UBS setzt Schweizer in globo auf „nicht erfüllt“

Quali-System sorgt für Aufregung: Standardmässig Mitarbeiter auf Note 2 gesetzt: „Needs improvement“ – Bank dementiert.

Das „Performance Measurement and Management“ (PMM) der UBS gerät erneut ins Rampenlicht. Laut mehreren Quellen gilt für das auslaufende Jahr die Note 2 als Standard für die Schweizer.

Die 2, das hiess lange: „Needs improvement“, muss sich bessern. Zusammen mit der 1 („Underperformer“) bildet die 2 die Gruppe jener Mitarbeiter, die „nicht genügten“.

Eine Quelle berichtet von sich selbst, wie sein Chef ihm trotz Bestleistungen die Note 2 angekündigt hat. „Eine 2 gelte dieses Jahr als gut, meinte er“, sagt der Gesprächspartner.

In seinem Umfeld hörte er von zwei bis drei gleichen Vorkommnissen.

Eine zweite Quelle bezieht sich auf die Aussagen einer langjährigen Mitarbeiterin der UBS.

„Nach Vorgaben von oben würde das Gros der Mitarbeiter bei der Personalbeurteilung eine Note von 2 erhalten, hat sie mir gesagt.“

Die UBS will offiziell nichts von einer solchen Vorgabe an die Vorgesetzten wissen. Sie sagt zwar wie immer nichts.

Aber sie lässt durchsickern, dass es „keine vorgegebene Verteilung im UBS-Konzern“ gebe, was die jährliche Qualifizierung im PMM angehe.

Man würde wie schon immer „von Vorgesetzten eine angemessene Differenzierung der Leistungs- und Verhaltensbeurteilung“ erwarten.

Dann folgt eine interessante Ergänzung. „Die Note 2 heisst übrigens: Die meisten Erwartungen erfüllt.“

Tatsächlich hat die Bank letztes Jahr die Bezeichnungen angepasst. Die 1 bedeutet neu „Below expectations“ („unter den Erwartungen“), die 2 „Met most expectations“ („die meisten Erwartungen erfüllt“).

Die UBS-Mitarbeiter, die sich zum Thema äussern, halten dagegen. „1 und 2 heissen „nicht alles erfüllt“, Punkt“, sagen sie.

Im schlimmsten Fall droht gar die Entlassung für breite Kreise der Belegschaft aufgrund der Qualifikation. Eine solche liesse sich dank flächendeckendem PMM-Eintrag leicht rechtfertigen.

Das PMM war schon früher Stein des Anstosses bei der UBS. Es wurde unter dem Ex-Personalchef John Bradley, einem Amerikaner, der sich an anderes gewöhnt ist, eingeführt.

Die 5 Stufen – von einer Eins bis zu einer Fünf – sollten nach einer ersten Idee durch eine Fixverteilung mit Namen und Menschen gefüllt werden.

Das führte zur absurden Situation, dass in einem Fünferteam zwingend einer in der schlechtesten Kategorie, der 1, enden sollte.

Dies kam der Aufforderung zur Selbstkündigung gleich. Nochmals eine 1 im Folgejahr bedeutete nämlich die Kündigung durch den Chef.

Die Zwangseinteilung wurde von der UBS aufgrund des Proteststurms fallengelassen. Doch nur pro forma.

In der Bank ist bei den Leuten unbestritten, dass es weiterhin eine mathematische Verteilung auf die 5 Kategorien gibt – einfach „weniger strikt“, sagt ein Gesprächspartner.

Neu ist, dass nun offenbar die Standardzuteilung für die Crew verändert wird. 2015 war offenbar ein besonders guter „Jahrgang“, was die interne Qualifizierung betrifft.

So sollen die Mitarbeiter von ihren Chefs mehrheitlich eine 3, 4 oder gar eine 5 erhalten haben.

Die Personalabteilung unter HR-Chefin Sabine Keller-Busse, eine Ex-McKinsey-Frau, habe darauf reagiert.

Keller-Busse und ihre Mitstreiter gaben im Herbst die Note 2 als Standard für die Mehrheit des Personals vor, heisst es.

In der Schweiz. Und auch weltweit.

Wenn nun die UBS abschwächt und sagt, eine Zwei sei eine gute Note, so ist das schönfärberisch. Was nämlich unter anderem von der Einteilung im PMM abhängt, ist der jährliche Bonus.

Hohe Note, hoher Bonus. Tiefe Note, tiefer Bonus. Oder gar keiner.

Auch das wird von der UBS bestritten. Es gebe „keinen Automatismus bei den Boni“.

Nur: Was denn sonst?

Ein UBS-Chef erhält vom grossen Bonustopf der Gesamtbank einen Anteil zum Verteilen. Sein eigener Bonus wird von seinem Vorgesetzten bestimmt, den Rest gibt er seinen Leuten.

Funktioniert das einfach so? Kaum. Der Bonus-Regen ist in aller Regel ein Abbild der Qualifikation gemäss PMM.

So schliesst sich der Kreis. Das PMM, dieses umstrittene Quali-Programm made in USA, entpuppt sich als probates Steuerelement für den Bonus – und später für den Personalbestand.

Gibt es weniger zu verteilen, weil der Gewinn aufgrund von Strafen und Bürokratie sinkt, dann kann durch eine generelle Herabstufung der Mannschaft im Maschinenraum der Bonus für die Spitze hoch bleiben.

Der Topf wird kleiner, also ändern wir die Verteilung – so einfach geht das.

Kommentare

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  1. Die UBS versteht sich ausschliesslich als Lohn-Generator. Mit „Leistung“ oder gar mit „Erfüllung von Kundenbedürfnissen“ hat der Betrieb überhaupt nichts zu tun. So gesehen ist es sch…egal, wie man mit den Mitarbeitern umgeht, hauptsache die eigene Compensation stimmt.
    Eigentlich ist das Leben ja zu kurz und zu wertvoll, um es auf diese beschämende Art und Weise in einer verlogenen, feigen und zynischen Arbeitskultur zu verschwenden. Muss jeder für sich entscheiden.

