Die unterbewerteste Aktie ist die … Nationalbank

Gewinn wie US-Supermulti, an Börse bewertet wie griechische Notenbank – gigantisches Aktienportefeuille – Hedgefund.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) ist ein riesiger Hedgefund. Sie hat rund 700 Milliarden Franken in Euro, Dollar, Pfund, und zwar in Anleihen, Cash und Aktien.

Heute publiziert die SNB ihren Jahresgewinn. Er bewegt sich mit plus 24 Milliarden Franken in der Region der stärksten Banken weltweit. Die UBS und die CS können von solchen Dimensionen nur träumen.

An der Börse aber sind die beiden Schweizer Multis ein Vielfaches der SNB wert – trotz einer einzigartigen Kursschwäche seit bald 10 Jahren.

Während die UBS am Freitag Abend 63 Milliarden Börsenwert auf die Waagschale gebracht hat und die CS 33 Milliarden, waren es bei der SNB 178.

Millionen.

Mehr als auch schon nach einem fulminanten Anstieg in den letzten Monaten. Aber immer noch wenig, wenn man sich die Relationen vor Augen hält.

178 Millionen Franken, das entspricht etwas mehr als dem Rekordpreis für einen Modigliani von 2015. Die ganze SNB für ein einziges Kunstwerk: Man reibt sich die Augen.

Es ist weniger, als was die griechische Nationalbank kostet. Ihr Kurs stieg in den letzten 3 Monaten markant an. Der Wert der ganzen Notenbank des gebeutelten EU-Landes liegt inzwischen bei 230 Millionen.

Rund einen Viertel höher als jener der SNB.

Bei der belgischen Notenbank ist das Verhältnis noch krasser. Auch sie ist eine kotierte Aktiengesellschaft mit einem Valor, der zuletzt hochschoss.

Inzwischen wird die Notenbank der Belgier, in deren Hauptstadt die EU-Politiker tagen, mit 1,2 Milliarden Euro gehandelt – mehr als das Zehnfache der Schweizer Notenbank.

Schliesslich ist auch noch die japanische Nationalbank börsenkotiert. Auch sie hat im Vergleich zur SNB eine deutlich höhere Bewertung.

Zentralbanken an der Börse sind ein Anachronismus. Der Titel der BIZ, also der Zentralbank der Zentralbanken, wurde um die Jahrtausendwende von der Börse genommen.

Doch die vier erwähnten Notenbanken respektive deren Aktien sind weiterhin handelbar. Und da erstaunt, wie gross die Unterschiede sind.

Bei der griechischen und der belgischen Zentralbank handelt es sich um den jeweiligen Lender of last resort für Banken und damit ein Finanzsystem, das wenig Stabilität verspricht.

In Griechenland mussten auf dem Höhepunkt der Krise die Bankschalter schliessen; pro Grieche waren eine Zeitlang nur 60 Euro pro Tag am Bancomaten verfügbar.

Belgien gilt als bürokratisch und lebt von der EU. Deren Zukunft ist ungewiss.

Die SNB hingegen steht für die Schweiz und hat harte Assets in ihren Büchern, die zu den erstklassigsten zählen.

Das Gebäude der Zürcher SNB an der Börsenstrasse 15 dürfte einen Wert von 400 Millionen haben – Tendenz steigend.

Die Bank hatte 2012 von der CS das Metropol gekauft, eine klassizistische Geschäftsliegenschaft einen Steinwurf entfernt.

Was die SNB dafür zahlte, ist unbekannt. Gut 200 Millionen könnten es gewesen sein.

In Bern hat die SNB ihren Hauptsitz am Bundesplatz. Das Gebäude steht im 90-Grad-Winkel zum legendären Bundeshaus. Es wird gerade aufwändig und entsprechend teuer renoviert.

Allein diese SNB-Gebäude zusammen summieren sich wohl auf einen Wert von gegen 1 Milliarde. Wie stark sie belehnt sind, weiss man nicht.

Die Belehnung bei einer Notenbank ist sowieso etwas Theoretisches.

Die SNB kauft ihre Asstets mit Geld auf Knopfdruck. Sie „produziert“ Franken, so viel sie will, und kauft damit etwas, so lange die Welt sich auf die Währung der Schweizer stürzen.

