China-Bank: Kaviar für Jordan, Ikea für Crew

Eröffnung von ICBC im Marriott mit Bundesrat und SNB – Hinter Fassade wenig Glamour: Chaos, Unterwürfigkeit, No Internet.

Gestern zelebrierte die ICBC, das grösste Finanzhaus des Planeten, im Nobelhotel Marriott an der Limmat feierlich ihre Eröffnungsparty. Wir sind hier, lautet die Botschaft.

SNB-Jordan, Bundesrat-Maurer: viel Prominenz. Die hat null Ahnung, was hinter der glänzenden Fassade des Schweizer Ablegers des China-Riesen tatsächlich passiert.

Dort, an der Nüschelerstrasse mitten im Finanz-Distrikt der Zürcher Innenstadt, herrschen Zustände wie von einem anderen Kontinent. Klar: von China.

Die Mitarbeiter, es sind rund 20 bis 30, kuschen vor ihren Vorgesetzten. Und diese kuschen vor dem grossen Chef: Mister Chen.

Der Mann sitzt im 3. Stock. Wie ein König, der Hof hält, empfängt Mister Chen Gäste und Angestellte. Die müssen alles stehen und liegen lassen, wenn Chen ruft.

Manche bringen ihm über Mittag gar das Essen. Auf leisen Sohlen in Trippelschritten eilen sie dann hoch zum ICBC-Statthalter. Dort erfahren sie, was sie anders machen sollen.

Vielleicht mit einem Bückling.

Die Stimmung unten, im 2. Stock, wo die Arbeitsameisen an ihren Ikea-Tischen sitzen, ist derweil gedämpft. Dort herrscht eigenartige Stille, gesprochen wir selten – und wenn, dann nur im Flüsterton.

Alles wartet, bis der grosse Chen sagt, was gilt. Das kann dauern. Eine Aufbruchstimmung wie in einem amerikanischen Tech-Startup herrscht jedenfalls nicht in den Räumen der Zürcher ICBC.

Ausser beim Kabelsalat am Boden. Wer diesen kritisiert, dem drohen strafende Blicke der eingeflogenen Vorgesetzten aus dem fernöstlichen Reich.

Die Geheimnistuerei hinter den Mauern des Ablegers der grossen China-Bank nimmt absurd anmutende Züge an. So ist für die Mitarbeiter das Internet verboten.

Keinen Zugang zum World Wide Web. Nur E-Mail ist erlaubt.

Surfen, Recherchieren, Lesen, sich schlau machen in der umfassenden Online-Welt, Compliance-Fälle aufspüren, PEPs – also Politically Exposed Persons – nachgehen?

Fehlanzeige bei ICBC.

Die fremde Kultur erreichte rund um die gestrige Eröffnungszeremonie einen Höhepunkt. Dieser zog Hinz und Kunz der Schweizer Prominenz an.

Aber keiner durfte davon wissen. Auf Anfragen rief eine Frau zurück. Sie sagte, dass sie nichts sage.

Wer nimmt alles an der grossen ICBC-Party teil? Dürfen wir nicht sagen. Wie viele Leute sind dabei? Dürfen wir nicht sagen. Der Event ist aber schon im Marriott? Dürfen wir nicht sagen.

Welcome to China. Eine Welt für sich, in der Offenheit und Kritikfähigkeit Fremdwörter sind, umgekehrt unbedingter Gehorsam über allem steht.

Und das finden offenbar alle gut. Jedenfalls liess es sich keiner der Geladenen nehmen, der ICBC-Führung gestern im Marriott die Referenz zu erweisen.

Bundesrat und Finanzminister Ueli Maurer strich in seiner Rede den Chinesen Honig ums Maul.

„Die kürzeste Verbindung zwischen 2 Punkten ist die Gerade“, meinte der SVP-Magistrat. Zwischen der Schweiz und China sei die kürzeste Verbindung „das Smile, das noch einen Bogen nach oben hat“.

