Post-Betrug: Muss Chef der Aargau-KB gehen?

Shootingstar Pascal Koradi von Staatsbank im Mittelland steckt tief im Skandal drin – Konstruierte er bei Post das Trick-Konstrukt?

Pascal Koradi könnte fallen. Innert 24 Stunden ist aus dem Sonnyboy an der Spitze der Aargauischen Kantonalbank (AKB) ein gejagter Spitzenbanker geworden.

Treibende Kraft ist der Blick. Nach gestern folgt heute die nächste Enthüllung. Und bei dieser steht ein Mann im Zentrum: Koradi.

Der heute 45jährige Staatsbanken-Chef war vor 5 Jahren zentrale Figur eines Meetings bei der Post, als es um das Betrugs-Konstrukt rund um die Postauto AG ging, eine 100-Prozent-Tochter der Post.

Koradi war damals im Mai 2013 Chef der Finanzabteilung der Post, also Chief Financial Officer, kurz CFO. Sein Kürzel respektive jenes seiner Abteilung lautete kurz „F“.

Am Meeting, an dem auch Koradis Chefin Susanne Ruoff, die Spitzenfrau der Post, teilgenommen hatte, ging es darum, wie das anhaltende illegitime Einsacken von Steuergeldern eleganter gemacht werden könnte.

Damit das Profitieren zu Lasten des Steuerzahlers auch in Zukunft weitergehen würde.

„Eine Lösung gefällt ‚F‘ – wahrscheinlich handelt es sich hier um Finanzchef Pascal Koradi – besonders gut: Der Gewinn sollte nicht länger innerhalb der Postauto AG verschoben werden, sondern in den Mutterkonzern“, schreibt der Blick heute.

Und weiter: „So könnten Gewinne ‚im Konzern abgeschöpft‘ werden und müssten ’nicht zwingend an den Besteller‘ (also Bund und Kantone) ‚weitergegeben werden‘.“

Einen Monat später entschieden sich die Verantwortlichen dann laut Blick für ein anderes Modell.

„Am 5. Juni, einen Monat nach dem Sondertreffen, hatte die Postspitze entschieden: Statt der von ‚F‘ favorisierten ‚Extremvariante‘ sollte Landolf (das ist der Chef der Postauto AG, Anmerkung der Redaktion) die Version ‚juristische Neustrukturierung‘ umsetzen.“

Es gab also laut der Zeitung eine „Extremvariante“, und diese stammte vermutlich vom damaligen Finanzchef Pascal Koradi.

Dem Mann, der in Bern bei den Spitzen von Politik und Post einen ausgezeichneten Ruf genoss.

Interessant war für Beobachter, dass Koradi sich unterfordert in seinem wichtigen Job gefühlt hatte. So schrieb er seine Dissertation während der Arbeitszeit bei der Post.

Sein Doktorvater sass in der Romandie. Es gibt Gerüchte über einen finanziellen Link zwischen Post und Lehrstuhl dieses Doktorvaters.

Sicher ist, dass Koradi bald einmal genug von der Post hatte. Er wechselte per 2016 zur Aargauischen Kantonalbank und löste dort ein altes Schlachtross namens Rudolf Dellenbach als Chef ab; der war einst von der ZKB gekommen und herrschte im Aargau ein Jahrzehnt lang.

Koradi sorgte bei AKB rasch für Schlagzeilen. Nach aussen, weil er sich als bescheiden gab, indem er die von der Politik verordnete Lohn-Obergrenze begrüsste.

Intern, indem er alte Vertraute seines Vorgängers ohne mit den Wimpern zu zucken vor die Tür stellte. Ein langjähriges Mitglied von Dellenbachs Geschäftsleitung erhielt wenige Stunden Zeit, sein Bündel zu packen und zu verreisen.

Koradi, der Sonnyboy nach aussen, der Terminator im Innern.

Gestern meldet er sich aus den Ferien. Nachdem er am Tag zuvor auf Anfrage noch nicht persönlich Stellung nehmen wollte zum Postauto-Skandal, gewährt er nun der Aargauer Zeitung ein Interview.

