Gescheiterte Banker suchen Glück in Politik

Ex-Kader von Zürcher Finter Bank will Schulpräsidium von Zürichberg – Ex-Vincenz-Freund wird Exekutiv-Mann in Erlenbach.

Roger Curchod ist gerade am „Flyeren“. Zettel verteilen, Hände schütteln, Werbung machen – für sich. Am Sonntag will Curchod neuer Schulpräsident vom Kreis Zürichberg werden.

Ein steiler Karrierewechsel. Curchod war zuvor lange Jahre Banker. Bei der Zürcher Finter-Bank, dann als Geschäftsführer einer Finanzgesellschaft namens JTE.

Die ist inzwischen liquidiert. Alles korrekt verlaufen. „Wir haben die JTE bewusst stillgelegt“, sagt Neo-Wahlkämpfer Curchod. „Damit haben wir sichergestellt, dass niemand zu Schaden kommt.“

Bei der JTE waren illustre und umstrittene Grössen wie Carlo Stadelhofer dabei, Multi-Verwaltungsrat und Vertrauensanwalt von Oligarch Viktor Vekselberg.

Curchod und ein Kollege aus gemeinsamer Finter-Zeit verkauften mit der JTE kanadische Pennystocks – Aktien aus dem Rohstoffbereich, die fast nichts kosten.

„Wir handelten unter anderem mit Gold- und Energie-Titeln, auch Small Caps und vor allem für Kanada-Kunden“, meint Curchod. „Dann kam die Krise an den Rohstoffmärkten und das Ende des Bankgeheimnisses, und die Kanadier gingen mit ihrem Geld zurück in die Heimat.“

Bis dahin herrschten goldene Zeiten. „Bei der Finter Bank und in den Anfangsjahren bei der JTE erlebte ich noch die alte Bankenwelt, die ich spannend und innovativ empfand, da die Zeit vor allem für die Kundenbeziehung und deren Pflege eingesetzt werden konnte.“

Tempi passati. „Die Konsolidierung im Banking ist nicht vorbei, die Nachhaltigkeit fehlt.“ Nun sucht der zweifache Familienvater sein Glück bei der öffentlichen Hand. Darben müsste er nicht: Das Schulpräsidium brächte ihm bis 200’000 Franken im Jahr.

Auch Philipp Weckherlin schreibt heute nicht mehr als Banker Schlagzeilen, auch wenn er erst kürzlich einen Medienauftritt als Finanzexperte hatte.

Sein Glück hat Weckherlin längst gemacht. Dank Pierin Vincenz. Seinem alten Studienfreund aus gemeinsamen HSG-Zeiten konnte Weckherlin seine CEAMS Finanzboutique zu einem stolzen Millionenpreis verkaufen.

Das war im Herbst 2014. Damals frohlockten Vincenz und sein Mann für den Aufbau eines nationalen Asset Managements, der Zürcher Beat Wittmann, mit Durchstarten.

Wenige Wochen später wurde die Initiative begraben, Wittmann landete – mit einem goldenen Fallschirm – auf der Strasse, und Vincenz‘ Finanzchef, Marcel Zoller, beerdigte das Vorhaben.

Wie viel Weckherlin einheimste, ist nicht bekannt. Laut Stimmen auf dem Finanzplatz soll es sich um einen stolzen zweistelligen Millionenbetrag handeln.

Weckherli blieb zunächst an Bord. Doch diesen Frühling tauchte er dann als Kandidat der Freisinnigen für einen Sitz im exekutiven Rat der Gemeinde Erlenbach an der Zürcher Goldküste auf.

Bei den Wahlen musste sich dann Weckherlin von einem wilden Bürgerlichen ohne Partei im Rücken überholen lassen. Trotzdem schaffte er die Wahl gerade noch.

Nun übernimmt er die Ressorts Gesundheit, Soziales und Versorgung, wie eine Mitteilung der Gemeinde auflistet.

An einer Wahlveranstaltung im Frühling meinte Weckherlin, er habe nun Zeit für Anderes, nachdem er in der Finanzwelt kürzer treten würde.

