Ermotti droht Blog mit Klage wegen Cisullo-Story

UBS-CEO lässt Anwalt von Kette: Nicht wahr, irreführend – Ticino-Banker will nicht Schuld sein an Deal mit umstrittenem IT-Investor.

Sergio Ermotti versteht keinen Spass, wenn es ums Thema Claudio Cisullo geht. Der Mann, der ein Strafverfahren wegen Beamten-Bestechung mit Wiedergutmachungs-Zahlung erledigt hat.

Gestern um 22 Uhr 36 meldete sich der Anwalt. Dieser agiert als Mandatierter der UBS.

Die Story „Cisullo fliegt Ringier und UBS um die Ohren“ enthalte „persönlichkeitsverletzende, wahrheitswidrige und irreführende Passagen“, schreibt der Anwalt, und fordert Anpassungen.

Insbesondere müsste der Begriff „merkwürdig“ rund um den Deal der UBS mit Cisullo von 2013 verschwinden. Damals überliess die UBS ihren Einkauf mit einem jährlichen Milliardenumsatz für 0 Franken und für 10 Jahre dem Investor.

Der hatte sich zuvor in der UBS eingenistet, mit Büro im 3. Stock der UBS-Zentrale an der Zürcher Bahnhofstrasse. Selbst nach dem Einkaufs-Deal blieb Cisullo auf der Honorarliste der UBS. Er hatte einen Beratervertrag. Für die weltweite Vermögensverwaltung betreute er das Projekt „Circle“ für die reichsten UBS-Privatkunden.

Der UBS-Anwalt stört sich neben einzelnen Wörtern an Formulierungen, wonach der UBS-Chef himself die Auslagerung des gesamten Einkaufs an Cisullo beschlossen hätte.

„Diese Aussagen sind tatsachenwidrig“, hält der Jurist fest. „Richtig ist, dass die angesprochene Transaktion von der gesamten Unternehmungsleitung sowie den zuständigen internen Fachstellen geprüft und bewilligt worden ist.“

Der nächtliche Juristen-Brief aus der Kuppel der Grossbank hat denn auch als zentrales Ziel, ein für allemal den Eindruck aus der Welt zu schaffen, dass Sergio Ermotti entscheidend für den Gratis-Verkauf an Cisullo gewesen sei.

„Im Artikel verwechseln Sie – offensichtlich bewusst mit dem Ziel, implizit die Corporate Governance der UBS in Frage zu stellen – mehrfach Handlungen von Herrn Sergio Ermotti mit solchen der UBS als juristischer Person.“

Das gehe nicht, findet der UBS-Anwalt. „Das unterstellte eigenmächtige Vorgehen von Herrn Sergio Ermotti ist dementsprechend tatsachenwidrig und persönlichkeitsverletzend.“

Der Text müsse sofort angepasst werden. „Namens und im Auftrag unserer Klientschaft fordern wir Sie auf, die erwähnten Forderungen unverzüglich umzusetzen und den Artikel anzupassen.“

Man soll bestätigen, dass „die widerrechtlichen Passagen und Unterstellungen vollständig entfernt bzw. korrigiert“ würden, und zwar „spätestens bis (…) Dienstag, den 26. Juni 2018, um 10.00 Uhr“.

Selbst dann könnte die UBS einen Prozess gegen das Medium anstrengen. „Unsere Klientschaft behält sich sämtliche Rechte (insbesondere zivil- und strafrechtliche Schritte) vor.“

Claudio Cisullo war zur Zeit von Ermotti-Vorgänger Oswald Grübel zur UBS gestossen. Massgeblich war Ulrich Körner, Grübels Mann für den Wiederaufbau der Grossbank nach deren Subprime-Nahtod.

Körner und Cisullo sind enge Vertraute. Sie gehen gemeinsam an Oldtimer-Rennen.

Körner hatte die Federführung für das Outsourcing des UBS-Einkaufs, mit dem die Grossbank bis 120 Millionen pro Jahr einsparen wollte.

Ermotti unterstützte das Projekt namens „Central Buying Entity“ (CBE). Unter seiner Sitzungsleitung wurden im Herbst vor 5 Jahren die Weichen gestellt.

Statt die CBE wie vom zuständigen Einkaufsteam vorgeschlagen zu einer „Konzerngesellschaft“ unter dem Dach der UBS zu machen, die für alle Divisionen des Finanzmultis einkaufen würde, wurde der UBS-Einkauf einem Externen übergeben.

Und zwar Cisullo und seiner Chain IQ. Der Italo-Schweizer bezahlte nichts dafür, es gab keine Ausschreibung. Dafür landeten zwei der UBS-Dealmaker später in Cisullos neuem Topteam.

In der UBS-Präsentation von 2013 war festgehalten, dass niemand aus den Reihen der Schweizer Grossbank sich an der neuen Firma beteiligen würde.

Der Vertrag mit Cisullo wurde von ursprünglich 7 auf 10 Jahre verlängert. So lange band sich die UBS an Cisullo und verpflichtete sich, über dessen Chain IQ einzukaufen.

Die Idee war, dass weitere Firmen dazu stossen würden, um noch günstiger einzukaufen. Das geschah nur teilweise, dafür kürzte die Chain die Löhne und strich eine Kaderstufe.

Die Aushändigung des ganzen Einkaufs an Cisullo gab in der Konzernleitung zu reden. Der damalige Finanzchef und heutige Co-Leiter der Vermögensverwaltung, der Amerikaner Tom Naratil, forderte einen Preis von rund 30 Millionen.

Warum die UBS-Spitze den Einkauf zuletzt doch gratis an Cisullo übergab, ist nicht klar. Sicher ist, dass dieser Entscheid unter dem Oberkommando von CEO Ermotti fiel.

Inzwischen laufen die „strategischen“ Einkäufe der UBS wieder direkt über die Bank. Dies hat die neu dafür zuständige Sabine Keller-Busse entschieden.

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122 Kommentare zu “Ermotti droht Blog mit Klage wegen Cisullo-Story

  1. Steuerrechtlich muß bei einer Schenkung Schenkungssteuer abgerechnet worden sein.

    Und zwar geht es bei der Bemessung der Schenkung immer um den wahren Wert. Bei einer Immo ist das

    Ist mir mal passiert, als ich für eine Firma nach langem Verhandeln eine Liegenschaft unter amtlichem Schätzwert kaufen konnte, daß das Thema aufkam.