„Die im Bericht erwähnten fiktiven und fehlerhaften Buchungen in der Kosten- und Leistungsrechnung zu Lasten der Sparte regionaler Personenverkehr waren für mich Neuland“, meint Koradi zunächst.

Die Zeitung hakt nach. „Haben Sie als Finanzchef der Post nie Verdacht geschöpft betreffend möglicher Unregelmässigkeiten bei der Postauto AG?“

Koradis Antwort fällt eigenartig ausweichend aus: „Als Leiter Finanzen Konzern wusste ich um die bereits erwähnten Zielkonflikte. Aus diesem Grund war es uns ein Anliegen, mehr Transparenz für die Besteller von Leistungen im regionalen Personenverkehr und dem Regulator zu schaffen. Dies wurde in den Jahren 2014/15 erarbeitet und per 2016 umgesetzt.“

Ein Dementi ist das nicht. Ein solches wäre eindeutig. Nichts gewusst, alles untersucht. Davon kann keine Rede sein. Koradi war mitten drin bei der Post, als es um die Zukunft des Betrugs ging.

Was hat Koradi zu befürchten? In seinen Augen nichts. Verantwortlich seien andere.

„Ich bin nun seit rund 2 Jahren nicht mehr als Leiter Finanzen des Konzerns Schweizerische Post tätig. Es steht mir als Person nicht zu, hierzu Wertungen vorzunehmen.

Die Frage wird sein, ob dies die Politiker im Aargau gleich sehen.

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56 Kommentare zu “Post-Betrug: Muss Chef der Aargau-KB gehen?

  1. Gemäss einem Beitrag von Inside Paradeplatz (IP) vom 9.2.18 hatte es im Mai 2013 ein Meeting gegeben mit Post-CFO P. Koradi und Post-CEO S. Ruoff (!!) und ev. anderen. Dabei ginge es laut IP darum, der Postauto AG die erschlichenen Subventionen weiterhin zu erhalten und dafür einen „eleganten“ (IP) buchhalterischen Weg zu finden. Man plante und diskutierte also Subventionsbetrug. Wenn das stimmt, so muss die Aargauische Kantonalbank entscheiden, ob so jemand an ihrer Spitze tragbar ist. Und die Postchefin, Frau S. Ruoff, müsste ohne wenn und aber zurücktreten. Denn sie hätte dann auch uns alle angelogen als sie kürzlich sagte, sie habe erst im November 2017 von all dem erfahren.

  2. Die Strafanzeige ist eingereicht. Und Koradi dürfte als Gruppen-CFO zusammen mit der ehemaligen Spitze der Postauto und Ruoff natürlich im Zentrum der Ermittlungen stehen.
    Ich bin gespannt, ob bald Zwangsmassnahme angeordnet wird.

  3. Das Thema der Dissertation von Dr. Pascal Korodi war «Ausgestaltung der Finanz-Berichterstattung als mögliche Erklärungsgrösse für wichtige Werttreiber einer Regionalbank».

    Darin sind bestimmt auch seine gesammelten Erfahrungen bei der Postfinance eingeflossen…

    • Dr. Böse: Das kann man durchaus annehmen. Herr Dr. Koradi hätte noch eine zweite Dissertation schreiben können: „Ausgestaltung der Finanz-Berichterstattung als mögliche Erklärungsgrösse für ungerechtfertigte Subventionen für die Postauto AG“ … .

  4. Gestützt auf der Presse vorliegende Papiere , woher diese auch immer kommen, hat die Presse ihre Meinung gebildet ? Die Bevölkerung gestützt auf die Presse auch ?? Wie sieht das die „Juristerei“ mit deren Unschuldsvermutung??? Interessant und sehr spannend schlussendlich zu sehen, wie solche Fälle durch verschiedene Schichten gelöst werden ???? Der schweizerische Rechtsstaat lässt Grüssen.

  5. Es geht nicht mehr nur darum, wer wie lange auf welchem Posten bleibt.

    Subventionsbetrug ist ein Straftatbestand. Bei dieser Grössenordnung (die Post muss ca. CHF 100 Mio. zurückerstatten !) könnte es durchaus zu Freiheitsstrafen kommen. Egal ob sich jemand direkt oder nur indirekt (via erhöhtem Bonus) bereichert hat.