Das kam einigen Beobachtern in den falschen Hals. Politik als Hobby, als Ersatz für die Berufskarriere, die sich dem Ende zuneigt – so die Wahrnehmung.

Diesen Eindruck will Zürichberg-Curchod vermeiden. Er betont seine Herkunft und seine Sozialisierung. Familienvater im Quartier Witikon, das ist kein Bonze mit goldenem Löffel.

Curchod versucht mit einem Video zu punkten. Er lässt sich von Schüler interviewen. Dabei verfällt er in Kindersprache. Ansonsten wirkt er frisch.

Bankers turn politicians – in Zürich ein neuer Slogan.

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52 Kommentare zu “Gescheiterte Banker suchen Glück in Politik

  1. L. Hässig wurde aus wahltaktischen Gründen von Grünen auf Curchod angesetzt (vgl Leserbriefe im „Züriberg“). Er hat ihn interviewt und einen im Prinzip freundlichen Artikel geschrieben. Offenbar hat Curchod sogar den zynischen Banker-Kritiker überzeugen können. Wem dies gelingt, dem gelingt auch der Spagat zwischen Züriberg-Eltern, Schulleitern und Filippo (als dessen Vorgesetzter). Curchod hat meine Stimme, weil ich weiss, dass er Probleme nicht nur bespricht (Margreiter), sondern löst.
    Übrigens: das Amt des Schulpräsident hat praktisch nichts mit Politik zu tun, weshalb die parteilosen Schulpfleger auch am besten gewählt wurden. PS: die Schulleiter vom Züriberg haben beim Hearing der drei Kanditaten Curchod gewählt

    • @“Wahrheit“
      DIE Wahrheit gibt es eh nicht.

      Und woher wissen Sie, dass R. Curchod Probleme nicht nur bespricht, sondern löst? Kann er hierfür irgendwelche Leistungsausweise erbringen? Ganz offensichtlich hat er die Probleme der JTE Finanz AG nicht lösen können, ansonsten diese Firma nicht hätte liquidiert werden müssen. Oder er hätte zumindest als tüchtiger Banker mit 20-jähriger Führungserfahrung im Private-Banking-Sektor in seinem Netzwerk einen neuen Job finden können. Denn die Probleme, die sich bei JTE Finanz AG abzeichneten, kamen bestimmt nicht über Nacht……

      Und auch Sie, „Wahrheit“, scheinen zu denjenigen BürgerInnen zu gehören, die sich von einschlägiger PR und gut eingeübter Rhetorik blenden und über den Tisch ziehen lassen.

      Der einzige Punkt, wo ich Ihnen grundsätzlich zustimme ist, dass das Amt des Schulpräsidiums primär nichts mit Politik – wenn Sie damit die Parteipolitik meinen – zu tun HABEN SOLLTE. Und gerade aus DIESEM Grund ist auch ein Kandidat des Genres R. Curchod nicht glaubwürdig, denn mit seiner Kandidatur wird knallharte Parteipolitik betrieben, nur eben klandestin, worauf, wie oben erwähnt, viele WählerInnen reinfallen; zum Wohle der Kinder und LehrerInnen dieses Schulkreises hoffe ich fest, dass es nicht zuviele sein werden, denn es gibt genügend andere, wirklich parteilose KandidatInnen zur Auswahl.
      Und ja, die Hoffnung stirbt zuletzt….

  2. Curchod hat noch ein weiteres Hobby: Er ist Vorstandsmitglied des Vereins „Vereinigte Bibelgruppen in Schule, Universität, Beruf“. Er passt also eher in einen Betkreis einer evangelikalen Privatschule als in eine Leitungsfunktion einer öffentlichen Schulpflege.

    • @Sandra Niggli: Curchod ist pseudoparteilos. Er ist eigentlich CVP-Kandidat. Diese Partei überliess ihm einen ihrer Sitze auf der gemeinsamen Schulpflegewahlliste der Innerparteilichen Konferenz. Hätte er auf einer eigenen Liste kandidieren müssen, wäre er jetzt nicht einmal normaler Schulpfleger – und könnte damit auch nicht für die Präsidiumwahl antreten. Aber die Verschleierung der Parteibindung ist natürlich geschickt, denn auch mit dem Etikett „CVP“ ist in der Stadt Zürich bekanntlich kein Blumentopf zu gewinnen.