  2. Das ist nicht Neues. Vor vierzig Jahren beim SBV in Genf sagte man den Mitarbeitern der internen Post sie könnten im besten Fall höchstens Durchschnitt sein. Vor 10 Jahren sagte man mir bei der UBS ich müsse jedes Jahr 10% meiner Mitarbeiter entlassen um ein gutes Team zu haben. Ich habe dann mich selber in die Pension entlassen.

    • Bravo – eigentlich der einzig konsequent-richtige Schluss, der konkret zu fällen (und umzusetzen!) ist!

      Heute setzte ich meinen Saldierungsauftrag zugunsten eines regional/national orientierten und verankerten Instituts über deren UBS e-banking Kanal ab. Wurde aber auch Zeit…

    • Herr Zak, freuen Sie sich doch, in den neuen Zentren stehen ihnen nur noch topmotivierte High Performer zur Verfügung. Sobald alles ausgemistet ist, geht’s in die richtige Richtung 🙂

  3. Leider herscht in der UBS eine allgegenwärtige Angstkultur. Aus dieser heraus hat keiner den Mut zu Wort zumelden. Wer was sagt kommt auf die Liste der zuküntig zu entlassenden Managern.
    Nach aussen wird glanz und Zufriedenheit sugeriert der vom internen Betriebsklima ablenken soll.
    Sobald sich für mich was auftut werde ich die Chance wahrnehmenund gehen. Hoffe mir tutes eineMenge gleich. Sollendie Obrigkeiten sehen was passiert.

  4. Als ehemaliger Managing Director von UBS kann ich die Darlegung von Herrn Hässig (leider) nur bestätigen. So führt man Menschen sicher nicht erfolgreich in die Zukunft.

  5. Actually its pretty easy. For those of you who have access to the bosses computer and log-in, and believe there are many that do! Just do what I did. Enter your self evaluation and give yourself a humble 4, then get off your butt, go log on as your boss on his/her desktop and give yourself a big fat 5. For those reading this and think its not possible, think again!! All John Bradley’s PMM system ended up doing was increase the need to make yourself look good by making others look bad, and to never trust anyone in your Team. My boss never set my objectives, nor was there any interest to spend any time with me discussing them and was just happy for me to do it so she/he did not have to. The whole thing was a joke. Also interesting to note here that there seems to be a piece of the system missing. Who did the PMM for Board and Group Executive board?? Do you truly think that another Board member is going to give his/her colleague a 2!!! Or that a member if staff is going to his or her boss a 1!!! If you, do then Merry Christmas cos you probably believe in Santa Claus and Rudolf the red nose reindeer!!

  6. Die Gesamtbeurteilung berechnet sich übrigens NICHT – wie man erwarten könnte und wie es früher der Fall war – aufgrund der Beurteilungen bei den einzelnen schriftlich festgehaltenen Zielen und deren Gewichtungen. Denn während die Beurteilungen bei den einzelnen Zielen durch den direkten Vorgesetzten definiert werden, wird die Gesamtbeurteilung von weiter oben gesteuert oder eben übersteuert.

  7. Leider ist vieles daran war. Das PMM ist seit der Amerikanisierung eine Farce geworden. Wenn Unternehmer anstatt Manager im HR sitzen würden, dann würden keine Demotivationsratings vergeben (positive Rückmeldungen fördern die Arbeitsleistung). Es ist einfach nur noch peinlich, wie die Mitarbeiter für dumm verkauft werden.

  8. Spannende Sache – wenn mein (noch aktueller) Arbeitgeber meint, ich sei nicht mehr wirklich so gut in meinem Job, OK…

    Wenn mir dann aber von meinem Linemanager attestiert wird, dass ich dieses Jahr abermals konstant sehr gute Arbeit geleistet hätte, ich aber wegen dem (…. blahblahblah …) dann eben doch nur als „fast gut“ betrachtet werden müsse, OK…

    Auf die „Leistungsbewertung“ gebe ich nicht wirklich viel; unter’m Strich zählt ja die sogenannte „Total Compensation“ (Lohn plus Bonus; Lohnerhöhung gab’s während den letzten 7 Jahren nicht mehr, dafür wurde der Bonus jährlich gekürzt – sehr gute „compensation“) -24% seit 2009. OK…

    Und dann heute noch das lustige Brieflein von wegen, die NBU (ein paar Fränkli pro Monat) könne die UBS leider auch nicht mehr bezahlen. OK…

    Zudem werden die „Dienstaltersgeschenke“ (welch‘ Hohn…) gekürzt, OK….

    Mir reicht es – aber… wenn ich nun ein Zwischenzeugnis vom HR bestelle, zwecks Stellensuche in einer anderen Firma – dann steht dort doch sicher drin, dass ich nicht wirklich gut gearbeitet habe?! Tolle Voraussetzungen, für die Jobsuche.

    • Womit Sie sich dem Kreis derer anschliessen, welche ein schlechtes Rating mehr als verdient haben. Wer sich öffentlich über seinen Arbeitgeber beschwert, sollte umgehend und mit aller Schande entlassen werden.

    • @Right Way:

      Nein, Sie haben nicht Recht! Unrecht sollte man anprangern, wie man Gutes loben sollte. Im ersten Fall wird man nur unterdrückt.

    • Das sich die Mitarbeiter über ei e generalisierte Abwertung der geleisteten Arbeit ärgetn ist mehr als verständlich.
      Ein internes Video zeigt ganz deutlich das der CEO nicht weiss was hier abgeht.
      Auf die Frage welches Rating er sich selber geben würde antwortete er mot 3.5.
      Jeder der das schon mal ausgefüllt hat wriss das es keine halben Ratings gibt.
      Und zum Thema Bewerben, ja es ist so. Svhlechtes PMM schlechtes Zwischenzeugnis!
      Ärger für mich absolut gerechtfertigt.

    • @left way: ab nach Nordkorea mit Ihnen – dort sind die dümmsten, loyalsten & treuesten Soldaten auch die Glücklichsten.