  6. 200`000 Falschbuchungen. Systematischer Subventionsbetrug. Ein Gruppen-CFO der ein eindeutig illegales Buchungssystem fordert, anstelle als Gegengewicht zu agieren. Absehbare Anzeige bei der Bundesanwaltschaft. Parlamentarische Ermittlungen. Vollkommen fehlende Einsicht und Reue. Das schadet dem guten Ruf der Kantonalbanken.
    Über was diskutiert man hier eigentlich noch?! Raus aus Amt und Branche, aber sofort! Und wenn er das selber nicht begreift, dann muss ihn halt der Bankratspräsident raus werfen, und zwar innert weniger Tagen.

  7. Was L. Hässig oben berichtet, ist extrem brisant für die aktuelle Postauto-Affäre. Demnach hat die Chefin, S. Ruoff, im Mai 2013 an einer Sitzung mit dem CFO teilgenommen, an der über die „elegante“ Verschleierung von Gewinnen beraten wurde. Kürzlich sagte Ruoff, sie wisse erst seit Herbst 17 vom Problem. Es erhebt sich der dringende Verdacht, dass Ruoff vor laufender Kamera gelogen hat. Ausserdem berichtet der Blick von einem Mail der Finanzkontrolle an Ruoff und an P. Hasler (damals VR-Präsident der Postauto AG) von 2013, das auf genau diese Machenschaften hinweist. Nichts geschah. Damit haben Ruoff (und Hasler, allerdings nicht mehr im Amt) sich gegenüber den Steuerzahlern schwer schuldig gemacht und das Vertrauen verspielt. Also: Sofortiger Rücktritt von Frau S. Ruoff und zwar ohne Abfindung !

  8. Die im Mail von 2013 aufgeführten Kaderleute der Post haben alle Dreck am Stecken. Herr Koradi steckt den Kopf in den Sand wie auch Frau Ruolf. Beide haben nicht die Wahrheit gesagt. Gemäss heutiger Rechtssprechung ist das problematisch. 73 Millionen abzwacken und dadurch den Steuerzahler belasten ist eben schon eine gröbere Sache. Wann muss Koradi bei der AKB den Hut nehmen? Je schneller, desto besser wegen Image.

  9. AKB we have a PROBLEM!

    Als Kundenberater mache ich mir Sorgen um unseren guten Ruf. Meine Kunden wollen teilweise schon Geld abziehen.

    @Pascal: Falls was faul war im Staate Dänemark bitte Verantwortung übernehmen. Sonst muss die Bank besser kommunizieren. Die Fakten müssen ans Licht! Unsere Frau D. scheint leicht überfordert.
    Noch schöne Ferien.

  10. Ethik, Moral – das sind doch seit Jahrzenten Fremdwörter bei den Verantwortlichen der Post !!!
    Ein weiteres Beispiel dazu:
    Bei Einzahlungen am Postschalter bezahlt nicht der Kunde, der diese Dienstleistung beansprucht die Gebühren, sondern der Zahlungsempfänger, der nicht beeinflussen kann, dass jemand diesen antiquierte Dienstleistung wählt. Und hier geht es nicht um einige Millionen, sondern um X- Milliarden die die Post über Jahrzehnte, wohlvermerkt mit bundesrätlichem Segen, erschlichen hat !!!

  11. Auf die Frage im Titel: Ja, natürlich.
    Und aus eigener Erfahrung: Am besten sofort. Je länger das Unausweichliche herausgezögert wird, desto schlimmer für Alle.
    Der Druck wird in den nächsten Tagen und Wochen dramatisch zunehmen und jeder Tag, wo er im Amt bleibt ist ein unkalkulierbares Risiko für die Bank.
    Inhaltlich: wenn ich die Sachlage richtig beurteile, dann geht es in dem Fall nur noch darum, wie viele Leute wie lange ins Gefängnis wandern. Zurecht. In den USA wäre das wohl ein RICO-Fall, der zu kombiniert einigen Jahrzehnten Gefängnis führen würde. Da ist die Schweizer Justiz wohl gnädiger.