Chef Thomas Jordan und seine Kollegen im SNB-Direktorium haben inzwischen rund 700 Milliarden Franken in Fremdwährungen investiert, mehrheitlich in Bonds und Aktien.

Bei den Bonds handelt es sich um Schuldpapiere. Das heisst, wenn die Staaten Pleite gehen – die SNB hält vor allem Staatsanleihen –, dann erleidet auch die SNB und damit die Schweiz einen Ausfall.

Dieser kann ins Auge gehen.

Bei den Aktien, von denen die SNB immer mehr besitzt, ist das anders. Sie stellen harte Assets dar, bedeuten Anteile an Unternehmen, die – so das Kalkül – Gewinne erzielen und Dividenden ausschütten.

Die SNB ist zu einer der grössten Aktienbesitzerinnen weltweit geworden. Sie verdient damit immer mehr Geld.

Damit ist die SNB eine eigentliche Assetmanagerin geworden – eine von riesigem Ausmass.

Eine Art Blackrock Helvetiens.

Doch ihre Aktie wird wie jene einer Bergbahn bewertet. Irgendwie ein Liebhabertitel.

Einer, der das seit Jahren anders sieht, ist ein verschwiegener deutscher Privatier.

Theo Siegert heisst er, er besitzt rund 6,5 Prozent der SNB.

Ein schlauer Mann.

Die SNB-Dividende ist zwar nach oben beschränkt. Da kann die Notenbank noch so viele Milliarden verdienen.

Und aus Milliarden-Gewinnen können beim Hedgefund SNB auch rasch Milliarden-Verluste werden, wie 2015 gezeigt hat.

Doch Siegert besitzt einen Fünfzehntel an der SNB. Und damit ein grosses Stück Schweiz.

Dieses ist hoffnungslos unterbewertet.

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36 Kommentare zu “Die unterbewerteste Aktie ist die … Nationalbank

  1. Schweizer Nationalbank : Billigste börsennotierte Notenbank
    SNB : Aktionärssicht-Bewertungsansatz verfehlt / Richtig : Unternehmenswert

    Eine SNB-Aktie wird stereotyp aus der Sicht eines Privat-Aktionärs
    mit beschränktem Stimm- und Dividendenrecht beurteilt.
    Das ist der falsche Bewertungsansatz. Er bedeutet nämlich, der Wert
    der SNB könnte immer weiter zunehmen, der Aktienkurs bleibt gleich.
    Das kann nicht sein und ist auch nicht so.
    Der Dividendenbeschränkungs- und Stimmrechtsbeschränkungsansatz bedeutet
    ja die völlige Loslösung der Bewertung der SNB von ihrem „Geschäft“ ,
    also von Gewinn und Verlust, Vermögen und Verbindlichkeiten.
    Dieser Logik zufolge könnte die SNB mit ihrem elektronischen Geld die
    „ganze Welt“ aufkaufen, der Unternehmenswert bliebe bei 180 Millionen CHF.
    Richtig ist vielmehr, der Wert der SNB muss geteilt werden durch die
    Anzahl der 100.000 Aktien.
    Die inadäquate Bewertung zeigt sich ja bereits im Vergleich der
    börsengelisteten Notenbanken.
    Bekanntlich ist die SNB die billigste und beste zugleich.
    Die griechische rangiert auf dem Kurszettel deutlich über der SNB,
    die belgische ist sogar fast siebenmal so teuer.
    Die defizitäre japanische wird nahezu doppelt so hoch bewertet.

    Einflussmöglichkeiten der Eigentümer von Aktiengesellschaften
    sind grundsätzlich beschränkt.
    So stellt die SNB für einen reinen Finanzinvestor keine Ausnahme dar.

