Bär-Präsident Sauter schönt sein Curriculum

Der unter Druck geratene Kapitän der Zürcher Privatbank führt im CV die Swiss Banking School auf – Dort war Sauter aber nie.

Daniel Sauter hat es vom kleinen Mann zum grossen Julius Bär-Präsidenten gebracht. Eine Bilderbuch-Karriere wie jene des berühmten Tellerwäschers.

Nun legen sich Schatten über diese Geschichte, die in jedem Details stimmen sollte, um sich nicht den Ruf eines Schlaumeiers einzuhandeln.

Gemäss Curriculum Vitae auf der Homepage der Julius Bär absolvierte Sauter von 1973 bis 1976 eine „Commercial School“ im Kanton Schwyz.

Ein paar Jahre später, nämlich im 1981, begann Sauter dann an der „Swiss Banking School“ einen langen Kurs.

Dieser dauerte gemäss dem offiziellen Lebenslauf des Spitzenbankers bis 1985 und führte laut Sauter zum Titel „Swiss-certified banking specialist“.

Gemeint ist der „diplomierte Bankbeamte“, wie ihn unzählige Schweizer Bankangestellte tragen dürfen.

Der Titel stammt aber nicht von der Swiss Banking School. Diese Schule wurde erst ein paar Jahre später vom berühmten Banken-Professor Ernst Kilgus gegründet.

Das war 1987. Laut Internet war Kilgus damals „Mitbegründer und erster Präs. der Stiftung der Swiss Banking School“.

Die erste Direktorin der Swiss Banking School nahm darauf ihre Arbeit auf, und zwar im Folgejahr, also 1988.

Die Swiss Banking School hatte zum Zweck, Bankleute mit Potenzial weiterzubilden. Die Schule offeriert seither eine Art Nachdiplom-Kurse für Nachwuchskräfte im Schweizer Finanzbereich.

Der Titel Bankbeamte gehörte nicht dazu. Laut Auskunft der Swiss Banking School hat ein Daniel Sauter zudem nie einen Kurs an der Swiss Banking School (SBS) absolviert.

Damit stellt sich die Frage, ob der Präsident der Bank Bär, der seit dem abrupten Abgang von Überflieger Boris Collardi Anfang Woche unter massivem Druck geraten ist, seinen CV geschönt hat.

Ein Bär-Sprecher lieferte auf Anfrage ausweichende Antworten.

„Daniel Sauter ist eidgenössisch diplomierter Bankbeamte und hat seine Prüfung im Herbst 1983 abgelegt“, meinte er zunächst.

Dann fuhr er fort: „Das war zu der Zeit durch KV Zürich organisiert. SBS wurde benutzt, weil das das Institut ist, wo diese Ausbildung heute gemacht werden kann, also zum besseren Verständnis.“

Die Stellungnahme des Bär-Sprechers kann die Zweifel nicht aus dem Weg räumen.

Warum umfasst Sauter seine Zeit an der Swiss Banking School von 1981 bis 1985, wenn er doch im 1983 seinen Kurs abgeschlossen haben will?

Warum führt der Bär-Präsident diese renommierte Schule auf, wenn er doch gar nie dort gewesen war?

Schliesslich passt die Auskunft, wonach der Kurs zum Diplom eines Bankbeamten heute an der SBS durchgeführt wird, nicht zu den offiziellen Informationen.

Demnach bietet die Banken-Schule andere Kurse an. Diese finden sich online hier.

Der bekannte Lehrgang zum Bankbeamten ist nicht aufgeführt.

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68 Kommentare zu “Bär-Präsident Sauter schönt sein Curriculum

  1. Ja die glänzende Hochkunst der Oper beherrschen naturgemäss nur sehr wenige. Sicher der erwähnte Cavaliere. Ganz sicher nicht der Sauter, der kann nicht mal Opera buffa. Randnotiz.