  12. Car postal France, Filiale der Post, wurde im Oktober 2016 mit 11 Milionen verurteilt ! Die 78 Milionen in der Schweiz werden der Berufung in Frankreich sicher nicht gut tun.

  13. Ich möchte gerne nochmals wiederholen was ich schon vor zwei Tagen geschrieben habe und noch etwas klarstellen:

    Was die Post – und allen voran die Postauto AG – da „geleistet“ haben ist vorsätzlicher Betrug durch eine mafiöse Vereinigung am Volk, dem Steuerzahler und der Politik! Die kriminelle Vereinigung, welche in den letzten zehn Jahren diese widerrechtlichen Machenschaften geplant, durchgeführt und verheimlicht hat, hat mutmasslich gegen diverse Bundes- & Wirtschaftsgesetze, diverse Verordnungen und insbesonder Auflagen nach OR verstossen. Es wäre ev. sogar zu prüfen, ob hier nicht Normen der illegalen Finanzierung (Terror, Geldwäscherei) greifen.

    Es gibt da nur eine Lösung: ALLE verantwortlichen und rechtmässig verurteilen Damen und Herren in diesem Betrugsfall müssen aus Amt, Würde und Wirtschaft eliminiert werden und mit harter juristischer Hand angefasst werden. Die ausbezahlten Boni und Gewinnmitnahmen aller involvierten Manager sind einzuklagen und zurückzufordern. Für die zuständige Staatsanwaltschaft ist Arbeit angesagt.

  14. Lukas Hässig, bitte FINMA anschreiben, ob hier im Falle Dr. Pascal Koradi nicht auch ein Enforcement-Verfahren angebracht ist! Natürlich kann Herr Koradi diesem Verfahren entgehen, wenn er zurücktritt vom AKB-CEO-Posten.

    Dann jedoch wird die Politik zivilrechtlich vorgehen.

    • Sie Finma sollte eigentlich schon ermitteln. Ein Anfangverdacht liegt definitiv vor und die Finma muss auch aufgrund von Presseberichten untersuchen.
      Vermutlich hat die AKB auch bereits ein Suchmandat bei EgonZehnder oder einem anderen HH am laufen. Alles andere wäre völlig unprofessionell. DIe Wahrscheinlichkeit, dass Koradi diese Affäre überlebt ist exakt 0 Prozent. Sogar im Aargau.

  15. Nun ich Frage mich etwas ganz anderes in diese Subventionsbetrugsfall. Ist die Post die Grenze? Dieses Geschäftsmodell wurde 100% von einer namhaften Consulting Gruppe entwickelt. Die haben entsprechenden potentielle Kunden eingeladen welche grosse Subventionsstrukturen haben. Dann wurde mit diversen Kunden und Finanz Partnern dieses Model operalisiert und über Jahre angewendet. Die Post ist nun einfach aufgeflogen. Doch was ist mit der SBB. Strom-Anbieter. Bauernverband, etc. . Es ist schwer zu glauben, dass dies nicht der Fall ist. Ein klassisches Model von Organisiertem Verbrechen im Nadelanzug. Der Statt schaut zu. Wo ist der Generalstaatsanwalt oder Sonderermittler! Aus meiner Sicht eifach betrug am Bürger. Aber wir lassen es uns ja gefallen. Einfach keinen Stress welches unser Image der sauberen Welt angreift.

    • Der Schweizer Filz und seine Prüf-Gesellschaften bilden m.E. ein unsichtbares Rückgrad wie Steuergelder umgeleitet, buchhalterisch versteckt und mittels Tricks in halb- und ganzstaatlichen Unternehmen sich in Luft auflösen.

      „Revision“ ist schon länger nur noch eine Dekorations-Erscheinung. Geld, sehr viel Geld, wird heute verdient mit Umgehungs- und Buchhaltungs-Tricks-Assignments.

      Die Grossen dieser Dienstleistungs-Branche werden schon beinahe wöchentlich in irgendwelche Verstrickungen im In- und Ausland genannt und verfolgt.

      Viel zu viele Akten-Koffer-Träger :
      gelangen vor die Flinte der Jäger!