    Und ich kannte die Verkäufer nichtmal, hatte die beim Grundbuchtermin zum erstem mal in meinem Leben gesehen. Also nicht so ein Gemauschel wie hier, ich hatte einfach den Preis – das Grundstück hatte keine Zufahrt und andere Gründe gab es – runtergehandelt.

    Ich saß aber weder mit eigenem Büro und Beratervertrag bei dem Verkäufer mitdrin, geschweige denn kannte ich diese Leute.

    Was ich mich wirklich frag, ob hier die Schenkungssteuer bezahlt wurde.

    Abgesehen davon, daß seitens des zuständigen Steueramts auch zu prüfen wäre, wer wirklicher Nutznießer der Schenkung ist.

    Also ob der Nutznießer des Geschenks überhaupt die juristische Person ist oder nicht viel mehr natürliche Personen sind (die juristische Personen vorschalten, weil sie nicht namenlich auftauchen wollen; Pierin hat das ja auch so gemacht und ganze Kontrukte an Firmen privat und geschäftlich geführt bzw. führen lassen)

    Es dürfte interessant werden, zu erfahren, wer dort alles Beteiligungen / Unterbeteiligungen / versteckte Beteiliugungen hat.

    Aduno und Co lassen grüßen.

  2. Was noch niemand berichtet hat: Cisullo‘s damalige Vertraute war Peer von Nicole Patch und ebenfalls an Fregonas rapportiert und vermutlich auch an CEB mitgearbeitet.
    Herr Hässig: Sie haben bis anhin nur die Spitze des Eisbergs gesehen resp berichtet.
    Bleiben Sie am Case! Sie werden es nicht bereuen.

    • Die Erwähnte war nur ein kleiner Fisch. Die Grossen wechselten von der UBS zur Chain IQ.

    • Ich empfinde es als äusserst heikel, wenn jemand an einem Outsourcing Projekt mitarbeitet welches dann an den Bekannten geht. A wurde erst auf Empfehlung (Druck?) von Körner bei T angestellt, erst später ui EF gewechselt.
      Aber UBS Pressestelle hat je gemeldet, dass Corproate Governance eingehalten wurde. Selbstverständlich, wer würde das auch nur anzweifeln…

  3. Die Pressestellen liefern sich einen heissen informellen Wettbewerb darum, wer inkompetenter agiert.
    Der Wanderpokal dieser Woche geht klar an die UBS. Story von Montag: 44 Kommentare. Story von Dienstag (Aufhänger: Druckversuch des Medienanwanwalts zu Story von Montag): 117 Kommentare, Top-Story. „Thema Nr. 1“ in allen Restaurants und Bars des Finanzplatzes.
    Zum nachlesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Streisand-Effekt
    Oder auch die bewährte Praktiker-Regel: „Druckversuch auf Journalisten = Der Kerl ist schuldig“

  4. Wenn die feinen Herren Manager und Politiker sich früher verschämt über kleine Sensatiönchen da und dort informieren wollten, haben sie eben „NZZ mit“ gekauft. Da war die NZZ das Deckmäntelchen um den ‚Blick‘. Den wollte man damals nicht mal mit Glacehandschuhen anfassen. Heute nimmt IP die Rolle des damaligen Blick ein. Alle lechzen nach dem Blog, aber keiner will offiziell etwas mit dieser Publikation zu tun, geschweige denn sie gelesen haben. Gell Sergio Ermotti? Den ‚Blick‘ braucht man heute etwa so sehr wie eine Grippe. Im Unterschied zu IP. Lang lebe IP!

  5. Schon fast jenseits, wie da geschäftet wird. Da kennt man sich vom Oldtimer-Treffen, gibt sich als Blender zu erkennen und schon bezieht man einen strategisch wichtigen Posten in einem internationalen Konzern. Früher hob man noch langjährige, treue Mitarbeiter in solche Positionen auf.
    Aber genau diese Blender sind es dann, die ganze Konzerne in den Ruin treiben.

    • Ehrlich gesagt: wer liest noch Blick wirklich? Mindestens früher gab noch schöne Bilder, aber heute ist 20 min ziemlich besser….
      Für mich ist diese Zeitung nur ein Sympthom für dekadente Gesellschaft…. Gott rettet uns…so auch Maradona gestern Abend…😂😂🤣🤣

    • Echte Recherche-Journalisten gibt es in der Schweiz vielleicht noch eine Handvoll, wenn überhaupt. Hässig ist der „König“ unter ihnen, weil er unabhängig ist und fast täglich überrascht. Alle anderen haben nur Schiss, sie könnten ihre Stelle verlieren oder einen Werbekunden brüskieren. Ohne Werbung keine Zeitungen. Mit Journalismus alleine verdient in der Schweiz keiner mehr Geld. Da lobe ich mir die „FT“ und andere angelsäch. Medien. Dort arbeiten Profis und keine Verkäufer.

  6. Die UBS reagiert auf diesen fundierten und detailreichen Bericht gleich wie Raiffeisen vor 2 Jahren: Sie ballert mit Allem, was sie hat (Winkeladvokaten und Presse-Fuzzis) auf den Journalisten. Die Finma geht in Deckung. Die Revisionsstelle (EY) sieht sich nicht zuständig. Der VR (der im Lichte der vorliegenden Informationen ja sofort eine unabhängige Untersuchung starten müsste) schläft. Die restlichen Medien schweigen die Geschichte tot und zerstören damit weiter ihre Glaubwürdigkeit.
    Ich hoffe ganz fest darauf, dass nun ein paar aufrechte und ehrliche Menschen Infos zusammen fassen, Dokumente ausdrucken und diese in einen Umschlag stecken und Hässig zuschicken.
    Dann geht die Sache gut raus.

  7. Für diejenigen die sich noch wundern warum er (neben der UBS) geschützt wird; aus Wikipedia:

    -Claudio Cisullo hat seit 2013 ein Verwaltungsratsmandat bei der Ringier AG

    -seit 1. Januar 2016 ist er Mitglied des Verwaltungsrates der Ringier Axel Springer Medien Schweiz AG

    -Im Verwaltungsrat der Vermarktungsfirma Admeira, einem Joint Venture von Ringier, der SRG und Swisscom ist er seit 4. April 2016 Mitglied

    zuvor:
    -Verwaltungsratsmitglied der Swisscom IT Services
    -Mitglied des Advisory Board der Schweizerischen Post

    • Und auch wenn er 700 Verwaltungsratsitze inne hat, er war mir nie und wurde mir nie sympatisch und das habe ich ihn über Jahrzehnte wissen lassen bis er mich mal ganz entnervt fragte ob ich eigentlich etwas gegen ihn habe (na wissen Sie jetzt wer ich bin?, Ich weis er liest die Kommentare). Ich habe sehr freundlich und dezent geantwortet und hoffte dass er diese Antwort nun endlich ein für allemal verstand. Bei mir hatte er mit seiner Art und Weise auf Granit gebissen weil für solche Menschen habe ich ausserordentlich feine Antennen und ich bin noch heute stolz darauf. hehe häsch halt nöd alles übercho was häsch wellä, bi mir uf jedä Fall nöd, und ich weis das sitzt unheimlich tüüf und hät dä Charakter nur no meh gfestigt, wiä au immer dä isch. By the way, I live now in Costa Rica and send you my dearest greetings

  8. „Claudio Cisullo hat seit 2013 ein Verwaltungsratsmandat bei der Ringier AG“

    „seit 1. Januar 2016 ist er Mitglied des Verwaltungsrates der Ringier Axel Springer Medien Schweiz AG“

  9. «Ich mache ihm ein Angebot, das er nicht ablehnen kann.»

