Unheimliche Raiffeisen-Nähe von Retter Gehrig

Ex-Nationalbank-Vize hatte gemeinsame Zeit mit Franz Marty – Der war Raiffeisen-Präsident und schuld am 1. Vincenz-Versagen.

Bruno Gehrig soll’s richten. Der gute Mann von der Nationalbank, der Swiss Life und der UBS, der stete Retter in Not, untersucht die Ära von Ex-Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz.

Der sass gestern weiter im Gefängnis, Gehrig derweil im Garten. Dort nahm er den Anruf entgegen. „Ich bin total unabhängig und werde am Schluss allein entscheiden, was wir vertieft anschauen.“

Das seine Worte. Und sein Versprechen. Er kenne nur einen Mann in der Raiffeisen, das sei der neue Präsident Pascal Gantenbein, der bei ihm an der HSG in St. Gallen studiert habe.

Sonst null Beziehungen. Null Abhängigkeiten. „Ich bin frei und nicht verbandelt.“

Sicher? Gehrig kennt den Vor-Vor-Gänger des heutigen Präsidenten. Er heisst Franz Marty, war im Hauptberuf Politiker im Kanton Schwyz und sass jahrelang im Bankrat der Nationalbank.

So heisst das Aufsichtsgremium der Notenbank. Und dort war Marty eine der starken Figuren. Und zwar zu einer Zeit, als Gehrig in der SNB ganz oben war.

Bruno Gehrig hätte sogar Präsident der Notenbank werden sollen. Zumindest wenn es nach Franz Marty gegangen wäre. Doch Gehrig machte Zweiter und ging 2003 zur Swiss Life.

Dieser Marty ist wichtig im ganzen Raiffeisen-Skandal. Denn Marty war vor allem für eine andere Bank zuständig: für die Raiffeisen.

Dort wurde er Präsident, nachdem Pierin Vincenz das operative Steuer in der Zentrale in St. Gallen übernommen hatte. Marty, der oberste Aufseher, hatte Haudegen Vincenz zu bremsen.

Tat er dies? Im Gegenteil. Er liess Vincenz freie Bahn.

Das zeigte sich in einem Fall 2009. Damals hatte ein Journalist von Vorab-Investments von Vincenz bei einer kleinen IT-Firma namens Commtrain gehört.

Diese war 2007 von der Aduno für mehrere Millionen erworben worden. Vincenz war Präsident der Aduno, er konnte vom Deal profitieren. Der Fall Commtrain hat die laufende Strafuntersuchung ausgelöst.

Zwei Jahre später, also im 2009, als der Journalist Vincenz Fragen stellte, liess der Raiffeisenboss ein Gutachten erstellen. Im Nachhinein. Bezahlt von der Raiffeisen.

Gutachter war Peter Forstmoser von der Zürcher Anwaltskanzlei NKF. Die gleiche NKF stellt mit Peter Honegger den langjährigen Vertrauensanwalt von Vincenz.

Forstmosers Gutachten fand alles ganz schlecht, was Vincenz tat. Doch schuldig sei der Banker trotzdem nicht. Denn: Es sei kein Schaden entstanden.

Und was machte Franz Marty, der Präsident der Raiffeisen, der Vorgesetzte von Vincenz? Er nickte. Und liess Vincenz weitermachen.

Hätte Marty dort Stopp gerufen – die Geschichte wäre anders herausgekommen.

Nun soll Gehrig also die Zeit von Marty und dann von dessen Nachfolger und der Geschäftsleitung mit vielen Ex-Freunden von Vincenz vorurteilsfrei und unabhängig unter die Lupe nehmen.

Gehrig sagt, er könne das. Und er sei fit und habe Zeit. Er rechnet mit einem Zeiteinsatz von 20 bis 60 Prozent, je nach Phase.

Dass er CVP-Mitglied sei, spiele keine Rolle. Die CVP ist die Partei der Raiffeisen, die ganze Vincenz-Familie gehört dazu.

Und dass mit der Zürcher Ex-Politikerin Rita Fuhrer eine weitere spätere SNB-Bankrätin im VR der Raiffeisen sitze, spiele auch keine Rolle.

„Ich bin gesund, ich bin gut“, so Gehrig.

Operation Save Raiffeisen kann beginnen.