  16. Wer heute ehrlich ist, ist er/sie Dumm und wird verarmen…. wirklich?
    Ja, wir wollen nicht anderes hören als „die Wahrheit“! Transparenz, Klarheit und dann der rest folgt per se. Niemanden ist Schuld vorher, aber Transparent zu sein lohnt sich von anfang an… so am ende Ehrlichkeit zahlt doch, oder???

  17. Was ist eigentlich mit der Revisionsstelle? Soviele ominöse Buchungen können doch in der Summe gar nicht verborgen bleiben? Komisch, dass dies nie thematisiert wird in den Medien.

  18. Der VR von damals, von denen heute noch Leute drin hocken, sind der Pflicht und Verantwortung nicht nachgekommen. Alle Involvierten gehören subito entlassen. Keine Abfindung. Kein Bonus. Im Gegenteil, bitte eine zivilrechtliche Klage wegen Veruntreuung, ungetreuer Geschäftsführung, Urkundenfälschung, Vertuschung/Verdunkelung von Tatsachen = Wohl Gefängnis oder Urteil zur Rückzahlung des Schadens am Steuerzahler.

    Aber.. die Richter sind halt beim Bundesbetrieb wieder Bundes-Instanzen. Und die spucken ‚Gleichen‘ wohl einmal mehr nicht in die Suppe, da man ihnen handkehrum auch mal ins Feuer seichen würde.

    Unser Land ist schmähliche Zeitzeugin, wie die politische Elite am Volk vorbeilebt.

  19. Der damalige Chef der Luzerner Bank, Max Waibel, ging als Verantwortlicher, nicht Täter, in den Wald und erschoss sich.
    Mit denselben moralischen Ansprüchen wäre die Schiesserei in unseren Wäldern heute nicht zu ertragen.

  20. Ein weiterer klassischer Fall von Narzissmus und Überheblichkeit. Man kann ja machen was man will, man steht ja über den Dingen.

    Ich bin für eine regelmässige psychologische Prüfung eines jeden Mitglieds der höchsten Führungsstufen und wer durchfällt fliegt. Die Überheblichkeit dieser selbstgefälligen Idioten ist so schon gross genug, man muss sie nicht auch noch in solche Positionen heben.

    • aber Fred, wer soll den prüfen? Ein SP/GP-Ausschuss?
      Mehr nimmt mich wunder, wie echt der „Dr.“ nun ist ……

  21. Pascal Koradi ist ein hervorragender Chef. Die AKB kann sich glücklich schätzen ihn an der Spitze zu wissen. Was mir aber wirklich Sorgen macht sind all diese frustrierten Kommentarschreiber, welche hier tagein, tagaus Gift und Galle spucken.

    • Du kannst ja dann vor Gericht als Leumundzeuge auftreten („war ein ganz netter, immer lieb zu Tieren“).
      Wenn er wirklich „F“ ist, dann ist seine Bankkarriere beendet – zurecht.

  22. Wieder mal sehr viel unqualifiziertes Gerede hier – von IP leider nicht anders gewohnt. Pascal Koradi ist eine absolut verantwortungsbewusste und integre Person. Punkt.

    • Das kann er dann ja mit dem Bundesanwalt klären, der soll ja gemäss Bundesamt gegen die damalige Klnzernleitung ermitteln. Auf jeden Fall ist klar: mit einem laufenden Verfahren mit dieser Brisanz kann er sicher nicht CEO bleiben. Aber das ist ja allen Beteiligten völlig klar. Meine Prognose: Maximal noch 2-3 Wochen und der Rücktritt ist vollzogen.

    • Mag sein. Aber die Fakten zeigen das Gegenteil von verantwortungsbewussten und integeren Person. Erklären sie das einmal einer wirklich anständigen und ehrlichen Person der damals durch diese Personen seine Existenz verloren hat.

    • Möchte Pascal Koradis Assistentin – oder die AKB-Pressestelle – mit diesem verwegenen Statement einen Arbeitsanfall vortäuschen?