  2. In einer Niederlassung von Julius Bär werden 5 Kannibalen als IT-Spezialisten angestellt.

    Bei der Begrüßung der Kannibalen sagt der Firmenchef: „Ihr könnt jetzt hier arbeiten, verdient gutes Geld und könnt zum Essen in unsere Kantine gehen. Also lasst die anderen Mitarbeiter in Ruhe.“ Die Kannibalen geloben keine Kollegen zu belästigen.

    Nach vier Wochen kommt der Firmenchef wieder und sagt: „Ihr arbeitet sehr gut. Allerdings fehlt uns eine Putzfrau, wisst Ihr was aus der geworden ist?“

    Die Kannibalen antworten alle mit nein und schwören mit der Sache nichts zu tun haben. Als der Firmenchef wieder weg ist, fragt der Boss der Kannibalen: „Wer von euch Affen hat die Putzfrau gefressen?“

    Meldet sich hinten der letzte ganz kleinlaut: „Ich war es.“

    Sagt der Kannibalen-Boss: „Du Idiot, wir ernähren uns seit vier Wochen von Teamleitern, Abteilungsleitern und Projekt-Managern damit keiner etwas merkt und du Depp musst die Putzfrau fressen …!“

  3. Also gut, mit allem Respekt vis à vis von Herrn Hässig, das ist zum heutigen Zeitpunkt nicht sehr wichtig. Es zählt nur was er kann und wie er die heutige Situation meistern wird.
    Schöne Suntig.

    • Falsch Leufro. Sie leben an der heutigen Zeit vorbei. Es zählt nicht was man kann sondern wer man ist. Es hat (zu) viele aufgeblasene, eitle Gockel im Bankgewerbe. Viele Titel im CV geschwindelt oder nicht zählen mehr als das wirkliche können. Früher war das anders da geben ich ihnen recht. Aber wer immer bewiesen hat was er kann, hat es nicht nötig das CV zu pimpen oder?

  4. Ein ehemaliger Sportartikelverkäufer gab auch vor, in Rom an der Uni studiert und für Berlusconi gearbeitet zu haben. Sein Schwiegerpapi, ein bekannter Zürcher Headhunter mit norwegischen Wurzeln, der auch den neusten Nestlé CEO portierte, platzierte ihn dann bei einem „Kaiser“ in Liechtenstein. Auf Nachfrage bei der Uni in Rom, wusste man dort nichts von einem Absolventen D.B. Er schmeichelte sich dann nach 1 Jahr bei einem Kunden des “ Kaisers“, Didi Mateschitz, ein und entschwebte zu Red Bull und von dort zu Ferrari und von dort zu Lotus als CEO, welche er alle grossartig abzockte.
    In den Medien wie der Bilanz wurde er hochgehypt, im Club zum Rennweg war er dabei.
    Unglaublich? Nein, solche gibt es viele.

  5. In der 2. Säule der Allianz arbeitete einst ein Aargauer als Fachführung, der den Unterschied von Bilanz und Erfolgsrechnung bis heute nicht kennt. Das 1×1 des Rechnungswesens, das schon jeder KV Lehrling nach 3. Monaten beherrschen muss. Sein Berner Abteilungsleiter hatte von der 2. Und 3. Säule absolut keine Ahnung. Er kam vom Sachgeschäft. Er hat bis zu seiner Pensionierung die Zahlen im Vorsystem der 2. Säule immer verkehrt gelesen und sich dann über die aufgeregt, die das (richtig) gebucht hat. Reklamationen von Fach oder anderweitig wurden nie an den Bündner Bereichsleiter weitergeleitet. Weil, der war für den Schlamassel zusammen mit dem CFO verantwortlich. Wichtige Informationen die der Abteilungsleiter und seine Fachführung erhielten wurden nicht weiter gegeben, weil sie entweder so ihren Job sichern wollten oder die Auswirkung nicht einschätzen konnten. Die eigentliche Arbeit hat die Stellvertreterin der Fachführung erledigt, die den SB Rechnungswesen nie gemacht hat und. Hat man sie für diese jahrelange Toparbeit belohnt? Nein. Hat man sie im Zuge von irgendwelchen der üblichen Entlassungen nach 20 Jahren entlassen? Ja. Macht der aktuelle Abteilungsleiter (ex AXA), der sie nie kennen gelernt hat für alle Versäumnisse, riesigen Know-how Verluste und nachhaltigen, gewaltigen Fehler verantwortlich? Ja.