      Vielleicht erhofft sich die Partei durch die Portierung Curchods nebst der Einnahme von Mandatsabgaben Zuwachs aus dem evangelikalen Lager. Irgendwoher braucht sie ja Überläufer, um 2022 wenigstens in einem Wahlkreis wieder auf 5% Wähleranteil zu kommen.

    • Mist, Typo, sorry. „InTerparteilichen Konferenz“ hätte es natürlich heissen sollen.

  3. Bald wird es in Zürich Banker als Dönerverkäufer geben, während Eveline Widmer-Schlumpf ihre lebenslängliche
    Bundesratsrente garniert.

    Keine guten Aussichten, Leute.

    • @ energieberaterin

      Nennen Sie doch die Verursacher bei Namen und weichen Sie nicht aus auf das Fake-Feindbild EWS.

      Die Totengräber des Finanzplatzes waren jene, die vorsätzlich nach 2008 aktiv US-Kunden mit Steuerhinterziehungs-Geschäftsmodellen aquiriert haben, wohl wissend was sie dabei auslösten.

      Und hören Sie endlich mit dem SVP-Bashing auf, EWS sei für alles Böse im Finanzplatz verantwortlich;. nur weil Sie die Nicht-Wiederwahl Ihres Guru noch nicht verdaut haben,

      EWS hat sich immerhin dafür eingesetzt, Bankangestellte mit US-Kunden NICHT an die US-Justiz zu verraten. Wohingegen genau Ihre Kreise dagegen waren, um so den Deal zu ermöglichen. Nachzulesen in den entsprechenden Ratsprotokollen.

  4. Besorgt, nicht wegen Banker, die sich entschieden haben, sich für ein anderes Ziel einzusetzen und entschlossen handeln. Besorgt, weil der Artikel diese Entschlossenheit und den Einsatz als Politiker unter dem unsachlichen Stichwort „Ex-Banker“ schlecht macht und die Grosszahl der Kommentierenden dazu laut applaudiert. In der Finanzbranche tätig gewesen zu sein, macht einen Menschen nicht per se schlecht. Vielmehr ist der Mensch aufgrund seiner gegenwärtigen Taten und seiner Strategien für die Zukunft zu beurteilen. Wenn die mit pädagogischem Rucksack angetretene Mirella Forster aus Untätigkeit ein Schlamassel hinterlässt, braucht es einen anpackenden Macher wie den Roger Curchod, der Pädagogik nicht studiert hat, aber auf diesem Gebiet praktische Erfahrung gesammelt hat, und weiss, wie man ein Team führt.

    • Ist nicht unsachlich, ist leider die Realität und basiert auf empirischen Fakten. Wenn ein Banker von Kontinuität, Vertrauen, Beziehung, und wenn möglich noch in einem Satz, spricht, dann beisst sich das.

      Ich kenne Herrn Roger Curchod nicht. Für ihn spricht u.a., dass er sich in keine Partei einbinden liess. Speziell ist, dass er als ehemaliger Vermögensverwalter eine Blockchain im Gesundheitswesen aufbauen will. Hoffe für ihn, dass er fundiertes IT-Wissen besitzt und vertiefte Kenntnisse im CH- Gesundheitswesen.

    • Pennystocks an ahnungslose Anleger, und erst noch erfolglos, zu verhökern ist doch ein anderes Paar Schuhe als
      die verantwortungsvolle Aufgabe als Schulpräsident.

    • @Besorgter Bürger

      Ich bin seeehr für Differenzierung, sprich dass man Menschen nicht aufgrund eines Stichwortes wie z.B. „Ex-Banker“ tel quel stigmatisiert.

