Schweizer Börse wird Tummelplatz für Hipster

Nestle-Erbe und Zürcher Lebemann Patrick Liotard-Vogt bringt sein Mini-Facebook aufs Parkett – A Small World, A Big Joke.

Patrick Liotard-Vogt meldet sich mit einem Feuerwerk der besonderen Sorte zurück. Der Mann, der seinen Weg als Sohn eines reichen Vaters machen durfte, bringt sein Spielzeug an die Börse.

A Small World heisst dieses und sollte ein Facebook für die Reichen werden: Exklusiv, für die Schönen und Erfolgreichen, by Invitation only.

Faktisch ist es ein Sanierungsfall. Liotard-Vogt, ein Zürcher Seebube mit feuerrotem Haarschopf und ernster Miene – in eigenartigem Kontrast zum selbst inszenierten Glamour – hatte eine Niete erworben.

Gekauft von Harvey Weinstein, Hollywood-Krösus, Super-Mogul, Frauen-Verletzer.

Weinstein hatte im jungen Party-Schweizer einen naiven Abnehmer für sein Reichen-Facebook gefunden. Dieses war nie auf Touren gekommen.

Zwar waren die Mitgliederzahlen in die Hunderttausende hochgeschossen. Doch immer weniger verbrachten ihre Zeit auf der Plattform.

Alle wollten dabei sein, niemand brauchte es. Aus der Idee einer exklusiven Digital-Lounge für Reiche und Schöne wurde A Small World zu einem Friedhof der verstorbenen Benutzer-Adressen.

Liotard-Vogt musste handeln. Dazu machte er einen Plan. A Small World sollte wieder klein, exklusiv und erste Online-Adresse für zahlungskräftige, junge und lebenslustige Weltbürger werden.

Diese, so das Kalkül des Jung-Unternehmers, der keiner Paparazzi-Kamera widerstehen kann, würden dann für sein Baby auch in die Tasche greifen.

100 Franken Mitgliederbeitrag, das wäre doch wohl nicht zu viel verlangt.

Es kam, wie es kommen musste. Die Zahlen schossen in die Tiefe. Heute hat A Small World noch knapp 30’000 Teilnehmer.

Gut so, findet der junge Zürcher. Genau richtig für eine tolle Börsenstory.

Gestern war es soweit: PLV, wie Patrick Liotard-Vogt in seinen Kreisen genannt wird, lancierte seine grösste Party.

Das Fest an den Finanzmärkten.

Nur: Womit? Und wer soll Aktionär von PLV’s Abenteuer werden?

Bei 30’000 Mitgliedern und 100 Franken Jahresbeitrag kommt man auf 3 Millionen Einnahmen. Davon sind die Kosten abzuziehen.

PLV spricht von 40 Mitarbeitern. Bei 100’000 Total-Lohnkosten pro Angestellten – ein tiefer Wert – ergeben sich allein Personalaufwände von 4 Millionen.

Hinzu kommt der Rest: Computer, Werbung, Büro, Reisen.

Das Minus muss siebenstellig sein. Vielleicht macht PLV mit seinem Schickeria-Facebook so viel Verlust wie Umsatz.

So what, könnte PLV einwenden. Das ist doch normal für Startups im Internet.

Startup? A Small World gibt es seit Jahren, und seit Jahren ist es ein Nonvaleur. PLV wird diesen wohl einfach nicht mehr los.

Also an die Börse damit.

Erinnerungen werden wach. Vor 18 Jahren gab es Think Tools, von der Zürcher Vontobel als eines der letzten in einer langen Reihe an die Börse getriebenen Phantasie-Unternehmen.

Kurz schoss der Aktienpreis durch die Decke. Dann krachte er ungespitzt in den Boden.

Crazy Zeiten, die man für immer vorbei geglaubt hatte.

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87 Kommentare zu “Schweizer Börse wird Tummelplatz für Hipster

  1. Hat Vinzenz eigentlich auch einen Middle Initial? Vielleicht Laurin?
    Das würde aus Ihm auch einen PLV machen – Verwechslungsgefahr auf allen Ebenen.

  2. Die kleine exklusive Welt, das „Millionärs-Facebook“ soll also nun an den großen Kapitalmarkt und alle dürfen kaufen. Auch Trude Müller von nebenan und nicht nur Millionäre.