    • Ich sage mit keinem Wort, dass Ungereimtheiten nicht angeprangert werden sollen. Wer dies aber auf diesem mehr als zweifelhaften Tummelplatz für frustrierte (Ex-)Mitarbeiter tut disqualifiziert sich in höchstem Masse selber. Ein Mitarbeiter, der nicht die Eier hat an seinen Vorgesetzten zu eskalieren, hat kein besseres Rating verdient. Glaubt man den hier dargestellten Selbsteinschätzungen, dann tummeln sich hier lauter outperformer, welche offenbar trotz Ihrer ach so tollen Arbeitsweide noch keine bessere Beschäftigung gefunden haben.

      Und T.Ruth, Sie sind auch einer der mit dem Strom die in allen Medien aufgelisteten Ungerechtigkeiten anprangert und dabei noch das Gefühl hat, er sei einer der Wenigen,welche noch frei und eigenständig denken können. Dass Sie sich solch deplatzierter Vergleiche bedienen müssen, beweist das Gegenteil.

    • Nein, Zwischenzeugnis musst du dir ja eh selber schreiben. Dein Vorgesetzter schmiert dann noch seine Unterschrift darunter.
      Erstz kürzlich gemacht.
      Der Vorteil ist, dass die höheren Vorgesetzten keinen Plan mehr haben was deine Aufgabe ist (war).
      Getippt wird das Zeugnis irgendwo in Polen. Hatte mit denen Kontakt. Wirklich nette Damen dort.

  9. Vorausgesetzt das stimmt ist auch die CS wie manche andere Grosskonzerne nicht mehr glaubhaft. Doch das wissen wir doch schon längere Zeit, oder…
    PS: den Managern sollte mal eine Lektion offeriert werden in welcher sie lernen was verspieltes Vertrauen für die Arbeitnehmer bedeutet. Doch kann ich mir vorstellen, dass gerade im Bankbusiness die Vorgesetzten sich an Zahlen und Tabellen freuen. Kein Wunder kommt es immer schlimmer.

  10. Echt jetzt? Schwer anzunehmen das diese Berichterstattung zutrifft.

    Auf alle Fälle würde dem Herrn Gauss das sicher gefallen.
    „Das Ergebnis habe ich schon, jetzt brauche ich nur noch den Weg, der zu ihm führt.“
    Carl Friedrich Gauß
    (1777 – 1855) deutscher Mathematiker, Astronom und Physiker

    Oder ist das eventuell der UBS Beitrag zur Umsetzung der MEI mit IVL (Inländer Vorrang Light) Korrektur Faktor? #ironie-off

    Falls es tatsächlich die UBS Mitarbeitenden in der CH trifft – dann haben die Vorgesetzten nächstes Jahr Gelegenheit die bisherigen, ungenügenden Mitarbeitenden, respektive deren Jobs zu deployen.
    Mit einem Move in die High Performance Service Center in den Regionen Schaffhausen, Krakau, Nashville etc. etc.

    Falls es dann aber so ist das es alle Mitarbeitenden global betrifft, dann stellt sich die Frage – wie soll die UBS so neue Kunden gewinnen?
    So unter dem Motto „Unsere Personal ist nach eigenem Massstab nicht mal durchschnittlich, freuen Sie sich auf excellenten Service!“.

  11. Das ist so, das jeder UBS MA per Default mit einer 2 gewertet werden muss. Ist eine Anweisung von Herr S. Ermotti, so wurde es uns Kader gesagt.
    Zweitens gibt es definierte Quoten für jede Bewertungsstufe die unbedingt einzuhalten sind. Auch dies ist Offiziell Inoffiziell.

    Der Grund liegt auf der Hand:
    1. Weniger bis keine Bonuszahlungen — kurzfristig
    2. Entlassung von Low-Performer — mittelfristig, man hat es ja schriftlich.

  12. Kann das so bestätigen. Musste aufgrund von Druck von oben mein Rating für meine Mitarbeiter anpassen. Jetzt darf ich dem Team ein völlig falsches Feedback geben. Und die Motivation für 2017 wird ins unermessliche steigen

    • @ Georg Stamm, sind Sie aber sehr lieb: minus 1? Dieses Grossmaul mit Abzokkerqualitäten vom Feinsten so gut bewerten?

    • *Abzocker und Dougan war bei der CS – sind aber nur Details und die zählen beim Stammtischgeschwätz wenig.

  13. Das System im UBS-Konzern ist nicht neu:
    Die Diffamierung mittels schlechter Bewertung einzelner MA’s begann vor etlichen Jahren mit dem Auswechseln einigermassen kompetenter Vorgesetzte durch fachliche Nieten mit Führungsqualitäten einer Pfeife. Es traf und trifft vor allem ältere MA’s (55+).
    Vorgesetzte ohne Kenntnis zur zu erledigenden Arbeit; in welche Projekte der MA involviert war und vor allem wie der MA die Arbeit erledigte; wie der MA ausgelastet war. Wollten MA’s informieren, hiess es, kannst du dich nicht selber organisieren. Bis zur nächsten Bewertung, die aus Bauchgefühl oder Ähnlichem und nicht aus Fakten bestand.
    Einher mit der MA-Bewertung ging ja auch die Bewertung der Vorgesetzten. Schrieb man die Wahrheit, so wurde mit mehr oder weniger Druck versucht, eine Änderung herbeizuführen. In solchen Fällen waren mindestens die nächsten Ferien zu einem ungünstigen Zeitpunkt oder waren zu lang (3 Wochen gingen dann nicht mehr) und mussten verschoben/aufgeteilt werden. Gestützt von oben und vom HR: Die (nicht) vorhandene Führungsqualität sei massgebend und nicht die Fachkenntnis. Und Ferien könnten nur in Absprache mit dem Vorgesetzten genommen werden. Es tue ihnen leid, wenn es gewisse Einschränkungen gebe …
    Die MA-Bewertungen wurden Jahr für Jahr einen Zacken schlechter, vor allem, wenn man sich weigerte, die „sehr objektive“ Bewertung zu unterschreiben oder Bemerkungen anfügte. Nach drei, vier Jahren „musste“ die Gehaltshöhe „besprochen“ werden – wegen fehlender Leistungsbereitschaft etc.
    Selbstredend waren Almosen (genannt Bonus) auf Trinkgeldniveau (als „Motivation“ und Zeichen des guten Willens seitens des Vorgesetzten) und Teuerungsausgleich nicht vorhanden.
    Konnte mich aus diesem UBS-Zweig retten.

