UBS-Ermotti und Cisullo: Deal unter Freunden

Dokument verdeutlicht: CEO gab Unternehmer internen Einkauf zum Nulltarif – Keine Ausschreibung – Cisullo: Gewinn ab Tag 1.

Claudio Cisullo und seine Einkaufsgruppe Chain IQ erhielten den gesamten internen Einkauf der UBS im Umfang von mehreren Milliarden für null Franken.

Das zeigen Gespräche und interne UBS-Dokumente. Sie bringen Cisullo, die UBS und ihre Anwälte unter Druck.

Diese hatten nach einer ersten Story vor ein paar Wochen mit Klagen gedroht und schrieben von „strafrechtlich zu ahnenden Widerhandlung“. Der gute Ruf des Klienten würde „in nicht tolerierbarer Manier“ untergraben.

Von der ganzen Klage-Offensive von Cisullo und seinen Anwälten blieb wenig übrig. Es gibt eine kurz gehaltene Gegendarstellung, wie dies das Gesetz immer vorsieht.

Nun aber zeigt sich, dass rund um die Auslagerung des Einkaufs der UBS an die frisch gegründete Chain IQ von Unternehmer Cisullo Ende 2013 alles noch viel spezieller ist als bisher vermutet.

Cisullo musste nichts bezahlen für ein Milliardengeschäft, das mit wenigen Massnahmen, die bei jeder Auslagerung auf der Hand liegen, von Beginn weg rentabel wurde.

Zudem erhielt Cisullo den ganzen Milliardeneinkauf der UBS, ohne dass er und seine Chain IQ sich dafür einer Ausschreibung stellen mussten. Die UBS gab Cisullo den Einkauf ohne Konkurrenz und Wettbewerb.

Schliesslich wechselten die beiden internen UBS-Verantwortlichen, die das Projekt auf Seiten der Grossbank betreuten, kurz nach dem Deal zur Chain IQ.

Dort soll es nach Ablauf der vertraglichen Stillhaltefrist von 3 Jahren möglicherweise zu weiteren Veränderungen kommen, sagt ein Gesprächspartner.

Jedenfalls gebe es Hinweise, wonach eine grosse Prüfgesellschaft daran sei, die Chain IQ auf Herz und Nieren zu prüfen, um deren Wert zu definieren.

Die ganze Geschichte ist hochgradig undurchsichtig. Sie beginnt Ende 2012.

Der erst seit einem Jahr amtierende CEO Sergio Ermotti und sein Stellvertreter Ulrich Körner geben grünes Licht, um den Verkauf des Einkaufs mit allen Details auszuarbeiten. Mit beiden ist Cisullo vertraut.

Das interne Team mit den Chefs des Einkaufs macht sich an die Arbeit. Im Zentrum steht der Verkauf an eine Firma, die dann durch Bündelung von weiteren Aufträgen Synergien schafft.

„Pooling“ lautet das Schlagwort. Je mehr grosse Firmen ihren Einkauf der neuen Einkaufsgesellschaft übergeben würden, desto grösser wäre deren Einkaufsmacht.

Damit könnte sie dann die Preise bei den Lieferanten – von IT über Berater bis zu Mieten und Gebäuden – massiv drücken.

So die Theorie. In der ersten Jahreshälfte 2013 nimmt das Projekt namens „Central Buying Entity (CBE)“ Fahrt auf. Die involvierten Leute rechnen mit einer Ausschreibung, sobald der Geschäftsfall steht.

Bis zum Moment, als Claudio Cisullo auftaucht. Der hatte sich im 2010 über seinen Bekannten Ulrich Körner in der damals mit hoher Priorität behandelten „Industrialisierung“ bei der UBS ins Spiel gebracht.

Cisullo wurde Präsident eines Advisory Boards und war dabei, als die UBS von der Swisscom einen Manager namens Eros Fregonas zum Mister Industrialization kürte.