    Bei so einem exklusiven Klub an Reichen oder solchen, die es sein wollen, müßte Liotard-Vogt doch eigentlich nach Geld bei 0815-Anlegern suchen via Börse?

    Schon 2011 wollte Liotard verkaufen: https://www.bilanz.ch/unternehmen/patrick-liotard-vogt-mister-exit

    Nun soll also der Michel von der Straße der Trottel sein, der die Aktien abnimmt. Oder wie kann man das sonst sehen?

    Apropos: Nach den klubeigenen Regeln müßte er ja seinen Klub verlassen.

    http://schweizblog.ch/asw-a-small-world-fliegt-nun-auch-patrick-liotard-vogt-raus/

    • Oder ein paar Pensionskassen der öffentlichen Verwaltung, welche mangels Fachkenntnissen jeden Brunz kaufen, der an der Börse erwerblich ist.

  3. Vorbereitungen wurden schon vor über drei Jahren angestossen. Diese versandeten damals aber mangels Hauptzahlstelle. Frage mich, welcher Verein jetzt bereit ist, sich diese Bürde aufzuerlegen…

  4. und wie dieser plv das anstellt, gemeldet in der karibik und trotzdem immer in zürich an jeder „hundsverlochete“ anzutreffen, nimmt mich wunder wie das steueramt sowas beurteilt, dachte einmal es sei der lebensmittelpunkt massgebend und dieser ist hier bestimmt nicht in st. kitts,

    • @ erwin: das Steueramt wird PLV nicht anrühren der hat
      genug Geld. Siehe was mit Isabelle Moret läuft, seit zehn Jahren keine Steuerrechnung. Das Steueramt hat genug zu tun um zu schauen ob die Putzfrauen jeden Franken angeben, dort sind sie Knallhart.

    • Nee, keine Zeit, echten dicken Fiscchen nachzugehen. Das Steueramt in meiner Zürcher Wohngemeinde verschickt lieber effizient „Zahlungseinladungen“ für das Steuerjahr 2018 (richtig gelesen) basierend auf den Steuern 2015, nachdem für 2016 und 2017 bisher noch gar keine definitive Steuerrechnung eingegangen ist (auch auf verschiedenste Nachfragen meinerseits bisher nicht (vorausbezahlt habe ich)… – Wann geht es solchen arroganten Staats-Volldeppen endlich auch einmal an den Kragen?

  5. So wird erfolgreich das Kapital der Erben vernichtet. Da tut mal jemand etwas gegen die ungleiche Verteilung des Kapitals und wieder ist es nicht richtig. Piketty wird’s sicher freuen.
    Es werden ja wohl kaum Pensionskassen in solche Titel investieren.

  6. Ja, und natürlich wieder ein ätzender Artikel und entsprechende Kommentare, Neid und Häme. Aus einer Idee wird nur eine tolle Firma, wenn man es wagt. Angestellte Bankfuzzis gibts genug. Es probieren, umfallen, wieder aufstehen, DAS ist Unternehmertum. Und wenn aus dem Netzwerk dann was wird, haben es natürlich alle immer gewusst. Bitte etwas mehr Zuspruch, anstatt diese negativen Vibes.

    • Also würden Sie, MRZ, ihre Renten- und Pensionsgelder in dieses Investment auch nur bruchteilweise investieren?

      Der Artikel „ätzend“?

      Nö. Ätzend sind höchstens die Millionenbetreibungen.

      Eines Typs, der ein Forum, ein Facebook für Reiche betreiben möchte.

      Der Artikel hingegen ist im Gegensatz zu vielen anderen Artikeln in anderen Medien äußerst aufschlußreich, so warnt er zumindest blauäugige Anleger.

      Interessant wäre ein Artikel, der zusätzlich einmal auf die Vergangenheit dieser äußerst „vertrauenswürdigen“ Aktie und des Dahinterstehenden einginge.

    • Grundsätzlich ja, aber dieser l. ist ein übler Bursch. Hat Diners Club in den Bankrott getrieben!