    Von den beiden verantwortlichen nicht on the Job ausgebildeten Aargauer und Berner spricht niemand mehr. Von den Top ausgebildeten und voll verantwortlichen Bereichsleiter und (aktuellem) CFO auch nicht. Obwohl die den Schlamassel angerichtet hatten und wegen (vermeintlichem) Gesichtsverlust (oder noch tiefgründiger) nicht mehr korrigierten konnten/wollten. Erster hat intern eine Topkarriere bis nach München hingelegt, von wo der Zweite kam. Die ex Stellvertreterin ist heute noch regelmässig an allem schuld. Es sind doch grad die Top ausgebildeten wie Ermotti, Thiam, Bäte oder irgendeines HSG Absolventen, die an dem Wahnsinn der heute läuft die Hauptschuld tragen. Jetzt hat also jemand ein CV an die Gegebenheiten angepasst die in der heutigen Gesellschaft dämlicher weise erwartet werden. Ist er deshalb ein schlechterer Chef? Ganz sicher nicht.

    • Woher alle diese Infos? Es gibt doch in jedem Betrieb Lieblinge und Benachteiligte der Oberen. Letztere trifft es bei Entlassungen meistens zuerst. Kenne dieses Gefühl auch. Obgleich vor vielen Jahren passiert, vergisst man den „Entlasser“ nicht. Habe auch noch eine Rechnung offen.

    • Das ist ein guter und richtiger Hinweis. Danke! Ich höre und sehe, auch gegen meinen Willen (nicht nur Sie und ich sind am Frust Abbau), die tollsten Story’s über diese Firma. Es wurde eher noch viel schlimmer. Leider wurde die Angst, die schon zu meiner Zeit allgemein beachtlich gross war, innerhalb der Firma noch viel grösser. Zu meiner Zeit sind schon Dinge gelaufen, die ich nur als unseriös bis Demokratie gefährdend (Zerstörung der Solidarität in der Gesellschaft, wie kann ich den Kunden am besten „ausnehmen“, wie und wo kann ich noch mehr abzocken, diesen MA entlasse ich auch nach 20 Jahren einfach so weil mir grad danach ist, etc., etc.) bezeichnen kann. Ich habe MA erlebt, die aus Gewissensgründen die Firma verlassen haben, es aber immer ganz anders kommuniziert haben und heute von nichts mehr wissen wollen. Auch von dieser Firma nicht. Wenn man zwei Wochen IP liest, beschleicht einem das Gefühl, dass solche Zustände heute im Financewesen (Bank Bär, UBS, CS, Allianz, Axa, etc.), gang und gäbe sind. Alarmierend und tragisch zugleich. Deshalb habe ich das hier geschrieben. Nehme ich ABB, Siemens, Roche und Novartis, etc. dazu, scheint es mir sogar ein Allgemeines und Gesellschaftliches Problem zu sein. Wohin kann das noch führen? Ich kann mich irren.

      Jetzt kommt jemand ans Ruder, der viel Ahnung zu haben scheint, aber eben nicht all die tollen Gehinrwäscher Schulen hinter sich hat, die von ihm erwartet werden. Vielleicht versteht er ja viel von seinem Job und ist ein wenig weitsichtiger und bodenständiger als die üblichen GL Mitglieder. Nebenbei, ich habe schon HSG oder ähnlichen Schulen Absolventen. gesehen, die wissen wie man einen Compi auf alle möglichen Arten bedient, im Internet surft oder ein Exceldatei hoch lädt, die aber von der eigentlichen Materie wie z. B. dem Versicherungsgeschäft oder den Kunden keine Ahnung und kein Interesse hatten. Ausser auf ihrer Power Point Präsentation. Dafür haben sie gross abgesahnt. Sein Bär Vorgänger hat in die Bär Aktie ganz schon Wind geblasen. Hatte die Bär Aktie jemals einen solchen inneren Wert?