    Auch ist die SNB keine Zeitbombe wie so häufig angemerkt.
    Ihre Politik unterscheidet sich grundsätzlich von der der anderen
    Notenbanken.
    Die SNB betreibt eine Frankenschwächungspolitik, die anderen
    dagegen eine als Antideflationspolitik vermarktete Staatsfinanzierung.
    Folglich kaufen die anderen nur Anleihen, die SNB hingegen
    wandelt ihre gekauften Währungen in Sachwerte um.
    Mit 40 Mrd CHF in Gold, 85 Mrd CHF in Rücklagen,
    150 Mrd CHF in Aktien hat sie nahezu 275 Mrd CHF in
    sicheren Anlagen.
    Demnach könnten sich die 550 Mrd in EUR/USD in Anleihen
    halbieren, ohne Schaden zu nehmen.
    Diesen debt/equity swap wird sie weiterbetreiben,
    solange im Ausland ihr elektronisches Geld
    für den Sachwertekauf akzeptiert wird.
    Fortlaufend und sogar am Ende wird sie nicht nur den Franken
    geschwächt haben, sondern äusserst gewinnträchtig abschliessen.

    Das alles ist sicher mehr als 180 Mio CHF wert.
    Das Zehnfache wohl eher, also 1,8 Mrd. allemal, wenn nicht
    sogar deutlich mehr.
    Diese Bewertung wäre angemessener und weniger verwunderlich
    als die völlig absurden, inadäquaten 180 Millionen.
    Was ist die Notenbank wert ?
    Eine Frage für Banker, Wirtschaftsprüfer,Gutachter.

    Diese Bewertung ist ausschliesslich dem stereotyp
    und klischeehaft dauerhaft bemühten
    falschen Bewertungsansatz aus der Sicht eines
    dividenden- und stimmrechtsbeschränkten Privat-Aktionärs
    in Verbindung mit dem weitverbreiteten Nichtwissen
    über die Gesamtbewertung geschuldet.
    Selbst wenn man diesem falschen Bewertungsansatz folgte,
    würde auffallen, dass bereits er in sich nicht haltbar ist,
    da der grösste Teil der Aktionäre öffentliche mit
    vollem Stimmrecht sind und sich in einer Valorennummer
    mit den privaten wiederfinden.

    Die Aufgabe des Investor Relation ist, die richtige Einschätzung
    des Unternehmenswertes zu ermöglichen.
    Doch Inadäquatheiten können sich lange halten.

  2. Verstehe ich das richtig?
    Nationalbank zahlt zwischen 0 und 15 CHF als Dividende aus,….
    Angenommen Sie Zahlt nur jedes 2. Jahr 15 CHF aus und sonst nichts, dann haben wir einen Erwartungswert von 7.5CHF.
    Da es sich um eine „unendlich lang“ laufende Dividende handelt und der 50ig jährige Eidgenosse bei 0.35% als Proxi dienen kann ergibt sich folgernder Preis:

    7.5 / 0.35% = 2140 CHF

    bei 2 von 3 Dividenden wäre es
    10 / 0.35% = 2850 CHF

    bei einem Preis von 1900 CHF erwartet der Markt einen Ausfall von 55% der Dividenden.

  3. Der Kurs einer Anlage ergibt sich aus der Summe der abdiskontierten Zahlungsströme. Deshalb ist eine SNB auch nicht unterbewertet, da mit den Gewinnen die Finanzlöcher der Kantone gedeckt werden und das Geld nicht den Aktionären gehört.

  4. Der WERT und die BEWERTUNG der Notenbank sind das Thema :
    Die Bewertung der SNB an der Börse ist Fr. 180 Millionen,
    denn die 100.000 Aktien notieren mit ca.
    Fr. 1.800.
    Wären alle 100.000 Aktien erwerbbar, wäre die ganze SNB
    für Fr. 180 Millionen zu haben.
    die griechische für Fr. 250 Millionen,
    die japanische Zentralbank für Fr. 350 Millionen,
    die belgische für Fr. 1.300 Millionen.
    Die schweizerische ist also die billigste Zentralbank,
    denn es gibt nur vier börsenkotierte Notenbanken.
    Relikte aus früheren Zeiten.