    • @MRZ. In diesem Fall ist der Artikel absolut berechtigt. Man merkt sofort, dass sie ein Freund von Liotard sind, von dem sie möglicherweise in irgendwelcher Form profitieren. Starten, umfallen und noch 1-2 mal wieder starten – ja, das ist Unternehmertum. Aber Liotard ist noch gar nie richtig durchgestartet. Er fällt immer nur um. Ohne das elterliche finanzielle Backup, wäre er ein normaler Angestellter, sonst könnte er sich das nie im Leben leisten. Woher denn soll all die Kohle kommen für die Art, wie er sein Leben führt? Welches Investment wirft so viel ab? Keiner weiss es und er redet auch nicht darüber. Deshalb ist klar, woher die Kohle kommt. Es muss Leute um sich herum haben, denen das nichts ausmacht und alle profitieren von ihm. Er hat ganz klar das falsche Umfeld, deshalb kommt er auf so blöde Ideen, Small World an die Börse bringen zu wollen.

  7. Und ich dachte, die Fasnacht sein schon vorbei ?! Er wurde wohl von seinem Freund und Weggefährten Mike Baur beraten ? Dieser ist 365 Tage an der Fasnacht, mit Krawatte und Turnschuhen, in hipper Kombination muss man allerdings gestehen. Wikipedia umschreibt die Abkürzung ASW übrigens als „Aussersinnliche Wahrnehmung“.

  8. Hoi zäme!

    @Lukas, danke für deinen coolen Beitrag über mich.

    Wenn ihr mehr über das Projekt wissen wollt, könnt ihr dieses Interview von mir bei Bloomberg schauen.
    https://www.youtube.com/watch?v=uh-62DlXQ4E

    Alternativ können die von Euch, die wie ich das Leben erleben wollen und nicht nur überleben wollen diese (natürlich von Euch bezahlte) SRF DOK über mich schauen.
    https://www.youtube.com/watch?v=b3KwnInoUL4

    Bis bald in New York, Toronto, LA, London, Kopenhagen oder vielleicht mal wieder auf dem Paradeplatz

    Euer Paddy

    • Hoi Päddy (kommt übrigens besser mit dem Umlaut bei Konsorten wie Swiggs), findiguet, bald werden auch grosse WGs zuerst als Immo-Fonds starten und dann undsoweiter SX judihui. Pass auf Deinen Chole-Spiegel auf, sagt der Internist. Aber jänu. Ciao bello.

  9. Geil. Einer der noch nie auch nur einen Finger krümmen musste um auch nur einen Franken eigenhändig zu verdienen fällt voll auf die Fresse. Das geilste am ganzen Bericht: Vontobel wird erwähnt. Und da kommen bei mir unweigerlich zwei Gedanken: 1) VT war an jeder IPO Hundsverlochete dabei. 2) hat Bad Hair Zeno mittlerweile einen Frisör gefunden?

  10. @Remo Lacher, Börsenpräsident Schweiz: Wir Putzfrauen müssen sogar das WC nach ISO reinigen und die Ausführung auf einem Rapport bestätigen. Wie kann einer mit Betreibungen in Millionenhöhe (Blick) bei Ihnen aufs Parkett? Haften Sie am Ende mit Think Tools 2.0 (welches nur eine besseres Excelsheet war) und wie bezahlt PLV die Kosten. Mit Karibik Millionen über die von Ihnen favorisierte Kryptowährung? Wenn der an die Börse kommt putzen Sie ihr WC selber ! @LH: Gut recherchiert und treffend geschrieben. PS: Wieso hat der Weinstein dies wohl gekauft. Wieso wohl. Sicher nicht als Geldanlage.

  11. Der Vergleich zu Think Tools hinkt, weil das wird garantiert nie durch die Decke schiessen sondern direkt den Bach runter gehen.
    Was macht der eigentlich wenn er das ganze Geld vom Papi verprasst hat? Soz-Amt?
    Vom Hirschmann hört man auch nichts mehr, aber der hat wenigstens „intelligenter“ investiert.

  12. Heute aber den offensichtlichen Brüller, Strafanzeiger gegen Pierin verschlafen. Wie kann das sein, wenn man jahrlang gegen Raiffeisen schiesst?
    P.S. Liotard ist kein Nestlé-Erbe. Sein Vater war CEO und hat einige Aktien, nichts mit Gründerfamilie und so.