      Aber Hand aufs Herz, b e s o r g t e r Bürger, ein langjähriger Banker wie R. Curchod ist nicht sehr glaub- und vertrauenswürdig, wenn er sich plötzlich für ein Amt bewirbt, ohne sich vorher in (schul-)politischen Fragen besonders engagiert zu haben, und dies just in einem Moment, wo er nach der Liquidation der JTE Finanz AG (http://www.jte.ch/) im Dezember 2016 augenscheinlich keine Perspektiven mehr hat – trotz seinen langjährigen Führungserfahrungen im Private Banking-Bereich (cf. weiter unten sein Kurz-CV als VR-Mitglied bei HIT-Foundation, welches er seit November 2017 inne hat) – einen Job im Bankenbereich zu finden.

      Es ist zu offensichtlich, dass er zur Sorte „Ex-BankerInnen“ gehört, die infolge der neoliberalen Deregulierungen („mehr Markt, weniger Staat“) während vieler Jahre unverschämt viel Geld machte (von „verdienen“ kann diesfalls nicht die Rede sein) und nun infolge Einbruchs bestimmter Märkte diese Geldquelle versiegt….

      Wie in meinem Statement weiter unten bereits gesagt bin ich der dezidierten Ansicht, dass solche Menschen es NICHT verdienen, via eines öffentlichen Amtes von Steuergeldern – etwas salopp formuliert – durchgefüttert zu werden, also von DEM Staat, den sie Jahre vorher zurückgedrängt haben und ihm immer mehr finanzielle Mittel zur Erfüllung seiner Aufgaben entzogen – oder ihn gar mit Steuerhinterziehung betrogen. Solche Menschen sollen sich auch NUN den Gesetzmässigkeiten des „freien“ Marktes stellen, die sie initiiert haben.

      Verwaltungsratsmandat, welches R. Curchod auf seinem LinkedIn-Profil als seine aktuelle (und einzige) Tätigkeit ausweist:
      HIT F o u n d a t i o n
      Health Information Traceability (HIT) – We Tokenize Health Information & Create the Healthcare Currency of the Future
      Zweck
      Förderung der Digitalisierung von Gesundheitsdaten auf anonymisierter Basis zur verbesserten Austauschbarkeit zwischen den Beteiligten im Gesundheitswesen. Im Vordergrund steht hierbei die Nachverfolgbarkeit der Datennutzung, Anonymisierung von sensitiven und höchstpersönlichen Daten sowie eine angemessene Vergütung des Urhebers der Daten durch deren Nutzer. Hierzu fördert die Stiftung die Entwicklung, den Bau und Betrieb neuer offener und dezentraler Technologiestrukturen. Die Stiftung ist im Rahmen der Zwecksetzung im In- und Ausland tätig; vollständige Zweckumschreibung gemäss Statuten

      Kurzbeschrieb HIT Stiftung
      HIT Stiftung ist eine Stiftung gemäss Artikeln 80 bis 88 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB). Sie wurde am 29.11.2017 ins Handelsregister erstmals eingetragen. Das Domizil der HIT Stiftung liegt gemäss Handelsregister in 6300 Zug an folgender Adresse: Gotthardstrasse 26. Die HIT Stiftung hat ihr Domizil im Sprachgebiet de. Sie steht unter Aufsicht folgender Aufsichtsbehörde: . Aufgrund des Stiftungszwecks ist die HIT Stiftung als eine gemeinnützige Stiftung des Typ Operative Stiftung einzuordnen. Die letzte Veränderung bei dieser Stiftung wurde verzeichnet am 28.06.2018.

      Roger Curchod, CFO
      Roger holds a BA in Economics from the Zurich University of Applied Sciences with focus on Banking and Finance. He is a former CEO of an Asset and Portfolio Management Company and held various management positions in the Private Banking Sector for almost two decades. He beliefs in HIT as a sustainable contribution to society. Roger is member of the board of directors of HIT Foundation

  5. Kanadische Penny Stocks:
    Investments in virtuelle oder inexistente Goldminen – die Grenze zu Luftinvestments war fliessend. Verdient hat vor allem der issuer….