    Don Vito Corleone (Marlon Brando, in der Verfilmung des Romans von Mario Puzo)

  10. Your legacy should be that you made it better than it was when you got it (Lee Iacoca) ..

    Der Zeithorizont reicht schon lange aus, um die ‚Leistung‘ des aktuellen UBS-Mngmnt zu beurteilen. Da nützen auch keine Ablenkungen und Drohungen ..

    MfG Industrial

  11. Na, das hat doch was!
    Offensichtlich ist Ihr Blog den edlen Herren in einer der grössten Banken dieses Landes so wichtig, dass sie sich veranlasst sehen, sogar zu nächtlicher Stunde Ihre Arbeit zu verfolgen. Vielleicht sollten Sie in dieser Angelegenheit ein wenig intensiver bohren und den seltsamen Vorgang sorgfältig im Auge behalten. Bei soviel Geschrei wird man ja geradezu aufmerksam auf das seltsame Gebaren in den Teppichetagen.
    Herzlichen Glückwunsch! Sie scheinen wieder einmal getroffen zu haben.

  12. Also ich fand es nicht so verkehrt in dem Stall….durfte zwar nicht so lang bleiben aber schön war es! Gruss an den Hightower!

  13. Warum steigt hier nicht der Blick auf diese Story auf? Wo gibt es in der Schweiz Banken, die den Einkauf GRATIS an eine IQ Firma übertragen?

  14. Ich halte die Reaktion der UBS für ausgesprochen verdächtig.
    Was tut man normalerweise, wenn man auf ein mögliches Missverhalten aufmerksam gemacht wird? „Vielen Dank für den Hinweis. Wir nehmen die Sache sehr Ernst. Wir werden die Angelegenheit untersuchen“.
    Weiss man etwa, wie das Ergebnis der Untersuchung ausfallen wird? Versucht man darum, den Warner (LH) mundtot zu machen?
    Die Argumentation mit dem „personalisieren“ ist völlig lachhaft. Wenn es gut läuft, dann tut jeder CEO so, als wäre er allein verantwortlich. Dann muss er halt auch den Kopf hinhalten, wenn es mal schwierig wird.
    Herr Hässig, bleiben Sie bitte dran!

  15. ChainIQ reimt sich heut auf Kuh: Ein dotierter Anwalt macht Muh 😂. Ein Rindvieh an der Kette hängend: Die Hitze steigt, es wird anstrengend! Dabei war alles ‚koscher’ eingefädelt, Ermotti hat purli-munter zu gewedelt! So, fraternal ein Syndikat entstanden: Cisullo, der Alte, konnte sicher landen. Inside Paradeplatz blieb nichts geheim: Die drei Italiano, hier trügt der Schein, 😇 sind gerade dabei, sie werden stolpern! Da hilft gar nichts, noch ein lautes Poltern!

  16. «Irgendeinmal, möglicherweise aber auch nie, werde ich dich bitten, mir eine kleine Gefälligkeit zu erweisen.»

    Don Vito Corleone (Marlon Brando, in der Verfilmung des Romans von Mario Puzo)

  17. Schon die BAZ sagte vor fast 6 Jahren, dass Sergio Ermotti für die Einleitung des Outsourcing an Chain IQ verantwortlich war… überall auf dem Internet nachzulesen. Hat Ermotti die BAZ auch auf Kosten des UBS-Aktionärs verklagt?

    Ermotti, verfolgt von den Geistern der Vergangenheit… ich kenne da noch so einen Fall. Sein Name reimt sich auch Wirsehenihn Nirgends. Ha.

    aus: Basler Zeitung online: Ermotti kämpft gegen interne Feinde; 14.10.2012;

    http://bazonline.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Ermotti-kaempft-gegen-interne-Feinde/story/13730444

    UBS-Chef Sergio Ermotti verschickte einen Brief an alle Mitarbeiter. Er ist in ungewohnt zornigem Ton verfasst. Bei der Bank scheint sich ein interner Machtkampf abzuspielen.

    In einem am Samstagabend überraschend verbreiteten Communiqué deutet Konzernchef Sergio Ermotti ein Klima bei der UBS an, das von Intrigen und Selbstsucht geprägt ist. Ermotti wehrt sich in dem Schreiben gegen Spekula­tionen zu seinen strategischen Plänen. Er sei «persönlich enttäuscht, weil es Leute in der Bank gibt, die unverantwortlich oder lediglich in ihrem eigenen Interesse handeln, indem sie zu diesen Spekulationen beitragen.» Kommentieren werde er diese aber nicht, «ganz egal, ob sie falsch sind oder auch wahre Elemente beinhalten».
    Zuvor hatte der «Tages-Anzeiger» Pläne publik gemacht, nach denen die UBS das Budget der ­Informatik massiv reduzieren will. Von den weltweit insgesamt 8200 Stellen in dem Bereich könnten bis zu einem Drittel abgebaut werden.

    Die IT-Reform ist Teil der von Ermotti eingeleiteten Industrialisierungsstrategie. Diese wird von Ex-Swisscom-Mann Eros Freganos und dem externen Berater Claudio Cisullo umgesetzt. Das Duo ist laut der «SonntagsZeitung» UBS-intern hoch umstritten. Den beiden werden Arroganz und fehlendes Fachwissen vorgeworfen.