Cisullo kannte Fregonas von einem früheren Deal. Seine Firma Panatronic hatte der Unternehmer der Swisscom-Tochter IT Services verkauft, wo Fregonas Chef war.

Fregonas ist bei der UBS mit seiner Industrialisierung nicht besonders erfolgreich. Eines der wenigen Vorzeigeprojekte ist die Auslagerung des Einkaufs.

Als dieses im Herbst 2013 auf die Zielgerade einbiegt, heisst es plötzlich, Cisullo mache das Rennen für die Übernahme des Bereichs.

Das überraschte viele. Zuvor hatte Cisullo laut einem Insider nie mit den Projektverantwortlichen intensiv am Projekt gearbeitet. Und nun steht er als Favorit für die Übernahme des Einkaufs der grossen UBS da.

Im September 2013 kommt es zur entscheidenden Sitzung der Konzernleitung der UBS unter Führung von CEO Sergio Ermotti und Ulrich Körner, damals noch Chief Operating Officer und damit direkt zuständig für den Einkauf.

Die beiden Spitzenleute der Grossbank haben vorgespurt: Sie sind einverstanden mit einer Auslagerung des Einkaufs an die Drittpartei. Das vorgestellte Konzept, zusammengefasst unter „Executive Management Presentation“, ist offensichtlich in ihrem Sinn.

Im Zentrum der Geschäftsidee steht die Steigerung des Einkaufsvolumens. Die UBS mit ihren damals 9 Milliarden Einkaufsvolumen im Jahr könne diesen „nächsten Level“ nicht „allein“ nutzen, steht in der 23 Seiten umfassenden Präsentation.

Dafür brauche es „Konsortiums-Partner“, was dann sofort zu „Spareffekten von rund 121 Millionen Franken pro Jahr“ führen würde – und zwar bereits „mit einem ersten Konsortiums-Partner“.

Damit sind die Würfel gefallen. 120 Millionen weniger Kosten, wenn nur schon eine einzige grosse Firma ihren Einkauf ebenfalls der neuen Partnerin übergibt: Die Zahl überzeugt die hochbezahlten Mitglieder der UBS-Konzernleitung.

Im September 2013 sagen sie unisono Ja zum Deal. Die Chain IQ von Claudio Cisullo ist geboren.

Einige Wochen später teilt die UBS ihren Beschluss, der laut der Bank von „strategischer“ Bedeutung ist, in einem Communiqué der Öffentlichkeit mit.

Die Details bleiben unter Verschluss. Der Vertrag, der laut einer Quelle über 300 Seiten umfasst, wird als geheim taxiert.

Sicher ist laut der Quelle: Cisullo hat für den Einkauf der UBS nichts bezahlt. Obwohl dieser einen Wert gehabt habe.

Denn Cisullo habe nur wenig unternehmen müssen, um rasch rund 5 Millionen Gewinn pro Jahr zu erzielen: die Löhne jener Schweizer Angestellten senken, die von der UBS zur Chain IQ wechselten, und den obersten Management-Level abbauen.

Das tat Cisullo dann auch. Im Frühling 2015, also rund 1 Jahr nach dem Start und somit nach Ablauf der gesetzlich vorgeschriebenen Besitzstandswahrung, kürzte der Chain-IQ-Chef und -Besitzer die Gehälter seiner Schweizer Mitarbeiter.

Die hohen Manager hatte er schon zuvor abgebaut.

Laut der Quelle hätte die UBS für die Auslagerung einen zweistelligen Millionenbetrag fordern können. Der Insider fragt, warum keine Ausschreibung vorgenommen worden sei.

Die UBS sagt, der Deal habe sich gelohnt. „Wir sind mit unserer Entscheidung, den Ergebnissen und der Zusammenarbeit mit Chain IQ zufrieden“, sagte eine Sprecherin vor 2 Wochen auf Anfrage.