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66 Kommentare zu “Unheimliche Raiffeisen-Nähe von Retter Gehrig

  1. Wie es leider zu erwarten war, ist diese eigene Untersuchung vor allem eine PR-Operation.

    Die Bank kann später zu den Medien gehen und sagen: „Schaut, wir sind ganz sauber, ausser ein Paar Fälle, die jetzt alle gelöst sind. Und wir werden die internen Kontrollen verstärken, damit es nie wieder passiert…“
    Gemacht wird dann nichts oder fast nichts.

    Man nennt es „damage control“. Man versucht den Schaden zu begrenzen.

  2. Ausgerechnet Gehrig der dem Devisenmann Hildebrand zum Präsidenten der NB verholfen hat, neben unzähligen andern Flops, die er zu verantworten hat. Es wird immer skuriler. Was für ein elendes Trauerspiel und immer mit HSG und CVP-Bezug. Ich kann gar nicht soviel essen wie …… müsste.

  3. Na doch nicht gleich den Bulldozer oder die Dampframme gegen BG aus der aufbieten, sondern lieber ein klein wenig Nachsicht üben:

    Mit zunehmendem Alter können sich kleine Gedächtnispannen häufen. Diese sind meist völlig harmlos und dem natürlichen Alterungsprozess geschuldet. Nicht von ungefähr bezeichnet der Volksmund diese Gedächtnisschwäche als Altersvergesslichkeit. Gerade ab einem Alter von 60 Jahren ist deshalb das alleinige …
    http://www.phytodoc.de/erkrankungen/vergesslichkeit

  4. Der seit 45 Tagen sich hinter Schloss und Riegel befindliche Pierin Vincenz holte von einigen Jahren seinen langjährigen Freund Heinz Karrer (Präsident Economiesuisse) nach Gründung der Notenstein (nach dem Wegelin-Zusammenbruch) in den Notenstein-Verwaltungsrat. Es darf gerätselt werden, ob Karrer nicht gut beraten wäre, den Notenstein-Verwaltungsrat fluchtartig zu verlassen. (!!!!)

    • Gute Info !

      VR PB Notenstein und gleichzeitig im SNB Bankrat?

      Wenn man das Memorandum of Understanding des SNB Bankrats (alleine Ziff. 1) über die akademischen und sonstigen Anforderungen und die Prinzipien für die personelle Zusammensetzung des Bankratsliest reicht offenbar schon ein Ehrendoktortitel. (HSG Studium abgebrochen / Ehrendoktorwürde der University of Rochester, 2010).

      Lovely Rita war auch drin und nun bei Raiffeisen.

      Wird immer abstruser . . . . .

      https://www.snb.ch/de/mmr/reference/pre_20110322/source/pre_20110322.de.pdf
      https://de.wikipedia.org/wiki/Heinz_Karrer

    • bei diesem herrn handelt es sich um einen grossen nonvaleur, nur, er ist 1) in der richtigen partei, somit protegé und 2) aufgrund seiner sportlichen vergangenheit anscheinend immer am richtigen ort zur richtigen zeit und 3) verfügt über den über alles nötigen filz, um dort bleiben zu können und sein unwesen weiterhin treiben zu können.

  5. Ihr Raiffeisen-Banken da draussen, wehrt euch. Nur wenn IHR Lärm macht, kann diesem filzigen Gehabe Einhalt geboten werden!

  6. Einmal mehr eine Geldvernichtungsaktion, schlussendlich zu Lasten aller Genossenschafter.

    Was will denn ein mit der Wischi-Waschi-Partei CVP, welche sich je nach herrschender Schönwetterlage in die eine oder andere Richtung bewegt, verbandelnder Prüfer hier schon gross aufdecken. Es wird laufen wie damals bei Forstmoser: „Schlimm, schlimm was PV & Co. da gemacht haben, aber straf- und handelsrechtlich alles im grünen Bereich….. Und der PG ist ein ganz Lieber und ist auf jeden Fall ein Teil der Lösung….“.

    Ich lach mich krumm!

    Will der VR wirklich unabhängig prüfen lassen, soll er einen Prüfer von aussen – und mit aussen meine ich ausserhalb des Landes – holen. Möglichst aus dem angelsächsischen Raum und mit Erfolgshonorar. Erst dann wird’s knallen!

    Aber da könnte sich ja der VR gleich selbst entlassen! Wäre effizienter. Und billiger.

    • Fairness tönt anders……….