    • So so bei der Allianz sollte man also besser keine Versicherung abschliessen.

    • @Neutraler Beobachter, ist Ihnen schon aufgefallen? Viele Leute scheinen einen Job zu haben, bei dem ½ ihres Lohnes Schweigegeld ist. Und ein weiterer ¼ ihres Lohnes darin bestehen, überzeugend eine Position zu vertreten, an die sie selber nicht glauben.

      Der GL der Allianz-Suisse war bis vor sehr kurzer Zeit gar nicht klar, dass es innerhalb der Firma noch Schattenmeinungen gibt, die sich schon vor Jahren gefunden haben. Es kam ihnen einfach nie in den Sinn. Das bedingungslose Obrigkeitsdenken wie es in Deutschland auf allen Ebenen usus ist, gibt es in der Schweiz nicht. Trotz permanenter und gezielter Gehirnwäsche. Es geht quer durch dir Firma, vom kleinen Gebäude zum grossen Gebäude, vom HR bis zum Aussendienst, vom Senior Manager mit beachtlichem Bonus bis zum Junior. Wenn ich IP zwei Wochen lese vermute ich, dass es in der Bank Bär, UBS, CS, Axa, etc. oder möglicherweise ABB, Siemens, Roche und Novartis nicht anders ist. Und jeder hat seine Geschichte und seine Erfahrungen gemacht. Ich kann mich irren.

    • @Allianz Betrogener, auf IP vom 17. 11. 2017 habe ich etwas vom Schulterschluss von McKinsey und Allianz gelesen. Da sind wir in der Welt des George Orwell angekommen. Die Mont Pelerin Gesellschaft mit ihren Transatlantischen Netzwerken ist Realität. Dort zählt nur noch die multinationale Unternehmung. Staaten und Demokratie sind gestrichen. Es zählt nur noch das Kredo der Mont Pelerin Gesellschaft; 1. Privatisieren, 2. Steuern runter, 3. Sozialstaat abbauen. Googeln Sie und es wird Ihnen über und vieles klar.

    • @Viel Glück: In jedem Unternehmen „mänschelet“ es. Günstlinge werden ge- und befördert, die anderen gehen vielfach leer aus. Habe selber vieles gesehen. Mich haben die gewaltigen Lohnunterschiede gestört.

    • @Neutraler Beobachter, wir sprechen nicht vom gleichen. Sie denken im kleineren was sicherlich auch immer ein Thema sein kann. Ich denke im grösseren. Mir geht es nicht um Einzelschicksale. Wenn Sie so wollen. Mir geht es um die Strategie, die Unternehmens-Philosophie, der Gedanke dahinter, das System, das Ziel, die Auswirkungen auf unsere Gesellschaft. Überall in der Allianz habe ich gelernt, es hat alles System und nichts ist zufällig. Googeln Sie und alle die das lesen doch bitte Mont Pelerin Gesellschaft und es wird Ihnen übel. Zumindest jedem Menschen mit Empathie oder 0.01% Sozialkompetenz.

    • @Viel Glück Ich habe in einem grossen Unternehmen gearbeitet und vieles miterlebt! Es „menschelet“ überall. Egal ob Mann oder Frau, es hat überall Günstlinge und die werden von oben ge- und befördert. Das geht zum Teil sehr weit und ist wohl in jedem Unternehmen so.

  6. Wen erstaunt es. Herr Sauter reiht sich hier prominent ein. Es müssen nur die LinkedIn Profile studiert werden. Von MBA Titeln, die noch nicht erzielt wurden, bis Canditate of … oder fiktiven Titeln sieht man vieles. Liebe Leute, führt doch solche Titel und Titelchen auf, wenn ihr sie erzielt habt und das Diplom in Händen haltet. Alles andere ist Schaumschlägerei und Hochstaplerei – einfach peinlich und lächerlich!