  18. Herr Hässig jetzt reicht es! Wenn Sie so weitermachen haben wir keine CEO‘s mehr. Vor allem visieren Sie wohl die bestaussehenden Bänker an, erst den ehemaligen CEO der Raiffeisen und nun den amtierenden der UBS.
    Dass das Vorgehen der Bank in diesem Fall äusserst suspekt erscheint, liegt wohl auf der Hand. Derartige Aufträge werden grundsätzlich ausgeschrieben und eine Bindung von 10 Jahren ist wohl ein Scherz. Bleiben Sie dran auch wenn es langsam die Staatsanwaltschaft und die FINMA überfordern wird. Inside Paradeplatz sollte umgetauft werden in „ICH“ (Investigator Schweiz) 😉.

  19. Ja nu so dänn, dann war es halt die gesamte Unternehmungsleitung, die in dieser Cisullo-Sache entschieden hatte. Aber die ist ja dem Oberboss S. Ermotti unterstellt, oder etwa nicht ? Also ist er halt doch in erster Linie verantwortlich, im Guten wie im Bösen. Wir nehmen die UBS-Präzisierungen zur Kenntnis und jetzt dürfte wieder Ruhe einkehren und es dürften sich alle abregen.

    • Cisullo ist in der Top 300 Lister der reichsten Schweizer. Über 150 Mio. CHF Vermögen anscheinend.

    • Mein lieber Stalter, oben haben wir uns doch immer gut genommen, ich konnte von meiner CIQ Pensionsabschiedsreise sogar Fööörst Class Bilder auf Facebook stellen! Bin bei all diesen Strapazen trotzdem froh über den Ruhestand und das ich jetzt meine ganze Zeit dem Velo und der Fotografie widmen kann! Haltet die Fahne aufrecht bis zum Verkauf!

    • @Sebastian

      Cisullo ist in der Top 300 Lister der reichsten Schweizer. Über 150 Mio. CHF Vermögen anscheinend

      Und komischerweise genau erst seit dem Zeitpunkt wo er im VR von Ringier sitzt, welche wiederum „Bilanz“ druckt….

      .

  20. Danke für die Korrektur des Artikels von gestern. In diesem Artikel wurde der Eindruck erweckt, die UBS würde die Corporate Governance Regeln nicht einhalten. Dagegen musste sich die Bank wehren. Deshalb haben wir gestern reagiert. Auch in der heutigen Geschichte wird in diesem Zusammenhang leider weiter inkorrekt personalisiert. Dieses Vorgehen halten wir für medienrechtlich und journalistisch bedenklich.

    • An sich eine bessere Reaktion als eine Klage. Nur: vor 2 Jahren hätte Raiffeisen genau so reagiert. Wer weiss, wie Sie in 2 Jahren reagieren.

    • Liebe Medienstelle: stimmt es eigentlich, dass in Medienstellen allesamt ehemalige Journalisten arbeiten? Wie können Sie es mit ihrem (ehemaligen) Berufsstolz vereinbaren, einen kämpferischen und fachlich hervorragenden Journalisten wie Lukas Hässig zu schikanieren?
      Ich finde ihr Verhalten schäbig!
      @Lukas Hässig: Sie sind hier sicher einer ganz grossen Sache auf der Spur. Der Gegner agiert bereits verzweifelt!

    • @Bald ehemaliger UBS Kunde.
      Beispiel: Die UBS hatte damals den ehem. Tagi Chefredaktor Peter Hartmeier als Komm.Chef Schweiz eingestellt in der Hoffnung, die Beziehungen zu den Medien würden besser. Hartmeier hat erwartungsgemäss ziemlich schnell versagt, wurde verabschiedet und liess sich von der externen Komm.Agentur der UBS anstellen. Dort betreut er jetzt u.a. die UBS. Absurd aber Tatsache. Das kann ja nicht gut gehen aber das sind Freundschaftsdienste, wodurch die Qualität auf der Strecke bleibt. Hässig macht alles richtig, denn Ermotti und seine Gesellen sind richtig nervös. Hoffen wir, dass Hässig das gleich gute Händchen hat, wie bei Vincenz. IP wird heute mehr gelesen als die Finanz und Wirtschaft oder Handelszeitung. IP ist unverzichtbar geworden.

    • Liebe Medienstelle, dann erklärt doch warum Cisullo für CHF 0 zu dem Geschäft kommt! Erklärt auch warum UBS einen teil des Einkaufs wieder selber übernimmt!

    • Wurde die Corporate Governance eingehalten?
      Es stimmt einem schon nachdenklich wenn Käufer und Verkäufer privat zusammen an Oldtimer-Rennen (siehe Bild) teilnehmen.

    • In Bern sagt man:

      „Es mööget immer ds Schaf wo dr Stei trifft.“

      Aber hier liegt der Fall natürlich ganz anders.

    • Das ganze Geschäft ist von Anfang an nicht dem regulären UBS Prozess gefolgt.
      Es fand offenbar keine Ausschreibung statt, ein Start-up ohne Referenz erhält den Auftrag obwohl es im Markt etablierte Firmen mit Referenzen gibt.
      Nicht der Einkauf hat offenbar die kommerziellen Verhandlungen geführt sondern eine Juristin welche heute bei CIQ sitzt.
      Man sagt, der Business Case sei nie positiv gewesen.
      Man sagt auch, dass dieser Outsourcing case der einzige ist welcher ‚verschenkt‘ und nicht verkauft wurde.

      Liebe Medienstelle: sind das alles Gerüchte?
      Können Sie dazu Stellung nehmen?

    • Absolut richtig, Späher. Ich arbeite ebenfalls für div. Banken-CEOs als Exec.Searcher und die hassen Hässig wie die Pest. ALLE behaupten, „den IP-Mist lese ich sicher nicht“ aber trotzdem wissen sie bei jeder Sitzung Bescheid, was aktuell das Thema ist. Die Banker machen sich selbst zu Opfern, denn sie wissen nicht, wie mit so jemandem umzugehen ist. Lemongrass ist die externe Kommunikationsagentur der UBS, die das Problem eigentlich lösen sollte aber nicht kann. Die Firma wird für schwache Dienste viel zu teuer bezahlt und bringt null Lösungen. Wie das geht? Grübel hatte die Inhaberin von der CS zur UBS mitgenommen, so quasi als Dankeschön. Klassischer Freundschaftdienst. Bisher konnte sie und ihr Team die UBS noch nie aus Kommunikationskriesen heraus boxen. Intern fragen sich viele, warum so jemand überhaupt für die Bank arbeiten darf. Ermotti hat sowieso keine Ahnung diesbezüglich und es interessiert ihn auch nicht. Ein klassischer Manager eben.

    • @ExecS: aber so richtig verrucht-pseudocool an der Zigi ziehen, das kann Karin ganz gut. Ob Sie (Lemon-)Gras raucht?