      Die CVP hat nicht mehr Prügel verdient als etwa die FDP und die SVP.
      Schon vergessen, was die FDP-Schönwettertruppe im VR der Swissair verbrochen hat? Bei der UBS?
      Erstaunlich übrigens, wie sich lovely Rita Fuhrer, alt SVP-Regierungsrätin und Raiffeisen-Verwaltungsrätin aus der Schusslinie entfernen konnte. Wunderlich………..oder Zufall?

    • Nun, @Rory, nicht ganz.

      Weiss man bei der SVP wenigstens, woran man ist, quasi: Man wird immer kämpfen müssen, merkt man’s bei FDP und speziell bei CVP erst, wenn das Messer im Rücken steckt.

      Das ist durchaus von Relevanz.

  7. Die Pressemitteilung der Raiffeisen Schweiz sagt schon alles aus:

    Im Zentrum steht die Frage, ob es beim Erwerb von Beteiligungen durch Raiffeisen Schweiz oder ihrer Tochtergesellschaften seit 2005 zu Unregelmässigkeiten gekommen ist. Zu diesem Zweck werden alle rund 100 Beteiligungsnahmen, die in diese Zeitspanne fallen, einer Risikoanalyse unterzogen und gegebenenfalls??? detailliert analysiert.

    Von dieser Überprüfung ausgenommen sind die Unternehmen und Transaktionen, welche im Rahmen der
    Strafuntersuchung der Staatsanwaltschaft Zürich direkt untersucht werden. Sollten im Verlauf der von Raiffeisen angestossenen Untersuchung strafrechtliche, aufsichtsrechtliche, zivilrechtliche oder ethisch relevante Aspekte aufkommen, nimmt Raiffeisen Schweiz diese konsequent auf und trifft entsprechende Massnahmen. Die Finanzmarktaufsicht FINMA und die Zürcher Staatsanwaltschaft sind über dieses Vorgehen informiert.

    1. Entweder wird eine gesamte Untersuchung / Analyse aller Transaktionen gemacht, oder man lässt es sein und dafür braucht es keinen unabhängigen? (Einsitz als unabhängiger VR Privatbank Maerki Baumann & Co AG) Lead-Investigator, sondern einen klaren Auftrag an die Wirtschaftskanzlei Homburger, die diesen Auftrag ausführen muss, z. Hd. des VR!

    2. Es gibt bereits ein Gutachten 2009 von Prof. Forstmoser und dies legt kein gutes Zeugnis für Hr. Vinzens ab; jedoch gab es keine Regelverstösse, was immer dies heisst.

    3. Frage ich mich, warum gibt nicht die Revisionsgesellschaft als unabhängige Prüfungsgesellschaft zu allen Beteiligungskäufen / Verkäufen ihre Sicht / Analyse ab, die ja sicher ein Großteil bereits untersucht hatte.

    4. Es wäre interessant zu wissen, was dies alles kostet? Am Schluss zahlen dies die Kunden, respektive die Genossenschafter!

    • Diese Pressemitteilung isch en Brüller. Möchte wissen was jener aus dem Medizinschrank genommen hat als er dies geschrieben hat.

      Jetzt im ernst: Denkt irgendeiner, dass DIE „relevante Aspekte“ finden und zulassen werden? Dann hätten ja alle vorigen Stellen wie die externen Revisoren, FINMA, Forstmoser, all die Profs und all die Anwaltskanzleien gnadenlos und erbärmlich versagt und all die internen und externen Kommunikationsspezialisten wären Pinocchios.

      Dann kämen ja Rückforderungen zum Tragen, Aufsichtsbeschwerden, Schadenersatzklagen . . . . .

      Vorher schneits in der Sahara . . . .

    • Die Pressemitteilung hat sicher wieder die Krisch (die mit den wilden Deohungen gegen IP) geschrieben und der Schaub (Ex von Ceregato) abgesegnet.
      Man bastelt weiter vor sich her in St.Gallen…

  8. .. hinzu kommt die weitere unheimliche Nähe einer privatrechtlichen Anwaltskanzlei, die primär untersucht, was man ihr vorlegt;

    denn es handelt sich nicht um eine öffentliche-rechtliche Untersuchungsstelle.

    Eine Anwaltskanzlei wird für Ihren Aufwand bezahlt und nicht für ihre Findings…

    Am Ende wird man wohl medial feststellen, dass alles i.O. sei.