  7. Zurecht frisierte Curricula sind in den letzten Jahren fast zur Normalität geworden. Manchmal wird nur ganz wenig geschönt. Oftmals aber wird kräftig, mit hoher krimineller Energie, nachgeholfen, in der Hoffnung, dass niemand auch noch über dem Atlantik nachforscht, ob das vorgelegte Uni-Zertifikat echt sei.
    Ist die Person charmant und verkauft sie sich in Vorstellungsgesprächen gut, so vergisst man schnell, dass sich mit moderner Kopiertechnologie, nur für sehr gewiefte Experten erkennbare, Fälschungen leicht erstellen lassen.

    Eine sehr renommierte Executive Search Firm platzierte vor Jahren einen gut präsentierenden Herrn mit falschem Poly- und ebensolchem Harvard Abschluss und zudem aufpoliertem Grad im Militär, in der obersten Spitzenposition der Schweizer Zentrale eines internationalen Konzerns.

    Im Vergleich dazu ist die „Sauter Story“ eine verzeihliche Lappalie, die kein schlechtes Licht auf die Julius Baer Kultur werfen muss.

    Der besagte Spitzen Mann sass übrigens bereits einige Wochen Zigarren rauchend in seinem Leder-Sessel, als durch reinen Zufall die Mogelei hoch flog. Der Herr musste seinen Desk räumen und man vereinbarte allseitiges Schweigen. Die Schande durfte nicht an die Öffentlichkeit!

  8. Vielen Dank LH für die Recherche. D. S. gehört an den Pranger gestellt. Der „Blick“ sollte diesen Fall publik machen, damit auch eine breitere Oeffentlichkeit davon Kenntnis erhält. D. S. müsste zu den Vorwürfen Stellung nehmen.

  9. Typisch für BJB…..die ja wie alle wissen, ausser Band und Rand geraten ist mit ihren viel zu vielen Skandalen. Gehört geschlossen wie auch CS und UBS. Aber eben was solls. Ein einfacher Arbeiter würde sofort entlassen. Dieser Herr wird noch eine Erhöhung seines Bonus erhalten….

    • Die ganze Bank Bär ist ein Haufen, sie sagen es. Vor allem bei den Compliance Fritzen sollte man mal ausmisten!

  10. Bei Externen werden, nebst Strafregisterauszügen, sogar Betreibungsauszüge geprüft!

    Lebensläufe müssen lückenfrei sein, und Stichwörter 1:1 vorkommen. Einarbeitungszeit für Schischi-Zeugs beträgt oft 0.

    Dieser Herr wäre
    1. chancenlos
    2. im Nachhinein hochkant rausgeflogen
    3. auf einer schwarzen Liste gelandet

    Die Ironie ist ja, dass die heutigen rigiden Selektionskriterien oft von Leuten wie ihm aufgestellt werden.

    • Früher hätte man solche Leute vom Hof gejagt! Heute lässt man sie weiter abkassieren…. und die Büezer verlieren die Stelle! Ich denke, es ist wieder mal an der Zeit, von unten zu mobilisieren.

  11. Doris Fiala FDP Aids Abzockerin u.a., Sommeruga BR, Daniel Sauter etc.etc. lassen grüssen mit geschönten CV um sich intelligenter, soziokompatibel, menschenrechts-würdiger etc. zu machen. Zum Glück gibt es heute Internet, um diese
    =0-Leiter zu entlarven.

  12. Lieber Hr. Sauter,

    haben Sie gefaked??
    Warum können Menschen nicht einfach mit der Wahrheit leben? Ist diese so schlecht, so deprimierend, so ungenügend, muss man sich dafür so schämen…..?
    Schämen eigentlich überhaupt nie, weil es ist ja das Recht jedes einzelnen, das zu tun was gut und tunlichst ist!