Laut Maurer betont das Smile die Beziehungen zwischen den beiden Ländern „hervorragend“. Diese währten schon „68 Jahre“. Es sei wie mit Wein, der jedes Jahr besser würde.

Die Zürcher Wirtschafts-Regierungsrätin von der FDP, Carmen Walker Späh, hielt ebenso ein Referat wie Notenbank-Chef Thomas Jordan.

Die ganze Schweiz war da, die Chinesen hatten ihre obersten Köpfe nach Zürich eingeflogen. Heute schaltet die Bank grosse Inserate in den Zeitungen.

Darin preist sich die ICBC als Renminbi-Hub für die Schweizer Wirtschaft an; sie will also zur führenden Plattform des Finanzplatzes für Kommerz-Deals in der China-Währung werden. Ihre Webseite wirkt derweil noch wie Work in progress. Unter Jobs steht: „Information preparing.“

Kommentare

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  1. Alle „charakterfreien“ Kritiker, welche von der ICBC freundlicherweise zu ihrer Vernissage eingeladen wurden, outen sich jetzt als Schmarotzer, welche gerne gratis etwas essen und trinken. Die Chinesen werden sehr genau Notiz nehmen von diesen Kommentaren und entsprechend reagieren. Die Mentalität der Chinesen wird diese dummen und einfältigen Wortmeldungen zu verdauen wissen; aber nie vergessen. Es ist halt so, die Chinesen sind tüchtig und arbeitssam; die (betroffenen) Schweizer faul und selbstherrlich.

    • Mit diesen ‚Drohungen‘ wiederspiegelt ihr genau das Verhalten der Chinesen, nichts sagen, nichts kritisieren, nichts in Frage stellen, sonst drohen Strafen! Hey, wir sind immernoch in einem demokratischen Land wo Pressefreiheit gibt, ja vielleicht wird man in China gehetzt, von der Gesellschaft ausgestoßen aber hier gilt jeder hat eine Meinung! Es ist nur ein Blog, also hört auf zu Drohen und Angst einzujagen. Wir sind nicht in China und es wird auch nichts auf Chinaart gereglet!

  2. Die hinterfutzigste Art neuartiger Kolonialpolitik in Afrika, Asien und Lateinamerika betreibt China. Wie Heuschrecken saugen sie dabei Rohstoffe ab, überfluten die dortigen Wirtschaften mit Ramschqualität Made in China und ruinieren diese vollkommen, dabei geben sie auf die Zerstörung der Umwelt keinen Pfifferling, ausserdem gewähren sie vermeintliche Billigkredite, welche die betreffenden Länder dann politisch und wirtschaftlich zu ihren Geiseln machen.

    In Europa gehen sie intelligenter vor. Das Ziel ist es, europäische Patente, Knowhow und Technologie aufzusaugen, sei es durch Aufkauf oder Spionage. Das Endziel ist jedoch das gleiche wie in den Schwellenländern : die politische und wirtschaftliche Unterwerfung.

    Wie schrieb doch die China Tussi mit europäisiertem Name ($u$anne) hier im Kommentar ? «Entschuldigen sie sich sofort bei Mr Chen (!)»

    Den roten Mandarinen ist es wohl schon gehörig in den Kopf gestiegen.

    • Hier ist die von ihnen sogenannte Tussy Susanne. Ich schaeme mich fuer ihren niveaulosen Schreibstil und moechte nur noch anfuegen, dass China ohne Fleiss und den daraus entstandenen Reichtum alle die Firmen, welche sie gekauft haben, nie haette erwerben koennen. Dazu kommt, dass die Firmeninhaber im Westen, ihre aufgebauten Firmen sehr gerne moeglichst bald verkaufen wollen, um noch reicher und noch beruemter zu werden. Sie scheren sich einen Dreck um die Mitarbeiter und das Land. NB ich habe keine roten Haare und bin in keiner Weise mit Chinesen verbandelt; eigentlich schade!