    • Bravo Jon, den Nagel auf den Kopf getroffen.
      Doch die Entscheidungsträger – meist ohne Verantwortung – verspielen noch den letzten Funken Firmenstolz bei den MA’s. Welche Nieten haben heutzutage das Sagen… einfach unglaublich!

  14. Don’t cry over spilled milk!
    Wer zahlt befiehlt – und das ist weder der Kunde noch der Mitarbeiter. Der einzige Boss der UBS (und jeder anderen AG) ist die Generalversammlung resp. der Aktionär resp. der Inhaber. Der wird offensichtlich nicht eingreifen. Und auch die Kunden werden ihre Kontos mit all den Hypotheken deswegen nicht verlagern. Die UBS MA werden die vermeidliche Sicherheit eines CH-Grossunternehmens mit der Realität eines internationalen Konzerns mit weniger Sitz Schweiz ersetzen müssen.
    Vielleicht hätte man unter Widmer-Schlumpf (aber auch jetzt noch) ein bisschen die KMU’S im Finanzwesen besser unterstützt? Dann hätten die MA eventuell eine Alternative….

  15. VR-Präsident Weber, dem UBS VR und den obersten Kader dort am Paradeplatz gebe ich Note 1, allein gerechtfertigt für den nach wie vor unbefriedigenden Aktienkurs und die Boni-Kultur derer dort oben in Züri !

  16. Wenn das System wenigstens konsequent wäre: die Aufgabe des Senior Managements ist Unternehmensführung, und das bedeutet, dass
    – die besten Mitarbeiter eingestellt und an den richtigen Arbeitsstellen eingesetzt werden, sowie
    – die Mitarbeiter befähigt und motiviert werden, überdurchschnittliche Leistungen zu erbringen.
    Wenn also die Mitarbeiter laut PMM insgesamt unterdurchschnittliche Leistungen erbringen, hat das Senior Management versagt – dann darf die höchste Wertung dort eine 1 sein…

    • Genau so. Die faseln alle von Führung, haben aber davon wenig bis zero Ahnung. Und Führungspersönlichkei haben sie meist schon gar nicht. – Feuert sie endlich! Mit der der doppelläufigen Flak, Pjöngjang-Stile, bitte.

  17. Tja wenn das so ist, bin ich dann sofort nicht mehr da!!! Liebe Team heads … Wenn das so ist, beweist Mut und weigert euch… Ihr könnt nur verlieren!!!

  18. Dieses Prozedere kam erstmals durch einen Skandal bei Yahoo auf, weil damit systematisch Personal abgebaut worden ist. Wird bei der UBS wohl dasselbe Spiel sein.

    Ich frage mich wirklich wie man sich freiwillig für solch einen Konzern begeistern kann mit der unseligen Jagd nach dem Boni. Erinnert mich immer an die Möhre welche man dem Esel vor die Schnauze hält damit dieser sich bewegt.

    • Ihre Frage ist einfach zu beantworten: Weil es nicht mehr genügend Arbeit (im kaufmännischen Bereich) gibt! Darum muss man sich so einem Konzern andienen!

    • Seltsame Frage. Teppich Etage und Qualifikation sind ja bereits unzertrennlich. Dank der Teppich Etage geht es ja vorwärts, dank meinen sich dort befindlichen Freunden entsteht überhaupt der Need, einen von Euch an einen Bürotisch bei der Toilette zu setzen und den ganzen Tag im Durchzug Zahlen von einem Sheet ins andere zu übertragen.

      Oder fragt Pinocchio etwa Geppetto, ob er überhaupt eine Lehre als Tischler abgeschlossen hätte?

      Sie sind mir ein lustiger Kauz Sie…

    • @Caro
      Ab Direktionsrang gibt es die „Selbstqualifikation“ die dann mit ihrem Vorgesetzten besprochen wird.

    • @Rolli

      Die gibt es auch schon bei den unteren Rängen.. sie hat einfach null Einfluss auf das Rating.

  19. Das hier beschriebene -Prozedere der UBS ist nicht neu. Bereits vor ca. über 10 Jahren wurde dieses perverse Spiel schon eingeführt. Ich habe damals schon erlebt, dass alle Mitarbeiteinnen/er (auch im mittleren Kader) auf die gleiche Zahl runter gestuft wurden, unter dem Motto: es kann niemand besser sein als Stufe drei. Ein vortreffliches Mittel um das Personal zu steuern und, wenn nötig, auch stillschweigend zu entsorgen. Als Angestellte/er kann man sich noch so anstrengen, wenn aber ihrem Vorgesetzten aus irgendeinem Grund ihre „Nase“ nicht passt, dann befindet man sich auf verlorenem Posten. Ausbildung, spezielle fachliche Kenntnisse, Sprachen etc. werden im PMM der UBS schon lange nicht mehr gewürdigt. Schon vom Grundsatz her kann ein PMM-System immer nur subjektiv sein, da eine wirkliche Objektivität gar nicht zu gewährleisten ist.

  20. Der PMM-Prozess ist an sich eine gute Sache. Die Chefs setzen sich mit den Leistungen ihrer Leute auseinander und diskutieren sie mit ihnen periodisch. Schlecht ist dagegen, dass die Mitarbeitenden bei der Festlegung der Ziele zu wenig involviert werden. Ausufernde, von fernen Stabstellen vorgegebene, vage Formulierungen und eine zu hohe Anzahl von Zielen verwässern die Qualität des Prozesses und eröffnen viel Spielraum für willkürliche Bewertungen.