  9. Sieht so „unheimliche Nähe“ aus? Jetzt übertreiben Sie aber, Herr Hässig.

    PS. Hätte man einen anderen gewählt, der hätte wieder irgend einen anderen Vorgänger von irgendwo her gekannt oder wäre in der falschen Partei. Wer etwas negatives schreiben will, findet immer ein Haar in der Suppe…

  10. Diese Unabhängigkeitsbehauptung erinnert an die Postautocausa: Dort wurde anfänglich auch von „Unabhängigkeit“ der untersuchenden gefaselt bis zum „geht-nicht-mehr“…. Die Ähnlichkeiten sind frappant, nicht wahr?

  11. Filz, Filz und nochmals Filz wohin man auch schauen mag. Gut, dass es einen LH gibt, der wenigstens versucht, diesen dicken Filz etwas dünner zu klopfen. LH bitte nicht nachlassen und dran bleiben!

  12. „Wir halten die Schweiz zusammen“ – so der Slogan der CVP. Gerhard Pfister und Co. verkennen gänzlich die politische Stimmung.

    Die Partei wird in der Gunst der Wähler politisch bedeutungslos – unter 10% Wähleranteil NR-Wahl 2019 durchaus möglich.

    Die Partei meint wohl eher, „die CVP lebt nicht vom Brot allein, sondern von all dem, was das Volk meint zu besitzen“.

    Kumpanei aus Politik, Behörden und Wirtschaft.

    Das Verhalten der Politik zu den Geschehnissen bei Post und Raiffeisen im Allgemeinen, die CVP jedoch im Besonderen, ist an der Wahlurne konsequent abzustrafen.

    • Äs mänschelt überall, auch bei Karl Leser.
      Det Bock ist immer der Gärtner oder sonst ein frustrieter Bürger

  13. Gantenbein hat bei Gehrig an der HSG studiert und holt heute als Professor und independent lead director bei ihm Hilfe und Unterstützung???? Also verstehe ich das richtig; ein PROFESSOR und IDL holt bei seinem Lehrer Hilfe und Unterstützung weil das eigene Wissen nicht ausreicht und das Durchsetzungsvermögen nicht vorhanden ist??? Echt jetzt ???? Ist das etwa so wenn die Reinigungskraft (nichts gegen Reinigungskräfte) mit MBA HSG ihren Ausbilder von der HSG zum richtigen Reinigen des Klo’s holt?

    Und der ist auch gut: „Ich bin total unabhängig und werde am Schluss ALLEIN ENTSCHEIDEN, WAS WIR VERTIEFT ANSCHAUEN“.

    Da weiss man auch wo die Reise hingeht . . . . und kann gleich ins Postauto einsteigen 😉

  14. Ein ehemaliger Professor der Uni St. Gallen soll die Untersuchung der Raiffeisen leiten? Soll ich lachen oder weinen?
    Das ist, wie wenn die Camorra die Mafia untersuchen sollte.

  15. Das fängt ja gut an.

    Dass der Herr Gehrig kaum völlig unabhängig sein dürfte hatte ich gestern schon vermutet. Allerdings ist er offensichtlich deutlich weniger unabhängig als ich naiverweise dachte.

    Schlimmer noch: Er kann sich an gewisse dieser Abhängigkeiten / Bekanntschaften gar nicht mehr erinnern!

    Und Gantenbein war sein Student. Ach so. Gaga, wenn Sie mich fragen.

  16. Da ja alle Personen die hier Kommentare schreiben es ja besser wissen sollte doch die Raiffeisen sie als Untersuchungsteam nehmen. Die Leitung hat LH. Bin davon überzeugt das alle neutral sind und wenn ich die Kommentare lese sicher auch besser sind wie Herr Gehrig. Vielleicht hätte Raiffeisen auch einfach LH und seine Leser fragen sollen wenn sie nehmen dürfen und wenn nicht.

    • Nüchtern betrachtet und den Konjunktiv bemühend ist es ganz einfach:

      Hätte der Raiffeisen-VR auf die Meldungen gehört, sich an die eigene Compliance gehalten, Anstand & Eier gehabt und seinen Job getan für das was er fürstlich bezahlt wird, wäre Raiffeisen kein öffentliches Thema sondern nur eine Interna.