  13. Interessant, aber ich beurteile nicht, was ich nicht kenne.
    Dazu, ich habe noch nie so viel Wert an CV gelegt: ich spreche mit Leuten, schaue in den Augen und nach knapp 10 Minuten habe ich 80% der Persolichkeitsmerkmale herausgefunden…
    Die Leute tendieren heutzutage viel zu viel über Sachen zu sprechen, die nicht wirklich begreifen… so what?
    Wenn ich ein guten Tennis Spieler auswählen muss, schaue doch nicht alle die Kurse, der er gemacht hat, anstatt dessen will ich wissen ob er wirklich gut spielen kann und auch gewinnen.
    Das ist Zukunft und mir interessiert die Vergangenheit überhaupt nicht!

  14. Ganz schön sind auch jeweils die Dünnbrettbohrer-Opportunisten (von denen viele zuvor noch nie eine Uni von innen gesehen haben), die von ihrem Arbeitgeber ein überteuertes Schnellbleich-Dumpfbackenkürsli von ein paar Wochen an Instituten wie Harward, Stanford, HSG etc. spendiert bekommen und sich danach jeweils grossspurig als Harward-Absolventen bezeichnen. Putzig.

  15. So läuft das heute.
    War letzthin auf dem LinkedIn-Profil unserer ehem. Geschäftsführerin „CEO“ unserer Deutschen Tochtergesellschaften (Deutsch-Französin). Sie schrieb: „Aufbau der Deutschen Tochtergesellschaften zum führenden Anbieter im Geschäftsbereich.“ – Die nüchterne Wahrheit war: Sie konnte sich ins gemachte Nest setzen mit den meisten Deutschen Grossfirmen als langjährige Kunden, welche sie dann systematisch verloren hat, was zu horriblen Verlusten führte…
    So läuft das heute scheinbar.

  16. Ach tut doch nicht so!

    Falsche Titel, gepimpte Lebensläufe, Plagieren und plagiieren, das dind die Errungenschaften der Moderne. Der modernen Optimisten, die das leere Glas immer voll sehen. Der Veränderer – nicht der Verhinderer.

    Was der Karl Theodor Xerox Freiherr von und zu Copy and Paste Guttenberg kann, das kann auch ein biederer Sauter!

  17. Daniel Sauter hat faktisch damit vorsätzlich und dreist seinen CV aufgepeppt, was aber nicht verwunderlich ist- passt zur Bank Bär.. Sauter hält sich für einen unantastbaren Sonnenkönig, genauso wie Rossi, Widmer, Collardi etc. Sauter muss aber aufpassen, dass er nicht zu hart am Wind segelt ..

  18. Was heisst da „Curriculum geschönt“? Daniel J. Sauter, seines Zeichens diplomierter Bankbeamter (pardon, „Swiss-certified banking specialist“), hat sein Curriculum schlicht gefaked! Nix anderes! Der kleine Gernegross eben.

  19. Ach herjeh, ein weiterer Schauspieler wird entlarvt! Ein Schauspieler, der bis vor kurzem einen anderen Ober-Bluffer (BC) beaufsichtigte. – BC hatte doch nicht einmal die Bilanz von JB begriffen. Kopfschüttel.
    Was sind wir doch nur für ein Land geworden, wo Bluffer und Nichtvielkönner überall in Spitzenpositionen hocken, wo Büroordonnanzen ohne Führungsfähigkeiten zum Chef des NDB werden (unter Schenkung des FachOf-Grades)?! Usw. – Bananen-Republik.

  20. Der Artikel hat leider formale Fehler, dass ist nicht weiter schlimm.

    A) es handelt sich um einen HFP oder FA Abschluss, daher ist die Referenzierung zum Tertiär A Kursprogramm nicht sinnvoll (am Schluss des Artikels)

    B) kann es ja durchaus sein, dass er eine Ehrenrunde eingelegt hatte oder zwei.

    Das er zuerst den Fachausweis und danach den HFP gemacht hat.

    HFP Prüfungen haben teilw. eine Durchfallquote von gegen 60%. Das ist nicht wie an der Uni wo 95% Ihren Anschluss erhalten.

