das die Frau ambitiös ist? Wäre die nicht für den Job qualifiziert? Wenn nein, wo steht das im Artikel?

  7. Ich arbeite selber bei PwC und kann bei diesen Artikel nur sagen: Langweilig, da aus meiner Sicht komplett unwahr und zudem auch noch ziemlich infantil geschrieben, LH hatte schon bessere Tage.

    • @SelberbeiPwC: Arbeiten Sie in der PR-Abteilung? „Ja PwC ist eine Top Firma mit Top Leuten, am besten mal selber vorbeischauen“… Das kann jeder behaupten… Wie viele Unternehmen sind in Schwierigkeiten geraten, weil PwC nicht in der Lage deren Bücher richtig zu überprüfen? Ihr ist ein Argument à la Donald Trump…

  8. Wobei man sagen muss dass Narzissmus in dieser Form bei Frauen weit weniger verbreitet ist als bei Männern und sich nicht nur bei Grosskonzernen verbreitet ist. Narzissten finden man überall und leider auf sämtlichen Führungsstufen. Leider kann man auch einen Trend erkennen, dass ausgeprägte Narzissten scheinbar in der heutigen Gesellschaft sogar das ideale Werkzeuge mitbringen. Eigentlich erstaunlich wenn die Gesellschaft von Nachhaltigkeit spricht in Tat und Wahrheit in den Unternehmen Sozialkompetenz klein geschrieben wird. Man schaut sich nur den neuen Präsidenten in den USA an. Dorthin führt der Weg. Wir werden noch viel Freude an ihm haben. Wenn Narzissten einmal den Thron erklommen haben, wird es sehr schwierig sie wieder los zu werden. Wehret den Anfängen kann ich da nur sagen. Ich persönlich habe meine Erfahrungen mit einem Vollnarzissten in einem Land hinter den sieben Bergen in einer beschaulichen Regionalbank gemacht. Die Blutspur und Schaden an Mensch und Kultur die er da nach seinem Wirken über einem Jahrzehnt hinterlassen hat ist erschütternd. Ursprünglich als Direktionsassistent angestellt, hat er es mit Manipulation, Lug und Betrug, als ehemaliger Primarschullehrer bis zum Direktor gebracht. Alle nicht Heuchler und Schmeichler wurden rausgemobbt. Der Narzisst braucht lediglich die Bühne und Applaudierenden. In kurzer Zeit wurden massenhaft Leute unter grausigen Umständen entlassen. Diejenigen die die Möglichkeit hatten, verliessen das beschauliche Dorf. Diejenigen die zurückblieben griffen zum Medizinkasten und gingen zum Psychiather. Der Narzisst hat nicht einmal davor zurückgeschreckt sich in Kliniken Eintritt zu verschaffen un den leitenden Professor zu bedrängen ihm die Krankenakte eines Angestellten auszuhändigen. Fanden ehemalige Angestellte irgendwo im Fernen Lande eine Stelle, hat er sie noch monatelang mit E-Mails belästigt. Dies weil Mann oder Frau sich dazu durchgedrungen hatten, dem Narzissten bei deren Austrittsgespräch die Gründe darzulegen. Erstaunlicherweise lebte aber der Narzisst selber nicht selber in diesem Tal hinter den sieben Bergen, sondern frass sich mit abertausenden Kilometern von seinem Wohnort an sein Ziel des Grauens. Zum Glück erhielten dadurch wenigstens seine arme Frau und seine 2 Töchtern ein wenig Luft zum Atmen. Er vergiftete nicht nur jedes Arbeitsklima sondern buchstäblich mit seinem Benziner auch die Luft es schönen Tälchens. Auf einmal war die Bühne weg und der Fall sehr tief. Aber da war der Schaden schon angerichtet. Empathielose hüllenlose Wesen regieren nicht nur die Unternehmenswelt. Erschreckend für mich war mit anzusehen wie auch Kontrollorgane und zB VR ihrer Fürsorgepflicht nie nur ansatzweise nachgekommen wäre.

  9. Hat LH ein Problem mit Frauen? Der Artikel hat absolut Null komma Null Inhalt. Ich kenne diese Frau nicht und lese, dass sie hart ist. Da kenne ich viele Bänker, die nicht nur hart sind, sondern hinterhältig und seit virelen Jahren dabei, ihre Banken zu ruinieren und dabei von der ex- oder implizierten Staatsgarantie profitieren.

    Fakt ist, dass die Schweiz extrem hinterher hängt, was Frauen in Spitzenpositionen angeht. Welche Bank hat einen weiblichen CEO zum Beispiel, welchrs Pharmaunternehmen? Es ist „in“, über Frauen zu lästern, wenn man „unter sich“ ist. Traurig für eine moderne Gesellschaft, und man sieht bei den Banken, was diese Machokultur bewirkt.

    Wo ist eine Frau, die über den Finanzplatz schreibt?
    Und nicht nur, dass der wichtige Banker N.N. von der Bank XYZ von ZYX kommend die wichtige Stelle Head Superwichtig of Irgendetwas angetreten hat.

    • Wir haben mit Marianne Fassbind eine Wirtschaftskorrespondentin beim Schweizer Fernsehen. Da sieht man was herauskommt, wenn die Stelle nicht nach kompetitiven Kriterien vergeben wird.