  3. «Death by China» Confronting the Dragon.
    A global call to action (publiziert 2011).

    Prof. Peter Navarro

  4. Den Bückling machen ist unterwürfig, jedoch

    dass wir uns mehr und mehr nach Osten (China, Russland) ausrichten müssen, ist angesichts der AMERICA FIRST Politik des dortigen Präsidenten angezeigt und nachvollziehbar. Auch die Schweiz wird diese abstruse Handelspolitik im Aussenhandel negativ zu spüren bekommen.

    Wenn ein Präsident einer Grossmacht sich dermassen unberechenbar und egozentrisch aufführt, dann muss die Schweiz neue und verlässliche Handelspartner suchen und dieses Netzwerk zielgerichtet aufbauen.
    Denn die Verlässlichkeit der USA ist aussenpolitisch seit Trump nicht mehr vertrauensvoll gegeben.

    Kommt hinzu, dass dieser Präsident, der via seinen Schwiegersohn mittlerweile zum verlängerten Sprachrohr von Netanjahu und dessen Politik geworden ist, mittelfristig für noch mehr Instabilität in dieser Region sorgt.

  5. ICBC und CCB sind der Chinesische Staat. Primärmission dieser Banken sind politische Interessen / Repräsentation weniger jedoch profitabel zu funktionieren. Kenne Leute bdie bei einer der Chinesischen Banken in Zürich arbeiten; muss ein wahrer Horrorarbeitgeber sein; schlechte Führung, schlechte Stimmung insgesamt.

  6. Das Ueli dort ist dürfte klar sein. 1. Er ist immer dort, wenn es was Gratis gibt. Schmarozern liegt diesem Bauern im Blut. 2. Die $VP liebäugelt ja schon ewig mit einem „chinesischen System a la Gusto Blocher“. Diktatorische Regimes ziehen halt Diktatoren an. 3. Wusste Ueli überhaupt warum er dort war? Wohl kaum. Siehe erster Punkt. 4. Bücklinge und Schleimspuren legen kann er. Gelernt bei Blocher. Dort gilt auch nur eine Meinung. Und ohne Schleim wäre einer mit Diskalkulie nie Finanzminister geworden. Der einzige Schweizer der nicht rechnen kann wird Finanzminister. Ein Opfer der bürgerlichen Sparpolitik in Sachen Bildung. Ok. Bei Ueli hätte alles nichts genutzt. Bauer bleibt Bauer, abhängig von Subventionen die andere erarbeiten müssen. Schlicht: eine gaaaaaaanz traurige Figur, passend zu halbausländer Köppel, HESS Erich und Glarner. Die letzt genannten haben zwar nichts mit dem Artikel zu tun, aber ich finde, man sollte solche immer und immer wieder erwähnen um aufzuzeigen, von was für Blindgängern und Abzocker wie regiert werden. Gewählt von 30%. Nicht mal ganz 300000 Einwohnern von 8 Mio. Ein kleines Völklein, welche nicht mal Jubeln kann wenn die Schweizer Nati an der WM super spielt. Hoffentlich schiessen Shaqiri und Co die Schweiz ins 1/4 Final. Und für Parmelin als Sportminister müsste er ja Shaqiri dann noch Danke sagen und die Hand schütteln. Was für eine Schmach für diesen $VPler!

  7. Ich hatte zuviele Leute getroffen die von Asiatenhäusern angeheuert wurden. Und das Feedback war immer dasselbe: sehr hörig, kuschen um jeden Preis, keine eigene Meinung vertreten dürfen, Ameisendasei führen müssen, keine Rechte, Disziplin und Ordnung um jeden Preis, du bist nichts, nur er da oben ist etwas etc…

    Ich könnte davon Lieder singen. Mein Fazit: ich würde um keine Preis bei einer asiatischen Bank sein wollen. Lieber dann …..

    …ganz ganz schlimmer Zustände, einem wird jegliche Persönlichkeit genommen!