      Hätte und würde die FINMA ihren Job gemacht haben und hätte dies zur Anzeige, gemäss ihren eigenen Vorgaben, gebracht und nicht solche luschen Deals mit PV abgeschlossen würde dies vom Durchschnittsleser auch ernst genommen. Ein Durchschnittsleser heisst per se nicht, dass dieser dämlich ist und 1+1 nicht zusammenzählen kann.

      Hätte, würde und könnte der ganze Raiffeisen-VR das gemäss ihren CV’s aufgesetzte Wissen einsetzen wäre es gar nie so weit gekommen.

      Die Politik hält offensichtlich, gem. Bilanz, gegen Geld still.

      Und offensichtlich ist die Staatsanwaltschaft Zürich die erste Stelle die ihre Verantwortung wahr nimmt, ihren Job macht, sich nicht korrumpieren, sich von diesen Blendern einlullen lässt und die Angelegenheit mal ohne wenn und aber durchzieht.

      Die Frage ist nicht ob’s wir besser machen könnten. Heutige 7-jährige halten sich besser an Regeln und haben mehr Anstand und Courage als der Raiffeisen-VR. Die Frage ist auch, wieso Kinder und Jugendliche sich in Zukunft weiter an Gesetze, Regeln und Anstand halten sollen, wenn es bestimmte eigene Eltern nicht tun und diese hierfür, mit Absicht, nicht zur Verantwortung gezogen werden.

      Würden sich gewisse Anwaltskanzleien an die Standesregeln halten und für Geld nicht vieles und mehr machen sähe es auch anders aus.

      Externe Revisionsstellen dito.

      Die HSG mit ihren staatlichen Zuwendungen im speziellen dito.

      CVP was soll man da noch sagen.

      Das Problem für uns ALLE ist: DIE CS & UBS etc. werden immer noch vom Ausland für ihre Verfehlungen zur Kasse gebeten. Bei Raiffeisen wurde ein gröberer Bock und mehr geschossen und diese HSGler, unsere Politiker, diese sogenannte Elite und internen und externen Kommunikationsberater mit all diesen Professoren können dies innert nützlicher Zeit nicht regeln und wieder richtig aufsetzen. Wie bereits geschrieben: Eunuchen, sie wissen wie’s man macht . . .

      Wieso wohl ziehen wir bei Verhandlungen im Ausland und mit der EU immer den kürzeren und WIR ALLE, ausser dieser Elite, zahlen die Zeche für diese Gier, Skrupellosigkeit und den nachgelagerten Dilettantismus.

      Das was wir hier sehen und erleben ist unsere sogenannte Elite welche die das von unseren Eltern und Vorfahren Erschaffene und all die Errungenschaften welche die Schweiz einst gross und stark gemacht haben mit Vollgas an die Wand fährt und hierfür Gutachten erstellen lassen. Dies ist die Realität.

  17. …Gehrig?
    Hier sollte eine Neutrale Wirtschaftsprüfungs-Unternehmen alle Missstände aufklären- und nicht et welche ehemaligen Kollegen, Parteifreunde, VR Kameraden, Golfclubfreunde, etc.. So wird der ganze Filz nie ein ende nehmen und zum schluss stehen die Genossenschafter vor dem Scherbenhaufen! Aus welcher Quelle kommt nun Gantenbein (HSG und Freund)? Es ist doch sehr interessant wie schnell ein Top Manager zur Verfügung steht wenn es brennt!

    Die Aussage von Gehrig, er hätte keine Beziehung zu den betroffenen- ist bereits ein negativ Punkt der am Schluss noch ganz andere Auswirkung hat! Nicht mal in dieser Situation können diese Herren dazu stehen!

    HSG Filz muss weg!

  18. Gibt es eigentlich einen Fehler, den Raiffeisen in der Causa Vincenz nicht macht? Nicht nur Dilettantismus sondern auch Geldverschwendung scheint in der Raiffeisen-Zentrale System zu haben.

  19. Der Professor ist ein Repräsentant des Filzes. Habe gestern schon erwähnt, dass er auch aus anderen Gründen nicht der richtige Mann für diese Aufgabe ist. Seine Zeit ist abgelaufen, danke für die Verdienste. Bei Swisslife und AWD schauen wir gnädig weg.
    Passend die Schalmeienklänge in der NZZ heute zur Person Gehrig. Offensichtlich braucht es weiterhin diesen Blog, damit die Missstände beim Namen genannt werden. Eigentlich ist es nicht zum Aushalten.

    https://www.blick.ch/news/awd-debakel-bei-swiss-life-der-1-milliarden-flop-von-bruno-gehrig-id2113548.html

    • Von aussen lässt sich immer leicht quaken, Wysel Gyr war damals sicher dabei!