    • Zürich, 28. Feb (Reuters) – Die Finanzgruppe Aduno hat gegen ihren ehemaligen Verwaltungsratspräsident Pierin Vincenz und ein weiteres Mitglied Strafanzeige eingereicht. Gegen beide Beschuldigten sowie drei weitere Personen aus deren beruflichem Umfeld habe die Zürcher Staatsanwaltschaft ein Strafverfahren eröffnet, wie die Behörde am Mittwoch mitteilte. Im Rahmen der Ermittlungen seien diverse Hausdurchsuchungen erfolgt.
      Im Zuge dieser Untersuchung reichte die Raiffeisenbank nach Angaben vom Mittwoch Strafanzeige gegen ihren ehemaligen Chef Vincenz ein. Raiffeisen nehme den Verdacht auf ungetreue Geschäftsbesorgung und neue Indizien der Staatsanwaltschaft zum Anlass, eine juristische Aufklärung aller Vorgänge in der Vergangenheit zu erwirken.
      Die Finanzmarktaufsicht Finma hatte im Herbst ein Verfahren gegen Raiffeisen und gegen ihren Chef Vincenz eröffnet, bei dem es um Fragen zur guten Unternehmensführung (Corporate Goverance) ging. Vinzenz trat von seinen Führungsfunktionen bei Finanzfirmen zurück und die Finma schloss das Verfahren ab
      P.S Liotard: Mach erstmal einen staatlich anerkannten Abschluss (MBA oder so…)

    • Ausgezeichnet notiert, meine Hochachtung!

      Gerüchte sagen, dass Vater Tanner dem Sohn die Leviten gelesen haben soll was den Umgang mit Liotard-Vogt angeht.

      Vater Tanner weiss halt schon was Sache ist und setzt sich auch durch. Dem macht man eine Null nicht für eine Eins vor, NIE!

    • Endlich!

      Selten, dass die allgemeine Presse derart ehrlich und anklagend schreibt. Vor allem Finews, die ja sonst auch gerne den Samthandschuh anbehalten.

      Ich hoffe die Finma bekommt ihr Fett auch weg. Und zwar deutlich. Es gibt noch genug andere von Vincenz‘ Kaliber, bei denen sie genauer hätten hinschauen und handeln müssen.

      https://www.finews.ch/news/banken/30861-pierin-vincenz-strafanzeige-raiffeisen-investnet-aduno-staatsanwaltschaft

      https://www.nzz.ch/wirtschaft/strafverfahren-gegen-pierin-vincenz-eroeffnet-ld.1361352

    • Die einzig wichtige Schlagzeile von heute (resp. von gestern) ist:

      YB schlägt den Serienmeister Basel hochverdient mit 2:0 🙂

      Jetzt hauen wir noch die Zürcher (egal Z oder GC) im Finale weg.
      Meister 2017/2018 + Cupsieger = YB

    • Der Schweizer Saubermann ( white collar) Vincenz und seine Kumpanen werden an den Pranger gestellt. Was dieser WCC alles gerissen hat geht auf keine Kuhhaut. Um die Energie umzusetzen brauchte er willfährige Helfershelfer, inkl. Gisel. Jetzt ist die Brut endlich endlich am Ende. Die Frage steht im Raume: wie haben sich gewisse Raiffeisen – Könige diesen morbiden Zustand zu
      Nutze gemacht ? Es knistert in der Kartonschachtel 😳 die Mäuse werden unruhig! Lukas es gibt Arbeit! Viel Arbeit.

  13. nei nöd scho wieder dä. ich möchten en e mol ohne erbschafts-kohle gseh. esch doch en typische nichtsnutz 🙂 und ehr schriibid no über so eine. do frog ich mi au.

  14. Diese Figur als „Nestle Erbe“ zu bezeichnen ist doch Mumpitz: sein Opa war Nestle CEO und hat ein Aktienpaket die Ahnenlinie hinaufgeschoben. Der war weder Gründer noch Besitzer von Nestle sondern lediglich Angestellter.

    • die 1. Generation erarbeitet das Vermögen, die 2. verwaltet es und die 3. verprasst es. Haut hin. Es besteht also noch Hoffnung bei King Blocher dem Ersten, dass seine Dynastie bald die 3. Generation erreicht. Und dann wäre dieses leidige Thema $VP auch endlich vom Tisch….

  15. The winner takes it all, das gilt insbesondere bei Internet Firmen. Ich kann zwar eine Suchmaschine gründen oder kaufen, aber ich werde damit niemals Google den Rang und Namen streitig machen können. Am Ende kommt die Erkenntnis: Ausser Spesen nichts gewesen.