  6. Wenn der deregulierte Markt zurückschlägt, ist die öffentliche Hand als Arbeitgeberin plötzlich wieder interessant resp der Rettungsanker, um den ach so schwer erarbeiteten Sozialstatus nicht vollständig zu verlieren.

    Und davor hat man sich enorm ins Zeug gelegt, möchlichst viele staatliche Regulierungen aufzuheben, da diese den *freien Markt“ und somit die „Markteffizienz“ behindern würden, ausser natürlich das Bankgeheimnis, welches Curchod die Bankenwelt „spannend und innovativ“ empfinden liess…dégoutant!

    Solche Menschentypen wie ein M. Curchod sollen sich gefälligst weiter den Regeln des freien Marktes stellen, die sie gepusht haben.
    Neben der Tatsache, dass ihm zentrale Qualifikationen und Erfahrungen für dieses Amt fehlen, mögen die WählerInnen auch die widerliche Anbiederung dieses „Herrn“ erkennen und ihm den angestrebten Erhalt seines Sozialstatus mit öffentlichen Geldern – sprich unseren Steuergeldern – verweigern.

  7. Ist schon interessant, welche Gefilde sich Banker suchen wenn es auf dem Finanzplatz Schweiz eng wird und der Zapfen stimmt. Können diese, nicht wie bis anhin, eine Bar, Restaurant oder Hotel eröffnen. Wäre besser für alle.

    Ob ein Banker die fachlichen und vor allem die Softskills hierfür mitbringt? Kaum.

    Ob Bankengepflogenheiten, „Werte“ und „Verlässlichkeit“, deren Sprache und der Umgang im Zwischenmenschlichen im schulischen Bereich was zu suchen haben? Sicher nicht. Und schöne herzige Videos und Prospekte mit Jöö-Effekt reicht auch nicht. Dies kenne wir ja schon von den Banken.

    Dass bereits ein schwerer Skill fehlt zeigt die Kindersprache. Sagen jene später „Dieser Case hat kein gutes Learning produziert“ oder später die Lehrer: „Learning-technisch hat unser Schulleiter zero Visibility.“ Derr Banker-Schulleiter: “ Teacher Team ist völlig rudderless. Die brauchen eine Leadership Infusion“.

    Zudem wird sich die Finanzabteilung der Gemeinde/Stadt auf die aufgeblasenen Admin und die langen, langen und ausführenden Memos freuen können. Banking eben.

    • Bei den Qualifikationen der meisten hochbezahlten Banker wäre die Bar oder das Hotel in Kürze pleite.

  8. Die Verflechtung Wirtschaft-Politik sollte man endlich entflechten. Aber solange es dumme Stimmbürger gibt, welche denen weiterhin Stimmen geben, ändert sich nichts.

    • -> Roland…versteh ich nun nicht..wieso Politik + Wirtschaft entflechten?! Gut in der Wirtschaft ausgebildete Leute können sich sehr gut in politische Gremien einbringen und mir sind Wirtschaftsleute lieber als Hausfrauen + Lehrer!

    • @Bärner
      Sie würden staunen:

      Es gibt Hausfrauen, die führen das Zuhause mit Kinder operativ effektiver als mancher Mänätscher, haben die Finanzen, das Controlling nachhaltiger im Griff als mancher Finanzchef, führen eine stringentere Kommunikation als mancher PR-Fuzzy und setzen die Compliance klarer durch als mancher Ilegal & Incompliance Klempner und hochbezahlte CEO’s und VP’s.

      Und für die Terminplanung benötigen Sie nicht einmal eine Assistentin oder Assistenten.

    • @Bärner

      So wie Sie unerhört despektierliche und diskriminierende Clichés mit Ihrem Statement bedienen – ganz abgesehen davon, dass es auch HausMAENNER und LehrerINNEN gibt – bediene ich das Cliché der BärneR: unendlich langsam und hinterwäldnerisch, dementsprechend nicht brauchbar für Positionen, wofür geistige Flexibilität und rasche Auffassungsgabe unabdingbar sind – à réfléchir!