    Unbeliebt bei Vorgesetzten und Mitarbeitenden ist das seit Jahren immer wieder in Varianten befohlene «Forced Ranking.» Die Chefs sind gezwungen, eine bestimmte Quote von Untergebenen als ungenügend zu qualifizieren, auch wenn alle gut gearbeitet haben. Das führt zu mieser Stimmung und Spannungen im Team und fördert die Illoyalität zum Arbeitgeber. Auch wird ein interner Stellenwechsel stark erschwert, da niemand Kollegen mit schlechter Note übernehmen will.

    Es ist beschämend, dass die UBS-Geschäftsleitung ihrer Führungsmannschaft nicht zutraut, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ohne verpönte angelsächsische Methoden angemessen zu qualifizieren. Gut wäre, wenn sie einmal einen Blick auf das neue Bewertungssystem der Zürcher Kantonalbank werfen würde. ZKB hat gemerkt, dass Noten nicht ein Allerheilmittel sind.

  21. Ich kann dies aus eigener Erfahrung bestätigen. Als ich meinem Vorgesetzten, die frühzeitige Pensionierung mitteilte, erhielt ich eine Benotung 2. Mit dieser Note wird kein Bonus an die Mitarbeiter ausbezahlt.

    • Habe eine 2 bekommen, neben dem normalen Lohn von
      chf 250.000 pro Jahr bekomme ich nun keinen Bonus, sauerei
      das kann doch nicht sein, so wenig Geld auf einer Bank.

    • ja ja die neid zerfressenen und eingeschränkten heinz wälchlis dieser welt halten sich selbst für so superschlau und merken darum nicht, dass es der welt eigentlich besser ohne sie gehen würde…

  22. Dieses Jahr haben wir als Team die finanziellen Ziele durch harte Arbeit mehr als übertroffen. Wir sind ein kleines effizientes Team und sollte ich nun mit einer zwei benotet werden, werde ich dies intern bei HR eskalieren. Ob es was bringt weiss ich nicht, aber wir müssen uns nicht alles gefallen lassen. Es gab mal eine Zeit in der es hiess: ‚Die Mitarbeiter sind unser höchstes Gut‘. Geben und nehmen. Es wird höchste Zeit, dass die UBS Angestellten für ihre Rechte kämpfen und nicht nach Vogel-Strauss-Manier den Kopf in den Sand zu stecken.

    • Lieber „UBS interner“

      Sie sitzen auf dem falschen Dampfer – ich musste schon vor 18 Jahren erkennen, dass diese Bude und die HR Boni-Systeme keinen Bestand haben; ich war dort mal im „Management“ tätig – und habe selbst jedes Jahr dieses Casino-Bonus-Spiel mitgemacht.

      Verwenden Sie ihren Geist und Ihre Energie und suchen Sie sich einen neuen Job: Ausserhalb der in der Schweiz sterbenden Finanzbranche. Sie ersparen sich damit den Gang in die Psychiaterie, den persönlichen Niedergang und viel Leid ….

    • „Intern bei HR eskalieren“…ok, dann eröffnen Sie mal im Intranet ein HR-Ticket und warten, bis Sie von Magda aus Polen mit einer standard copy-paste Antwort abgespeist werden.

  23. Aus eigener Vor Ort-Beobachtung bestätige ich als eine weitere Quelle diesen Bericht inkl. den von LH abgeleiteten Gedankengängen. Tatsächlich verhält es sich nach meiner Erfahrung genau wie beschrieben, und nur unternehmensfremde Blauäugige glauben wohl an die schon skurril anmutenden, lächerlichen „offiziellen“ Beschwichtigungen.

    Viele Menschen im UBS Management lernte ich durchaus als sehr intelligente Geschäftsleute kennen. Nur offenbaren sich diese Menschen leider auch im gleichen Masse als zutiefst verlogene Vorgesetzte. Eine starke Persönlichkeit auch und gerade in der Führung ist im Gegensatz zu beruflichem Wissen ganz offensichtlich keine gefragte Qualität bei Schweizer Grossbanken – vielleicht verdirbt Geld ja tatsächlich den Charakter…?

  24. Wenn dieses System nicht so menschenverachtend wäre…idiotisch ist es jedenfalls. Aber das System hat System, die Leute kaputt und gefügig zu machen. – Siehe jedoch das lesenswerte Interview mit Martin Scholl von heute: http://www.finews.ch/news/banken/25468-martin-scholl-z%C3%BCrcher-kantonalbank-zkb-mitarbeiter-bewertung-leistung-boni
    Das ist es! Es setzt indessen voraus, dass die Vorgesetzten Führungsverantwortung wahrnehmen (können) und das Ganze noch in einigermassen verständlichen Worten formulieren können….

    • Ja, ja die ZKB. Viel mehr als ein Marketinggag ist das leider nicht. Das Management untergräbt jegliche Innovation und Dienst nach Vorschrift hilft, nicht plötzlich aufs Abstellgleis gestellt zu werden. Dementsprechend verhalten sich auch 99% der Mitarbeiter. Wer in der Vergangenheit sich ausschliesslich an den MbOs gehalten, soll nun plötzlich zum „Unternehmer“ werden? Come on, guys!!!

  25. Misachtung mitgeilter Tatsachen

    Dies ist mal wieder ein gutes Beispiel wie Herr Hässig mit Fakten umgeht, die ihm das Unternehmen zugestellt hat. Er bleibt bei der falschen Geschichte, obwohl wir ihm die Tatsachen mitgeteilt haben. Hier unsere Antworten auf seine Fragen von letztem Freitag:

    Ist korrekt, dass für 2016 als Standard fürs PMM die Note 2 (Needs improvement) vom Management fürs Personal vorgegeben ist?

    Nein, das stimmt nicht. Es gibt keine vorgegebene Verteilung im UBS-Konzern. Wir erwarten von Vorgesetzten eine angemessene Differenzierung der Leistungs- und Verhaltensbeurteilung; darüber haben wir uns schon letztes Jahr unterhalten. Die Note 2 heisst übrigens: Die meisten Erwartungen erfüllt.