    Das sind also die Bewertungen an den Börsen :
    Fr. 180 Millionen Schweiz
    Fr. 250 Millionen Griechenland
    Fr. 350 Millionen Japan
    Fr. 1.300 Millionen Belgien

    Der Investor ist nun an dem WERT interessiert, den er
    für diese Preise erhält :
    Möchte er für die griechische mehr bezahlen,
    weil sie ein besseres Investment ist ?
    Möchte er für die japanische den doppelten Preis
    der schweizerischen bezahlen, obwohl die
    japanische hohe Verluste hat ?
    Möchte er für die belgische das Siebenfache wie
    für die schweizerische zahlen, also für eine
    Zentralbank des EZB-Systems ?
    Oder möchte er die schweizerische Notenbank kaufen ?
    Was spiegeln diese Fr. 180 Millionen wieder ?
    Die SNB hat unter Vorbehalt ungefähr :
    40 Mrd Fr. Gold
    80 Mrd Fr. Rücklagen
    150 Mrd Fr. Aktien, also Unternehmenswerte
    550 Mrd Fr. Anleihen in USD und EUR
    Erst ein Verlust von 50 % auf die Anleihen (Fr. 275 Mrd ) (Währungsverlust/Schuldnerausfall) führt
    zu einem wirklichen Verlust der Fr. 270 Mrd
    von Gold, Rücklagen und Aktien.
    Ausserdem tauscht die SNB weiterhin Anleihen in
    Aktien, und das mit Gewinn auf dem hohen
    Kursniveau der Anleihen, so dass sich ihre
    Risikoanlagen reduzieren.
    Das alles wird an der Börse mit Fr. 180 Millionen
    bewertet.
    Die anderen Notenbanken kaufen keine Sachwerte,
    da sie über den Kauf von Anleihen Staatsfinanzierung
    betreiben.
    Die SNB dagegen betreibt eine Frankenschwächungspolitik.
    Und diese drei anderen Notenbanken sind mit Fr. 250/350/1300 Millionen teurer
    als die SNB mit Fr. 180 Millionen.
    Stimm- und Dividendenrechte sind auch bei den
    anderen Zentralbanken limitiert.
    Zudem gibt es auch nur eine Valorennummer,
    die sich der überwiegende Teil der unbeschränkten
    öffentlichen Aktionäre mit der Minderheit der beschränkten privaten Aktionäre teilen.

    Zurück also zur BEWERTUNG dieses Wertes,
    der gut geführt ist, über längere Zeit laufend gewinnträchtig wirtschaftet,
    und am Ende nicht nur das eigentliche Ziel der Frankenschwächung erreicht haben, sondern
    dieses sogar mit erheblichen Gewinn abschliessen
    wird.
    Ist das alles Fr. 180 Millionen wert oder würden
    Wirtschaftsprüfer, Banken, Gutachter die schweizerische
    Nationalbank höher bewerten ?
    Kämen sie nicht vielleicht auf eine höhere Bewertung als
    die Fr. 250 Millionen der griechischen ?
    Oder käme ihr nicht sogar eine höhere Bewertung als
    der belgischen Zentralbank mit Fr. 1.300 Millionen zu ?

    • irgendwie werde ich den Eindruck nicht los, dass Sie die Bilanz der SNB nicht verstanden haben.

    • Die Schweizer Nationalbank ist eine der reichsten der Welt.
      Die reichste ist die chinesische.
      http://www.epochtimes.de/china/china-wirtschaft/chinas-zentralbank-die-reichste-zentralbank-der-welt-a1148314.html
      Der Reichtum bemisst sich nach der Möglichkeit,
      aufgrund der Solidität, Reputation ausländische Währungen zu kaufen.
      Diese Möglichkeiten haben Notenbanken ärmerer Länder weniger oder nicht,
      weil ihre Währungen dafür nicht akzeptiert werden.
      Die SNB dagegen ist bekanntlich die Notenbank eines sehr reichen Landes.
      Ausserdem ist sie hervorragend gemanagt.
      Ganz im Gegensatz dazu ist sie die billigste an
      der Börse.
      Sie wird mit CHF 180 Millionen bewertet.
      Sie wird hinsichtlich der Bewertung von der
      griechischen, japanischen und belgischen überflügelt .
      Zu recht ?
      Das ist eine Frage für
      Banker
      Wirtschaftsprüfer
      Gutachter .
      Was ist die Nationalbank wert ?
      Sie ist das wertvollste börsengelistete Unternehmen der
      Welt per Ende 2016 vor Apple, da sich ihr Wert
      im Jahresvergleich noch erhöht hat.
      Denn gem 2015 Bilanz kommen zu dem Eigenkapital
      i.H.v. 60 Mrd noch die 400 Mrd Sichtguthaben sowie
      die 70 Mrd Banknoten als Wert hinzu, also 470 Mrd
      als herauszurechnendes Fremdkapital.
      Gem website der SNB :
      „BILDEN SICHTGUTHABEN FREMDKAPITAL UND DAMIT SCHULDEN DER NATIONALBANK?
      Sichtguthaben bei der Nationalbank – wie auch die von ihr in Verkehr gesetzten Banknoten – können ökonomisch nicht dem Fremdkapital von normalen Unternehmen oder Geschäftsbanken gleichgesetzt werden. “