  21. Interessant scheint mir der letzte Absatz. Als Aktionär frage ich mich, ob ich jetzt doppelt für den Einkauf zahle, ausgelagert an ChainIQ und intern in UBS. Ist der scope des ChainIQ Vertrages entsprechend geändert worden (Strategischer Einkauf ist einer der kostenintensivsten Bereiche).
    Oder traut man sich UBS nicht, das heisse Eisen anzufassen und die Seilschaft zu kappen?

  22. Hat nicht Nicole Patch in Namen der UBS die kommerziellen Verhandlngen geführt?
    Also hoffentlich im Sinne des UBS Aktionärs verhandnelt was ChainIQ (ihr neuer Abetgeber) gekauft hat?
    Wie geht das genau mit den segregations of duties and code of conduct?
    Wer Weiss mehr dazu?

    • Wir fassen zusammen:

      1) Die Juristin, die seitens UBS den Vertrag aushandelt, wechselt zum „Käufer“
      2) Der Ober-Intimus der Person, die die ganze Industrialisierungsinitiative verantwortet, nimmt im VR der neuen Gesellschaft Einsitz
      3) Lead-Investor wird ausgerechnet jemand, der die UBS via Advisory Board direkt/indirekt bei der Transaktion berät

      Von der Bewertung nicht zu sprechen. Hmm … wäre nett, allfällige Konstrukte und Mittelsmänner zu kennen

    • Nicole Patsch rapportierte Seinerzeit direkt an Eros Fregonas – er hat sie mit der Verhandlung des Vertrages beauftragt – diese fanden hinter mehr als verschlossenen Türen statt.
      Das Thema Wechsel zu ChainIQ war anfänglich bestimmt kein Thema, jedoch wandelten sich viele der Ansichten im Verlauf der Verhandlungen, und das gleich bei mehreren der Akteure.

    • Das Ganze erinnert mich an gewisse Vorfälle in St. Gallen.
      Staatsanwaltschaft: bitte prüfen!

  23. Weder Stephan Herren noch Marcel Kobel sind im UBS Mitarbeiteradressbuch aufgeführt, welche im ersten Bild namentlich erscheinen. Vielleicht sind es externe Anwälte. Unklar ist, ob Herr Ermotti oder die UBS diese Anwaltkosten zahlt. Trotzdem, als Mitinhaber/Aktionär von UBS erwarte ich transparent und Aufklärung. Gemäss Presse „verdient“ Herr Ermotti 12 Millionen Franken jäjrlich, also 1 Million monatlich oder rund CHF 40,000 täglich. 2 Tage arbeiten und er verdient soviel wie ein UBS Mitarbeiter ohne Rang jährlich in der Schweiz. Was macht er für so viel Geld den ganzen Tag und in den letzten Jahren seit er CEO? Der Aktienkurs UBS ist auf jeden Fall nicht gross gestiegen, falls überhaupt.

    • Stephan Herren ist Partner in der Kanzlei von Graffenried in Bern..

  24. Liebe Finanzplayer: Falls ihr es noch nicht gemerkt habt. in Zeiten der non-mainstream Medien, wie es IP mit anführt hierzulande, könnte man gelernt haben, dass Aufmerksamkeit das letzte ist, was ihr wollt. Und solche Geschichten das erste, was wir Leser wollen um unsere moralischen Vorurteile zu testen.

  25. „Merkwürdig“ bedeutet: schwer verständlich, nicht nachvollziehbar, ungewöhnlich.
    Tatsächlich ist es für Aktionäre merkwürdig, weshalb ein grosser Konzern den gesamten Einkauf auslagert.

  26. ChainIQ ist der perfekte Tango Speziali!
    Das war schon bei der Gründung klar. Innerhalb und ausserhalb der UBS haben alle den Kopf geschüttelt. Wie konnte der VR und GL sowas durchwinken? Sind die blöd oder … – oder beides? RB lässt grüssen…
    Danke Lukas Hässig – endlich mal einer der es wagt diese Chose auf‘s Tapet zu bringen. Und wie sagte schon Gotthelf (sinngemäss): Wenn man einen Knebel in eine Herde Säue wirft, schreit nur dasjenige, wo getroffen wurde…

  27. Hallo Lukas Hässig
    Lassen Sie sich ja nicht einschüchtern von denen. Es war von Ihnen absolut richtig formuliert; die oberste Verantwortung bei UBS trägt der CEO, in diesem Fall ein gewisser Sergio Ermotti. Dafür kassiert sprich nimmt er sich 14 Mio Salär pro Jahr. Er soll dazu stehen und nicht via seinen Anwalt versuchen das ganze auf die Geschäftsleitung abzuwälzen!

  28. ACTION SPEAKS LAUDER THAN WORDS !!

    Alleine die Tatsache der Einschaltung von „legal boys“ zeigt, dass es hier Fleisch am Knochen hat – auch wenn man es noch nicht sieht, aber man schmeckt’s !
    Generell gilt, dass es höchste Zeit ist, das „System CEO“
    (Eine Person verdient alle Anderen arbeiten) mit einem neuen, breiter gestreutem, System zu ersetzen.
    Diese REVOLUTION muss zwingend von den Aktionären kommen, denen gehört nämlich ca,90% der CEO-Gehälter und nicht von Gewerkschaften, Politikern oder NGO’s.

    ABER: solange MYSTIZISMUS (die Anerkennung ausserpersönlicher Authorität) in den Köpfen der Aktionäre vorherrscht, wird sich nicht viel ändern !

    Jedoch bringen und dienen solche journalistische Glanzleistungen einem kollektiven Erwachen.
    Denn es sind definitiv nicht CEO’s und „legal boys“ welche den Menschen diktieren können, was zu sagen und was zu denken und was zu diskutieren !

  29. Ein Anwalt der noch spät Abends eine Mitteilung verschickt – unglaublich wie hart die arbeiten. Der Nachtzuschlag zusätzlich zum Stundenhonorar von geschätzten 800,– zuzgl. MwSt wird offenbar gern bezahlt. Hier spielen Kosten absolut keine Rolle gäll Ermotti.

  30. Kompliment für die Recherche. Interessant ist auch wie die damalige Panasonic von Claudio Cisullo so schnell gewachsen ist und über das nötige Kapital verfügte. Er hat ja stets gesagt, dass er das Unternehmen von nichts aufgebaut hat.

    • Ich kenne ihn von Panatronic. Der weiss nicht mal wie man IT schreibt. Dafür fährt er gerne mit Autos herum die Flügeltüren haben.