    Was sagen Sie zur Vermutung, dass Bonus-Sparen an der Basis der Grund ist?

    Diese Vermutung ist falsch. Es gibt übrigens keinen Automatismus bei den Boni. Vorgesetzte bekommen einen Pool zugeteilt (unabhängig von den Bewertungen) und verteilen diesen Pool dann nach ihrer Einschätzung der jeweiligen Leistung und des Verhaltens. HR und der / die Vorgesetzte der Führungskraft überprüfen dann die Bonuszuteilung.

    • @UBS Medienstelle: nebst Faktenleugnung an Peinlichkeit (Inhalt wie auch Form) kaum zu überbietendes Statement – Fazit: passt!

    • „Misachtung mitgeilter Tatsachen“ – sowas kommt von der UBS Medienstelle? Wohl kaum, dass die UBS Medienstellen nicht mal die Grundlegensten Rechtschreibe-Regeln kennt

    • Sorry, liebe UBS-Pressestelle. Für diesen dümmlichen Versuch, den Sachverhalt zu negieren, gibt’s auch nur eine 2. Entweder wisst ihr es nicht besser, oder ihr verbreitet wider besseren Wissens die Unwahrheit. Als UBS-Mitarbeiter im Senior Management muss ich LH leider recht geben. Genauso läuft es bei uns. Meinen Mitarbeitenden kann ich dieses abartige System nicht plausibel verständlich machen. Wir haben uns deshalb einen gewissen Galgenhumor zu eigen gemacht, wobei ich davon ausgehen muss, dass die wirklich fähigen Kollegen, und in meiner Abteilung finden sich einige davon, innerlich schon längst gekündigt haben bzw. bei der sich erst bietenden Chance, einen Abflug machen. Ich selber auch.

    • Liebe UBS Medienstelle,
      Fantastisch! Jetzt haben ihre Mitarbeiter es schwarz auf weiss, dass das Bonus-System der UBS der Willkür Tür und Tor öffnet: „Es gibt übrigens keinen Automatismus bei den Boni. Vorgesetzte bekommen einen Pool zugeteilt (unabhängig von den Bewertungen) und verteilen diesen Pool dann nach ihrer Einschätzung der jeweiligen Leistung und des Verhaltens.“ Damit geben Sie offiziell zu, dass ihr Bonus-System letztlich kaum oder schlimmstenfalls gar nichts mit Leistung zu tun. Schauen Sie sich doch mal in anderen Industrien um: Dort gibt es sogar Firmen, die ihren Mitarbeitern Excel-Sheets zur Verfügung stellen, damit diese ganz transparent, eigenständig und AUTOMATISCH(!) Boni errechnen können. Bspw. anteilig gewichtet duch Aktienkursentwicklung der Firma, Score der eigenen Organisationseinheit und eigenen Leistungs-Score. Bei Ihnen läuft es schlussendlich darauf hinaus, ob dem Vorgesetzten die Nase des Mitarbeiters passt. Was für ein HR-Trauerspiel!

    • Liebe Medienstelle

      Leider muss ich ihre Aussage dementieren, denn mir wurde an einer Team-Sitzung mitgeteilt, dass von höchster Stelle das Ranking 2 verlangt wrid. Zwar mit der Aussage dies sei ja eine genügende Bewertung, jedoch muss man auf den Kopf gefallen sein um nicht zu sehen wo der Hase läuft.

    • @UBS Medienstelle
      Ja genau, ist selbstverständlich alles falsch und erfunden! Die UBS hat auch niemals den Goldpreis oder die Liborzinssätze zum eigenen Vorteil manipuliert. Wie wir alle wissen sind all dies nur erfundene Geschichten. Und Du wirst dafür bezahlt dass eben diese Geschichten nach Aussen als falsch und erfunden dargestellt werden. Wahrscheinlich bist Du derart Gehirngewaschen dass Du dieses verkaufsoptimierte Gelaber sogar selbst noch glaubst…

    • @UBS Medienstelle: selten soviele Lügen auf so wenig Platz gelesen! Falls Sie tatsächlich die Medienstelle der UBS sind, wären Sie der/die Erste die ich infolge Unfähigkeit feuern täte. Hilfloses Gesabber. Und wer glaubt den schon jemandem aus der Teppichetage?

    • Ha, ha! Bei der UBS Medienstelle sind alle Chefs schon in den Weihnachtsferien, aber niemand hat dem Praktikanten gesagt, dass er bloss keine Antworten auf IP posten soll! Das issn Brüller! 😀

    • @ Medienstelle
      Da Sie bereits im Titel den ersten Schreibfehler einbauen, erhalten Sie von mir eine 1.5. Die 0.5 über 1 erhalten Sie nur, weil Sie sich für die Bude einsetzen. Schreibfehler sind, wie von MdP weiter unten erklärt, nur für Multi-Kulti-Milliardäre erlaubt.

    • @Medienstelle
      Sie bringen es auf den Punkt: die Erde ist auch eine Platte, keine Kugel. Wer anders denkt wurde früher auf dem Scheiterhaufen entsorgt. Heute ist es doch viel humaner mit RVA und Aussteuerung.

      Für wie blöd halten Sie die Mitarbeiter!

      Grüsse aus der Wärme.

    • Manchmal ist schweigen eben doch Gold, liebe UBS-Medienstelle, denn wer in einer offiziellen Stellungnahme diverse Rechtschreibfehler zu verantworten hat, disqualifiziert sich ohne Ende.

      Eine echte Lachnummer, die Külps-Truppe.

      Grüsse aus dem 3. Stock. You made my day.

    • Der Witz des Tages: Eine Medienstelle schafft es nicht einmal, einen Titel ohne Fehler zu schreiben…
      Da kann der Rest des Dementi auch nicht viel taugen. Oder hat sich da etwa jemand einen bösen Scherz erlaubt?