  9. diesen Weg haben erfolglose Juristen schon lange gewählt – siehe Bundesparlament – fast jeder hat mehr oder weniger ein Jus-Studium absolviert. Haben diese „Parlamentarier“ darum so wenig Biss und sind meilenweit vom eigentlich zu repräsentierenden Souverän entfernt???

    • und wo wohnt diese tolle FDP Kandidatin? Genau, nicht im Quartier!

      Toll wenn uns ein Auswärtiger sagt, wie wir die Schulen machen können. Bei aller Liebe zur FDP, die Probleme am Zürichberg sind ein wenig anders gelagert als im Limmattal. Wer immer gewählt wird, muss das Mireille Forster Chaos aufräumen und die nächsten Jahre den Ruf gewisser Schulen wieder aufbauen.

  10. Gut wenn man mal sieht was sich für andere Deppen in der CH Politik und Ämtern tummeln.

    Die windschlüpfrigen Banker werden zum Teil in deren Können massiv überschätzt. Fotogen wie aus dem Katalog sind die meisten. Das war’s aber dann auch.

    • 200k für rund 40000 „Untergebene“, wie Lehrer, Schüler, deren am Züriberg in schulischen Belangen ihrer Goofen hyperaktiven Eltern mit oft deutschen Migrationshintergrund, etc.

      En Feufliber für jeden.. zahle meinen und den meiner Kinder gerne für einen brauchbaren Schulpräsidenten..

  11. Banker in die Politik – oh Gott, das wäre ein ganz grosser Fehler. Banker sind nur verzweifelt, weil sie ausser Geld nichts kennen und die älteren werden jetzt vor die Türe gestellt, weil sie nicht mehr liefern. Kenne auch solche, die jetzt seit Jahren keinen Job mehr gefunden haben. Warum? Weil viele von ihnen wahrhaft stinklangweilig sind, die Empathie fehlt und ihnen Geld am allerwichtigsten ist. Solche Loser brauchen wir in der Politik nicht auch noch.

  12. Herr Hässig:

    „Bei den Wahlen musste sich dann Weckherlin von einem wilden Bürgerlichen ohne Partei im Rücken überholen lassen. Trotzdem schaffte er die Wahl gerade noch.“

    Ja, der parteilose Kandidat hatte 1 (in Worten: eine!) Stimme mehr als Weckherlin und Weckherlin schaffte die Wahl gerade noch suggeriert, dass er nur knapp gewählt wurde, er übertraf das Absolute Mehr jedoch um über 40%. Wieso so reisserisch?

  13. Ich kann mir gut vorstellen, dass Wirbellose in der Politik willkommen sind. Da können sie wenigstens nicht grossen Schaden anrichten wie in der Finanzbranche.

  14. Irgendwie ist Schulpräsidium und -pflege der Einstieg für Politikanfänger. Kenne einen Ex-Kandidaten. Wobei der Bekannte dieser Funktion näher war als ein Banker.

  15. Die Anzahl der Finanz-Aussteiger wächst von Monat zu Monat. Da liegt für viele nichts (etwas anderes wäre zu anspruchsvoll) näher, als sich zunächst der Gemeinde-Politik zuzuwenden.

    Da solche Früh-und Spät-Aussteiger aus ihrer „Selbständigkeit“ oft auch beim RAV durchfallen, ist Showtime in der Lokal-Politik angesagt. Der Weg vom Finanz-Zocker zum Polit-Jongleur ist insofern naheliegend, als hier wie dort die Resultate verschwommen, bzw. überhaupt ausbleiben. „Curri Curum da läuft manches krumm“.

  16. Nach Jahren, ggf. Jahrzehnten der Tätigkeit als Banquier die von berufswegen erlangten Einsichten nicht zum Aufbau des eigenen Vermögens genutzt?

    Zudem währenddessen keine Kontakte gefunden, die private Vermögensbildung nun auf eigene Rechnung und ggf. temporär mit dem Einsatz von Fremdmitteln fortzusetzen?

    Dabei in der jüngeren Zeit die Unterbewertungen und nachfolgenden Gewinnchancen der Jahre 2003, 2009, 2011 und 2016 nicht für sich genutzt?