    • Aus meiner Zeit bei einem der grössten Transportunternehmen weiss ich, dass sie damals wahnsinnig viele Rechnungen von Panatronic erhalten haben. Und siehe da, wer im VR dieses Transportunternehmens sass… CC…

  31. Ein solches Email ist wohl der klarste Hinweis darauf, dass tatsächlich mehr dahinter steckt.

    Wie einfältig muss man sein um das nicht zu begreifen.

    Und Herr Hässig tat, was er in solchen Fällen immer zu tun pflegt: weitermachen.

  32. Wahnsinn – der gute alte Walter mischt da auch mit? Der liebe Kerl stolpert von einer Top-Position in die andere, und kann sich nicht dagegen wehren. Beneidenswert.

  33. Danke Herr Lukas Hässig für Ihre Zivilcourage und Professionalität.

    Die Presse gestaltet die Meinung der Bevölkerung mit verschiedenen Instrumenten: Verschweigen, Verunglimpfen, Verfälschen und Verharmlosen. Zu jedem dieser Instrumente gibt es viele Beispiele.

    Die heutige Generation empfindet leider häufig schon ein grosses Gefühl des persönlichen Einsatzes der Zivilcourage, wenn sie bei einem Facebook-Aufruf die „Mag ich“ Taste drücken.

    Geldkonzerne wie UBS oder CS sollte man zerschlagen. Die SVP hat im September 2011 das Trennbankensystem für systemrelevante Grossbanken gefordert. Dies wurde von Eveline Widmer-Schlumpf und den anderen Parteiten bekämpft und mit 115 zu 45 durch den Nationalrat abgelehnt, um mit der Erhöhung der Eigenkapitalquote eine Politik zu betreiben die der arbeitenden Bevölkerung in der Schweiz sehr grossen Schaden zufügen wird.

  34. Wird Inside Paradeplatz von den Medienanwälten heimlich finanziell unterstützt? IP beschert dem Berufsstand auffällig viele attraktive Aufträge der drei grössten und systemrelevanten Banken.

    • Wobei ein Mandat gegen Hässig ausgesprochen undankbar ist. Der publiziert auch gnadenlos die Winkelzüge und Namen der Advokaten. Das ist hart verdientes Geld.
      Nicht wahr Herr Herren von vonGraffenried?
      Und der bisherige „Track Record“ der Anwaltschaft ist ja auch ausgesprochen mies. Hat nicht die CS krachend gegen Hässig verloren und musste ihm auch noch eine Entschädigung zahlen? Werde ich übrigens an der nächsten GV der CS ansprechen und die Frage stellen, warum der Aktionär eigentlich für private Befindlichkeiten überbezahlter Manager bezahlen muss.

  35. Moment… wenn es wie vom Anwalt dargelegt um eine Persönlichkeitsverletzung von Sergio Ermotti geht, müsste da nicht Sergio Ermotti einen Anwalt mandatieren, um seine Interessen zu wahren? Die UBS macht ja gar keine Persönlichkeitsverletzung geltend.

    Warum muss jetzt der UBS-Aktionär blechen, weil Sergio Ermotti sich in seinem Ego düpiert fühlt?!
    Ein Parade(platz)beispiel an fehlender Corporate Governance bei der UBS! Darf man annehmen, dass der Sergio Ermotti die Kostenübernahme für den Anwalt gleich selbst durchgewunken hat?

    Da kann man nur noch sagen: Q.E.D.

    • Die massgebenden UBS-Aktionäre sind schon lange zu träge: Ermotti verdient 14 Mio p.a. versus ZERO Mehrwert der UBS anhand der Aktien-Performance der letzten 7-8 Jahre! Da laust mich der Affe als Klein-Aktionär!!

  36. Meinen Glückwunsch an „Inside Paradeplatz“ ! Dieser Blog ist so wichtig, dass Ermotti sofort reagiert (sonst würde er es nicht tun).

    Auch bei der CS informiieren sich die Angestellten, insgeheim, über Inside Paradeplatz. Nur bei der ZKB schlafen einige noch.

    • Sobald die CS auf diesem Blog erwähnt wird, wird der Artikel „sofort“ auf Englisch übersetzt und an das Management verteilt.

      Die meisten Banker lesen diesen Blog, Und die meisten Management-Mitglier (sind zwar auch Banker) auch. Bei der ZKB wird man sogar entlassen, ween man auf diesem Blog ZKB-feindliche Kommentare schreibt.

      Das ZKB Management liest diesen Blog wohl kaum, warum auch, die sitzen in Ihrem Elfenbeinturm und Scholl und Weber gehen sowieso bald in Rente.

      Weber konnte sich immer irgendwie durchmogeln obwohl er weder Fach- noch Sozialkompetenz hat. Das Gleiche macht der Sakko-Blender bei Notenstein erfolgreich.

  37. IDEE:

    Könnte nicht ein junger Gewiefter ein Crowdfunding für Lukas Hässig starten – ich weiss leider nicht, wie’s geht – um ihn bei den vielen juristischen Angriffen finanziell zu unterstützen? Ich würde sofort einzahlen, denn Ermotti nutzt schliesslich das Geld der Bank, um die Anwälte zu bezahlen und sich so zu retten. Hässig hätte das verdient, denn er ist ganz offensichtlich der einzige Wirtschaftsjournalist der Schweiz, der sich wirklich traut. Die anderen wirken wie brave Schafe, weil sie alle Angst um ihrem Job haben.

    • …. wenn’s mal hart auf hart kommen sollte für Lukas Hässig – wird da bestimmt ein hübsches Sümmchen zusammen kommen…

  38. Eines muss man Lukas Hässig lassen: er hat wirklich Eier. Dafür verdient er als Einzelmaske grössten Respekt.
    Die meisten Journalisten würden einknicken, wenn der dauerbraungebrannte Tessiner Banker beleidigt ist und seine Anwälte los lässt. Offenbar kann Ermotti und seine Truppe ohne Anwälte nicht überleben und verschanzt sich hinter den Paragraphenreitern. Ermotti verdient keinen Respekt für sein Handeln. Echte Unternehmer sind eine andere Liga.

    • Eremotti ist als angestellter kein Unternehmer. Er bezieht wie alle anderen UBS Indianer eine fürstliche Entschädigung (die arbeitenden Mitarbeiter erhalten ein Salär oder Lohn) für endlose Worthülsen und viel Wind.