  20. Wer hat noch nicht, wer …

    Schlicht und einfach grausig – da hilft auch ein Verweis auf andere Fälle (Julius Bär, Postauto,…) nichts.

    Das Ganze zieht sich durch bis in die Provinz mit Regionalbank und befreundeten Anwälten im VR…

    „ist der Ruf erstmal runiert, lebt es sich völlig ungeniert“ – wie gesagt, im Kleinen wie im Grossen, mit oder ohne Frauenpower, mit oder ohne CVP…

  21. Sehr geehrter Herr Hässig
    Vielen Dank für Ihre Berichterstattung. Das braucht Zivilcourage!
    Wenn es Sie und Ihren Blog nicht gäbe, würden die Manager und Politiker noch unverfrorener zugreiffen.
    Vielen Dank und weiter so!

  22. Tatsächlich kann man die Unabhängigkeit in Zweifel ziehen. Andererseits wird die Raiffeisen wohl nicht jemand nehmen können, der das Nest beschmutzt. Und so kennen wir das Outcome wohl jetzt schon: ein paar Bagatellmängel, unglückliche Kommunikation und dergleichen. Gisel streut sich etwas Asche aufs Haupt und dann ist die Sache gegessen.

  23. In der Schweiz gibt es unter den Politikern und Managern keine Unabhängigkeit. Jeder kennt jeden aus Wirtschaft, Verbänden, Vereinen, Studium, Militär und Politik. Im schlimmsten Fall schulden sich die Involvierten gegenseitig etwas oder aber im „besten Fall“ erhofft sich der Eine nur etwas vom Anderen (z. B. Job, Verwaltungsratsitz, Mandat, Netzwerk usw.). So oder so, es wird weiter gemauschelt und vertuscht. Wer tatsächlich glaubt, die Angelengenheit werde objektiv und sauber aufgeräumt, der glaubt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten.

    • Wir glauben alles was sie schreiben und ist eine wahre Schande für die Schweiz! Trotzdem, wollen wir glauben, dass der Gehrig als Glaubwürdiges und integres Mensch das richtiges macht: nicht weniger, nicht mehr!
      Es ist eine Schande auch, dass die Justiz immer wieder “ in dieser System lahmgelegt würde“. Wir kennen nur noch ein andere ähnlich Beispiel: Italien in den 90 Jahre bei “ Mani Pulite“… die haben eigentlich durchgegriffen und sind auch Leute gestorben dabei…
      Wann erwacht die wahre Schweiz? Es gibt zeichen, aber wie sie sagen, wennn nicht jetzt richtig geputzt wird… dann bleibt für immer so!

  24. Für mich stellt sich die Frage nach dem

    informellen, nicht ausformulierten Auftrag:

    soll er bestätigen, dass neben den bekannten Fällen alles in Ordnung war oder soll er explizit nach weiteren Verstössen gegen die getreue Geschäftsführung suchen?

    Im letzteren Fall, wird er sicher fündig werden. Falls geplant ist, den Bericht zu veröffentlichen, wird er tendenziell nichts weiteres finden, weil die aktuellen Raiffeisen Manager da „involviert“ waren.

  25. SBB-Pensionskasse, SRG, Postauto, Hochseeschifffahrt, Raiffeisen – was haben diese Problemfälle gemeinsam? Einen Bezug zur Filz-Partei CVP.

  26. Heutiger Artikel offenbahrt in wunderbarer Weise, dass eine unabhängige Untersuchungskommission in der Schweizer Filz GmbH quasi unmöglich geworden ist. Gerade im Finanzbereich ist die Verbandelung mit politischen Freunden, Anwälten, Berufskollegen epidemisch. Das gegenseitige Abhängigkeitsverhältnis mit Gefälligkeitsgutachten (……….), ist zu einem fein verästeltes Krebsgeschwür der Sonderklasse mutiert………

    Verständlich, dass dies der treuherzige, fit-gute Bruno Gehrig nicht wahrnehmen kann und will.