  17. Nein, es gibt nicht schlimeres als „gefallene Bankers“ in der Politik…. Mein Gott, helfe uns…. obwohl, was ein Freund gestern geschriebene hat ist sakrosant: das GIBO – Prinzip gilt für einige (Garbage In, Best out), was auch nicht unbedingt für die Branche spricht….
    So, wer rettet die Schweiz? Niemanden, da hier die „Zyklität der Zeit“ gilt, nachdem wird sich die Schweiz ganz langsam in der inneffiezente Europa auslösen….

  18. Interessant wie man von normalen Arbeitern immer entsprechende Ausbildung, Abschlüsse und Berufserfahrung erwartet, während man anderen offenbar zutraut, mit null berufsrelevanter Vorgeschichte einen Job zu beginnen. Warum gerade das Schulpräsidium und nicht eine eigene Firma im Blockchainbereich (siehe Curchods Website)?

  19. Erlenbach bei Zürich ist oder war Hort gescheiteter Banker:
    Mühlemann CS
    Bachmann Vontobel
    Gisel Raiffeisen
    Weckherlin CEAMS
    der nun das Soziale übernimmt und bestimmt nach neoliberalen Grundsätzen handeln wird. Alte nach Afrika, Junge nach Zürich, Ruhe in der Seegemeinde und Aperos mit gescheiterten Existenzen aus der Finanzbranche!

  20. Jööh, wie rührend: …“und die Kanadier gingen mit ihrem Geld zurück in die Heimat“. Davor aber den grossen Reibach gemacht mittels Pump and Dump. Waren tolle Zeiten und nur so etwas wie Spicken in der Schule. Ich wähle diesmal lieber den Grünen.

  21. Wow. 2 Leute aus dem Finanzbereich gehen in die Politik. Eine wahre Seltenheit. Bei den Sozis leben sie vornehmlich von der Politik. Wer von denen arbeitet, ist wohl schon ein Sonderling.

    • Immer noch Besser als die grösste Partei der Schweiz die Erbschleicher als Bundesratskandidaten aufstellt, deren Bundesräte Hausdurchsuchungen hatten Kantonsangestellte mit Fake Uni Professur, Law and Order Politiker aus Eglisau die Schwarz arbeiten lassen oder Lehrer mit Hang zu Kriegsflaggen sowie Strafanzeigen wegen Volksverhetzung haben. Soll ich weiterfahren? PS: Alle per Zuuuufall vom Staat angestellt oder in einem starken Abhängigkeitsverhältnis dazu. Soll ich weiterfahren mit der Aufzählung? Also lassen Sie das mal mit den bösen Sozis stecken.

    • @Lamento di Marco di San Gallo: Sind Sie nicht eher auf die Ostschweiz? Gibt’s da nichts mehr zu verteidigen gegen die bösen Zürcher? HSG, Raiffeisen-Zentrale? – Na dann willkommen in den Niederungen der Zürcher Lokalpolitik, Gegenrecht wird gewährt, aber bitte mit ein bisschen Gehalt.
      @Chris: Gebe meine Stimme auch dem Grünen. Aber das Einknicken der FDP, die ja so gerne bei den „Urbanisten“ grasen will, ist schon sackschwach. Andererseits war das Bungi-Schulhaus – mein Sohn ging hier zur Schule – schon immer ein Debakel. Darum beneide ich den zukünftigen Schulpräsidenten nicht trotz 200k.

    • Tiamento erstmals ein Kommentar ohne Gisel-/Raiffeisen-Verteidigung? Gibt‘s sowas?

    • @TdM: Erinnert mich an die üblichen dummen Sprüche aus der SVP-Propagandazentrale…..

  22. ein Gutmensch der wohl seine Seele putzen will und nun der Allgemeinheit dienen möchte und ein PennyStock Mischler und „NoName-Banker“ der nochmals Kohle machen will zu Lasten einer Gemeinde – schöni Sache da im Zürribiet…

    • Finde auch. Diversifikation innerhalb der Familie, da seine Frau auch Bankerin ist…