    C) zum Lebenslauf:
    Der Branchenverband führt Prüfungen durch im Tertiär B Bereich. Daher gehört in den CV der Abschluss hin und nicht der Prüfungsverband

    Wer einen FA oder nach extrem viel Anstrengung den HFP in der Tasche hat, wird ihn jederzeit öffentlich machen….

    • An Uni / ETH erhalten nicht 95% den Abschluss. Meine Erfahrung aus dem Wirtschaftsstudium UZH: von denjenigen, die im 1. Semester in Hörsälen sitzen, kommt etwa die Hälfte zum Lic. /M.A.

    • @Michael:
      Mit Ihrer 95% Aussage liegen Sie gänzlich falsch, informieren Sie sich zuerst bevor Sie solche Dummheiten von sich geben.

  21. Wenn man die CVs vieler Manager, gerade auch von solchen aus dem Grossen Kanton und aus dem anderen Ausland durchleuchten würde, dann fände man in 90% der Fälle Falschangaben, Bluff und aufgeblasenen Hühnermist.

    • Herr Sauter ist Schweizer. Wo ist der Zusammenhang mit dem grossen Kanton? Oder ist heute morgen wieder mal der Minderwertigkeitskomplex hochgekommen und Tokter braucht jemanden, um mit dem Finger auf ihn zu zeigen?

    • @Tokter

      Senior-, Partner-, Managerprofile werden im Regelfall immer durchleuchtet.
      Grosse Unternehmen haben dafür externe Firmen die genau dies tun und darauf spezialisiert sind.
      Selbstverständlich muss der Bewerber dafür seine Einwilligung geben. Tut er dies nicht, sagt das eine Menge aus (und hat auch Konsequenzen wie z.B. Rückzug des Jobangebotes etc.)

      Kommen solche „Feinkorrekturen“ , um es mal höflich auszudrücken, zu einem späteren ans Tageslicht kann und sollte die sofortige Kündigung wegen Täuschung/Betrug ausgesprochen werden.

      Nicht durchleuchtet wird, wenn sich Menschen gegenseitig Jobs zuschanzen.

      Die Bemerkungen zum „Grossen Kanton“ oder „aus dem anderen Ausland“ sind mittlerweile sehr , sehr langweilig und hier auch völlig irrelevant, da es sich bei der hier betreffenden Person dummerweise nicht um einen Ausländer handelt.

    • @Headhunterin: Träumen Sie weiter. Mir sind doch gerade von sehr bekannten Headhuntern gepimpte Flaschen bekannt, über die Heldenlegenden aufgetischt wurden.

    • die Frau Headhunterin, welche des Tokter’s Aussage nicht differenziert aufzunehmen befähigt scheint (na gut, das Erkennen eines Unterschieds zwischen Eco und Business überfordert ja auch schon…). Also m.a.W. die Headhunterin Ergüsschen sind gemäss ihrem eigenen Zitat „sehr langweilig und völlig irrelevant“.

    • @ Tokter
      Leider haben Sie Recht. Von jenseits des Rheins kommen ganz besonders viele blendende Grossmäuler, die sogleich maulstark berichten, was sie bislang alles Tolles geleistet haben u. welche bedeutenden Grössen in Wirtschaft und Politik sie kennen, dass sie im Golfklub Falkenstein spielen und im Hamburger Übersee Club zu Hause sind und dass sie dazu auch noch ein Zweitdomizil in Kitzbühl haben. Auch fährt man eine Luxuskarosse.

      Die Gattin stammt gewöhnlich aus sehr kultiviertem Akademiker Haushalt und ist derzeit auch noch philantropisch engagiert. Die Ur-Grossmutter war jüdisch und NS-freundlich war zu keiner Zeit irgend jemand in der Familie.