Und zum kritischen Punkt, wonach der Einkauf gratis an Cisullo ging, meinte sie: „Über den Kaufpreis haben die Parteien Stillschweigen vereinbart.“

Der Anwalt von Cisullo betont, die eingereichten Fragen würden nicht beantwortet, da es gelte, die „Privatsphäre unserer Mandantenschaft zu wahren“.

Laut der Quelle ist der Businessplan in dem Moment gescheitert, in dem Cisullo und seine Chain IQ auf ein „Pooling“ verzichtet hätten; als sie also die ursprüngliche Idee, den Einkauf weiterer Multis an Land zu ziehen, aufgegeben hätten.

Ob dies ein bewusster Entscheid von Cisullo war, lässt sich von aussen nicht sagen. Sicher ist, dass seine Chain IQ mehr als 3 Jahre nach dem Start bei den Kunden wenig ausweisen kann.

Neben der UBS waren lange nur zwei weitere Firmen auf der Chain IQ-Onlineseite aufgeführt: der Schweizer Baukonzern Implenia und das globale Medienunternehmen Thomson Reuters.

Bei der Implenia kauft die Chain IQ nur „Büromaterial“ ein. Bei der Thomson Reuters geht es ums „Value Recovery“, also die Ausmerzung von Fehlern bei Zahlungen und Rechnungen.

Nach dem letzten Artikel vor ein paar Wochen schaltete die Chain IQ zwei weitere Kunden auf ihrer Homepage auf. Was sie für diese genau macht, wollten Cisullo und die Chain nicht sagen.

Dafür insistierte der Unternehmer via Anwalt, „keine Falschinformationen und/oder vom Geschäftsgeheimnis geschützten Inhalte zu publizieren“.

Auf Seiten der Chain IQ wurde deren Rechtschefin aktiv. Es handelt sich um Nicole Patsch.

Deren Rolle ist brisant. Patsch war auf Seiten der UBS als hochrangige Managerin zuständig für die Begleitung der Auslagerung des Einkaufs an eine Drittpartei.

Kaum war der Vertrag mit Cisullo und seiner Chain IQ in trockenen Tüchern, wechselte Patsch die Seiten – hinüber zu Cisullo.

Patsch hatte einen Partner, der das Einkaufs-Outsourcing bei der UBS betreute: Walter Stürzinger, Ex-Chef-Inspektor und oberster Risikomann der Grossbank, der erstaunlicherweise von Subprime bis Libor alle Skandale überlebte.

Auch Stürzinger ging bei der UBS nach dem grossen Outsourcing-Deal von Ende 2013 bald von Bord. Und tauchte danach in alter Frische wieder auf.

Bei der Chain IQ.

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69 Kommentare zu “UBS-Ermotti und Cisullo: Deal unter Freunden

  1. Erschreckend, wie ein Cisullo der schon seit Jahren dafür bekannt ist, durch Methoden aus seinem Land die Menschen zu benutzen noch immer auf diesem Kurs unterwegs ist.
    Es scheint , dass es niemanden gibt der Einhalt gebietet.

  2. Das ist die beste Story seit langem! Die riecht sowas von nach Filz und Kickbacks, unfassbar. Ich möchte garnicht wissen, wer und wieviele Kickbacks, als Beraterhonorar verschleierte Kickbacks und Cashzahlungen bei dem Deal zwischen Cisullo, Ermotti/s Leuten, Poetsch und Co geflossen sind.
    Cisullo sieht auch noch wenig seriös aus, dem würde ich keinen Franken anvertrauen. Klar hetzt Chain IQ die Anwälte auf alle, weil sie genau wissen, dass sie viel zu verlieren haben…