    • Aber doch genau so. Bei uns ist das natürlich ganz ganz anders. Wir sind demokratisch und jeder Mitarbeiter darf seine Meinung bis zur Kündigung ganz frei äussern. Jöh wie härzig!

  8. Die Chinesen sind erfolgreich. Die Europären können von denen lernen. Respekt vor den Vorgesetzten ist nur anständig. Die Forderungskultur bei uns bringt niemanden in die Zukunft. Rückbesinnung auf Werte ist gut. Ein Umdenken bei uns ist dringend notwendig. Aber wir kümmern uns ja lieber um Wirtschaftsflüchtlinge, die wir ein Leben lang durchfüttern, zulasten der noch arbeitenden CH Bevölkerung. Sowas gibt es in China nicht. Darum liegen die nicht so falsch bei der Bewältigung der Zukunft. China ist ein sozialistisches Land, ja eine „vernünftige“ Diktatur, davon könnten sich unsere Linken und Sozis eine Scheibe abschneiden. Gescheiter werden darf man immer.

  9. Das interessiert kein Schwein. Hier interessiert nur Raiffeisen. Und das Bashing dazu. Schlachten wir das Ross noch ein halbes Jahr aus.

  10. Das war doch bei den Japanern schon so gewesen – und ist immer noch so! Eine andere Mentalität gegenüber dem Chef und anderes Sozialverhalten in der Gruppe im Büro. Die angelsächsische Mentaltität entspricht auch nicht gerade dem, was der Schweizer als gutes Sozialverhalten versteht. Abgesehen davon: IKEA Qualität ist gute Qualität!

    • Ikea… aber in der grösste Bank der Welt?? Es war eher symbolisch gemeint von Herrn Hässig… Wenn Sie das nicht verstehen, lesen Sie lieber den Teletext statt diesen Blog.

  11. Müssten wir den Chinesen derart Honig ums Maul streichen, wenn wir Mitglied der EU wären. Sicherlich nicht, wenn wir nun diesem chinesen Bank-Ableger alles erlauben und die FINMA dort nichts zu suchen hat, wird das unseren Finanzplatz teuer zu stehen kommen. Es wird auch Frankfurt und Brüssel aufmerksam verfolgt, wie unterwürfig wir diesen Herren auch China gegenüber auftreten. Kein gutes Zeichen für die zukünftigen Verhandlungen mit der EU.
    Übrigens kann die FINMA ihren Beweis als Kuschel-Behörde mit den Chinesen erneuern und sich garantiert in der Aufsicht meilenweit hinter der EZB plazieren.
    Wir meinen ja, die Schweiz befinde sich mitten im Pazifik, wo wir jeden Tag singen „frei wie die Väter waren“!
    Warum dann dieser Kotau vor den Chinesen, als absolut unabhängiges Land mitten im Pazifik und die Welt uns völlig egal sein kann?

  12. Es ist eine grosse Aufwertung für den Finanzplatz Zürich, dass sich mit der ICBC die zweite chinesische Bank und notabene auch die grösste Bank der Welt hier niedergelassen hat. Herr Hässig spricht von einem „anderen“ Kontinent, etwas weit weit weg von uns, ja als würde die Welt noch wie vor hundert Jahren funktionieren. Grosse Neuigkeit: In der Zwischenzeit hatten wir sowas wie eine Globalisierung und die Welt ist klein geworden. Unser Finanzplatz steht auch mit Hong Kong, Singapur und Shanghai im Wettbewerb. Sind wir doch froh, wenn wir den Anschluss nicht verpassen…!!