      Sie hat zudem unlimitierte Zahlungsmittel :
      Laut website der SNB
      „ist die Nationalbank aufgrund ihrer Kapazität zur Geldschöpfung in eigener Währung stets zahlungsfähig, weil sie theoretisch unlimitiert über offizielle Zahlungsmittel verfügt.“

      Auch sind die Finanzierungskosten der Aktiva sehr bescheiden :
      Laut website der SNB
      „Die Finanzierung der Aktiven ist für eine Zentralbank dank dem Notenmonopol jedoch mit einem sehr bescheidenen Aufwand verbunden. Damit unterscheidet sie sich grundsätzlich von anderen Unternehmen. Die Emission der Banknoten kostet einen vernachlässigbaren Bruchteil von deren Nennwert, und die Girokonten bei der Nationalbank stellen in der Regel ebenfalls eine sehr günstige Finanzierungsform dar. Aus diesem Grund fallen für die Nationalbank in der langen Frist Gewinne aus der Geldschöpfung an.“

      Ihre Währungskäufe finanziert die SNB also durch Druck, Schöpfung von Franken mit äusserst geringen Finanzierungskosten ohne Anleihen, Kredite.
      Dieses alles ist ihr nur dank ihrer Reputation und Solidität möglich.

      Es ergeben sich für die SNB aus ihren Devisenkäufen
      keine Verbindlichkeiten.

      Da sie die Devisen zunehmend in Unternehmenswerte tauscht,
      wird sie mit einem gewaltigen Sachwertebestand und insgesamt
      positiven Geschäftsergebnis das weltweite Überschuldungsfinale
      überstanden haben.
      Das weltweit wertvollste börsennotierte Unternehmen für 180 Mio.
      Ein Phänomen.

    • Schulden der SNB in Franken viel grösser als EK der SNB.

      SNB verwaltet nicht Portefeuille, sondern besitzt. D.h. grosses Risiko.

      Grosses Klumpenrisiko da alle Schulden in Franken und ganzes Vermögen in Fremdwährungen.

      Sie besitzen offenbar eine eigene Position SNB-Aktien, die Sie hinaufschwatzen wollen.

  5. Lukas Hässig du Vollidiot: Wenn scho ganz Züri nerve wotsch du minderbemittlete Halbschueh, denn lueg doch, dass d Rechtschriibig ide Schlagziile stimmt, wenn suschd scho nüt bache bechunsch.
    Es heisst ‚unterbewertetste‘. Ade merci.

    • @ Sorry aber jetz langets

      Ist das alles, was Sie dazu beizutragen haben? Nicht gerade feine Umgangsformen. Und das spricht nicht unbedingt für Sie.

    • @ Sorry aber jetz langets

      Sie sind ja echt ein unverschämter Lümmel! Hoffentlich zeigt Sie der Herr Hässig an wegen Beileidiugung und übler Nachrede!

  6. Die SNB produziert ebenso massive Gewinne wie Verluste. Ihre Abenteuer sind noch nicht vorbei. Wieso sollte man da investieren?

  7. Was soll das, Bewertungen von Nationalbanken vergleichen, oder gar Universalbanken mit in den Topf nehmen?
    Völliges Bubi-Züüg!

  8. Schuster bleib bei deinen Leisten!

    Lieber Lukas Hässig, Gossip ist ihr Business. Mit diesem „Aktientipp“ haben sie sich aber hoffnungslos verrannt (faktisch völlig falsch, von A bis Z).