  3. Könnte langsam Zeit sein, dass die Behörden Cisullo genauer unter die Lupe nehmen. Sehr unappetitlich.

  4. AUFRUF: An alle, die in diesem Forum schreiben, dass sie mehr Wissen („UBS VRs, wollten sich auch beteiligen“, „Side Deals“ etc.) oder sonst mehr Wissen.
    Teilt doch bitte dieses Wissen mit der Staatsanwaltschaft. Jetzt ist der Moment, seine Bürgerpflicht wahrzunehmen und Licht auf die ganze Affäre zu werfen.
    Hier die Adresse:
    Peter Pellegrini (leitender Staatsanwalt)
    Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich
    Weststrasse 70
    8003 Zürich
    Und zusätzlich noch an Lukas Hässig, damit sicher keine Vertuschung möglich ist.
    Und schnell, dieser Fall muss aufgeklärt werden und in jedem Wirtschaftsfall (ich beschuldige hiermit niemandem einem Verbrechen!) besteht eine grosse Gefahr der Verdunkelung.

    • LH kennt die Nahmen!!!!! Sie waren im Text erwähnt – er hat sie aber aus dem Text GELÖSCHT!! Warum wohl??? Das wäre für den STAW doch VON INTERESSE! Selektive und manipulierte Berichterstattung etwa?? Sollte man doch genauer hinterfragen….. Bin mal gespannt ob LH den Mut hat diese Nachricht zu publizieren?!!! Wie auch immer alles ist schön Dokumentiert….

    • Gehen Sie doch mit Ihrer „Dokumentation“ direkt zur Staatsanwaltschaft. Das können Sie doch nicht an einen Journalisten delegieren.
      Herr Hässig ist aus meiner Sicht der beste Journalist der Schweiz. Kein anderer Journalist hat den Mut, sich mit so gut vernetzten und auch nicht ungefährlichen Leuten anzulegen und Namen zu nennen. Sie können davon ausgehen, dass Cisullo und Co. aktuell diesen Artikel von einer Spitzenanwaltskanzlei analysieren lassen um irgendeinen Weg zu finden, Herrn Hässig mundtot zu machen.
      Und jetzt sind Sie gefragt.

  5. Wen wundert es, eine weitere Story, die die Gerüchte nicht bestätigen, sie aber weiter befeuern. Es gab Geschichten über einen überteuerten Verkauf der Panatronic an die Swisscom IT. Auch sagte man hinter vorgehaltener Hand, dass CC (notabene ein Service Dienstleister) sich ständig in Ausschreibungen der Swisscom IT einmischte und diese zu seinen Gunsten drehen oder die Teilnahme seiner Firma wollte. Mitarbeiter, die dagegen vorgehen wollten, wurde von oberster Stelle nahegelegt dies nicht zu tun – auch vom Hörensagen. Dieser CC sitzt nachher im VR der Swisscom IT. Man sprach auch davon, dass er den damaligen CEO der Swisscom IT – ein Tessiner – bei der UBS ins Gespräch brachte. CC nahm Einsitz in das Advisory Board. Man fragt sich damals was CC qualifizierte, diese Rolle einzunehmen. Wie schon erwähnt: Alles Gerüchte.

    • CC hat ein perfektes Talent alle heissen Gespräche ohne Zeugen zu führen. Somit steht später immer Aussage gegen Aussage. Wer sich weigert mitzumachen wird nach Möglichkeit durch CC oder seine Kumpanen marginalisiert. Wer dumm genug ist auf die Masche von CC reinzufallen, ist kurzum so verstrickt, dass kaum ein Ausweg mehr besteht.

  6. Gerüchte sagen, dass Thomas Schnadt auf Wunsch von Körner die damalige Freundin von Cisullo (A.H.) anstellen ‚musste‘.
    Gerüchte sagen auch, dass das der erste Gefalle war, die Anderen folgten sogleich.

  7. Der Non-compliant Prozess ist eine Sache und bin wirklich gespannt ob die Staatsanwalt und FINMA ihre Durchsuchungen schnell starten bevor Risk mitigation gemacht wird.
    Was schade ist, das die ursprüngliche Idee von dem Prinzip von Pooling gut war aber das Verständnis vom best practice vom Einkauf bei dem jetzigen CIQ Management leider nicht vorhanden ist. Und das fängt von ganz oben an… bin gespannt was jetzt passiert und danke LH.