    • … Ausnahmen bestätigen die Regel.
      In Ihrem Fall haben sie sie… (the vast majority got the point)

  16. Der gute Barbarossa hätte wohl besser sein zweistelliges Nestlé-Paket behalten …. von 2,8% Dividendenrendite sollte man doch halbwegs ertragbar leben können?

    Oder etwa nicht? Selbstdarstellung, Blenderei und Attention-Seeking sind halt kostenintensiv. Sehr kostenintensiv.

    • Nun so sicher ist das bei seinem Jetset Leben nicht. Die wechselnden Damen wollen ausgeführt, beschenkt und beeindruckt werden und das kostet mächtig.
      Was für ein Glück hat Grosspapi sehr gut verdient und viel, viel Kohle auf die Seite gelegt. Der Enkel ist damit recht gut abgesichert

  17. Listing, aber man will gar kein Kapital (Medienmitteilung ASMALLWORLD AG)? ASW Capital AG (beherrscht von Liotard) hat 60% der Aktien der ASW AG. Meine These: Liotard hat seine Aktien an der ASW Capital AG verpfändet, der Gläubiger will die Kotierung, damit er seine Sicherheit realisieren kann… der Mini Lock-up (50%) bis März 2020 spricht dafür… 10% kann Liotard am ersten Handelstag verkaufen…
    Hoffentlich hat die Anwaltskanzlei auch Liotard gesagt, wie hoch die Kosten für ein Listing sind… bei 4 Mio Umsatz nicht unwichtig…

  18. PLV hat etwas ganz entscheidendes nicht verstanden. 100 Franken Jahresbeiträge sind lächerlich und. Um diese Zielgruppe für seine Idee zu begeistern, müssten die Mitgliederbeiträge viel teurer sein (usd 10’000.-), und dann hätte er auch genügend Budget, um den Reichen und Schönen als Gegenleistung etwas zu bieten, was die sich sonst nirgendwo kaufen könnten…

    • Auch notorische Vodka-Nasen dürfen etwas anpacken und besser machen, wenn man ein Super-Bisinös-Model in der Hinterhand hat.

  19. Der geplante IPO ist ein Widerspruch in sich und eine Kapitulation. Denn die Exklusivität von ASM würde v.a. auch davon leben, dass die Aktien privately owned sind. Von den etwa 30’000 sind viele Blender dabei, welche sich damit sonnen möchten, bei etwas exklusivem dabei zu sein, in Tat und Wahrheit aber Middlemgmt-Jobs in absteigenden Firmen besetzen und das ihr Leben auf grossem Fuss grösstenteils auf Pump finanzieren.

  20. Welches Banken-Konsortium will sich mit diesem Ding wohl die Finger (die ganze Hand) verbrennen?

    Beim fragwürdigen IPO eines dahergelaufenen Möchtegerns an die Börse zu bringen sollten alle Warn-Glocken Sturm läuten.

    Die potentiellen Stiefelhalter-Bänklein werden nicht in der Lage sein einen glaubwürdigen Emissions-Prospekt zu lancieren.

    • @yours truly

      ….no sowas peachiges auf f1-exklusivität ausgerichtetes Goldküstenprodukt kann ja eigentlich nur der Maddin von der Bellvü unter Miris-PK mischeln.

      Start-up? ………. gestehe war mal membä vor 18 Jahren und bin ausgestiegen als der privatjet vom rothaarigen mit subba-mike und lilijana matthäus bereitstand …..zur Party im Gstaader Palace – das war dann selbst mir dann zu lächerlich und mir ist fast nichts zu lächerlich ……. 😉

  21. Der wird sich das sicher nochmals überlegen. Ich denke, dann müssten die Bücher auf den Tisch und dann wäre der Fall klar. Fürchte, das ist nicht mehr als eine Ente, oder will er es tatsächlich amtlich haben, dass seine Firma ganz wenig wert ist?….Moment, das ist vielleicht gerade die Absicht: Lieber offiziell wenig wert, als gar nichts! Vielleicht kriegt er für seine Aktien ja noch ein paar „Pennies“, welche er „OTC“ von niemandem erhielte bzw. bisher erhielt? Vielleicht kann er seinen Anteil ja für ein paar Millionen verpfänden und damit etwas Anderes anstellen.