    • Ich muss zugeben, obwohl ich weder ein Banker noch UBS Kunde bin, hatte ich mich damals „gefreut“, dass ein Schweizer (und Ticinese) CEO wurde, diese Freude ist der Enttäuschung gewichen. Es gilt halt auch hier das Sprichwort; „wenn der Reiter auf dem Pferd sitzt, will er reiten“.

    • Sogar Ermotti müsste klar sein, dass man einen Hässig nicht mit Anwälten klein kriegt.
      Der Mann hat sich klar gegen Vincenz und Vasella durchgesetzt. Beide schätze ich als deutlich kampfstärker ein als Ermotti.
      Ich denke, ein Anwaltsschreiben reizt LH eher noch. Die Fortsetzung wird spannend. Ich setze im Duell Hässig-Ermotti ganz klar auf Hässig.

  39. Jeder, der das CV von Sabine Keller-Busse studiert, muss schon sehr dumm sein um damit nicht einigen Zusammenhänge nachvollziehen zu können! Hinter vorgehaltener Hand ist zu venehmen, sie sei Ämtli geil….
    Übrigens, der US Boy Amerikaner Tom Naratil hat von ganz oben einen Maulkorb aufgesetzt erhalten, nachdem laut wurde welchen Preis er dafür als angebracht wissen wollte.

  40. everybody in UBS who had proximity to this deal, knows that it „smells“. Never have they seen, that such a big deal was approved with so many insiders at the same table who were not independent; the seller and buyer were way to close and did nothing to bring transparancy and impartiality to the deal. Almost everybody involved should have stepped back and if they would have done so, the transition to Chain IQ and Cisullo woudl never have happened. Naratil was right, why would you give away somehting like this for free; there is no logic business sense in this deal

    • Vielleicht in heutigen Umstaenden (Raiffeisen usw) wird die Lage juristisch wiedereingeschaetzt….

    • Die armen jungen Juristen der UBS, welche auch Angst um ihren Job haben, dürfen sich jetzt mit dem befassen, um dann in 6 Monaten festzustellen, dass es keinen Sinn macht die weiterzuverfolgen. Hauptsache wieder 6 Monate Lohn kassiert. Sergio, hier kannst Du sparen!

  41. Die CEO’s der Grossbanken und ihre RA! Sie leben immer noch im Vor-Socialmedia-Zeitalter und wollen nicht begreifen, dass sich die Spielregeln geändert haben.

  42. Frage: Warum nimmt der Rest der Presse dieses Thema nicht auf? Warum lässt man Hässig (wie beim Fall Vincenz) wieder im Regen stehen?
    Und warum habe ich diesen Frühling mein Tagi-Abo wohl nicht verlängert?
    Medienstandort Schweiz R.I.P.

    • Entschuldigung aber das ist jetzt eine naive Frage. Die Medien sind auf die Werbeeinnahmen durch die UBS angewiesen. Würden die anderen auch schreiben, würde die Marketingleitung der UBS sofort den Befehl von Herrn Ermotti-Beleidigt erhalten, die Werbung einzustellen. Das ist ein reines Machtspiel und bei diesen Werbeumsätzen mischt sich der Verlag auch in die Redaktion ein. Wer oder was regiert nochmal……?

    • Der George Clooney des Paradeplatzes ist nur peinlich. Warum überlässt er Cisullo den Einkauf für CHF 0, Naratil schätzt den Wert CHF 30 Mio? Warum tätigt die UBS Einkäufe wiede selbständig? Das ganze riecht nach Vetternwirtschaft und wäre in einem normal funktionierenden Betrieb ein Fall für die Corporate Governance oder den VR. Aber mittlerweile weissen wir dass die VR von grösseren Banken wenig taugen!

    • Tagi… da kann man auch 20min lesen – kommt billiger und steht in etwa das gleiche drin

    • Same here. Das Höseler-Verhalten der Tamedia im Fall Raiffeisen hat mich dazu gebracht, das Tagi-Abo nach 25 Jahren nicht mehr zu verlängern. Dieser Verlag ist eine reine Dividendenmaschine und hat mit Journalismus nichts mehr am Hut.

    • der tagi ist mit der doppeladler-affäre beschäftigt. der blick ebenso. man kann nicht über alles berichten, man muss prioritäten setzten… (ironie off)

    • Wenn Medienhäuser von Werbe-Grossaufträgen abhängig sind …. reduziert sich die Risikobereitschaft für kritischen Journalismus.
      That’s why!

  43. #FINanzMArktmafia #UBS @UBS … und wo ist nun VRP Axel Weber, der sonst auch mit seiner grossen deutschen Rhetorik glänzt und die seriöse Geschäftstätigkeit der #UBS lobt?

    • Axel hat wohl sein Reisebudget aufgebraucht und schmollt irgendwo im Büro bis er 2019 wie an irgend welche Schwätzer Parties reisen darf….

    • @Ex-Kollege

      Auch was. Wenn sein Reisebudget aufgebraucht wäre, dann überzöge Axel Weber dieses ganz einfach. Die Aktionäre zahlen es sicher gerne. So wie bei seinem früheren Job der deutsche Steuerzahler.

      Das darf man alles nicht so eng sehen!

    • Der ist doch genau so befangen wie seine VR-Kollegen und wie der Hürdenläufer bei der CS samt CEO oder der Bergbauer von EWS -Gnaden bei der Gisel-Bank oder der Bär-Abtrünige jetzt bei Pictet oder der Finma libor-Manipulierer vulgo Oberaufseher aus den königlichen Sumpflanden etc. usw. und so fort. Der Arbeitsvorrat bei LH steigt täglich rasant.

  44. Kann jemand in Erfahrung bringen, wie transparent der Aktionärskreis der Chain IQ ausgewiesen ist ?

    SBB-Ribar hockt auch hier im Verwaltungsrat; kauft Chain IQ möglicherweise bald Schienen ein ?

  45. der deal ist am ende mehrere 100 mio.
    wert.
    wer ist aktionaer von chain iq und
    zu welchem preis?
    wir alle wissen, dass die compliance
    verantwortlichen
    einer bank am ende das schreiben was
    die chefs sagen.

  46. Ein Brüller. UBS, seit vorsichtig was ihr macht. LH hat schon lange Info in den Händen, die CC (nicht der Fussballpräsident, sondern der, der beim Kopfball zu kurz käme) Kopf und Kragen kosten könnten. LH würde sich sonst sicher nicht vorwagen.
    Und ein Mietmaul kann da auch nichts ausrichten, sondern höchstens zur Eskalation beitragen. – Also, Hirn einschalten.