  23. „Ich bin nun seit rund 2 Jahren nicht mehr als Leiter Finanzen des Konzerns Schweizerische Post tätig“
    …Betrifft mich deshalb gar nicht…
    Lieber Koradi, so einfach ist das nicht.
    DU bist mittendrin im Skandal.
    Neben Ruoff, die krankhaft versucht, Ihren Kopf zu retten (das Vertrauen ist eh weg), bist DU der Nächste!
    Der Fall passt zur Schweizer Gesetzgebung, die gerade auch im Aargau mit Füssen getreten wird. So wurden in Brugg Wohnungen direkt an der Strasse erstellt, die gemäss Lärmgutachten NIE bewilligt hätten werden dürfen. Antwort Stadtrat: Ausnahmebewilligung; Leiterin Bewilligung intern versetzt (…betrifft mich nicht mehr…).
    Purer Dilettantismus.

    • naja Hubertus, übertreib nun mal nicht so…Gesetzgebung mit den Füssen getreten….wenn’s Dir nicht passt im Aargau, dann zieh geh doch…wirste bald merken, dass wir es in der Schweiz trotz der paar Ungereimtheiten rechtsstaatlich doch sehr schön haben…..

  24. Er müsste Verantwortung für dieses gekannte und mutwillig gebilligte kriminelle Fehlverhalten übernehmen. Den Lohn und Bonus jedenfalls hat er hierfür gerne und offen eingesteckt: Also die Entlassung. Wo bleibt die FINMA? Die Frage nach der Gewähr?

    Oberste Führung will nichts wissen, nichts gesehen haben, nichts unternommen haben. Nicht Mal klare Revisionsbeanstandungen kann die GL einschätzen.

    Da fragt sich ein normaler Angestellter, was für eine Qualifikation hat denn die oberste Führung? Keine? Nur Machthunger und eigener Bonus, Status und Prestige?

    Ruoff muss fristlos gekündigt werden. Koradi ist auch nicht mehr tragbar für die AKB. Aber nichts wird passieren. Denn in beiden Fällen wir die Politik (auch nur Schwätzer und Schönwettergeister) nichts bis wenig unternehmen. Zwei Bauernopfer hat man ja bereits. Ganz oben lässt man leben.

    Skandal. Der Blick und weitere unabhängige Medien müssen hier dran bleiben. Es gibt genügend Lecks (und Whistleblower) für Infos und Unterlagen.

    Es fängt erst jetzt richtig an.

  25. All diese Leute bekommen einfach nie genug. Warum muss nun Tagelang rumdiskutiert werden, einfach weg mit diesen gierigen Leuten; so wie jeder kleine Fisch bei den meisten Unternehmen auf die Strasse gestellt werden.

    • Genau die kleinen Fische werden ….! Aber diese Herrschaften sind doch keine kleinen Fische, denn die sind ja studierte Experten. Das Experten-Studium hat übrigens der anständige Steuerzahler mitfinanziert!

  26. Logische Konsequenz? Zuviele Altlasten und nicht mehr glaubwürdig. Er sollte sofort seines Amtes als CEO enthoben werden. Am Schluss leidet die Reputation der Bank. Aber wahrscheinlich will man sich gegenseitig nicht auf den Füssen stehen im Aargau. Dranbleiben Herr Hässig.

  27. Was müsste jetzt eigentlich passieren. 1. Ruoff sofort freistellen 2. Schnelle Aufklärung 3. Anklage gegen die Personen erheben 4. Harte Bestrafung – Gefängnis – weil Raub am Steuerzahler 5. Neuer CEO Kürzlich traf ich Ruoff noch bei einer Veranstaltung und sprach mir ihr. Wie läufts mit der Post und den Zukunftsplänen? Antwort: Ausgezeichnet, wir haben viel vor. Da wusste ich nicht, dass ich als Steuerzahler mit ihrem Wissen beklaut wurde. Damit ist die Diskussion über Quotenfrauen in Konzernen für eine Weile sicher vom Tisch. Sorry liebe Politikerinnen, es gibt keine zusätzlichen Jöbblis für Euch. Jetzt brauchen wir fähige Spitzenmanager und keine Quotenfuzzis.

    • „Jetzt brauchen wir fähige Spitzenmanager und keine Quotenfuzzis.“
      die haben nie u nimmer nur den hauch einer chance in die engere auswahl zu kommen, zu stark das ma……se system.