  22. Seine Investments sind einfach sexy! Der PLV hat doch noch so eine Insel, wo er Häuschen für superreiche
    gebaut hat wo sein Kollege der Sohn von Herr Tanner auch schon eingeweiht hat. Dort wurde geworben das die Insel Steuerfrei sei und eigene Pässe ausgibt. Bin gespannt wann er dort noch seine eine eigene Kryptowährung rausgibt.
    Immerhin das Kerninvestment (Nestle) ist ja sehr solide.

  23. Nun der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Der humane Algorithmus mit seinen Modellen und Pattern wiedergibt sich alle sieben Jahre. Die Lernkurve sinkt, die Gier quelt, die Ideen richten sich aus an HTML. CSS und Java Script. Alte Neue Services und Ideen werden neu verpackt und der Absturz der Generationen vorher ist schon lang vergessen. Im Lula Lala Land ist Aufbruchstimmung und das Geld ist Dank 0% Zins Politik der SNB & Co. sitzt locker und treibt die Horden der senilen und dummen Investoren in die Fänge der Gaukler und Scharlatane. Die trinken das Gift der Gier in vollen Zügen und erliegen Ihren Träumen. Der Vermittler kassiert und Regulator schaut zu. Doch wir alle Wissen wie es endet. Der Katzenjammer und die Götterdämmerung sind am silbernen Horizont bereits zu sehen. Nun was ist die Krug’s der Geschichte? Der Mensch ist ein simples Herdentier und der Wolf ist nicht fern.

    • …ich wiedergiebe mich auch gleich in einen der Krug’s, das ist so quelend zu lesen…!

    • Könnte natürlich auch der Krug der Bricht gemeint sein, wenn man Ihn zum Brunnen trägt. Metaphorisch Brunnen = Börse und Krug für das Geld, das vernichtet wird.

    • @Lehrer: wenn das Alles ist was der Mösiö Lehrer zu dem tollen Text von Studer zu absondern weiss, dann muss ich halt eben sagen, dass Studer bei Ihnen den Nagel voll auf den Kopf getroffen hat.
      Gruss von einem Gedankenverwandtem an Studer.

    • @ Peter Studer-Kommentar
      @ Kommentar von „Lehrer“

      Oder es ist M. gemeint, der die Telekom-Aktien bewarb.

      Und mit der eine Generation von Anlegern in einer vermeintlich soliden Aktien Vermögen verloren haben.

      An diesen dachte ich als ich das las.

  24. Du bist am Ende – was du bist.
    Setz dir Perücken auf von Millionen Locken,
    Setz deinen Fuß auf ellenhohe Socken,
    Du bleibst doch immer, was du bist.

    Johann Wolfgang von Goethe
    * 28. August 1749 † 22. März 1832

  25. Es ist anzunehmen, dass es wohl ein paar Träumer gibt (u.a. family & friends), die hier investieren und dem Blender und Sohn von Beruf Geld nachschmeissen. Was für eine Traumwelt! Mein nicht ganz ernst gemeinter Anlagetipp zum heutigen, schönen Tag: 30% in Bitcoin, 30% in A Small World und 30 % in Schweinebäuche investieren, die restlichen 10% für einen guten Zweck einsetzen/verschenken.

    • 100 % Solarenergie vom eigenen Dach = 24000 Investition, Ersparnis: 2400 Stromrechnung pro Jahr (inkl. E-Auto). Macht 10 % Rendite im Jahr. Dazu gute 5000 eingespart beim E-Auto = rollende Sparsau.
      Und das Schöne: So lange die Sonne bleibt, bleibt die Rendite. Egal, wie es bei Bitcoin und Co rasselt und kracht. Gut, gell.

    • @Solaranbeter
      nur blöd dass Flugzeugabgase den Himmel dimmen wenn es mal sonnig wäre…

    • Auch dank Applaudier-„Berichterstattung“ wie auf Finews zum Beispiel werden wohl einige reinfallen.

      So unfundiert und lobhudelnd, wie Finews.ch dort berichtet, könnte man meinen, sie seien für den Artikel bezahlt worden oder sind ganz ganz eng mit Liotard befreundet.