    • Wo ist der Knopf, wo man diesen Artikel der Staatsanwaltschaft Zürich forwarden kann?

    • Mal ne Frage: Wo ist der Kommentar von MdP? Schon im Auffahrtsurlaub mit seinen Gespielinnen?

    • @Kleber/UBS
      Hier die Kontaktdaten der Staatsanwaltschaft:
      Herr Peter Pellegrini
      kanzlei.sta3@ji.zh.ch
      Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich
      Weststrasse 70
      8003 Zürich
      Und an UBS: Wenn Sie mehr wissen, dann wissen Sie ja, was Sie nun als aufrechter Staatsbürger mit Ihren „brisanten Insights“ tun müssen.

  8. Das hätte ich auch vor 10J nicht gedacht, dass es die kleine Patsch als „Mädchen für alles in der CS“ ins inside paradeplatz schafft!

  9. Für mich ein klarer Fall fragwürdiger Geschäftbesorgung. Dahinter steckt wohl noch mehr. – Staatsanwaltschaft aufwachen! Ihr habt einen echten Fall zu untersuchen.

  10. LH, entweder Sie machen sich sehr verdient um die eine freie, unabhängie Presse und eine saubere Wirtschaft oder Sie fallen mal ganz böse mit solchen Artikeln auf die Nase. auf jeden Fall ist die Geschichte nicht ohne Brisanz.

    • LH, bleib an dieser Story!!
      Da ist noch viel viel mehr Zündstoff. Das ist nur der Anfang!
      Schau Dir mal die Corporate Governance an.

  11. Das ist ja spannender und gruusliger als jeder Geheimdienst-Thriller. Ein Stoff aus diesem Genre taugt da im Vergleich zu Ihrem Bericht bestenfalls noch zur Stimulierung des Gähnzentrums im Gehirn.
    Hoffe Fortsetzung folgt bald.

  12. Ich war vor 35 Jahren einige Jahre für die „alte“ SBG tätig. Herr Holzach hätte sich wohl in seinem schlechtesten Alptraum nichts derartiges vorstellen können.
    Gut nachvollziehbar, weshalb sich Axel Weber von der Hälfte seiner UBS-Aktien getrennt hat. Die bekannten Tiere verlassen das noch bekanntere Objekt.

  13. Da unser Staat lieber via Fidleg und Mifid und FATCA-Compliance und all den zero-wertgenerierenden Administrations-Bockmist die Banken so drangsalieren, dass sie keine lukrativen Deals mehr machen können, muss man sich diese eben anderweitig besorgen.
    Solange unsere blinden Medien fortwährend auf den kleinen rumhacken können (Raser hier, Parksünder da, Schwarzfahrer dort), braucht man sich ja nicht mit den wahren Missständen zu beschäftigen und dabei womöglich die grössten Inserenten zu verprellen…
    Und die FINMA (@Staatsanwalt: Fürchterlich Inkompetente Nieten Mit Augenleiden?!?) hat sich schliesslich den Bank Coop CEO gekrallt und ganz böse abgewatscht! Da muss man doch nicht seinen Ex-Buddies auf die Füsse treten, also wirklich!
    Welcome to Minion-Land (BANANA!!!!)

  14. Also wenn ich einem Scheich ein Darlehen geben kann, damit er mir mit diesem Geld hochverzinsliche Bonds zeichnet, dann kann ich auch den Einkauf meiner Firma (die mir natürlich nicht gehört, aber in der ich das Sagen habe) einem Freund übergeben.
    Das ist ganz normal heute!

  15. ……ja sogar ehemalige UBS VR’s wollten sich beteiligen – dann kann es ja nicht so schlimm sein?!!

    • Lieber UBS informat,
      Trink doch mal mit LH und teile dein Wissen in meinem Sinne. LH, pls follow up!