  9. Guten Morgen

    Könnte die SNB ihre „harten Assets“ (Euros und Dollars) tatsächlich per Knopfdruck kaufen, so würde das bedeuten, dass die SNB durch „Geld drucken“ Eigenkapital schaffen könnte.

    Der Artikel basiert also auf einer falschen Prämisse.

    Warum?

    Weil die SNB in einem ersten Schritt eigene Liquidität schaffen würde und diese dann in einem zweiten Schritt in Euros und Dollars umtauschen würde.

    Beim ersten Schritt würde die Aktivseite der SNB-Bilanz verlängert ohne Schulden auf der Passivseite. D.h. durch Eigenfinanzierung. Die Konklusion wäre, dass die SNB durch Geldschöpfung Eigenkapital schaffen würde.

    Im zweiten Schritt würde sie dann die selbst geschaffenen „Liquiden Mittel“ gegen „harte Assets“ (Euros und Dollars) tauschen. Das wäre dann ein Aktivtausch in der Bilanz der SNB.

    Resultat: Auf der Aktivseite hätte die SNB Euros und Dollars und auf der Passivseite Eigenkapital.

    In Tat und Wahrheit besitzt die SNB auf ihrer Passivseite aber nicht Eigenkapital, wie Herr Jordan behauptet, sondern Fremdkapital, d.h. Schulden.

    Das ist ein himmelweiter Unterschied.

    Mit ihren über 600 Milliarden Schulden ist die SNB zur weitaus grössten Schuldnerin in unserem Lande geworden.

    Die SNB sollte Kapitalgeberin der letzten Instanz sein („lender of last resort“). In Tat und Wahrheit ist die SNB aber „borrower of last resort“. Die SNB hat dreimal mehr Schulden als Bund, Kantone und Gemeinden zusammen.

    Unsere Nationalbank hat doppelt so viele Schulden wie der Staat Griechenland insgesamt.

    Die Assets der SNB können nie und nimmer als „hart“ bezeichnet werden. Es befinden sich im Portefeuille Anleihen von Staaten wie Griechenland mit einer minderen Bonität als die Schweiz hat. Das ist ein schlechtes Geschäft, das früher oder später ins Auge gehen kann.

    Nur ein minimer Anstieg des Zinsniveaus (Basiseffekt!) kann zu einem Desaster in der Bilanz der SNB führen.

    Zudem manipuliert die SNB den Devisenmarkt. D.h. der Euro bleibt über eine gewisse Zeit hoch, um dann umso stärker zu fallen. Daraus folgt, dass die Assets in der Bilanz der SNB über eine Zeit lang zu hoch bewertet werden.

    Auch hat die SNB ein gewaltiges Devisenrisiko in ihren Büchern: Im Gegensatz zu den Geschäftsbanken ist ihr Portefeuille nicht breit diversifiziert, sondern alle Schulden sind in Franken und ihre Vermögen in weichen Währungen.

    Das Vermögen der SNB repräsentiert also keineswegs die Schweiz, sondern im Gegenteil das Ausland.

    Das ist brandgefährlich für die Schweiz.

    Fällt das Eigenkapital der SNB in den Negativbereich, so werden die Aktionäre der SNB als Erste alles verlieren.

    Zudem haben die Aktionäre der SNB keinen Anteil an einem Gewinn der SNB, sondern nur an einem Verlust.

    Die SNB ist also keineswegs unterbewertet, sondern stellt im Gegenteil einen gewaltigen Devisenplay dar mit einem spekulativen Hebel von rund eins zu zehn.

    Das alte Casino in Bern ist mittlerweile zum grössten Casino der Welt aller Zeiten avanciert.

    Also: Hände weg von der Nationalbank.

    Freundliche Grüsse

    Marc Meyer

    • Konklusiv gehe ich natürlich mi Ihnen vollkommen einig „Hände weg von der Nationalbank“.
      Nur ist mir immer noch nicht klar, welche harten Anlagen die Alternativen zu den „weichen“ EUR, USD, GBP etc. darsten sollen?