    • 2 Rechtschreibefehler in 3 Wörtern im Titel. Die UBS Medienstelle erhält garantiert keine 2. Das ist schon underperforming.

    • Da wird von der Medienstelle offiziell dementiert, dass es einen kalt den Rücken hinunterläuft. Es weiss doch jeder, wie es läuft.
      Bravo Lukas Hässig, es braucht einen wie sie, der den Finger auf die Wunden dieser stillosen Bank, bzw. der ganzen Industrie, legt.!

    • @UBS Pressestelle: Ich geh kaputt, gehen Sie mit? Falls diese Mitteilung tatsächlich von offizieller UBS-Seite kommt, so wäre dies geradezu symptomatisch für die UBS-Kultur. Auf offiziellen Papieren (wunderbare Powerpoints!) und in den Massenmails wird das Ganze etwa so kommuniziert, wie er obige Text. In sämtlichen Management-Circles wird jedoch eine eindeutig konträre „Gebrauchsanweisung“ zur Handhabung des PMM-Prozesses befohlen; die Sanktionen bei Nichteinhaltung werden freundlicherweise auch gerade mitgeliefert. Dabei ist man sich auch nicht zu Schade, z.Bsp. den Desk-Heads gerade mit auf den Weg zu geben, welche konkreten MA aus Sicht des „hohen Managements“ mit einer 2 (oder schlechter; oder auch besser bei persönlichen Günstlingen) zu beschenken sind – inkl. Befehl für den konkreten (Null)Bonus. Falls sich jemand dagegen ausspricht, wirkt entweder der Gruppendruck im Management-Circle (jeder dort fasst entsprechende Befehle – da kann kaum einer ausscheren), oder der zuständige Oberchef kürzt dann im Nachhinein den betreffenden MA völlig willkürlich die Boni, mitunter bis auf Null. Erfinde weitere lustige Beispiele…

  26. Ich bin kein UBS-Angestellter und deshalb nicht mit den Befindlichkeiten der Belegschaft vertraut, sollte an dieser Geschichte aber etwas dran sein, frage ich mich, weshalb sich das die betroffenen Mitarbeitenden bieten lassen. Entweder haben alle Schiss und wehren sich nicht, weil sie genau wissen, dass sie andernorts nie mehr zu den selben hohen Konditionen angestellt werden. Oder sie sind aus einer Performance-Optik betrachtet tatsächlich nur Mittelmass und müssen deshalb schweigen und alles hinnehmen.

  27. Ist in der CS genau gleich. Da wurde das System in monatelanger, schweisstreibender Arbeit umbenannt und abschliessend die Einführung durch sinnlose Schulungen unterstützt. Vom mittleren und höheren Mgmt habe ich übrigens keinen in der Schulung angetroffen. Die wissen es ja sowiso besser

  28. In unserem Grossbetrieb haben die Technokraten ein ähnliches System eingeführt: es wird klar vorgegeben wie viele Mitarbeiter mit einer 1, 2, 3 etc. belohnt werden dürfen. Anstatt auf das Urteilsvermögen des Vorgesetzten zu setzen, rechnet das System vor, wie es sein muss!

    Kommt hinzu, dass man in unserem Fall den Mitarbeitern zu erklären versucht, dass eine 3 = GENÜGEND angeblich gut sei, weil dann die persönlichen Ziele erfüllt worden seien. Würde man mit einer 2 (=Ziele übertroffen) benotet, müsste dies (so will es das System) zu höherem Gehalt führen.

    So kommen wir zur paradoxen Situation, dass man den Mitarbeitern in der Beurteilung selten ein GUT aussprechen darf, weil es die Firma dann etwas kosten würde. Umgekehrt muss man dem Gross der Mitarbeiter ein GENÜGEND aussprechen, obwohl sie ihre Aufgabe gut erfüllt haben – psychologisch bedenklich. Es ist klar, dass ein solches System auch der Umverteilung dient.

    Wie mancher Mitarbeiter würde sich mit einem stagnierenden Lohn zufrieden geben, wenn er wenigstens anerkennende Worte – die nichts kosten – bekäme. Weit gefehlt: auch bei uns ist der Standard für die Masse der Mitarbeiter ein „genügend“.

    • Ehrlich wäre es dann, nur bei „sehr gut“ eine Lohnerhöhung folgen zu lassen.

      Das heutige Management verhält sich eh wie der höhere und mittlere Adel damals.

  29. Ja – Revolution und Aufstand – das tönt gut: Wir sollten die beiden Grossbanken UBS und CS einer Totalliquidation unterwerfen und das verbleibende Geschäft – die Kunden und die Arbeit sowie die noch notwendigen Schweizer Mitarbeiter auf die bestehenden Strukturen verteilen. Das ausländische Management und die Amerikaner sollten wie sowieso wieder Exportieren – das ergibt dann auch noch einen positiven Exportbilanzüberschuss!

  30. genau, es findet so statt in zürich. ich wurde angewiesen jeden mitarbeiter auf maximal 2 einzustufen. denke auch ich wurde so eingestuft.

  31. Vor 20 bis 25 Jahren hat es auch nichts genützt, wenn man der loyalste und tüchtigste Arbeiter der im Rahmen der damaligen Deindustrialisierung untergehenden Fabrik war.

    Welche äußere Form man der Personalreduzierung aufgrund des Strukturwandels in der Bankenbranche gibt, ob mit scheinbar objektiven Kriterien oder einfach eine gewisse Anzahl Leute zu entlassen, ist in näherer Zukunft sowieso unerheblich, denn vergleichbare Arbeitsplätze vor Ort kommen so nicht wieder.