  16. Kurz und bündig:
    So werden die Interessen der Aktionäre wahrgenommen und dafür kriegen solche unfähige GL-Mitglieder noch überrissene Boni. Eine alte und bei der UBS bekannte Tatsache: Der Fisch beginnt am Kopf zu stinken (und der Geruch wird bei der UBS allmählich unausstehlich).

  17. Und wo bleibt die Bezahl-Presse (Tagi zB) zu dem Thema? Wie kann es sein, dass der einzige gut informierte, investigative Journalismus in der Schweizer Finanzpresse von einer One-Man-Show auf einem Gratis-Blog betrieben wird?
    Ich künde nun mein Tagi-Abo endgültig. Warum soll ich für so einen Käse auch noch bezahlen? Das einzige, was die können ist über die Krise der „Qualitätspresse“ zu klagen und nach Subventionen zu schreien.

    • Tamedia ist wie alle grossen Medienhäuser in der Schweiz in das Netzwerk eingebunden.

      Da darf man ab und zu etwas kritisches schreiben.
      Aber die Schere im Kopf der Journalisten funktioniert prima.

      Ich denke Sie haben sicherlich noch Kollegen die davon erzählen können.
      Die fragen schon gar nicht ob sie wirklich kritisch über eine grosse Finanzfirma schreiben dürfen.

  18. Na ja, da müsste die FINMA aktiv werden, wieso die ruhig bleiben scheint erstaunlich. Auch die Staatsanwaltschaft kann sich interessieren, da Ansätze eines Vergehens abzuklären wären. Aber vermutlich müsste das FBI den Anstoss dazu geben, wie bei der FIFA…..

  19. Ich bin erstaunt, dass es bis heute keine Untersuchung zum Vorfall gab. Bei jedem Outsourcing (Lift & Shift) bzahlt der Service Provider eine erhebliche Summe (frontloaded benefits). Offenbar bei diesem Outsourcing nicht.
    Wurde da etwa nicht im Interesse des Eigentümers / Aktionärs gehandelt?
    Die Kleinaktionäre sollten das Thema aufnehmen!
    Gerüchte sagen, der business Case sei nie positive gewesen. Warum macht ‚man‘ was nicht im interesse der UBS ist? In interesse von wem war der Deal?

    • „Warum macht ‚man‘ was nicht im interesse der UBS ist?“

      Weil hier Heuschrecken am Werk sind.

  20. Ich frage mich ernsthaft, wie die UBS hier mit ihrer Corporate Governance umgeht. Logisch ist das bei fast allen Instituten ein Papiertiger, aber wenn es zu solchen Konstellationen kommen kann, muss vieles im Argen liegen (Stichwort related party transactions und conflict of interest provisions). Ehja, mal schauen was daraus wird, wie gehabt passiert wohl nichts.

  21. Sowohl in der UBS als auch in der CS wütet betriebswirtschaftlicher Unsinn, der eigentlich nur Vitamin-B-Auftragserteilung ist.

    – Was kann dieser Cisullo, was sonst niemand in der UBS kann? Vor allem bei seinen Referenzen?
    – Warum arbeiten 150 Leute eines osteuropäischen Dienstleisters in Opfikon, während auf der UBS-Job-Seite nur Jobs in Indien ausgeschrieben sind?
    – Warum erteilt die Credit Suisse einen Support-Verrag an andere, deren Leute dann in Zürich sitzen müssen? Wo ist da die Ersparnis?
    – Warum will die CS keine eigenen Senior Entwickler für Fr. 120’000, wenn ein Expat-Inder Fr. 130’000 bekommen muss, und seine Firma noch einiges dazu? (war früher weniger, aber es gab auch einen Aufschlag)

    Im Kapitalismus ist der Bankrott der letzte Abschalter einer ineffizienten Organisation.

    UBS und CS waren oder sind in den letzten Jahren tief im Minus. Beide verschwendeten Geld in Milliardenhöhe an Boni, während die Zahlen tiefrot waren. Remember 2013 bei der UBS: 2.5 Milliarden Minus mit 2.5 Milliarden Boni ?!