    • Bald wird ihr Job von den Chinesen übernommenen – viel Glück auf dem RAV 😉

  13. Hatte mal Peking am Telefon. Ich wollte eine Auskunft, mein Gegenüber musste sich erst beim Vorgesetzten autorisierten. Irgendwas ging dabei schief …. oh, wurde das arme Bürogummi auf Chinesisch zusammengefaltet! – Ein Kollege, war mal kurz bei den Japanesen. Dort schloss der Vorgesetzte immerhin vor der europäischen Langnase die Milchglastür ehe ein Hagel Schläge auf den japanischen Untergebenen niederprasselte. Ich verzichte auf asiatische Weisheit, und wenn unser Buuren-Ueli jetzt auf China abfährt wie Wander-Blocher auf Nordkorea, dann werde ich auf meine alten Tage noch zum Trumpisten und fordere die ultimative Riesenzollmauer gegen die gelbe Welle.

  14. China ist eine Konfuzianische Gesellschaft, wie Korea und Japan auch. Da gehört der gezeigte Respekt zu den guten Umgangsformen. Unter der Oberfläche wird aber auch kontroverse diskutiert. Da Hamlet auch an einer Chinesischen Uni studiert hat, kennt er die diversen Facetten der fernöstlichen Verhaltensmustern. Aber seien wir doch ehrlich, vor den Mächtigen in einem Schweizer Unternehmer kuschen die Angestellten genauso. Wird da mit einem Ermotti offen und kontroverse diskutiert? Der gemeine kleine CH Mann und die kleine CH Frau bückelt in solchen grossen hierarchischen Institutionen genauso. In beiden Ländern ist es nicht gut es sich mit den Mächtigen zu verderben. Legen wir unsere Arroganz doch für einmal zur Seite. Und wie würde es einem Herr Vincenz in China gehen? Dazu sagt jetzt Hamlet besser nichts. Und der Herr Gisel? Der würde es nicht wagen auch noch die Öffentlich zu verhöhnen mit seiner zur Schau gestellten Inkompetenz. Seht da, ich kann tun was ich will und ihr könnt mir nichts. Ätsch, Bätsch. Dort wäre Schämen angesagt.
    Auf der anderen Seite gibt es auch in China sehr lebhafte Start-ups, viele junge Leute und neue Firmen mit sehr progressiven Umgangsformen und Arbeitskulturen. Und was diese Leute denken und machen darüber würde sich noch mancher Schweizer wundern und nicht unbedingt dort erwarten.
    Herr Chen hat einen strategischen Auftrag, den RMB neben dem Dollar als Weltzahlungsmittel zu etablieren. Das geht nur mit Fokussierung und Disziplin. Es spricht für die Schweiz dass sie für China ein Strategischer und Technologischer Partner ist. Unsere Führung legt genau das Verhalten an den Tag das ich von ihr auch erwarte. Hamlet möchte den Wohlstand der Schweiz erhalten und das hat schon immer neutrales und kluges Handeln vorausgesetzt. Die Schweiz ist kein Weltpolizist und Welterzieher, diese Rolle spielen auch schon andere und solche die es sich von der eigenen Grösse her auch leisten können. Den grössten Einfluss üben wir eh damit aus so zu sein und zu bleiben wie wir sind. ICBC und Mr. Chen und Mitarbeiter, willkommen in der Schweiz!