    • @ E.K.: Soviel ich weiss hätte z.B. Herr Urs Pauli, ein Mann, freie Kapazitäten für ein solches Amt.

    • @rk. Leider befürchte ich dasselbe wie Sie. Wir haben ja gesehen, was bei der Swisscom auf Carsten Schloter gefolgt ist. Eine Art Schneider-Ammann, was das Tempo und die Energie anbelangt, einfach viel jünger. Umso schlimmer das Ganze.

  28. Der gute Herr Koradi sollte als ex-CFO und AKB CEO wenigstens banalste Rechnungen lösen können. Seine Aussage: „Bin seit rund 2 Jahren nicht mehr tätig“.
    2018 – 2 = 2016. -> Der Betrug hat mutmasslich systematisiert aber seit 2011 und seit 2013 noch zusätzlich protokolliert stattgefunden mit konkreten creative Accounting ansätzen von „F“.
    Schwaller, Ruoff, Koradi, Sonnenkönigin Leuthard sollten alle vor den Richter wegen Betrug am CH Steuerzahler.

    • Traurig auch, dass der Interviewer nicht darauf eingeht. Aber die heutigen Journalisten geben ja alle ihre Fragen vorher bekannt. Trauriger Mainstream-Journalismus.

    • Ja, er ist bei unserer „withe socks bank“ gelandet.
      Gehalt wurde massiv gedeckelt – Nun, da bekommt man eben nur einen „Pöstler“ welcher schon Symtome von bewusster Altersvergesslichkeit aufweisst.
      Sorry, aber Qualität hat auch seinen Preis!

  29. „Verantwortlich seien andere.“ – ob Koradi (AKB), Ruoff (Post) oder Schäppi (Swisscom): alle kassieren Lohn und Bonus, weisen jedoch stets jegliche Verantwortung weit von sich.

    Betrügen, Lügen und Vertuschen. Heutige Management-Kultur in Banken, Versicherungen und staatsnahen Betrieben.

    Betrug darf kein Geschäftsmodell. Und wenn die Politik wegschaut, der Kunde kann beispielsweise über den Verbleib von Koradi sehr wohl mitbestimmen: Vertrauensenzug mit Auflösung der Geschäftsbeziehung und politisch mit Abwahl von Politikern.

    • Betrug ist schon lange ein Geschäftsmodell. Mit dem Bonus hat’s angefangen.

  30. Welch liebevolle Frage:

    „Muss Chef der Aargau-KB gehen?“

    Sollte der Mann auch nur im Dunstkreis einer nachweisbaren Mittäterschaft sein:

    Nicht gehen und dazu noch mit goldenem Fallschirm, nein, teeren und federn und an den Pranger stellen.

    Unsere Vorfahren hatten noch Charakter und sind mit Schelmen unzimperlich umgegangen.

    Wir hofieren heute selbst Straftäter, siehe einen Bayerischen Fussballmanager (betrog im Millionenbereich, büsste eine Gefängnisstrafe ab, heute liegen ihm die Leute wieder zu Füssen).

    Sind wir Fussvolk lauter Trottel geworden, die das kriegen, was sie trotzdem nicht verdienen: Arrogante Abzocker und Menschenverachter?

    • Die Sache mit dem „bayerischen Fussballmanager“ und seinen Freunden bei Vontobel, Finma und OLG München ist noch nicht zu Ende erzählt.
      Der (Prozess)Betrug war noch einiges grösser, als offiziell dargestellt.

  31. Für Leute in den oberen und obersten Etagen beim Staat ist bei einer Rochade ja immer bestens gesorgt: Neuer lukrativer Posten, goldener Fallschirm, grosszügige soziale Leistungen usw. Also kein Problem, wir Steuerzahler wollen es ja so.
    Was an Unregelmässigkeiten publik wird ist eine Seite; wie sieht wohl die andere Seite aus???

  32. Herr Koradi, Frau Ruoff: bitte ersparen Sie uns das klägliche Schauspiel. Die Unehrlichkeit. Die fehlende Verantwortung.
    Sofortiger Rücktritt aus dem Amt und sich dem zu erwartenden Verfahren stellen – das ist das einzig richtige.