    Falls in der engen Schweiz keine unabhängige Person gefunden werden kann, so soll man diesen mutmasslich grössten Bankenskandal seit Chiasso in ausländische Hände übergeben.Am Besten in die Hände einer Neuseeländisch-Dänischen Untersuchungsbehörde. Beide Länder stehen da als die unkorruptesten Länder auf diesem Planeten………

  27. Gehrig, genannt Bruno: Ich bin ein Greis, weshalb ich weis‘ ; bin stark gealtert: lange abgehalftert! Genau genommen: wie verschwommen dies Mandat my God bestens zu mir stod im Filz zuhause, ach! Dass ich nur lach. Als Tischdekoration; bekomm ich Lohn.

  28. Der Schlafmützen VR in St. Gallen ist offensichtlich nicht intelligent genug, jemand wirklich Unabhängiges zu beauftragen. Nicht viel besser, als Vincenz damals selbst mit Filz-Forstmoser.

  29. … und weiter geht die Verbandelung – ein old boys network soll’s also richten? Die Farbe des Raiffeisenplatzes in St. Gallen sollte ganz stark auf die Gesichter der GL und des VR abfärben: Schamröte!

  30. Geben wir doch diesem Herrn Gehrig eine Chance. Wenn er IP kennt, wird er sich hüten unerklärbare Entscheide zu fällen, ausser er will auch noch seine Reputation und vielleicht noch mehr ganz verlieren? So wie die Lage jetzt aussieht, kann er nur noch auch mit in diesen Sumpf hineingezogen werden

    • @ Wunderfitz

      Seinen Ruf?

      Denn er – der Gehrig – lebt kaum nach der Maxime:
      „Und ist der Ruf mal ruiniert
      lebt sich’s gänzlich ungeniert.“

  31. Als Gehrig Vize Präsident der SNB war, versuchte ich, mit ihn in Kontakt zu treten, um ihn darüber aufzuklären, dass die Geldtheorie, worauf die SNB Geldpolitik basiert, fundamentale Irrtümer aufweise.

    Anwort von HSG Professor Gehrig: Er könne dies nicht beurteilen. Ich müsse Prof. Baltensperger fragen.

    Baltensperger, Ziehvater von SNB Chef Jordan und Erzmonetarist, die links ind rechts der Notenbank verwechseln, wimmelte ab.

    Gehrig holte auch Hildrbrand, den späteren Chef zur SNB.

    Gehrig ist für mich einer der Hauptversager bei der SNB.

    Marc Meyer

  32. War der nicht mal bei Swiss Life und hat den AWD deal eingefädelt? Und was wurde daraus und ist das der Richtige?
    Schöne neue Welt.

  33. Ein Feigenblatt! Dient nur dazu, Zeit zu gewinnen.
    Es soll Gras drüber wachsen. Gisel und sein Umfeld – obwohl untragbar – möchten weiter kassieren auf Kosten der Raiffeisenbanken.
    Warum lassen diese sich das bieten?

  34. Der Interims-VR-Präsident Pascal Gantenbein ist mit der Betrauung des „samt“ daherkommenden Bruno Gehrig schlecht beraten. Gehrig soll helfen, die ganze Sache zu „verwedeln“. In ganz St.Gallen schüttelt man seit gestern auch nur noch den Kopf, warum dieser Gisel nicht schon längst entfernt wurde. Gantenbein ist selbst schuld, dass er schon als „angezählt“ gehandelt wird. Offenbar ist Gantenbein heillos überfordert.

    • Prof Gantenbein Ordentlicher Professor für Finanzmanagement an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Basel und Studiendekan der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät Dozent für Corporate Finance an der Universität St. Gallen (HSG).

      Prof Taisch Unternehmer und nebenamtlicher Titularprofessor für Wirtschaftsrecht an der Universität Luzern, Fachrat an der Hochschule Luzern, Wirtschaft, Institut für Finanzdienstleistungen, Zug.

      Wow, solch eine geballte Ladung an Wissen und lehren dies auch an den Unis Basel, HSG und HSLU unseren zukünftigen Managern und Politikern.

      Tolle Aussichten für den Industriestandort- und den Finanzplatz Schweiz und das Bundeshaus.

      Wie kann ein Prof von Studenten verlangen was er nachweislich selber nicht bringt ?

      Die einzige verlässliche Konstante ist der Steuerzahler und Lukas Hässig.