    • Viel Widersprüchliches in diesem Kommentar. Zunächst, Chinas Unternehmen sind massiv überschuldet, die Zentralregierung lässt Unternehmen, darunter auch Start-ups, nach völlig intransparenten Kriterien Pleite gehen. Staatliche und private chinesische Unternehmen krallen sich gute europäische Unternehmen und etablieren darin chinesische Unternehmenskultur. Diese wird in the long run zum Scheitern verurteilt sein, weil die Menschen dabei nicht mitspielen werden; die Europäer nicht, weil sie subtilen passiven Widerstand praktizieren, die Chinesen nicht, weil sie es meist nicht drauf haben. Jahrhunderte alte Kotaukultur taugt in der heutigen Zeit nicht mehr für Spitzenleistungen. Leider sind die Chinesen nicht sehr lernfähig diesbezüglich. Würden sie sich ein Beispiel am Niedergang Indiens während der 350-jährigen Beherrschung durch das Brit. Empire (davon 90 Jahre als Kronkolonie, davor mit staatlicher Billigung unter der Kontrolle der East India Company) nehmen und in ihrem Expansionsdrang die Menschen (in diesem Fall vor allem die eigene Bevölkerung) fördern und miteinbeziehen hätten sie vielleicht eine Chance. Wir Europäer müssen aufpassen, dass wir uns nicht wegen des schnöden Mammons zum Affen machen lassen; natürlich ist bei uns auch die Politik gefordert, leider bin ich da nicht sehr optimistisch – aber man darf noch hoffen! PS. Ich spreche aus Erfahrung, kenne China in-und auswendig; zur Zeit setze ich mehr auf Indien, das seit der Unabhängigkeit vor rund 70 Jahren einen phantastischen Aufstieg hingelegt hat mit nach wie vor grossem Potenzial.

    • @The Observer
      Ihr Beitrag beginnt schon ziemlich im Offside: sie sagen viel Widersprüchliches in diesem Kommentar, schreiben dann aber ausschliesslich über Themen die im Kommentar gar nicht vorkommen. Dann behaupten sie dass sie China in und auswendig kennen? Ja vielleicht so wie Patrik Gisel die Raiffeisen Geschäfte kennt. Sorry, konnte mir den Kalauer nicht verkneifen. Jedenfalls ist ihre Kommentar eine Sammelsurium von oberflächlichen und falschen Platitüden. Das heute reale China scheinen sie nicht zu kennen, weder aus persönlicher Erfahrung noch als seriöser Beobachter. Trotzdem werde ich auf ein paar Punkte eingehen: China ist ein Land mit 1.4 Milliarden Menschen mit einer 5’000 Jahre alten Hochkultur. Der Chinese ist wissensbegierig, fleissig und geschäftstüchtig. Zudem ist er nicht aggressiv. Das Land hatte im 20 Jahrhundert ein ziemliches tief, auch wegen sehr schlechtem „Management“. Doch der Aufbau der letzten 20 Jahre ist beispiellos. Eine Top-Infrastruktur, viele hoch-kompetitive Unternehmen, eine aufblühende eigene Wissenschaft, und 450 Millionen Menschen die aus der Armut geholt wurden. In der Zwischenzeit die zweitgrösste Volkswirtschaft der Welt. Das Land betrachtet sich immer noch als Entwicklungsland, das sagen die Chinesen selber, weil es immer noch ein grossen Gefälle im Land selber gibt. Doch das ist nur eine Frage der Zeit. Die Überschuldung der Unternehmen im Allgemeinen sind nicht grösser als in Europa oder den USA, diese Behauptung ist falsch und kann mit Zahlen widerlegt werden. Eine Ausnahme sind vor allem die grossen und unrentablen SOE (State Owned Enterprise). Hier ist die Regierung sehr vorsichtig weil davon Millionen von Arbeitsplätzen abhängen. Soziale Aspekte müssen bei der staatlichen Wirtschaftspolitik immer berücksichtig werden. Und China konnte noch nicht ein Sozialsystem wie die Schweiz aufbauen, das wird noch eine Generation dauern. Doch solche halbstaatlichen Unternehmen am Steure-Tropf haben wir auch in der Schweiz, wenn auch nicht so extrem. Tiefe Inflation, tiefe Arbeitslosigkeit und wirtschaftliches Wachstum ist das Ziel jeder Regierung und jeder Notenbank. Die Chinesen sind da keine Ausnahme. Das grösste Schuldenproblem sind die lokalen Regierungen (Provinz und Bezirksebene) wo eben auch extrem viel in die Infrastruktur investiert wurde. Dafür fahren sie auch mit 350 km/h durchs ganze Riesenreich während wir in der Schweiz noch mit 80 km/h von St. Gallen nach Zürich oder von Zürich an den Gotthardbasis Tunnel kriechen. Die Chinesen haben das alles selber aufgebaut und bezahlt, es gab keine Entwicklungshilfe. Natürlich haben sie auch Westliche Technology gekauft und in einzelnen Fällen auch gestohlen, doch sie wurde dann auch gekonnt angepasst und eingebunden. Hamlet ist aber überzeugt dass sie bis in 20 Jahren auf einigen Gebieten auch Technologieführer aus eigener Kraft werden. Das ist jedoch gut für uns denn das Motiviert wieder selber mehr Anstrengungen zu machen. Viele Märkte in China haben natürlich noch nicht die OECD Reife erlangt, aber das Aufholen ist beeindruckend. Anpassungen, auch in den Regulierungen werden ständig getroffen, auch im Aufbau eines inländischen Finanzmarktes. Der Anteil der Serviceindustrie am BIP ersetzt mehr und mehr die Investitionen Und da kommen auch die Millionen von jungen und gut ausgebildeten Fachleute, Unternehmer und Wissenschaftler ins Spiel. Von blinder Unterwürfigkeit ist da nicht mehr als in der Schweiz zu spüren. Haben sie einmal eine Dienstmädchen Verordnung von 1890 in der Schweiz gelesen? Da wird noch die Zucht mit der Rute empfohlen bei zu grosser Aufmüpfigkeit. Einfach soviel zum Thema jahrhundertlange Kotau-Kultur. China ist eine Autokratie, kein Zweifel, aber jetzt die Chinesen als dumpfe Befehlsempfänger hinzustellen hat nichts mit der Realität am Boden zu tun. In China ist es nicht anders als in der Schweiz, von genialen Denkern und Unternehmer bis zum eher einfachen Routine Arbeiter gibt es alles, einfach alles mal 30. Die Demokratie Indien ist in der Zwischenzeit um den Faktor 8 hinter China zurückgefallen. Das haben sie aber scheinbar nicht mitbekommen. Wie jedes Land hat auch China Missstände, wer aber eine Raiffeisen Affäre hat und das Verhalten der Mächtigen dazu (inklusive Mainstream Presse und Regulator), der sollte im Moment nicht auf China zeigen. Ich weiss alte Gewohnheiten, aber wenigstens muss man die Himmelsrichtung nicht ändern, St. Gallen liegt auch im Osten.