  26. Wer da reingeht mit echtem cash, zählt echt dazu: a small world – a small brain. Man könnte mehr bewirken mit einem ’sustainable‘ rund um echte Eisbären …
    Oder wenn die Adressen bei ASW tatsächlich dermassen der Hammer sind, müsste der Halter doch eher eine Privatbank mit Super-Wealth-Abteilung aufbauen und wenn die AUM mal im groben 2-stelligen Mia-Bereich notieren ein IPO andenken. Oder auch nitt. Einen sonnigen Tag allen.

  27. Mit einer geschlossenen Gruppe auf Facebook wäre das billiger zu haben, nämlich gratis! Das Portal ist schon überflüssig bevor es läuft. Reine Zeitverschwendung!

    • Naja, der Fairneß halber muß man schon sagen, daß das nicht das Gleiche wäre wie ein separates Portal.

      Das Problem ist der Ruf des Portals.

      Und der Person, die dahintersteht.

      Die nach den eigenen Portalregeln ausgeschlossen werden müßte.

      Wie soll da ein Anleger Vertrauen fassen und die Aktie kaufen? Und warum überhaupt braucht ein Portal für Reiche Geld via Börse?

      Der Aufbau des Portals für Reiche ist auch nicht grandios. Nur Englisch. Ob das wirklich die Leute wollen? Wenn dem so wäre, wäre Facebook auch nur auf Englisch. Neee….

    • FB und co. sind alles andere als gratis, sondern es ist sogar extrem teuer. Dabei ist dies nicht einmal eine glaubens Frage. Fakt ist, dass FB kommerziell ist und auch genauso handelt und als Börsen gehandeltes Unternehmen auch so handeln muss.

      Die Frage muss daher lauten, wer bewertet was wie. Also als nicht besitzender kann ich leicht aufs Geld pfeifen, denn ich habs ja sowieso nicht. Meine persönlichen Daten aber sind mir kein Geld dieser Welt wert. Und mein zweites Gut das ich noch besitze ist meine Lebensarbeitszeit und die habe ich persönlich nur ein einziges Mal im Leben.

      Aus dieser Sicht zu behaupten FB und co. sei gratis, nur weil kein Geldfluss von A) nach B) stattfindet, ist schlicht absurd und zeigt nur, dass die totale Intransparenz dieses Geschäftsmodells bis heute nicht verstanden wurde.

      Nicht nur die AGB (engl. ToS) von FB und co. umfasst über 60 Seiten juristischer Text, der kaum jemand liest und jederzeit einseitig geändert werden kann und auch wird. Rechtlich ist da alles total in Ordnung. Ethisch, politisch und menschenrechtlich aber eine absolute und totale Katastrophe.

      Im Zusammenhang mit FB und co. reden die Menschen immer vom Datensammeln. Aber alleine schon vom Datensammeln haben die wenigsten auch nur einen Hauch einer Ahnung. Oder wer weiss schon, dass praktisch alle Schweizer Online-Medien u.a. auch Daten an „connect.facebook.net“ (nicht .com) übermitteln, plus manchmal 50, oder 100 und nicht selten über 200 weitere Datensammel-Links enthalten?

      Doch das schlimmste kommt erst jetzt. Die asynchrone Datenauswertung durch Deep Learning KI-Maschinen. Sie wissen schlicht alles über jeden, der gewollt oder auch ungewollt, Spuren im Netz hinterlässt. Sie kennen unseren sozialen Status, sie kennen unsere Preferenzen, sie kennen unsere Krankheiten und Abneigungen, sie kennen unsere politische Gesinnung u.s.w. Und quasi noch so nebenher, bieten sie auch targeted ads, dynamic pricing und predicting policing u.s.w.
      Das Handeln mit unseren persönlichen Daten ansich ist schon luktrativ, aber die „richtigen“ Auswertungen sind die eigentlichen Daten-Edelsteine.

      Meine Daten und meine Lebensarbeitszeit ist aber alles was ich besitze. Geld wird mir von der Gesellschaft verweigert, weil es ein Ausschlusssystem ist. Dafür soll ich jetzt meine persönlichen Daten und meine Lebensarbeitszeit gratis und für immer dem Zuckerberg in Amerika ageben? Er wird damit noch reicher und ich noch ärmer. Ein sehr einseitiger und fragwürdiger Deal.

      Ich lade alle dazu ein, dass hier gesagte selbst zu überprüfen und selbst zu recherchieren. Man opfert keine Stunde dafür um festzustellen, es ist nichts als die reine Wahrheit.

      Vielen Dank dem IP!