    • Dann würde aber aus meiner Sicht, mehr oder weniger aktive Währungspolitik eher unmöglich?

    • Einige Fragen: Wie könnte gegen die SNB gewettet werden? In dem man EUR verkauft? Warum behauptet die SNB ständig, der Franken sei überbewertet? Eher das Gegenteil ist doch der Fall? Traut sich kein „Grosser“ dagegen zu wetten oder ist einfach keiner gross genug dazu?

    • @Supermario

      Die SNB hat doch m.E. die Aufgabe, die Schweizer Volkswirtschaft mit einem akzeptierten Zahlungsmittel zu versorgen und den Zahlungsverkehr zu optimieren.

      Der Kauf von griechiscten Staatsanleihen und von US Waffenherstellern gehört da kaum dazu.

      Ich denke die SNB verstösst eher gegen ihren Verfassungssuftrag.

      MfG

    • Guten Tag Herr Dr. Meyer

      Darf ich Sie als Stadtberner auf einen Fehler aufmerksam machen:

      Das „alte Casino“ (Konzertsaal), sowie das „alte Inselspital“ befanden sich an der Stelle des heutigen Bundeshauses und dieses „alte Casino“ hat somit keinen Zusammenhang mit dem Gebäude der SNB.

      Zur Baugeschichte des Bundeshauses finden Sie im Internet leicht eine Fülle von Informationen.

      Gruss von Mike

  10. Gut analysiert LH! Klar kann es mit den Bonds ind Auge gehen. Schuldner- und Zinsänderungsrisiko sind darin enthalten.
    Aber dieses Risiko hat jeder Anleger. Wie richtig erwähnt sind die Schulden in Chf für die SNB relativ. Absolut verhindert werden muss jedoch ein Ausverkauf der Aktien ins Ausland!!!
    Bin sehr gespannt auf Marc Meyers Reaktion heute.

  11. Die Logik im Artikel ist nicht ganz nachvollziehbar:
    – Eigenkapitalquote fällt von 50% auf unter 5% und Aktienkurs soll deswegen explodieren?
    – Die erwarteten 24 Mrd. Gewinn im 2016 sind zu relativieren bzw. mit den über 30 Mrd. Verlust des Vorjahres zu verrechnen. Höhere Gewinnschwankungen bedeuten nicht höheren Aktienkurs
    – Die Peer Group Analyse hinkt ebenfalls, nur weil irgendwelche Anleger bereit sind, die Bewertung der Peers hochzuschrauben, ist die SNB deswegen nicht ein Schnäppchen
    – SNB Assets sind in erster Linie Giroguthaben von Banken = alles andere als „harte Assets“
    – Die Immobilien sind das einzige (teilweise) valide Argument. Nur wer kauft der SNB schon die Immobilien ab, wenn Sie diese verkaufen müsste? Im besagten Fall würde ich dann sicher nicht 400 Mio. sondern so wenig wie möglich zahlen….

    p.s. Aktie der Bank of Greece = Dead Cat Bounce. Was sind schon 40% Kursgewinne über die letzten 3 Monate, nach dem die Aktie seit 2007 sagenhafte 99.99297% verloren hat!

    • Bitte Unterschied zwischen Assets und Liabilities nachschlagen. Die Giroguthaben sind auf der rechten Passivseite der Bilanz und damit Liabilities. Assets sind, was sie damit kaufen und halten, also Währungen, Aktien, Bonds, Gold usw.

    • @Jomas Thordan:

      Ich kenne die Bilanz der SNB sehr gut (bzw. eigentlich auswendig), sie sollten aber mein Statement korrekt lesen:

      Durch Notenbank-Instrumentarium werden die Bedingungen für höhere / tiefere Giroguthaben geschaffen bzw. entsprechend kürzer / länger fällt die Bilanz aus.

      Weil es sich hierbei allerdings um temporäre Liquiditätsschaffung auf der Passivseite handelt, würde ich die Gegenseite der Bilanz (assets) deswegen eben gerade nicht als „hard assets“ bezeichnen, verstanden?

      Sonst besser mal hier nachlesen: http://www.snb.ch/de/iabout/monpol/id/qas_gp_ums_1#t7