    • Hier scheint die Trollfabrik bereits aktiv zu sein. Diese Markteintritte sind perfekt orchestriert.

    • Das hat System. Ist halt Schluderli-Journalismus. Für geschaltete Weininserate reichts aber vollkommen.

    • @Lehrer; händ Sie no öppis zum bitrag wele säge, oder tünd sie nur korigiere?

  15. Der Haessig(e) hatte gestern offenbar zu heiss. Dass er nicht zu den Promis gehoert und bei der Eroeffnung der ICBC in Zuerich nicht eingeladen wurde ist ihm in den falschen Hals geraten und er macht einen Rundumschlag gegen diese. Haessig weiss, woher die Moebel der Bank stammen, dass der Chef oder “Koenig”, wie er ihn nennt, sich von den Angestellten unterscheidet (kommt bei jeder Schweizerbank ja nicht vor!) und weitere Banalitaeten, welche in China ueblich sind und zum Erfolg dieses fleissigen Volkes beitragen. Haessig, wenn sie ein bischen Niveau haben, entschuldigen sie sich schleunigst bei Mr. Chen fuer ihren widerwaertigen Beitrag. Wenn nicht, wird Mr. Chen sich zu wehren wissen, auf Chinaart!!

    • Susi: kräftig durchatmen – die Medis nehmen, jetzt – Umlaute auf der Tastatur suchen – happy day.