  32. Die grosse Frage hier: Warum wird das dementiert?

    Welcher Grossanleger oder „Universalgönner“, wie ich uns nenne, weiss nicht schon längst, dass die Schweiz in Sachen Service kaum mehr was zu bieten hat? Sowohl die Jobs wie auch unsere Kohle gehen deshalb sehr gerne im Ausland in die Ferien – die entsprechenden Länder sind ja auch mehr als nur einladend. Sogar ein Stolpermilliardär (Geerbt, nicht Gearbeitet) bringt es heute fertig sein Kapital mit Leichtigkeit über die Grenzen hinweg zu verschieben. Sagen wir es mal so: Die Pakete, die im Ausland angeboten werden, beginnen nicht nur bei der unschlagbaren Rendite, sondern bei der sicheren, diskreten und versicherten „Überleitung ins Ferienlager“.

    Wo findet man heute denn noch Service in der Schweiz? Ich meine sogar wenn Zürich von einem Meteoriten zerstört würde, sprich die Zürcher nicht mehr den Schweizer Freundlichkeits- und Intelligenz Schnitt ins bodenlose reissen würde, wo wird heute noch Service geboten? Alles was sich weiter als 50km von einer Stadt entfernt befindet wählt Parteien, die es mir erschweren meine Sekretärinnen aus den dafür geeignetsten Ländern anzuheuern. In der CH selber eine finden ist unmöglich. Uniabschluss und gleichzeitig Miss Bikini Gewinnerin? Im Traum vielleicht.

    Sämtliche finanzdienstleistende Angestellten mögen sich entweder noch erinnern wie die Me 109s und He-111s im Bodensee notlanden mussten und schwören auf Anleihen von der „BRD“, oder sind ein wenig jünger, und verstehen dafür nichts vom Business. Oder haben auf eine Jugend verzichtet, verstehen inzwischen das Geschäft, sind aber dermassen sozial unbrauchbar, dass Ihnen die wichtigste Qualität fehlt: Beziehungen. Sogar die weiblichen Angestellten haben offenbar völlig vergessen, wie sie mit ein bisschen Engagement ihre teils enormem Vorteile gewinnbringend einsetzen können.

    Das Transportwesen und die Infrastruktur ist unbrauchbar. Was nutzt mir eine frisch geteerte Autobahn, wenn sie 20/24h mit Stau belegt ist? Klar befinde ich mich in meiner Phantom so gut wie im eigenen Wohnzimmer, und klar verkürzen mir meine Angestelltinnen die Zeit auf die beste Art – dennoch, es geht mir ums Prinzip.

    Die Schweiz ist ein Service Loch, die Schweizer haben das „Servieren“ verlern, was uns Universalgönnern die Rechnung ziemlich einfach macht. Wie z.B. eine ambitionierte Frau, die in der Business Welt hoch hinaus will, nicht mehr in der CH sondern in Polen die Airbags aufrüstet – und dafür noch 1 Woche Wellness, Botox und eine anständige Nase dazu erhält – so schicken wir unseren wertvollen Rubel ebenfalls ins All Inclusive Ausland. Wo man halt Service versteht.

    Marcel Du Pont – zu bescheidener Milliardär, Rap Mäzen, Weiberförderer.

    PS: https://www.facebook.com/marcel.dupont.9849
    PPS: Euer Wert ist derselbe wie die Lautstärke einer Explosion im Weltall
    PPPS: Ab einer Milliarde ist Grammatik und Rechtschreibung gesetzlich verankert optional.

    • Genau solche Typen wie Du sind dafür mitverantwortlich, dass es in der CH keine vernünftige Dienstleistung mehr gibt. Alle wollen fett abkassieren, und keiner will mehr dienen, denn Dienen lohnt sich in unserem kranken System nicht mehr und mit 55 Jahren hat man als MA sowieso ausgedient! Irgendwer muss die Drecksarbeit erledigen damit Du Deinen überflüssigen, überteuerten Champagner reinzwitschern kannst und Du Jahr für Jahr Deine völlig unverdienten Zinsgutschriften gutschreiben lassen kannst. Irgend jemand auf dieser Welt dient unfreiwillig dazu, dass Du es Dir Deinem Ego gutergehen lassen kannst. Um dies verstehen zu können bräuchte man eine gewisse Soziale Kompetenz, die man jedoch bei Menschen Deines Schlages vergebens sucht…

    • @an Visionär
      halt, halt, den MDP 2 X lesen bevor der Daumen nach unten geht. Zwischen den Zeilen steht viel Wahrheit. Auf kreative Art formuliert. Im Gegensatz zu dem soziopathischen Gelaber der „Teppichetagen“.

  33. „Das führte zur absurden Situation, dass in einem Fünferteam zwingend einer in der schlechtesten Kategorie, der 1, enden musste.“
    Wer auch immer sowas behauptet oder gar als Ziel vorgibt (!!) hat Statistik fundamental missverstanden. Eine Aussage über eine sehr grosse Zahl von Objekten (oder Personen) kann man nicht einfach auf eine kleine Zahl „runterbrechen“. Die Aussage „Die Wahrscheinlichkeit eine 6 zu würfeln beträgt ein Sechstel“ heisst ja auch nicht, dass ich bei 6 Würfen genau einmal eine 6 würfeln werde, sondern dass ich bei 6 Millionen Würfen ungefähr (!!) 1 Million mal eine 6 würfele.

    • Das heisst im Umkehrschluss aber auch, dass man im Team A, bestehend aus mittleren bis guten Mitarbeitern, auf jeden Fall einen mit einem sehr gut benoten und somit ein Treppchen höher befördern muss.
      Und im Team B, bestehend aus guten bis sehr guten MA, einen disqualifizieren und somit absteigen lassen muss. Selbst wenn er besser als derjenige mit der Note 5 im Team A wäre.
      Und so führt sich das System von selbst ins Absurdum. Nur dass es oben niemand merkt oder merken will.

  34. …und oben spielen sie munter weiter (nota bene sind alles Angestellte, und die meisten von denen hätten weder den Mumm noch die Fähigkeit, einen Kiosk erfolgreich zu leiten…) ihre Spielchen zur Erhaltung der sich im kuscheligen Club zwischen VR und GL zugesprochenen bzw. genommenen Pfründen. – Es riecht allmählich nach Revolution. – Allerdings pennen die Aktionäre noch resp. deren Vertreter profitieren selbst.