    Die CS nahm kürzlich wieder 4 Milliarden Kredit auf, um weiter bar jeder Vernunft geschäften zu können. Die Aktionäre werden weiter keinen Gewinn sehen.

    In mehr als einfacher Wut finde ich, dass ein Bankrott eines solchen Unternehmens heilsam ist. Dieser Vitamin-B-Wahnsinn wäre punktuell mal wieder beendet. Es käme ein Erwachen wie nach dem SwissAir-Untergang. Verlieren würden nur die Amis und die Dienstleister. Es gäbe endlich einen Überschuss an Managern, oder der Beste-Leute-Mythos wäre zerstört.

    Die Kunden haben wenig zu verlieren, den sie gehen einfach zur nächsten Filiale, und die notwendigen Banker ziehen mit. Das Overbanking wird gemildert.

    Die Aktionäre, die bisher zwischen Wachkoma und geistiger Fremdkontrolle verbrachten, wehren sich langsam. Aber wer Aktien bei Fr. 90 kaufte, für den ist ein Kurs von 0 Franken nicht viel weniger wert als Fr. 10.

    Nur die bürgerlichen Parteien schützen die Banken noch, weil sie von denen so gekauft wurden, wie die Polizei in Despotien von den Despoten.

    Und sie Banken sind IT-technisch in einem Nokia-ähnlich-morschem Zustand, dass einen Finanz-iPhone sie ultimativ auslöschen würde. Wie müssen sich die Finnen damals gefühlt haben?

  22. „Es mag den Anschein, dass das Swiss Banking für die Zukunft schlecht gerüstet ist!“
    Anonymous

    Ich sage euch: eine schlechte Strategie (oder schlecht umgesetzt) wird mehr Stellen abschaffen als die ganze Digitalisierung und das haben wir in den letzten 10 Jahren gut beobachtet. Meiner Meinung nach, haben sehr wenige und eher lokal orientierten Banken eine sehr gute ausgepeilte Strategie. Meine Intuition, wird auch durch die große Investoren und sogar Top-Leute der Banken bestätigt: sie verkaufen selber ihre eigene Aktie! Was nicht gut für die Zukunft herauslesen lässt. Wir werden sehen…

    • Super
      Tiefgründige
      Akronyme
      Aus
      Thun
      Schaffen
      Auch
      Nicht
      Wirklich
      Anhaltende
      Lösungen,
      Trödel

    • @Mike: Du scheinst mir ein ganz lustiger Bube zu sein; was händ’s dänn Dir inegschobe?

  23. UBS ist immer in den negativen Schlagzeilen (auch CS) dabei.
    Das, was publik gemacht wird, wissen wir. Aber ich möchte mal wissen, was noch nicht publik gemacht wurde…..

  24. Die GL-Mitglieder Ermotti und Körner erkennen in
    wenigen Sekunden das Riesengewinnpotential einer solchen Firma.
    Speziell wenn die Verträge lange gestaltet sind, kann
    ein Investmentbanker wie Ermotti die Kapitalisierungmöglichkeiten einer solchen Firma im
    Schlaf errechnen.
    Fragen: wer sind die Aktionäre dieser Firma und zu
    welchem Preis wurden sie bedient?
    Ich denke diese Fragen müssen vom VR untersucht werden.
    Wenn Sie das wollen.

  25. UBS-Ermotti und seine Entourage sind nicht die integren *Saubermänner“ für die man sie hält und für die sie sich in der Oeffentlichkeit gerne ausgeben.
    Wiederum erscheint die UBS in einem schiefen Licht.
    Schon wieder Minuspunkte auf dem Konto „Moral und Ethik“eingehandelt!