    • Auch Ihre Reaktion ist etwas gar harsch, vielleicht gar etwas eigen – artig…:-)

    • S. Meyer: als die CS in Peking ihre Niederlassung eröffnete und dies im, damals, neuen Mövenpick-Hotel gefeiert wurde, hatten alle geladenen Gäste nach dem Apéro und Lunch einen gewaltigen Dünnpfiff; quasi der Beginn des von der CS in den Folgejahren dort erarbeitete cashflow. Wie Chiang Kai Tschek immer sagte: only fools trust the communists. Instant replay im Marriott.
      PS: auch ich bekam den …!!!

    • @Susilein: wurde der Text etwa von der ICBC Tastatur geschrieben 😉

    • @Tokter
      Es gibt eben auch Leute, welchen ihren Apple in den USA gekauft haben, anlässlich eines Ausland-Training-Programms mit dortiger Tastatur. Wie sie ersehen,habe ich noch ein weiteres Apple – Modell mit der Eidgenossentastatur. N.B. Ihr Einwand zeigt deutlich den hoffnungslosen Bünzli, den sie mustergültig darstellen.

    • @Insider 2 too
      Wenn ihnen meine US-Tastatur nicht passt, verduften sie, ausser sie haben etwas konstruktives zum Thema beizutragen, was offenbar nicht der Fall ist.

    • @Industrie Heini
      Wenn sie den “Duenn…..” im Moevenpick-Hotel aufgelesenhaben, reklamieren sie dort und nicht bei den Chinesen. Eine grosse Schadenfreude meinerseits bleibt!

    • @Susilein: haben Sie denn schon einen Chinesischen Namen bekommen als stolze Mitarbeiterin? Habe letztens eine Visitenkarte von einem CH-Mitarbeiter bekommen, vorne deutsch hinten Chinesisch… Dies zeigt eindeutig, wie sehr dort Hirnwäsche betriebene wird und wie die Identität einfach ‚asiatische‘ gemacht wird. Namen sollten Namen bleiben und kann man nicht übersetzten in eine fremde Sprache. Vorschlag an Sie: Tan- Sus? Sus- Tan? Ha-ha-ha

  16. Ist klar, was diese Bank im Schilde führt. Die nisten sich jetzt ein und werden unsere beiden angeschlagenen Grossbanken, CS und UBS heimlich durch die Hintertür übernehmen. Chinesen sind schlau, sie lassen andere streiten und schlagen ganz plötzlich zu. Syngenta und Co. lassen grüssen.

    • Wenn wir Glück haben, übernehmen die Chinesen gar Raiffeisen! Nur schon, um die beiden PGs loszuwerden, wäre es dies wert.

    • Nur keine Schadenfreude an dieser Stelle aufkommen lassen. Das Reich der Mitte und die chinesische Kultur haben seit mehr als 3‘000 überlebt und werden weiterleben. Kritik ist für Vhinesrn ein Andporn noch besser zu werden. Wir Westler sollten aufpassen, dass unsere Zivilisation und Kultur nicht untergehen. Aber wir sind ja alle zu bequem etwas zu leisten. Unsere Stärke ist das Schwazen. Langfristig bringt das uns nicht weiter.

  17. China ist kein Kontinent, und die Verwendung einer automatisierten Rechtschreibprüfung sollte zum Grundwerkzeug jedes hässigen Schreiberlings gehören.

    • Vor ‚und‘ ein Koma…? du Schlaumeier. Hauptsache du konntest den Inhalt auch irgendwo einordnen.

    • @ Friday: Mit den Regeln der Primarschule Hintertupfigen kannst du auf IP nicht bestehen.
      Merke: Werden zwei selbstständige Sätze miteinander verbunden, kann – muss aber nicht – ein Komma vor und gesetzt werden.

    • @Friday: Da nach dem „und“ ein ganzer Satz folgt, kann man seit der Rechtschreibreform ein Komma setzen oder auch nicht. Man hat die Wahl!

  18. Erst kriecht Krypto-Ueli, der Panama-Spialist, dem Johann Gevers auf den Leim, dann dem orangen Potus in den A……..sten und jetzt sind noch die Chinesen dran ….