      All zu oft ist alles zusammen geschustert; aber man ist ein ganz toller Hirsch, mit so geschliffenem Mundwerk, so dass kein Hiesiger mithalten kann.
      Manch biederer Schweizer, resp. manche Firma,
      fällt drauf rein – bis er/sie den Bluff durchschaut; meist etwas spät, was nicht heissen soll, dass Aufschneiderei und CV Polishing teutonische Exklusivitäten seien. Auch Schweizer gibt es neuerdings immer mehr, die aus ähnlichem, wenig sympathischem, Holz mangelnder Redlichkeit u. Bescheidenheit geschnitzt sind. Leider!

    • mal an die „Hater“ und alles Besserwisser-

      1) SOLLTE ein Headhunter bei diesem Trick mitmachen und es kommt raus, muss er a) die komplette Commission zurückzahlen und hat b) das jeweilige Unternehmen die Möglichkeit diesen ebenfalls zu belangen.

      2) Mann/Frau hier darf sich gerne mit kleinen oder vermeintlich grösseren Spitzen an meinen Posts abarbeiten – wenn’s hilft – mir persönlich ist das egal . nur sollten Sie schon ab und an weniger frustriert wirken.

      3) wie auch ua @Daniel Müller schrieb, werden in einem Grossteil der Bewerbungsprozesse ebenfalls Strafregister und/oder Betreibungsauszüge verlangt

      Aber das können natürlich nur Menschen wissen, die auch Ahnung haben wie der Hase in guten und richtigen Bewerberprozessen läuft. Wer schon ewig in seinem Sessel klebt oder wo „Buddy-Placement“ betrieben wird in dem auch unter Umständen sogar ein Headhunter involviert ist und für Lügen und Beschiss bezahlt wird ist es schwer zu verstehen, dass es Unternehmen gibt, die diese Spielchen schon lange nicht mehr mitspielen. Egal auf welcher Hierarchiestufe.

      Ansonsten: Happy Ausländer Bashing und ein bezauberndes Wochenende

  22. Neulich in einer Bank in Zürich fragt die Bewerberin den Personalchef: „Haben Sie eine Stelle für mich?“
    „Was können Sie denn so?“
    „Nichts.“
    „Ach, dass tut mir leid, aber die Führungspositionen sind bei uns schon besetzt und die tüchtigen Mitarbeiter werden gerade entlassen!“

  23. (Fast) jeder mit KV-Lehrabschluss übersetzt das optimistisch ins Englische, was dann den Eindruck erwecken mag, dieser Commercial School (was ja eigentlich Handelsschule wäre) Abschluss sei an einer universitätsähnlichen Institution erfolgt. Lost in translation, also doch eher harmlos.

  24. Was ist das eigentlich für eine Saumode? Und wer hat damit angefangen? Solche überbezahlten und unterbefähigten Windbeutel gehören an eine Migros-Kasse gestellt, damit sie mal lernen, was Arbeiten ist …

    • Ich darf Sie doch sehr darum Bitten, die Migros Kassen Angestellten nicht dermassen zu diffarmieren! Diese Leute arbeiten für ihren Lohn und zwar nicht wenig. Was von den sogenannten Mänätschär nicht gesagt werden kann. Die sind blosse Sesselfurzer, überzahlt und komplett beschränkt. Siehe Ermotti, Thiam, Vincenz, Scheidt und wie sie alle heissen mögen. Schlichte Möchtegern die sogar ihren aufhübschen müssen, da ja sonst kaum viel drin stehen täte. Einfach nur erbärmlich.

    • Stepi
      Sie haben da offenbar etwas falsch aufgefasst.
      Das ist keine Defarmierung.
      Denn, auch der Schreiber Frans Frolis weiss dass diese Migros Kassen Angetsellten sehr wohl einiges leisten. Und überhaupt die Angelstellten in den Migros läden die Arbeiten nun wiklich. Augen auf zb. Kassen und Auffüllpersonal usw.

    • Total uninteressant. Es gäbe wohl weit wichtigeres zum Finanzplatz zu berichten. Ich vermute mal, dass es hier weniger um die Sache selber, als vielmehr darum geht, DS zu destabilisieren.