    • „… nicht die integren Saubermänner …“

      Völlig einverstanden. Ermotti – als „gelernter“ Investmentbanker – hat sich z.B. auch bei den Devisenschiebereien seiner Jungs einfach dumm gestellt und so getan, als hätte das UBS-Topmanagement keine Ahnung von der Effizienz des Devisenmarkts.

      Dass der ex-UBSler Mark Libor Branson solches Verhalten deckt, erstaunt nicht wirklich.

  26. Nicole Patsch (D) war vor der UBS bei der CS. Schöne ruhige Wasser gründen tief.

    Die CS machte Cisullo „VR-tauglich“ …

  27. Also wenn da jetzt nicht aktiv untersucht wird, dann weiss ich auch nicht mehr, wie die Schweiz sich noch als rechter Staat verkaufen will.

  28. Einfach unsauber, unethisch un… whatever!
    Und immer wieder die gleichen Namen, und zum Schluss taucht noch der Name Stürzi auf, Revisonär früher CS und später jahrzehnte UBS.
    Dann die banalen Präsentationen … das soll gereicht haben für die „GL“?
    Es zeigt einmal mehr, wie wenig diese Leute taugen.

  29. Na wenn das nicht nach spezieller Geschäftführung riecht, was dann? –> Hallo! Freunde in den Amtsstuben!

  30. Was für infame Unterstellungen, oder doch eher Fukten und weiteres Aufdecken von Filz etc….? Die nächste peinliche, lächerliche Drohung der bemitleidenswerten Feudalherrschaften über Anwälte oder Presserat ist bereits im Anzug.

  31. In Deutschland würde vielleicht die Staatsanwaltschaft wegen Verdachts auf Untreue zu ermitteln beginnen: Hausdurchsuchungen, Befragungen inklusive.
    In der Schweiz fühlt sich wohl niemand angesprochen und die ganze Sache wird versanden.

    • In der Schweiz, speziell in Zürich, ist die Justiz den ganzen Tag mit Parkplatzvergehen beschäftigt… FIFA docet….

  32. das übliche halt. der mensch ist von natur aus empfänglich, wie unseren restlichen primaten. der kleine im kleinen und der grosse im grossen.
    das schöne ist, dass man damit nicht glücklich wird. man muss ja die beute verstecken und das wird schwierig in einer transparenten welt.

    • Unrecht, dem angetan,
      der schuldlos wie ein Kind,
      Zum Täter kehrt’s zurück,
      wie Staubwurf gegen Wind.

      Dhammapada Vers 125

  33. Die Schweiz/UBS ist eines der korrupten Länder/Bank der Welt.
    (Handel mit Dikatoren in verschiedenen Ländern, Waffenhandel, Drogenhandel u.s.w. bestimmen die Schweizer Banken.)
    Nichr vergessen der Immobilien Markt in der Schweiz, was kein Markt ist,wird willkürlich vom Staat/Nationalbank bestimmt sowie die Pensionskassen (die keine Lquidität mehr haben) wissen die wenigsten Bewohners unseres Landes. Die Pesionskassen sind seit Jahren Bankrott/Pleite.
    Unsere Regierung beschwichtigt immer mit guten Zahlen der PK???
    Auch wenn die Nationalbank den Kantonen Geld in den Arsch schiebt, sind die Kantone längerfristig Pleite…..Viel vergnügen in unseren Planwirtschaft Schweiz!.

    • was genau nimmst du morgens zum zmorge? hoffentlich keine „magische“ pilze…..

    • Der ist gut,na klar nehme ich magische Pilze….hahha. uns zwar mit** Spagetti Corruptione**

  34. LH trifft den Nagel wieder einmal auf den Kopf! Der Deal ist absolut undurchsichtig und schlecht für die UBS. Meiner Meinung nach kostet er die Bank mehr als CHF 100 Millionen. Zudem sind / waren Ex-UBS-Manager wie Thomas Schnadt oder Walter Stürzinger im VR der Chain IQ. Sie waren beide direkt auf UBS-Seite an der Vorbereitung des Deals beteiligt.