  47. Hipp – Hopp oder Hü und Host. Scheint, dass IT dank seiner finanziellen Power bei Privatfirmen und bei staatlichen Stellen immer mal wieder zu lustigen Deals führt, wobei vordergründig immer alles in Ordnung ist. In diesem Fall scheint es doch „verschiedene“ Meinungen innerhalb der UBS gegeben zu haben, ob der Auftrag gratis oder für 30 Mio zu vergeben ist. Aber was sind schon 30 Mio, das verdient Ermotti in zwei Jahren.

  48. Was für eine schwache Reaktion von Ermotti. Sie sind seiner „italian connection“ auf der Spur. Mit Cisullo hat er einen Versager mit Verträgen ausgestattet. Gehen Sie dem Sumpf nach und legen Sie ihn trocken. Dass Ermotti ähnlich wie CS und Raiffeisen ein Heer von Zürcher oder HSG Anwälten beauftragt für Drohungen in bester Manier. Wie stossend. Diese Drohungen zeigen, dass Sie auf der heissen Spur sind. Aehnlich wie bei Raiffeisen. Bleiben Sie dran.

    • Das ist die einzige Sprache die UBS spricht, Drohungen und Angst. Habe selber als Ü50 gekündigt. Die sollten doch froh sein, wieder ein grosses Gehalt weniger und less stress für die arme Pensionskasse irgendeine schlechte performance zu generieren. Nein, nach ein paar Tagen wurde ich schriftlich an meine Treuepflicht erinnert. Hab ich aber Angst bekommen…… lächerlich. Das wiederspiegelt das Niveau.

  49. Sicher gibt es viele Fragen rund um diesen Deal. Aber die ex CS Dame, die hier aufgefuehrt wird, hat hier wenig Entscheidungsmacht gehabt.

  50. Aha. Es ist persönlichkeitsverletztend, wenn die Handlungen eines Unternehmens der Verantwortung des CEO zugeschrieben werden? Faszinierend.

    Warum sitzt in Deutschland noch gleich Rupert Stadler in Haft? Weil er selber die manipulierte Software entwickelt hat? Oder weil er als CEO für das was in seiner Firma passiert gerade stehen und haften muss?

    So ist das halt als CEO. Die paar Millionen muss man ja für irgendwas bekommen.

    Und noch mehr schaden kann das Ganze Ermottis Ruf kaum noch. Mit der Aussage, dass die UBS nicht mit der Schweiz verwurzelt sei und man den Hauptsitz durchaus ins Ausland verlagern könne, hat er sich bereits grossen Schaden zugefügt.

    Ermotti hat wie jeder andere CEO auch für das einzustehen, was in seiner Firma abgeht. Egal ob er es direkt verschuldet hat oder durch Nichtwissen und Untätigkeit.

    Aber vielleicht ist ja sogar noch mehr dran. Die Erfahrung zeigt, je lauter die Hunde in dieser Branche bellen, desto mehr haben sie zu verbergen.

    • Diese Aussage hat er ja dann wieder korrigiert. Einmal so, dann wieder anders, alles beim Alten bei UBS. Hauptsache es hat es wieder einmal ein Tessiner auf die grosse Bühne (business & politics) geschafft. Fazit: Nicht nur die Inder haben einen chip on their shoulder!

    • Regel 1: Es ist persönlichkeitsverletzend, den CEO mit Dingen in Verbindung zu bringen, die nicht optimal liefen.
      Regel 2: Bei allen Angelegenheiten, die gut laufen, liegt die Verantwortung einzig und allein beim CEO.
      Regel 3: Der CEO ist mit einem angemessenen Bonus dafür zu entschädigen.

  51. Gab ers hierzu Kick Backs? Wer profitierte? Wer hatte schon Verträge und somit Karriere pushes (Lohn, Boni, Rang) von der UBS zur neuen Chain IQ. Waren da vielmehr Einzelinteressen, statt Interesse der UBS?

    Untersucht dies jetzt auch die FINMA? Untersucht das jetzt auch die UBS durch einen unabhängigen LEAD INVESTIGATOR?

    Bleiben Sie am Ball, das riecht nach grosser Mauschelei. Und Misswirtschaft.

  52. Sergio steht das Wasser bis zum Hals, wenn er gleich die Anwälte schickt. Bei UBS geht es strategisch seit Jahren hin und her. Mal dies mal das und dann halt immer gleich die Manager und ihre Gefolgschaft auswechseln. Beim Drohen mit Anwälten sind sie ganz stark. Habe es selber dreimal erlebt. Mir ist unklar, wieso die Kunden das mitmachen. Die Idee vom Global Wealth Management ist auch so eine Totgeburt. Solche Uebungen habe ich in +30 Jahren UBS unzählige Male erlebt. Ich kann die Unfähigkeit dieser möchtegern Manager und die negativen News nicht mehr hören. Jede KMU wäre in 5 Wochen bankrott bei solchem Management.

    • Gut…wir brauchen irgendwie mehr MA ( master of action) als MD ( master of done…). Sie passen in meine Philosophie eigentlich und ich stelle nur Leute mit Gehirn im Alter von 16 bis 80 Jahre ( solange noch Fit und Verstand stark…). Ich bin die alternative für alte business Modellen… mit Erfolg natürlich…

      P.S.: 1) leider noch keine eigene Gesellschaft, aber es kommt…ist nur eine Frage der Zeit…
      2) wir werden noch nehr Hässige Journalisten zahlen, da sie die beste und Günstige “ freie und unabhängig Kontrolle“ sind…überlegt doch mal…🤣🤣😁😁

  53. Herr Hässig, völlig losgelöst von Fall hier möchte ich Ihnen HERZLICH DANKEN. Dass Sie laufend „Shady Deals“ aufdecken, Lichtscheue ans Licht zerren und Kriminelle entlarven.
    Und das trotz Widerständen und wilden Drohungen von miesen Winkeladvokaten.
    Wie gesagt keinerlei Bezug zu denn Fall hier.
    PS: Wenn Sie Geld brauchen: stehe immer bereit für ein Crowd-Funding. Oder auch für eine kleine Demo vor dem Hauptsitz einer Anwaltskanzlei oder einer Bank!

  54. Aha! Der Ermotti droht also einem Ein-Mann-Blogger. Herr Ermotti, haben Sie allenfalls ein schlechtes Gewissen?
    Herr Hässig: lassen Sie sich hier nicht einschüchtern! Da sind Sie offensichtlich an einer ganz grossen Sache dran! Sonst würden die nicht derartig in Panik reagieren!
    Und ich würde Raten, auch den Namen des Medienanwalts zu publizieren. Diese Leute scheuen nämlich das Licht der Transparenz!